in den Gärten von Castel Gandolfo
Samstag, 11. Juli 2026
Mittagessen mit den Bedürftigen
200 Menschen zu Gast zum Mittagessen in Castel Gandolfo
Wie vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV heute 200 Gäste, Menschen in schwierigen Lebenssituationen, zum gemeinsamen Mittagessen in CAstel Gandolfo eingeladen.
Hier geht´s zum Original: klicken
CASTEL GANDOLFO: PAPST LEO SPEIST MIT 200 MENSCHEN IN NOT
200 Gäste werden am Samstag, den 11. Juli, in die Gärten der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo kommen und dort unter anderem das Mittagessen mit Papst Leo einnehmen. Es sind Menschen in schwierigen Lebenslagen, darunter 35 Kinder. Die Initiative „Mit dem Papst zu Mittag“ möchte ein Zeichen für Gastfreundschaft, Teilhabe und eine offene Kirche setzen.
Das Zentrum für Höhere Bildung Laudato Si’ lädt zu dem Begegnungstag in Borgo Laudato Si’ ein. Die Gäste nehmen zunächst an einer Messe teil. Kardinal Fabio Baggio, Generaldirektor des Zentrums, steht der Feier vor. Erzbischof de San Martín, Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe, konzelebriert. Danach folgen ein Imbiss und eine Führung durch Borgo Laudato Si’.
„Menschen, die für uns Ehrengäste sind.“
Donatella Parisi, Sprecherin des Zentrums, beschreibt im Gespräch mit uns den besonderen Charakter der Begegnung. „Dieser so kostbare Ort, weil er 400 Jahre lang vor der Welt verschlossen war und dann von Papst Franziskus geöffnet und heute von Papst Leo weit geöffnet wurde, nimmt nun diese Menschen auf, die für uns Ehrengäste sind“, so Parisi. Leo XIV. verbringt drei Wochen bis Ende Juli in den Ferien in Castel Gandolfo, anders als im vergangenen Jahr residiert er dabei im Apostolischen Palast, den sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) als Museum geöffnet hatte.
Geschichte, Natur und Kultur - und jetzt auch Soziales
Borgo Laudato Si’ verbindet Geschichte und Natur. Dort finden sich die Überreste der Villa des Kaisers Domitian. Seit genau seit 400 Jahren dient Castel Gandolfo den Päpsten als Sommerresidenz, es war Papst Urban VIII., der diese Tradition 1626 ins Leben rief. Rund um den Apostolischen Palast liegt ein Park mitsamt botanischem Garten, in dem mehr als 4.000 Pflanzen aus rund 300 Arten gedeihen. Antike, Kultur, Natur, Päpste, Touristen und, als jüngste Entwicklung, immer mehr auch Bedürftige: Die Veranstalter des Mittagessens verstehen die Öffnung dieses Geländes als Symbol für eine Kirche, die alle Menschen aufnimmt.
„Ja, die Botschaft lautet auch, dass die Kirche immer offener für alle wird“
Parisi ordnet die Initiative in dieses Verständnis von Kirche ein. „Ja, die Botschaft lautet auch, dass die Kirche immer offener für alle wird, besonders für Menschen, die an den existenziellen Rändern leben“, erklärt sie. Papst Leo wiederhole diesen Gedanken immer wieder, wie es auch schon Franziskus getan hatte.
Das Treffen knüpfe außerdem an den Besuch des Papstes auf Lampedusa an. Dort habe der Papst vor einer Woche die Aufmerksamkeit auf Menschen gelenkt, die vor Krieg, Armut und sozialer Ungerechtigkeit fliehen und auf der Suche nach einer besseren Zukunft oft ihr Leben im Mittelmeer verlieren. Auch hier war Leo seinem Vorgänger Franziskus gefolgt, der Lampedusa 2013 besucht hatte.
Ausdruck kirchlicher Gemeinschaft
Vor diesem Hintergrund versteht Parisi den Begegnungstag als Ausdruck kirchlicher Gemeinschaft. „Heute stehen wir am Vorabend eines Ereignisses, das erneut unterstreicht, dass die Kirche für jeden offen ist und Familie, Gemeinschaft und sicherer Hafen für diejenigen ist, die in diesem Moment am meisten Hilfe brauchen“, so Parisi.
Die Veranstalter möchten die Einladung künftig jedes Jahr einer anderen Diözese widmen. Im vergangenen Jahr kamen die Gäste aus der Diözese Albano, auf deren Gebiet Castel Gandolfo liegt, diesmal aus Rom. Eingeladen sind Flüchtlinge, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern, Menschen mit Behinderung sowie Teilnehmende von Ausbildungsangeboten in Borgo Laudato Si’. Einige kehren an den Ort zurück, nachdem sie dort eine berufliche Qualifizierung abgeschlossen haben und nun mit neuer Zuversicht auf Integration und Arbeit blicken.
Menschen, die viel geben
Parisi widerspricht dem verbreiteten Blick auf Menschen in schwierigen Lebenslagen. „Es wird jener Teil der Gesellschaft und der Kirche vertreten sein, der oft als ‚diejenigen, die Hilfe brauchen‘ angesehen wird. Tatsächlich erleben wir hier in Borgo Laudato Si’ jeden Tag, dass genau diese Menschen geben, und sie geben mehr, sie geben viel und bereichern Borgo und, wie ich sagen würde, die ganze Kirche mit ihrer Gegenwart und mit ihrer Forderung nach einer anderen Sicht auf die Gesellschaft, einer Perspektive, die aus der Zerbrechlichkeit eine neue Stärke für unsere Gemeinschaften macht“, so Parisi.
„Zerbrechlichkeit eine neue Stärke für unsere Gemeinschaften“
Das Mittagessen spendet das beliebte römische Restaurant L’Isola della Pizza. Die Bar Duomo aus Albano gegenüber der Kathedrale übernimmt den Imbiss am Vormittag. Parisi würdigt dieses Engagement. „Es ist ein sehr schönes Zeugnis der Aufmerksamkeit für eine Initiative wie diese“, sagt sie. Die Küche orientiert sich an italienischen Gerichten und berücksichtigt zugleich Gäste aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen."
Quelle: D. Pasisi. vaticannews
Freitag, 10. Juli 2026
"Leo in Rom"
Wie vaticannews berichtet, setzen die Vaticanmedien ihre Dokumentation über Papst Leo XIV mit einem Film über die Jahre von Robert Prevost in Rom fort und haben diesen Trailer veröffentlicht.
FSSPX: Gehorsam und Ungehorsam
Tommaso Scandroglio kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die Reaktionen der FSSPX auf die Exkommunikation der weihenden und geweihten Bischöfe der Bruderschaft. Hier geht´s zum Original: klicken
"GEHORSAM IST NICHT BLIND, ABER DIE PRIESTERBRUDERSCHAFT ST. PIUS X IST TAUB"
Die Ereignisse von Écône, auf die Probe des HL:Thomas von Aquin gestellt. Der angebliche Notstand verschleiert die Bedeutung des Gehorsams und die Zulässigkeit des Ungehorsams und vergisst dabei, dass selbst die Ausnahme denselben Zweck erfüllt wie die Regel und nicht ausreicht, um lefebvrische Weihen zu legitimieren.
Einer der wichtigsten Aspekte der traurigen Affäre um die Priesterbruderschaft St. Pius X. betrifft die Tugend des Gehorsams. Wir erinnern an die Lehre des Thomas von Aquin zu dieser Tugend, um zu verstehen, warum der Ungehorsam der Bruderschaft gegenüber dem päpstlichen Weiheverbot nicht als moralisch vertretbar gelten kann.
Da „das menschliche Leben nach natürlichem und göttlichem Recht erfordert , dass Untergebene ihren Vorgesetzten gehorchen“ ( Summa Theologiae, II-II, q. 104 a. 1 c.), definiert Aquin den Gehorsam folgendermaßen: Er ist eine Tugend, die „den Willen eines Menschen bereit macht, den Willen eines anderen, also des Befehlenden, auszuführen“ (ebd., a. 2 ad 3). Grundlage des Gehorsams ist die Autorität des Vorgesetzten. Wer einem legitimen Vorgesetzten gehorcht, gehorcht Gott selbst (Röm 13,1), und wer sich dem ersteren widersetzt, widersteht Gott selbst (ebd. 13,2).
Man muss einem legitimen Vorgesetzten stets gehorchen, außer in zwei Fällen. Der erste Fall tritt ein, wenn der Vorgesetzte befiehlt, eine an sich böse Tat zu begehen, also eine Handlung, die in sich böse ist, wie Mord, Diebstahl, Vergewaltigung usw. In diesem Zusammenhang bemerkt der heilige Gregor der Große: „Aus Gehorsam darf man niemals Böses tun“ ( Moralia in Iob , Liber XXXV, Kap. 14, 7).
Im Falle der Bruderschaft bestand der Befehl nicht darin, eine böse Tat zu begehen, sondern von einer abstrakt guten Handlung (der Bischofsweihe) abzulassen, also von einer an sich guten Handlung, die jedoch unter konkreten Umständen böse war, weil sie vom Vorgesetzten so beurteilt wurde. Gleichwohl kann es vorkommen, dass der Vorgesetzte sich in seiner Einschätzung irrt. Dann stellt sich die Frage: Ist Gehorsam auch dann Pflicht, wenn man aus Gewissensgründen glaubt, der Vorgesetzte irre sich? Ja, denn ein reines Gewissen gebietet Gehorsam selbst in Dingen, die man für falsch hält. Es erinnert daran, dass es dem Vorgesetzten obliegt, in Angelegenheiten zu entscheiden, über die er – und nicht man selbst – die spezifische Autorität besitzt. Dies nimmt dem Untergebenen nicht das Recht, berechtigte Zweifel zu hegen oder dem erteilten Befehl intern zu widersprechen. Nach außen hin muss man jedoch gehorchen, und zwar unverzüglich. Es ist legitim und manchmal sogar notwendig, dem Vorgesetzten seine Bedenken in angemessener Weise mitzuteilen. Ein reines Gewissen kann daher nicht nur den erteilten Befehl kritisieren, sondern gebietet auch in diesen Fällen Gehorsam gegenüber dem Vorgesetzten, weil dieser kompetenter ist und mehr Autorität besitzt als der Untergebene.
Sichtung des Erbes des Hl Johannes Pauls II
Lorenzo de Cesaris und Silvia Kritzenberger berichten bei vaticannews über das Projekt des Dikasteriums für die Kommunikation, anläßlich des 50. Jahrestages seiner Wahl auf den Stuhl Petri das Fotoarchiv von Papst Johannes Paul II zu digitalisieren. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"VATICAN DIGITALISIERT DAS FOTOARCHIV JOHANNES PAULS II"
beginnt der Bericht so - Zitat
Mit Blick auf den 50. Jahrestag der Wahl von Johannes Paul II. (16. Oktober 1978) hat das Dikasterium für die Kommunikation ein ehrgeiziges Projekt zur Digitalisierung seines historischen Fotoarchivs vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, einen außergewöhnlichen Bestand von mehr als 4,7 Millionen Fotografien zu sichern, wissenschaftlich aufzuarbeiten und der Weltöffentlichkeit zugänglich zu machen: Bilder eines Papstes, der Geschichte schrieb.
Das Projekt wurde am 8. Juli in der Sala Marconi des Dikasteriums vorgestellt und ist Teil eines umfassenden Digitalisierungsprogramms, das die Technologische Direktion bereits 2023 begonnen hat."
Quelle: L.d.Cesaris, S. Kritzenberger, vaticannews
Donnerstag, 9. Juli 2026
Reisepläne
Papst Leos apostolische Reise nach Frankreich ist für den 25. bis zum 28. September geplant. EWTN veröffentlicht den bisher bekannt gewordenen Reiseablauf des Hl. Vaters.
25. September Paris: Feierliche Vesper in Notre-Dame mit Klerus, Ordensleuten und Seminaristen, gefolgt von einer Gebetswache der Jugend im Stade de France.
26. September Paris: Feierliche Messe auf dem Place de la Concorde und den Champs-Élysées.
Über die Diplomaten des Papstes
Rudolf Gehrig erklärt bei EWTN Bedeutung und Geschichte der päpstlichen Diplomatie.
Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"PAPST LEOS DIPLOMATEN: DAS ÄLTESTE DIPLOMATISCHE NETZWERK DER WELT"
beginnt der Beitrag so - ZITAT
– Der Heilige Stuhl mag zwar der kleinste souveräne Staat der Welt sein, aber er unterhält eines der ältesten und umfangreichsten diplomatischen Netzwerke der Welt.
Mit diplomatischen Beziehungen zu mehr als 180 souveränen Staaten, der Europäischen Union und 184 apostolischen Nuntiaturen weltweit arbeitet der Heilige Stuhl daran, die Beziehungen zwischen Kirche und Nationen zu stärken und gleichzeitig Frieden und Dialog zu fördern." (...)
Dienstag, 7. Juli 2026
Ernennung
Wie vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV den Freiburger Weihbischof Christian Würtz zum neuen Bischof von Eichstätt ernannt. Hier geht´s zum Original: klicken
"EICHSTÄTT: PAPST ERNENNT CHRISTIAN WÜRTZ ZUM NEUEN BISCHOF"
"Papst Leo XIV. hat Christian Würtz (55), bisher Weihbischof im Erzbistum Freiburg, zum neuen Bischof im bayerischen Bistum Eichstätt ernannt. Das gaben der Vatikan und die beiden Bistümer diesen Dienstag (7.7.2026) zeitgleich zu Mittag bekannt. Zu Pfingsten 2025 war Bischof Gregor Maria Hanke nach 19 Jahren im Amt vorzeitig zurückgetreten. Das Bistum wurde seitdem übergangsweise von Dompropst Alfred Rottler als Diözesanadministrator geleitet.
Bekanntgabe des neuen Bischofs am Hochfest des Bistumsgründers
Die Ernennung des neuen Bischofs wurde am Hochfest des Bistumsgründers, des heiligen Willibald feierlich im Dom zu Eichstätt verkündet. Christian Würtz ist damit der 83. Bischof von Eichstätt. Der Zeitpunkt der Einführung steht noch nicht fest." (...)
Quelle: vaticannews
Fundstück
Alexander Folz berichtet für die KNA, wie Erzbischof Gänswein in einem Interview die Entwicklung des Synodalen Weges in Deutschland und das Schisma der FSSPX nach den illegitimen Bischofsweihen beurteilt hat. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"ERZBISCHOF GÄNSWEIN: URSPRÜGLICHES ANLIEGEN DES SYNODALEN WEGS "KAM ABHANDEN"
beginnt der Beitrag so: ZITAT
"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, was ich vom Synodalen Weg halte“, sagte Gänswein. „Ausgangspunkt war die Frage, welche Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal zu ziehen sind. Aus dieser Absicht ist etwas anderes entstanden. Das ursprüngliche und eigentliche Anliegen kam abhanden.“
Zur Begründung verwies der Erzbischof auf einen Brief von Papst Franziskus, der „den deutschen Katholiken damals einen bemerkenswerten Brief geschrieben“ habe, der „klare Aussagen machte über Ziel und Inhalt einer Erneuerung des kirchlichen Lebens“, sagte Gänswein. „Die Bischöfe haben diese Schreiben öffentlich gelobt – nur haben sie es leider nicht ernst genommen. Franziskus hat vorgeschlagen, den Schwerpunkt auf die Evangelisierung zu legen. Stattdessen drehte sich die Debatte immer stärker um Strukturen, Gremien und Machtfragen. Es folgten zahlreiche Gespräche mit Rom. Fragt man heute, was am Ende tatsächlich erreicht wurde, fällt die Bilanz bedrückend aus.“ (...)
Quelle: A. Folz, KNA
Von Alexander Folz
Redaktion - Montag, 6. Juli 2026, 15:30 Uhr.
Erzbischof Georg Gänswein hat den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland erneut scharf kritisiert. Das ursprüngliche Anliegen des Reformprozesses sei im Lauf der Zeit verlorengegangen, sagte der Apostolische Nuntius im Baltikum in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
„Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, was ich vom Synodalen Weg halte“, sagte Gänswein. „Ausgangspunkt war die Frage, welche Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal zu ziehen sind. Aus dieser Absicht ist etwas anderes entstanden. Das ursprüngliche und eigentliche Anliegen kam abhanden.“
Zur Begründung verwies der Erzbischof auf einen Brief von Papst Franziskus, der „den deutschen Katholiken damals einen bemerkenswerten Brief geschrieben“ habe, der „klare Aussagen machte über Ziel und Inhalt einer Erneuerung des kirchlichen Lebens“, sagte Gänswein. „Die Bischöfe haben diese Schreiben öffentlich gelobt – nur haben sie es leider nicht ernst genommen. Franziskus hat vorgeschlagen, den Schwerpunkt auf die Evangelisierung zu legen. Stattdessen drehte sich die Debatte immer stärker um Strukturen, Gremien und Machtfragen. Es folgten zahlreiche Gespräche mit Rom. Fragt man heute, was am Ende tatsächlich erreicht wurde, fällt die Bilanz bedrückend aus.“
Gänswein zog ein nüchternes Fazit: „Es wurden viele Kräfte vergeblich gebunden. Wenn ich heute mit gläubigen Katholiken spreche, höre ich oft: Das interessiert mich nicht. Die Menschen wollen den Glauben leben, sie suchen nach Orientierung und nach Gott. Genau darum müsste es gehen.“
Der Vatikan hat unter Papst Franziskus und inzwischen unter Papst Leo XIV. trotz aller Kritik nie förmlich gefordert, den Synodalen Weg zu beenden. Zu den Forderungen des Synodalen Wegs gehören beispielsweise eine positive Bewertung homosexueller Akte durch die Kirche – im Kontrast zur biblisch und naturrechtlich begründeten lehrmäßigen Position –, die Prüfung der Möglichkeit weiblicher Diakone und sogar Priester sowie die reguläre Taufspendung und Predigt durch Laien. Zu letzterem Punkt kam vor wenigen Wochen ein Nein aus dem Vatikan.
Erhalten Sie Top-Nachrichten von CNA Deutsch direkt via WhatsApp und Telegram.
Schluss mit der Suche nach katholischen Nachrichten – Hier kommen sie zu Ihnen.
Im selben Gespräch äußerte sich Gänswein auch zur Zukunft der Piusbruderschaft. Anlass waren die am vergangenen Mittwoch in Écône in der Schweiz vollzogenen Bischofsweihen: Hauptkonsekrator Alfonso de Galarreta weihte dort ohne päpstliches Mandat die Priester Pascal Schreiber, Michael Goldade, Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier zu Bischöfen.
Das vatikanische Dikasterium für die Glaubenslehre unter Kardinal Víctor Manuel Fernández stellte daraufhin per Dekret die Exkommunikation von sechs Bischöfen der Bruderschaft fest. Betroffen sind neben den vier Neugeweihten auch de Galarreta als Hauptkonsekrator und Bernard Fellay als Ko-Konsekrator. In einer begleitenden „erklärenden Note“ hielt das Dikasterium zudem fest, dass künftig alle Geistlichen der Piusbruderschaft als Schismatiker betrachtet würden und automatisch exkommuniziert seien, nicht nur die Bischöfe.
Zur Vorgeschichte sagte Gänswein: „Kurz vor der Weihe hatte Papst Leo in einem sehr persönlichen Schreiben an den Oberen der Piusbruderschaft gebeten, diesen Schritt nicht zu tun. Er wollte ihnen eine Brücke bauen. Dieser Versuch blieb leider fruchtlos. Wer ohne das päpstliche Mandat Bischöfe weiht, zieht sich automatisch die Exkommunikation zu. Die kirchenrechtlichen Folgen sind bekannt. Die Weihen sind zwar gültig, da aber die Betroffenen sich gegen die Einheit der Kirche versündigt und dem Nachfolger Petri, dem Garanten der kirchlichen Einheit, den Gehorsam verweigert haben, stehen sie außerhalb der vollen Gemeinschaft mit der Kirche.“
Mehr in Deutschland - Österreich - Schweiz
Gänswein zog eine Parallele zum Jahr 2009, als Papst Benedikt XVI. vier Bischöfe der Piusbruderschaft – zwei davon sind inzwischen verstorben – von der Exkommunikation befreite, die 1988 ohne päpstliches Mandat geweiht worden waren. „Die vier von Erzbischof Lefebvre 1988 geweihten Bischöfe hatten Reue und Umkehr gezeigt und um Aufhebung der Exkommunikation gebeten“, sagte er. „Viele wissen nicht, was eine Exkommunikation bedeutet. Sie ist keine Strafe um der Strafe willen, sondern eine Beugestrafe. Sie soll den Menschen zur Einsicht und Umkehr führen. Wenn jemand erkennt, dass er einen schweren Fehler begangen hat, und glaubwürdig umkehrt, hat er ein Recht darauf, dass die Exkommunikation aufgehoben wird. Dass einer der vier Bischöfe, Bischof Williamson, ein Holocaust-Leugner war, wusste Papst Benedikt nicht. Das Unwetter, das über ihm ausbrach, ist bekannt.“
Auf die Frage, ob dies auch für die jetzt geweihten Piusbrüder gelte, antwortete Gänswein: „Ja. Reue darf aber nicht nur ein innerer Akt bleiben. Wo der Bruch öffentlich erfolgt ist, muss auch die Umkehr sichtbar werden. Tätige Reue und Umkehr sind nötig. Aber davon ist im vorliegenden Fall keine Rede.“
- Tags:
- Katholische Nachrichten,
Montag, 6. Juli 2026
Ut unum sint und das Schisma der FSSPX
In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican kommentiert A. Gagliarducci den Einfluss, den die illegitime Bischofsweihe der FSSPX auf das Pontifikat von Papsr Leo XIV hat, dessen Leitprinzip die Einheit der Kirche ist. Hier geht´s zum Original: klicken
"LEO XIV: DIE HERAUSFORDERUNGEN DER EINHEIT"In illo tempore
Fr. J. Hunwicke setzt bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie des Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken
"IN ILLO TEMPORE - ZUM 6. SONNTAG NACH PFINGSTEN"
"Während ich dies schreibe, ist genau der Tag – der 2. Juli 2026 –, an dem der Heilige Stuhl nach den vorhergehenden Bischofsweihen durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) ebendiese FSSPX für schismatisch erklärt, ihre Bischöfe exkommuniziert, ihre Eheschließungen und Beichten für ungültig erklärt und Kleriker und Laien davor gewarnt hat, dass die formelle Zugehörigkeit zur FSSPX die Exkommunikation nach sich zieht. Wie traurig.
Unterdessen lesen wir von US-amerikanischen Bischöfen, die Menschen unterdrücken, die sich die traditionellen liturgischen Riten wünschen, indem sie deren Feier verbieten. Es geht in Wahrheit um die Menschen , nicht nur um die Riten. Tertullians berühmter Vers drängt sich uns auf: „ Plures efficimur, quotiens metimur a vobis: semen est sanguis Christianorum … Wir werden zahlreicher, wenn ihr uns niedermäht: Das Blut der Christen ist Same“ ( Apologeticum 50.13). Diese guten Menschen erleiden kein blutiges Martyrium. Ihr Leiden ist eine Art weißes Martyrium, das umso schmerzlicher ist, da es von denen kommt, deren Amt eigentlich väterlich sein sollte. Wenn dich ein Fremder verletzt, schmerzt es. Wenn dich jemand verletzt, dem du anvertraut wurdest, schmerzt es umso mehr.
Doch wenn wir die Schwelle einer Kirche zur Sonntagsmesse überschreiten, betreten wir durch die Porta Caeli , das Haus Gottes , das Tor des Himmels. Wir bringen unsere Sorgen, unseren Zorn, unsere Verletzungen, unsere Feinde und sogar jene, die uns verraten. Wir legen sie auf den Altar, wo Gott das auferweckt und verwandelt, was wir nicht können. Der sechste Sonntag nach Pfingsten im Missale Romanum von 1962 schenkt uns genau das Geheimnis, das wir für einen solchen Augenblick brauchen: Römer 6 und Markus 8, den Tauftod und die Speisung in der Wüste, die Grablegung mit Christus und die Vermehrung des Brotes im heidnischen Gebiet.
Die Kollekte liefert bereits den Schlüssel.
O Gott der Heerscharen, dem alles Beste gehört:
Pflanzr in unsere Herzen die Liebe zu deinem Namen
und schenke uns ein stärkeres religiöses Wirken,
damit du das Gute nährst
und durch Eifer für die Pflicht das Genährte bewahrst.
Sonntag, 5. Juli 2026
Castel Gandolfo
Papst Leo XIV ist heute Nachmittag in Castel Gandolfo eingetroffen und hat die Bewohner begrüßt, die sich vor dem Apostolischen Palast versammelt hatten, um ihn willkommen zu heißen-
Angelus
auf dem Petersplatz. Mario Galgano und Stefanie Stahlhofen berichten bei vaticannews
Das Kirchenoberhaupt erinnerte an die erlösende Kraft Christi in gesellschaftlichen und persönlichen Krisen.
„In der Knechtschaft ist Christus Befreiung. Unter der Geißel des Krieges ist Christus Hoffnung. In der Stunde der Sünde ist Christus Vergebung. Das ist die wahre Weisheit, d. h. der Weg, den wir als in seinem Namen vereinte Jünger gemeinsam gehen wollen. "
Der Papst betonte, dass die Lehre Jesu sich an diejenigen richte, die mühselig und beladen seien. Der Weg zu Jesus bedeute, auf dessen Liebe zu antworten und das Leben bis zum Kreuz zu teilen:
„Sein Joch hilft uns, nach jedem Sturz wieder aufzustehen“
„Sein Joch hilft uns, nach jedem Sturz wieder aufzustehen. In der Nachfolge Christi ist unser Weg also keine abtötende asketische Übung: Er ist eine Schule der Freiheit, die das Drama der Geschichte ernst nimmt und stets ihren Sinn erhellt, vor allem in den dunkelsten Momenten. Denn nur am Kreuz Jesu wird das Böse erlöst: Nur in seinem Leiden findet unsere Todesmüdigkeit Trost und Erlösung."
Die Last des Kreuzes erweist sich laut dem Papst somit als tragbar, weil der Herr sie als Erster und gemeinsam mit den Menschen trage. Zum Ende seiner Ansprache rief der Papst dazu auf, gemeinsam als Jünger diesen Weg zu gehen, und bat um die Fürsprache Mariens für das Wohl der Kirche und der Welt."
Quelle: M.Galgano, S. Stahlhofen, vaticannews
