Dienstag, 21. Januar 2020

Ist das Schisma unausweichlich?

Shane Schaetzl kommentiert für die web-sie "Complete Christianity" wenig optimistisch die Lage der Kirche die zwischen der DBK mit ihren radikalen Plänen und der widerstrebenden USCCB wie zwischen Scylla und Charybdis gefangenen Kirche.
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Es gibt zwei Pole in der Katholischen Kirche von heute und während diese Polarität unter den Päpsten seit einer Generation besteht, wird diese Spannung nicht viel länger andauern.
Das ist nichts Neues. Derartige Situationen gab es auch in der Vergangenheit und das Ergebnis war immer das selbe- ein Schisma. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie das irgendwie anders enden könnte und es erscheint mir merkwürdig, daß Leute, die ihrem Tagesgeschäft nachgehen, so tun, als ob die Dinge sich dieses mal anders entwickeln könnten. Es ist in der Vergangenheit nie anders gewesen.
Warum sollte es heute anders sein? Wenn man zwei sich gegenüberstehende Pole in der Kirche hat und keine nachgeben will, ist das Ergebnis immer ein Schisma- in 100% der Fälle.

Welches sind also die beiden entgegengesetzten Pole? Nun, Sie werden sie weltweit über die Katholische Kirche verbreitet finden, aber es sieht so aus, als gäbe es zwei Gruppen, die als treibende Kraft hinter beiden Seiten stehen.

Auf der theologischen Linken ist die Deutsche Bischofskonferenz, sie sein einer Generation die treibende Kraft hinter dem liberalen Katholizismus ist. Jetzt bringen sie die Dinge auf die nächste Ebene. Indem Sie gegen den Willen Roms in diesem Jahr ihre eigene Synode starten, werden die deutschen Bischöfe anfangen, folgende Themen im Katholizismus zu diskutieren: Kohabitation, künstliche Empfängnisverhütung, Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehe, Gender-Theorie ebenso wie die Ordination von Frauen zum Diakonat und Priestertum. Während die Katholische Kirche diese Dinge immer negativ interpretiert hat, will der deutsche "Synodale Weg" sie neu als Dinge interpretieren, die in den Katholischen Glauben passen könnten.
Mit anderen Worten- es sieht so aus, als wären die Deutschen Bischöfe kurz davor, den größten Schritt aller Zeiten dabei zu machen, bestimmte Sünden aus dem Katechísmus zu entfernen und in Deutschland eine ganz neue Katholische Kirche zu rekrutieren, die auf diverse Weise sehr  viel protestantischer aussieht- wie der liberale Protestantismus.
Den deutschen Bischöfen ist die Bedeutung ihrer Aktion nicht unbekannt. Sie bemühen sich, Katholiken außerhalb ihres Sprachbereichs zu erreichen, zuallererst die Englisch-sprachigen.


Heute vor 227 Jahren

am 21. Januar 1793 wurde auf der damals noch "Place de Louis XV" durch die Guillotine hingerichtet. Fr. Demets FSSP hat 2006 diesen Bericht darüber verfaßt, den rorate ccaeli alljährlich an diesem Tag veröffentlicht.
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NOTIZEN FÜR 2020- LUDWIG XVI ,  HEILIGMÄSSIGER KÖNIG, WAHRER MÄRTYRER GEHT IN DEN TOD. SEIN LETZTER WILLE UND SEIN TESTAMENT

                             Prozession zur Ewigkeit

Am 20. Januar 1793 verurteilte der Nationalkonvent Ludwig XVI zum Tode, seine Hin richtung wurde auf den nächsten Tag angesetzt. Ludwig verbrachte diesen Abend damit, sich von seiner Frau und seinen Kindern zu verabschieden. Am folgenden 21. Januar brach ein kalter und nasser Tag an, Ludwig stand um 5 Uhr auf. Um 8 Uhr erscheint eine Garde von 1200 Reitern, die den früheren König bei seiner 2-stündigen Kutschfahrt zum Hinrichtungsort begleiten sollte. 
Auf seine Einladung hin begleitete ein Priester, Henry Essex Edgeworth, ein in Frankreich lebender Engländer den König und hat das Ereignis dokumentiert. Wir schließen uns seiner Erzählung, wie er und der schicksalhafte König die Kutsche besteigen, um die Fahrt zu beginnen. 

Der König, der in der Kutsche so platziert war, daß er nicht ohne Zeugen mit mir sprechen oder von mir angesprochen werden konnte, bewahrte ein tiefes Schweigen. Ich zeigte ihm mein Brevier, das einzige Buch, das ich bei mir hatte und er schien das mit Freude zu akzeptieren: er schien darauf bedacht zu sein, daß ich ihm die Psalmen zeigte, die seiner Situation am meisten entsprachen und er rezitierte sie aufmerksam gemeinsam mit mir. Die Gendarmen schienen- ohne zu sprechen- über die ruhige Frömmigkeit ihres Monarchen erstaunt und verwirrt zu sein, dem sie zweifellos früher nie so nahe gekommen waren. 

Die Prozession dauert fast 2 Stunden, an den Straßen standen Bürger- alle bewaffnet- einige mit Pieken, andere mit Gewehren und die Kutsche wurde von ein einem Trupp- bestehend aus den verzweifeltsten Gestalten aus Paris- umringt. Als eine andere Vorsichtsmaßnahme hatten sie vor die Pferde eine Anzahl von Trommlern gestellt, die jeden Lärm oder jedes Gemurmel zugunsten des Königs ersticken sollten. aber wie hätte man die hören sollen?
Niemand zeigte sich an Türen oder Fenstern und auf den Straßen war niemand zu sehen außer bewaffnete Bürger. Bürger, die alle zur Ausübung eines Verbrechens eilten, das sie vielleicht tief in ihrem Herzen verabscheuten. 

So näherte sich die Kutsche der Place Louis XV in Stille und hielt in der Mitte eines großen Platzes an, der rund um das Schafott freigelassen worden und mit Kanonen umgeben war, dahinter erstreckte sich die bewaffnete Menge soweit das Auge sehen konnte. Als der König bemerkte, daß die Kutsche anhielt, drehte er sich um und flüsterte mir zu. "wenn ich mich nicht irre, sind wir angekommen" Mein Schweigen antwortete, daß es so war. Eine der Wachen kam. öffnete die Kutsche und die Gendarmen wären hinaus gesprungen, aber der König hielt sie auf, legte seinen Arm auf mein Knie und sagte in majestätischem Ton "Meine Herren, ich empfehle Ihnen diesen guten Mann, damit er nach meinem Tod nicht beleidigt wird- ich beauftrage Sie, das zu verhindern..." 
Sobald der König die Kutsche verlassen hatte, umringten ihn drei Wachen und hätten ihm seine Kleidung ausgezogen, aber er wies sie hoheitsvoll zurück und zog sich selber aus- nahm sein Halstuch ab, öffnete sein Hemd und bereitete sich vor. Die Wachen, die durch die entschlossene Haltung des Königs für einen Augenblick verwirrt waren, schienen ihre Kühnheit wieder zu gewinnen. Sie umringten ihn und hätten seine Hände ergriffen : "Was versuchen Sie zu tun? "sagte der König und zog seine Hände zurück. "Wir wollen Sie fesseln" antworteten die Kreaturen. 
"Mich fesseln" sagte der König indigniert "Nein, dem werde ich niemals zustimmen- tun Sie, was man Ihnen befohlen hat, aber Sie werden mich niemals fesseln...." 

Der Weg, der zum Schafott führte war sehr uneben und schwer zu begehen; der König war genötigt, sich auf meinen Arm zu stützen und wegen des langsamen Tempos, mit dem er sich vorwärts bewegte, fürchtete ich einen Augenblick, daß sein Mut ihn verlassen könnte. Aber wie groß war meine Überraschung als  die letzte Stufe kam. Ich fühlte, daß er plötzlich meinen Arm losließ und sah ihn mit festem Schritt die Breite des Schafotts überqueren- nur durch seinen Anblick- Stille bei den 15 oder 20 Trommlern, die mir gegenüber standen und in einer Stimme, die so laut war, daß man sie an der Tournant-Brücke hätte hören können-hörte ich ihn diese erinnerungswürdigen Worte sprechen:"Ich sterbe unschuldig an allen Verbrechen, die man mir vorwirft. Ich verzeige allen. die mich zum Tode verurteilt haben. und bete zu Gott, daß das Blut, das sie vergießen werden, niemals über Frankreich kommt." 
Er fuhr fort, bis ein Reiter in der nationalen Uniform mit einem wütenden Schrei den Trommlern befahl zu trommeln. Man konnte viele Stimmen hören, die die Scharfrichter ermutigten. Diese schienen sich selbst zu beleben und ergriffen den allermutigsten König mit Gewalt, sie zerrten ihn unter das Fallbeil der Guillotine, die mit einem Schlag seinen Kopf von seinem Körper trennte. Das alles geschah in einem Augenblick. Der jüngste Wächter, der um die 18 Jahre alt zu sein schien, ergriff den Kopf und zeigte ihn- rund um das Schafott herumgehend- den Leuten. Zuerst herrschte eine furchtbare Stille - dann aus der Ferne einige "Vive la Republique" Rufe. Die Zahle der Stimmen vervielfachte sich schrittweise  und in weniger als 10 Minuten wurde dieser Schrei- 1000 mal wiederholt zum universalen Schrei der Masse und jeder Hut flog in die Luft."

[References: Cronin, Vincent, Louis and Antoinete (1975); Edgeworth, Henry in Thompson, J.M., English Witnesses of the French Revolution (1938, Memoirs originally published 1815).]


*** 
Es folgt der letzte Wille und das Testament des Königs (s. Original)  



Heute in St. Denis,. Grablege der französischen Könige, Requiem für den hingerichteten König.

Fr, Hunwicke spricht,,,,

heute bei liturgicalnotes im Plauderton über Heiratsgewohnheiten des internationalen Adels allgemein und des englischen Königshauses in jüngster Zeit im Besonderen.
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                                           HOMO VAGANS  (korrigiert)

Anders als Juden, Iren und Deutschen gefällt es den Engländern, wenn man sie für noch exotischer 
und noch durchmischter hält, als sie sind. Das entspricht einem gewissen romantischen Gefühl im 
englischen Temperament. Sagen Sie einem Engländer er wäre reinblütiger Angelsachse oder hundert-
prozentiger Arier, und er wird Sie auslachen. 
Sagen Sie ihm, seine entfernte Verwandschaft bestehe aus einer Mischung aus Franzosen, Russen, 
Chinesen oder sogar Arabern und Hindus, und er wird sich das mit höflicher Genugtuung anhören. Je 
ferner desto besser, natürlich - das macht mehr her und ist gesellschaftlich weniger zweideutig.
"Gesellschaftlich zweideutig? Wollen Sie damit sagen, daß der Engländer alles anderen Rassen außer 
seiner eigenen verachtet?"

Solange, bis er sie assimiliert hat. Was er verachtet ist nicht die andere Rasse, sondern die andere Zivili-
sation. Er mag es nicht, wenn man ihn einen Itaker nennt - aber wenn er mit braunen Augen und oliven-
farbener Haut zur Welt gekommen ist, wird es ihm Vergnügen bereiten, diese Eigenschaften bis auf einen 
Spanischen Landedelmann zurückzuverfolgen, der beim Untergang der Großen Armada an eine englische
Küste gespült wurde. Alles bei uns ist eine Sache von Gefühl und Assoziation.
Das Vorstehende zitiert nach Dorothy L. Sayers, etwa 1936.

In den vergangenen Wochen wurde bezüglich jener Frau Markle, die vor ein paar Jahren in das Haus
Battenberg einheiratete, in einigen Kommentaren behauptet, daß sie rassistisch herabgesetzt worden sei.
Man muß heute vorsichtig sein, wie man sich hinsichtlich des Themas Rasse ausdrückt, es ist vielleicht
besser, etwas gedrechseltere Ausdrücke zu verwenden ...einem Gerücht zufolge hat jemand in Bezug auf
Frau M. davon gesprochen, sie bringe ein wenig "exotische DNA" in das Haus Sachsen-Coburg-Gotha..
Vor einigen Jahren ist einem Paparazzo da eine nette Replik eingefallen. Prinz Philipp von Griechenland
und Dänemark hatte gerade den Kamera-schwingenden Ausländer aufgefordert: "Geh doch zurück nach
Hause!" -und der rief dann, indem er an seiner hellenischen Mähne zupfte: "Efaristo! Efaristo!" (Danke!)

Soviel ist klar: Rassenvermischung ist die Hauptbeschäftigung der Mitglieder der "Royalty" und der 
internationalen Oberklassen. So war es schon immer. Bündnisse waren zu festigen, Erbinnen mußten 
gesichert werden. In diesen Kreisen waren Heiraten zwischen den Rassen schon immer Teil der alltäglichen
Realität. Prinz Henry von Wales, Herzog von Sussex, hat seine Braut ganz genau nach dieser alten Tradition 
des aristokratischen Lebens ausgesucht. Und Ahnenforscher haben dann unvermeidlich herausgefunden, 
daß Frau M. in Wirklichkeit von der alten Familie der Grafen von Northumberland, den Percies, abstammt. 
Für mich überhaupt keine Überraschung. (Auf der anderen Seite habe ich noch nie gehört, daß irgend 
jemand  interessante Entdeckungen über die Vorfahren der armen und ganz gewöhnlichen Frau Middleton 
(der Frau von Prinz William, A. d. Ü.) gemacht hätte. Das gibt einen Minuspunkt.

Mit guten Argumenten wurde die Hypothese vorgetragen, daß Königin Elisabeth selbst - auf dem Umweg 
über den Süden Spaniens - von einem Enkel des Propheten Mohammed abstammt. Klingt sehr wahrschein-
lich.Vielleicht sollten die Sicherheitsdienste ein Auge darauf haben, ob sie sich "radikalisiert" hat."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Fundstück

Julia Wächter hat sich für CNA von Kardinal Gerhard Müller durch seine Titel-Kirche in Rom "Sant´Agnese in Agone" führen lassen.
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Unter dem Titel:

"Zum Festtag der heiligen Agnes: Kardinal Müller führt durch seine Titelkirche Sant'Agnese"


beginnt der Artikel so- ZITAT:

"Es ist besser, für Christus zu sterben, als den Glauben zu verraten", sagt Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Sein Blick richtet sich auf eine Darstellung der heiligen Agnes, einer Märtyrerin wohl aus dem 3. Jahrhundert. Am Ort ihres Martyriums hat man eine Kirche errichtet. Sant'Agnese in Agone, zu Deutsch: heilige Agnes im Kampf. Sie ist Kardinal Müllers Titelkirche in Rom."  (...)

Quelle: CNA, J. Wächter

           HEILIGE AGNES BITTE FÜR UNS! 

Montag, 20. Januar 2020

Der Genter Altar "L´Agneau Mystique" in neuem Glanz

Pünktlich zum Gedenkjahr der Malerbrüder Van Eyck sind die Restaurierungsarbeiten am Genter Altar vollendet und kehren die Altartafeln auf ihren Stammplatz in der St. Bavo-Kathedrale in Gent zurück. Darüber berichtet John Burger für Aleteia .
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"DIE RESTAURIERUNG DES GENTER ALTARS ENTHÜLLT EIN ÜBERRASCHENDES GESICHT DES GOTTESLAMMES"

Die akribische Entfernung der Übermalung hat dem Publikum das Originalwerk der Gebrüder Van Eyck näher gebracht. 

"Eines der tiefgreifendsten Symbole für Jesus Christus ist das "Lamm Gottes", das Tier, das in der Tradition der alten Juden als Opferlamm für ihre Sünden geopfert wurde. 
Und eine der berühmtesten Darstellungen dieses Symbols wurde im 15. Jahrhundert von den flämischen Brüdern Jan und Hubert Van Eyck gemalt,
"Die Anbetung des Mystischen Lammes" , das Zentralstück der 12-Tafel-Meisterwerks , des Genter Altars, soll am 24. Januar auf seinen Stammplatz in der Genter St. Bavo-Kathedrale zurück kehren- zusammen mit vier weiteren Tafeln, die einer 3-jährigen Behandlung unterzogen wurden. 

Die Restauration umfaßte die Entfernung von Farbschichten der Übermalung des Originals, und hat wunderbare Details zu Tage gefördert. 

Seit Oktober 2012  hat Belgiens "Königliches Institut für das Kulturelle Erbe " (KIK-IPRA) im speziell dafür gebauten Labor des Genter Museums für Schöne Künste ein 2-Millionen  €-Projekt zur Konservierung des Altarbildes ausgeführt.

"Trotz des Reichtums früherer Forschungsarbeiten am Altarbild, haben Wissenschaftler erst während der KIK-IPRA-Restaurierung eine überraschende Entdeckung gemacht: unter den Schichten vergilbter und wolkiger Lasur wurden rund 70% der äußeren Tafeln unter einer Übermalung aus dem 16. Jahrhundert überdeckt." 
Die Kunstzeitschrift berichtet: 

"Diese Übermalung wurde so früh durchgeführt und folgte den Umrissen des Originals mit sehr ähnlichen Pigmenten, die auf ähnliche Weise alterten, daß das bei der technischen Dokumentation nicht sichtbar war, als das Altarbild zuerst zur Behandlung hereinkam." erinnert sich Hélène Dubois, die Leiterin des Restaurierungsprojektes, "Und nichts derartiges ist bisher bei der frühen niederländischen Malerei beobachtet worden."

Die Entdeckung war "für alle wie ein Schock, für uns, für die Kirche, für die Gelehrten, für das Internationale Komitee , das dieses Projekt verfolgt" sagt sie. 

Die Entfernung der Übermalung war "ein akribischer Prozess, bei dem Lösungsmittel und Skalpelle verwendet wurden" sagt die Publikation.


Das Ende einer Ära ?

In seiner heutigen Kolumne für Monday in the Vatican  setzt sich A. Gagliarducci unter dem Aspekt "Ende einer Ära" sowohl mit dem Stand der Kurienreform als auch mit den jüngsten Ereignissen rund um das Buch zu vier Händen "Aus der Tiefe unserer Herzen" und um die Planierung des seinerzeit für Benedikt XVI angelegten Weinbergs auseinander-
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"PAPST FRANZISKUS AUF DEM WEG ZUM ENDE EINER ÄRA"

Die Zerstörung des Weinbergs von Benedikt XVI in der päpstlichen Residenz von Castel Gandolfo ist das Symbol für den Abschluss einer Ära. Benedikt XVI erhielt den Weinberg von einem italienischen Bauernvereinigung.  Der emeritierte Papst wollte, daß er unter der Statue Jesu des Guten Hirten in den Gärten gepflanzt wird. Der Bezug zum Evangelium war offensichtlich. Der Platz des Weinbergs wird - wie es scheint - von einer kleinen asphaltierten Straße eingenommen.

Die Zerstörung war wahrscheinlich keine vorsätzliche Beleidigung des emeritierten Papstes. Wer auch immer die Entscheidung traf, wusste höchstwahrscheinlich nicht einmal, welche Bedeutung dieses kleine Stück Feld hatte, auf dem Benedikt XVI früher spazieren ging und sich ausruhte. Die Entscheidung enthüllt jedoch die Situation in Rom.

Papst Franziskus sprach anlässlich der Weihnachtsgrüße an die Mitarbeiter des Vatikans über die Kurienreform und versicherte ihnen, daß Reformen nicht bedeuten, daß die Dinge, die in der Vergangenheit richtig gemacht wurden, nicht berücksichtigt werden. Aber seit Beginn des Pontifikats schien der Umfang der Reformen die Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit gerichtet zu haben. Oder sie zumindest- ohne ein endgültiges Projekt für die Zukunft zu haben-  abzubauen. Letztendlich spricht Papst Franziskus immer lieber von der Wichtigkeit, Prozesse zu eröffnen, als davon, sie zu beenden.

Aus diesem Grund gehen die Reformen weiterhin nach "trial and error" - Versuch und Irrtum - weiter.

Ein klares Beispiel dafür ist die Reform der vatikanischen Wirtschaft. Mit der Errichtung des Wirtschaftssekretariats wurde ein Paralleldicasterium  zur Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten des Heiligen Stuhls geschaffen, das formal noch ohne Personal tätig ist. Sowohl das Sekretariat für Wirtschaft als auch die Präfektur haben die gleichen Kompetenzen mit geringfügigen Unterschieden. Die Aufgaben des Sekretariats für Wirtschaft wurden schließlich überarbeitet, und so wurde es der alten Präfektur für Wirtschaft nach und nach ähnlicher. Wäre es am Ende nicht besser gewesen, die Befugnisse der Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten zu stärken, als ein brandneues Dicasterium zu errichten? Die Präfektur für Wirtschaft hatte unter Benedikt XVI sogar eine Reform durchlaufen.


Sonntag, 19. Januar 2020

Fundstück

Peter Winnemöller hat für CNA den ersten Beitrag einer Serie über Ketzer verfaßt- und dafür Markion als einen der frühesten Häretiker der Kirchengeschichte ausgewählt.
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Unter dem Titel:

"Gestatten, Markion der Erzketzer"


beginnt CNA die neue Serie über Ketzer - Zitat:

"Sie nannten ihn den Erzketzer. Er war wahrlich nicht der erste Irrlehrer der jungen Kirche. Schon der erste Johannesbrief kannte solche, mit denen die Gemeinde um die Wahrheit stritt. Markions Ketzerei war offensichtlich so dramatisch, dass sie alles bisher Dagewesene übertraf. So mag sich der Titel Erzketzer erklären lassen. Eusebius von Caesarea und Irenäus von Lyon erwähnen ihn. Tertullian widmet ihm mit "adversus marcionem" sogar eine eigene Schrift. Darin setzt sich der Kirchenvater sehr genau mit den Irrlehren Markions auseinander und widerlegt sie. Das mag den Rang des Irrlehrers zeigen, wenn sich die theologische Prominenz der Antike mit ihm beschäftigt." (...)

Quelle: CNA, P. Winnemöller

Marco Tosatti & die Acies Ordinata

Marco Tosatti hat für Stilum Curiae die gestrige Aktion der von der Fondazione Lepanto organisierte Aktion der Acies Ordinata beobachtet und gibt die Originalbeiträge der Teilnehmer an der anschließenden Pressekonferenz wieder. Wir haben daraus die Rede von Michael Matt ausgewählt.. Hier geht´s zum Original: klicken

"EIN KATHOLISCHES J´ACCUSE GEGEN DIE DEUTSCHE KIRCHE. FINANZ-STREIK"Liebe Stilumcurialisten,  wie versprochen veröffentlichen wir heute die Reden der Teilnehmer der Pressekonferenz der Acies Ordinata, die gestern in München am zentralen Odeonplatz stattfand, um den Papst und die deutschen Bischöfe um Klarheit und Beständigkeit zu bitten. Vor allem im Lichte der möglichen Lehrabweichungen, die sich während der Synode der deutschen Kirche herausbilden und die im Gegensatz zu der von der Weltkirche erklärten Lehre stehen. Einige der Interventionen sind sehr stark und stellen den Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, in Frage. 
Prof. Roberto De Mattei lädt die deutschen Gläubigen zum Kirchensteuerstreik gegen die katholische Kirche ein. Viel Spaß beim Lesen.

§§§     


Michael J. Matt       
Ein katastrophaler synodaler Weg 
"Ich bin ein deutschstämmiger Amerikaner, meine Großeltern sind gar nicht weit von hier geboren. Daher ergreife ich gerne die Gelegenheit, hier über die Lage der katholischen Kirche in Deutschland zu sprechen. Und diese Lage ist in
der Tat verzweifel und verursacht große Sorgen bei uns amerikanischen
Katholiken. 
Der synodale Weg der deutschen Bischöfe scheint ein Versuch zu sein, eine
Kirche;nach dem Abbild der deutschen Bischöfe zu schaffen. Es scheint, daß
sie dabei sind, eine eigene Kirchenlehre sowie eine eigene Nationalkirche zu
kreieren. 
Dabei geht dieser elitäre Nationalismus direkt gegen die Idee einer
universalen katholischen Kirche, mit einem Glauben, einer Ordnung von
Sakramenten, und der gleichen Disziplin auf der ganzen Welt. 
Gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken erarbeitete
Statuten drohen, Frauenordination und Abschaffung des Zölibates als
Gegenmaßnahmen gegen die Krise des priesterlichen sexuellen Missbrauches
einzuführen. Dabei sollten die deutschen Bischöfe doch wissen, daß eine
Frauenweihe eine direkte Verletzung göttlichen Rechs wäre, wie das Johannes
Paul II. 1994 in Ordinatio Sacerdotalis formulierte:  "daß die Kirche keinerlei
Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle
Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben."
Welchen Teil von"die Kirche hat keine Autorität, Gottes Gesetz zu brechen"
verstehen die deutschen Bischöfe nicht? 


Ein dreifacher Segen mit dem Volto Santo

Paul Badde berichtet bei CNA von einem ganz besonderen Ereignis in Manopello- drei Bischöfe, Kardinal Gerhard Müller, Erzbischof Bruno Forte und  Erzbischof Salvatore Cordileone haben "urbi et orbi" mit dem Volto Santo gesegnet. Kardinal Müller hat die Predigt gehalten.
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Unter dem Titel

"Eine kurvenreiche Geschichte an ihrem guten Ziel"


beginnt der Artikel so-  Zitat:

"Als Benedikt XVI. am 1. September 2006 als erster Papst nach über 400 Jahren sein Knie wieder vor dem wahren Schweißtuch Christi beugte, erlaubten ihm die Umstände und viele Widerstände dennoch kaum mehr, als dass er sich damals der kostbaren Ur-Ikone im Grunde nur wie ein beliebiger Pilger oder japanischer Tourist nähern durfte."  (....)

Quelle: Paul Badde, CNA

Was Alexander Tschugguell in München zu sagen hatte

Auch Pachamama-Held Alexander Tschugguell war in der Schar der Acies Ordinata in München und bei der anschließenden Pressekonferenz. Hier sein Statement. 

Alexander Tschugguel - Die Kirche als NGO -Statement

„Die Kirche darf niemals eine NGO werden. Die Kirchen und Pfarreien müssen hinausgehen auf die Straßen, sonst werden wir zu einer NGO“.
Das sagte Papst Franziskus 2013 den Jugendlichen am Weltjugendtag in Rio de Janeiro - in der berühmten Rede, in der er zugleich uns junge Katholiken dazu aufrief, „Wirbel zu machen“.

Die auf der Amazonas-Synode besprochenen Vorhaben scheinen Teil der Strategie zu sein, die verhindern soll, dass die Kirche zu einer NGO wird. NGOs werden allgemein als große, international tätige und meist politisch links stehende Vereine wie Greenpeace, Amnesty International, Open Society, Gaia-Amazonas Foundation oder o.ä. definiert, die sich für eine linksliberale Interpretation der Menschenrechte, möglichst ungehinderte Massenmigration oder den Kampf gegen den sogenannten menschengemachten Klimawandel einsetzen.
Es ist heute schwer zu sagen, inwieweit 2013 eine Entwicklung in der Kirche absehbar war, die diese den genannten Organisationen angenähert hätte. Wenn sich man allerdings das starke politische Engagement des Heiligen Stuhls seit der Veröffentlichung der Enzyklika „Laudato Si“ ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass sich die Kirche seit 2013 den linken NGOs eher angenähert als sich von ihnen distanziert hat. Seit der Amazonas-Synode hört man immer öfter über eine „Neue Kirche“ mit einem „amazonischen Gesicht“.

Vordergründig manifestiert sich dieses amazonische Gesicht durch tatsächliche oder potentielle Veränderungen im Messritus und in vielen Aspekten des praktischen kirchlichen Lebens. So sollen zum Beispiel - geht es etwa nach Bischof Kräutler - auch heidnische Elemente in das Leben der Katholiken dieser Region integriert werden. Die Ziele einer bestimmten, dort tätigen NGO, der Gaia-Amazonas Foundation, die von dem Deutsch-Kolumbianer Martin von Hildebrandt geleitet wird, dürften nach Medienberichten im Umfeld der Amazonas-Synode eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben.


Acies Ordinata in München- Ein Interview

OnePeterFive hat Prof. de Mattei zu "Acies Ordinata" in München interviewt.
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"ACIES ORDINATA- MÜNCHEN. EIN INTERVIEW MIT ROBERTO DE MATTEI"

Heute mittag, am 18. Januar 2020. wurde Acies Ordinata, eine Gebetsversammlung, in München, Bayern abgehalten. Acies Ordinata ist eine internationale Vereinigung katholischer Laien, die der Tradition der Kirche treu sind. Nach zwei vorangegangenen Versammlungen, die am 19. Februar 2019 und am 28. September in Rom stattfanden, wurde dieses mal München ausgewählt, weil es der Bischofssitz von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.
Die deutschen Bischof stellen - nachdem sie die Amazonas-Synode ideologisch und finanziell gefördert haben - heute den in der Revolution am weitesten fortgeschrittene Platz in der Kirche. Am kommenden 30. Januar werden sie sich zu ihrer Vollversammlung in Frankfurt treffen, um den "synodalen Weg", den sie nach der Amazonas-Synode beschreiten wollen, zu diskutieren. Aus diesem Grund haben die Teilnehmer der Acies Ordinata - wie sie es zuvor bei den anderen Versammlungen getan haben, eine Stunde lang - dieses mal vor der Theatiner-Kirche, der großen Kirche der Theatiner im Zentrum Münchens, die heute in der Obhut der Dominikaner ist. Sie tun das als Zeichen eines respektvollen aber festen Protestes gegen die Deutsche Bischofskonferenz und ihren Vorsitzenden. 
OnePeterFive ist erfreut, das folgende Interview mit Prof. Roberto de Mattei, den Veranstalter dieser Ereignisse präsentieren zu können. 

Zu allererst, was sind die Acies Ordinata? 

Die Acies Ordinata sind eine Versammlung von katholischen Laien, die öffentlich ihre Treue zur Kirche bezeugen wollen. Wir stehen eine Stunde lang mit dem Rosenkranz in der Hand in der Stille, um unseren Widerstand gegen den Prozess der Selbstzerstörung der Kirche zum Ausdruck zu bringen. Es scheint, daß die Stunde gekommen ist, um aus dem Schlaf zu erwachen (Röm 13,11) und die Worte von Pius XII. In Erinnerung zu rufen: „Es ist notwendig, daß alle militanten Katholiken auf den Beinen sind und mit den Waffen kämpfen, die ihnen gegeben wurden. (Radiobotschaft vom 8. Dezember 1953).

Warum finden diese Acies Ordinata am 18. Januar in München statt? 

Weil München in Bayern der Bischofssitz von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München-Freising und Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz ist. Am 1. Dezember 2019 hat Kardinal Marx den "Synodalen Weg" der deutschen Kirche eröffnet. Der nächste Schritt kommt am 30. Januar in der St. Bartholomäus-Kathedrale in Frankfurt am Main, wo die Vollversammlung der Bischöfe den "Synodalen Weg" diskutieren wird, der der Amazonas-Synode folgen soll.  Es ist die Liebe zur Kirche, die uns zusammenbringt, um unseren respektvollen Protest gegen den eingeschlagenen Weg der deutschen Bischöfe auszudrücken. 



Samstag, 18. Januar 2020

Acies Ordinata vor der Theatiner-Kirche

Maike Hickson berichtet für LifeSiteNews von der Gebetsaktion der Acies Ordinata vor der Münchner Theatiner-Kirche, an der außer Professor De Mattei auch Erzbischof em. Carlo Maria Viganò und Aelxander Tschuguell teilnahmen.
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"KATHOLISCHE LAIEN PROTESTIEREN GEGEN KARDINAL MARX UND RUFEN IHN AUF, ZU BEREUEN, DIE DEUTSCHE KIRCHE AUF EINEN "SYNODALEN WEG" GEFÜHRT ZU HABEN" 

"Kardinal Reinhard Marx Sie haben sich als  Wolf gezeigt...hören Sie jetzt die Worte Christi: Bereuen und glauben Sie an das Evangelium!" 

Eine internationale Koalition katholischer Laien hat sich in München zum stillen Gebet  "im festen Protest gegen die deutsche Bischofskonferenz und ihren Vorsitzenden Kardinal Marx wegen der Absicht des Prälaten, sich auf einen Synodalen Pfad zu begeben, der wie Kritiker sagen, eine "Neue Kirche" schaffen würde, die sich von der Katholischen Lehre vom priesterlichen Zölibat, Empfängnisverhütung, Homosexualität und Unzucht entfernt. 

Acies Ordinata hat ihren Namen von unserer LIeben Frau genommen, die sich eine Armee von Gläubigen sammelt, um ihre Feinde zu bekämpfen. Der lateinische Satz Wterribilis ut castrorum acies ordinata" wird Maria im Kampf zugeschrieben wird- entnommen aus dem Buche der Lieder (6:3, 6:10).

"Der synodale Weg der deutschen Bischöfe scheint das Bemühen zu sein, eine Kirche nach dem Bild der Deutschen Bischöfe zu schaffen, die augenscheinlich glauben, daß sie die Doktrin definieren und ihre eigene nationale Kirche schaffen können, eine Art elitärer Nationalismus gegen die Universale Kirche mit einem Glauben, einer Sakramentenordung und einer Disziplin überall in der Welt." stellte Michael Matt von The Remnant bei der Pressekonferenz zum Ereignis fest.


Breaking: zur Zeit in München "Acies ordinata"

Unter der Leitung von Prof. Roberto De Mattei wird in München auf dem Odeonsplatz für die Deutsche Katholische Kirche auf synodalen Abwegen - in acies ordinata-gebetet. U.a. ist  auch Erzbischof Carlo Maria Viganò anwesend.....



M. Tosatti: Erzbischof em. Léonard schließt sich dem Appell Kardinal Sarahs und Benedikts XVI an.

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae den Appell veröffentlicht, den der emeritierte Erzbischof von Brüssel-Mechelen an die Bischöfe und den amtierenden Pontifex gerichtet und bei L´ Homme Nouveau veröffentlicht hat.
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"MSGR. LÈONARD AN BISCHÖFE UND PAPST: RÜHRT NICHT AN DEN ZÖLIBAT"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, der emeritierte Erzbischof von Brüssel-Malines, Msgr, André-Joseph Léonard  hat auf der website "L´Homme Nouveau" einen Appell an die Bischöfe und natürlich auch an den amtierenden Pontifex veröffentlicht, in primis, damit sie nicht an den priesterlichen Zölibat im Lateinischen Ritus rühren. Der Erzbischof versichert dem von Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah  seine volle Unterstützung, über das in diesen tagen so viel gesprochen wird. Gute Lektüre. 

§§§


Als emeritierter Erzbischof von Brüssel-Malines enthalte ich mich jeglicher Einmischung in die Leitung der Diözesen, deren Hirte ich war: Namur und Brüssel. Aber ich bleibe Bischof und deshalb kann ich Überzeugungen zur Lehre oder Pastoral äußern, auch wenn sie vielleicht von der einen oder anderen Position meiner früheren Arbeitskollegen abweichen. 

Auch wenn die Sache neu ist und von unendlich größerer Tragweite- kann ein emeritierter Papst, in diesem Fall Benedikt XVI -auf die selbe Weise legitimer Weise an einem Buch mitarbeiten, das von einem Kardinal geplant  und in Konsultation mit ihm seine theologischen und pastoralen Überzeugungen ausdrücken, ohne seine Pflicht zur Diskretion weniger zu erfüllen. Er drückt sich auch nicht mehr notwendigerweise als Nachfolger Petri aus und seine Meinung besitzt keine lehramtliche Autorität. Aber sein Wort hat dennoch ein enormes Gewicht. 

Sein aktiver Beitrag zum von Kardinal Sarah geplanten Buch ist auf keine Weise ein "Angriff" gegen Papst Franziskus. Benedikt XVI kritisiert ebenso wenig wie der Kardinal seinen Nachfolger . Sie haben in "spirito filiale" einen Appell an ihn gerichtet, ohne irgend einen Abstrich ihrem Gehorsam gegenüber dem aktuellen Papst. 
Genau wie die vier Kardinäle ihre Bitte an Papst Franziskus richteten, ihre "dubia" zu zerstreuen. Ihre dubia, ihre Verblüffung betrifft einige zweideutige Aspekte in Kapitel VIII der Exhortation "amoris Laetitia" , soll heißen, jene die die Unauflöslichkeit der gültigen sakramentaklen Ehe betreffen, mit ihrer Rückwirkung auf den Zugang zum Sakrament der Beichte und zur eucharistischen Kommunion,  für die die sich in einer dauerhaften Situation ehelichen Zusammenlebens mit einem Partner befinden, der nicht der eigene Ehepartner "im Herrn" ist. 

Andere Zweideutigkeiten folgten. Es ist absolut ... die Frage eines Journalisten inhaltlich so zu beantworten "Wenn eine homosexuelle Person aufrichtig versucht, den Willen Gottes zu erfüllen, wer bin ich, über ihn zu urteilen?" Weil aber nicht klar ist, was dieser Wille Gottes und die moralischen Konsequenzen sind, entnimmt die öffentliche Meinung dieser zweideutigen Antwort fälschlicherweise, daß homosexuelle Paare jetzt von der Kirche legitimiert werden. Und das ist nicht wahr. 

EIn ehemaliger Schweizer Gardist, der Film "Die beiden Päpste" und der wahre Papst.


Aldo Maria Valli hat in seinem blog "Duc in altum" den Brief veröffentlicht, den ihm ein ehemaliger Schweizer Gardist geschrieben hat, nachdem der den Film "Die beiden Päpste" gesehen hatte. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE ZWEI PÄPSTE" UND DER WAHRE BENEDIKT XVI"
Brief eines Schweizer-Ex-Gardisten- veröffentlicht im blog von Aldo Maria Valli

Liebe Freunde von "Duc in altum", ein Schweizer Ex-Gardist hat mir einen Brief geschrieben. mit einer liebevollen Erinnerung an Benedikt XVI; Ich präzisiere, daß- weil ich den Film, von dem der Autor schreibt, nicht gesehen habe, ich nicht weiß, ob sein Urteil darüber gerechtfertigt ist. Ich denke aber. daß seine Erinnerungen verdienen, geteilt zu werden.

A.M.V:

*  *  *

Lieber Aldo Maria Valli,  vor einigen Wochen habe ich "Die beiden Päpste" bei Netflix gesehen, und muß sagen, daß ich als päpstlicher Schweizer Gardist im Dienst von Benedikt XVI während seines gesamten Pontifikates Im Dienst war, von der genauen Rekonstruktion des Vaticans berührt war.
Aber schrittweise beim Zusehen nahm mein guter Eindruck ab, Ich war überrascht und traurig, Benedetto als gierig, böse,gemein, mit unkontrollierter Machtgier dargestellt zu sehen,

Tief in meinem Herzen dachte ich: aber das ist nicht der Papst, den ich gekannt und dem ich gedient habe! In diesen Tagen, als ich die journalistischen Berichte über die Geschichte des Buches von Kardinal Sarah las, empfand ich das gleiche Gefühl und das gleiche Missfallen:
Die Presse präsentiert uns oft einen Benedikt XVI, den es nicht gibt. Was sie uns präsentieren, ist ein Witz, als ob die Journalisten  uns Papst Benedikt als den aus der Fiktion des Filmes beschrieben und nicht den realen.

Ich kann sagen, daß ich einem Benedikt XVI gedient habe, der gut, großzügig, nett, völlig uninteressiert an Machtfragen und am Erscheinungsbild war. Das habe ich acht lange Jahre lang getan und ich habe Erinnerungen voller Dankbarkeit und Zuneigung daran.

Es gibt viele Momente, über die ich sprechen könnte: die öffentlichen Feiern auf dem Petersplatz, die Begegnungen im Apostolischen Palast, die Audienzen, aber auch private Momente, wie er in einer Osternacht meinen guten Freund taufte und ich Pate war oder als ich Gelegenheit hatte, dem Papst meine Eltern vorzustellen. Und dann haben sich Erinnerungen an die in Castel Gandolfo verbrachten Tage in mein Gedächtnis eingeprägt, wo einmal -an meinem Namenstag -Benedetto sich an mich erinnerte und mir durch den Sekretär seine Glückwünsche ausrichten ließ. Oder als er-nach dem Essen-einige Portionen des Desserts zur Seite stellen ließ, die dann den Schweizer Gardisten serviert wurden, die in dieser Nacht Dienst hatten.