Mittwoch, 16. Januar 2019

Musik zum Abend -aus guter eu


                       G.F.Händel  Ode for St. Cecilia´s Day  "'The trumpet's loud clangor'"


          

Fundstück

Anläßlich des Namenstages der Hl. Titians von Oderzo berichtet Marco Gallina - wie immer lesenswert- auf dem Löwenblog über seine Lebensumstände und die historische Situation im Italien der Spätantike und seine Beziehung zu Venedig.
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Hier ein Zitat: 
"Der Heilige Titian (bzw. Tizian) von Oderzo ist ein Kind dieser Welt, in der die Hinterlassenschaften Roms und der Fall der alten Welt noch greifbarer ist als das, was das Mittelalter bringen wird. Er stammt aus einem dieser Grenzgebiete zwischen den Herrschaftsgebieten germanischer Invasoren und spätantiker Kultur.  (….)

"Oderzo war damals die Hauptstadt eines eigenen Bistums. Titian trat als Mitglied einer vermutlich aristokratischen Familie in den Kirchendienst und wurde vom damaligen Bischof von Oderzo, dem Heiligen Florianus, protegiert. Titian diente danach als Diakon unter seinem Lehrmeister, bis sich Florianus dazu entschied, sein Amt zugunsten der Mission ruhen zu lassen. Darauf wurde Titian als Nachfolger eingesetzt und damit zum Bischof von Oderzo bestimmt." (….)

Quelle: Löwenblog, M.Gallina

Magister : Franziskus und der sexuelle Mißbrauch. Der Papst. der zu viel wußte"

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die aktuelle Situation im Mißbrauchsskandal und besonders den Umgang des Pontifex mit den Tätern.
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"FRANZISKUS  UND DER SEXUELLE MISSBRAUCH. DER PAPST DER ZUVIEL WUSSTE"
Papst Franziskus hat schon vor einiger Zeit klargemacht, wie er die Frage des Sexuellen Mißbrauchs durch geweihte Personen beurteilt und wie er es anzugehen beabsichtigt. Nicht als ein primäres Problem von Sexualität oder Macht, nicht von Individuen sondern einer Kaste, der Klerikerkaste.

Das hat er in einem Brief zu dieser Frage zu verstehen gegeben, den er am 20. August 2018 an das "Volk Gottes" adressierte und in dem er den "sexuellen Mißbrauch" als solchen nie anspricht sondern nur im Zusammenhang mit Machtmißbrauch und dem Mißbrauch des Gewissens.

Das hat er dieses Jahr im Brief vom 1. Januar an die US-amerikanischen Bischöfe wiederholt, in dem er weiterhin systematisch die dreifache Formulierung benutzt, aber die Reihenfolge ändert: "der Mißbrauch von Macht und Gewissen und sexueller Mißbrauch".

Noch ausdrücklicher stellt er das in dem Dubliner Treffen mit den irischen Jesuiten hinter verschlossenen Türen vom 25. August, von Pater Antonio Spadaro sorgfältig am 15. September  in La Civiltà Cattolica transskribiert und veröffentlicht: "Elitismus, Klerikalismus fördern jede Art von Mißbrauch. Und der sexuelle Mißbrauch ist nicht der erste. Zuerst ist da der Mißbrauch von Macht und Gewissen."

Auch das Schlussdokument der Oktobersynode macht dieses Theorem von Franziskus in den Paragraphen, die den sexuellen Mißbrauch betreffen, zu seinem eigenen, indem sie die Ursache für alles dem Klerikalismus zuschreiben, was "eine elitäre und exklusive Sicht von Berufung bedeutet, die das empfangene Amt als Macht interpretieren, die eher ausgeübt wird als ein freies und großzügiges Dienen."

Entgegen diesem Hintergrund sollte das Einberufen der Präsidenten der Bischofskonferenzen der ganzen Welt nach Rom, das für den 21.-24. Februar geplant ist, -gemäß der Absicht des Papstes- als eine organische Repräsentanz der Klerikerkaste betrachtet werden, vor der er sich selbst als die andere und makellose Autorität im Dienst der Machtlosen und der Machtopfer präsentiert.

So sollte es sein- in Franziskus´ Plan. Aber inzwischen bewegen sich die Dinge in die entgegengesetzte Richtung.
Das letzte Ereignis, über das Settimo Cielo vor einigen Tagen berichtet hat. ist der Fall des argentinischen Bischofs Gustavo Óscar Zanchetta und seine verblüffende Karriere auf dem Weg bis zu einer gehobenen Stellung in der Vaticanischen Kurie, trotz manifester Beweise für seine Unzulänglichkeit und Unzuverlässigkeit und Vorwürfen wegen sexuellen Mißbrauchs von Dutzenden Seminaristen.

Dienstag, 15. Januar 2019

Ad multos annos !

Heute feiert Msgr. Georg Ratzinger seinen 95. Geburtstag.
         
          AD MULTOS ANNOS UND GOTTES REICHES SEGEN!

Thorsten Paprotny widmet ihm aus diesem Anlass bei CNA einen Artikel.
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Quelle: CNA, T. Paprotny


Montag, 14. Januar 2019

Tweet zum Tage

Bischof J. Strickland von Tyler, Texas, hat sich -auch mit diesem Tweet - der Aufforderung von Erzbischof Viganò angeschlossen.

"Noch einmal füge ich meine Stimme der Bitte Erzbischof Viganòs hinzu. Er spricht von "EWIGER ERLÖSUNG", eine Sprache. die während dieses Albtraums selten zu hören ist. "

Ex-Nuntius Viganò schreibt an Erzbischof McCarrick

Wie Marco Tosatti bei Stilum  Curiae schreibt, hat Ex-Nuntius Erzbischof Carlo Maria Viganò jetzt einen offenen Brief an Ex-Kardinal Erzbischof McCarrick geschrieben . in dem er ihn zu öffentlicher Umkehr und Reue für seine Verbrechen auffordert. 

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"VIGANO SCHREIBT AN MCCARRICK: BEREUE ÖFFENTLICH FÜR DIE OPFER UND DIE KIRCHE."

Erzbischof Viganò ist dazu zurückgekehrt, von sich hören zu lassen, nach einem Schweigen, das mehrere Wochen andauerte. Das tut er mit einem Appell an Exkardinal Theodore McCarrick: ein Appell zur Umkehr und vor allem zur öffentlichen Reue und der öffentlichen Bitte bei allen Opfern und der Kirche um Vergebung. Natürlich wird es die geben, die in der Tonart der Pharisäer einwenden werden: welches Recht hat Erzbischof Viganò sich in diesem Ton an McCarrick zu wenden? In Wirklichkeit erfüllt er- indem er das tut- was vielleicht andere an seiner Stell hätten tu sollen. Und dann eine Aufforderung zur öffentlichen Umkehr und öffentlich um Vergebung für die eigenen Fehler und falschen Handlungen zu bitten scheint nicht ungerecht zu sein, angesichts der Gesamtheit der öffentlichen Schäden an der Kirche und außerdem an den einzelnen Opfern, deren Leben durch das Tun McCarricks gezeichnet worden sind. Er fällt in die alte Tradition der Kirche aller Zeiten zurück.

Konnten die von Benedikt XVI über den Erzbischof von Washington auf Basis des kanonischen Rechts verhängten Sanktionen noch nur einer begrenzten Anzahl von direkt betroffenen Personen- ohne öffentlichen Skandal- bekannt werden, ist es heute nicht mehr so. Und in dieser Stunde hat sich James Grein, der Hauptankläger im Skandal möglichen von McCarrick begangenen Mißbrauchs an Minderjährigen mit der stellvertretenden Disktrikts-Staatsanwältin von Manhattan, Sara Sullivan, getroffen, die auf breiter Basis systematisch vertuschten, von Klerikern begangenen Mißbrauch untersucht. Die Tatsache, daß Grein mit der Ziviljustiz zusammen arbeitet zeigt, daß wir uns vor einem Qualitätssprung bei den Anklagen befinden. 

Gagliarducci: "Das Ende-der- Welt-Gefühl ist zurück."

In seiner heutigen, allmontäglichen Kolumne bei Monday in the Vatican befaßt sich A. Gagliarducci  mit den möglichen Auswirkungen der -bisher erst gerüchteweise bekannt gewordenen- möglichen "Reform"pläne des Papstes bzgl. der Präfektur des Päpstlichen Hauses.
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"PAPST FRANZISKUS,  DAS ENDE EINER WELT?"


"Papst Franziskus´ Pontifikat scheint Fahrt aufgenommen zu haben. Nicht nur wegen des für 2019 geplanten Reiseterminkalenders, der bereits - obwohl noch unvollständig- eng zu sein scheint. Nicht nur wegen der Veränderungen in der Kommunikationsabteilung des Vaticans. Und nicht nur wegen der Gerüchte, daß der Papst die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei, die die Beziehungen zur traditionalistischen Welt aufrecht erhielt, schließen wird.

Die jüngsten Gerüchte besagen, daß Papst Franziskus die Präfektur des Päpstlichen Hauses schließen will. Viele unterschätzen dieses Thema. Wenn das jedoch passieren sollte, könnten 1800 Jahre Geschichte mit einem Federstrich zunichte gemacht werden.

Die Gerüchte fahren fort, daß die Präfektur des Päpstlichen Hauses dann vom Staatssekretriat absorbiert würde. De facto würde der Päpstliche Haushalt nicht länger existieren.  Das ist kein geringfügiges Thema.

Laut der Webseite des Vaticans hat die Präfektur die Aufgabe, die Dienste des Vorzimmers zu 
koordinieren und die offiziellen Audienzen zu organisieren, die Seine Heiligkeit den Staatsoberhäuptern, Regierungschefs, Regierungsministern und anderen Würdenträgern wie auch den Botschaftern, die nach Rom kommen, um ihre Beglaubigungsschreiben zu präsentieren, gewährt.

Die Präfektur- so liest man- "kümmert sich um die Vorbereitungen aller privaten, speziellen und allgemeinen Audienzen- und Besuche jener, die vom Hl. Vater formell empfangen werden. Sie ist auch dafür verantwortlich, die päpstlichen Zeremonien -außer den liturgischen Feiern- zu organisieren, ebenso wie die Spirituellen Exerzitien des Hl. Vaters und des Kardinalskollegiums der Römischen Kurie."

Und schließlich "die Präfektur sorgt jedes mal , wenn der Hl. Vater den Apostolischen Palast verläßt, um die Stadt Rom zu besuchen oder innerhalb Italiens zu reisen,  für die angemessenen Vorkehrungen."


Fundstück

wie heute bekannt wird, hat der Paderborner Priesterkreis "Communio Veritatis" in einer
Erklärung Kardinal Marx zum Rücktritt aufgefordert.
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Unter dem Titel: "AUFFORDERUNG AN KARDINAL MARX ZUM RÜCKTRITT" beginnt die Erklärung so:

"Wir fordern Sie auf, den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz aufzugeben, weil dieser Begriff eine Ausgrenzung Ihrer Amtsbrüder ist.

Wir stellen heraus, daß in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, die Wahrheit in Person unter uns erschienen ist. Sie stehen mit Ihrer soziologischen Sichtweise im Irrtum des Synkretismus und des Relativismus.
Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu mißbrauchen, indem Sie die Sakramente der Kirch offenkundig als Ihren Privatbesitz ansehen, den Sie beliebig auf dem Altar des Zeitgeistes opfern.
Wir weisen die Instrumentalisierung unserer Religion zurück." 

Quelle: "Communio Veritatis" 





Sonntag, 13. Januar 2019

Musik am Abend


       
            

Francois Couperin: "Die Geburt der Lilien"

Was die jüngsten Schritte der Kurienreform bedeuten....

Ricardo Cascioli kommentiert bei "Il Giornale" die jüngsten Aktivitäten von Papst Franziskus bei der Umstrukturierungen der Kurie und was sie für die Tradition der Kirche bedeuten können.
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"JETZT WILL BERGOGLIO DAS ERBE VON PAPST BENEDIKT XVI AUSLÖSCHEN"
"Tagesfragen und zwei weitere wichtige Fäden, die Papst Franziskus mit seinem Vorgänger verbinden, werden durchschnitten:  Stimmen warnen immer dringlicher, daß die Abschaffung der Präfektur des Päpstlichen Hauses sicher ist, deren Titular Msgr. Georg Gänswein ist, ebenfalls Privatsekretär von Benedikt XVI: und das Ende von Ecclesia Dei. 1988 für den Dialog mit der FSSPX gegründet, aber heute vor allem Referenzpunkt für die Anwendung von "Summorum Pontificum", dem Motu Proprio mit dem Benedikt XVI die lateinische Messe nach dem Alten Ritus freigab.

Zwei Entscheidungen, die - wenn sie bestätigt werden - außer den praktischen Auswirkungen auch einen großen symbolischen Wert haben.
Außerdem handelt es sich nicht um überraschende Schritte.
Der erste herausragende Name, der fallen sollte, war der des US-amerikanischen Kardinals Raymond Burke, den Benedikt XVI 2008 als Präfekten der Apostolischen Signatur nach Rom berief. Im November 2014 entfernte Papst Franziskus ihn, hatte ihn aber bereits ein Jahr vorher in der Bischofskongregation ersetzt.
Dann traf es Kardinal Gerhard Müller- seit 2012 Präfekt der Glaubenskomngregation und persönlicher Freund von Benedikt XVI und Kurator der Opera Omnia von Joseph Ratzinger, der  2017 brüsk am Ende der ersten Amtszeit "liquidiert" wurde. Gegenüber Kardinal Sarah wurde ein andere Vorgehensweise gewählt, den Papst Franziskus im November 2014  in die Leitung der Liturgiekongregation berief-  aus dem Päpstlichen Rat Cor Unum entfernte - den er durch Umgehung bei Entscheidungen neutralisierte und völlig isolierte auch durch öffentliche Ablehnung seiner Initiativen.


Ist das aktuelle Pontifikat ein Fehlschlag?


Pater R.G. Cipolla kommentiert bei Rorate Caeli einen Leitartikel, den Herausgeber R.R. Reno bei First Things über das aktuelle Pontifikat veröffentlicht hat.
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"EINFLUSSREICHER LEITARTIKEL ERKLÄRT DAS PONTIFIKAT ZU EINEM "FEHLSCHLAG" : HOFFNUNG AUF EIN ENDE DES HYPER-PAPALISMUS"


"Die jüngste Veröffentlichung des Leitartikels von R.R.Reno, dem Herausgeber von "First Things", erklärt das Pontifikat von Papst Franziskus zu einem "Fehlschlag" ( "A failing papacy. Febr. 2019)und ist sowohl bemerkenswert als auch -wichtiger- der Anfang-wie wir hoffen- einer intellektuellen Überprüfung des gegenwärtigen Papsttums, der zu seiner ehrlichen Bewertung und - eine weitere Hoffnung- dem Aufruf zu einem Ende des Hyper-Papalismus der vergangenen Jahre -vielleicht sogar eines Jahrhunderts-  führen wird und zu einer theologischen Neubewertung - der Natur und der Rolle des Papsttums, basierend auf der Tradition der Kirche.

Daß der Herausgeber von "First Things", das seit einigen Jahren meiner persönlichen Meinung nach ein Organ der neokonservativen Agenda wurde- diesen Leitartikel geschrieben hat, erweckt vielleicht nicht die Aufmerksamkeit der New York Times, ist aber sicher wichtig für diejenigen Katholiken, die die Tradition der Kirche verstehen und durch das Unvermögen dieses Pontifikates, klar und unzweideutig den Katholischen Glauben zu Zeiten politischer und kultureller Massenverwirrung zu bekennen, sehr beunruhigt waren und sind.

Man muß Reno im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Kirche für seinen Mut und seine Klarheit danken. Reno versteht jetzt, daß dieses Pontifikat nicht nur nicht im Einklang mit dem realen Versuch des Hl. Johannes Paul II steht -auf der Tradition der Kirche begründet- erneut den Katholischen Glauben an die Person Jesu Christi und das Dogma der Kirche zu verankern, nach dem drohenden Kollaps der Kirchenlehre und der liturgischen Praxis nach dem II.Vaticanischen Konzil.
Dieses Papsttum mit seinem Mangel an Treue zur Tradition und seinen billigen und überholten Appellen an den modernen Menschen- zu einer Zeit in der es die Moderne nicht mehr gibt, außer in der Römischen Kurie, die immer noch im Jahr 1965 lebt, hat die Verbindung zu jenen modernen Männern und Frauen, besonders der Jugend verloren hat, die im Schutt der Moderne nach dem Wirklichen und Wahren suchen.


Samstag, 12. Januar 2019

Eine erfreuliche Nachricht?

Grund zu einer gewissen Freude -vielleicht sogar Schadenfreude- gibt die Nachricht, die das Januar-Vatican-Magazin von der Kunsthistorikerin Prof. Melanie Luck von Claparede veröffentlicht. (S.56-62). Unter dem Titel "Der Antichrist von Abu Dhabi" erklärt sie, daß das für eine Rekordsumme
von 450 Mill. Dollar nicht ganz ohne hämische Nebentöne vom Emirat erworbene Bild wohl nicht-wie behauptet wurde- von Leonardo Da Vinci gemalt wurde - was auch mehrere namhafte Leonardo-Spezialisten bestreiten -sondern von einem seiner Schüler und seiner Werkstatt und daß es eben nicht den Salvator Mundi darstellt sondern dessen Gegenspieler, den Antichrist.
Die Autorin stellt sich die Frage, ob das Zögern des Ministerium für Touristik, das Bild in der Ausstellung des Museums zu präsentieren, eine Blamage vermeiden solle. Und mit dieser Frage ist sie nicht allein.

Quelle: Vatican-Magazin, M.Luck von Claparede

Fundstück

Auf dem Löwenblog von Marco Gallina hat jetzt der geflügelte Markus-Löwe zu den jüngsten Äußerungen des Erzbischofs von München, Kardinal Marx (der diesen Löwen in sein Wappen gesetzt hat) ergriffen und erteilt diesem eine eindrucksvolle und lesenswerte Lektion.
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"Maßnahme bezüglich betrüblicher Äußerungen eines katholischen Prälaten"

Zitat:
"Ich fordere daher – so leid es mir tut und so sehr es meinem Löwenherze Pein bereitet – Herrn Marx dazu auf, mein Antlitz aus seinem Wappen zu entfernen. Ich möchte mit solcherlei Angelegenheiten nichts zu tun haben. Solcherlei Politik ist für jemanden meines Standes eine ausgeschlossene Sache." (…)

Offizielle Bestätigung der Vorwürfe Viganòs aus den USA:

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die offizielle Bestätigung der Vorwürfe Erzbischof Viganòs durch die Diözese Pittsburgh. Und stellt abschließend fest, daß Papst Franziskus immer noch mit keinem Wort auf die diesbezüglichen Fragen geantwortet hat.
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"OFFIZIELLE BESTÄTIGUNGEN AUS DEN USA. VIGANÒ HAT RECHT. WUERL WEISS SEIT 2004 VON MCCARRICK"

"Und noch einmal hatte Erzbischof Viganò Recht. Jüngste Reportagen aus den USA zeigen, daß Kardinal Donald Wuerl, der Erzbischof von Washington und zuvor von Pittsburgh seit 2004 von den Mißbrauchsvorwürfen gegen Erzbischof McCarrick wußte.
Die Veröffentlichung dieser Details durch die Diözese Pittsburgh vom 10. Januar ist die erste Bestätigung durch Kirchenautoritäten, daß Kardinal Wuerl vor Juni 2018 Kenntnis von den Beschuldigungen gegen den in Ungnade gefallenen Ex-Kadinal hatte.
Und aus diesem Grund hat Erzbischof Viganò ihn der Lüge bezichtigt.
Diese Nachricht ist nicht beruhigend, sie wirft einen Schatten auf die Person des Kardinals, einen Vertrauensmann des Pontifex in den USA, auch auf die globale Handhabung der Mißbrauchskrise seitens des Papstes und des Vaticans.
Man darf nicht ignorieren, daß Wuerl- zusammen mit Kardinal Cupich, einem anderen Mann aus der McCarrick-Seilschaft und Vertrauensmann des Papstes in den USA, jenseits des Ozeans von vertrauenswürdigen Kollegen beschuldigt wird in Übereinstimmung mit der römischen Kurie die Maßnahmen gegen den Mißbrauch, über den die amerikanischen Bischöfe während ihres Novembertreffens abstimmen wollten, blockiert zu haben.
Bemerkenswert ist, daß ähnliche Maßnahmen- eine Untersuchungskommission, die aus Laien-Experten zusammensetzt- ohne römische oder kanonische Probleme in Frankreich akzeptiert worden sind.
Kardinal Cupich wurde dann zum Verantwortlichen für die Organisation des Welttreffens zum Mißbrauch im Februar in Rom ernannt, auf den Posten, für den Kardinal  O´Malley der natürliche Kandidat gewesen wäre. Cupich wird von Erzbischof Viganò als sein Zeuge aufgerufen. Alles Elemente, die zusammen mit dem seit 4 Monaten andauernden, unglaublichen Schweigen des Pontifex und der beschuldigten Personen zu Viganòs Zeugnis ruft kein großes Vertrauen in den Willen des Papstes und seiner Gruppe hervor, Klarheit bei zu vielen dunklen Vorfällen zu schaffen.
Und in diesem Sinn verstehen Experten für die Kurie und Verfahren die Entscheidung in der causa McCarrick administrativ und nicht auf juristischem Weg und in Eile vorzugehen, nur als Trick, um nicht erklären zu müssen, wer in der Kurie für seine Beförderung zuständig war-.
Und es war auch Papst Franziskus, der -obwohl er von seinem kriminellen Verhalten wußte- ihn geschützt und für seine Politik in den USA, China, Kuba und anderswo verwendet hat.

Freitag, 11. Januar 2019

Musik zum Abend

aus einer der Glanzzeiten des "christlichen Abendlandes" ….von Claudio Monteverdi
auch wenn manche da Diskriminierendes entdecken....