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Samstag, 15. Februar 2020

Amazonas-Priester kritisiert die Synodenväter massiv.

Jeanne Smits hat  für LifeSiteNews das Interview wiedergegeben, das ein im Amazonas-Gebiet tätiger Priesters dem Info-Vaticano-Journalisten Fernando Belteràn zur Amazonas-Synode vor Veröffentlichung der postsynodalen Exhortation gegeben hat.
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"AMAZONAS-PRIESTER: DIE SYNODENVÄTER HABEN DIE INDIGENEN VÖLKER BENUTZT UM DEN KATHOLISCHEN GLAUBEN ANZUGREIFEN" 

Pater Ignacio Maria Doñoro sagte: die Amazonas-Bewohner hungern nach Gott und wollen heilige, zölibatäre Priester.

"Die Menschen im Amazonasgebiet hatten überhaupt kein Interesse an der Amazonas-Synode und sagten im Gegenteil, sie würden von ihr "benutzt, um den katholischen Glauben anzugreifen".

Pater Ignacio Maria Doñoro sollte es wissen. Er gründete ein Heim für Jugendliche - Jungen und Jugendliche - am Rande der Gesellschaft. Im peruanischen Amazonasgebiet und sagte kürzlich in einem Interview mit Infovaticana, einer großen spanischsprachigen katholischen Website, wonach die Armen nach Gott dürsten.

Ignacio Maria Doñoro ist ein ehemaliger „Pater“ - wie Armeekapläne genannt werden -, der von der Unterstützung von Opfern des ETA-Terrorismus zu verschiedenen internationalen Missionen gewechselt ist. Er war in den letzten 10 Jahren im peruanischen Amazonasgebeit, einem Teil der Prälatur von Moyobamba. Er nannte seine Institution "Hogar Nazaret" - "Heimat von Nazareth", die sozial ausgegrenzte Risiko-Kinder und Jugendliche aufnimmt. 
Hier ist die Website von Hogar Nazaret.

Im Interview hat Pater Doñoro ist sich sehr klar darüber geäußert, was der Amazonas braucht: engagierte, zölibatäre Priester, die ihr Leben vollständig Gott gegeben haben und „Heilige des Volkes“ sind. "nach Gott sind Priester alles", sagte er zu Infovaticana und zitierte den Heiligen Jean-Marie Vianney.

Auf die Verehrung der Pachamama in Rom angesprochen, sagte er dem Interviewer, daß die Jungen von Hogar Nazaret unseren Herrn und die Jungfrau Maria so sehr lieben, daß sie sicherlich wie die "jungen Leute," Alexander Tschugguel und eine andere Person reagiert hätten, die in Santa Maria in Traspontina eintraten und die "dämonischen Statuetten" in den Tiber warfen. 

Doñoro fügte hinzu, daß er selbst "geweint" habe, als er sie "im Herzen unserer Kirche der Heiligen Mutter, über den heiligen Überresten von St. Peter und St. Paul" sah.

Im Folgenden finden Sie eine Übersetzung des Teils des Gesprächs des Infovaticano-Journalisten Fernando Beltrán mit Pater Doñoro, das direkt seine Arbeit im Amazonas betrifft. Es fand  statt vor der  online-Veröffentlichung der Apostolischen Ermahnung „Querida Amazonía“ online, bleibt aber sehr aktuell.

Fernando Beltrán:
"Was sind die größten Schwierigkeiten bei der Evangelisierung im Amazonasgebiet?"

Ignacio Maria Doñoro:
"Schwierigkeiten? Da sind keine. Es ist wunderbar, hier zu sein und mit ihnen über Gott zu sprechen, von dem sie noch nie gehört haben. Diese Menschen sind wirklich hungrig nach Gott. Sie sind bewegt. In El Salvador ist mir etwas sehr Lustiges passiert. Ich feierte eine Messe, die 45 Minuten dauerte. Die Leute waren sehr wütend und fragten mich, wie es so kurz hätte dauern können; Sie waren nicht stundenlang unterwegs gewesen, um eine so kurze Messe zu hören. Sie sagten, sie wollten sich mehr am Herrn erfreuen und sie wollten mehr wissen. Und daß ich ihnen mehr erzählen sollte, daß die Messe länger dauern sollte. Die nächste Messe dauerte anderthalb Stunden, und für sie erschien auch das sehr kurz ...

Die Menschen hier sind hungrig nach Gott. Deshalb ist die Gegenwart Gottes hier sehr groß. Seine Worte erklingen am Amazonas mit großer Kraft.

Hier finden Sie Gemeinden, die nur einmal im Jahr eine Messe halten und sich freuen, den Priester begrüßen zu können. Sie lieben Priester sehr! Du gehst die Straße runter und jeder begrüßt dich, sie bitten um deinen Segen ...

Normalerweise habe ich mehrere Rosenkränze in der Tasche und verteile sie den ganzen Tag über. Daß ein Priester ihnen einen Rosenkranz geben sollte, ist für sie eine Liebkosung ihres Herzens durch Gott. Was diese Menschen wollen und brauchen, sind heilige Priester, die sich mit Leib und Seele engagieren."

Sonntag, 24. November 2019

S. Magister: Papst Franziskus & der Hl. Paul VI

Sandro Magister zitiert in seinem heutigen Beitrag für Settimo Cielo Originalzitate  aus "Evangelii nuntiandi", der apostolischen Exhortation des Hl. Papstes Paul VI,  die er amtierende Pontifex zwar immer wieder zu Relektüre empfiehlt- wie auch jetzt wieder in Japan- stellt aber auch den Widerspruch zwischen den  Handlungen und Äußerungen zu Missions-Themen der beiden Päpste fest. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER PAPST, DEN BERGOGLIO SO LIEBT, IST AUCH SEIN GRÖSSTER KRITIKER"

Der Osservatore Romano gibt in seiner heutigen Ausgabe vom 24. 11. einige Sätze aus dem "off-the-record" Gespräch zwischen Franziskus und die japanischen Bischöfen wieder. Und er berichtet, daß der Papst am Ende der Begegnung die Bischöfe dazu eingeladen hat, noch einmal Nr. 80 der apostolischen Exhortation "Evangelii nuntiandi" des Hl. Pauls VI zu lesen, darüber was eine gute von einer schlechten Evangelisierung unterscheidet.

Das Wiederlesen der apostolischen Exhortation "Evangelii nuntiandi" von Paul VI wird von Jorge Mario Bergoglio sehr oft empfohlen,

Seltsamerweise- weil das in glattem Widerspruch zu dem steht, was der amtierende Papst zum Thema Mission tut und sagt.

Hier nun, was Paul VI in Nr. 80 seines Dokumentes schreibt:

"Der geistliche Eifer verlangt zunächst, daß wir alle Alibis beiseite zu schieben verstehen, welche 
sich der Evangelisierung in den Weg stellen möchten. Die vergänglichsten sind sicher diejenigen, 
für die man in dieser oder jener Aussage des Konzils eine Stütze zu finden vorgibt. 
So hört man allzuoft in den verschiedensten Formen sagen: Eine Wahrheit auferlegen, und sei es 
die des Evangeliums, einen Weg aufdrängen, sei es der zum Heile, ist nichts anderes als eine Vergewaltigung der religiösen Freiheit. Im übrigen, so fügt man hinzu, wozu überhaupt das Evangelium verkünden, wo doch die Menschen durch die Rechtschaffenheit des Herzens zum Heil gelangen können. Außerdem weiß man doch, daß die Welt und die Geschichte erfüllt sind von „semina Verbi“: wäre es da nicht eine Illusion zu behaupten, das Evangelium dorthin zu bringen, 
wo es schon immer in diesen Samenkörnern anwesend ist, die der Herr selbst dort gesät hat?

Wer sich einmal die Mühe macht, in den Konzilsdokumenten den Fragen auf den Grund zu gehen, welche diese „Alibis“ hier allzu oberflächlich verwerten, der findet dort eine völlig andere Sicht der Dinge.


Dienstag, 15. Oktober 2019

Fundstück

Die Tagespost veröffentlicht heute einen Artikel unter dem Titel
"Synoden-Experte: „Viri probati“ keine Lösung für Priestermangel"
der aus gutem Grund so beginnt- Zitat: 

"Viele Synodenteilnehmer erkennen, dass sich der Priestermangels nicht allein mit „Viri probati“ bekämpfen lasse, meint der Experte des Sondersekretariats der Bischofssynode. Er warnt davor, sich nicht vom Kern des christlichen Glaubens zu entfernen." 

Hier geht´s zum Original:   klicken

Quelle: Die Tagespost

Donnerstag, 19. September 2019

Amazonas Ratzinger versus Rahner


Stefano Fontana betrachtet für "La Nuova Bussola Quotidiana" die gegensätzlichen theologischen Perspektiven Rahners und Ratzingers im Hinblick auf das Instrumentum Laboris für die Amazonas-Synode und die Mission heidnischer Völker.
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"AMAZONIEN: RATZINGER VERSUS RAHNER"

Die kommende Pan-Amazonas-Synode will eine amazonische Kirche, während sie nicht von einem christlichen Amazonien spricht. Dabei stehen die theologischen Perspektiven von Joseph Ratzinger und von Karl Rahner sich in Konfrontation gegenüber.
Für Ratzinger besteht die Pflicht, alle Völkern in die Schule Jesu zu führen, weil der die Wahrheit in Person ist, für Rahner dagegen offenbart sich Gott auch in den anderen Religionen und ist mit seiner Gnade in ihnen präsent. Aus der Theologie Rahners gehen der religiöse Pluralismus und der religiöse Relativismus hervor, auf den die Instruktion "Dominus Jesus eine Erwiderung gibt.
Das Instrumentum Laboris der Synode spricht kein einziges mal von Evangelisierung sondern nur von Inkulturation, sie spricht kein einziges mal vom Lehren sondern nur vom Zuhören, sie spricht nicht davon, Fragen zu stellen sondern davon, sich selbst in Frage zu stellen, nicht davon abzufragen sondern sich abfragen zu lassen. Mit anderen Worten- die Kirche soll sich "amazonisch" machen- in dem Sinn sich zu reformieren (verlernen, neu lernen, lernen sagt das Dokument) . Das ist exakt die Position Rahners und nicht die Ratzingers.

Im Buch "Glaube, Wahrheit, Toleranz. Das Christentum und die Religionen der Welt" verurteilt Ratzinger den heutigen Imperativ: "verletzt nicht die Religionen, wo sie noch bestehen".
Aber man fragt sich, ob das wirklich wünschenswert ist, da sind z.B: die Azteken, die den Göttern der Erde und der Vegetation Männer und Frauen opferten, denen die Haut abgerissen wurde."
Wir müssen nicht in allen Religionen Gott sehen- das ist seine These-  und daher ist die übermäßige Sicherheit, mit der das Instrumentum Laboris die primitiven Kulturen überhöht, problematisch.
Sogar einige katholische Interpreten stellen die indigene Mentalität naiv als absoluten Träger eines guten Lebens dar und schweigen über die Aspekte von Gewalt, Angst und Unterwerfung, die sie charakterisieren, an die das Beispiel der Azteken.- wenn auch in extremer Form- erinnert.
Giacomo Costa in "Aggiornamenti sociali" von August/September und Massimo Gronchi in "Leben und Denken" vom vergangenen November/ Dezember präsentieren die primitive Welt mit unrealistische Kriterien als Reich der Herzlichkeit und der moralischen Gesundheit, als eine Art Eden, das uns inspirieren kann,.