Montag, 25. März 2019

Fundstück zum Hochfest Mariae Verkündigung

-gefunden bei domradio.de .
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Es beginnt so:

 "Ist denn heut' schon Weihnachten?"Die "Verkündigung des Herrn" bringt ein Stück Weihnachten in den Frühling. Das Fest thematisiert den Beginn der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Und die beginnt genaugenommen eben neun Monate vor der Geburt Jesu. (...)


Quelle: domradio.de 

Gagliarducci: Das verborgene Schisma innerhalb der Kirche ist nicht neu.

In seiner Montagskolumne in "Monday in the Vatican" kommentiert A. Gagliarducci die von den deutschen Bischöfen drohend angekündigte örtliche Synode zu Fragen der Kirchenlehre und macht auf die Ähnlichkeiten zu früheren Initiativen der DBK und des ZdK hin. Nichts Neues unter der Sonn also bei den Initiative der deutschen Bischöfe, die sich als "kalter Kaffee" entpuppt, der wieder aufgewärmt werden soll.
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"PAPST FRANZISKUS, DAS VERBORGENE SCHISMA IST NICHT WIRKLICH NEU"

Die jüngste Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz, eine örtliche Synode einzuberufen, die zu bindenden Entscheidungen zu Sexualität, priesterlichem Zölibat und Reduktion klerikaler Macht führen soll, war keine Überraschung. Sie ist Teil einer Debatte, die die deutsche Kirche immer schon
voran getrieben hat. Auch nicht überraschend war, daß diese Entscheidung noch einmal ein wohlbekanntes Problem beleuchtete: das verborgene Schisma innerhalb der Katholischen Kirche. Wie für jeden anderen Papst vor ihm stellt dieses Thema eine Herausforderung für Papst Franziskus dar.

Es ist bemerkenswert, daß der Begriff "Verborgenes Schisma" zuerst von Progressiven benutzt wurde, die den Ausdruck benutzten, um das Schisma zwischen Praxis und Lehre zu beschreiben.
Sie betonten, daß die Kirche, um das Schisma zu vermeiden, sich der Welt anpassen müsse.

Jetzt ist die Situation umgekehrt und das Schisma wird von denen beklagt, die an der Tradition der Kirche festhalten wollen. Es ist aber auch ein Thema, das für die Zukunft der Kirche dramatisch aktuell ist.


Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes über ein ganz spezielles Training und was daraus folgt.....
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"HERVORRAGENDES TRAINING; ABER KRISTALLKLARE SCHULD???" 
Es ist mir furchtbar peinlich hierüber zu schreiben....es ist keine Sache über die Nanny uns erlaubt, öffentlich zu sprechen....immerhin ist das hier ein Familien-Blog...aber gut- ich war bei Waitrose, um meine Vorräte an geräuchertem Lachs aufzustocken- (sie verkaufen dort eine Auswahl, die nicht durch all diese dämlichen kleinen Blätter aus durchsichtigem Plastik vollgestopft sind) als meine instinktiven Reaktionen mir nahe legten, daß- bevor ich den Bus nach Hause nahm- es beruhigend sein könnte, meine -ähm-Blase zu -ähm entleeren. Also ging ich in den -ähm- PAC ( Publicly Available Commode = "Öffentlich zugänglichen Nachtstuhl" - amerikanisch "Ruheraum").

Oh je, ich trug Hosen, Unterhosen, einen weiten Pullover, einen langen, baumelnden Schal (vom College meiner Frau) einen Regenmantel. es war kein warmer Tag. (In diesem Jahr ist der Sommer im Februar aus dem Weg)

Die gute Nachricht ist, daß ich zwei Hände habe. Indem ich die mit aller Fertigkeit, die ich in fast  8 Jahrzehnten erworben habe - im Anschluss an das elementare Töpfchen-Training- benutzte, war ich in der Lage, mein Ziel ohne Mißgeschick zu erreichen, was auch immer das Amerikanische für  "Mißgeschick" sein mag. Ich konnte den Gedanken nicht unterdrücken, daß eine "weisere Vorsehung- ..ich hoffe das ist nicht respektlos...sagen wir eine  noch weisere Vorsehung .. hilfreicherweise uns
männlichen Menschen mit drei Händen hätte ausstatten können, wenn nicht vier.
Vielleicht, wenn Mr. Darwin Recht hat, entwickeln wir in den nächsten paar Jahrtausenden eine weitere Hand.
Nein-schreiben Sie mir nicht - und schreien, daß ich nicht wirklich ein traditioneller Katholik bin, sonst würde ich die Evolution nicht erwähnt haben. Ich habe einfach keine Lust, an noch einer Front einen Krieg zu beginnen.

Ja. Fronten. Das ist es. In diesem Moment dachte ich über Kardinal Pell nach, den in Knock zu treffen, ich einmal das Vergnügen hatte, als wir beide vor der Irisch-Katholischen Priesterbruderschaft sprachen. Es könnte sein, daß ich bei dieser Gelegenheit meinen Text vortrug, daß ein Papst der versucht den Vetus Ordo zu unterdrücken ultra vires agiert (seine Macht überschreitet) .Ich genieße es sehr, diesen Text zu lesen. Ich fühle bescheiden, daß der einschlägt wie ein Blitz.

Wie ich hat Pell nur zwei Hände: größere und hervorstechendere als ich- garantiere ich Ihnen, ist aber trotzdem den selben fundamentalen irdischen Beschränkungen unterworfen.

Angenommen daß der Kardinal Erzbischof für die Feierliche Messe in seiner Kathedrale Unterhosen und Hosen (haben sie dort in Oz* Reißverschlüsse oder Knöpfe?), trug, eine Soutane (mit Knöpfen), Albe, Gürtel, Stola, Dalmatic, Pektoral-Kreuz, Messgewand und Pallium (praetereo Cappa,Magnam) - wie  -ähm- in aller Welt inguen ita suum a vestibus liberare potissuit ut minctum sine pericula tute perageret, non dicum stuprum? ( es ihm gelungen sein soll, sich seiner Gewänder zu entledigen, um Wasser zu lassen, ohne Gefahr selbst Opfer zu werden...was nicht Vergewaltigung bedeutet)

Puh. Warum habe ich nicht das Ganze in Latein geschrieben? Es ist so viel leichter als Englisch. Ich bin sicher, daß Englisch das Ergebnis von Gottes permissivem Willen sein muß.

Glauben Sie. daß neu kreierte Kardinäle unter dem Vorsitz vom "eminentissimo domino" Kardinal Coccopalmerio an speziell entworfenen Trainings-Sitzungen teilnehmen?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Sonntag, 24. März 2019

Bach in the subways oder spirituelle Erfahrung am Hauptbahnhof

Es gehört zu den sich hartnäckig haltenden Irrtümern des nachkonziliaren Bildersturms, dass man meint, die Leute würden ihren grauen Alltag so gerne haben, dass sie das gleiche Feeling auch Sonntags in der Kirche brauchen täten, um sich von Gott angenommen zu fühlen.

Wegen dieser Prämisse baut man neuerdings die Kirchen abgrundtief hässlich und sollte eine Denkmalkschutzbehörde der Verhässlichung alter Kirchen  einen Riegel vorschieben, so hängt man doch, voller Stolz und  gut sichtbar, irgendwelche Kritzeleien und mit viel gutem Willen aber wenig Können gestaltete Plakate, auf, damit der Mensch nicht in der Schönheit alter Kirchen zur Ruhe kommt, oder so.
Wo all das nicht fruchtet, hat man immer noch die Liturgie an der herumgestrickt wird,  sowie diese ausufernde Rederitis, die einem die schönste Kirche gründlich verleiden kann.

Es gibt Gottesdienste die so schrecklich sind, dass einem nur der Gedanke an Christus hilft und zwar der Gedanke wie der mit seinem Kreuz durch eine Menge, die absolut nicht begreift was da geschieht, aber wo jeder meint seinen Senf zu dem Geschehen geben zu müssen, hindurchgeht.
Allerdings bin ich nicht so fromm, dass ich das hinbekommen würde auch das sei gesagt.

Es ist nunmal so, dass sakrale Räume, also Kirchen eine gewisse Heiligkeit ausstrahlen und das besonders für das liturgische Geschehen und besonders für die Messe gelten sollte, "Heiden sollen auf ihr Angesicht fallen, wenn sie in eure Versammlungen kommen" so lässt sich das 14. Kapitel des 1 Korintherbriefs, ab Vers 23 durchaus zusammenfassen.
In besagtem Korintherbrief geht es zwar um das ausufernde Zungenreden, und das dann, wenn so richtig Chaos herrscht, weil jeder meint je chaotischer er sich aufführt desdo frömmer sei er, dann ein Ungläubiger hereinkommt, sich selbiger, zu Recht, mit Grausen abwendet.
Deshalb sei es besser, schreibt Paulus, wenn prophetisch geredet wird, und damit meint er nicht, der immer wieder verschobene Weltuntergang verkündet wird, oder obskure Texte mit obskuren Botschaften verlesen werden, sondern, so steht es in Vers 22, so geredet wird, dass sich jeder angeklagt (nehmt das ihr Leute von der Frohbotschaft vs Drohbotschaft, sorry musste sein) fühlt!

Es geht darum, so kann man die Stelle auch interpretieren, dass man spürt, die Wahrheit die wahre Wahrheit nicht die gerade en vogue seiende Meinung, die ist in der Mitte dieser Leute und diese wahre Wahrheit ist  Christus, wie er es selber sagt.

Wie gesagt, es ist mehr als bedauerlich, dass man genau das, anscheinend, innerhalb der Herren und Damen Wichtig der Kirche vergessen hat und meint den Leuten in der Liturgie, all den alltäglichen Käs zu servieren, den sie  sowieso schon haben.

Es dürfte klar sein, um was es geht, aber dennoch weht der Geist wirklich wo er will, und so wurde mir eine spirituelle Erfahrung zuteil an einem Ort, wo man sie wirklich nicht vermutet.

Ich war am Hauptbahnhof einer deutschen Stadt um in eine andere zu fahren und dachte nur "Was ist denn das????" als ich von ferne irgendwelche ungewohnten Musiktöne hörte.
Näher gekommen standen da Musiker, mitten in der Bahnhofshalle,  die so aussahen, als verstünden sie ihr Fach und Sänger mit Noten und ich hörte nur, dass es Klassik sein muss, fromme Klassik und es war auch ein Pastor dabei mit dickem Kreuz umhängen.

Ich bin dann näher und stellte fest, die sangen gerade "O Haupt voll Blut und Wunden" und ja es war komisch, weil es wirklich Klassik war, mit alle Verzierungen und Feinheiten, die in der Partitur vorgesehen ist.
Dennoch bin ich stehen geblieben und dann sangen die "Jesu bleibet meine Freude"

Mir schienen bei den Sängern auch teilweise Leute dabei zu sein, die einfach spontan beschlossen hatten, mitzusingen und ja eigentlich habe ich keinen Zugang zu klassischer Musik, ich halte es da eher mit Wilhelm Busch (Musik wird als störend oft empfunden, da sie  mit Geräusch verbunden).

Man merkte  den Sängern schon die Anspannung an, weil eben die meisten doch nur vorbei eilten und eben viele ihrem Bildungsbanausentum und ihrer Missachtung dessen, was man so unter christlich-abendländischer Kultur versteht, lautstark Ausdruck verliehen.

Dennoch, auf einmal war alles anders, es war, als entfalte die Musik ihren Zauber. Es war wie wenn sich der Kreis der Singenden und Zuhörenden nicht mehr so ganz auf dieser Welt befände, als gehörten wir alle zusammen.
Und auf einmal lächelten wir alle, es war eine heitere, gelöste, frohe Stimmung um es etwas pathetisch auszudrücken, Gottes Geist war zu spüren.


Musik am Abend

Antonio Vivaldi:  "Nulla in Terra Pax sincera"


           

Fundstück

Gefunden in "Die Tagespost" . Simon Kajan  schreibt über die real existierende Spaltung in der us-amerikanischen Kirche .
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mit dem Titel:

"DIE FLÜGELKÄMPFES DES US-KATHOLIZISMUS"
beginnt er so:

"Als der Erzbischof von Chicago, Kardinal Blase Cupich, Kritik an der mangelnden Aufklärung des Missbrauchsskandals um Ex-Kardinal McCarrick dahingehend zurückwies, dass der Papst eine "größere Agenda" verfolge, wie den Kampf gegen den Klimawandel und den Schutz von Migranten, löste er in Europa eine Mischung aus Staunen und Verwunderung aus, während im konservativen Lager des US-Katholizismus die Empörung hochkochte." (...

Quelle: Die Tagespost, S. Kajan

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über die Abstimmung des II. Vaticanischen Konzils zur Frage - Latein oder Landessprache in der Liturgie?
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"LITURGIE UND VATICAN II: WAS DACHTEN SIE, WORÜBER SIE ABSTIMMEN?" 
Vaggagini sagt irgendwo: "Es waren drei Tendenzen zu erkennen: einige wollten keine Konzession an die Landesprachen; einige wollten die Erlaubnis für alle, alles was sie wollen in der Landessprachen zu sagen; einige wollten das Grundprinzip des Latein beibehalten- aber auch die Tür für die Landessprache spürbar zu öffnen."
(Der Text von Sacrosanctum Concilium gibt diese Rezeptions-Situation in § 54 sehr gut wieder.)
Die letzte Gruppe - sagte er- war die weitaus größte. Wenn Sie also alles bedenken, finden Sie klar heraus, daß die überwältigende Mehrheit der Konzilsväter zumindest eine grundlegende Lateinische Liturgie beibehalten wollte. Und sie dachten, sie würden dafür stimmen.

Alle bis auf 4 Bischöfe stimmten am Ende für den Text des Entwurfs: und zu jenen 4 Abweichlern gehört nicht Erzbischof Lefebvre. Er und seine Freunde waren mit dem glücklich, wofür sie gestimmt hatten, bzw. mit dem, was sie zu bekommen glaubten.

Wieso sahen wir am Ende das praktische Verschwinden des Lateinischen in weniger als einem
Jahrzehnt? Und eine radikale Deformierung des Römischen Ritus?

Ein Freund hat in einem Kommentar die Hypothese geäußert, daß das Konzil-wenn überhaupt- versucht hat, das radikale Abrutschen in die Erneuerung abzubremsen, die auf eigene Initiative des sel. Pius XII  begonnen wurde.
Dazu ein mögliches Narrativ:
"Über die Jahrzehnte war ein Internationales Netzwerk entstanden-von professionellen Liturgie-Experten, die sich nicht besonders durch originelle Gelehrtheit ausgezeichnet hatten, aber ein  dichtes Netz von Begegnungen aufwiesen. Nach dem Konzil begannen sie sehr bald, die Diözesanen Liturgie-Komitées zu dominieren, die die Bischöfe eingerichtet hatten und dann die von den Bischofskonferenzen geschaffene liturgische Bürokratie. Die Bischöfe fühlten, daß sie selbst die Liturgie nicht wirklich kannten und waren froh, sie den Experten überlassen zu können.

Sie erinnern sich an das Bohei, das begann, als Joseph Ratzinger anfing, über die Liturgie zu schreiben: "Aber er ist kein Liturgie-Experte" Sie meinten damit: "er ist nicht einer von uns und er hat nicht an unseren Konferenzen teilgenommen und nichts zu unsere Journalen und Agenden beigetragen."

Quelle: Liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

  

Non serviam....oder die deutsche Kirche fordert das Unmögliche.

Das jedenfalls stellt Marco Tosatti in einem Artikel für La Nuova Bussola Quotidiana fest.
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DEUTSCHLAND

"WEIHE FÜR FRAUEN, DIE DEUTSCHE KIRCHE FORDERT DAS UNMÖGLICHE" 

Die Drift der deutschen Kirche in Form eines protestantischen Aggiornamento gegen das was das Lehramt der Kirche und der Pontifex bestätigen, geht unerschrocken weiter Nach der Entscheidung der Bischöfe bei ihrer Frühjahrsversammlung, einen "synodalen Weg" für die Sexualmoral zu eröffnen, beginnt jetzt die "Diskussion" um die Weihe von Frauen. 

Das Abdriften der deutschen Kirche zu Formen eines protestantischen "Aggiornamento" gegen das, was das Lehramt der Kirche und auch der amtierende Pontifex bekräftigen, geht unerschrocken weiter. Nach dem Beschluss der Bischöfe bei ihrer Frühjahrsversammlung einen "synodalen Weg" mit besonderen Foren für Sexualmoral, Zölibat, Gender-Theorie u.a. zu eröffnen und geplant ist, einen Brief nach Rom zu schicken, der zur Änderung des Katechismus durch Anhänge und Ergänzungen auffordert, ist heute eine weitere Front eröffenet worden: die der Weihe für Frauen.

Auch wenn das ein Thema ist, zu dem Papst Bergoglio- auf den Spuren von Johannes Paul II, schon ein endgültiges Wort gesprochen zu haben scheint- ist offensichtlich, daß die deutsche Kirche ein Nein als Antwort nicht akzeptiert und - der römischen Freundschaft sicher- ihre Arbeiten an den Flanken fortsetzt.
So Franz Jung, Bischof von Würzburg, bekannt dafür im vorigen Jahr "verheiratete Priester" in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk als akzeptable Hypothese bezeichnet zu haben (auch darum wird es beim "synodalen Weg" gehen) -in dem er sagte, daß die Frage des Frauenpriestertums "Noch ohne Antwort geblieben ist".
Jung ist ein neu ernannter Bischof, der erst im vorigen Jahr Bischof von Würzburg wurde.
Auf die Frage, ob er denke, noch zu Lebzeiten Frauen am Altar zelebrieren zu sehen (offensichtlich in der Katholischen Kirche) antwortete er: "Ich weiß nicht, ob ich das persönlich erleben werden, aber diese Frage bleibt ohne Antwort. Ich glaubt, daß auf Dauer diese Frage nicht abgelehnt werden kann."
Laut Jung müsse im Augenblick-wo in den anderen Konfessionen der Zugang der Frauen zum Altar noch relativ neu ist- der Katholischen Kirche noch Zeit gegeben werden.
"Ich denke, daß diese Frage bestehen bleibt, weil die Jungen sich unseren theologischen Überlegungen widersetzen und eine Frage von Gerechtigkeit und Teilhabe daraus machen. "


Rorate Caeli interviewt Professor de Mattei


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"RORATE INTERVIEWT PROFESSOR ROBERTO DE MATTEI"

Rorate Caeli
hat Professor Roberto de Mattei zur Analyse von Bischof Athanasius Schneider zum Thema eines häretischen Papstes interviewt.

Frage:
"Professor de Mattei, würden Sie uns Ihre Meinung zur Studie seiner Exzellenz Msgr. Schneider zu einem "Häretischen Papst" sagen? "

Prof.de Mattei
"Ich betrachte das als wichtiges Dokument. Zunächst ist Msgr. Schneider wegen seiner patristischen Kultur und persönlichen Frömmigkeit meist geschätzten Bischöfe.  Dann ist das Thema von sehr großem Interesse und Msgr. Schneider hat den Mut, es offen, unzweideutig und kompromißlos anzusprechen."

Welchen Punkten dieses Dokumentes stimmen sie am meisten zu? 

-Zuerst stimmt ich völlig mit Msgr. Schneider überein, wenn er zugibt, daß ein Papst "doktrinale Irrtümer oder Häresien verbreiten kann"- wenn auch nie ex cathedra. Die Hypothese eines häretischen Papstes wird nicht nur von fast allen Theologen und Kanonikern behauptet sondern ist auch eine historische Tatsache, die z.B. mit Papst Honorius passierte und die sich tragischerweise wiederholen kann. Ein anderer Punkt, den Msgr. Schneider im Licht der Kirchenlehre gut erklärt, ist welcher Standpunkt angesichts eines häretischen Papstes eingenommen werden muß.
"Im Umgang mit dem tragischen Fall eines häretischen Papstes müssen alle Mitglieder der Kirche -angefangen mit den Bischöfen -bis zu den einfachen Gläubigen -alle legitimen Mittel benutzen- wie private und öffentliche Korrektur des irrenden Papstes - dauerndes und inbrünstiges Gebet, öffentliches Zeugnis für die Wahrheit, damit der Apostolische Stuhl die Göttliche Wahrheit wieder klar bekennt, die der Herr Petrus und allen seinen Nachfolgern anvertraute." Es genügt nicht im Stillen zu beten, als ob nichts passiert sei.


Samstag, 23. März 2019

Sandro Magister stellt ein neues Jesus-Buch vor.

Sandro Magister empfiehlt bei Settimo Cielo die Lektüre des neuen Buche von Giorgio Jossa über den historischen Jesus und bietet als "Appetithäppchen" einen Auszug aus dem letzten Kapitel an.
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"DIE GESCHICHTE JESU- NEU GESCHRIEBEN VON EINEM GROSSEN HISTORIKER. NICHT GEGEN DEN GLAUBEN SONDERN ENTLANG DES GLAUBENS."

Es gibt Bücher, die machen Geschichte, besonders wenn sie einen substantiellen Durchbruch auf ihrem Studiengebiet darstellen. Der jüngste Essay von Giorgio Jossa, Professor für Alte Kirchengeschichte an der Friedrich II-Universität in Neapel und Spitzengelehrter bzgl. der Figur Jesu ist eines dieser Bücher.

G. Jossa "Ihr, was sagt Ihr, wer ich bin? Geschichte eines hebräischen Propheten namens Jesus." Paideia Turin 2018

In diesem Essay versucht Jossa eine historisch begründete Antwort auf die Frage zu geben, die Johannes der Täufer Jesus stellt: "Bist du, der kommen wird oder müssen wir auf einen anderen warten? " und die Jesus selber den Jüngern stellte: "Aber ihr, was sagt ihr wer ich bin?"

Die Antwort, die das Evangelium gibt, ist die des Glaubens. Aber Jossa will natürlich als Historiker antworten. Und hier trifft er auf das Problem, das Joseph Ratzinger im Vorwort seines Buches "Jesus von Nazareth" "dramatisch" nennt. Und es ist die Trennung des "historischen Jesus" vom "Jesus des Christlichen Glaubens", eine Trennung die durch ein Bündel von Studien der letzten paar Jahrzehnte immer tiefer geworden ist.

Das Profil Jesu das in diesen historischen Studien sichtbar wird, ist im Endeffekt sehr ",mager" und sogar "enttäuschend" stellt Jossa fest. Es z.B. verblüffend wie groß die Distanz zwischen der Weite in den bisher veröffentlichten 5 Bänden von John P. Meier "den historischen Jesus neu zu denken" und dem schwachen Porträt von Jesus "Ein unbedeutender Jude"- so der Titel des Gesamtwerkes, das daraus hervorging.


Das Mittelalter war keine "dunkle" Zeit, Fortsetzung

Fortsetzung von "Das Mittelalter war keine "dunkle Zeit":  :  klicken

....
"Weil das Christentum Abtreibung und das Aussetzen von Neugeborenen verbietet, wurden im Mittelalter Waisenhäuser gegründet. Die"Räder der Ausgesetzten" in Nachbarschaft der Kirchen und Klöster dienten dazu, dort die Neugeborenen abzulegen, die sonst getötet oder dem Sterben überlassen worden wären.  Außer um Armen, Witwen und Fremden zu helfen, richtete die Katholische Kirche Hospitäler ein. Die Aufgenommenen wurden auch in den Klöstern zugelassen und die Mönche bemühten sich,. Medikamente auf Kräuterbasis zu entwickeln.
Die kreative Kraft, die Intelligenz und die auf Rationalität und moralischer Gleichstellung beruhenden mittelalterliche Theologie haben die außerordentlichste Entwicklung in der Geschichte bewirkt. Die Entwicklungen und Erfindungen dieser Jahrhunderte haben Europa den Impuls gegeben, in Wirtschaft und Wissenschaft die erste Macht der Welt zu werden. Wenn sie in diesen frühen Jahren die Elektrizität entdeckt hätten, hätten wir wahrscheinlich die gegenwärtige Technologie sechshundert Jahre vorweggenommen (wenn wir jedoch an die Fernsehproduktionen denken, danken
wir Gott, daß es nicht so war.)

Vor Jahren, während meiner ersten Reisen in nichtchristliche Länder, habe ich mich gefragt, warum die Entwicklung in Europa begann und nicht, beispielsweise in der hinduistischen, buddhistischen oder islamischen Kultur? Beim Lesen der heiligen Texte dieser Religionen hatte ich die Antwort. Für die Christen wird das Universum von einem vollkommenen Gott erschaffen und als solcher konnte er er kein irrationales Universum schaffen oder mit Nonchalance- ohne sich um den Menschen zu kümmern. Wenn der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde, bedeutet das, daß er durch seine Vernunft das Werk seines Schöpfers lesen kann.
Und aus diesem Grund hat die Kirche seit ihren Anfängen Astrologen, Alchimisten, Magier ausgegrenzt, mit denen die wissenschaftliche und technologische Entwicklung der Menschheit seit Jahrtausenden auf dem Spiel stand. Stattdessen subventionierte und förderte er wissenschaftliche Forschung und Philosophie, indem er sie an seinen Universitäten unterrichtete. Aber hören wir mal einen, der mehr weiß als wir.

James Hannam, Doktor der Philosophie und der Wissenschaften an der Universität Cambridge, Autor der Studie "Die Genesis der Wissenschaft. Wie das christliche Mittelalter die wissenschaftliche Revolution auslöste"-  von der Royal Society für den Science-Booker-Price ausgesucht- behauptet, "daß die Kirche nie gelehrt hat, daß die Erde flach sei und im Mittelalter hat das niemand gedacht.
Die Päpste haben nicht versucht, irgendetwas zu verbieten, auch haben sie niemanden wegen des Halley-schen Kometen exkommuniziert . Niemand- ich bin glücklich, das sagen zu können- ist je wegen seiner wissenschaftlichen Ideen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden."


Freitag, 22. März 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über Erzbischof Athansius Schneiders Text über "häretische Päpste"
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"AD MULTOS ANNOS!"
Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Risse in der schweren Rüstung gibt, die PFs Selbstgewißhait umgibt; wenn es sie gibt, muß er sich mehrmals gefragt haben, ob es wirklich schlau war, Kardinal Müller aus dem Amt zu entlassen.....es gibt ein erbauliches englisches Sprichwort -nahc dem ers besser ist, "den Feind im eigenen Zelt zu behalten, wo er nach draußen p...t" als ihn daurßen zu haben, wo er hinein p...t." Aber PFs Repertoire an englischen Sprichwörtern ist vielleicht beschränkt.

Das Glaubenszeugnis Seiner Eminenz  war- denke ich- der erste wichtige Akr lehramtlicher Führung während dieses dürren Pontifikates. Katholiken danken ihm dafür.

Aber jetzt hat es noch einen gegeben!

Es wurde klar, daß Bischof Athanasius von der "Einschücherungskongregation" ausgeöiehen wurde, um in Kazachstan zu bleiben und lieber sein örtliches Fußballteam gegen die Schotten zu unterstützen als in der Welt herumzuflanieren. Genau das hat er getan-und das mit großem Erfolg....
die versammelten und mit Waldfarben bemalten Clans wurden gründlich gedemütigt...und seine Lordschaft - frei von der Tyrannei der Flughäfen- konnte Zeit damit verbringen, zu forschen und zu schreiben.

Ich empfehle...wie könnte ich nicht.... die feinen Abhandlungen über häretische Päpste (und vieles andere).

Leser dieses blogs werden sofort feststellen, daß seine Argumente, Beweise und Schlußfolgerungen genau die sind, die ich hier regelmäßig vorgebracht habe. deshlab werden Sie nicht überrascht sein, daß ich ziemlich aufgeregt bin.

Bischof Anthanasius hat zu Recht die Wichtigkeit der causa Honorius betont (gegenüber den anderen irrenden  Päpsten) indem er klar machte, daß über diese Frage hinaus  1.: Päpste irren können und
2. solche Päpste formal und lehramtlich wegen Häresie verurteilt werden können und
3. solche Päpste durch ihre Häresie nicht ipso facto ihre Stellung verlieren

Ist etwas passiert, beweist das, daß es passieren kann.

Eine do-it-youself-Absetzung eines Papstes mag emotional befriedigend sein, aber sie ist für Erwachsene in der realen Welt keine Option. "

Quelle. liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

In der frühen Kirche gab es kein Frauen-Diakonat

Maike Hickson berichtet bei LifeSiteNews über das Ergebnis, zu dem die Vatican-Kommission zur Frage der Frauen-Diakonates bereits vor einem halben Jahr gekommen ist und das bis jetzt von PApst franziskus zurückgehalten wird.

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"THEOLOGE BEHAUPTET:  DIE VATICAN-KOMMISSION HAT KEINE HINWEISE AUF DIE EXISTENZ WEIBLICHER DIAKONE GEFUNDEN"
"Professor Peter Hünermann -ein gut vernetzter und prominenter deutscher Theologe- berichtet LifeSiteNews  daß laut Mitgliedern der deutschen Doktrin-Kommission, mit denen er gesprochen hat, der Bericht der Vatican-Kommission für das Frauendiakonat herausgefunden hat, "daß kein Beweis dafür gefunden wurde, daß zu Zeiten der Väter Frauen als Diakone geweiht wurden. "

Vor kurzem sprach Professor Hünermann in Deutschland einem Interview über diese Vatican-Kommission zur Geschichte des Frauendiakonats, die 2016 von Papst Franziskus eingerichtet wurde. Diese Kommission hat ihre Arbeit beendet und Papst Franziskus bereits Mitte 2018 ihren  Bericht übergeben.  Professor Hünermann kommentiert die Tatsache, daß Papst Franziskus "jetzt schon seit Monaten das Ergebnis zurückhält" und sagt, daß das "für mich ein Zeichen ist, daß er mit diesem Ergebnis nicht zufrieden ist."

Als LifeSiteNews sich an den deutschen Professor wandte und ihn um mehr Informationen in dieser Sache bat, antwortete er, daß "Professore Marianne] Schlosser aus Wien- eine frühere Studentin des damaligen Professsor Ratzingers  [und Mitglied der Vaticanischen Kommission zur Frage des Frauen-Diakonats] die deutsche Doktrin-Kommission über das Ergebnis dieser Studie informiert hat,l Das habe ich von Mitgliedern der Doktrin-Kommission erfahren."
Er erklärte weiterhin, daß das "Ergebnis der Römischen Kommission " ist: "Es gibt keine historischen Hinweise darauf, daß zu Zeiten der Väter Frauen zu Diakonen geweiht wurden."

Wie Professor Hünermann erklärte, wurde diese Position schon früher sowohl von Kardinal Müller - dem früheren Präfekten der Glaubenskongregation in Rom vertreten als auch von Professor Karl-Heinz Menke, der Mitglied dieser Vaticanischen Kommission von 2016 war.
Wie LifeSiteNews berichtete, sagte Menke 2016: "Ein Frauen-Diakonat hat niemals und nirgends zum Weiheamt gehört."

Professor Hünermann wies gegenüber LifeSiteNews auch darauf hin, daß  " ich annehme, daß Kardinal Luis Ladaria als Präsident dieser Kommission diesen Standpunkt teilt."
Hünermann selbst befürwortet ein Frauendiakonat und hat das diesen Standpunkt 2012 in einem akademischen Beitrag diskutiert.


Das Mittelalter war kein "dunkles Zeitalter"

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae  den Arrtikel von Agostino Nobile, in dem der die seit der Renaissance zirkulierenden Fehlinformationen über das Mittelalter, die auch heute in Politik, Kultur und Medien zahlreiche-wenn auch uninformierte- Anhänger haben- korrigiert.
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"NOBILE ERINNERT DARAN. WAS DAS MITTELALTER WAR: GEGEN DIE VON AUFKLÄRERN UND MARXISTEN ERFUNDENEN ANGRIFFE. UND DIE SIND NOCH IM UMLAUF"

Liebe Freunde von Stilum Curiae in diesen Tagen kehrt das Mittelalter- auch Dank des
bevorstehenden Kongresses in Verona in die Münder der selbsternannten Progressisten
zurück. Agostino Nobile ist es zu Recht leid, diesen Begriff über diese Epoche mit negativer Konnotation auf unserer Epoche angewandt zu sehen. Und er hat beschlossen, mit diesem interessanten Artikel einige Dinge wieder gerade zu rücken....so Gott will....auch wenn wir bezweifeln, daß diese Heerscharen von Politikern, Antifa-und LGBT-Demonstranten und die Phalanx der Journalisten seine Zeilen lesen werden.
Trotzdem geschrieben -um einige Lücken zu füllen und schwerwiegende Verzerrungen richtig zu stellen, die von der marxistischen Propaganda erfunden wurden. Alles natürlich zu einem antireligiösen Zweck.

WAS IST DAS MITTELALTER?

Es gibt viele Möglichkeiten die Ignoranten zu unterscheiden,, Eines von ihnen ist jener, der das Mittelalter für eine Zeit des Obskurantismus hält. Angesichts dessen daß die Politiker die Pflicht haben, die Geschichte zu kennen, halte ich das Risiko für groß, darüber abzustimmen, wer diese Periode, die dem Westen das Licht gebracht hat, mit Füßen tritt.Hier einer der 44 Artikel aus denen meine Forschung besteht "Was Katholiken wissen müssen - um wenigstens ein lächerliches Ende zu vermeiden" . Ich empfehle es allen, die eine Rüstung mit einer bestimmten Stärke und historische Pfeile zum Verschießen haben möchten.
Ich bitte um Entschuldigung für die Eigenwerbung aber in diesen so besonders dunklen Zeiten (so viel um beim Thema zu bleiben) halte ich es für nützlich, die wahren historischen Fakten bzgl. der Kirche zu kennen, Umso mehr als die Unwissenheit des Katholischen Volkes die Hauptwaffe ist, die Medien und Politiker benutzen Es genügt, sich die Serie "Im Namen der Rose" bei Rai 1 anzusehen. Und wenn sich dann die katholischen Bibliotheken gegen uns wenden und wir nicht die Augen aufmachen, unsere Tage gezählt sind.
Mittelalterliche Dinge! Mittelalterliche Mentalität! Wir sind nicht mehr im Mittelalter! Tausend Jahre der Geschichte,die als die "dunklen Jahrhunderte" erinnert werden, derer Europa sich schämen sollte. Das ist es, was wir mehr oder weniger in den Schulen oder von den Medien lernen.
Sie- die Staatsoberhäupter, Kulturminister, Professoren ignorieren die Texte der Mittelalterspezialisten und wiederholen den selben alten Knittelvers über die obskurantistischen Jahrhunderte.


Donnerstag, 21. März 2019

Erzbischof Gänswein gibt ein Interview

Er hat -in der Nachfolge von Kardinal J. Meisner- die Schirmherrschaft für die Priesterausbildung übernommen.....