Sonntag, 12. April 2026

Die Katechese

des Hl. Vaters beim heutigen Regina Coeli -im Wortlaut veröffentlicht bei vaticannewsklicken

     "WORTLAUT: PAPST LEO BEIM REGINA COELI"   

Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag und noch einmal frohe Ostern!

Heute, am zweiten Ostersonntag, den der heilige Johannes Paul II. der Göttlichen Barmherzigkeit gewidmet hat, lesen wir im Evangelium, wie der auferstandene Jesus dem Apostel Thomas erscheint (vgl. Joh 20,19-31). Das Ereignis findet acht Tage nach Ostern statt, während die Gemeinde versammelt ist, und dort begegnet Thomas dem Meister, der ihn einlädt, die Male der Nägel anzusehen, seine Hand in die Wunde in seiner Seite zu legen und zu glauben (vgl. V. 27). Es ist eine Szene, die uns dazu anregt, über unsere Begegnung mit dem auferstandenen Jesus nachzudenken. Wo finden wir ihn? Wie erkennen wir ihn? Wie glauben wir? Der heilige Johannes, der dieses Ereignis schildert, gibt uns genaue Hinweise: Thomas begegnet Jesus am achten Tag in der versammelten Gemeinschaft und erkennt ihn an den Zeichen seines Opfers. Aus dieser Erfahrung entspringt sein Glaubensbekenntnis, das bedeutendste im gesamten vierten Evangelium: »Mein Herr und mein Gott!« (V. 28).

Gewiss, es ist nicht immer leicht zu glauben. Das war es nicht für Thomas und das ist es auch für uns nicht. Der Glaube muss genährt und gestärkt werden. Deshalb lädt uns die Kirche am „achten Tag“, also an jedem Sonntag, ein, es den ersten Jüngern gleichzutun: uns zu versammeln und gemeinsam die Eucharistie zu feiern. In ihr hören wir die Worte Jesu, beten wir, bekennen wir unseren Glauben, teilen wir die Gaben Gottes in der Liebe, bieten wir vereint mit dem Opfer Christi unser Leben dar, nähren wir uns von seinem Leib und seinem Blut, damit wir dann selbst Zeugen seiner Auferstehung sein können, wie es der Begriff „Messe“ – genauer „Aussendung“, „Mission“ – andeutet (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 1332).

Die sonntägliche Eucharistie ist für das christliche Leben unverzichtbar. Morgen werde ich zu meiner Apostolischen Reise nach Afrika aufbrechen, und gerade einige Märtyrer der afrikanischen Kirche der ersten Jahrhunderte, die Märtyrer von Abitina, haben uns diesbezüglich ein wunderbares Zeugnis hinterlassen. Als ihnen angeboten wurde, ihr Leben zu retten, wenn sie auf die Feier der Eucharistie verzichteten, antworteten sie, dass sie nicht leben könnten, ohne den Tag des Herrn zu feiern. Denn daraus nährt sich und wächst unser Glaube. Darin vereinen sich unsere – wenn auch begrenzten – Bemühungen durch Gottes Gnade wie das Tun der Glieder eines einzigen Leibes – des Leibes Christi – zur Verwirklichung eines einzigen großen Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasst. Durch die Eucharistie werden auch unsere Hände zu „Händen des Auferstandenen“. Sie bezeugen mit den Spuren der Arbeit, der Entbehrungen, der Krankheit, des Vergehens der Jahre, die man ihnen ansieht, ebenso wie mit einem zarten Streicheln, einem Händedruck und einer Geste der Nächstenliebe seine Gegenwart, seine Barmherzigkeit und seinen Frieden.

Liebe Brüder und Schwestern, in einer Welt, die so sehr des Friedens bedarf, verpflichtet uns dies mehr denn je, eifrig und treu an unserer eucharistischen Begegnung mit dem Auferstandenen teilzunehmen, damit wir von dort als Zeugen der Liebe und als Träger der Versöhnung neu aufbrechen können. Möge uns die Jungfrau Maria dabei helfen, die selig ist, weil sie als Erste geglaubt hat, ohne zu sehen (vgl. Joh 20,29).

Quelle: vaticannews

Regina Coeli

 auf dem Petersplatz

            

In Illo Tempore...

Fr. John Zuhlsdorf setzt bei OnePeterFive seine Katechese  zur Bedeutung der Liturgie für sie Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original:  klicken

"IN ILLO TEMPORE: EINFACHER SONNTAG, OSTEROKTAV"

An diesem Sonntag vollenden wir die große Osteroktav, wobei „Vollzug“ hier im liturgischen Sinne der Kirche zu verstehen ist. Nach der alten, die Römer so gut kannten und die die Christen übernommen haben, war es acht Tage lang noch Ostern. Die Kirche hat gleichsam die liturgische Uhr angehalten, damit wir im Geheimnis der Auferstehung verweilen und sie in der Messe und im Stundengebet aus verschiedenen Perspektiven betrachten können.

Dieser Sonntag trägt viele Beinamen. Im nachkonziliaren Kalender heißt er Zweiter Sonntag der Osterzeit und, aufgrund des starken Engagements Johannes Pauls II. für das Thema der heiligen Faustina Kowalska, Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit. In älterer und historisch bedeutsamerer Form wird er Weißer Sonntag genannt, da er weniger feierlich begangen wurde als Ostern selbst. Er ist Thomas-Sonntag, weil das Evangelium unsere Aufmerksamkeit auf den Zweifel und das Bekenntnis des Apostels lenkt. Er ist Quasimodo-Sonntag, nach dem ersten Wort des Introitus. Am ältesten und eindrucksvollsten ist er jedoch Dominica in albis oder Dominica in albis depositis , der Sonntag „der abgelegten weißen Kleider“. All diese Namen kreisen um dasselbe Geheimnis, und jeder von ihnen erschließt eine andere Facette dieses Juwels.

Der Introitus aus 1 Petrus 2,2 gibt uns sogleich den Ton des Tages vor: „ Quasimodo geniti infantes, rationabile, sine dolo lac concupiscite ut in eo crescatis in salutem si gustastis quoniam dulcis Dominus .“ In der Vulgata lautet der Anfang „ Sicut modo “ statt „ Quasimodo “, und gerade diese kleine, aber beredte Abweichung zeugt vom Konservatismus der römischen Liturgietradition. In vielen von der Kirche gesungenen Antiphonen wurde eine Form der lateinischen Schriften bewahrt, die älter ist als die Vulgata des Hieronymus, denn die von Ehrfurcht und Wiederholung geprägte römische Liturgie sollte sich nur langsam verändern, ohne plötzliche, erzwungene und künstliche Änderungen, die nur von einigen Modernisten gewünscht werden, die den Glauben der Menschen verändern wollen. „Wie neugeborene Kinder sollt ihr nach der unverfälschten geistlichen Milch verlangen, damit ihr durch sie zum Heil heranwachst, denn ihr habt die Güte des Herrn geschmeckt.“ Die Kirche richtet diese Worte zunächst an die Neugetauften, die Kinder der frühen Kirche, die geistlichen Neugeborenen, die in der Osternacht durch das Wasser gegangen sind. Doch sie richtet sie auch an alle Getauften, denn die Gnade des Osterfestes ist nicht allein den Neugetauften vorbehalten. Jedes christliche Leben hat seinen Ursprung in eben jenem Wasser, seine Nahrung in eben jener Milch, sein Wachstum in eben jener göttlichen Güte.

Daher der alte Titel „Dominica in albis“ . In der alten lateinischen Kirche trugen die Neugetauften in der Woche nach Ostern ihre weißen Gewänder und empfingen vom Bischof eine besondere mystagogische Unterweisung in den heiligen Geheimnissen, zu denen sie nun zugelassen waren. An diesem Sonntag wurden diese Gewänder abgelegt und als Zeugnis ihrer Gelübde und ihres neuen Lebens in Christus hinterlegt. Das Bild ist ergreifend und berührend. Eine Woche lang waren sie wie kleine Küken unter dem Schutz des Bischofs in seiner Nähe geblieben. Dann kam der Tag, an dem sie in den Alltag der Christen aufbrechen sollten und innerlich das trugen, was sie fortan nicht mehr äußerlich in Weiß sichtbar trugen. Der heilige Augustinus, der in dieser Zeit predigte, verglich sie mit kleinen Vögeln, die ihre ersten Flügelschläge erprobten, während er, wie ein Elternvogel, um sie herumflatterte und zwitscherte, um sie zum Fliegen zu ermutigen. Die ganze Szene passt perfekt zur Frühlingszeit um Ostern, zur Frische der Taufunschuld und zur ernüchternden Erkenntnis, dass das christliche Leben nun in der Welt, inmitten ihrer Zwänge, Versuchungen und Verwirrungen, gelebt werden muss.

Freitag, 10. April 2026

Audienz

              Papst Leo hat heute den Französischen Präsidenten E. Macron in Audienz empfangen

             

Bischof Eleganti - im Interview zu den geplanten FSSPX-Bischofsweihen, Fortsetzung...

Fortsetzung von hier 

..."Ein Hauptanliegen der Piusbruderschaft ist ja die Erhaltung der Tradition. Nun hat Kardinal Robert Sarah, der große Sympathien für die alte Form der Messfeier hat, so wie sie von den Piusbrüdern gefeiert wird, kürzlich gesagt, man könne die Tradition nicht durch Ungehorsam verteidigen. Da liegt er auf der Linie mit allen Heiligen. Die Heiligen haben in solchen Situationen des Dissenses mit der legitimen kirchlichen Autorität immer gehorcht und nicht ihre eigene Ansicht über die kirchlich legitime Autorität gestellt und einfach durchgesetzt, wie das die Piusbruderschaft tut. 

Können Sie da Beispiele nennen?

Zum Beispiel Pater Pio und Ignatius von Loyola. Letzterer hat sogar ein viertes Gelübde eingeführt, den Gehorsam gegenüber dem Papst, das ja in der Reformationszeit wirklich von ganz wesentlicher Bedeutung war, weil Luther den Papst als Antichristen stigmatisierte und ablehnte. Ignatius und Calvin waren zusammen an der Pariser Universität. Der eine ging in eine schismatische Richtung und wurde zum Reformator und Kirchenspalter, der andere, Ignatius, führte für seine Gemeinschaft ein viertes Gelübde ein: Gehorsam gegenüber dem Papst. Auf die Frage, was er tun würde, wenn der Papst (Paul IV.) seinen erst gegründeten Orden aufheben würde – Kardinal Carafa war Ignatius und seiner Gründung gegenüber sehr kritisch gesinnt, bevor er Papst wurde –, antwortete Ignatius, dass er eine halbe Stunde Zeit im Gebet verbringen, dann aber gehorchen würde. Nun sind Demut und Gehorsam ja schwierige kirchenpolitische Fragen, aber auch vor allem schwierige menschliche Fragen. 

Wie haben Sie denn die Problematik selber erlebt? 

Ich habe vor allem in der Jugendzeit an dieser Frage sehr gelitten. Sie hat mich buchstäblich krank gemacht, weil ich schon als junger Mann in dieser Zwickmühle war. Mein erster geistlicher Vater vertrat die Ansicht, die ich soeben am Beispiel von Ignatius erklärt habe. Die Leitung der Gemeinschaft, in der ich zwölf Jahre lang lebte, wählte den passiven Widerstand. Man hielt den Befehl zur Auflösung der Gemeinschaft als nicht konform mit dem Heiligen Geist. Dieser Ungehorsam hat zur Suspendierung a divinis des Gründers geführt. Diese Frage hat mein Gewissen lange beschäftigt. Ich bin dann zu meiner ursprünglichen Ansicht zurückgekehrt, dass Gott das Werk durchsetzen muss, das Er durch uns  durchsetzen muss, das Er durch uns innerhalb Messe anlässlich der Weihe von sechs Seminaristen der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Priestern am 28. Juni 2019 auf dem Gelände des Priesterseminars der Piusbrüder in Écône (Schweiz) Jean-Matthieu Gautier/KNA 22 VATICAN 4-2026 INTERVIEW der Kirche realisieren will, nicht wir, schon gar nicht gegen die legitime, von Christus selbst eingesetzte kirchliche Autorität wie z. B. jene des Papstes. Ungehorsam führt zur Spaltung. 

Wie schätzen Sie denn den Papst selber ein? Warum hat er beispielsweise die Leitung der Piusbrüder nicht persönlich empfangen und sie von Angesicht zu Angesicht aufgefordert, ihm gehorsam zu sein? 

Nun, ich kann nicht in ihn hineinschauen. Vielleicht lässt er zuerst seine Mitarbeiter die Dinge vorbereiten, bevor er persönlich und direkt in diesen Dialog einsteigt. Auch wie er diesen Akt qualifizieren wird, falls die Piusbruderschaft tatsächlich ohne seine Autorisierung zur Weihe neuer Bischöfe schreiten wird, kann ich jetzt nicht sagen. 

Haben Sie denn Hoffnung, dass es vor dem Stichtag 1. Juli zwischen dem Vatikan und der Piusbruderschaft noch zu einer Einigung kommen könnte? 

So wie das Denken und die Ansichten auf beiden Seiten sind, bin ich eher pessimistisch und habe keine große Hoffnung, dass es eine Einigung geben wird. Wie gesagt, wenn man der Argumentation der Piusbruderschaft wie auch von Bischof Athanasius Schneider folgt, dann könnten ja auch ganz andere Kreise, zum Beispiel sehr liberale Bischöfe mit ähnlicher Argumentation vorgehen und ihre Ziele ohne den Papst durchsetzen. Aber wo kämen wir hin, wenn jeder Bischöfe weihen könnte, ohne Konsequenzen zu befürchten? Dann wäre doch die Spaltung vorprogrammiert, die schon Paulus im Ersten Korintherbrief beklagt hat: „Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid vielmehr eines  Sinnes und einer Meinung! Es wurde mir nämlich, meine Brüder und Schwestern, von den Leuten der Chloë berichtet, dass es Streitigkeiten unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus – ich zu Apollos – ich zu Kephas – ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt?“ (1 Kor 1,10-13). Paulus hat sein Evangelium Petrus vorgelegt. Er war 14 Tage bei ihm und ließ sich explizit durch Petrus (Jakobus und Johannes) bestätigen und senden, um sicher zu sein, dass er mit seinem Evangelium an die Heiden nicht ins Leere läuft: „Vierzehn Jahre später ging ich wieder nach Jerusalem hinauf, zusammen mit Barnabas; ich nahm auch Titus mit. Ich ging hinauf aufgrund einer Offenbarung, legte der Gemeinde und im Besonderen den Angesehenen das Evangelium vor, das ich unter den Völkern verkünde; ich wollte sicher sein, dass ich nicht ins Leere laufe oder gelaufen bin … Deshalb gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als die Säulen Ansehen genießen, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft: Wir sollten zu den Heiden gehen, sie zu den Beschnittenen“ (Gal 2,1-2.9). Paulus hätte die Gabe gehabt, autonom Kirchen zu gründen. Er war durch Christus berufen; er hatte sehr hohe Einsichten; und er hatte eine größere missionarische Dynamik entfaltet als andere. Aber er wollte die Einheit mit Petrus und er wollte von Petrus für seine Heidenmission gesandt sein. Er hat sich diese Sendung nicht selbst gegeben. Sie kam von Christus durch die Bestätigung (Anerkennung) der Kirche (Petrus).

Quelle: Weihbischof M. Eleganti,  vaticanmagazin

Mit 90 Jahren darf man das sagen....

Anläßlich seines 90. Geburtstages veröffentlicht CNA  ein Interview, das der ehemalige Leiter der deutschsprachigen Sektion von Radio Vatican Pater Eberhard von Gemmingen SJ in einem Interview mit dem Katholischen podcast "Himmelklar" gegeben hat.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"JESUIT EBERHARD VON GEMMINGEN WIRD 90  UND BEKLAGT NIEDERGANG DER GRUNDBILDUNG" 

In einem Interview mit dem Podcast Himmelklar antwortete von Gemmingen auf die Frage, ob er die Welt aktuell als krisenhaft erlebe: „Ja, sehr. Und zwar nicht nur die Kriege. Also ein Präsident Trump, der ist sehr seltsam, und ein Putin, der ist wirklich böse. Ich erlebe aber nicht nur die Kriege – Ukraine, Naher Osten, Mittlerer Osten, Sudan –, sondern ich habe zum Beispiel gestern erst gelesen, dass Kinder nach der Volksschule nicht lesen und schreiben können. Dann kommen sie ins Gymnasium. Und wenn sie das Gymnasium abschließen, sind sie längst nicht vorbereitet auf die Universität.“

„Das Schulsystem funktioniert nicht mehr“, konstatierte der Jesuit. „Warum? Weil Jugendliche und Kinder ununterbrochen abgelenkt sind von etwas anderem. In der guten alten Zeit war das Leben langweilig. Da war die Schule auch eine gewisse Unterhaltung und es gab Druck von den Eltern. Und die Eltern haben auch ihre Autorität ausgespielt.“

„Früher war es auch nicht gut, aber es gab eine Begrenzung“, fuhr von Gemmingen fort. „Eine normale bürgerliche Familie vor 50 oder 100 Jahren hat Grenzen erlebt. Es gibt unendlich viele Arme, aber es gibt auch unendlich viele Leute, die jeden Tag zwei, drei, vier oder fünf Bier trinken müssen oder viel Wein. Leider bin ich kulturskeptisch – vor allem, dass das Bildungswesen so den Berg hinuntergeht.“

Eberhard von Gemmingen wurde am 4. April 1936 geboren. Nach dem Abitur wurde er Jesuit und empfing 1968 die Priesterweihe. Seit 1982 war er für Radio Vatikan in der Ewigen Stadt tätig. Erst 2009 zog er sich von dieser Arbeit zurück und lebt seither wieder in Deutschland.

Im Gespräch mit dem Podcast Himmelklar sprach von Gemmingen auch über das, was ihm Hoffnung gebe, etwa „einige erstaunliche Aufbrüche, neue Anfänge“ im kirchlichen Bereich: „In Augsburg gibt es das berühmte Gebetshaus, wo Tausende von jungen Menschen hinkommen zum Beten, und zwar tagelang. Das ist ein kleines Zeichen.“

„Hoffnung macht aber auch, dass die Rückkehr von Religion – weltweit vielleicht unsichtbar – doch da ist, in ganz anderer Weise“, sagte er außerdem. „Jahrhundertelang war es allgemein üblich, zu beten. Heute taucht es da und dort auf.“

„Die Erwachsenen, die heute in eine Messe gehen, kommen freiwillig, jedenfalls in den Städten“, so der Jesuit. „Die kommen nicht aus Zwang und Pflicht, sondern sie kommen freiwillig. Und das ist wunderbar, dass die Freiwilligkeit, das heißt der eigene Wunsch, da etwas vom Evangelium mitzunehmen, so vorhanden ist.“

Er selbst denke „schon seit ein paar Jahren immer mehr ans Sterben und an den Tod“. Er wünsche sich, „dass ich leicht und schnell sterbe und dass ich nicht ewig lang im Bett liegen muss oder Schmerzen habe. Davor habe ich Angst. Vor dem Sterben als solchem. Ich hoffe, ich bekenne einfach, dass Jesus auf der anderen Seite steht und mich in seine Arme schließt. Das hoffe ich und wünsche ich mir. Aber lange leiden möchte niemand.“

Quelle: CNA, Himmelklar, Pater E.v. Gemmingen SJ

Donnerstag, 9. April 2026

Papst Leo XIV über den Wert des Sportes

Mario Galgano berichtet für vaticannews:  klicken

"Papst Leo XIV. hat an diesem Donnerstag die Athletinnen und Athleten der Olympischen und Paralympischen Winterspiele von Milano-Cortina 2026 bei einer Audienz im Vatikan gewürdigt. Vor Vertretern des italienischen Sports, darunter die Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (CONI) und des Paralympischen Komitees (CIP), betonte das Kirchenoberhaupt die tiefe spirituelle und gesellschaftliche Dimension des Sports in einer von Konflikten geprägten Zeit.


Der Papst dankte den Sportlern für ihr Zeugnis, das weit über die rein sportliche Leistung hinausgehe. Sport sei eine „Form der Sprache“, eine Erzählung aus Gesten, Mühen und dem ständigen Neubeginn. Besonders hob er die Paralympiker hervor: „Wir haben gesehen, wie die Grenze zu einem Ort der Offenbarung werden kann: Nicht etwas, das die Person behindert, sondern das verwandelt werden kann.“

In seiner Rede schlug Leo XIV. eine Brücke zu seinem apostolischen Schreiben „Das Leben in Fülle“, das er zu Beginn der Spiele im Februar veröffentlicht hatte. Wahrer Erfolg werde nicht an der Anzahl der Medaillen gemessen, sondern an der Qualität der menschlichen Beziehungen.

Warnung vor Kommerzialisierung

Trotz der freudigen Stimmung sparte der Pontifex kritische Töne nicht aus. Er warnte eindringlich vor den „Versuchungen“ des modernen Sports:


„Dazu gehört das Streben nach Leistung um jeden Preis, das zum Doping führen kann. Die Gier nach Profit, der das Spiel in einen Markt und den Sportler in einen Star verwandelt. Und die Spektakularisierung, die den Athleten auf ein Image oder eine Nummer reduziert.“


Gegen diese Tendenzen sei das ehrliche Zeugnis der Athleten essenziell, um zu zeigen, dass man konkurrieren könne, ohne sich zu hassen, und gewinnen könne, ohne das Gegenüber zu demütigen, dass man verlieren kann, ohne sich selbst zu verlieren. Dieses Zeugnis gelte auch über den Sport hinaus – im gesellschaftlichen Leben, in der Politik, in den Beziehungen zwischen den Völkern.

Sport als Friedensprojekt

Angesichts globaler Polarisierung und verheerender Kriege bezeichnete der Papst den Sport als „Prophetie des Friedens“. Die Spiele hätten die Möglichkeit aufgezeigt, die Logik der Gewalt zu durchbrechen und die „Logik der Begegnung“ zu fördern. In Anlehnung an die Enzyklika Laudato si’ seines Vorgängers erinnerte er zudem an die Verantwortung der Sportwelt für den Schutz der Natur und des „gemeinsamen Hauses“.

Der Papst segnete die Anwesenden vor dem „Kreuz der Sportler“ und gab ihnen eine Mission mit auf den Weg: „Sorgt weiterhin dafür, dass die Person im Zentrum des Sports bleibt, in all seinen Ausdrucksformen.“

Vor der Ansprache des Papstes hatten umgekehrt die Präsidenten der beiden Italienischen Olympischen Komitees die Werte des Sports – Respekt, Fairplay und Inklusion – und die Nähe der Sportbewegung zur Kirche betont. Am Ende der Audienz gaben die Funktionäre die Flamme weiter und überreichten Leo XIV. die olympische Fackel.

Quelle: M. Galgano, vaticannew

Papst Leo empfängt die Teilnehmer der Paralympischen Spiele

            

Griechenland bereitet sich auf die landesweite Verteilung des Heiligen Lichtes vor,das aus Jerusalem eingeflogen wurde....

Greece Prepares Nationwide Distribution Of Holy Light https://t.co/iWKBf7xXsl pic.twitter.com/wUUTGpXLGF

— Greek City Times (@greekcitytimes)  

Weihbischof Eleganti im Interview zu den geplanten Bischofsweihen der FSSPX

Das Vatican-magazin veröffentlicht das Interview,das Bernhard Müller mit Weihbischof Marian Eleganti zur Absicht des Piusbruderschaft, neue Bischöfe zu weihen, geführt hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

          "DIE SPALTUNG IST VORPROGRAMMIERT"

Die von Erzbischof Lefebvre 1970 gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. hat Anfang Februar diesen Jahres angekündigt, die Gemeinschaft werde am Hauptsitz ihrer Bewegung im schweizerischen Écône am 1. Juli neue Bischöfe weihen, auch gegen den Willen des Papstes. Diese Ankündigung hat die Spannungen zwischen dem Vatikan und der Gemeinschaft weiter verschärft. Dabei war es vor allem während des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. zu einer echten Entspannung und Annäherung gekommen. Darüber sprachen wir mit dem früheren Schweizer Abt und emeritierten Weihbischof von Chur, Marian Eleganti. 

Wie ist denn Ihr persönliches Verhältnis zur Piusbruderschaft und stimmt es, wie in den Medien behauptet wird, dass Sie gute Kontakte zur Leitung dieser Bewegung haben? 

Tatsächlich hatte ich einige Begegnungen mit Exponenten der Piusbruderschaft, schon als ich noch Weihbischof war, aber dann häufiger, 18 VATICAN 4-2026 VATICAN 4-2026 19 nachdem ich emeritiert wurde. So wurde ich vor ein paar Monaten vom Generaloberen, Pater Davide Pagliarani zu einem Mittagessen nach Menzingen eingeladen. Sie wohnen eine halbe Stunde von mir entfernt in Menzingen und ich habe diese Einladung sehr gerne angenommen. Es war eine sehr freundliche, ja fast freundschaftliche Begegnung in guter Atmosphäre und wir haben da lang und breit bis in den Nachmittag hinein über eine mögliche Bischofsweihe gesprochen. Das war damals noch nicht so explizit im Raum, aber ich habe es eben kommen sehen und ich habe ihnen damals meine Argumente vorgetragen und geraten, diesen Schritt nicht zu tun. 

Das heißt, Sie teilen die Auffassung Ihres Mitbruders, des in Kasachstan wirkenden Weihbischofs Athanasius Schneider, nicht, dass eine illegale Weihe von Bischöfen nicht als Schisma gelten könne, da die schismatische Absicht fehle? 

Nein, ich teile diese Auffassung aus verschiedenen Gründen nicht, so sehr ich Bischof Athanasius schätze. Hier habe ich eine andere Meinung. Aber letztlich wird der Papst über diesen Schritt entscheiden, wie dieser Schritt einzuordnen ist, und er wird diesbezüglich Klarheit schaffen müssen.

Das Kirchenrecht ist eigentlich klar, Canon 1383 sagt, dass eine unerlaubte Bischofsweihe ipso facto latae sententiae die Exkommunikation mit sich bringt, ohne Erklärung. Natürlich gibt es seit langem eine kirchenrechtliche Diskussion, wie weit man dies als ein Schisma einzuordnen hat. Aber einig ist man sich darüber, dass so eine Weihe sicher ein schismatischer Akt ist. Für mich ist das Ergebnis entscheidend. Und das Ergebnis ist ganz klar eine in der Tat jurisdiktionelle Autonomie. Es entsteht eine Gemeinschaft mit einer eigenen selbstermächtigten Jurisdiktion und Hierarchie. Sie leitet sich selber autonom bzw. eigenmächtig. Auch wenn sie im Hochgebet weiterhin für den Papst beten? 

Das ist für mich dann eigentlich nicht mehr so ausschlaggebend. Es ist auch vorstellbar, dass orthodoxe Kirchen für uns bzw. für den Papst im Sinne eines Ehrenoberhauptes beten. Aber gerade bei den Orthodoxen sprechen wir vom großen Schisma. Solange eine jurisdiktionelle Einheit nicht gegeben ist oder die Jurisdiktionsgewalt des Papstes über eine Teilkirche abgelehnt wird, gibt es keine Kirchenkommunion, und wir reden da immer von Schismen, sei es mit den Orthodoxen oder Protestanten. Also für mich entsteht ein Schisma durch eine illegale Bischofsweihe, unabhängig von der Intention, denn eine Bischofsweihe ist konstitutiv für die Kirche. Wo der Bischof bzw. Papst ist, da ist die Kirche. Die Einheit der Bischöfe mit dem Papst als Haupt ihres Kollegiums ist unabdingbar. Diese kann aber nicht nur im Gebet gelebt werden, sondern muss sich im konkreten Gehorsam zeigen. Sonst entsteht eine vom Papst als ihrem Haupt unabhängige Hierarchie, die sich nicht an seine Jurisdiktion haltend auch nicht mit dem Weltepiskopat als Kollegium der Nachfolger der Apostel eins ist, aber wie in diesem Fall gültige Sakramente unerlaubterweise spendet. 

Die Intention ist ja auch schwer fassbar. Welches ist das Mindset der Menschen im Tiefsten? Denken sie auch im Grunde genommen schismatisch? Welche Ansichten, zum Beispiel über die Gültigkeit der Sakramente der Universalkirche und über andere Punkte, werden intern vertreten? Sollten sie beispielsweise denken, dass diese Sakramente, wie sie in der Universalkirche gespendet werden, defekt sind und nicht mehr die vollen Heilsmittel vermitteln, dann entspricht das einem schismatischen Denkansatz. Wo lebt dann noch konkret die unfehlbare (ein Gegenstand des Glaubensbekenntnisses) Kirche Christi, die vom Heiligen Geist geleitet wird? Etwa nur noch in der eigenen Fraktion (SSPX)? Geltend zu machen, dass die geweihten Bischöfe ja keine Jurisdiktion besäßen, weil sie ihnen der Papst aufgrund des Aktes des Ungehorsams ihm gegenüber nicht verliehen hat und sie keinen Teilkirchen vorstehen, sondern nur reine Sakramentenspender (Weihbischöfe) sind, entspricht einem sonderbaren Verständnis der Bischofsweihe bzw. des Bischofs als Nachfolger der Apostel. Wo kämen wir hin, wenn einzelne Bischöfe, unabhängig vom Papst, andere Bischöfe weihen würden oder eine jurisdiktionell unabhängige Kirchenleitung installieren könnten, auch wenn der Papst nicht zustimmt, z.B. in Deutschland? (...)

Fortsetzung folgt...

Quelle: Vatican Magazin, Weihbischof M. Eleganti

Mittwoch, 8. April 2026

Generalaudienz

auf dem Petersplatz     

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"GENERALAUDIENZ: HEILIG SEIN IST DER AUFTRAG FÜR ALLE GETAUFTEN"
Papst Leo XIV. hat bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch die Berufung zur Heiligkeit als Aufgabe jedes Christen beschrieben und dabei zentrale Aussagen des Konzilsdokuments „Lumen Gentium“ (1964) hervorgehoben.

Der Papst setzt damit seine Katechesenreihe über die Lehrschreiben des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) fort. Leo XIV., seit genau elf Monaten im Amt, hat sie im Januar 2026 nach dem Abschluss des Heiligen Jahres gestartet. Es ist seine erste eigene Katechesenreihe bei der Generalaudienz, seit Februar spricht er mittwochs überLumen Gentium“.

„Jeder von uns ist berufen, in der Gnade Gottes zu leben, die Tugenden zu üben und Christus ähnlicher zu werden“

In dieser Folge stellte Leo das Ziel der Heiligkeit in den Mittelpunkt, von der im fünften Kapitel der Konstitution die Rede ist. „Jeder von uns ist berufen, in der Gnade Gottes zu leben, die Tugenden zu üben und Christus ähnlicher zu werden“, hob der Papst hervor. Laut dem verbindlichen Konzilstext sei Heiligkeit „kein Privileg weniger Auserwählter, sondern eine Gabe, die jeden Getauften dazu verpflichtet, nach der Vollkommenheit der Liebe zu streben, das heißt nach der Fülle der Liebe zu Gott und dem Nächsten.“

Die Konstitution bestimme zugleich den inneren Maßstab dieses Weges. Wie der Papst erklärte, „leitet und beseelt die Liebe alle Mittel der Heiligung und führt sie zum Ziel“. Diese Liebe, vom Vater durch den Sohn geschenkt, durchdringt das Leben der Gläubigen und richtet es auf die Vollendung aus.

In diesem Zusammenhang erinnert Leo XIV. an die Bereitschaft, den Glauben zu bezeugen bis hin zum Martyrium, eine Bereitschaft, die das christliche Leben begleitet. Jeder Gläubige müsse dazu bereit sein, „Christus bis zum Blutvergießen zu bekennen“, auch heute, erinnerte der Papst. „Diese Bereitschaft zum Zeugnis zeigt sich jedes Mal, wenn Christen Zeichen des Glaubens und der Liebe in der Gesellschaft hinterlassen und sich für Gerechtigkeit einsetzen.“

Die heilige katholische Kirche?

Wie aber verhält es sich mit der Gemeinschaft der Gläubigen, der „heiligen katholischen Kirche“, zu der Christen sich im Credo wortwörtlich bekennen? Leo XIV. verwies darauf, dass „Lumen Gentium“ die Kirche „unzerstörbar heilig“ nennt. Aber: „Dies bedeutet nicht, dass sie vollkommen heilig ist“, erklärte der Papst, „sondern dass sie berufen ist, diese göttliche Gabe auf ihrer Pilgerreise zum ewigen Ziel zu bestätigen.“

Natürlich gebe es „Sünde in der Kirche“, das sei eine „traurige Realität“ – und zugleich gerade deshalb eine Einladung, das eigene Leben zu verändern in der Hinwendung zu Gott, der in der Liebe alles erneuert. „Diese unendliche Gnade, die die Kirche heiligt, überträgt uns eine Aufgabe, die wir Tag für Tag erfüllen sollen: die unserer Umkehr. Heiligkeit ist daher nicht bloß praktischer Natur, als ließe sie sich auf eine ethische Verpflichtung reduzieren, wie groß sie auch sein mag, sondern betrifft das Wesen des christlichen Lebens selbst, sowohl des persönlichen als auch des gemeinschaftlichen.“2

Quelle: vaticannews

Dienstag, 7. April 2026

Pius XII - der Pastor Angelicus

Anläßlich des 150. Geburtstages würdigt Marco Gallina in einem lesenswerten Artikel für substack.com Papst PiusXII. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PIUS XII: DER LETZTE MITTELALTERLICHE PAPST"

Einhundertfünfzig Jahre sind seit der Geburt Eugenio Pacellis vergangen – und die deutsche Wissenschaft ist nach wie vor von einer einzigen Frage gefesselt. Zahlreiche Artikel, die in diesem Jubiläumsjahr erschienen, schlugen denselben Ton an: den Papst, der angesichts des Holocaust schwieg. Rolf Hochhuths Theaterstück „ Der Stellvertreter“ prägte und prägt weiterhin nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs, sondern auch das Andenken an diesen Nachfolger Petri, der von deutschen Beobachtern aufgrund seiner ausgeprägten Sympathie für Deutschland und sein Volk stets mit Misstrauen betrachtet wurde.

Die seit der Öffnung der Vatikanischen Archive im Jahr 2020 durchgeführten Forschungen haben sich jedoch für diejenigen als enttäuschend erwiesen, die die gängige Meinung über einen antisemitischen oder zumindest gleichgültigen Papst bestätigen wollten. Kein einziges Dokument ist aufgetaucht, das diese Anschuldigung stützen könnte. Deutsche Forschungsförderungsstellen finanzieren derzeit ein auf 25 Jahre angelegtes Projekt, das sich der Untersuchung von 10.000 Petitionen von Juden aus ganz Europa widmet. Unter der Leitung von Professor Hubert Wolf aus Münster stehen dafür 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Wolf, der sich in der Vergangenheit selbst ausgesprochen kritisch geäußert hatte, hat inzwischen Folgendes belegt: Die Kurie leistete finanzielle, materielle und wohnliche Unterstützung und finanzierte die Auswanderung, um Juden vor der Deportation zu bewahren. Der Heilige Stuhl reagierte, wann immer es möglich war. Auch der Vorwurf, nur getaufte Juden hätten Hilfe erhalten, hat sich als unbegründet erwiesen. Laut dem Historiker Michael Feldkamp stammt der Ausdruck „Brüder im Glauben“ – der später Eingang in die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils fand – von Pacelli selbst 

Abbau des Pacelli-Denkmals

Vor diesem Hintergrund wirkt Wolfs Vorschlag, die zukünftige Forschung solle sich weniger auf Pius XII. selbst und mehr auf das breitere kuratorische Umfeld konzentrieren, fast wie ein Zugeständnis: In Pacelli findet sich schlichtweg nichts. Vielleicht liefern einige antisemitische Kardinäle noch Material für weitere Untersuchungen. Die Beweislage deutet zunehmend darauf hin, dass die Forschung das positive Bild von Pius XII. bestätigt, das in den 1950er Jahren als gängige Meinung galt. Natürlich tragen auch diese Erkenntnisse nicht dazu bei, die Schwarze Legende zu entkräften oder die aggressive Feindseligkeit der kirchenfeindlichen Presse zu besänftigen. Ein Seligsprechungsprozess bliebe ein politischer Zündfunke, der die kirchenfeindlichen Medien mobilisieren könnte.

Die Zerstörung des Ansehens von Pius XII. in den 1960er Jahren glich einer Zerstörung eines Denkmals. Der Wunsch progressiver Gruppierungen innerhalb der Kirche nach einem radikalen Bruch trug dazu bei. Das Zweite Vatikanische Konzil markiert einen Wendepunkt, nicht nur für Traditionalisten. Was die progressiven und traditionalistischen Lager eint, ist das gemeinsame Bekenntnis zu einer sogenannten „Hermeneutik des Bruchs“ im Gegensatz zur „Hermeneutik der Kontinuität“, die von konservativen Persönlichkeiten wie Joseph Ratzinger vertreten wurde.

Dieses konservative Lager ist heute geschwächt. Vor allem in Europa hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die 1960er Jahre die Auflösung der „mittelalterlichen Kirche“ mit sich brachten. Uneinigkeit herrscht lediglich darüber, ob dies Anlass zum Feiern oder zum Bedauern ist.

Über den Ostermontag...

Silvia Kritzenberger veröffentlicht bei KAP und bei vaticannews eine Überlegung zum Ostermontag.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                   "STICHWORT: OSTERMONTAG"

Wie zu Weihnachten und Pfingsten gibt es auch zu Ostern einen zweiten gesetzlichen Feiertag in Österreich und in vielen anderen europäischen Ländern. Dieser geht auf eine lange christliche Tradition zurück.

Und so geht´s weiter - ZITAT

"Kirchlich gesehen steht die Emmausgeschichte aus der Bibel im Mittelpunkt des Ostermontags: Zwei Jünger gehen in tiefer Trauer über Jesu Tod von Jerusalem zu dem Dorf Emmaus. Unterwegs gesellt sich Jesus zu ihnen, doch sie erkennen ihn lange nicht. Hier zeigt sich Jesus nach biblischer Überlieferung erstmals nach seiner Auferstehung den Jüngern.

Fester Bestandteil des österlichen Brauchtums ist in vielen österreichischen Pfarren daher der sogenannte „Emmausgang“ am Ostermontag. Es ist dies ein geistlicher Gang mit Gebet und Gesang bzw. ein besinnlicher Spaziergang durch die im Frühling aufblühende Natur. Oft wird im Rahmen dieses Osterspaziergangs auch eine Messe unter freiem Himmel gefeiert." (...)

Quelle S.K., vaticannews

Montag, 6. April 2026

Heute vor 498 Jahren

am 6. April 1528 starb eines der größten Maler-Genies der Geschichte: Albrecht Dürer 
Gedenken wir seiner an diesem Ostermontag mit seinem berühmten Feldhasen


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