Montag, 6. April 2026

Die Identität der Kirche Mittelpunkt des Pontifikates

Auch am heutigen Ostermontag kommentiert A. Gagliarducci bei Monday-at-the-Vatican den Weg, den Papst Leo XIV mit seinem Pontifikat einschlägt. Hier geht´s zum Original: klicken

                "STIMME DES HEILIGEN STUHLS"

"Leo XIV. HAT am Karfreitag persönlich das Kreuz durch alle vierzehn Stationen des Kreuzwegs im Kolosseum GETRAGEN.

Es war eine eindrucksvolle Geste, nicht nur, weil sie einen rüstigen und reifen Papst zeigte – wie Johannes Paul II. zu Beginn seines Pontifikats und auch Paul VI., der die Tradition des Kreuzwegs im Koluseum begründete –, sondern auch einen, der die Kraft symbolischer Handlungen verstand.  Leo XIV. handelte bewusst und tief in der christlichen und römischen Tradition verwurzelt. Dies ist ein Schlüssel zum Verständnis seines Pontifikats.

Die Wahl der Mozzetta bei offiziellen Anlässen, die Rückkehr zur Fußwaschung mit Priestern als Aposteln in der Lateranbasilika und das persönliche Tragen des Kreuzes (oder der Monstranz, wie er es während der Fronleichnamsprozession tat) signalisieren allesamt seine Absicht, die Identität der Kirche in den Mittelpunkt zu stellen.

Indem er auf diese Traditionen zurückgreift, stellt Leo XIV. den Glauben als Grundlage der Botschaft der Kirche an die Welt dar und betont die Macht der Symbole gegenüber der Rhetorik.

Ausgehend von dieser Prämisse entschied sich der Papst, das Kreuz zu tragen, um zu betonen, dass wir im Leiden unseren Blick auf Christus richten müssen. Mit dieser Geste wollte er in den Hintergrund treten und Christus in den Vordergrund rücken, wie er in seiner ersten päpstlichen Predigt in der Sixtinischen Kapelle erklärte.

Der Papst hat dem weltweiten Ruf der Christen nach Frieden noch mehr Nachdruck verliehen.

Es ist kein Zufall, dass Leo XIV. Pater Francesco Patton, einen Franziskaner und ehemaligen Kustos des Heiligen Landes, mit dem Verfassen der Meditationen zum Kreuzweg beauftragte . Zum achten Jahrhundert des Todestages des heiligen Franziskus überbringt ein Franziskaner aus einem Konfliktgebiet eine Friedensbotschaft.

Der Frieden stand von Beginn seines Pontifikats an im Mittelpunkt der Bemühungen Leos XIV., als er, als er zum ersten Mal aus der Loggia der Segnungen trat, den „unbewaffneten und entwaffnenden“ Frieden anrief, den nur Christus geben kann.

Papst Leos Friedensappelle haben sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität zugenommen, was sich in seinen Predigten und öffentlichen Auftritten widerspiegelt.

In seiner Predigt am Palmsonntag erklärte er beispielsweise: „Das ist unser Gott: Jesus, König des Friedens…der die Gebete derer, die Krieg führen, nicht erhört, sondern sie zurückweist und sagt: ‚Auch wenn ihr noch mehr beten würdet, würde ich euch nicht erhören: Eure Hände triefen vom Blut .‘“

In seiner Urbi et Orbi-Ansprache am Ostersonntag war Leo wohl eindringlicher und eindringlicher.

„Im Lichte von Ostern“, sagte er, „lasst uns von Christus staunen!“

„Lasst uns unsere Herzen von seiner unermesslichen Liebe zu uns verwandeln lassen!“, sagte Leo. „Wer Waffen hat, soll sie niederlegen! Wer die Macht hat, Kriege zu entfesseln, soll den Frieden wählen!“

Das sind eindringliche Worte der Ermahnung und Mahnung, unerschrocken an die Mächtigen gerichtet. Doch Tatsache ist, dass Leo XIV.s Appelle nur flüchtige Aufmerksamkeit erregen, bevor sie in Vergessenheit geraten. Dies unterstreicht die Diskrepanz zwischen der symbolischen Kommunikationsstrategie des Papstes und dem tatsächlichen Einfluss seiner Botschaft in der heutigen Medienlandschaft.

In seinem Newsletter „Newman“ erörterte Matteo Matzuzzi vor einigen Wochen die Vorwürfe des päpstlichen Schweigens. Leo XIV. wird dafür kritisiert, dass er sich nicht klar zu den Palästinensern äußert, Israel nicht direkt verurteilt und wichtige Konflikte nicht anspricht. Kritiker sehen in seinem Schweigen eine Weigerung, Stellung zu beziehen oder sich auf die Seite der Geschichte zu stellen.

Matzuzzi wirft die entscheidende Frage auf: Sollte ein Papst explizit politische Positionen beziehen oder stattdessen eine allgemeine Richtung vorgeben und die Katholiken zum Handeln befähigen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Debatten über die päpstliche Kommunikation und die Wirksamkeit des von Leo XIV. gewählten Ansatzes .

Letztlich ist der Heilige Stuhl ein globaler Akteur.

Der Heilige Stuhl unterhält diplomatische Beziehungen gerade deshalb, weil diese es ihm ermöglichen, die Armen und Benachteiligten zu verteidigen, und der Papst ist aufgerufen, dies zu berücksichtigen.

Leo XIV. strebte nach Einheit und Frieden, stellte Christus in den Mittelpunkt und ermutigte Christen, im Glauben zu handeln. In seinen Botschaften wiederholte er oft das Thema, dass der Priester ein Alter Christus sei, und rief die Gläubigen dazu auf, sich auf christusgeleitetes Handeln zu konzentrieren .

Der Kontrast zu den spontanen Interventionen von Papst Franziskus und seiner Bereitschaft, sich in direkte politische Debatten einzubringen, unterstreicht das Hauptargument : Die Wirksamkeit und Rezeption der päpstlichen Kommunikation hängt davon ab, ob der Papst als Teilnehmer oder als richtungsweisendes Symbol spricht.

Die unverblümte Herangehensweise von Franziskus führte zwar zu sofortigem Engagement, verwischte aber gleichzeitig die einzigartige diplomatische Rolle des Heiligen Stuhls.

Dies gefiel der Presse, die in Franziskus einen authentischen Weg sah, Dinge anzugehen, und gleichzeitig einen Vorkämpfer für all ihre Anliegen, ein „verrücktes Pferd“, das dazu bestimmt war, Verwirrung in der Kirche zu stiften und sie so der Moderne zu öffnen.

Franziskus' „unorthodoxer“ Stil hatte jedoch einige schwerwiegende Folgen – wahrscheinlich unvorhergesehene und unbeabsichtigte –, die noch immer einer Lösung bedürfen.

Diplomatie ist schließlich eine eigene Sprache, und sie aufzugeben, spricht Bände.

Für Papst Franziskus hat der Verzicht auf diplomatische Rhetorik auch den Einfluss des Heiligen Stuhls geschmälert ; die Behandlung unmittelbarer Probleme durch Enzykliken und nicht-universelle Dokumente hat den Papst zu einem globalen Akteur unter vielen gemacht, nicht zu einer prophetischen Figur; das Verfolgen von Friedensabkommen um jeden Preis – angefangen mit dem umstrittenen Bischofsabkommen mit dem kommunistischen China – zeigt, dass der Heilige Stuhl alle Maßnahmen ergreifen wird, um pragmatische Ziele zu erreichen.

Die Geschichte hat uns einen Papst (Franziskus) beschert, der viel Gehör fand, ja sogar umstritten war, da er polarisierte und von allen Seiten angegriffen und gelobt wurde. Das Pontifikat von Franziskus wiederum hinterließ einen in einem entscheidenden historischen Moment geschwächten Heiligen Stuhl.

In den letzten Jahren musste der Heilige Stuhl miterleben, wie seine Diplomaten aus Nicaragua ausgewiesen wurden , drei Vermittlungsversuche in Venezuela scheiterten und Appelle für ein Ende des Krieges in der Ukraine auf taube Ohren stießen, sodass sich der Heilige Stuhl im Grunde auf eine vorwiegend humanitäre statt einer diplomatischen Mission zurückziehen musste.

Leo XIV. stellt die Symbole wieder her, aber er hat ihnen noch nicht den Respekt zurückgegeben, den sie genießen.

Er agiert in einem sich rasant verändernden Umfeld mit extrem schneller Kommunikation, daher scheint das Fehlen einer sofortigen Reaktion ein Nachteil zu sein. Doch er handelt in erster Linie für die Kirche.

Dies missfällt vielen, die Einfluss auf den Papst nehmen möchten. William McGurn verfasste einen scharfen Leitartikel, in dem er die fehlende Positionierung des Papstes kritisierte und anmerkte, dass dem Iran durch Predigten nicht geholfen werden könne.

Diese Kritikpunkte verkennen die Hauptaufgabe des Papstes und des Heiligen Stuhls: für Ausgewogenheit zu sorgen und Frieden zu streben. Die Soziallehre der Kirche ist ihr Instrument, die tatsächliche Umsetzung obliegt jedoch anderen. Der Papst gibt die Vision vor; das Handeln erfordert Verantwortung von allen.

Es ist ein ausgesprochen synodaler Ansatz, im weitesten Sinne des Wortes, doch er wird von all jenen angefochten, die sich wirklich für Synodalität eingesetzt haben. Synodalität sollte als eine Art Demokratisierung der Kirche fungieren, aber in ideologischen Fragen muss Position bezogen werden.

Vielleicht stoßen päpstliche Appelle deshalb heutzutage auf Gleichgültigkeit der Medien.

Während frühere Debatten über die mediale Präsenz des Papstes eine mögliche Verwässerung der Botschaft nahelegten, werden die Vermittlungsversuche des Papstes im heutigen Umfeld oft in den Hintergrund gedrängt – was die Schwierigkeit verdeutlicht, allein durch symbolische Kommunikation Wirkung zu erzielen .

Am Karfreitag trug Leo XIV. das Kreuz, und in der Osteransprache Urbi et Orbi rief er eindringlich zum Frieden auf.

Die Hoffnung besteht darin, dass auch die Kirche wieder auferstehen wird und der Heilige Stuhl erneut Einfluss auf das Schicksal der Welt nehmen wird. Dieser Einfluss muss nicht sichtbar sein; er braucht keine Schlagzeilen. Er muss eine reale Wirkung haben."

Quelle: A. Gagliarducci, Monday-at-the-Vatican

In illo tempore

Auch am Ostersonntag setzt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original:  klicken

              "IN ILLO TEMPORE: OSTERSONNTAG"

Die Kirche vollbringt in ihrer uralten Weisheit an diesem höchsten aller Feste etwas Bemerkenswertes. Nach der dunklen Strenge der Fastenzeit, nach dem langen Verzicht auf liturgische Ornamente und Tröstungen, nach der Stille und der Dunkelheit des Grabes, legt sie uns am Ostermorgen einen Brief vor, der von Ostertheologie erstrahlt…


Die Kirche vollbringt in ihrer uralten Weisheit an diesem höchsten aller Feste etwas Erstaunliches. Nach der dunklen Strenge der Fastenzeit, nach dem langen Verzicht auf liturgische Ornamente und Tröstungen, nach der Stille und der Dunkelheit des Grabes, legt sie uns am Ostermorgen einen Brief vor, der von Ostertheologie erstrahlt und zugleich wie ein Skalpell schneidet. 
Die römische Station führt uns nach Santa Maria Maggiore, der großen Basilika der Mutter Gottes, und dort, während uns die Freude der Auferstehung noch in den Ohren klingt, lässt uns die Heilige Kirche Paulus sagen: „Schafft den alten Sauerteig weg.“ „Frohe Ostern! Reinigt den Sauerteig!“     

Hä? Wir sollten, wie immer, mit dem Kontext beginnen, denn er ist einer der Wege, auf denen die heilige Liturgie ihre Schätze erschließt. Der erste Kontext ist der Verlauf der gesamten Fastenzeit. Im Vetus Ordo war die Fastenzeit nicht bloß eine Zeit frommer Selbstverbesserung. Die Heilige Kirche durchlief vor unseren Augen und Ohren einen rituellen Sterbeprozess. Nach und nach wurden vertraute Elemente entfernt. Das Halleluja war längst verstummt. Musik und Blumen verschwanden. Später wurden die Kreuze verhüllt. Im älteren Gebrauch des römischen Ritus verstummten bestimmte Gebete am Fuße des Altars und Doxologien. 
Dann folgte der große Abstieg in das Triduum, mit der Entblößung des Altars, der Entfernung des Allerheiligsten Sakraments, der Strenge des Karfreitags und der leeren Stille des Karsamstags. Die Kirche wurde still und dunkel, als teile sie die Unbeweglichkeit Christi im Grab. Aus dieser strengen Pädagogik erwächst Ostern. Wie die Menschen, die der alten Welt entflohen, sind wir durch die dunklen Wasser gefahren und an ein neues Ufer gelangt. Dann folgt die römische Station. 

Nach der Vigil im Lateran führt uns der Ostermorgen nach Santa Maria Maggiore, der größten Kirche der Christenheit, die der Gottesgebärerin geweiht ist . Dies ist auf eine Weise passend, die zugleich zärtlich und tiefgründig ist. Es gibt eine alte und plausible Überlieferung, dass die erste Person, die der auferstandene Christus besuchte, seine Mutter war. Die Heilige Schrift berichtet nichts davon. Die heilige Tradition hat dies jedoch seit Langem erwogen. 
Wenn Maria ihre einzigartige Rolle bei der Verkündigung hatte, als das Wort Fleisch annahm, und dann in ihrer unvergleichlichen Treue am Fuße des Kreuzes stand, als die Erlösung vollbracht wurde, dann liegt eine schöne Übereinstimmung in dem Gedanken, dass sie (Miterlöserin?) auch als Erste den Trost der Auferstehung empfing. 
Der heilige Vinzenz Ferrer argumentiert, dass Christus durch sein Erscheinen vor seiner Mutter das Gebot der Mutterehrung erfüllte. Schließlich hatte er sie ja im Sterben am Kreuz dem Johannes übergeben. Duns Scotus gibt uns die passende Gedankenform für dieses Geheimnis: Potuit, decuit, ergo fecit . Er konnte es tun, es war angemessen, also tat er es. Wenn wir am Ostermorgen in Santa Maria Maggiore stehen, sind wir eingeladen, uns die Mutter vorzustellen, die auf Golgatha den Leib ihres Sohnes gegeißelt, durchbohrt und leblos sah und ihn nun auferstanden, glorreich und unsterblich sieht. 

Sonntag, 5. April 2026

Urbi et Orbi- die Botschaft

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der heutigen Urbi-et-Orbi-Botschaft

"URBI ET ORBI: DIE OSTERBOTSCHAFT VON PAPST LEO XIV"

Ostern 2026

Brüder und Schwestern,

Christus ist auferstanden! Frohe Ostern!

Seit Jahrhunderten besingt die Kirche voller Freude das Ereignis, das der Ursprung und das Fundament ihres Glaubens ist: »Des Lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend. Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden. Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen!« (Ostersequenz).

Ostern ist ein Sieg: der Sieg des Lebens über den Tod, des Lichts über die Finsternis, der Liebe über den Hass. Ein Sieg, der einen hohen Preis gekostet hat: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (vgl. Mt 16,16), musste sterben, an einem Kreuz sterben, nachdem er zu Unrecht verurteilt, verspottet und gefoltert worden war und sein ganzes Blut vergossen hatte. Als wahres Opferlamm hat er die Sünde der Welt auf sich genommen (vgl. Joh 1,29; 1 Petr 1,18-19) und so uns alle, und mit uns auch die Schöpfung, von der Herrschaft des Bösen befreit.

Aber wie hat Jesus gesiegt? Mit welcher Kraft hat er den alten Widersacher, den Herrscher dieser Welt (vgl. Joh 12,31), ein für alle Mal besiegt? Mit welcher Kraft ist er von den Toten auferstanden, wobei er nicht in sein früheres Leben zurückgekehrt, sondern in das ewige Leben eingetreten ist und so in seinem Leib den Übergang von dieser Welt zum Vater eröffnet hat?

Diese Kraft, diese Macht ist Gott selbst, die Liebe, die erschafft und Leben schenkt, die Liebe, die bis zum Ende treu bleibt, die Liebe, die vergibt und erlöst.

Christus, unser „Sieger und König“, hat mit vertrauensvoller Hingabe an den Willen des Vaters, an seinen Heilsplan, seinen Kampf geführt und gewonnen (vgl. Mt 26,42). So ist er bis zum Ende den Weg des Dialogs gegangen, nicht in Worten, sondern in Taten: Um uns Verlorene zu finden, ist er Mensch geworden; um uns Sklaven zu befreien, hat er sich zum Sklaven gemacht; um uns Sterblichen das Leben zu schenken, hat er sich am Kreuz töten lassen.

Die Kraft, mit der Christus auferstanden ist, ist vollkommen gewaltfrei. Sie gleicht der Kraft eines Weizenkorns, das, nachdem es in die Erde fällt und stirbt, wächst, sich einen Weg durch die Schollen bahnt, keimt und zu einer goldenen Ähre wird. Noch mehr gleicht sie der Kraft eines menschlichen Herzens, das nach einer Kränkung seinem Racheinstinkt nicht folgt und voll Erbarmen für den betet, der es verletzt hat.

Urbi et Orbi

 

              

Hl. Messe

 auf dem Petersplatz 

              

      

       ALLEN EIN GESEGNETES UND FROHES OSTERFEST !

                    CHRISTUS IST AUFERSTANDEN! 

HALLELUJA

 

                
   

ET RESURREXIT TERTIA DIE

 SECUNDUM SCRIPTURAS

              

Samstag, 4. April 2026

Feier der Ostervigil


             

Fundstück

kathnet veröffentlicht einen Text zur bleibenden Gegenwart Osterns von Kardinal W. Brandmüller    Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"NICHT ERINNERUNG SONDERN GEGENWART - OSTERN IM RISS DER ZEIT"

beginnt der Text so- ZITAT

Zwischen den Trümmern der Gegenwart ereignet sich das Unerhörte: In der Auferstehung Christi beginnt die Vollendung der Schöpfung – hier und jetzt. Von Walter Kardinal Brandmüller

Sirenen, Drohnen, Bomben – Tod und Trümmer, Angst und Hunger – das ist nun Alltag in Ländern, da einst Glaube, Wissenschaft und Kunst, Handel und Wandel blühten – vor wenigen Jahrzehnten noch. Welch ein grausamer Widerspruch! Und dennoch feiern Christen Ostern – Pascha, den Übergang vom Tod zum Leben – und singen – unter Tränen zwar – dennoch das Alleluia – der Herr ist wahrhaft auferstanden! So machen denn auch wir uns auf den Weg in das Jerusalem des Jahres 30, einst das Jahr 784 ab urbe condita. Ein winziger Punkt im Universum – damals zum Zentrum allen Seins und aller Zeit geworden.

„Es ist vollbracht“, hatte Jesus noch gerufen – und war verschieden. Nun legten Freunde seinen toten Leib – der Sabbat brach schon an – eilends in das Grab. Am nächsten Tag wollten sie ihn ehrenvoll bestatten. Bei Tagesanbruch gehen sie dorthin – und sie erschrecken: das Grab ist leer! „Er ist nicht hier“, sagt ein Engel – „er ist auferstanden!“ In Angst und Schrecken laufen sie davon. Doch bald begegnet der Auferstandene selbst seinen Jüngern: „Habt keine Angst – ICH bin es. Seht meine Hände, meine Füße…“. (...)

Quelle: Kardinal W. Brandmüller, kathnet

Karsamstag -der Tag der Grabesstille

 vaticannews veröffentlicht einen Text zum Karsamstag. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

KARSAMSTAG: TAG DER STILLE

beginnt der TExt so- ZITAT

"Heute herrscht auf der Erde große Stille. Große Stille und Einsamkeit. - Dieser Satz ist aus einer antiken Predigt überliefert.

Der Karsamstag: ein Tag, der vom Schweigen spricht – und doch von Hoffnung erfüllt ist.

Papst Leo XIV. deutet diese Stille nicht als Leere, sondern als dichte Erwartung: „Der Sohn Gottes ruht im Grab. Aber seine ‚Abwesenheit‘ ist keine Leere: Sie ist Erwartung, verhaltene Fülle, in der Finsternis bewahrte Verheißung.“ 

Die Erde scheint still zu stehen, doch: „Es ist eine sinnerfüllte Stille, wie der Schoß einer Mutter, die ihr noch ungeborenes, aber bereits lebendiges Kind in sich trägt.“ (...)

Quelle: vaticannews

Kreuzweg im Kolosseum

Gudrun Sailer kommentiert für vaticannews den gestrigen Kreuzweg im römischen Kolosseum.
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ROM/JERUSALEM: EIN KREUZWEG MIT BLICK AUF DAS HEILIGE LAND"

Papst Leo XIV. hat am Karfreitagabend den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom mit Zehntausenden Gläubigen geleitet. Das Kreuz trug er an allen 14 Stationen selbst. Das hatte zuletzt Johannes Paul II. im Jahr 1994 so gehalten. Die Meditationen stammten von dem Heilig-Land-Franziskaner Francesco Patton und gingen an vielen Stellen deutlich auf das Leid der Menschen im Kriegsgebiet Nahost ein.

             

Der Kreuzweg ist nichts für Frömmler, die abstrakte Andachten mögen, sondern der Weg jener, die wissen, dass Glaube und Liebe in der realen Welt gelebt werden müssen: Das schickte Patton seinen Kreuzweg-Texten in der Einleitung voran. Tatsächlich sind seine Meditationen von äußerst konkreten Herausforderungen durchzogen, die das Leben im vom Krieg zerfurchten Nahen Osten prägen. An jeder der 14 Stationen wurde der Kreuzweg aber auch zu einer Einladung zur Umkehr, zur Anerkennung der Würde jedes Menschen und zur Ablehnung jeder Gewalt, die im Namen Gottes ausgeübt wird.

Gleich bei der Ersten Station, Jesus wird zum Tod verurteilt, hielten Pattons Mediationen zum Nachdenken über Macht und Gewalt an. Franz von Assisi habe daran erinnert, dass „jede Obrigkeit“ vor Gott Rechenschaft ablegen müsse über die Art und Weise, wie sie Macht ausübe: „die Macht, einen Krieg zu beginnen oder zu beenden; die Macht, zur Gewalt oder zum Frieden zu erziehen; die Macht, das Verlangen nach Rache oder nach Versöhnung zu nähren“, so der Kreuzwegtext. Patton öffnete aber auch den Blick auf Fragen globaler Gerechtigkeit, ob also Macht dazu genutzt werde, „um Völker zu unterdrücken oder sie aus dem Elend zu befreien“, um Leben zu verteidigen oder es zu ersticken. Letztlich sei ein jeder Mensch dazu aufgerufen, seinen eigenen Umgang mit Macht zu überprüfen. „Du, Jesus, sagst zu jedem: Nutze die dir gegebene Macht gut und bedenke, dass du alles, was du einem Menschen antust, besonders wenn er klein und schwach ist, mir antust.“ 

Bei der achten Station, „Jesus begegnet den weinenden Frauen“, lenkte Patton den Blick auf die Frauen, die zur Stelle sind, wo Leid und Not ist – besonders aber auf die Mütter. „ Seit Jahrhunderten weinen sie um sich selbst und um ihre Kinder, die etwa während einer Demonstration abgeführt und inhaftiert werden, die deportiert werden aufgrund einer Politik die kein Mitleid kennt, die auf verzweifelten Reisen der Hoffnung Schiffbruch erleiden, die in Kriegsgebieten niedergemetzelt werden, die in Vernichtungslagern ausgelöscht werden.“ Auch heute weinten die Frauen. Patton in Gebetsform: „Schenk auch einem jeden von uns, Herr, ein mitfühlendes Herz, ein mütterliches Herz und die Fähigkeit, das Leiden anderer als unser eigenes zu empfinden. 

Die Schrecken des jüngsten Kriegs zwischen Israel und den Palästinensern klangen besonders deutlich an der 13. Station an: „Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt.“ Patton lenkte den Blick in seiner Meditation auf Kriegsopfer und ihre Familien. „Es sollte niemals Leichname geben, die nicht herausgegeben und nicht beerdigt werden: Die Mütter, Verwandten und Freunde von Verurteilten sollten niemals gezwungen sein, sich vor der Obrigkeit zu demütigen, um die geschundenen Überreste eines Angehörigen zurückzuerhalten. Auch der Leichnam eines Verstorbenen behält seine Menschenwürde und darf nicht verhöhnt, versteckt, vernichtet, nicht zurückgegeben werden oder ohne reguläre Bestattung verbleiben.“ 
 

Patton wirkte bis 2025 als Franziskaner-Kustos des Heiligen Landes und damit als „Hüter der Heiligen Stätten" im Auftrag des Papstes. Heute lebt er in einer Gemeinschaft in Jordanien. Für die Kreuzwegmeditationen arbeitete mit Evangelientexten sowie mit Auszügen aus den Schriften des Heiligen Franz von Assisi. Die Einladung, die Meditationen für den Papst-Kreuzweg zu schreiben, erhielt er von Papst Leo über das Staatssekretariat. Die Via Crucis als Andachtsform geht auf die Franziskaner zurück. Überdies wird in diesem Jahr der 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi begangen.

Erstmals seit 2022 Via Crucis am Kolosseum mit Papst

Fackeln und Kerzen erleuchteten das Kolosseum, den größten Bau der römischen Antike, an dem die Päpste seit Paul VI. am Karfreitagabend diese Andacht leiten, und eine Schola des Papstchors der Sixtinischen Kapelle begleitete die Via Crucis mit Passionsgesängen. Etwa 30.000 Gläubige waren gekommen. Zum ersten Mal seit 2022 fand der Kreuzweg wieder in Anwesenheit des Papstes statt. Leos Vorgänger Franziskus hatte aus gesundheitlichen Gründen in den vergangenen drei Jahren seine Anwesenheit absagen müssen; er starb am Ostermontag 2025.


Leo XIV. begeht dieses Jahr sein erstes Osterfest als Papst. Das klassische römische Programm der Kar- und Ostertage hat er weitgehend von seinen Vorgängern übernommen, mit zwei kleinen Änderungen: Die Fußwaschung am Gründonnerstag nahm er wieder in der Lateranbasilika und an Priestern vor, statt – wie Franziskus – an Gefangenen oder Bedürftigen in eigenen Einrichtungen. Die zweite Änderung betrifft den Kreuzweg am Kolosseum. Leo trug das schlichte schwarze Holzkreuz an allen 14 Stationen selbst als Zeichen der Verbundenheit mit allen Leidenden. In den vergangenen etwa 30 Jahren hatten die Päpste das Kreuz nur jeweils an der ersten und an der letzten Station selbst getragen. Dazwischen kamen ausgewählte Gläubige zum Einsatz, beispielsweise Familien, Ordensleute, Franziskaner aus dem Heiligen Land, die symbolisch die Last des Kreuzes mit dem Papst teilten.2


Quelle: G. Sailer, vaticannews

Freitag, 3. April 2026

Karfreitagsliturgie mit Papst Leo im Petersdom

 Die Liturgie vom Leiden und Sterben unseres Herrn, Jesus Christus

              

Oh Haupt voll Blut und Wunden...

 

              

Die Predigt

vaticannews veröffenttlich den Worrtlaut der Prdeigt, die Papst Leo XIV während der Messe In coena Domini in seiner Bischofskirche -San Giovanni in Laterano- gehalten hat.                                          Hier geht´s zum Original:  klicken

WORTLAUT DER PREDIGT VON PAPST LEO XIV BEI DER MESSE IN COENA DOMINI

Liebe Brüder und Schwestern,

die feierliche Liturgie dieses Abends lässt uns eintreten in die Heiligen Drei Tage des Leidens, des Todes und der Auferstehung des Herrn. Wir überschreiten diese Schwelle nicht als Zuschauer und auch nicht aus Gewohnheit, sondern weil wir von Jesus selbst in besonderer Weise miteinbezogen sind: als Geladene zum Abendmahl, bei dem Brot und Wein für uns zum Sakrament des Heils werden. Wir nehmen nämlich an einem Festmahl teil, bei dem Christus, der »die Seinen liebte, die in der Welt waren, […] sie bis zur Vollendung« liebte (Joh 13,1): Seine Liebe wird zur Geste und zur Speise für alle und offenbart die Gerechtigkeit Gottes. In der Welt, gerade dort, wo das Böse wütet, liebt Jesus endgültig, für immer, mit seiner ganzen Person.

Während dieses letzten Abendmahls wäscht er seinen Aposteln die Füße und sagt: »Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe« (Joh 13,15). Die Geste des Herrn bildet eine Einheit mit dem Mahl, zu dem er uns geladen hat. Sie ist ein Beispiel für das Sakrament: Während die Geste die Bedeutung des Mahls unterstreicht, überträgt sie uns eine Aufgabe, die wir als Nahrung für unser Leben annehmen wollen. Der Evangelist Johannes wählt das griechische Wort upódeigma, um das Ereignis zu schildern, bei dem er anwesend war. Es bezeichnet „das, was direkt vor Augen geführt wird“. Was der Herr uns zeigt, indem er das Wasser, die Schüssel und das Tuch nimmt, ist weit mehr als ein moralisches Vorbild. Er legt uns damit nämlich seine eigene Art zu leben ans Herz: Das Waschen der Füße ist eine Geste, die die Offenbarung Gottes zusammenfasst, ein beispielhaftes Zeichen des fleischgewordenen Wortes, sein unverwechselbares Andenken. Indem er sich zum Diener macht, offenbart der Sohn die Herrlichkeit des Vaters und hebt die weltlichen Maßstäbe aus den Angeln, die unser Gewissen trüben.

Zusammen mit der sprachlosen Überraschung seiner Jünger öffnet uns selbst der menschliche Stolz die Augen für das, was geschieht: Wie Petrus, der sich der Initiative Jesu zunächst widersetzt, müssen auch wir »immer neu lernen, dass Gottes Größe anders ist, als wir uns Größe vorstellen, […] weil wir immer wieder einen Gott der Erfolge und nicht der Passion wollen« (Predigt während der Messe in Coena Domini, 20. März 2008). Diese Worte von Papst Benedikt XVI. stellen hellsichtig fest, dass wir stets versucht sind, einen Gott zu suchen, der „uns dient“, der uns zum Sieg verhilft, der nützlich ist wie Geld und Macht. Wir verstehen hingegen nicht, dass Gott uns wirklich dient, ja, und zwar durch die selbstlose und demütige Geste der Fußwaschung. Darin liegt die Allmacht Gottes. So erfüllt sich der Wille, das Leben denen zu widmen, die ohne diese Gabe nicht leben können. Der Herr kniet nieder, um den Menschen zu waschen, aus Liebe zu ihm. Und die göttliche Gabe verwandelt uns.

Mit seiner Geste reinigt Jesus nämlich nicht nur unser Gottesbild von der Idolatrie und den Lästerungen, die es beschmutzt haben, sondern er reinigt auch unser Bild vom Menschen, der sich mächtig wähnt, wenn er herrscht, der siegen will, indem er Seinesgleichen tötet, der sich für groß hält, wenn er gefürchtet wird. Als wahrer Gott und wahrer Mensch gibt Christus uns stattdessen ein Beispiel der Hingabe, des Dienens und der Liebe. Wir brauchen sein Vorbild, um zu lernen wie man liebt, nicht, weil wir dazu unfähig wären, sondern gerade um uns selbst, gegenseitig, zur wahren Liebe zu erziehen. Lernen, so zu handeln wie Jesus – der das Zeichen ist, das Gott in die Weltgeschichte einprägt – das ist eine Lebensaufgabe.

Er ist der wahre Maßstab, der »Meister und Herr« (Joh 13,13), der alle Masken des Göttlichen und des Menschlichen abnimmt. Sein Beispiel gibt er nicht, als alle glücklich sind und ihn lieben, sondern in der Nacht, in der er verraten wurde, in der Dunkelheit des Unverständnisses und der Gewalt, damit ganz klar wird, dass der Herr uns nicht liebt, weil wir gut und rein sind: Er liebt uns – und deshalb vergibt er uns und reinigt er uns. Der Herr liebt uns nicht unter der Voraussetzung, dass wir uns von seiner Barmherzigkeit reinigen lassen: Er liebt uns – und deshalb reinigt er uns, damit wir seiner Liebe entsprechen können.

Lernen wir von Jesus diesen gegenseitigen Dienst. Er verlangt nämlich nicht, dass wir ihn ihm gegenüber erwidern, sondern dass wir ihn einander angedeihen lassen: »Ihr müsst einander die Füße waschen« (vgl. Joh 13,14). Papst Franziskus sagte dazu: »Es ist eine Pflicht, die mir aus dem Herzen kommt: ich liebe es. Ich liebe es, und liebe, es zu tun, denn so hat es mich der Herr gelehrt« (Predigt zur Messe in Coena Domini, 28. März 2013). Er sprach nicht von einem abstrakten Imperativ, von einem formalen und leeren Befehl, sondern brachte seinen gehorsamen Eifer für die Liebe Christi zum Ausdruck, die die Quelle und das Vorbild unserer Liebe darstellt. Man kann das von Jesus gegebene Beispiel nämlich nicht nachahmen als Höflichkeitsgeste oder mit Widerwillen oder Heuchelei, sondern nur aus Liebe.

Sich vom Herrn bedienen zu lassen, ist also die Voraussetzung, um so dienen zu können, wie er es getan hat. »Wenn ich dich nicht wasche«, sagte Jesus zu Petrus, »hast du keinen Anteil an mir« (Joh 13,8): Wenn du mich nicht als Diener annimmst, kannst du mir nicht glauben und mir nicht folgen als deinem Herrn. Indem er unseren Leib wäscht, reinigt Jesus unsere Seele. In ihm hat Gott nicht ein Beispiel dafür gegeben, wie man herrscht, sondern wie man befreit; wie man das Leben zu einer Gabe macht, nicht wie man es zerstört.

So lasst uns also angesichts einer Menschheit, die aufgrund vieler Arten von Brutalität in die Knie gezwungen ist, auch selbst niederknien als Brüder und Schwestern der Bedrückten. So wollen wir dem Beispiel des Herrn folgen und verwirklichen, was wir in der Lesung aus dem Buch Exodus gehört haben: »Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen« (Ex 12,14). Ja, die gesamte biblische Geschichte läuft auf Jesus zu, das wahren Osterlamm. Durch ihn erhalten die früheren Gestalten ihre volle Bedeutung, denn Christus, der Retter, feiert das Pascha der Menschheit, indem er allen den Übergang von der Sünde zur Vergebung, vom Tod zum ewigen Leben eröffnet: »Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis« (1 Kor 11,24).

Indem wir die Gesten und Worte des Herrn wiederholen, gedenken wir eben heute Abend der Einsetzung der Eucharistie und des Priesteramtes. Die innige Verbindung zwischen den beiden Sakramenten stellt die vollkommene Hingabe Jesu dar, des Hohepriesters und der ewig lebendigen Eucharistie: Die gewandelten Gaben von Brot und Wein sind »das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird« (Dogmatische Konstitution Sacrosanctum Concilium, 47). Die Bischöfe und Priester, die gemäß dem Gebot des Herrn zu »Priestern des Neuen Bundes« geweiht sind (Konzil von Trient, De Missae Sacrificio, 1), sind Zeichen seiner Liebe gegenüber dem ganzen Volk Gottes, dem mit unserem ganzen Sein zu dienen wir, geliebte Mitbrüder, gerufen sind.

Der Gründonnerstag ist daher ein Tag tiefster Dankbarkeit und wahrer Brüderlichkeit. Betrachten wir in der eucharistischen Anbetung am heutigen Abend, in jeder Pfarrei und Gemeinschaft, diese Geste Jesu, indem wir niederknien, wie er es getan hat, und um die Kraft bitten, ihm im Dienen mit derselben Liebe nachfolgen zu können."

Quelle: vaticannews