Mittwoch, 15. April 2026

"Afrika im Kleinen"

Mario Galgano berichtet für vaticannews über den Beginn des Papstbesuches is Kamerun. 
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Unter dem Titel:

"PAPSTBESUCH IN KAMERUN: "AFRIKA IM KLEINEN"

beginnt der Bericht so- ZITAT

"Am ersten Tag seines Aufenthalts in Kamerun ist Papst Leo XIV. im Präsidentenpalast in Yaoundé mit staatlichen Autoritäten und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengetroffen. Der Besuch folgt auf eine vorangegangene Station in Algerien und ist Teil einer elftägigen Reise über den afrikanischen Kontinent.

In seiner Rede vor dem Präsidenten sowie den Mitglieder des diplomatischen Korps und Vertretern der Zivilgesellschaft dankte das Kirchenoberhaupt herzlich für den Empfang. Leo XIV.  bezeichnete Kamerun aufgrund der Vielfalt seiner Landschaften, Kulturen und Sprachen - völlig unterschiedlich von Nord nach Süd und von Ost nach West, auch in geographischer Hinsicht - als „Afrika im Kleinen“. Diese Diversität sei ein „Versprechen der Geschwisterlichkeit und ein solides Fundament für den Aufbau eines dauerhaften Friedens“. (...)

Quelle: M. Galgano, vaticannews

Das Kirchenoberhaupt definierte seine Rolle bei diesem Besuch als die eines „Hirten und Dieners des Dialogs, der Geschwisterlichkeit und des Friedens“. Er wolle jeden dazu ermutigen, am Aufbau des Gemeinwohls weiterzuarbeiten. In einer Zeit, in der „Resignation um sich greift und das Gefühl der Ohnmacht die Erneuerung zu lähmen droht“, verwies er auf das Bedürfnis der Menschen nach Gerechtigkeit, Teilhabe und Frieden.

Die Bedeutung der Jugend

Besonderes Augenmerk legte der Papst auf die jüngere Generation. Es sei sein Wunsch, „die Herzen aller zu erreichen, insbesondere die der jungen Menschen, die dazu berufen sind, einer gerechteren Welt Gestalt zu geben, auch in politischer Hinsicht“. An die Adresse der Frauen gewandt, betonte er: „Dankbar möchte ich die Rolle der Frauen hervorheben. Oft sind sie, leider, die ersten Opfer von Vorurteilen und Gewalt, und doch bleiben sie unermüdliche Friedensstifterinnen. Ihr Engagement in den Bereichen Bildung, Mediation und Wiederaufbau des sozialen Gefüges ist unvergleichlich und zügelt Korruption und Machtmissbrauch. Auch aus diesem Grund muss ihre Stimme in Entscheidungsprozessen voll und ganz anerkannt werden“. Mehrmals brandete nach den Worten des Papstes Applaus auf, doch besonders herzlich war er an dieser Stelle.

Würdigung der päpstlichen Botschaft

Der Präsident Kameruns, Paul Biya, schlug in seiner Ansprache ernste Töne an und verwies auf den schwierigen internationalen Kontext. Er zeichnete das Bild einer durch Kriege, wirtschaftliche Not und soziale Verzweiflung erschütterten Welt, in der Angst und Zweifel die Herzen der Menschen beherrschten. Inmitten dieses globalen Chaos fungiere die päpstliche Botschaft laut Biya wie eine „belebende Quelle“, die den Wunsch nach Harmonie stille und der Menschheit die verloren gegangene Hoffnung zurückgebe.

Der Besuch des Papstes in Kamerun dauert noch bis zum 17. April an, bevor die Reise in weitere afrikanische Staaten fortgesetzt wird.


Erstes Treffen in Yaoundé

 

         

Ankunft in Kamerun

         Treffen mit dem Präsidenten und Besuch in einem Waisenhaus

           

Kurzbesuch im Kindergarten

der Mutter-Teresa-Schwestern in Algier. Vaticannews berichtet.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST BESUCHT DEN KINDERGARTEN DER MUTTER-TERESA-SCHWESTERN IN ALGIER"

Blitzbesuch bei Schwestern und Kleinkindern: Papst Leo hat am Mittwoch vor seinem Abflug aus Algier in einer Kindertagesstätte vorbeigeschaut. Die Einrichtung „Notre Dame d’Afrique“ wird von Missionarinnen der Nächstenliebe betrieben, der Kongregation, die Mutter Teresa gegründet hat. 

                        

                                         Foto: Vatican Media

Die Kinder, die gebastelte Papiersterne auf dem Kopf trugen, führten ein kurzes Theaterstück für den Gast aus Rom auf. Danach verabschiedete sich Leo von ihnen und den Ordensfrauen und begab sich zum Flughafen von Algier.

Am Mittwochnachmittag wird er in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé erwartet. Seine zweite offizielle Begegnung gilt auch in Kamerun Kindern, Leo wird am Abend das Waisenhaus „Ngul Zamba“ besuchen. Zunächst stehen aber Treffen mit dem 93-jährigen Langzeit-Präsidenten Paul Biya und der Welt der Politik, der Gesellschaft und der Diplomatie in Kamerun auf dem Programm.

Quelle: vaticannews

Abschiedszeremonie in Algier & Aufbruch nach Kamerun

 

              

Zum päpstlichen Besuch afrikanischer Länder

Den heutigen beginnenden Besuch des Hl. Vaters in mehreren afrikanischen Ländern kommentiert  Roberto de Mattei bei diakonos/ Settimo Cielo. Hier geht´s zum Original:  klicken

" LEO AFRICANUS. WAS NUR WENIGE ÜBER SEINEN KAMERUN-BESUCH WISSEN" 

Kamerun, das Leo auf seiner bevorstehenden Afrikareise besuchen wird, gehört zu den Kriegsländern, die von den Weltmedien weitgehend ignoriert werden. Doch vielleicht ist dies auch der Grund, warum der Papst sich für einen Besuch entschieden hat: Am Donnerstag, dem 16. April, reist er ins Epizentrum des Konflikts, nach Bamenda, der Hauptstadt der Nordwestregion Kameruns, wo er ein Friedensgespräch mit der lokalen Bevölkerung führen wird.

Die Nordwestregion Kameruns, zusammen mit der an die Südwestregion Nigerias und den Atlantik angrenzende REgion, ist seit Oktober 2016 Schauplatz eines Bürgerkriegs. Ziel beider Regionen ist die Abspaltung von Kamerun und die Gründung eines neuen Staates namens „Ambazonia“ (benannt nach der Ambas-Bucht). Dieser Staat erklärte 2017 seine Unabhängigkeit, genießt aber bisher keine internationale Anerkennung. Doch auch andere bewaffnete Auseinandersetzungen in den nördlichen Regionen Kameruns zwischen Nigeria und Tschad, wo dschihadistischer Terrorismus grassiert, führen zu blutigen Übergriffen durch Boko Haram und den Islamischen Staat Westafrika (ISWAP). Diese Angriffe auf Dörfer, Kirchen und Schulen sind weit verbreitet und führen zu Massakern und Entführungen. Hauptsächlich betroffen sind Christen in einem Land, in dem Christen 60 Prozent und Muslime 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Während dieser dschihadistische Terrorismus demjenigen ähnelt, der andere Sahel-Länder wie Mali, Niger und Burkina Faso sowie Nigeria und Tschad heimsucht, ist der seit 2016 andauernde Bürgerkrieg in Kamerun einzigartig. Seine Ursachen sind sowohl unmittelbarer Natur als auch weiter zurückliegend und reichen bis in die Kolonialzeit zurück. Beides wird in einem Artikel des kenianischen Jesuiten Mathew Bomki in der jüngsten Ausgabe von „La Civiltà Cattolica“ detailliert dargestellt. Vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg war Kamerun ein deutsches Protektorat, bevor es vom Völkerbund Frankreich und, in geringerem Umfang, einem Fünftel seines Territoriums Großbritannien zugesprochen wurde. Französisch-Kamerun erlangte 1960 die Unabhängigkeit, und im darauffolgenden Jahr, am 11. Februar, fand unter Aufsicht der Vereinten Nationen in Britisch-Kamerun eine Volksabstimmung statt, bei der die englischsprachigen Kameruner zwischen dem Beitritt zum benachbarten Nigeria oder der neu gegründeten, französischsprachigen Republik Kamerun wählen konnten.

Die dritte Option, die Unabhängigkeit, wurde vom Referendum ausgeschlossen, obwohl die Bischöfe der Region sie für die populärste der drei hielten. Fakt ist, dass sich im Plebiszit von 1961 der nördliche Teil Britisch-Kameruns für den Beitritt zu Nigeria aussprach, während der südliche Teil für den Beitritt zu Kamerun stimmte. Kamerun war damals föderal strukturiert, wurde aber später unter der Zentralregierung zunehmend in einen Einheitsstaat umgewandelt, wodurch die Autonomie des englischsprachigen Gebiets stark eingeschränkt wurde. Die Bischöfe dieser Region schrieben in einem Memorandum vom 28. Dezember 2016 an Präsident Paul Biya, der heute 93 Jahre alt ist und seit 1982 ununterbrochen an der Macht ist:

„Die englischsprachigen Kameruner werden langsam erstickt, da jedes Element ihrer Kultur systematisch ins Visier genommen und in die Kultur und die Art der Staatsführung des französischsprachigen Kamerun integriert wird. Dies betrifft die Sprache, das Bildungssystem, das Verwaltungs- und Regierungssystem – in dem gewählte Repräsentanten faktisch von Beamten der Zentralregierung außer Kraft gesetzt werden – und das Rechtssystem.“

Dienstag, 14. April 2026

Heute vor 267 Jahren

am 14. April 1759 starb in London einer der Größten- Georg Friedrich Händel, der sich zuvor schon eine Grabstätte in Westminster Abbey gekauft hatte.   

                                       

"Where´er you walk..." aus der Oper Semele

                

Hl.Messe in Annaba


                   

Besuch in Annaba (Hippo)

 

             

Montag, 13. April 2026

Begegnung Papst Leos XIV mit den Katholischen Gläubigen

Anne Preckel berichtet für vaticannews über die Begegnung Papst Leo mit den katholischen Gläubigen in der Marienbasilika Algiers. Hier geht´s zum Original: klicken

"DER PAPST WÜRDIGT DAS WIRKEN DER ALGERISCHEN KIRCHE IM DIALOG"
Papst Leo hat das Wirken der katholischen Kirche Algeriens für Frieden und Geschwisterlichkeit gewürdigt. In einer Welt der Spaltungen und Kriege sei dies „ein bedeutendes Zeichen“, sagte er am Montag bei einer Begegnung mit katholischen Gläubigen in der Marienbasilika „Notre-Dame d’Afrique“ in Algier.

              

In der Basilika „Unserer Lieben Frau von Afrika“ wandte sich der Papst am Montagabend an Bischöfe und Priester, Ordensleute und Gläubige, die in dem Land muslimischer Mehrheit wirken.

Kleine und wertvolle Gemeinschaft

Algeriens katholische Kirche sei eine „kleine und wertvolle Gemeinschaft“ mit „tiefen Wurzeln“, betonte er in seiner Ansprache. Leo XIV., selbst Augustiner, erinnerte an den Kirchenlehrer Augustinus von Hippo und an bedeutende christliche Märtyrer, die in Algerien wirkten, darunter Charles de Foucauld und die Mönche von Tibherine. Das Gedenken an diese Glaubenszeugen sei für Algeriens Christen auch heute „ein klarer Aufruf, glaubwürdige Zeichen der Gemeinschaft, des Dialoges und des Friedens zu sein“, so Leo XIV.

Wichtig im kirchlichen Leben seien Gebet, Nächstenliebe und Einheit, betonte der Papst. Der Dialog mit Gott sei „unverzichtbares Element nicht nur für das Leben der Kirche, sondern für das Leben eines jeden Menschen“, so Leo XIV., Beten verbinde und mache menschlich, stärke und reinige das Herz – „und die algerische Kirche sät dank des Gebets Menschlichkeit, Einheit, Kraft und Reinheit um sich herum aus und erreicht so Orte und Situationen, die nur der Herr kennt“.

Zeichen der Nächstenliebe

Der Papst würdigte das soziale Wirken der kleinen katholischen Kirche in Algerien, die sich etwa im Gesundheitssektor für Kinder mit Behinderungen einsetzt. Eine katholische Ordensfrau berichtete bei der Begegnung in der Basilika vom schrittweisen Aufbau einer Hilfsorganisation, die mit einfachen Krankenbesuchen bei Familien begann. Barmherzigkeit und Dienst bedeuteten Bereicherung und Entwicklung für Bedürftige wie Helfende, erinnerte der Papst.

Auch das Zeugnis der Märtyrer, die angesichts von Hass und Gewalt bis zuletzt an Seite der Bevölkerung blieben, sei ein Beispiel der Nächstenliebe, diese Zeugnisse seien „Quelle der Hoffnung“ und „Saat des Dialogs“ für die gesamte Gesellschaft, betonte der Papst. Leo XIV. nannte als Beispiel den hochbetagten Trappistenmönch und Arzt Bruder Luc von der Klostergemeinschaft von Notre-Dame de l’Atlas, der 1996 von Islamisten ermordet wurde. Es hatte sich sich trotz Lebensgefahr zum Bleiben entschieden, weil er seine Patienten und Freunde nicht im Stich lassen wollte:

Einsatz für Frieden

Frieden und Einheit seien von Anfang an grundlegende Merkmale der christlichen Gemeinschaft gewesen, erinnerte der Papst, darauf hätten auch die frühchristlichen Kirchenväter Augustinus und Cyprian verwiesen. Bis heute sei dies ein Auftrag an Algeriens Kirche, so Leo XIV., der das Motto seines Besuches in Algerien ins Gedächtnis rief: „Friede sei mit euch!“ (Joh 20, 21) Der Papst hob die Offenheit der algerischen Kirche für Menschen hervor, die nach Würde, Liebe, Gerechtigkeit und Frieden strebten – über Religionsgrenzen hinweg.

Eine algerische Muslima berichtete bei der Feier über die Zusammenarbeit von Christen und Muslimen im sozialen Bereich und von Beispielen der Geschwisterlichkeit aus dem Alltag, etwa in der Nachbarschaftshilfe und beim Austausch von Glückwünschen zu religiösen Festen. Wahrer Glaube isoliere nicht, sondern öffne, er schaffe Nähe, ohne zu uniformieren, zeigte sich die Frau überzeugt.

Darauf  Bezug nehmend hob der Papst die Bedeutung von Dialog und Geschwisterlichkeit in Algeriens Glaubensgemeinschaft hervor, vor allem vor Hintergrund der aktuellen Weltlage: „In einer Welt, in der Spaltungen und Kriege Leid und Tod unter den Völkern, in den Gemeinschaften und sogar in den Familien säen, ist euer Leben in Einheit und Frieden ein bedeutendes Zeichen. Vereint verbreitet ihr Geschwisterlichkeit und weckt in euren Mitmenschen den Wunsch nach und das Gefühl für Gemeinschaft und Versöhnung. Das ist eine Botschaft, die umso stärker und klarer ist, wenn sie in Einfachheit und Demut bezeugt wird.“

Leo XIV. ermutigte Algeriens Kirche, ihr Wirken „als geeinte und offene Glaubensgemeinschaft“ fortzusetzen, „als eine Kirche, die das ,allumfassende Heilssakrament‘ ist“, so der Papst, der hier einen Begriff aus der dogmatischen Konstitution Lumen gentium verwendete.

Besuch in der Großen Moschee

in Algier

              

Besuch in der Gedenkstätte "Maqam Echadid",

 die zur Erinnerung an die Unabhängigkeit Algeriens errichtet wurde.

             


             

Ankunft in Algier


              

Die Afrikareise beginnt...

 Heute morgen auf dem römischen Flughafen Fiumicino

                 

vaticannews berichtet:   klicken

Um kurz nach 9 Uhr morgens startete die ITA AIRWAYS-Maschine mit dem Papst und seinem Gefolge vom römischen Flughafen Fiumicino in Richtung Algerien. Rund 70 Journalisten begleiten Leo XIV. auf seiner dritten Auslandsreise, der bisher längsten seines Pontifikates.

Nach seinen Reisen in die Türkei, den Libanon und nach Monaco erfüllt Leo XIV. mit dieser Reise ein Versprechen, das er bereits auf seinem ersten Rückflug aus Beirut gab: den afrikanischen Kontinent zu besuchen – beginnend mit Algerien, der Heimat des heiligen Augustinus, die Leo XIV. als erster Papst überhaupt besuchen wird. Insgesamt elf Tage wird er unterwegs sein und dabei in vier Ländern zehn Städte besuchen. Kamerun, Angola und Äquitorialguinea dürfen sich auf den ersten Besuch eines Papstes seit vielen Jahren freuen.

Station 1: Algerien – Auf den Spuren des Heiligen Augustinus (13.–14. April)

Die Reise beginnt am Montag nach der Osterwoche in Algier. Um 10 Uhr Ortszeit (11 Uhr römischer Zeit) wird er dort erwartet. Nach einem Besuch am Märtyrerdenkmal und einem Treffen mit Präsident Abdelmadjid Tebboune und Vertretern aus Politik und Gesellschaft steht ein Besuch der Großen Moschee von Algier im Mittelpunkt, eine der größten Gebetsstätten der Welt. Ein besonderes Highlight wird der Besuch in Annaba (dem antiken Hippo, wo Augustinus Bischof war) sein, wo Leo XIV. – selbst Mitglied des Augustinerordens – in der dortigen Basilika eine Messe feiern und sich privat mit seinen Mitbrüdern treffen wird.

Station 2: Kamerun – Solidarität im „Herzen Afrikas“ (15.–18. April)

In Kamerun besucht der Papst neben der Hauptstadt Yaoundé auch die westliche Stadt Bamenda und die Wirtschaftsmetropole Douala. Das Programm umfasst Besuche in Waisenhäusern und Krankenhäusern sowie ein Treffen mit der akademischen Welt an der Katholischen Universität von Zentralafrika. Das Motto in Kamerun lautet: „Dass alle eins seien“ (Que tous soient un).

Station 3: Angola – Hoffnung und Versöhnung (18.–20. April)

Nach seiner Ankunft in Luanda - zuvor feiert er noch in Yaoundé (Kamerun) einen Gottesdienst - am 18. April wird der Papst zum Marienheiligtum von Muxima pilgern, um dort mit den Gläubigen den Rosenkranz zu beten. Am 20. April führt ihn der Weg nach Saurimo im Osten des Landes, einer Region, die stark von Binnenflüchtlingen aus Kriegsgebieten geprägt ist. Dort wird er eine Messe unter freiem Himmel feiern und ein Altenheim besuchen.

Station 4: Äquatorialguinea – Glaube und soziale Fürsorge (21.–23. April)

Der Abschluss der Reise führt Leo XIV. nach Äquatorialguinea. Neben den protokollarischen Terminen in Malabo wird der Papst einen Campus besuchen, der seinen Namen trägt („León XIV.“), sowie eine psychiatrische Klinik. Besonders intensiv verspricht der 22. April zu werden: Der Papst besucht ein Gefängnis in Bata und gedenkt der Opfer der schweren Explosionskatastrophe von 2021. Am 23. April wird er um 19.55 Uhr wieder in Rom erwartet.

Quelle: vaticannews

Sonntag, 12. April 2026

Die Katechese

des Hl. Vaters beim heutigen Regina Coeli -im Wortlaut veröffentlicht bei vaticannewsklicken

     "WORTLAUT: PAPST LEO BEIM REGINA COELI"   

Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag und noch einmal frohe Ostern!

Heute, am zweiten Ostersonntag, den der heilige Johannes Paul II. der Göttlichen Barmherzigkeit gewidmet hat, lesen wir im Evangelium, wie der auferstandene Jesus dem Apostel Thomas erscheint (vgl. Joh 20,19-31). Das Ereignis findet acht Tage nach Ostern statt, während die Gemeinde versammelt ist, und dort begegnet Thomas dem Meister, der ihn einlädt, die Male der Nägel anzusehen, seine Hand in die Wunde in seiner Seite zu legen und zu glauben (vgl. V. 27). Es ist eine Szene, die uns dazu anregt, über unsere Begegnung mit dem auferstandenen Jesus nachzudenken. Wo finden wir ihn? Wie erkennen wir ihn? Wie glauben wir? Der heilige Johannes, der dieses Ereignis schildert, gibt uns genaue Hinweise: Thomas begegnet Jesus am achten Tag in der versammelten Gemeinschaft und erkennt ihn an den Zeichen seines Opfers. Aus dieser Erfahrung entspringt sein Glaubensbekenntnis, das bedeutendste im gesamten vierten Evangelium: »Mein Herr und mein Gott!« (V. 28).

Gewiss, es ist nicht immer leicht zu glauben. Das war es nicht für Thomas und das ist es auch für uns nicht. Der Glaube muss genährt und gestärkt werden. Deshalb lädt uns die Kirche am „achten Tag“, also an jedem Sonntag, ein, es den ersten Jüngern gleichzutun: uns zu versammeln und gemeinsam die Eucharistie zu feiern. In ihr hören wir die Worte Jesu, beten wir, bekennen wir unseren Glauben, teilen wir die Gaben Gottes in der Liebe, bieten wir vereint mit dem Opfer Christi unser Leben dar, nähren wir uns von seinem Leib und seinem Blut, damit wir dann selbst Zeugen seiner Auferstehung sein können, wie es der Begriff „Messe“ – genauer „Aussendung“, „Mission“ – andeutet (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 1332).

Die sonntägliche Eucharistie ist für das christliche Leben unverzichtbar. Morgen werde ich zu meiner Apostolischen Reise nach Afrika aufbrechen, und gerade einige Märtyrer der afrikanischen Kirche der ersten Jahrhunderte, die Märtyrer von Abitina, haben uns diesbezüglich ein wunderbares Zeugnis hinterlassen. Als ihnen angeboten wurde, ihr Leben zu retten, wenn sie auf die Feier der Eucharistie verzichteten, antworteten sie, dass sie nicht leben könnten, ohne den Tag des Herrn zu feiern. Denn daraus nährt sich und wächst unser Glaube. Darin vereinen sich unsere – wenn auch begrenzten – Bemühungen durch Gottes Gnade wie das Tun der Glieder eines einzigen Leibes – des Leibes Christi – zur Verwirklichung eines einzigen großen Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasst. Durch die Eucharistie werden auch unsere Hände zu „Händen des Auferstandenen“. Sie bezeugen mit den Spuren der Arbeit, der Entbehrungen, der Krankheit, des Vergehens der Jahre, die man ihnen ansieht, ebenso wie mit einem zarten Streicheln, einem Händedruck und einer Geste der Nächstenliebe seine Gegenwart, seine Barmherzigkeit und seinen Frieden.

Liebe Brüder und Schwestern, in einer Welt, die so sehr des Friedens bedarf, verpflichtet uns dies mehr denn je, eifrig und treu an unserer eucharistischen Begegnung mit dem Auferstandenen teilzunehmen, damit wir von dort als Zeugen der Liebe und als Träger der Versöhnung neu aufbrechen können. Möge uns die Jungfrau Maria dabei helfen, die selig ist, weil sie als Erste geglaubt hat, ohne zu sehen (vgl. Joh 20,29).

Quelle: vaticannews