Montag, 6. Dezember 2021

Christliche Kunst am Tag des Hl. Nikolaus

 "Der Hl. Nikolaus ohrfeigt beim Konzil von Nizäa AD 325  den Erz-Häretiker Arius"  

Fr. Hunwicke spricht...

heute bei liturgicalnotes in Fortsetzung seines gestrigen Beitrags über die Einstellung des amtierenden Pontifex´ zu den überlieferten, kanonisierten Texten der Schrift. 
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               "BERGOGLIANITÄT UND DIE SCHRIFT"

Aus dem Blickwinkel von jemandem, der nicht sehr belesen ist, sind diese Änderungen an den inspirierten Texten leicht verständlich. Warum sollten wir annehmen, daß der Allmächtige selbst uns in Versuchung führt? Die Antwort, und zwar in meiner Sicht die korrekte, ist, daß
mit Versuchung, peirasmos, hier nicht die hässliche kleine Stimme in uns gemeint ist. die uns versucht, das letzte Stück Schokolade in der Schachtel aufzuessen während es keiner sieht, sondern es bedeutet
"Versuchung", die "Prüfung", der wir unterworfen sind, wenn wir verfolgt werden, ... wenn unser Glaube auf die Probe gestellt wird.

Das sei, wie es sein mag, ich ziehe jedenfalls den Rat aus Liturgiam Authenticam vor, aus jenem bewundernswerten und gelehrten Dokument zur Methode liturgischer Übersetzungen aus der Zeit des Pontifikats des Hl. Johannes Paul II., auf das die Leute, wie sie jetzt nach der Vertreibung der Wissenschaftler und Gelehrten die Gottesdienstkongregation bevölkern, verächtlich hinabbblicken. 
LA erklärt, daß dann, wenn man im Zweifel darüber ist, welche von mehreren möglichen Interpretationen eines lateinischen Textes vorzuziehen ist, eine möglichst wörtliche Wiedergabe des Originals anstreben soll, die alle Möglichkeiten offen und zugänglich läßt.

Das ist natürlich genau die offenherzige Option für Liberalität, die der Bergoglianität so sehr gegen den Strich geht.

Die Wiedergabe von "für viele" mit "für alle" ist ein gutes Beispiel dafür. "Viele" kann bedeuten "eine Menge" oder "nicht für alle". Meine eigene Ansicht ist, daß der Herr hier sagt, daß die Erlösung für
absolut alle Menschen möglich ist. Alles, was sie dafür tun müssen, ist, ihn "aufzunehmen" und "an seinen Namen zu glauben". Ich glaube (jedoch) nicht, daß der Herr aus irgend einem menschlichen Herzen die Fähigkeit genommen hat, ihn zurückzuweisen.

Viele Traditionalisten sehen hier das Problem, daß das "für alle" hier die Interpretation verengt und nur die Lesart übrig läßt, daß letztlich alle Menschen gerettet werden - man könnte das als
"Universalismus" (Allerlösungslehre) bezeichnen. Ich neige dazu, diesen Verdacht zu teilen.

Das ist schon einigermaßen skurril. In einem seiner Offertoriumsgebete betet die authentische Form des römischen Ritus dafür, daß der Kelch "pro nostra et totius mundi salute" angenommen werde. Aber die
Vandalen - oder waren es die Westgoten - der 60er Jahre haben das herausgeschnitten.

Anders ausgedrückt: Die Modernisten der 60er Jahre waren überzeugt, daß der "vera et certa utilitas Ecclesiae" (wirkliche und sichere Nutzen der Kirche) (SC 23) es erfordere (exigiat), dieses Gebet zu
entfernen. Ein halbes Jahrhundert später zeigen sich die Bergoglianer, die Modernisten unserer Zeit, überzeugt, daß die Idee zurückgeholt werden müsse, und das so sehr, daß si um das zu erreichen,  mit dem größten Vergnügen die Worte des Herrn entstellen. " 
Schluß folgt.

Anmerkung des Übersetzers M.Charlier: Beim Rückgriff auf Abschnit 23 von
Sacrosanctum Concilium zeigte sich (nicht zum erstenmal), daß auch die
deutschen Übersetzer der Konzilsdokumente gerne bereit sind, den
Wortlaut der Texte ihren Vorstellungen "anzupassen". Sie übersetzen
die von Fr. Hunwicke korrekt zitierte Stelle mit "ein wirklicher und
sicher zu erhoffender Nutzen der Kirche" und nehmen dem sehr starken
"certus" des Originaltextes zumindest in meinen Ohren einen guten Teil
seiner Verbindlichkeit.

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke, M.Charlier

Die Büchse der Pandora im Vatican

In seiner heutigen Kolumne in Monday in the Vatican befaßt sich A. Gagliarducci erneut mit den Finanzfragen- und-problemen des Vaticans und des Hl. Stuhls.
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"PAPST FRANZISKUS, DIE FINANZFRAGE IST EINE BÜCHSE DER PANDORA"

Die Veröffentlichung des Tagesbuchs von Kardinal George Pell , dem Sandro Magister große Publizität verlieh- konnte nicht unbemerkt bleiben.  Und tatsächlich gab es sofort eine Reaktion,  aus Malta - zum Verkauf einer Luxus-Immobilie in Budapest, in die Maltekische Firmen verwickelt waren. 

Ohne in die Details der Affäre zu gehen, die so kompliziert ist, wie nur Finanzaffären sein können: es gab aus Malta die Beschwerde, daß das IOR sich geweigert habe, seinen Anteil zu bezahlen. 

Der Vorwurf lautet, man habe lieber eine verschuldete Anlage behalten, als sie zum besten Preis zu verkaufen, die Schulden zu decken und damit die Insolvenzen zu bezahlen.

Auf Seiten Maltas besteht der Verdacht, daß das IOR daran festhält, kein Angebot anzunehmen,  im nicht allzu gut getarnten Versuch, die bisherige Leitung zu diskreditieren.

Es ist nicht das erste Mal, daß solche Vorwürfe aus Malta kommen. Das IOR akzeptiert jedoch den Ton der Vorwürfe nicht und beschwert sich stattdessen über die unklare Vorgehenslinien der Operation und hat in einer endlos scheinenden Justizsaga alle vor Gericht gebracht.

Der springende Punkt bleibt jedoch das IOR. Und das ist wahrscheinlich der spannende Teil der Geschichte. Die Arbeit, die Benedikt XVI. mit der Finanzreform geleistet hatte, die dann von Papst Franziskus fortgeführt wurde, bestand darin, ein natürliches System der Finanzkontrolle zu schaffen. In der Praxis wurde das IOR Teil eines umfassenderen Systems und hörte auf, das Zentrum einer Reihe bilateraler Beziehungen zu sein, insbesondere mit Italien, das im Finanzbereich wenig transparent war. 

Benedikt XVI vollendete ein Projekt,  das bereits zu Johannes Paul II. gehört hatte, der 1990 ein Dokument über das IOR erstellt und dann Schritt für Schritt ein bis in die 1980er Jahre bestehendes, fast dilettantisches System rationalisierte.  Mitte der 90er Jahre bat das IOR um die erste externe Rechnungsprüfung, ein Zeichen für einen kontinuierlichen Professionalisierungsprozess.

Der Übergang zu einem vollwertigen Finanzsystem war nicht schmerzlos verlaufen. Es ging um privilegierte Geschäftsbeziehungen, in die sich nur wenige einmischen wollten. Der Reform mit italienischen Banken gingen einige "Casus Belli" voraus, wie die Beschlagnahme von 23 Millionen Euro an IOR-Transaktionen, die dem Vatikan dann erst nach mehreren Jahren, als die Finanzreform voll in Kraft war, zur Verfügung gestellt wurden. .

Und zunächst dachte man auch, daß jede Reform nach dem Vorbild der alten Beziehungen erfolgen sollte. Daher die Entscheidung, eine Reihe ehemaliger Mitarbeit4er der Bank von Italien, die nicht hochkarätig, aber für die Aufrechterhaltung der Beziehungen geeignet waren, an die neu geschaffene Finanz-Informationsaufsicht zu berufen. Spätere Abhöraktionen, die in der Tageszeitung veröffentlicht wurden, besagten, daß der damalige Präsident der IOR auch ständig mit der Bank von Italien in Kontakt stand.

Benedikt XVI & die Medien

Katholisch.de gibt einen Kommentar wieder, in dem der Gründer von Sant´Egidio, Andrea Riccardi,  anläßliuch der Vorstellung der italienischen Übersetgzung der Biographie von Papst Beneidkt XVI von Peter Seewald die verzerrte mediale Darstellung des Papa emeritus beklagt und kritisiert. Dabei kann man nicht umhin, festzustellen, daß auch katholisch.,de in der medialen Begleitung des Ratzinger-Pontifikates keine Ausnahme war und sich nicht durch Wohlwollen hervorgetan hat. 
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Unter dem Titel:

"SANT´ EGIDIO-GRÜNDER NENNT BENEDIKT XVI  "GROSSEN EUROPÄER"

beginnt der Artikel so - ZITAT

"Benedikt XVI. sei nicht nur ein großer Theologe, sondern auch angetrieben von der europäischen Idee, lobt der Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi. In diesem Zusammenhang beklagt er auch die mediale Darstellung des Klerikers.

Der Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, hat den emeritierten Papst Benedikt XVI. als "großen Europäer" bezeichnet. Er sei nicht nur ein großer Theologe, sondern auch angetrieben von der europäischen Idee, sagte Riccardi bei der Vorstellung der italienischen Übersetzung des Buches "Benedikt XVI. – Ein Leben" von Peter Seewald (2020) am Samstagabend in Rom. Dies zeige sich schon lange vor Beginn seines Pontifikats." (...)

Quelle.katholisch.de, A. Riccardi

Sonntag, 5. Dezember 2021

 "Der Hl. Franziskus hält eine Predigt für Papst Honorius III",  Giotto Di Bondone, 1299

Heute vor 230 Jahren

 am 5.12. 1791 starb Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 35 Jahren. 


Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über Bergoglianität (und ist immer für eine neue Wortschöpfung rund um den Namen des amtierenden Pontifex gut) und die Schrift.
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             "BERGOGLIANITÄT UND DIE SCHRIFT" (1) 

Für viele Generationen von Anglikanern war der zweite Adventssonntag der "Bibel-Sonntag" Und das wegen einer ziemlich überdrehten Proddy(protestantischen) Interpretation der Epistel, die auch im Book of Prayers geteilt wird und von der vom Hl. Pius V herausgegebenen Ausgabe des Römischen Ritus, 15:4 ff. Aber es ist ein Sonntag, der so gut ist wie jeder andere, um die Beziehung zwischen PF und der Schrift zu betrachten.

(Eine Bemerkung vorausgeschickt für die, die wissen müssen was "Text-Kritik" im Gegensatz zur populären Auffassung ist.; Text-Kritik ist die Wissenschaft...oder Kunst... zu rekonstruieren, was ein antiker Text "ursprünglich"  besagte. Vor der Erfindung des Buchdrucks, als die Manuskripte handschriftlich kopiert wurden, haben sich Veränderungen eingeschlichen,Schreibfehler ... Verbesserungen durch die Schreiber, Harmonisierungen durch die Schreiber (wenn die Texte des Hl. Markus abwichen). Die Schreiber haben den Hl. Markus sehr oft an Matthäus angeglichen, den sie wahrscheinlich besser kannten)  Die Text-Kritik stellt den Beweis dafür her: die unterschiedlichen "Lesarten" der verschiedenen Manuskripte oder frühen Übersetzungen oder Zitate bei frühen christlichen Autoren. Dann benutzt er/sie eine Vielfalt von (hauptsächlich linguistischen) Mitteln, um auszuarbeiten, welche Lesart ihr /ihm als "ursprünglich" erscheint.) 

Päpste haben seit langem in die Entscheidungen eingegriffen, was die Texte und den Schrift-Kanon betrifft. Ein renommierter Kodizist argumentiert, daß der "Kanon der Vier Evangelien" ungefähr um das Jahr 100 in Rom eingeführt wurde.  Als die Vulgata autorisiert wurde, wurde damit ausdrücklich der vom Hl. Hieronymus bevorzugten Lesart zugestimmt. Während der Gegenreformation haben Papst Sixtus V 1590 und dann Papst Clement VIII 1592 (nichtidentische) Texte der Vulgata eingeführt. Das bedeutete, daß-wo es bei verschiedenen Dokumenten verschiedene (abweichende) Lesarten gab-, eine offizielle Entscheidung getroffen wurde, welche benutzt werden sollte. Die Päspte behaupteten nicht, zu wissen, was die "Original"-Autoren ursprünglich geschrieben haben; sie behaupteten nur, für einen nutzbaren und sicheren und orthodoxen Text für den privaten...und wichtiger...für den öffentlichen Gebrauch zu sorgen.

Während des gegenwärtigen Supremats der Bergoglianität wurden zwei konstruktive Änderungen in der Heiligen Schrift vorgenommen. Dabei handelt es sich um Wortänderungen, die dem Herrn in den Evangelien zugeschrieben werden, an Stellen, an denen es in den Handschriften keine Textvarianten gibt. Darüber hinaus sind dies Texte, die täglich von Millionen Katholiken verwendet werden.

 (1) In den Berichten über das letzte Abendmahl opferte der Herr den Kelch seines Blutes, der "für viele“ (peri pollon) vergossen wurde. In einer Reihe europäischer Sprachen, darunter dem Italienischen, das die arrogante derzeitige Chefklasse im Vatikan als normativ zu betrachten scheint, wird uns "per tutti" angeboten ("für alle": auf Latein wäre es pro omnibus; auf Griechisch: peripanton).

(2) Sowohl im matthäischen als auch im lukanischen Vaterunsertext ist "et ne nos inducas in tentationem" nun als "e non abbandonarci alla tentazione" zu übertragen. Ich nehme an, im Lateinischen wäre das et ne nos derelinquas tentationi; auf Griechisch vielleicht Kai me katalipe hemas toi peirasmoi..

Ich wiederhole: es gibt keine Beweise in den Manuskripten ... all den Tausenden ... oder in den Versionen ... oder in den patristischen Zitaten ... für diese Basteleien.

Die Textkritik kann nichts dazu beitragen, PF zu unterstützen."

Wird fortgesetzt...

Quelle:liturgicalnotes. Fr. Hunwicke

2003 Kardinal Ratzinger: "Erzbischof Lefebvre ..." Fortsetzung

Fortsetzung von hier und hier

Jetzt, wo Ecclessia Dei -Gemeinden sich bald Visitationen aus Rom gegenüber sehen, die sicher darauf abzielen, ihre ursprünglichen und traditionellen Charismen zu unterdrücken, sind sie auch mit der Frage konfrontiert, ob sie der Unterdrückung der Tradition, die in ihrer Mitte stattfinden soll, gehorchen sollen oder nicht. 

Erinnern wir uns daran, daß zur Zeit von Erzbischof Lefebvre die Tridentinische Messe durch Papst Paul VI im Wesentlichen verboten worden war, gerade so wie Papst Franziskus jetzt das selbe zu tun versucht.

Erzbischof Carlo Maria Viganò - der ebenfalls Lefebvre für sein Werk gepriesen hat- hat vor kurzem.- im August- hierzu kommentiert: 

Mit seinem motu proprio hat Benedikt XVI die Römisch-Apostolische Messe in der Kirche wieder hergestellt und erklärt, daß sie nie abgeschafft wurde. Indirekt gab er zu, daß es ein Mißbrauch von Paul VI war, als er, um seinem Ritus Autorität zu verleihen, das Zelebrieren der traditionellen Liturgie rücksichtslos verboten hat.

Abbé Claude Barthe, ein traditioneller Priester und Liturgie-Fachmann, hat ebenfalls vor kurzem festgestellt, daß Papst Paul VI die Traditionelle Messe widerrief, als er sagte "Die Messe des Hl.Pius V war, als sie von Paul VI abgeschafft wurde (weil sie abgeschafft wurde, muß sie gefeiert werden, betonte Jean Madirqan zu Recht) fast bis ins Detail- identisch mit der des 11. Jahrhunderts."

Darüber hinaus stellte Viganò im vergangenen Jahr fest, daß er "Erzbischof Lefebvre als einen beispielhaften Glaubenszeugen betrachtet und denkt, daß es jetzt offensichtlich ist. daß seine Verurteilung des Konzils und der modernistischen Apostasie aktueller ist denn je."

Im Juni 1976 weihte Erzbischof Lefebvre eine Reihe von Priestern, sogar obwohl bestimmte Kräfte in Rom schon versucht hatten, die FSSPX zu unterdrücken. In seiner Predigt vom 29. Juni anläßlich dieses Ereignisses, erklärte er, was er als klaren Grund für den Versuch die FSSPX zu unterdürcken sah. Hier ein ausführliches Zitat: 

 "Aber wenn wir in aller Objektivität das wahre Motiv suchen, das diejenigen bewegt, die uns bitten, diese Weihen nicht zu vollziehen, wenn wir nach dem verborgenen Motiv suchen, dann ist es, daß wir diese Priester weihen, damit sie die Messe aller Zeiten halten können, weil sie wissen, daß diese Priester der Messe der Kirche, der Messe der Tradition, der Messe aller Zeiten treu sein werden, und so  fordern sie uns auf  sie nicht zu ordinieren.

 -Bedenken Sie:- als Bewesi dafür- daß wir sechs mal in den letzten drei Wochen.- sechs mal- aufgefordert worden sind, die normalen Beziehungen zu Rom wiederherzustellen und als Beweis dafür den Neuen Ritus zu akzeptieren und ich selbst gebeten worden bin, ihn zu zelebrieren. Sie sind so weit gegangen, mir jemanden zu schicken, der angeboten hat, mit mir im neuen Ritus zu konzelebrieren, um zu beweisen, daß ich diese neue Liturgie freiwillig akzeptiere und auf diese Weise zu sagen, daß zwischen uns und Rom alles bereinigt wäre. Sie haben mir das neue Missale in die Hände gelegt und gesagt "Hier ist die Messe, die ihr zelebrieren müßt und von nun an in allen euren Häusern zelebrieren sollt." Sie sagten mir auch, daß wenn wir heute, am 29. Juni, vor der ganzen Versammlung die Messe nach dem neuen Ritus zelebrieren, von jetzt an alles zwischen uns und Rom bereinigt sein würde. Das ist ein Beweis- das ist klar- daß das ganze Drama zwischen Ecône und Rom am Problem der Messe hängt.

Hier hat Lefebvre Worte gesprochen, die wir kürzlich in Artikeln gehört haben, die auf Traditionis Custodes und den Versuch, die Traditionelle Messe abzuschaffen, geantwortet haben: "Diese Messe ist kanonisiert. Er [Papst Pius V] hat sie endgültig kanonisiert. Nun kann ein Papst eine Kanonisierung nicht widerrufen. Der Papst kann einen neuen Ritus schaffen, aber er kann eine Kanonisierung nicht widerrufen." 

"Er kann eine Messe, die kanonisiert wurde, nicht verbieten" schloss der Erzbischof. 

Mögen diese Worte alle traditionellen Katholiken ermutigen, stark zu bleiben- sogar mit Freude- und für die Messe aller Zeiten Zeugnis abzulegen." 

Quelle: M.Hickson, LifeSiteNews

Samstag, 4. Dezember 2021

Musik am Abend....

G.F.Händel,  Messias:  "The trumpet shall sound"  

             

2003 - Kardinal Ratzinger : "Erzbischof Lefebvre war der wichtigste Bischof des 20. Jahrhunderts"

LifeSiteNews veröffentlicht einen Kommentar von Dr. M.Hickson zu der jetzt bekannt gewiordenen Aussage des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal J.Ratzinger, er betrachte Erzbischof  Marcel Lefebvre als "den wichtigsten Bischof des 20. Jahrhunderts".  
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"WIE BERICHTET WURDE, NANNTE PAPST BENEDIKT XVI ALS KARDINAL - MARCEL LEFEBVRE "DEN WICHTIGSTEN BISCHOF DES 20. JAHRHUNDERTS" 

Bei einer Privataudienz im Sommer 2003 sagte Kardinal Joseph Ratzinger, der zukünftige Papst Benedikt XVI, wie berichtet wird, zwei Priestern, daß er- im Hinblick auf die universale Kirche-  Erzbischof Marcel Lefebvre, den Gründer der FSSPX für den "wichtigsten Bischof  der universalen Kirch"e halte. 

Es ist LifesiteNews gelungen, von einem der beiden bei dem Treffen im Palast des Sant´ Uffizio anwesenden Priester die schriftliche Wiedergabe dieser Worte des deutschen Kardinals zu bekommen.

Bei diesem Gespräch hat Kardinal Ratzinger offensichtlich Erzbischof Lefebvre für seine Arbeit für die Kirche geehrt und zugegeben, daß ich von "meinem augenblicklichen Standpunkt rückwirkend zugeben muß. daß Erzbischof Lefebvre damit Recht hatte, eigene Bischöfe zu wollen."

Die gesamten Erinnerungen an die Äußerungen Kardinal Ratzingers lesen sich so: 

1) "Es ist schwer zu sagen, was die Kirche Erzbischof Lefebvre verdankt, nicht nur wegen seiner "afrikanischen Periode" sondern auch später für die Kirche als Ganzes....Ich betrachte ihn als den wichstigsten Bischof des 20. Jahrhunderts im Hinblick auf die Universale Kirche."

2)"Hätte der französische Episkopat zu der Zeit gegenüber Lefebvre nur ein bißchen mehr christliche Nächstenliebe und Brüderlichkeit gezeigt, hätten die Dinge eine andere Wende nehmen können..."

3)"Von meinem augenblicklichen Standpunkt aus, muß ich rückwirkend Erzbischof Lefebvre Recht geben, eigene Bischöfe haben zu wollen. Heute, nach den Erfahrungen von 15 Jahren Ecclesia Dei, ist es klar, daß eine solche Arbeit, die die der Priestergemeinschaft des Hl. Pius X nicht einfach einem Diözesan-Bischof übertragen werden kann." 

1988 hatte Erzbischof Lefebvre vier Bischöfe ohne die Zustimmung aus Rom geweiht. Er hatte versucht, mit dem Vatican zusammen zu arbeiten und seine Zusatimmung zu bekommen, aber die Hindernisse schienen zu hoch zu sein, und er beschloss, den Weg des Ungehorsams zu gehen. Zu den schwerwiegenden Gründen, aus denen Erzbischof Lefebvre die Notwendigkeit erkannte, seine eigenen Bischöfe zhu weihen, um seine Arbeit für die Tradition der Kirche fotrsetzen zu können, gehörte sein zunehmendes Alter und zu selben Zeit das ökumenische Gebetstreffen in Assisi, bei dem in Anwesenheit von Papst Johannes Paul II eine Buddha-Statue auf den Altar gestellt wurde.

Fr. Hunwicke spricht...

beit liturgicalnotes  in 2. Fortsetzung noch einmal über "Apartments" und ihre Auswirkungen auf Ehe-und Sexualleben ihrer Bewohner...
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                                          "FLATS (3)" 

Georg V und Mary (May) von Teck haben nicht in einem Apartment gewohnt. Ich vermute, daß in einer Zeit, in der Paare der englischen Oberklasse getrennt schliefen, sie während ihres Ehelebens das selbe Bett geteilt und 6 Kinder produziert haben.

Ich habe gewagt, das "Apartment" als symbolisch für die sterilen Ehen der Dreißiger zu betrachten. Es schloss auch ganze Bereiche des Zusammenlebens aus; wenn es küchen- und gartenlos war, schloß es auch Bedienstete aus, vom Butler bis hin zu den Unter-Dienstmädchen, sie alle  waren überflüssig. Ungewollte Familienmitglieder der älteren Generation, wie Rosamunds Vater, konnten mit einer bescheidenen Rente an die Badeorte der Südküste abgeschoben werden. Das ist sicherlich das Anzuchtbeet des atomisierten sozialen Lebens, das wir geerbt haben.

Aber  wenn der neue Biograf Georges V  Recht hat und er "sein Leben lang gegen das zwanzigste Jahrhundert gekämpft hat", ist es grausame Ironie, daß er am Ende davon besiegt wurde. Er wurde in Person seines Arztes Lord Dawson von der eugenischen Ärzteschaft der 1930er Jahre ermordet. Und ihm folgte ein junger Mann, der es wie Adolf Hitler für "modern“ hielt, ohne Hut und mit einem Flugzeug anzukommen.

Und dessen "Ehe" steril war.

Abschließend und nur zu Ihrem Spaß hier zwei Passagen über zwei gegensätzliche Ehen von Lewis und Sayers. Beide berufen sich auf  die eindringliche liturgische Diktion von Erzbischof Cranmer auf.

Lewis: " Die Ehe -sagte Jane Studdock bitter zu sich selbst-"wurde der Gemeinschaft, gegenseitiger Hilfe und Trost geweiht, die einer dem anderen geben sollte." In der Wirklichkeit hatte sich die Ehe als Tür aus der Welt der Arbeit und Kameradschaft und des Lachens und unzähliger Dinge, die man tun konnte, erwiesen - und war zu etwas wie Einzelhaft geworden, Während der Jahre vor ihrer Heirat hatte sie nie so wenig von Mark gesehen, wie während der vergangenen sechs Monate. Sogar wenn er zu Hause war, sprachen sie fast nie miteinander. Er war immer entweder müde oder geistig abgelenkt...nur eine Sache schien überhaupt in der Lage zu sein, ihn wach zu halten, nachdem er ins Bett gegangen war und selbst das hielt ihn nicht lange wach..."

Sayers: "Am Ende einer Woche voller Arbeit, brauchte Harriet einige technische Informationen und -als sie in die Bibliothek ging, um sie dort zu finden, entdeckte sie Peter, der eifrig ein Folio mit schwarzen Buchstaben herbeitrug....

"Ich bin glücklich, helfen zu können" sagte seine Lordschaft "Jetzt zu den Auswirkungen, die zeitweiliges Untertauchen in schmutigem Wasser auf eine Leiche hat..."

"Drittens"murmnelte Harriet voller Emotionen "wurde die Ehe zu gegenseitiger Gesellschaft, Hilfe und Trost, die der eine im anderen haben sollte, bestimmt." Sie setzte sich an die gegenüber liegende Seite des Tisches und sie stürzten sich gemeinsam in die Statistiken der Verwesung." 

Bei der Verwendung der veröffentlichten Ausgabe von Thrones, Dominations bin ich, möglicherweise vorschnell, davon ausgegangen, daß die Kapitel 1-6 von Sayers stammen. Da ich glaube, in Kapitel 7 Fehler zu entdecken, neige ich dazu, das und den Rest des Buches Paton Walsh zuzuschreiben. Aber in Kapitel 3 gibt es den Ausdruck "die forensischen Leute", der sich auf die Gerichtsmediziner bezieht. Das OED (-Dictionary) gibt eine Referenz aus dem Jahr 1845 für "Forensische Medizin" an, aber ich bin ein wenig misstrauisch gegenüber dieser modernen Verwendung von "Forensik"als eigene Wissenschaft ... wie es heute im englischen Englisch der Fall ist. Hat Paton Walsh manipuliert? Oder ist Sayers ihrer Zeit voraus?

Ich glaube, daß Sayers eine so bedeutende Autorin war, damit das, was sie tatsächlich geschrieben hat, sicher war. Hat sich Paton Walsh bei den Entwürfen von Sayers Freiheiten genommen?

Ich frage mich, wo Paton Walsh´s eigene Texte  nach ihrem Tod gelandet sind. "

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Freitag, 3. Dezember 2021

Christliche Kunst

 

Fundstück

Hannah Brockhaus berichtet für CNA von der Zypernreise des amtierenden Papstes
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Unter dem Titel:

"PAPST FRANZISKUS AN ORTHODOXE BISCHÖFE IN ZYPERN: LASST UNS DIE VOLLE EINHEIT SUCHEN" 

beginnt der Artikel so - ZITAT

"Bei einem Treffen mit orthodoxen Bischöfen in Zypern hat Papst Franziskus am Freitag den Wunsch geäußert, dass die katholische Kirche und die orthodoxe Kirche ihren Weg zur vollen Einheit fortsetzen werden.

Das per Live-Stream übertragene Treffen mit Mitgliedern der Heiligen Synode fand am zweiten Tag der Reise von Franziskus vom 2. bis 6. Dezember in die Mittelmeerinselstaaten Zypern und Griechenland statt.

Die Heilige Synode ist die höchste Autorität der Kirche von Zypern, einer autokephalen orthodoxen Ostkirche. 

"Die Gnade, hier zu sein, erinnert mich daran, dass wir einen gemeinsamen apostolischen Ursprung haben: Paulus durchquerte Zypern und ging weiter nach Rom", sagte Papst Franziskus am 3. Dezember. "Wir sind also Erben desselben apostolischen Eifers, und uns verbindet ein einziger Weg, der des Evangeliums. Ich wünsche mir, dass wir auf diesem Weg weiter voranschreiten und eine immer größere Brüderlichkeit und volle Einheit anstreben".

Das Treffen mit den orthodoxen Bischöfen folgte auf ein privates Treffen zwischen Franziskus und Chrysostomos II, dem orthodoxen Erzbischof von Zypern, in seiner Residenz am frühen Freitagmorgen.

Papst Franziskus sagte in seiner Ansprache, dass er von der Art und Weise, wie Chrysostomos II. über die Kirche als Mutter gesprochen habe, berührt gewesen sei. rn schon - das Vorbild des heiligen Barnabas, eines Apostels, der aus Zypern kam und dem heiligen Paulus half, das Evangelium unter den Heiden zu verbreiten."  (...)

Quelle: H. Brockhaus, CNA

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über heraldische Eigenarten und bibliophile Kostbarkeiten aus dem England der Renaissance in der Wolseys Bibliothek in Oxford- mit einem kleinen aber bitterblösen Seitenhieb auf König Heinrich VIII.
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                   "KARDINÄLE UND EIN KAISER"

Es ist immer ein Spaß durch die Reihen des Kardinals-Kollegiums zu gehen, um das Wappen seines Gründers auf einer gigantischen Fahne wehen zu sehen; so typisch Tudor und so neu in seiner Ausarbeitung und seinen Details. Während die meisten Oxford-Colleges ihr Wappen übernahmen, wurde es dem Kollegium der Kardinäle 1525 von Garter und Clarenceux gestiftet. Die Anerkennung einer besonderen Würde? 

Ich nehme an, daß die Cornischen Dohlen darauf hinweisen, daß der Schutzheilige von Wolsey der Hl. Thomas zu Becket war. (Ich denke, daß Thomas Cromwell Dohlen in sein Wappen aufnahm) Und der Sohn eines Schlachters nahm auch edle Motive von Suffolk auf:  ein silbernes Kreuz der Grafen Ufford, blaue Leoparden von den Grafen de la Pole, Und ein roter Löwe nickte fröhlich Papst Leo X zu.  Es gibt keine Blutlinie zwischen diesem Ganzen und Wolsey, manchmal werden "Worte von Zuneigung" benutzt, um diese Art von Heraldik zu beschreiben. 

Zwischen den Schätzen von Bodley befindet sich auch ein spektakulärer kleiner Band- der früheste Einband mit Goldprägung- das Wolsey geschenkt wurde und Prosa und ihm gewidmete Lobesverse enthält, mit dem Hl. Georg auf dem Umschlag....und Rosen...und Granatäpfeln! Eine wahre Beschwörung der Renaissance und humanistischer Tage, bevor alles den Bach hinunter ging. Und was für eine europäische Achse wäre das gewesen, England mit Spanien und dem Kaiserreich! Das erinnert mich an ein Ereignis von vor 3 Jahrzehnten, als der damalige Subdiakon der Königlichen Kapelle, der bewunderswerte Fr. Anthony Caesar mich an den Sicherheitskräften vorbei schmuggelte, um mir die Tudor-Kapelle im St. Jame´s Palast mit all ihren Granatäpfeln in der Deckendekoration zu zeigen. Ich habe mich gefragt und frage mich immer noch, was der syphilitische alte Tyrann wohl dachte, wenn sein Blick in seinen späteren Tagen darauf fiel. nachdem er seine Frau verstoßen und sich zwei Huren genommen hatte.  

Aus der selben Zeit besitzt Bodley ein Buch- auch mit Goldprägung- das wohl dem Humanisten Cuthbert Tunstall, dem späteren Bischof von Durkham, während des Goldbooms, der den Frieden von Cambrai von 1529 begleitete, geschenkt wurde. Und der nächste König Heinrich.- auf jede erdenkliche Weise das Gegenteil des Achten-..war die Quelle eines italienischen Buches, dessen roter Seideneinband mit dem Wappen unseres verstorbenen Souveränen Herrn König Heinrich IX., Kardinalbischof von Frascati, bestickt ist. Die Krone unter dem Kardinalshut (der auf jeder Seite nur sechs Quasten hat: warum?).

Was Sie jedoch wirklich in die frühen Jahrhunderte des englischen Christentums zurückversetzt, ist ein Evangeliar,  ungefährt von 800, aus der Hofschule Karls des Großen in Aachen, mit einem Elfenbeineinsatz von Christus dem Sieger.. Es wurde für die Abtei von Chelles hergestellt, deren Äbtissin  Karls Schwester Gisela war.

Es erinnert mich an die frühere Renaissance, die Zeit des Engländers Alcuin, die so maßgeblich dazu beigetragen hat, die Romanitas ins Mittelalter zu übertragen.

Ich behaupte nicht, daß der zufällige Besucher diese Bücher in Bodley ausgestellt finden wird."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Kardinal Burke schreibt einen Brief an die Gläubigen

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Brief, den dervon seiner Covid-19-Infektion genesende Erzbischof von La Crosse, Kardinal Raymond Burke an seine Gemeinde geschrieben hat. 
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"KARDINAL BURKE NIMMT DIE ZELEBRATION ÖFFENTLICHER MESSEN WIEDER AUF. ADVENTS-BOTSCHAFT"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, mit großer Freude teilen wir mit Ihnen die Nachricht von Kardinal Burke, in der er ankündigt, das Zelebrieren öffentlicher Messen wieder aufzunehmen. Gute Lektüre.

§§§

Gelobt sei Jesus Christus!

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

Es freut mich sehr, Sie informieren zu können, daß ich nach meinem Krankenhausaufenthalt seit dem 10. August dieses Jahres bald wieder öffentlich die Messe feiern werde. Obwohl meine Genesung noch weitergeht, hat sich mein Gesundheitszustand so weit gebessert, um in den Schrein Uneserer Lieben Frau von Guadalupe in LaCrosse, Wisconsin, zurückkehren zu können. 

Am kommenden 11. Dezember um 11:00 werde ich ein Pontifikales Hochamt nach dem Usus Antiquior des Römischen Ritus feiern-, der oft Außerordentliche Form des Römischen Ritus genannt wird- das von Catholic Answers per live-stream übertragen wird, Wenn Sie nicht persönlich an der Hl. Messe teilnehmen können, sind Sie eingeladen, den livs-stream anzusehen. 

Obwohl der folgende Tag, der 12. Dezember, der traditionelle Feiertag Unserer Lieben Frau von Gaudalupe in diesem Jahr auf den dritten Advents-Sonntag fällt. Weil laut dem Novus Ordo des Römischen Ritus - der oft Ordentliche Form des Römischen Ritus genannt wird- ein Festtag, der der Weihetag des Schreins ist- nicht einen Advents-Sonntag ersetzen kann, wird er gemäß dem jüngeren Usus auf den folgenden Tag, den 13. Dezember, verschoben. So werde ich also sowohl die Gaudete-Sonntags-Messe am 12. Dezember um 13:00, als auch am 13. Dezember um 12:15 das Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe feiern- beidesmal nach dem jüngeren Ritus. Keine dieser Messen wird live-gestreamt. Wenn Sie also Zeit haben, sind Sie eingeladeen zum Schrein Unserer Lieben Frau von Guadalupe zu pilgern um an einer dieser oder an beiden Hl. Messen teilzunehmen.