Donnerstag, 14. Mai 2026

Papst Leo besucht La Sapienza

     

              

               

              ALLEN EIN GESEGNETES HOCHFEST CHRISTI HIMMELFAHRT

Ein Papst kehrt in La Sapienza zurück

Anläßlich des bevorstehenden Besuchs Papst Leos XIV  in der Römischen Universität La Sapienza erinnert Edward Pentin in einem Beitrag für den NewCatholicRegister NCR an ein Ereignis während des Pontifikats Papst Benedikts XVI. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEO XIV KEHRT IN LA SAPIENZA ZURÜCK - WO BENEDIKT XVI ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT WURDE"

18 Jahre nachdem Proteste Benedikt zur Absage zwangen, enthüllt diese Episode an eine größere Kluft zwischen Glauben und Vernunft und die oftmals falsche säkulare Toleranz.

Die Italienische Polizei blockierte deb Haupteingang der Römischen Univerität La Sapienza, als Studenten am 17. Januar 2008 gegen Benedikt XVI protetierten. 

Wenn Papst Leo XIV Donnerstag in Roms Ladazu zwang Sapienza -Universität spricht, wird er ...vermeiden, die Benedikt XVI vor 18 Jahren dazu zwang, seinen Besuch wegen der anwachsenden Proteste abzusagen. 

Nie zuvor war ein Papst gezwungen worden, eine Rede in irgendeiner Universität in der Statd abzusagen. Die Sapienza wurde ironischerweise von Papst Bonifaz VIII gegründet, uns ihm folgte der Besuch seiner Nachfolger - Hl. Johannes Paul II 1991 und Hl. Paul VI 1964.  Die Vorlesung Benedikts, selbst ein renommierter Professor, wurde    erwartet. 

Aber als der Termin näher kam, wurde die Opposition größer. Am 15. Januar 2008 - gerade 2 Tage vor seinem Besuch- unternahm der Papst den präzedenzlosen Schritt seinen BBEsuch abzusagen, nachdem der Italienische Innenminister  sagte, daß es zu einem Zusammenstoß zwischen Extremistischen Gruppen kommen könnte. Der damalige Kardinal-Staatssekretär tarcisio Bertone  sagte, diese Entscheidung sei der "vorsichtige Weg, um jedem Vorwwand für Demonstrationen zuvorzukommen, die für alle unerfreulich gewesen wären." Benedikt schickte der Uniiversität statt dessen seinen vorbereiteten Text.

Ich erinnere mich gut, über die Geschichte berichtet zu haben, weil die Absahe das kirchliche, zivile und akademische Establishment schockierte und den Italienischen Präsidenten  ind den Vikar Roms dazu veranlaßte, ihre Unterstützung auszudrücken, obwohl nur wenige prominente Personen dem folgen. Wichtiger war, daß sich durch diese Affäre eine tiefere Kluft zwischen den Ansprüchen der Katholischen Tradition - spetiell über Glauben und Vernunft- und einer säkularen liberalen Kultur herauskristalliisierte, die sich selbst als retional, tolernt und inklusiv präsenteirt, das aber in der Praxis häufig nicht ist. 

Unmittelbarer Auslöser war eine Bemerkung Benedikts in einer Rede, die er 18 Jahre  zuvor- als Kardinal Joseph Ratzinger-gehalten hatte, ironischerweise ebenso in La Sapienza, in der er den Agnostischen Amerikanisch-Österreichischen Wissenschaftsphilosophen Paul Feyerabend zitiert hatte, Feyerabend hatt argumeniterit, daß zur Zeit Galileos "die Kirche der Vernunft gegenüber treuer war als Galileo selbst" und daß das Urteil der Kirche bzgl. der breiteren ethischen und sozialen Belange "vernünftiger und gerechter war". 

Der Punkt, den Kardinal Ratzinger betonte, war, daß die Galileo-Affäre nicht auf eine simple Geschichte der Oppoition der Kirche gegen die Wissenschaft reduziert werden sollte, wie es das von der Aufklärung entwickelte Narrativ behauptete, Stattdessen pflegte er zu argumentieren, daß die modernen Diskussionen über Wissenschaft, Vernunft und Verantwirtung komplizierter sind. Indem er Feyerbend (und den deutschen Physiker und Philosophen Carl Friedrich von Wezzäcker, der in Nazi-Deutschland  auf dem Gebiet der Nuklearphysik  forschte) zitierte, bewies er, daß sogar nichtreligiöse Denker Galileo benutztenm um zu fragen, ob die Wissenschaft es immer besser weiß, besonders wenn der wissencschaftliche Fortschritt ernsten Schaden verursachen kann. Er bemerkte, daß Weizäcker einen sehr direkten Weg beschrieb, der von Galileo zur Atombombe führt. 

Die Proteste an der La Sapienza gingen jedoch an Ratzingers eigentlichem Punkt vorbei und nutzten diesen stattdessen als Vorwand für einen weitgehend ideologisch motivierten Protest, der behauptete, der Glaube stehe im Widerspruch zum wissenschaftlichen Fortschritt. Marcello Cini, ein älterer Physikdozent, der die Proteste anführte, warnte davor, es sei „gefährlich“, wenn der Papst das Wort ergreife; er unterstellte Benedikt, er wolle die Wissenschaft unter die „Pseudorationalität religiöser Dogmen“ „zwingen“. Der Besuch, so Cini, bedrohe die Autonomie sowohl der Kultur als auch der Universität.

Neben Einwänden gegen Benedikts Bezug auf Galileo monierten Kritiker, eine päpstliche Ansprache an einer öffentlichen, säkularen Institution sei „unangemessen“ – und beriefen sich dabei auf die langjährige Unabhängigkeit der „La Sapienza“, ungeachtet ihrer päpstlichen Gründung. Insgesamt unterzeichneten 67 Professoren – von den rund 4500 Dozenten und Forschenden der Universität – einen Brief gegen den Besuch, während etwa 100 Studenten demonstrierten.

Doch genau solche Einwände hatte Benedikt bereits in jenem Vortrag vorweggenommen, den er nie persönlich gehalten hat. Er betonte, dass sowohl das Papsttum als auch die Universität der Wahrheit verpflichtet seien – wenngleich auf unterschiedlichen Wegen. Der Papst, so schrieb er, verordne den Glauben nicht „auf autoritäre Weise“, sondern stelle die moralische und intellektuelle Tradition der Kirche der öffentlichen Vernunft zur Erörterung. Die Universität ihrerseits strebe nach der Wahrheit durch die Vernunft, verwurzelt in der sokratischen Befragung und im historischen Wechselspiel zwischen Glaube und Vernunft.

Er warnte davor, die Vernunft auf bloße Nützlichkeit oder wissenschaftlichen Positivismus zu reduzieren und dabei die tieferen Fragen nach dem Sinn und dem Guten aus den Augen zu verlieren. "Was ist das Gute, das uns wahr macht?“, fragte Benedikt. „Die Wahrheit macht uns gut, und die Güte ist Wahrheit. Dies ist der Optimismus, der im christlichen Glauben lebt, weil ihm die Schau des Logos geschenkt wurde – jener schöpferischen Vernunft, die sich in der Menschwerdung Gottes zugleich als das Gute, als die Güte selbst offenbart hat.“

Letztlich betonte er, dass sowohl das Papsttum als auch die Universität eine „Sensibilität für die Wahrheit“ bewahren müssten, und ermutigte die Menschen – insbesondere im akademischen Leben –, weiterhin nach moralischer und geistiger Wahrheit zu suchen, selbst wenn dies herausfordernd sei. „Die Gefahr für die westliche Welt besteht nun darin, dass der Mensch – gerade angesichts der Größe seiner Weisheit und Macht – vor der Frage nach der Wahrheit kapitulieren könnte“, warnte er. „Und dies bedeutet zugleich, dass die Vernunft am Ende unter dem Druck von Partikularinteressen und unter der Verlockung des Nützlichkeitsdenkens zusammenbricht und gezwungen ist, genau dies als das letzte Kriterium anzuerkennen.“

In einem Beitrag für den *L’Osservatore Romano* verteidigte der Mathematiker Giorgio Israel von der Universität La Sapienza Benedikt und wies auf die Ironie hin, dass gerade jene, die sich auf Voltaires berühmtes Plädoyer für die Meinungsfreiheit beriefen, dem Papst das Recht auf freie Rede absprachen. Die italienischen Universitäten, so merkte er an, stünden jeder Form des Ausdrucks offen – außer, so schien es, jener des Papstes."

Hätten sich die Protestierer doch nur die Mühe gemacht, Benedikts Rede in ihrer Gesamtheit zu lesen – so schrieb Israel –, weil ihr Thema die Vertrauenskrise in die Wissenschaft selbst war und als Beispiel dafür den Wandel der Haltung im Fall Galileo anführte.

Auch die Hochschulpolitik, ein tief verwurzelter Antiklerikalismus sowie eine weitgehend feindselige italienische Presse trugen zu dieser Auseinandersetzung bei. Doch die tiefere Ironie blieb bestehen: Jene, die Benedikt vorwarfen, er sei gegen die wissenschaftliche Methode, spiegelten faktisch genau jene Intoleranz wider, die sie der Kirche zuschrieben – indem sie eine Stimme zum Schweigen brachten, deren Ansichten sie nicht teilten.

Wie Israel es formulierte, enthüllte diese Episode eine Strömung der säkularen Kultur, die „nicht argumentiert, sondern dämonisiert; die nicht diskutiert, sondern Monster erschafft“. In diesem Sinne war der Versuch, die Ansprache des Papstes zu unterbinden, nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein zivilgesellschaftliches Versagen.

Mit großer Aufmerksamkeit wird man beobachten, wie Papst Leo XIV. auf die Absage Benedikts zurückblicken wird – oder ob er dies womöglich unterlassen wird.

Quelle: E. Pentin, NCR

Mittwoch, 13. Mai 2026

Erinnerung: Heute vor 45 Jahren

am 13. Mai 1981 fand auf dem Petersplatz während der Generalaudienz das Attentat auf Papst Johannes Paul II statt. Bei vaticannews erinnern auch Stefanie Stahlhofen und Amedeo Lomonaco daran.           Hier geht´s zum Original. klicken

Unter dem Titel: 

"13. MAI 1981. ATTENTAT AUF JOHANNES PAUL - ERINNERUNG"

beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Papst Leo XIV. hat vor seiner Generalaudienz diesen Mittwoch auf dem Petersplatz einen kurzen Stopp gemacht, um am Gedenkstein zu beten, der auf dem Pflaster des Platzes an das Attentat auf Papst Johannes Paul II. erinnert, der vor genau 45 Jahren, am 13. Mai 1981 bei seiner damaligen Generalaudienz angeschossen wurde. Wir erinnern mit Tönen aus unserem Archiv.

An jenem Mittwoch vor 45 Jahren, dem 13. Mai 1981, war der Himmel über Rom klar und der Petersplatz anlässlich der Generalaudienz mit Pilgern überfüllt. Zahlreiche Ordensleute, Schulklassen, Touristen und Gruppen von Gläubigen aus verschiedenen Regionen Italiens und aus dem Ausland  waren zur Audienz angereist. Papst Johannes Paul II., der erste polnische Papst in der Geschichte der Kirche, war auf dem Platz und grüßte die Gläubigen. Die Stimmung war festlich. Doch plötzlich fallen Schüsse, der Papst sinkt blutüberströmt zu Boden. Kurz darauf wird er mit einem Krankenwagen in das päpstliche Gemelli-Krankenhaus gebracht. " (...)

Quelle: vaticannews

 

Katechese & Erinnerung an das Attentat auf Johannes Paul II

vaticannews veröffentlicht die Katechese des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz.                 Hier geht´s zum Original: klicken

"PAPST ERINNERT AN DAS ATTENTAT AUF JOHANNES PAUL II VON 1981. MARIA ALS VORBILD UND MUTTER DER KIRCHE"

Am Gedenktag der seligen Jungfrau Maria von Fatima hat der Papst bei seiner Generalaudienz an Papst Johannes Paul II. erinnert, der vor 45 Jahren auf dem Petersplatz Opfer eines Attentats wurde. In seiner Katechese ging Leo XIV. auf die Gottesmutter als Vorbild und Mutter der kirchlichen Gemeinschaft ein.

Am 13. Mai 1981 wurde der polnische Papst bei einem Anschlag auf dem Petersplatz angeschossen und überlebte nur knapp. Daran erinnerte Leo XIV. an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz. Bei der Fahrt im Papamobil über den Petersplatz hielt er an der Stelle an, wo der polnische Papst 1981 niedergeschossen wurde, und kniete an dem Gedenkstein nieder, der dort in den Boden eingelassen ist.

                     Papst Leo vor dem Gedenkstein, der an das Attentat von 1981 erinnert (Foto vatican media)

Attentat auf Johannes Paul II. vor 45 Jahren

Johannes Paul II. hatte sein Überleben des Attentats, das sich exakt am Jahrestag der ersten Marienerscheinungen von Fatima ereignete, dem Eingreifen der Madonna zugeschrieben. Er ließ eine der Attentatskugeln später in die Krone der Madonna von Fatima einsetzen. Der Gedenktag der seligen Jungfrau Maria von Fatima erinnert an die erste der sechs Marienerscheinungen im Jahr 1917, bei der die Muttergottes in Portugal drei Hirtenkindern erschien.

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

               

Dienstag, 12. Mai 2026

Fundstück

CNA zitiert den Beitrag, den der Theologen Elmar Nass für das Kölner domradio- unter dem Titel:
"Im Geist versöhnter Freundschaft" verfaßt hat. Hier geht´s zum Original:    klicken 

"SOZIALETHIKER ELMAR NASS: EUROPA MUSS SICH IM KAMPF DER KULTUREN BEHAUPTEN" 

Der Beitrag beginnt so - ZITAT

Der an der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) lehrende Sozialethiker Elmar Nass hat betont, mittelfristig müsse Europa sich „im realen Kampf der Kulturen behaupten“.

„Langfristig sollte es diesen Kampf nicht mehr geben“, fuhr er in einem Beitrag für das Kölner Domradio am Samstag fort, also „kein Gegeneinander mehr, sondern ein bereicherndes Miteinander der verschiedenen sozialen Visionen. Im Geist versöhnter Freundschaft. Das ist die globale Mission, und hoffentlich mehr als bloße Utopie.“

Heute sei festzustellen, dass „wirtschaftliche Bündnisse“ allein nicht reichen: „Das Ziel europäischer Einigkeit ist dringender denn je. Und die kann nicht allein auf Ökonomie fußen. Vielmehr braucht es auch eine Vision der Werte, welche die Menschen und Völker freundschaftlich verbindet.“ (...)

Quelle: CNA

Nuntius Filipazzi über unsere Berufung als Christen

kathnet berichtet darüber, was der Apostolische Nuntius in Danzig über die Berufung der Christen sagte.
Hier geht´s zum Original .klicken

Unter dem Titel: 

NUNTIUS FILIPAZZI IN DANZIG: "WIR SIND BERUFEN, RECHENSCHAFT ÜBER UNSEREN GLAUBEN ABZULEGEN"

beginnt der Bericht so - ZITAT

" Ein Christ ist dazu berufen, seinen Glauben zu kennen, über ihn nachzusinnen, ihn klar artikulieren zu können und ihn auch zu verteidigen. Das erklärte der Apostolische Nuntius in Polen, Erzbischof Antonio Guido Filipazzi, während der Feierlichkeiten zum Erzdiözesanfest, die am 10. Mai dieses Jahres auf dem Adalbertshügel in Danzig stattfanden. 

Der Apostolische Nuntius dankte Erzbischof Tadeusz Wojda SAC, dem Metropoliten von Danzig, für die Einladung zum gemeinsamen Gebet. In seiner Predigt merkte er an, dass – genau wie es die Christen seit den Anfängen der Kirche getan haben, indem sie sich an den Gräbern der Märtyrer versammelten – „so auch wir uns heute versammelt haben, um die Eucharistie an einem Ort zu feiern, der an die letzte Mission des großen Bischofs, des heiligen Adalbert, erinnert.“  (...)

Quelle: kathnet

 

Montag, 11. Mai 2026

Audienz

Mario Galgano berichtet für vaticannews über das Treffen Papst Leos XIV mit Mitgliedern der Vatican Observatory Foundtion (Stiftung der Vaticanischen Sternwarte).                                             Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST AN DIE STIFTUNG DER STERNWARTE: AUCH ARME HABEN DAS RECHT, DIE STERNE ZU SEHEN"

Papst Leo XIV. hat diesen Montag im Vatikan Mitglieder des Verwaltungsrats der „Vatican Observatory Foundation“ (Stiftung der Vatikanischen Sternwarte) empfangen. Er würdigte die Arbeit der in den USA ansässigen Stiftung als zentralen Dienst für die Weltkirche.

In seiner Rede vor dem rund 30 Audienz-Teilnehmern erinnerte Leo XIV. auf die Neugründung der Sternwarte durch seinen Namensvetter Leo XIII. vor 135 Jahren. Damals sei es darum gegangen, die Vereinbarkeit von Kirche und Wissenschaft zu demonstrieren. Heute verortet der Papst die Herausforderung jedoch an anderer Stelle. Er stellte fest, dass sowohl Wissenschaft als auch Religion mit der Leugnung objektiver Wahrheiten konfrontiert seien. „Zu viele in unserer Welt weigern sich anzuerkennen, was sowohl die Wissenschaft als auch die Kirche deutlich lehren – dass wir eine feierliche Verantwortung für die Bewahrung unseres Planeten und für das Wohlergehen derer tragen, die auf ihm leben und für die Natur“, erklärte der Papst. Er verknüpfte so wissenschaftliche Erkenntnis direkt mit der Verantwortung gegenüber Gruppen von benachteiligten Menschen, deren Leben durch die Ausbeutung von Mensch und Natur gefährdet sei und mit dem Schutz der Schöpfung.

„Zu viele in unserer Welt weigern sich anzuerkennen, was sowohl die Wissenschaft als auch die Kirche deutlich lehren – dass wir eine feierliche Verantwortung für die Bewahrung unseres Planeten und für das Wohlergehen derer tragen, die auf ihm leben“

Zunehmende Lichtverschmutzung

Besondere Bedeutung maß der Papst der Astronomie bei. Er bezeichnete den Blick auf die Gestirne als ein Geschenk, das jedem Menschen unabhängig von seinem sozialen Status zustehe. Die Betrachtung des Himmels lade dazu ein, menschliche Ängste im Licht der Unermesslichkeit Gottes zu sehen. Leo XIV. warnte jedoch vor zunehmender Lichtverschmutzung: Er griff einen Gedanken von Papst Benedikt XVI. auf und merkte an, dass künstliches Licht den Blick auf die von Gott gesetzten Lichter am Himmel zunehmend versperre.

Die Arbeit der „Vatican Observatory Foundation“ bezeichnete der Papst als essenziell, um den Dialog mit der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten. Durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung sei es möglich, Studenten aus aller Welt den Zugang zur Astronomie zu ermöglichen und Bildungsprogramme in katholischen Schulen und Pfarreien anzubieten.

Theologische Grundlage der Sternwarte

Abschließend erläuterte Leo XIV. die theologische Grundlage des wissenschaftlichen Engagements der vatikanischen Sternwarte in Castelgandolfo. Da sich Gott laut der christlichen Lehre durch die Schöpfung offenbare, sei das Verlangen, das Universum zu verstehen, ein Spiegel der Sehnsucht nach Gott. „Der Hunger, die Schöpfung besser zu verstehen, ist nichts Geringeres als ein Abbild jenes ruhelosen Verlangens nach Gott, das im Zentrum jeder Seele liegt“, so der Papst. Zum Abschluss der Audienz beteten alle dann noch gemeinsam mit dem Papst das Vaterunser. 

„Der Hunger, die Schöpfung besser zu verstehen, ist nichts Geringeres als ein Abbild jenes ruhelosen Verlangens nach Gott, das im Zentrum jeder Seele liegt

Die Vatican Observatory Foundation

Bei der Gruppe, die Papst Leo XIV. in Audienz empfing, handelt es sich um die Mitglieder des Vorstands der Vatican Observatory Foundation. Diese Stiftung mit Sitz in den USA (Tucson, Arizona) wurde gegründet, um die wissenschaftliche Arbeit der Vatikanischen Sternwarte (Specola Vaticana) in Castelgandolfo finanziell zu unterstützen. Während die Gehälter der Jesuiten-Astronomen und die Grundkosten der Gebäude vom Vatikanstaat getragen werden, finanziert die Stiftung durch private Spenden moderne Forschungsprojekte, die Wartung technologischer Infrastruktur – wie das „Vatican Advanced Technology Telescope“ (VATT) in Arizona – sowie internationale Bildungsprogramme und Sommerkurse für junge Wissenschaftler. Die Stiftung fungiert somit als Brücke zwischen der kirchlichen Forschungseinrichtung und der globalen Wissenschaftsförderung."

Quelle: M. Galgano, vaticannews

Ein Jahr Papst Leo XIV- ein Jahr ein Augustiner-Papst

In seiner heutigen Kolumne für OnePeterFive thematisiert A. Gagliarducci das erste Jahr des aktuellen Pontifikates. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEO XIV: EIN JAHR EINES SOHNES DES HEILIGEN AUGUSTINUS" 

Als er zuerst auf der Zentral-Loggia des Petersdomes erschien, hat sich Papst Leo XIV sofort als "ein Sohn des Hl. Augustinus" erklärt.  Das war ein Bekenntnis zur eigenen Identität – kraftvoll und unmittelbar –, das sich rasch als ein grundlegendes Merkmal für das Verständnis dieses Papstes und seines Pontifikats erwies.

Im tiefsten Innern ist Leo XIV. ein Ordensmann geblieben. Er liebt das Gemeinschaftsleben, aus dem er so viel Kraft wie möglich zu schöpfen sucht. Er ist ein aufmerksamer Zuhörer. Er begreift das Regieren als Dienst. Er sucht nach Sinn – nach dem göttlichen Sinn – in den Ereignissen der Welt, in der Pilgerschaft durch die Geschichte und in den Wechselfällen des täglichen Lebens.

Dennoch bleibt Leo XIV. für viele ein Rätsel – selbst nach einem Jahr im päpstlichen Amt.

Der Papst hat keine Revolutionen herbeigeführt. Er hat eine große Kontinuität zu Papst Franziskus gezeigt, zugleich aber auch unterschiedliche Herangehensweisen in bestimmten Fragen erkennen lassen. Er hat einige kleinere Angelegenheiten reformiert und sogar einige Schlüsselpersonen ernannt (den neuen Substituten des Staatssekretariats sowie seinen Nachfolger als Präfekt des Bischofsdikasteriums). Tatsächlich jedoch hat er weder alte Prozesse abgeschlossen noch neue angestoßen.

Der synodale Prozess setzt seinen holprigen Weg fort, veröffentlicht die Berichte seiner Arbeitsgruppen und gibt weitere Erklärungen ab; dabei ist alles andere als klar, inwieweit Leo XIV. diese würdigt. In Deutschland setzen die eher ideologisch ausgerichteten deutschen Bischöfe ihren synodalen Weg fort und gehen dabei sogar so weit, die eigenen Erklärungen des Papstes zu missachten. Die traditionalistische Welt der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat bereits angekündigt, neue Bischöfe zu weihen – selbst ohne päpstliches Mandat.

Kurz gesagt: Die Polarisierungen innerhalb der Kirche, die sich angesichts des personalistischen und bisweilen harschen Regierungsstils von Papst Franziskus verschärft hatten, sind noch immer nicht beigelegt. Einige strittige Themen bestehen fort und werden dies auch weiterhin tun. Das eigentliche Problem liegt jedoch vermutlich woanders. Das Problem besteht darin, dass Leo XIV. andere Prioritäten setzt. Und diese liegen genau im augustinischen Charisma begründet.

Aus diesem Grund genügt es ein Jahr nach seiner Wahl nicht, lediglich Bilanz über seine 365 Tage an der Spitze der Kirche zu ziehen. Vielmehr müssen wir uns in die augustinische Seele des Papstes vertiefen. Ein Buch mit dem Titel „Free Under Grace“ (Frei unter der Gnade), das von der Libreria Editrice Vaticana herausgegeben wurde, versammelt alle Reden von Robert Francis Prevost OSA aus seinen beiden Amtszeiten als Generalprior der Augustiner. Das Buch liegt vorerst nur auf Italienisch vor; im Folgenden präsentiere ich daher meine englische Übersetzung der Texte.

Sonntag, 10. Mai 2026

Wortlaut der Katechese

 beim Regina Coeli - veröffentlicht bei vaticannews  klicken

"WORTLAUT DER KATECHESE DES PAPSTES BEIM REGINA COELI"

Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!

Heute haben wir im Evangelium einige Worte gehört, die Jesus während des Letzten Abendmahls an seine Jünger richtet. Während er Brot und Wein zum lebendigen Zeichen seiner Liebe macht, sagt Christus: »Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten« (Joh 14,15).

Diese Aussage befreit uns von einem Missverständnis, nämlich von der Vorstellung, dass wir geliebt werden, wenn wir die Gebote halten: Unsere Gerechtigkeit wäre dann die Voraussetzung für die Liebe Gottes. Im Gegenteil: Die Liebe Gottes ist die Voraussetzung für unsere Gerechtigkeit. Wir halten wirklich die Gebote nach dem Willen Gottes, wenn wir seine Liebe zu uns erkennen, so wie Christus sie der Welt offenbart. Die Worte Jesu sind also eine Einladung zu einer Beziehung, keine Drohung oder eine zweifelhafte Bedingung.

„Die Worte Jesu sind also eine Einladung zu einer Beziehung, keine Drohung“#

Deshalb gebietet uns der Herr, einander zu lieben, wie er uns geliebt hat (vgl. Joh 13,34): Es ist die Liebe Jesu, die in uns die Liebe entstehen lässt. Christus selbst ist das Maß, der Maßstab wahrer Liebe: der ewig treuen, reinen und bedingungslosen Liebe. Die Liebe, die weder „aber“ noch „vielleicht“ kennt, die sich verschenkt, ohne besitzen zu wollen, die Leben schenkt, ohne etwas im Gegenzug zu verlangen. Weil Gott uns zuerst liebt, können auch wir lieben; und wenn wir Gott wirklich lieben, lieben wir auch einander wirklich. Es ist wie mit dem Leben: Nur wer es empfangen hat, kann leben, und so kann nur der lieben, der geliebt wurde. Die Gebote des Herrn sind daher eine Lebensordnung, die uns von falschen Formen der Liebe heilt; sie sind ein geistlicher Weg, der zum Heil führt.

Weil er uns liebt, lässt uns der Herr in den Prüfungen des Lebens nicht allein: Er verspricht uns den Parakleten, also den Beistand, den »Geist der Wahrheit« (Joh 14,17). Er ist ein Geschenk, das »die Welt nicht empfangen kann« (ebd.), solange sie im Bösen verharrt, das den Armen unterdrückt, den Schwachen ausschließt und den Unschuldigen tötet. Wer hingegen die Liebe, die Jesus für alle empfindet, beantwortet, findet im Heiligen Geist einen Verbündeten, der niemals im Stich lässt: »Ihr aber kennt ihn«, sagt Jesus, »weil er bei euch bleibt und in euch sein wird« (ebd.). Immer und überall können wir dann Gott bezeugen, der Liebe ist: Dieses Wort bezeichnet keine Idee des menschlichen Verstandes, sondern die Wirklichkeit des göttlichen Lebens, durch das alle Dinge aus dem Nichts erschaffen und vom Tod erlöst wurden.

„Indem Jesus uns die wahre und ewige Liebe schenkt, lässt er uns an seiner Identität als geliebter Sohn teilhaben“

Indem Jesus uns die wahre und ewige Liebe schenkt, lässt er uns an seiner Identität als geliebter Sohn teilhaben: »Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch« (V. 20). Diese Lebensgemeinschaft, in die wir mit hineingenommen werden, widerlegt den Ankläger, also den Widersacher des Parakleten, den Geist, der unserem Beistand entgegensteht. Denn während der Heilige Geist die Kraft der Wahrheit ist, ist dieser Ankläger der »Vater der Lüge« (Joh 8,44), der den Menschen gegen Gott und die Menschen gegeneinander aufbringen will: also genau das Gegenteil von dem, was Jesus tut, wenn er uns vom Bösen rettet und uns als ein Volk von Brüdern und Schwestern in der Kirche vereint.

Meine Lieben, voller Dankbarkeit für dieses Geschenk, vertrauen wir uns der Fürsprache der Jungfrau Maria, der Mutter der Göttlichen Liebe, an."

Quelle: vaticannews

Regina Coeli

 auf dem Petersplatz

             

In illo tempore

Fr. John Zuhlsdorf setzt bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage des Kirchenjahres fort. Hier geht´s zum Original:  klicken:

   IN JENER ZEIT - DER 5. SONNTAG NACH OSTERN

Am fünften Sonntag nach Ostern lesen wir weiterhin aus Johannes 16, der Rede Jesu beim Letzten Abendmahl, sowie aus dem Jakobusbrief. Liturgisch stehen wir kurz vor der Himmelfahrt des Herrn, als der Hohepriester, der auferstandene Erlöser, in den himmlischen Tempel einging, wo er sein ein für alle Mal dargebrachtes Opfer für den Vater immer wieder erneuert. Die Heilige Kirche schenkt uns diese Lesungen, damit unsere Augen, unser Verstand und unser Herz nach oben gerichtet sind. Der Herr versichert seinen Aposteln und uns der Liebe des Vaters. Er lehrt uns, in seinem Namen zu bitten, damit unsere Freude vollkommen sei. Diese Freude, griechisch chará , ist gewiss eine Freude, die vom Heiligen Geist gewirkt wird, eine Freude, die nach dem Himmlischen strebt, eine Freude des Herrn selbst: „Geht ein zur Freude eures Herrn!“ (Matthäus 25,21).

Unsere Evangeliumslesungen bergen stets vielfältige Schätze, die es zu entdecken gilt. Wir können uns auf die Klarheit der Worte Christi verlassen, als die Apostel ausriefen: „Ah, nun redest du deutlich und nicht in Gleichnissen!“ (Joh 16,29). Dieses „deutliche Reden“ wird durch das griechische Wort „ Parrhesia “ ausgedrückt , das hier Rede ohne Zweideutigkeit oder Umschreibungen, ohne Gleichnisse und Vergleiche bedeutet. Parrhesia bedeutet auch Redefreiheit, Unverblümtheit im Reden. Der Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 2778) gibt uns folgende Definition: „Unkomplizierte Einfachheit, kindliches Vertrauen, freudige Gewissheit, demütige Kühnheit, die Gewissheit, geliebt zu werden“. 

 Besonders zu Beginn seiner Zeit in Rom rief Franziskus die Menschen dazu auf, mit Parrhésia zu sprechen , selbst wenn man dabei auch „Unordnung verursachen“ wolle. Er schien dies als einen positiven, wenn auch steinigen Weg zu sehen, um die Dinge letztendlich zum Besseren zu wenden. Ich bin sicher, dass die beiden noch lebenden Kardinäle der Dubia-Initiation sich durch ihre unkomplizierte und direkte Art der Einreichung ihrer Fragen zutiefst geehrt fühlten. Sicherlich empfand Kardinal Zen, der sich wegen der Notlage der Katholiken in China an Franziskus wandte, Ähnliches, insbesondere nach seiner Verhaftung und dem Schweigen des Heiligen Stuhls. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diejenigen, an die sich Traditionis custodes richtete, immer noch die Gewissheit genießen, geliebt zu werden. 

Doch ein christliches Wort bleibt christlich, selbst wenn es selektiv verwendet wird. Parrhésia gehört zu Kindern, die wissen, dass der Vater sie liebt. Sie ist direkt und demütig, zuversichtlich ohne Anmaßung. Es ist die Art und Weise, wie wir im Gebet und besonders in der Beichte sprechen sollten. Es mag sein, dass einige leitende Pastoren kein Interesse an unserer Parrhésia haben . Unsere Beichtväter, 99,99 Prozent von ihnen, haben es sicherlich. Sprecht in der Beichte mit Parrhésia . Das bedeutet gute Vorbereitung. Gute Vorbereitung bedeutet tägliche Gewissenserforschung. Beginnt vor der Beichte mit der Frage des Jakobus in eurer eigenen Form: Sieht Gott in mir „eine reine und unbefleckte Frömmigkeit“? Bevor wir uns dem Jakobusbrief zuwenden, hören wir uns das Tagesgebet an, das die Struktur des Briefes widerspiegelt. Im alten Gelasianischen Sakramentar wurde das heutige Tagesgebet für den vierten Sonntag nach dem Ende der Osteroktav, also heute, gesungen. Das Gelasianische Sakramentar, auch Liber sacramentorum Romanae ecclesiae genannt (das Sakramentenbuch der römisch-katholischen Kirche), wurde um 750 in Paris aus älterem Material zusammengestellt. Es enthält Elemente sowohl der römischen als auch der gallikanischen Liturgie der Merowingerzeit. 

Samstag, 9. Mai 2026

Papst Leo XIV & die Fußballer

       

              

Audienzen

Bei einer der heutigen Audienzen -zu denen auch eine für die Fußballer von Inter Mailand gehörte- hat Papst Leo heute PIlger aus Bayern begrüßt. Mario Galgano berichtet für vaticannews

"PAPST LEO XIV WÜRDIGT DIE BAYRISCHE BRAUEREI-TRADITION"

Papst Leo XIV. hat am Samstagmittag im Vatikan eine Pilgergruppe der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung sowie Vertreter der Augustiner-Brauerei aus München begrüßt. Die Begegnung fand im Rahmen des ersten Jahrestages seiner Wahl auf den Stuhl des Apostels Petrus statt. Der Papst eröffnete die Audienz mit einer Bemerkung zu seiner Sprachwahl und erklärte, dass er die Ansprache auf Englisch und nicht auf Deutsch halten werde.

In seiner Rede nahm der Papst Bezug auf die historischen Wurzeln der Brauerei und deren Verbindung zum Augustinerorden. Er betonte, dass dieser Orden auch seinen eigenen Lebensweg geprägt habe. Unter Rückgriff auf eine frühere Botschaft zitierte er den heiligen Augustinus mit den Worten, „dass wir alle von Gott gegebene Gaben und Talente haben, und dass unser Sinn, unsere Erfüllung und unsere Freude darin bestehen, sie im liebevollen Dienen an Gott und an unserem Nächsten zurückzuschenken“. Er verknüpfte diesen Gedanken mit der Hoffnung, dass die Reise der Pilger den Einsatz für bedürftige Menschen verstärken möge.

Verantwortung für die Schöpfung und soziale Gerechtigkeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Ansprache bildete die Enzyklika Laudato Si, die von Papst Franziskus verfasst worden war. Papst Leo XIV. erinnerte dabei an den ersten Todestag seines Vorgängers. Er verwies auf die im Dokument beschriebene Erhabenheit der Schöpfung, welche auch Speisen und Getränke umfasse. Jedes Geschöpf sei demnach ein Spiegelbild der Liebe Gottes. Aus dieser Erkenntnis leitete er die Verantwortung ab, Ressourcen weise und im Sinne der Gerechtigkeit zu verwenden. Der Papst forderte die Gäste auf, nach ihrer Rückkehr beruflich wie privat zur Bewahrung der Schöpfung und zum Gemeinwohl beizutragen. Zum Abschluss der Audienz vertraute er die Delegationsmitglieder und deren Familien dem Schutz Mariens an und erteilte den Segen.

Hintergrund der Gäste aus Bayern

Bei der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung handelt es sich um die Mehrheitseigentümerin der Augustiner-Brauerei in München. Die Stiftung wurde von Edith Haberland-Wagner, einer Nachfahrin der Brauerfamilie Wagner, ins Leben gerufen, um den Fortbestand der Brauerei als Privatunternehmen zu sichern und gleichzeitig soziale sowie kulturelle Projekte zu unterstützen. Die Augustiner-Brauerei ist die älteste Brauerei Münchens und hat ihren Ursprung in einem Kloster des Augustiner-Eremiten-Ordens. Durch die Verbindung zur Stiftung fließen die Gewinne des Unternehmens in gemeinnützige Zwecke, was der vom Papst thematisierten Tradition des Dienens am Nächsten entspricht.

Hier der Wortlaut in einer offiziellen Übersetzung

Grußwort des Heiligen Vaters  an die Pilger der „Edith-Haberland-Wagner-Stiftung“ und der Augustiner-Brauerei

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Der Friede sei mit euch!

Eure Eminenz, liebe Brüder und Schwestern,

es freut mich, euch alle auf eurer Pilgerreise nach Rom begrüßen zu dürfen. Insbesondere danke ich euch dafür, dass ihr euch entschlossen habt, den Jahrestag meiner Wahl auf den Stuhl des Apostels Petrus auf diese Weise zu würdigen, und für eure Unterstützung meines Dienstes durch das Gebet.

Ihr habt mir freundlicherweise einige Produkte aus eurer Brauerei in München überreicht. Diese aufmerksame Geste der Verbundenheit, für die ich dankbar bin, gibt mir Gelegenheit, über zwei Aspekte nachzudenken. Der erste betrifft eure Verbindung zum Augustinerorden, der natürlich auch mein eigenes Leben sehr geprägt hat. Ich hatte bereits Gelegenheit zu sagen, dass der heilige Augustinus »dass wir alle von Gott gegebene Gaben und Talente haben, und dass unser Sinn, unsere Erfüllung und unsere Freude darin bestehen, sie im liebevollen Dienen an Gott und an unserem Nächsten zurückzuschenken« (Videobotschaft an die Augustinerprovinz des heiligen Thomas von Villanova, 29. August 2025). Ich hoffe daher, dass eure Pilgerreise euch nicht nur im Glauben bestärkt, sondern euch auch dazu anregt, weiterhin euren Brüdern und Schwestern zu dienen, insbesondere denen, die am bedürftigsten sind.

Der zweite Aspekt stammt aus der Enzyklika Laudato Si’ – über die Sorge für unser gemeinsames Haus –, die von Papst Franziskus geschrieben wurde, dessen ersten Todestag wir kürzlich begangen haben. In diesem wichtigen Dokument hat er sich schön über die gottgegebene Erhabenheit der ganzen Schöpfung geäußert, zu der sowohl die Tiere als auch die Speisen und Getränke gehören, die uns nähren. Er betonte, dass jeder Bestandteil und jedes Geschöpf ein Spiegelbild der grenzenlosen Liebe Gottes ist, ja „alles ist eine Liebkosung Gottes“. (Nr. 84) Diese Erkenntnis ruft uns zu der großen Verantwortung, dass wir nicht nur für die Schöpfung sorgen, sondern auch sicherstellen, dass ihre Ressourcen stets weise und mit Blick auf die Gerechtigkeit verwendet werden, die eine Voraussetzung für den Frieden ist. Ich ermutige euch daher, wenn ihr nach Hause zurückkehrt, weiterhin sowohl beruflich als auch persönlich euren Beitrag zur Förderung eines gerechten und wirksamen Ansatzes für die Bewahrung der Schöpfung im Sinne des Gemeinwohls zu leisten.

Mit diesen kurzen, aber von Herzen kommenden Gedanken vertraue ich euch und eure Familien der Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, an und erteile euch gern meinen Segen."

Quelle: M. Galgano, vaticannews