Montag, 27. Mai 2024

Tucho Fernandez versus Papst Benedikt XVI

Luisella Scrosati stellt bei La Nuova Bussola Quotidiana Kardinal Tucho Fernandez´ Dokument zur Beurteilung übernatürlicher Phänomene kritisch den Aussagen Joseph Ratzingers gegenüber. 
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ERSCHEINUNGEN UND WUNDER,  FERNANDEZ VERZERRT BENEDIKT XVI 

Kernpunkt der neuen Normen des Glaubensdicasteriums ist Artikel 22 § 2, der die Rolle der Bischöfe in pastoraler  Hinsicht bei angenommenen Erscheinungen einschränkt. Der Grund dafür wird in der Einleitung sichtbar, in der der aktuelle Präfekt die Worte Ratzingers verdreht, dessen Denken das Gegenteil von dem Tuchos ist. 

Die Veröffentlichung der "Normen für das Vorgehen bei der Beurteilung angenommener übernatürlicher Phänomene legt nahe dass wir uns für einige Wochen mit dem Thema der Krisen in der Geschichte der Kirche und uns mit der Bedeutung übernatürlicher Phänomene aus der Kirchengeschichte zu Standpunkt der gesunden Apologetik zu befassen. Das Grundproblem der erheblichen Verlangsamung seitens des Dikasteriums für die Glaubenslehre (DDF) hinsichtlich der Möglichkeit, mit moralischer Sicherheit die übernatürliche Natur wundersamer oder "außergewöhnlicher“ Phänomene zu beurteilen, wurde bereits dargelegt (siehe hier). Aber das Thema ist so wichtig und es steht so viel auf dem Spiel, daß es mehr als wünschenswert erscheint, die Überlegungen in dieser Hinsicht auszuweiten.

Der Punkt, den wir untersuchen, ist die die Aussage von Art.. 22 §2, der wie folgt lautet: "Der Diözesanbischof wird auch dafür sorgen, daß die Gläubigen keine der Feststellungen als Billigung des übernatürlichen Charakters des Phänomens betrachten.“ Von nun an wird sich die gesamte Arbeit des Bischofs in Zusammenarbeit mit dem Dikasterium dem pastoralen Aspekt angeblicher Erscheinungen oder Wunder widmen, indem er positiv ein einfaches Nihil obsta oder ein Præ oculis habeatur-Urteil gewährt oder in einer weit von einer klaren Einordnung entfernten, negative Meinungen ausdrückt- bis hin zu einer endgültigen Declaratio de non supernaturalitate.

Zuerst aber müssen wir versuchen das Dokument einzuordnen, um zu verstehen, warum der erwähnte Artikel eine wirkliche Neuheit darstellt -ebenso wie sein Kernpunkt. Bei der Präsentation der Normen nennt der Präfekt des Glaubensdicasteriums, Kardinal Victor M. Fernández, einige der Gründe, die zu dem jüngsten Dokument geführt hätten. Ein umschriebenes Problem betrifft die Notwendigkeit, "nicht die Lösung eines bestimmten Falles im Zusammenhang mit einem Ereignis mutmaßlichen übernatürlichen Ursprungs hinauszuzögern“. Daß es sich um die Königin des Friedens (Medjugorje) handelt, scheint ziemlich offensichtlich. Im Hinblick auf diese Erscheinungen "hat das Dicasterium kürzlich dem Heiligen Vater vorgeschlagen, daß die entsprechende Entscheidung nicht mit einer Erklärung de supernaturalitate, sondern mit einem Nihil obstat abgeschlossen werden sollte, was es dem Bischof ermöglichen würde, dieses spirituelle Phänomen pastoral auszunutzen.“ Es ist ziemlich merkwürdig, daß der Papst beschließt, eine Beurteilung auszusprechen, ohne ein Urteil zu äußern, und sich stattdessen aus pastoralen Gründen damit begnügt, das zu genehmigen, was tatsächlich bereits genehmigt ist. Eine Position, die, wie wir wiederholen, wirklich einzigartig ist, weil keine Dringlichkeit besteht, sich über das Übernatürliche oder das Spirituelle von Ereignissen zu äußern, die noch im Gange sind und deren "Lackmustest“ – das heißt die Verwirklichung der berühmten zehn Geheimnisse noch passieren muss. Die Aussage deutet darauf hin, daß sie den "Fall Medjugorje“ einfach loswerden wollen, ohne irgendjemandem zu missfallen. Doch das scheint nicht der wesentliche Grund für die neuen Regeln zu sein.

Ein weiteres Argument, das wir in der Präsentation finden: "Es sollte darüber hinaus beachtet werden, daß das Erreichen einer Erklärung der ‚Übernatürlichkeit‘ naturgemäß nicht nur ausreichend Zeit für die Analyse erfordert, sondern auch die Möglichkeit eröffnen kann, heute eine Erklärung über „Übernatürlichkeit“ abzugeben und Jahre später dann ein Urteil über "Nicht-Übernatürlichkeit“. Der Kardinal verweist dann auf "angebliche Erscheinungen aus den 1950er Jahren“, nämlich jene in Amsterdam. Die Argumentation ist falsch; Nach der gleichen Logik könnte man den Verkauf einer Kettensäge verbieten, weil jemand sie missbräuchlich verwendet hat ... Ohne auf den Fall Amsterdam einzugehen (wir beziehen uns auf das hier, um näher darauf einzugehen), die Tatsache, daß es in einer Situation zu Verwirrung gekommen ist, bedeutet lediglich, daß das Urteil voreilig getroffen wurde, daß die angegebenen Kriterien nicht angemessen befolgt wurden, es bedeutet jedoch nicht, daß es dann nicht mehr möglich oder angemessen ist, ein positives Urteil über die übernatürliche Natur einer Tatsache zu fällen.

Sonntag, 26. Mai 2024

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Dreifaltigkeits-Sonntag

Im Rahmen seiner Katechesen über die Sonntage nach Ostern behandelt Fr. J. Zuhlsdorf  bei OnePeterFive heute über den Dreifaltigkeits-Sonntag, seine Geschichte und über die Lehre zur Dreifaltigkeit. Hier geht ´s zum Original:  klicken

"DREIFALTIGKEITS-SONNTAG:WIR MÖCHTEN IHN DIESESMAL VIELLEICHT RICHTIG BEGEHEN" 

Der Katechismus der Katholischen Kirche 234 besagt, dass die Lehre von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit das " zentrale Geheimnis des Glaubens und Lebens Christi ist“ Es ist das Geheimnis Gottes in sich selbst.“

Vielleicht möchten wir es richtig machen.


Die anderen Geheimnisse unseres Glaubens drehen sich um das, was Gott tut und getan hat. Diesen Sonntag konzentrieren wir uns auf den Macher selbst.

In der frühen Kirche blieb dieser Sonntag liturgisch leer, weil die Nacht und der Morgen in der Mahnwache im Petersdom verbracht wurden. Im Jahr 1334 führte jedoch der zweite und am längsten regierende Päpste von Avignon, Johannes XXII., für die Weltkirche am ersten Sonntag nach Pfingsten ein Fest zu Ehren der Dreifaltigkeit ein. Sie erinnern sich vielleicht an Johannes XXII. als jemanden, der die Macht in seiner eigenen Person zentralisierte, was Wilhelm von Ockham dazu veranlasste, eine Abhandlung gegen die grenzenlose päpstliche Macht zu schreiben, und der Häresie predigte, was er unter Druck vor seinem Tod zurückzog. Auf jeden Fall hat er auch den heiligen Thomas von Aquin heiliggesprochen und möglicherweise das berühmte Anima-Christi-Gebet verfasst … „Seele Christi, heilige mich, Leib Christi, rette mich, Blut Christi, tränke mich …“ Der irgendwie gute Papst Johannes war nicht nur schlecht.

Während es sicher ist, daß jeder Moment des katholischen liturgischen Gottesdienstes den Lobpreis der Dreifaltigkeit zum Ausdruck bringt, ist es angemessen, daß wir am Sonntag, nach dem wir uns auf den Heiligen Geist konzentrieren, im Anschluss an die Himmelfahrt des Sohnes zum Vater, unsere Liebe und Dankbarkeit gegenüber dem dreieinigen Gott zum Ausdruck bringen,  Nach der Ankunft des Geistes der Wahrheit wurde das, was zuvor über die Natur und das innere Leben Gottes nur schwach begriffen worden war, vollständiger offenbart. Wie der selige Ildefonso Schuster es ausdrückte:

 - Die Lehre von einem Gott in drei Personen stellt den erhabensten Höhepunkt der theologischen Wissenschaft dar und verleiht den Nachfolgern Christi eine so hohe Vollkommenheit und Würde, daß man mit Fug und Recht sagen kann, daß dieses Dogma die Ehre, den Ruhm und die Herrlichkeit darstellt. und die Rettung der Kirche.

Die Lesung des Briefes ist dem Brief des Heiden- Apostels an die Römer 11:33-36 entnommen, der zu erhaben ist, um ihn nicht zu zitieren.

33 O Tiefe des Reichtums der Weisheit und Erkenntis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Entscheidungen und wie unaufspürbar seine Wege!

34 “Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt oder wer ist sein Ratgeber gewesen.

35 “Oder wer hat ihm zuerst gegeben, dass es ihm vergeben werden müsste?”

36 "Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist alles. Ihm sei Ehre in Ewigkeit !"

Das letzte Bisschen im Lateinischen lautet: Quoniam ex ipso et per ipsum et in ipso sunt omnia: ipsi gloria in saeculaAmen", was die Grundlage der Doxologie (griech. doxa "Herrlichkeit“-) bildet, die den römischen Kanon abschließt.

Die Kardinaltugenden - Klugheit

Luisella Scrosati  veröffentlicht bei La Nuova Bussola Quotidiana heute den vierten und letzten Teil ihrer Katechese über die Kardinaltugenden. Hier geht s zum Original: klicken

                DIE KARDINALTUGENDEN:  KLUGHEIT 

Klugheit ist die Königstugend unter den vier Kardinaltugenden, weil sie perfektes Handeln, das Erreichen des guten Endes mit guten Mitteln erlaubt. Der Klugheit entgegengesetzt sind Nachlässigkeit, falsche Vorsicht,

Heute beenden wir die kurze Reise durch die Kardinaltugenden. Ich möchte Sie daran  erinnern, dass wir einen doppelten Aspekt meinen, wenn wir von den  Kardinaltugenden sprechen- d.h.die erworbene Tugend, also die menschliche, natürliche Seite der Tugend- als auch die eingegebene Tugend,d.h. eine übernatürliche Gabe, die uns mit der Gabe der Barmherzigkeit eingegeben ost und dem Menschen dabei dient, die Tugenden auf der Höhe seiner Berufung zu leben, in der Dimension des Glaubens und des übernatürlichen Lebens. 

Heute betrachten wir die letzte der Kardinaltugenden, die erste in der klassischen Reihenfolge: Klugheit Klugheit wird klassisch als  recta ratio agibilium definiert.  Es bedeutet, nicht so sehr die Dinge, die wir tun, richtig zu begründen (denn sonst könnten wir in den Bereich der produktiven Disziplinen eintreten), sondern vielmehr menschliches Handeln. In der Praxis ist Besonnenheit/ Klugheit die Königstugend. Warum? Weil sie das ist, was die Vollkommenheit einer menschlichen Handlung ermöglicht, eine Vollkommenheit, die immer relativ ist, aber vollkommen als eine dem Menschen eigene Handlung und als eine dem Christen eigene Handlung. Das heißt, dass alle anderen Tugenden in irgendeiner Weise Klugheit erfordern. Nehmen wir an, es handelt sich um einen Akt der Mäßigung: Damit es wirklich ein tugendhafter Akt ist, bedarf es des Eingreifens der Klugheit: Daher ist eine wirklich maßvolle Handlung auch ein umsichtiger Akt. Ein Akt des Mutes ist im Vergleich zur Standhaftigkeit immer auch ein Akt der Klugheit. Das heißt, eine Handlung, die nicht umsichtig ist, eine unvorsichtige Handlung ist niemals eine tugendhafte Handlung, das ist die Kehrseite der Medaille dessen, was wir erklären.

Aber warum ist Klugheit die Königin der Tugenden? Und warum kann schließlich keine Handlung ohne Klugheit als tugendhaft angesehen werden? Gerade weil Klugheit diese recta ratio agibilium ist. Was bedeutet dieser Ausdruck? Wenn wir an eine menschliche Handlung denken, erkennen wir sofort, dass eine menschliche Handlung nicht dasselbe ist wie die Kenntnis von Prinzipien. Das heißt, Prinzipien haben zwei Eigenschaften: Erstens kann ich auch ein Buch über ein Prinzip schreiben und es nie in die Praxis umsetzen, wodurch die Umsetzungsdimension fehlt. Und gerade weil diese Dimension der Umsetzung fehlt, fehlen jene Elemente, die jedes menschliche Handeln einzigartig machen. Was bedeutet das? Ganz einfach: jede menschliche Handlung ist immer in einer Konkretheit ein, die nahezu unwiederholbar ist, denn es gibt eine Zeit, es gibt einen Ort, es gibt Umstände, Eigenschaften und Fähigkeiten eines Menschen, es gibt verschiedene Faktoren, die eine Rolle spielen.

Samstag, 25. Mai 2024

Heute vor 939 Jahren...


am 25. Mai 1085 wurde Toledo durch den kastilischen König Alfons VI im Zuge der Reconquista nach 371 Jahren von den Mauren zurückerobert. 

Christliche Kunst

 Elfenbein-Relief : Christus wäscht Seinen Jüngern die Füsse.  Konstantinopel. 11.-12.Jahrhundert

Fundstück

und zwar ein sehr lesenswertes und aufschlussreiches: Wolfram Schrems analysiert und erklärt bei katholisches.info  Wurzeln, Wirkung und Folgen von Luthers; anhand von Heinz-Georg Kuttners Studie "EINE GEISTESGESCHICHTLICHE STUDIE ZUM GLAUBEN DER AUSERWÄHLTHEIT DES DEUTSCHEN GEISTES" und schlägt den Bogen bis zu Hegel und zur Frankfurters Schule. 
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unter dem Titel:

"DIE FOLGEN VON LUTHERS KAMPF GEGEN "JUDA UND ROM" 

beginnt der Artikel so- ZITAT:

Luthers Rebellion – und die Folgen über die Jahrhunderte

Kuttner spannt einen Bogen von der Rebellion Luthers gegen das übernatürlich Offenbarte und das natürlich Erkennbare über die Wahnsysteme von Hegel, Feuerbach und Marx bis zu den antikatholischen Rebellionen von Georg von Schönerer, Alfred Rosenberg, Martin Heidegger und der Frankfurter Schule. Letztere kennt Kuttner aus eigener Erfahrung, da er u. a. bei Adorno und Horkheimer studierte.

Alle diese Denkströmungen hätten die Subjektivität auf Kosten einer objektiven Metaphysik und Ethik und vor allem der traditionellen katholischen Lehre überhöht.

Kuttner bezeichnet das von Martin Luther ausgehende überhöhte Selbstbewußtsein der Deutschen als „Auserwähltheitsglaube“.

Er bezieht sich mehrfach auf den Leitspruch des Georg Ritter von Schönerer (1842–1921): "Ohne Juda, ohne Rom, wird gebaut Germaniens Dom“*, den er sachlich (nicht von der Formulierung her) auf Luther zurückführt. (..)

Quelle: W. Schrems, katholisches.info

Ursprünglich wohl:  "Ohne Habsburg, Juda, Rom / bauen wir den deutschen Dom“

 

Ganz neue Aspekte...

Mary Beth Bowen bietet uns bei OnePeterFive einen ganz ungewohnten Blick auf den ominösen Grafen Vlad Dracul (Dracula) an, geht in der Geschichte zu den Lebzeiten des real existierenden Vorbildes der Romanfigur zurück, die Zeit der osmanischen Eroberungsfeldzüge im christlichen Europa zurück und berichtet, was über den Grafen Vlad Dracul bekannt ist, der als einer der wenigen dem Aufruf Papst Eugens IV zum Kreuzzug gegen die Eindringlinge folgte. 
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"BLUTSAUGENDER VAMPIR ODER NATIONALHELD?  EINE VERTEIDIGUNG VON VLAD "DRACULA" DEM PFÄHLER" 

Der irische Autor Bram Stoker hat eine der grössten Horror-Geschichten  erfunden und seiner   fesselnden Geschichte Liebe und Abenteuer hinzugefügt, Dracula. Die keltischen Völker sind allgemein für ihre Erfindungen des Unheimlichen und Schrecklichen sowie der Feenmenschen und Kobolde bekannt. Stoker hat einen Abenteueraspekt eingebaut, als vier mutige Männer einen Vampir aufspüren, der kürzlich nach England gezogen ist. Der Leser wird in die Geschichte hineingezogen, weil der Roman aus den Tagebucheinträgen dieser Menschen besteht, die Tag für Tag ihrer Jagd nachgehen. Der untote Graf verbringt seine Tage in der Gestalt einer Höhlenfledermaus und seine Nächte als Mann, der sich an Blut labt. Da er nur in einem Sarg schlafen kann, der mit Erde aus seiner Heimat gefüllt ist, hat der Graf mehrere in ganz England verteilt, um seine Mobilität zu erleichtern. Das Team muss den Sarg aufspüren, in dem sich der Graf befindet, und ihm eine Bindung ins Herz stechen, um seinem verfluchten Leben ein Ende zu setzen. Persönlich hat mir diese Geschichte gefallen und sie enthält viele Nebenszenarien, die für unsere heutige Zeit relevant sind. Es kann als Allegorie einer Seele betrachtet werden, die sich im unglücklichen Zustand der Todsünde befindet oder gestorben ist und daher keinen wahren Frieden empfinden kann.

Der erste Tagebuchautor, Jonathan Harker, verbringt mehrere Tage in der Gesellschaft des seltsamen Grafen. Jonathan berichtet: „Als er von Dingen und Menschen und insbesondere von Schlachten sprach, sprach er, als wäre er bei allen dabei gewesen.“ Der erschreckendste Aspekt des Romans ist die Tatsache, dass Bram Stoker etwas sehr Gefährliches getan hat, indem er eine echte Person aus der rumänischen Geschichte "untot“ gemacht hat. Es wirft die Frage auf: Ist dieser Vampir-Dracula dasselbe wie die katholische Angst vor Ungläubigen? Es würde kaum jemandem in den Sinn kommen, daran zu denken, dass Dracula tatsächlich ein katholischer Held sein könnte. Das liegt daran, dass das, was am meisten gelesen wird, auch am meisten geglaubt wird, auch wenn es vielleicht eine verleumderische Fiktion ist.

Als Papst Eugen IV. zu einem Kreuzzug aufrief, um die immer größer werdende Bedrohung durch den Einmarsch der Osmanen in Europa abzuwehren, folgten nur vier Männer dem Aufruf. Dies waren der große christliche General John Hunyadi von Ungarn, der junge König Wladyslaw III. von Polen, der achtzigjährige König Georg von Serbien und der gefürchtete Graf Vlad Dracul von der Walachei, der später aufgrund seiner Fähigkeiten als "Der Pfähler“ bekannt wurde einzigartiges Talent, diesen Hinrichtungsstil in großer Zahl durchzuführen. "Diese Männer einten nur ihr leidenschaftlicher Groll gegen den ungläubigen Eindringling und ihre Entschlossenheit, ihnen schwere Schläge zu versetzen.“

Tucho fährt nach Ägypten

T.S.Flanders kommentiert für OnePeterFive Kardinal Tucho Fernandez´ Reise nach Kairo (oder Gang nach Canossa?)  zur Schadensbegrenzung nach Fiducia Supplicans und hat in seinem Urteil über dws Wirken von Papst Franziskus und Kardinal Fernandez die Samthandschuhe ausgezogen
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                  "TUCHO FÄHRT NACH ÄGYPTEN"

           
          Kardinal Fernandez und Tawadros II, Papst der Koptisch-Orthodoxen Kirche am 22.Mai 2024

Bei OnePeterFive haben wir uns bemüht, die traditionelle Bewegung nicht nur im Hinblick auf eine tiefergreifende Analyse der Krise als das Zweite Vatikanische Konzil (siehe hier und hier) zu stärken, sondern auch im Hinblick auf die Förderung des traditionellen östlichen Katholizismus gegen die griechischen Schismen zugunsten der Bekehrung Russlands zu unserer Schutzpatronin, Unserer Lieben Frau von Fatima in ihrer russischen Ikone.

Ein kritischer Aspekt dieses "östlichen Bemühungen“ von OnePeterFive ist die Bekämpfung der falschen griechischen Quellen der Neomodernisten, die (seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil) versucht haben, die östlichen Traditionen des Orthodoxen Glaubens zu nutzen und zu missbrauchen, um ihre Häresien und Bilderstürme gegen den römischen Ritus und die römische Kirche zu fördern.

All dies haben wir in einem früheren Artikel besprochen, der den historischen Kontext des koptischen Papstes und seiner Synode darlegte, die im März im Gefolge von Fiducia Supplicans die ökumenischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl abbrachen. Es scheint, dass Seine Heiligkeit unter dem Pontifikat von Franziskus den medialen Aufschrei zugunsten der koptischen Kirche bemerkt hat, seit die Muslime (erneut) versuchten, die lebensspendende Kraft des Kreuzes mit dem Schwert zu erobern. Dies könnte der Grund für seinen Versuch sein, ein ekklesiologisches Dubium zu schaffen, indem er diese Märtyrer einseitig in die römische Martyrologie aufnahm.

Wie ich in dem zuvor erwähnten Artikel dargelegt habe, hat die wahre Ökumene mit dem Osten den Monophysitenstreit praktisch beigelegt, und daher ist die koptische Kirche eine der östlichen Traditionen, die der vollständigen Versöhnung der eucharistischen Gemeinschaft am nächsten kommt. Doch leider scheinen diese orthodoxen Ziele nicht im Mittelpunkt des Pontifikats von Franziskus zu stehen und auch nicht zu den Prioritäten Seiner Eminenz Tucho -Heilmich mit deinem Mund-Fernández zu gehören.

(Ich wünschte, ich hätte mich in all dem geirrt – dass Franziskus der Diktator-Papst ist. Ein Teil von mir hofft, dass wir uns alle in Bezug auf Papst Franziskus irren – dass er die ganze Zeit missverstanden wurde. Das entspringt meinem Glauben, meiner Hingabe und Liebe für den Heiligen Stuhl , das Amt des Papsttums und die Liebe, die ich als praktizierender Katholik für den Heiligen Vater hege, wer auch immer er ist. Aber ich fürchte, diese Hoffnung widerspricht jeder Vernunft. Und so bin ich gezwungen, zu sprechen und zu sagen, was ich tue Ich denke, dass es wahr und vernünftig ist, zur Verteidigung des Glaubens meiner Kinder, wie es meine Pflicht als katholischer Vater ist.)

Und so scheint es, dass der Peronismus des Diktators Papst dahinter steckt. Fiducia Supplicans kam heraus, und der weltweite Episkopat, einschließlich der des gesamten afrikanischen Kontinents, war dagegen. Das Francis-Tucho-Regime verspottete und entließ die "Andersdenkenden“ oder "klärte“ über Fiducia seitdem in Interviews auf. Aber die Medien haben es gefeiert, und die Liberalen haben ihre "Homo-Ehen“ oder was auch immer sie aus Fiducia machen, realisiert.

Freitag, 24. Mai 2024

Christliche Kunst

 Hans Memling: Salvator Mundi

Schadensbegrenzungsversuch in Kairo

Die website der Koptisch-Orthodoxen Kirche veröffentlicht einen Bericht über den Besuch von Kardinal Fernandez bei Papst Tawadros II in Kairo- abgesandt von Papst Franziskus, um wenn möglich das durch die Erklärung "Fiducia Supplicans" zerbrochene Porzellan zu kitten.
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SEINE HEILIGKEIT PAPST TAWADROS II EMPFÄNGT KARDINAL VICTOR FERNANDEZ, VATICANISCHER ABGESANDTER DES PAPSTES UND PRÄFEKT DES GLAUBENS-DICASTERIUMS

An diesem Morgen hat S.H. Papst Tawadros II Kardinal Victor Fernandez, Leiter des Glaubens-Dicasteriums im Vatican, empfangen. 

Der Kardinal überbrachte die Grüsse von S.H. Papst Franziskus, Papst des Vaticans,  der die liebvollen Begegnungen der beiden Kirchen preist, darunter die letzte vom Mai 2023 anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Wiederherstellung der Beziehungen zwischen ihnen durch den Besuch Seiner Heiligkeit Papst Shenouda III. im Vatikan und seiner Begegnung mit Papst Paul VI. am 10. Mai 1973.

Der Dialog während des Treffens drehte sich um die Erklärung der koptisch-orthodoxen Kirche vom März 2024, die von der (koptischen) Heiligen Synode im März 2024 herausgegeben wurde und die unter anderem die sogenannte gleichgeschlechtliche Ehe ablehnte. Kardinal Victor Fernandez betonte, dass die katholische Kirche diese Erklärung voll und ganz unterstütze und allem, was darin enthalten ist, verpflichtet sei, da es sich dabei um die Lehren der Heiligen Bibel handelt.

Er wies darauf hin, dass das von der katholischen Kirche herausgegebene Dokument über die Menschenwürde eindeutig feststelle, dass die Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau bestehe, die offen für Kinder sind, und betonte damit die völlige Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe durch die katholische Kirche.

Er wies darauf hin, dass er in einem ausführlichen Schreiben eine umfassende Klärung dieser Frage vorgenommen habe, wie von der Delegation der Ostorthodoxen Kirchen im Dialogausschuss mit der katholischen Kirche im Januar 2024 gefordert.

Am Ende des Interviews verwies Seine Heiligkeit der Papst Tawadros auf den Weg der Liebe zwischen den beiden Kirchen und die Bedeutung des Dialogs, nachdem er jedoch bewertet hatte, was in den letzten zwanzig Jahren in diesem Bereich erreicht wurde, und auf die Notwendigkeit, wirksamere Methoden zu entwickeln Mechanismen dafür.

Seine Heiligkeit bat darum, Seine Heiligkeit Papst Franziskus seine Grüße der Liebe und Wertschätzung zu übermitteln.

An dem Treffen nahm auch Kardinal Nicholas Henry, der Nuntius des Vatikans in Ägypten, teil."

Quelle: copticorthodoxchurch

Die Liebe Gottes und das Nordlicht...

Roberto de Mattei veröffentlicht bei Corrispondenza Romana eine Überlegung zur Liebe die die  Himmelskörper bewegt und uns vor kurzem mit Nordlichtern überrascht hat.  
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"BETRACHTUNG DER "LIEBE, DIE DIE SONNE UND DIE ANDEREN STERNE BEWEGT" 

Während des vergangenen Jahres haben sich ausserordentliche Wetterphänomene rund um die Welt vervielfältigt, darunter Sonnenfinsternisse und Nordlicht.

Am 8. April 2024 gab es in Amerika eine grosse Sonnenfinsternis - die in Mexiko, den USA und Kanada zu sehen war, 14 Tage nachdem eine Mondfinsternis den Himmel über Teilen Amerikas und Europas am 25.  März  verdunkelt hatte.




Einige Monate früher, am 5. November 2023 wurde der Himmel über halb Europa durch eine Aurora Borealis, ein Nordlicht, erleuchtet, die in Italien von den Alpen zur Adria-Küste zu beobachten war. Am 25. März hat ein neuer Magnetsturm ein Nordlicht produziert, das in verschiedenen Breiten unseres Planeten zu sehen war.  Neue Nordlichter erleuchteten zwischen dem 10. und 11. Mai 2024 nicht nur den Himmel der Nördlichen Hemisphäre sondern auch Südeuropas. Nordlichter sind sehr selten, aber in den vergangenen Monaten drei mal erlebt werden konnten. 

Diese ungewöhnlichen Ereignisse haben sicherlich ihre natürliche Erklärung. Das Nordlicht ist ein optisches Phänomen, bei dem sich in der Atmosphäre bewegende Bänder unterschiedlicher Farbe zu sehen sind, die das Ergebnis der Begegnung zwischen vom Sonnenwind getragenen Partikeln und gasförmigen Partikeln aus der Erdatmosphäre sind. Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond gerät, während sich bei der Sonnenfinsternis der Mond zwischen Sonne und Erde positioniert und die Sonne teilweise oder vollständig verdeckt. Aber jenseits der "wissenschaftlichen“ Erklärung, die Naturphänomene auf ein Zusammentreffe von Materieteilchen reduziert, die miteinander verbunden sind und sich gegenseitig bewegen, müssen wir uns fragen, ob es nicht eine tiefe und unsichtbare Bedeutung dieser Ereignisse gibt.

Auf die Unzulänglichkeit einer bloß quantitativen Analyse natürlicher Ereignisse hat bereits der Heilige Augustinus hingewiesen, der in seinem Discorso 68 unter Berufung auf das Buch der Weisheit diejenigen beschuldigt, die bei der Erforschung des Kosmos nicht in der Lage waren, den Einen zu finden, durch den alles geschaffen wurde. "Denn wenn sie so viel Wissen besaßen, daß sie sich des Universums bewusst waren, wie kommt es dann, daß sie den Herrn nicht leichter fanden als das Universum? (Weish 13:9).“ Sie "erforschten die Bewegung der Sterne, den Abstand zwischen den verschiedenen Sternen, den Weg der Himmelskörper; auf diese Weise kamen sie durch solche Studien zu solchen wissenschaftlichen Erkenntnissen, daß sie Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen konnten, und als sie es vorhersagten, geschahen sie an dem Tag und der Stunde, die sie vorhergesagt hatten. Großes Können! Weit weg von ihnen könnten sie IHN nicht finden; hätten sie IHN gefunden, hätten sie IHN in sich."

Die neuen Normen zur Beurteilung übernatürlicher Phänomene- ein Bruch mit der Vergangenheit

Luisella Scrosati vergleicht bei La Nuova Bussola Quotidiana die neuen Normen zur Beurteilung möglicher Erscheinungen  und übernatürlicher Phänomene mit früheren Aussagen und Entscheidungen der Kirche zu diesem Thema. Hier geht s zum Original: klicken

DIE SPUREN GOTTES 

"DIE NEUEN NORMEN FÜR ERSCHEINUNGEN REISSEN DIE APOLOGETIK IN STÜCKE"

Das am 17. Mai vorgelegte Dokument ist ein klarer Bruch mit der Haltung, die die Kirche immer gegenüber übernatürlichen Phänomenen. Die neuen Normen leugnen die Möglichkeit, die Spuren von Gottes Eingreifen in die menschliche Geschichte zu erkennen.

Die neuen Normen zu Marienerscheinungen, die am 17. Mai vorgestellt wurden, zwingen uns, die traditionelle Haltung der Kirche gegenüber übernatürlichen Phänomenen wieder aufzunehmen, um zu verstehen, ob diese Normen in Kontinuität bestehen oder nicht. Es ist seit jeher bekannt, dass die Haltung der Kirche in diesem Bereich von Besonnenheit geprägt ist. Auf der anderen Seite haben wir die Gebote des Apostels Paulus: "Bedränge den Geist nicht, verachte die Weissagung nicht; erforsche alles, halte an dem Guten fest“ (1 Thess 5,19-21). Das sind zwei komplementäre Aspekte: Die Klugheit steht gerade im Dienst der paulinischen Ermahnung, das heißt, dass die Kirche aufgerufen ist, alles zu prüfen, um so weit wie möglich zu moralischer Gewissheit zu gelangen, ob ein bestimmtes Ereignis tatsächlich eine Manifestation des Geist.

Die Haltung der Kirche bestand schon immer darin, zu beobachten, zu untersuchen und zu sichten, um zu einem positiven oder negativen Urteil über den möglichen übernatürlichen Ursprung bestimmter Phänomene zu gelangen. Eine gewisse Systematisierung dieser Kriterien war das Werk bedeutender Theologen des 15. Jahrhunderts, wie des Dominikanerkardinals Juan de Torquemada und des Doktor Christianissimus Jean de Gerson. Es scheint, dass das theologische Interesse am Thema übernatürlicher Phänomene durch die Entscheidung des (umstrittenen) Basler Konzils geweckt wurde, die berühmten himmlischen Offenbarungen der heiligen Birgitta von Schweden zu untersuchen.

Zwei aufeinander folgende ökumenische Konzile das V. Lateran-Konzil (1512-1517) und das Tridentinische (1545-1563) formulierten, dass es Aufgabe von kompetenten Bischöfen sei, bzgl. aller übernatürlichen Phänomenen zu handeln und sich mit Hilfe gewisser "gelehrter und ernster Männer" (Lateran) und "theologische und fromme"( Trient) definitiv zu äussern. Es ist ein doppeltes Prinzip- die Kompetenz des Bischofs und der Rückgriff auf Experten-das einerseits die Dimension der hierarchischen Kommunion garantiert- und andererseits notwendiges Wissen und Kompetenz, um zu einem Urteil zu gelangen, das einer Gewissheit so nahe wie möglich kommt. Die sogenannte "apostolische Reserve" bleibt, d.h. die Möglichkeit einer Intervention des Apostolischen Stuhls,sogar ohne Zustimmung des Bischofs.

Im 16. Jahrhundert leisteten dann Mystiker wie die heilige Teresa von Avila, der heilige Johannes vom Kreuz und der heilige Ignatius von Loyola außerordentliche Beiträge, die die Unterscheidung vermuteter übernatürlicher Phänomene durch feinere Kriterien bereicherten. In den folgenden Jahrhunderten entstanden wichtige theologische Abhandlungen, unter denen das Werk „De Discrece Spirituum“ von Kardinal Giovanni Bona und vor allem das Werk Notæ de miraculis. von Kardinal Prospero Lambertini, dem späteren Benedikt , nun von Kritikern ihm zugeschrieben und seit einigen Tagen endlich in einer kritischen Ausgabe erhältlich.