Sonntag, 28. Juni 2026

In illo tempore

Auch heute setzt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original:   klicken

"IN JENER ZEIT:  DER FÜNFTE SONNTAG NACH PFINGSTEN"

Am fünften Sonntag nach Pfingsten führt uns die Heilige Kirche in die Schule der Nächstenliebe, die auch harte Realität erfordert. Wie Pius Parsch bemerkte, haben die vergangenen Sonntage Gottes Liebe gezeigt, die uns einlädt, uns sucht und uns Werkzeuge seiner Barmherzigkeit schenkt. Der Gute Hirte hat Menschenfischer. Nachdem das Bild der göttlichen Liebe nun ausgezogen ist, um die Verlorenen zu suchen, wirft die Liturgie ein Licht auf uns, durch das wir erkennen können, ob wir diese Liebe wirklich empfangen haben. Wir werden gefragt, wie es um die Nächstenliebe bestellt ist – in unseren Worten, in unserem Wesen, in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, im Verborgenen unseres Herzens.

Die Abfolge der Bilder an diesen Sonntagen war lehrreich. Das Gleichnis vom großen Abendmahl zeigte die Einladung der Liebe. Das verlorene Schaf zeigte die suchende Liebe. Der Wundertrank und die Berufung des Petrus zeigten die Einsetzung von Dienern aus Liebe. Nun fragt die Kirche, ob die eingeladene, gerettete und unterwiesene Seele barmherzig geworden ist. Die Messe lenkt den Blick von Gottes Barmherzigkeit zu uns auf die Gestalt der Barmherzigkeit in uns. Altar, Zunge und Herz sind untrennbar. Man kann das Credo nicht authentisch singen und dann einen Bruder oder eine Schwester als wertlos behandeln. 

Das Sonntagsgebet ist alt und hat die nachkonziliare Revision in der Messe des 20. Sonntags im Jahreskreis mit einer Änderung der Interpunktion überstanden. Im Missale Romanum von 1962 beten wir:

Deus, qui diligentibus te bona invisibilia praeparasti,
infunde cordibus nostris tui amoris Affectum;
ut te in omnibus et super omnia diligentes,
promissiones tuas, quae omne desiderium superant, consequamur.

O Gott, der du denen, die dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast,
gieße in unsere Herzen die Gesinnung deiner Liebe aus,
damit wir, indem wir dich in allem und über alles lieben,
deine Verheißungen erlangen, die jedes Verlangen übertreffen.

Das Gebet ist voller Sehnsucht: diligere, amor, affectus, cor, desiderium, promissio . Das Verb diligo bedeutet schätzen, hochschätzen, mit Aufmerksamkeit und Fürsorge lieben. Es ist die Wurzel unseres Wortes „fleißig“. Affectus ist eine Geisteshaltung, die durch einen Einfluss, eine Bewegung, eine Stimmung, eine Zuneigung, ein Mitgefühl hervorgerufen wird. Desiderium ist Sehnsucht, ein brennendes Verlangen, oft verbunden mit dem Schmerz der Abwesenheit, als ob das Herz sich an etwas Verlorenes erinnerte. Consequamur , von consequor , kann verfolgen, nachfolgen, erreichen bedeuten. Das gesamte Kollektengebet beschreibt daher einen Aufstieg. Gott hat bona invisibilia , unsichtbare Güter, bereitet. Er erfüllt unsere Herzen mit der Zuneigung seiner Liebe. Wir, die wir ihn in allem und über alles lieben, streben nach den promissiones , den Verheißungen, die jedes Desiderium übertreffen .

Das Tagesgebet offenbart hier das innere Prinzip des Briefes und des Evangeliums. Uns wird geboten, unseren Nächsten zu lieben, weil Gott zuerst unser Herz mit seiner Liebe berührt hat. Natürliche Liebe ist real, denn die menschliche Natur, durch den Sündenfall verwundet, bewahrt ihre angeborene Güte. Doch unsere Liebe ist ungeordnet, leicht verengt zu Begierde, Stolz, Spaltung oder Vergeltung. Der heilige Thomas bringt es mit bewundernswerter Kürze auf den Punkt: „ gratia non tollat ​​naturam, sed perficiat … die Gnade nimmt uns nicht die Natur, sondern vollendet sie“ ( STh I, q. 1, a. 8, ad 2). Die Gnade heilt und erhebt uns. Gott macht das Geschöpf nicht unbrauchbar, um es zu retten. Er gibt es sich selbst zurück, ganz und neu geordnet.

Wir könnten versuchen, dieses Kollektengebet im Einklang mit Papst Benedikt XVI.s „Deus caritas est“ zu hören . Benedikt sprach von Eros und Agape , von Liebe, die aufsteigt auf der Suche nach Erfüllung, und Liebe, die sich in Selbsthingabe hinabsenkt. Im gefallenen Menschen kann Eros in gierigen Missbrauch abgleiten. In Christus wird Eros gereinigt, gezügelt und für Agape geöffnet . Eine vollkommene christliche Liebe gibt und empfängt, steigt auf und sinkt herab, dürstet und ergießt sich. Das Kollektengebet bittet um diese Einheit: „ Infunde cordibus nostris tui amoris affectum“ , gieße in unsere Herzen die Gesinnung Deiner Liebe. Was ins Herz gegossen wird, muss dann aus dem Mund, der Hand, dem Akt der Versöhnung, der Geduld fließen, die sich weigert, Beschimpfung mit Beschimpfung zu vergelten.

Angelus

 auf dem Petersplatz

               

Eine Woche vor dem Bruch?

SCHISMA VON GANZ RECHTS - DIE ST. PIUS-BRUDERSCHAFT HAT LEO UNTERSCHÄTZT

So überschreibt Leo Matzuzzi  in Il Foglio seinen Kommentar zu den nach wie vor bevorstehenden Bischofsweihen der Lefebvrianer, den Rorate Caeli übernommen hat.                                                Hier geht´s zum Original:  klicken

Nie zuvor standen ein Papst und die Lefebvrianische Bruderschaft so kurz vor dem Bruch. Der Fehler lag darin, Leo XIV. zu unterschätzen: Die Augustiner erinnern sich noch gut daran, was ihr Mitbruder Luther getan hat, als er die Einheit der Kirche zerstörte.

Weniger als eine Woche verbleibt bis zum 1. Juli, einem Wendepunkt in der jüngeren Kirchengeschichte – vielleicht dem bedeutendsten seit dem späten 20. Jahrhundert. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird die vier angekündigten Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat durchführen, ungeachtet der Risiken, die viele ihrer Anhänger als übertrieben empfinden. Die vorherrschende Meinung scheint zu sein, dass die Geweihten nicht sofort in die volle Gemeinschaft mit Rom aufgenommen werden – wie im [laufenden Konsistorium] nicht ganz geheim gemunkelt wird..Bekanntlich sind die Weiheberechtigten zwar gültig, aber illegitim geweiht, weil sie den ihnen offenstehenden Weg nicht beschritten haben. Wer so handelt, zieht sich eine schwere Strafe zu.


1988 exkommunizierte Johannes Paul II. Lefebvre, die von ihm neu geweihten Bischöfe sowie alle von ihm geweihten Personen. Dasselbe Kriterium wird angewendet – und daran besteht kein Zweifel –, da dies vom Dikasterium für die Glaubenslehre in einem Kommuniqué bekannt gegeben wurde: „Die Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. haben kein entsprechendes päpstliches Mandat. Dieser Akt stellt einen schismatischen Akt dar, und die formelle Zustimmung zum Schisma ist eine schwere Sünde gegen Gott und zieht die im Kirchenrecht vorgesehene Exkommunikation nach sich.“ Wird diese Exkommunikation nur die neu geweihten Bischöfe betreffen oder, wie manche etwas voreilig vermuten, alle, die an den Liturgiefeiern Lefebvres teilnehmen?


Diese Frage prägt die erste Phase des Pontifikats von Leo , das auf dem erklärten Willen beruht, unter allen Umständen Frieden und Einheit in der Kirche zu predigen und zu bekräftigen. Es ist offensichtlich, dass das Abschneiden des Zweiges nicht schmerzlos sein wird. Das ehemalige Heilige Offizium, nun vorsichtiger und umsichtiger, erklärt die „Bedrohung“ mit zwei johanneischen Dokumenten: dem Apostolischen Schreiben Ecclesia Dei , in dem Wojtyla unmissverständlich festhält, dass die Bischofsweihe ohne die notwendige vatikanische Erlaubnis ein Akt „schweren Ungehorsams gegenüber dem Papst in einer Angelegenheit von höchster Bedeutung“ ist und dass „solcher Ungehorsam – der in der Praxis die Ablehnung des römischen Primats bedeutet – einen schismatischen Akt darstellt“, für den man „die schwere Strafe der Exkommunikation“ auf sich zieht. Der zweite Grund ist in der Note des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte vom 24. August 1996 dokumentiert, in der explizit erklärt wird, dass die Grundlage des schismatischen Aktes eine „doktrinäre Wurzel“ ist.

Seitens der Gesellschaft herrscht offenkundige Fassungslosigkeit: „Geht es ums Überleben?“, fragen sie.

Wie Rom seine Stadtpatrone feiern will

Vaticannews berichtet, wie sowohl die Diözese Rom als auch der Vatican  die Stadtpatrone Roms  feiern wollen. Hier geht´s zum Original:  klicken

SO WILL DAS BISTUM ROM SEINE STADTPATRONE FEIERN

"Am Sonntagabend um 21 Uhr wird Kardinal Baldo Reina eine Gebetswache auf dem Petersplatz leiten. Dazu gehört auch ein Fackelzug, wie Pater Agnello Stoia, der Pfarrer der Petersbasilika, ankündigt: „Das Gebet wird in Form einer Prozession mit fünf Stationen gestaltet sein.“ Die Stationen sollen an fünf wichtige Momente im Leben von Petrus und Paulus erinnern, darunter ihre Berufung. Reina ist Kardinalvikar des Bistums Rom; Bischof von Rom ist der Papst.

Kostenlos quer durch´s Forum Romanum

Am Montag will Papst Leo die Eucharistiefeier im Petersdom feiern; unter dem heutigen Dom liegt das Grab des Apostels Petrus. Außerdem findet am Montag, dem 29. Juni, wieder der Pilgerzug „Quo Vadis“ statt. „Es werden zwei Routen angeboten, der Weg des Petrus und der Weg des Paulus, die bedeutende Etappen in der Geschichte der beiden Apostel durchlaufen und sich im Bereich der Kaiserforen kreuzen“, erklärt Pater Stoia.


Dank einer Vereinbarung mit dem Archäologischen Park des Kolosseums können die Pilger das Areal der Kaiserforen kostenlos durchqueren. Die Wege beginnen an der Via Appia Antica beziehungsweise an der Basilika Santa Pudenziana und enden an der Petersbasilika. Zu den Stationen gehören auch die Basilika Sankt Paul vor den Mauern (dort ist Paulus beigesetzt), die Kirche San Pietro in Vincoli und der Mamertinische Kerker – Orte, die mit der Erinnerung an die Apostel in der Ewigen Stadt verbunden sind


Am Montagabend findet außerdem an der Engelsburg das traditionelle Feuerwerk statt, die Girandola."


Quelle: vaticannews 

Samstag, 27. Juni 2026

Konsistorium

 Abschlussrede von Papst Leo XIV

               

Konsistorium - die dritte Sitzung

Mario Galgano berichtet bei vaticannews über die dritte Sitzung des außerordentlichen Konsistoriums vom 26. und 27. Juni, die sich zentralen Herausforderungen der Gegenwart gewidmet waren.
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VATIKAN: DIE KARDINÄLE BERATEN ÜBER GESELLSCHAFTLICHE SPALTUNGEN UND KI

Nach einer von Kardinal Giovanni Battista Re zelebrierten Heiligen Messe versammelten sich die Mitglieder des Kardinalskollegiums in der Audienzhalle. Die Moderation der Sitzung lag in den Händen von Kardinal Polycarp Pengo Rugambwa aus Tansania, während Papst Leo XIV. das einleitende Adsumus-Gebet leitete. Im Namen des Papstes rief der Moderator die Kardinäle dazu auf, die päpstlichen Friedensappelle in ihren jeweiligen Heimatdiözesen und Regionen verstärkt zu unterstützen, um einen weltweiten, gemeinsamen Einsatz für den Frieden zu erwirken. Das thematische Fundament für die anschließenden Beratungen bildete das Einführungsreferat des südafrikanischen Kardinals Stephen Brislin unter dem Titel „Im Guten bauen: Die Baustellen unserer Zeit“.

Nach einer Phase des stillen Gebets und der Arbeit in Kleingruppen stellten insgesamt elf Arbeitskreise ihre Berichte im Plenum vor. Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag auf den tiefen Brüchen innerhalb der heutigen Gesellschaften, die sich zwischen Völkern, Nationen und bis in die Familienstrukturen hinein abzeichnen. Die Berichte verdeutlichten, dass unter diesen Spannungen besonders die ärmeren Bevölkerungsschichten, Jugendliche sowie ältere Menschen leiden. Als Ursachen wurden ein Mangel an Sinnerfahrung, Identitätsverlust und ein ausgeprägter Individualismus genannt, der Mitmenschen primär als Werkzeuge für den eigenen Erfolg betrachte.

Entwicklung der KI

In diesem Kontext befassten sich die Kardinäle mit der Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI), die als anthropologische Herausforderung eingestuft wurde. Die Arbeitsgruppen betonten die Notwendigkeit, gemeinsame menschliche Werte zu definieren. Dabei wurde gefordert, Lebewesen nicht auf bloße Daten oder Statistiken zu reduzieren. Zudem gelte es, die conditio humana mit ihren natürlichen Grenzen anzuerkennen – Aspekte, die durch KI-Technologien tendenziell in den Hintergrund gedrängt würden –, und die Würde der menschlichen Arbeit zu schützen.

Ein weiterer zentraler Beratungspunkt war die Realisierung des Gemeinwohls, dessen Vermittlung in der gegenwärtigen Politik oft vernachlässigt werde. Die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Eigentum erschwere den Zugang zu diesem Prinzip. Die Kardinäle hielten fest, dass das Bewusstsein für das Gemeinwohl im Glauben an Gott und in der Transzendenz des Menschen wurzle. Als Gegenmodell zum Individualismus wurde die Solidarität mit den Armen und der Aufbau unentgeltlicher Beziehungen auf allen Ebenen hervorgehoben. Hierbei komme der Politik eine wesentliche Funktion zu. Die kirchlichen Institutionen wurden aufgefordert, die Soziallehre der Kirche in der Ausbildung für den öffentlichen Dienst fest zu verankern, um gesellschaftlichen Spaltungen entgegenzuwirken.

„Die Christen sollten sich als aktive Gestalter einer solidarischen Gesellschaft einbringen.“

Polarisierungsfreie Kirche

Die Arbeitsgruppen stimmten darin überein, dass das Evangelium und eine erneuerte, polarisierungsfreie Kirche die Instrumente zur Überwindung dieser Krisen seien. Die Christen sollten sich als aktive Gestalter einer solidarischen Gesellschaft einbringen. In diesem Zusammenhang wurde die Synodalität als Weg des Zuhörens, des Dialogs und der kirchlichen Verantwortung hervorgehoben. Zum Abschluss der Sitzung äußerten die Kardinäle in Redebeiträgen ihre Anerkennung für die jüngsten Auslandsreisen des Papstes und dessen Einsatz für den Frieden. Die Versammlung endete mit dem von Papst Leo XIV. geleiteten Angelus-Gebet."

Quelle: M.  Galgano. vaticannews

Das Konsistorium

Wie S. Kritzenberger für vaticannews berichtet, haben die im Konsistorium versammelten 170 Kardinäle am gestrigen Freitagabend über das Thema Krieg und Frieden diskutiert. 
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"KONSISTORIUM: DIE KARDINÄLE BERATEN ÜBER DEN "GERECHTEN KRIEG"

Das Konsistorium, das am Freitagmorgen begann und am Samstagabend endet, findet hinter verschlossenen Türen im Vatikan statt. Papst Leo XIV. ist die meiste Zeit dabei. Statements aus dem vatikanischen Presseamt geben einen eher allgemeinen Einblick in das Beratene.

Für den Freitagabend notiert das Vatikan-Protokoll eine „große Einigkeit“ unter den Kardinälen, dass es notwendig ist, sich für den Frieden und den Aufbau einer „Zivilisation der Liebe“ einzusetzen. Zahlreiche Gruppen betonten die Notwendigkeit, die Logik des „gerechten Krieges“ zu überwinden und stattdessen lieber vom Recht auf eine verhältnismäßige Verteidigung zu sprechen. Das Thema spielt auch in der ersten Enzyklika von Papst Leo, Magnifica humanitas, eine Rolle; sie wurde Ende Mai veröffentlicht. 

Das völlig vergessene Völkerrecht
Vor dem Gedankenaustausch der Kardinäle über Krieg und Frieden wurde aber auch der Opfer der verheerenden Erdbeben in Venezuela gedacht. Der oberste Glaubenshüter des Heiligen Stuhls, Kardinal Victor Manuel Fernández, hielt ein Impulsreferat. Darin beklagte er, dass bei vielen kriegerischen Auseinandersetzungen, etwa in Gaza, auch Zivilisten über Gebühr in Mitleidenschaft gezogen würden. „Was ist noch übrig geblieben von den Kriterien, die die Kriege einzuschränken versuchten? Und denken wir auch an das völlig in Vergessenheit geratene humanitäre Völkerrecht. Wir befinden uns, wie die Enzyklika feststellt, in einem kulturellen Prozess der ‚Normalisierung des Krieges‘.“

Eine neue Sprache für die Kirche
Das gab den Ton vor für die Beratungen der Kardinäle. Dabei ging es laut Vatikan-Statement etwa „um die entmenschlichende Kraft der Kultur der Macht, um ihre Universalität, um die Versuchung, sich der Logik der Mächtigen anzupassen, Krieg und Polarisierung zu normalisieren, was zu einer Senkung der Toleranzschwelle gegenüber Gewalt und zu einer gefährlichen Vereinfachung bei der Suche nach Lösungen führt“. Demgegenüber müsse die Kirche eine Sprache finden, die den Menschen in den Mittelpunkt stelle und aus Zuhören, Vergebung, Versöhnung, restaurativer Gerechtigkeit und Gesten bestehe. Zugleich müsse die Kirche einig sein, um glaubwürdig nach außen für Frieden einzustehen.

In freien Redebeiträgen von Kardinälen ging es dann unter anderem um die Frage, wie das Kardinalskollegium Verantwortung für den Aufbau des Friedens übernehmen könne. Dabei wurde auf symbolische Gesten hingewiesen wie das von Johannes Paul II. 1986 in Assisi einberufene Gebetstreffen der Religionen für den Frieden. Am Ende der Sitzung, gegen 19:30 Uhr, leitete Papst Leo das Abschlussgebet."

Quelle: S. Kritzenberger, vaticannews

Freitag, 26. Juni 2026

Etwas zum Schmunzeln...

 Römische Stimmung...

Die Predigt

Vaticannews veröffentlicht die Predigt, die Papst Leo XIV heute während der Messe zur Eröffnung des Außerordentlichen Konsistoriums gehalten hat. Hier geht´s zum Original: klicken

DIE PREDIGT PAPST LEOS XIV BEI DER MESSE ZUM AUSSERORDENTLICHEN KONSISTORIUM IM WORTLAUT

Liebe Brüder,
wir haben uns um den Altar des Herrn versammelt, am Grab des heiligen Petrus, um das Konsistorium zu beginnen. Wir kommen aus allen Teilen der Welt, um diese Eucharistie zu feiern: Zusammen mit unserem Leben bringen wir daher die Gemeinschaften und Völker vor Gott, die wir in unseren Herzen tragen, ebenso wie die pastoralen Projekte und Erfahrungen, die erfreulichen und die beschwerlichen.

Diese Vielfalt an Gefühlen und Gedanken bündelt sich nun, denn sie findet jenen leuchtenden Mittelpunkt, der Christus ist. Er selbst wendet sich persönlich an uns und sagt: »Ich bin der wahre Weinstock« (Joh 15,1). Durch Jesus fließen die Gnade und die Wahrheit in unser Leben (vgl. Joh 1,17) und erneuern uns von innen heraus: Diese göttlichen Gaben sind auch die fruchtbare Lebensader des Konsistoriums, das wir heute beginnen. Das Evangelium selbst schafft die Voraussetzung dafür, dass es fruchtbar sein kann: »Bleibt in mir und ich bleibe in euch« (Joh 15,4). Zum einen mahnt uns der Meister auf diese Weise: »Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen« (V. 5). Zum anderen möchte er, dass seine Jünger »reichlich Frucht« bringen (V. 8). Ja, reichlich: Die Gnade Gottes bewirkt in denjenigen, die sie empfangen, kein kümmerliches Wachstum, sondern eine üppige Entfaltung. Das ewige Wort ist nämlich Mensch geworden, damit alle »das Leben haben und es in Fülle haben« (Joh 10,10). Ein solches im Glauben begonnenes Leben wird durch die Prüfung des Beschneidens sogar gestärkt, weil es durch die Fürsorge des Vaters gepflegt wird.

Während wir Gott also um Stärke und Weisheit bitten, ist es bedeutsam, dass unser Konsistorium am Vorabend des Hochfestes der heiligen Apostel Petrus und Paulus stattfindet. Lasst uns gemeinsam bei diesem Gedenken verweilen, das an die Säulen der katholischen und römischen Kirche erinnert, an die beiden Märtyrer-Missionare, deren Verkündigung und Leben ganz miteinander verschmolzen, so sehr, dass sie ein Teil der Heiligen Schrift geworden ist.

Wenn wir heute die Worte des heiligen Paulus an die Korinther hören, können wir den erfreulichen Einklang mit jenen des Evangeliums wahrnehmen. Die verschiedenen Charismen, die Dienste und die kirchlichen Aktivitäten sind nämlich wie die Reben des einen Weinstocks, also des einen Herrn (vgl. 1 Kor 12,4-6), der seiner Kirche den Heiligen Geist eingießt. Dieser organischen Einheit entspricht das Kriterium, das all diese kirchlichen Dienste gut und wertvoll werden lässt: das Kriterium des Gemeinwohls (vgl. V. 7).

Das Außerordentliche Konsistorium


               

Donnerstag, 25. Juni 2026

Geplante Restauration

Wie vaticannews berichtet, planen die Vaticanischen Museen die Restaurierung des Westflügels des Apostolischen Palastes mit den Raffael-Fresken.  Hier geht´s zum Original: klicken

unter dem Titel

"VATIKAN: RESTAURIERUNG DER RAFFAEL - LOGGIA"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"In den Vatikanischen Museen wurde das Projekt zur Restaurierung des Westflügels der Zweiten Loggia des Apostolischen Palasts vorgestellt. Über zwanzig Restauratoren arbeiten an 1.300 Quadratmetern verzierter Flächen.

Fünf Jahre Arbeit, über zwanzig beteiligte Restauratoren und rund 1.300 Quadratmeter verzierte Flächen, die wieder in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlen sollen. Das Restaurierungsprojekt für den Westflügel der Zweiten Loggia des Apostolischen Palasts, der berühmten Raffael-Loggia, das in den Vatikanischen Museen vorgestellt wurde. Eine Maßnahme, die eines der bedeutendsten Meisterwerke der Renaissance betrifft, das zwischen 1517 und 1519 vom „göttlichen Maler“ und seinen Schülern für Papst Leo X. geschaffen wurde." (...)

Quelle: vaticannews

Die Benediktiner-Abtei Montecassino bereitet sich auf iht 1500-jähriges Jubiläum vor

Gudrun Sailer erinnert in einem Bericht für vaticannew darüber, daß die Benediktiner-Abtei in Nursia  2029 vor 1500 Jahren gegründet wurde und berichtet, wie sich die Abtei auf das Jubiläum vorbereitet.  Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

1500 JAHRE MONTECASSINO: BENEDIKTINER BEREITEN JUBILÄUM VOR

beginnt der Bericht so - ZITAT

"2029 jährt sich die Gründung der Abtei Montecassino durch den heiligen Benedikt von Nursia zum 1.500. Mal. Das Kloster in Süditalien gilt als Ursprung des Benediktinerordens und Wiege des abendländischen Mönchtums. Die Benediktiner haben die Vorbereitungen auf das Jubiläum bereits begonnen – es ist ein dreijähriges Programm.

Die Feierlichkeiten stehen unter dem Motto „Orte der Hoffnung seit 529“. Geplant sind nicht nur Gedenkveranstaltungen, sondern auch etliche Formate im digitalen Raum. Die Organisatoren möchten dabei die Geschichte des Benediktinertums aufarbeiten und zugleich nach seiner Bedeutung für die Zukunft fragen, weit über den Ordensbereich hinaus.

Abtprimas Jeremias Schröder erinnert im Gespräch mit uns an die Entstehungszeit von Montecassino. Benedikt von Nursia schuf das Kloster im Jahr 529, mitten in einer Umbruchzeit Europas. „Diese Gründung geschah mitten in einer sehr turbulenten und gewalttätigen Zeit, die wir beschönigend Völkerwanderung nennen, aber in der das Römische Reich zusammengebrochen ist, in der die germanischen Völker alles umgestürzt und neu geformt haben in Europa. Und in diese Zeit hinein entsteht in einem kleinen Ort in Süditalien eine Lebensform, die dieses Europa im christlichen Sinn dann ganz neu formen wird.“ (...)

Quelle: G. Sailer, vaticannews

Zu den bevorstehenden Bischofsweihen der FSSPX

Roberto de Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana die augenblickliche Situation vor den bevorstehenden Bischofsweihen der FSSPX. Hier geht´s zum Original:  klciken

"IM HINBLICK AUF DIE BISCHOFSWEIHEN VOM 1. JULI 2026" 

Was sollen wir angesichts der von der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Écône für den 1. Juli angekündigten Bischofsweihen und der daraus resultierenden, vom Heiligen Stuhl bestätigten Exkommunikation denken und tun?

Zunächst muss bedacht werden, dass wir in diesem Fall vor einer schmerzhaften Prüfung stünden, nicht nur für die Welt der katholischen Tradition, zu der die Priesterbruderschaft St. Pius X. seit ihrer Gründung am 1. November 1970 durch Erzbischof Marcel Lefebvre gehört, sondern auch für Papst Leo XIV. Der Papst hat die innere Versöhnung innerhalb der Kirche zu einem der Hauptziele seines Pontifikats erklärt und sähe sich nun, nur gut ein Jahr nach seiner Wahl, mit einer neuen tiefen Spaltung im kirchlichen Gefüge konfrontiert, die die Gefahr birgt, seit Jahrzehnten bestehende, ungelöste Konflikte zu verschärfen.

Was die inhaltliche Auseinandersetzung betrifft, so drängt sich ein scheinbarer Widerspruch auf. Unter den vielen Gründen, die Erzbischof Lefebvre 1988 anführte und die heute von der Priesterbruderschaft St. Pius X. aufgegriffen werden, um Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat zu rechtfertigen, ist das Argument der Notlage der Gläubigen angesichts der Schwere der kirchlichen Krise zugleich das schwächste und das stärkste.  

Der Notstand ist seinem Wesen nach ein Ausnahmezustand, der Abweichungen von der üblichen Anwendung bestimmter Normen zum Wohle eines höheren Gutes erlaubt, im Falle der Kirche nämlich des Seelenheils. Doch wer hat die Autorität, das Vorliegen eines solchen Zustands festzustellen und seinen Beginn und sein Ende zu bestimmen? Es ist klar, dass diese Beurteilung nicht dem Urteil der Priesterbruderschaft St. Pius X. allein überlassen werden kann. Andernfalls müsste man schlussfolgern, dass der Notstand endet, sobald die Bruderschaft ihn für beendet erklärt, und ihr damit eine Urteilsgewalt über den Heiligen Stuhl zuschreiben, die mit der hierarchischen und sichtbaren Verfassung der Kirche unvereinbar ist. Dies würde eine Situation schaffen, in der sich ein einzelnes Subjekt zum obersten Kriterium für die Bewertung der Handlungen der höchsten Autorität erhebt.

Würde der Grundsatz des Notstands als allgemeines Handlungskriterium anerkannt, könnte sich jeder Bischof, der die Kirche in einer schweren Krise sieht, berechtigt oder gar moralisch verpflichtet fühlen, ohne päpstliches Mandat weitere Bischöfe zu weihen, um die Kontinuität des Glaubens und der Sakramente zu gewährleisten. Die Folge wäre eine Vielzahl paralleler Jurisdiktionen und umherziehender Bischöfe in der ganzen Welt, was unweigerlich zu Zersplitterung, Unordnung und Verwirrung für eben jene Gläubigen führen würde, die sie zu schützen suchen.  

Die Existenz einer bischöflichen Linie, die auf Msgr. Richard Williamson zurückgeht – einen der vier Bischöfe, die 1988 von Erzbischof Lefebvre geweiht und später aus der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausgeschlossen wurden –, verdeutlicht konkret, wie die Logik des Notstands, losgelöst von einem übergeordneten Autoritätsprinzip, das ihn definieren und regeln könnte, weitere Spaltungen hervorrufen kann. Dieses Phänomen zeigt, jenseits von Urteilen über die beteiligten Personen, das inhärente Risiko von Bischofsweihen auf, die auf subjektiven Einschätzungen des Notstands beruhen.  

Und doch scheint dieses theologisch und kirchenrechtlich so fragile Argument seelsorgerisch das stärkste zu sein. Erzbischof Lefebvre war kein spekulativer Theologe oder Kanonist, sondern Missionar und Seelsorger. In seinem Brief an die Priester vom 27. April 1987 schrieb er: „ Die Gläubigen, die noch katholisch sind, befinden sich vielerorts in einer verzweifelten geistlichen Lage. Diesen Hilferuf hört die Kirche; für diese Situationen gewährt sie durch das Stellvertretungsrecht die Jurisdiktion .“ Das entscheidende Kriterium war für ihn nicht die Bestätigung eines der Bruderschaft spezifischen Rechts, sondern das geistliche Bedürfnis der Gläubigen. Die Bischofsweihen von 1988 sollten eine Antwort auf diesen Hilferuf der Seelen sein.

Wir stehen somit vor einem Paradoxon. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. beruft sich auf den Ausnahmezustand und begründet ihre Entscheidung weitgehend mit dem Vorrang pastoraler Bedürfnisse vor rein juristischen und dogmatischen Erwägungen. Sie bekennt sich zum Primat der pastoralen Praxis, der ein zwingendes Gebot des Zweiten Vatikanischen Konzils darstellt. Das Dikasterium für die Glaubenslehre hingegen beruft sich zwar auf das Zweite Vatikanische Konzil, verkennt aber die Bedeutung pastoraler Argumente und verwendet Begriffe und Konzepte der vorkonziliaren Theologie gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. im Namen der Verbindlichkeit von Lehre und Recht.  

Mittwoch, 24. Juni 2026

Die Katechese

des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz--veröffentlicht von vaticannews.                             . Hier geht´s zum Original:  klicken

"GENERALAUDIENZ: DIE KATE CHESE IM WORTLAUT"

Liebe Brüder und Schwestern,

wir setzen unsere Katechesen über die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils fort, insbesondere über die Konstitution Sacrosanctum Concilium“ (SC) über die heilige Liturgie.

Wenn der heilige Augustinus den Neugetauften das Geheimnis des Leibes Christi erklären will, greift er die Stelle des heiligen Paulus auf, die wir eben gehört haben: „Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm“ (1 Kor 12,27). Und er fügt hinzu: „Euer Geheimnis empfangt ihr. Zu dem, was ihr seid, antwortet ihr Amen. Diese Antwort ist eure Unterschrift. Du hörst: Leib Christi, und antwortest: Amen. Sei ein Glied am Leib Christi, damit dein Amen wahr sei!“ […] Seid das, was ihr seht, und empfangt das, was ihr seid“ (Predigt 272, PL 38, 1247).

Unmittelbar nach der Erinnerung an das Letzte Abendmahl Jesu spricht die Konstitution über die Liturgie mit diesen augustinischen Akzenten von der Eucharistie. Für die Christen bedeutet die Teilnahme am Tisch des Herrn nämlich, „sich durch das Wort Gottes formen lassen, am Tisch des Herrenleibes Stärkung finden und Gott danksagen“ (SC, 48). Indem wir ihn in seinem Wort und in der Eucharistie empfangen, werden wir zu dem, was wir empfangen. Wir werden zu dem Leib, dessen Haupt der auferstandene Christus ist, der zur Rechten des Vaters sitzt (vgl. Kol 1,18) und uns einen Platz im Himmel bereitet (vgl. Joh 14,3): Die Eucharistie ist somit das Sakrament des kommenden Reiches. Sie ist das Brot für den Weg, das uns zur himmlischen Heimat führt, bis zu jenem seligen Tag, an dem „Gott alles in allen sein wird“ (1 Kor 15,28).

Die liturgische Versammlung bringt das Opfer „nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm“ dar (SC, 48). In dieser Perspektive ist die Eucharistie die Gestalt des geistlichen Opfers der Christen (vgl. Hebr 13,16; Röm 12,1), da sie der Weg zur Vereinigung mit Gott und zur gegenseitigen Vereinigung ist. Durch die Teilnahme daran lernen sie, „sich gemeinsam mit ihm und dadurch sich selber darzubringen. So sollen sie durch Christus, den Mittler, von Tag zu Tag zu immer vollerer Einheit mit Gott und untereinander gelangen, damit schließlich Gott alles in allem sei“ (ebd.). So lehrt uns die Eucharistie, indem sie uns in Christus einverleibt, den Lebensstil des Herrn Jesus selbst anzunehmen, der durch die unentgeltliche Selbsthingabe gekennzeichnet ist. Diese Hingabe lässt uns daher in die Dynamik der Einheit eintreten, die ein wirksames Gegenmittel gegen die Spaltungskräfte darstellt, die unsere Welt, unsere Gemeinschaften, unsere Familien und unser Herz untergraben (vgl. SC, 47).

Meine Lieben, wenn wir an der Eucharistie teilnehmen, sind wir eingeladen, das Wort Gottes zu hören und uns am Tisch des Herrn zu stärken, wo er sich selbst dem Vater darbringt. Diese beiden Teile der Messe, die Wortgottesdienstliturgie und die Eucharistiefeier, „sind so eng miteinander verbunden, dass sie einen einzigen Kultakt ausmachen“ (SC, 56).

Was das Wort betrifft, so muss man bedenken, dass es nicht nur darum geht, intellektuelles Wissen über die Heilige Schrift zu erwerben, sondern das „lebendige und wirksame“ Wort (Hebr 4,12) zu empfangen, das Gott an alle und zugleich an jeden Einzelnen richtet – ein Wort, das uns zusammen mit dem eucharistischen Brot nährt und stärkt und uns vom Verfall der Sünde zum neuen Leben in Christus führt.

„Die Eucharistie öffnet uns für das Verständnis der Heiligen Schrift, ebenso wie die Heilige Schrift ihrerseits das eucharistische Geheimnis beleuchtet und erklärt“ (Benedikt XVI., Nachsynodales Apostolisches Schreiben Verbum Domini, 55).

Das Zweite Vatikanische Ökumenische Konzil forderte, dass „die Schatzkammer der Bibel weiter aufgetan werden soll, so dass innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren die wichtigsten Teile der Heiligen Schrift dem Volk vorgetragen werden“ (SC, 51). Die Liturgiereform hat diese Forderung in jenem Schatz umgesetzt, der das Lektionar ist, also das Buch, das alle biblischen Lesungen für die liturgischen Feiern sammelt. Diese Fülle wurde aus der reinsten Quelle der lebendigen Tradition geschöpft, die die „Treue zur Tradition“ mit der Offenheit für einen „berechtigten Fortschritt“ verbindet (SC, 23).

Der Anfang von Kapitel II der Konstitution über die Liturgie ist durchzogen von Verweisen auf den großen Strom der Tradition, der von den Kirchenvätern bis zu uns reicht. Ich zitiere: „Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl in der Nacht, da er überliefert wurde, das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen: das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird“ (SC, 47).

Liebe Brüder und Schwestern, schöpfen wir im Glauben aus dieser Quelle des göttlichen Lebens und lassen wir uns von dem Geheimnis, das wir feiern, verwandeln."

Quelle: vaticannews

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz