Freitag, 9. Oktober 2026

Nachtrag zum Sieg der Hl. Liga bei der Schlacht von Lepanto

"Nachbau der "Real" - dem Flaggschiff von Don Juan de Austria bei der Seeschlacht von Lepanto 1571 in Originalgröße- zu besichtigen im Museu Maritim de Barcelona. Auf einer solchen Kriegsgaleere dienten 650 - 700 Mann Besatzung (230- 290 Ruderer und 400 Soldaten). 

Der neue Dekan des Kardinalskollegiums: Kardinal A.L. Tagle

Silvia Kritzenberger  berichtet bei vaticannews, daß die Kardinäle im Bischofsrang Kurienkardinal Luis A. Tagle zum neuen Dekan des Kardinalskollegiums gewählt haben.                                            Hier geht´s um Original: klicken

"TAGLE IST DER NEUE DEKAN DES KARDINALS-KOLLEGIUMS"

Das Kardinalskollegium hat einen neuen Dekan an der Spitze: Es ist der philippinische Kurienkardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für Evangelisierung.

Der 69-jährige Tagle rückt im neuen Amt an die Stelle des 92-jährigen italienischen Kardinals Giovanni Battista Re. Der emeritierte Kurienkardinal Re behält allerdings seine Titelkirche Sabina-Poggio Mirteto. Re hatte das Kardinalskollegium seit dem Jahr 2020 geleitet.

                                     Der Papst hat die Wahl  bestätigt

Die Kardinäle, die den Rang eines Kardinalbischofs haben, haben Tagle zum Dekan des Kollegiums gewählt. An diesem Freitag wurde im Vatikan jetzt bekannt, dass Papst Leo XIV. diese Wahl bestätigt hat. Tagle ist der erste Kardinal von den Philippinen im Amt des Kardinaldekans. 

Das Kardinalskollegium gehört zu den wichtigsten Organismen in der Leitung der katholischen Kirche. Ihm fällt vor allem nach dem Tod eines Papstes und bei der Organisation des Konklave eine entscheidende Rolle zu. Der Dekan ist der primus inter pares (Erster unter Gleichen) im Kardinalskollegium. Er wird jeweils für fünf Jahre gewählt; der Papst muss die Wahl approbieren.


                                                          Seit 2019 im Vatikan


Tagle, der auch chinesische Vorfahren hat, ist ein früherer Erzbischof der Millionen-Metropole Manila. Er arbeitet seit 2019 im Vatikan, zunächst als Präfekt der damaligen Missionskongregation.


Quelle: S. Kritzenberger, vaticannews

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Papst Leo: Eröffnung des Akademischen Jahres

vaticannews berichtet von der heutigen Eröffnung des Akademischen Jahres durch Papst Leo XIV und veröffentlicht den Wortlaut seiner Predigt bei der Messe für die päpstlichen Universitäten,
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"PAPST LEO: DAS STUDIUM ALS DIENST AM GLAUBEN UND AN DER WAHRHEIT SEHEN"

              

Das neue akademische Jahr soll mehr sein als ein Neubeginn des Studiums: Es ist ein Ruf, gemeinsam nach der Wahrheit zu suchen, den Glauben mit dem Verstand zu vertiefen und das Wissen in den Dienst der Menschen zu stellen. Daran erinnerte Papst Leo bei der Messfeier zur Eröffnung des akademischen Jahres der Päpstlichen Universitäten in Rom

Messe für Päpstliche Universitäten: Die Predigt im Wortlaut

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist in Rom das neue akademische Jahr an den Päpstlichen Universitäten eröffnet worden. Im Petersdom versammelte die Feier die akademische Gemeinschaft der kirchlichen Hochschuleinrichtungen Roms gemeinsam mit dem Papst. An den zahlreichen päpstlichen Universitäten, Hochschulen und Instituten der Ewigen Stadt studieren und forschen Priester, Seminaristen, Ordensleute und Laien aus aller Welt. Insgesamt sind dort rund 11.750 Studenten eingeschrieben.

Dienst am Glauben und an der Wahrheit

In seiner Predigt hat Papst Leo daran erinnert, dass der Beginn eines neuen akademischen Jahres weit mehr bedeute als die Wiederaufnahme von Vorlesungen und Forschung. Das Studium solle zu einem Dienst an Glauben und Wahrheit werden – getragen vom Heiligen Geist und einer gemeinsamen Sendung.

„Liebe Freunde, betrachtet das Studium als einen Dienst am Glauben und an der Wahrheit: zu eurem eigenen Wohl und zu dem vieler Brüder und Schwestern, für die der Herr sein Leben hingegeben hat,“ wandte sich der Papst an seine Zuhörer im voll besetzten Petersdom. „Denn obwohl die Begegnung mit ihm Freude und Begeisterung weckt, geht es dabei niemals darum, „bezirzt“ oder „verblendet“ zu werden Der Verstand, das Sich-Fragen und Fragenstellen im Lichte des Wortes Gottes und der Tradition der Kirche sind ein wesentlicher Bestandteil des Glaubensweges in der Nachfolge Jesu Christi.“

Zum Herzen zurückkehren

Zugleich gelte es auch, sich an die Ursprünge zu erinnern: an jene Erfahrungen, die den Glauben lebendig gemacht haben, so der Papst weiter.

„Alles, was gut ist, beginnt "im Zeichen des Heiligen Geistes" und verfügt daher über eine Weite, eine Dynamik und ein Gefühl der Gemeinschaft, die sich, einmal erlebt, tief ins Herz einprägen,“ bekräftigte der Pontifex mit Blick auf den Brief des Apostels Paulus an die Galater: „Routine, Ehrsucht, Rivalitäten und andere negative Faktoren können mit der Zeit Aufmerksamkeit und Energie ablenken und dazu führen, dass wir erschöpft und kraftlos, streitsüchtig und traurig werden. Es gilt daher, zum Herzen zurückzukehren. Dort hat alles begonnen, dort befindet sich der Anfang, der uns begleitet. Meine Lieben, hütet euer Herz! Ob ihr nun Studenten, Forscher oder Dozenten seid: Hütet euer Herz, auf dass jede Lebensphase, jede Aufgabe "im Zeichen des Heiligen Geistes" gelebt wird.“

Das Leben ins Studium einbringen, und das Studium ins Leben

Das Kirchenoberhaupt erinnerte in seiner Predigt auch daran, dass die Universität ein Ort der Freundschaft ist, ein „kostbares Geschenk, das umso wertvoller ist, wenn es im gemeinsamen Streben nach der Wahrheit in Christus erlebt wird. Bleibt fest im Volk Gottes verwurzelt, schätzt dessen sensus fidei und lasst euch auf seine Fragen ein. Und vergesst die Armen nicht, die manchmal jener aufdringliche Freund sind, der nachts an die Tür klopft. Bringt das Leben ins Studium ein und das Studium ins Leben,“ so der Rat des Papstes, der selbst an einer päpstlichen Universität studiert hat und 1987 mit einer kirchenrechtlichen Dissertation zum Thema „Die Rolle des örtlichen Priors im Orden des heiligen Augustinus“ von der Päpstlichen Universität "Heiliger Thomas von Aquin" zum Dr. iur. can. promoviert wurde.

Das Bischofstreffen in Rom -und 10 Jahre "Amoris Laetitia"

Vaticannews berichtet  über das aktuelle Bischofstreffen in Rom. Hier geht´s zum Original: klicken

"AMORIS LAETITIA" DIE BISCHÖFE NEHMEN DIE FAMILIENWIRKLICHKEIT IN DEN BLICK"

Beim internationalen Bischofstreffen zur Ehe- und Familienpastoral im Vatikan geht es an diesem Donnerstag um die Lebenswirklichkeit von Familien und die Frage, wie die Kirche darauf pastoral reagieren kann. Kardinal Mario Grech und Kardinal Kevin Farrell betonten zum Auftakt des Arbeitstages die Bedeutung des Zuhörens. Zehn Jahre nach „Amoris laetitia“ soll auch Bilanz gezogen werden.

Nach der Eröffnung des internationalen Bischofstreffens durch Papst Leo XIV. am Mittwoch geht es an diesem Donnerstag um die konkrete Situation von Familien in unterschiedlichen Teilen der Welt. Im Mittelpunkt steht die Frage, was sich in den vergangenen zehn Jahren verändert hat und was das für die kirchliche Ehe- und Familienpastoral bedeutet.

Kardinal Mario Grech, Generalsekretär des Synodensekretariats, rief die Teilnehmer dazu auf, verschiedene „Echos“ wahrzunehmen. Dazu gehöre zunächst die Botschaft des Evangeliums, an der sich die kirchliche Pastoral orientiere. Ebenso müsse die Kirche auf das Lehramt hören, insbesondere auf das vor zehn Jahren veröffentlichte Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“.

Dabei gehe es auch darum, welche Erfahrungen die Ortskirchen mit dem Schreiben gemacht hätten, sagte Grech. Dessen Rezeption habe unterschiedliche Wege genommen und sei auch von Spannungen und verschiedenen Interpretationen geprägt gewesen. Das Treffen biete Gelegenheit, gemeinsam darauf zu schauen, „was wir gelernt haben“, als die Impulse von „Amoris laetitia“ in die pastorale Praxis übersetzt wurden. 

                      Aufmerksamkeit für die Familien 

Besondere Aufmerksamkeit widmete Grech jedoch den Familien selbst. Ihre Stimmen dürften nicht nur über Statistiken oder abstrakte Konzepte wahrgenommen werden. Familien seien selbst Träger der Sendung der Kirche und könnten der Kirche helfen zu verstehen, wie das Evangelium im Alltag Gestalt annehme.  - 

Dabei müssten auch die Belastungen in den Blick genommen werden, unter denen Familien heute stehen. Grech nannte wirtschaftliche Unsicherheit, kulturellen und ideologischen Druck, gesellschaftliche Fragmentierung und politische Instabilität. Hinzu kämen die Folgen von Kriegen und bewaffneten Konflikten: Familien würden auseinandergerissen, Angehörige getrennt und Menschen zur Flucht gezwungen. 

Trotz dieser Belastungen gebe es bei vielen Menschen weiterhin die Sehnsucht, zu lieben und geliebt zu werden, dazuzugehören und stabile Beziehungen und eine Zukunft aufzubauen. Auch darin müsse die Kirche einen Ausgangspunkt für ihre Pastoral sehen, so Grech. 

                                            Was hat sich in zehn Jahren verändert?

Kardinal Kevin Farrell, Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, stellte die erste Arbeitseinheit des Treffens unter das Thema „Familien heute: Realität, Schönheit und Herausforderungen“. Es gehe darum, den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontext zu betrachten, in dem Familienpastoral heute stattfinde. 

Dabei sollten die Teilnehmer auch konkret benennen, „was sich in den vergangenen zehn Jahren am stärksten verändert hat“ und was die Kirche deshalb dazu bringe, ihre bisherige Praxis neu zu überdenken. Die unterschiedlichen Erfahrungen der Weltregionen sollten ebenso berücksichtigt werden wie gemeinsame Herausforderungen. ---Farrell verwies dabei auf die Frage, wo Familien heute Unterstützung und Hoffnung finden können, um Ehe und Familienleben aus dem Glauben heraus zu gestalten. Zugleich solle ehrlich geprüft werden, welche Möglichkeiten und Ressourcen die Ortskirchen besitzen, um Familien im Alltag zu erreichen und zu begleiten 

                                                        Papst Leo XIV. gab Weg vor 

Damit setzt das Treffen die Linie fort, die Leo XIV. bei seiner Eröffnung am Mittwoch vorgegeben hatte. Der Papst hatte „Amoris laetitia“ als wichtige Etappe des synodalen Weges der Kirche gewürdigt und dazu aufgerufen, das Schreiben mit den Erfahrungen der Ortskirchen aus den vergangenen zehn Jahren ins Gespräch zu bringen. Im Mittelpunkt seiner Fragen stand dabei die gelebte Erfahrung der Familien und die Frage, ob die kirchliche Pastoral ihre Lebenswirklichkeit ausreichend erreicht.---Leo XIV. hatte zugleich betont, dass die Kirche angesichts veränderter Lebenswirklichkeiten neue Wege finden müsse, das Evangelium zu verkünden, die Sakramente zu spenden und Familien zu begleiten. Das Bischofstreffen soll diese Fragen nun anhand konkreter Erfahrungen aus den verschiedenen Ortskirchen vertiefen.2

Quelle: R. Cascioli, vaticannews

Fundstück

Guido Horst kommentiert das Bischofstreffen, das zur Zeit in Rom stattfindet, für die Tagespost.    Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel;

                  "DIE LEKTION DER DOMINIKANER"

beginnt der Kommentar so  - ZITAT

"Statt mit Erfahrungsberichten begann das Bischofstreffen in Rom dann doch mit theoretischen Erörterungen zu dem nachsynodalen Schreiben zu Ehe und Familie von Papst Franziskus.

"Mit einem einleitenden Referat von Papst Leo und einer Meditation der englischen Ordensfrau Helen Alford O.P. hat gestern Nachmittag in der Audienzhalle des Vatikans das Bischofstreffen zur Familienpastoral zehn Jahre nach „Amoris laetitia“ begonnen." (...)

Bei der Organisation des Treffens federführend sind das Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben sowie das römische Generalsekretariat der Bischofssynode. Wieder sitzt man wie bei den beiden vergangenen außerordentlichen Konsistorien mit Leo XIV. an den runden Tischen in der Audienzhalle. Enden soll das Treffen, zu dem die Vorsitzenden der nationalen Bischofskonferenzen und die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen nach Rom gereist sind, am kommenden Mittwoch mit einer Bestandsaufnahme: Wie ist es mit der kirchlichen Familienpastoral in den unterschiedlichsten Regionen bestellt? Der Bericht geht dann an Papst Leo, ein abschließendes Dokument wie bei einer Synode ist nicht geplant. (...)

Quelle: G. Horst, Die Tagespost

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Telemann am Abend des Gedenktages der Seeschlacht von Lepanto

"Angriff auf die Windmühlen"  aus der Don Quixotte-Suite. Autor Cervantes war Ruderer in einer der Galeeren der Hl. Liga, die gegen die Osmanische Armada kämpften.

             

"De Maria numquam satis"

So lautet der Titel der Internationalen Konferenz im Patristischen Institut Augustinianum, die heute in Rom eröffnet wurde. Roberto de Mattei berichtet bei Corrispondenza Romana.                                  Hier geht´s zum Original:  klicken

"IN ROM WURDE DIE KONFERENZ MARIA NUMQUAM SATIS ERÖFFNET"

Am Morgen des Mittwochs, dem 7. September, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, wurde in Rom in der Aula Magna des Patristischen Instituts Augustinianum die internationale Konferenz „De Maria numquam satis. Die selige Jungfrau Maria in Dogma und Anbetung. Theologische und historische Beiträge “ eröffnet, an der zahlreiche Menschen aus aller Welt teilnahmen.

Dr. Virginia Coda Nunziante richtete in ihrer Funktion als Präsidentin der Famiglia Domani Association, der Vorsitzenden der Vereinigungen, die die Konferenz förderten und organisierten – Voice of the Family aus dem Vereinigten Königreich, die Compagnie de l'Odet aus Frankreich, der deutsche Verein Sapientia et Cultura EV und Family Life International New Zealand mit Sitz in Neuseeland – , einige Grußworte an die Teilnehmer .

„ Wir hoffen “, sagte Dr. Coda Nunziante, „ dass diese Konferenz zu einem erneuten Interesse an der Mariologie beiträgt und vor allem die Entstehung einer authentischen marianischen Bewegung fördert, die Priester, Ordensleute und Laien gleichermaßen einbezieht. Die Formel De Maria numquam satis – „Über Maria kann man nie genug sagen“ – drückt eine tief in der Tradition der Kirche verwurzelte Überzeugung aus. Der Reichtum des Geheimnisses der Jungfrau Maria ist unerschöpflich, da er eng mit dem Geheimnis Christi und seinem Erlösungswerk verbunden ist. Die Erkenntnis der Gottesmutter führt zu einer tieferen Erkenntnis ihres Sohnes, so wie Liebe und Verehrung für sie uns Jesus Christus immer näher bringen. Dies ist die Hoffnung, die unsere Initiative inspiriert: zu einem erneuerten Verständnis der marianischen Lehre beizutragen und zugleich die kindliche Verehrung der Mutter Gottes und unserer Mutter zu vertiefen .“ 

Nach der Verlesung der Grußworte der Kardinäle Julián Herranz, Präsident Emeritus der Disziplinarkommission der Römischen Kurie; Victor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre; Claudio Gugerotti, Präfekt des Dikasteriums für die Orientalischen Kirchen; Angel Fernández Artime, Präfekt des Dikasteriums für Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens; und George Koovakad, Präfekt des Dikasteriums für den interreligiösen Dialog, übergab Dr. Coda Nunziante das Wort an John Smeaton, Präsident von Voice of the Family , der die Veranstaltung am Vormittag moderierte. 

Dr. Smeaton betonte die schicksalhafte Bedeutung des Eröffnungstermins der Konferenz. „ Heute “, sagte er, „ ist das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und der 455. Jahrestag der Seeschlacht von Lepanto. Am 7. Oktober 1571, als die christliche Flotte den osmanischen Streitkräften in griechischen Gewässern gegenüberstand, rief Papst Pius V. die Christenheit zum Rosenkranzgebet auf. Der darauffolgende Sieg, der allen menschlichen Erwartungen widersprach, wurde vom Papst vor allem der Fürsprache der Jungfrau Maria zugeschrieben. Das Fest, das wir heute feiern, bewahrt die Erinnerung an diese Befreiung. Lepanto lehrt uns, dass das Gebet keine Flucht vor der Geschichte ist, sondern eine Kraft, die in die Geschichte eingreifen und ihren Lauf verändern kann. Der Rosenkranz stärkte jene, die zur Verteidigung der christlichen Zivilisation kämpften, vereinte die Gläubigen in ganz Europa und stellte einen scheinbar aussichtslosen Kampf unter den Schutz der Mutter Gottes. Seine Lehre ist aktueller denn je: Wenn menschliche Kraft nicht ausreicht und die Zukunft in Dunkelheit gehüllt scheint, müssen sich Christen mit neuem Vertrauen der Himmelskönigin zuwenden. In den dramatischen Zeiten, in denen wir leben, ist Maria weiterhin der Stern, der uns den Weg weist, und die Mutter, die …“ Sie steht uns in jeder Prüfung bei. In den dunkelsten Stunden der Geschichte haben Christen sie als Stella Maris, Stern des Meeres, und als Hilfe der Christen  angerufen .

Anschließend ergriff Kardinal Raymond Leo Burke das Wort für seine Antrittsrede , während Kardinal Gerhard Ludwig Müller die Schlussrede halten wird.

Am Abend des 6. Oktober eröffnete Monsignore Anthony Colin Fisher, Erzbischof von Sydney, die Konferenz, indem er der feierlichen Vesper zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz vorstand, die in der Basilika Santa Maria del Rosario in der Via Cernaia gefeiert wurde." 


Quelle: R. d. Mattei, Corrispondenza Romana

Heute vor 455 Jahren

am 7. Oktober 1571 besiegte eine christliche Flotte die Schiffe des Osmanischen Reiches in der Seeschlacht von Lepanto und beendete damit vorerst die ungehinderten Eroberungs- und Beutezüge, der Osmanen im Mittelmeerraum. Papst Pius V, der diese Schlacht mit seinem Gebet begleitete und die Christgläubigen aufgefordert hatte, für den Sieg die Hl. Jungfrau anzurufen und unermüdlich den Rosenkranz zu beten, hatte viele christliche Länder zur Hl. Liga vereint. 

Die Hl Liga unter der Leitung von Don Juan de Austria, bestand aus dem Kirchenstaat- angeführt von Marc Antonio Colonna, den Seerepubliken Venedig, Pisa und Genua unter ihren Dogen, den Königreichen Spanien, Sizilien, Neapel und der Insel Malta unter ihrem Großmeister. Sie stellten insgesamt 213 Schiffe, darunter Venedig allein 105 Galeeren und 6 Galeassen.
Ihnen standen 255 osmanische Schiffe unter dem Kommando von Derya Ali Pascha gegenüber.

Die Schlacht im Golf von Patras begann um die Mittagszeit und endete gegen 17:00 mit dem Sieg der Hl. Liga, durch den u.a. um die 12.000 christliche Rudersklaven befreit wurden. Papst Pius V erklärte den 7. Oktober zunächst zum jährlichen Gedenktag "Unsere Liebe Frau vom Sieg" und später dann zum Rosenkranzfest.  Papst Pius V wurde 1672 selig und 1712 heilig gesprochen. 


Die Katechese

 des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz. Veröffentlicht von vaticannews :  klicken

DIE KATECHESE BEI DER GENERALAUDIENZ IM WORTLAUT

Liebe Brüder und Schwestern, 
guten Tag und herzlich willkommen!

Wir setzen unsere Betrachtung der Konzilskonstitution Gaudium et spes fort und widmen uns heute dem vierten Kapitel des ersten Teils, das der Aufgabe der Kirche in der Welt von heute gewidmet ist.

Zunächst einmal erinnert das Konzil daran, dass die Kirche nicht „über“ oder „neben“ der Welt steht, sondern gleichsam in sie eingepflanzt ist. „Mundus reconciliatus Ecclesia“, hat der heilige Augustinus geschrieben (Sermo 96): Die Kirche ist eine Welt, die bereits mit Gott versöhnt ist; wir sind Pilger auf Erden und teilen mit dieser Welt ihre Zerbrechlichkeit und ihre Schönheit (vgl. GS, 40).

                                       Als Zeichen der Menschwerdung Gottes

So wie der Sohn Gottes Mensch geworden ist, um der Welt das Leben zu schenken und sie mit dem Vater zu versöhnen, so wohnt die Kirche in der Welt als Zeichen der Menschwerdung Gottes, um seinen Plan zu offenbaren, uns alle zu seinen Kindern in einer einzigen großen Menschheitsfamilie zu machen. Daher schreitet die Kirche in der Geschichte inmitten der Völker und Kulturen voran, und „diese lebendige Verbindung mit den Völkern lässt sie immer mehr erkennen, dass ihre Mission historische Tragweite hat und eine Verantwortung dafür beinhaltet, wie soziale Beziehungen gestaltet werden“ (Enzyklika Magnifica humanitas, 19).

Die erste Aufgabe der Kirche besteht darin, den Menschen zu helfen, sich mit den tiefgreifenden Fragen des Lebens auseinanderzusetzen: jenen nach unserem Ursprung und unserem Schicksal ebenso wie denen nach dem Sinn von Liebe und Schmerz (vgl. GS, 41). Die Logik des Profits um jeden Preis und die Manipulation von Informationen bergen die Gefahr, einen unzulässigen Druck auszuüben, der Menschen dazu verleitet, sich einem Lebensstil anzupassen, der vom Konsum materieller Güter bestimmt ist. Doch unser Herz ist dazu geschaffen, den Blick nach oben zu richten.

Die Konzilsväter erinnern daran, dass der Auftrag der Kirche auch darin besteht, zum Aufbau der irdischen Gesellschaft beizutragen. Ihre Methoden und ihr Ziel sind jedoch nicht in erster Linie politischer Natur. Sie bestehen vielmehr im Zeugnis des Glaubens und der Liebe sowie im Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Geschwisterlichkeit. Wer Christus, den Gerechten, der für die Ungerechten gestorben ist, anbetet, kann die Unterdrückung der Kleinen und der Armen ebenso wenig hinnehmen wie die ungerechten Strukturen, die Zustände der Abhängigkeit und Ungerechtigkeit aufrechterhalten. Die Soziallehre der Kirche leitet das Handeln der Christen, die mit allen Menschen guten Willens zusammenarbeiten, um das Gemeinwohl zu fördern. Der Kirche selbst hat daher „keinen dringlicheren Wunsch, als sich selbst im Dienst des Wohles aller frei entfalten zu können unter jeglicher Regierungsform, die die Grundrechte der Person und der Familie und die Erfordernisse des Gemeinwohls anerkennt“ (GS, 42).

                          An der Gnade des Heiligen Geistes mitwirken

Um den Evangelisierungsauftrag wirksam zu erfüllen, muss sich jeder Getaufte verpflichten, mitzuwirken an der Gnade des Heiligen Geistes, damit sein Glaube lebendig ist und in einem konsequenten Lebensstil zum Ausdruck kommt. Denn, wie die Konzilsväter betonen: Die Kluft zwischen dem bekundeten Glauben und dem täglichen Leben gehört „zu den schweren Verirrungen unserer Zeit“ (GS, 43).

Gaudium et spes geht besonders auf die Sendung der gläubigen Laien ein (vgl. ebd.). Kraft ihrer Taufe sind sie dazu berufen, die Welt mit dem Geist des Christentums und der Sicht des Evangeliums zu durchdringen. Die wichtigsten Bereiche dieses Handelns, das mit Recht als priesterlich bezeichnet werden kann, sind zweifellos die Familie und die Arbeitswelt; aber es erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. 

Und schließlich verfolgt die Kirche aufmerksam, was in der Gesellschaft geschieht und sich entwickelt (vgl. GS 44). Es ist Aufgabe des gesamten Gottesvolkes, besonders der Hirten und Theologen, zu erkennen, was in den Kulturen unserer Zeit Beachtung verdient, wobei stets das Wort Gottes und die Tradition der Kirche als oberstes Kriterium der Unterscheidung gelten. Dies erfordert eine ausgeglichene Geisteshaltung, die frei ist von kulturellen Moden und fähig, die Welt positiv zu sehen und zugleich standhaft die Botschaft des Evangeliums in ihrer Ganzheit zu bewahren und zu vermitteln. Denn „das Christentum wird sicherlich nicht dadurch anziehend, dass man Inhalte verwässert und Anforderungen abschwächt“ (Ansprache an die Vollversammlung des Dikasteriums für die Evangelisierung, 28. Mai 2026).  

Meine Lieben, während die Kirche ihren Weg durch die Geschichte geht, „strebt sie nach dem einen Ziel, nach der Ankunft des Reiches Gottes und der Verwirklichung des Heiles der ganzen Menschheit“ (GS, 45). Diesem Ziel nähert sie sich vor allem durch die persönliche Heiligkeit und die geschwisterliche Liebe. Der heilige Paul VI. hat geschrieben: „Ohne diese Zeichen der Heiligkeit gelangt unser Wort nur schwer in die Herzen der Menschen unserer Zeit. Es läuft Gefahr hohl und unfruchtbar zu sein“ (Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 76). Machen wir uns daher fügsam für das Wirken des Heiligen Geistes, damit er uns hilft, in Heiligkeit und Nächstenliebe zu leben, damit die Welt glauben und hoffen kann." 

Quelle: vaticannews

Generalaudienz

    auf dem Petersplatz

               

 

Dienstag, 6. Oktober 2026

Die Predigt. Fortsetzung

ebenfalls bei diakonos/Settimo Cielo veröffentlicht von Sandro Magister. 

                          Papst Benedikt XVI:  Predigt vom 4. Oktober 2015

"Der Mensch als Abbild Gottes. Als Mann und Frau schuf er sie"

Liebe Freunde,

Gerade an dem Tag, an dem die Synode beginnt, legt uns die Liturgie dieses Evangelium vor, in dem der Herr den Willen des Schöpfers für den Menschen verdeutlicht – einen Willen, der auch in der Welt der Erlösung neu Geltung haben muss. Doch ich möchte jetzt nicht über die heute so stark diskutierten Fragen sprechen, sondern vielmehr über das Fundament von all dem, das sowohl in der ersten Lesung als auch im Evangelium aufscheint: nämlich darüber, was der Mensch ist.

Mir gefällt dieses Bild der Schöpfung sehr – so schlicht und doch so tiefgründig –, das uns zu Beginn des zweiten Kapitels der Genesis begegnet: Dort heißt es, Gott habe den Menschen aus dem Staub der Erde geformt und ihm durch den Hauch seines Atems Leben eingehaucht, sodass er zu einem lebendigen Wesen wurde (vgl. Gen 2,7). Dieses Formen eines Leibes aus dem Staub der Erde, der zum Menschen wird, schließt den gesamten Evolutionsprozess mit ein; es lässt uns verstehen, wie Gott den Menschen nach und nach – im Verlauf des Prozesses entstehenden Lebens – formt und gestaltet, wie er sich dem Menschen zuwendet, um ihm dann im rechten Augenblick den Lebensatem in die Nase zu hauchen. Es ist ein wunderbares Bild. Im rechten Augenblick schenkt Gott einen neuen Lebenshauch – nicht bloß das biologische Leben an sich, sondern sein eigenes Leben, in dem er selbst gegenwärtig wird, sodass dieses neue Wesen, dieses lebendige Wesen, den Atem Gottes in sich trägt.

Der Mensch ist also das Wesen, das fähig ist, Gott zu erkennen. Die Menschwerdung, die Entstehung des Geschöpfes Mensch, wird in jenem Augenblick dargestellt, in dem das Wesen fähig ist, Gott zu verstehen und zu erkennen. Gott bietet nicht nur Nützliches an, das zu tun ist, sondern er bietet vor allem den Ursprung, er bietet sich selbst an. So offenbart sich auf wunderbare Weise auch die Sendung des Menschen: Er ist die Synthese der Schöpfung und trägt den gesamten materiellen Weg in sich – vom Dasein der Materie bis hin zum höchsten Punkt des Lebens, an dem Gott dem Menschen schließlich begegnet. Der Mensch trägt diesen Lebenshauch in sich und ist geradezu die Synthese der Schöpfung; es ist zugleich die Sendung des Menschen, die Welt zu Gott, zur Auferstehung hinzuführen, der Materie gleichsam die Realität der Gegenwart des Schöpfers zu verleihen und dem Geist die ganze Wirklichkeit der Schöpfung.

Zweite Überlegung. In dem anderen Schöpfungstext, jenem aus dem ersten Kapitel der Genesis, sagt Gott: „Lasst uns den Menschen machen!“ (Gen 1,26). Dies ist bereits ein besonderes Detail eines scheinbar einfachen Vorgangs. Gott sagt nicht bloß: „Der Mensch sei“, sondern er hält Zwiesprache mit sich selbst; Gott spricht mit sich, er will dieses Geschöpf als ein auf besondere Weise gewolltes, ihm besonders nahestehendes Wesen, und er schuf es – so heißt es – „nach seinem Bild, nach seinem Gleichnis“. Was bedeutet „Bild Gottes, Gleichnis Gottes“? Das ist eine große Frage, die nie endgültig geklärt wurde, weil sie zu reichhaltig und zu tiefgründig ist. Ich möchte hier nur auf zwei Aspekte eingehen.

Der erste Punkt ist, dass das Wesen eines Bildes darin besteht, auf ein Anderes hinzuführen. Das Bild ist kein für sich bestehendes Ding, sondern es repräsentiert bereits eine Person, es wendet sich der Person zu und trägt den Bezug zu dieser Person in sich. Dies ist das erste Wesen des Bildes: Es ist Beziehung, es weist über sich selbst hinaus auf ein Anderes und trägt diese Beziehungshaftigkeit in sich. Für den Menschen ist genau dies wesentlich: Er ruht nicht in sich selbst, ist nicht in sich verschlossen, sondern ist auf dem Weg zum Anderen, steht in Beziehung zum Anderen und muss den Anderen suchen.

Über eine bisher unveröffentlichte Predigt von Papst Benedikt XVI

Sandro Magister berichtet bei diakonos.be / Settimo Cielo über eine bisher unbekannt gebliebene Predigt, die Papst Benedikt XVI 2015 gehalten hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

DIE AUSSERORDENTLICHE PREDIGT, DIE BENEDIKT XVI BEI DER FAMILIENSYNODE HIELT. EINE PREDIGT, DIE ZEHN JAHRE LANG UNBEKANNT BLIEB."

Vom 7. bis 14. Oktober hat Leo XIV. die Oberhäupter der Ostkirchen und die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen aus der ganzen Welt in den Vatikan zu einem Treffen anlässlich des zehnten Jahrestages von „Amoris Laetitia“ einberufen – jenem Apostolischen Schreiben, mit dem sein Vorgänger Franziskus die Familiensynode der Jahre 2014 und 2015 abgeschlossen hatte.

Diese Synode war von heftigen Auseinandersetzungen geprägt. Dies galt vor allem für eine Frage, die die katholische Hierarchie tief spaltete: ob wiederverheirateten Geschiedenen der Empfang der Eucharistie gestattet werden sollte – eine Praxis, die das kirchliche Lehramt bis dahin stets untersagt hatte.

Bereits beim vorbereitenden Kardinalskonsistorium im Februar 2014 hatte Franziskus eine deutliche Tendenz zu einem „Ja“ erkennen lassen. Doch der Widerstand zahlreicher Kardinäle und Bischöfe war so groß, dass er sich bei der Zusammenfassung der Synode in „Amoris Laetitia“ darauf beschränkte, ein nur angedeutetes „Ja“ in zwei Fußnoten (Nr. 336 und Nr. 351) zu formulieren. Darin stellte er für wiederverheiratete Geschiedene „auch die Hilfe der Sakramente“ in Aussicht – insbesondere der Eucharistie, die „kein Preis für die Vollkommenen, sondern ein kraftvolles Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen“ sei.

Das führte dazu, dass der Konflikt zwischen den Befürwortern und Gegnern nicht abebbt. Schließlich entschied sich Franziskus im September 2016, ihn auf seine eigene Weise zu beenden: mit einem Schreiben, in dem er die argentinischen Bischöfe und deren Auslegung von „Amoris Laetitia“ – zugunsten der Kommunionzulassung für wiederverheiratete Geschiedene – lobte. Er bezeichnete diese als die einzig richtige Interpretation, da es „keine anderen“ gebe („no hay otras“). Dieses Schreiben wurde später in den „Acta Apostolicae Sedis“ mit dem Prädikat „authentisches Lehramt“ veröffentlicht.

Über jene Familiensynode und die hitzige Debatte, die sie prägte, liegt eine umfangreiche Dokumentation vor – sowohl offizieller als auch journalistischer Art –, die für jedermann zugänglich ist.

Hinzu kommt jedoch ein Beitrag von großer Tiefe und höchster Autorität, der bislang nie berücksichtigt wurde – teils, weil er ein Jahrzehnt lang unbekannt geblieben war: die Predigt, die Benedikt XVI. – der 2013 als Papst zurückgetreten war, aber weiterhin in Wort und Schrift wirkte – am Eröffnungssonntag der zweiten und letzten Sitzungsperiode der Familiensynode, dem 4. Oktober 2015, hielt.

An jenem Sonntag sah das Römische Messbuch – durch einen glücklichen, aber perfekten Zufall – als Evangeliumstext den Beginn des zehnten Kapitels des Markusevangeliums vor; genau jene Stelle, an der Jesus „von einigen Pharisäern gefragt wurde, ob es einem Ehemann erlaubt sei, seine Frau zu verstoßen“. Und Jesus antwortete ihnen: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

In der Predigt, die er an jenem Tag in seiner vatikanischen Einsiedelei vor kaum mehr als einem Dutzend Menschen hielt – und die erst im Dezember 2025 veröffentlicht werden sollte –, wies Benedikt XVI. zunächst darauf hin, dass „die Liturgie uns dieses Evangelium genau an dem Tag darbietet, an dem die Synode eröffnet wird“. Er fügte jedoch sogleich hinzu, er wolle nicht auf „heute viel diskutierte Fragen“ eingehen, sondern auf deren „Grundlage“: nämlich darauf, „was der Mensch ist“ – von Gott als Mann und Frau geschaffen, als „Wesen in Beziehung“ und gerade deshalb als „Abbild Gottes“. Im letzten Teil derselben Predigt findet sich zudem eine originelle Reflexion über die tiefe Bedeutung des kirchlichen Zölibats.

Es sei angemerkt, dass an jenem Oktobersonntag – dem Eröffnungstag der zweiten Sitzungsperiode der Synode – auch Papst Franziskus seine Predigt hielt. Auch er vermied es, auf die Frage der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene einzugehen; diese fand im Evangeliumstext des Tages ohnehin keine Stütze (es sei denn, man dehnte Gottes Nachsicht gegenüber der „Härte des Herzens“ seines Volkes, aufgrund derer zu Zeiten Moses die Scheidung erlaubt war, auf die Zeit der Kirche aus – eine Auffassung, die etwa der Patrologe und Bibelforscher Innocenzo Gargano vertrat, ein Kamaldulenser-Benediktiner aus dem Kloster San Gregorio al Celio und Professor am Päpstlichen Bibelinstitut).

Tatsache ist jedoch, dass niemand von der Predigt erfuhr, die Benedikt XVI. an jenem Tag in seiner Einsiedelei auf dem Vatikanhügel gehalten hatte, um sie in der synodalen Debatte zu bedenken und aus ihr Nutzen zu ziehen.

Nun wird sie hier von *Settimo Cielo* – am Vorabend des von Papst Franziskus anlässlich des zehnten Jahrestages von „Amoris Laetitia“ einberufenen „Gipfeltreffens“ – im vollen Wortlaut wiedergegeben, mit Genehmigung des Dikasteriums für die Kommunikation und der *Libreria Editrice Vaticana*, die die Urheberrechte innehaben.

Es sei darauf hingewiesen, dass Papst Franziskus an jenem Sonntag im Oktober – dem Eröffnungstag der zweiten Sitzungsperiode der Synode – ebenfalls seine Predigt hielt. Auch er vermied es, auf die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene einzugehen; ein Thema, für das sich im Evangelium jenes Tages faktisch keine Stütze fand (es sei denn, man dehnte Gottes Nachsicht gegenüber der „Härte des Herzens“ seines Volkes, aufgrund derer die Scheidung zu Zeiten Moses gestattet war, auf die Zeit der Kirche aus – eine Argumentation, wie sie etwa der Patrologe und Bibelforscher Innocenzo Gargano vertritt, ein Kamaldulenser-Benediktiner aus dem Kloster San Gregorio al Celio und Professor am Päpstlichen Bibelinstitut).

Daher wird sie hier von *Settimo Cielo* – am Vorabend des von Papst Franziskus anlässlich des zehnten Jahrestags von „Amoris Laetitia“ einberufenen „Gipfeltreffens“ – im vollen Wortlaut wiedergegeben; dies geschieht mit Genehmigung des Dikasteriums für die Kommunikation und der *Libreria Editrice Vaticana*, die die Urheberrechte innehaben.

Die Predigt ist den Seiten 310–315 des Bandes „God is the True Reality. Unpublished Homilies 2005–2017“ (*Gott ist die wahre Wirklichkeit. Unveröffentlichte Predigten 2005–2017*), *Libreria Editrice Vaticana*, 2025, entnommen."

Fortsetzung folgt.....

Quelle: S. Magister, diakonos- Settimo Cielo

Fundstück

Stefan von Kempis berichtet für vaticannews über das Vorwort, das Papst Leo XIV für ein YOUCAT -Buch geschrieben hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"PAPST: "DIE EHE OFFENBART ETWAS VON GOTTES GEHEIMNIS"

beginnt der Bericht so - ZITAT

„Wenn sich Mann und Frau in Liebe ganz und gar gegenseitig hingeben, wird Gott in ihrer Mitte gegenwärtig“, so der Papst. „Ihre Treue, ihre Vergebung, ihr täglicher Kampf für das Gute sind ein Abbild der Liebe Christi zu seiner Kirche. Das mag wie eine romantische Idealisierung erscheinen, drückt aber eine tiefe Wahrheit über die Wirklichkeit aus: ‚In dem einen Christus sind wir eins‘“. Dieses Zitat des hl. Augustinus aus einem Psalmenkommentar ist auch der Wahlspruch des Papstes.

Der Mensch sei „für die Liebe gemacht“, schreibt Leo außerdem. „Gott ist Liebe und hat euch geschaffen, damit ihr ihn und die Menschen um euch herum liebt.“ Unter allen Formen menschlicher Liebe nehme die zwischen Mann und Frau „einen besonderen Platz“ ein. „Wahre Liebe hört jedoch nicht dort auf. Sie ist nicht nur ein flüchtiges Gefühl, das für einen Moment auflodert. Sie ist mehr als das. Sie ist ein tiefes Ja zum anderen Menschen, eine Entscheidung, ein Weg und ein Bündnis für das ganze Leben.“ (...)

Quelle: S.v.Kempis, vaticannews

Der Skandal um die Sexualkunde-Richtlinie der Diözese Hamburg wird auch in Italien wahrgenommen.

Nico Spuntoni erklärt in LaNuovaBussolaQuotidiana seinen italienischen Lesern die Reaktion der Hamburger Diözesanleitung  auf die Proteste der Eltern der Katholischen Hamburger Schulen und die Schreiben des Vatikans bzgl. der Richtlinien für den Sexualkundunterricht.
Hier geht´s zum Original: klicken 

"HAMBURG, DIE GENDERFREUNDLICHE ERZDIÖZESE IGNORIERT ROM UND BELEIDIGT DIE FAMILIEN" 

Zwei Schreiben der Diözesanleitung, die dem Daily Compass vorliegen , diskreditieren Familien, die gegen die umstrittenen Richtlinien für den Sexualkundeunterricht an katholischen Schulen protestieren. In den Schreiben werden diese Familien aufgefordert, die Richtlinien und die Warnungen des Vatikans zu ignorieren.

Die Maske der Erzdiözese Hamburg ist gefallen: sie hat ihren fünfzehn Schulen Richtlinien zur Sexualerziehung auferlegt, die mit der katholischen Moral unvereinbar sind. Dieses Dokument geht – wie bereits dargelegt – seinerseits auf ein anderes Papier zurück, das im Rahmen des deutschen Synodalen Weges entstanden ist. Doch ungeachtet aller schönen Worte über Synodalität als Prozess des Zuhörens und des Dialogs ergeht nun von der Führungsebene der Erzdiözese Hamburg die Anweisung, die Einwände jener Eltern zu ignorieren, die gegen die Gender-Richtlinien protestieren.

Das geht aus einer E-Mail hervor, die Generalvikar Pater Sascha-Philipp Geissler an die Mitarbeiter der Erzdiözese gesandt hat und die *La Nuova Bussola* einsehen konnte. In diesem Schreiben warnt der engste Mitarbeiter von Erzbischof Stefan Heße seine Angestellten vor den Aktivitäten des „Elternnetzwerks für Kinderschutz und Prävention“  , einem Zusammenschluss von etwa hundert Familienangehörigen, die angesichts der Einführung der neuen Leitlinien besorgt sind. Von der auf der deutschen Synodalversammlung propagierten Einbindung von Laien kann hier keine Rede sein: Geissler empfiehlt „ausdrücklich, weder auf die E-Mails der Eltern zu antworten noch in eine Debatte einzusteigen“. Die berechtigte Sorge der Familien hinsichtlich einer möglichen frühzeitigen Sexualisierung von Kindern und der Einführung einer Sexualpädagogik, die dem christlichen Menschenbild widerspricht, wird vom Generalvikar als „Versuch, Verunsicherung und Zwietracht“ in die Schulgemeinschaften zu tragen, abgetan.

Zudem verspottet der Geistliche den Heiligen Stuhl, der den Eltern – wie aus einem von uns enthüllten Schreiben des Dikasteriums für Kultur und Bildung hervorgeht – implizit recht gegeben hat. Dabei verwies das Dikasterium auf die Position, die in dem 2019 vom damaligen Präfekten Giuseppe Versaldi unterzeichneten Dokument mit dem Titel „Als Mann und Frau schuf er sie. Für einen Weg des Dialogs zur Gender-Frage in der Erziehung“ dargelegt ist. Dieser Text verurteilt den Ansatz, der durch die Leitlinien des Erzbistums Hamburg eingeführt wurde. Kardinal Versaldi hatte sich zudem in seinem Buch *Chiesa e identità di genere. Un metodo per il dialogo tra fede e ragione* (Verlag San Paolo Edizioni) erneut zu diesem Thema geäußert und die Haltung des Heiligen Stuhls gegen die Gender-Ideologie bekräftigt; diese „leugnet den Unterschied und die natürliche Gegenseitigkeit von Mann und Frau, entwirft eine Gesellschaft ohne Geschlechterunterschiede und höhlt die anthropologische Grundlage der Familie aus“.

Montag, 5. Oktober 2026

Schneller geht´s nicht

 Vivaldis Vier Jahreszeiten-Sommer . "Presto" virtuos wörtlich genommen.