Mittwoch, 21. Oktober 2026

20 spanische Märtyrer-Priester

Wie vaticannews berichtet, hat der Hl. Vater während der heutigen Generalaudienz an die 20 spanischen Geistlichen, die am vergangenen Samstag in Ibiza selig gesprochen wurden. 
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Unter dem Titel:

"LEO XIV ERINNERT AN 20 SPANISCHE MÄRTYRER-PRIESTER"

beginnt der Bericht so - ZITAT

Papst Leo XIV. hat bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch an die Seligsprechung von Juan Torres Torres und 19 weiteren Priestern von Ibiza und Formentera erinnert. Die Geistlichen waren im August und September 1936 während der religiösen Verfolgung im Spanischen Bürgerkrieg aus Hass auf den Glauben ermordet worden. Die Seligsprechung fand am vergangenen Samstag in der Kathedrale von Ibiza statt.

„Ihr Zeugnis ermutigt uns, unser Leben zu einer Gabe der Liebe an Gott und unsere Mitmenschen zu machen", sagte der Papst. Kardinal Marcello Semeraro, Präfekt des Dikasteriums für die Heiligsprechungsprozesse, hat die Feier am Samstag, 17. Oktober, im Auftrag des Papstes geleitet. (...)

Quelle: vaticannews

Ein bißchen Nostalgie -nicht ganz aktuell

Interview mit dem Apostolischen Nuntius im Baltikum, Erzbischof Gänswein

               

Fundstück

domradio.de  berichtet über den Wunsch des Papstes die Rolle der Kirche als Vermittlerin in den Konflikten der Welt zu stärken. Hier geht´s zum Original:  klicken 

Unter dem Titel: 

"LASST UNS VERHANDELN"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Papst Leo XIV. setzt sich für den Frieden in der Welt ein und bietet dabei die Unterstützung des Vatikans an. Darüber hinaus möchte er auch innerhalb der Kirche vermitteln und die Ostkirchen mehr unterstützen.

Papst Leo XIV. will, dass der Vatikan sich in Kriegen und Konflikten als Vermittler stark macht. "Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass dieser Friede sich ausbreitet", sagte der Papst am Mittwochmorgen bei einer Audienz mit Vertretern der katholischen Ostkirchen." (...)

Quelle: domradio.de 

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

              

Die Katechese

Liebe Brüder und Schwestern,
guten Morgen und herzlich willkommen!


Die Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ (GS) des Zweiten Vatikanischen Konzils hat im ersten Teil die Würde des Menschen und seine Berufung in der Welt dargelegt und befasst sich im zweiten Teil „im Lichte des Evangeliums und der menschlichen Erfahrung“ mit einigen der dringlichsten Probleme unserer Zeit (vgl. GS, 46). Das Augenmerk richtet sich dabei in erster Linie auf die Ehe und die Familie, in der Überzeugung, dass „das Wohl des Menschen sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft eng mit einer glücklichen Situation der ehelichen und familiären Gemeinschaft verbunden ist“ (GS, 47).

Zu diesem Zweck werden nicht einfach nur deren Werte und Ziele bekräftigt, sondern es wird eine erneuerte Auffassung der Ehe als „innige Gemeinschaft des Lebens und der ehelichen Liebe“ (GS, 48) aufgezeigt. Unter Einbeziehung der rechtlichen Dimension der Ehe als Vertrag wird die Grundlage dieser Verbindung im „Ehevertrag“ erkannt, verstanden als „der menschliche Akt, durch den sich die Ehepartner gegenseitig hingeben und annehmen“ (ebd.). Die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau, durch die „sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch“ (Mt 19,6), begründet das Erfordernis der „vollkommenen Treue“ und der „unauflöslichen Einheit“ der Ehegatten und findet ihren lebendigen Ausdruck in der Zeugung und Erziehung der Kinder (vgl. GS, 48).

Als Spiegelbild der göttlichen Dreifaltigkeit wird die eheliche und elterliche Liebe durch das Sakrament der Ehe „von der erlösenden Kraft Christi gestützt und bereichert“, damit die Ehepartner einander so lieben können, „wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (ebd.). Nachdem „Gaudium et spes“ die Wirklichkeit der Ehe im Lichte der Liebe Christi, die die Wahrheit der menschlichen und göttlichen Liebe ist, beleuchtet hat, richtet es die Aufmerksamkeit auf die eheliche Liebe und die eheliche Fruchtbarkeit. Die eheliche Liebe beschränkt sich nicht auf die erotische Anziehungskraft, die sie zwar in sich vereint, sondern umfasst den gesamten Willen der Eheleute, belebt ihre seelischen Regungen und drückt sich durch Gefühle und Gesten der Zärtlichkeit aus (vgl. GS, 49).

Diese Liebe, die das Wohl der ganzen Person von Mann und Frau umfasst, die in ihrer Würde gleich sind, durchdringt das gesamte Leben der Ehegatten und findet ihren Ausdruck in den Handlungen, die ausschließlich der Ehe eigen sind (vgl. ebd.). Da sie die ganzheitliche Liebe von Mensch zu Mensch bedeutet, fördert die einzigartige Intimität der Ehepartner ihre gegenseitige Hingabe und bereichert ihre gegenseitige Freude (vgl. ebd.).

Die Fruchtbarkeit der ehelichen Liebe drückt sich zudem in der Zeugung von Kindern aus, „dem erlesensten Geschenk der Ehe“ (GS, 50). Indem sie das menschliche Leben, das niemals verworfen werden darf, weitergeben und erziehen, werden die Eheleute zu „Mitarbeitern der Liebe Gottes, des Schöpfers, und gewissermaßen zu deren Deutern“ (ebd.). Zu dieser menschlichen und christlichen Verantwortung berufen, sind sie verpflichtet, sich von einem rechten Urteil über das Wohl ihrer selbst und ihrer bereits geborenen oder noch ungeborenen Kinder leiten zu lassen.

Ein solches Urteil, das letztlich die Eheleute selbst vor Gott fällen müssen, erfordert, dass sich ihr Gewissen am göttlichen Gesetz ausrichtet, wie es vom kirchlichen Lehramt im Lichte des Evangeliums ausgelegt wird (vgl. ebd.). Die Wertschätzung der liebevollen Gemeinschaft und der Fortpflanzungsfruchtbarkeit in der Ehe veranlasst das Konzil auszuschließen, dass es „einen wirklichen Widerspruch zwischen den göttlichen Gesetzen, die die Weitergabe des Lebens regeln, und jenen, die die echte eheliche Liebe fördern“ (GS, 51) und stattdessen zu bekräftigen, dass „wenn es darum geht, die eheliche Liebe mit der Weitergabe […] des Lebens in Einklang zu bringen“, man „im Rahmen wahrer Liebe die gesamte Bedeutung der gegenseitigen Hingabe und der menschlichen Fortpflanzung bewahren“ muss (ebd.).

Daraus folgt sowohl, dass „das Leben, sobald es gezeugt ist, mit größter Sorgfalt geschützt werden muss“, wobei „Abtreibung so wie Kindermord“ zu vermeiden ist; als auch, dass „die spezifischen Handlungen des ehelichen Lebens, die der wahren Menschenwürde entsprechen, mit großer Wertschätzung zu achten sind“ (ebd.). Die Lehre von „Gaudium et spes“ über die eheliche und familiäre Gemeinschaft hebt somit die soziale Funktion der Familie hervor, die als „eine Schule reichhaltigerer Menschlichkeit“ und als „das Fundament der Gesellschaft“ bezeichnet wird (GS, 52), und ruft alle, die gesellschaftliche Verantwortung tragen, insbesondere im politischen und kulturellen Bereich, dazu auf, ihrer Pflicht nachzukommen, „wirksam an der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken“ (ebd.).

Meine Lieben, dieses Engagement ist dringender denn je. Die Kirche ist sich dessen wohl bewusst, wie die pastorale Sorge der Päpste zeigt, die seit dem letzten Konzil aufeinander folgten, bis hin zu den beiden von Papst Franziskus einberufenen Synodenversammlungen, zu denen in den vergangenen Tagen die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen und die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen zurückgekehrt sind. Die Heilige Familie von Nazareth möge uns auf unserem Weg erleuchten und die Familien der ganzen Welt beschützen.

Quelle: vaticannews

Montag, 19. Oktober 2026

Fundstück

Kath.net veröffentlicht  den Beitrag den der  Norwegische Bischof Erik Varden für das Treffen der Bischofskonferenzen der Welt zum Thema 10 Jahre Amoris Laetitia verfaßt hat, in eigener Übersetzung". Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"DER NORWEGISCHE BISCHOF ERIK VARDEN ÜBER "LAETITIAE AMOR"  UND "AMORIS LAETITIA" 

beginnt die Dokumentation so - ZITAT

Am diesjährigen Fest des heiligen Josef kündigte Papst Leo XIV. seinen Wunsch an, alle Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Welt nach Rom einzuberufen, um die Auswirkungen von „Amoris Laetitia“ zehn Jahre nach dessen Veröffentlichung zu erörtern.

"Der Heilige Vater bat uns zu überlegen, wie wir das Evangelium den Familien wirksamer verkünden können.

Das einwöchige Treffen ging gestern zu Ende. Ein Bericht wird veröffentlicht, sobald der Heilige Vater von seiner Krankheit genesen ist – wir beten für eine baldige und vollständige Genesung –, doch Papst Leo XIV. hat die Teilnehmer gebeten, ihre Erfahrungen von diesem Treffen unverzüglich in ihren Bischofskonferenzen und Diözesen weiterzugeben.

Das Treffen folgte einem Rahmen, der auf fünf Hauptthemen basierte. Jedes dieser Themen bot Stoff für einen ganzen Tag des Austauschs. Im Folgenden lege ich meine persönlichen Überlegungen zu diesen Themen dar." (...)

Quelle: kath,net

Über das Pontifikat

 A. Gagliarducci kann in seinem heutigen Beitrag für Monday-at-the-Vatican seine Ungeduld darüber nicht mehr verbergen, daß die Umstrukturierung der Kurie nicht schneller vorangeht. Krankheit und Operation des Papstes läßt er da nicht als Entschuldigung gelten. 
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"LEO XIV : EIN PONTIFIKAT IM GLEICHGEWICHT"

Bis zur Bekanntgabe seiner Einlieferung ins Krankenhaus und der Lungenoperation, die letzte Woche zur Diagnose eines Adenokarzinoms führte, schien es der ganzen Welt, als ob das Pontifikat Leos XIV. ein weitreichendes sein würde, das sich über den Großteil von zwei Jahrzehnten erstreckte – ein Zeitraum, in dem der Papst die Gelegenheit haben würde, die Römische Kurie, die Bischöfe und die Kardinäle umzugestalten und sogar neu zu definieren.

Es stimmt, dass sich der Papst bereits als großer Meister der Geduld erwiesen hatte: Keine großen Reformen, kein Patronagesystem, nur wenige präzise Anpassungen bei einigen Themen (Formalitäten der Finanzreform, das Gesetz des Vatikanstaates), Kontinuität bei anderen (Synodalität und die Anwendung der synodalen Methode auf Konsistorien, weibliche Leiterinnen von Dikasterien) und noch weniger hochkarätige Ernennungen.

Bis zu seiner Einlieferung ins Krankenhaus stand das Pontifikat Leos XIV. kurz vor seiner Blütezeit.

Es wurde zudem inmitten eines Jubiläums eröffnet, was in der Geschichte erst einmal zuvor geschehen war, und es bestand die Notwendigkeit, Frieden und Einheit in eine Kurie und eine Kirche zu bringen, die nach einem spaltenden Pontifikat wie dem von Papst Franziskus gespalten waren.

Papst Leo veröffentlichte sogar in seinem eigenen Namen ein von Papst Franziskus verfasstes Dokument, das Apostolische Schreiben Dilexi Te . Leos Krankenhausaufenthalt erfolgte während der Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag eines weiteren umstrittenen Schritts seines unmittelbaren Vorgängers, des Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia.

Das Bischofstreffen zu Amoris Laetitia in dieser Woche hatte bereits den Charakter einer soziologischen Diskussion über die Familie angenommen. In seiner Antrittsansprache am 7. Oktober hatte Leo XIV. bereits zu einer mutigen Antwort auf die aktuellen Herausforderungen und einer erneuten Hinwendung zur Familie aufgerufen . Das  Einladungsschreiben  zum  Treffen am 19. März betonte die Notwendigkeit, die tiefgreifenden Veränderungen zu berücksichtigen, die das Familienleben beeinflusst haben.

Kurz gesagt, mit Leo XIV. haben wir es weder mit einem Papst zu tun, der mit der Tradition der Kirche bricht, noch mit einem, der im Namen der Kontinuität umstrittene Interpretationen akzeptiert, die im vorherigen Pontifikat Einzug gehalten haben.

Wenn das Treffen über Amoris Laetitia als Wendepunkt angesehen wurde, müssen wir verstehen, wie sich diese Krankheit auf das Pontifikat auswirkt.

Auf Nachfrage von Journalisten ging Kardinal Pietro Parolin, vatikanischer Staatssekretär, am 15. Oktober sogar so weit zu sagen, das Pontifikat könne „umgestaltet“ werden. Später behauptete er, er habe sich dabei hauptsächlich auf die bevorstehende Reise nach Argentinien, Peru und Uruguay bezogen, die weiterhin stattfindet. Angesichts von Krankheit und Genesung ist es völlig normal, den eigenen Lebensstil und Zeitplan anzupassen. Wahrscheinlich bezog sich Kardinal Parolin genau darauf.   Egal.

Was der Kardinalstaatssekretär sagte, als der Papst noch im Krankenhaus war, konnte zwangsläufig Debatten auslösen und Fragen aufwerfen.

Sonntag, 18. Oktober 2026

Dank für die Gebete

Während seiner Ansprache nach dem heutigen Angelus hat Papst Leo XIV noch einmal für die Gebete gedankt, die ihn während seines Krankenhausaufenthaltes begleitet und gestärkt haben.        Vaticannews berichtet.

„Habe eure Unterstützung gespürt“: Papst Leo dankt für Gebete

Ich möchte all jenen danken, die in den vergangenen Tagen für mich gebetet haben. Ich habe eure Unterstützung wirklich gespürt. Danke!“ Dies sagte der Papst an diesem Sonntag beim Angelus-Gebet am Petersplatz. Er war am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden.

„Besonderen Dank richte ich an die Ärzte, das Pflegepersonal und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Policlinico Gemelli“, so Leo mit Blick auf seine Betreuung in der römischen Klinik. Er kündigt an, nach und nach wieder in den Alltag zurückzukehren.

„Diese Erfahrung hat mich die Nähe zu all jenen, die Krankheit und Gebrechlichkeit durchleben, auf besondere Weise spüren lassen. Nachdem diese heikle Phase nun überstanden ist – wie ihr wisst –, werde ich meine Tätigkeiten schrittweise wieder aufnehmen, stets mit der Hilfe Gottes und eurer Gebete. Nochmals danke! Danke an euch alle und einen schönen Sonntag!“

                                     Nach und nach in den Alltag zurück  

„Ich werde meine Tätigkeiten schrittweise wieder aufnehmen, stets mit der Hilfe Gottes und eurer Gebete!“

Leo XIV. war nach seinem Aufenthalt im Policlinico Gemelli am Samstagnachmittag in den Vatikan zurückgekehrt. Auch beim Verlassen der Klinik hatte er dem Arzt Stefano Margaritora gedankt, der den Eingriff an der Lunge durchgeführt hatte, wie auch dem gesamten medizinischen Personal, das ihn in den fünf Tagen seines Aufenthaltes in der Klinik betreut hatte.

Vorausgegangen war am Samstagvormittag die medizinische Entlassungserklärung des Ärzteteams der Gemelli-Klinik, die den Papst nach Auswertung der Blutanalysen, von Röntgenaufnahmen und Beurteilung des klinischen Gesamtbildes als entlassungsfähig eingestuften. Im Interview mit den Vatikanmedien hatte der Arzt, der den Papst operiert hat, gesagt, dass gegen die für November geplante Lateinamerika-Reise des Papstes in medizinischer Hinsicht nichts spreche. Der Aufenthalt des Papstes in der Klinik war aufgrund eines Eingriffs an der rechten Lunge erforderlich gewesen, aus der ein Tumor entfernt wurde. 
                     Große Freude über Entlassung des Papstes

Die Freude der Pilger am Petersplatz war an diesem Sonntag groß. Es gab großen Jubel und strahlende Gesichter, als der Papst am Fenster des Apostolischen Palastes erschien. Auch Papst Leo strahlte."

Quelle: vaticannews

Angelus

 heute auf dem Petersplatz

              


"KATECHESE DES PAPSTES BEIM ANGELUS: TREUE ZU WAHRHEIT UND VERANTWORTUNG"

Mit einem bekannten Jesuswort aus dem Matthäusevangelium hat Leo XIV. an die Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft erinnert. Beim Angelusgebet am Tag nach seiner Entlassung aus der Gemelli-Klinik warnte der Papst vor Heuchelei, Machtstreben und Eigeninteressen. Wer Verantwortung übernehme, dürfe sich nicht von persönlichen Vorteilen leiten lassen, sondern müsse Gottes Gerechtigkeit an die erste Stelle setzen:

Seit Dienstagvormittag war Papst Leo wegen seiner Krebsoperation in der römischen Gemelli-Klinik, am Samstagnachmittag wurde er entlassen. Zwar wurden alle Audienzen bis zum 20. Oktober abgesagt, den Engel des Herrn mit den Gläubigen auf dem Petersplatz hat der Papst diesen Sonntag aber doch gebetet – zur großen Freude der zahlreich auf dem Petersplatz versammelten Pilger und Menschen weltweit, die sich über TV, Radio und Internet zugeschaltet hatten.

            Das Verhältnis zwischen weltlicher Verantwortung und Treue zu Gott

„Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“: Mit diesen Worten aus dem Matthäusevangelium (22,15-21) hat Papst Leo diesen Sonntag das Verhältnis zwischen weltlicher Verantwortung und Treue zu Gott beleuchtet. Jesus habe damit auf eine Fangfrage der Pharisäer reagiert, die ihn mit der Frage nach der Steuerzahlung an den römischen Kaiser in Bedrängnis bringen wollten.
„Die Antwort des Meisters ist klug, denn sie bewahrt ihn vor der Falle und entlarvt die Heuchelei derer, die ihn zu Fall bringen wollen,“ so der Papst wörtlich. „Er bittet sie um die Münze für die Steuer, nämlich einen Denar. Sie geben sie ihm, und Jesus fragt: "Wessen Bild und Aufschrift ist das?" Sie antworten: "Des Kaisers." Da sagt er: "So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!".“ 
Jesus durchschaut also ihre Absicht und antwortet mit einem Satz, der bis heute Orientierung gibt: Die Verantwortung gegenüber dem Staat hebt die Verpflichtung gegenüber Gott nicht auf.

Ohne Kompromisse leben, frei von schlechten Ambitionen und ungerechten Interessen

Laut Papst Leo zeigt die Antwort Jesu auch, dass Gott mitten in der Geschichte gegenwärtig ist. Menschliche Ämter und gesellschaftliche Pflichten hätten ihren Platz, müssten aber an Wahrheit und Gerechtigkeit ausgerichtet sein. Persönliche Vorteile und Eigeninteressen dürften das Handeln nicht bestimmen.

„In Jesus sehen wir einen Gott, der die Geschichte nicht fürchtet, sondern in sie eintritt, um in ihr zu wohnen. Sein Reich hebt menschliche Ämter und Verantwortlichkeiten nicht auf. Es erfordert jedoch, dass man ohne Kompromisse lebt, frei von schlechten Ambitionen und ungerechten Interessen, und dass man dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit nichts vorzieht.“
Die Zugehörigkeit zu Gott müsse also unser Leben prägen und dem Streben nach Macht und Anerkennung Grenzen setzen, stellte das Kirchenoberhaupt fest.

                      Wahrhaftig sein, ohne Furcht und Heuchelei, frei für das Gute

Papst Leo lenkte den Blick auch auf die Pharisäer, die Jesus zwar als wahrhaftig loben, ihn jedoch in eine Falle locken wollen. Dieser Widerspruch verdeutliche, wie wichtig es sei, Wort und Tat miteinander in Einklang zu bringen, so der Pontifex.

Wahrheit und Gerechtigkeit dürften weder Angst noch Heuchelei geopfert werden. Die Aufforderung, Gott und dem Kaiser jeweils das Ihre zu geben, werde so zum Maßstab für persönliches und gesellschaftliches Handeln.

„Meine Lieben, eben dies ist das Profil derer, die „dem Kaiser geben, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“: wahrhaftig sein, ohne Furcht und Heuchelei, frei für das Gute. Beten wir zum Herrn, dass er uns helfe, so zu sein,“ schloss Papst Leo seine kurze Katechese vor dem Angelusgebet an diesem Sonntag.2

Quelle: S. Kritzenberger, vaticannews

In Illo Tempore

Auch heute setzt Fr. John Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original:  klicken

     "IN JENER ZEIT: 21. SONNTAG NACH PFINGSTEN"

Wenn der Oktober dem November weicht, erklingt in der Heiligen Kirche der Herbst. Das Ende (des Kirchenjahres) naht.

Im Vetus Ordo führen uns die verbleibenden Sonntage nach Pfingsten zur Abrechnung mit dem König, dem König über alles, nicht nur über den Himmel. Der König wird wiederkommen, die Bücher öffnen und abrechnen. Das Formular für die Heilige Messe am 21. Sonntag nach Pfingsten versetzt uns in einen Haushalt, auf ein Schlachtfeld und in ein Schuldgefängnis, wo wir jeweils von Gott beschützt, von Gott gestärkt und denen gegenüber barmherzig sein sollen, die wie wir bedürftig sind. 

Das Kollektengebet, das bereits im alten Liber Sacramentorum Gellonensis zu finden ist , lautet:  

Familiam tuam, quaesumus, Domine,
Continua pietate custodi:
ut a cunctis adversitatibus, te protegente, sit libera;
in bonis actis te protegente tuo nomini sit devota.

Der Klang weist eine starke Assonanz mit dem „s“ und eine Alliteration mit dem „t“ auf. Gleich zu Beginn fällt auf, dass im Protasis (erster Teil) „familia tua“ vorangeht, eine andere Art, „Deine Kirche“ zu sagen und sie als Schlüsselbegriff der Rede hervorzuheben. In der thematischen Apodosis finden sich dann zwei parallele und symmetrische „ ut “-Sätze, in denen  ein „cunctis adversitatibus“  durch „in bonis actis“ und „te protegente“ durch „tuo nomine“ ausgeglichen wird  . Beide Cola schließen mit einem harmonischen Homoteleuton (gleiche Endungstrope).

DIE WÖRTLICHE ÜBERSETZUNG 

Beschütze deine Familie, wir bitten Dich, o Herr,
mit unaufhörlicher Barmherzigkeit,
damit sie unter Deinem Schutz vor allem Unheil bewahrt werde
und Deinem Namen in guten Werken geweiht sei.

Das einleitende Wort „ familiam“ verdient besondere Beachtung. Im Lateinischen umfasste „familia“ einen ganzen Haushalt, einschließlich der Bediensteten und Angehörigen. Letzten Sonntag hörten wir, wie der ganze Haushalt nach der Heilung des Sohnes des Beamten aus der Ferne zum Glauben fand. Da „familia“ hier auch auf die Kirche verweist, ist der Herr Vater und Herr des Haushalts, wie er es auch für jede menschliche Familie, ja für jede menschliche Institution sein sollte. Heutzutage wird diese soziale Königsherrschaft Christi nicht mehr so ​​stark betont, aber sie sollte es. Wir sind seine Abhängigen, um einen Preis erkauft, und allein seine Barmherzigkeit (pietas) bewahrt uns. Das Wort „custodi “, „bewachen“, klingt wie ein militärischer Wachposten.

Samstag, 17. Oktober 2026

Zurück in den Vatican


               

Aus gegebenem Anlass

                                                   TE DEUM LAUDAMUS

              

Entlassung

Wie Mario Galgano für vaticannews berichtet, haben die behandelnden Ärzte des Gemelli-Klinikums bekannt gegeben, daß der Hl. Vater noch heute Nachmittag aus dem Krankenhaus entlassen wird.  
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Unter dem Titel:

"PAPST LEO XIV WIRD AUS DEM KRANKENHAUS ENTLASSEN"

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Die Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora haben an diesem Samstagmorgen Informationen zum postoperativen Verlauf des Papstes mitgeteilt. Nach der Auswertung der morgendlichen Blutanalysen und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs sowie der Beurteilung des allgemeinen klinischen Bildes stufte das Ärzteteam den Papst als geeignet für die Entlassung ein. (...)

...Das Kirchenoberhaupt verlässt die Klinik am frühen Nachmittag und kehrt in den Vatikan zurück. Um 12:00 Uhr feiert der Papst noch eine Messe in dem eigens dafür hergerichteten Raum im zehnten Stock der Gemelli-Klinik. Für diesen Sonntag ist das Vortragen des Angelus-Gebets vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus vorgesehen."

Quelle: M. Galgano, vaticannews

 

Freitag, 16. Oktober 2026

Papst Leo feiert die Hl. Messe in der Klinik

Rome reports hat dieses postoperative Video veröffentlicht- wenn bisher auch nur in spanischer Sprache...

              

Genesungswünsche aus Konstantinopel

Wie vaticannews berichtet, hat der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I.  Papst Leo XIV in einem persönlichen Brief seine Genesungswünsche geschickt.  Hier geht´s zum Original:  klicken

ZITAT:

"PATRIARCH BARTHOLOMAIOS WÜNSCHT PAPST LEO SCHNELLE GENESUNG"

Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat Papst Leo XIV. in einem persönlichen Brief seine Genesungswünsche übermittelt. Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie versichert dem Papst seine brüderliche Unterstützung und sein Gebet. Ende Oktober reist Bartholomaios nach Italien, wo ihm eine Ehrendoktorwürde verliehen werden soll. Auch eine Begegnung mit dem Papst war ursprünglich vorgesehen.

Wie der Informationsdienst der Stiftung „Pro Oriente“ am Freitag berichtet, wünscht Bartholomaios dem Papst in seinem Schreiben neue Kraft für die Fortsetzung seines kirchlichen Dienstes. „Mögen Ihre Kräfte zum Wohle des hohen Dienstes erneuert werden, der Ihnen anvertraut ist“, schreibt der Patriarch.

Patriarch hofft auf baldiges Wiedersehen

Bartholomaios hofft, dem Papst seine Genesungswünsche bald auch persönlich überbringen zu können. Am 23. Oktober will er nach Rom reisen, wo ihm im Rahmen eines Festakts an der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin die Ehrendoktorwürde verliehen werden soll. Für die darauffolgenden Tage war ein Treffen mit Leo XIV. geplant. (...)


Quelle vaticannews, Pro Oriente

Was einem schließlich erklärt werden mußte...

hat dankenswerterweise kath.net übernommen. In einem Bericht über die unglaubliche Entgleisung des sog. Comedians Böhmermann werden einige Ausdrücke erklärt, die der LGBTQ - und Satanisten-Szene entstammen. Hier geht´s zum Original:  klicken

Zitat: "Jan Böhmermann hat in der Sendung ZDF Magazin Royale Jesus Christus als „genderfluiden, bi-neugierigen, halbnackten POC-Otter“ verhöhnt. Weiters sei er ein „Smoking, Hot Skinny Legend an einem auf dem Kopf stehenden Teufelssymbol“.

„POC“ steht in der Identitätspolitik für „Person of Color“, also nicht-weiße Menschen. Offenbar ist damit die Abstammung Jesu als nichteuropäischer Jude aus Galiläa gemeint. In der schwulen Szene ist ein „Otter“ ein schlanker, behaarter Mann. „Smoking Hot“ meint „extrem attraktiv“, der Begriff „Skinny Legend“ bezeichnet eine gefeierte Persönlichkeit der Popkultur.".

Quelle: kathnet