Freitag, 9. Dezember 2022

Christliche Kunst

 Die Hochzeit in Kanaa,  Giotto Di Bondone, 1306 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über einen unbekannten Ort, an dem der Erste Lord des briutischen Schatzamtes seine Schulbildung erhalten hat und der seinen Zorn durch einen schweren grammatikalischen Lapsus hervorgerufen hat. Die Maßnahme, die er sich wünscht, würde in Deutschland zu einer mittelschweren Krise mit der sofortigen Versetzung des Autors in den Stand einer persona non grata führen... 
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               "DER ERSTE LORD DES SCHATZAMTES"

...hat neulich den Satz "zwischen ihm und ich" ausgesprochen.

Jemand sollte herausfinden, wo dieses Monster analphabetischer grammatikalischer Ungeschicklichkeit seine Ausbildung erhalten hat und dann könnten wir eine Königliche Kommission haben, die hilft, zu entscheiden, was man tun sollte, um diesen Platz - Haken oder Linie oder was auch immer- zu zerstören. Nec lapis in loco relinquator... (Kein Stein soll auf dem anderen bleiben) 

In einer denkwürdigen poetischen Epiklese während einer früheren Zeit der schwersten nationalen Krise sprach Sir John Betjeman für die Nation, als er mutig die "freundlichen Bomben“ von Herrn Göring aufforderte, auf Slough zu fallen

Hat die Luftwaffe ihren gesamten Vorrat an Pyroboli Benigni (wohlwollenden Bomben) auf Slough aufgebraucht? Oder gibt es vielleicht noch ein paar winzig kleine Bömbchen, die für den gegenwärtigen Notfall zurückgelegt worden sind?

Kann die Nato helfen? Sind die hervorragenden Bomber von Präsident Truman noch zu mieten?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Fundstück

Regina Einig liest in "Die Tagespost"  den Theologen, die auf synodalen Irrwegen wandeln, die Leviten und empfiehlt ihnen zur Überwindung ihrer Uralt-Häresien die Lektüre des Hl. Augustinus. (Man soll die Hoffnung auf Besserung ja nicht aufgeben und deshalb die Frage, ob es dafür nicht schon zu spät ist, ungestellt lassen. 
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Unter dem Titel:

"ZEIT, AUGUSTINUS ZU LESEN"

 beginnt der Artikel so - ZITAT

"Originelle Köpfe sind selten geworden in deutschen Theologenkreisen. Auch der Vorschlag des hochbetagten Hermann Häring, die katholische Kirche solle "das Erbsündensyndrom" überwinden, ist im Grunde ein alter Hut. Seine Vorstellung, die "ungeschmälerte Freiheit" solle Ausgangspunkt des christlichen Menschenbildes sein, beschäftigte schon die Christen in der Antike. Das römische Glaubensdikasterium hat das Comeback der Häresien von gestern vor gut vier Jahren im Schreiben "Placuit Deo" beschrieben.
Die Einzigartigkeit der Erlösertat Christi verschleiert"

Quelle: R. Einig, Die Tagespost

Was haben die Liturgiereformen bewirkt?

Peter Kwasniewski veröffentlicht bei OnePeterFive einen Beitrag über die Auswirkungen der liturgischen Reformen - hin zu bequemeren Formen- und deren Folgen für die Gläubigen und das Kirchenleben. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEICHTE TUGEND": TROST UND ERLEICHTERUNG ALS BASIS DER LITURGISCHEN REFORMEN"

Die in Matthäus 16 wiedergegebene Sünde Petri "Da nahm ihn Petrus auf die Seite und fing na, ihm Vorhaltungen zu machen und sagte: das verhüte Gott, Herr! Niemals darf dir das widerfahren!" (V. 22) Das ist die archetypische päpstliche Sünde gegen die Messe. 
Beachten Sie, daß Petri "Zurechtweisung“ von der Vermeidung des Kreuzes abhängt. Die Messe ist die Repräsentation des Kreuzesopfers; daher würde sich die Haltung des Petrus, übersetzt in das Zeitalter des Heiligen Geistes, das heißt das Zeitalter, das sich von Pfingsten bis zur Wiederkunft erstreckt, neu finden, wenn jemals ein Nachfolger von ihm versuchen würde, sich den Forderungen – moralisch, asketisch, doktrinär, ästhetisch – zu widersetzen. das uns das sakramentale Opfer auferlegt; wenn er versuchen würde, der Last negativer und schwieriger Dinge zu widerstehen, die zu unserem eigenen Besten getragen werden muß und die wir zu unserem Schaden ignorieren oder zurückweisen würden. Der Evangelist fährt fort: "Aber er wandte sich um und sagte zu Petrus "Hinweg von mir Satan! Ein Ärgernis bist du für mich, denn du denkst nicht die Gedanken Gottes, sondern die der Menschen." (Mt.16: 23)
Wie Roberto De Mattei feststellt:
"Die Unfehlbarkeit des Papstes bedeutet keineswegs, daß er in Regierungs- und Lehrfragen uneingeschränkte und willkürliche Macht genießt. Das Dogma der Unfehlbarkeit definiert zwar ein höchstes Privileg, ist aber in genauen Grenzen festgelegt, die Untreue, Irrtum und Verrat zulassen. Andernfalls wäre es nicht nötig, in den Gebeten für den Papst zu beten: "non tradat eum in animam inimicorum eius [dass er nicht in die Hände seiner Feinde geliefert wird]“.
Wenn es dem Papst unmöglich wäre, in das feindliche Lager zu gelangen, wäre es nicht nötig, dafür zu beten, daß dies nicht geschieht. Der Verrat des Petrus ist das Beispiel einer möglichen Untreue, die im Laufe der Geschichte allen Päpsten gedroht hat und bis zum Ende der Zeit so bleiben wird. Der Papst, auch wenn er die höchste Autorität auf Erden ist, schwebt zwischen dem Gipfel der heroischen Treue zu seinem Auftrag und dem Abgrund des allgegenwärtigen Abfalls. (Liebe zum Papsttum und kindlicher Widerstand gegen den Papst in der Kirchengeschichte, 84)

Donnerstag, 8. Dezember 2022

Musik am Abend

 G.F. Händel "Wassermusik"- Ouvertüre

               

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Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes anläßlich der Hochfestes der Unbefleckten Empfängnis heute über Maria als treueste Tochter Jerusalems, Ikone des erlösten Israels. 
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                            "TU GLORIA JERUSALEM"

In den ersten Kapiteln des Lukas-Evangeliums erklingt wie das beharrliche Läuten von Great Tom jeden Abend nach neun Uhr der eindringliche Satz kata ton nomon Moyseos (nach dem Mosaischen Gesetz)  Maria, die treueste Tochter Jerusalems, die selbst das Gegenbild Zions ist, gehorchte gewissenhaft der Tora, als sie allmählich wie eine Geizige in ihrem Unbefleckten Herzen die Wunder bewahrte, derer sie teilhaftig worden war, und sie verstand vollkommen, daß das Kind auf ihren Knien selbst die gesegnete fleischgewordene Tora war. "Was immer er euch sagt ..."

Die Unbefleckte Maria soll sicher als Ikone des Erlösten Israels verstanden werden; wie Israel und alle Menschen sein sollten, wenn Eva nicht gefallen wäre; wie in den Versprechen Gottes wird es- gereinigt vom Ungehorsam gegen den seine Propheten predigten- gewaschen mit den Wassern der Taufe sein, freudig im Wissen, daß sein Gott treu ist und daß seine Versprechen erfüllt werden. 

Verdammen Sie mich als "Judaisierer" wenn Sie wollen, aber er erhebt mein Herz, wann immer ich eine Familie sehe, die unsere bösartigen säkularen Medien verächtlich "die Ultra-Orthodoxen" nennen; die Mutter sorgt für ihre Kinder, der Vater hat wahrscheinlich seine Nase in der Torah. Sicher sollten wir für diejenigen beten, deren Verehrung der Torah nur ein ganz sanftes Wegziehen des Schleiers von ihren Augen braucht, um zu erkennen, wer diese Torah ist. 

Mögen sie im Leben und im Tod alle - so wie Maria- dem telos (Ende) treu sein, wissend, wer das Ende, das Omega ist und wie Maria auf Golgatha die Verkündigung hören tetelestai.(es ist vollbracht) "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

HEILIGE MUTTERGOTTES BITTE FÜR UNS!

Pater Serafino Lanzetta spricht bei La Nuova Bussola Quotidiana über das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS, DAS GEHEIMNIS DES GUTEN, DAS ÜBER DAS BÖSE TRIUMPHIERT"

"Die Unbefleckte Empfängnis erinnert uns daran, daß das Geheimnis des Guten dem Geheimnis des Bösen vorausgeht« und ruft uns auf, in Treue zu Gott zu leben, es mit ihm zu überwinden. In modernen Erscheinungen erklärt uns die Muttergottes, daß es "einen großen Plan Satans" gegen die Menschheit gibt, aber daß sie "den Triumph ihres Unbefleckten Herzens" vorbereitet. Zum Treffen von La Bussola mit Pater Serafino Tognetti und dem Mariologe

Heute feiert die Kirche das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis, aber was ist die Bedeutung dieses Festes? Grundsätzlich lässt es sich auf zwei Ebenen erklären. "Die erste betrifft die Jungfrau Maria, die zweite - als Geheimnis des Heils - betrifft uns Menschen", erklärt Pater Serafino Tognetti in der Videositzung mit La Bussola unter dem Titel "De Maria numquam satis" (über Maria wird nie genug gesagt), zweite Sitzung in einer Reihe von sechs Terminen, die für Dienstagabend geplant und für das zehnte Jubiläum der Zeitung vorgeschlagen wurden. Ein von Direktor Riccardo Cascioli moderiertes Treffen, bei dem auch der Mariologe Diego Manetti zu Gast war - sehr reich an Ideen, die uns daran erinnern, daß jedes marianische Dogma nicht nur mit der Kirche, sondern mit der ganzen heutigen Welt und dem ewigen Schicksal jeder Seele direkt zu tun hat.

Die Immaculata erinnert uns in der Tat »an die Vorstellung von Gott über den Menschen, die in der allerseligsten Jungfrau Maria vollkommene Erfüllung findet«, wie Pater Cognetti erklärt.
Anders als bei Adam und Eva, die ohne Sünde geschaffen wurden, dann aber in die Schuld fielen, die die menschliche Natur verdorben hatte, war der ursprüngliche göttliche Plan in Maria vollkommen erfolgreich, weil sie nicht nur rein geschaffen wurde, sondern "so blieb, in absoluter Treue zum Plan Gottes". Diese Wahrheit wirkt sich unmittelbar auf jeden Menschen aus, denn auch wir, obwohl wir von der Erbsünde gezeichnet sind, haben eine »Unbefleckte« Seele, wenn auch relativ, die Pater Tognetti wie folgt erklärt: »In dem Augenblick, in dem die Seele in das empfangene Kind eingeflößt wird, kommt die Seele rein aus den Händen Gottes heraus. Wenn wir ein Bild der Zeit verwenden wollen, ist die Seele für einen Moment rein, denn was Gott schafft, ist rein, es ist rein", während dann die Erbsünde mit ihren Folgen eingreift. In diesem Sinne verstehen wir die große Bedeutung dieses Tages: »Das Fest der Unbefleckten Empfängnis erinnert uns daran, dass das Geheimnis des Guten dem Geheimnis des Bösen vorausgeht«; Deshalb, fügt der Priester hinzu, kann es als "das Fest des Guten, das Gott geschaffen hat" definiert werden.

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Was krumm ist, soll gerade werden...

"Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott...
Bahnt in der Wüste eine Straße für den Herrn, macht in der Steppe einen ebenen Weg für unseren Gott!"

               

Kardinal Müller zu Glaubensverlust und Anpassung an den Zeitgeist

Kardinal Müller im Gespräch mit Martin Lohmann über den Synodalen Weg und den Glaubensverlust im Zeichen der Anpassung an den Zeitgeist. 

              

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über eine Episode aus der turbulenten Kirchengeschichte Englands.   
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                     "TRURO UND TRÉGUIER"

Damit wir die anglikanisch-katholische Tradition seit 1533 nicht vergessen, trete ich heute in den klerikalen Kreis von P. John Tregear ein: er war der Vikar von St. Allen in Cornwall, der während der Regierungszeit der Guten Königin Mary die Gegenreformations- Predigten von Bischof Bonner ins Kornische übersetzte. Einer seiner Mitarbeiter war Pater Thomas Stephyn*, Pfarrer des nahe gelegenen St. Newlyn, der 1537 in einen höchst amüsanten Tumult im Hafen von Truro verwickelt war. Ein Agent des Tudor-Regimes, Alexander Carvanell, hörte von einem Schiff namens Maudelyn, das mit Pater Stephyn und zwei anderen Priestern und einigen Dutzend Laien im Begriff war, zum Pardon** (Patronatsfest) in Treguiér, Bretagne, in See zu stechen, "faynyng a poope holly pilgrymage". Die frommen Schurken weigerten sich, die Tudor-Abgesandten an Bord des Schiffes zu lassen; Carvanell und die zwei Gehilfen wurden zunächst von Bord geworfen.

Sie blieben standhaft, und schließlich segelte das Schiff mit den drei Regierungsmännern als Gefangene an Bord davon. Fünf Meilen von Falmouth entfernt wurden die beiden Gehilfen in ein Boot gesetzt, um an Land zu rudern, aber Carvonell selbst wurde den ganzen Weg in die Bretagne getragen. Die papstheiligen Pilger amüsierten sich damit, ihm zu drohen, ihn am Ende eines Taus hinter dem Schiff herzuschleppen. Der Spaß ging in Treguiér weiter; Die Cornwall-Männer erklärten ihren bretonischen Cousins ​​den Status von Carvonell, und die Frommeren unter denen, die sich zum Patronatsfest versammelt hatten, griffen ihn in den Straßen von Treguiér an, "shuldryng" und schlugen ihn, 
als sei er "ein Türke oder ein Sarzin"gewesen . Aber er überlebte, gelangte nach Hause und erstattete dem Rat Bericht.

Pater Tregear verbrachte, wie wir gesehen haben, seine Tage als Vikar von St. Allen, mit ziemlicher Sicherheit als "kirchlicher Papisten“-Priester. Pater Stephyns Zukunft ist viel weniger klar. Tatsächlich verschwindet er vom Radar der Archive. Aber er bringt es bis in die Geschichte des cornischen `Recusant´-Manuskripts mit dem Titel "The Tregear Homilies“. Später in der Geschichte wurde diesem Werk ein weiterer Abschnitt, Sacrament an Alter, hinzugefügt. Dieser besteht aus einer langen Sammlung von patristischen Zitaten über die Eucharistie, und es hat sich gezeigt, daß sie äußerst raffiniert zusammengestellt wurde. Die eucharistischen Debatten von 1554 in Oxford zwischen katholischen und protestantischen Geistlichen wurden unter Elizabeth in Foxe's Acts and Monuments abgedruckt. Eine Kopie davon sollte später in allen Kirchen aufgestellt werden. Es sieht eher so aus, als hätte Pater Stephyn einfach nur aus der katholischen Apologetik abgeschrieben und die katholischen Zitate für Foxes protestantischen Bestseller ins Cornische übersetzt. Lustig, oder?

Fundstück

Stephan Baier berichtet in "Die Tagepost" über die Verleihung des diesjährigen Ratzinger-Preises    Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"NOBELPREIS FÜR THEOLOGIE"! GEHT AN JOSEPH H.H. WEILER"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Der Ratzinger-Preis – im Volksmund gerne als „Nobelpreis für Theologie“ bezeichnet – wurde heuer an einen Rechtswissenschaftler jüdischen Glaubens verliehen. Das spricht wohl für die Weite beider: des Preises wie des Geehrten. Tatsächlich wurden mit diesem Preis bisher zwei Dutzend Wissenschaftler aus 16 Ländern geehrt, im Vorjahr die Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und der Exeget Ludger Schwienhorst-Schönberger, beide Autoren dieser Zeitung. Nun überreichte Papst Franziskus die Ehrung im Vatikan an den französischen Dogmatiker Michel Fedou SJ und den Rechtsgelehrten Joseph Halevi Horowitz Weiler." (...)
Quelle: S. Baier, Die Tagespost 

Dienstag, 6. Dezember 2022

EIn neues Buch über die St. Gallen-Mafia

Marco Tosatti bespricht bei Stilum Curiae das Buch "Eine geheime Gruppe von Reformern im Inneren der Kirche" von Julia Meloni, das die Rolle der St. Gallen-Mafia bei der Wahl Jorge Mario Bergoglios zum Papst und ihren Einfluss auf dessen Pontifikat untersucht.
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"MELONI: DIE ST. GALLEN MAFIA. DAS SCHEINT EIN KRIMI ZU SEIN (SO LIEST ES SICH), ABER ALLES IST WAHR" 

Es liest sich wie ein Krimi und zwar ein fesselnder, in dem der Autor, eingedenk der Lektion dieser unvergleichlichen Lehrerin, die Agatha Christie Mallowan war, vor der endgültigen Auflösung des Rätsels eine genaue Analyse aller Charaktere anzubieten.

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir sprechen von der "St. Gallen-Mafia". " Un gruppo riformista segreto all'interno della Chiesa", von Julia Meloni, ( Eine geheime Gruppe von Reformern im Inneren der Kirche), erschienen in Italien bei Fede e Cultura 

Der Begriff "Mafia" für jene Gruppe von Bischöfen und Kardinälen, die sich im Herbst des Pontifikats von Johannes Paul II. in der Stadt St. Gallen in der Schweiz trafen, wurde nicht von einem Feind erfunden; Es ist die Definition, die einer ihrer Hauptvertreter, der– aus Gründen der von einem der Opfer aufgezeichneten Berichterstattung über Pädophilie – sehr umstrittene Kardinal Danneels in einem Fernsehinterview mit großer Ernsthaftigkeit ihr gegeben hat.

Julia Meloni  beschreibt mit einem beeindruckenden Literaturverzeichnis, das allein schon von der Tiefe und Akribie zeugt, mit der sie ihre Arbeit ausführte- die grundlegenden Themen die die "Mafia" für wichtig hielt und parallel dazu die Entwicklung ihrer Charaktere. Insbesondere den von Kardinal Martini, der in gewissem Sinne der Ideologe der Gruppe war, und dann von allen anderen: Kardinal Kasper, Kardinal Silvestrini, Kardinal Murphy O'Connor etc.

Das zentrale Thema, die These der Arbeit, ist von Anfang an klar: zu zeigen, wie diese Gruppe, die zuerst Johannes Paul II. und dann Benedikt XVI. feindlich gesinnt war, im Konklave von 2005 offen unterstützt wurde, und zwar mit größerer Effektivität, aber auf verdeckte Weise, weil die Gruppe offiziell um 2006 aufgehört hätte zu operieren (oder so wollte sie glauben machen):  die Kandidatur für  des Erzbischofs von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio für das Papstamt.

Schließlich gelang es , ihn 2013 auf den Stuhl Petri zu wählen und damit zu erreichen, daß der Papst die Strategie der "Erneuerung" (oder, nach Meinung einiger, Selbstzerstörung) der katholischen Kirche durchführte. Julia Meloni identifiziert mit äußerster Präzision die Genese, ideologisch und / oder theologisch der meisten Schritte von Franziskus und schreibt sie jetzt einigen seiner Mitinspiratoren und Verschwörer zu. Insbesondere, wie bereits erwähnt, Martini und Kasper.´

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über das Fest des Hl. Nikolaus und seine Einordnung im Vetus und im Novus Ordo. Hier geht´s zum Original: klicken

                          "ALTE FREUNDE TREFFEN "

Heute feiern wir den Hl. Nikolaus; seit einigen Jahrzehnten meines Lebens, in Lancing, ein Doppel der Ersten Klasse und halber Feiertag, an dem wir alle nach Brighton aufbrachen, um unsere Weihnachtseinkäufe zu machen, und im Fall der Studenten, um zu bechern. Ich erinnere mich, wie ich an einem Tag des Hl. Nick in einem Laden unten in der East-Street glücklich in den übrig gebliebenen Büchern stöberte. Ich hatte dem Schaufenster den Rücken zugekehrt und zeigte gelehrtes Interesse an einem großen, glänzenden Band mit dem Titel "Verbotene Bilder aus dem antiken Pompeji" (ich habe es nicht gekauft). Ein fröhliches Hämmern an der Scheibe hinter mir erweckte plötzlich meine Aufmerksamkeit für die Tatsache, daß ein erheblicher Teil der 5. Klasse dem Thema meiner Lektüre  warm zustimmte und meine Ansichten über ihre akademische Bedeutung teilte.

Der Kultus des Hl. Nikolaus ist einer der ökumenischsten und der ältesten; er war der Heilige mit einem so großen Portfolio an Schirmherrschaften wie ein Renaissance-Kardinal. Er war Co-Schutzpatron in Lancing, Co-Haupt-Schutzheiliger mit der Glorreichen Himmelfahrt unserer Lieben Frau; an seinem Fest pflegten wir eine vom guten alten Basil Handford komponierte Hymne zu singen: 
Sancte, Sancte Nicolas
Tute patronas noster est
Laus et Deo Gloria
Sancte pro nobis exora  

Viele der Küstenkirchen in Sussex und andernorts (sowohl im Byzantinischen Osten als auch im Lateinischen Westen) sind ihm geweiht. Wohin man geht, ist er der alte Freund, dem man immer wieder zu begegnen scheint. 

Wenn wir zum Roman-Forum-Colloquium nach Gardone fahren, opfern wir jeden Morgen unsere Messen in der wunderbaren Pfarrkirche auf, hoch oben auf den Hügeln über Catulls See, die demonstrativ Divo Nicolao (was für ein Ausdruck der 1750-er!) geweiht ist. Zufällig zeigt das Deckengemälde dort den Hl. Nikolaus, der die Mauren vertreibt. Sancte, pro nobis exora!

In der Ordentlichen Form ist er nur noch optional; in der Außerordentlichen Form jedoch gehört er glücklicherweise zur Glaubenskongregations-Liste der Privilegierten Feste, die nicht übergangen werden können. 

Gut für euch, Freunde.

Ein wichtiger Punkt, den ich ansprechen möchte, betrifft die historisch-theologischen Aspekte seines Kultes.

Was ich meine, ist dies. Seine Einhaltung ist deutlich älter, weiterverbreitet und bedeutsamer als viele Feste mit einem erhabeneren "inneren“ Status; sogar zum Beispiel Feste unseres Gesegneten Herrn.

Der Hl.Nikolaus hat am 6. Dezember Auctoritas und davon Unmengen. Der Hl. Martin ist ein weiterer Heiliger, über den ich ein ähnliches Urteil fällen würde. Ich wäre empört, wenn einer von ihnen aus dem Kalender verschwinden würde; aber das Verschwinden von Christ-König vom Excita (Advents) Sonntag oder des Hl.Josephs, dem Arbeiter vom 1. Mai würde mich einfach nur dazu ermutigen, eine weitere begeisterte Flasche Waitrose Cava zu öffnen.

Easy come, easy go, wie Tantchen zu sagen pflegte.

Oder- in meinem eigenen Nerd-Speak: Auctoritas ist viel wichtiger als dumme kleine Zettel aus Rom."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Erbsünde, Unbefleckte Empfängnis, Inkarnation, Auferstehung, Erlösung

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Beitrag eines Freundes seiner website, R. S. über die aktuelle, liturgische Zeit im Kirchenjahr. 

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"VERKÜNDIGUNG, INKARNATION, UNBEFLECKTE EPFÄNGNIS UND ERBSÜNDE" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, ein treuer Freund unserer Website, R.S., bietet Ihnen diese schönen Reflexionen über die liturgische Zeit, in der wir leben, mit besonderem Augenmerk auf die Rolle Mariens. Gute Lektüre und Meditation.

                                                                                  §§§

            INKARNATION, UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS, WILLE UND URSÜNDE

Für den Leser, der auf diese Zeilen stößt, erkläre ich sofort meine Absicht: sie möchten nicht den Intellekt zum Nachdenken anregen, sondern den Willen zu festeren Absichten als einer ersten Bewegung bestimmen.

Genau einen Monat vor der Unbefleckten Empfängnis Mariens gedenkt die Kirche des seligen Johannes Duns Scotus, eines Franziskanerpriesters, der zwischen 1265 und 1308 lebte und wegen der Schärfe seines Denkens als "subtiler Doktor" bekannt war, ein Höhepunkt seines Schaffens war es, die Begründung für das Marianische Dogma zu unterstützen, das erst 1854 von der Kirche verkündet wurde.

Der selige Johannes betrachtete dieZentralität Christi, des fleischgewordenen Wortes, im Kosmos und in der Geschichte. Die Menschwerdung des Logos stellt den Willen des ursprünglichen Gottes dar, den der Sündenfall, zuerst einiger Engel und dann des Menschen, auf die erlösende Wiedergutmachung ausdehnte, die durch das Blut erworbent wurde, das Jesus freiwillig vergossen hat, das Lamm Gottes, das am Kreuz geopfert wurde.

In Gottes Willen hat die Menschwerdung Christi, das erhabenste aller Wunder, in dem Seine Herrlichkeit durchscheint, Vorrang vor ihrer Konfiguration als Wiedergutmachung/Erlösung wegen der Sünde. Vor und mehr als eine Wiedergutmachung ist die Inkarnation ein Akt reiner und bedingungsloser Liebe!

Gott tat in der Menschwerdung des Sohn-Wortes nicht eines der möglichen Dinge, die er tun konnte, sondern genau das, was er vom Ursprung der Zeit an frei wollte! Wir bejahen dies nicht, weil es am stolzen Menschen liegt, zu bestimmen, was Gott denken oder tun soll, sondern weil sie offenbart wurde, stellt die Menschwerdung auch das Maximum der Offenbarung des göttlichen Wesens an die Menschen dar: Der Logos nahm Fleisch an, um uns den Wunsch Gottes mitzuteilen - der Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit ist -, seine Geschöpfe zu seiner Ehre zu rufen, indem er sie mit seiner Gnade erfüllt. Dieser göttliche Plan ist frei gewollt, in einer gerechten und freien Wirtschaft, zum Guten geordnet.

Durch Christus, mit Christus und in Christus, dir Gott, dem allmächtigen Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes, alle Ehre und Herrlichkeit... Jesus, wahrer Mensch und wahrer Gott, führt das geschaffene Universum - Himmel und Erde zusammen - und ist sein absolutes Zentrum und Gipfel. Der heilige Paulus schreibt es an die Kolosser (Kol 1,15-20), und wir rezitieren es im Glaubensbekenntnis: Alle anderen Geschöpfe, sichtbare und unsichtbare, sind durch ihn und für ihn geschaffen. Das wird auch im kraftvollen und leuchtenden Prolog des Johannesevangeliums bekräftigt: Das Wort war am Anfang bei Gott: Alles wurde durch ihn gemacht, und ohne ihn wurde aus allem, was existiert, nichts gemacht. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, Herrlichkeit als den Eingeborenen des Vaters, voller Gnade und Wahrheit.