Sonntag, 24. Mai 2026

Rosenblätter im Pantheon

Wie jedes Jahr zu Pfingsten lassen Feuerwehrmänner zigtausende Rosenblätter durch die Dachöffnung des Pantheons regnen.

Regina Caeli : die Katechese

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                 "Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!"

"An diesem Pfingstfest sind wir aufgerufen, über die Gabe des Heiligen Geistes nachzudenken, der in Fülle über die entstehende Kirche ausgegossen wurde und heute erneut ihren Gliedern geschenkt wird, als Licht und Kraft, die sie in allen Lebenslagen begleiten.

Wir können bei einem Bild des Heiligen Geistes verweilen, das sich uns in der heutigen Liturgie bietet: Der Heilige Geist öffnet die Türen. Das Evangelium besagt nämlich, dass »die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren« (Joh 20,19), und zugleich berichtet uns die Apostelgeschichte, dass der Heilige Geist wie ein heftiger Sturm kam (vgl. Apg 2,2), der jene Türen öffnete, der die Jünger dazu drängte, hinauszugehen und die Frohe Botschaft vom auferstandenen Christus zu verkünden.

Auch heute können wir uns fragen: Welche Türen öffnet der Heilige Geist?

Die erste Tür ist die Tür zu Gott selbst, in dem Sinne, dass er uns den Zugang zum Geheimnis Gottes eröffnet, so wie es sich in Jesus Christus offenbart hat. Durch die Gabe seines Geistes schenkt Gott uns den wahren Glauben, lässt uns den Sinn der Heiligen Schrift verstehen, gibt sich uns als nah zu erkennen und ermöglicht es uns, an seinem Leben selbst teilzuhaben. Der Heilige Geist hilft uns, eine persönliche Erfahrung mit Gott zu machen, ihm in Jesus zu begegnen und nicht bloß im Befolgen eines Gesetzes, ihn in uns zu erkennen und die Zeichen seiner Gegenwart im täglichen Leben zu entdecken.

Die zweite Tür ist jene des Abendmahlssaals, also der Kirche. Ohne das Feuer des Heiligen Geistes bleibt die Kirche eine Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten. Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben. Wie uns Papst Franziskus in Erinnerung rief, sind wir dazu berufen, »eine Kirche, die segnet und ermutigt, […] mit offenen Türen für alle« zu sein (Homilie in der Heiligen Messe zur Eröffnung der Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode, 4. Oktober 2023).

Schließlich öffnet der Heilige Geist die Türen unserer Herzen, indem er uns hilft, Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden, und er uns befähigt, als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben. Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt.

Brüder und Schwestern, auch in unserer Zeit, besonders an diesem Pfingsttag, müssen wir den Heiligen Geist anrufen, damit er alle Türen öffne, die noch verschlossen sind. Wir müssen Gott wieder als Vater entdecken, der uns liebt, eine Kirche aufbauen, in der sich alle zu Hause fühlen, und eine geschwisterliche Welt zur Entfaltung bringen, in der unter allen Völkern Frieden herrscht.

Vertrauen wir wie die ersten Jünger auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Wohnstatt des Heiligen Geistes und der Mutter der Kirche."

 

In Illo tempore

Auch heute setzt Fr. J. Zuhlsdorf  bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken

            "IN ILLO TEMPORE:  PFINGSTSONNTAG"

"Von allen Schätzen der heiligen Liturgie der römisch-katholischen Kirche zählt Pfingsten gewiss zu den reichsten, vielleicht sogar zu den reichsten, insbesondere in seiner Form im Vetus Ordo. Ostern hat seine Vigil mit der Segnung des Taufwassers, seine Oktav und seinen Zusatz zum Römischen Kanon. Pfingsten, das Ostern als eine Art Pascha des Heiligen Geistes widerspiegelt, hat seine eigene Samstagvigil mit der Segnung des Taufwassers, da diejenigen, die das Sakrament der Grundsakramente zu Ostern nicht empfangen hatten, getauft und gefirmt werden konnten. Es umfasst eine Oktav, in der die Kirche die ergreifende Sequenz „ Veni Sancte Spiritus“ singt . Es enthält eigene Einschübe im Römischen Kanon, die Communicantes und Hanc igitur . Innerhalb seiner Oktav finden sich die Quatembertage am Mittwoch, Freitag und Samstag. Mit anderen Worten: Pfingsten besaß einst liturgisches Gewicht, Tiefe und Bedeutung.

Deshalb war die Verwässerung des Pfingstfestes in der nachkonziliaren Reform von großer Bedeutung. Paul VI., geblendet von der Führung des Konzils, entzog dem Pfingstfest einen Großteil seiner liturgischen Bedeutung und Wichtigkeit. Dies lässt sich schwer mit dem Gebot der Konzilsväter in Sacrosanctum Concilium 23 vereinbaren, wonach Neuerungen nur dann eingeführt werden sollen, wenn das Wohl der Kirche sie wirklich und unzweifelhaft erfordert, und dass neue Formen organisch aus bereits bestehenden Formen hervorgehen müssen. Ein Fest, das die Erinnerung an die Taufe, die Kraft der Firmung, die kanonische Feierlichkeit, die achtfache Ausdehnung und die abendliche Ordnung in sich trug, wurde liturgisch entkräftet. Die Gläubigen wurden dadurch ärmer, nicht reicher. Wir sind unsere Riten.

Für Pfingsten müssen wir uns den Kontext mühsam erschließen, denn er vertieft den Inhalt. Die heilige liturgische Feier der Geheimnisse unseres Heils lässt uns ihnen gegenwärtig sein und sie uns. Die sakramentale Wirklichkeit umfasst, erhebt und verwandelt die sinnlich erfahrbare Wirklichkeit. Wir sind unsere Riten. Daher finden wir niemals tiefe Zufriedenheit, solange wir nicht bereit sind, den Inhalt zu vertiefen, und dazu benötigen wir Kontext, selbst aus den Tiefen der Geschichte.

Das griechische Wort „Pentekosté“ bedeutet „Fünfzigster Tag“. Das christliche Pfingstfest vollendet das alte jüdische Frühlingsfest Schawuot, das Wochenfest, eines der drei großen jährlichen Wallfahrtsfeste, zu denen erwachsene jüdische Männer nach Jerusalem pilgerten. Die Bevölkerung der Stadt wuchs enorm. Juden kamen aus vielen Ländern. Sprachen, Kleidung, Akzente, Erinnerungen, Opfergaben und Erwartungen trafen rund um den Tempel aufeinander. Jüdische Feste erinnerten zugleich an ein historisches Ereignis und erwarteten dessen Erfüllung. Schawuot blickte zurück auf den Sinai, wo Gott Moses fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten inmitten von Feuer, Wolken, Donner und Furcht das Gesetz gab. Es blickte auch voraus auf die Rückkehr der feurigen Gegenwart Gottes, der Herrlichkeitswolke, der Schechina, zum Tempel.

Schawuot war auch ein Fest der Erstlingsfrüchte. Zu Pessach wurden die ersten Gerstengarben Gott durch Schwenken dargebracht. Fünfzig Tage später war die Weizenernte abgeschlossen, und zwei Brote wurden durch Schwenken geopfert. Alfred Edersheim, ein zum Christentum konvertierter Bibelwissenschaftler, schrieb in „ Der Tempel: Sein Dienst und seine Gottesdienste“ : „Man kann sagen, dass das ‚Fest der ungesäuerten Brote‘ erst fünfzig Tage nach seinem Beginn ganz vorüber war, da es mit dem Pfingstfest verschmolz“ (Kap. 14). Anschließend zieht er die christliche Verbindung:

„Das Gedenken an die Befreiung Israels fand seinen angemessenen Abschluss in der Gabe des Gesetzes – so wie, wenn man es auf die höchste Weise auslegt, das Passahopfer des Herrn Jesus in der Ausgießung des Heiligen Geistes am Pfingsttag seine Vollendung fand.

Das Pessachfest reift zu Schawuot heran. Ostern reift zu Pfingsten heran. Die Erstlingsfrucht der Auferstehung wird zur Kirche, zur Ernte. Der Herr, Erstling der Entschlafenen, erhebt sich. Er fährt auf. Dann senden er und der Vater vom Himmel den Heiligen Geist auf die Apostel, und an einem einzigen Tag werden etwa dreitausend Seelen versammelt. Das Speisopfer der Brote wurde zu lebendigem Fleisch und Blut, zu Männern und Frauen, die für Christus auserwählt sind.

Die Predigt...

 im Wortlaut -veröffentlicht bei vaticannews

     WORTLAUT DER PFINGSTPREDIGT VON PAPST LEO

die Osterzeit kommt heute, am Pfingstfest, an ihr Ende. Um die Einheit dieses Heilsereignisses hervorzuheben, führt uns das Evangelium erneut zum „ersten Tag der Woche“ (vgl. Joh 20,19) zurück, also zu jenem neuen Tag, an dem der Auferstandene den Jüngern erscheint und ihnen »seine Hände und seine Seite« zeigt (V. 20). Der Herr offenbart seinen verherrlichten Leib, genau genommen seine Wunden, die Wunden der Kreuzigung. Diese Zeichen des Leidens, die aussagekräftiger sind als jede Rede, sind verklärt: Derjenige, der gestorben war, lebt für immer.  


Beim Anblick des Herrn, kehren auch die Jünger ins Leben zurück: Sie hatten sich voller Angst im Abendmahlssaal vergraben, doch Jesus tritt trotz der verschlossenen Türen ein und erfüllt sie mit Freude. Er durchquert unseren Tod, öffnet das Grab und reißt es weit auf, während es für uns keinen Ausweg mehr gab. Zu seiner Geste fügt Christus die Worte hinzu: »Friede sei mit euch« (V. 19); und gleich darauf haucht er den Jüngern den Heiligen Geist ein. Der Auferstandene ist voller Leben: Nachdem er das leibliche Leben vor Augen geführt hat, als wahrer Mensch, schenkt er das göttliche Leben, als vom Vater geliebter Sohn, der für uns zum Bruder und Erlöser geworden ist. Im selben Abendmahlssaal, in dem er den neuen und ewigen Bund geschlossen hat, gießt Jesus den Geist aus: Der Ort des Abendmahls und des Verrats verwandelt sich und wird vom Grab der Apostel zum Schoß der Auferstehung für die ganze Kirche. Deshalb ist Pfingsten ein österliches Fest und ein Fest für den Leib Christi, der wir durch die Gnade sind.

Bei der Feier dieses Geheimnisses möchte ich auf drei Aspekte eingehen.

Zunächst einmal ist der Geist des Auferstandenen der Geist des Friedens. Denn durch seinen Tod und seine Auferstehung stiftet Christus Frieden zwischen Gott und der Menschheit, und der Heilige Geist gießt diesen Frieden in die Herzen ein und verbreitet ihn in der Welt. Dieser Friede entspringt der Vergebung und führt uns zur Vergebung: Er beginnt mit der Vergebung, die Jesus selbst schenkt, der von uns verraten, verurteilt und gekreuzigt wurde. Er überrascht uns mit seiner Liebe und gerade er, der Auferstandene, sagt: »Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten« (Joh 20,23). Mit diesen Worten vertraut Jesus uns ein göttliches Werk an, denn nur Gott kann Sünden vergeben (vgl. Mk 2,7). Diese Vollmacht wird im Zeichen einer universalen Versöhnung geschenkt: Der Herr gießt den Geist des Friedens von einem Ende der Geschichte zum anderen aus, denn derjenige, der alle vom Tod erlöst hat, schließt niemanden aus. Denn der Heilige Geist ist Herr und schenkt das Leben seit dem Anbeginn der Schöpfung, als er über dem Wasser schwebte (vgl. Gen 1,2). Und nun verändert er nach seiner Ausgießung die Geschichte der Welt: Pfingsten ist wirklich das Fest des Neuen Bundes, also des Bundes zwischen Gott und allen Völkern der Erde. Während das Brausen vom Himmel, der Sturm und die Feuerzungen im Abendmahlssaal an die alten Zeichen vom Sinai erinnern (vgl. Apg 2,2-3; Ex 19,16-19), wird das heilige Gesetz Gottes in die Herzen eingeschrieben, durch den Geist mit den Schriftzeichen der Liebe in das Fleisch Christi und in seinen Leib, der die Kirche ist, eingeprägt.

Dieses Gesetz ist der Kodex des Friedens: Es ist das doppelte Gebot der Liebe, an die uns der Heilige Geist mit jedem Herzschlag erinnert. Mit unserem Herzen können wir somit rufen: „Veni Sancte Spiritus“, denn er ist uns bereits geschenkt worden. Wir können ihn ersehnen, denn er ist uns bereits versprochen worden. Wir können ihn empfangen, denn er selbst ist der süße Gast der Seele.

Ein zweiter Aspekt: Der Geist des Auferstandenen ist der Geist der Mission: »Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch«, sagt der Herr (Joh 20,21). So werden wir in die Sendung Jesu einbezogen: Also in die Mission dessen, der von Gott ausgeht und in der Kraft des Heiligen Geistes zu Gott zurückkehrt; des Geistes, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, mit ihnen angebetet und verherrlicht wird, der eine Gott. Der Heilige Geist ist die lebendige Liebe Christi, die uns durchdringt, uns drängt und uns in der Sendung unterstützt (vgl. 2 Kor 5,14). Während er den Aposteln die Kraft verleiht, sich in einer Vielzahl von Sprachen zu äußern (vgl. Apg 2,4), lehrt derselbe Geist die Menschheit das Wort des Heils. Da die Apostel vom Auferstandenen angehaucht worden sind, verkünden sie diese frohe Botschaft nun mit ihrem eigenen Mund, mit der Stimme des Petrus und all derer, die bei ihm sind. Am Pfingsttag also beginnen die Apostel, den gekreuzigten und auferstandenen Jesus zu verkünden: »Gottes große Taten« (Apg 2,11) vereinen sich alle in der Erlösung, die mit dem Glauben beginnt. Das erste Werk des Heiligen Geistes in uns ist nämlich der Glaube, mit dem wir bekennen: »Jesus ist der Herr!« (1 Kor 12,3). Dieser Glaube ist lebendig und kommt mit jeder guten Tat, jedem Akt der Barmherzigkeit und der Tugend zum Ausdruck. Das Werk Gottes sind also wir, die wir heute aus allen Teilen der Welt hierherkommen, eingeladen an den Tisch des Herrn, versammelt, um sein Wort zu hören, und ausgesandt, um es überall zu bezeugen.


Hl. Pfingst-Messe

auf dem Petersplatz...

                

 

              ALLEN EIN GESEGNETES, FROHES PFINGSTEN! 

Samstag, 23. Mai 2026

Die Chartres-Wallfahrt

der schier nicht enden wollende Zug der  20.000 Pilger, (Zwanzigjährige und Jüngere) -von Paris nach Chartres.

Freitag, 22. Mai 2026

Über die Synodale Beschäftigungstherapie

Der Erzbischof von Chur Marian Eleganti hat einen Text zum Thema Synode und Synodalität veröffentlicht. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE VOM VATICAN ANGEORDNETE SYNODALE BESCHÄFTIGUNGSTHERAPIE BRINGT KEINE HEILUNG!"

Was von Rom kommt, ich meine die Werkstatt des universalkirchlich ausgerufenen synodalen Prozesses, ist Menschenweisheit. Offensichtlich haben die Protagonisten nichts Besseres zu tun, als immer wieder Aufträge an die Ortskirchen zu erteilen, wie der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an, verwaltet und am Laufen gehalten werden soll. Sie glauben, sie könnten den Hl. Geist kanalisieren und er würde den Weg zu den Gläubigen durch die von ihnen gelegten Pipelines einschlagen. Das Ergebnis ist die Bürokratisierung einer angestrebten Erneuerung und Mission.

Das breite und einfache Volk Gottes steht abseits. Die hauptamtlichen Akteure dieser dysfunktionalen Gremienkriche sind es, die für teures Geld mit den in Auftrag gegebenen Steuerungselementen und synodalen Papieren beschäftigt sind. Es schaut dabei nichts anderes heraus als immer wieder neu zu lesende Dokumente, heterodoxe Studienergebnisse und neu ausgeklügelte Gremien (zu den vielen, bereits bestehenden). Dabei würde es genügen, wenn jeder Katholik wirklich einer wäre: Salz der Erde. Der Hl. Geist würde durch ihn wirken. Aber am Werk sind Berufskatholiken, die in ihrer Freizeit wieder Pause machen. Viele von ihnen besuchen nicht einmal regelmässig die Sonntagsmesse. Aber natürlich wissen sie, wie man die Kirche erneuern muss, Das kann man dann nachlesen, klug Ausgedachtes.

Das gilt auch für die Erfinder dieses synodalen Prozesses in Rom. Es ist inzwischen sowieso deutlich geworden, was der Prozess will: einen Umbau der bisherigen und unverrückbaren Lehrpositionen in Bezug auf Scheidung und Wiederverheiratung, Homosexualität (die ganze Queer-Agenda), die synodale Demokratisierung der Kirchenleitung, neue Ämter für die Frau, ökumenische und interreligiöse Fortschritte auf Kosten der eigenen Katholizität. Diese muss man ja in der Tat suchen. Die propagierte Inklusion betrifft hauptsächlich die Normalisierung der Homosexualität in der Kirche und ist nichts anderes als eine Revision ihrer Lehre bei den seit 60 Jahren immer gleichen Themen. Viel Brimborium um eine leicht zu durchschauende Agenda. Anscheinend haben wir genügend Homosexuelle im Klerus und in der kirchlichen Hierarchie, die genauso penetrant und unermüdlich wie in der übrigen Gesellschaft uns die Regenbogenfarben bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufs Auge drücken und sich ihrem Ziel näher glauben denn je.

 Aber dass die Konzilsdokumente nicht mehr gelten, verwundert schon. Das Konzil sprach ja noch von einem Wesensunterschied des geweihten Priestertums gegenüber dem nichtgeweihten allgemeinen; es sprach von der Einheit von Weihe und Jurisdiktion/ Leitung, von einem hierarchisch geordneten Volk Gottes. Alles Schnee von gestern! Heute zerstören diese vom Konzil gewünschte Einheit von Weihe und Leitung (Jurisdiktion) nicht nur die Piusbrüder (ihre Weihbischöfe ohne Jurisdiktion), sondern auch jene, die in Rom und bei uns Laien zu Vorstehern bzw. Präfektinnen von Dikasterien machen mit Bischöfen als ihren subordinierten Assistenten oder Co-Chefs, bei uns zu Gemeindeleitern und Vorstehern von Seelsorgeeinheiten und Pfarreien mit sog. mitarbeitenden Priestern als ihre Untergebenen.

Die Kirche würde sich besser der liturgischen Frage zuwenden, wenn sie nicht zusehen will, wie ihr die Felle weiterhin davonschwimmen, bachab. Das ist genau, was ich diesem synodalen Prozess wünsche, von dem ich nichts erwarte. Bisher hat er ja auch in der Tat nichts gebracht ausser hauptamtliche Geschäftigkeit, ein Overkill an Worten und Direktiven, aber kein übernatürliches Leben in den Herzen der Gläubigen. Dieses käme von einer wirklichen Bekehrung, von der Hingabe des eigenen Blutes. Die Prozesse sind im Gegensatz dazu Kopfgeburten; sie gehen nicht ins Blut, wenigstens nicht in meines. Wahrscheinlich bin ich nicht der Einzige.

Man wird sehen, dass dieser Versuch, die Kirche zu erneuern und im Sinne der eigenen Interessen neu zu formatieren – denkt an den propagierten Paradigmenwechsel von der apostolischen zur synodalen Kirche -  scheitern wird. Schlimmer noch, er ist schon heute ein Beschleuniger zentrifugaler Kräfte und neu drohender Schismen, innerer und äusserer!

Vielleicht sollten wir wieder den Altar zur Mitte der Kirche machen. Vielleicht sollten alle in der Kirche bedenken, dass es ohne den Priester keine Hl. Messe gibt, und ohne die Hl. Messe keine Kirche. Eine priesterlose Kirche wird verschwinden, von der einige bei uns träumen, die den Priester marginalisieren oder verdrängen und meinen, es hätte die Stunde der Laien geschlagen.

Viele junge Menschen fühlen sich deshalb von der alten Liturgie so angezogen. Sie aber ist still (vor allem beim Höhepunkt). In der Konzilskirche wird ständig geredet, liturgisch und synodal. Es besteht geradezu ein Zwang dazu, weil das Geheimnis wegfällt, vor dem man niederkniet, um alles von CHRISTUS zu empfangen, was wirkliches Leben bringt. Wir müssten uns wieder umdrehen, uns hinwenden, zu IHM aufschauen. Die Priester aber schauen ins Volk, dieses thematisiert sich selbst nach sekundären Kategorien und feiert dann Liturgie als Subjekt derselben. Der Priester ist nur Vorsteher der Versammlung. CHRISTUS, die Hauptattraktion (buchstäblich und wörtlich!) jedes Gottesdienstes gerät aus ihrem Blick. Sogar der Papst verdrängt IHN in den Papstmessen, die vor allem zu einer Begegnung mit ihm, dem Papst (-Superstar?) werden, nicht mit CHRISTUS. Über all das sollte man nachdenken, nicht unbedingt reden, sondern es ändern, jeder für sich!"



 




  als ih

 

 

Viele junge Menschen fühlen sich deshalb von der alten Liturgie so angezogen. Sie aber ist still (vor allem beim Höhepunkt). In der Konzilskirche wird ständig geredet, liturgisch und synodal. Es besteht geradezu ein Zwang dazu, weil das Geheimnis wegfällt, vor dem man niederkniet, um alles von CHRISTUS zu empfangen, was wirkliches Leben bringt. Wir müssten uns wieder umdrehen, uns hinwenden, zu IHM aufschauen. Die Priester aber schauen ins Volk, dieses thematisiert sich selbst nach sekundären Kategorien und feiert dann Liturgie als Subjekt derselben. Der Priester ist nur Vorsteher der Versammlung. CHRISTUS, die Hauptattraktion (buchstäblich und wörtlich!) jedes Gottesdienstes gerät aus ihrem Blick. Sogar der Papst verdrängt IHN in den Papstmessen, die vor allem zu einer Begegnung mit ihm, dem Papst (-Superstar?) werden, nicht mit CHRISTUS. Über all das sollte man nachdenken, nicht unbedingt reden, sondern es ändern, jeder für sich!


 

The Church in our region is sick: the synodal “occupational therapy” ordered by the Vatican offers no cure!

 

What comes from Rome—I mean the workshop of the so-called “synodal process” proclaimed by the universal Church—is mere human wisdom. Evidently, the protagonists have nothing better to do than to repeatedly issue directives to the local churches on how the synodal process—a stillborn endeavor from the start—should be managed and kept running. They believe they can channel the Holy Spirit, and that He will find His way to the faithful through the pipelines they have laid. The result is the bureaucratization of a desired renewal and mission.

 

The broad and simple people of God stand on the sidelines. It is the full-time actors of this dysfunctional committee-driven church who are occupied, at great expense, with the commissioned steering mechanisms and synodal documents. All that comes out of this are documents to be read over and over again, heterodox study results, and newly devised committees (to add to the many that already exist).

 

Yet it would be enough if every Catholic were truly one: the salt of the earth. The Holy Spirit would work through them. But at work are professional Catholics who take a break again in their free time. Many of them do not even attend Sunday Mass regularly. But of course they know how the Church must be renewed; one can then read about it—cleverly conceived ideas.

 

This also applies to the architects of this synodal process in Rome. It has become clear by now what the process aims for: a restructuring of the Church’s long-standing and unshakable doctrinal positions regarding divorce and remarriage, homosexuality (the entire queer agenda), the synodal democratization of Church leadership, new roles for women, and ecumenical and interreligious progress at the expense of its own Catholic identity. One must indeed search for this identity. The touted inclusion mainly concerns the normalization of homosexuality within the Church and is nothing more than a revision of its doctrine on issues that have remained unchanged for 60 years. A lot of fuss over an agenda that’s easy to see through. Apparently, we have enough homosexuals in the clergy and the church hierarchy who, just as insistently and tirelessly as in the rest of society, shove the rainbow colors in our faces at every opportunity and believe they are closer than ever to their goal.

 

But the fact that the Council documents no longer apply is indeed surprising. The Council still spoke of a fundamental difference between the ordained priesthood and the non-ordained laity; it spoke of the unity of ordination and jurisdiction/leadership, of a hierarchically ordered People of God. All water under the bridge! Today, this unity of ordination and leadership (jurisdiction) desired by the Council is being destroyed not only by the Society of St. Pius X (with their auxiliary bishops lacking jurisdiction), but also by those in Rome and among us who make laypeople heads or prefects of dicasteries, with bishops as their subordinate assistants or co-leaders, here, into parish leaders and heads of pastoral units and parishes with so-called “collaborating” priests as their subordinates.

 

But they’re counting their chickens before they hatch—without accounting for the much-cited Holy Spirit. He takes entirely different paths. Look at the many young baptismal candidates—a growing phenomenon, but not a fruit of the synodal process.

 

 

The Church would do better to turn its attention to the liturgical question if it does not want to watch as its ship continues to drift away, down the river. That is exactly what I wish for this synodal process, from which I expect nothing. So far, it has indeed yielded nothing but full-time busyness, an overkill of words and directives, but no supernatural life in the hearts of the faithful. This would come from a true conversion, from the shedding of one’s own blood. The processes, by contrast, are figments of the imagination; they do not get into the blood, at least not into mine. I am probably not the only one.

 

 

It will become clear that this attempt to renew the Church and reformat it in the interests of its own agenda—think of the touted paradigm shift from the apostolic to the synodal Church—will fail. Worse still, it is already today an accelerator of centrifugal forces and new threats of schism, both internal and external!

 

 

Perhaps we should once again make the altar the center of the Church. Perhaps everyone in the Church should consider that without the priest there is no Holy Mass, and without Holy Mass there is no Church. A priestless Church—which some among us dream of, those who marginalize or supplant the priest and believe the hour of the laity has come—will disappear.

 

 

Many young people are therefore so drawn to the old liturgy. But it is silent (especially at the climax). In the post-conciliar church, there is constant talking, both liturgical and synodal. There is practically a compulsion to do so, because the mystery before which one kneels to receive from CHRIST all that brings true life has been lost. We must turn back, turn toward Him, and look up to Him. The priests, however, look toward the congregation, which defines itself according to secondary categories and then celebrates the liturgy as the subject of those categorical liturgies. The priest is merely the presider of the assembly. CHRIST, the main attraction (literally and figuratively!) of every service, slips from their view. Even the Pope pushes Him aside in the papal Masses, which become above all an encounter with him, the Pope (a “superstar”?), not with CHRIST. We should reflect on all this—not necessarily talk about it, but change it, each of us for ourselves!

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