Donnerstag, 11. August 2022

Fundstück

Wie kathpress berichtet, ist der Regisseur des Passionsspiels in Oberammergau Christian Stückl mit dem Preis für Exemplary Interreligious Leadership  (herausragende Leistung im interreligiösen Bereich) des AJC ausgezeichnet worden. 
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Unter dem Titel:

"OBERAMMERGAU:  AMERICAN JEWISH COMMITTEE EHRT REGISSEUR STÜCKL" 

beginnt der Bericht so- ZITAT

" Christian Stückl (60), Spielleiter der Oberammergauer Passionsspiele, ist mit dem Isaiah Award for Exemplary Interreligious  Leadership des American Jewish Committee (AJC) geehrt worden. Die Auszeichnung wurde ihm am Mittwochabend in Oberammergau von Rabbiner Noam
überreicht. Gewürdigt werden damit seine "herausragenden Leistungen im interreligiösen Bereich". (...)

Quelle: kathpress

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute unter einem etwas merkwürdigen, lautmalerischen Titel über ein immer wiederkehrendes kicherndes Geräusch am Ende von small-talk-Sätzen.
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                                       uch uch uch

"Sie sind Martins Vater, oder? Eine Frau neben Ruth wandte sich ihm zuwandte und ihn freundlich fragend anschaute. 

"Für einen Moment starrte Routh sie in dummer Panik an. Dann nickte er krampfhaft. "Ja" sagte er "das ist richtig. Ich bin Martins Vater.",...

"Ich habe die Ähnlichkeit sofort gesehen. Darf ich mich vorstellen? Ich bin Elizabeths Mutter". Die Frau lachte charmant als ob diese Tatsache Ursache für großen Spaß biete...."

Operation Pax, J I M Stewart, 1951

Ich führe den Gedanken spekulativ fort...das formelhafte rhythmische konversationelle Lachen.... ist unter Frauen verbreiteter als unter Männern; und das ist ein Versuch eine Äußerung oder Beobachtung leichter zu mache, die sonst zu wichtig...zu ernst ...oder sogar zu geschwollen wäre. 

Ich höre besonders oft an der Bushaltestelle zwischen netten alten Damen Wortwechsel wie diese:

Sonniger Tag heute, nicht wahr -uch uch uch.

Und etwas wärmer als gestern, -uch uch uch.

Nicht wie letzte Woche -uch uch uch.

Denke das waren die Bauarbeiten an Folly Bridge -uch uch uch

Kai ta loipa (usw.)

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Volle Kommunion in Zeiten des Ökumenismus

Rorate Caaeli veröffentlicht einen Beitrag über das Thema "volle Kommunion", das  Paul Grondin  für "La Paix Litugique" geschrieben und Peter Kwasniewski ins Englische übersetzt hat. Der Leser kann nicht umhin, zu bemerken, daß der Autor in seiner Polemik ein Zerrbild der Psychoanalyse malt, das keinerlei Ähnlichkeit mit der Realität aufweist.
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"WAS BEDEUTET "VOLLE KOMMUNION"? VON KIRCHLICHEN BELEIDIGUNGEN UND VERLETZUNGEN" 

Dieser Artikel ist als Lettre 878 in La Paix Liturgique erschienen und wurde für Rorate Caeli übersetzt. 

Der Ökumenismus des II. Vatikanischen Konzils gründet auf der Feststellung, daß unsere getrennten Brüder und Schwestern "in unvollkommener Gemeinschaft“ mit der Kirche und mit Christus stehen (Unitatis redintegratio, Nr. 3). Das ist eine kolossale Neuheit, denn man ist oder ist nicht in Gemeinschaft mit Christus durch den Glauben, genauso wie man duch die Liebe in einem Zustand der Gnade ist oder nicht. Durch diese Ausflucht werden die Getrennten zu Halbkatholiken, was sehr schön für sie ist: 10%, 20%, 50%? Aber jetzt soll auch von denen, die an der traditionellen Liturgie hängen bleiben, gesagt werden, daß sie nicht "in voller Gemeinschaft" sind oder sein wollen, was geradezu beleidigend ist. Im folgenden Essay äußert sich Paul Grondin zu dieser Monstrosität.
 
*   *   *

Die sakramentale Kommunion, das Zeichen par excellence der Kommunion oder der Zugehörigkeit zur Kirche, ist etwas, das jeder Getaufte, der das Alter der Vernunft erreicht hat, kennt: es ist die Tatsache, den Leib Christi, der gekommen ist, um ihn zu ersetzen, fromm und erlaubt zu empfangen sich selbst für die Substanz der Hostie durch die Befugnisse des Priesters, der die Eucharistie zur Ehre Gottes und zum Heil der Gläubigen gefeiert hat.

Die Kommunion ist erlaubt, wenn sich der getaufte Katholik getreulich im Stand der Gnade fühlt. Wenn nicht, verlangt die Kirche die Beichte der Gläubigen, die durch die Wirkung dieses anderen Sakraments die heiligmachende Gnade wiedererlangen, die die Kommunion erlaubt und für die Seele der "Versöhnten“ gewinnbringend macht.

Konkret werden die Gläubigen die Kommunion empfangen oder nicht. Es ist sachlich und in logisch-mathematischer Sprache sogar binär. Bei der Messe, an der man teilnimmt, empfängt man entweder die Kommunion oder man empfängt die Kommunion nicht. Es ist ja oder nein. Es gibt keine dritte Möglichkeit. 

Es ist wahr, daß die Kirche versteht, daß eine geistliche Kommunion erreicht werden kann, wenn die Gläubigen aus guten Gründen auf die sakramentale Kommunion verzichten, d.h. solche, die die kirchliche Disziplin selbst festgelegt hat (wie das Fasten).

Mittwoch, 10. August 2022

Was den Dechanten, Stadtanzeigern und anderen Woelki-Jägern mal gesagt werden mußte, ein Fundstück

hat jetzt -nach den immer neuen Versuchen, eine weitere Kampagne gegen Kardinal Woelki zu starten,  Generalvikar Guido Assmann bei kathnet getan.  
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unter dem Titel 

"DAS IST DEFINITIV FALSCH- WIR HABEN NICHT NACH EINEM DREHBUCH DRITTER GEHANDELT"

beginnt der Beitrag so  - ZITAT

"Das Erzbistum Köln hat sich am Mittwoch am Abend zu einem neuerlichen Skandalisierungsversuch durch eine Kölner Zeitung, mit Beteiligung von drei Dechanten (Wuppertaler Stadtdechant Bruno Kurth, Kölner Stadtdechant Robert Kleine, Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken), Domradio & Co., zu Wort gemeldet. Es geht um eine angeblichen Skandal einer "Informationsstrategie" im Jahr 2020.

Generalvikar Guido Assmann hat sich heute an die Mitarbeitenden im Erzbistum Köln gewandt. Die Berichterstattung in den Medien über die "Informationsstrategie“ des Erzbistums im Zusammenhang mit dem ersten "Missbrauchsgutachten“ (WSW) und der Gutachterwechsel hat im Hause und in der Öffentlichkeit zu Irritationen geführt, Fragen aufgeworfen und auch zu falschen Schlussfolgerungen Anlass gegeben. Zunächst möchte ich aber meine Irritation des Umgangs miteinander benennen. Zu glauben, dass man nicht miteinander, sondern übereinander in den Medien reden muss, ist nicht zielführend und sehr unerfreulich." (...)

Quelle: Msgr. G. Assmann, kathnet

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über den aus päpstlicher Feder bevorstehenden Angriff auf Humanae Vitae und zieht zum Vergleich einen Roman von Evelyn Waugh heran.
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          "PF, EVELYN WAUGH UND HUMANAE VITAE"

Unheimlich ... wie sich meine Topographie mit der von Waugh überschneidet, wenn auch natürlich nicht gleichzeitig. Er war am College, an dem ich fast drei Jahrzehnte lang unterrichtete … er und ich waren am selben Undergraduate College … er hat in der Kirche geheiratet, die jetzt die Ordinariatskirche in London ist … er verabscheute die Zerstörung des authentischen römischen Ritus (obwohl er starb, bevor das schlimmste Verderben entwickelt wurde) ...

Während PF Berichten zufolge über dem Entwurf seines beabsichtigten Dokuments kauert, das Humanae vitae zerstören soll, erinnere ich mich an eine lustige Passage aus Waughs Roman "Black Mischief", geschrieben 1932, kurz nachdem er Katholik geworden war.

Es spielt auf einer imaginären Insel im Indischen Ozean namens Azania, die als  im Stil der 1930-er Jahre dauerhafte "Moderne" dargestellt wird.

"„… der Kaiser assimilierte die verschiedenen Bücher, die mit der letzten Post für ihn eingetroffen waren. Am schlimmsten war, daß die Prozession der Empfängnisverhütung insgesamt mehr Mühe bereitete, als sie trotz wiederholter Vorhaltungen wert war ...sie beschäftigte das Denken des Kaisers weiterhin -vor allen anderen Problemen. Er hatte den Platz der Anglikanischen Kathedrale bereits in Marie-Stopes-Platz umbenannt.

Der Himmel weiß, was passiert, wenn er jemals die Psychoanalyse entdeckt"  bemerkte Basil, der schon düster einen Boulevard -Kraft-Ebing, einen Allee-Ödipus und ein Festzug von Koprophagen vorhersah.

Ja...sogar diese unwahrscheinliche Sorge von PF.

"Black Mischief" wurde von einer Zeitschrift namens "The Tablet" bösartig angegriffen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwiccke 

Synoden...

Francis X. Maier berichtet bei First Things über seine Erfahrungen bei mehreren Bischofs-Synoden in Rom. Hier geht´s zum Original:  klicken

                   "SYNODEN - DAMALS UND HEUTE" 

Am 29. Juli hat La Civiltà Cattolica ein Interview mit Papst Franziskus veröffentlicht,  das eine sorgfältige Lektüre verdient. Die Worte des Hl. Vaters, die ich mit besonderem Interesse zur Kenntnis genommen habe. betreffen Synodalität und Dialog:

2001 war ich einer der Relatoren bei der Bischofs-Synode... ich erinnere, daß die Meinungen gesammelt und ans Generalsekretariat geschickt wurden. Dann habe ich das Material gesammelt und zur Abstimmung vorbereitet. Der Generalsekretär der Synode kam zu mir, las das Material und ließ mich dieses oder jene Detail entfernen. Es gab Dinge, die für unpassend hielt und zensierte sie. Kurz gesagt - es gab eine Vorauswahl. Es gab wenig Verständnis für das, was eine Synode ist...

Fundamental scheint mir zu sen, zu wiederholen- wie ich es oft tue- daß die Synode weder ein politisches Treffen noch ein Komitee für parlamentarische Entscheidungen ist. Sie ist der Ausdruck der Kirche, deren Protagonist der Hl. Geist ist. Wenn der Hl. Geist nicht da ist- gibt es keine Synode. Es mag Demokratie, ein Parlament, eine Debatte geben, aber da ist keine "Synode". Wenn Sie das beste Buch über die Theologie des Synode lesen wollen, lesen Sie die Apostel-Geschichte. Da können Sie klar sehen. daß der Protagonist der Hl. Geist ist...."

Es ist vor allem wichtig, daß der Dialog ausgeweitet wird. Dialog ist bei den Medien-Mitarbeitern nie überflüssig aber sicher auch mit den Bischöfen. Austausch, Konfrontation und Dialog sind für die Kommunikation fundamental. 

Nun fügt es sich, daß ich in Rom bei drei unterschiedlichen Synoden zu einer Bischofs-Delegation gehörte. 2015 und 2018 habe ich auch dazu beigetragen fast einem Dutzend delegierten englisch-sprachigen Bischöfen von drei Kontinenten zu helfen. Ihre Erfahrungen  passen nicht ganz zu den hoffnungsvollen obigen Bemerkungen des Hl Vaters. Bedenken Sie die Worte des damaligen Erzbischofs von Philadelphia, Charles Chaput, der selbst im Permanenten Rat der Bischofs-Synode :

-" Die erste Synode, an der ich 1997 teilnahm, konzentrierte sich auf Amerika. Ich war einer der direkt von Papst Johannes Paul II. ernannten Delegierten. Es war eine großartige Erfahrung, meine erste wirkliche internationale Teilnahme im Dienst an der Weltkirche. Dort traf ich den damaligen Erzbischof Jorge Bergoglio aus Buenos Aires. Er war ein beeindruckender Mann und leistete gute Diskussionsbeiträge. Wir saßen nebeneinander, weil wir ungefähr zur gleichen Zeit zu Erzbischöfen ernannt worden waren. Die Synode veranlasste mich, eine viel engere Beziehung zu den Kirchen in Mexiko und Lateinamerika und den katholischen Latinos in den Vereinigten Staaten zu suchen.

Die anderen beiden Synoden – 2015 zur Familie und 2018 für Jugend und Glaube – waren ganz anders. Ich war Delegierter der katholischen Bischofskonferenz der USA und viel erfahrener, daher habe ich die politische Dynamik einer Synode wahrscheinlich deutlicher gespürt.

Ich war sehr enttäuscht von dem, was ich als Manipulation der Synoden und ihrer Tagesordnungen durch Elemente innerhalb und außerhalb der Kirche ansah. Anstatt Gelegenheiten für einen ehrlichen Meinungsaustausch zu bieten, waren beide Synoden von Bemühungen um eine Neuausrichtung der Kirchenführung geprägt. Synoden sollten Orte sein, an denen Menschen frei sprechen und anderen gerne zuhören. Aber beide waren Machtausübung und keine Bemühung, durch Zuhören und die Inspiration des Heiligen Geistes ehrlich zu einer gemeinsamen Position zu gelangen. Keine dieser Synoden ermutigte oder befriedigte mich. Tatsächlich war ich zutiefst empört über die politischen Manöver, die bei beiden stattfanden. Die über die Familie war eine sehr wichtige Synode mit einigen sehr scharfen Spannungen. Dem Thema Jugend fehlten einige wichtige Stimmen und anscheinend wurden viele Gelegenheiten verpasst, etwas Bedeutendes zu sagen oder sich mit den wirklichen Problemen der Kirche in unserer Zeit zu befassen.

Dienstag, 9. August 2022

Christliche Kunst

Ravenna:  Basilika San Vitale aus dem 6. Jahrhundert. Wichtiges Zeugnis früher Byzantinischer Kunst und Architektur. 

Basilica di San Vitale Late antique church in Ravenna, Italy. The 6th century church is an important surviving example of early Christian Byzantine art and architecture. pic.twitter.com/nrDRglq9Y4

— Ghost of Hellas (@romebyzantium) August 9, 2022

Zum Tod von Archie Battersbee

Wie "Die Tagespost" berichtet, fordern die Eltern des für hirntot erklärten Archie Battersbee - der nach einem erbitterten Rechtsstreit mit dem NHS und der Klinik nach Einstellen der lebenserhaltenen Maßnahmen starb - eine Untersuchung und eine Gesetzesänderung. Besonders aufsehenerregend bei dem Fall war u.a., daß die für die Hirntoddiagnose erforderlichen Untersuchungen nicht alle durchgeführt wurden.
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Unter dem Titel:

"TOD ARCHIES:  ELTERN FORDERN GESETZESÄNDERUNG" 

beginnt der Beitrag so -  ZITAT

"Der Fall des 12-jährigen Archie, der nach einem wochenlangen juristischen Tauziehen am Samstag in einem Londoner Krankenhaus gestorben ist, hat internationale Aufmerksamkeit erregt. Archies Familie fordert nun eine Untersuchung des Falles und hofft, das Schicksal ihres Sohnes könne eine Gesetzesänderung bewirken. In einer Mitteilung der Familie, die von der BBC und anderen britischen Medien aufgegriffen wurde, heißt es: „Wir wollen, dass aus dieser Tragödie und der schrecklichen Erfahrung, die wir durch das System machen mussten, etwas Gutes entsteht."  (...)

Quelle: Die Tagespost 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute  über die Geschichte des Vatican-Staates in den Jahren um die Vereinigung Italiens und einige bedeutende Männer dieser Zeit.
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                  "ROMA LIBERANDA PAPA REX"  (2)

Vor einer kleinen Weile hat ein freundlicher kanadischer Wohltäter mir ein Buch geschenkt...klein, wie wir sagen, aber perfekt geformt...das mich dazu veranlaßte, über die weltliche Macht des Papsttums nachzudenken. Es war eine Neuauflage eines Buches von Dom Martial Besse (1861-1920) über Msgr. Louis -Francois-Desire-Edouard Pie, Kardinal-Bischof von Poitiers (1815-1880). (Le Cardinal Pie, Sa Vie, Son Action religieuse  et Sociale; Edition de Chire). Ich empfehle es jedem, der sich ein bißchen im Französischen durchschlagen kann und sich an den weisen Rat von C.S. Lewis erinnert, daß man nie ein neues Buch lesen sollte, bevor man drei alte gelesen hat. 

"Die weltliche Regierung des Vikars Jesu Christi ist in der Tat fast das einzige Refugium für orthodoxe Politik (la politique orthodoxe) . Welche ein Triumph für die Hölle, wenn die letzte Festung Christlicher Ordnung (droit chretien)gebrochen und umgestoßen würde." Pie sieht in derart sakrilegischen Unternehmungen wie dem  Ziel der Piemonteser und Garibaldianer Italien zu vereinen, eine "äußerste Anstrengung der Revolution und der Hölle, die Prinzipien von 1789 in ganz Italien  und sogar im Kirchenstaat einzuführen- mit dem Ziel, daß die Kirche nicht länger den Gedanken, die Möglichkeit haben soll. die Prinzipien der Christlichen Ordnung unter den Nationen wieder einzuführen. "

Ich nehme an, daß die meisten von uns die Gründung des Vatican-Staates als nützlichen Weg verteidigen würden, die Unabhängigkeit der Kirche vor jedem säkularen Staat zu bewahren. Das war im 2. Weltkrieg sicher nützlich.  Aber es ist mir nie in den Sinn gekommen, darin in einen tieferen Zweck zu sehen. Was - denke ich- bedeutet, daß ich weniger weise bin als viele dieser Gründer Europas -sowohl im Westen als auch im Osten , die ein wenig von der Bedeutung des Königtums Christi wußten. Ich nehme an, daß Kardinal Pie in Frankreich nicht ganz vergessen ist; vielleicht verdient er es, diesseits des Wassers besser gekannt zu werden. Vielleicht waren Fr. George Bampfield und seine Päpstlichen Zouaven nicht ganz so dumm.  

Nicht überraschend beklagte sich Victor Emmanuel bei Napoleon III, der einem seiner Minister die Beschwerde nach Poitiers weitergab und der sprach persönlich darüber mit dem zukünftigen Kardinal. Aber Pie konnte nicht zum Schweigen gebracht werden; Er sprach beim Begräbnis einiger Zouaven, die bei der Verteidigung der Rechte des Hl. Stuhle gestorben waren. Er erkannte in der Person des de jure Königs Henry V eine Bedeutung.

Der- wie einige sagen- seinen Thron hätte haben können. wenn er dazu bereit gewesen wäre, die revolutionäre Tricolore zu akzeptieren. Wäre das ein angemessenes Opfer gewesen?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Fundstück

Die website der "audiatur"-Redaktion berichtet über die zahlreichen neuen Ausgrabungsfunde der Israelischen Altertumsbehörde in Jerusalem. 
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unter dem Titel:

"FORSCHUNG SOLL AUFSCHLUSS GEBEN ÜBER DIE SCHLACHT UM DEN ZWEITEN TEMPEL"

"Ein computergestütztes Forschungsprojekt der israelischen Antikenbehörde soll neue Einsichten in den Angriff der Römer auf Jerusalem bringen, die im Jahr 70 nach Christus nach einer viermonatigen Belagerung der Stadt und intensiven Kämpfen zur Zerstörung des Zweiten Tempels führte.

Unter anderem zeige sich erstmals, an welchen Stellen die römische Armee wahrscheinlich in die Stadt eingedrungen sei, so die Behörde, die die Erkenntnisse am Sonntag vorstellte, dem neunten Tag des jüdischen Monats Av, an dem Juden beim Fast- und Trauertag Tischa beAv der Zerstörung der Tempel gedenken."  (...)

Quelle: audiatur

Montag, 8. August 2022

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über die Auswüchse anglikanischer Papst-Verehrung 

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                    "ROMA LIBERANDA PAPA REX"

Das 1848 gegründete College, an dem ich so lange gelehrt habe, wurde unerklärlicherweise in seinen Anfängen beschuldigt, papistisch zu sein; möglicherweise, weil der Gründer Nathaniel Woodard vor dem Empfang der Heiligen Kommunion auf der Beichte bestand. Um fair zu sein, es ist wahr, daß einige seiner jüngeren Mitarbeiter weggingen und Katholiken wurden ... besonders ein junger Mann namens George Bampfield. Und er war sehr papistisch.

Als Katholischer Priester gründete Fr. Bampfield eine Reihe Katholische Schulen in denen seine Betonung des Glaubens mit einer Betonung der tiefen persönlichen Zuneigung für den seligen Pio Nono vermischte. Als junger Priester war Bampfield in Rom gewesen, "um an der Quelle der Katholizität zu trinken" und "das Glück gehabt, zu Füßen von Pio Nono zu knien". Nachdem er seine Kirche in Barnet vergrößert hatte, eröffnete er sie am Tag des Jubiläums der Bischofsweihe des Souveränen Papstes wieder und erinnerte an den Anlass mit Glasmalereien. Seine Autobiographie [geschrieben in der dritten Person] berichtet, daß "nicht nur einmal, sondern während der gesamten Geschichte der Schulen, Zuneigung und Ehrfurcht für den Heiligen Vater kontinuierlich eingeprägt und praktiziert wurden. So gab es auch, als der Tod [von B. Pius IX.] bekannt gegeben wurde, ein feierliches Requiem in der Kirche, zu dem die Jungen in trauriger Prozession marschierten, angeführt von der Kapelle, die den Totenmarsch aus dem  Saul-Oratorium spielte. Selbst der Jüngste muss gefühlt haben, daß er einen Freund verloren hatte, und tatsächlich war dies der Wahrheit".

Einer des Preis-Gedichte eines Schülers trug den Titel "Der Gefangene im Vatican", und 1874 gab es einen wichtigen Tag, als die Fahnen, die von den Ladies Howard, Schwestern des Herzogs von Norfolk, hergestellt worden waren, dem päpstlichen Zouaven-Regiment von St. Andrews präsentiert wurden, damit bekannt würde, daß die Jungen dem Papst ergeben waren; daß sie jeden Sonntag mit einer Musikkapelle und flatternden Fahnen in die Kirche marschierten, daß ihre Trommel das päpstliche Wappen und das Regiments-Motto ´Roma liberanda, Papa Rex´ trug. 

Ich muß Ihnen nicht erzählen, daß Fr. Bampfield unter dem Einfluss von Fr, Faber gestanden hatte; und daß die Berichte über sein Tun dem fiebrigen Papalismus dieser Ära Leben verlieh. Wie schwierig ist es, das heute nachzuempfinden!. Zu denken, daß es Menschen gab, die herumgingen und verlangten daß weltliche Macht für das Papsttum als Glaubensdogma definiert werden solle. Gottseidank sind wir zu einem ausgeglichenerem Papalismus gelangt!

Aber ich frage mich, ob das die ganze Geschichte ist. Vielleicht gibt es eine nuanciertere Interpretation der Erzählung.
Bampfield war das Vorbild für Fr. Barham in Trollopes "The Way We Live Now".

Wird fortgesetzt....

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Papst Franziskus, die Kirchengeschichte und die Evolution des Kirchenrechts

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican kommentiert A. Gagliarducci die ungefilterten Aussagen von Papst Franziskus bei einem Gespräch mit den kanadischen Jesuiten u.a. über die Evolution des Kanonischen Rechts und die Versuch der atheistischen, säkularisierten Welt die Geschichte der Kirche umzuschreiben. 
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"PAPST FRANZISKUS,  WENN DIE KIRCHE SICH SELBST NICHT KENNT"

Papst Franziskus´ Gespräche mit den Jesuiten haben den Vorteiö freie Unterhaltungen zu sein, ohne Filter, bei denen sich oft die authentische Art seines Denkens zeigt. Die wie üblich in La Civiltà Cattolica veröffentlichte Unterhaltung mit den kanadischen Jesuiten war da keine Ausnahme. 

In dieser Konversation gibt es keine verblüffenden Enthüllungen. Da zeigt sich jedoch die Art wie Papst Franziskus denkt, was uns folgerichtig dazu veranlasst, im Licht dieser Äußerungen des Papstes während der Pressekonferenz auf dem Rückflug von Kanada noch einmal zu überdenken. 

Als der Papst mit den Jesuiten über die Evolution des Kanonischen Rechtes im Hinblick auf den Mißbrauch sprach, sagte er: "Das Gesetz kann nicht im Tiefkühlschrank aufbewahrt werden. Das Recht begleitet das Leben und das Leben geht weiter. Wie die Moral wird es besser. Früher war Sklaverei legal, Heute nicht mehr. Die Kirche heute sagt, daß sogar der Besitz von Atomwaffen unmoralisch ist, nicht nur ihr Einsatz. Das ist zuvor nicht gesagt worden. Der moralische Diskurs schreitet entlang der gleichen organischen Linie."

In den Worten des Papstes können wir eine besonders pragmatische Reduzierung der Lebensfragen sehen. Aber der Punkt ist ein anderer. Die praktische Reduzierung führt auch die dazu, die Kirche pragmatisch zu sehen und zu verstehen. Das Prinzip ist demnach, daß "Realitäten mehr sind als Ideen" wie der Papst in Evangelii Gaudium sagte. 

Wenn das aber der Fall gewesen wäre, hätte sich das Christentum nicht so weit ausbreiten können. Das Thema der Sklaverei ist dafür beispielhaft. 

Der Papst hat sich nicht auf die Akzeptanz der Sklaverei durch die Kirche bezogen. Erzbischof Victor Fernandez jedoch, sein theologischer Referenzpunkt, hat das während der Bischofs-Synode 2014 bei einer Pressekonferenz getan.

Idolatrie und Götzenverehrung damals und heute

Fr. J. Zuhlsdorf bei stellt bei  OnePeterFive angesichts einiger Vorkommnisse in Katholischen Kirchen- auch im Vatican- die Frage nach der heutigen Bewertung von Idolatrie.  
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"IST IDOLATRIE HEUTE WENIGER SCHWERWIEGEND ALS IN ZEITEN DES ALTEN TESTAMENTS?" 

Seien wir schnell. In der Lesung des Evangeliums für diesen 9. Sonntag nach Pfingsten hören wir, daß der Herr sich Jerusalem nähert. Woran Sie sich erinnern sollten  ist, daß er bei seinem triumphalen Palm-Sonntag Einzug auf einem Eselsfohlen saß- wie ein Davidischer Priester-König.

Die Menschen, die von seinen vielen Wundern und den  klaren Lehren des Herrn gehört hatten, über die Wiedererweckung des Lazarus, dachten, daß er der Messias sei, der das Königtums Davids wieder errichten, die Römer vertreiben und die Rückkehr der glorreichen Wolke der Gegenwart Gottes im Tempel bewirken werde. 

Nahe bei Jerusalem, auf dem Ölberg, oberhalb des Ortes, an dem er nach dem Letzten Abendmahl beten und leiden würde, gibt es einen Platz, an dem man über das Kidron-Tal blickt und Jerusalem vor einem liegt. Das ist der Platz, an dem Christus über die Stadt weinte, von einer "Heimsuchung" (Visitation) und ihrer Zerstörung durch die Römer sprach. Eine Heimsuchung- griechisch episkope, war die Ankunft eines großen Herrschers oder Heerführers, der Bilanz zieht und abrechnet. 

Die Kirche benutzt "Visitation" als Begriff um auf die Ernennung desjenigen hinzuweisen, der kommt, um eine Diözese, ein Seminar, eine religiöse Einrichtung etc. zu beurteilen. In dieses Tagen scheinen Visitationen häufig gegen traditionelle gruppen eingesetzt zu werden, die kurz danach übernommen oder aufgelöst werden. Das ist seltsam. Ich widerspreche. Eine " Heimsuchung" war oft eine beängstigende Vorstellung, keine tröstliche. Sie konnte Tod und Zerstörung bedeuten, und tat das im Alten Testament häufig, so wie das Jerusalem durch die Assyrer und die Babylonier geschah.

Christus hat für Jerusalem eine schreckliche Zukunft beschrieben, die Stadt, von der die Juden dachten, sie werde der Mittelpunkt der Welt werden, die die Propheten Gottes getötet hatte und bald Christus selbst. Im 1. Jahrhundert beschreibt der jüdische Historiker und General Josephus in seinem "Der Jüdische Krieg",  daß 1 Million Menschen in und um Jerusalem starben und daß die Römer um die 500 Menschen pro Tag um die Stadt herum kreuzigten. Der Tempel, der ein Mikrokosmos des ganzen Universums war wurde zerstört und so das Ende der Welt, wie sie sie kannten, herbeigeführt. 

Sonntag, 7. August 2022

Eisdiele in Santa Maria Maggiore oder die Händler im Tempel?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Kommentar von Msgr. Ics zu einem Bericht über Eisverkauf in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore, den der bei silerenonpossumus gefunden hat. Hier geht´s zum Original:   klicken

"MSGR. ICS - SANTA MARIA  MAGGIORE. EIN WEITERER GROSSER ERFOLG DES ARGENTINISCHEN EISVERKÄUFERS" 

Liebe Stilumcuriale, Msgr. Ics hat diesen Artikel bei Silere non possumus gelesen und selbst kommentiert. Gute Lektüre.

Msgr. Ics an Tosatti; 

                "EIN WEITERER GROSSER ERFOLG DES ARGENTINISCHEN EISMACHERS"

Ich habe endlich verstanden, warum Bergoglio sich weiterhin in Weiß kleidet. 
Wer trägt eigentlich Weiß? Die Päpste und die Eishersteller. Wird er, weil er  nicht Papst zu sein scheint oder sein will,  zufällig ein Eismacher sein? Bis gestern hat er es nicht gezeigt. Heute scheint er es jetzt tun zu wollen. Das erklärt alles, anders als Cioncs Erklärungen!

Ich füge einen Artikel von Silere non possumus bei, der das, was Bergoglio in der Basilika Santa Maria Maggiore geschafft hat, für gescheitert hält.

Dem stimme ich überhaupt nicht zu. Wenn es ein Misserfolg wäre, würde es einem negativen Ergebnis gleichkommen, einem Nichterfolg.

Stattdessen ist es das Gegenteil, es war ein weiterer Erfolg von Franziskus´ Protestantisierung und Demütigung unserer Heiligen Katholischen-Apostolischen Kirche, Demütigung einer ihrer drei Basiliken (ohne die Demütigung von Sankt Peter mitzuzählen).

Franziskus hat Santa Maria Maggiore unter einem wirtschaftlichen Vorwand dazu beauftragt. Aber er erteilte den Auftrag, weil es dort bekennende heilige Priester gab, die Benedikt nahe standen.

Warum es ein weiterer Erfolg für uns war? Aber das ist offensichtlich, der zitierte Artikel erklärt es perfekt (vielleicht ohne es verstanden zu haben).

Weil das Eröffnen von Eisdielen in einer Basilika gleichbedeutend mit einem Beispiel für die Protestantisierung ist. In der Tat, so wie es vor allem in den anglikanisch-reformierten Kirchen geschieht, zusätzlich zu vielen lutherischen, die zum Teil in Bars und Cafeterien umgewandelt wurden, so hat die von Bergoglio beauftragte Basilika eine Eisdiele in ihrem Innenhof eröffnet. 

Aber nicht, um Geld zu verdienen, wie der beigefügte Artikel andeutet, sondern um seinen Protestantisierungsprozess sogar in einer römischen Basilika zu zeigen.

Um eine der drei Basiliken zu entweihen. Ah! Ich vergaß. Die Eisdiele (unten sehen Sie den Papst, der ein Sahneeis genießt) ist auch eine Niederlassung eines Schweizer multinationalen (vermutlich calvinistischen) Eisvertriebsunternehmens.

"Die uralte Eisdiele am Corso"
Gibt es da auch argentinische Spezialitäten?"

Quelle: M. Tosatti, Msgr. Ics, Stilum Curiae

 

Fundstück

katholisch.de berichtet darüber, wie der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Laben, Erzbischof Vincenzo Paglia, auf die Sterbe"hilfe" reagiert hat, mit der in England der NHS den 12-jährigen Archie zum Tode verurteilt und getötet wurde. Eine inzwischen schon traditionelle Vorgehensweise in Groß Britannien. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"VATICAN - ETHIKER PAGLIA BETET FÜR VERSTORBENEN ARCHIE" 

beginnt der Artikel so  - ZITAT

"Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia, betet für den am Samstag gestorbenen britischen Jungen Archie. "Wenn es ein Gericht ist, das über das Leben eines Menschen befindet, dann ist das eine Niederlage für die Menschlichkeit", erklärte der Erzbischof laut Vatican News (Sonntag). Er bete für Archie Battersbee und seine Familie, so Paglia."  (....)

Quelle: katholisch.de