Donnerstag, 19. Juli 2018

Father Hunwicke spricht

über die Wirkung von einfachen kleinen Volksaltären in alten,stilistisch, einheitlichen Kirchen,
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GARDASEE 

Antwort an einen kürzlichen,,,,,,: Nein, während der diesjährigen sehr phantastischen Gardone -Konferenz habe ich das Vittoriale nicht besucht. Das kommt daher, daß cih vor fünf Jahren vorbeigeschaut und entschieden habe, daß d´Annunzio ein eher garstiger kleiner Mann war, mit oder ohne Zähne, den wieder zu besuchen, ich keinerlei Verlangen verspürte.  Aber in diesem Jahr bin ich hingegangen und habe die exquisite kleine achteckige Kirche angesehen, die Inviolata.
Zum Hochaltar zusätzlich vier Altäre, jeder in  einem anderen Stil aber harmonisch integriert, Stuckaturen von David Reti; sogar die Holzschnitzereien (Türen, Beichtstühle) aus der selben Zeitspanne (1600 bis 1650).

Nur eine schreckliche Stillosigkeit: ein einfacher Holztisch vor dem Hochaltar.

Jajajajaja. Ich weiß, diese Art Monstrosität ist ziemlich weit verbreitet. sie werden mir sagen, daß das, was ich Ihnen beschreibe für Sie kaum etwas Neues ist. Aber viele alte Kirchen protzen nicht aggressiv mit ihrer Homogenität. Tatsächlich kann es eine angenehme Erfahrung sein, um eine Ecke hzu gehen und herauszufinden, daß Sie vom 15. ins 17. Jahrhundert gereist sind. Warum sollte also das Umrunden der nächsten Ecke uns nicht ins 21.Jahrhundert bringen und dafür gelobt werden?

Aber die "Inviolata" ist so intim, so sehr aus einer einhigen Periode. Sogar wenn dieser Holztisch gebaut nach den ästhetischen Vorstellungen seiner eigenen Periode gebaut worden wäre, ein Stück Schönheit, würde er herusstechen wie ein verletzter Daumen.

O.K.: Sir John Ninia Moderator des Kulturerbes, der sein Werk in der Gotik begann, hat die Flügel ausgebreitet und seine Theorie und Praxis der Einheit durch Inklusion entwickelt; so wie es Heinrich VII tat, als er einen italienischen Renaissancealtar unter das Fächergewölbe der Lieb-Frauen.Kapelle in Westminster stellte. Martin Travers*...ich kann nicht anders. als das zuzugeben.

Aber ...in der kleinen Kirche in Riva...erschien dieser einfache kleine Tisch mir fast teuflisch in seiner lauten, narzisstischen Selbstgewißheit, seiner Hybris und seinem Spott über die anderen fünf Altäre in der Kirche."

Quelle: liturgiclnote, Fr. J. Hunwicke


Dazu fällt uns doch gleich der ebenso einfache Tisch in der Sixtinischen Kapelle ein....der ebenso narzisstisch und trotz oder gerade wegen seiner Einfachheit so protzig- das Gesamtbild zerstört.....

p.s. wer will, kann sich hier ein Bild von der "Inviolata" machen:  klicken

* Martin Travers- ein englischer Kirchengestalter -und ausstatter dess 20. Jahrhunderts 

Sandro Magister zum Kampf um "Humanae Vitae"

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo Gilfredo Marengos Buch "Die Entstehung einer Enzyklika "Humanae Vitae" im Licht der Vaticanischen Archive" - das nicht ganz das Ergebnis wiedergibt, das die Vertreter des Paradigmenwechsels und einer Revision der Enzyklika erwartet hatte.  Hier geht´s zum Original: klicken

"HUMANAE VITAE. SO ENTSTAND SIE UND WEHE DEM, DER SIE ANRÜHRT."

"Die Kampagne die "Humanae Vitae"zerstören soll- die die  Enzyklika Pauls VI von 1968, die Nein zur künstlichen Empfängnisverhütung sagte- hat begonnen und ist in den letzten Tagen auf ein unerwartetes Hindernis gestoßen -in einem Buch, das die Entstehung dieses Textes -Dank des erstmaligen Zugangs zu den betreffenden geheimen Dokumenten, von Papst Franziskus persönlich angeordnet, rekonstruiert.

Gilfredo Marengo, "Die Entstehung einer Enzyklika, 'Humanae vitae' im Licht der Vaticanischen Archive" Libreria Editrice Vaticana, Città del Vaticano, 2018.

Das Hindernis ist umso ernster zu nehmen, als die Vertreter eines "Paradigmenwechsels" - d.h. einer Liberalisierung von Kontrazeptiva- von Kardinal Walter Kasper  bis zu dem Theologen Maurizio Chiodi, Urheber der jetzt berühmten Konferenz in der Päpstlichen Gregoriana-Universität, der -mit offensichtlicher Zustimmung von Papst Franziskus- den Startschuß zur Kampagne gab, von diesem Buch kein Hindernis sondern einen weiteren Schub für ihre Ideen erwartet hatten,

Der Autor des Buches war-de facto- der Koordinator der Studiengruppe, die vor mehr als einem Jahr im Vatican genau im Licht eines Klimas der Revision von "Humanae Vitae" gegründet wurde.
Mitglieder waren außer Marengo der Theologe Pierangelo Sequeri, der vom Papst als Leiter des Johannes Paul II-Institutes für die Wissenschaft von Ehe und Familie ernannt wurde, Angelo Maffeis vom Paul VI-Institut in Brescia und der Historiker Philippe Chenaux von der Päpstlichen Lateran-Universität.

Die Vertreter der "Überwindung" der Lehre von Humanae Vitae haben die Einrichtung dieser  Studiengruppe mit großem Beifall begrüßt, als sie sahen, daß sie von einem der ihren, Erzbischof Vincenzo Paglia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben und Kanzler der Johannes Paul II Institutes, der dem Papst sehr nahe steht, organisiert wird.
Am vergangenen 8. März ging die Zeitung der Italienischen Bischofskonferenz "Avvenire" in ihrer zu großer Nähe zu den Erneuerern- so weit, überraschende Ergebnisse der von der Päpstlichen Akademie für das Leben autorisierten Studie bzgl. der Entstehung und also auch einer liberaleren Interpretation von "Humanae Vitae" anzukündigen.


Fundstück....

Pater Ockenfels antwortet auf die Invektiven des ZdK-Präsidenten. Wolfgang Radtke von KNA berichtet unter dem Titel: "Verbal abrüsten" bei Domradio.de
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Hier ein Ausschnitt:

...."Herr Sternberg ist für mich keine kirchliche Autorität, sondern ein Parteiinteressenvertreter, der die Merkel-Politik absegnet", sagte Ockenfels. Der ZdK-Präsident diffamiere "eine demokratische konservative Partei" als rechtsradikal: "Sein 'Zentralkomitee' ist nicht repräsentativ für 'die' deutschen Katholiken, wird aber durch die Kirchensteuer finanziert."
Die Bezeichnung des Gremiums nannte der Pater "anmaßend": Sie erinnere "an die unseligen Zeiten des SED-Zentralkomitees".....
Quelle: domradio.de, KNA, W. Radtke

Mittwoch, 18. Juli 2018

M.Tosatti zu den Plänen mancher Kurien-Kardinäle für die Zukunft der Kirche....

wie z.B. Investitionen in Fonds für alternative Energien oder Vegane Lebensmittel. Wie man auf diese Abirrungen von der Lehre und Mission der Kirche reagiert, ob eher wütend oder eher melancholisch, hängt sicher vom jeweiligen Temperament ab.
Hier geht´s zum Original bei Stilum Curiae:  klicken

"COCCOPALMERIO, TAGLE. PRÜGEL UND TRÄNEN VON ROMANA VULNERATUS CURIA FÜR DIE NEO-AMBIENTALISTISCHE KIRCHE"

"Leider sind die Kommentare von Romana Vulernatus Curia (RVC für Freunde und Feinde) immer seltener geworden. Aber gestern habe ich diesen Brief bekommen, und ich gestehe Ihnen, daß er mich sehr amüsiert hat. Wenn wir die Schriften von Romana Vulneratus Curia werten wollten, würde ich für diese stimmen. Auch wenn das Amüsement von Bitterkeit getrübt wurde, die man wegen des allgemeinen Zustands der Kirche und wegen derer, die ihre Führer sein sollten, empfindet.
Lesen Sie und sagen Sie mir, wenn ich mich irre.....

RVC an Tosatti

"Lieber Tosatti,

ich füge einen link von Vatican Insider hinzu, den - das muß ich sagen- ich erwartet hatte. Auch habe ich persönlich etwas Einscheidenderes von dieser Kirche erwartet, die so indifferent gegenüber der von diesem verachtenswerten "Krebs der Natur" mißhandelten menschlichen Kreatur ist, einem Krebs, der schnellstens eliminiert werden muß.

Es ist wahrscheinlich, daß in Kürze nach dem oben erwähnten "Fonds für alternative Energien" der "vegane Fonds" gegründet wird, der natürlich in Zucchini und Gurken investiert, Nahrungsmittel, die in bestimmten kirchlichen Kreisen sehr gesschätzt werden." 
In diesem Artikel von Vatican Insider kann man mehr Kuriositäten finden. Die erste ist, daß Kardinal Coccopalmerio von sich aus- glaubwürdig - dem Papst etwas vorschlagen kann.
Die zweite Kuriosität ist die Erklärung des Präsidenten der Caritas (Tagle) der erklärt, daß "die Armen sehr wegen der Klimakrise leiden und daß die Fossilen Brennstoffe der Hauptgrund für diese Ungerechtigkeit sind."


Nachtrag....

zum Besuch der 14 neuen Kardinäle und Papst Franziskus beim Emerits.
Auf der website der FSSPX "Actualités", die gestern über diese Begegnung berichtete, findet sich auch die Aussage von Kardinal Antonio do Santo Martos, Erzbischof von Leira-Fatima, daß der 91-jährige Emeritus "sich in einem körperlich sehr schwachen Zustand befinde."
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Titel des Berichtes der FSSPX

"BENEDIKT XVI HAT DIE NEUEN KARDINÄLE GETROFFEN" 
und er beginnt so: 

"Papst Franziskushat sich -begleitet von den vierzehn neuen Kardinälen, am 28. Juni 2018 ins Kloster Mater Ecclesiae begeben, in das Benedikt XVI sich zurückgezogen hat, um ihm die neuen Purpurträger vorzustellen und sich von ihm segnen zu lassen."

Und der Artikel fährt dann fort: 

"Franziskus und die neuen Kardinäle haben in zwei Bussen Platz genommen, um sich an den Ort der Stille und des Gebetes auf dem Gelände des Vaticans zu begeben, den Rückzugsort des alten Souveränen Pontifex. Die Begegnung fand im Beisein von Msgr. Georg Gänswein, dem Sekretär von Benedikt XVI und Präfekten des Päpstlichen Hauses statt.

Der 91 jährige emeritiert Papst sei "körperlich sehr schwach" hat Kardinal Antonio Dos Santos Marto, Erzbischof von Leira-Fatima vor der Nachrichtenagentur I.MEDIA erklärt.
"Er hat uns gesagt, daß er nicht mehr viel tun könne, aber beten und daß er für uns und den Heiligen Vater beten würde" hat er neue lusitanische Kardinal hinzugefügt. "

und weiter: 

"Am Ende des Besuchs hat Benedikt XVI Papst Franziskus und die neu kreierten Kardinäle gesegnet."

Quelle: Actualités, FSSPX,


   .


Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über die Vereinzelung der Priester in der Lateinisvhen Kirche.
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"DIE GETRENNTEN DOKTOREN DER KATHOLISCHEN KIRCHE"

Das ist ein schöner Satz von Fr. Aidan Nichols.....und ich biete Ihnen heute einen Satz von einem jener Anglikanischen Theologen an, von den Fr. Aidan so viel hält: Fr. Eric Mascall aus Oxford.

Was die Messe zur einen und gemeinsamen macht, ist nicht die Tatsache, daß viele Leute gemeinsam beim selben Gottesdienst sind, sondern die Tatsache, daß das der Akt des einen Christus in seinem Leib (corpus) -der Kirche- vollzogene ist. Und ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, jeden verstehen zu lassen, woraus die Einheit und Verkörperung der Messe wirklich besteht- als ihn in eine Kirche zu bringen, in der eine Anzahl von Priestern simultan private Messen feiern und zu sagen: 
"Schau auf diese Männer an ihren verschiedenen Altären in der Kirche, von denen jeder offentsichtlich vor sich hin murmelt und nichts mit den anderen zu tun  hat.
De Facto tun sie alle das Selbe, essentiell das Selbe, numerisch- nicht nur einfach viele Dinge der gleichen Art, sonder genau dasselbe: jeder von ihnen nimmt als Priester an der einen erlösenden Tat teil, in der Christus, der für unsere Sünden starb und zu unserer Rechtfertigung auferstand, in der Kirche fortbesteht, in der Kirche, die durch das Sakrament seines Leibes und Blutes sein Leib ist. "

Mascall pflegte jeden Morgen seine eigene Messe zu feiern (außer wenn er auf der Liste der Kathedrale für die öffentliche Messe stand) - in der Kirche, in der ich als Schüler täglich zur Messe ging. Wie herrlich wäre es, wenn die Szene, die er beschreibt, in unseren Kirchen zum Leben zurückkehren würde....stellen Sie sich die Basilika von Lourdes vor, jeden Morgen mit einem ständigen Kommen und Gehen von Priestern an den Altären der fünfzehn Mysterien.


Diese fünfzehn Altäre sind jetzt- wie so viele in den Tausenden von Kirchen der Lateinischen Kirche unbenutzt bleiben....in Byzantinischer Spache ausgedrückt "sie werden fasten gelassen".
Das ist eine Apostasie, die nach dem II.Vaticanischen Konzil dauerhaft heranwuchs.

Ein bißchen mehr zu diesem Thema morgen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

 

Der McCarrick-Skandal, die US-Bischöfe und die Folgen

Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive  den Bericht eines "journalistischen Veteranen" über die Geschichte von Kardinal Theodore McCarricks Mißbrauchsskandal, ihre Entwicklung und ihre Auswirkungen. Hier geht´s zum Original:   klicken


"ALTGEDIENTER KATHOLISCHER JOURNALIST: ALLE IN DEN MISSBRAUCHSSKANDAL VERWICKELTEN BISCHÖFE MÜSSEN ZURÜCKTRETEN."

Christopher Manion, Journalisten-Veteran und politischer Analyst fordert eindrücklich, daß alle US-Bischöfe, die seit Jahren etwas über die Mißbrauchsskrise innerhalb der US-Hierarchie wußten und nichts unternahmen, zurücktreten sollten. Er enthüllt auch einige schmerzliche Aspekte der Rolle Roms in dieser Sache- namentlich die schwache Antwort von Papst Johannes Paul II auf diese Krise.

Am 30. Juni hat Dr. Manion in der Katholischen Zeitung "The Wanderer" den McCarrick-Skandal aufgenommen und geschrieben, daß die Tatsache der schweren moralischen Verfehlung dieses Prälaten vielen in der US-Hierarchie seit vielen Jahren bekannt war.
Er bezieht sich z.B. auf das Werk von Paul Likoudis, den jetzt verstorbenen mutigen Herausgeber von "The Wanderer" , der unter den Ersten war, die das homosexuelle Netzwerk innerhalb des US-Episkopats aufdeckten. (Hier könnten wir auch an das frühe Buch von Fr. Enrique Rueda von 1982 über das HS-Netzwerk in der Kirche erinnern.)
In schneidendem Ton kommentiert Manion wie folgt:

   Lange bevor der Boston Globe 2002 sein Exposé veröffentlichte, hat Paul einer Instanz         nach der anderen über den landesweiten Mißbrauch und die Vertuschung berichtet. 
   Für seine Bemühungen wurde er lächerlich gemacht, eingeschüchtert, bedroht und               außerdem vorsätzlich -wann immer möglcic  von einem schuldigen Bischof nach dem           anderen ignoriert.

Als 2002 die Krise besser bekannt wurde, sagt dieser Journalist, daß die US-Bischöfe behaupteten, sie "unter Kontrolle" zu haben. "Sie ist vorbei" erzählte Weihbischof Kevin Farell (jetzt Kurienkardinal) den Malteser Rittern im Februar 2002.

In einem der relevantesten Teile seines Artikels spricht Maion über die Rolle Roms:

     In jenem April [2002] sagten USCCB-Offizielle, der Vatican müsse sich keine Sorgen
     machen. Sie bestanden darauf, daß sie die Situation selber regeln könnten.
    Tage später berief Papst Johannes Paul II alle amerikanischen Kardinäle in den Vatican.
    Er hätte ernsthafte Änderungen fordern können, tat das aber nicht.
    Auch verurteilte er den schweren Amtsmißbrauch der Amerikanischen Hierarchie nicht,
    Statt dessen akzeptierte er die wehleidigen Entschuldigungen, die sie seit Jahren wieder-
    holten.  Sie seien durch "klinische Experten" getäuscht worden, die dachten, daß homo-
    sexuelle Vergewaltigungen von Kindern eine Krankheit seien, kein Verbrechen. 
    Es sei nicht ihre Schuld.


Dienstag, 17. Juli 2018

Fundstück

David Berger kommentiert bei Philosophia Perennis die Attacken des so opportun gleichgeschalteten ZdK und seines Präsidenten (und CDU.Mitglied) Sternberg auf Professor Ockenfels OP.
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Titel:

"WERDEN HASSPREDIGTEN GEGEN DIE AFD ZUR WICHTIGSTEN AUFGABE KATHOLISCHER PRIESTER?"

Ergänzung zum gestrigen Fundstück

Zu unserem gestrigen Fundstück über den Grabungsfund an der Milvischen Brücke in Rom
möglicherweise eine frühe Kirche- hier noch einige Fotos:

Ein alter Priester klagt.....

Marco Tosatti läßt uns heute bei Stilum Curiae den kleinen, melancholischen Feriengruß lesen, den ihm Abt Faria geschickt hat.
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"ABT FARIA UND DIE KIRCHE: SIE IST JETZT EINE INSTITUTION DER LINKEN GEWORDEN...." 

"Abt Faria ist im Urlaub, aber er vergißt eine Freunde- und die Feinde- von Stilum Curiae nicht.
Aber auch in der Kühle des Waldes und im Flüstern der Windes verliert er die Kirche nicht aus den Augen. Und er hat uns ein kleines melancholisches, entschlossenes Billett geschickt.

"Es ist warm in diesen Tagen und ich suche ein wenig Erleichterung von der Hitze an einem Ort in der Nähe Rom, wo ich die Folgen des zunehmenden Alters auskuriere. 
Morgens treffe ich einen amerikanischen Priester namens Donald, den alle Don nennen. 
Als ich mit Don Don sprach (ich weiß, daß das seltsam klingt) hörte ich ihn folgende Bemerkung machen: "Lieber Abt, die Katholische Kirche ist jetzt eine Institution des Linken. Schauen Sie sich Italien an -wie sie sich jetzt in allem dem progressistischen Kampf anschließt: der unkontrollierten Einwanderung, dem schwachen Familienkonzept, der Situationsmoral, dem Pauperismus.....
Auch bei uns in den USA hat die liberale Mentalität weite Teile der Kirche erobert.
Tradition, Konservatismus sind jetzt anstößige Worte."

Das hatte ich so nie gedacht, aber nachdem ich darüber nachgedacht habe, muß ich wirklich sagen, daß diese Beobachtung nicht falsch ist. 
Die Sympathie für die linken oder kommunistischen Regime ist dermaßen offensichtlich, daß es wenig nützen würde, sie zu leugnen. 
Auch die jüngsten Ernennungen favorisieren Männer, die aus linken politischen und kulturellen Umfeldern kommen.  Die Übereinstimmung mit den Befürwortern der Globalisierung, mit den Architekten der Philosophie des schwachen Denkens, ist evident. Kurz gesagt: täuschen wir uns nicht, die Kirche hat sich jetzt seit Jahrzehnten entschieden nach links gewendet.
Aber ich- ein armer Priester mit einem Fuß im Grab- weigere mich, ihr dahin zu folgen. 
Abt Faria"

Ergreifend oder? Und wegen der Dinge, die ich innerhalb und außerhalb von Stilum Curiae lese, glaube ich, daß Abt Faria nicht der einzige ist, der in seinem Herzen diese Schlußfolgerungen hegt."

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti



Das hat noch gefehlt.....

in schöner Geschichtsklitterung soll auf Island ein "Thor-& Odin-Tempel" errichtet werden - wie die bauwütigen Neuheiden behaupten- nach 1000 Jahren. Dummerweise gab es solche Tempel vor 1000 Jahren nicht und davor oder danach auch nicht, aber das stört die neuen Odins-Jünger nicht, weil sie diesen altgermanischen, im 19. Jahrhundert aus ideologischen Gründen wiederbelebten Naturgeistern "Humanismus" und Begeisterung für die HS-Ehe unterstellen, was anscheinend einen Tempelbau zur götzendienstlichen Verehrung der beiden Herrn aus Walhall opportun erscheinen läßt. Na dann.....
Die einen tanzen um´s Goldene Kalb, die anderen bauen sich einen Selbstbeweihräucherungstempel.
Wir haben den Bericht über das geplante Bauprojekt bei katholisches. info gefunden.
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Quelle: www.katholisches.info , G.Nardi

Montag, 16. Juli 2018

Aus der Serie: kurz und knapp

Neulich ist mir, auf twitter, folgendes jüdische Sprichwort untergekommen:

Mit der Wahrheit erreicht ein Mensch Gott!


Vielleicht hat man deshalb, weil soviel Lüge in der Welt ist, dass Gefühl, dass der liebe Gott gar nicht existiert?

Aus den Albaner Bergen: ein neuer Wein für den Papa emeritus

Am 20. Juni hat der Papa emeritus Besuch aus den Albaner Bergen bekommen.
Msgr. Semaro, der Titularbischof von Albano wurde dabei von Luigi Caporicci, einem der Weinzüchter in den Castelli Romani, die Benedikt XVI so liebt, begleitet.
Als Gastgeschenk brachte der einen Nouveau Cru "Vinea Domini"  mit (auch eine Anspielung auf den 19. April 2005, als sich der neugewählte Pontifex als "Arbeiter im Weinberg des Herrn" vorstellte aber auch auf dessen Verbundenheit mit Castel Gandolfo und den Castelli Romani).

Die Schaffung dieses neuen Weins habe 13 Jahre gedauert, so Caporicci. Und am Ende der herzlichen Begegnung habe er dem Papa emeritus, der alles über die ihm gewidmeten Weine wissen wollte,  erklärt, daß es für seine Kellerei üblich sei,  einen sehr guten Wein einem Pontifex zu widmen, der der Region Castelli Romani und der ganzen Welt so viel gegeben hat.
Gefunden haben wir den Bericht bei BenoîtXVI-et-moi (merci!)    klicken

Quelle: BenoîtXVI-et-moi

Fundstück

Gefunden bei einer Ausgrabung in Rom- bei Bauarbeiten sind am Ufer des Tibers bei der Milvischen Brücke antike Mauerreste zu Tage getreten- wurden jetzt möglicherweise Teile einer antiken Kirche, Sollte es sich wirklich um eine Kirche handeln, stammte sie aus der Frühzeit des Christentums. Wir haben unser Fundstück bei katholisch de gefunden.
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"ROM: AUSGRABUNG WECKT SPEKULATIONEN ÜBER FRÜHE KIRCHE" 

Quelle: katholisch. de

Das Ende einer Ära. A. Gagliarducci zum Tod Kardinal Taurans.

Heute erinnert A. Gagliarducci bei Monday in the Vatican an den verstorbenen Kurienkardinal Jean Louis Tauran. Hier geht´s zum Original:  Klicken


"ERINNERUNGEN AN KARDINAL JEAN LOUIS TAURAN"

"Der Tod Kardinal Jean-Lois Taurans kann als das Ende einer Ära betrachtet werden: das eines bedeutenden Vatican-Diplomaten, eines kulttivieren Kirchenmannes mit der Fähigkeit Brücken zu bauen, die den Heiligen Stuhl mehr als 30 Jahre definiert hat. 

Seit 2007 war Kardinal Tauran Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und hat in diesem Amt sehr wichtige Erfolge erreicht.

Während Daesh im August 2014 den Irak in Brand setzte, rief Kardinal Tauran alle Dialogpartner dazu auf, die Taten des selbsternannten Kaliphats zu verurteilen.

Einige Monate später formulierte Kardinal Tauran eine Erklärung, die besagte, daß ein Dialog mit dem Islam nicht nur noch nötig ist sondern ein Muss ist.

Es war Kardinal Tauran, der Beziehungen zur Sunnitischen Al Azhar-Universität herstellte, die den Weg für den Besuch von Papst Franziskus in Ägypten pflasterten und es war der selbe Kardinal Tauran, der in einer historischen Reise nach Saudi Arabien reiste, in einer letzten einer Serie von Anstrengung vor der Verschlimmerung der Krankheit, die zu seinem Tod führte.

Alle diese Erfolge entstammten seiner diplomatischen Ausbildung. Während der 80-er Jahre diente er in den Nuntiaturen von Santo Domingo und Libanon. Während der 90-er war er Untersekretär und dann Sekretär des Hl. Stuhls für die Beziehungen mit den Staaten (d.h. stellvertretender Außenminister und Außenminister des Vaticans).
Dann wurde zum Bibliothekar für die Vatican-Bibliothek berufen und Benedikt XVI setzte ihn an die Spitze des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und ernannte ihn auch zum Präsidenten der Kommission für die Religiösen Beziehungen zum Islam.

Es war keine leichte Zeit für die Muslimisch-Katholischen Beziehungen. Die Regenburger Rede im September 2006 entfachte Kontroversen, Diskussionen und Beschuldigungen. Die Vorlesung war jedoch auch Grundlage einer Bewegung Muslimische Intellektueller , die sich um die Hauptrepräsentanten des Jordanischen Königshauses sammelten, die einen Brief- den sog. Brief der 138- der eine bis dahin für unmöglich gehaltene Dialogrunde eröffnete.