Freitag, 21. September 2018

Fundstück

Endlich sagt's mal einer.

Wenn es darum geht, den Glauben zu verteidigen und seine Wahrheit zu verkünden, können wir uns auf eine Bischof in Deutschland wirklich verlassen:

Bischof Voderholzer aus Regensburg tut und sagt, was wir auch von anderen Bischöfen erwarten.

Als einziger (!) Bischof wird er am "Marsch für das Leben" in Regensburg teilnehmen.

Sowas mögen die Grünen aber gar nicht und haben ihn deshalb heftig kritisiert.

Die Antwort von Bischof Voderholzer:

"... sieht in der Tat erschreckende Gewaltbereitschaft, Hass, Hetze und Beleidigungen .... Gegendemonstration, zu der u.a. Bündnis 90/Die Grünen (also die Partei von Herrn Schmidt) .... aufrufen."  


Den vollen Text kann man hier bei CNA nachlesen.

Touché!

Einmal mehr: Danke Bischof Voderholzer! Und einmal mehr sollte sich jeder Katholik in Bayern überlegen, ob die Grünen mit ihrer menschenverachtenden Ideologie tatsächlich eine Wahl für Katholiken sind.


Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes unter dem griechischen Titel "aeiparthenos" in einem nicht unironischen  Dialog mit einem fiktiven Gesprächspartner mit dem sprechenden Namen Haereticus über die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens.
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                                "AEIPARTHENOS" 
"Immerwährende Jungfrau was der Titel unserer Lieben Frau von frühesten Tagen an; er erscheint - nebenbei bemerkt- von den Dokumenten des Konzils von Chalzedon an. Und er kommt immer noch (confiteor; communicantes) im Novus Ordo vor; im klassischen Römischen Ritus eher noch häufiger; und sehr oft im Byzantinischen Ritus,
Er ist Teil des Marien-Dogmas der Kirche und wurde auch vom ARCIC* -Dokument -wenn auch eher ausweichend- respektvoll behandelt. Der große Tom Wright ist wegwerfend. Betrachten wir die Frage in einer Art sokratischem Dialog.

Haereticus: Die Evangelien machen ziemlich klar, daß Jesus Brüder hatte.

CatholicusTun sie nicht. "Adelphoi" kann auch Verwandte heißen, es bedeutet nicht "uterine" Brüder (aus der selben Gebärmutter stammend)

Das sagen Sie, Aber das ist die offensichtliche Bedetutung, wenn irgendwer in irgendeiner Sprache über "Jesu Brüder" spricht, oder? 

Überhaupt nicht. Markus- und Matthäus-Evangelium sprechen in ihren Kreuzigungsewrzählungen beide über "Maria die Mutter der Jacobus und Josephs". Wenn das sie selbe Mutter ist wie die Mutter Christi, wäre es sehr seltsam sie nicht auch Mutter von Jesus zu nennen. Das "offensichtliche"  und die natürliche Schlußfolgerung íst, die "Mutter von Jacobus und Joses"eine andere Maria ist als "Maria, die Mutter von Jesus".

Na und?

Naja, bei Markus 6:3 und Matthäus 13:55 -die Stellen an denen diese "Brüder Jesu " erwähnt werden liest sich der volle Text so: "Jesus, der Sohn von Maria und Bruder von Jacobus und Joses [oder Joseph]  und Judas und Simon". Wir haben gerade gesehen, daß dieser Jacobus und dieser Joses offensichtlöich die Sühne einer Maria waren, die nicht die selbe Maria, die Mutter Jesu, war. Und sie sind die beiden ersten auf der Liste. Die Liste zählrt also klar nicht Personen auf, die die "uterinen" Brüder Jesu waren.

Also ich denke immer noch, es ist offensichtlich, daß....

Wenn es so offensichtlich ist, müssen Sie einiges erklären. Im Verlauf des zweiten Jahrhunderts wurden die Evagelien zunehmend als "kanonisch" und maßgebend betrachtet. Wenn es also so offensichtlich ist, daß Jacobus und der Rest der Liste "uterine" Brüder Jesu waren, muß die Überleiferung, nach der Jesus der einzige Sohn Marias war lange bevor diese Evangelien als maßgebend betrachtet wurden, entsatnden sein. Sonst  hätte- wenn jemand anfing, zu sagen, "sie hatte keine weiteren Kinder" jemand, der die Evangeien gelesen hatte, sagen müssen "Aha, Sie haben Unrecht: hier ist eine Liste seiner Brüder". Wenn Sie also Recht haben, daß das so offenischtlich ist,  müssen Sie zugeben, daß die iimmerwährende Jungfräulichkeit Marias eine so frühe Tradition ist, daß die der Autoritätserlangung durch die vier Evangelien vorausgeht; was viele moderne Forscher spätestens in den Beginn des 2. Jahrhunderts datieren. Das eine oder das andere.

Das ist alles Kauderwelsch. Es ist offensichtlich.....

Das ist das Problem mit Euch Protestanten und Euch Liberalen. Ihr seid für Beweise und Vernunft unzugänglich. Natürlich seid Ihr das. "Die Vernunft ist die Hure des Teufels".
Das hat Martin Luther gesagt. Das ist offensichtlich."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

* ARCIC= Anglican Roman Catholic International Commission

Donnerstag, 20. September 2018

Die Benedikt-Option, Papst Benedikt und die kontemplativen Orden....Sandro Magister kommentiert.

Sandro Magister setzt bei Settimo Cielo das Rod-Dreher-Buch "Die Benedikt Option"  in Beziehung zur Rede, die der Papa emeritus 2008 im Collège des Bernardins/ Paris  über die Bedeutung des frümittelalterlichen Mönchstums für die christliche europäische Zivilistation gehalten hat und stell sich und uns die Frage, ob dieses benediktinische Mönchstum nicht auch eine Chance für das zeitgenössichen Europa sein kann.
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"QUAERERE DEUM" AUF DEN PUNKT GENAU VOR ZWÖLF JAHREN, AM 12. SEPTEMBER DER KIRCHE BENEDIKTS" 

Daß die "Benedikt-Option" sicher das "wichtigste Buch des Jahrzehnts über Religion" ist- wie David Brooks es in der "New York Times" vorhergesagt hat- ist jetzt über jeden Zweifel erhaben, wenn man sieht, welche Diskussion es ausgelöst hat, in die sogar die höchsten Ränge der Katholischen Kirchenhierarchie verwickelt sind.

Als er letzte Woche dieses Buch in der Abgeordnetenkammer der Republik Italien vorstellte, hst Erzbischof Georg Gänswein, Josph Ratzingers Sekretär vor und nach seinem Verzicht auf das Papsttum, auch wirklich nicht gezögert, die beiden letzten Päpste ins Spiel zu bringen, weil - so sagte er- sogar Benedikt XVI vom Augenblick seines Rücktritts an sich selbst als älteren Mönch gesehen hat, der seine Pflicht darin sieht, vor allem für die Mutter Kirche, seinen Nachfolger Franziskus und das von Jesus Christus selbst eingesetzte Petrinische Amt zu beten."

Natürlich ist der Benedikt der "Option"  im Buch des Amerikaners Rod Dreher, früher katholisch, jetzt orthodox, nicht Papst Benedikt, sondern der Hl. Benedikt von Norcia, der große Mönch des und fünften und sechsten Jahrhunderts, der dem Christlichen Glauben und der christlichen Kultur zu einer außerordentlichen Wiedergeburt in dem Chaos verhalf, das dem Zusammenbruch des Römischen Reiches folgte. Aber der andere Benedik,derPapst, hat am 12. September 2008 in Paris im Collège des Bernardins im Grunde in seiner denkwürdigen Rede, die es absolut wert ist, wiedergelesen zu werden, genau diese Wiedergeburt beschworen und vorgeschlagen, in der gegenwärtigen kritischen Situation der Zvilisation die Lehre des großen Benediktinischen Mönchstum wiederzubeleben.


Das allseitige Schweigen über den Besuch der us-amerikanischen Bischöfe beim Pontifex

Marco Tosatti kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana den derzeitigen Stand der Dinge  im us-amerikanischen Mißbrauchsskandal und der causa McCarrick. Zusammengefaßt: "zurück zum Februar dieses Jahres".
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VATICANISCHE STRATEGIEN

"MISSBRÄUCHE, DAS SCHWEIGEN ZU DEN VORSCHLÄGEN DER US-AMERIKANISCHEN BISCHÖFE"

"Das Schweigen über das Treffen der Spitzen der us-amerikanischen Bischofskonferenz mit dem Pontifex erscheint einzigartig. Die amerikanische Delegation hat vielleicht eine positive Antwort
von Papst Bergoglio zu den drei vorgetragenen Voschlägen erwartet. Aber das Schweigen dieser Tage läßt an eine Strategie alter Art denken.

Die Strategie des Schweigens über die Begegnung der Spitzen der us-amerikanischen Bischofskonferenz mit dem Pontifex erscheint einzigartig. Die Kardinäle Di Nardo und
und O´Malley und die anderen Mitglieder der Delegation sind nach Hause zurückgekehrt und bis jetzt hat es keinerlei Comuniqué gegeben. Nur das Schweigen des Vaticans. Der Papst bleibt dabei, nicht auf die Fragen die Viganò zu McCarrick gestellt hat, zu antworten und alle, die eine Klarstellung fordern, als "Großen Beschuldiger" (soll heißen Satan) zu behandeln.
Um zu erfahren, ob der Mann, der auf dem Thron Petri sitzt, fünf Jahre lang einen homosexuellen Aggressor im Kardinalsrang gedeckt hat oder nicht. Unter anderem muß man feststellen, daß auch das letzte "ich trete zurück" in den USA eng mit Kard. McCarrick verbunden war, der Rücktritt von Michael J. Bransfield, Bischof von Charleston, im Anschluss an die Vorwürfe sexueller Beziehungen mit Erwachsenen. natürlich männlichen,

Das scheint zur Verteidigungslinie angesichts des schwersten Skandals zu gehören, der die Katholische Kirche auf allen Kontinenten, und jetzt auch die Person des Papstes berührt. Obstinates Schweigen wird als "evangelisches Verhalten" maskiert, angesichts der direkten Klarstellungen, Angriffe auf und Diffamierung der Kritiker, keine wirkliche Anklage bzgl. der Mechanismen, die besonders in den USA ein Netz von Kardinälen und homosexuellen Priestern haben entstehen lassen, um Nominierungen und Beförderungen zu erreichen -seit langer Zeit bekannt - seit Februar! - und einem Publikum, das so groß ist, daß es fast keine Wirkung hat. Die Synode der Bischofskonferenzen der Welt - das Studium der Probleme...vielleicht die Einsetzung einer Kommission, dann.....
Das alles, kurz gesagt- damit der Mechanismus der Macht nicht beeinträchtigt wird, ebenso wie die Kette der Freunde und der Protegés.

Nicht zufällig sind zusammen mit vielen der Getreuesten der Pontifex auch Persönlichkeiten wie Blaise Cupich von Chicago, Joe Tobin von Newark eingeladen worden, für die- auch das kein Zufall- die amerikanischen Bischöfe nicht direkt gestimmt haben und die direkt zu McCarricks Netzwerk gehören.

Ein Verhalten, das-hätten es die vorangegangenen Päpste gezeigt, sicher Kritik und Widerspruch provoziert hätte. Aber heute nicht- und das ist ein anderes Schlüsselelement der Situation- die Main Stream Medien in Italien und im Ausland eilen herbei, um aus Liebe, Interesse oder ideologischer Sympathie zu schützen.


Mittwoch, 19. September 2018

Was bedeutet die neue Apostolische Konstitution für die kommenden Synoden?

Steve Skojec kommentiert für OnePeterFive die neue Apostolische Konstitution "Episcopalis communio".
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"DIE NEUE APOSTOLISCHE KONSTITUTION SCHEINT DIE KAPERUNG DES SYNODEN-PROZESSES ZU FORMALISIEREN."
"Während die Augen der meisten Gläubigen, die der Kirche folgen auf den fast dauerhaften Trommelwirbel neuer Informationen über den Klerikalen Mißbrauchsskandel 2.0 gerichtet sind, ist ein neues päsptliches Dokument erschienen und darin- wahrscheinlich- eine Zeitbombe.

Gestern morgen hat Papst Franziskus die Apostolische Konstitution "Episcopalis Communio" promulgiert, deren Ziel die Reform des Synodenprozesses ist. Das Dokument, das bisher nur in italienischer Sprache zur Verfügung steht, sollte bei jedem, der die Synoden 2014 und 2015 verfolgt hat, mit ähnlicher Besorgnis erfüllen.
Aus dem gestrigen Kommentar von Chris Altieri  im Catholic Herald:

- Die Rolle des Generalsekretärs scheint sehr gestärkt und seine Machtbefugnis                      ausgeweitet zu sein- ebenso die des Generalsekretariates. Diese erweiterte Macht betrifft 
  vor allem die Leitung der Synodenvollversammlung, von ihrer frühen Organisation- durch
  die  bis hin zum Entwurf und der Approbation des Schlußdokuments- eigentlich                      alles Sitzungen Teil der Kompetenzen der Synoden-Versammlung. 

  Obwohl die Bischofs-Synode eine beratende Körperschaft bleibt, die neue Regel sieht        eine Art Ersatz der Lehrautorität der Körperschaft durch die des Pontifex vor. Artikel    18 § 2 liest sich so: "Wenn der Römische Pontifex dem Schlußdokument                           ausdrücklich zustimmt, wird es Teil des ordentlichen Lehramtes des Nachfolgers         Petri." 

   Rechtsgelehrte werden über daran herumdeuteln, was für eine Art Ersatz das ist, ebenso 
   wie sie über die Natur und das Ausmaß der Teilnahme diskutieren werden, die ein                 dermaßen approbiertes Dokument an der päpstlichen Lehrautorität haben kann.

Noch einmal, wir werden Zeugen eines Versuchs, den Umfang der P'äpstlichen Autorität gefährlich auszuweiten. Erinnern Sie sich an das Buch, das der Korrepondent des National Catholic Registers Edward Pentin "Das Trimmen einer Vaticanischen Synode" über die Manipulationen geschrieben hat, die hinter den Kulissen bei der Familien-Synode 2014 stattfanden. Diese Manipulation - zielte auf eine Änderung der Katholischen Lehre über die Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene und eine Neuformulierung desStandpunktes der Kirche zu homosexuellem Verhalten ab- durchgeführt unter der Leitung des Generalsekretärs, Kardinal Lorenzo Baldisseri. 

Und die Dinge wurden bei der Synode von 2015 schlimmer. Die mangelnde Transparenz und die Manipulation nahm zwischen der ersten und der zweiten Sitzung signifikant zu. Baldisseri hat später enthüllt, daß die kontroversesten Teile der ersten Synode - die über Homosexualität, außereheliche Kohabitation und die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenene, denen im Oktober 2014 die Zustimmung der Synodenväter verwehrt blieb, von Papst Franziskus persönlich bei der Synode 2015 auf dem Tisch gehalten wurde: 

  "Es war die Entscheidung des Papstes diese Punkte, die die 2/3 Mehrheit nicht erreicht 
  hatten einzufügen." antwortete Kardinal Baldisseri. "Der Papst sagte: " Diese drei
  Punkte haben eine absolute Mehrheit erzielt. Sie sind deshalb nicht mit einem Nein              abgelehnt worden, weil sie mehr als 50% Zustimmung erhielten.Sie sind deshalb Themen,
  die noch entwickelt werden müssen. Wir als Kirche wollen Zustimmung. Diese Texte
  können verändert werden, das ist klar. Wenn es einmal weitere Überlegungen gegeben
  hat, können sie verändert werden." 


Marco Tosatti macht sich Gedanken über die bevorstehende Jugend-Synode.

Marco Tosatti kommentiert in LaNuovaBussolaQuotidiana die Bischofsnominierungen und die Vorbereitungen für die bevorstehende Jugendsynode- im Licht des aktuellen Kirchenskandals.
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"Diese enthüllenden Nominierungen für die Jugendsynode, man findet auch die Namen aus dem McCarrick- Spinnennetz"

"Man kann nicht vermeiden, angesichts gewisser päpstlicher Ernennungen für die Jugendsynode verblüfft zu sein. Die von Kardinal Cupich von Chicago, ein Mann aus dem Nominierungs-Spinnennetz McCarricks, der erklärt hat, daß der Papst wichtigere Dinge zu regeln hat als die Beschuldigungen von Msgr. Viganò.
Oder die von Joe Tobin, Erzbischof von Newark, Schüler und Erbe von McCarrick in dieser Diözese, der ganz offen zugibt, daß er den Gerüchten und Klagen über die Missetaten McCarricks kein Gewicht beigemessen habe, weil sie ihm unglaubwürdig erschienen. Und dann Kardinal Marx und Erzbischof Paglia und viele andere.....

Heute ist im Vatican die neue päpstliche Konstitution "Episcopalis Communio" über die Struktur der Bischofssynode präsentiert worden. Und die Eröffnung der Jugendsynode-ein Ereignis, das unzweifelhaft vom dramatischen Klima, das die Kirche derzeitig erlebt, überschattet werden wird, steht unmittelbar bevor.
Mit demTsunami an Enthüllungen zu sexuellem Mißbrauch und besonders wegen der negativen Konsequenzen der sich verbreitenden und aggressiven Homosexualität auf allen Ebenen des Klerus.
Bis zu dem Punkt, daß mehrere Bischöfe vorgeschlagen haben,   daß die Synode abgesagt  und durch eine außerordentiche Synode ersetzt wird, die genau das Mißbrauchsthema betrifft.

Wir werden sehen, was die neue Konstitution sagt. Aber es ist nach den beiden Familiensynoden von 2014 und 2015 und nach der Ankündigung der Amazonien-Synode 2019 klar, daß diese Art von Begegnungen sich auf subtile aber radikale Weise in Form und Ziel verändert hat.
War der  Zweck der Synoden in der prä-Franziskus-Zeit -auch auf das Risiko einer gewissen Streuung hin- viele Stimmen und vielleicht wenig bekannte Probleme hören zu lassen, wird seit der Familiensynode von Kardinal Baldisseri organisiert, vorbereitet und geleitet, und wir haben gesehen, daß diese Mega-Events einer sehr präzisen, von oben gewollten Agenda folgen. Und sie dienen am Ende des Tages als Grundlage um vorbereitete Dokumente zu kreieren- siehe Amoris Laetatia- bei denen die Zustimmung der Synodenväter rein kosmetisch erscheint.
Wie sollte man sich nicht an das naive Zutrauen Erzbischofs Fortes zu einer privaten Unterhaltung mit dem Papst erinnern?
Wenn wir ausdrücklich über die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen sprechen- hat Msgr, Forte erzählt und sich dabei auf einen Scherz des Papstes bezogen- machst du dir keine Vorstellungen welchen Tumut wir auslösen. Alsosprechen wir nicht direkt darüber, stellen sicher, daß die Voraussetzungen stimmen und dann werde ich die Schlüsse ziehen," Nachdem er diese Begegenheit berichtet hatte, scherzte Forte selber- und sagte:" Typisch für einen Jesuiten"


Dienstag, 18. September 2018

Aus unbekannten Gründen

    ist mir heute so k&k mäßig nach dem Radetzky-Marsch....noch jemand?


           


Fundstück

Martin Lohmann kommentiert bei kath.net den aktuellen Mißbrauchskandal und die kontroversen Vorschläge zur Prävention und zur Bewältigung seiner Folgen.
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Und beginnt unter dem Titel :

"MISSBRAUCHSSKANDAL: WENN DER GLAUBE FEHLT, WIRD ALLES SCHRÄG" 

so: "Angstfreie Aufklärung ist jetzt alternativlos – „Verstöße gegen das freiwillig eingegangene Zölibats-Treueversprechen sind so wenig ein Grund für Zölibats-Abschaffung wie Ehebrecher für die Abschaffung der Ehe.“ 

Quelle: kath.net M.Lohmann

Bischof Laun hofft, daß der Papst sich zum Viganò-Bericht äußert......

Maike Hickson hat für LifeSiteNews mehrere Kommentare deutscher Katholiken zum Umgang des Pontifex und seiner Entourage mit dem Mißbrauchskandal übersetzt und kommentiert.
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"ÖSTERREICHISCHER BISCHOF HOFFT DASS DER PAPST SICH ZUM VIGANÒ-BERICHT ÄUSSERN WIRD: "SCHWEIGEN WÄRE EINE FORM VON VERTUSCHUNG" 

Der österreichische Bischof Andreas Laun hat kurz und bündig Folgendes über den Viganò-Report und seine Behauptungen gesagt: "Ich hoffe, daß der Papst ein Statement abgeben wird" und hinzugefügt "Schweigen wäre eine Form von Vertuschung." Andere ähnliche Verlautbarungen in Europäischen Medien haben den Papst ebenfalls wegen seines Schweigens kritisiert.

Am 10. September hat Bischof Laun- der emeritierte Weihbischof von Salzburg bei kath.net einen Artikel veröffentlicht, in dem er unter anderen Themen den Viganò-Bericht anspricht. Er sagt, er selbst habe keinerlei persönliche Informationen zu den Behauptungen des italienischen Erzbischofs, daß er aber selbst dazu neige, seinen Freunden zu glauben, die ihm sagen, daß Viganòs Kritik korrekt sei.
"Außerdem" setzt Laun hinzu "hoffe ich, daß der Papst sich selber äußert oder einen seiner Vertrauten bittet, die einzelnen Punkte zu untersuchen."

"Ich kann mir nicht vorstellen", daß der Viganò-Bericht "ein Haufen Lügen ist" erklärt er. Im Hinblick auf die Antworten der Katholischen Kirche unter Papst Franziskus auf die Behauptungen Viganos , sagt Lau, daß nur mit Schweigen zu reagieren eine Art Vertuschung sei und der Kirche noch mehr Schaden zufügen würde als so schon geschehen. "

Außerdem sieht Bischof Laun jetzt in Österreich "die Tendenz in der Kirche, eine Akzeptanz der Homosexualität einzuführen" Er bezieht sich damit auf die Worte von Bischof Marian Eleganti von Chur/Schweiz, daß man zugeben solle, daß "wir es im Klerus seit Jahrzehnten mehrheitlich mit homosexuellen Kriminellen zu tun haben."  Laun begrüßt die Diskussion über dieses Thema "in der nichts vertuscht wird." Eleganti hat selber öffentlich geäußert, daß das Schweigen des Papstes ein "Nicht-Dementi" der Viganò-Behauptungen ist.

Viele andere Stimmen in Europa argumentieren auf der selben Linie wie diese beiden europäischen Bischöfe, die bisher die einzigen Prälaten aus Europa sind, die  Erzbischof Viganò öffentlich unterstützen.

Die bekannte französische Zeitung "Le Figaro" fragt jetzt "wie lange wird die Schweigestrategie, die Papst Franziskus im Sexuellen-Mißbrauchsskandal verfolgt, andauern? "
Als Beispiel nimmt die Zeitung z.B. daß das Einzige, was die Kommunikationsabteilung des Vaticans bisher veröffentlicht hat- nach der "wichtigen Papst-Audienz für die Leiter der us-amerikanischen Bischofsskonferenz- war, sich mit der Publikation zweier Fotos [von diesem Treffen?] zufrieden zu geben.
Es hat hinterher nicht einmal ein Comuniqué von Seiten des Vaticans gegeben.

Kardinal Müller widerspricht Prof. Pfeiffer

Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews die Antwort Kardinal Müllers auf Vorwürfe von Christian Pfeiffer, er sei 2013 einer der führenden Köpfe hinter dem Versuch, die Studie zu zensieren gewesen und gibt noch einmal das Pfeiffer-Interview mit dem Spiegel wieder.
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"KARDINAL MÜLLER ANTWORTET AUF VORWÜRFE DER NACHSICHTIGKEIT GEGENÜBER DER VERTUSCHUNG VON MISSBRAUCHSFÄLLEN" 

"Kardinal Gerhard Müller hat auf die Behauptungen von Professor Christian Pfeiffer, dem Kriminologen, der früher die Untersuchung von sexuellem Mißbrauch und der Vertuschung in Deutschland leitete, und der behauptet hat, daß der Kardinal eine der treibenden Kräfte hinter dem Vesuch von 2013 seine Studie zu zensieren gewesen sei.

Kardinal Müller sagte gegenüber LifeSiteNews heute, daß es die DBK selber war, die den Studien-Auftrag an Prof. Pfeiffer änderte, der jetzt natürlich nach Sündenböcken für sein eigenes Versagen und die Scham, daß der Auftrag zurückgenommen wurde, sucht."

Pfeiffer behauptet in einem neuen Interview, daß die Kirche bis in die 90-er Jahre "durchgehend" die Mißbrauchsfälle unterdrückte und manchen Opfern sogar Schweigegeld bezahlte. Er nennt die Kardinäle Reinhard Marx und Gerhard Müller als die beiden treibenden Kräfte hinter dem Versuch von 2013, seine Studie zu zensieren. 

Pfeiffer hat sich selbst aus der Leitung der Studie über die Handhabung von Fällen klerikalen Mißbrauchs durch die deutschen Bischöfe zurückgezogen, "weil die Kirche sich das Kontrollrecht über die Ergebnisse der Studie vorbehalten habe- und unter gewissen Umständen sogar ihre Veröffentlichung verhindern wollte" so die New York Times.

Die Ergebnisse dieser Studie, der MFG-Studie, wurden zufällig letzte Woche geleakt. Die Studie hat 3677 Opfer klerikalen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger in Deiutschland in den Jahren 1946 bis 2014 gefunden. Sie war auch in der Lage viele Formen der Manipulation und Vertuschung von Seiten der deutschen Bischöfe zu zeigen.


Fr. Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes über das Alter des regierenden Pontifex und das Lebensalter der vorangegangenen Päpste seit 1922 und was man daraus schließen könnte.

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82 und das zählt.....
"Nachdem sich immer mehr Menschen GEdanken über die mentale Gesundheit machen, habe ich beschlossen, einen Text noch einmal zu veröffentlichen, den ich vor cirka 6 Monaten geschrieben habe.
Ich denke, daß PF bald 82 wird. Nachdem immer mehr Stimme weltweit über die Möglichkeit sprechen, daß das Pontifikat zuende geht, habe ich nach dem Todesalter vorhergehender Päpste geschaut. Nach den groben Stichworten, die ich auf einem alten Briefumschlag notiert habe, die bei meinem Computer lag, ist das das folgende Alter- einschließlich von Pius X ungefähr richtig [Johannes Paul I, den 1-Monate-Papst habe ich ausgeschlossen] : Pius XI 82, Pius XII 82, Paul VI 82, Johannes Paul II 85. [Benedikt XVI wurde im Alter von 78 gewählt worden und ist 5 Jahre später "auf dem Pilgerweg nach Hause"]

Es wäre interessant zu wissen, wie lange Päpste in früheren Zeiten lebten. A priori könnte man annehmen weniger lange, weil sie weniger Vorteile vom modernen medizinischen Fortschritt hatten. Aber ich habe nicht genug Briefumschläge....

Ich habe nicht vor, zu behaupten, daß PFs Tod bevor steht....obwohl er seinen eigenen Worten nach seiner Wahl zufolge erwartete, daß sein Pontifikat nur 4 oder 5 Jahre dauern würde, was zu der Annahme fühgren könnte, daß er auch die Rückseiten von Umschlägen benutzt, Nein, mein Ziel ist ein ganz anderes.

Überlegen Sie:
1) Konklaves scheinen willens zu sein, ziemlich alte Prälaten zum Papst zu wählen, Seltsam, wenn das Rückzugsalter für Bischöfe 75 ist, seltsamer noch , wenn man bedenkt, daß Bischöfe weniger Arbeit und weniger Stress hätten als Päpste,  aber naja.

2) Wir scheinen uns unter einer wachsenden Zal alter Leute zu befinden, die an seniler Demenz leiden. Ein schneller Blick ind Internet läßt vermuten, daß auf der Rückseite meines bescheidenen Umschlags vielleicht einer von sechs über 80- Jährigen an Demenz leidet. Das ist wirklich ziemlich viel.

Es sieht also so aus, daß wir wirklich Glück hatten mit der exzellenten mentalen Gesundheit der seit 1922 bis heute zum Papst Gewählten. Möge unser Glück lange anhalten!

Aber können wir es uns leisten, so behäbig zu sein? Nach solchen Statistiken führt, dabei zu bleiben, alte Männer zu wählen, früher oder später dazu, einen Papst mit Demenz zu haben.

Wenn ein Bischof beginnt verwirrende Symptome zu zeigen, haben der Nuntius,,,,sein Metropolitan....die Bischofskongregation..., der Papst selbst die Möglichkeit zu intervenieren. Aber was, wenn der Papst selbst.......

Gibt es keine kanonische Vorkehrung für diesen Fall? Wenn nicht, denke ich, daß es eine geben sollte. Und-wie Pater Aidan Nichols andeutete- auch Vorkehrungen für die Situation gibt, wenn ein Mann, der der vorhergehenden Papst war, Häresien verbreitete; warum also nicht für einen Papst, der -prima facie- Häresien verbreitet?

Mir scheint es tatsächlich so, als sollte es einen ganzen neuen Abschnitt im CIC geben- mit dem Titel "de Romano Pontefice semovendo". Die Times hat vor kurzem Oliver Wendell Holmes Jr mit der Bemerkung zitiert, daß man eine Konstitution erstellen sollte und dabei "den schlechten Mann" im Sinn haben, weil ein Staat oder eine Institution Strukturen braucht, die ihn/sie in die Lage versetzen nicht nur in normalen Zeiten komfortabel zurecht zu kommen, sondern auch einen Tyrannen, oder Soziopathen oder eine Niete zu überleben.....

Die Ecclesia Militans muß diesen Rat beherzigen. Ihr Überlebenwird von Gott garantiert, aber die gesamte Ökonomie des Glaubens ruht auf der Annahme eines Gottes, der mit und durch menschliche Synergie arbeitet. "

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Montag, 17. September 2018

Tosatti

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae ein Video über die Handhabung der Mißbrauchsfälle, die dem argentinischen Priester der Diözese BuenosAires zu Zeiten Kardinal Bergoglios eine 15-jährige Gefängnisstrafe einbrachte und die kompromittierende Reaktion des Pontifex auf die diesbezüglichen Fragen.
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"BERGOGLIO; DER FALL DES PÄDOPHILEN GRASSI UND EIN KOMPROMITTIERENDES VIDEO"

"Eine ausländische Website hat einen Artikel veröffentlicht- und außerdem noch ein sehr beunruhigendes Video. In dem sieht man den regierenden Pontifex sieht, der auf eine präzise Frage zum Fall Grassi, einen Priester der Diözese von Buenos Aires und leugnet jemals eine Gegen-Untersuchung zum Fall in Auftrag gegeben zu haben. Diese Untersuchung wurde von der argentinischen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben, deren Vorsitzender damals Bergoglio war.
Julio Cesar Grassi wurd zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, die ernoch absitzt. De facto ist das noch nicht so lange her: wir sprechen von 2010.

Der Ausschnitt, den wir präsentieren, ist Teil einer größeren, französischen Dokumentation mit dem Titel: "Sexueller Mißbrauch in der Kirche: der Schweigekodex"
Der Teil der den Pontifex betrifft, beginnt mit einer Behauptung die in seinem Interview-Buch enthalten ist. Darin behauptet Papst Bergoglio, daß es in seiner Diözese nie Mißbrauch gegeben hat.

Der Journalist, der diese Untersuchung gemacht hat, Martin Boudot ist nach Argentinien gereist. Eine Gruppe von Opfern leugnet den Wahrheitsgehalt der päpstlichen Behauptung (man sieht sie auf dem Foto). Im Video bekräftigt eine Frau bzgl. der Behauptung der Nichtexistenz von Mißbrauch in der Diözese zur Zeit als Bergoglio Erzbischof war " Er will, daß wir das glauben, aber das ist eine Lüge."

Wer hat versucht mit dem Erzbischof zu sprechen? fragt Boudot die Anwesenden. "Wer versucht hat mit ihm zu sprechen? Alle. Und es hat keine Antwort gegeben, " haben die Opfer der Reihe nach bestätigt. "Er hat alle Prominenten empfangen, wie Leonardo Di Caprio- sagte eine Frau- aber von uns nicht auch nur einen Buchhstaben um zu sagen, daß es ihm leid täte."


Fundstück



In einer wunderbaren Predigt hat Kardinal Müller am 15.9. bei einer Priesterweihe das Thema angesprochen, das die Katholiken derzeit am meisten bewegt:
Die Relativierung der Glaubenswahrheiten und die Abkehr der Menschen vom Glauben.
Die ganze Predigt ist bei kathnet zu finden.
Lesen lohnt sich!

Einfach zum freuen, dass es noch  Kardinäle gibt, die den Glauben und die Lehre der Kirche bewahren verteidigen. Das konnte ich auch am Freitag beim Abschluss-Gottesdienst des Frauendreißigers erleben: Der jetzt 90jährige Kardinal Wetter zelebrierte und forderte uns in einer sehr guten Predigt auf, das Christentum wieder zum Leuchten zu bringen, durch Festhalten am Wort Gottes, durch Glaubenstreue und durch Leben aus dem Glauben heraus!

Ist die aktuelle Krise eine Krise des Klerus?

In seiner montäglichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert A. Gagliarducci die aktuelle Lage der Kirche und des Pontifikates nachdem der Mißbrauchsskandal wieder beherrschendes Thema wurde.
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"PAPST FRANZISKUS-IST DIE KIRCHENKRISE EINE KRISE DES KLERUS ?"
Papst Franziskus´ Entscheidung die Vorsitzenden aller Bichofskonferenzen der Welt nach Rom einzuberufen, um über die aktuelle Krise zu sprechen, ist präzedenzlos. Als Antwort auf das annus horribilis 2012 der Mißbrauchskrise hatte Benedikt XVI darauf gedrängt, daß alle Bischofskonferenzen Richtlinien zur Handhabung des Themas erlassen sollten. Nie jedoch wurdeb die Bischöfe nach Rom gerufen worden , um darüber zu sprechen.

Man kann Papst Franziskus´ Entscheidung von verschiedenen Standpunkten aus betrachten.
Zuerst, daß Papst Franziskus will, daß jeder sich der Situation bewußt ist. Er handelt als Garant, hört jedem zu und trifft dann persönliche Entscheidungen. Er zieht der Kollegialität eher vor, nach breit angelegten Konsultationen persönliche Entscheidungen zu treffen. De facto ist er ein Papst, der nicht allzu viel delegiert. Vielleicht weil er erlebt hat, daß Delegierte ihren Auftrag verraten.

Das erklärt einige Entscheidungen zu Beginn seines Pontifikates, wie die Beschäftigung externer Berater, was die Vatileaks-Welle unterhielt, die vorbei zu sein schien, oder daß er sich mit Menschen umgibt, denen er vertraut, bevor er Entscheidungen trifft- ohne auf irgendjemanden zu hören, bis zu dem Punkt, nicht über das Timing von Konsistorien zur Kreierung neuer Kardinäle zu sprechen,

Zweitens: Papst Franziskus trifft pragmatische Entscheidungen. Mit einer Krise konfrontiert, sucht er nach einer konkreten und sofortigen Lösung, wenn er die nicht haben kann, wartet er. Papst Franziskus glaubt nicht an kurzfristige Festlegungen. Er spricht immer von der Umkehr der Herzen. Aber diese Lösung wird oft durch die Umstände diktiert, durch die Notwendigkeit die Dinge zu erledigen.

Am Ende kann man sagen, daß Papst Franziskus keine großen Rahmen steckt, die die Reformen umrahmen. Er ist eher einer, der Reformen in einen vorgegebenen Rahmen einfügt. Das wird oft als "mangelnde Visionen" bezeichnet, obwohl Papst Franziskus vorzieht, es "Reformen im Gehen" zu nennen. So bleibt aber alles in der Schwebe und muß noch zuende geführt werden,

Drittens hat er das Befürnis, Themen sofort anzugehen, Papst Franziskus dazu gebracht, sich hauptsächlich auf dringende Themen zu konzentrieren. Die Verlautbarung zu seinem jüngsten Treffen mit dem Kardinalsrat, am 10. September, besagt, daß die Kardinäle den Papst gebeten haben, die Zusammensetzung der Gruppe zu überdenken. 

Vor dem Treffen gab es das Gerücht, daß es das letzte Treffen sein würde, wie wir es kennen, weil einige Kardinäe ausgetauscht, andere bestätigt werden sollen und ein Experte für kanonisches Recht rekrutiert werden soll, um die Vorschläge zur Kurienreform zu harmonisieren. 

Die Mißbrauchskrise hat diesen Plan verzögert und ein weiteres Treffen des Rates wurde für den 10.-12. Dezember geplant, während die letzte Verlautbarung nicht von irgendwelchen spezifischen Experten spricht, obwohl Experten konsultiert wurden. Am Ende werden die Treffen-die vorher angekündigt wurden, wie vorgesehen weitergehen und der Kardinalsrat wird seine Zusammensetzung behalten, obwohl einige der Kardinäle sehr alt sind- wie Kardinal Erraruriz, der in Chile in die Vertuschung des Mißbrauchs verwickelt war.


Sonntag, 16. September 2018

Benedikt Option

Langsam aber sicher zieht das Buch  von der Benedikt Option  ja seine Kreise und wenn ich auch zunächst dem Irrtum anheimgefallen war, unter dem Namen Benedikt Option das sich Zurückziehen von der Welt und allem was sich einbildet wichtig zu sein, nach dem Beispiel Benedikt XVI'ten  zum Gebet verstanden habe, so habe ich mittlerweile  gelernt, dass  es um weit mehr geht.

Ein bisschen stören tut mich an dem Wort von der Benedikt Option, dass bislang all die Leute die es geschafft haben, dass die Kirche in den vielen dunklen Zeiten, genau nicht untergegangen ist, genau das eigentlich gar nicht gewollt haben, sondern es sozusagen der Nebeneffekt war.
Und noch mehr stört mich, dass denkende Leute schon in den 20ern des letzten Jahrhunderts den Niedergang der Volkskirche gesehen haben und man immer so tat, als wären das einfach Idioten, wo doch alles immer besser wird.
Nun war es wohl auch  wirklich so, dass unmittelbar  nach dem 2. Weltkrieg die Leute wirklich frömmer waren als vorher, einfach weil man völlig fertig war und vor laute Not nicht ein und aus wusste. Es gibt völlig ergreifende Bilder von Messen in den Trümmern des Kölner Doms, Fronleichnamsprozessionen durch das zerstörte München und dergleichen.

Ein alter Priester hat mir mal erzählt wie im Bistum Köln nach dem im dortigen Dom das gröbste renoviert worden war, zur 700 Jahr Feier, des Doms auch die Bischöfe der Siegermächte vom damaligen Kardinal Frings eingeladen worden waren, zuerst gar nicht kommen wollten und dann doch ganz begeistert waren und die Kölner auch,  es war wohl wirklich das Gefühl eines großen Glaubensaufbruchs gewesen,
Allerdings prägte der gleiche Kardinal Frings im gleichen Jahr, also 1948, das Wort vom Missionsland Deutschland, wie man hier nachlesen kann. Zitat :

Trotz ermutigender Anfänge ab 1945 war der Bistumsleitung bewusst, dass die große religiöse Blütezeit ausbleiben würde und die Kirche vor neuen Herausforderungen stand.... Große Sorge bereitete der sehr geringe Sonntagsgottesdienstbesuch von Männern in Großstädten, aber auch die Entwicklung der Priesterzahlen, das Wort "Priestermangel" kursierte. Kaplanstellen wurden reduziert.