Mittwoch, 1. Juli 2026

Motu Proprio "Confirmo Fratres Tuos"

Nicht alles dreht sich um die FSSPX.  Wie Mario Galgano für vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV in einem Motu Proprio die Statuten des Vikariats der Diözese Rom geändert.                             Hier geht´s zum Original: klicken

"PAPST LEO XIV PASST DIE VERFASSUNG DES VIKARIATS VON ROM AN"

Das vatikanische Presseamt hat an diesem Dienstag das Motu Proprio Confirma Fratres Tuos von Papst Leo XIV. veröffentlicht, mit dem die Apostolische Konstitution In Ecclesiarum Communione zur Organisation des Vikariats von Rom aktualisiert wird.

Drei Jahre nach der Reform durch Papst Franziskus greift der amtierende Papst damit in die Leitungsstrukturen der Diözese Rom ein. In dem Dokument verweist das katholische Kirchenoberhaupt auf den biblischen Auftrag an Petrus, die Brüder zu stärken, und betont, dass kirchliche Strukturen fortlaufend auf den Dienst und die Mission ausgerichtet sein müssen.

Die Revision basiert auf den Erfahrungen seit dem Inkrafttreten der vorherigen Reform im Januar 2023. Am 25. Februar des laufenden Jahres hatte der Papst eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um die bestehenden Regelungen zu prüfen. Die Grundprinzipien der Reform von Papst Franziskus, insbesondere die synodale und missionarische Dimension der Kirche von Rom, bleiben bestehen. Neu formuliert wurde jedoch das Prinzip der Mitverantwortung der Gläubigen am Leben und an der Mission der kirchlichen Gemeinschaft.

Die wesentlichen Änderungen

Die wesentlichen Änderungen betreffen die Führungs- und Verwaltungsstruktur des Vikariats. Das Dokument bestätigt den Kardinalvikar in seiner Funktion als Leiter des Vikariats und ordentlicher Richter der Diözese. Die administrative Koordinierung der Büros wird hingegen der neu geschaffenen Position des Moderator curiae übertragen, der vom Papst für eine Amtszeit von fünf Jahren ernannt wird. Zudem wurden die Bestimmungen für den Vizegerenten und die Weihbischöfe sowie die Verfahren zur Ernennung von Pfarrern und Kaplanen präzisiert.


Im Bereich der Beratungs- und Mitbestimmungsgremien wird der Bischofsrat als ständiges Beratungsorgan neu definiert, um den Kardinalvikar bei pastoralen und administrativen Entscheidungen zu begleiten. Die Struktur der Fachbüros und Dienste sowie die Zusammensetzung der Gerichte des Vikariats bleiben im Vergleich zur Regelung von 2023 weitgehend unverändert. Für die Unabhängige Aufsichtskommission wurde festgelegt, dass deren detaillierte Zuständigkeiten und Arbeitsweisen in einer separaten Geschäftsordnung geregelt werden, während ihre Funktion als internes Kontrollorgan beibehalten wird.


Quelle: M. Galgano, vaticannews


In Ecône hat die Show begonnen....

Wie Matteo Matzuzzi kommentiert, hat "in  Ecône die "Show der neuen Lutheraner" (lt. Kard. Müller) begonnen, Die Feier leitet Msgr. de Galarreta, der in seinem Lebenslauf damit prahlen kann, 1988 exkommuniziert, 2009 begnadigt und 2026 erneut exkommuniziert worden zu sein."

Ein letzter Versuch

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PAPST APPELLIERT AN PIUSBRÜDER: "KEHRT UM!"

Einen Tag vor einem drohenden schismatischen Akt durch die Piusbruderschaft hat sich Papst Leo XIV. mit einem Appell an ihren Generaloberen, Davide Pagliarani, gewandt.

In dem Schreiben, das an diesem Dienstag vom vatikanischen Presseamt veröffentlicht wurde, ruft er sie „voller christlicher Zuneigung“ dazu auf, von den für Mittwoch geplanten, unerlaubten Bischofsweihen Abstand zu nehmen. Wörtlich schreibt der Papst: „Ich ermahne euch, das geistliche Wohl der Gläubigen sorgfältig zu bedenken, denn der schismatische Akt, den ihr begehen wollt, würde sie des rechtmäßigen und in manchen Fällen sogar gültigen Empfangs der Sakramente berauben, die sie lieben und für ihre Heiligung suchen.“ Dieser Hinweis bezieht sich auf die Sakramente der Beichte und der Ehe. Papst Franziskus hatte 2018 verfügt, dass reguläre Beichten bei Priestern der Piusbruderschaft für alle Katholiken gültig sind. Dasselbe gilt für die kirchlichen Ehen, die in Anwesenheit von Piusbrüdern geschlossen werden.

Leo ermahnt die Piusbrüder, sich auf einen Dialog mit dem Vatikan einzulassen, statt es zum Bruch kommen zu lassen. „Ich bete für euch, denn das Zertrennen des nahtlosen Gewandes Christi ist eine Sünde von äußerster Schwere. Der Herr möge euer Gewissen erleuchten und eure Herzen erwecken.“

Die schismatisch orientierte Piusbruderschaft will am Mittwoch in der Schweiz ohne Erlaubnis des Papstes mehrere Bischöfe weihen. Sollte es soweit kommen, ziehen sich die Hauptbeteiligten an der Weihe nach katholischem Kirchenrecht automatisch die Exkommunikation zu. Der Brief von Papst Leo trägt das Datum von diesem Montag, 29. Juni, Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus.2

Quelle: vaticannews

Dienstag, 30. Juni 2026

Päpstliche Reform der vatikanischen Finanz-und Informationsbehörde ASIF

Wie Vaticannews berichtet, hat das vaticanische Presseamt das handschriftliche Dekret des Hl. Vaters vorgelegt, mit dem die Staturen der ASIF geändert werden.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"PAPST LEO XIV REFORMIERT DIE VATIKANISCHE FINANZAUFSICHTSBEHÖRDE"

beginnt der Bericht so- ZITAT

"Das am 25. Juni 2026 unterzeichnete Dokument dient der Modernisierung der internen Organisation und passt das Statut an die jüngsten Rechtsentwicklungen im Vatikan an, darunter die Kurienreform durch die Apostolische Konstitution Praedicate Evangelium sowie die neuen Personalregulierungen der Römischen Kurie vom November 2025.

In dem Erlass betont das Kirchenoberhaupt, dass Transparenz, Integrität und Rechenschaftspflicht im wirtschaftlichen Handeln wesentliche Säulen einer guten Verwaltung und des Dienstes am Gemeinwohl seien. Der Heilige Stuhl setze damit seinen Weg fort, die Aufsichtsmechanismen zur Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen im Einklang mit internationalen Standards und den vatikanischen Besonderheiten zu stärken. Die ASIF nimmt hierbei die Rolle der zuständigen Aufischt- und Regulierungsinstitution ein." (...)

Quelle: vaticannews

 

Montag, 29. Juni 2026

Rom: Traditionelle Prozession

 zum Fest des Hl Petrus und des Hl. Paulus

              

Papst Leos zweites Konsistorium- oder hat sein Pontifikat jetzt erst begonnen?

In seiner heutigen Kolumne für Monday-at-the-Vatican kommentiert A. Gagliarducci  das vor einigen Tagen zu Ende gegangene Konsistorium.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"ÜBER LEOS XIV ZWEITES KONSISTORIUM: EINE FORM DER REGIERUNG ODER EINE KONSULTATION? "

Papst Leos zweites Konsistorium hat auf gewisse Weise gezeigt, daß der Übergang von einem Pontifikat zum nächsten begonnen hat, aber noch nicht vollendet ist. 

Es ist nicht sicher, ob es das jemals sein wird. 

Für Leo XIV scheinen die Treffen eher eine breite Konsultation als ein Instrument des Regierens zu sein - im großen Unterschied zu Papst Franziskus´ bevorzugtem Bezugspunkt: der Bischofs-Synode.

Am Ende des Konsistoriums sagte Leo XIV: "Schritt für Schritt entdecken wir die wahre Bedeutung des Konsistoriums wieder; die Versammlung des Kardinals-kollegiums um den Nachfolger Petri, so daß der Hl. Geist - durch gegenseitiges Zuhören und geteiltes Differenzieren- dem Papst helfen kann,die Kirche zu führen. Es ist kein Parlament, kein Kongress, in dem Meinungen oder Interessen vorherrschen, sondern die Erfahrung von Kommunion im Dienst ab der Mission."

Es bleibt abzuwarten, ob und wie die jährlichen Konsistorien, die Leo einzuberufen plant, die Art beeinflussen wird, in der Bischofs-Synode zur Zeit durchgeführt wird. 

Von Beginn  eines Pontifikates an hat Leo XIV betont, daß sein Ziel die Einheit der Kirche ist und sein erstes Konsistorium folgte unmittelbar auf das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr stellte einen ersten Schritt dar. 

Nach dem Ende des Hl. Jahres mit all den von Papst Franziskus geplanten Ereignissen und sogar einer Reise und einer Apostolischen Exhortation hat Leo XIV alle Kardinäle zusammengerufen, verammelte sie um das froße Thema von Evangelii Gaudium und sie gebeten,  mit der Evangelisierung zu beginnen.  

Bei dieser Gelegenheit drückte Leo XIV seinen Wunsch aus, alle 6 Monate ein Konsistorium einzuberufen, um allgemeine Diskussionen zwischen den Kardinälen zu ermöglichen und zuzulassen. Und diese offenen Diskussionen stellen den großen Untzerschied zum Pontifikat von Papst Franziskus dar. 

Papst Franziskus ist das Thema der Kirchenreformen angegangen, indem er Kommissionen gründete und sich auf einen Kardinals-Rat verließ- den sog. C9 (auch C7 oder C6, je nachdem wieviele Mitglieder gerade beauftragt waren) ohne jedoch den Rat je wirkliche Entscheidungen treffen zu lassen oder Macht auszuüben. 

Angelus

 auf dem Petersplatz

              

Das Hochamt

 zum Fest des Hl. Petrus und des  Hl. Paulus im Petersdom

            

Sonntag, 28. Juni 2026

Händel am Abend

 "Fix´d is the everlasting seat, Jehova"  aus dem Oratorium Samson

             

In illo tempore

Auch heute setzt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original:   klicken

"IN JENER ZEIT:  DER FÜNFTE SONNTAG NACH PFINGSTEN"

Am fünften Sonntag nach Pfingsten führt uns die Heilige Kirche in die Schule der Nächstenliebe, die auch harte Realität erfordert. Wie Pius Parsch bemerkte, haben die vergangenen Sonntage Gottes Liebe gezeigt, die uns einlädt, uns sucht und uns Werkzeuge seiner Barmherzigkeit schenkt. Der Gute Hirte hat Menschenfischer. Nachdem das Bild der göttlichen Liebe nun ausgezogen ist, um die Verlorenen zu suchen, wirft die Liturgie ein Licht auf uns, durch das wir erkennen können, ob wir diese Liebe wirklich empfangen haben. Wir werden gefragt, wie es um die Nächstenliebe bestellt ist – in unseren Worten, in unserem Wesen, in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, im Verborgenen unseres Herzens.

Die Abfolge der Bilder an diesen Sonntagen war lehrreich. Das Gleichnis vom großen Abendmahl zeigte die Einladung der Liebe. Das verlorene Schaf zeigte die suchende Liebe. Der Wundertrank und die Berufung des Petrus zeigten die Einsetzung von Dienern aus Liebe. Nun fragt die Kirche, ob die eingeladene, gerettete und unterwiesene Seele barmherzig geworden ist. Die Messe lenkt den Blick von Gottes Barmherzigkeit zu uns auf die Gestalt der Barmherzigkeit in uns. Altar, Zunge und Herz sind untrennbar. Man kann das Credo nicht authentisch singen und dann einen Bruder oder eine Schwester als wertlos behandeln. 

Das Sonntagsgebet ist alt und hat die nachkonziliare Revision in der Messe des 20. Sonntags im Jahreskreis mit einer Änderung der Interpunktion überstanden. Im Missale Romanum von 1962 beten wir:

Deus, qui diligentibus te bona invisibilia praeparasti,
infunde cordibus nostris tui amoris Affectum;
ut te in omnibus et super omnia diligentes,
promissiones tuas, quae omne desiderium superant, consequamur.

O Gott, der du denen, die dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast,
gieße in unsere Herzen die Gesinnung deiner Liebe aus,
damit wir, indem wir dich in allem und über alles lieben,
deine Verheißungen erlangen, die jedes Verlangen übertreffen.

Das Gebet ist voller Sehnsucht: diligere, amor, affectus, cor, desiderium, promissio . Das Verb diligo bedeutet schätzen, hochschätzen, mit Aufmerksamkeit und Fürsorge lieben. Es ist die Wurzel unseres Wortes „fleißig“. Affectus ist eine Geisteshaltung, die durch einen Einfluss, eine Bewegung, eine Stimmung, eine Zuneigung, ein Mitgefühl hervorgerufen wird. Desiderium ist Sehnsucht, ein brennendes Verlangen, oft verbunden mit dem Schmerz der Abwesenheit, als ob das Herz sich an etwas Verlorenes erinnerte. Consequamur , von consequor , kann verfolgen, nachfolgen, erreichen bedeuten. Das gesamte Kollektengebet beschreibt daher einen Aufstieg. Gott hat bona invisibilia , unsichtbare Güter, bereitet. Er erfüllt unsere Herzen mit der Zuneigung seiner Liebe. Wir, die wir ihn in allem und über alles lieben, streben nach den promissiones , den Verheißungen, die jedes Desiderium übertreffen .

Das Tagesgebet offenbart hier das innere Prinzip des Briefes und des Evangeliums. Uns wird geboten, unseren Nächsten zu lieben, weil Gott zuerst unser Herz mit seiner Liebe berührt hat. Natürliche Liebe ist real, denn die menschliche Natur, durch den Sündenfall verwundet, bewahrt ihre angeborene Güte. Doch unsere Liebe ist ungeordnet, leicht verengt zu Begierde, Stolz, Spaltung oder Vergeltung. Der heilige Thomas bringt es mit bewundernswerter Kürze auf den Punkt: „ gratia non tollat ​​naturam, sed perficiat … die Gnade nimmt uns nicht die Natur, sondern vollendet sie“ ( STh I, q. 1, a. 8, ad 2). Die Gnade heilt und erhebt uns. Gott macht das Geschöpf nicht unbrauchbar, um es zu retten. Er gibt es sich selbst zurück, ganz und neu geordnet.

Wir könnten versuchen, dieses Kollektengebet im Einklang mit Papst Benedikt XVI.s „Deus caritas est“ zu hören . Benedikt sprach von Eros und Agape , von Liebe, die aufsteigt auf der Suche nach Erfüllung, und Liebe, die sich in Selbsthingabe hinabsenkt. Im gefallenen Menschen kann Eros in gierigen Missbrauch abgleiten. In Christus wird Eros gereinigt, gezügelt und für Agape geöffnet . Eine vollkommene christliche Liebe gibt und empfängt, steigt auf und sinkt herab, dürstet und ergießt sich. Das Kollektengebet bittet um diese Einheit: „ Infunde cordibus nostris tui amoris affectum“ , gieße in unsere Herzen die Gesinnung Deiner Liebe. Was ins Herz gegossen wird, muss dann aus dem Mund, der Hand, dem Akt der Versöhnung, der Geduld fließen, die sich weigert, Beschimpfung mit Beschimpfung zu vergelten.

Angelus

 auf dem Petersplatz

               

Eine Woche vor dem Bruch?

SCHISMA VON GANZ RECHTS - DIE ST. PIUS-BRUDERSCHAFT HAT LEO UNTERSCHÄTZT

So überschreibt Leo Matzuzzi  in Il Foglio seinen Kommentar zu den nach wie vor bevorstehenden Bischofsweihen der Lefebvrianer, den Rorate Caeli übernommen hat.                                                Hier geht´s zum Original:  klicken

Nie zuvor standen ein Papst und die Lefebvrianische Bruderschaft so kurz vor dem Bruch. Der Fehler lag darin, Leo XIV. zu unterschätzen: Die Augustiner erinnern sich noch gut daran, was ihr Mitbruder Luther getan hat, als er die Einheit der Kirche zerstörte.

Weniger als eine Woche verbleibt bis zum 1. Juli, einem Wendepunkt in der jüngeren Kirchengeschichte – vielleicht dem bedeutendsten seit dem späten 20. Jahrhundert. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird die vier angekündigten Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat durchführen, ungeachtet der Risiken, die viele ihrer Anhänger als übertrieben empfinden. Die vorherrschende Meinung scheint zu sein, dass die Geweihten nicht sofort in die volle Gemeinschaft mit Rom aufgenommen werden – wie im [laufenden Konsistorium] nicht ganz geheim gemunkelt wird..Bekanntlich sind die Weiheberechtigten zwar gültig, aber illegitim geweiht, weil sie den ihnen offenstehenden Weg nicht beschritten haben. Wer so handelt, zieht sich eine schwere Strafe zu.


1988 exkommunizierte Johannes Paul II. Lefebvre, die von ihm neu geweihten Bischöfe sowie alle von ihm geweihten Personen. Dasselbe Kriterium wird angewendet – und daran besteht kein Zweifel –, da dies vom Dikasterium für die Glaubenslehre in einem Kommuniqué bekannt gegeben wurde: „Die Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. haben kein entsprechendes päpstliches Mandat. Dieser Akt stellt einen schismatischen Akt dar, und die formelle Zustimmung zum Schisma ist eine schwere Sünde gegen Gott und zieht die im Kirchenrecht vorgesehene Exkommunikation nach sich.“ Wird diese Exkommunikation nur die neu geweihten Bischöfe betreffen oder, wie manche etwas voreilig vermuten, alle, die an den Liturgiefeiern Lefebvres teilnehmen?


Diese Frage prägt die erste Phase des Pontifikats von Leo , das auf dem erklärten Willen beruht, unter allen Umständen Frieden und Einheit in der Kirche zu predigen und zu bekräftigen. Es ist offensichtlich, dass das Abschneiden des Zweiges nicht schmerzlos sein wird. Das ehemalige Heilige Offizium, nun vorsichtiger und umsichtiger, erklärt die „Bedrohung“ mit zwei johanneischen Dokumenten: dem Apostolischen Schreiben Ecclesia Dei , in dem Wojtyla unmissverständlich festhält, dass die Bischofsweihe ohne die notwendige vatikanische Erlaubnis ein Akt „schweren Ungehorsams gegenüber dem Papst in einer Angelegenheit von höchster Bedeutung“ ist und dass „solcher Ungehorsam – der in der Praxis die Ablehnung des römischen Primats bedeutet – einen schismatischen Akt darstellt“, für den man „die schwere Strafe der Exkommunikation“ auf sich zieht. Der zweite Grund ist in der Note des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte vom 24. August 1996 dokumentiert, in der explizit erklärt wird, dass die Grundlage des schismatischen Aktes eine „doktrinäre Wurzel“ ist.

Seitens der Gesellschaft herrscht offenkundige Fassungslosigkeit: „Geht es ums Überleben?“, fragen sie.

Wie Rom seine Stadtpatrone feiern will

Vaticannews berichtet, wie sowohl die Diözese Rom als auch der Vatican  die Stadtpatrone Roms  feiern wollen. Hier geht´s zum Original:  klicken

SO WILL DAS BISTUM ROM SEINE STADTPATRONE FEIERN

"Am Sonntagabend um 21 Uhr wird Kardinal Baldo Reina eine Gebetswache auf dem Petersplatz leiten. Dazu gehört auch ein Fackelzug, wie Pater Agnello Stoia, der Pfarrer der Petersbasilika, ankündigt: „Das Gebet wird in Form einer Prozession mit fünf Stationen gestaltet sein.“ Die Stationen sollen an fünf wichtige Momente im Leben von Petrus und Paulus erinnern, darunter ihre Berufung. Reina ist Kardinalvikar des Bistums Rom; Bischof von Rom ist der Papst.

Kostenlos quer durch´s Forum Romanum

Am Montag will Papst Leo die Eucharistiefeier im Petersdom feiern; unter dem heutigen Dom liegt das Grab des Apostels Petrus. Außerdem findet am Montag, dem 29. Juni, wieder der Pilgerzug „Quo Vadis“ statt. „Es werden zwei Routen angeboten, der Weg des Petrus und der Weg des Paulus, die bedeutende Etappen in der Geschichte der beiden Apostel durchlaufen und sich im Bereich der Kaiserforen kreuzen“, erklärt Pater Stoia.


Dank einer Vereinbarung mit dem Archäologischen Park des Kolosseums können die Pilger das Areal der Kaiserforen kostenlos durchqueren. Die Wege beginnen an der Via Appia Antica beziehungsweise an der Basilika Santa Pudenziana und enden an der Petersbasilika. Zu den Stationen gehören auch die Basilika Sankt Paul vor den Mauern (dort ist Paulus beigesetzt), die Kirche San Pietro in Vincoli und der Mamertinische Kerker – Orte, die mit der Erinnerung an die Apostel in der Ewigen Stadt verbunden sind


Am Montagabend findet außerdem an der Engelsburg das traditionelle Feuerwerk statt, die Girandola."


Quelle: vaticannews 

Samstag, 27. Juni 2026

Konsistorium

 Abschlussrede von Papst Leo XIV

               

Konsistorium - die dritte Sitzung

Mario Galgano berichtet bei vaticannews über die dritte Sitzung des außerordentlichen Konsistoriums vom 26. und 27. Juni, die sich zentralen Herausforderungen der Gegenwart gewidmet waren.
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VATIKAN: DIE KARDINÄLE BERATEN ÜBER GESELLSCHAFTLICHE SPALTUNGEN UND KI

Nach einer von Kardinal Giovanni Battista Re zelebrierten Heiligen Messe versammelten sich die Mitglieder des Kardinalskollegiums in der Audienzhalle. Die Moderation der Sitzung lag in den Händen von Kardinal Polycarp Pengo Rugambwa aus Tansania, während Papst Leo XIV. das einleitende Adsumus-Gebet leitete. Im Namen des Papstes rief der Moderator die Kardinäle dazu auf, die päpstlichen Friedensappelle in ihren jeweiligen Heimatdiözesen und Regionen verstärkt zu unterstützen, um einen weltweiten, gemeinsamen Einsatz für den Frieden zu erwirken. Das thematische Fundament für die anschließenden Beratungen bildete das Einführungsreferat des südafrikanischen Kardinals Stephen Brislin unter dem Titel „Im Guten bauen: Die Baustellen unserer Zeit“.

Nach einer Phase des stillen Gebets und der Arbeit in Kleingruppen stellten insgesamt elf Arbeitskreise ihre Berichte im Plenum vor. Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag auf den tiefen Brüchen innerhalb der heutigen Gesellschaften, die sich zwischen Völkern, Nationen und bis in die Familienstrukturen hinein abzeichnen. Die Berichte verdeutlichten, dass unter diesen Spannungen besonders die ärmeren Bevölkerungsschichten, Jugendliche sowie ältere Menschen leiden. Als Ursachen wurden ein Mangel an Sinnerfahrung, Identitätsverlust und ein ausgeprägter Individualismus genannt, der Mitmenschen primär als Werkzeuge für den eigenen Erfolg betrachte.

Entwicklung der KI

In diesem Kontext befassten sich die Kardinäle mit der Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI), die als anthropologische Herausforderung eingestuft wurde. Die Arbeitsgruppen betonten die Notwendigkeit, gemeinsame menschliche Werte zu definieren. Dabei wurde gefordert, Lebewesen nicht auf bloße Daten oder Statistiken zu reduzieren. Zudem gelte es, die conditio humana mit ihren natürlichen Grenzen anzuerkennen – Aspekte, die durch KI-Technologien tendenziell in den Hintergrund gedrängt würden –, und die Würde der menschlichen Arbeit zu schützen.

Ein weiterer zentraler Beratungspunkt war die Realisierung des Gemeinwohls, dessen Vermittlung in der gegenwärtigen Politik oft vernachlässigt werde. Die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Eigentum erschwere den Zugang zu diesem Prinzip. Die Kardinäle hielten fest, dass das Bewusstsein für das Gemeinwohl im Glauben an Gott und in der Transzendenz des Menschen wurzle. Als Gegenmodell zum Individualismus wurde die Solidarität mit den Armen und der Aufbau unentgeltlicher Beziehungen auf allen Ebenen hervorgehoben. Hierbei komme der Politik eine wesentliche Funktion zu. Die kirchlichen Institutionen wurden aufgefordert, die Soziallehre der Kirche in der Ausbildung für den öffentlichen Dienst fest zu verankern, um gesellschaftlichen Spaltungen entgegenzuwirken.

„Die Christen sollten sich als aktive Gestalter einer solidarischen Gesellschaft einbringen.“

Polarisierungsfreie Kirche

Die Arbeitsgruppen stimmten darin überein, dass das Evangelium und eine erneuerte, polarisierungsfreie Kirche die Instrumente zur Überwindung dieser Krisen seien. Die Christen sollten sich als aktive Gestalter einer solidarischen Gesellschaft einbringen. In diesem Zusammenhang wurde die Synodalität als Weg des Zuhörens, des Dialogs und der kirchlichen Verantwortung hervorgehoben. Zum Abschluss der Sitzung äußerten die Kardinäle in Redebeiträgen ihre Anerkennung für die jüngsten Auslandsreisen des Papstes und dessen Einsatz für den Frieden. Die Versammlung endete mit dem von Papst Leo XIV. geleiteten Angelus-Gebet."

Quelle: M.  Galgano. vaticannews