Freitag, 21. Januar 2022

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über alte Kirchen -anglokatholische und katholische- in Süd-London, die einer der Hl. Jungfrauen geweiht sind, ihre bewegte Geschichte und ihre Traditionen. m
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                              "LIEBE HL. AGNES..."

Ich liebe diese Festtage der geheiligten Jungfrauen, derer wir jeden Morgen im Kanon der Messe gedenken; diese Heiligen Frauen waren beim Klerus während des katholischen Revivals der Church of England besonders beliebt.  Eine der wenigen Ordinariatskirchen, Saint Agatha´s in Portsmouth, erhält diese Tradition aufrecht und lebendig.

Und besonders die Hl. Agnes erinnert mich an die vergangenen aber befriedigenden Tage, als ich Kurat im Beton-Dschungel der Innenstadt in Süd-London war. Ich war in St. Michael, Bethwin Road, und unsere Nachbargemeinde im Westen war St. Agnes in Kennington, ein großer anglo-katholischer Schrein, der nach den Kriegs-Bombardierungen wieder aufgebaut wurde. Ich habe dort gelegentlich ausgeholfen, wenn der Gemeinde-Priester abwesend oder krank war. 

In jenen frühen 1970-ern war das eine raue Gegend und man riskierte, verprügelt zu werden, wie es den Priestern mehrfach geschah (der Mönch "in Residenz" der nahen Griechisch-Zypriotischen Kirche wurde ermordet...Märtyrer sollte ich sagen...von Einbrechern). Genau am Ende dieser Zeit waren fast alle überlebenden Süd-Londoner Anglikanischen Kirchen, die von den Victorianischen Nachfolgern der Traktarianer gegründet worden waren, noch anglo-katholisch. Aber das Herz war dieser Tradition durch die Bombardierung so vieler Kirchen (die meisten wurden nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut)  und die Umsiedlung der Bevölkerung aus den alten Terrassenhäusern geraubt worden. Sie waren weit und breit zerstreut worden, als ihre Häuser durch den Stadtrat verurteilt und durch Hochhäuser ersetzt wurden. Diese wurden bald viel schlimmer als es die alten Slums je waren und wurden zu unglaublich mörderische Wohngebäuden....alle äußerst wichtigen Fahrstühle waren fast immer defekt. 

Lehrer, Sozialarbeiter, Ärzte, Polizisten...alle lebten so weit wie möglich von dieser Gegend entfernt. Wir. der Klerus, waren die einzigen Berufstätigen, die durch unseren Beruf an die Wohnung gebunden waren. Wir führten unsere Gemeinde-Zeitung, um die Gemeinde im Kampf um menschlichere Bedingungen zusammenzuhalten.

In einem Jahr feierte ich in St. Agnes ein Requiem für die Offiziere und Männer des Manchester Regiments, die von den Hannover-Ratten im Nachklang der 45-er abgeschlachtet worden waren. Die Hinrichtung fand mehr oder weniger auf dem Kirchenplatz statt. Der war also vielleicht sogar in den 1740-ern eine zweifelhafte Gegend gewesen. 

Glücklicherweise brachte der Großteil der von ihrem mutigen Gemeinde-Pfarrer Fr. Christopher Pearson geleitete Gemeinde die Geschichte und Tradition dieser Kirche 2011 mit ins Ordinariat. Der Pater ist jetzt Pastor der Hl. Blut-Kirche in Southwark, nicht sehr weit entfernt. 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

 

Propaganda...

Nico Spuntoni kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana die gestrige Vorstellung des Mißbrauchs-Dossiers der Münchener Anwaltskanzlei und die Reaktion des Papa emeritus auf schon zuvor daraus bekannt gewordene, teilweise geradezu absurde Vorwürfe (wie:  er muß davon gewußt haben weil er am gleichen Ort seinen Urlaub verbrachte) gegen ihn. 
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DAS DOSSIER UND DER PAPA EMERITUS

MISSBRAUCH, RATZINGER IM GEGENANGRIFF: "PROPAGANDA GEGEN MICH"

Die Resultate der von der Rechtskanzlei Westphahl, Spilker und Wastl in der Erzdiözese München-Freising durchgeführten Untersuchungen von Fällen sexuellen Mißbrauchs sind vorgestellt worden. Wie erwartet, wurden Papst Benedikt 5 Fälle zugeschrieben, bei denen das Vorgehen des damaligen Erzbischofs zu tadeln ist. Aber in zwei Fällen fehlt die Bestätigung seiner Beteiligung. Während der Papa emeritus über die anderen in einer Abhandlung "den bemerkenswerten Grad an Parteilichkeit“ der Arbeit angriff und den Experten "Propaganda und reine Spekulation“ vorwarf. Die Kanzlei ist die gleiche, die im Fall Woelki im Auge des Sturms gelandet ist.

Gestern sind die Ergebnisse der Untersuchungen der Rechtskanzlei  Westpfahl Spilker Wastl der Handhabung der Mißbrauchsfälle in der Erzdiözese München und Freising zwischen 1945 und 2019 präsentiert worden. Auf der Anklagebank - wie weithin vorhergesehen- endete der sperrigste Name: Joseph Ratzinger, der von 1977 bis 1982 Erzbischof war. Im Dossier liest man, daß es laut dem Juristenteam 5 Gelegenheiten gab, in denen das Handeln des damaligen Erzbischofs zu  mißbilligen sei. 

5 Fälle, von denen - erklären die Anwälte- "zwei Vergehen betreffen, die während der Amtszeit (...) und drei Fälle, die vor seiner Amtszeit und teilweise außerhalb des Territoriums der Erzdiözese passierten." Einer dieser Fälle jedoch soll sich auf einen Verdacht beziehen, für den die Juristen keine Bestätigung gefunden haben, bei einem weiteren Fall nur Teilbeweise. 

"BEMERKENSWERTE PARTEILICHKEIT" 
Es ist interessant, das Dossier bzgl, des nicht bestätigten Falles zu analysieren:  
ein vorläufiges Gutachten hatte den Verdacht geäußert, Ratzinger habe Kenntnis von dem Missbrauchsurteil eines Landgerichts gegen einen Priester in einer Zeit vor seiner Amtszeit als Erzbischof gehabt. Dieser Verdacht beruht nach Ansicht der Experten darauf, daß Ratzinger "zumindest einen Teil seiner Ferien (…) an der früheren Wirkungsstätte des Pfarrers“ verbracht habe.

Um die Lateinische Messe abzuschaffen, mußte erst Franziskus kommen....

So überschriebt Sandro Magister seinen Kommentar in Settimo Cielo zur derzeitigen Kontroverse um die Auswirkungen von Traditionis Custodes und seiner Anwendung.
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" ES BRAUCHTE FRANZISKUS UM DIE ALTE LATEINISCHE MESSE ABZUSCHAFFEN. NICHT EINMAL BALTHASAR HAT JEMALS DARAN GEDACHT."

Es gibt kein Nachlassen in der Kontroverse, die das motu proprio Traditionis Custodes von Papst Franziskus ausgelöst hat, deren Auswirkung die Messe im antiken Ritus zum Tode verurteilt hat. Andrea Grillo, ein 62-jähriger Vater zweier Kinder, Professor am Päpstlichen Athenäum von St. Anselm in Rom und einer der vom aktuellen Pontifex meist konsultierten und geschätzten Liturgisten, verteidigt die Gerechtigkeit seines Urteils und hat dazu einen der größten Theologen des 20. Jahrhunderts, Hans Urs von Balthasar (1905-1988)  zu seiner Unterstützung herangezogen, so als ob er schon damals seine Rückendeckung gewollt hätte. 

Aber ist Grillos Neuinterpretation von Balthasar korrekt? Laut anderer Experten nicht. Zu denen gehört Nicola Lorenzo Barile, Kirchenhistoriker und Mittelalterspezialist, Mitarbeiter am  der Universität Berkeley, Kalifornien. 

In seinem Kommentar für Settimo Cielo erklärt er, daß von Balthasar nie den Widerruf des alten Missale unterstützt hat, das von Paul VI, dem Papst der nachkonziliaren lituirgischen Reform , nie abgeschafft wurde, viel weniger noch von Benedikt XVI, der sie im Gegenteil ausdrücklich als "nie abgeschafft" erklärte. Und die Nähe zwischen Ratzinger und von Balthasar auf dem Feld der Theologie und der Liturgie ist wohlbekannt. 

                                                               *   *   *   *   *

Von Balthasar "jenseits des Hl, Pius V" ? Notiz zur angeblichen Auslöschung des antiken Messe-Ritus.

von Nicola Lorenzo Barile

Warum ist es wichtig alte Bücher zu lesen? Weil laut C.S. Lewis "jedes Zeitalter seine eigene Sichtweise hat. Es ist besonders gut, bestimmte Wahrheiten zu sehen und besonders geneigt, bestimmte Fehler zu machen. Deshalb brauchen wir alle Bücher, die die charakteristischen Fehler unserer eigenen Zeit korrigieren" ("Vom Lesen alter Bücher" 1944)

Das ist, was Prpf. Andrea Grillo mit einem seiner eigenen Beiträge "Papst Franziskus und H.U. von Balthasar sind sich einig: der antike Ritus stirbt aus" getan zu haben scheint, das einen Tag nach Papst Franziskus´ motu proprio "Traditionis Custodes" veröffentlicht wurde, und dazu das kleine aber nicht weniger wichtige Werk des Schweizer Theologen "Eine kurze Einführung für einen verunsicherten Laien" (1980) benutzt. 

Donnerstag, 20. Januar 2022

Breaking...das "Gutachten" ...überwiegend wahrscheinlich...

Regina Einig kommentiert für "Die Tagespost" kritisch das heute in München veröffentlichte Gutachten über den Umgang der Diözese München-Freising mit Mißrbauchsfällen zwischen 1945 und 2019. 
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Unter dem Titel:

"MÜNCHENER MISSBRAUCHGUTACHTEN: MORALIN STATT BEWEISE" 

beginnt der Artikel so - ZITAT

"Kardinal Marx bleibt der Vorstellung des Missbrauchsgutachtens für das Erzbistum München und Freising fern. Die Kanzlei Westphal versucht sich an der medialen Hinrichtung des emeritierten Papstes. (...)

Der große Abwesende des Tages ist Kardinal Reinhard Marx. Vor 20 im Saal präsenten Journalisten – weitere sind per Zoom zugeschaltet - und einigen Betroffenenvertretern bedauert Rechtsanwältin Marion Westpfahl das Fernbleiben des Ortsbischofs an der Vorstellung der von seinem Erzbistum 2020 in Auftrag gegebenen Studie über Missbrauchsfälle im Erzbistum zwischen 1945 und 2019. Schon der Auftakt deutet darauf hin, daß belastbare Fakten hinter hier einer moralisch aufgeladenen Inszenierung zurückzustehen haben: Just die „Unterstellung“, dass die Kirche ein „Verantwortungsverdunstungsbetrieb“ sei, bildet den Einstieg in die Präsentation des Gutachtens." (/...)

Quelle: R.Einig, Die Tagespost

Über die Gefahren einer der Vernunft beraubten Katholischen Kirche...

Rorate Caeli veröffentlicht den Text der polnischen Philosophie-Dozentin Justyna Melonowska zum derzeitigen Zustand und die Gefahren, die sich möglicherweise aus ihm -insbesondere aus dem Verschwinden der Vernunft- für die Zukunft der Kirche ergeben. LESEN! 
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"POLNISCHE PHILOSOPHIE-PROFESSORIN "ES FINDET EINE GRUNDLEGENDE DE-RATIONALISIERUNG DES KATHOLIZISMUS STATT." 

Eine Mitarbeiterin der traditionalistischen katholischen Zeitschrift "Christianitas", Justyna Melonowska ist eine polnische Philosophie-Dozentin, die den folgenden Text im polnischen Bulletin "Filozofui!" veröffentlicht hat. Die Übersetzung stammt von der Autorin.

                                                     Filioque XXI

                                                      Justyna Melonowska

Es ist schwierig, Historikern -wie einem Donald Kagan- zu widersprechen, der betont, daß wir bis in moderne Zeiten kein einziges Beispiel einer areligiösen Zivilisation kennen. Zivilisation steht. zumindest ist das die geschichtliche Erfahrung- als ihrer primären Quelle von Vitalität, Stärke und Reservoir von Zielen - auf Religion.

Nicht eine sondern zwei Schlußfolgerungen können daraus gezogen werden. 

Die erste- eher eine Beobachtung- ist, daß der Westen, wenn er sich des Christentums entledigt hat, aufhören wird, zu bestehen. (Oder in einer milderen Variante, sein eigenes "Überleben in Agonie" einleiten, indem er sich einer anderen, transzendenten Religion unterwirft, die er auf sein Territorium bringen und annehmen wird.) 

Zweitens: unsere Zivilisation steht still, weil sie eine Art Religion hat. Welche ist das? In journalistischer Verkürzung schlage ich die These vor, daß Emanzipation die moderne Religion des Westens ist. Gleichzeitig ist Emanzipation eher ein Totem als eine Ideologie. Dieser Ansatz erlaubt uns, zu verstehen, warum die Übertretung des Ersten Gebotes jeder ernsthaften Religion "du sollst keinen anderen Gott haben, neben mir" als fundamentales Verbrechen verfolgt wird. Die neue, konstituierende Religion muß konkurrierende Kulte auslöschen. besonders diejenigen, die zuvor in der Gegend galten. Sie muß sie gründlich zertrampeln. Deshalb bewahrt sie- indem sie die Statuen anderer Völker (die als Goldene Kälber betrachtet werden) zerstören und ihre eigene ikonische Sphäre hütet. deren Verletzung kein Angriff sondern wörtlich Blasphemie ist. Daher die große Ernsthaftigkeit der Emanzipation bei der Verfolgung von Andersdenkenden und der gleichzeitigen Forderung nach Bewahrung der Rechtgläubigkeit, d.h. die Anbetung und Glorifizierung neuer Götter (oder es können auch Dämonen sein).

Wenn ich mich als Erforscherin der spirituellen Geschichte des Westens einem anderen Aspekt zuwende, sehe ich es als meine Pflicht an, die Frage zu beantworten: " Was wird sich aus der Perspektive kommender Jahrhunderte als das "Filioque" des 21. Jahrhunderts erweisen?"- was ist der Grund für das interne Schisma im Herzen des zeitgenössischen Katholizismus und der auf ihm beruhenden Zivilisation?  Und we ist es einer Seite des still vollendeten Katholischen Schismas möglich, sich diesem totemistischen, anti-katholischen Tanz der Emanzipation anzuschließen? 

Ich glaube, ich kenne die Antwort. "Filioque XXI" ist -unausgesprochen, leise aber mühsam- eine Frage der Historizität der Offenbarung. 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Katholischen Märtyrer in Oxfordshire in der frühen Tudorzeit. 
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  "TOD UND LEBEN IM OXFORDSHIRE DER TUDORS" (1)

"Galgen wurden auf dem Turm der Kirche errichtet und als alles bereit war, wurde der Vikar dorthin gebracht und mit einem Strick um den Hals bis zur Turmspitze hochgezogen und dort in Ketten in seinem papalistischen Ornat aufgehängt, um ihn herum wurden ein Wassereimer, ein Weihwasserwedel, eine Glocke, ein Rosenkranz und anderer derartiger papistischer Unsinn angebracht; und die blieben dort eine lange Zeit lang; er hat seinen Tod sehr geduldig hingenommen." 

Hier in Oxford ist viel aus denen gemacht worden, die unter Königin Mary für die Protestantische Religion gelitten haben. Da gibt es ein Märtyrer-Memorial, um sie zu feiern. Ich frage mich, wer die Entfernung kontroverser Denkmäler fordern und eine Bewegung gegen diese Statuen starten könnte! Über sie plane ich in ein oder zwei Tagen einen Text.

Und Katholiken feiern sehr angemessen unsere eigenen Märtyrer, einschließlich des Sel. George Napiers, der im Schloss, das in meiner alten Gemeinde des Hl. Märtyrers Thomas liegt, Zeugnis abgelegt hat.

Aber was ist mit denen, die als Mitglieder der Church of England betrachtet werden müssen, die ohne Prozess- 1549 hingerichtet wurden, weil sie das neue, vom Staat angeordnete Messe nach dem protestantischen Prayer-Buch nicht akzeptieren wollten?  Am 9. Juli ordnete Lord Gray (ein verarmter Adliger, der für seine Grausamkeit bekannt war und sein geringes Vermögen der neuen Religion widmete) die Hinrichtung von vier Klerikern aus Oxfordshire an: Fr,Richard Tompson, Vikar von Dunstew; Fr. HEnry Matthew, Vikar von Deddington; Fr. Henry Joyes, Vikar von Chipping Norton; und Fr. John Wade, Vikar von Bioxham.  Es wurde erklärt, daß die beiden Letzteren an ihren eignen Kirchtürmen aufgehängz werden sollten. Laien mußten auch leiden: John White; John Brookyns; William Boolar; Richard Wittington; ? Bowldry. Die Hinrichtungen sollten sich rund um Oxford,  Branbury, Deddingotn, Islip. Wattlington, Thame und Bicester ausbreiten "zum größeren Terror besagter böser Leute":

10 wissenswerte Dinge über Benedikt XVI, Fortsetzung...

Fortsetzung von hier und hier 

Benedikt  XVI hat harte Maßnahmen gegen Kleriker, die Kinder mißbrauchten, ergriffen. 

Hunderte von Priester, die sexuellen Mißbrauch betrieben hatten, wurden unter Papst Benedikt in den Laienstand zurück versetzt. Das war die Fortsetzung seiner vorherigen Arbeit in der Glaubenskongregation, die 2002 größere Autorität in Fällen sexuellen Mißbrauchs durch Kleriker gewann. 

Nach zwei Monaten als Papst, hat Benedikt Fr. Marcial Maciel, den charismatischen und einflußreichen Gründer der Legionäre Christi diszipliniert, der seit langem beschuldigt wurde, Seminaristen sexuell mißbraucht zu haben, und später überführt wurde, ein zutiefst skandalöses Doppelleben geführt zu haben. 

Zeitweise entstand eine Kontroverse wegen der Behauptung, Benedikt XVI habe als Erzbischof von München und Freising von 1977 bis 1982 den Fall eines Mißbrauchers falsch gehandhabt oder vertuscht zu haben. Diese Behauptung um den Serien-Mißbrauchstäter Pater Peter Hullermann sind vom Vatican und dem nahen Mitarbeiter Erzbischof Georg Gänswein entschieden zurückgewiesen worden. 

Der damalige Generalvikar hat für die Entscheidung, den Priester von außerhalb der Diözese ohne pastorale Einschränkung in einer Gemeinde einzusetzen, wo Hullermann wieder Mißbrauch begehen konnte, die volle Verantwortung übernommen. 

Die Diözese München wird am 20. Januar einen dringend erwarteten Bericht über ihre Handhabung von Mißbrauchsfällen von 1945 bis 2019 veröffentlichen. Laut deutscher Medien hat Benedikt den Untersuchern, die den Bericht zusammen gestellt haben, einen 82-seitigen Bericht mit Beobachtungen geschickt. "

Er war der erste Papst, der innerhalb von fast 600 Jahren zurückgetreten ist. 

Am 11. Februar 2013, schockierte der 85-jährige Benedikt die Welt mit einer Ankündigung seines Rücktritts in lateinischer Sprache. Er führte sein fortgeschrittenes Alter und Kräftemangel als Grund dafür an, sein Amt nicht mehr angemessen ausüben zu können.

Am 28. Februar, dem Tag an dem sein Rücktritt wirksam wurde, reiste Benedikt im Hubschrauber vom Vatican nach Castel Gandolfo. 

"Ich bin einfach ein  Pilger, der die letzte Strecke seine Pilgerschaft auf der Erde beginnt." sagte er in seinen letzten Worten als Pontifex. "Gehen wir gemeinsam mir dem Herrn zum Wohl der Kirche und der Welt weiter." 

Mittwoch, 19. Januar 2022

Jesuitische Gehirnstudien

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Beitrag von Msgr. ICS über mögliche Forschungsvorhaben jesuitischer Wissenschaftler am menschlichen Gehirn. 
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"WENN DIE JESUITEN DAS GEHIRN STUDIEREN, UM DEN FREIEN WILLEN SICH "ENTWICKELN" ZU LASSEN- MSGR. ICS"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, heute spricht Msgr. ICS ein sehr interessantes Thema an, eines das auch faszinierend ist, wie er sagt. Was uns in die Zukunft führt oder sogar zu science fiction....Gute Lektüre.

§§§

Msgr. ICS an Tosatti- Wird die Zukunft einer Idee von Gut und Böse von den Jesuiten etabliert? 

Der Mathematik-Philosoph Piergiorgio Odifreddi hat im Oktober 2020 eine interessante Überlegung zu diesem Thema geschrieben, die ich wie folgt, zusammenfassen kann: "Die Jesuiten wissen, wie man lügt während man die Wahrheit sagt, oder sie wissen, wie man die Wahrheit sagt, während sie lügen. Kann also Böses gut werden oder Gutes böse?

Seit fast 9 Jahren sind wir jetzt Experten für einen gewissen "Jesuitismus" geworden. 
Ich schreibe "eines gewissen Jesuitismus", weil ich persönlich heilige Jesuiten kenne, die nur bemüht sind, ihren Nächsten zu heiligen. Aber im allgemeinen Denken (und Sprechen ) ist die jesuitische Wahrheit immer in Entwicklung und wird immer jesuitisch interpretiert und erklärt werden.  

Warum ich darüber spreche? Weil ich in meinen letzten beiden Texten für Stilum Curiae auf die jesuitische Interpretation zum Thema der Freiheit von Frauen, sich für eine Abtreibung zu entscheiden und die Notwendigkeit über die Freiheit über das Ende des Lebens nachzudenken, Bezug genommen habe. Aber vielleicht kommt das Beste noch. 

Heute bin ich gezwungen ein drittes grundlegendes Argument anzusprechen, dessen Zukunft noch einmal in den Händen der Jesuiten liegt. 

Dieses Argument bezieht sich indirekt auf die Restrukturierung der Möglichkeiten des menschlichen Gehirns, um dem "Freien Willen" zu helfen, zu funktionieren oder das ist eher das, was man mir erzählt hat. 

Christliche Kunst

 "Königin der Engel" 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über das Papsttum, Hyperpapalismus und orthodoxe Mißverständnisse und die Frage, und eine Gegenüberstellung von Sacerdotalismus versus Klerikalismus.
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                         "KIRCHLICHE STÖRUNGEN"

 KLERIKALISMUS VERSUS SACERDOTALISMUS

 "Wenn das Wort Klerikalismus selbst nicht für viele so verletzend geworden wäre, könnte der alte Begriff "Sacerdotalismus" gut dazu benutzt werden, um das versöhnende Prinzip der frühen Kirche zu beschreiben, das dem Hl. Paulus so lieb war, daß es unterschiedliche Ämter gibt, aber einen Leib, in dem sie ihre hierarchische Einheit finden" und daß alle für die Perfektion der Kirche, den Leib Christi, gebraucht werden. Klerikalismus -so verstehe ich das- bedeutet als solches einfach die unangemessene Erhöhung der Person und Bedeutung des Amtsträgers, ob er einen priesterlichen Charakter und besondere sakramentale Vollmacht beansprucht oder nicht. "Sacerdotalismus“ bedeutet andererseits einfach den Glauben, daß bestimmte Männer von Gott bestimmte priesterliche Vollmachten zugunsten ihrer Mitmenschen erhalten, die ihre Mitmenschen nicht haben. Das ist nicht dasselbe … die Kirche vor Nicäa war sicherlich nicht ´klerikalistisch‘, aber sie war zutiefst ´priesterlich‘.“ 

So schrieb es Dom Gregory Dix; er fuhr fort, I Clemens XLI zu zitieren, mit der Betonung, daß der Bischof, die Priester, Diakone und die Laien jeweils ihr eigenes tagma haben. Er betonte gerne, daß die puritanischen liturgischen Entwürfe, die als Ersatz für das Gebetbuch propagiert wurden, zutiefst klerikalistisch waren, Seite für Seite voller geistlicher Monologe.

(En passant muss ich gegen die unehrliche, durch und durch verlogene Implikation in der schändlichen Dokumentation, die Traditionis custodes begleitet, protestieren, daß die Liebe für den authentischen Gebrauch des römischen Ritus von selbstsüchtigen Geistlichen geschürt wird. Ganz das Gegenteil ist die Wahrheit. "Traddidom" ist laienbasiert, laiengetrieben und laiendominiert. Die meisten ihrer akademischen Autoren scheinen Laienmänner und Laienfrauen zu sein, und sehr gute Gelehrte sind sie auch. Vielleicht haben Geistliche zu viel Angst ... jetzt ... sagen Sie es mir ... warum das wohl so sein könnte?) 

PAPSTTUM VERSUS ULTRAPALISMUS

Genau wie Klerikalismus und Sacerdotalismus unterschieden werden müssen, weil sie so leicht und oft verwechselt werden, so müssen auch das Petrinische Amt und der Bergoglianische Überhyperpapalismus sorgfältig auseinander gehalten werden, weil sie sich so grundlegend unterscheiden. Die rechte und richtige Ausübung des Petrinischen Amtes ist ein remora gegen Neuerung und eine Garantie der unveränderlichen apostolischen Tradition, das depositum fidei und ist meilenweit entfernt von der bösen Korruption, die Joseph Ratzinger denkwürdigerweise als "den Eindruck, daß der Papst wirklich alles tun kann“ beschrieben hat.

10 wissenswerte Dinge über Benedikt XVI

Die hat Kevin Jones für CNA zusammengetragen, von der Jugend in Bayern, den Kriegserlebnissen, den späteren Aufgaben in Rom, die Enzykliken, den Rücktritt, bis zu Benedikts Liebe zu Katzen, Klavieren und Mozart.
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"10 DINGE, DIE MAN ÜBER BENEDIKT XVI WISSEN MUSS"

Papa emeritus Benedikt XVI diente von 2005 bis 2013 als Papst. Er wurde am 16.  April 1927 als Joseph Ratzinger in Marktl am Inn, in Bayern, geboren. Er wird bald 95. 

Es gibt viel zu wissen über diesen Mann, der Priester, Erzbischof, Kardinal und sogar ehemaliger Papst wurde. 

Er liebt Katzen, Klaviere und Mozart.

Als er als Kardinal in Rom lebte, bereitete er Futter für streunende Katzen. Wenn freundliche Katzen in der Nähe seine Büros im Vatican verletzt waren, hat er ihre Wunden verbunden. 

Seit 2005, dem Jahr als er Papst wurde, ließ Benedikt eine schwarz-weiße Kurzhaarkatze namens Chico in seinem Haus in Bayern wohnen.

Als er in das Appartamento im Vatican zog, mußte er die Regeln befolgen: Katzen und Hunde sind nicht erlaubt. 

Andere seiner Interessen gelten dem Klavier, das er jahrelang gespielt hat. Mozart ist sein Lieblingskomponist. 

"Seine Musik berührt mich immer noch tief, weil sie so lichtreich ist und dennoch gleichzeitig so tief." erzählte er 1996  Interviewer Peter Seewald im Buch "Salz der Erde". "Seine Musik ist keineswegs nur Unterhaltung; sie enthält die ganze Tragödie der menschlichen Existenz." 

Sein Bruder Georg, der ebenfalls Priester wurde, machte eine Musik-Karriere; er wurde Chorleiter im St. Petersdom in der bayrischen Stadt Regensburg. 

Als Jugendlicher wurde er zum deutschen Militär eingezogen. Die Nazis machten seinen Wunsch, Priester zu werden lächerlich. 

Der zukünftige Benedikt XVI wuchs in der kleinen Stadt Traunstein in Süddeutschland zu einer Zeit auf, als die Nazis begannen, das Land zu beherrschen.

Ratzingers Familie war Anti-Nazi, Sein Vater, ein Polizist, abonnieret eine Anti-Nazi-Zeitung, deren Herausgeber, Fritz Gerlich, von den Nazis ermordet wurde. Ein 14-jähriger Cousin Ratzingers, der das Down-Syndrom hatte, wurde von den Nazis abgeholt und starb bald. Er wurde wahrscheinlich im Rahmen ihrer unmenschlichen Kampagne gegen Behinderte ermordet.

Der junge Joseph Ratzinger sträubte sich gegen die Pflicht-Teilnahme an der HJ und konnte einigen ihrer Aktivitäten ausweichen, wie er später in seinen Memoiren "Meilensteine“ berichtete. Seine ältere Schwester weigerte sich, Lehrerin zu werden, um nicht gezwungen zu werden, einen nazifreundlichen Lehrplan zu unterrichten.

Während des 2. Weltkrieges wurde Ratzinger zum Militärdienst eingezogen. Er und sein Bruder Georg wollten Seminaristen werden. Als ein SS-Werber Ratzinger und andere Soldaten zu einem Rekrutierungstreffen versammelte, brachte ihm sein Wunsch, Priester zu werden, Spott und Beleidigungen ein- aber auch die Möglichkeit, dem Dienst in der SS zu entkommen. 

Dienstag, 18. Januar 2022

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute noch einmal über die Oktav zum Fest" Einheit mit dem Stuhl Petri". Die Anglikaner feiern das Fest "Cathedra Petri" am 18.1. 
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                  "STUHL DER EINHEIT - OKTAV"

Antiphon: Daß sie alle eins seien, wie Du, Vater in mir bist und ich in Dir; daß sie auch in uns eins seien; daß die Welt glaubt, daß Du mich gesandt hast. 

V: Ich sage Dir, Du bist Petrus
G: Und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen

Kollekte  Oh Herr Jesus Christus, der Du zu Deinen Aposteln sagtest meinen Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche; und schenke ihr nach Deinem Willen Frieden und Einheit; der Du mit dem Vater und dem Hl.Geist lebst und herrschst in Ewigkeit.
G Amen.

Das ist die Gebetsform, die während der ersten 60 Jahre des 20. Jahrhunderts von den Anglo-Papalisten gebraucht und von ihren Organisationen empfohlen wurden. Als der Ökumenismus sich ausbreitet (und verwässert wurde?) geriet sie aus dem Gebrauch.

Den ersten Tag der Einheitsoktav, die Feier des Petrus-Stuhls in Rom, verdanken wir Papst Paul IV., der im Jahr 1558 handelte … genau in dem Jahr, als Bessy Tudors Kumpane einen neuen Bruch mit Rom planten. Paul IV. war eigentlich kein sehr netter Mann und hat der englischen katholischen Kirche fast nichts Gutes getan ... er wollte unseren eigenen lieben Kardinal Pole wegen Häresie vor Gericht stellen ... aber nun, diese Koinzidenzen bei den Daten sind ziemlich faszinierend, oder?

Nachdem die Oktave des Stuhls der Einheit zur Gebetswoche für die Einheit der Christen mutiert war, war jeder Tag der Woche dem Gebet für bestimmte christliche Traditionen gewidmet. Die Absichten waren von Zeit zu Zeit unterschiedlich. Was mich betrifft, denke ich, daß ich dieses Jahr besonders für die Einheit innerhalb der kanonischen Grenzen der Einen Falte des Erlösers beten kann: daß immer mehr Katholiken der Enge, dem Grimm und dem Stirnrunzeln, dem sich auf den Hass konzentrieren entfliehen und die großzügige, schöne Weite und Tiefe der Heiligen Tradition entdecken. .

*Ich habe die Übersetzung des Collect an den Text des Ordinariats-Missales angepasst, der eigentlich der genaue Wortlaut der Andacht ist, wie sie im ersten Walsingham Pilger-Handbuch zur Verwendung angeboten wird, was darauf hindeutet, daß sie von unseren Vorfahren außerhalb der Slipper Chapel gesprochen wurde, als sie dort standen und zu Gott beteten, er möge sie zur Einheit bringen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

 

Montag, 17. Januar 2022

Christliche Kunst

 "Madonna mit dem Buch"  Sandro Boticelli, 1479

Tweet zum Tage

 "Die Eliminierung Gottes in der Westlichen Kultur ist eine Tragödie mit unerwarteten Folgen" 
Kardinal Robert Sarah

Fundstück

                                                     HL. ANTONIUS BITTE FÜR UNS!

Armin Schwibach veröffentlicht bei kathnet. Gedanken zur nahenden Fastenzeit, zum Tagesheiligen, dem Hl. Antonius und der Lesung zum heutigen Tag, 
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Unter dem Titel

"CHRISTUS OFFENBART SEINE IDENTITÄT ALS MESSIAS, BRÄUTIGAM ISRAELS"

beginnt der Beitrag so- ZITAT

 "Montag der dritten Woche im Jahreskreis, Gedenktag des heiligen Mönchvaters Antonius, des berühmtesten Mönchs des Altertums. Antonius wurde um das Jahr 250 geboren und war ein bedeutender Vater des Mönchtums. Nach dem Tod seiner Eltern verteilte er seinen Besitz an die Armen, zog sich in die Wüste zurück und begann dort sein Leben der Buße. Er hatte viele Schüler und tat viel für die Kirche, unterstützte die Märtyrer während der Verfolgung durch Diokletian und half dem heiligen Athanasius in seinem Kampf gegen die Arianer. Er starb im Jahr 356." (...) 

Quelle: A,Schwibach, kathnet