Sonntag, 22. Februar 2026

Angelus

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters beim heutigen Angelus auf dem Petersplatz in Rom. Hier geht´s zum Original:  klicken

                  "Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!"

Heute, am ersten Fastensonntag, berichtet uns das Evangelium von Jesus, der, vom Heiligen Geist geleitet, in die Wüste geht und vom Teufel versucht wird (vgl. Mt 4,1-11). Nachdem er vierzig Tage gefastet hat, spürt er die Bürde seiner Menschheit: auf physischer Ebene den Hunger und auf moralischer Ebene die Versuchungen des Teufels. Er erlebt die gleiche Mühsal, die wir alle auf unserem Weg erfahren, und indem er dem Dämon widersteht, zeigt er uns, wie wir seine Täuschungen und Nachstellungen überwinden können

                                    Foto: ANSA

                   „Die Fastenzeit als einen Weg des Lichts betrachten“

Die Liturgie lädt uns mit diesem Wort des Lebens ein, die Fastenzeit als einen Weg des Lichts zu betrachten, auf dem wir durch Gebet, Fasten und Almosen unsere Zusammenarbeit mit dem Herrn bei der Verwirklichung des einzigartigen Meisterwerks unseres Lebens erneuern können. Es geht darum, ihm zu erlauben, die Flecken zu entfernen und die Wunden zu heilen, die die Sünde darin verursacht haben mag, und uns zu bemühen, es in seiner ganzen Schönheit zur bis zur Fülle der Liebe erblühen zu lassen, der einzigen Quelle des wahren Glücks. 

Natürlich ist dies ein anspruchsvoller Pfad und es besteht die Gefahr, dass wir uns entmutigen lassen oder uns von weniger anstrengenden Wegen zur Zufriedenstellung wie Reichtum, Ruhm und Macht verführen lassen (vgl. Mt 4,3-8). Diese Versuchungen, denen auch Jesus ausgesetzt war, sind jedoch nur armselige Ersatzmittel für die Freude, für die wir geschaffen sind, und lassen uns letztlich zwangsläufig und auf ewig unzufrieden, unruhig und leer zurück.

  (ANSA)

„Geben wir der Stille Raum; lassen wir die Fernsehgeräte, die Radios und die Smartphones ein wenig schweigen“

Aus diesem Grund lehrte der heilige Paul VI., dass die Buße, weit davon entfernt, unsere Menschlichkeit zu verarmen, sie bereichert, reinigt und stärkt auf ihrem Weg zu einem Horizont, dessen »Ziel die Liebe und die Hingabe an den Herrn ist« (Apostolische Konstitution Paenitemini, 17. Februar 1966, I). In der Tat macht uns die Buße zwar unsere Grenzen bewusst, gibt uns aber auch die Kraft, sie zu überwinden und mit Gottes Hilfe eine immer intensivere Gemeinschaft mit ihm und untereinander zu leben.

In dieser Zeit der Gnade wollen wir sie großzügig praktizieren, zusammen mit dem Gebet und den Werken der Barmherzigkeit: Geben wir der Stille Raum; lassen wir die Fernsehgeräte, die Radios und die Smartphones ein wenig schweigen. Betrachten wir das Wort Gottes, empfangen wir die Sakramente; hören wir auf die Stimme des Heiligen Geistes, der in unserem Herzen zu uns spricht, und hören wir einander zu, in unseren Familien, an unseren Arbeitsplätzen, in unseren Gemeinschaften. Widmen wir unsere Zeit denen, die allein sind, insbesondere den Älteren, den Armen, den Kranken. Verzichten wir auf das Überflüssige und teilen wir das, was wir einsparen, mit denen, denen es am Nötigsten mangelt. Dann wird, wie der heilige Augustinus sagt, »unser Gebet, das in Demut und Nächstenliebe, in Fasten und Almosen, in Mäßigung und Vergebung, im Geben von Gutem und Nicht-Vergelten des Bösen, im Sich-Abwenden von dem Bösen und im Tun des Guten« (Sermo 206, 3) gesprochen wird, den Himmel erreichen und uns Frieden schenken.

Der Jungfrau Maria, der Mutter, die ihren Kindern in der Prüfung immer beisteht, vertrauen wir unseren Weg in der Fastenzeit an."

Quelle: vaticannews

Hl.Messe

         
             

Pastoralbesuch in Sacro Cuore di Gesu


Silvia Kritzenberger berichtet für vaticannews  über den Pastoralbesuch des Hl. Vaters in der römischen Pfarrkirche "Sacro Cuore di Gesu". Text der päpstlichen Predigt im Wortlaut.                                         Hier geht´s zum Original: klicken

                       "PASTORALBESUCH IM ZENTRUM ROMS"

Liebe Brüder und Schwestern,

vor einigen Tagen sind wir mit dem Aschenritus in die Fastenzeit eingetreten. Die Fastenzeit ist eine intensive Zeit im Kirchenjahr, die uns die Gelegenheit bietet, den Reichtum unserer Taufe wiederzuentdecken, um dank der Menschwerdung, dem Tod und der Auferstehung Jesu als vollkommen erneuerte Geschöpfe zu leben. 

Die erste Lesung und das Evangelium, das wir eben gehört haben, treten miteinander in Dialog und helfen uns, das Geschenk der Taufe neu zu entdecken als eine Gnade, die unserer Freiheit begegnet. Der Genesis-Bericht führt uns zurück zu unserem Zustand als Geschöpfe, die nicht – wie oft angenommen wird – durch ein Verbot in Versuchung geführt werden, sondern durch eine Möglichkeit, die Möglichkeit einer Beziehung. Der Mensch ist also frei, das Anderssein des Schöpfers zu erkennen und anzunehmen, der seinerseits das Anderssein der Geschöpfe erkennt und annimmt. Um diese Möglichkeit zu vereiteln, suggeriert die Schlange die Anmaßung, jede Unterscheidung zwischen Geschöpf und Schöpfer aufheben zu können, und verführt Mann und Frau mit der Illusion, dass sie wie Gott werden könnten. Der Teufel drängt sie dazu, sich etwas zu nehmen, das Gott – wie er behauptet – ihnen vorenthalten wolle, um sie in einem Zustand der Unterlegenheit zu halten. Dieses Fresko aus der Genesis ist ein unvergleichliches Meisterwerk, das das Drama der Freiheit darstellt.

Die Freiheit, die sich durch das „Ja“ zu Gott verwirklicht

Das Evangelium scheint eine Antwort zu geben auf das alte Dilemma: Kann ich mein Leben in Fülle leben, indem ich „Ja“ sage zu Gott? Oder muss ich mich von ihm befreien, um frei und glücklich zu sein? 

Die Szene der Versuchungen Christi greift letztlich diese dramatische Frage auf. Sie führt uns dazu, das wahre Menschsein Jesu zu entdecken, der – wie die Konzilskonstitution Gaudium et spes lehrt – dem Menschen den Menschen selbst kund macht: „Tatsächlich klärt sich nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft auf“ (GS 22). Tatsächlich sehen wir den Sohn Gottes, der uns, indem er sich den Fallstricken des alten Widersachers widersetzt, den neuen Menschen zeigt, den freien Menschen, die Offenbarung der Freiheit, die sich durch das „Ja“ zu Gott verwirklicht.


In illo tempore

In seiner heutigen Katechese behandelt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive die Bedeutung der Liturgie für den 1. Fastensonntag im Kirchenjahr. Hier geht´s zum Original:  klicken

           "IN ILLO TEMPORE: 1. FASTENSONNTAG"

Die heiligen Vierzig Tage beginnen in der römischen Kathedrale, der päpstlichen Erzbasilika des Allerheiligsten Erlösers und der Heiligen Johannes des Täufers und des Evangelisten im Lateran, der „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und der Welt“. Die römische Station verankert unsere Fastenzeit an einem konkreten Ort, wie sie es seit über einem Jahrtausend tut. An den Wochentagen dieser Zeit versammelten sich die Gläubigen einst in einer nahegelegenen Gemeinde und zogen mit Litaneien zur Station , wo das Opfer dargebracht wurde. Sonntags gab es in Rom keine Kollekte, weil der Sonntag kein Fastentag war. Der Lateran, die Kathedrale des Bischofs von Rom, steht als Schwelle und Maßstab für unseren Eintritt. Wir treten am ersten Sonntag vom Narthex des Aschermittwochs bis zum Samstag in den Leib der Kirche ein. Das Wort Narthex, abgeleitet vom griechischen Wort für Geißel, erinnert an jenen Ort, an dem einst Katechumenen und Büßer standen. Wir treten in die feierliche Anabasis der Fastenzeit ein in dem Bewusstsein, dass die Kirche uns durch eine jährliche Einhaltung reinigt.

                           

Die heiligen Vierzig Tage beginnen in der römischen Kathedrale, der pä pstlichen Erzbasilika des Allerheiligsten Erlösers und der Heiligen Johannes des Täufers und des Evangelisten im Lateran, der „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und der Welt“. Die römische Station verankert unsere Fastenzeit an einem konkreten Ort, wie sie es seit über einem Jahrtausend tut. An den Wochentagen dieser Zeit versammelten sich die Gläubigen einst in einer nahegelegenen Gemeinde und zogen mit Litaneien zur Station , wo das Opfer dargebracht wurde. Sonntags gab es in Rom keine Kollekte, da der Sonntag kein Fastentag war. Der Lateran, die Kathedrale des Bischofs von Rom, steht als Schwelle und Maßstab unseres Eintritts. Wir treten am ersten Sonntag vom Narthex des Aschermittwochs bis zum Samstag in den Leib der Kirche ein. Das Wort Narthex, abgeleitet vom griechischen Wort für Geißel, erinnert an jenen Ort, an dem einst Katechumenen und Büßer standen. Wir treten in die feierliche Anabasis der Fastenzeit ein in dem Bewusstsein, dass die Kirche uns durch eine jährliche Einhaltung reinigt.

Das Tagesgebet des Missale Romanum von 1962 ist von lapidarer Kürze:

Deus, qui Ecclesiam tuam
annua quadragesimali classificatione purificas:
praesta familiae tuae;
ut, quod a te obtinere abstinendo nititur,
hoc bonis operibus exsequatur.

O Gott, der du deine Kirche durch die jährliche vierzigtägige Fastenzeit reinigst, gewähre deiner Familie, dass sie das, was sie durch Enthaltsamkeit von dir zu erlangen sucht, durch gute Werke erreicht.

Das Lateinische berührt das Herz. „Nitor“ kann bedeuten, sich anzulehnen, sich auszuruhen, aber auch zu streben, zu arbeiten, sich anzustrengen. Unsere Enthaltsamkeit ruht auf Gott und strebt nach ihm. „Exsequatur“, zu Ende führen, ausführen, vollbringen, deutet auf eine Beharrlichkeit hin, die den Wettlauf bis zum Ziel vollendet. „Purificas“ und „purgatos“ hallen in den Sonntagsgebeten wider. Das Geheimnis vertieft die Disziplin.

Sacrificium quadragesimalis initii solemniter immolamus,
te, Domine, deprecantes:
ut, cum epularum stricte carnalium,
a noxiis quoque voluptatibus temperemus.

Samstag, 21. Februar 2026

Fundstück

Wie Herta Gurtner für vaticannews berichtet, ist gestern der Kreuzweg des Schweizer Künstlers Manuel A. Dürr eröffnet worden. Hier geht´s zum Original:  klicken

unter dem Titel:

"SCHWEIZER KÜNSTLER GESTALTET DEN KREUZWEG IM PETERSDOM"

beginnt der Bericht so-  ZITAT

"Für den Künstler Manuel Andreas Dürr ist es eine besondere Erfahrung, ausgewählt geworden zu sein, und seine künstlerische Arbeit, die 14 Stationen des Kreuzwegs, im Petersdom zeigen zu dürfen. An diesem besonderen Ort entfaltet der Bildzyklus eine eigene visuelle Grammatik im Dialog mit der umgebenden Architektur und ihren Materialien, insbesondere mit dem farbigen Marmor und der reichen Ausstattung des Raumes. Es geht hier nicht um die isolierte Präsentation im „White Cube“, also dem neutralen zeitgenössischen Museumsraum, sondern um eine bewusste Einbindung und Zusammenarbeit mit der bestehenden Umgebung."(...)

Quelle: H.Gurtner, vaticannews


Kardinal Müller zur Antwort der FSSPX an das Glaubensdikasterium

Kardinal Gehrard Müller kommentiert bei kath.net die Antwort des Generalrates der FSSPX an den Präfekten des Glaubensdikasterium zur Frage der Bischofsweihen und eines drohenden Schismas.  . Hier geht´s zum Original:  klicken

unter dem Titel:

DIE PIUSBRUDERSCHAFT UND IHRE EINHEIT MIT DER KIRCHE 
beginnt der Kommentar so - ZITAT 

"Der Generalrat der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat am 18. Februar 2026 bei seiner Zusammenkunft in Menzingen ein Antwortschreiben an Kardinal Victor Manuel Fernández, den Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, veröffentlicht.

Darin wird Bezug genommen auf den langen Weg des intensiven Dialogs des Heiligen Stuhls mit der Bruderschaft bis zum magischen Datum des 6. Juni 2017. Und dann folgt eine harsche Zuweisung der Alleinschuld am Ende dieses -in ihrer Sicht- hoffnungsvollen Dialogs mit der Behauptung: „Doch alles endete schließlich auf drastische Weise durch eine einseitige Entscheidung des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Müller, der auf seine Weise feierlich die notwendigen Mindestanforderungen für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche‘ festlegte, in die er explizit das gesamte Konzil und das ‚Nachkonzil‘ einschloss.“

Da es hier um das hohe Gut die Einheit der katholischen Kirche geht, die wir alle im Glauben bekennen, sollen persönliche Empfindlichkeiten zurückstehen. " (...)

Quelle: Kardinal G.L. Müller, kath.net

Freitag, 20. Februar 2026

Geplante Ausstellung zum 100. Geburtstag Joseph Ratzingers

Birgit Pottler berichtet bei vaticannews, daß zum im nächsten Jahr bevorstehenden 100. Geburtstag Joseph Ratzingers im italienischen Pordenone eine Ausstellung vorbereitet wird. (Frage: hat man aus D schon etwas gehört?)  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"GROSSER EUROPÄER" . AUSSTELLUNG AUF DEM WEG ZUM 100. GEBURTSTAG JOSEPH RATZINGERS" 

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Nicht nur eine Sammlung von Erinnerungsstücken, sondern ein menschlich-intellektuelles Porträt Joseph Ratzingers: Eine Ausstellung will das Denken Joseph Ratzingers neu ins Gespräch bringen – als Theologe, Papst und „großer Europäer“. „An Benedikt XVI. erinnern. Auf dem Weg zum 100. Geburtstag“ („Ricordando Benedetto XVI. Verso il centenario della nascità“) ist vom 21. Februar bis 12. April im Diözesanmuseum für Sakralkunst im norditalienischen Pordenone zu sehen.

Die Ausstellung verbindet Chronologie und Persönliches und richtet den Blick auf den 100. Geburtstag Joseph Ratzingers (16. April 2027) – mit Fotografien, Kunstwerken, einem Videodokumentarfilm, liturgischen Gewändern und persönlichen Gegenständen. „Wir wollen ein langes und intensives Leben des Menschen darstellen – Priester, Professor, Bischof, Kardinal, Papst und emeritierter Papst“, erklärt Luca Caruso von der Stiftung „Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.“ gegenüber den Vatikanmedien.(...)

Quelle: B. Pottler, vaticannews

Fundstück

Kath.net veröffentlicht einen Beitrag, in dem der Pastoraltheologe Prof. H. WIndisch über den aktuellen Stand des Synodalen Weges.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel und der Einleitung

                            "KIRCHE IM VERFALL"

Anmerkungen zum Synodalen Weg – „Kardinal Marx hätte nicht am Ende des Synodalen Weges sagen sollen: Ich will das nicht, sondern am Anfang: So geht das nicht“ – Gastkommentar von Prof. Hubert Windisch

beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Eine kirchliche Reform besinnt sich immer auf den Ursprung der Kirche, sucht ihrer Herkunft gerecht zu werden, möchte Missstände in ihrer Lehre und Praxis abbauen und so das Christsein in der jeweiligen Zeit zu authentischem und glaubwürdigem Leben erwecken. In diesem Sinn ist der sogenannte Synodale Weg keine Reform, sondern im Gegenteil die rätemäßige Destruktion der katholischen Kirche, ja ein ekklesial-suizidaler Irrweg. Denn man hatte die sexuellen Missbrauchsfälle vor allem unter Klerikern eigentlich nur zum Anlass genommen, um bei den diversen Sitzungen mit ansteigender Verbissenheit die Axt an das Grundverständnis der katholischen Kirche zu legen: an die biblische Anthropologie, das sakramentale Priestertum und damit die heilige Eucharistie. Der sündhafte sexuelle Missbrauch von Klerikern wurde und wird für eine links-grün-woke Agenda missbraucht, die aus der Kirche eine gesellschaftlich und politisch genehme NGO mit religiösem Anstrich machen soll. Kirchliche Wahrheiten werden dabei in ständigen Prozessen immer neu (in Gremien) verhandelbar und dementsprechend unverbindlich. Im Pontifikat von Franziskus erlangte diese Methode, kirchlichen Wahrheiten ihre Kraft zu nehmen, beinahe lehramtliche Dignität. Und sie hat sich im Synodalen Weg strategisch verfestigt. Wegbereiter dazu ist u. a. auch seit Jahrzehnten eine oftmals intellektuell und spirituell unterbelichtete Theologie." (...)

Quelle: Prof. H. Windisch, kath.net

 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Manfred Lütz: Die Kirche und die Weltgesundheit

Mario Galgano berichtet bei vaticannews darüber, was der Psychiater und Theologe MAnfred Lütz bei der Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben zur Position des Hl. Stuhls zum Thema Weltgesundheit gesagt hat. Hier geht´s zum Original: klicken

"GLOBAL PLAYER DER ETHIK": M. LÜTZ ÜBER DIE ROLLE DES HEILIGEN STUHLS IN DER WELTGESUNDHEIT"

Nach der Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben zieht das deutsche Mitglied Manfred Lütz eine positive Bilanz. Im Gespräch erläutert der Psychiater und Theologe, warum der Heilige Stuhl als unabhängiger Akteur in der Weltmedizin unverzichtbar ist – von der gerechten Verteilung von Medikamenten bis hin zum Widerstand gegen die Ökonomisierung des Sterbens.

Das Thema der diesjährigen Versammlung traf den Nerv der Zeit: Gesundheitsversorgung für alle, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Manfred Lütz, der seit 28 Jahren Mitglied der Akademie ist, bezeichnete die Tagung als eine der spannendsten seiner Amtszeit. Besonders der Austausch mit Wissenschaftlern aus dem globalen Süden habe verdeutlicht, wie krass die Schere auseinandergeht. „Während wir hochkomplexe Medizin haben, reicht in Afrika manchmal ein Euro, um Unglaubliches für Menschen zu erreichen“, so Lütz.

Unabhängigkeit als höchstes Gut

Ein zentraler Punkt für Lütz ist die Autonomie des Vatikans gegenüber wirtschaftlichen Interessen. Im Gegensatz zu vielen medizinischen Kongressen werde die Arbeit der Akademie nicht von Pharmaunternehmen gesponsert. „Das ist ein Pfund, mit dem der Vatikan agieren kann: Er ist unabhängig. Man hört hier nicht das, was Pharmaunternehmen gerne hören wollen“, betont Lütz.

Diese Unabhängigkeit ermögliche eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Weltärztebund. Besonders im Bereich der Prävention leiste die Kirche einen praktischen Beitrag: In Regionen Afrikas, in denen Misstrauen gegenüber westlichen Konzernen herrscht, sei die Kirche vor Ort eine Vertrauensinstanz, die etwa Impfkampagnen erst zum Erfolg führe.

Widerstand gegen den „Absturz der Humanität

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die weltweit geführte Debatte über den assistierten Suizid. Lütz warnt davor, dass eine gesetzliche Erlaubnis zur Selbsttötung einen enormen moralischen Druck auf Alte und Behinderte ausüben könnte. Das habe bereits das ehemalige Akademiemitglied Professor Robert Spaemann erkannt: Wenn der Suizid zur staatlich begleiteten Option werde, entstehe für Kranke fast eine „moralische Pflicht“, die Gesellschaft und Angehörige durch das eigene Ausscheiden zu entlasten, zitiert Lütz den 2018 verstorbenen deutschen Philosophen und Theologen.

„Wenn dahinter immer steht: ‚Bist du eigentlich noch effektiv für die Gesellschaft?‘, dann ist das ein Absturz an Humanität“, warnt Lütz. Hier fungiere der Vatikan als „Global Player“, der ethische Prinzipien anmahne, die auch über den christlichen Bereich hinaus Gehör finden. Dass die Akademie heute auch jüdische und muslimische Mitglieder hat, unterstreiche diesen weiten, wissenschaftlich fundierten Horizont.

Brückenschlag zur Politik

Trotz der christlichen Fundamente gehe es in der Akademie nicht um „Beweihräucherung in einem Salon“, sondern um harte wissenschaftliche Ergebnisse. Papst Franziskus habe dafür gesorgt, dass die Türen weit offenstehen, um katholische Prinzipien in einer nicht-katholischen Welt zu kommunizieren.

Lütz schloss mit einem Verweis auf Papst Paul VI., für den Politik eine der höchsten Formen der Nächstenliebe war. „Wir müssen bei der Politik auch landen mit unseren Thesen und können die nicht einfach in der Sakristei lassen“, so Lütz. Nur so könne die Kirche dazu beitragen, dass Gesundheit nicht zum Privileg der Reichen wird."

Quelle: M. Galgano,vaticannews

Mittwoch, 18. Februar 2026

Die Tiara ist wieder da...

wo? Im  päpstlichen Wappen Leos XIV ! 

Die Tiara als Symbol der dreifachen Herrschaft ist ins päpstliche Wappen zurückgekehrt. Kleines Zeichen- große Bedeutung. 

Bußprozession auf dem Aventin

 Hl.Messe und Austeilung der Aschekreuze in Santa Sabina

               

                         ALLEN EINE GESEGNETE FASTENZEIT!

Katechese

 des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz im Wortlaut. Veröffentlicht bei vaticannews klicken

                   Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen!

Das Zweite Vatikanische Konzil, dessen Dokumenten wir diese Katechesen widmen, wollte bei der Beschreibung der Kirche zuerst erklären, woher sie ihren Ursprung hat. Dazu griff es in der dogmatischen Konstitution Lumen gentium, die am 21. November 1964 verabschiedet wurde, auf den Begriff „Geheimnis” aus den Briefen des heiligen Paulus zurück. Mit der Wahl dieses Wortes wollte es nicht sagen, dass die Kirche etwas Dunkles oder Unverständliches ist, wie man manchmal gemeinhin denkt, wenn man das Wort “Geheimnis” hört. Ganz im Gegenteil: Wenn der heilige Paulus dieses Wort vor allem im Brief an die Epheser verwendet, will er damit auf eine Realität hinweisen, die zuvor verborgen war und nun offenbart wurde

Es handelt sich um Gottes Absicht, die ein Ziel hat: alle Geschöpfe durch das Sühneopfer Jesu Christi zu vereinen, das sich in seinem Tod am Kreuz verwirklicht hat. Dies wird vor allem in der zur liturgischen Feier versammelten Gemeinde erfahrbar: Dort werden Differenzen relativiert, denn was zählt, ist das Zusammensein, weil man von der Liebe Christi angezogen wird. Er hat die Trennmauer zwischen Menschen und sozialen Gruppen niedergerissen (vgl. Eph 2,14). Für den heiligen Paulus ist das Geheimnis die Offenbarung dessen, was Gott für die gesamte Menschheit verwirklichen wollte, und es offenbart sich in einzelnen Erfahrungen, die sich allmählich ausweiten, bis sie alle Menschen und sogar den Kosmos umfassen.

Zustand der Menschheit

Der Zustand der Menschheit ist eine Zersplitterung, die die Menschen nicht beheben können, obwohl das Streben nach Einheit in ihren Herzen wohnt. In diesen Zustand fügt sich das Wirken Jesu Christi ein, der durch den Heiligen Geist die Kräfte der Spaltung und den Trenner selbst überwindet. Das gemeinsame Feiern, nachdem man an die Verkündigung des Evangeliums geglaubt hat, wird als Anziehungskraft des Kreuzes Christi erlebt, das die höchste Manifestation der Liebe Gottes ist; es ist das Gefühl, von Gott zusammengerufen zu sein: Deshalb wird der Begriff ekklesía verwendet, d. h. Versammlung von Menschen, die sich als zusammengerufen erkennen. So gibt es eine gewisse Übereinstimmung zwischen diesem Geheimnis und der Kirche: Die Kirche ist das Geheimnis, das wahrnehmbar gemacht wird.


Weil diese Berufung von Gott ausgeht, kann sie sich jedoch nicht auf eine Gruppe von Menschen beschränken, sondern ist dazu bestimmt, zur Erfahrung aller Menschen zu werden. Deshalb bekräftigt das Zweite Vatikanische Konzil zu Beginn der Konstitution Lumen gentium: ”Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ (LG 1) Mit der Bezeichnung „Sakrament“ und der daraus folgenden Erklärung soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Kirche in der Geschichte der Menschheit Ausdruck dessen ist, was Gott verwirklichen will; wenn man also auf sie schaut, erfasst man in gewisser Weise den Plan Gottes, das Geheimnis: In diesem Sinne ist die Kirche Zeichen. Zum Begriff „Sakrament“ kommt noch der Begriff „Werkzeug“ hinzu, um zu verdeutlichen, dass die Kirche ein aktives Zeichen ist. Wenn Gott in der Geschichte wirkt, bezieht er nämlich die Menschen, die Adressaten seines Wirkens sind, in sein Handeln mit ein. Durch die Kirche erreicht Gott sein Ziel, die Menschen mit sich zu vereinen und sie untereinander zu versöhnen.

Vereinigung mit Gott

Die Vereinigung mit Gott spiegelt sich in der Vereinigung der Menschen wider. Das ist die Erfahrung der Erlösung. Es ist kein Zufall, dass in der Konstitution Lumen gentium in Kapitel VII, das dem eschatologischen Charakter der pilgernden Kirche gewidmet ist, in Nr. 48 erneut die Beschreibung der Kirche als Sakrament verwendet wird, wobei die Präzisierung „der Erlösung” hinzugefügt wird:”Christus hat, von der Erde erhöht, alle an sich gezogen (vgl. Joh 12,32 griech.). Auferstanden von den Toten (vgl. Röm 6,6), hat er seinen lebendigmachenden Geist den Jüngern mitgeteilt und durch ihn seinen Leib, die Kirche, zum allumfassenden Heilssakrament gemacht. Zur Rechten des Vaters sitzend, wirkt er beständig in der Welt, um die Menschen zur Kirche zu führen und durch sie enger mit sich zu verbinden, um sie mit seinem eigenen Leib und Blut zu ernähren und sie seines verherrlichten Lebens teilhaftig zu machen.”  

Dieser Text ermöglicht es, das Verhältnis zwischen dem vereinigenden Wirken vom Pascha Jesu, das ein Geheimnis der Passion, des Todes und der Auferstehung ist, und der Identität der Kirche zu verstehen. Gleichzeitig macht er uns dankbar dafür, dass wir zur Kirche gehören, dem Leib des auferstandenen Christus und dem einzigen Volk Gottes, das durch die Geschichte pilgert und als heiligende Präsenz inmitten einer noch immer zersplitterten Menschheit lebt, als wirksames Zeichen der Einheit und Versöhnung zwischen den Völkern."


Quelle: vaticannews


Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

               

Dienstag, 17. Februar 2026

Historisches am "Katzentag"...

!7. 2. 1956: Igor Strawinsky füttert die Katzen, bevor er das Teatro La Fenice betritt,,,,