Dienstag, 3. Februar 2026

Die Lehre des ersten Märtyrers- des Hl. Stephanus

Sandro Magister setzt sich bei Corrispondenza Romana mit dem ersten Märtyrer nach Christi Tod - dem Hl. Stephanus asueinander. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE LEHRE DES PROTOMÄRTYRERS STEPHANUS UND DES APOSTELS PAULUS FÜR EINEN WAHREN DIALOG ZWISCHEN JUDEN UND CHRISTEN"

Die jüngste Entwicklung im Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und den Juden ist der beidseitig geäußerte Wunsch, einen Dialog wiederzubeleben, der sich verkompliziert, festgefahren und mitunter konfliktgeladen gestaltet hatte. Wie soll dies geschehen? Ausgehend von der Erklärung „ Nostra Aetate “ des Zweiten Vatikanischen Konzils, die einen entscheidenden Wendepunkt im Verhältnis zwischen Christen und Juden markierte, und dem nachfolgenden Erläuterungsdokument von 2015 mit dem Titel „ Die Gaben und die Berufung Gottes sind unwiderruflich “. 

Den Wert dieser beiden Dokumente haben die Juden selbst anerkannt, insbesondere in der Note „ Zwischen Jerusalem und Rom “, die 2017 von der Konferenz Europäischer Rabbiner, dem Rabbinischen Rat von Amerika und dem Oberrabinat des Staates Israel unterzeichnet wurde. Darin begrüßten sie vor allem zwei Kernpunkte der katholischen Kirche: „die Vorstellung, dass Juden an Gottes Heil beteiligt sind“ und die Erklärung, dass sie „weder eine spezifische institutionelle Missionsarbeit an Juden durchführt noch unterstützt“.

Nach Jahrhunderten des Antijudaismus und der Zwangsbekehrungen stellen diese beiden Punkte zweifellos bedeutende Fortschritte im Verhältnis zwischen Kirche und Juden dar. Sie können jedoch nicht als entscheidend gelten. Selbst Benedikt XVI., der Papst, der sich am stärksten für den Dialog einsetzte, bezeichnete sie in einer 2017 veröffentlichten Reflexion  als „unzureichend, um die Tragweite der Realität angemessen auszudrücken“.

Beim ersten Punkt bricht das vatikanische Dokument von 2015 selbst vor dem Mysterium ab: „Dass die Juden an Gottes Heilsplan teilhaben, ist theologisch unbestreitbar; wie aber das möglich sein kann, ohne Christus ausdrücklich zu bekennen, ist und bleibt ein unergründliches göttliches Mysterium.

Zum zweiten Punkt heißt es: „Obwohl eine institutionelle jüdische Mission grundsätzlich abgelehnt wird, sind Christen dennoch aufgerufen, ihren Glauben an Jesus Christus auch gegenüber Juden zu bezeugen, und zwar auf eine demütige und sensible Weise.“ 

Und genau zu diesen beiden Punkten hat ein anerkannter Gelehrter des frühen Christentums, Professor Leonardo Lugaresi, der von den Lesern von Settimo Cielo bereits mehrfach gewürdigt wurde, eine anregende Betrachtung angestoßen, in einem am 29. Dezember veröffentlichten Beitrag mit dem Titel: „ Der heilige Stephanus, die Kirche und die Juden “. 

Lugaresi nimmt die Apostelgeschichte als Leitfaden für seine Betrachtungen, vom anfänglichen „ernsten Fall“ des ersten Märtyrers Stephanus in Jerusalem bis zur rätselhaften letzten Seite mit dem Apostel Paulus in Rom.

Aus der Art und Weise, wie die Apostelgeschichte die Geschichte des Stephanus erzählt, so Lugaresi, besteht kein Zweifel daran, dass sie diese als normativ für die Kirche aller Zeiten darstellt. 

Die frühe christliche Gemeinde wird keineswegs idealisiert. Stephanus wurde zum Tischdiakon gewählt, um einen erbitterten Streit zwischen Hellenisten und Juden über die Verteilung von Nahrungsmittelhilfe an die Armen ihrer jeweiligen Gruppen beizulegen. Auch unter den jüdischen Führern herrschte Uneinigkeit. Die Sadduzäer und die Priesterkaste waren den Anhängern Jesu am feindlichsten gesinnt, standen aber einflussreichen Pharisäern wie Gamaliel gegenüber. 

Papst Leo im Gespräch mit einem Irischen Mißbrauchsopfer

Wie vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV gestern eines der Irischen Mißbrauchsopfer zu einem Gespräch empfangen. Hier geht´s zum Original: klicken 

      "PAPST TRIFFT IRISCHES MISSBRAUCHSOPFER"

Leo XIV. hat den Iren David Ryan, einen Betroffenen von Missbrauch, am Montag im Vatikan zu einem Gespräch empfangen.

Ryan ist als Kind zusammen mit seinem 2023 verstorbenen Bruder Mark im Blackrock College in Dublin missbraucht worden. Nach der Begegnung erklärte Ryan gegenüber den vatikanischen Medien: „Er war betroffen über mein Leid, das Leid meiner Familie und das Leid der anderen Überlebenden, die sich noch nicht gemeldet haben. Er war aufrichtig, ich habe sein Mitgefühl gespürt.“

Er habe vierzig Jahre gebraucht, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der Missbrauch nicht seine Schuld, „sondern die Schuld anderer“, gewesen sei, so Ryan. Das Blackrock College in der irischen Hauptstadt wird von der Ordensgemeinschaft der Spiritaner geleitet. Der Missbrauch von Schülern durch Ordensleute und Laien an dieser und weiteren Einrichtungen in der Vergangenheit werden von einer Untersuchungskommission untersucht, die im September 2024 von der irischen Regierung eingerichtet worden ist.

                                   "Er hat meinen Schmerz verstanden“

Den Papst schildert Ryan als „liebenswürdigen Mann“. „Er hat meinen Schmerz verstanden, auch wenn er ihn nicht selbst erlebt hat.“ Leo habe ihm gesagt, er hoffe, dass sich die Betroffenen von Missbrauch meldeten und die Kraft fänden, über das zu sprechen, was ihnen angetan worden ist. Sein verstorbener Bruder Mark „wäre stolz auf das, was wir erreicht haben“, erklärte Ryan. Er habe dem Papst eine Anstecknadel mit dem Kreuz der Heiligen Brigitta, der Schutzpatronin Irlands, geschenkt. In den letzten Minuten habe auch Deirdre Kenny teil, Aktivistin der Selbsthilfegruppe für Missbrauchsopfer „One In Four“, an der Audienz teilgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Papst Leo Missbrauchsopfer empfängt. Im Oktober 2025 traf er im Vatikan sechs Mitglieder des Vorstands von „ECA Global“, einer internationalen Menschenrechtsorganisation, die sich für mehr Unterstützung und Entschädigungen für Missbrauchsopfer einsetzt. Im November traf er außerdem 15 Missbrauchsüberlebende aus Belgien, die als Minderjährige Opfer von Missbrauch durch Mitglieder des Klerus geworden waren."

Quelle: vaticannews

 

Fundstück

Wie u.a. vaticannews berichtet, haben die Vaticanischen Museen gestern mitgeteilt, daß Michelangelos Jüngstes-Gericht-Fresko in der Sixtinischen Kapelle seit heute mit einem großen Tuch abgehängt ist    und gesäubert wird.  Hier geht´s zum Original: klicken

unter dem Titel:

"VATICAN: MICHELANGELOS JÜNGSTES GERICHT WIRD GESÄUBERT"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Das bekannteste Fresko im Vatikan verschwindet für drei Monate hinter einer Plane: In den päpstlichen Museen hat die außerordentliche Wartung von Michelangelos „Jüngstem Gericht“ begonnen. Die Arbeiten dauern etwa drei Monate, die Kapelle bleibt für Gläubige und Besucher geöffnet, teilten die Vatikanischen Museen an diesem Montag, den 2. Februar mit."  (...)

Quelle: vaticannews

Montag, 2. Februar 2026

Hl. Messe zum Fest Darstellung des Herrn

 im Petersdom...

              

Papst Leo XIV: Ende eines Kapitels?

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican kommentiert A. Gagliarducci die Rede, die Papst Leo bei der Vollversammlung des Glaubens-Dicasteriums gehalten hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

           "LEO XIV: DER BEGINN DER ABSCHIEDE?

Die Rede Leos XIV. vor den Teilnehmern der Plenarsitzung des Dikasteriums für die Glaubenslehre in der vergangenen Woche ist mit Spannung erwartet worden . Nachdem Leo XIV zugestimmt hatte, die von Papst Franziskus vorgelegten Dokumente fertig zu stellen, war unklar, ob der Papst die Position des Dikasteriums beibehalten oder eine Änderung einführen würde.

Leo XIV hat eine ruhige, gelassene Rede gehalten, in der er auf die jüngsten Veröffentlichungen einging und die bedeutende Arbeit des Dikasteriums würdigte . Der Papst begrüßte anschließend die Tatsache, daß die Plenarsitzung der Glaubensvermittlung gewidmet war.

Es war eine Rede, die in gewisser Weise das Ende eines Kapitels einzuläuten scheint. Die Liste der letzten wichtigen Dokumente beginnt mit dem "Gestis Verbisque"-Vermerk zur Gültigkeit der Sakramente vom Februar 2024. Indem Leo dort ansetzte, war es ihm möglich, die höchst umstrittenen Bittgebete von Fiducia zur Segnung irregulärer Paare, die das Glaubensdicasterium im Dezember 2023 veröffentlicht hatte, auszuschließen. Das neuere, ebenfalls umstrittene Dokument zu den Titeln Mariens blieb dagegen unverändert.

Der Papst leitet mit einer besonders bedeutsamen Entscheidung indirekt einen Bruch in der Arbeit des Dikasteriums ein. Die Rede markiert in gewisser Weise den Abschluss eines Prozesses, der mit Papst Franziskus begann und mit der Veröffentlichung der jüngsten Dokumente seinen Höhepunkt fand. Leo XIV. wird das Dikasterium für die Glaubenslehre voraussichtlich in eine andere Richtung lenken.

Bedeutet das, daß der Präfekt ausgetauscht wird?

Alle gehen davon aus, daß Kardinal Victor Manuel Fernandez, ein persönlicher Freund und enger Vertrauter von Papst Franziskus, bald in den Ruhestand treten wird. Die Rede des Papstes deutet jedoch auf eine Abkehr von seiner gewohnten Arbeitsweise hin,  sicherlich nicht die vom Präfekten.

Es erscheint durchaus unwahrscheinlich, daß der Papst einen Präfekten ersetzen wird, egal wie sehr dieser auch danebenliegen mag, wenn ihn praktische Gründe zu einem bedeutenden Generationswechsel zwingen. Die Kardinäle Michael Czerny (der im Juli 80 wird) , Marcello Semeraro, Arthur Roche, Kurt Koch und Kevin Farrell sind bereits 75 Jahre alt. Auch Lazarus You Heung-sik , Präfekt des Dikasteriums für den Klerus, wird 75.

Im Zuge dieses umfassenden Generationswechsels ist es unwahrscheinlich, dßs der Papst in die Angelegenheiten von Leitern der Dicasterien eingreift, deren Amtszeit noch nicht zuende geht und wo kein Bedarf besteht. Es fällt ihm jedoch leichter, eine Richtung vorzugeben, eine klare Linie zu verfolgen, und genau das geschieht derzeit – durch Worte und Unterlassungen.

Die von Leo für das DDF eingeschlagene Richtung stellt zweifellos einen Kurswechsel dar, so sorgfältig und behutsam er auch formuliert sein mag. Er bedeutet eine Abkehr von der offen aggressiven Haltung, die Papst Franziskus gefördert und sogar eingeleitet hat. Er fügt sich auch in die Vorbereitungen für einen notwendigen Generationswechsel von der Kurie der Franziskus-Ära zur neuen leoninischen Kurie ein.

Mariae Lichtmess

Dorothea Schmidt beschäftigt sich in "Die Tagespost" mit dem Fest Mariae Lichtmess, das die Kirche heute am 2. Februar feiert. Bemerkenswert, daß es auch hier die in At und NT immer wiederkehrenden 40 Tage sind.  Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

                              "EIN LICHT VOLLER GEGENSÄTZE"                                    Mariä Lichtmess zwischen Verheißung und Kreuz : Zur Wahrheit der Menschwerdung.

beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Vierzig Tage nach Weihnachten geschieht etwas Unerwartetes. Die Kirche führt uns das Jesuskind noch einmal vor Augen – und erschrickt. Am Fest „Darstellung des Herrn", früher Mariä Lichtmess genannt, spricht der greise Simeon ein Wort, das wie ein scharfes Messer durch jede fromme Idylle schneidet. Er prophezeit Maria und Josef, ihr Sohn sei dazu bestimmt, „dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden“. Er werde ein Zeichen sein, „dem widersprochen wird“. Und an Maria gewandt fügt er hinzu: „Dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen.“ (...)

Quelle: D. Schmidt, Die Tagespost

Sonntag, 1. Februar 2026

Mozart am Abend

 -das Kegelstatt-Trio in Es-Dur, KV 498 - gespielt aif Mozarts eigenen Instrumenten

                

Rom muß dem unguten Spiel der Synodalen Weggefährten ein Ende setzen...

Nico Spuntoni nimmt in La Nuova Bussola Quotidiana bei seiner Kritik am deutschen "Synodalen Weg" kein Blatt vor dem Mund. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE ELITE DER DEUTSCHEN SYNODE FORDERT PAPST LEO HERAUS"

Der jüngste Vorschlag der deutschen Synoden-Elite zielt darauf ab, die kirchliche Hierarchie umzugestalten und die Lehre neu zu erfinden, und stellt damit die stillschweigende Missbilligung Roms offen in Frage. Es ist nun am Heiligen Stuhl, diesem Spiel, das zu weit gegangen ist, ein Ende zu setzen.

Am Samstagmorgen legte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Monsignore Nikola Eterović, sein Rücktrittsschreiben in der Privatbibliothek des Apostolischen Palastes nieder. Heute wird der Diplomat seinen 75. Geburtstag mit etwas Erleichterung feiern, vielleicht in der Hoffnung, dass Leo XIV. ihn nicht zum Bleiben auffordert. Die deutsche Kirche steht kurz vor dem Ausbruch.

Im Februar findet die mit Spannung erwartete Vollversammlung der Bischofskonferenz statt, die zu den Statuten der Synodalkonferenz Stellung nehmen soll. Diese wurden am 29. November vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken gebilligt. Die am 22. November 2025 in Fulda vom Synodalkomitee verabschiedeten Statuten setzen die umstrittene Synodalkonferenz in Kraft. Laut dem Abschlussdokument der Bischofssynode zur Synodalität soll die Konferenz „in Kontinuität mit den Zielen des Synodalen Weges“ stehen und „Bischöfe und andere Gläubige“ gleichstellen. Dies gibt bestimmten Laien die Macht, über wichtige Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung zu beraten und Entscheidungen zu treffen.

Kurz gesagt: Die Mehrheit der deutschen Bischöfe und der organisierten Laien hat erneut die Warnung Roms in einem Brief an die Bischofskonferenz vom 16. Februar 2024 ignoriert, in dem Kardinal Robert Prevost darauf hinwies, dass das Synodalkonzil nicht mit dem Kirchenrecht vereinbar sei. Die Statuten der Konferenz, die eine Umgestaltung der Kirche und sogar die Aufgabe der Doktrinänderung anstreben, fordern „Geschlechter- und Generationengleichheit“ sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihrem Vorsitz. Die Abwertung der Rolle der Bischöfe in diesem Projekt zeigt sich nicht nur darin, dass sie gegenüber bestimmten Laien in der Minderheit sein werden, sondern auch in der Aussage, dass sie, falls sie einen Beschluss nicht umsetzen können, ihre Gründe dem Vorsitz der Synodalkonferenz unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen darlegen müssen.

Dies widerspricht der Erklärung des Heiligen Stuhls vom 21. Juli 2022 zum Synodalen Weg in Deutschland, wonach dieser „keine Befugnis hat, Bischöfe und Gläubige zur Annahme neuer Regierungsformen und neuer Ansätze in Lehre und Moral zu verpflichten“. Die Lektüre des bald zu verabschiedenden Statuts legt jedoch nahe, dass genau dies geschehen ist. Rom missbilligt dies stillschweigend, und Papst Leon XIV., dem das Dossier aus seiner Zeit als Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe bekannt ist, erkennt die Ernsthaftigkeit der Lage.

Das Problem besteht darin, dass die Deutschen offenbar zu weit gegangen sind und ein entschlossenes Vorgehen nötig sein wird, um den nun in Gang gesetzten Prozess zu stoppen. Die synodale Agenda in Deutschland begann mit dem Synodalen Weg, wurde an den Ausschuss weitergeleitet und ist nun für die Konferenz bestimmt. Sie zielt offen darauf ab, die katholische Lehre zu missachten. Zu den theologischen Zielen gehören die Demokratisierung der Kirche durch die Gleichstellung von Ordensleuten und Laien, die Infragestellung des kirchlichen Zölibats und die Förderung der Frauenordination. Im moralischen Bereich wurde das Dokument, das diesen Wandel symbolisiert, kurz nach dem Tod von Papst Franziskus von der gemeinsamen Konferenz der Bischofskonferenz und des Zentralkomitees veröffentlicht. Es handelt sich um eine Sammlung liturgischer Richtlinien für die Segnung von Partnerschaften jeglicher Art. Im Bereich der Anthropologie übernahm die Veröffentlichung der Richtlinien der Bildungskommission der Bischofskonferenz im vergangenen Oktober dieselbe symbolische Funktion; diese Richtlinien integrierten de facto die Gender-Ideologie.

Kürzlich veröffentlichte die „Tagespost“, eine Zeitung, die sich an vorderster Front für die Verteidigung traditioneller katholischer Lehren einsetzt, die Ergebnisse einer Umfrage. Diese zeigt, dass sich die Mehrheit der deutschen Katholiken vom Synodalen Weg nicht vertreten fühlt. Diese Minderheit läuft jedoch Gefahr, sich der Mehrheit durch komplizierte Entscheidungsprozesse aufzuzwingen, die darauf abzielen, eine Laienelite zu begünstigen.

Angesichts all dessen muss Rom diesem Spiel, das schon viel zu lange andauert, ein Ende setzen. Geschieht dies nicht, werden die drei Bischöfe – Rudolf Voderholzer, Stefan Oster und Rainer Maria Woelki –, die seit Jahren wegen ihrer Opposition gegen die Agenda des Synodalen Weges angegriffen werden, als Erste die Konsequenzen tragen."

Quelle: N. Spuntoni, LNBQ



 

Angelus

auf dem Peters-Platz

               

In illo tempore....Septuagesima

Heute  befaßt sich Pater J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive in seiner Katechese zur Bedeutung der Liturgie der Sonntage im Kirchenjahr mit dem Sonntag der siebten Dekade = Septuagesima- vor Ostern, Hier geht´s zum Original:  klicken

IN ILLO TEMPORE:  DER SEPTUAGESIMA-SONNTAG

Wir stehen nun neun Sonntage vor Ostern, an einem Wendepunkt des Kirchenjahres, wo Erinnerung, Erwartung und Disziplin zusammenfließen. Der Kontext ist entscheidend. Die Kirche durchläuft die Zeit nicht als bloße Abfolge von Daten, sondern als Heilslehre, als langsame Schulung der Seele durch Wiederholung, Vorfreude und Enthaltsamkeit. Der große Zyklus, der im Advent begann und sich über Weihnachten und Epiphanias erstreckte, findet in wichtiger Hinsicht mit dem Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar seinen Abschluss. Der Advent schulte uns in freudiger Buße, Weihnachten und Epiphanias enthüllten das vorbereitete Geheimnis, und die Offenbarungen der Göttlichkeit des Herrn wurden uns Woche für Woche nahegebracht. Nun zeichnet sich ein weiterer großer Bogen ab, der Zyklus, der sich vom Aschermittwoch über die Askese der Fastenzeit erstreckt, in Ostern seinen Höhepunkt erreicht und in Pfingsten und der darauffolgenden Oktav seine Fülle findet. Die Kirche, die die menschliche Natur zu gut kennt, um anzunehmen, dass wir augenblicklich vom Alltag in die Strenge der Fastenzeit übergehen können, setzt einen Übergang. Sie bereitet uns auf die Vorbereitung vor. Oder besser gesagt, sie hat uns vorbereitet. Die Sonntage vor der Fastenzeit wurden mit dem Novus Ordo abgeschafft, ein gewaltiger Verlust, der wiederhergestellt werden sollte. Glücklicherweise sind sie im traditionellen Kalender des römischen Ritus erhalten geblieben. 

Die drei Sonntage vor der Fastenzeit, bereits in Bußpurpur gehüllt, aber selbst noch nicht Teil der Fastenzeit, bilden das, was die Tradition seit langem als Vorfastenzeit bezeichnet. Septuagesima, Sexagesima und Quinquagesima klingen zunächst wie ein Zahlenrätsel. Ihre Namen – „Siebzigster“, „Sechzigster“, „Fünfzigster“ – entsprechen nicht exakt dem Kalender. Wochen haben sieben Tage, nicht zehn, und man muss kein Mathematikstudium absolviert haben, um zu erkennen, dass die Zahlen nicht ganz stimmen. Doch die Kirche hat nie mit einem Taschenrechner gerechnet. Sie arbeitet mit „Dekaden“. Septuagesima fällt auf den 63. Tag vor dem Triduum und somit in die siebte „Dekade“, die Zeitspanne vom 61. bis zum 70. Tag. Beachten Sie, dass wir diesen Sonntag im Lateinischen „Domina in Septugesima“ nennen … Sonntag  im siebzigsten. Sexagesima ist der 56. Tag, in der sechsten Dekade, und Quinquagesima der 49., in der fünften . Die Fastenzeit selbst, Quadragesima, die Vierzigste, beginnt nach dieser besonnenen Vorgehensweise. Die Namen erschließen sich, sobald man versteht, dass sie eine Annäherung innerhalb geordneter Grenzen und nicht arithmetische Exaktheit bezeichnen. 

Diese Sonntage verschieben sich von Jahr zu Jahr, weil sich auch das Osterdatum verschiebt. Das Datum von Ostern richtet sich nach dem Ostervollmond, dem Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlingstagundnachtgleiche. Wie Shakespeares Julia bemerkte, ist der Mond unbeständig, und so kann Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen. Diese Spanne von 35 Tagen ist beträchtlich, und die Auswirkungen sind im gesamten Kalender spürbar. Man könnte zwar die kirchlichen Vollmonde und synodischen Monate berechnen, aber der Kernpunkt ist einfacher. Da sich Ostern verschiebt, verschiebt sich auch die Vorfastenzeit, und jedes Jahr führt die Kirche ihre Gläubigen schrittweise, nicht überraschend, in die Fastenzeit. 

Dieses Überraschungsmoment ist genau das, was der traditionelle Kalender verhindert. Im Vetus Ordo kommt die Fastenzeit nie unangekündigt. Die Anzeichen sind unmissverständlich. Von der ersten Vesper von Septuagesima an verstummt das Halleluja. Der überschwängliche Ruf, der die Liturgie seit Weihnachten geprägt hat, wird beiseitegelegt, und an seiner Stelle erklingt der schlichtere Tractus. In manchen Regionen entwickelte sich um diese Stille ein ergreifender Brauch. Ein kunstvoll geschriebenes oder geschnitztes Halleluja wurde in einer Prozession mitgeführt und vergraben, manchmal buchstäblich in der Nähe der Kirche, um in der Osternacht wieder auferstanden zu werden. Die Kirche lässt nicht einfach ein Wort aus; sie dramatisiert seine Abwesenheit und vermittelt den Sinnen, dass etwas Kostbares für eine Zeit zurückgehalten wurde. Die Messgewänder färben sich purpurrot. Die Musik wird düsterer. Schon vor Beginn der Fastenzeit hat sich die Atmosphäre verändert

Diese Sonntage waren nie unbedeutend. Sie waren so wichtig, dass sie eigene römische Stationskirchen hatten, und allein dies sollte jene zum Nachdenken anregen, die sie für unbedeutende spätmittelalterliche Zusätze halten. Die Station Septuagesima befindet sich in San Lorenzo fuori le mura, Hl. Laurentius außerhalb der Mauern. Dort versammelt sich die Kirche im Geiste mit den Katechumenen der Antike, die an der Schwelle zur Taufe standen. Über den Tag hinweg schwebt die Gestalt des Diakon-Märtyrers Laurentius, ausgestreckt auf einem Eisenrost über glühenden Kohlen, der Christus bis zum Tod bekennt. Seine Gegenwart ist katechetisch. Von Beginn ihres Weges zur Eingliederung in den mystischen Leib Christi an wurden die Katechumenen daran erinnert, dass das Christentum eine ernste Angelegenheit ist, dass es das Kreuz einschließt und dass die Taufe ein Übergang in Tod und Auferstehung ist und kein Ritus der sozialen Zugehörigkeit. 

Samstag, 31. Januar 2026

So ist sie gedacht

 und so muß sie klingen - Mozarts Kleine Nachtmusik: gespielt von einem Streichquintett.... hier dem Quartett des Leipziger Gewandhausorchesters plus dem Bassisten. 

              

"Reform"-Botschaft des "Synodalen Weges"- trotz Uneinigkeit der Bischöfe

Mario Galgano kommentiert bei vaticannews die Abschluss-Sitzung und das Abschluss-Dokument des umstrittenen  "Synodalen Weges". Dazu ist zu bemerken, daß an der Abschlußsitzung nicht mehr alle Bischöfe teilnahmen und in sofern nicht von einer Einheit der Hirten innerhab der deutschen Kirche geprohen werden kann.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"ENDE EINER ETAPPE: DER SYNODALER WEG VERABSCHIEDET REFORM-BOTSCHAFT"

Nach sechs Jahren intensiver und oft kontroverser Debatten ist der Synodale Weg zur Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland an diesem Samstag in Stuttgart zu Ende gegangen. Mit der Verabschiedung einer abschließenden Botschaft, dem sogenannten „WegWort“, bekräftigten Bischöfe und Laienvertreter ihren Willen, den eingeschlagenen Reformkurs trotz aller Widerstände fortzusetzen. Das Ende des Projekts wurde als Übergang in eine neue, dauerhafte Form der Zusammenarbeit gefeiert.

Kurz nach 11 Uhr stellte die Präsidiums-Gruppe der Versammlung das Dokument vor, das den programmatischen Titel trägt: „Für eine Welt, die Zukunft hat – mit einer Kirche, die Hoffnung macht.“ Der Text, der in einer Nachtsitzung von beratenden Theologen noch einmal grundlegend überarbeitet worden war, versteht sich als Bilanz und Selbstverpflichtung zugleich." (...)

Quelle: M. Galgano, vaticannews. 

Fundstück

Regina Einig diagnostiziert in einem Beitrag für "Die Tagespost"  bei den Synodalen Weggefährten Frust und einen "Synodalen Blues". Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"IM SYNODALBLUES"

beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Die sechste Synodalversammlung zerfleischt sich in Vorwürfen und Schuldzuweisungen. Vor allem die Besetzung der geplanten Synodalkonferenz entpuppt sich schon ein halbes Jahr vor ihrer Konstituierung als schier unerschöpfliches Minenfeld: Frauenquote? Jugendquote? Hauptamtliche oder Personen, die die Bandbreite des katholischen Lebens repräsentieren? 
Weiter weg sein kann man nicht von einer offenen, einladenden Kirche, die das Feuer der Glaubensfreude weiterträgt. Paradoxerweise hofft man auf Zustimmung Roms zu einer Satzung, an der manches ZdK-Mitglied am liebsten jetzt schon Änderungen vornähme, um Quoten voranzubringen." 
(...)

Quelle: R. Einig, Die Tagespost

 

Weiter weg sein kann man nicht von einer offenen, einladenden Kirche, die das Feuer der Glaubensfreude weiterträgt. Paradoxerweise hofft man auf Zustimmung Roms zu einer Satzung, an der manches ZdK-Mitglied am liebsten jetzt schon Änderungen vornähme, um Quoten voranzubringen.


 

Einweihung eines Mosaiks und einer Statue der Hl Rosa von Lima

in den Vaticanischen Gärten- in Anwesenheit von Papst Leo XIV

             

Freitag, 30. Januar 2026

Fundstück

Die Tagespost stellt sich die Frage, ob "der Synodale Weg ein Erfolg war".Die Antwort auf diee Frage fällt je nach Standort in der Kirche (ob "mit Rom" oder "gegen Rom") unterchiedlich aus.

Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

                               "THEMAVERFEHLUNG"

beginnt der Beitrag so- ZITAT.

"War der Synodale Weg ein „Erfolg“? Um diese Frage zu beantworten, hat der Synodale Weg selbst eine Studie bei der Katholischen Universität Eichstätt in Auftrag gegeben. Gestern haben die Forscher Katharina Karl und Markus Dumberger ihre Arbeit, die vor allem den Ablauf des Synodalen Weges selbst, aber auch den wahrgenommenen Effekt auf Teilnehmer, Kirche und Gesellschaft beleuchten sollte, bei dem sechsten Treffen des Synodalen Weges vorgestellt. Die Studie basiert dabei auf einer Umfrage, die an alle Teilnehmer des Synodalen Weges versandt wurde. Rund die Hälfte hatte sich beteiligt, darunter allerdings nur rund ein Drittel der Bischöfe. Ein brisantes Ergebnis: Das ursprüngliche Ziel des Reformprojekts wurde am klarsten verfehlt."  (,,,)

Quelle: Die Tagespost