Freitag, 23. Oktober 2026
Fundstück
Absage
Wie vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV seine geplante Teilnahme am Friedenstreffen in Assisi auf Anraten seiner Ärzte abgesagt. Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST LEO XIV SAGT SEINE TEILNAHME AM FRIEDENSTREFFEN IN ASSISI AB"
"Papst Leo XIV. wird am kommenden Dienstag (27. Oktober) nicht wie geplant am Friedenstreffen in Assisi teilnehmen. Obwohl eine Röntgenuntersuchung den ausgezeichneten Genesungsverlauf nach seiner Lungenoperation bestätigt hat, rieten die behandelnden Ärzte vorsorglich von der geplanten Hubschrauberreise ab. Der Papst wird den Teilnehmern eine Botschaft übermitteln.
Papst Leo XIV. kann am kommenden Dienstag nicht an der Begegnung „Entwaffneter und entwaffnender Friede“ in Assisi teilnehmen. Um seine Genesung nach der Lungenoperation vom 13. Oktober nicht zu gefährden, muss er auf die geplante Reise verzichten. Das teilte der Vatikanische Pressesaal an diesem Freitag mit." (...)
Quelle: vaticannews
Donnerstag, 22. Oktober 2026
EInladung zum Weltjugendtag in Seoul
Wie Birgit Pottler bei vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV die Jugend der Welt zum kommenden Weltjugendtag in Seoul eingeladen. Hier geht´s zum Original: klicken
Hl. Johannes Paul II bitte für uns
HEILIGER JOHANNES PAUL II BITTE FÜR UNS!
Heute feiert die Kirche den Gedenktag des Hl. Johannes Pauls II., der von 1978 bis 2005 in Rom auf dem Stuhl Petri saß und die Kirche geleitet hat.
Am 16. Oktober 1978 wurde der Krakauer Erzbischof Karol Wojtyla als erster Pole und als erster Nicht-Italiener seit 1523 zum 263. Nachfolger Petri gewählt und am 22. Oktober ins Amt eingeführt, der jetzt sein Gedenktag ist.Mittwoch, 21. Oktober 2026
20 spanische Märtyrer-Priester
Wie vaticannews berichtet, hat der Hl. Vater während der heutigen Generalaudienz an die 20 spanischen Geistlichen, die am vergangenen Samstag in Ibiza selig gesprochen wurden.
Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"LEO XIV ERINNERT AN 20 SPANISCHE MÄRTYRER-PRIESTER"
beginnt der Bericht so - ZITAT
Papst Leo XIV. hat bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch an die Seligsprechung von Juan Torres Torres und 19 weiteren Priestern von Ibiza und Formentera erinnert. Die Geistlichen waren im August und September 1936 während der religiösen Verfolgung im Spanischen Bürgerkrieg aus Hass auf den Glauben ermordet worden. Die Seligsprechung fand am vergangenen Samstag in der Kathedrale von Ibiza statt.
„Ihr Zeugnis ermutigt uns, unser Leben zu einer Gabe der Liebe an Gott und unsere Mitmenschen zu machen", sagte der Papst. Kardinal Marcello Semeraro, Präfekt des Dikasteriums für die Heiligsprechungsprozesse, hat die Feier am Samstag, 17. Oktober, im Auftrag des Papstes geleitet. (...)
Quelle: vaticannews
Ein bißchen Nostalgie -nicht ganz aktuell
Interview mit dem Apostolischen Nuntius im Baltikum, Erzbischof Gänswein
Fundstück
domradio.de berichtet über den Wunsch des Papstes die Rolle der Kirche als Vermittlerin in den Konflikten der Welt zu stärken. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"LASST UNS VERHANDELN"
beginnt der Bericht so - ZITAT
"Papst Leo XIV. setzt sich für den Frieden in der Welt ein und bietet dabei die Unterstützung des Vatikans an. Darüber hinaus möchte er auch innerhalb der Kirche vermitteln und die Ostkirchen mehr unterstützen.Papst Leo XIV. will, dass der Vatikan sich in Kriegen und Konflikten als Vermittler stark macht. "Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass dieser Friede sich ausbreitet", sagte der Papst am Mittwochmorgen bei einer Audienz mit Vertretern der katholischen Ostkirchen." (...)
Quelle: domradio.de
Generalaudienz
auf dem Petersplatz
Liebe Brüder und Schwestern,
guten Morgen und herzlich willkommen!
Die Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ (GS) des Zweiten Vatikanischen Konzils hat im ersten Teil die Würde des Menschen und seine Berufung in der Welt dargelegt und befasst sich im zweiten Teil „im Lichte des Evangeliums und der menschlichen Erfahrung“ mit einigen der dringlichsten Probleme unserer Zeit (vgl. GS, 46). Das Augenmerk richtet sich dabei in erster Linie auf die Ehe und die Familie, in der Überzeugung, dass „das Wohl des Menschen sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft eng mit einer glücklichen Situation der ehelichen und familiären Gemeinschaft verbunden ist“ (GS, 47).
Zu diesem Zweck werden nicht einfach nur deren Werte und Ziele bekräftigt, sondern es wird eine erneuerte Auffassung der Ehe als „innige Gemeinschaft des Lebens und der ehelichen Liebe“ (GS, 48) aufgezeigt. Unter Einbeziehung der rechtlichen Dimension der Ehe als Vertrag wird die Grundlage dieser Verbindung im „Ehevertrag“ erkannt, verstanden als „der menschliche Akt, durch den sich die Ehepartner gegenseitig hingeben und annehmen“ (ebd.). Die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau, durch die „sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch“ (Mt 19,6), begründet das Erfordernis der „vollkommenen Treue“ und der „unauflöslichen Einheit“ der Ehegatten und findet ihren lebendigen Ausdruck in der Zeugung und Erziehung der Kinder (vgl. GS, 48).
Als Spiegelbild der göttlichen Dreifaltigkeit wird die eheliche und elterliche Liebe durch das Sakrament der Ehe „von der erlösenden Kraft Christi gestützt und bereichert“, damit die Ehepartner einander so lieben können, „wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (ebd.). Nachdem „Gaudium et spes“ die Wirklichkeit der Ehe im Lichte der Liebe Christi, die die Wahrheit der menschlichen und göttlichen Liebe ist, beleuchtet hat, richtet es die Aufmerksamkeit auf die eheliche Liebe und die eheliche Fruchtbarkeit. Die eheliche Liebe beschränkt sich nicht auf die erotische Anziehungskraft, die sie zwar in sich vereint, sondern umfasst den gesamten Willen der Eheleute, belebt ihre seelischen Regungen und drückt sich durch Gefühle und Gesten der Zärtlichkeit aus (vgl. GS, 49).
Diese Liebe, die das Wohl der ganzen Person von Mann und Frau umfasst, die in ihrer Würde gleich sind, durchdringt das gesamte Leben der Ehegatten und findet ihren Ausdruck in den Handlungen, die ausschließlich der Ehe eigen sind (vgl. ebd.). Da sie die ganzheitliche Liebe von Mensch zu Mensch bedeutet, fördert die einzigartige Intimität der Ehepartner ihre gegenseitige Hingabe und bereichert ihre gegenseitige Freude (vgl. ebd.).
Die Fruchtbarkeit der ehelichen Liebe drückt sich zudem in der Zeugung von Kindern aus, „dem erlesensten Geschenk der Ehe“ (GS, 50). Indem sie das menschliche Leben, das niemals verworfen werden darf, weitergeben und erziehen, werden die Eheleute zu „Mitarbeitern der Liebe Gottes, des Schöpfers, und gewissermaßen zu deren Deutern“ (ebd.). Zu dieser menschlichen und christlichen Verantwortung berufen, sind sie verpflichtet, sich von einem rechten Urteil über das Wohl ihrer selbst und ihrer bereits geborenen oder noch ungeborenen Kinder leiten zu lassen.
Ein solches Urteil, das letztlich die Eheleute selbst vor Gott fällen müssen, erfordert, dass sich ihr Gewissen am göttlichen Gesetz ausrichtet, wie es vom kirchlichen Lehramt im Lichte des Evangeliums ausgelegt wird (vgl. ebd.). Die Wertschätzung der liebevollen Gemeinschaft und der Fortpflanzungsfruchtbarkeit in der Ehe veranlasst das Konzil auszuschließen, dass es „einen wirklichen Widerspruch zwischen den göttlichen Gesetzen, die die Weitergabe des Lebens regeln, und jenen, die die echte eheliche Liebe fördern“ (GS, 51) und stattdessen zu bekräftigen, dass „wenn es darum geht, die eheliche Liebe mit der Weitergabe […] des Lebens in Einklang zu bringen“, man „im Rahmen wahrer Liebe die gesamte Bedeutung der gegenseitigen Hingabe und der menschlichen Fortpflanzung bewahren“ muss (ebd.).
Daraus folgt sowohl, dass „das Leben, sobald es gezeugt ist, mit größter Sorgfalt geschützt werden muss“, wobei „Abtreibung so wie Kindermord“ zu vermeiden ist; als auch, dass „die spezifischen Handlungen des ehelichen Lebens, die der wahren Menschenwürde entsprechen, mit großer Wertschätzung zu achten sind“ (ebd.). Die Lehre von „Gaudium et spes“ über die eheliche und familiäre Gemeinschaft hebt somit die soziale Funktion der Familie hervor, die als „eine Schule reichhaltigerer Menschlichkeit“ und als „das Fundament der Gesellschaft“ bezeichnet wird (GS, 52), und ruft alle, die gesellschaftliche Verantwortung tragen, insbesondere im politischen und kulturellen Bereich, dazu auf, ihrer Pflicht nachzukommen, „wirksam an der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken“ (ebd.).
Meine Lieben, dieses Engagement ist dringender denn je. Die Kirche ist sich dessen wohl bewusst, wie die pastorale Sorge der Päpste zeigt, die seit dem letzten Konzil aufeinander folgten, bis hin zu den beiden von Papst Franziskus einberufenen Synodenversammlungen, zu denen in den vergangenen Tagen die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen und die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen zurückgekehrt sind. Die Heilige Familie von Nazareth möge uns auf unserem Weg erleuchten und die Familien der ganzen Welt beschützen.
Quelle: vaticannews
Montag, 19. Oktober 2026
Fundstück
Am diesjährigen Fest des heiligen Josef kündigte Papst Leo XIV. seinen Wunsch an, alle Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Welt nach Rom einzuberufen, um die Auswirkungen von „Amoris Laetitia“ zehn Jahre nach dessen Veröffentlichung zu erörtern.
"Der Heilige Vater bat uns zu überlegen, wie wir das Evangelium den Familien wirksamer verkünden können.
Das einwöchige Treffen ging gestern zu Ende. Ein Bericht wird veröffentlicht, sobald der Heilige Vater von seiner Krankheit genesen ist – wir beten für eine baldige und vollständige Genesung –, doch Papst Leo XIV. hat die Teilnehmer gebeten, ihre Erfahrungen von diesem Treffen unverzüglich in ihren Bischofskonferenzen und Diözesen weiterzugeben.
Das Treffen folgte einem Rahmen, der auf fünf Hauptthemen basierte. Jedes dieser Themen bot Stoff für einen ganzen Tag des Austauschs. Im Folgenden lege ich meine persönlichen Überlegungen zu diesen Themen dar." (...)
Quelle: kath,net
Über das Pontifikat
A. Gagliarducci kann in seinem heutigen Beitrag für Monday-at-the-Vatican seine Ungeduld darüber nicht mehr verbergen, daß die Umstrukturierung der Kurie nicht schneller vorangeht. Krankheit und Operation des Papstes läßt er da nicht als Entschuldigung gelten.
Hier geht´s zum Original: klicken
"LEO XIV : EIN PONTIFIKAT IM GLEICHGEWICHT"
Bis zur Bekanntgabe seiner Einlieferung ins Krankenhaus und der Lungenoperation, die letzte Woche zur Diagnose eines Adenokarzinoms führte, schien es der ganzen Welt, als ob das Pontifikat Leos XIV. ein weitreichendes sein würde, das sich über den Großteil von zwei Jahrzehnten erstreckte – ein Zeitraum, in dem der Papst die Gelegenheit haben würde, die Römische Kurie, die Bischöfe und die Kardinäle umzugestalten und sogar neu zu definieren.
Es stimmt, dass sich der Papst bereits als großer Meister der Geduld erwiesen hatte: Keine großen Reformen, kein Patronagesystem, nur wenige präzise Anpassungen bei einigen Themen (Formalitäten der Finanzreform, das Gesetz des Vatikanstaates), Kontinuität bei anderen (Synodalität und die Anwendung der synodalen Methode auf Konsistorien, weibliche Leiterinnen von Dikasterien) und noch weniger hochkarätige Ernennungen.
Bis zu seiner Einlieferung ins Krankenhaus stand das Pontifikat Leos XIV. kurz vor seiner Blütezeit.
Es wurde zudem inmitten eines Jubiläums eröffnet, was in der Geschichte erst einmal zuvor geschehen war, und es bestand die Notwendigkeit, Frieden und Einheit in eine Kurie und eine Kirche zu bringen, die nach einem spaltenden Pontifikat wie dem von Papst Franziskus gespalten waren.
Papst Leo veröffentlichte sogar in seinem eigenen Namen ein von Papst Franziskus verfasstes Dokument, das Apostolische Schreiben Dilexi Te . Leos Krankenhausaufenthalt erfolgte während der Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag eines weiteren umstrittenen Schritts seines unmittelbaren Vorgängers, des Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia.
Das Bischofstreffen zu Amoris Laetitia in dieser Woche hatte bereits den Charakter einer soziologischen Diskussion über die Familie angenommen. In seiner Antrittsansprache am 7. Oktober hatte Leo XIV. bereits zu einer mutigen Antwort auf die aktuellen Herausforderungen und einer erneuten Hinwendung zur Familie aufgerufen . Das Einladungsschreiben zum Treffen am 19. März betonte die Notwendigkeit, die tiefgreifenden Veränderungen zu berücksichtigen, die das Familienleben beeinflusst haben.
Kurz gesagt, mit Leo XIV. haben wir es weder mit einem Papst zu tun, der mit der Tradition der Kirche bricht, noch mit einem, der im Namen der Kontinuität umstrittene Interpretationen akzeptiert, die im vorherigen Pontifikat Einzug gehalten haben.
Wenn das Treffen über Amoris Laetitia als Wendepunkt angesehen wurde, müssen wir verstehen, wie sich diese Krankheit auf das Pontifikat auswirkt.
Auf Nachfrage von Journalisten ging Kardinal Pietro Parolin, vatikanischer Staatssekretär, am 15. Oktober sogar so weit zu sagen, das Pontifikat könne „umgestaltet“ werden. Später behauptete er, er habe sich dabei hauptsächlich auf die bevorstehende Reise nach Argentinien, Peru und Uruguay bezogen, die weiterhin stattfindet. Angesichts von Krankheit und Genesung ist es völlig normal, den eigenen Lebensstil und Zeitplan anzupassen. Wahrscheinlich bezog sich Kardinal Parolin genau darauf. Egal.
Was der Kardinalstaatssekretär sagte, als der Papst noch im Krankenhaus war, konnte zwangsläufig Debatten auslösen und Fragen aufwerfen.
Sonntag, 18. Oktober 2026
Dank für die Gebete
Während seiner Ansprache nach dem heutigen Angelus hat Papst Leo XIV noch einmal für die Gebete gedankt, die ihn während seines Krankenhausaufenthaltes begleitet und gestärkt haben. Vaticannews berichtet.
„Habe eure Unterstützung gespürt“: Papst Leo dankt für Gebete
Nach und nach in den Alltag zurück
„Ich werde meine Tätigkeiten schrittweise wieder aufnehmen, stets mit der Hilfe Gottes und eurer Gebete!“Angelus
heute auf dem Petersplatz
In Illo Tempore
Auch heute setzt Fr. John Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken
"IN JENER ZEIT: 21. SONNTAG NACH PFINGSTEN"
Wenn der Oktober dem November weicht, erklingt in der Heiligen Kirche der Herbst. Das Ende (des Kirchenjahres) naht.
Im Vetus Ordo führen uns die verbleibenden Sonntage nach Pfingsten zur Abrechnung mit dem König, dem König über alles, nicht nur über den Himmel. Der König wird wiederkommen, die Bücher öffnen und abrechnen. Das Formular für die Heilige Messe am 21. Sonntag nach Pfingsten versetzt uns in einen Haushalt, auf ein Schlachtfeld und in ein Schuldgefängnis, wo wir jeweils von Gott beschützt, von Gott gestärkt und denen gegenüber barmherzig sein sollen, die wie wir bedürftig sind.
Das Kollektengebet, das bereits im alten Liber Sacramentorum Gellonensis zu finden ist , lautet:
Familiam tuam, quaesumus, Domine,
Continua pietate custodi:
ut a cunctis adversitatibus, te protegente, sit libera;
in bonis actis te protegente tuo nomini sit devota.
Der Klang weist eine starke Assonanz mit dem „s“ und eine Alliteration mit dem „t“ auf. Gleich zu Beginn fällt auf, dass im Protasis (erster Teil) „familia tua“ vorangeht, eine andere Art, „Deine Kirche“ zu sagen und sie als Schlüsselbegriff der Rede hervorzuheben. In der thematischen Apodosis finden sich dann zwei parallele und symmetrische „ ut “-Sätze, in denen ein „cunctis adversitatibus“ durch „in bonis actis“ und „te protegente“ durch „tuo nomine“ ausgeglichen wird . Beide Cola schließen mit einem harmonischen Homoteleuton (gleiche Endungstrope).
DIE WÖRTLICHE ÜBERSETZUNG
Beschütze deine Familie, wir bitten Dich, o Herr,
mit unaufhörlicher Barmherzigkeit,
damit sie unter Deinem Schutz vor allem Unheil bewahrt werde
und Deinem Namen in guten Werken geweiht sei.
Das einleitende Wort „ familiam“ verdient besondere Beachtung. Im Lateinischen umfasste „familia“ einen ganzen Haushalt, einschließlich der Bediensteten und Angehörigen. Letzten Sonntag hörten wir, wie der ganze Haushalt nach der Heilung des Sohnes des Beamten aus der Ferne zum Glauben fand. Da „familia“ hier auch auf die Kirche verweist, ist der Herr Vater und Herr des Haushalts, wie er es auch für jede menschliche Familie, ja für jede menschliche Institution sein sollte. Heutzutage wird diese soziale Königsherrschaft Christi nicht mehr so stark betont, aber sie sollte es. Wir sind seine Abhängigen, um einen Preis erkauft, und allein seine Barmherzigkeit (pietas) bewahrt uns. Das Wort „custodi “, „bewachen“, klingt wie ein militärischer Wachposten.