Sonntag, 10. Mai 2026

In illo tempore

Fr. John Zuhlsdorf setzt bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage des Kirchenjahres fort. Hier geht´s zum Original:  klicken:

   IN JENER ZEIT - DER 5. SONNTAG NACH OSTERN

Am fünften Sonntag nach Ostern lesen wir weiterhin aus Johannes 16, der Rede Jesu beim Letzten Abendmahl, sowie aus dem Jakobusbrief. Liturgisch stehen wir kurz vor der Himmelfahrt des Herrn, als der Hohepriester, der auferstandene Erlöser, in den himmlischen Tempel einging, wo er sein ein für alle Mal dargebrachtes Opfer für den Vater immer wieder erneuert. Die Heilige Kirche schenkt uns diese Lesungen, damit unsere Augen, unser Verstand und unser Herz nach oben gerichtet sind. Der Herr versichert seinen Aposteln und uns der Liebe des Vaters. Er lehrt uns, in seinem Namen zu bitten, damit unsere Freude vollkommen sei. Diese Freude, griechisch chará , ist gewiss eine Freude, die vom Heiligen Geist gewirkt wird, eine Freude, die nach dem Himmlischen strebt, eine Freude des Herrn selbst: „Geht ein zur Freude eures Herrn!“ (Matthäus 25,21).

Unsere Evangeliumslesungen bergen stets vielfältige Schätze, die es zu entdecken gilt. Wir können uns auf die Klarheit der Worte Christi verlassen, als die Apostel ausriefen: „Ah, nun redest du deutlich und nicht in Gleichnissen!“ (Joh 16,29). Dieses „deutliche Reden“ wird durch das griechische Wort „ Parrhesia “ ausgedrückt , das hier Rede ohne Zweideutigkeit oder Umschreibungen, ohne Gleichnisse und Vergleiche bedeutet. Parrhesia bedeutet auch Redefreiheit, Unverblümtheit im Reden. Der Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 2778) gibt uns folgende Definition: „Unkomplizierte Einfachheit, kindliches Vertrauen, freudige Gewissheit, demütige Kühnheit, die Gewissheit, geliebt zu werden“. 

 Besonders zu Beginn seiner Zeit in Rom rief Franziskus die Menschen dazu auf, mit Parrhésia zu sprechen , selbst wenn man dabei auch „Unordnung verursachen“ wolle. Er schien dies als einen positiven, wenn auch steinigen Weg zu sehen, um die Dinge letztendlich zum Besseren zu wenden. Ich bin sicher, dass die beiden noch lebenden Kardinäle der Dubia-Initiation sich durch ihre unkomplizierte und direkte Art der Einreichung ihrer Fragen zutiefst geehrt fühlten. Sicherlich empfand Kardinal Zen, der sich wegen der Notlage der Katholiken in China an Franziskus wandte, Ähnliches, insbesondere nach seiner Verhaftung und dem Schweigen des Heiligen Stuhls. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diejenigen, an die sich Traditionis custodes richtete, immer noch die Gewissheit genießen, geliebt zu werden. 

Doch ein christliches Wort bleibt christlich, selbst wenn es selektiv verwendet wird. Parrhésia gehört zu Kindern, die wissen, dass der Vater sie liebt. Sie ist direkt und demütig, zuversichtlich ohne Anmaßung. Es ist die Art und Weise, wie wir im Gebet und besonders in der Beichte sprechen sollten. Es mag sein, dass einige leitende Pastoren kein Interesse an unserer Parrhésia haben . Unsere Beichtväter, 99,99 Prozent von ihnen, haben es sicherlich. Sprecht in der Beichte mit Parrhésia . Das bedeutet gute Vorbereitung. Gute Vorbereitung bedeutet tägliche Gewissenserforschung. Beginnt vor der Beichte mit der Frage des Jakobus in eurer eigenen Form: Sieht Gott in mir „eine reine und unbefleckte Frömmigkeit“? Bevor wir uns dem Jakobusbrief zuwenden, hören wir uns das Tagesgebet an, das die Struktur des Briefes widerspiegelt. Im alten Gelasianischen Sakramentar wurde das heutige Tagesgebet für den vierten Sonntag nach dem Ende der Osteroktav, also heute, gesungen. Das Gelasianische Sakramentar, auch Liber sacramentorum Romanae ecclesiae genannt (das Sakramentenbuch der römisch-katholischen Kirche), wurde um 750 in Paris aus älterem Material zusammengestellt. Es enthält Elemente sowohl der römischen als auch der gallikanischen Liturgie der Merowingerzeit. 

Samstag, 9. Mai 2026

Papst Leo XIV & die Fußballer

       

              

Audienzen

Bei einer der heutigen Audienzen -zu denen auch eine für die Fußballer von Inter Mailand gehörte- hat Papst Leo heute PIlger aus Bayern begrüßt. Mario Galgano berichtet für vaticannews

"PAPST LEO XIV WÜRDIGT DIE BAYRISCHE BRAUEREI-TRADITION"

Papst Leo XIV. hat am Samstagmittag im Vatikan eine Pilgergruppe der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung sowie Vertreter der Augustiner-Brauerei aus München begrüßt. Die Begegnung fand im Rahmen des ersten Jahrestages seiner Wahl auf den Stuhl des Apostels Petrus statt. Der Papst eröffnete die Audienz mit einer Bemerkung zu seiner Sprachwahl und erklärte, dass er die Ansprache auf Englisch und nicht auf Deutsch halten werde.

In seiner Rede nahm der Papst Bezug auf die historischen Wurzeln der Brauerei und deren Verbindung zum Augustinerorden. Er betonte, dass dieser Orden auch seinen eigenen Lebensweg geprägt habe. Unter Rückgriff auf eine frühere Botschaft zitierte er den heiligen Augustinus mit den Worten, „dass wir alle von Gott gegebene Gaben und Talente haben, und dass unser Sinn, unsere Erfüllung und unsere Freude darin bestehen, sie im liebevollen Dienen an Gott und an unserem Nächsten zurückzuschenken“. Er verknüpfte diesen Gedanken mit der Hoffnung, dass die Reise der Pilger den Einsatz für bedürftige Menschen verstärken möge.

Verantwortung für die Schöpfung und soziale Gerechtigkeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Ansprache bildete die Enzyklika Laudato Si, die von Papst Franziskus verfasst worden war. Papst Leo XIV. erinnerte dabei an den ersten Todestag seines Vorgängers. Er verwies auf die im Dokument beschriebene Erhabenheit der Schöpfung, welche auch Speisen und Getränke umfasse. Jedes Geschöpf sei demnach ein Spiegelbild der Liebe Gottes. Aus dieser Erkenntnis leitete er die Verantwortung ab, Ressourcen weise und im Sinne der Gerechtigkeit zu verwenden. Der Papst forderte die Gäste auf, nach ihrer Rückkehr beruflich wie privat zur Bewahrung der Schöpfung und zum Gemeinwohl beizutragen. Zum Abschluss der Audienz vertraute er die Delegationsmitglieder und deren Familien dem Schutz Mariens an und erteilte den Segen.

Hintergrund der Gäste aus Bayern

Bei der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung handelt es sich um die Mehrheitseigentümerin der Augustiner-Brauerei in München. Die Stiftung wurde von Edith Haberland-Wagner, einer Nachfahrin der Brauerfamilie Wagner, ins Leben gerufen, um den Fortbestand der Brauerei als Privatunternehmen zu sichern und gleichzeitig soziale sowie kulturelle Projekte zu unterstützen. Die Augustiner-Brauerei ist die älteste Brauerei Münchens und hat ihren Ursprung in einem Kloster des Augustiner-Eremiten-Ordens. Durch die Verbindung zur Stiftung fließen die Gewinne des Unternehmens in gemeinnützige Zwecke, was der vom Papst thematisierten Tradition des Dienens am Nächsten entspricht.

Hier der Wortlaut in einer offiziellen Übersetzung

Grußwort des Heiligen Vaters  an die Pilger der „Edith-Haberland-Wagner-Stiftung“ und der Augustiner-Brauerei

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Der Friede sei mit euch!

Eure Eminenz, liebe Brüder und Schwestern,

es freut mich, euch alle auf eurer Pilgerreise nach Rom begrüßen zu dürfen. Insbesondere danke ich euch dafür, dass ihr euch entschlossen habt, den Jahrestag meiner Wahl auf den Stuhl des Apostels Petrus auf diese Weise zu würdigen, und für eure Unterstützung meines Dienstes durch das Gebet.

Ihr habt mir freundlicherweise einige Produkte aus eurer Brauerei in München überreicht. Diese aufmerksame Geste der Verbundenheit, für die ich dankbar bin, gibt mir Gelegenheit, über zwei Aspekte nachzudenken. Der erste betrifft eure Verbindung zum Augustinerorden, der natürlich auch mein eigenes Leben sehr geprägt hat. Ich hatte bereits Gelegenheit zu sagen, dass der heilige Augustinus »dass wir alle von Gott gegebene Gaben und Talente haben, und dass unser Sinn, unsere Erfüllung und unsere Freude darin bestehen, sie im liebevollen Dienen an Gott und an unserem Nächsten zurückzuschenken« (Videobotschaft an die Augustinerprovinz des heiligen Thomas von Villanova, 29. August 2025). Ich hoffe daher, dass eure Pilgerreise euch nicht nur im Glauben bestärkt, sondern euch auch dazu anregt, weiterhin euren Brüdern und Schwestern zu dienen, insbesondere denen, die am bedürftigsten sind.

Der zweite Aspekt stammt aus der Enzyklika Laudato Si’ – über die Sorge für unser gemeinsames Haus –, die von Papst Franziskus geschrieben wurde, dessen ersten Todestag wir kürzlich begangen haben. In diesem wichtigen Dokument hat er sich schön über die gottgegebene Erhabenheit der ganzen Schöpfung geäußert, zu der sowohl die Tiere als auch die Speisen und Getränke gehören, die uns nähren. Er betonte, dass jeder Bestandteil und jedes Geschöpf ein Spiegelbild der grenzenlosen Liebe Gottes ist, ja „alles ist eine Liebkosung Gottes“. (Nr. 84) Diese Erkenntnis ruft uns zu der großen Verantwortung, dass wir nicht nur für die Schöpfung sorgen, sondern auch sicherstellen, dass ihre Ressourcen stets weise und mit Blick auf die Gerechtigkeit verwendet werden, die eine Voraussetzung für den Frieden ist. Ich ermutige euch daher, wenn ihr nach Hause zurückkehrt, weiterhin sowohl beruflich als auch persönlich euren Beitrag zur Förderung eines gerechten und wirksamen Ansatzes für die Bewahrung der Schöpfung im Sinne des Gemeinwohls zu leisten.

Mit diesen kurzen, aber von Herzen kommenden Gedanken vertraue ich euch und eure Familien der Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, an und erteile euch gern meinen Segen."

Quelle: M. Galgano, vaticannews

Donnerstag, 7. Mai 2026

Fundstück

Vaticanist Andrea Tornielli kommentiert bei vaticannews zum 8. Mai, dem Jahrestag Wahl Kardinal Robert Prevosts auf den Stuhl Petri, das 1. Jahr des Leo-Pontifikates. Hier geht´s zum Original: klicken      
Unter dem Titel: 

"EIN JAHR MIT LEO: ZEUGEN DES EVANGELIUMS DURCH EINHEIT" 

beginnt der Kommentar so - ZITAT

"Die beiden stets wiederkehrenden Hauptthemen im ersten Pontifikatsjahr von Leo XVI., der weiterhin um das Gebet in eben diesen Anliegen bittet, waren: „Frieden“ und „Einheit der Kirche“. So wie sich das Thema des Friedens aufgrund der Zunahme sinnloser Kriege und der fortschreitenden Aushöhlung des Völkerrechts als dringliche Notwendigkeit herausgestellt hat, ist die Einheit der Kirche ein roter Faden, der sich durch das gesamte Lehramt des in Chicago geborenen Bischofs von Rom zieht, der in Peru als Missionar tätig war. Die Art und Weise, wie Leo seine Aufrufe zur Einheit derer, die an Christus glauben, wiederholt hat, ist besonders bedeutsam und hat nichts mit dem Bedürfnis nach „Normalität“ oder Beschaulichkeit zu tun, die Unterschiede besänftigt und Gegensätze verwässert." 
(...)

Quelle: A. Tornielli, vaticannews

US-Außerminister Rubio in Rom

      
   
              

Mittwoch, 6. Mai 2026

Audienz für die Schweizer Delegation

 

            

Vereidigung der Schweizer Gardisten

 heute nachmittag in Rom

              

Papst Leos XIV erste Enzyklika

mit dem Arbeitstitel: Magnifica Humanitas wird- so berichten verschiedene Agenturen- am 15. Mai veröffentlicht. Wie u.a. auch L. Ring-Eifel kommentiert, ist das zugleich ein historisches Datum: am 15. Mai 1891 wurde die Enzyklika "Rerum Novarum" von Papst Leo XIII der Öffentlichkeit übergeben, ebenfalls ein 15. Mai, jetzt im Jahr 1931, war das Veröffentlichungsdartum der Enzyklika "Quadragesima Anno" von Papst Pius XI. 
Hier geht´s zum Original bei kath.ch  klicken

"DIE ERSTE ENZYKLIKA VON PAPST LEO XIV WIRD MITTE MAI ERWARTET"

(...) 
hier ein Ausschnitt aus dem Artikel - ZITAT  

«Rerum novarum»

"Mit dem Datum 15. Mai wird, so heisst es im Vatikan, der historische Anspruch einer gross angelegten Sozialenzyklika unterstrichen. Das erste derartige Lehrschreiben hatte Leo XIII. am 15. Mai 1891 mit dem Titel «Rerum novarum» veröffentlicht. Damals setzte sich die katholische Kirche erstmals systematisch mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts und deren Folgen für Gesellschaft und Moral auseinander. Erst danach entwickelte sich in der katholischen Kirche die «Soziallehre». Sie hat sich seither zu einem wichtigen Zweig der neuzeitlichen Theologie entwickelt." (...)

Quelle: L. Ring-Eifel, kathch

Generalaudienz

heute auf dem Petersplatz....

           

Stefanie Stahlhofen berichtet bei vaticannews:

"PAPST: DIE KIRCHE HAT DEN AUFTRAG KLARE WORTE ZU SPRECHEN UND VERKÜNDET SICH NICHT SELBST"

Papst Leo XIV. hat bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz diesen Mittwoch genauer ausgeführt, was der Auftrag der Kirche ist: „Als Hüterin einer Hoffnung, die den Weg erhellt, ist sie auch mit der Aufgabe betraut, klare Worte zu sprechen, um alles abzulehnen, was das Leben beeinträchtigt und dessen Entfaltung verhindert, und Stellung zu beziehen zugunsten der Armen, der Ausgebeuteten, der Opfer von Gewalt und Krieg sowie all jener, die an Leib und Seele leiden."

Das erklärte das katholische Kirchenoberhaupt mit einem Zitat aus dem Kompendium der Soziallehre der Kirche (Nr. 159). Der Papst setzte seine Katechesereihe zu Lumen Gentium (LG)“ fort, einem Lehrschreiben des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), das sich mit der Kirche, ihrem Wesen und ihrer Sendung befasst. Leo XIV. blickte in diesem Kontext genauer auf die eschatologische Dimension - also auf das Ende der Zeit, Tod und Auferstehung. Der Papst erinnerte an das verkündete Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens (vgl. LG 5), weshalb alle aufgerufen seien, „die gemeinschaftliche und kosmische Dimension des Heils in Christus zu betrachten und unseren Blick auf diesen endgültigen Horizont zu richten, um alles in dieser Perspektive zu betrachten und zu beurteilen."

                                                    Universales Heilssakrament

Die Kirche ist „universales Heilssakrament“, heißt es in „Lumen gentium". Dazu erläuterte der aus Chicago stammende Papst in seiner von ihm wie immer selbst auf Englisch vorgetragenen Zusammenfassung seiner Katechese:

„Als pilgerndes Volk Gottes deutet die Kirche d Geschichte im Licht des Evangeliums und erhebt entschieden ihre Stimme gegen alles Böse. Gleichzeitig erkennt die Kirche die Notwendigkeit einer ständigen Umkehr an, damit sie ihren Auftrag angemessen erfüllen kann“

„Als ,allumfassendes Heilssakrament` ist die Kirche Zeichen und Werkzeug der Fülle der Verheißungen Gottes. Als pilgerndes Volk Gottes deutet die Kirche die Geschichte im Licht des Evangeliums und erhebt entschieden ihre Stimme gegen alles Böse. Gleichzeitig erkennt die Kirche die Notwendigkeit einer ständigen Umkehr an, damit sie ihren Auftrag angemessen erfüllen kann. Als Glieder desselben Leibes sind auch wir zur Erneuerung aufgerufen."

Kirche verkündet nicht sich selbst

Mit Blick auf die Umkehr und Erneuerug der Kirche rief Leo unter Berufung auf „Lumen gentium" alle dazu auf, in Gemeinschaft mit Christus und untereinander zu bleiben - und warb für den gemeinsamen Lobpreis Gottes in der Liturgie. 

In seiner ausführlicheren Katechese auf Italienisch erklärte der Papst, die Kirche verkünde in Worten und Taten das Heil, „das Christus für die gesamte Menschheit verwirklichen will, sowie sein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Die Kirche verkündet also nicht sich selbst; im Gegenteil, in ihr muss alles auf das Heil in Christus verweisen", betonte Leo XIV. 

„Die Kirche verkündet also nicht sich selbst; im Gegenteil, in ihr muss alles auf das Heil in Christus verweisen“

Ständige Erneuerung nötig Im Sinne dieses Auftrags der Kirche gelte es, „demütig die menschliche Schwäche und Vergänglichkeit ihrer Institutionen anzuerkennen, die, obwohl sie im Dienst des Reiches Gottes stehen, das vergängliche Antlitz dieser Welt tragen", führte der Papst mit einem weiteren Verweis auf das Konzilsdokument aus (vgl. LG, 48). Er betonte: „Keine kirchliche Institution darf verabsolutiert werden; vielmehr sind sie, da sie in der Geschichte und in der Zeit leben, zu einer ständigen Umkehr, zur Erneuerung der Formen und zur Reform der Strukturen, zur ständigen Erneuerung der Beziehungen aufgerufen, damit sie ihrer Sendung wirklich gerecht werden können."

„Keine kirchliche Institution darf verabsolutiert werden; vielmehr sind sie, da sie in der Geschichte und in der Zeit leben, zu einer ständigen Umkehr, zur Erneuerung der Formen und zur Reform der Strukturen, zur ständigen Erneuerung der Beziehungen aufgerufen, damit sie ihrer Sendung wirklich gerecht werden können“

Quelle: vaticannews

Vereidigung der neuen Schweizer Gardisten

 heute nachmittag in Rom

              

Dienstag, 5. Mai 2026

Einige Worte an die Presse in Castel Gandolfo

vaticannews veröffentlicht:

"WENN MICH JEMAND KRITISIERT, SOLL ER DAS MIT DER WAHRHEIT TUN" 

Leo XIV. hat auch an diesem Dienstagabend in Castel Gandolfo auf Fragen von Journalisten geantwortet. Dabei äußerte er sich zu den jüngsten kritischen Äußerungen des US-Präsidenten Trump: „Die Kirche spricht sich seit Jahren gegen jegliche Atomwaffen aus. Ich hoffe, dass man mir wegen des Wertes von Gottes Wort Gehör schenkt.“ Mit Blick auf das geplante Treffen mit US-Außenminister Rubio äußerte der Papst die Hoffnung auf einen „guten Dialog“ für ein „gutes Verständnis“.

„Die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu verkünden, den Frieden zu predigen. Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, soll er dies mit der Wahrheit tun“: Mit diesen Worten meldete sich Papst Leo XIV. selbst zu den jüngsten Äußerungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu Wort. Kardinal Pietro Parolin hatte bereits an diesem Dienstagnachmittag Stellung zu den Worten von Donald Trump bezogen, der erneut harsche Kritik am Papst geübt hat.

Vor der Villa Barberini, seiner Residenz in Castel Gandolfo, hielt Papst Leo bei der wartenden Gruppe von Journalisten an und beantwortete kurz deren Fragen: „Die Kirche spricht sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, daran besteht also kein Zweifel“, so der Papst, womit er auch auf Trumps (wiederholte) Behauptungen reagierte, wonach der Papst es für akzeptabel halte, dass der Iran über Atomwaffen verfüge – wodurch, so die jüngste Aussage Trumps, „alle Katholiken“ gefährdet würden.

                                                    „Friede sei mit euch“

„Ich hoffe einfach, dass man mir wegen des Wertes von Gottes Wort zuhört“, betonte Leo XIV. und bekräftigte, dass er in diesem Sinn „bereits vom ersten Moment meiner Wahl an gesprochen“ habe, während „wir uns nun dem Jahrestag nähern. Ich habe gesagt: Friede sei mit euch.“

Zum Treffen mit dem US-Außenminister Marco Rubio, das für den Vormittag des 7. Mai geplant ist, äußerte der Papst die Hoffnung, dass es ein „guter Dialog“ werde, um „mit Vertrauen“ und „mit Offenheit“ zu einem „guten Verständnis“ zu gelangen. „Ich denke, die Themen, wegen denen er kommt, sind nicht die von heute. Mal sehen...“, fügte Leo hinzu, wobei er sich ebenfalls auf die aktuellen Äußerungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten bezog."

Quelle: vaticannews

"Pope Leo's brief comments to the press this evening "--

“I have already spoken from the first moment ‘peace be with you.’ The mission of the Church is to preach the Gospel, to preach peace. If anyone wants to criticize me for proclaiming the Gospel, let them do so… pic.twitter.com/xgEh2KDjH8

Zum 150. Geburtstag von Eugenio Pacelli

berichtet A.Tornielli in einem Artikel über einen zu diesem Anlaß veranstalteten Studientag, der bei vaticannews veröffentlicht wurde. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER STUDIENTAG ZUM  150. GEBURTSTAG PACELLIS BELEUCHTET DEN FALL MUNDELEIN"

"Zu den bedeutendsten Episoden aus der Zeit, in der Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., noch als Kardinalstaatssekretär an der Seite von Pius XI. wirkte, gehört zweifellos jene, die die Verteidigung des Kardinals und Erzbischofs von Chicago, George William Mundelein, betrifft. Dieser hatte harte Worte gegen Adolf Hitler geäußert. Der Chefredakteur der vatikanischen Medien, Andrea Tornielli, hat sich mit dem Fall Mundelein befasst.

Unter dem Titel: 

                          "Mundeleins Angriff auf Hitler"

beginnt der Artikel so ZITAT

"Der Kardinal und Erzbischof von Chicago, George William Mundelein, hatte am 18. Mai 1937 in einer nicht öffentlichen Ansprache an seine Priester sehr harte Worte gegen Adolf Hitler geäußert:

„Vielleicht fragt ihr euch, wie es möglich ist, dass sich eine Nation von sechsundsechzig Millionen Menschen, und dazu noch von intelligenten Menschen, einem Ausländer unterwerfen will, einem österreichischen Tapezierer, und obendrein eine armselige Figur, wie man mir sagt, und einigen wenigen Gefährten wie Goebbels und Göring, die jede Bewegung des deutschen Volkes bestimmen.“ (...)

Quelle: A. Tornielli, vaticannews