Dienstag, 20. August 2019

Tosatti & RVC über Vaterlands- und Nächstenliebe, Souveränismus und ob die Hl. Caterina gut daran tat, das Papsttum nach Rom zurück zu bringen......

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae einen Reisebericht von "Romana Vulnerata Curia" veröffentlicht, der u.a. Polen und Ungarn besucht hat und die Stimmung in diesen Ländern mit Italien vergleicht und im Anschluss daran, seine Überlegungen über die Rückkehr des Papsttums aus dem Exil in Avignon und Frankreich.
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"RVC IN POLEN UND UNGARN. WO SIE IHR HEIMATLAND LIEBEN UND FRAGEN: ABER WARUM DER PAPST..."

"Liebe Stilumcurialisten, ich war für einige Tage außerhalb Italiens, um einen engen Verwandten zu besuchen, der im Kaukasus arbeitet und bin heute nach Rom zurück gekehrt. Wo mich -ich war ohne Computer und habe per Smartphone kommentiert und veröffentlicht- eine Überlegung von Romana Vulneratus Curia (wie Sie wohl wissen, für Freunde und Feinde und diverse Trolle RVC) erwartete.

Sie hat mich sehr betroffen gemacht, weil ich bei meiner Rückkehr das Land am Rande eines- ich weiß nicht wie ich es definieren soll- fand: ich meine das, was in der Politik passiert.
Eine Partei, die Stimmen bekommen hat, dämonisiert eine andere und schwört ihr ewigen Hass und immerwährende Verachtung und steht kurz davor, sich mit einer Partei zu verbünden und eine Regierung zu bilden, deren Wähler sie vor zwei Wochen als Pöbel und Schlimmeres bezeichnete, damit sie dieses arme Land weiter betrügen, es aber in Wirklichkeit von außen regieren lassen kann.
Und dann haben sie schlecht über die erste Republik gesprochen. 
Ich würde sagen, es wird Zeit, die Gesellschaft der Carbonari zu reformieren, oder? 
Aber lesen wir RVC. 

Guten Tag, lieber Tosatti.
Ich habe in diesen Tagen einige Länder Osteuropas besucht. Besonders Polen und Ungarn. Ich glaube, ihre Kraft und einige ihrer Ängste Teil dieses Europas zu sein und das Mißtrauen gegenüber dem aktuellen Pontifikat verstanden zu haben. 

Diese europäischen Bürger sind hauptsächlich Patrioten und fürchten, als finstere "Souveränisten" und Egoisten bezeichnet zu werden, aber warum Egoisten?  fragen sie sich. 

Ich war in Wadowice, der Geburtsstadt der Hl. Johannes Pauls II. Im Museum, das in seinem Geburtshaus eingerichtet wurde, gibt es eine Galerie mit einer Sammlung aller Erden, die er geküßt hat, als er auf seinen Apostolischen (nicht nur diplomatischen oder politischen) Reisen die verschiedenen Nationen besuchte. 
Als er die Erde küßte, (und dabei wahrscheinlich leise "serviam" sagte- also ich diene Dir, ich will Dir dienen, mein Herr) lehrte er jedes Vaterland seines Nächsten zu lieben, weil er seinen Nächsten liebte und ihn liebte, weil er ein Kind Gottes war, wertgeschätzt wegen seines Glaubens und der Liebe für sein Vaterland, das ihn seinerseits wertschätzte- so wie die Familie, die ihn aufgezogen und geformt hat ( wir können nicht die unnatürlichen Kinder einer Utopie, eines synarchischen Traumes sein.)

Fundstück

Guido Horst läßt bei CNA einen altgedienten Missionar aus der Amazonasregion in einem Interview über seine Erfahrungen zu Wort kommen- natürlich auch im  Hinblick auf die kommende Synode.
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Unter dem Titel:

"Die Wirklichkeit im Amazonas, ohne ideologische Brille: Ein Gespräch"

beginnt der Artikel so- Zitat :

"Ein Leben unter Indios: Der aus Grefrath bei Krefeld stammende Herbert Douteil kam 1979 als Spiritaner-Missionar in das Amazonas-Gebiet und arbeitete zuerst in der brasilianischen Diözese Cruzeiro do Sul unter den Gummischneidern und darauf unter den Katukina-Indios, die an der Transamazônica wohnten. Der heute 84 Jahre alte Priester hat in seiner Zeit unter den Indios alles erlebt – bis hin zu einem Streifschuss am Kopf, abgefeuert von einem Drogenhändler. Vor allem aber hat der Missionar alle Schwierigkeiten und Herausforderungen kennengelernt, die jetzt auf der Tagesordnung der Amazonas-Synode stehen." (...)
Quelle: CNA, G.Horst

Sandro Magister zur Revolte der Professoren des JPII-Institutes

Sandro Magister veröffentlicht und kommentiert  bei Settimo Cielo den Offenen Brief, den Theologen und Gelehrte aus aller Welt nach der Säuberungsaktion an den aktuellen Großkanzler des JPII-Institutes geschrieben haben und die Rolle, die der Papa emeritus bei diesem Protest spielt.
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"JOHANNES PAUL II INSTITUT.  DIE REVOLTE DER PROFESSOREN HAT EINEN MEISTER - RATZINGER"

Jetzt ist es offenbar. Der Punkt ohne Wiederkehr wurde am 1.August erreicht- mit dem Treffen zwischen Benedikt XVI und Livio Melina - das einige Tage späer von CNA und ACI Stampa -zusammen mit einem offiziellen Foto und diesen angemessenen Worten in der Residenz des Papa emeritus veröffentlicht wurde: 

"[Benedikt XVI] wollte Professor Msgr. Livio Melina in Privataudienz ermpfangen. Nach einer ausführlichen Diskussion der jüngsten Ereignisse im Päpstlichen Johannes Paul II Institut , spendete er seinen Segen, drückte seine persönliche Solidarität aus und versicherte ihm seine Nähe im Gebet." 

Von dem Tag an, haben die Vertreibung einiger der repräsentativsten Professoren aus dem Institut, angefangen beim ehemaligen Dekan Melina, und die Abschaffung einiger der emblematischsten Lehrstühle, „in erster Linie“ jener der fundamentalen Moraltheologie, nicht nur die entlassenen Professoren betroffen, sondern auch den  Papst, der sich am meisten für die Unterstützung des von seinem Vorgänger gegründeten Instituts einsetzte, also genau der Studiengänge zu Ehe und Familie, die nun aus Rücksicht auf den neuen Kurs des aktuellen Pontifikats zerstört werden, angefangen mit "Amoris Laetitia".

Seit Benedikt XVI offen das Kampffeld betreten hat, ist es in der Tat unwahrscheinlich, daß die in diesem Sommer von seinem Großkanzler Erzbischof Vincenzo Paglia - und überdies von Papst Franziskus selbst begonnene Neugestaltung des Institutes sich auf schmerzlose Weise beschleunigen lassen wird.

Weil jene, die protestiere nicht nur -wie angenommen wird- einige "gesäuberte" Professoren sind. Nicht nur einige der Studenten. Die aktuellen Mitarbeiter des Institutes dachten, es würde genügen, am 29. Juli mit einer Presseerklärung zu antworten.


Montag, 19. August 2019

Fundstück

Die Tagespost berichtet heute über das zu erwartende Urteil im Pell-Revisionsverfahren .
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Unter dem Titel
            "Urteil im Fall Pell erwartet"

beginnt der Artikel so:

"Am Mittwoch will das Oberste Gericht des Bundesstaates Victoria bekanntgeben, ob der australische Kardinal von den Missbrauchsvorwürfen freigesprochen wird oder nicht.
In erster Instanz war der ehemalige vatikanische Finanzchef zu sechs Jahren Haft verurteilt worden."

Quelle: Die Tagespost 
Beten wird für den Kardinal und um ein gerechtes Urteil! 

Fr. Hunwicke spricht...

oder genauer gesagt hat gestern bei liturgicalnotes über das Problem der Juden-Mission nach dem II.Vaticanischen Konzil gesprochen.
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                       "TYPOLOGIE IST DIE ANTWORT" 
"Der „Geist des Konzils“ hat viel damit zu tun, daß heute viele Leute irrtümlich glauben,
‚das Konzil‘ hätte den Juden gesagt, daß sie sich nicht ‚bekehren‘ müßten.
Das ist ganz ähnlich wie bei der Liturgie: die Konzilsväter glaubten, daß sie mit
Sacrosanctum Concilium den Auftrag zu einer gemäßigten Reform geben würden, die
dem Latein im wesentlichen seinen Platz erhalten würde... und so weiter. Aber nach
weniger als einem Jahrzehnt waren die Veränderungen weit über den tatsächlichen Text
der Konzilsväter hinausgegangen. Und allmählich brachte man die Leute zu dem
Glauben, das Konzil habe befohlen, die Liturgie gänzlich in der Umgangssprache zu feiern
und die Altäre nachgerade universell umzudrehen ... und all das andere.
Nostra Aetate hatte ein ganz ähnliches Schicksal. Die Konzilsväter glaubten, sie würden
eine umfassende Verurteilung antijüdischer Vorurteile und Verfolgungen aussprechen.
Sie glaubten, damit das wenige in ihren Kräften stehende zu tun, um zur Versöhnung nach
der Shoah beizutragen. Der Abscheu gegenüber dem, was weniger als zwei Jahrzehnte
zuvor geschehen war, bewog sie zu starken Worten gegen den unsäglichen Schrecken,
der das Gesicht Europas entstellt hatte, und auch gegen die Defekte einer christlichen
Kultur, die dazu beigetragen haben mochten.
Aber sie hatten nicht die Absicht, eine Irrlehre von „Zwei Bünden“ zu entwickeln, ja sie dachten noch nicht einmal in dieser Richtung.
Und doch erzählte man nach wenigen Jahrzehnten den Gläubigen, das Konzil habe den Supersessionismus (die Lehre, daß die Kirche als neues Bundesvolk an die Stelle Israels getreten ist) verworfen.
So wie es Millionen gibt, die nie eine Seite von Sacrosanctum Concilium gelesen haben,
aber sicher sind, dort seien die liturgischen Brüche und Mißbräuche angeordnet worden,
die schließlich daraus hervorgegangen sind, gerade so gibt es viel, die nie in Nostra
Aetate geschaut haben und denen man die Unwahrheit über dessen Inhalt erzählt hat.
Und wo ist die Sache schief gegangen?
Zunächst einmal zwei Dinge, die ich nicht vertrete. Ich bin zum einen nicht der Meinung,
daß wir unsere missionarischen Bemühungen in bevorzugter Weise auf die Juden richten
sollten. Ich habe mich nie vor eine Synagoge gestellt, um dort Broschüren zu verteilen.
Ebensowenig vor eine Moschee, eine Methodistenkirche oder ein Mormonenzentrum.
Wiedie meisten Geistlichen bin ich immer davon ausgegangen, daß es da genügend Leute
gibt, die zwar auf dem Papier zu meiner Kirche gehören, oder ihr aber völlig fernstehen
oder doch nur am Rande an ihrem Leben teilnehmen.
Und dann gibt es noch die Unmengen derer, die noch nicht einmal auf dem Papier zu irgend etwas gehören. Der Tag hat schließlich nur 24 Stunden, und tatsächlich hätte ich ein gewisses Unbehagen
hinsichtlich der innersten Motive von Leuten, die sich zwar nachgerade besessen für die
Bekehrung von Juden einsetzten, aber ansonsten wenig zur Bekehrung aller anderen
täten. Es gibt so etwas häßliches wie Antisemitismus (ich vermeide meistens den
Ausdruck, weil die Araber schließlich auch Semiten sind).


Kommende Ereignisse.....

In seiner montäglichen Kolumne in "Monday in the Vatican" befaßt sich A. Gagliarducci heute mit der seit der Veröffentlichung des Instrumentum Laboris voll entbrannten Kontroverse um die bevorstehende Amazonas- Synode und aufblühenden Verschwörungstheorien um eine "Anti-Franziskus-Lobby". Hier geht´s zum Original: klicken

"PAPST FRANZISKUS - DIE HERAUSFORDERUNG DES KOMMENDEN HERBSTES"

Aus dem Gefängnis, wo er auf das für den 21. August erwartete Urteil im Revisionsprozess wartet-, hat Kardinal George Pell einen Brief geschickt, in dem er seine Sorgen über die kommende Spezial-Synode für die Pan-Amazonas-Region zum Ausdruck bringt. Der Brief heizt die Diskussion über die Synode wieder an, die wahrscheinlich einer der Hauptscheidewege in Franziskus´Pontifikat sein wird.

Papst Franziskus hat betont, daß das Thema "verheiratete Priester" (d.h. viri probati) nicht im Zentrum der Synode steht- sondern die Evangelisierung. Die Diskussion um die Synode zeigt jedoch, daß die Zulassung verheirateter Männer zum Priestertum (in besonderen Situationen) sie beherrschen wird.

Wie immer ist die Debatte polarisiert. Auf der einen Seite stehen die, die besorgt sind, daß die fundamentalen Prinzipien der Katholischen Lehre auf´s Spiel gesetzt werden. Auf der anderen Seite die, die theologische Veränderungen im Namen einer sogenannten Evolution der Lehre unterstützen.

Es ist eine alte Diskussion, die auf das II.Vaticanische Konzil zurückgeht. Anders als beim II.Vaticanischen Konzil sprechen wir nicht über zwei verschiedene theologische Standpunkte sondern über den Zusammenstoß zwischen einem theologischen und einem politischen Standpunkt.

Der theologische Standpunkt konzentriert sich auf die Bedeutung von Wahrheit, Tradition und das depositum fidei. Sie verwerfen die Evolution der Lehre nicht, stellen aber fest, daß sie nie mit der Tradition der Kirche brechen darf.

Das war der Standpunkt des emeritierten Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller; des emeritierten Präsidenten des Päpstlichen Komitées für Geschichtswissenschaft, Kardinal Walter Brandmüller; und Kardinal George Pell.

Diejenigen, die ihre "traditionellen" Standpunkte unterstützen, zeigen daß viele über die bevorstehende Synode besorgt sind. Eine ihrer Hauptsorgen ist, daß die PanAmazonas-Synode ein Spiegelbild der Debatten bei den Familien-Synoden 2014 und 2015 und der Jugend-Synode von 2018 sein werden. Es ist bemerkenswert, daß bei der letzten Synode der Terminus LGBT in das Arbeitsdokument aufgenommen wurde- das erste mal, daß er in einem offiziellen vaticanischen Dokument vorkam.


Marco Tosatti & ein Benedetto-Zitat

Marco Tosatti läßt Super-Ex bei Stilum Curiae mit einer kleinen Interpretation einer vom Papa emeritus, Benedikt XVI, auf die Frage Peter Seewalds in "Letzte Gespräche " gestellte Frage, was er über Jorge Mario Bergoglio wisse, gegebenen Antwort zu Wort kommen.
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"SUPER-EX, EIN SATZ VON BENEDETTO UND DAS WILDSCHWEIN IM WEINBERG" 

"Liebe Stilumcurialisten in den vergangenen Tagen hat der Osservatore vom Mars dem Ungleichgewicht in der Diözese Rom einen Kommentar gewidmet, weil man nicht weiß. welches pastorale Konzept sie hat und hat seine Beobachtungen damit beendet, sich mehrfach auf Luther und den amtierenden Pontifex zu beziehen. Wir wissen nicht, ob Super Ex (Ex der Bewegung für das Leben, Ex von Avvenire und anderer Katholischer Organisationen, aber erstaunlicherweise immer noch nicht Ex-Katholik...) den Osservatore Marziano gelesen hat. Aber sei es wie es sei, auch für ihn war es selbstverständlich, diese beiden Persönlichkeiten nebeneinander zu stellen....

                                      NUR EIN KLEINER SATZ 
Ein kleiner Satz nur. der uns hilft, die diktatorische Haltung zu verstehen, mit der Bergoglio, Kommissar religiöser Orden, die er nicht liebt, Bischöfe vernichtet, die nicht links genug sind, Universitätsprofessoren enthauptet, die nicht für jedes seiner Worte anfällig sind.

Er ist nicht von mir, sondern von Benedikt XVI. Im Gespräch mit Peter Seewald in "Letzte Gespräche" (2016).



Auf Seite 42 fragt der deutsche Journalist Benedetto, was er über Bergoglio wisse, bevor er Papst wurde: "Wie haben Sie ihn kennen gelernt?"

Und Benedikt gibt- vielleicht naiv, vielleicht auch nicht- eine sehr bedeutende Antwort: "Bei den Ad-limina-Besuchen und durch Korrespondenz. Ich kenne ihn als einen sehr entschlossenen Mann, einen, der in Argentinien sehr resolut sagte- das und das machen wir und das nicht. Seine Herzlichkeit, seine Aufmerksamkeit gegenüber anderen sind Aspelte, die ich bei ihm nicht kannte." 

Lesen wir diesen Satz noch einmal aufmerksam: In dem Moment, in dem alle Medien den sympathischen Papst feiern, der rechts und links telefoniert und immer von Synodalität, Toleranz, Barmherzigkeit doziert, behauptet, daß er ihn, Bergoglio, weder als synodal noch herzlich noch kollegial kennt.

Im Gegenteil-zwischen den Zeilen liest man- daß er dein Despot ist.

Gut, das bestätigen die Fakten- in einem Alter um die 80 ändert man seinen Charakter nicht mehr, wird in diesem ehrwürdigen Alter nicht unvorhergesehen zum fröhlichen Burschen, aufmerksam anderen gegenüber.

Wenn überhaupt verschlimmern sich mit der Zeit manche Fehler.

Wenn man sich dann mit einer immensen Macht wiederfindet, kann die eigene tyrannische Neigung nur explodieren. So war es, in Argentinien wissen sie das, obwohl Bergoglio auch Jahre nach seiner Wahl nicht in sein Heimatland zurück gekehrt ist.

Heute wissen es alle. Bergolgio ist noch der von gestern, ein Mann, der seine Diözese in Trümmern zurückgelassen hat und der heute seine "Sanftmut" seine "Aufmerksamkeit gegenüber anderen" in der ganzen Welt verteilt. Mit katastrophalem Ergebnis. Man versteht, warum er Luther so liebt, auch der deutsche Mönch ertrug, wie man weiß, keine Diskussionen.

Auch wegen seines harten und zynischen Charakters wurde er "das Wildschwein im Weinberg des Herrn" genannt. "

Quelle: Stilum Curiae, Super-Ex, M. Tosatti 

Sonntag, 18. August 2019

Heute vor 14 Jahren....

sprengte Papst Benedikt XVI bei seinem Besuch zum WJT in Köln das Protokoll.....
so überschreibt domradio.de  einen Beitrag, der an das denkwürdige Ereignis erinnert.
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    "ALS BENEDIKT XVI DAS PROTOKOLL SPRENGTE" 

Quelle: domradio.de

Fundstück

Die Tagespost berichtet heute über die Kritik, die Bischof Voderholzer am "synodalen Weg" der DBK übt. Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

"Bischof Voderholzer warnt vor Protestantisierung der Kirche"

"Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer geht mit dem Synodalen Weg ins Gericht.

beginnt der Artikel so- Zitat: 

"Bischof Rudolf predigte gestern zum Fest Mariä Himmelfahrt in der Abteikirche Rohr, Niederbayern. Dabei ging es auch um den Synodalen Prozess.
Feier des Sonntags "konstitutiv für die christliche Existenz
"Die dort zur Debatte stehenden Themen treten nach Ansicht Voderholzers hinter die Frage zurück, „wie der Glaube wieder so gestärkt werden“ könne, „dass es die Menschen drängt, am Sonntag Christus, seine Auferstehung und unsere Hoffnung zu feiern“. Die Feier des Sonntags sei, so Bischof Voderholzer, „konstitutiv für die christliche Existenz“, denn es verweise auf den Kern das Glaubens: „Das Osterfest aber, das Fest der Auferstehung Jesu, die Grundlage und der Urgrund unseres christlichen Glaubens, ist an den Sonntag gebunden, ja das ist der Inhalt jeder sonntäglichen Feier.“ Die frühen Christen feierten die Heilige Messe unter großer Gefahr und Opfern, erinnerte Bischof Voderholzer, weil sie ohne sie nicht sein wollten und konnten."

Quelle: DIe Tagespost

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Qualität der theologischen Ausbildung der anglikanischen Geistlichkeit im Vergleich zu früheren Zeiten.
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                                   PRIESTERLICHE AUSBILDUNG

"In den glücklichen Tagen, als die Church of England noch mehr als nur namentlich existierte, war sie berühmt für die intellektuelle Qualität ihrer Geistlichkeit. Heutzutage bildet ihre degenerierte Nachfolgeorganisation ihre Diener größtenteils in regionalen Trainingskursen aus, die gemeinsam mit den Methodisten durchgeführt werden. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem Bischof John Richards und ich einen dieser Herrschaften getroffen hatten und JR einige Dinge zu erledigen hatte,  und er etwas sagte über dessen völlige Unkenntnis der Schrift und tatsächlich von irgendetwas.


In den alten Tagen wurde viel der Seminarausbildung an  theologischen Hochschulen durchgeführt. Diese theologischen Colleges waren größtenteils Früchte der katholischen Wiedergeburt in der Church of England (Chichester wurde von Charles Marriott gegründet). Im Geiste der tridentinischen Reformen der Gegenreformation, die zuerst, wie Eamon Duffy von Reginal Cardinal Pole angedeutet hat, in Kathedralenschließungen gegründet wurden ... Chichester oder Wells oder Salisbury oder Lincoln ... Nicht einfach nur so, daß die Seminaristen noch vom Einfluss und der Lehre gelehrter Kanoniker profitieren konnten, sondern so, daß sie Teil der bischöflichen Familie sein konnten. Sie erinnern mich an Erzbischof Michael Ramsays bewundernswerte Definition der klassischen anglikanischen Theologie als Göttlichkeit im Klang von Kirchenglocken. Ihre Schließung (kommen Hühner vor Eiern?) bedeutete den Zusammenbruch dieses klassischen Anglikanismus, dessen Wiederherstellung und Rückführung in die katholische Einheit die Pflicht der Ordinariate ist.

Es wäre wundervoll, wenn unseren katholischen Bischöfe . oder einige von ihnen- wieder die klerikale Ausbildung ihres eigenen Haushalts beginnen würden.(Möglicherweise geht Bischof Mark Davies mit seinem "Mater Sacerdotum House" in diese Richtung).
Wie eine solche Reform die priesterlichen Herzen von Kardinal Reginald Pole und des Hl. Charles Borromeo erfreuen würd! Sie könnte bei den langdauernden Bemühungen eine klerikale Kultur wieder aufzubauen helfen- in Übereinstimmung mit dem Geist und und der Gesetzgebung der Kirche.
Ich denke hier nicht zuletzt an Veterum Sapientia(Hl. Johannes XXIII) und an die Vorkehrungen von Kanon 249."

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Samstag, 17. August 2019

Gottes und Christi Nachfolger in der Kirche und der Welt von heute.

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae die Beobachtungen vom Don Alberto Strumia zur derzeitigen Lage der Kirche in Rom und in der Welt - einer "Neuerschaffung" der Welt durch moderne Atheisten, die keine mehr zu sein brauchen.
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"DIE "NACHFOLGER" GOTTES UND DIE "NACHFOLGER" CHRISTI:  KIRCHE UND WELT VON HEUTE"

"Liebe Stilumcurialisten, wir leben in wirren und schwierigen Zeiten und dessen sind wir uns alle wohl bewußt. Von einem Priester, den wir nicht persönlich kennen, haben wir einige Überlegungen zugeschickt bekommen, die uns sehr interessant, tiefschürfend und von großer Klarheit über die Situation, die die Kirche gerade erlebt, zu sein scheint. Wir freuen uns, sie Ihnen anbieten zu können und danken dem Autor, der sie mit Stilum Curiae und seiner kleinen Gefolgschaft teilen wollte." 

Die Menschen, die die "Nachfolger Gottes" wurden, fordern daß die Geistlichen "Nachfolger Jesu Christi" werden. 

Bei genauem Hinsehen auf alles, was um uns herum passiert, scheinen die Menschen unserer Zeit etwas Außergewöhnliches entdeckt zu haben, an das sie noch nie gedacht hatten. Zumindest auf eine so klare und "intelligente" Weise. Und es ist die Entdeckung, daß sie keine Atheisten mehr sein müssen, um in der Lage zu sein, das zu tun, was ihre momentanen Instinkte und Wünsche in Bezug auf Vergnügen und Macht andeuten. Auf der anderen Seite, wenn "Gott tot ist", wie Nietzsche (The Gay Science, Aphorism 125) sagte, welche Notwendigkeit besteht, es zu leugnen oder sogar zu bekämpfen? Nein!
Werden Sie einfach zu seinen "Nachfolgern", setzen Sie sich auf seinen Thron und übernehmen Sie das Kommando über alles. Jetzt, scheinen Sie sich zu sagen, haben wir die Kontrolle über die Situation, wir sind diejenigen, die die "Gesetze" erlassen, die unser Verhalten regeln müssen. Endlich ist es an der Zeit, alles zu ändern, die alten "mittelalterlichen" Regeln, die uns seit Jahrhunderten versklavt haben, aufzuheben. Der Mensch ist der "Nachfolger" Gottes! Lassen Sie uns daran arbeiten, die "neue Welt" aufzubauen.

Die 2.0-Welt, um sie im Computerjargon zu qualifizieren, in der alles gleich ist und die Unterschiede nur offensichtlich und austauschbar sind: der "Gedanke" ist "einzigartig", so daß es keine unnötigen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten gibt;
"Macht" ist "einzigartig" (kulturell, politisch, finanziell, freimaurerisch, ...). Es gibt also keine Nationalismen und Unterschiede zwischen Staaten und Regierungen, aber überall herrscht "Frieden". Das "Geschlecht" des Individuums ist einzigartig, weil es mit dem Bedürfnis austauschbar ist und die Unterschiede (die Buchstaben des Alphabets werden ausreichen, um alle zu klassifizieren, die erfunden werden können?) nur offensichtlich sind, so dass jeder mit Hilfe alles sein und werden kann ein bisschen Chemie, Medizin, Elektronik.
In dieser Übergangsphase zwischen der alten Welt 1.0 und der neuen Welt 2.0 sind "Erscheinungen" von grundlegender Bedeutung, da sie dazu dienen, diejenigen aufzuklären, die die realisierte Neuheit noch nicht erfassen können. "Demokratie" ist eine Erscheinung, denn die Welt 2.0 braucht sie nicht mehr, sondern dient dazu, den Mentalitätswechsel zu Nachzüglern allmählicher und weniger anstrengend zu gestalten.


Über den Versuch die Flammen des Skandals im JP-II-Institut zu löschen, Fortsetzung

 Fortsetzung von hier und hier 

"Was in den letzten Wochen passiert ist, hat zunehmend Schockwellen durch Gemüter und Herzen geschickt. Es ruft beim Gottesvolk und bei einigen seiner Hirten (jenen, die sich nicht um die Weiterentwicklung ihrer "kirchlichen Karriere" sorgen, sondern der Kirche Christi und dem Wohl der Gläubigen in Liebe und Selbstverleugnung dienen) - eine Reaktion hervor, die im Pontifikat von Papst Franziskus -sowohl was Intensität als auch was Dauer angeht- beispiellos ist.

Eine "Mobilisierung von Wissenschaft und Können" über Liebe, Ehe, Familie und das menschliche Leben sächst von Tag zu Tag und die Feuerwehrmänner dieser neuen Richtung kämpfen darum, dias Feuer zu löschen- wobei sie machtvolle Mittel an der Hand haben- wie die Zurückhaltung der Massenmedien und die Abschreckung durch Drohungen (einige Journalisten wurden gezwungen, das Schreiben über das Thema aufzugeben, nachdem ihre Direktoren druckvolle Anrufe erhielten...)

Sorgen (und in vielen Fällen sogar Empörung) über die Entlassung mehrerer Mitarbeiter der Glaubenskongregation ohne richtigen Grund und "den Abgang vor Erreichung der Altersgrenze" des Präfektebn der selben Kongregation -Kardinal Gerhard Müllers (am 1. Juli 2017) ; über die ungerechte Demütigung des Präfekten der Liturgie-Kongregation, Kardinal Robert Sasrahs  (wg. übertrieben orthodoxer Interpretation des motu proprio "Magnum Principium" durch den Krdinal aus Guinea); oder über die Zerschlagung mehrerer Institute des geweihten Lebens, die ihrem ursprünglichen Charisma zu treu waren und zu reich an neuen Berufungen haben nicht eine so intensive, andauernde öffentliche und private Reaktion innerhalb und außerhalb der Kirche ausgelöst.
Und das Echo ist Dank mehrerer Italienischen und internationalen Zeitungen und websites- einschließlich  "Duc in altum" immer noch zu hören.

Es würde genügen, sorgfältig zu überdenken, was direkt mündlich oder schriftlich von den Protagonisten (wider  Willen) über diese Säuberung von Professoren und Lehren geäußert haben- aber vor allem über das Lehramt zu Familie und menschliches Leben des Hl. Johannes Pauls II - der diese akademische Kircheninstitution gründete und das seinen Namen trägt- und zu fragen, warum der Großkanzler, Erzbischof Vincenzo Paglia, Msgr. Pierangelo Sequeri und ihre Vorgesetzten in der Römischen Kurie noch nicht beschlossen haben, zurückzutreten. (Das Wort "Säuberung" kam auch aus dem Mund des früheren Präsidenten des Institutes -Kardinal Angelo Scola -der üblicherweise in seinem Urteil über kirchliche Dispute sehr vorsichtig ist.)

Treue, loyale und mutige Männer -bewegt durch Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit ( um nichts über die Liebe zu Christus und der Kirche zu sagen) würden in lobenswerter Demut zurücktreten, ihren Irrtum zugeben und einen Dialog mit allen beteiligten Parteien beginnen.
Diese Parteien schließen das Dicasterium für Laien, Familie und Leben ein, das mit dem theologischen JPII-Institut eng verbunden ist; die Professoren des Institutes ; die Studenten und Diözesan-Bischöfe und die Generaloberen aus jedem Teil der Kirche, die diese Studenten nach Rom geschickt haben, nicht um sich in einer beliebigen Universität einzuschreiben, wo Fragen von Liebe und Sexualität, Ehe und Leben gemäß der "säkularen" Anthropologie und Ethik behandelt werden, wenn auch im Dialog mit der "Katholischen" Moral, aber so, daß sie die Schönheit und Wahrheit -wenn auch im Dialog mit der "katholischen" Moral, aber ich weiß, dass sie die im Römischen Lehramt enthaltene Schönheit und Wahrheit über diese fundamentalen Aspekte für die Gläubigen - das seinen Höhepunkt in der Lehre des Hl. Johannes Pauls II fand, gründlich lernen und studieren können.

Statt dessen (jedenfalls bis jetzt) nichts dergleichen: die beiden akademischen Autoritäten scheinen einen Text vorzubereiten, um auf die Kritik zu antworten, der anstatt die Wahrheit und das Gute, das in der Kritik enthalten ist (außer verunglimpfender und disqualifizierender und polemischer Kritik, die bei denen, die an Körper und Seele durch einseitige Maßnahmen und Zwangsmaßnahmen verletzt wurden) die Kritik leugnet und disqualifiziert trotz der Beweise und Vernünftigkeit die sie aufweisen und die jeder sehen kann. "Nur ein Blinder könnte das nicht sehen" wie Kardinal Carlo Caffarra bei anderer Gelegenheit sagte.


Freitag, 16. August 2019

Über den Versuch die Flammen des Skandals im JP-II-Institut zu löschen



Diane Montagna veröffentlicht bei LifeSiteNews einen Brief an A.M. Valli zum Geschehen im JP II Institut. Hier geht´s zum Original: klicken

"DER VATICAN KÄMPFT DARUM, DAS FEUER DES ÖFFENTLICHEN SKANDALS UM DIE SÄUBERUNG IM JPII INSTITUT ZU LÖSCHEN"

Die ins Johannes-Paul II Institut gebrachten "Feuerwehrmänner der neuen Richtung" kämpfen darum, die Flammen eines öffentlichen Skandals zu löschen, während die Kontroverse um die kürzliche Säuberung von Professoren droht. die Tür der Residenz des Papstes in Santa Marta zu erreichen

In einem neuen, vom respektierten italienischen Journalisten Aldo Maria Valli veröffentlichten Brief einer anonymen Quelle wird gesagt, daß der "gewaltsame Umsturz im Lehrkörper" und die "drastischen Veränderungen im Curriculum und der Orientierung der akademischen Forschung Schockwellen durch die Kirche gesandt hat und eine Reaktion ausgelöst hat, die in Papst Franziskus´Pontifikat sowohl in Intensität als auch Dauer präzedenzlos ist. "

Die Feuerwehrmänner der neuen Richtung, d.h. der Kanzler des Instituts, Erzbischof Vincenzo Paglia und der Präsident des Isntitutes, Msgr, Pierangelo Sequeri, haben "mächtige Mittel der EIndämmung der Massenmedien und drohender Abschreckung zur Hand, sagte er. Die Quelle stellt fest, daß etliche Journalisten dazu gezwungen wurden, das Schreiben über die Sache aufzugeben, nachdem ihre Herausgeber "dringende Telefonanrufe " erhalten hatten.

Dennoch kämpfen sie immer noch darum, die Flammen zu löschen "weil das Echo über den Schock über die jüngsten Ereignisse "dank einiger italienischer und internationaler Zeitungen und websites weiterhin durch die Katholische Welt hallt.

Donnerstag, 15. August 2019

Zum Heutigen Fest





weil Maria in den Himmel aufgenommen ist, deshalb ist sie die himmlische Frau Königin, wie es in einem anderen Mareinlied heißt und das ist sie weil Gott sie dazu gemacht hat und das folgende ist auch wichtig, weil sie Gott hat machen lassen.
Und die Sache ist auch die, dass man, wenn man in die Zeitung, ein Geschichtsbuch oder auch nur in den Spiegel guckt, so seine Zweifel hat, ob das Heils- und Erlösungwirken Jesus des Christus nicht völlig für die Katz war.
Weil die Welt einfach nicht besser geworden ist, oder anders ausgedrückt, die Dinge immer noch zwei Seiten hat, und Segen und Fluch irgendwie nur verschiedene Ansichten der gleichen Sache sind, wie die aktuellen Diskussionen um die Umwelt, ja wunderschön zeigen.

Deshalb ist es ungemein tröstlich dass das Heilswirken Gottes eben genau nicht vergeblich waren und der Mensch Maria sicher im Himmel bei Gott ist.
Und auch deshalb für uns noch Hoffnung besteht, auch und wenn man es fast nicht glauben mag.

Deshalb allen unseren Lesern ein gesegnetes Fest Maria Himmelfahrt!

Ein Besuch in Mater Ecclesiae

bewon Elvir Tabaković, Can.Reg.berichtet bei LifeSiteNews von der Privataudienz, die der Papa emeritus ihm und seinen Mitbrüdern in Mater Ecclesiae gewährte. An diesem Treffen nahm auch Msgr. Georg Ratzinger teil, dem zwei der Brüder in Regensburg regelmäßig vorlesen.
Hier geht´s zum Original:  klicken,  das wegen der schönen Fotos sehenswert ist.

"MEIN KÜRZLICHES TREFFEN MIT DEM PAPA EMERITUS BENEDIKT WAR EINE DER GROSSEN EHREN IN MEINEM LEBEN" 

"Wir waren voller Freude; als Papst Benedikts XVI Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein  uns freundlich darüber informierte, daß  der Papa emeritus unsere Bitte, ihn besuchen zu dürfen, akzeptiert habe und uns zu einer privaten Audienz in seine Residenz im Kloster Mater Ecclesiae in den Vaticanischen Gärten eingeladen hat. .

Unsere erste Begegnung mit Erzbischof Gänswein fand vor etwas mehr als 3 Jahren statt, als er Don Johannes zum Priester weihte. Das war seine erste Priesterweihe als Erzbischof. Auch dieses Jahr hat er unseren jungen Priester, Don Fabian, geweiht, der gemeinsam mit seinem Bruder Patrick regelmäßig den Bruder von Papst Benedikt, Msgr. Georg Ratzinger in Regensburg besucht und ihm aus Büchern und Veröffentlichungen vorliest, die der 95 Jahre alte Monsignore wegen seiner schwachen Augen nicht mehr selber lesen kann. Nach einer dieser Vorlese-Sitzungen haben wir ein Foto von ihm gemacht, das am Ende in die Hände seines Bruders, Papst Benedikt, gelangte, der es rahmen und an die Wand seines Studios hängen ließ- und sich danach  persönlich bei uns bedankte.

Bevor die Audienz begann, hatten wir unsere eigenen Vorstellungen darüber gemacht, wie die Begegnung sein würde, aber sobald Seine Heiligkeit den Raum betrat, waren wir über alle Erwartungen hinaus von seiner Ruhe und noblen Erscheinung beeindruckt. Sogar die einfache Tatsache- für eine halbe Stunde neben einem römischen Pontifex zu sitzen, ist in sich selbst etwas ganz Besonderes, das wir nie vergessen werden.

Es war dieser gütige Ausdruck in seinen Augen, der so viel über sein spirituelles Leben aussagt. Ich habe noch nie soviel Frieden und Gelassenheit in den Augen eines Menschen gesehen. Man könnte sagen, daß er absolut ruhig und bereit ist, unserem Herrn Jesus Christus mit klarem Gewissen Auge in Auge gegenüber zu treten.

Wir  haben in einer sehr freundlichen und respektvollen Atmosphäre über verschiedene Themen gesprochen. Der Papa emeritus hörte sehr geduldig und aufmerksam jedem Einzelnen von uns zu. Er hat ein bißchen ruhig gesprochen, was verständlich ist, wenn man sein Alter bedenkt, Aber er ist intellektuell völlig klar und so scharfsinnig wie immer.

Am Ende der Audienz schenkte uns Papst Benedikt einen Rosenkränze und Fotos von seinem 60-jährigen Priesterjubiläum und spendete uns seinen Segen. Nachdem wir das Kloster verlassen hatten, gingen wir zur Lourdes-Grotte, um unserer Lieben Frau für diese unverdiente Gnade zu danken."

Quelle: LifeSiteNews, Don Elvir Tabaković, Can.Reg.