Freitag, 2. Oktober 2026

Der Papst, die Kunst und die Künstler

Mario Galgano berichtet bei vaticannews über das heutige Treffen des Hl. Vaters mit Künstlern und Kuratoren. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST LEO XIV ERNEUERT DAS BÜNDNIS DER KIRCHE MIT DEN KÜNSTLERN" 

"Papst Leo XIV. hat an diesem Freitag Künstler und Kuratoren im Vatikan empfangen. Die Begegnung stand unter dem Thema „Die Kunst des Möglichen: Zusammenweben“ und wurde vom Dikasterium für Kultur und Bildung organisiert. In seiner Ansprache dankte das Kirchenoberhaupt den Anwesenden für die bisherige Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl, insbesondere bei Projekten der zeitgenössischen Kunst und der Gestaltung des Pavillons auf der Biennale in Venedig im Frauengefängnis auf der Insel Giudecca .

Der Papst bezeichnete die Kunst als ein fundamentales Element des Zuhörens für die Kirche. Sie verhelfe den tiefen Fragen, Sehnsüchten und Wunden der Menschheit zu Ausdruck und Sichtbarkeit. In Abgrenzung zu modernen Suchmaschinen, die vor allem bestehende Daten verarbeiteten, schaffe die Kunst einen eigenständigen Zugang zur Sinnsuche und zur kulturellen sowie geistigen Erneuerung

                                         Im Gegensatz zur Suchmaschine 

„Der heilige Augustinus hat uns ein unvergängliches Zeugnis von der Unruhe des menschlichen Herzens auf der Suche nach der Wahrheit hinterlassen. Die Kunst wird, wenn sie authentisch ist, von dieser Unruhe beseelt. Deshalb hat die Kirche die Kunst nie als Nebensache betrachtet. Für die Kirche ist die Kunst ein grundlegender Ort des Zuhörens, an dem man sich über die Sehnsüchte und Wunden der Menschheit, über ihren Durst nach Schönheit, Gerechtigkeit und Frieden sowie über ihre Suche nach Sinn aufklären lassen kann.

                                     Kunst und Künstliche Intelligenz

Zugleich betonte Leo XIV. den Stellenwert des menschlichen Kunstschaffens im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Zwischen echter Kunst und von Algorithmen statistisch berechneten Erzeugnissen bestehe ein grundlegender Unterschied, da Maschinen der menschliche Funke fehle. Die Kirche wende sich mit Wertschätzung an die Kulturschaffenden, um gemeinsam die Würde des Menschen zu bewahren:

„Im Zeitalter der Technik und des Konsums besteht die große Gefahr nicht mehr nur in der Zensur, sondern in der Verflachung.“

„Wir leben im Zeitalter der Suchmaschinen, die uns in einer Sekunde Tausende von Antworten liefern. Doch so leistungsfähig sie auch sein mögen, sie geben nur das wieder, was bereits existiert, und neigen dazu, uns das zu geben, was wir ohnehin schon wollen. Im Zeitalter der Technik und des Konsums besteht die große Gefahr nicht mehr nur in der Zensur, sondern in der Verflachung; nicht nur im auferlegten Schweigen, sondern im Lärm, der das Zuhören unmöglich macht. Die Kunst ist eine andere Art von Suchmaschine: Sie funktioniert nicht durch Indizierung, sondern durch Hinterfragen.“

Aus all diesen Gründen wolle und müsse die Kirche gemeinsam mit den Künstlern und den Kulturinstitutionen ein Bündnis erneuern: das Bündnis zum Schutz des Menschlichen, schloss der Papst seine Rede ab.2

Quelle: M. Galgano, vaticannews

Die Frankreichreise - Highlights

 

                

Fundstück: Die DBK weiterhin auf "synodalen Irrwegen"

-etwas verspätet- auf Luthers Spuren gegen Rom. Ob die Anpassungswilligkeiten dieser Herren an gesellschaftliche Modetrends auch dem Wunsch nach Beifall von der medialen Wokeria bestimmt wird, bleibt dahingestellt.  In einem Beitrag für die  CNA befaßt sich Martin Grünewald  anhand der Neubesetzung einiger Posten mit der Frage nach der Ausrichtung der DBK nach mehreren Interventionen Roms in Konfliktsituationen mit der Weltkirche. Hier geht´s zum Original:  klicken 

Unter dem Titel:

"ANALYSE: WAS BEDEUTET DIE WAHL DER NEUEN VORSITZENDEN DER BISCHÖFLICHEN KOMMISSIONEN?" 

beginnt der Kommentar so - ZITAT

"Nach der Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer SCJ, auf der diesjährigen Frühjahrs-Vollversammlung wurde jetzt die Neuwahl der Vorsitzenden der bischöflichen Kommissionen mit Spannung erwartet.

Vor einem halben Jahr stand Bischof Georg Bätzing nach sechs Jahren nicht erneut für den Vorsitz zur Verfügung. Der Limburger Bischof übte sein Amt während der konfliktreichen Phase des Synodalen Wegs aus, was ihn veranlasste, nicht immer als Repräsentant aller deutschen Bischöfe aufzutreten, sondern als Vertreter der Mehrheitsbeschlüsse dieses Gremiums. Das führte auch immer wieder zu Spannungen und Konfliktsituationen mit Rom, dem Zentrum der Weltkirche. Mehrfach griff der Heilige Stuhl durch eindeutige Stoppzeichen in den deutschen Synodalen Weg ein.

Die Wahl Wilmers, der inzwischen von Hildesheim nach Münster auf einen der wichtigsten Bischofsstühle berufen wurde, deutete einen Kurswechsel an:  (...)"

Quelle: M. Grünewald, CNA 

Das Rosenkranzgebet für den Frieden

Silvia Kritzenberger berichtet bei vaticannews über das heutige Rosenkranzgebet des Papstes mit den Kindern in der Lourdes-Grotte in den Vaticanischen Gärten. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST BEIM ROSENKRANZ MIT DEN KINDERN: DER FRIEDEN WÄCHST DURCH GUTE TATEN"

Mit einem Rosenkranzgebet mit 700 Kindern hat Leo XIV. am Donnerstagabend die diesjährige weltweite Gebetsaktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“ eröffnet. Bei der Andacht vor der stimmungsvollen Kulisse der Lourdes-Grotte in den Vatikanischen Gärten erinnerte der Papst besonders an Kinder und Familien in Kriegsgebieten und rief dazu auf, das Gebet mit konkreten Gesten der Liebe zu verbinden.

Vom 1. bis 7. Oktober beten Kinder in Familien, Schulen und Pfarreien für Menschen in den Kriegs- und Krisengebieten der Welt, darunter die Ukraine, der Nahe Osten, Pakistan, der Südsudan sowie Kuba und Venezuela. Angestoßen wurde die Initiative, die dieses Jahr erstmals eine ganze Woche lang im Zeichen des Gebets für Frieden und Einheit steht, von der Päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“. Das Leitwort der diesjährigen Aktion stammt aus der Botschaft der Marienerscheinungen von Fatima: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

           Die Bitte um eine besondere Gabe: Den Frieden für alle Kinder der Welt

Die Andacht mit Papst Leo fand vor der Nachbildung der Lourdesgrotte in den Vatikanischen Gärten statt, gebetet wurde der lichtreiche Rosenkranz. Der Begegnung mit dem Papst war ein buntes Vorprogramm zu den Rosenkranz-Geheimnissen vorausgegangen, das die Kinder auf das Gebet eingestimmt hatte.

„Heute Abend bitten wir um eine besondere Gabe: um Frieden für alle Kinder der Welt, besonders für diejenigen, die leben, wo Krieg herrscht, in so vielen Ländern der Erde“

„Ja, wir haben euch lieb, Jesus und Maria, und heute Abend bitten wir euch um eine besondere Gabe: um Frieden für alle Kinder der Welt, besonders für diejenigen, die leben, wo Krieg herrscht, in so vielen Ländern der Erde,“ wandte sich der Papst an die anwesenden Kinder.

Der Rosenkranz, so erklärte er, sei ein einfaches Gebet, das jeder beten könne. Die einzelnen Gesätze erinnerten an wichtige Stationen im Leben Jesu – von seiner Taufe im Jordan über die Hochzeit zu Kana und die Verklärung auf dem Berg Tabor bis zur Eucharistie beim Letzten Abendmahl.

„Das sind Augenblicke, in denen uns der Herr wunderbare Gaben geschenkt hat, die wir nicht vergessen dürfen. Dafür wollen wir ihm Danke sagen,“ so der Papst wörtlich.

Das Kirchenoberhaupt hob besonders die weltweite Dimension des Gebets hervor, an dem sich rund eine Million Kinder auf der ganzen Welt beteiligten.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Papst Leo XIV betet mit KIndern

 den Rosenkranz für den Frieden

              

Papst Leo XIV auf der Place de la Concorde

 Roberto de Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana die Frankreichreise des Hl. Vaters.       Hier geht´s zum Original.  kliken

         "LEO XIV UND DIE PLACE DE LA CONCORDE"

Die Apostolische Reise von Leo XIV. nach Frankreich vom 25. bis 28. September 2026 erwies sich als ein Publikumserfolg, der selbst den Papst überraschte. Frankreich ist nämlich eines jener europäischen Länder, in denen sich ein aggressiver Säkularismus besonders stark manifestiert. Kurz vor dem Besuch des Papstes erschien ein fundierter Bericht des European Centre for Law and Justice (ECLJ) mit dem Titel *Souffrances et espérance de l’Église en France* (Leiden und Hoffnung der Kirche in Frankreich). Der von Grégor Puppinck und Constance Avenel erstellte Text dokumentiert den massiven Druck, den der laizistische Staat in den Bereichen Familie, Bildung, Gesundheitswesen und Bioethik ausübt. Hinzu kommen Gewalttaten gegen Kirchen, Wallfahrtsorte und Gläubige. Am 4. März 2024 hatte Frankreich als erstes Land der Welt das Recht auf Abtreibung in der Verfassung verankert, und am 19. August 2026 wurde im Amtsblatt ein neues Gesetz veröffentlicht, das assistierten Suizid und Euthanasie zulässt. Als Reaktion darauf gewinnen unabhängige katholische Schulen zunehmend an Bedeutung, die Zahl der Taufen steigt, und immer mehr junge Menschen nehmen an großen Wallfahrten wie jener nach Chartres teil. In diesem Jahr gab es in Frankreich 21.386 neue Taufen – 20 Prozent mehr als im Vorjahr –, darunter 8.152 Jugendliche und 13.234 Erwachsene, vorwiegend junge Menschen. „Ich bin erstaunt über die Zahl der Menschen, die wieder an die Schwelle des Glaubens zurückkehren“, sagte der Papst bei seinem Treffen am Institut Catholique am Morgen des 26. September.      

Der Höhepunkt der Papstreise war die am Nachmittag des 26. auf der Place de la Concorde – im Herzen von Paris – gefeierte Messe, vor einer riesigen Menschenmenge, die auf 800.000 Personen geschätzt wurde. Ein Ereignis von symbolischer Bedeutung angesichts dessen, wofür dieser Platz einst stand

Die Place de la Concorde, 1755 von dem Architekten Ange-Jacques Gabriel entworfen, hieß ursprünglich Place Louis XV. Die Französische Revolution veränderte die Geschichte dieses Ortes für immer. Der große Platz wurde zum Hauptschauplatz der Hinrichtungen durch die Jakobiner und 1792 in Place de la Révolution umbenannt. Die Guillotine verwandelte die Todesstrafe in ein Schauspiel, bei dem die Republik ihre Macht demonstrierte, alle „Feinde des Volkes“ zu vernichten. Am 21. Januar 1793 wurde dort Ludwig XVI. enthauptet, am 16. Oktober desselben Jahres Königin Marie-Antoinette. Das Verbrechen Ludwigs XVI. bestand darin, ein König zu sein. Was vom Revolutionstribunal zum Tode verurteilt wurde, war nicht der Mensch, sondern die monarchische Institution, die er verkörperte. Der Platz, der einst zur Verherrlichung der ältesten katholischen Monarchie Europas konzipiert worden war, wurde so zum Ort ihrer symbolischen Vernichtung. „Allein schon der Titel ‚König‘“, so verkündete Robespierre, „zieht die Geißeln des Krieges über die erschütterte Nation.“ Doch auch Robespierre wurde – nach Danton – im Jahr 1794 auf der Place de la Concorde guillotiniert: Die Revolution fraß erbarmungslos ihre eigenen Kinder:

Mittwoch, 30. September 2026

Die Katechese

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Ansprache, die Papst Leo heute während der Generalaudienz gehalten hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST BEI DER GENERALAUDIENZ: RÜCKBLICK AUF DIE FRANKREICHREISE"

Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen und herzlich willkommen! 

Heute möchte ich zu euch über die Apostolische Reise nach Frankreich sprechen, die ich in den vergangenen Tagen unternommen habe. Sie war ein großes Geschenk für mich und für das Volk Gottes in diesem Land, und dafür danke ich dem Herrn. Ich möchte noch einmal allen meinen Dank aussprechen, die mich aufgenommen haben – den zivilen Behörden und den Hirten der Kirche – sowie den unzähligen Menschen, die den Papst treffen oder ihn auch nur auf der Straße grüßen wollten, als Apostel Christi und Boten des Friedens. Ich danke allen!   

Ich möchte die Gedanken und Eindrücke – die noch immer sehr lebendig sind – dieses Pastoralbesuchs um ein einziges großes Symbol herum zusammenfassen: die Kathedrale Notre-Dame in Paris. Dort haben wir am Nachmittag des ersten Tages die Vesper der seligen Jungfrau Maria gefeiert, eine feierliche und zugleich festliche Liturgie, in der die Musik, der Gesang und die Schönheit des Gotteshauses die im Gebet vereinten Herzen zum Schwingen brachten.
 

„Gerade
Notre-Dame kann mit dem Drama, das sie durchlebt hat ,einen Interpretationsschlüssel für meine Reise bieten: Wiedergeburt“ 

Gerade Notre-Dame kann mit dem Drama, das sie durchlebt hat, diese gesamte Apostolische Reise symbolisch erhellen und einen Interpretationsschlüssel bieten, den ich in einem Wort zusammenfassen würde: Wiedergeburt.  

Die Kathedrale von Paris, die noch vor sieben Jahren durch einen gewaltigen Brand tödlich verwundet schien, ist nun wieder aufgebaut und strahlt prächtiger denn je. Diese Katastrophe löste auf allen Ebenen eine positive Reaktion aus – einige davon waren sichtbar und konkret, andere eher verborgen und spiritueller Natur.

                                 „Synergie zum Wohle der Allgemeinheit“

Ihre Restaurierung war ein Beweis für die mögliche Zusammenarbeit zwischen Kirche, Staat, öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft. Diese Haltung ermöglichte es, sowohl die Großzügigkeit der Spender als auch das Fachwissen der Experten und Handwerker bestmöglich zur Geltung zu bringen. Diese Synergie zum Wohle der Allgemeinheit sollte die normale Vorgehensweise der Institutionen, der politischen und sozialen Kräfte sowie all jener sein, die zivile und wirtschaftliche Verantwortung tragen. 

Das ist die Botschaft, die ich den französischen Behörden sowie den Mitgliedern der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, übermitteln wollte, wobei ich das grundlegende Kriterium benannte, auf dem diese Zusammenarbeit beruhen muss: die Würde des Menschen. 

Vor allem aber ist Notre-Dame ein Sinnbild für die Kirche aus lebendigen Steinen, für das heilige Volk Gottes. 


„Die Kirche besteht nicht nur aus Steinen oder Beton, sondern aus Menschen, die Jesus Christus lieben“

Es ist interessant, die Feier der Vesper in der Kathedrale mit der Jugendvigil zu vergleichen, die am selben Abend im großen Stade de France in Paris stattfand. Zwei völlig unterschiedliche Orte und doch zwei sich ergänzende Ereignisse, die fast schon geistlich miteinander verbunden waren. Was verband sie? Die Kirche, die nicht nur aus Steinen oder Beton besteht, sondern aus Menschen, die Jesus Christus lieben, weil sie von ihm geliebt wurden. 

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

               

Dienstag, 29. September 2026

Über die Frankreichreise des Papstes

Nico Spuntoni kommentiert in LaNuovaBussolaQuotidiana die Frankreichreise des Hl. Vaters.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PREVOST VERLÄSST FRANKREICH MIT EINEM NEUEN APPELL FÜR DAS LEBEN IN METZ"

Bei seiner letzten Etappe in Frankreich hat Leo XIV. Europa dazu aufgerufen, seine Wurzeln wiederzuentdecken und das Leben in jeder Phase und unter allen Umständen zu verteidigen. Der Papst kehrt nach Rom zurück und hinterlässt einen durchschlagenden Erfolg, der auch die säkulare Öffentlichkeit berührt hat.

Nach seiner Reise nach Spanien ist der Besuch in Frankreich Leo XIV.s zweiter großer Erfolg. Die beeindruckenden Zahlen und Bilder aus Paris und Lourdes müssen Emmanuel Macron zum Umdenken bewegt haben, denn gestern reiste er nach Metz und nahm an der Messe in der Kathedrale Saint-Étienne teil. Der französische Präsident verbrachte den ganzen Tag, beginnend am Morgen, in enger Begleitung des Papstes. Er hielt die Einführung in die päpstliche Ansprache auf der Konferenz „An den Wurzeln Europas für Frieden und Einheit“, die im Robert-Schuman-Konferenzzentrum in Metz stattfand.

Prevosts Rede folgte der traditionellen außenpolitischen Linie des Heiligen Stuhls: Er verteidigte das Völkerrecht und den Multilateralismus und bezeichnete sie als „bestes Gegenmittel gegen das Herrschaftsstreben, das jedem Konflikt zugrunde liegt“. Er wetterte erwartungsgemäß gegen die „Illusion der Wiederbewaffnung“ und die „wiederholten Forderungen nach höheren Militärausgaben“, die, wie er sagte, „von vielen Regierungen mit der Rechtfertigung vorgebracht werden, andere zu bedrohen“. Der Papst von Chicago würdigte sowohl Schuman als auch De Gasperi und erklärte, dass man „nicht von Europa sprechen kann, ohne das Christentum zu erwähnen“, dem er eine ganze Reihe von Errungenschaften der europäischen Zivilisation zuschrieb.
Der Papst rief Europa auf, den Mut seiner Gründerväter wiederzuentdecken und seine Wurzeln neu zu entdecken. Gleichzeitig appellierte Prevost an die staatlichen Autoritäten, die Autonomie der Kirchen zu respektieren und ihre Vereinigungs-, Meinungs- und Religionsfreiheit zu fördern.

Das zweite bedeutende Ereignis gestern in Metz war die Nachmittagsmesse im Dom. In seiner Predigt bekräftigte Leone seine Verteidigung des Lebens und erinnerte daran, dass es „in all seinen Phasen und unter allen Umständen unantastbar“ sei. Diese Worte verleihen seiner Rede gegen Sterbehilfe am Sonntagnachmittag in Lourdes Nachdruck und fanden auch hier in Italien Anklang. Die päpstliche Warnung wurde von der Vereinigung „Pro Vita & Famiglia“ aufgegriffen, die in einer Erklärung die italienischen Politiker aufforderte, „den Trend zur Sterbehilfe zu stoppen, der unser Land zu überfordern droht, wo die regionale und nationale Politik auf die Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids drängt“. Auch die Katholische Gemeinschaft schloss sich dieser Erklärung an und zitierte eine Rede Leones in Paris, in der er die Entscheidung des Ministerrats lobte, das jüngste Gesetz der Region Emilia-Romagna zur Sterbehilfe vor dem Verfassungsgericht anzufechten. „Wir fordern, dass die bereits erhaltenen Mittel für die Linderung des Leidens Kranker durch Palliativmedizin eingesetzt werden“, hieß es in der Erklärung der Katholischen Gemeinschaft.
Feedback geben.

Der Papst kehrte am Abend nach Rom zurück und sprach an Bord des Flugzeugs mit akkreditierten Journalisten. Zum Aufstieg der AfD in Deutschland sagte er, dass „die extreme Rechte (...) keinen authentischen Ausdruck des Christentums darstellt“. Zu seinem Treffen mit den sieben Opfern pädophiler Priester in Lourdes erklärte er, er wolle – anders als „viele von ihnen“ – nicht von „systematischem Missbrauch“ sprechen. Zum Thema Krieg sagte der Papst, die Kirche habe die Verantwortung, „die Staats- und Regierungschefs, wie in Russland, der Ukraine und anderen Ländern, immer wieder einzuladen, sich an einen Tisch zu setzen, in Dialog zu treten und nach Wegen zu suchen, Probleme zu lösen, ohne diese Kriege fortzusetzen, die keinen Sinn mehr ergeben

Prevost beendet eine überaus erfolgreiche Reise, die selbst in säkularen Kreisen die Rede von einer Wiedergeburt des Glaubens hervorgerufen hat. Nach Paris und Lourdes wurde der Papst gestern auch in Metz mit stehenden Ovationen im Saal und jubelnden Menschenmengen auf den Straßen empfangen. Ermutigt durch die Zuneigung der Franzosen kann sich der Papst nun auf die Vorbereitung des Treffens mit den Oberhäuptern der Bischofskonferenzen und der Ostkirchen anlässlich des 10. Jahrestages von Amoris Laetitia konzentrieren, das vom 7. bis 14. Oktober im Vatikan stattfindet."

Quelle: N.Spuntoni, LNBQ

Falsche Prophezeiungen und eine Warnung

Robert Lazu Kmita setzt sich bei OnePeterFive mit der Prophezeiung von La Salette und ihren zahlreichen Interpretationen auseinander. Hier geht´s zum Original:  klicken 

"ROM WIRD DEN GLAUBEN VERLIEREN UND ZUM SITZ DES ANTICHRISTEN WERDEN" EINE FALSCHE PROPHEZEIUNG UND EINE ERNSTE  WARNUNG"

Turbulente Zeiten

"Zweifellos haben viele von Ihnen die obige Aussage im Titel meines Artikels schon dutzende Male gelesen. Üblicherweise wird behauptet, dieser Satz gehöre zum Geheimnis der Marienerscheinung von La Salette (1846). Er kursiert auf zahlreichen Websites verschiedener Herkunft, darunter auch solchen, die sich auf die katholische Tradition berufen. Das Fatima-Zentrum bietet ebenfalls eine englische Übersetzung des gesamten Textes an, aus dem die Aussage stammt, und behauptet fälschlicherweise, es handele sich um „den Originaltext der Botschaft und des Geheimnisses von La Salette, von der katholischen Kirche anerkannt“. Tatsächlich hat der Text eine völlig andere Herkunft, was ihn von der Kategorie einer von der Kirche anerkannten Marienerscheinung ausschließt.

Wie wir uns erinnern, waren die beiden Seher von La Salette – genau wie in Fatima – zwei junge Hirten, Mélanie Calvat (14 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre). Am Abend des Samstags, dem 9. September 1846, begegneten sie einer wundersamen und leuchtenden Dame, die Tränen in den Augen hatte. Tief betrübt, übermittelte die Königin des Universums ihnen eine Botschaft, die an alle gerichtet war. Ihre unvergesslichen Worte sprachen von der „starken und schweren“ Hand ihres Sohnes, die sie nicht länger zurückhalten konnte. Die Sünden der Menschheit, die dies verursacht hatten, waren die Verletzung des Gebots, sonntags und an Feiertagen die Messe zu besuchen, sowie gotteslästerliche Worte und die Missachtung der Fastenzeiten. Strafen würden unmittelbar bevorstehen. Als die Kinder sie fragten, wie sie beten sollten, empfahl sie ihnen, zumindest ein Vaterunser und ein Ave Maria zu beten, wenn mehr nicht möglich sei.

Nach fünfjährigen Untersuchungen erkannte der Bischof von Grenoble, Philibert de Bruillard, am 19. September 1851 die Echtheit der Marienerscheinung an. Zusätzlich gab es zwei Geheimnisse, die, unabhängig voneinander von jedem Kind niedergeschrieben, im selben Jahr, 1851, an Papst Pius IX. gesandt wurden. Die Geheimnisse von La Salette waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Deshalb blieben sie fast anderthalb Jahrhunderte lang in den Vatikanischen Archiven verschollen. Erst 1999 wurden sie dort von dem französischen Theologen Pater Michel Corteville wiederentdeckt. Ich werde gleich darauf zurückkommen.

Obwohl sie treue Katholiken blieben, führten beide Seherinnen ein bewegtes Leben. Insbesondere Mélanie musste viele Prüfungen durchstehen, einige davon sogar durch kirchliche Autoritäten. 1879 veröffentlichte sie eine kleine Broschüre mit dem Titel „ L’apparition de la Tres Sainte Vierge sur la Sainte Montagne de la Salette “ ( Die Erscheinung der Heiligen Jungfrau auf dem Heiligen Berg La Salette ). Sie trug das Imprimatur des damaligen Bischofs von Lecce, Mgr. Sauveur-Louis, Comte Zola. Obwohl das Originalwerk bei seinem Erscheinen von den römischen Behörden zunächst ignoriert wurde, wurde es 1923 (fast ein halbes Jahrhundert später) vom Vatikan verurteilt und in den berühmten Index Librorum Prohibitorum aufgenommen . Wie aus den Acta Apostolicae Sedis (Ausgabe von 1923) hervorgeht , wurde die Verurteilung auf eine viel spätere Ausgabe des Buches angewendet, die 1922 veröffentlicht wurde. Aus diesem von Mélanie verfassten und während des Pontifikats von Papst Pius XI. verurteilten Buch, als Kardinal Rafael Merry del Val (1865–1930) Sekretär des Heiligen Offiziums war, stammt die Aussage, die von bestimmten Websites verbreitet wird, die von kirchlichen Verschwörungen besessen sind.

Leider haben auch einige katholische traditionalistische Publikationen und Websites diese falsche Prophezeiung verbreitet und sie der Jungfrau Maria zugeschrieben. Sie gehört gewiss nicht zu den beiden Geheimnissen – einem, das Maximin, und einem, das Mélanie empfing. Dies wurde durch ihre Entdeckung im Jahr 1999, ein Ereignis, das ich bereits erwähnt habe, endgültig bewiesen. Die Lektüre der beiden Texte ist daher aufschlussreich und relevant.

Montag, 28. September 2026

Die Fliegende Pressekonferenz

 

                

Abschied aus Frankreich

 

              

Hl. Messe

 in der Kathedrale Saint Ètienne in Metz

               

Segnung der KInder

am Flughafen in Metz

"Die Kinder am Flughafen in Metz nkien neider, um den Segen des Stellvertreters Christi zu empfangen."

In Metz