Sonntag, 17. Mai 2026

Fundstück

Kardinal G.L. Müller beantwortet bei kathnet lesenswert die Frage, ob der Westen ohne Christentum überleben kann. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel: 

"KANN DER WESTEN OHNE DAS CHRISTENTUM ÜBERLEBEN?" 

 beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Diese Frage kann mit einem Wort beantwortet werden: Nein. Denn der Westen ist nichts anderes als die Kulturgemeinschaft der germanischen und slawischen Stämme und Nationen, die aus dem Erbe des weströmischen Reiches hervorgegangen und geeint sind im Glauben an Christus, den Sohn Gottes und universalen Retter der Menschheit. Somit ist Europa das Christentum in seiner Synthese mit der griechischen Metaphysik und dem römischen Ordnungswillen nach dem Prinzip der Gerechtigkeit, das heißt der Wille jedem das Seine zukommen zu lassen – suum cuique (Ulpianus) oder theologisch formuliert, die unverletzliche Würde jedes Menschen als Bild und Gleichnis Gottes. Außerhalb dieser Definition verliert Europa seine formgebende Seele und wird zu einem toten Körper, der wie ein herrenloses Territorium dem nächstbesten stärkeren Nachbaren in die Hände fällt.

Dieser Einsicht kann nur sich verschließen, wer die dramatisch zugespitzte Situation der Welt von heute verkennt. Papst Franziskus sagte oft, dass wir uns schon wie in einem 3. Weltkrieg in Raten befinden. Denken wir nur im globalen Zusammenhang an die Bürgerkriege, den Zusammenbruch der Rechtsordnung in vielen Staaten, der von Brüssel angezielte Überwachungsstaat Orwell‘scher Phantasie (Digital services act, die bürokratische Auslöschung nationaler Identitäten), die Migration von Millionen, die in Europa nicht mehr integriert werden können...."

Quelle: Kard. l.G. Müller, kathnet

 

In illo tempore

Auch heute setzt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort.  Hier geht´s zum Original:  klicken

             "SONNTAG IN DER HIMMELFAHRTSOKTAV"

Aus dem römischen Festtagsoffizium. 

Herr, gewähre uns deinen Segen. 

Segen
Gott, der allmächtige Vater, sei uns gnädig und barmherzig.
Amen  .

Lesung 4
aus den Predigten des heiligen Augustinus, Bischof von Hippo.
2. Lesung über die Himmelfahrt. 

Liebe Brüder und Schwestern, 
unser Erlöser ist von uns in den Himmel aufgefahren, aber lasst uns auf Erden nicht beunruhigt sein. Lasst uns nur mit unseren Herzen bei ihm sein, und wir werden hier Frieden finden. Lasst uns in Gedanken mit Christus dorthin aufsteigen, und wenn jener frohe Tag kommt, den er verheißen hat, wird unser Leib folgen. Aber wir müssen wissen, meine Brüder und Schwestern, dass es Dinge gibt, die nicht mit Christus aufsteigen können: Stolz, Habgier und Triebhaftigkeit; keine unserer Krankheiten kann dorthin aufsteigen, wo unser Heiler ist. Und deshalb müssen wir, wenn wir unserem Heiler folgen wollen, unsere Krankheiten und Sünden hinter uns lassen. All dies fesselt uns gleichsam mit Banden und verstrickt uns in den Maschen eines Netzes der Sünde. Doch mit Gottes Hilfe wollen wir mit dem Psalmisten sagen: „Lasst uns ihre Fesseln zerreißen!“ (2,3), damit wir aufrichtig zum Herrn sagen können: „Du hast meine Fesseln gelöst, ich will dir das Dankopfer darbringen!“ (115,16–17).

℣.  Herr, sei uns gnädig.
℟.  Dank sei Gott.

℟.  Meine Zeit ist gekommen, dass ich zu dem zurückkehre, der mich gesandt hat, spricht der Herr. Seid nicht traurig und euer Herz erschrecke nicht.
* Ich bitte den Vater für euch, dass er euch behüte. Halleluja, Halleluja.
℣.  Wenn ich nicht weggehe, wird der Tröster nicht zu euch kommen; wenn ich aufgefahren bin, werde ich ihn zu euch senden.
℟.  Ich bitte den Vater für euch, dass er euch behüte. Halleluja, Halleluja.

 Herr, gewähre uns deinen Segen.
Segen.  Christus schenke all seinen Gläubigen, dass sie ewig vor ihm leben .
Amen  .

Regina Caeli

vaticannews berichtet: 

           "TAG FÜR TAG ZUM HIMMEL AUFSTEIGEN" 

Christen sollten sich darum bemühen, „Tag für Tag zum Himmel aufzusteigen“. Das sagte Papst Leo XIV. an diesem Sonntag bei seinem österlichen Mittagsgebet „Regina Coeli“.

„Und von diesem Prozess des Hinaufsteigens kennen wir den Weg“, so der Papst am Petersplatz in Rom. Vor allem die Heiligen „von nebenan“ könnten uns den Weg zeigen, griff Leo eine Formulierung seines Vorgängers Franiskus auf: „Väter, Mütter, Großeltern, Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage, die sich mit Freude und Engagement aufrichtig bemühen, nach dem Evangelium zu leben“.

„Wir kennen den Weg“

Der Papst ging in seinen Überlegungen vom Fest Christi Himmelfahrt aus, das in vielen Ländern erst an diesem Sonntag gefeiert wird. Die Himmelfahrt Christi sei kein „fernes Ereignis“: „Denn wir sind mit Jesus verbunden wie die Glieder mit dem Haupt eines einzigen Leibes, und sein Aufstieg in den Himmel zieht auch uns, mit ihm, hin zur vollen Gemeinschaft mit dem Vater.“

Wortlaut der Ansprache des Hl. Vaters

Hier finden Sie die Ansprache, die Papst Leo XIV. vor seinem Mittagsgebet in Rom gehalten hat, in ihrer offiziellen deutschen Fassung.

Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!

Heute wird in vielen Ländern der Welt das Hochfest Christi Himmelfahrt gefeiert.

Das Bild von Jesus, der – wie es im biblischen Text heißt (vgl. Apg 1,1-11) –von der Erde emporgehoben wird und in den Himmel aufsteigt, kann uns dieses Geheimnis als ein fernes Ereignis erscheinen lassen. In Wirklichkeit ist das nicht so. Denn wir sind mit Jesus verbunden wie die Glieder mit dem Haupt eines einzigen Leibes, und sein Aufstieg in den Himmel zieht auch uns, mit ihm, hin zur vollen Gemeinschaft mit dem Vater. Der heilige Augustinus kommentierte dazu: »In der Tat, das Vorangehen des Hauptes ist die Hoffnung der Glieder« (Sermo 265, 1.2).

 „Das gesamte Leben Christi ist eine Bewegung des Aufsteigen"

Das gesamte Leben Christi ist eine Bewegung des Aufsteigens, das durch Christi Menschsein die Welt in ihrer Gesamtheit umfasst und einbezieht und den Menschen aus seinem sündigen Zustand herausholt und erlöst. Es trägt Licht, Vergebung und Hoffnung dorthin, wo zuvor Finsternis, Ungerechtigkeit und Verzweiflung herrschten, um schließlich zum endgültigen Sieg von Ostern zu gelangen, in dem der Sohn Gottes »durch seinen Tod unseren Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen« hat (Präfation für die Osterzeit I).

  Die Himmelfahrt spricht also nicht von einem fernen Versprechen, sondern von einer lebendigen Beziehung, die auch uns zur himmlischen Herrlichkeit hinzieht, unseren Horizont bereits in diesem Leben erweitert und erhebt und unser Denken, Fühlen und Handeln immer mehr dem Herzen Gottes ähnlich werden lässt.

„Auch wir können lernen, Tag für Tag zum Himmel aufzusteigen“

Und von diesem Prozess des Hinaufsteigens kennen wir den Weg (vgl. Joh 14,1-6). Wir finden ihn in Jesus, in der Hingabe seines Lebens, in seinen Taten und Lehren, und wir sehen ihn auch durch die Jungfrau Maria und die Heiligen vorgezeichnet: durch jene, die uns die Kirche als universelle Vorbilder zeigt, und durch die Heiligen –– »von nebenan«, wie Papst Franziskus sie gerne nannte (vgl. Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 7), mit denen wir unseren Alltag teilen: Väter, Mütter, Großeltern, Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage, die sich mit Freude und Engagement aufrichtig bemühen, nach dem Evangelium zu leben.

Mit ihnen, durch ihre Unterstützung und dank ihrer Gebete können auch wir lernen, Tag für Tag zum Himmel aufzusteigen, indem wir darauf bedacht sind, wie der heilige Paulus sagt, »was wahrhaft […], recht, […] liebenswert ist« (Phil 4,8), und mit Gottes Hilfe das in die Tat umsetzen, was wir »gehört und gesehen« haben (V. 9). Und indem wir das göttliche Leben, das wir in der Taufe empfangen haben und das uns ständig empor zum Vater zieht, in uns und um uns herum wachsen lassen und in der Welt die kostbaren Früchte der Gemeinschaft und des Friedens verbreiten.

Dabei helfe uns Maria, Königin des Himmels, die unseren Weg in jedem Augenblick erleuchtet und leitet."

Quelle: vaticannews

Leo XIV, Benedikt XVI und La Sapienza - der Unterschied

Stefano Fontana vergleicht in La Nuova Bussola Quotidianan Papst Leos Pastoralbesuch in der Römischen Universität Sapienza mit der verhinderten Eröffnung des akademischen Jahres durch Papst Benedikt XVI. Hier geht´szum Orioginal:  klicken

DER UNTERSCHIED

"LEO JA, BENEDIKT NEIN: LA SAPIENZA IM VERGLEICH GEGEN ÜBER ZWEI PÄPSTEN"

Im Vergleich zu Prévosts Pastoralbesuch an der römischen Universität stellte Ratzingers „gescheiterte“ Rede konkrete Forderungen an die akademische Welt und berührte das Verhältnis von Vernunft, Glaube und Wahrheit. Die erneute Lektüre beider Texte hilft uns zu verstehen, warum der jetzige Papst so herzlich empfangen wurde und sein Vorgänger nicht.

Am Donnerstag, dem 14. Mai, hat Papst Leo XIV. die Universität La Sapienza in Rom besuchtund hielt dort eine Rede vor den Studierenden. Am 17. Januar 2008 sollte Papst Benedikt XVI. die römische Universität besuchen, wurde jedoch daran gehindert. Der Text der Rede, die nie gehalten wurde, wurde später veröffentlicht. Die Zeitung „La Bussola berichtete bereits über den Besuch, erläuterte die Hauptpunkte der päpstlichen Rede und hob den Unterschied zwischen den Protesten von 2008 und der Begrüßung des akademischen Jahres 2026 hervor. Ein inhaltlicher Vergleich der beiden Reden könnte auch hilfreich sein, um zu verstehen, ob sich etwas verändert hat, nicht nur im Kontext, sondern auch im Text.

Zunächst ist festzuhalten, dass Benedikt XVI. planmäßig das akademische Jahr eröffnen sollte. Leo XIV. hingegen wurde sofort klargestellt, dass es sich lediglich um einen Pastoralbesuch handeln würde. Dieser Unterschied ist bedeutsam. Der Pastor begleitete die Studierenden, ging aber nicht auf die spezifischen Aufgaben der Universität ein, griff nicht in die Wissensstrukturen ein und befasste sich nicht mit einzelnen Disziplinen. Mit anderen Worten: Er hielt keine „wissenschaftliche“ oder besser gesagt, keine erkenntnistheoretische Rede. Tatsächlich sprach Leone in erster Linie zu den Studierenden und schilderte die Universität als Ort der persönlichen Entwicklung und Reifung. Er beschrieb die Herausforderungen und den Lohn des Studiums und hob hervor, mit welchen Schwierigkeiten viele junge Studierende heute zu kämpfen haben. Zudem wies er auf verschiedene Bereiche des sozialen Engagements im Dienst an anderen hin.   

Weil er das akademische Jahr eröffnen musste, begnügte sich Benedikt XVI. jedoch nicht damit , sondern hielt eine wahre „Lektion“, ähnlich der, die er 2006 in Regensburg gehalten hatte, obwohl er – anders als in Bayern – nie an der Sapienza-Universität gelehrt hatte. Er konnte zwar nicht auf seine eigenen Erfahrungen zurückgreifen, sah sich aber dennoch gedrängt, über Wissen, seine Struktur und die Rolle von Theologie und Glaube darin zu sprechen. Sowohl in Regensburg als auch an der Sapienza sprach Benedikt zu „Kollegen“, wandte sich an die „wissenschaftliche Gemeinschaft“ und stellte sich inhaltlich wie sprachlich auf deren wissenschaftliches Niveau.

Es ist wichtig, diese Aspekte hervorzuheben, da im Fall Benedikts die Frage nach epistemischen Bedürfnissen aufgeworfen wurde.Das heißt, es geht um die Erkenntnis als „Wissenschaft“ des christlichen Glaubens und der Theologie, während Leo dieses Thema in seiner Rede nur beiläufig streifte. Benedikt war überzeugt, dass die christliche Offenbarung nur dann einen festen Platz an der Universität haben würde, wenn sie in sich einen Appell an die wissenschaftliche Vernunft enthielte. Andernfalls würde sie auf die persönliche Position einiger weniger Professoren reduziert, ohne als legitimer Bestandteil des Wissensuniversums anerkannt zu werden. Ihre Präsenz an der Universität wäre rein zufällig. Nur wenn der Glaube an die Offenbarung eigene, auf seine Weise wissenschaftliche Forderungen an die Vernunft stellt, nur wenn er die Vernunft auf der spezifischen Ebene der analogisch verstandenen Wahrheit hinterfragt, nur wenn er in sich selbst einen einzigartigen, wahrhaftigen Weg zum Verständnis der Wahrheit der Vernunft selbst ausdrückt … nur dann wäre er an der Universität „zu Hause“.   

In Benedikts Rede an der Sapienza-Universität wird der Aufruf des christlichen Glaubens deutlich, die Vernunft nicht zum Positivismus werden zu lassen : „Es besteht die Gefahr, dass die Philosophie, die sich ihrer wahren Aufgabe nicht mehr gewachsen fühlt, in den Positivismus abgleitet.“ Sokrates – so schrieb er – leitete die Trennung der Vernunft von der mythischen Religion ab, um zum wahren Gott zu gelangen. Auf diesem Weg begegnete die Vernunft den Forderungen des christlichen Glaubens. Dieser hilft der Vernunft, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben. Ein irrtümliches Verständnis der „Säkularität“ des Wissens [man könnte sagen: der epistemischen Säkularität], demzufolge es sich allein „auf der Grundlage eigener Argumente“ konstruiert, würde zu seiner Fragmentierung führen. Der Glaube ist bestrebt, nicht irgendeine Vernunft zu bewahren, sondern die wahre Vernunft, sie vor falschen zu verteidigen, und er besitzt in sich die Kriterien dafür, nämlich seine eigene implizite Erkenntnistheorie.

Benedikt XVI. hatte bestimmte Forderungen an die Universität gestellt, ausgehend vom Glauben und ihrem Anspruch, die Studierenden nicht nur seelsorgerisch zu begleiten, sondern auch zur Etablierung des Status des an der Universität angestrebten und gelehrten Wissens beizutragen. Papst Leos Rede gibt nur wenige Hinweise in diese Richtung,  weil er einen pastoralen, nicht einen wissenschaftlichen Diskurs wählte. Er rief die Jugend dazu auf, sich für den Frieden einzusetzen, die Umwelt zu schützen, dem Konsumwahn zu widerstehen und ein Gerechtigkeitsempfinden zu entwickeln. Er zeigte sich zufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem Bistum Rom bei der Einrichtung eines humanitären Korridors für Hilfslieferungen nach Gaza.

Dieser unterschiedliche Ansatz mag auch die unterschiedliche Rezeption der beiden Päpste erklären. Benedikt stellte eine bestimmte Universität infrage, Leo hingegen deutlich weniger."

Quelle: S. Fontana, LNBQ

Samstag, 16. Mai 2026

Kardinal W. van Eijk spricht Klartext

La Nuova Bussola Quotidiana veröffentlicht einen Beitrag den  Kardinal Willem Eijk, der Erzbischof und Metropolit von Utrecht, für den National Catholic Register verfaßt hat, in dem er sich mit dem jüngsten  Dokument der Studiengruppe 9 der Synode auseinandersetzt.                                               Hier geht´s zum Original:  klicken

DER SYNODALBERICHT ZUR HOMOSEXUALITÄT MUSS ENTSCHIEDEN ZURÜCKGEWISEN WERDEN

Der jüngste  Bericht  der Studiengruppe 9 der Synode stellt eine beunruhigende Abweichung von der konsequenten Morallehre der katholischen Kirche dar. Obwohl die Autoren behaupten, ihnen fehle „die Kompetenz und vor allem die notwendige kirchliche Vollmacht“, um individuelle moralische Fragen abschließend zu beantworten, untergraben Methodik und Struktur des Berichts systematisch die Fähigkeit der Kirche, ihre eigene Morallehre zu verkünden und anzuwenden. Dies ist kein bloßer technischer Mangel, sondern ein fundamentaler Widerspruch in der katholischen Lehre, der eine entschiedene Antwort erfordert.

Besonders besorgniserregend ist der Umgang des Berichts mit homosexuellen Beziehungen. Das Dokument präsentiert Zeugenaussagen von Menschen mit homosexueller Neigung, ohne den moralischen Rahmen der Kirche zum Verständnis dieser Erfahrungen darzulegen. Der Bericht führt aus, dass einer dieser Zeugen „von der ‚Entdeckung‘ berichtet, dass die Sünde in ihrem Kern nicht in der Beziehung des (homosexuellen) Paares besteht, sondern im ‚Mangel an Glauben‘ an einen Gott, der unsere ‚Erfüllung‘ wünscht.“ Die Autoren des Berichts zitieren diese Aussage unkommentiert und ohne Erläuterung.

Die Argumentation dieses Zeugen  ist grundlegend fehlerhaft. Homosexuelle Handlungen sind in sich böse: Dies ist etablierte katholische Lehre. Ein gläubiger Christ, der solche Handlungen begeht, mangelt es zweifellos an Glauben, da er nicht auf Gottes Gnade vertraut, die ihn vor der Sünde bewahrt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Sünde primär im Mangel an Glauben liegt und nicht in der Handlung selbst, wie der Zeuge suggeriert. Das Versäumnis der Autoren, diesen Punkt zu klären, erzeugt eine gefährliche Zweideutigkeit.

Ein zweites Zeugnis  ist noch problematischer. Dieser Zeuge suchte zunächst Hilfe bei Courage International, dem katholischen Apostolat, das Menschen mit gleichgeschlechtlicher Neigung lehrt, im Einklang mit der kirchlichen Lehre von der Keuschheit zu leben. Der Bericht stellt Courage negativ dar, indem er suggeriert, die Organisation „zerstöre Glauben und Sexualität“ und behauptet fälschlicherweise, sie biete Konversionstherapie an. Der Zeuge findet schließlich Zuflucht in christlichen Gemeinden und bei Priestern, die „Menschen aufnehmen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur LGBTQ-Gemeinschaft abgelehnt werden“. Daraus wird klar geschlossen, dass dieser zweite Zeuge, der sich in einer homosexuellen Beziehung befindet, dies mit der Unterstützung und Billigung dieser Priester und Gemeinden tut. Indem der Bericht diese Zeugenaussagen ohne jegliche theologische Kommentierung hervorhebt, normalisiert er homosexuelle Beziehungen im kirchlichen Kontext. Dies stellt einen klaren Versuch dar, die Verkündigung der katholischen Morallehre zu untergraben.

Das grundlegende Problem liegt im gesamten methodischen Rahmen.Im Bericht ordnen die Autoren alles der Beschreibung eines „synodalen Prozesses“ unter, der sich auf die Praktiken und Erfahrungen der Menschen konzentriert. Sie lehnen explizit ab, was sie als „abstrakte Verkündung und deduktive Anwendung unveränderlich und starr formulierter Prinzipien“ bezeichnen. Stattdessen plädieren sie für eine „fruchtbare Spannung zwischen dem, was in der kirchlichen Lehre und der pastoralen Praxis etabliert ist, und den Lebenspraktiken“.

Papst Leo an die Firmlinge des Erzbistums Genua

vaticannews berichtet über die Worte, die Papst Leo gestern den Firmlingen des Erzbistums Genua mit auf den Weg gegeben hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEO AN JUGENDLICHE: BITTE NACH DER FIRMUNG NICHT ABTAUCHEN" 

"Papst Leo XIV. hat Jugendliche dazu aufgerufen, sich auch nach dem Empfang des Firmsakraments noch in der Pfarrei sehen zu lassen.

Die Firmung zu erteilen, gehöre zum Schönsten, was ein Bischof tun könne, sagte der Papst am Samstag zu Firmlingen aus dem Erzbistum Genua. Der Heilige Geist, der bei dem Sakrament herabkomme, verleihe einem nämlich „diesen Enthusiasmus, diese Kraft, den Glauben in einer Welt zu leben, die uns oft weit weg noch Jesus bringen will“, so Leo.

„Aber wenn die Spendung der Firmung eine der größten Freuden eines Bischofs ist, dann gibt es doch etwas anderes, das ihn traurig stimmt – wenn man nämlich die jungen Leute nie wieder zu Gesicht bekommt! Sie verschwinden aus der Pfarrei. Und darum bitte ich Euch um eines: Pflegt besonders die Gabe des Heiligen Geistes, die man Stärke nennt! Vergesst nicht, was ihr in der Zeit der Firmvorbereitung erlebt habt. Zeigt Durchhaltevermögen im Glauben und bleibt der Pfarrei treu – da gibt es so viele Aktivitäten und Möglichkeiten…“

Leo bat die jungen Leute, sich fest vorzunehmen, „Freunde des Herrn zu bleiben, seine Jünger, seine Missionare“, und im Glauben durchzuhalten."

Quelle: vaticannews

Freitag, 15. Mai 2026

Exequien für Kardinal em. E. Tscherrig

unter der Leitung von Papst Leo XIV im Petersdom 

            

Was es mit den Eisheiligen auf sich hat...


Alexander Folz
erklärt in einem Beitrag für CNA, was es mit den "Eisheiligen" auf sich hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel 

"DIE EISHEILIGEN: AUS DEM BITTGANG DES MAMERTUS WURDE EINE BAUERNREGEL"
erinnert der Autor an die Entstehung der Gedenktage an die Hl. Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und „die kalte Sophie“- die Bittage vor Christi Himmelfahrt.
Dabei zitiert er an eine im "Christlichen Forum" veröffentlichte Betrachtun von Pastor Anton Behrens.

Hier geht´s zum Original unter dem Titel: "Flurprozessionen zu Christi Himmelfahrt und die Bauernregel zu den "Eisheiligen": klicken  (...)

Quelle: A. Folz, CNA

Wiedergutmachung nach 18 Jahren? Leo XIV & La Sapienza

Stefano Chiappalone kommentiert in LaNuovaBussolaQuotidiana den Besuch Papst Leos XIV in der Römischen Universität LaSapienza - und vergißt nicht, auf die Ausladung Papst Benedikts XVI durch eben diese Universität vor 18 Jahren einzugehen, Hier geht´s zum Original:  klicken

"LA SAPIENZA ÖFFNET FÜR LEO DIE TORE, DIE FÜR RATZINGER VERSCHLOSSEN BLIEBEN" 

„Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott“: Mit diesen Worten begann der Papst seinen Besuch an der römischen Universität in der Hoffnung auf ein „neues Bildungsbündnis“ mit der Kirche, in deren Rahmen das Studium Urbis entstanden und gewachsen war.  Ein Ereignis, das nach Benedikt XVI   nach 18 Jahren Gerechtigkeit widerfahren läßt, der - "schuldig gegen den Laizismus" darauf verzichten mußte. 

Der Besuch Leos XIV. an der römischen Sapienza-Universität auf das achtzehn Jahre gewartet werden mußte, nachdem Benedikts XVI geplanter Vortrag am 17. Januar 2008 abgesagt worden war. Die angespannte Atmosphäre begann damals mit einem Brief von 67 Professoren, die die Absage der ihrer Ansicht nach „unpassenden Veranstaltung“ forderten. Die Ereignisse gipfelten in der Besetzung des Rektorats durch Demonstranten, die „Papst raus aus der Universität!“ skandierten. Der wohl akademischste Papst der jüngeren Geschichte, obwohl vom Rektor eingeladen, musste seinen Besuch absagen (aber nicht die vorbereitete Rede), weil er der Verletzung des Laizismus „schuldig“ war.

Die Türen, die Ratzinger verschlossen geblieben waren, wurden am Donnerstagmorgen, dem 14. Mai,  für Prevost wieder geöffnet. Die Studenten (nicht die des Jahrgangs 2008, aus offensichtlichen Altersgründen) begrüßten ihn mit Applaus – gut 35 Jahre nach dem letzten Papstbesuch, dem von Johannes Paul II. am 10. April 1991, der auf den Besuch von Paul VI. am 14. März 1964 folgte. „Sapienza und die Päpste“ ist auch der Titel der zu diesem Anlass eingerichteten und von Leo XIV. besuchten Ausstellung: eine Verbindung, die bis zu den Anfängen der römischen Universität zurückreicht, zur päpstlichen Bulle „In supremae praeminentia dignitatis“ von Bonifatius VIII., die 1303 die Gründung des Studium Urbis genehmigte.

Leo XIV. stattete der Universitätskapelle, die der Göttlichen Weisheit geweiht war, einen „Pastoralbesuch“ ab, wie er während der ersten Etappe betonte, und formulierte eine kurze, spontane Begrüßung. „Wer sucht, wer studiert, wer die Wahrheit sucht, der sucht letztlich Gott und wird Gott begegnen“: wenige Worte, die gewissermaßen als „Antiphon“ dienten. Und die „Sehnsucht nach Wahrheit“ erschien wieder in seiner Rede in der Aula Magna, die mit Studenten und Dozenten gefüllt war und mit einem Gruß der Rektorin Antonella Polimeni eingeleitet wurde.

„Mit dem Herzen eines Hirten“, begann der Papst seine Ansprache an die Studenten und forderte sie auf, die „widersprüchlichen Gefühle“ zu erforschen, die sie auf ihren Wegen durch die Universitätsstadt beflügeln oder beunruhigen. „Ich stelle mir vor, wie ihr manchmal unbeschwert seid, glücklich in eurer Jugend, die euch selbst in einer von schrecklichem Unrecht geprägten Welt das Gefühl gibt, dass die Zukunft noch geschrieben werden muss und dass sie euch niemand rauben kann.“ Freundschaften und „Begegnungen mit verschiedenen Denkern“ seien während der Studienjahre ebenso prägend gewesen wie das „Streben nach Wahrheit“, das zur Forschung führt. Selbstverständlich, und nicht nur aufgrund der religiösen Zugehörigkeit des Papstes, erwähnte er Augustinus, „der ein unruhiger junger Mann war: Auch er beging schwere Fehler, doch nichts von seiner Leidenschaft für Schönheit und Weisheit ging verloren.“

Donnerstag, 14. Mai 2026

Händel am Abend

 "From the censor curling rise..." aus dem Oratorium Solomon 

             

Papst Leo & La Sapienza

Anne Preckel berichtet für vaticannews  über die Ansprache, die Papst Leo heute in der Römischen Universität La Sapienza hehalten hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST AN DER UNIVERSITÄT: WELCHEN SINN HAT WISSEN OHNE GEWISSEN?"

Papst Leo hat an einer der größten Universitäten Europas für ein neues Bildungsbündnis des Friedens und der Gerechtigkeit geworben. Vor Studierenden und Lehrenden der römischen Hochschule „La Sapienza“ sprach der Papst am Donnerstag über Frieden, Ökologie, Bildung, Kapitalismus und Identität

Dabei wurde der Papst durchaus konkret: Er kritisierte Aufrüstung und KI-Missbrauch ebenso wie Entmenschlichung und Entfremdung in der Konsum- und Leistungsgesellschaft. Wie sein Vorgänger Papst Franziskus ermutigte Leo junge Menschen, einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Gemeinsam sollten sie für Frieden und Menschlichkeit, Gerechtigkeit und den Schutz der Schöpfung eintreten, so der Appell des Papstes an die Studierenden und Lehrenden der größten Universität Italiens.

Sein Besuch solle „ein Zeichen für einen neuen Bildungsbund zwischen der Kirche in Rom“ und der Sapienza-Universität sein, erklärte Leo. Ausführlich beschrieb der Papst den Kontext, in dem Bildung heute stattfindet, und die Rolle, die Wissen heute im Verbund mit Ethik spielen kann

Unerbittliche Leistungsgesellschaft

Feinfühlig ging der Papst auf die Lage junger Lernender ein: Viele junge Menschen seien heute „von widersprüchlichen Gefühlen bewegt“, schwankten zwischen Lebenslust und Zukunftsangst, so der Papst - dass es vielen sogar schlecht gehe, dürfe man nicht verschweigen. Das hat laut Leo mit einem unmenschlichen, reduktionistischen System zu tun, mit einer „Erpressung“ durch Erwartungen und Leistungsdruck, wie er formulierte.

„Es ist die allgegenwärtige Lüge eines verzerrten Systems, das Menschen auf Zahlen reduziert, den Wettbewerb verschärft und uns in Spiralen der Angst versinken lässt. Gerade dieses seelische Unbehagen vieler junger Menschen erinnert uns daran, dass wir nicht die Summe dessen sind, was wir besitzen, und auch keine zufällig zusammengesetzte Materie eines stummen Kosmos. Wir sind ein Verlangen, kein Algorithmus!“

Der Augustiner-Papst verwies auf die Unruhe des heiligen Augustinus, der in seinem Leben zwar Fehler beging, aber für Schönheit und Weisheit brannte. Wesentliche Aufgabe im Leben eines jeden sei es, „wir selbst zu sein“, so der Papst. Er ermutigte die jungen Menschen aus aller Welt, ihre Studienzeit für Begegnungen zu nutzen: „Wir sind unsere Beziehungen, unsere Sprache, unsere Kultur“, schärfte er ein.

Hunderte von Fragen

Papst Leo bedankte sich für die Hunderten von Fragen, die er von den Studierenden erhalten hatte – er könne nicht alle beantworten, werde diese Themen aber im Gedächtnis behalten, versicherte er. Die Jugend halte Erwachsenen mit ihren Fragen den Spiegel vor, verdeutlichte der Papst. Eine Kernfrage: „Welche Welt hinterlassen wir?“

„Eine Welt, die leider durch Kriege und Kriegsrhetorik entstellt ist“, antwortete Leo XIV. mit Blick auf die aktuelle Weltlage. „Es handelt sich um eine Verfälschung der Vernunft, die von der geopolitischen Ebene aus in jede soziale Beziehung eindringt. Die Vereinfachung, die Feinde schafft, muss daher korrigiert werden, insbesondere an den Universitäten, durch die Achtung vor der Komplexität und die kluge Aneignung der Erinnerung.“

Insbesondere aus dem „Drama des 20. Jahrhunderts“ müssten Lehren gezogen werden, erinnerte der Papst, der Ruf „Nie wieder Krieg!“ müsse überall verinnerlicht werden. Leo XVI. betonte den Einklang der Päpste und der italienischen Verfassung, die Krieg ablehne. Es gelte mit dem Gerechtigkeitssinn der Jugend ein „geistiges Bündnis“ einzugehen, um Ideologien und Nationalismen zu verhindert.

Christi Himmelfahrt

Vaticannews veröffentlicht einen Beitrag zum heutigen Hochfest Christi Himmelfahrt.
Hier geht´s zum Originsl: klicken

                                           "CHRISTI HIMMELFAHRT"

"Am vierzigsten Tag nach Ostern feiern die Christen das Fest Christi Himmelfahrt. Eigentlich gehört es noch zum österlichen Pascha-Geheimnis hinzu: rettender Durchgang des Herrn durch den Tod ins Leben, an dem wir Anteil erhalten. Darum wurde der Festinhalt früher an Ostern – oder erst an Pfingsten – mitgefeiert. Nur bei Lukas in der Apostelgeschichte wird die Aussage über die Erhöhung des Auferstandenen zu Gott von der Auferstehung getrennt und auch zeitlich unterschieden.

Papst Benedikt XVI. schrieb über Christi Himmelfahrt in seinem Buch „Jesus von Nazareth“ (2. Band – Seite 306f):

„Die letzten Sätze des Lukas-Evangeliums lauten: ‚Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Bethanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben. Sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück…’ Dieser Abschluss verwundert uns…. Wir würden erwarten, dass sie ratlos und traurig zurückblieben…. Sie hatten einen Auftrag erhalten, der unausführbar schien… Wie sollte sein endgültiges Scheiden von ihnen sie nicht traurig machen?

Daraus folgt, dass die Jünger sich nicht verlassen fühlen. Dass sie Jesus nicht als weit von ihnen in einen unzugänglichen Himmelentschwunden ansehen. Sie sind offenbar einer neuen Gegenwart Jesu gewiss. Sie sind sich gewiss, dass er gerade jetzt auf eine neue und machtvolle Weise bei ihnen gegenwärtig ist. Sie wissen, dass die „Rechte Gottes“, zu der er „erhöht ist“, eine neue Weise seiner Gegenwart einschließt, dass er nun unverlierbar bei ihnen ist, so wie eben nur Gott uns nahe sein kann.

„Himmelfahrt ist nicht Weggehen in eine entfernte Zone des Kosmos, sondern die bleibende Nähe, die die Jünger so stark erfahren, dass daraus beständige Freude wird“

Die Freude der Jünger nach seiner „Himmelfahrt“ korrigiert unser Bild von diesem Ereignis. „Himmelfahrt“ ist nicht Weggehen in eine entfernte Zone des Kosmos, sondern die bleibende Nähe, die die Jünger so stark erfahren, dass daraus beständige Freude wird…

Die Rede von der Wolke – in die Jesus entschwindet – stellt das Entschwinden Jesu nicht als Reise zu den Sternen, sondern als Eintreten ins Geheimnis Gottes dar.

Gott ist nicht in einem Raum neben anderen Räumen. Gott ist Gott – er ist Voraussetzung und Grund aller Räumlichkeiten, die es gibt, aber nicht selbst einer davon… Seine Gegenwart ist nicht räumlich, sondern eben göttlich. `Zur Rechten Gottes sitzen` bedeutet Teilhabe an dieser Räumlichkeit Gottes. …

Jesu Weggehen ist ein Kommen, eine neue Weise der Nähe, bleibende Gegenwart… Weil Jesus beim Vater ist, ist er nicht fort, sondern in unserer Nähe.“

„Dennoch bleibt Jesus in den Begebenheiten der menschlichen Geschichte mit der Macht und den Gaben seines Geistes gegenwärtig und wirksam; er steht einem jeden von uns zur Seite: auch wenn wir ihn nicht mit den Augen sehen – er ist da!“

Papst Franziskus wiederum erklärte den Gehalt von Christi Himmelfahrt folgendermaßen:

„Jesus bricht auf, er wird in den Himmel emporgehoben, das heißt er kehrt heim zum Vater, von dem er in die Welt gesandt wurde. Er hat seine Arbeit getan, daher kehrt er zum Vater zurück. Doch es handelt sich nicht um eine Trennung, da er in einer neuen Weise für immer bei uns bleibt. Mit seiner Himmelfahrt zieht der auferstandene Herr den Blick der Apostel – und auch unseren Blick – zum Himmel empor, um uns zu zeigen, dass das Ziel unseres Weges der Vater ist. Er selbst hatte gesagt, dass er weggehen würde, um uns einen Platz im Himmel zu bereiten. Dennoch bleibt Jesus in den Begebenheiten der menschlichen Geschichte mit der Macht und den Gaben seines Geistes gegenwärtig und wirksam; er steht einem jeden von uns zur Seite: auch wenn wir ihn nicht mit den Augen sehen – er ist da! Er begleitet uns, er führt uns, er nimmt uns bei der Hand und richtet uns wieder auf, wenn wir fallen.”

Christi Himmelfahrt ist Feiertag in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein und vielen anderen Ländern, allerdings nicht in Italien. Dort ist das Fest staatlicherseits auf den nächsten Sonntag verschoben. In Deutschland wird an diesem Tag auch Vatertag gefeiert."

Quelle: vaticannews

Papst Leo besucht La Sapienza

     
              

               

              ALLEN EIN GESEGNETES HOCHFEST CHRISTI HIMMELFAHRT

Ein Papst kehrt in La Sapienza zurück

Anläßlich des bevorstehenden Besuchs Papst Leos XIV  in der Römischen Universität La Sapienza erinnert Edward Pentin in einem Beitrag für den NewCatholicRegister NCR an ein Ereignis während des Pontifikats Papst Benedikts XVI. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEO XIV KEHRT IN LA SAPIENZA ZURÜCK - WO BENEDIKT XVI ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT WURDE"

18 Jahre nachdem Proteste Benedikt zur Absage zwangen, enthüllt diese Episode an eine größere Kluft zwischen Glauben und Vernunft und die oftmals falsche säkulare Toleranz.

Die Italienische Polizei blockierte deb Haupteingang der Römischen Univerität La Sapienza, als Studenten am 17. Januar 2008 gegen Benedikt XVI protetierten. 

Wenn Papst Leo XIV Donnerstag in Roms Ladazu zwang Sapienza -Universität spricht, wird er ...vermeiden, die Benedikt XVI vor 18 Jahren dazu zwang, seinen Besuch wegen der anwachsenden Proteste abzusagen. 

Nie zuvor war ein Papst gezwungen worden, eine Rede in irgendeiner Universität in der Statd abzusagen. Die Sapienza wurde ironischerweise von Papst Bonifaz VIII gegründet, uns ihm folgte der Besuch seiner Nachfolger - Hl. Johannes Paul II 1991 und Hl. Paul VI 1964.  Die Vorlesung Benedikts, selbst ein renommierter Professor, wurde    erwartet. 

Aber als der Termin näher kam, wurde die Opposition größer. Am 15. Januar 2008 - gerade 2 Tage vor seinem Besuch- unternahm der Papst den präzedenzlosen Schritt seinen BBEsuch abzusagen, nachdem der Italienische Innenminister  sagte, daß es zu einem Zusammenstoß zwischen Extremistischen Gruppen kommen könnte. Der damalige Kardinal-Staatssekretär tarcisio Bertone  sagte, diese Entscheidung sei der "vorsichtige Weg, um jedem Vorwwand für Demonstrationen zuvorzukommen, die für alle unerfreulich gewesen wären." Benedikt schickte der Uniiversität statt dessen seinen vorbereiteten Text.

Ich erinnere mich gut, über die Geschichte berichtet zu haben, weil die Absahe das kirchliche, zivile und akademische Establishment schockierte und den Italienischen Präsidenten  ind den Vikar Roms dazu veranlaßte, ihre Unterstützung auszudrücken, obwohl nur wenige prominente Personen dem folgen. Wichtiger war, daß sich durch diese Affäre eine tiefere Kluft zwischen den Ansprüchen der Katholischen Tradition - spetiell über Glauben und Vernunft- und einer säkularen liberalen Kultur herauskristalliisierte, die sich selbst als retional, tolernt und inklusiv präsenteirt, das aber in der Praxis häufig nicht ist. 

Unmittelbarer Auslöser war eine Bemerkung Benedikts in einer Rede, die er 18 Jahre  zuvor- als Kardinal Joseph Ratzinger-gehalten hatte, ironischerweise ebenso in La Sapienza, in der er den Agnostischen Amerikanisch-Österreichischen Wissenschaftsphilosophen Paul Feyerabend zitiert hatte, Feyerabend hatt argumeniterit, daß zur Zeit Galileos "die Kirche der Vernunft gegenüber treuer war als Galileo selbst" und daß das Urteil der Kirche bzgl. der breiteren ethischen und sozialen Belange "vernünftiger und gerechter war". 

Der Punkt, den Kardinal Ratzinger betonte, war, daß die Galileo-Affäre nicht auf eine simple Geschichte der Oppoition der Kirche gegen die Wissenschaft reduziert werden sollte, wie es das von der Aufklärung entwickelte Narrativ behauptete, Stattdessen pflegte er zu argumentieren, daß die modernen Diskussionen über Wissenschaft, Vernunft und Verantwirtung komplizierter sind. Indem er Feyerbend (und den deutschen Physiker und Philosophen Carl Friedrich von Wezzäcker, der in Nazi-Deutschland  auf dem Gebiet der Nuklearphysik  forschte) zitierte, bewies er, daß sogar nichtreligiöse Denker Galileo benutztenm um zu fragen, ob die Wissenschaft es immer besser weiß, besonders wenn der wissencschaftliche Fortschritt ernsten Schaden verursachen kann. Er bemerkte, daß Weizäcker einen sehr direkten Weg beschrieb, der von Galileo zur Atombombe führt. 

Die Proteste an der La Sapienza gingen jedoch an Ratzingers eigentlichem Punkt vorbei und nutzten diesen stattdessen als Vorwand für einen weitgehend ideologisch motivierten Protest, der behauptete, der Glaube stehe im Widerspruch zum wissenschaftlichen Fortschritt. Marcello Cini, ein älterer Physikdozent, der die Proteste anführte, warnte davor, es sei „gefährlich“, wenn der Papst das Wort ergreife; er unterstellte Benedikt, er wolle die Wissenschaft unter die „Pseudorationalität religiöser Dogmen“ „zwingen“. Der Besuch, so Cini, bedrohe die Autonomie sowohl der Kultur als auch der Universität.

Neben Einwänden gegen Benedikts Bezug auf Galileo monierten Kritiker, eine päpstliche Ansprache an einer öffentlichen, säkularen Institution sei „unangemessen“ – und beriefen sich dabei auf die langjährige Unabhängigkeit der „La Sapienza“, ungeachtet ihrer päpstlichen Gründung. Insgesamt unterzeichneten 67 Professoren – von den rund 4500 Dozenten und Forschenden der Universität – einen Brief gegen den Besuch, während etwa 100 Studenten demonstrierten.

Doch genau solche Einwände hatte Benedikt bereits in jenem Vortrag vorweggenommen, den er nie persönlich gehalten hat. Er betonte, dass sowohl das Papsttum als auch die Universität der Wahrheit verpflichtet seien – wenngleich auf unterschiedlichen Wegen. Der Papst, so schrieb er, verordne den Glauben nicht „auf autoritäre Weise“, sondern stelle die moralische und intellektuelle Tradition der Kirche der öffentlichen Vernunft zur Erörterung. Die Universität ihrerseits strebe nach der Wahrheit durch die Vernunft, verwurzelt in der sokratischen Befragung und im historischen Wechselspiel zwischen Glaube und Vernunft.

Er warnte davor, die Vernunft auf bloße Nützlichkeit oder wissenschaftlichen Positivismus zu reduzieren und dabei die tieferen Fragen nach dem Sinn und dem Guten aus den Augen zu verlieren. "Was ist das Gute, das uns wahr macht?“, fragte Benedikt. „Die Wahrheit macht uns gut, und die Güte ist Wahrheit. Dies ist der Optimismus, der im christlichen Glauben lebt, weil ihm die Schau des Logos geschenkt wurde – jener schöpferischen Vernunft, die sich in der Menschwerdung Gottes zugleich als das Gute, als die Güte selbst offenbart hat.“

Letztlich betonte er, dass sowohl das Papsttum als auch die Universität eine „Sensibilität für die Wahrheit“ bewahren müssten, und ermutigte die Menschen – insbesondere im akademischen Leben –, weiterhin nach moralischer und geistiger Wahrheit zu suchen, selbst wenn dies herausfordernd sei. „Die Gefahr für die westliche Welt besteht nun darin, dass der Mensch – gerade angesichts der Größe seiner Weisheit und Macht – vor der Frage nach der Wahrheit kapitulieren könnte“, warnte er. „Und dies bedeutet zugleich, dass die Vernunft am Ende unter dem Druck von Partikularinteressen und unter der Verlockung des Nützlichkeitsdenkens zusammenbricht und gezwungen ist, genau dies als das letzte Kriterium anzuerkennen.“

In einem Beitrag für den *L’Osservatore Romano* verteidigte der Mathematiker Giorgio Israel von der Universität La Sapienza Benedikt und wies auf die Ironie hin, dass gerade jene, die sich auf Voltaires berühmtes Plädoyer für die Meinungsfreiheit beriefen, dem Papst das Recht auf freie Rede absprachen. Die italienischen Universitäten, so merkte er an, stünden jeder Form des Ausdrucks offen – außer, so schien es, jener des Papstes."

Hätten sich die Protestierer doch nur die Mühe gemacht, Benedikts Rede in ihrer Gesamtheit zu lesen – so schrieb Israel –, weil ihr Thema die Vertrauenskrise in die Wissenschaft selbst war und als Beispiel dafür den Wandel der Haltung im Fall Galileo anführte.

Auch die Hochschulpolitik, ein tief verwurzelter Antiklerikalismus sowie eine weitgehend feindselige italienische Presse trugen zu dieser Auseinandersetzung bei. Doch die tiefere Ironie blieb bestehen: Jene, die Benedikt vorwarfen, er sei gegen die wissenschaftliche Methode, spiegelten faktisch genau jene Intoleranz wider, die sie der Kirche zuschrieben – indem sie eine Stimme zum Schweigen brachten, deren Ansichten sie nicht teilten.

Wie Israel es formulierte, enthüllte diese Episode eine Strömung der säkularen Kultur, die „nicht argumentiert, sondern dämonisiert; die nicht diskutiert, sondern Monster erschafft“. In diesem Sinne war der Versuch, die Ansprache des Papstes zu unterbinden, nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein zivilgesellschaftliches Versagen.

Mit großer Aufmerksamkeit wird man beobachten, wie Papst Leo XIV. auf die Absage Benedikts zurückblicken wird – oder ob er dies womöglich unterlassen wird.

Quelle: E. Pentin, NCR