Freitag, 25. September 2020

Auch Msgr. ICS hat einige Fragen zur Causa Becciu,

die er in einem Artikel für Stilum Curiae -nicht ohne Satire- überdenkt.
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"NACH DER ENT-KARDINALISIERUNG DIE ENT-PÄPSTLICHUNG?" 

Liebe Stilumcuriale, so hat Msgr. ICS hat die jüngsten Erklärungen über den regierenden Pontifex und Kardinal Becciu kommentiert. Und wie immer, scheint mir, daß seine Analyse tadellos ist. Gute Lektüre. 

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Sie haben Kardinal Becciu "entkardinalisiert" und der Umwelt-Papst fordert "Säuberung", aber erst zwei Tage bevor der Skandal öffentlich wird. Also.

Lieber Tosatti, überspringen wir auch die Informationen (die jetzt allen bekannt sind) über die Absetzung von Dr. Angelo Becciu aus allen Ämtern, die er im internationalen Vatican-NGO-Spa innehatte, dessen Präsident Dr, Jorge Bergoglio aus Argentinien ist. 

Der Skandal, der dieses multinationale Unternehmen an allen internationalen Börsen zu Fall bringen wird, wurde bereits von der Ratingagentur L´Espresso erwartet. 

Diese Ratingagentur geht davon aus, daß Dr. Becciu erklären muss, wohin ein Berg von Dollars und Euros, der aus dem St. Peters-Pfennig, aus den CEI-Fonds usw. stammte und offenbar in ein Familienunternehmen umgeleitet wurde, gegangen ist.

Dr. Becciu, der seit mindestens 8 Jahren Skandale vorweisen kann, die vom Versäumnis bei der IDI* bis zu den Immobilien in London reichen. ist bei diesem Verdacht kein Unbekannter.

Vor allem aber wird der Dr. Becciu als der in Erinneruung bleiben, der 2012 das von Benedikt XVI gewollte Antigeldwäschegesetz scheitern und zuerst den Präsidenten des IOR (Gotti Tedeschi) und dann den Präsidetnen der AIF (Kard. Nicora) verjagen ließ. 

Aber die wichtigsen Fakten für unsere Überlegung sind die folgenden: bis 2013 lebte und gedieh Dr. Becciu (Sarde aus Pattada) im Schatten seines "Bosses", des Buchhalters Bertone aus Canavese, von Beruf Staatssekretär.

Das Berufsdebut des Dr. Becciu fand statt, als die Versammlung der Aktivisten des Vatican-ONG-Spa den Rücktritt des amtierenden Präsidenten forderte und als Präsidenten und Aufsichtsratvorsitzenden (mit allen Befugnissen) den Dr. Bergoglio nominierte.

In seinen neuen Ämtern, die er seit sieben Jahren (7 Jahre, nicht 7 Monate) bei der Ernennung von Doktor Bergoglio innehat, hat unser Dottore alle möglichen Dinge getan, aber niemand hat es bemerkt.

Als Co-Staatssekretär hat er Kardinal Pell und den Wirtschaftsprüfer Milone verjagt, weil sie etwas über seine kleinen Offshore-Konten gefunden hatten….

A. Gagliarducci analysiert den bisherigen Verlauf der Causa Becciu

Der Aufgalopp der Kommentatoren hat begonnen...auch Andrea Gagliarducci analysiert bei acistampa die Entlassung/ den Rücktritt von Kardinal G.A. Becciu.
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"DIE ENTLASSUNG BECCIUS UND DIE OFFENE FRAGE DER VATICAN-FINANZEN" 

Der unvorhergesehene Verzicht Kardinal Giovanni Angelo Beccius auf die mit dem Kardinalat verbundeten Rechte- ebenso wie auf sein Amt als Präfekt der Seligsprechungskongregation, läßt viele Fragen offen. Im Komuniqué des Pressesaales des Hl. Stuhls wird keine offizieller Grund dafür angegeben, aus dem diese Entscheidung getroffen wurde.  Dennoch sind die Gedanken aller sofort zu den Untersuchungen gegangen, die mit dem Kauf und Verkauf einer Luxusimmobilie in der Sloane-Street in London durch das vaticanische Staatssekretariat verbunden sind. Untersuchungen, die vor kurzem ausgeweitet wurden und die auch auf die Verbindung mit einem sardischen Unternehmen hinweisen, "Spes di Ozieri", das vom Bruder des Kardinals geleitet wird. 

Alles hat mit dem Geschehen in London angefangen. Als Substitut des Staatssekretariats hatte Becciu die Investition und auch die folgenden Prozeduren des Ankaufs zuerst des Immobilienfonds und dann der Immobilie gebilligt. Er war bereits Kardinal und Präfekt der Seligsprechungskongregation als das Staatssekretariat die Investition umstrukturieren mußte, um zu vermeiden, den letzten Heller zu verlieren. Man beschloss, die Vermittlungsgebühren zu kürzen, die vereinbarten Provisionen zu bezahlen, dann beim IOR ein Darlehen (technisch gesehen einen Vorschuss) zu beantragen, um den Kauf abzuschließen. Das IOR lehnte den Antrag auf Gewährung des Darlehens ab und löste mit ihrem Bericht den Beginn der Untersuchung durch die Justizmitarbeiter des Vaticans aus- mit der Durchsuchung des Staatssekretariates und bei den Autoritäten der Finanzaufsicht beim IOR. Das war im Oktober 2019, vor fast einem Jahr. 

Ergebnis war, daß 5 Mitarbeiter des Vaticans suspendiert wurden und dann noch einer. Dann wurden die beiden beteiligten Priester (Don Mauro Carlino und Msgr. Alberto Perlasca) in ihre Diözesen zurück geschickt, zwei Funktionäre des Staatssekretariats (Vincenzo Mauriello und Frabrizio Tirabassi) sind bis zum Juli suspendiert geblieben und dann -wie es aussieht -in den Vorruhestand geschickt worden, eine weitere Mitarbeiterin des Staatssekretariates (Caterina Sansone) hat eine andere Aufgabe bekommen. Der letzte Verdächtige, Tommaso Di Ruzza wurde einfach in seinem Amt als Direktor der Finanzsaufsicht nicht bestätigt. 

Die Bekanntgabe dieser administrativen Maßnahmen gegen die Funktionäre erfolgte am Abend des 30. April, am Vorabend des Festes des Hl. Josephs des Arbeiters durch eine dürftige Pressemitteliung des Hl. Stuhls, wie von vielen betont wurde. Es ist nicht bekannt, ob sie vor Gericht gestellt werden, oder ob die Richter des Vaticans entscheiden, nicht weiter zu machen.

Fundstück

Dorothea Schmidt kommentiert für CNA die Kritik einiger Theologen an Kardinal Woelki und Bischof Voderholzer und weist sie entschieden zurück.
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Unter dem Titel:

"MEHR GOTT WENIGER EGO"

beginnt der Artikel so- ZITAT.

"Theologen haben dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer wieder ordentlich Kritik an den Kopf geworfen. Sie unterstellen ihnen Spaltung und mangelndes Niveau. Zu unrecht.

Ausgerechnet diejenigen Bischöfe ernten Kritik, die nichts anderes wollen, als dass Katholiken sich wieder von Jesus lieben lassen und dessen Auftrag treu bleiben. Der Auftrag ist der, Werkzeug der Erlösung zu sein, sich von Jesus durchdringen zu lassen und damit eben nicht von der Welt zu sein. Eine Kirche, die sich in der Welt einrichtet, sich ihr angleicht und sich selbst genügt, verstößt gegen den Auftrag Jesu." (...)

Quelle: D.Schmidt, CNA

Kardinal Pell zum Becciu-Rücktritt

Edward Pentin berichtet: "In Sydney hat Kardinal George Pell die Entlassung Kardinal Becciu so kommentiert:

"Der Hl. Vater wurde gewählt, um die Vatican-Finanzen zu ordnen. Er spielt das lange Spiel und man muß ihm für die jüngste Entwicklung danken und gratulieren. Ich hoffe, daß die Säuberung weitergeht- sowohl im Vatican als auch in Victoria" 

 

Zur Causa Becciu: R. Cascioli kommentiert ...

In La Nuova Bussola Quotidiana kommentiert Chefredakteur R..Cascioli und schlägt dabei ganz andere Töne an, als die ersten Berichterstatter :   klicken

"WIE EINE SÜDAMERIKANISCHE MILITÄRJUNTA" 

"Die Entlassung von Kardinal Becciu ist die zigste Säuberung an der Spitze des Heiligen Stuhls, die in diesem Pontifikat stattfindet. Säuberungen, die einer südamerikanischen Militärjunta würdig sind, es vermeiden, die Wahrheit herauszufinden und nur die siegreiche Seilschaft retten.

Schuldig oder unschuldig? Vielleicht werden wir es nie erfahren, aber sicher ist, daß Kardinal Angelo Becciu schon vor Zeiten in den Augen des Papstes in Ungnade gefallen ist.; und deshalb mußte- wie es in diesem Pontifikat Praxis ist, sein Kopf (bildlich gesprochen) rollen.. 

Die Liste der Personen aus der höchsten Ebene im Vatican, die gesäubert, in Pension geschickt oder aus ihren Ämtern entfertn wurden, ist lang: die Kardinäle Müller, Burke, Comastri, Erzbischof Gänswein- um nur die berühmtesten Fälle zu zitieren. Und jetzt Becciu. 

Die Motive für solche Entscheidungen sind nie klar, sondern werden nach Art südamerikanischer Militärjuntas erklärt. Wir müssen uns damit zufrieden geben, was uns gesagt wird, über das mit der Zeit geduldige Zusammentragen der gesammelten Indizien, über die Rekonstruktion irgendwelcher Fakten, die das ausgewählte Opfer in den Augen des Papstes in ein schuldiges Licht setzen.  Für Becciu muß das Chaos beim Kauf der berüchtigten Immobilie in London gereicht haben, selbst wenn beim deutschen Flügel des Malteser Ordens wegen seines Abschusses die Champagnerkorken knallen. Der Papst muß sich von der Korruption Beccius überzeugt haben oder ist überzeugt worden, und hat nicht zweimal darüber nachgedacht. 

Aber es besteht der Eindruck, daß der Palazzo in London der Vorwand für einen internen Krieg ist, der mit der Notwendigkeit von Transparenz und Korrektheit im Wirtschaftsmanagement wenig zu tun hat. Vor einigen Monaten -zum Zeitpunkt des öffentlichen Hin und Her zwischen dem vaticanischen Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin und Kardinal Becciu- haben wir über einen fortwährenden Bandenkrieg an der Spitze des Vaticans- mit einer wahrscheinlich anderen Entwicklung- gesprochen. Wir hatten es leicht als Propheten. 

Gerade dieser letzte Fall offenbart eine beunruhigende Chrakteristik der Entscheidungen der Regierung von Papst Franziskus. Das ist die öffentliche Verurteilung, ohne daß es einen Prozess gegeben hat. Durch diese Maßnahmen ist Kardinal Becciu als "korrupt" bezeichnet worden, ohne formal von einem Richter beschuldigt oder von einem Gericht so bezeichnet worden zu sein, Was die Immobilie in London betrifft, so ist noch nicht klar, über welches Vergehen gesprochen wird und ob wirklich ein Verbrechen begangen worden ist. 

Man wird sagen: macht nichts, wir machen inzwischen- ohne lange Prozesszeiten- reinen Tisch. Justizialismus ist aber das genaue Gegenteil von Gerechtigkeit. Und die drastischen Maßnahmen gegen einige mutmaßlich Korrupte lassen sich nicht mit dem Schützen, der Verteidigen bis zum bitteren Ende und der Beförderung anderer vereinbaren, die ebenfalls Gegenstand schwerer Anschuldigungen sind- siehe Kardinal Maradiaga- oder die sicher für den eklatanten Geldmangel verantwortlich sind. siehe Erzbischof Paglia. 

Urteile ohne Prozesse verhindern außerdem, daß die ganze Wahrheit über kriminelle Situationen oder mutmaßliche derartige Situationen ans Licht kommt. Wenn Kardinal Becciu für das Londoner Geschehen verantwortlich war, dann war er sicher nicht der Einzige und es sollte die Rolle der gesamten derzeitigen Spitze des Staatssekretariates geklärt werden. Etwas, was sicher ziemlich unwahrscheinlich ist.

Es ist der selbe modus operandi wie im Fall von Ex-Kardinal Theodore McCarrick- der beschuldigt wird, Dutzende von Seminaristen mißbraucht zu haben.  An seiner Schuld kann man schwerlich Zweifel haben, aber seine Rückversetzung in den Laienstand war der Beschluss eines Herrschers,- des Papstes ohne gründliches Vorgehen und ein ordnungsgemäßes Verfahren. Auf diese Weise wurde nicht nur ein Recht verweigert, das jedem Angeklagten zusteht- ausgenommen in diktatorischen und totalitären Regimes- sondern es hat auch verhindert, alle seine einflußreichen Komplizen zu erkennen und strafrechtlich zu verfolgen, die ihm ermöglicht haben, Karriere zu machen und sogar im ersten Jahr dieses Pontifikates Sonderbeauftragter zu werden. 

Vor einem Jahr wurde vom Vatikan ein genauer Bericht über die gesamte causa McCarrick versprochen, der vor einigen Monaten hätte veröffentlicht werden müssen, aber von diesem Bereicht weiß man noch nichts. Selbst wenn er veröffentlicht würde, könnte er ein faires Verfahren nicht ersetzen, das es aber nicht geben wird. Es wird nur die Version des Chefs bestehen bleiben. 

Und die bestürzten katholischen Gläubigen werden weiter dieses traurige Spektakel von Hinterhalten, rücksichtslosen Operationen und Säuberungen durch Hirten erleiden müssen, die sich vor allem um die Rettung der ihnen anvertrauten Herde kümmern sollten." 

Quelle: R. Cascioli, LNBQ

Zum Rücktritt von Kardinal Angelo Becciu

Massimilano Coccia / L´Espresso berichtet exklusiv: Kardinal Becciu sei zurückgetretenn, weil er Gelder aus dem Peters-Pfenning an seinen Bruder weitergeleitet und auf ein Off-Shore-Konto überwiesen habe.

Nach der Nachricht, von den Geldern aus dem Peters-Pfennig für den Erwerb der Londoner Immobilie -geht die Untersuchung jetzt auch dahin, daß Kardinal Becciu Geld aus diesem Almosenfond seiner Familie hat zukomnmen lassen. Papst Franziskus habe jetzt eine Klärung des Falles angeordnet sowie eine Bestrafung der Verantwoirtlichen . 

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Donnerstag, 24. September 2020

Rom heute: Kardinal Becciu tritt zurück - up-date

up-date Edward Pentin berichtet, daß verläßliche, gut informierte Quellen sagen. daß die jüngsten Finanzskandale im Vatican klar mit der heutigen Entscheidung von Papst Franziskus, das Rücktrittsgesuch Beccius zu akzeptieren, in Verbindung steht., 

Wie die Sala Stampa des Hl. Stuhls heute bekannt gab, hat Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des 72-jährigen Kardinals Angelo Becciu vom Amt des Präfekten der Seligsprechungskongregation und seinen Verzicht auf die Rechte als Kardinal angenommen. Kardinal Becciu war bisher auch Sonderdelegierter des Papstes beim Malteser Orden. 
Im Bulletin werden keine Gründe für diesen Schritt angegeben. 

Quelle: La Santa Sede

Tweet zum Tage

 Heute fand im Kölner Dom die Dreikönigswallfahrt statt, 

Neues aus der Archäologie der Bibel

Cruxnow berichtet über eine wichtige, neue Studie über in Tel Arad/Israel gefundene Schrifttafeln aus der Zeit des späten 7. Jahrhunderts vor Christus, die eine t4eilweise neue Sicht auf Datierung und Verfasser des Alten Testaments  erfordert
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"NEUE STUDIE SAGT,  DIE ALPHABETISIERUNG WAR BEI DEN ALTEN ISRAELITEN WEIT VERBREITET." 

Eine neue Studie besagt, daß die Alphabetieriungsrate unter den alten Israeliten viel höher gewesen sein könnte, als man bisher annahm. 

Eine neue Studie an Inschriften in Tel Arad, einem antiken Fort, das wahrscheinlich während der Invasion durch den Babylonischen König Nebudkadnezar II zerstört wurde, behauptet, daß im späten 7. Jahrhundert v. Chr. mindestens 12 verschiedene Menschen geschriebene Aufzeichnungen am Ort hinterlassen haben. 

Die handschriftlichen Proben -auf als Ostraca bekannten Scherben, die mit alltäglichen Instruktionen für eine Militär-Festung beschriftet sind, waren seit sie in den 1960-er Jahren entdeckt wurden für Gelehrte interessant. 

Die neueste- von Gelehrten der Dukr-Universität in Tel Aviv  durchgeführte und am 9. September im PLOS ONE Journal veröffentlichte Studie, hat zwei neue algorithmische Analyse-Methoden bei den Ostraca - ebenso wie eine unabhängige Analyse durch einen forensischen Dokumentenprüfer.- benutzt. 

"Wir haben die Frage der Alphabetisierung empirisch aus verschiedenen Richtungen der Bildverarbeitung und des maschinellen Lernens untersucht" sagt Shira Faigenbaum-Golovin, eine der Autorinnnen der Studie. 

"Unter anderem helfen  uns diese Gebiete heutzutage beim Identifizieren, Erkennen und der Analyse der Handschriften, Unterschriften usw.  Die große Herausforderung war, moderne Technologien bei 2600 Jahre alten Ostraca anzuwenden. Mit viel Mühe waren wir in der Lage, zwei Algorithmen zu entwickeln, die Briefe und Antworten vergleichen und die Frage beantworten konnten, ob zwei vorhandene Ostraca von zwei verschiedenen Personen geschrieben wurden."

Tosatti: Msgr. ICS und die heutige Kirche

Marco Tosatti läßt bei Stilum Curiae heute Msgr. ICS zum Fest Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit zu Wort kommen und seine Entstehung und Bedeutung erklären.
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"MSGR ICS: DIESE KIRCHE SCHEINT VON DER ERDE ZU SEIN, NICHT VOM HIMMEL" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wie Msgr. ICS uns heute erinnert, wird heute das Fest Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit begangen. Und nur Gott weiß, daß wir ihrer auch heute, heute mehr denn je, bedürfen. Gute Lektüre.

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Lieber Tosatti, am 24. September wurde (einmal) das Fest unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit gefeiert. Dieses Fest einnerte an die Gründung des Ordens der Mercedarier (um 1270), dessen Aufgabe die Befreiung der christlichen, von Muslimen gefangenen Sklaven war. In der Folge verlagerte der Orden seine Mission auf eine aus christlkicher Sicht wichtigere Befreiung, die Befreiung der Seelen von den Ketten der Sünde, Ketten die viel schwerer waren als die der Gefängnisse. 
Ich möchte an dieses Fest erinnern, weil wir heute einen paradoxen Moment erleben. 

Große Teile (wenn nicht -unbewußt- alle) der modernen Welt der Laien scheinen heute "Brot" (des ewigen Lebens) zu suchen, zeigen an,  Werte zu brauchen und erklären einen ethischen Bezug zu suchen. 

Die zeitgenössische Kirche von heute bietet ihnen statt dessen "Steine" an, sie bietet ihnen slow food, sie schlägt ihnen fortwährend, ununterbrochenin in jeder Umgebung und in jeder Beziehung "Nichtwerte" vor. 

Aber nicht nur das, ein Teil der modernen Welt schätzt die Beständigkeit der Katholiken, die sich ihrer Prinzipien der Loyalität, des Pflichtbewusstseins und der Ehrlichkeit sicher sind ... die im Wesentlichen auf der Gewissheit ihres Glaubens an den Erretter beruhen, aber vor allem auf der Vereinigung und nicht auf der Trennung zwischen Glauben  und Werken (was die protestantische Welt sehr stört).

Die Kirche hingegen verachten sie und nennen sie traditionalistische Pharisäer. Diese Kirche sieht (?) die schmelzenden Gletscher, sieht aber nicht die Tränen Christi, d.h. die Tränen Gottes, der über die  Erde weint.

Diese Kirche sieht leidende Kreaturen auf den Boote der ONGs,  aber nicht das Drama der Abtreibung (außer in gelegentlichen opportunistischen Zitaten). 

Diese Kirche sieht und verdammt den Konsumismus und vergißt, daß der die ökonomische Konsequenz des Zusammenbruchs der Geburtenzahlen ist- von ihr nach dem II. Vaticanischen Konzil toleriert, vom aktuellen Papst wiederholt, als er sagte, man solle es nicht "wie die Kaninchen" machen. 

Diese Kirche verbietet buchstäblich, über die Verantwortlichkeit des II. Vaticanums zu sprechen, nur weil sie nicht will, daß das II. Vaticanum beschuldigt wird, das I. Vaticanum revolutioniert und als Ganzes negiert zu haben (bezüglich der Kontinuität des Lehramtes). 

Schließlich schätzt diese Kirche auch einen Orden der Mercedarier nicht mehr, der noch diejenigen befreien will, die Sklaven der Sünde sind. Diese Kirche scheint nicht zu wissen, was die Sünde ist, die nicht "gegen die Natur" begangen werden soll, aber.... Sie scheint zu denken, daß alle bereits gerettet sind und eine Umkehr der Herzen nicht mehr nötig ist, sonden nur eine ökologische Umkehr. 

Diese Kirche scheint eine Kirche von der Welt zu sein, keine des Himmels. Erinnern wir deshalb an jedem 24. September an Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit, ihre göttliche Mutterschaft, damit sie uns vom Bösen befreie, das uns heute unterdrückt."
Msgr. ICS

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae, Msgr. ICS 
 
 

Kardinal Müller und die US-Wahlen

Edward Pentin hat Kardinal Gerhard L. Müller für den National Catholic Register interviewt.
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"KARDINAL MÜLLER SCHAUT AUF DIE US POLITIK, DIE 2020 WAHL UND DAS KATHOLISCHE GEWISSEN"

Der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation sagt gegenüber dem Register, daß die Katholische Kirche nicht nur Religionsfreiheit fordern, sondern auch die Aufgabe übernehmen muß zu fordern und zu unterstützen, daß der Politik eine moralische Basis gegeben wird. 

DAS INTERVIEW

Kardinal G.Müller drängt die us-amerikanischen katholischen Wähler dazu "die Geister darauf hin zu prüfen, ob sie von Gott kommen" während sie sich auf die Wahl am 3. November vorbereiten.  In einem Exklusivinterview mit dem Register vom 22. September untertützt der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation keinen Kandidaten ausdrücklich, aber er ist klar darin, daß jeder Katholik oder religiöse Politiker, der Abtreibung und Euthanasie unterstützt "bei der Wahl nicht wählbar ist".

Der Kardinal diskutiert auch, ob er dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden, der die  legalisierte Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehen unterstützt, die Hl. Kommunion spenden würde und ob ein Katholik mit gutem Gewissen für Präsident Donald Trump stimmen kann. Er kritisiert auch manche in den Kirchenmedien, die ein "ideologisches" Vorurteil gegen die "amerikanische religiösse Rechte" haben. 

Kardinal Müllers Kommentsar folgt dem Interview, das er früher in diesem Monat Raymond Arroyo von "The World Over" von EWTN gegeben hat, in dem er die Wähler drängt "auf die Kandidaten zu schauen, die für das Leben sind" - ein Prinzip. sagte er, das die Basis ist und daß man nicht sagen kann, daß soziale Gerechtigkeit wichtiger ist als das Leben". Der Kardinal sagte auch, daß es "unmöglich" ist, die Unterstützung für die Todesstrafe und die Umwelt mit der Unterstützung für Abtreibung gleichzusetzen. 

Während er über die  Verantwortung jedes Bürgers in einem pluralistischen Staat sprach. sagte der deutsche Kardinal: "Ich unterstütze in Deutschland keinen Kandidaten, weil er Katholik ist, sondern weil er das richtige Verständnis für das Leben und Menschenrechte hat. Es ist besser für einen guten Protestanten zu stimmen als für einen schlechten Katholiken."

"Wir müssen danach urteilen, was sie tun, nicht nur nach ihren Worten....nach den Früchten," sagte er.

Eminenz, was ist ihre Meinung als Beobachter der kommenden Präsidentschaftswahlen in den USA?

"Die USA sind das führende Land im Westen. Es steht für Demokratie und die Herrschaft des Rechts-im Gegensatz zu all jenen Staaten, in denen von diktatorischen Regierungen oder einer ideologischen Oligarchie auf den Menschenrechten herumgetrampelt wird.Wenn alle Amerikaner ihrer Verfassung folgen und wenn die Millionen Christen und religiösen Menschen ein Beispiel für Respekt und Barmherzigkeit für ihre Mitbürger geben, kann das Amerika seine politische Aufgabe in der internationalen Politik geben und sein Innenleben am Allgemeinwohl orientieren. Das Land braucht eine innere Versöhnung. "

Mittwoch, 23. September 2020

Tweet zum Tage

heute vor 9 Jahren, am 23.9.2011 besuchte Papst Benedikt XVI Erfurt

Text der Ansprache des Hl. Vaters beim Ökumenischen Gottesdiesnt im Augustinum:     klicken

Historische Realität versus nützliche Schwarze Legenden

Martin Eberts hilft in der Tagespost mit historischen Tatsachen, die ewig nützliche schwarze Legende vom ach so toleranten, friedlichen und aufgeklärten Kalifat in Andalusien auf den Platz zu verweisen, auf den sie gehört- den einer Legende. Hier geht´s zum Original:  klicken  LESEN!

Unter dem Titel; 

"CREDO: TOLERANTE MAUREN, BIGOTTE CHRISTEN?"
"Das
 arabisch-islamische Spanien gilt als Hort der Toleranz, das von fanatischen Katholiken zerstört wurde. Warum handelt es sich dabei aber um eine groteske Legende?

beginnt der Artikel so -ZITAT:

"Zu den besonders realitätsfernen Legenden gehört der Mythos von den toleranten Mauren und der bigotten Kirche. Er lässt sich bis zu den Aufklärern des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen und erfreut sich neuerdings wieder wachsender Beliebtheit. Demnach seien die islamischen Herrschaften des frühen Mittelalters, besonders in Spanien, viel aufgeklärter und kultivierter gewesen als die christlichen. Die katholische Kirche habe dann einen gnadenlosen Religionskrieg gegen diese edlen Bewahrer antiker Kultiviertheit vom Zaun gebrochen und alles zerstört. Eine groteske Legende."  (...)

Quelle: M.Eberts, Die Tagespost

Die Predigt des Kölner Erzbischofs in Fulda

domradio berichtet:  klicken und die DBK hat den Predigt-Text veröffentlicht  klicken

Die Predigt bei der Eucharistiefeier zur Eröffnung der Herbstvollversammlung der DBK beginnt so-ZITAT .

"Wir alle sind viel unterwegs. Heute bin ich in Fulda, gestern war ich in Köln, morgen geht’s weiter nach Frankfurt und Rom. Vielen von Ihnen wird es ähnlich ergehen. Manchmal denke ich: mein Leben, das ist gar nicht so weit weg von dem der Apostel. Ich ziehe in der Welt umher und verkünde das Evangelium – in kleinen Dörfern wie Düsseldorf und in großen Städten wie Bonn, Unkel oder Wipperfürth, manchmal auch in Frankfurt und in Rom. Und nun eben in Fulda. Bei aller Routine gibt es immer neue spannende Begegnungen und Erlebnisse. Einen Wanderstab habe ich nicht dabei. Ich nehme auch keine Vorratstasche und kein Brot mit. Aber ohne Geld und zweites Hemd bin auch ich nicht hierher nach Fulda gekommen.  (...) 

Quelle: domradio.de, DBK

S. Magister erteilt Kardinal Willem Jacobus Eijk das Wort, Fortsetzung...

von hier und hier 

Sicher konnte die Niederländische Kirche -mit ihrer Einheit auf Grund eher sozialer Verbindungen als wirklichen Glaubens solchen radikalen kulturellen Veränderungen der 1960-er nicht widerstehen.
In diesem Jahrzehnt stieg das Pro-Kopfeinkommen rapide an, was den Menschen ermöglichte, selbstbestimmt zu leben und deshalb unabhängig von einander. Es war ein großer Schub zur individualistischen Kuktur, die später hyper-individualistisch wurde. [...]

Der Hyperindividualist will kein Wesen, das ihn überschreitet- wie die Familie, der Staat, die Kirche oder Gott. Und wenn er die Notwendigkeit für eine dieser Wahrheiten manifestiert, dann aus nützlichen Gründen, d.h. eigenen Interessen- im allgemeinen wirschaftlichen- die das Individuum nicht allein aus eigener Kraft bewältigen kann. In diesem Klima kann man sich nicht vorstellen, zu einer Gemeinschaft wie der Kirche zu gehören, die gemeinsame Überzeugungen hat, am wenigsten über sich einen Papst oder eine Hierarchie zu haben, die die Glaubenswahrheiten - einschließlich Moral- lehren, vom Hl.Geist geleitet und teilhaftig an der Autorität Christi. [...]  

Was beeindruckt ist die Tatsache, daß in den Niederlanden die Entkriminalisierung der Abtreibung der Einführung der Euthanasie voranging- im Gegensatz zu dem, was praktisch in allen anderen Ländern passierte. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich daran, daß in unserm Land das Reden über Euthanasie in den 1969 Jahren mit dem Büchlein "Medizinmacht und Medizinethik" von Jan Hendrik van den Berg, Professor für Psychiatrie an der Universität Leiden, begann, das dafür plädiert, Kinder mit schweren körperlichen Anomalitäten durch Thalidomid (Contergan),ein Medikament, das von schwangeren Frauen eingenommen worden war, zu töten. [...]

Kaholiken und Protestanten waren in der Lage bis 1967 eine Mehrheit im Parlament zu halten. 1980 verschmolzen die Katholische Partei und die beiden Prostestantischen Parteien zur CDA (Christen-Democratisch Appel), die im Parlament mit einem Drittel der Parlamentssitze zur führenden Partei wurde. Das hinderte das Parlament jedoch nicht daran, 1981 das Abtreibungsgesetz zu verabschieden. Die CDA wurde säkular, verlor sehr schnell ihre ursprünglichen Züge [...] Zusäzlich zu dieser Christlich Demokratischen Partei, der größten, gibt es zwei kleinere Protestantische Parteien, Christen-Unie (CU) und Staatkundig Gereformeerde Partij (SGP). [...]