Donnerstag, 28. Mai 2026

Botschaft an die Italienischen Bischöfe

Bei seinem heutigen Treffen mit den Italienischen Bischöfen hat Papst Leo XIV zu "Mut zum Wesentlichen, zur Evangelisierung aufgerufen. vaticannews berichtet. 
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Unter dem Titel :

"PAPST LEO AN ITALIENS BISCHÖFE: "MUT ZUM WESENTLICHEN"

beginnt der Bericht so:

"Leo XIV. rät der italienischen Kirche zu mutigen Reformen. Dabei solle sie sich auf „das Wesentliche konzentrieren“, sagte er am Donnerstag bei einem Treffen mit der Vollversammlung der italienischen Bischöfe im Vatikan.

„Lasst uns den Mut zum Wesentlichen haben! Den Mut zu Gemeinschaften, denen es weniger um die Bewahrung von allem geht, sondern die freier darin sind, Christus zu verkünden… Den Mut zu einladenden und missionarischen Pfarreien, in denen Familien zusammenkommen und durch das Lebenselixier des Evangeliums erneuert werden. Den Mut zu lebendigen, partizipativen Gremien. Den Mut, den jungen Menschen zuzuhören, ohne ihre Fragen zu dämpfen. Den Mut, uns von den Armen evangelisieren zu lassen.” (...)

Quelle: vaticnnews

Mittwoch, 27. Mai 2026

Am deutschen Wesen? Fundstück

Archimandrit Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer versucht in einem Beitrag für kath.net die Ursache für die spalterischen, rebellischen Tendenzen in der deutschen Kirche zu ergründen                           Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel

"DEUTSCHES KATHOLISCH-SEIN ZWISCHEN ROM UND WELTKIRCHE -"AM DEUTSCHEN WESEN SOLL DIE WELT GENESEN?"

„Die eigentliche Krise ist geistlicher Natur. Keine Satzung ersetzt Glauben. Keine Verwaltungsreform erzeugt Heiligkeit. Kein Strukturprozess schafft Eucharistiefrömmigkeit.“  

beginnt der Beitrag so:  ZITAT

I. Das deutsche katholische Paradox zwischen geistiger Größe und permanenter Unruhe

Die Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil offenbart ein bemerkenswertes Phänomen: Kaum ein Pontifikat wurde von größeren Teilen des deutschen Katholizismus dauerhaft mit geistlicher Ruhe angenommen. Fast jeder Papst wurde zunächst mit Hoffnungen begrüßt, bald darauf kritisch beobachtet und schließlich zum Gegenstand wachsender Enttäuschung gemacht. Dies betrifft so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Paul VI., Johannes      Paul II., Benedikt XVI., Franziskus und nun auch Leo XIV.

Gerade diese Reihe macht deutlich, dass es sich nicht um bloße Zufälle handelt. Die Kritik entzündet sich nicht nur an Einzelentscheidungen, persönlichen Eigenheiten oder bestimmten römischen Akten. Vielmehr scheint im deutschen Katholizismus eine tiefere Erwartungsstruktur wirksam zu sein: Der Papst wird weithin daran gemessen, ob er die jeweils dominierenden deutschen Reformhoffnungen bestätigt. Geschieht dies nicht oder nicht in ausreichendem Maße, schlägt anfängliche Zustimmung rasch in Distanzierung oder Enttäuschung um. (...)

Quelle: Archimandrit Dr. A-A. Thiermeyer, kath.net

Die Katechese

Vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz. Hier geht´s zum Original:  klicken

"WORTLAUT:  PAPSTKATECHESE BEI DER GENERALAUDIENZ AM 27. MAI"

               Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag und herzlich willkommen!

"In der Enzyklika Mediator Dei schreibt der ehrwürdige Papst Pius XII.: „Die Kirche ist ein lebendiger Organismus; deshalb wächst sie und entfaltet sich auch in ihrer Liturgie und passt sich den zeitbedingten Notwendigkeiten und Umständen an, immer unter Wahrung der Unversehrtheit ihrer Lehre“ (vgl. MD 58).

In völliger Kontinuität mit diesem Grundsatz betont das Zweite Vatikanische Konzil im Proömium der Konstitution Sacrosanctum Concilium (SC). Das Konzil sieht es als seine Pflicht an, „sich in besonderer Weise auch um die Erneuerung und die Förderung der Liturgie zu sorgen“ (SC 1). Die Konzilsväter hatten sich versammelt, um „das christliche Leben unter den Gläubigen mehr und mehr zu mehren, jene Einrichtungen, die dem Wandel unterworfen sind, den Bedürfnissen unseres Zeitalters besser anzupassen, alles zu fördern, was zur Einheit aller an Christus Glaubenden beitragen kann, und das zu stärken, was dient, alle in den Schoß der Kirche zu rufen“ (SC 1).

     „Die Kirche handelt nicht nur in der Liturgie, sondern sie drückt sich auch in ihr aus“

In jenem historischen Moment war das Bedürfnis nach einer Erneuerung der rituellen Formen stark spürbar. Durch diese Formen hatte die Kirche über Jahrhunderte Gott verherrlicht und das christliche Volk geheiligt. Dank der Liturgischen Bewegung reifte eine Überzeugung, die der heilige Johannes Paul II. später so ausdrückte: „Es besteht in der Tat ein enger und organischer Zusammenhang zwischen der Erneuerung der Liturgie und der Erneuerung des gesamten Lebens der Kirche. Die Kirche handelt nicht nur in der Liturgie, sondern sie drückt sich auch in ihr aus und schöpft aus ihr die Kräfte für das Leben“ (Schreiben Dominicae Cenae, 13).

Die Konstitution Sacrosanctum Concilium wollte den Gläubigen den Zugang zu den Gnaden der heiligen Liturgie erleichtern. Daher gibt sie mit einer sehr treffenden Formel die Richtung vor: Man muss „die gesunde Tradition glücklich bewahren und doch dem berechtigten Fortschritt den Weg öffnen“ (SC 23):

Papst Benedikt XVI. sah in dieser Absichtserklärung das „Reformprogramm“ der Konzilsväter. Es hält das Gleichgewicht zwischen der großen liturgischen Tradition der Vergangenheit und der Zukunft. Er bemerkte: „Nicht selten werden Tradition und Fortschritt auf ungeschickte Weise miteinander in Gegensatz gebracht.“ In Wirklichkeit ergänzen sich die beiden Begriffe: „Die Tradition ist eine lebendige Wirklichkeit und schließt daher in sich das Prinzip der Entwicklung, des Fortschritts ein. Es ist, als bringe der Fluss der Tradition immer seine Quelle mit sich und strebe zu seiner Mündung“ (Ansprache an die Mitglieder des Päpstlichen Liturgischen Instituts Sant’Anselmo, 6. Mai 2011). 

Das Konzil bestätigt, dass ein solcher Fortschritt rechtmäßig ist, wenn er in der authentischen Tradition wurzelt. Dabei unterscheidet es in der Liturgie zwischen einem Teil, „der unveränderlich ist, weil von göttlicher Einsetzung“, und Teilen, „die dem Wandel unterworfen sind“. Diese Teile „können im Laufe der Zeiten geändert werden oder müssen es sogar, wenn sich Elemente in sie eingeschlichen haben sollten, die der inneren Natur der Liturgie weniger entsprechen, oder wenn sie weniger zeitgemäß geworden sind“ (SC 21). Solche Änderungen gab es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder. Sie halfen den Gläubigen, durch die Riten fruchtbar am Paschamysterium Christi teilzunehmen.

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

               

Zur diesjährigen Chartres-Wallfahrt

Alexander Folz berichtet und kommentiert für CNA. Hier geht´s zum Original:  klicken 

Unter dem Titel

"NEUER REKORD: 20.000 TEILNEHMER BEI TRADITIONSVERBUNDENER CHARTRES-WALLFAHRT 2026"

beginnt der Bericht so - ZITAT:

"Am Pfingstmontag endete die traditionsverbundene dreitägige Fußwallfahrt von Paris nach Chartres, an der rund 20.000 Pilger teilnahmen. Damit wurde in diesem Jahr wiederum ein neuer Rekord aufgestellt. Kardinal Raymond Leo Burke zelebrierte die Abschlussmesse in der überlieferten Form.

„Durch die Wallfahrt erneuern wir unsere Antwort auf jede persönliche geistliche Krise, die wir durchleben, ebenso wie auf die geistliche Krise der Welt und der Kirche“, sagte Burke in seiner Predigt laut InfoVaticana." (...)

Quelle: A. Folz, CNA  

Dienstag, 26. Mai 2026

Magnifica Humanitas - noch ein Kommentar

  

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die Enzyklika Magnifica Humanitas und ihre Hintergründe. Hier geht´s zum Original: klicken

"MAGNIFICA HUMANITAS. WAS DER MATHEMATIKER-PAPST MIT DEN TECHNOKRATEN DER KI GEMEINSAM HAT. UND WAS SIE TRENNT"

Zu den Experten, die gemeinsam mit dem Papst am Montag, dem 25. Mai, die erste Enzyklika Leos XIV., „Magnifica Humanitas“, der Weltöffentlichkeit vorstellten, gehörten die englische Theologin Anna Rowlands von der Universität Durham, die 2023 mit dem Joseph Ratzinger-Benedikt XVI. Foundation Award ausgezeichnet wurde, und der amerikanische Unternehmer Christopher Olah (im Bild), Mitbegründer von Anthropic. Beide zählen zu denjenigen, die sich am stärksten für die Auseinandersetzung mit den entscheidenden Fragen der künstlichen Intelligenz (KI) engagieren, denen die Enzyklika gewidmet ist.

Anthropic ist nicht das einzige große Unternehmen in diesem Bereich. Man denke nur an Alexander Karps und Peter Thiels Palantir, Sam Altmans OpenAI, Elon Musks xAI und Grok – jedes dieser Unternehmen verkörpert eine andere technophilosophische Vision.

Thiels Auftritt in Rom im vergangenen März zu einer Reihe von internen Konferenzen zum Thema Antichrist sorgte für Aufsehen. Doch mehr als seine apokalyptische Vision, inspiriert von René Girards Geschichtstheologie, ist sein politischer Einfluss seine Nähe zu J.D. Vance, dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten. Vance ist zum Katholizismus konvertiert, der mit den vorherrschenden Ansichten der Kirche bricht, und ein scharfer Kritiker Europas, das mit seinem 2024 verabschiedeten KI-Gesetz vorgibt, künstliche Intelligenz per Gesetzgebung zu regulieren, ihre Risiken zu klassifizieren und präventiv zu sanktionieren – ein illusorisches Unterfangen in einem sich ständig weiterentwickelnden Feld.

Anthropomorphismus hingegen ist Ausdruck einer höchst originellen Vision, die die römisch-katholische Kirche eingehend geprüft hat. Genau deshalb beauftragte Papst Leo Olah mit der Präsentation von „Magnifica Humanitas“.

Um diese Vision besser zu verstehen, lohnt es sich, die Beschreibung von Carlo Alberto Carnevale Maffè, einem führenden Experten auf diesem Gebiet und Professor für Unternehmensstrategie an der Bocconi-Universität in Mailand, in der Ausgabe vom 18. Mai von „Il Foglio“ wörtlich zu wiederholen. Maffè lehrte an einigen der renommiertesten Universitäten der Welt, von der Columbia University über die Wharton School und die Steinbeis-Universität zu Berlin bis hin zum St. Mary’s College of California.

Neben Olah gehören dazu auch die Anthropic-Mitbegründer Dario Amodei, derzeit CEO, und seine Schwester Daniela, Präsidentin, Mitbegründer. Ihr gemeinsamer Essay „Machines of Loving Grace“, der 2024 veröffentlicht wurde, bringt ihre Vision, die auch politisch ist, am besten zum Ausdruck.

„Es sind 15.000 Wörter, die man unbedingt vollständig lesen sollte“, schreibt Carnevale Maffè, „bevor man sich ein Urteil über das Silicon Valley bildet. Ihre These ist eindeutig: ‚Wir sehen keinen strukturellen Grund, warum KI Demokratie und Frieden bevorzugt fördern sollte.‘ Es ist ein Eingeständnis, das keiner ihrer Kollegen bisher mit solcher Klarheit zu formulieren gewagt hat, und allein das wäre ein Seminar zur politischen Philosophie wert.“

Fundstück

gefunden bei kath.net. Danke!  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel: 

"MEDIEN SPEKULIEREN WEITER ÜBER EINEN MÖGLICHEN BEGINN DES SELIGSPRECHUNGSPROZESSES FÜR BENEDIKT XVI"

beginnt der Artikel so - ZITAT

"Theologen weisen auch darauf hin, dass „das beeindruckende theologische Erbe Joseph Ratzingers eine immer größere Bedeutung gewinnt“ und Benedikt mittelfristig potenziell nicht nur als Heiliger, sondern auch als Kirchenlehrer anerkannt werden könnte

Angesichts der wachsenden Zahl von Zeugnissen über Heilungen, die seiner Fürsprache zugeschrieben werden, könnte das Seligsprechungsverfahren für Papst Benedikt XVI. bald eröffnet werden. Zudem könnte er als Heiliger eines Tages zum Kirchenlehrer ernannt werden, dies aufgrund der „außergewöhnlichen Tiefe seines theologischen Erbes“. Dies schreibt die polnische katholische Presseagentur KAI anhand eines Beitrags des französischen katholischen Portals „Tribune Chrétienne“. 
(...)

Quelle: kath.net

 

KI, das Babel-Syndrom und der Wiederaufbau Jerusalems

Nico Spuntoni kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana Papst Leos Enzyklika. 
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"OHNE ACHTUNG DER MENSCHENWÜRDE GIBT ES KEINEN FORTSCHRITT. HIER IST DIE ENZYKLIKA"

In seiner ersten Enzyklika Magnifica Humanitas, die der künstlichen Intelligenz und neuen Technologien gewidmet ist, spricht Papst Leo XIV. die „neuen Dinge“ unserer Zeit an und warnt vor dem „Babel-Syndrom“, dem er mit dem Wiederaufbau Jerusalems entgegenwirkt, einer „Stadt, die auf dem Gemeinwohl gegründet“ und „auf dem Felsen der Beziehung zu Gott“ erbaut ist.

Die Menschenwürde ist das Kriterium, um den technischen Fortschritt zum Wohle aller zu lenken. Der Grundgedanke von „Magnifica Humanitas“ lässt sich wie folgt zusammenfassen. Die Enzyklika zum Schutz der menschlichen Person im Zeitalter der künstlichen Intelligenz ist in fünf Kapitel, eine Einleitung und ein Schlusskapitel unterteilt. Wie bereits gestern erwähnt, beginnt der Papst mit zwei biblischen Bildern zur Veranschaulichung: dem Bau des Turms zu Babel und dem Wiederaufbau der Mauern Jerusalems. „Babel“, schreibt Leo XIV., „enthüllt somit die Grenzen jedes Bauwerks, das, wie grandios es auch sein mag, aus der Absolutionierung der Menschheit und ihrem Anspruch auf Selbstgenügsamkeit entsteht, die Menschenwürde der Effizienz opfert und ohne Gottes Segen den Himmel erreichen will.“ Der Papst warnt vor dem, was er das „Babel-Syndrom“ nennt, und mahnt uns, „die Anmaßung einer einzigen Sprache – selbst einer digitalen – zurückzuweisen, die alles, selbst das Geheimnis des Menschen, in Daten und Leistung übersetzen kann.“ 

„Dies ist die Gefahr der Entmenschlichung – die Zukunft zu gestalten, indem man Gott ausklammert und andere zu Mitteln degradiert – eine uralte und immer wiederkehrende Versuchung, die heute auch ein technisches Gewand annimmt“, schreibt Prevost. Andererseits erinnert das Bild des Wiederaufbaus Jerusalems an die Notwendigkeit, „eine Stadt zu errichten, die auf dem Gemeinwohl gründet, und die daher in erster Linie auf dem Felsen einer Beziehung zu Gott ruht.“ „Magnifica Humanitas“ konzentriert sich auf die Soziallehre und die Entwicklung des Lehramtes von Leo XIII. bis heute. Diese historische Reise verdeutlicht, dass „die Soziallehre der Kirche nicht das Ergebnis eines am Schreibtisch ausgearbeiteten Plans ist, sondern das Produkt eines geduldigen Prozesses, in dem jeder Papst – zusammen mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil – im Lichte der ‚neuen Dinge‘ seiner Zeit einen originellen Beitrag geleistet hat.“ 

               


Leo XIV. thematisiert die Grundlagen und Prinzipien der Menschenrechte als entscheidende Kriterien für die Urteilsfindung im Zeitalter der KI. Der Text bekräftigt die christliche Vision, wonach Würde „weder erworben noch verdient noch bewiesen werden kann“, sondern ontologisch ist, dank der Teilhabe am Ebenbild des Schöpfers. Zu den Grundlagen der Soziallehre gehört die Unverletzlichkeit der Menschenrechte, allen voran das „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, ohne das die Ausübung jedes anderen Rechts unmöglich ist“. „Wenn dieses grundlegende Recht verweigert wird, wie es bei Schwangerschaftsabbrüchen, der Tötung Unschuldiger und der Sterbehilfe geschieht, stehen wir vor Entscheidungen, die die Kirche als schwerwiegend unrechtmäßig ansieht“, schreibt der Papst. Die „zwei besonders schwerwiegenden Gefahren“, die Prevost für die Menschenrechte in unserer Zeit sieht, sind die bloße formale Erklärung und die Gefahr, „die Grundlage ihrer Universalität nicht mehr erkennen zu können, weil wir die Suche nach den solideren Grundlagen unserer Entscheidungen und Gesetze aufgegeben haben“.

Montag, 25. Mai 2026

Vor 941 Jahren

am 25. Mai 1085 hat König Alfonso VI von Leon und Kastilien Toledo erobert und die historische Stadt unter seine direkte Herrschaft gebracht. Diese Eroberung stellte einen Hauptwendepunkt dar, weil Toledo - einstmals die Hauptstadt der Visigoten in Spanien-der wichtigste christliche Sieg über ganz al-Andalus in Jahrhunderten war.

Magnifica Humanitas

Hannah Brockstedt kommentiert bei CNA die heute vorgestellte erste Enzyklika des Hl. Vaters, Papst Leo XIV. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

ENZYKLIKA "MAGNIFICA HUMANITAS": PAPST LEO GEGEN "MENSCHENFEINDLICHE ANSCHAUUNGEN" IN DER KI".

beginnt der Kommentar so - ZITAT

"Gesellschaft und KI-Entwickler auf, Künstliche Intelligenz „mit Kriterien sozialer Gerechtigkeit abzugleichen, die wir teilen“, damit KI die Menschenwürde achtet und dem Gemeinwohl dient.

KI sei kein moralisch neutrales Werkzeug: Es komme nicht nur darauf an, wie sie eingesetzt wird, sondern auch, wie sie konzipiert sei, schrieb Leo in seiner ersten Enzyklika, also seinem ersten großen päpstlichen Lehrschreiben, über die „Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“.

Er warnte zudem: „Eine moralischere KI nützt nichts, wenn diese Moral von wenigen bestimmt wird. […] Wie es bei jeder großen technologischen Wende der Fall ist, so neigt auch die KI dazu, vor allem die Macht derjenigen zu stärken, die bereits über wirtschaftliche Ressourcen, Kompetenzen und Zugang zu Daten verfügen.“ (...)

Quelle: H. Brockstedt, CNA

Vorstellung der Enzyklika

 Magnifica Humanitas

              

Spekulationen über Papst Leos erste Enzyklika

In seiner heutigen  Kolumne für Monday at the Vatican  befaßt sich A. Gagliarducci mit der Veröffentlichung der Sozialenzyklika und der bevorstehenden Herausforderung durch die FSSPX, der sich Papst Leo gegenüber sieht und spekuliert ein wenig kleinmütig über Inhalt und Bedeutung von Magnifica Humanitas. Hier geht´s  zum Original: klicken

"LEO XIV ZWISCHEN DER SOIALENZYKLIKA UND DEM EPOCHENWECHSEL"

Die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. – eine Sozialenzyklika – hätte klären sollen, ob ein Übergang zwischen der alten und der neuen Welt tatsächlich stattgefunden hat. Der Eindruck, der sich aus verschiedenen Hinweisen ergibt, ist jedoch nicht nur, dass dieser Übergang noch unvollständig ist, sondern dass er noch gar nicht begonnen hat.

Was wissen wir bisher über *Magnifica Humanitas*, die erste Enzyklika Leos XIV.?

Wir wissen, dass die erste Sozialenzyklika der Geschichte – verfasst von einem anderen Leo, nämlich Leo XIII. – am 15. Mai unterzeichnet wurde: am Jahrestag von *Rerum novarum*.

Wir wissen, dass diese Enzyklika den Untertitel trägt: „Über den Schutz der menschlichen Person im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“.

Wir wissen, dass sie von Kardinal Michael Czerny – der offenbar eine sehr bedeutende Rolle bei der Entstehung der Enzyklika gespielt hat – sowie von Kardinal Víctor Manuel Fernández, dem Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, und von Christopher Olah, einem der Mitbegründer des KI-Riesen Anthropic, vorgestellt werden soll.

Wir wissen, dass es sich um eine Sozialenzyklika handelt.

Hinzu kommen die Leaks – die inoffiziellen Informationen –, die uns helfen zu verstehen, wie die Enzyklika aufgebaut sein wird. Wir wissen, dass die italienische Ausgabe umfangreich ausfallen wird: 231 Seiten, unterteilt in fünf Kapitel und einen Schlussteil, die insgesamt 245 Punkte behandeln.

Und schließlich gibt es die Erwartungen, geschürt durch Gerüchte. Es handelt sich um eine Sozialenzyklika, die einen weiten Blick auf das gesamte Themenfeld der Soziallehre wirft, deren Entwicklung nachzeichnet, eine Kontinuität zur Geschichte herzustellen sucht – und zugleich eine Diskontinuität innerhalb dieser Geschichte identifiziert. Und genau diese Diskontinuität ist aus der explosionsartigen Entwicklung der Künstlichen Intelligenz hervorgegangen.

Der Heilige Stuhl hat die Technologie niemals verteufelt, und er wird dies auch jetzt nicht tun. Doch hat er stets klare Grundsätze der Soziallehre vertreten – von der Subsidiarität bis zur Solidarität –, die zweifellos Bestandteil einer Welt sein müssen, in der private Unternehmen an Bedeutung gewinnen und der persönliche Profit Gefahr läuft, dem Gemeinwohl abträglich zu sein. Auch dies ist ein zentraler Grundsatz der kirchlichen Soziallehre.

Es liegt nahe, in der Enzyklika genau diese spezifischen Bezüge zu erwarten. Ebenso ist es gut vorstellbar, dass auch das Thema des Multilateralismus – oder die gemeinsame Verantwortung der Staaten, zum Gemeinwohl beizutragen – darin präsent sein wird. Der Heilige Stuhl setzt sich seit Jahren für eine Reform der Vereinten Nationen ein, die tatsächlich alle Nationen repräsentiert. Leo XIV. – und mit ihm der Heilige Stuhl – hat die Krise des Multilateralismus in mehreren Ansprachen thematisiert. Tatsächlich zeugt die gesamte Soziallehre der Päpste von diesem Anliegen.

Sollten dies tatsächlich die Themen der Enzyklika sein, so stellt sich die Frage, wie ihr eine echte Wirkung beschieden sein oder sie überhaupt etwas Neues beitragen soll.

Sonntag, 24. Mai 2026

Rosenblätter im Pantheon

Wie jedes Jahr zu Pfingsten lassen Feuerwehrmänner zigtausende Rosenblätter durch die Dachöffnung des Pantheons regnen.

Regina Caeli : die Katechese

 veröffentlicht bei vaticannews : klicken

                 "Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!"

"An diesem Pfingstfest sind wir aufgerufen, über die Gabe des Heiligen Geistes nachzudenken, der in Fülle über die entstehende Kirche ausgegossen wurde und heute erneut ihren Gliedern geschenkt wird, als Licht und Kraft, die sie in allen Lebenslagen begleiten.

Wir können bei einem Bild des Heiligen Geistes verweilen, das sich uns in der heutigen Liturgie bietet: Der Heilige Geist öffnet die Türen. Das Evangelium besagt nämlich, dass »die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren« (Joh 20,19), und zugleich berichtet uns die Apostelgeschichte, dass der Heilige Geist wie ein heftiger Sturm kam (vgl. Apg 2,2), der jene Türen öffnete, der die Jünger dazu drängte, hinauszugehen und die Frohe Botschaft vom auferstandenen Christus zu verkünden.

Auch heute können wir uns fragen: Welche Türen öffnet der Heilige Geist?

Die erste Tür ist die Tür zu Gott selbst, in dem Sinne, dass er uns den Zugang zum Geheimnis Gottes eröffnet, so wie es sich in Jesus Christus offenbart hat. Durch die Gabe seines Geistes schenkt Gott uns den wahren Glauben, lässt uns den Sinn der Heiligen Schrift verstehen, gibt sich uns als nah zu erkennen und ermöglicht es uns, an seinem Leben selbst teilzuhaben. Der Heilige Geist hilft uns, eine persönliche Erfahrung mit Gott zu machen, ihm in Jesus zu begegnen und nicht bloß im Befolgen eines Gesetzes, ihn in uns zu erkennen und die Zeichen seiner Gegenwart im täglichen Leben zu entdecken.

Die zweite Tür ist jene des Abendmahlssaals, also der Kirche. Ohne das Feuer des Heiligen Geistes bleibt die Kirche eine Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten. Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben. Wie uns Papst Franziskus in Erinnerung rief, sind wir dazu berufen, »eine Kirche, die segnet und ermutigt, […] mit offenen Türen für alle« zu sein (Homilie in der Heiligen Messe zur Eröffnung der Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode, 4. Oktober 2023).

Schließlich öffnet der Heilige Geist die Türen unserer Herzen, indem er uns hilft, Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden, und er uns befähigt, als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben. Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt.

Brüder und Schwestern, auch in unserer Zeit, besonders an diesem Pfingsttag, müssen wir den Heiligen Geist anrufen, damit er alle Türen öffne, die noch verschlossen sind. Wir müssen Gott wieder als Vater entdecken, der uns liebt, eine Kirche aufbauen, in der sich alle zu Hause fühlen, und eine geschwisterliche Welt zur Entfaltung bringen, in der unter allen Völkern Frieden herrscht.

Vertrauen wir wie die ersten Jünger auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Wohnstatt des Heiligen Geistes und der Mutter der Kirche."

 

In Illo tempore

Auch heute setzt Fr. J. Zuhlsdorf  bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken

            "IN ILLO TEMPORE:  PFINGSTSONNTAG"

"Von allen Schätzen der heiligen Liturgie der römisch-katholischen Kirche zählt Pfingsten gewiss zu den reichsten, vielleicht sogar zu den reichsten, insbesondere in seiner Form im Vetus Ordo. Ostern hat seine Vigil mit der Segnung des Taufwassers, seine Oktav und seinen Zusatz zum Römischen Kanon. Pfingsten, das Ostern als eine Art Pascha des Heiligen Geistes widerspiegelt, hat seine eigene Samstagvigil mit der Segnung des Taufwassers, da diejenigen, die das Sakrament der Grundsakramente zu Ostern nicht empfangen hatten, getauft und gefirmt werden konnten. Es umfasst eine Oktav, in der die Kirche die ergreifende Sequenz „ Veni Sancte Spiritus“ singt . Es enthält eigene Einschübe im Römischen Kanon, die Communicantes und Hanc igitur . Innerhalb seiner Oktav finden sich die Quatembertage am Mittwoch, Freitag und Samstag. Mit anderen Worten: Pfingsten besaß einst liturgisches Gewicht, Tiefe und Bedeutung.

Deshalb war die Verwässerung des Pfingstfestes in der nachkonziliaren Reform von großer Bedeutung. Paul VI., geblendet von der Führung des Konzils, entzog dem Pfingstfest einen Großteil seiner liturgischen Bedeutung und Wichtigkeit. Dies lässt sich schwer mit dem Gebot der Konzilsväter in Sacrosanctum Concilium 23 vereinbaren, wonach Neuerungen nur dann eingeführt werden sollen, wenn das Wohl der Kirche sie wirklich und unzweifelhaft erfordert, und dass neue Formen organisch aus bereits bestehenden Formen hervorgehen müssen. Ein Fest, das die Erinnerung an die Taufe, die Kraft der Firmung, die kanonische Feierlichkeit, die achtfache Ausdehnung und die abendliche Ordnung in sich trug, wurde liturgisch entkräftet. Die Gläubigen wurden dadurch ärmer, nicht reicher. Wir sind unsere Riten.

Für Pfingsten müssen wir uns den Kontext mühsam erschließen, denn er vertieft den Inhalt. Die heilige liturgische Feier der Geheimnisse unseres Heils lässt uns ihnen gegenwärtig sein und sie uns. Die sakramentale Wirklichkeit umfasst, erhebt und verwandelt die sinnlich erfahrbare Wirklichkeit. Wir sind unsere Riten. Daher finden wir niemals tiefe Zufriedenheit, solange wir nicht bereit sind, den Inhalt zu vertiefen, und dazu benötigen wir Kontext, selbst aus den Tiefen der Geschichte.

Das griechische Wort „Pentekosté“ bedeutet „Fünfzigster Tag“. Das christliche Pfingstfest vollendet das alte jüdische Frühlingsfest Schawuot, das Wochenfest, eines der drei großen jährlichen Wallfahrtsfeste, zu denen erwachsene jüdische Männer nach Jerusalem pilgerten. Die Bevölkerung der Stadt wuchs enorm. Juden kamen aus vielen Ländern. Sprachen, Kleidung, Akzente, Erinnerungen, Opfergaben und Erwartungen trafen rund um den Tempel aufeinander. Jüdische Feste erinnerten zugleich an ein historisches Ereignis und erwarteten dessen Erfüllung. Schawuot blickte zurück auf den Sinai, wo Gott Moses fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten inmitten von Feuer, Wolken, Donner und Furcht das Gesetz gab. Es blickte auch voraus auf die Rückkehr der feurigen Gegenwart Gottes, der Herrlichkeitswolke, der Schechina, zum Tempel.

Schawuot war auch ein Fest der Erstlingsfrüchte. Zu Pessach wurden die ersten Gerstengarben Gott durch Schwenken dargebracht. Fünfzig Tage später war die Weizenernte abgeschlossen, und zwei Brote wurden durch Schwenken geopfert. Alfred Edersheim, ein zum Christentum konvertierter Bibelwissenschaftler, schrieb in „ Der Tempel: Sein Dienst und seine Gottesdienste“ : „Man kann sagen, dass das ‚Fest der ungesäuerten Brote‘ erst fünfzig Tage nach seinem Beginn ganz vorüber war, da es mit dem Pfingstfest verschmolz“ (Kap. 14). Anschließend zieht er die christliche Verbindung:

„Das Gedenken an die Befreiung Israels fand seinen angemessenen Abschluss in der Gabe des Gesetzes – so wie, wenn man es auf die höchste Weise auslegt, das Passahopfer des Herrn Jesus in der Ausgießung des Heiligen Geistes am Pfingsttag seine Vollendung fand.

Das Pessachfest reift zu Schawuot heran. Ostern reift zu Pfingsten heran. Die Erstlingsfrucht der Auferstehung wird zur Kirche, zur Ernte. Der Herr, Erstling der Entschlafenen, erhebt sich. Er fährt auf. Dann senden er und der Vater vom Himmel den Heiligen Geist auf die Apostel, und an einem einzigen Tag werden etwa dreitausend Seelen versammelt. Das Speisopfer der Brote wurde zu lebendigem Fleisch und Blut, zu Männern und Frauen, die für Christus auserwählt sind.