Montag, 12. Oktober 2026

Die Nachricht, die alle den Atem anhalten ließ

Auch Nico Spuntoni kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana die dem Hl. Vater bevorstehende Operation. Hier geht´s zum Original:  klicken

BEIM ANGELUS

„Ich habe einen knoten in der lunge, ich werde operiert.“ Der Papst lässt alle den Atem halten.

Überraschung über die beim Angelus-Gebet gemachte Ankündigung: Er wird sich im Laufe der Woche im Krankenhaus Gemelli einer Operation unterziehen; die Genesungszeit dürfte eine Woche betragen. Anteilnahme kommt von Bischofskonferenzen aus aller Welt sowie von italienischen Institutionen.

Leo XIV. muss sich wegen eines Knotens in der Lunge einer Operation unterziehen. Das gab er selbst vom Fenster des dritten Stocks des Apostolischen Palastes aus nach dem sonntäglichen Angelus-Gebet bekannt. „Kürzlich haben die Ärzte bei Untersuchungen einen umschriebenen Knoten in meiner Lunge festgestellt“, sagte er mit ruhiger Stimme. Prevost fügte hinzu, die Ärzte hielten einen Eingriff für ratsam; er wolle ihrem Rat folgen und habe sich daher entschieden, den Knoten operativ entfernen zu lassen.

Der Eingriff findet im Policlinico Gemelli statt – dem Krankenhaus der Päpste – und ist für die ersten Tage dieser Woche angesetzt. Voraussichtlich wird Leo zwischen morgen und übermorgen in der zehnten Etage jenes Gebäudes aufgenommen, das Johannes Paul II. als „Vatikan III“ bezeichnete. Die Nachricht kam überraschend; offenbar hatte Prevost vor der Ankündigung auf dem Platz nur mit seinem engsten Umfeld darüber gesprochen. Niemand hatte damit gerechnet, so bald – anderthalb Jahre nach der Erkrankung und dem Tod von Franziskus – erneut einen Papst im Krankenhaus zu sehen. Zumal es sich um diesen Papst handelt: Er wurde mit noch nicht einmal siebzig Jahren gewählt, ist sportbegeistert und weist eine Krankengeschichte ohne nennenswerte Vorerkrankungen auf. Seitens des Presseamts des Heiligen Stuhls hieß es lediglich, die Genesung nach der Operation werde voraussichtlich etwa eine Woche in Anspruch nehmen.

Tatsächlich hat der Papst zu erkennen gegeben, dass er nach dem Eingriff nicht pausieren will; während des Angelus-Gebets begrüßte er eine Gruppe peruanischer Pilger und bestätigte seine Absicht, die für November geplante Reise in seine Wahlheimat anzutreten. Dies ist ein anspruchsvolles Vorhaben, da die Apostolische Reise nach Lateinamerika zwölf Tage dauern und neben Peru auch Uruguay und Argentinien umfassen wird.
Zu den nächsten Terminen des Papstes gehört auch ein Besuch in Assisi am 27. Oktober anlässlich der Abschlussfeier einer von der Gemeinschaft Sant’Egidio initiierten Veranstaltung; diese erinnert an den 40. Jahrestag jenes Welttreffens der Religionen, an dem Johannes Paul II. teilgenommen hatte.

Die Nachricht von Prevosts gesundheitlichen Problemen ging um die ganze Welt. Es gab eine Welle der Anteilnahme, angefangen bei den italienischen Institutionen: Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte sich „ermutigt“ durch die Ruhe und Gelassenheit, mit der der Papst beim Angelus-Gebet über seinen Eingriff sprach. Staatspräsident Sergio Mattarella sandte dem Papst eine Botschaft, um ihm zu versichern, dass das italienische Volk an seiner Seite steht.

Aus der ganzen Welt trafen Bekundungen der Verbundenheit ein: Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Monsignore Paul Coakley, äußerte die Hoffnung, dass „die Hand der Chirurgen von Jesus Christus, dem göttlichen Arzt, geführt werde“. Auch Kardinal Matteo Maria Zuppi, der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, veröffentlichte eine Erklärung, in der er bekundete, dass sich „die Kirchen in Italien in kindlicher Verbundenheit“ um den Papst scharen. In einer Botschaft rief der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke dazu auf, für die Gesundheit des Papstes zu beten. Insbesondere wandte sich der emeritierte Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur an die Pilger des Heiligtums Unserer Lieben Frau von Guadalupe in La Crosse sowie an alle Freunde des Heiligtums mit der Bitte, „auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Guadalupe für die Gesundheit Seiner Heiligkeit zu beten und darum zu bitten, dass der Heilige Geist die Hände der Chirurgen bei seiner Behandlung lenke“.

Prevost ist nicht der erste Papst, der kurz nach seiner Wahl erkrankt: Es gibt zum Beispiel das Beispiel Leos XII., der nach seiner Wahl im Jahr 1823 fast umgehend gesundheitliche Probleme bekam, diese jedoch überwand und noch fünf weitere Jahre regierte."

Quelle: LNBQ

Papst Leo XIV : Normaler Arbeitstag

WIe vacticannews berichtet, verbringt der Hl. Vater den heutigen Montags vor der anstehenden Operation als normalen Arbeitstag. Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

"PAPST LEO: NORMALER ARBEITSTAG AM MONTAG, GENESUNGSWÜNSCHE"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Leo XIV. erreichen weiter Genesungswünsche aus aller Welt. Der Papst nahm seine Audienzen an diesem Montag wahr, seine Lungen-OP steht in diesen Tagen an. 

Normaler Arbeitstag am Montag


Aus der Lunge des 71-Jährigen soll ein „begrenzter Knoten“ in einem „frühen Stadium“ entfernt werden, wie der Papst beim Mittagsgebet am Sonntag präzisierte. Vatikansprecher Matteo Bruni ergänzte dazu an diesem Montag, der Knoten in der Lunge des Papstes sei bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden.(...)

Quelle: vaticannews

 

Leo XIV: die Ernennungen

A. Gagliarducci kommentiert bei Monday at the Vatican die Ernennung von Erzbischof Vittorio F. Viola zum Erzpriester der Peters-Basilika als weiteren Schritt des Übergangs zwischen den Pontifikaten.  Hier geht´s zum Original:  klicken

                "LEO XIV UND DIE NEUE GENERATION"

Mit der Ernennung von Erzbischof Vittorio Francesco Viola zum Erzpriester des Petersdoms und von Kardinal Luis Antonio Tagle zum Dekan des Kardinalskollegiums markierte Leo XIV. den Übergang zu einer neuen Generation und – wahrscheinlich – zu einer neuen Ära für die Kirche.

Nicht nur diese beiden Personalentscheidungen kamen weitgehend unerwartet; dies galt letztlich für alle Entscheidungen, die Leo XIV. bislang getroffen hat. Diese beiden Ernennungen zeigen, dass das Problem nicht einfach darin besteht, den Papst mit alten Kategorien zu deuten. Vielmehr liegt es in der Annahme, dass diese alten Kategorien nach wie vor Gültigkeit besitzen.

Bemerkenswert ist zudem, dass diese Ernennungen kurz vor der überraschenden Ankündigung erfolgten, der Papst werde sich noch in dieser Woche einer Operation unterziehen, nachdem in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden war. Offenbar möchte der Papst sein Haus wohlgeordnet hinterlassen, wenngleich es sich um einen unkomplizierten Eingriff zu handeln scheint und Leo womöglich schon nächste Woche wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen kann.

Letztlich ist Leo XIV. selbst ein Papst der neuen Generation. 1982 geweiht, hat er die heftigen Auseinandersetzungen um das Zweite Vatikanische Konzil nicht mehr unmittelbar miterlebt. Er ist ein Priester, der einer soliden Liturgiepraxis verpflichtet ist, wenngleich er aus dem Geist des Konzils hervorgegangen ist; er hat nie die überlieferte Liturgie gefeiert oder auch nur eine Neigung dazu verspürt. Leo XIV. ist kein progressiver Papst im Sinne der Definitionen, die in den letzten Jahren für diese Strömung geprägt wurden. Ebenso wenig ist er ein „Papst der Dritten Welt“, ungeachtet seiner Erfahrungen in der Mission. Doch offensichtlich liegen die Sympathien und Neigungen dieses Papstes bei einer neuen, anderen Generation mit anderen Prioritäten – einer Generation, die völlig außerhalb der Debatten um das Konzil steht.

Inwiefern bestätigen diese beiden Ernennungen durch den Papst diese Einschätzung?

Beginnen wir mit der Ernennung des neuen Erzpriesters der Petersbasilika, der zugleich als Generalvikar des Papstes für den Staat der Vatikanstadt fungiert. Vittorio Francesco Viola trat sein Amt als Sekretär des Dikasteriums für den Gottesdienst mit dem Ruf eines progressiven Priesters an, der die von traditionalistischen Kreisen scharf kritisierte Liturgiereform Annibale Bugninis befürwortete. Damit verkörperte er jenen Bischofstypus, den Papst Franziskus bevorzugte, um all jene zum Schweigen zu bringen, die weiterhin die Liturgie im alten Ritus – also in der Form vor der Reform durch Paul VI. – feiern wollten.

Sonntag, 11. Oktober 2026

Papst Leo XIV kündigt bevorstehende Operation an

Im Anschluss an das heutige Angelus-Gebet hat der Hl. Vater bekannt gegeben, daß er sich in den nächsten Tagen einer Operation -der operativen Entfernung eines Knotens in der Lunge-unterziehen muß, und die Gläubigen um ihr Gebet gebeten. 

                                                         OREMUS PRO PONTEFICE! 

              

Angelus & Katechese

     heute auf dem Petersplatz
       
        

Vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters beim heutigen Angelus.          Hier geht´s  zum Original:  klicken 

                                    "Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!"

Heute spricht Jesus im Evangelium von der Hochzeit, die ein König seinem Sohn ausrichtete (vgl. Mt 22,1–14).

Die Hochzeit eines Sohnes ist für jede Familie ein besonderer Anlass, und dieser glückliche Vater möchte seine Freude mit allen teilen. Er gibt ein Festmahl und lädt viele Menschen ein. Der heilige Thomas von Aquin sagt dazu, dass das Gute von Natur aus dazu neigt, sich auszubreiten: „Bonum dicitur diffusivum sui“ (Summa theologiae, I, q. 5 a. 4, ad 2), und auch das Bild unserer Erzählung spricht in einem konkreten Lebenskontext von dieser Wirklichkeit. Wenn etwas Gutes geschieht, entzündet sich ein Licht, das dazu führt, dass man andere an seinem Glück teilhaben lässt.

„Angesichts der Ablehnung sagt der König die Hochzeit nicht ab und lässt die Feierlichkeiten nicht ausfallen“

Angesichts eines so schönen Angebots ziehen sich die Eingeladenen jedoch, anstatt sich dem Fest anzuschließen, zurück und ziehen es vor, sich weiterhin um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Einige sind vielmehr verärgert, beschimpfen die Boten des Königs und töten sie sogar. Auch das kommt leider vor: Nicht immer wird das Gute, das wir anbieten, verstanden, anerkannt und geschätzt; vielmehr wird es manchmal missverstanden und abgelehnt. Doch das darf uns nicht entmutigen. Angesichts dieser Ablehnung sagt der König die Hochzeit nicht ab und lässt die Feierlichkeiten nicht ausfallen; vielmehr weitet er seinen Aufruf auf eine noch größere Zahl von Menschen aus und sendet seine Diener aus, um sie auf den Straßen einzuladen, damit die Freude des Brautpaares ein Geschenk für alle sei.


An dieser Stelle fragen wir uns: Wen verkörpern die Hauptfiguren dieser Geschichte? Der heilige Hieronymus identifiziert den König mit dem Vater im Himmel, den Bräutigam mit Jesus und die Braut mit der Kirche (vgl. Kommentar zum Matthäusevangelium, Buch III, Kap. 22). Zu diesen Protagonisten gehören also auch wir, die vom Herrn auserwählt wurden, um unsere Existenz mit ihm zu teilen und gemeinsam mit ihm Träger des Lebens zu sein. Das Hochzeitsfest ist das unsere und der Festsaal sind unsere Kirchen, unsere Häuser, die Orte, an denen wir leben und an denen der Sohn des Königs, Jesus Christus, jeden Tag wiederkehrt, um uns seine Liebe zu bekunden und auf unser „Ja“ zu warten. Dort begegnen wir ihm, gekleidet wie die Braut im weißen Kleid der Taufe und angetan mit dem Schmuck der guten Werke, die uns Gott und einander näherbringen.


„Schön wie die Gesichter der Menschen, denen wir begegnen“


Die Freude, die wir verkünden, ist also nicht künstlich, sondern tief, konkret, real, schön wie die Gesichter der Menschen, denen wir begegnen, wahr wie die Arbeit, das Lächeln, die Tränen, die Händedrücke und die guten Taten in unserem Alltag. Und sie ist ein Geschenk Gottes für das Heil der Welt.


Bitten wir daher Maria, die Mutter des Herrn, dass sie uns helfe, in dieser Freude zu wachsen und sie immer und überall, auch dort, wo sie nicht verstanden wird, mit Großherzigkeit, mit Mut und mit Glauben zu verkünden."


Quelle: vaticannews

In Illo Tempore

Auch heute setzt Fr. J. Zuhlsdorf  bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der LIturgie der für die Sonntage des Kirchenjahres fortgesetzt. Hier geht´s zum Original: klicken

"IN JENER ZEIT - DER ZWANZIGSTE SONNTAG NACH PFINGSTEN" 

Der Kontext ist, wie ich immer wieder betone, von entscheidender Bedeutung. Wo befinden wir uns beispielsweise im Kirchenjahr am 20. Sonntag nach Pfingsten? Historisch gesehen, nach einer früheren Zählung vor der Festlegung der Kirchenjahreszeiten, war dies der 5. Sonntag nach dem Fest des hl. Cyprian. Der selige Ildefonso Schuster erklärt, dass Rom einst die Sonntage um die Feste der Apostel und des hl. Laurentius herum zählte, dann die Sonntage nach dem Fest des hl. Cyprian und schließlich, in einigen Handschriften, die Sonntage nach Sanctum Angelum , nach der Weihe des hl. Michael. Daher rührt der besondere Charakter der Introitus gegen Ende des Jahres, die eher den Propheten als, wie üblich, den Psalmen entnommen sind (vgl. das Sakramentar , Bd. V). Das Kirchenjahr neigt sich dem Ende zu. Mit den kürzer werdenden Tagen tauchen Bilder der Erntezeit auf. Die Heilige Kirche beginnt, unsere Tage auch im Hinblick auf den kommenden Jüngsten Blick des Richters zu zählen

Diese Woche beginnen wir mit einem Blick auf die Kollekte, die uralt ist. 

Largire, quaesumus, Domine,
fidelibus tuis indulgentiam placatus et Pacem
ut pariter ab omnibus mundentur offensis,
and secure tibi mente enserviant.

WÖRTLICHE VERSION 
 
Nachdem du besänftigt bist, schenke 
deinen Gläubigen, o Herr, 
wir bitten dich, Vergebung und Frieden, 
damit sie alle von allen Vergehen gereinigt werden.

Dieses Gebet findet sich unverändert im Liber Sacramentorum Gellonensis , das um das Ende des 8. Jahrhunderts abgeschrieben wurde. Das Gellonische Sakramentar gehört zur Gruppe von Handschriften, die auf die Gelasianertradition zurückgehen, aus der das Römische Messbuch viele Gebete entnahm.

Samstag, 10. Oktober 2026

Hilfe für Christliche Studenten im Nahen Osten

Nach der heutigen Audienz für die Synode der Griechisch-Melkitischen Kirche hat das Dikasterium für die Ostkirchen bekannt gegeben, daß der Hl. Vater die Ausbildungskosten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Nahen Osten übernimmt. Vaticannews berichtet:  klicken

Unter dem Titel:

"VATICAN: STIPENDIEN FÜR BEDÜRFTIGE CHRISTLICHE STUDENTEN IN NAHOST"

beginnt der Bericht so- ZITAT

"Eine gezielte finanzielle Bildungshilfe soll den Verbleib christlicher Familien in den Krisengebieten des Nahen Ostens sichern. Papst Leo XIV. stellt dazu Mittel zur Verfügung, um die jährlichen Schul- und Universitätsgebühren für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Libanon, in Syrien sowie im Irak zu übernehmen.

Das Dikasterium für die Ostkirchen gab die Maßnahme im Nachgang zur Audienz für die Synode der griechisch-melkitischen Kirche an diesem Samstag offiziell bekanntDie von Konflikten und wirtschaftlicher Instabilität betroffenen Gemeinschaften erhalten durch die Übernahme der Ausbildungskosten eine direkte Entlastung im Alltag. Mit dieser Zuwendung wolle der Vatikan die Verbundenheit der katholischen Kirche mit den Gläubigen in der Region unterstreichen, heißt es in einer Mitteilung des vatikanischen Pressesaals. Die Vergabe der Stipendien erfolge über das zuständige Dikasterium, um den Zugang zu schulischer und akademischer Bildung in den drei Ländern lückenlos zu gewährleisten"  (...)

Quelle:  vaticannews

 

Fundstück

Wie Mario Galgano für vaticannews berichtet hat sich der Hl. Vater heute der Synode der griechisch-melkitischen Kirche von Antiochien  die Verbundenheit der Katholischen Kirche versichert.                  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"PAPST: VERSÖHNUNG IST DIE VORAUSSETZUNG FÜR GEISTLICHES HANDELN"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Papst Leo XIV. wandte sich an diesem Samstagvormittag an die Synode der griechisch-melkitischen Kirche von Antiochien und betonte die enge Verbundenheit der gesamten katholischen Kirche mit den Gläubigen im Nahen Osten. In Anbetracht dieser Prüfungen sicherte der Papst den Betroffenen die Solidarität der gesamten katholischen Kirche zu.

Mit Bezug auf die Wurzeln in Antiochien, wo die Anhänger Jesu erstmals als „Christen“ bezeichnet wurden, hob der Pontifex die besondere Mission der melkitischen Gemeinschaft hervor. Die Gläubigen leisten durch karitative Arbeit, medizinische Versorgung und Bildungsangebote konkrete Hilfe vor Ort. Trotz der narbenreichen Konflikte in der Region wirken sie als Zeugen der Versöhnung und des Friedens." (...)

Quelle: M. Galgano, vaticannews

Freitag, 9. Oktober 2026

Nachtrag zum Sieg der Hl. Liga bei der Schlacht von Lepanto

"Nachbau der "Real" - dem Flaggschiff von Don Juan de Austria bei der Seeschlacht von Lepanto 1571 in Originalgröße- zu besichtigen im Museu Maritim de Barcelona. Auf einer solchen Kriegsgaleere dienten 650 - 700 Mann Besatzung (230- 290 Ruderer und 400 Soldaten). 

Der neue Dekan des Kardinalskollegiums: Kardinal A.L. Tagle

Silvia Kritzenberger  berichtet bei vaticannews, daß die Kardinäle im Bischofsrang Kurienkardinal Luis A. Tagle zum neuen Dekan des Kardinalskollegiums gewählt haben.                                            Hier geht´s um Original: klicken

"TAGLE IST DER NEUE DEKAN DES KARDINALS-KOLLEGIUMS"

Das Kardinalskollegium hat einen neuen Dekan an der Spitze: Es ist der philippinische Kurienkardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für Evangelisierung.

Der 69-jährige Tagle rückt im neuen Amt an die Stelle des 92-jährigen italienischen Kardinals Giovanni Battista Re. Der emeritierte Kurienkardinal Re behält allerdings seine Titelkirche Sabina-Poggio Mirteto. Re hatte das Kardinalskollegium seit dem Jahr 2020 geleitet.

                                     Der Papst hat die Wahl  bestätigt

Die Kardinäle, die den Rang eines Kardinalbischofs haben, haben Tagle zum Dekan des Kollegiums gewählt. An diesem Freitag wurde im Vatikan jetzt bekannt, dass Papst Leo XIV. diese Wahl bestätigt hat. Tagle ist der erste Kardinal von den Philippinen im Amt des Kardinaldekans. 

Das Kardinalskollegium gehört zu den wichtigsten Organismen in der Leitung der katholischen Kirche. Ihm fällt vor allem nach dem Tod eines Papstes und bei der Organisation des Konklave eine entscheidende Rolle zu. Der Dekan ist der primus inter pares (Erster unter Gleichen) im Kardinalskollegium. Er wird jeweils für fünf Jahre gewählt; der Papst muss die Wahl approbieren
.


                                                          Seit 2019 im Vatikan


Tagle, der auch chinesische Vorfahren hat, ist ein früherer Erzbischof der Millionen-Metropole Manila. Er arbeitet seit 2019 im Vatikan, zunächst als Präfekt der damaligen Missionskongregation.


Quelle: S. Kritzenberger, vaticannews

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Papst Leo: Eröffnung des Akademischen Jahres

vaticannews berichtet von der heutigen Eröffnung des Akademischen Jahres durch Papst Leo XIV und veröffentlicht den Wortlaut seiner Predigt bei der Messe für die päpstlichen Universitäten,
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"PAPST LEO: DAS STUDIUM ALS DIENST AM GLAUBEN UND AN DER WAHRHEIT SEHEN"

              

Das neue akademische Jahr soll mehr sein als ein Neubeginn des Studiums: Es ist ein Ruf, gemeinsam nach der Wahrheit zu suchen, den Glauben mit dem Verstand zu vertiefen und das Wissen in den Dienst der Menschen zu stellen. Daran erinnerte Papst Leo bei der Messfeier zur Eröffnung des akademischen Jahres der Päpstlichen Universitäten in Rom

Messe für Päpstliche Universitäten: Die Predigt im Wortlaut

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist in Rom das neue akademische Jahr an den Päpstlichen Universitäten eröffnet worden. Im Petersdom versammelte die Feier die akademische Gemeinschaft der kirchlichen Hochschuleinrichtungen Roms gemeinsam mit dem Papst. An den zahlreichen päpstlichen Universitäten, Hochschulen und Instituten der Ewigen Stadt studieren und forschen Priester, Seminaristen, Ordensleute und Laien aus aller Welt. Insgesamt sind dort rund 11.750 Studenten eingeschrieben.

Dienst am Glauben und an der Wahrheit

In seiner Predigt hat Papst Leo daran erinnert, dass der Beginn eines neuen akademischen Jahres weit mehr bedeute als die Wiederaufnahme von Vorlesungen und Forschung. Das Studium solle zu einem Dienst an Glauben und Wahrheit werden – getragen vom Heiligen Geist und einer gemeinsamen Sendung.

„Liebe Freunde, betrachtet das Studium als einen Dienst am Glauben und an der Wahrheit: zu eurem eigenen Wohl und zu dem vieler Brüder und Schwestern, für die der Herr sein Leben hingegeben hat,“ wandte sich der Papst an seine Zuhörer im voll besetzten Petersdom. „Denn obwohl die Begegnung mit ihm Freude und Begeisterung weckt, geht es dabei niemals darum, „bezirzt“ oder „verblendet“ zu werden Der Verstand, das Sich-Fragen und Fragenstellen im Lichte des Wortes Gottes und der Tradition der Kirche sind ein wesentlicher Bestandteil des Glaubensweges in der Nachfolge Jesu Christi.“

Zum Herzen zurückkehren

Zugleich gelte es auch, sich an die Ursprünge zu erinnern: an jene Erfahrungen, die den Glauben lebendig gemacht haben, so der Papst weiter.

„Alles, was gut ist, beginnt "im Zeichen des Heiligen Geistes" und verfügt daher über eine Weite, eine Dynamik und ein Gefühl der Gemeinschaft, die sich, einmal erlebt, tief ins Herz einprägen,“ bekräftigte der Pontifex mit Blick auf den Brief des Apostels Paulus an die Galater: „Routine, Ehrsucht, Rivalitäten und andere negative Faktoren können mit der Zeit Aufmerksamkeit und Energie ablenken und dazu führen, dass wir erschöpft und kraftlos, streitsüchtig und traurig werden. Es gilt daher, zum Herzen zurückzukehren. Dort hat alles begonnen, dort befindet sich der Anfang, der uns begleitet. Meine Lieben, hütet euer Herz! Ob ihr nun Studenten, Forscher oder Dozenten seid: Hütet euer Herz, auf dass jede Lebensphase, jede Aufgabe "im Zeichen des Heiligen Geistes" gelebt wird.“

Das Leben ins Studium einbringen, und das Studium ins Leben

Das Kirchenoberhaupt erinnerte in seiner Predigt auch daran, dass die Universität ein Ort der Freundschaft ist, ein „kostbares Geschenk, das umso wertvoller ist, wenn es im gemeinsamen Streben nach der Wahrheit in Christus erlebt wird. Bleibt fest im Volk Gottes verwurzelt, schätzt dessen sensus fidei und lasst euch auf seine Fragen ein. Und vergesst die Armen nicht, die manchmal jener aufdringliche Freund sind, der nachts an die Tür klopft. Bringt das Leben ins Studium ein und das Studium ins Leben,“ so der Rat des Papstes, der selbst an einer päpstlichen Universität studiert hat und 1987 mit einer kirchenrechtlichen Dissertation zum Thema „Die Rolle des örtlichen Priors im Orden des heiligen Augustinus“ von der Päpstlichen Universität "Heiliger Thomas von Aquin" zum Dr. iur. can. promoviert wurde.

Das Bischofstreffen in Rom -und 10 Jahre "Amoris Laetitia"

Vaticannews berichtet  über das aktuelle Bischofstreffen in Rom. Hier geht´s zum Original: klicken

"AMORIS LAETITIA" DIE BISCHÖFE NEHMEN DIE FAMILIENWIRKLICHKEIT IN DEN BLICK"

Beim internationalen Bischofstreffen zur Ehe- und Familienpastoral im Vatikan geht es an diesem Donnerstag um die Lebenswirklichkeit von Familien und die Frage, wie die Kirche darauf pastoral reagieren kann. Kardinal Mario Grech und Kardinal Kevin Farrell betonten zum Auftakt des Arbeitstages die Bedeutung des Zuhörens. Zehn Jahre nach „Amoris laetitia“ soll auch Bilanz gezogen werden.

Nach der Eröffnung des internationalen Bischofstreffens durch Papst Leo XIV. am Mittwoch geht es an diesem Donnerstag um die konkrete Situation von Familien in unterschiedlichen Teilen der Welt. Im Mittelpunkt steht die Frage, was sich in den vergangenen zehn Jahren verändert hat und was das für die kirchliche Ehe- und Familienpastoral bedeutet.

Kardinal Mario Grech, Generalsekretär des Synodensekretariats, rief die Teilnehmer dazu auf, verschiedene „Echos“ wahrzunehmen. Dazu gehöre zunächst die Botschaft des Evangeliums, an der sich die kirchliche Pastoral orientiere. Ebenso müsse die Kirche auf das Lehramt hören, insbesondere auf das vor zehn Jahren veröffentlichte Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“.

Dabei gehe es auch darum, welche Erfahrungen die Ortskirchen mit dem Schreiben gemacht hätten, sagte Grech. Dessen Rezeption habe unterschiedliche Wege genommen und sei auch von Spannungen und verschiedenen Interpretationen geprägt gewesen. Das Treffen biete Gelegenheit, gemeinsam darauf zu schauen, „was wir gelernt haben“, als die Impulse von „Amoris laetitia“ in die pastorale Praxis übersetzt wurden. 

                      Aufmerksamkeit für die Familien 

Besondere Aufmerksamkeit widmete Grech jedoch den Familien selbst. Ihre Stimmen dürften nicht nur über Statistiken oder abstrakte Konzepte wahrgenommen werden. Familien seien selbst Träger der Sendung der Kirche und könnten der Kirche helfen zu verstehen, wie das Evangelium im Alltag Gestalt annehme.  - 

Dabei müssten auch die Belastungen in den Blick genommen werden, unter denen Familien heute stehen. Grech nannte wirtschaftliche Unsicherheit, kulturellen und ideologischen Druck, gesellschaftliche Fragmentierung und politische Instabilität. Hinzu kämen die Folgen von Kriegen und bewaffneten Konflikten: Familien würden auseinandergerissen, Angehörige getrennt und Menschen zur Flucht gezwungen. 

Trotz dieser Belastungen gebe es bei vielen Menschen weiterhin die Sehnsucht, zu lieben und geliebt zu werden, dazuzugehören und stabile Beziehungen und eine Zukunft aufzubauen. Auch darin müsse die Kirche einen Ausgangspunkt für ihre Pastoral sehen, so Grech. 

                                            Was hat sich in zehn Jahren verändert?

Kardinal Kevin Farrell, Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, stellte die erste Arbeitseinheit des Treffens unter das Thema „Familien heute: Realität, Schönheit und Herausforderungen“. Es gehe darum, den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontext zu betrachten, in dem Familienpastoral heute stattfinde. 

Dabei sollten die Teilnehmer auch konkret benennen, „was sich in den vergangenen zehn Jahren am stärksten verändert hat“ und was die Kirche deshalb dazu bringe, ihre bisherige Praxis neu zu überdenken. Die unterschiedlichen Erfahrungen der Weltregionen sollten ebenso berücksichtigt werden wie gemeinsame Herausforderungen. ---Farrell verwies dabei auf die Frage, wo Familien heute Unterstützung und Hoffnung finden können, um Ehe und Familienleben aus dem Glauben heraus zu gestalten. Zugleich solle ehrlich geprüft werden, welche Möglichkeiten und Ressourcen die Ortskirchen besitzen, um Familien im Alltag zu erreichen und zu begleiten 

                                                        Papst Leo XIV. gab Weg vor 

Damit setzt das Treffen die Linie fort, die Leo XIV. bei seiner Eröffnung am Mittwoch vorgegeben hatte. Der Papst hatte „Amoris laetitia“ als wichtige Etappe des synodalen Weges der Kirche gewürdigt und dazu aufgerufen, das Schreiben mit den Erfahrungen der Ortskirchen aus den vergangenen zehn Jahren ins Gespräch zu bringen. Im Mittelpunkt seiner Fragen stand dabei die gelebte Erfahrung der Familien und die Frage, ob die kirchliche Pastoral ihre Lebenswirklichkeit ausreichend erreicht.---Leo XIV. hatte zugleich betont, dass die Kirche angesichts veränderter Lebenswirklichkeiten neue Wege finden müsse, das Evangelium zu verkünden, die Sakramente zu spenden und Familien zu begleiten. Das Bischofstreffen soll diese Fragen nun anhand konkreter Erfahrungen aus den verschiedenen Ortskirchen vertiefen.2

Quelle: R. Cascioli, vaticannews

Fundstück

Guido Horst kommentiert das Bischofstreffen, das zur Zeit in Rom stattfindet, für die Tagespost.    Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel;

                  "DIE LEKTION DER DOMINIKANER"

beginnt der Kommentar so  - ZITAT

"Statt mit Erfahrungsberichten begann das Bischofstreffen in Rom dann doch mit theoretischen Erörterungen zu dem nachsynodalen Schreiben zu Ehe und Familie von Papst Franziskus.

"Mit einem einleitenden Referat von Papst Leo und einer Meditation der englischen Ordensfrau Helen Alford O.P. hat gestern Nachmittag in der Audienzhalle des Vatikans das Bischofstreffen zur Familienpastoral zehn Jahre nach „Amoris laetitia“ begonnen." (...)

Bei der Organisation des Treffens federführend sind das Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben sowie das römische Generalsekretariat der Bischofssynode. Wieder sitzt man wie bei den beiden vergangenen außerordentlichen Konsistorien mit Leo XIV. an den runden Tischen in der Audienzhalle. Enden soll das Treffen, zu dem die Vorsitzenden der nationalen Bischofskonferenzen und die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen nach Rom gereist sind, am kommenden Mittwoch mit einer Bestandsaufnahme: Wie ist es mit der kirchlichen Familienpastoral in den unterschiedlichsten Regionen bestellt? Der Bericht geht dann an Papst Leo, ein abschließendes Dokument wie bei einer Synode ist nicht geplant. (...)

Quelle: G. Horst, Die Tagespost

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Telemann am Abend des Gedenktages der Seeschlacht von Lepanto

"Angriff auf die Windmühlen"  aus der Don Quixotte-Suite. Autor Cervantes war Ruderer in einer der Galeeren der Hl. Liga, die gegen die Osmanische Armada kämpften.

             

"De Maria numquam satis"

So lautet der Titel der Internationalen Konferenz im Patristischen Institut Augustinianum, die heute in Rom eröffnet wurde. Roberto de Mattei berichtet bei Corrispondenza Romana.                                  Hier geht´s zum Original:  klicken

"IN ROM WURDE DIE KONFERENZ MARIA NUMQUAM SATIS ERÖFFNET"

Am Morgen des Mittwochs, dem 7. September, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, wurde in Rom in der Aula Magna des Patristischen Instituts Augustinianum die internationale Konferenz „De Maria numquam satis. Die selige Jungfrau Maria in Dogma und Anbetung. Theologische und historische Beiträge “ eröffnet, an der zahlreiche Menschen aus aller Welt teilnahmen.

Dr. Virginia Coda Nunziante richtete in ihrer Funktion als Präsidentin der Famiglia Domani Association, der Vorsitzenden der Vereinigungen, die die Konferenz förderten und organisierten – Voice of the Family aus dem Vereinigten Königreich, die Compagnie de l'Odet aus Frankreich, der deutsche Verein Sapientia et Cultura EV und Family Life International New Zealand mit Sitz in Neuseeland – , einige Grußworte an die Teilnehmer .

„ Wir hoffen “, sagte Dr. Coda Nunziante, „ dass diese Konferenz zu einem erneuten Interesse an der Mariologie beiträgt und vor allem die Entstehung einer authentischen marianischen Bewegung fördert, die Priester, Ordensleute und Laien gleichermaßen einbezieht. Die Formel De Maria numquam satis – „Über Maria kann man nie genug sagen“ – drückt eine tief in der Tradition der Kirche verwurzelte Überzeugung aus. Der Reichtum des Geheimnisses der Jungfrau Maria ist unerschöpflich, da er eng mit dem Geheimnis Christi und seinem Erlösungswerk verbunden ist. Die Erkenntnis der Gottesmutter führt zu einer tieferen Erkenntnis ihres Sohnes, so wie Liebe und Verehrung für sie uns Jesus Christus immer näher bringen. Dies ist die Hoffnung, die unsere Initiative inspiriert: zu einem erneuerten Verständnis der marianischen Lehre beizutragen und zugleich die kindliche Verehrung der Mutter Gottes und unserer Mutter zu vertiefen .“ 

Nach der Verlesung der Grußworte der Kardinäle Julián Herranz, Präsident Emeritus der Disziplinarkommission der Römischen Kurie; Victor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre; Claudio Gugerotti, Präfekt des Dikasteriums für die Orientalischen Kirchen; Angel Fernández Artime, Präfekt des Dikasteriums für Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens; und George Koovakad, Präfekt des Dikasteriums für den interreligiösen Dialog, übergab Dr. Coda Nunziante das Wort an John Smeaton, Präsident von Voice of the Family , der die Veranstaltung am Vormittag moderierte. 

Dr. Smeaton betonte die schicksalhafte Bedeutung des Eröffnungstermins der Konferenz. „ Heute “, sagte er, „ ist das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und der 455. Jahrestag der Seeschlacht von Lepanto. Am 7. Oktober 1571, als die christliche Flotte den osmanischen Streitkräften in griechischen Gewässern gegenüberstand, rief Papst Pius V. die Christenheit zum Rosenkranzgebet auf. Der darauffolgende Sieg, der allen menschlichen Erwartungen widersprach, wurde vom Papst vor allem der Fürsprache der Jungfrau Maria zugeschrieben. Das Fest, das wir heute feiern, bewahrt die Erinnerung an diese Befreiung. Lepanto lehrt uns, dass das Gebet keine Flucht vor der Geschichte ist, sondern eine Kraft, die in die Geschichte eingreifen und ihren Lauf verändern kann. Der Rosenkranz stärkte jene, die zur Verteidigung der christlichen Zivilisation kämpften, vereinte die Gläubigen in ganz Europa und stellte einen scheinbar aussichtslosen Kampf unter den Schutz der Mutter Gottes. Seine Lehre ist aktueller denn je: Wenn menschliche Kraft nicht ausreicht und die Zukunft in Dunkelheit gehüllt scheint, müssen sich Christen mit neuem Vertrauen der Himmelskönigin zuwenden. In den dramatischen Zeiten, in denen wir leben, ist Maria weiterhin der Stern, der uns den Weg weist, und die Mutter, die …“ Sie steht uns in jeder Prüfung bei. In den dunkelsten Stunden der Geschichte haben Christen sie als Stella Maris, Stern des Meeres, und als Hilfe der Christen  angerufen .

Anschließend ergriff Kardinal Raymond Leo Burke das Wort für seine Antrittsrede , während Kardinal Gerhard Ludwig Müller die Schlussrede halten wird.

Am Abend des 6. Oktober eröffnete Monsignore Anthony Colin Fisher, Erzbischof von Sydney, die Konferenz, indem er der feierlichen Vesper zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz vorstand, die in der Basilika Santa Maria del Rosario in der Via Cernaia gefeiert wurde." 


Quelle: R. d. Mattei, Corrispondenza Romana