am 14. April 1759 starb in London einer der Größten- Georg Friedrich Händel, der sich zuvor schon eine Grabstätte in Westminster Abbey gekauft hatte.
Quelle: pic.twitter.c om/DBiFJXeEFd
"Where you walk..." aus der Oper Semele
am 14. April 1759 starb in London einer der Größten- Georg Friedrich Händel, der sich zuvor schon eine Grabstätte in Westminster Abbey gekauft hatte.
Quelle: pic.twitter.c om/DBiFJXeEFd
"Where you walk..." aus der Oper Semele
die zur Erinnerung an die Unabhängigkeit Algeriens errichtet wurde.
Heute morgen auf dem römischen Flughafen Fiumicino
des Hl. Vaters beim heutigen Regina Coeli -im Wortlaut veröffentlicht bei vaticannews: klicken
"WORTLAUT: PAPST LEO BEIM REGINA COELI"
Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag und noch einmal frohe Ostern!
Heute, am zweiten Ostersonntag, den der heilige Johannes Paul II. der Göttlichen Barmherzigkeit gewidmet hat, lesen wir im Evangelium, wie der auferstandene Jesus dem Apostel Thomas erscheint (vgl. Joh 20,19-31). Das Ereignis findet acht Tage nach Ostern statt, während die Gemeinde versammelt ist, und dort begegnet Thomas dem Meister, der ihn einlädt, die Male der Nägel anzusehen, seine Hand in die Wunde in seiner Seite zu legen und zu glauben (vgl. V. 27). Es ist eine Szene, die uns dazu anregt, über unsere Begegnung mit dem auferstandenen Jesus nachzudenken. Wo finden wir ihn? Wie erkennen wir ihn? Wie glauben wir? Der heilige Johannes, der dieses Ereignis schildert, gibt uns genaue Hinweise: Thomas begegnet Jesus am achten Tag in der versammelten Gemeinschaft und erkennt ihn an den Zeichen seines Opfers. Aus dieser Erfahrung entspringt sein Glaubensbekenntnis, das bedeutendste im gesamten vierten Evangelium: »Mein Herr und mein Gott!« (V. 28).
Gewiss, es ist nicht immer leicht zu glauben. Das war es nicht für Thomas und das ist es auch für uns nicht. Der Glaube muss genährt und gestärkt werden. Deshalb lädt uns die Kirche am „achten Tag“, also an jedem Sonntag, ein, es den ersten Jüngern gleichzutun: uns zu versammeln und gemeinsam die Eucharistie zu feiern. In ihr hören wir die Worte Jesu, beten wir, bekennen wir unseren Glauben, teilen wir die Gaben Gottes in der Liebe, bieten wir vereint mit dem Opfer Christi unser Leben dar, nähren wir uns von seinem Leib und seinem Blut, damit wir dann selbst Zeugen seiner Auferstehung sein können, wie es der Begriff „Messe“ – genauer „Aussendung“, „Mission“ – andeutet (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 1332).
Die sonntägliche Eucharistie ist für das christliche Leben unverzichtbar. Morgen werde ich zu meiner Apostolischen Reise nach Afrika aufbrechen, und gerade einige Märtyrer der afrikanischen Kirche der ersten Jahrhunderte, die Märtyrer von Abitina, haben uns diesbezüglich ein wunderbares Zeugnis hinterlassen. Als ihnen angeboten wurde, ihr Leben zu retten, wenn sie auf die Feier der Eucharistie verzichteten, antworteten sie, dass sie nicht leben könnten, ohne den Tag des Herrn zu feiern. Denn daraus nährt sich und wächst unser Glaube. Darin vereinen sich unsere – wenn auch begrenzten – Bemühungen durch Gottes Gnade wie das Tun der Glieder eines einzigen Leibes – des Leibes Christi – zur Verwirklichung eines einzigen großen Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasst. Durch die Eucharistie werden auch unsere Hände zu „Händen des Auferstandenen“. Sie bezeugen mit den Spuren der Arbeit, der Entbehrungen, der Krankheit, des Vergehens der Jahre, die man ihnen ansieht, ebenso wie mit einem zarten Streicheln, einem Händedruck und einer Geste der Nächstenliebe seine Gegenwart, seine Barmherzigkeit und seinen Frieden.
Liebe Brüder und Schwestern, in einer Welt, die so sehr des Friedens bedarf, verpflichtet uns dies mehr denn je, eifrig und treu an unserer eucharistischen Begegnung mit dem Auferstandenen teilzunehmen, damit wir von dort als Zeugen der Liebe und als Träger der Versöhnung neu aufbrechen können. Möge uns die Jungfrau Maria dabei helfen, die selig ist, weil sie als Erste geglaubt hat, ohne zu sehen (vgl. Joh 20,29).
Quelle: vaticannews
Fr. John Zuhlsdorf setzt bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für sie Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken
"IN ILLO TEMPORE: EINFACHER SONNTAG, OSTEROKTAV"
An diesem Sonntag vollenden wir die große Osteroktav, wobei „Vollzug“ hier im liturgischen Sinne der Kirche zu verstehen ist. Nach der alten, die Römer so gut kannten und die die Christen übernommen haben, war es acht Tage lang noch Ostern. Die Kirche hat gleichsam die liturgische Uhr angehalten, damit wir im Geheimnis der Auferstehung verweilen und sie in der Messe und im Stundengebet aus verschiedenen Perspektiven betrachten können.
Dieser Sonntag trägt viele Beinamen. Im nachkonziliaren Kalender heißt er Zweiter Sonntag der Osterzeit und, aufgrund des starken Engagements Johannes Pauls II. für das Thema der heiligen Faustina Kowalska, Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit. In älterer und historisch bedeutsamerer Form wird er Weißer Sonntag genannt, da er weniger feierlich begangen wurde als Ostern selbst. Er ist Thomas-Sonntag, weil das Evangelium unsere Aufmerksamkeit auf den Zweifel und das Bekenntnis des Apostels lenkt. Er ist Quasimodo-Sonntag, nach dem ersten Wort des Introitus. Am ältesten und eindrucksvollsten ist er jedoch Dominica in albis oder Dominica in albis depositis , der Sonntag „der abgelegten weißen Kleider“. All diese Namen kreisen um dasselbe Geheimnis, und jeder von ihnen erschließt eine andere Facette dieses Juwels.
Der Introitus aus 1 Petrus 2,2 gibt uns sogleich den Ton des Tages vor: „ Quasimodo geniti infantes, rationabile, sine dolo lac concupiscite ut in eo crescatis in salutem si gustastis quoniam dulcis Dominus .“ In der Vulgata lautet der Anfang „ Sicut modo “ statt „ Quasimodo “, und gerade diese kleine, aber beredte Abweichung zeugt vom Konservatismus der römischen Liturgietradition. In vielen von der Kirche gesungenen Antiphonen wurde eine Form der lateinischen Schriften bewahrt, die älter ist als die Vulgata des Hieronymus, denn die von Ehrfurcht und Wiederholung geprägte römische Liturgie sollte sich nur langsam verändern, ohne plötzliche, erzwungene und künstliche Änderungen, die nur von einigen Modernisten gewünscht werden, die den Glauben der Menschen verändern wollen. „Wie neugeborene Kinder sollt ihr nach der unverfälschten geistlichen Milch verlangen, damit ihr durch sie zum Heil heranwachst, denn ihr habt die Güte des Herrn geschmeckt.“ Die Kirche richtet diese Worte zunächst an die Neugetauften, die Kinder der frühen Kirche, die geistlichen Neugeborenen, die in der Osternacht durch das Wasser gegangen sind. Doch sie richtet sie auch an alle Getauften, denn die Gnade des Osterfestes ist nicht allein den Neugetauften vorbehalten. Jedes christliche Leben hat seinen Ursprung in eben jenem Wasser, seine Nahrung in eben jener Milch, sein Wachstum in eben jener göttlichen Güte.
Daher der alte Titel „Dominica in albis“ . In der alten lateinischen Kirche trugen die Neugetauften in der Woche nach Ostern ihre weißen Gewänder und empfingen vom Bischof eine besondere mystagogische Unterweisung in den heiligen Geheimnissen, zu denen sie nun zugelassen waren. An diesem Sonntag wurden diese Gewänder abgelegt und als Zeugnis ihrer Gelübde und ihres neuen Lebens in Christus hinterlegt. Das Bild ist ergreifend und berührend. Eine Woche lang waren sie wie kleine Küken unter dem Schutz des Bischofs in seiner Nähe geblieben. Dann kam der Tag, an dem sie in den Alltag der Christen aufbrechen sollten und innerlich das trugen, was sie fortan nicht mehr äußerlich in Weiß sichtbar trugen. Der heilige Augustinus, der in dieser Zeit predigte, verglich sie mit kleinen Vögeln, die ihre ersten Flügelschläge erprobten, während er, wie ein Elternvogel, um sie herumflatterte und zwitscherte, um sie zum Fliegen zu ermutigen. Die ganze Szene passt perfekt zur Frühlingszeit um Ostern, zur Frische der Taufunschuld und zur ernüchternden Erkenntnis, dass das christliche Leben nun in der Welt, inmitten ihrer Zwänge, Versuchungen und Verwirrungen, gelebt werden muss.
Fortsetzung von hier
..."Ein Hauptanliegen der Piusbruderschaft ist ja die Erhaltung der Tradition. Nun hat Kardinal Robert Sarah, der große Sympathien für die alte Form der Messfeier hat, so wie sie von den Piusbrüdern gefeiert wird, kürzlich gesagt, man könne die Tradition nicht durch Ungehorsam verteidigen. Da liegt er auf der Linie mit allen Heiligen. Die Heiligen haben in solchen Situationen des Dissenses mit der legitimen kirchlichen Autorität immer gehorcht und nicht ihre eigene Ansicht über die kirchlich legitime Autorität gestellt und einfach durchgesetzt, wie das die Piusbruderschaft tut.
Können Sie da Beispiele nennen?
Zum Beispiel Pater Pio und Ignatius von Loyola. Letzterer hat sogar ein viertes Gelübde eingeführt, den Gehorsam gegenüber dem Papst, das ja in der Reformationszeit wirklich von ganz wesentlicher Bedeutung war, weil Luther den Papst als Antichristen stigmatisierte und ablehnte. Ignatius und Calvin waren zusammen an der Pariser Universität. Der eine ging in eine schismatische Richtung und wurde zum Reformator und Kirchenspalter, der andere, Ignatius, führte für seine Gemeinschaft ein viertes Gelübde ein: Gehorsam gegenüber dem Papst. Auf die Frage, was er tun würde, wenn der Papst (Paul IV.) seinen erst gegründeten Orden aufheben würde – Kardinal Carafa war Ignatius und seiner Gründung gegenüber sehr kritisch gesinnt, bevor er Papst wurde –, antwortete Ignatius, dass er eine halbe Stunde Zeit im Gebet verbringen, dann aber gehorchen würde. Nun sind Demut und Gehorsam ja schwierige kirchenpolitische Fragen, aber auch vor allem schwierige menschliche Fragen.
Wie haben Sie denn die Problematik selber erlebt?
Ich habe vor allem in der Jugendzeit an dieser Frage sehr gelitten. Sie hat mich buchstäblich krank gemacht, weil ich schon als junger Mann in dieser Zwickmühle war. Mein erster geistlicher Vater vertrat die Ansicht, die ich soeben am Beispiel von Ignatius erklärt habe. Die Leitung der Gemeinschaft, in der ich zwölf Jahre lang lebte, wählte den passiven Widerstand. Man hielt den Befehl zur Auflösung der Gemeinschaft als nicht konform mit dem Heiligen Geist. Dieser Ungehorsam hat zur Suspendierung a divinis des Gründers geführt. Diese Frage hat mein Gewissen lange beschäftigt. Ich bin dann zu meiner ursprünglichen Ansicht zurückgekehrt, dass Gott das Werk durchsetzen muss, das Er durch uns durchsetzen muss, das Er durch uns innerhalb Messe anlässlich der Weihe von sechs Seminaristen der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Priestern am 28. Juni 2019 auf dem Gelände des Priesterseminars der Piusbrüder in Écône (Schweiz) Jean-Matthieu Gautier/KNA 22 VATICAN 4-2026 INTERVIEW der Kirche realisieren will, nicht wir, schon gar nicht gegen die legitime, von Christus selbst eingesetzte kirchliche Autorität wie z. B. jene des Papstes. Ungehorsam führt zur Spaltung.
Wie schätzen Sie denn den Papst selber ein? Warum hat er beispielsweise die Leitung der Piusbrüder nicht persönlich empfangen und sie von Angesicht zu Angesicht aufgefordert, ihm gehorsam zu sein?
Nun, ich kann nicht in ihn hineinschauen. Vielleicht lässt er zuerst seine Mitarbeiter die Dinge vorbereiten, bevor er persönlich und direkt in diesen Dialog einsteigt. Auch wie er diesen Akt qualifizieren wird, falls die Piusbruderschaft tatsächlich ohne seine Autorisierung zur Weihe neuer Bischöfe schreiten wird, kann ich jetzt nicht sagen.
Haben Sie denn Hoffnung, dass es vor dem Stichtag 1. Juli zwischen dem Vatikan und der Piusbruderschaft noch zu einer Einigung kommen könnte?
So wie das Denken und die Ansichten auf beiden Seiten sind, bin ich eher pessimistisch und habe keine große Hoffnung, dass es eine Einigung geben wird. Wie gesagt, wenn man der Argumentation der Piusbruderschaft wie auch von Bischof Athanasius Schneider folgt, dann könnten ja auch ganz andere Kreise, zum Beispiel sehr liberale Bischöfe mit ähnlicher Argumentation vorgehen und ihre Ziele ohne den Papst durchsetzen. Aber wo kämen wir hin, wenn jeder Bischöfe weihen könnte, ohne Konsequenzen zu befürchten? Dann wäre doch die Spaltung vorprogrammiert, die schon Paulus im Ersten Korintherbrief beklagt hat: „Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid vielmehr eines Sinnes und einer Meinung! Es wurde mir nämlich, meine Brüder und Schwestern, von den Leuten der Chloë berichtet, dass es Streitigkeiten unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus – ich zu Apollos – ich zu Kephas – ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt?“ (1 Kor 1,10-13). Paulus hat sein Evangelium Petrus vorgelegt. Er war 14 Tage bei ihm und ließ sich explizit durch Petrus (Jakobus und Johannes) bestätigen und senden, um sicher zu sein, dass er mit seinem Evangelium an die Heiden nicht ins Leere läuft: „Vierzehn Jahre später ging ich wieder nach Jerusalem hinauf, zusammen mit Barnabas; ich nahm auch Titus mit. Ich ging hinauf aufgrund einer Offenbarung, legte der Gemeinde und im Besonderen den Angesehenen das Evangelium vor, das ich unter den Völkern verkünde; ich wollte sicher sein, dass ich nicht ins Leere laufe oder gelaufen bin … Deshalb gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als die Säulen Ansehen genießen, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft: Wir sollten zu den Heiden gehen, sie zu den Beschnittenen“ (Gal 2,1-2.9). Paulus hätte die Gabe gehabt, autonom Kirchen zu gründen. Er war durch Christus berufen; er hatte sehr hohe Einsichten; und er hatte eine größere missionarische Dynamik entfaltet als andere. Aber er wollte die Einheit mit Petrus und er wollte von Petrus für seine Heidenmission gesandt sein. Er hat sich diese Sendung nicht selbst gegeben. Sie kam von Christus durch die Bestätigung (Anerkennung) der Kirche (Petrus).
Quelle: Weihbischof M. Eleganti, vaticanmagazin
Anläßlich seines 90. Geburtstages veröffentlicht CNA ein Interview, das der ehemalige Leiter der deutschsprachigen Sektion von Radio Vatican Pater Eberhard von Gemmingen SJ in einem Interview mit dem Katholischen podcast "Himmelklar" gegeben hat. Hier geht´s zum Original: klicken
"JESUIT EBERHARD VON GEMMINGEN WIRD 90 UND BEKLAGT NIEDERGANG DER GRUNDBILDUNG"
In einem Interview mit dem Podcast Himmelklar antwortete von Gemmingen auf die Frage, ob er die Welt aktuell als krisenhaft erlebe: „Ja, sehr. Und zwar nicht nur die Kriege. Also ein Präsident Trump, der ist sehr seltsam, und ein Putin, der ist wirklich böse. Ich erlebe aber nicht nur die Kriege – Ukraine, Naher Osten, Mittlerer Osten, Sudan –, sondern ich habe zum Beispiel gestern erst gelesen, dass Kinder nach der Volksschule nicht lesen und schreiben können. Dann kommen sie ins Gymnasium. Und wenn sie das Gymnasium abschließen, sind sie längst nicht vorbereitet auf die Universität.“
„Das Schulsystem funktioniert nicht mehr“, konstatierte der Jesuit. „Warum? Weil Jugendliche und Kinder ununterbrochen abgelenkt sind von etwas anderem. In der guten alten Zeit war das Leben langweilig. Da war die Schule auch eine gewisse Unterhaltung und es gab Druck von den Eltern. Und die Eltern haben auch ihre Autorität ausgespielt.“
„Früher war es auch nicht gut, aber es gab eine Begrenzung“, fuhr von Gemmingen fort. „Eine normale bürgerliche Familie vor 50 oder 100 Jahren hat Grenzen erlebt. Es gibt unendlich viele Arme, aber es gibt auch unendlich viele Leute, die jeden Tag zwei, drei, vier oder fünf Bier trinken müssen oder viel Wein. Leider bin ich kulturskeptisch – vor allem, dass das Bildungswesen so den Berg hinuntergeht.“
Eberhard von Gemmingen wurde am 4. April 1936 geboren. Nach dem Abitur wurde er Jesuit und empfing 1968 die Priesterweihe. Seit 1982 war er für Radio Vatikan in der Ewigen Stadt tätig. Erst 2009 zog er sich von dieser Arbeit zurück und lebt seither wieder in Deutschland.
Im Gespräch mit dem Podcast Himmelklar sprach von Gemmingen auch über das, was ihm Hoffnung gebe, etwa „einige erstaunliche Aufbrüche, neue Anfänge“ im kirchlichen Bereich: „In Augsburg gibt es das berühmte Gebetshaus, wo Tausende von jungen Menschen hinkommen zum Beten, und zwar tagelang. Das ist ein kleines Zeichen.“
„Hoffnung macht aber auch, dass die Rückkehr von Religion – weltweit vielleicht unsichtbar – doch da ist, in ganz anderer Weise“, sagte er außerdem. „Jahrhundertelang war es allgemein üblich, zu beten. Heute taucht es da und dort auf.“
„Die Erwachsenen, die heute in eine Messe gehen, kommen freiwillig, jedenfalls in den Städten“, so der Jesuit. „Die kommen nicht aus Zwang und Pflicht, sondern sie kommen freiwillig. Und das ist wunderbar, dass die Freiwilligkeit, das heißt der eigene Wunsch, da etwas vom Evangelium mitzunehmen, so vorhanden ist.“
Er selbst denke „schon seit ein paar Jahren immer mehr ans Sterben und an den Tod“. Er wünsche sich, „dass ich leicht und schnell sterbe und dass ich nicht ewig lang im Bett liegen muss oder Schmerzen habe. Davor habe ich Angst. Vor dem Sterben als solchem. Ich hoffe, ich bekenne einfach, dass Jesus auf der anderen Seite steht und mich in seine Arme schließt. Das hoffe ich und wünsche ich mir. Aber lange leiden möchte niemand.“
Quelle: CNA, Himmelklar, Pater E.v. Gemmingen SJ