Mario Galgano berichtet für vaticannews über den Beginn des Papstbesuches is Kamerun.
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Unter dem Titel:
"PAPSTBESUCH IN KAMERUN: "AFRIKA IM KLEINEN"
beginnt der Bericht so- ZITAT
"Am ersten Tag seines Aufenthalts in Kamerun ist Papst Leo XIV. im Präsidentenpalast in Yaoundé mit staatlichen Autoritäten und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengetroffen. Der Besuch folgt auf eine vorangegangene Station in Algerien und ist Teil einer elftägigen Reise über den afrikanischen Kontinent.
In seiner Rede vor dem Präsidenten sowie den Mitglieder des diplomatischen Korps und Vertretern der Zivilgesellschaft dankte das Kirchenoberhaupt herzlich für den Empfang. Leo XIV. bezeichnete Kamerun aufgrund der Vielfalt seiner Landschaften, Kulturen und Sprachen - völlig unterschiedlich von Nord nach Süd und von Ost nach West, auch in geographischer Hinsicht - als „Afrika im Kleinen“. Diese Diversität sei ein „Versprechen der Geschwisterlichkeit und ein solides Fundament für den Aufbau eines dauerhaften Friedens“. (...)
Quelle: M. Galgano, vaticannews
Das Kirchenoberhaupt definierte seine Rolle bei diesem Besuch als die eines „Hirten und Dieners des Dialogs, der Geschwisterlichkeit und des Friedens“. Er wolle jeden dazu ermutigen, am Aufbau des Gemeinwohls weiterzuarbeiten. In einer Zeit, in der „Resignation um sich greift und das Gefühl der Ohnmacht die Erneuerung zu lähmen droht“, verwies er auf das Bedürfnis der Menschen nach Gerechtigkeit, Teilhabe und Frieden.
Die Bedeutung der Jugend
Besonderes Augenmerk legte der Papst auf die jüngere Generation. Es sei sein Wunsch, „die Herzen aller zu erreichen, insbesondere die der jungen Menschen, die dazu berufen sind, einer gerechteren Welt Gestalt zu geben, auch in politischer Hinsicht“. An die Adresse der Frauen gewandt, betonte er: „Dankbar möchte ich die Rolle der Frauen hervorheben. Oft sind sie, leider, die ersten Opfer von Vorurteilen und Gewalt, und doch bleiben sie unermüdliche Friedensstifterinnen. Ihr Engagement in den Bereichen Bildung, Mediation und Wiederaufbau des sozialen Gefüges ist unvergleichlich und zügelt Korruption und Machtmissbrauch. Auch aus diesem Grund muss ihre Stimme in Entscheidungsprozessen voll und ganz anerkannt werden“. Mehrmals brandete nach den Worten des Papstes Applaus auf, doch besonders herzlich war er an dieser Stelle.
Würdigung der päpstlichen Botschaft
Der Präsident Kameruns, Paul Biya, schlug in seiner Ansprache ernste Töne an und verwies auf den schwierigen internationalen Kontext. Er zeichnete das Bild einer durch Kriege, wirtschaftliche Not und soziale Verzweiflung erschütterten Welt, in der Angst und Zweifel die Herzen der Menschen beherrschten. Inmitten dieses globalen Chaos fungiere die päpstliche Botschaft laut Biya wie eine „belebende Quelle“, die den Wunsch nach Harmonie stille und der Menschheit die verloren gegangene Hoffnung zurückgebe.
Der Besuch des Papstes in Kamerun dauert noch bis zum 17. April an, bevor die Reise in weitere afrikanische Staaten fortgesetzt wird.