Donnerstag, 9. April 2026

Papst Leo XIV über den Wert des Sportes

Mario Galgano berichtet für vaticannews:  klicken

"Papst Leo XIV. hat an diesem Donnerstag die Athletinnen und Athleten der Olympischen und Paralympischen Winterspiele von Milano-Cortina 2026 bei einer Audienz im Vatikan gewürdigt. Vor Vertretern des italienischen Sports, darunter die Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (CONI) und des Paralympischen Komitees (CIP), betonte das Kirchenoberhaupt die tiefe spirituelle und gesellschaftliche Dimension des Sports in einer von Konflikten geprägten Zeit.


Der Papst dankte den Sportlern für ihr Zeugnis, das weit über die rein sportliche Leistung hinausgehe. Sport sei eine „Form der Sprache“, eine Erzählung aus Gesten, Mühen und dem ständigen Neubeginn. Besonders hob er die Paralympiker hervor: „Wir haben gesehen, wie die Grenze zu einem Ort der Offenbarung werden kann: Nicht etwas, das die Person behindert, sondern das verwandelt werden kann.“

In seiner Rede schlug Leo XIV. eine Brücke zu seinem apostolischen Schreiben „Das Leben in Fülle“, das er zu Beginn der Spiele im Februar veröffentlicht hatte. Wahrer Erfolg werde nicht an der Anzahl der Medaillen gemessen, sondern an der Qualität der menschlichen Beziehungen.

Warnung vor Kommerzialisierung

Trotz der freudigen Stimmung sparte der Pontifex kritische Töne nicht aus. Er warnte eindringlich vor den „Versuchungen“ des modernen Sports:


„Dazu gehört das Streben nach Leistung um jeden Preis, das zum Doping führen kann. Die Gier nach Profit, der das Spiel in einen Markt und den Sportler in einen Star verwandelt. Und die Spektakularisierung, die den Athleten auf ein Image oder eine Nummer reduziert.“


Gegen diese Tendenzen sei das ehrliche Zeugnis der Athleten essenziell, um zu zeigen, dass man konkurrieren könne, ohne sich zu hassen, und gewinnen könne, ohne das Gegenüber zu demütigen, dass man verlieren kann, ohne sich selbst zu verlieren. Dieses Zeugnis gelte auch über den Sport hinaus – im gesellschaftlichen Leben, in der Politik, in den Beziehungen zwischen den Völkern.

Sport als Friedensprojekt

Angesichts globaler Polarisierung und verheerender Kriege bezeichnete der Papst den Sport als „Prophetie des Friedens“. Die Spiele hätten die Möglichkeit aufgezeigt, die Logik der Gewalt zu durchbrechen und die „Logik der Begegnung“ zu fördern. In Anlehnung an die Enzyklika Laudato si’ seines Vorgängers erinnerte er zudem an die Verantwortung der Sportwelt für den Schutz der Natur und des „gemeinsamen Hauses“.

Der Papst segnete die Anwesenden vor dem „Kreuz der Sportler“ und gab ihnen eine Mission mit auf den Weg: „Sorgt weiterhin dafür, dass die Person im Zentrum des Sports bleibt, in all seinen Ausdrucksformen.“

Vor der Ansprache des Papstes hatten umgekehrt die Präsidenten der beiden Italienischen Olympischen Komitees die Werte des Sports – Respekt, Fairplay und Inklusion – und die Nähe der Sportbewegung zur Kirche betont. Am Ende der Audienz gaben die Funktionäre die Flamme weiter und überreichten Leo XIV. die olympische Fackel.

Quelle: M. Galgano, vaticannew

Papst Leo empfängt die Teilnehmer der Paralympischen Spiele

            

Griechenland bereitet sich auf die landesweite Verteilung des Heiligen Lichtes vor,das aus Jerusalem eingeflogen wurde....

Greece Prepares Nationwide Distribution Of Holy Light https://t.co/iWKBf7xXsl pic.twitter.com/wUUTGpXLGF

— Greek City Times (@greekcitytimes)  

Weihbischof Eleganti im Interview zu den geplanten Bischofsweihen der FSSPX

Das Vatican-magazin veröffentlicht das Interview,das Bernhard Müller mit Weihbischof Marian Eleganti zur Absicht des Piusbruderschaft, neue Bischöfe zu weihen, geführt hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

          "DIE SPALTUNG IST VORPROGRAMMIERT"

Die von Erzbischof Lefebvre 1970 gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. hat Anfang Februar diesen Jahres angekündigt, die Gemeinschaft werde am Hauptsitz ihrer Bewegung im schweizerischen Écône am 1. Juli neue Bischöfe weihen, auch gegen den Willen des Papstes. Diese Ankündigung hat die Spannungen zwischen dem Vatikan und der Gemeinschaft weiter verschärft. Dabei war es vor allem während des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. zu einer echten Entspannung und Annäherung gekommen. Darüber sprachen wir mit dem früheren Schweizer Abt und emeritierten Weihbischof von Chur, Marian Eleganti. 

Wie ist denn Ihr persönliches Verhältnis zur Piusbruderschaft und stimmt es, wie in den Medien behauptet wird, dass Sie gute Kontakte zur Leitung dieser Bewegung haben? 

Tatsächlich hatte ich einige Begegnungen mit Exponenten der Piusbruderschaft, schon als ich noch Weihbischof war, aber dann häufiger, 18 VATICAN 4-2026 VATICAN 4-2026 19 nachdem ich emeritiert wurde. So wurde ich vor ein paar Monaten vom Generaloberen, Pater Davide Pagliarani zu einem Mittagessen nach Menzingen eingeladen. Sie wohnen eine halbe Stunde von mir entfernt in Menzingen und ich habe diese Einladung sehr gerne angenommen. Es war eine sehr freundliche, ja fast freundschaftliche Begegnung in guter Atmosphäre und wir haben da lang und breit bis in den Nachmittag hinein über eine mögliche Bischofsweihe gesprochen. Das war damals noch nicht so explizit im Raum, aber ich habe es eben kommen sehen und ich habe ihnen damals meine Argumente vorgetragen und geraten, diesen Schritt nicht zu tun. 

Das heißt, Sie teilen die Auffassung Ihres Mitbruders, des in Kasachstan wirkenden Weihbischofs Athanasius Schneider, nicht, dass eine illegale Weihe von Bischöfen nicht als Schisma gelten könne, da die schismatische Absicht fehle? 

Nein, ich teile diese Auffassung aus verschiedenen Gründen nicht, so sehr ich Bischof Athanasius schätze. Hier habe ich eine andere Meinung. Aber letztlich wird der Papst über diesen Schritt entscheiden, wie dieser Schritt einzuordnen ist, und er wird diesbezüglich Klarheit schaffen müssen.

Das Kirchenrecht ist eigentlich klar, Canon 1383 sagt, dass eine unerlaubte Bischofsweihe ipso facto latae sententiae die Exkommunikation mit sich bringt, ohne Erklärung. Natürlich gibt es seit langem eine kirchenrechtliche Diskussion, wie weit man dies als ein Schisma einzuordnen hat. Aber einig ist man sich darüber, dass so eine Weihe sicher ein schismatischer Akt ist. Für mich ist das Ergebnis entscheidend. Und das Ergebnis ist ganz klar eine in der Tat jurisdiktionelle Autonomie. Es entsteht eine Gemeinschaft mit einer eigenen selbstermächtigten Jurisdiktion und Hierarchie. Sie leitet sich selber autonom bzw. eigenmächtig. Auch wenn sie im Hochgebet weiterhin für den Papst beten? 

Das ist für mich dann eigentlich nicht mehr so ausschlaggebend. Es ist auch vorstellbar, dass orthodoxe Kirchen für uns bzw. für den Papst im Sinne eines Ehrenoberhauptes beten. Aber gerade bei den Orthodoxen sprechen wir vom großen Schisma. Solange eine jurisdiktionelle Einheit nicht gegeben ist oder die Jurisdiktionsgewalt des Papstes über eine Teilkirche abgelehnt wird, gibt es keine Kirchenkommunion, und wir reden da immer von Schismen, sei es mit den Orthodoxen oder Protestanten. Also für mich entsteht ein Schisma durch eine illegale Bischofsweihe, unabhängig von der Intention, denn eine Bischofsweihe ist konstitutiv für die Kirche. Wo der Bischof bzw. Papst ist, da ist die Kirche. Die Einheit der Bischöfe mit dem Papst als Haupt ihres Kollegiums ist unabdingbar. Diese kann aber nicht nur im Gebet gelebt werden, sondern muss sich im konkreten Gehorsam zeigen. Sonst entsteht eine vom Papst als ihrem Haupt unabhängige Hierarchie, die sich nicht an seine Jurisdiktion haltend auch nicht mit dem Weltepiskopat als Kollegium der Nachfolger der Apostel eins ist, aber wie in diesem Fall gültige Sakramente unerlaubterweise spendet. 

Die Intention ist ja auch schwer fassbar. Welches ist das Mindset der Menschen im Tiefsten? Denken sie auch im Grunde genommen schismatisch? Welche Ansichten, zum Beispiel über die Gültigkeit der Sakramente der Universalkirche und über andere Punkte, werden intern vertreten? Sollten sie beispielsweise denken, dass diese Sakramente, wie sie in der Universalkirche gespendet werden, defekt sind und nicht mehr die vollen Heilsmittel vermitteln, dann entspricht das einem schismatischen Denkansatz. Wo lebt dann noch konkret die unfehlbare (ein Gegenstand des Glaubensbekenntnisses) Kirche Christi, die vom Heiligen Geist geleitet wird? Etwa nur noch in der eigenen Fraktion (SSPX)? Geltend zu machen, dass die geweihten Bischöfe ja keine Jurisdiktion besäßen, weil sie ihnen der Papst aufgrund des Aktes des Ungehorsams ihm gegenüber nicht verliehen hat und sie keinen Teilkirchen vorstehen, sondern nur reine Sakramentenspender (Weihbischöfe) sind, entspricht einem sonderbaren Verständnis der Bischofsweihe bzw. des Bischofs als Nachfolger der Apostel. Wo kämen wir hin, wenn einzelne Bischöfe, unabhängig vom Papst, andere Bischöfe weihen würden oder eine jurisdiktionell unabhängige Kirchenleitung installieren könnten, auch wenn der Papst nicht zustimmt, z.B. in Deutschland? (...)

Fortsetzung folgt...

Quelle: Vatican Magazin, Weihbischof M. Eleganti

Mittwoch, 8. April 2026

Generalaudienz

auf dem Petersplatz     

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"GENERALAUDIENZ: HEILIG SEIN IST DER AUFTRAG FÜR ALLE GETAUFTEN"
Papst Leo XIV. hat bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch die Berufung zur Heiligkeit als Aufgabe jedes Christen beschrieben und dabei zentrale Aussagen des Konzilsdokuments „Lumen Gentium“ (1964) hervorgehoben.

Der Papst setzt damit seine Katechesenreihe über die Lehrschreiben des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) fort. Leo XIV., seit genau elf Monaten im Amt, hat sie im Januar 2026 nach dem Abschluss des Heiligen Jahres gestartet. Es ist seine erste eigene Katechesenreihe bei der Generalaudienz, seit Februar spricht er mittwochs überLumen Gentium“.

„Jeder von uns ist berufen, in der Gnade Gottes zu leben, die Tugenden zu üben und Christus ähnlicher zu werden“

In dieser Folge stellte Leo das Ziel der Heiligkeit in den Mittelpunkt, von der im fünften Kapitel der Konstitution die Rede ist. „Jeder von uns ist berufen, in der Gnade Gottes zu leben, die Tugenden zu üben und Christus ähnlicher zu werden“, hob der Papst hervor. Laut dem verbindlichen Konzilstext sei Heiligkeit „kein Privileg weniger Auserwählter, sondern eine Gabe, die jeden Getauften dazu verpflichtet, nach der Vollkommenheit der Liebe zu streben, das heißt nach der Fülle der Liebe zu Gott und dem Nächsten.“

Die Konstitution bestimme zugleich den inneren Maßstab dieses Weges. Wie der Papst erklärte, „leitet und beseelt die Liebe alle Mittel der Heiligung und führt sie zum Ziel“. Diese Liebe, vom Vater durch den Sohn geschenkt, durchdringt das Leben der Gläubigen und richtet es auf die Vollendung aus.

In diesem Zusammenhang erinnert Leo XIV. an die Bereitschaft, den Glauben zu bezeugen bis hin zum Martyrium, eine Bereitschaft, die das christliche Leben begleitet. Jeder Gläubige müsse dazu bereit sein, „Christus bis zum Blutvergießen zu bekennen“, auch heute, erinnerte der Papst. „Diese Bereitschaft zum Zeugnis zeigt sich jedes Mal, wenn Christen Zeichen des Glaubens und der Liebe in der Gesellschaft hinterlassen und sich für Gerechtigkeit einsetzen.“

Die heilige katholische Kirche?

Wie aber verhält es sich mit der Gemeinschaft der Gläubigen, der „heiligen katholischen Kirche“, zu der Christen sich im Credo wortwörtlich bekennen? Leo XIV. verwies darauf, dass „Lumen Gentium“ die Kirche „unzerstörbar heilig“ nennt. Aber: „Dies bedeutet nicht, dass sie vollkommen heilig ist“, erklärte der Papst, „sondern dass sie berufen ist, diese göttliche Gabe auf ihrer Pilgerreise zum ewigen Ziel zu bestätigen.“

Natürlich gebe es „Sünde in der Kirche“, das sei eine „traurige Realität“ – und zugleich gerade deshalb eine Einladung, das eigene Leben zu verändern in der Hinwendung zu Gott, der in der Liebe alles erneuert. „Diese unendliche Gnade, die die Kirche heiligt, überträgt uns eine Aufgabe, die wir Tag für Tag erfüllen sollen: die unserer Umkehr. Heiligkeit ist daher nicht bloß praktischer Natur, als ließe sie sich auf eine ethische Verpflichtung reduzieren, wie groß sie auch sein mag, sondern betrifft das Wesen des christlichen Lebens selbst, sowohl des persönlichen als auch des gemeinschaftlichen.“2

Quelle: vaticannews

Dienstag, 7. April 2026

Pius XII - der Pastor Angelicus

Anläßlich des 150. Geburtstages würdigt Marco Gallina in einem lesenswerten Artikel für substack.com Papst PiusXII. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PIUS XII: DER LETZTE MITTELALTERLICHE PAPST"

Einhundertfünfzig Jahre sind seit der Geburt Eugenio Pacellis vergangen – und die deutsche Wissenschaft ist nach wie vor von einer einzigen Frage gefesselt. Zahlreiche Artikel, die in diesem Jubiläumsjahr erschienen, schlugen denselben Ton an: den Papst, der angesichts des Holocaust schwieg. Rolf Hochhuths Theaterstück „ Der Stellvertreter“ prägte und prägt weiterhin nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs, sondern auch das Andenken an diesen Nachfolger Petri, der von deutschen Beobachtern aufgrund seiner ausgeprägten Sympathie für Deutschland und sein Volk stets mit Misstrauen betrachtet wurde.

Die seit der Öffnung der Vatikanischen Archive im Jahr 2020 durchgeführten Forschungen haben sich jedoch für diejenigen als enttäuschend erwiesen, die die gängige Meinung über einen antisemitischen oder zumindest gleichgültigen Papst bestätigen wollten. Kein einziges Dokument ist aufgetaucht, das diese Anschuldigung stützen könnte. Deutsche Forschungsförderungsstellen finanzieren derzeit ein auf 25 Jahre angelegtes Projekt, das sich der Untersuchung von 10.000 Petitionen von Juden aus ganz Europa widmet. Unter der Leitung von Professor Hubert Wolf aus Münster stehen dafür 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Wolf, der sich in der Vergangenheit selbst ausgesprochen kritisch geäußert hatte, hat inzwischen Folgendes belegt: Die Kurie leistete finanzielle, materielle und wohnliche Unterstützung und finanzierte die Auswanderung, um Juden vor der Deportation zu bewahren. Der Heilige Stuhl reagierte, wann immer es möglich war. Auch der Vorwurf, nur getaufte Juden hätten Hilfe erhalten, hat sich als unbegründet erwiesen. Laut dem Historiker Michael Feldkamp stammt der Ausdruck „Brüder im Glauben“ – der später Eingang in die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils fand – von Pacelli selbst 

Abbau des Pacelli-Denkmals

Vor diesem Hintergrund wirkt Wolfs Vorschlag, die zukünftige Forschung solle sich weniger auf Pius XII. selbst und mehr auf das breitere kuratorische Umfeld konzentrieren, fast wie ein Zugeständnis: In Pacelli findet sich schlichtweg nichts. Vielleicht liefern einige antisemitische Kardinäle noch Material für weitere Untersuchungen. Die Beweislage deutet zunehmend darauf hin, dass die Forschung das positive Bild von Pius XII. bestätigt, das in den 1950er Jahren als gängige Meinung galt. Natürlich tragen auch diese Erkenntnisse nicht dazu bei, die Schwarze Legende zu entkräften oder die aggressive Feindseligkeit der kirchenfeindlichen Presse zu besänftigen. Ein Seligsprechungsprozess bliebe ein politischer Zündfunke, der die kirchenfeindlichen Medien mobilisieren könnte.

Die Zerstörung des Ansehens von Pius XII. in den 1960er Jahren glich einer Zerstörung eines Denkmals. Der Wunsch progressiver Gruppierungen innerhalb der Kirche nach einem radikalen Bruch trug dazu bei. Das Zweite Vatikanische Konzil markiert einen Wendepunkt, nicht nur für Traditionalisten. Was die progressiven und traditionalistischen Lager eint, ist das gemeinsame Bekenntnis zu einer sogenannten „Hermeneutik des Bruchs“ im Gegensatz zur „Hermeneutik der Kontinuität“, die von konservativen Persönlichkeiten wie Joseph Ratzinger vertreten wurde.

Dieses konservative Lager ist heute geschwächt. Vor allem in Europa hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die 1960er Jahre die Auflösung der „mittelalterlichen Kirche“ mit sich brachten. Uneinigkeit herrscht lediglich darüber, ob dies Anlass zum Feiern oder zum Bedauern ist.

Über den Ostermontag...

Silvia Kritzenberger veröffentlicht bei KAP und bei vaticannews eine Überlegung zum Ostermontag.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                   "STICHWORT: OSTERMONTAG"

Wie zu Weihnachten und Pfingsten gibt es auch zu Ostern einen zweiten gesetzlichen Feiertag in Österreich und in vielen anderen europäischen Ländern. Dieser geht auf eine lange christliche Tradition zurück.

Und so geht´s weiter - ZITAT

"Kirchlich gesehen steht die Emmausgeschichte aus der Bibel im Mittelpunkt des Ostermontags: Zwei Jünger gehen in tiefer Trauer über Jesu Tod von Jerusalem zu dem Dorf Emmaus. Unterwegs gesellt sich Jesus zu ihnen, doch sie erkennen ihn lange nicht. Hier zeigt sich Jesus nach biblischer Überlieferung erstmals nach seiner Auferstehung den Jüngern.

Fester Bestandteil des österlichen Brauchtums ist in vielen österreichischen Pfarren daher der sogenannte „Emmausgang“ am Ostermontag. Es ist dies ein geistlicher Gang mit Gebet und Gesang bzw. ein besinnlicher Spaziergang durch die im Frühling aufblühende Natur. Oft wird im Rahmen dieses Osterspaziergangs auch eine Messe unter freiem Himmel gefeiert." (...)

Quelle S.K., vaticannews

Montag, 6. April 2026

Heute vor 498 Jahren

am 6. April 1528 starb eines der größten Maler-Genies der Geschichte: Albrecht Dürer 
Gedenken wir seiner an diesem Ostermontag mit seinem berühmten Feldhasen


Quelle: 


Erfreut euch ihr Herzen!

 Osterkantate von J. S.Bach 

             

Regina Coeli

 auf dem Peterplatz

               

Die Identität der Kirche Mittelpunkt des Pontifikates

Auch am heutigen Ostermontag kommentiert A. Gagliarducci bei Monday-at-the-Vatican den Weg, den Papst Leo XIV mit seinem Pontifikat einschlägt. Hier geht´s zum Original: klicken

                "STIMME DES HEILIGEN STUHLS"

"Leo XIV. HAT am Karfreitag persönlich das Kreuz durch alle vierzehn Stationen des Kreuzwegs im Kolosseum GETRAGEN.

Es war eine eindrucksvolle Geste, nicht nur, weil sie einen rüstigen und reifen Papst zeigte – wie Johannes Paul II. zu Beginn seines Pontifikats und auch Paul VI., der die Tradition des Kreuzwegs im Koluseum begründete –, sondern auch einen, der die Kraft symbolischer Handlungen verstand.  Leo XIV. handelte bewusst und tief in der christlichen und römischen Tradition verwurzelt. Dies ist ein Schlüssel zum Verständnis seines Pontifikats.

Die Wahl der Mozzetta bei offiziellen Anlässen, die Rückkehr zur Fußwaschung mit Priestern als Aposteln in der Lateranbasilika und das persönliche Tragen des Kreuzes (oder der Monstranz, wie er es während der Fronleichnamsprozession tat) signalisieren allesamt seine Absicht, die Identität der Kirche in den Mittelpunkt zu stellen.

Indem er auf diese Traditionen zurückgreift, stellt Leo XIV. den Glauben als Grundlage der Botschaft der Kirche an die Welt dar und betont die Macht der Symbole gegenüber der Rhetorik.

Ausgehend von dieser Prämisse entschied sich der Papst, das Kreuz zu tragen, um zu betonen, dass wir im Leiden unseren Blick auf Christus richten müssen. Mit dieser Geste wollte er in den Hintergrund treten und Christus in den Vordergrund rücken, wie er in seiner ersten päpstlichen Predigt in der Sixtinischen Kapelle erklärte.

Der Papst hat dem weltweiten Ruf der Christen nach Frieden noch mehr Nachdruck verliehen.

Es ist kein Zufall, dass Leo XIV. Pater Francesco Patton, einen Franziskaner und ehemaligen Kustos des Heiligen Landes, mit dem Verfassen der Meditationen zum Kreuzweg beauftragte . Zum achten Jahrhundert des Todestages des heiligen Franziskus überbringt ein Franziskaner aus einem Konfliktgebiet eine Friedensbotschaft.

Der Frieden stand von Beginn seines Pontifikats an im Mittelpunkt der Bemühungen Leos XIV., als er, als er zum ersten Mal aus der Loggia der Segnungen trat, den „unbewaffneten und entwaffnenden“ Frieden anrief, den nur Christus geben kann.

Papst Leos Friedensappelle haben sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität zugenommen, was sich in seinen Predigten und öffentlichen Auftritten widerspiegelt.

In seiner Predigt am Palmsonntag erklärte er beispielsweise: „Das ist unser Gott: Jesus, König des Friedens…der die Gebete derer, die Krieg führen, nicht erhört, sondern sie zurückweist und sagt: ‚Auch wenn ihr noch mehr beten würdet, würde ich euch nicht erhören: Eure Hände triefen vom Blut .‘“

In seiner Urbi et Orbi-Ansprache am Ostersonntag war Leo wohl eindringlicher und eindringlicher.

„Im Lichte von Ostern“, sagte er, „lasst uns von Christus staunen!“

„Lasst uns unsere Herzen von seiner unermesslichen Liebe zu uns verwandeln lassen!“, sagte Leo. „Wer Waffen hat, soll sie niederlegen! Wer die Macht hat, Kriege zu entfesseln, soll den Frieden wählen!“

Das sind eindringliche Worte der Ermahnung und Mahnung, unerschrocken an die Mächtigen gerichtet. Doch Tatsache ist, dass Leo XIV.s Appelle nur flüchtige Aufmerksamkeit erregen, bevor sie in Vergessenheit geraten. Dies unterstreicht die Diskrepanz zwischen der symbolischen Kommunikationsstrategie des Papstes und dem tatsächlichen Einfluss seiner Botschaft in der heutigen Medienlandschaft.

In seinem Newsletter „Newman“ erörterte Matteo Matzuzzi vor einigen Wochen die Vorwürfe des päpstlichen Schweigens. Leo XIV. wird dafür kritisiert, dass er sich nicht klar zu den Palästinensern äußert, Israel nicht direkt verurteilt und wichtige Konflikte nicht anspricht. Kritiker sehen in seinem Schweigen eine Weigerung, Stellung zu beziehen oder sich auf die Seite der Geschichte zu stellen.

Matzuzzi wirft die entscheidende Frage auf: Sollte ein Papst explizit politische Positionen beziehen oder stattdessen eine allgemeine Richtung vorgeben und die Katholiken zum Handeln befähigen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Debatten über die päpstliche Kommunikation und die Wirksamkeit des von Leo XIV. gewählten Ansatzes .

Letztlich ist der Heilige Stuhl ein globaler Akteur.

Der Heilige Stuhl unterhält diplomatische Beziehungen gerade deshalb, weil diese es ihm ermöglichen, die Armen und Benachteiligten zu verteidigen, und der Papst ist aufgerufen, dies zu berücksichtigen.

Leo XIV. strebte nach Einheit und Frieden, stellte Christus in den Mittelpunkt und ermutigte Christen, im Glauben zu handeln. In seinen Botschaften wiederholte er oft das Thema, dass der Priester ein Alter Christus sei, und rief die Gläubigen dazu auf, sich auf christusgeleitetes Handeln zu konzentrieren .

Der Kontrast zu den spontanen Interventionen von Papst Franziskus und seiner Bereitschaft, sich in direkte politische Debatten einzubringen, unterstreicht das Hauptargument : Die Wirksamkeit und Rezeption der päpstlichen Kommunikation hängt davon ab, ob der Papst als Teilnehmer oder als richtungsweisendes Symbol spricht.

Die unverblümte Herangehensweise von Franziskus führte zwar zu sofortigem Engagement, verwischte aber gleichzeitig die einzigartige diplomatische Rolle des Heiligen Stuhls.

Dies gefiel der Presse, die in Franziskus einen authentischen Weg sah, Dinge anzugehen, und gleichzeitig einen Vorkämpfer für all ihre Anliegen, ein „verrücktes Pferd“, das dazu bestimmt war, Verwirrung in der Kirche zu stiften und sie so der Moderne zu öffnen.

Franziskus' „unorthodoxer“ Stil hatte jedoch einige schwerwiegende Folgen – wahrscheinlich unvorhergesehene und unbeabsichtigte –, die noch immer einer Lösung bedürfen.

Diplomatie ist schließlich eine eigene Sprache, und sie aufzugeben, spricht Bände.

Für Papst Franziskus hat der Verzicht auf diplomatische Rhetorik auch den Einfluss des Heiligen Stuhls geschmälert ; die Behandlung unmittelbarer Probleme durch Enzykliken und nicht-universelle Dokumente hat den Papst zu einem globalen Akteur unter vielen gemacht, nicht zu einer prophetischen Figur; das Verfolgen von Friedensabkommen um jeden Preis – angefangen mit dem umstrittenen Bischofsabkommen mit dem kommunistischen China – zeigt, dass der Heilige Stuhl alle Maßnahmen ergreifen wird, um pragmatische Ziele zu erreichen.

Die Geschichte hat uns einen Papst (Franziskus) beschert, der viel Gehör fand, ja sogar umstritten war, da er polarisierte und von allen Seiten angegriffen und gelobt wurde. Das Pontifikat von Franziskus wiederum hinterließ einen in einem entscheidenden historischen Moment geschwächten Heiligen Stuhl.

In den letzten Jahren musste der Heilige Stuhl miterleben, wie seine Diplomaten aus Nicaragua ausgewiesen wurden , drei Vermittlungsversuche in Venezuela scheiterten und Appelle für ein Ende des Krieges in der Ukraine auf taube Ohren stießen, sodass sich der Heilige Stuhl im Grunde auf eine vorwiegend humanitäre statt einer diplomatischen Mission zurückziehen musste.

Leo XIV. stellt die Symbole wieder her, aber er hat ihnen noch nicht den Respekt zurückgegeben, den sie genießen.

Er agiert in einem sich rasant verändernden Umfeld mit extrem schneller Kommunikation, daher scheint das Fehlen einer sofortigen Reaktion ein Nachteil zu sein. Doch er handelt in erster Linie für die Kirche.

Dies missfällt vielen, die Einfluss auf den Papst nehmen möchten. William McGurn verfasste einen scharfen Leitartikel, in dem er die fehlende Positionierung des Papstes kritisierte und anmerkte, dass dem Iran durch Predigten nicht geholfen werden könne.

Diese Kritikpunkte verkennen die Hauptaufgabe des Papstes und des Heiligen Stuhls: für Ausgewogenheit zu sorgen und Frieden zu streben. Die Soziallehre der Kirche ist ihr Instrument, die tatsächliche Umsetzung obliegt jedoch anderen. Der Papst gibt die Vision vor; das Handeln erfordert Verantwortung von allen.

Es ist ein ausgesprochen synodaler Ansatz, im weitesten Sinne des Wortes, doch er wird von all jenen angefochten, die sich wirklich für Synodalität eingesetzt haben. Synodalität sollte als eine Art Demokratisierung der Kirche fungieren, aber in ideologischen Fragen muss Position bezogen werden.

Vielleicht stoßen päpstliche Appelle deshalb heutzutage auf Gleichgültigkeit der Medien.

Während frühere Debatten über die mediale Präsenz des Papstes eine mögliche Verwässerung der Botschaft nahelegten, werden die Vermittlungsversuche des Papstes im heutigen Umfeld oft in den Hintergrund gedrängt – was die Schwierigkeit verdeutlicht, allein durch symbolische Kommunikation Wirkung zu erzielen .

Am Karfreitag trug Leo XIV. das Kreuz, und in der Osteransprache Urbi et Orbi rief er eindringlich zum Frieden auf.

Die Hoffnung besteht darin, dass auch die Kirche wieder auferstehen wird und der Heilige Stuhl erneut Einfluss auf das Schicksal der Welt nehmen wird. Dieser Einfluss muss nicht sichtbar sein; er braucht keine Schlagzeilen. Er muss eine reale Wirkung haben."

Quelle: A. Gagliarducci, Monday-at-the-Vatican

In illo tempore

Auch am Ostersonntag setzt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original:  klicken

              "IN ILLO TEMPORE: OSTERSONNTAG"

Die Kirche vollbringt in ihrer uralten Weisheit an diesem höchsten aller Feste etwas Bemerkenswertes. Nach der dunklen Strenge der Fastenzeit, nach dem langen Verzicht auf liturgische Ornamente und Tröstungen, nach der Stille und der Dunkelheit des Grabes, legt sie uns am Ostermorgen einen Brief vor, der von Ostertheologie erstrahlt…


Die Kirche vollbringt in ihrer uralten Weisheit an diesem höchsten aller Feste etwas Erstaunliches. Nach der dunklen Strenge der Fastenzeit, nach dem langen Verzicht auf liturgische Ornamente und Tröstungen, nach der Stille und der Dunkelheit des Grabes, legt sie uns am Ostermorgen einen Brief vor, der von Ostertheologie erstrahlt und zugleich wie ein Skalpell schneidet. 
Die römische Station führt uns nach Santa Maria Maggiore, der großen Basilika der Mutter Gottes, und dort, während uns die Freude der Auferstehung noch in den Ohren klingt, lässt uns die Heilige Kirche Paulus sagen: „Schafft den alten Sauerteig weg.“ „Frohe Ostern! Reinigt den Sauerteig!“     

Hä? Wir sollten, wie immer, mit dem Kontext beginnen, denn er ist einer der Wege, auf denen die heilige Liturgie ihre Schätze erschließt. Der erste Kontext ist der Verlauf der gesamten Fastenzeit. Im Vetus Ordo war die Fastenzeit nicht bloß eine Zeit frommer Selbstverbesserung. Die Heilige Kirche durchlief vor unseren Augen und Ohren einen rituellen Sterbeprozess. Nach und nach wurden vertraute Elemente entfernt. Das Halleluja war längst verstummt. Musik und Blumen verschwanden. Später wurden die Kreuze verhüllt. Im älteren Gebrauch des römischen Ritus verstummten bestimmte Gebete am Fuße des Altars und Doxologien. 
Dann folgte der große Abstieg in das Triduum, mit der Entblößung des Altars, der Entfernung des Allerheiligsten Sakraments, der Strenge des Karfreitags und der leeren Stille des Karsamstags. Die Kirche wurde still und dunkel, als teile sie die Unbeweglichkeit Christi im Grab. Aus dieser strengen Pädagogik erwächst Ostern. Wie die Menschen, die der alten Welt entflohen, sind wir durch die dunklen Wasser gefahren und an ein neues Ufer gelangt. Dann folgt die römische Station. 

Nach der Vigil im Lateran führt uns der Ostermorgen nach Santa Maria Maggiore, der größten Kirche der Christenheit, die der Gottesgebärerin geweiht ist . Dies ist auf eine Weise passend, die zugleich zärtlich und tiefgründig ist. Es gibt eine alte und plausible Überlieferung, dass die erste Person, die der auferstandene Christus besuchte, seine Mutter war. Die Heilige Schrift berichtet nichts davon. Die heilige Tradition hat dies jedoch seit Langem erwogen. 
Wenn Maria ihre einzigartige Rolle bei der Verkündigung hatte, als das Wort Fleisch annahm, und dann in ihrer unvergleichlichen Treue am Fuße des Kreuzes stand, als die Erlösung vollbracht wurde, dann liegt eine schöne Übereinstimmung in dem Gedanken, dass sie (Miterlöserin?) auch als Erste den Trost der Auferstehung empfing. 
Der heilige Vinzenz Ferrer argumentiert, dass Christus durch sein Erscheinen vor seiner Mutter das Gebot der Mutterehrung erfüllte. Schließlich hatte er sie ja im Sterben am Kreuz dem Johannes übergeben. Duns Scotus gibt uns die passende Gedankenform für dieses Geheimnis: Potuit, decuit, ergo fecit . Er konnte es tun, es war angemessen, also tat er es. Wenn wir am Ostermorgen in Santa Maria Maggiore stehen, sind wir eingeladen, uns die Mutter vorzustellen, die auf Golgatha den Leib ihres Sohnes gegeißelt, durchbohrt und leblos sah und ihn nun auferstanden, glorreich und unsterblich sieht. 

Sonntag, 5. April 2026

Urbi et Orbi- die Botschaft

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der heutigen Urbi-et-Orbi-Botschaft

"URBI ET ORBI: DIE OSTERBOTSCHAFT VON PAPST LEO XIV"

Ostern 2026

Brüder und Schwestern,

Christus ist auferstanden! Frohe Ostern!

Seit Jahrhunderten besingt die Kirche voller Freude das Ereignis, das der Ursprung und das Fundament ihres Glaubens ist: »Des Lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend. Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden. Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen!« (Ostersequenz).

Ostern ist ein Sieg: der Sieg des Lebens über den Tod, des Lichts über die Finsternis, der Liebe über den Hass. Ein Sieg, der einen hohen Preis gekostet hat: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (vgl. Mt 16,16), musste sterben, an einem Kreuz sterben, nachdem er zu Unrecht verurteilt, verspottet und gefoltert worden war und sein ganzes Blut vergossen hatte. Als wahres Opferlamm hat er die Sünde der Welt auf sich genommen (vgl. Joh 1,29; 1 Petr 1,18-19) und so uns alle, und mit uns auch die Schöpfung, von der Herrschaft des Bösen befreit.

Aber wie hat Jesus gesiegt? Mit welcher Kraft hat er den alten Widersacher, den Herrscher dieser Welt (vgl. Joh 12,31), ein für alle Mal besiegt? Mit welcher Kraft ist er von den Toten auferstanden, wobei er nicht in sein früheres Leben zurückgekehrt, sondern in das ewige Leben eingetreten ist und so in seinem Leib den Übergang von dieser Welt zum Vater eröffnet hat?

Diese Kraft, diese Macht ist Gott selbst, die Liebe, die erschafft und Leben schenkt, die Liebe, die bis zum Ende treu bleibt, die Liebe, die vergibt und erlöst.

Christus, unser „Sieger und König“, hat mit vertrauensvoller Hingabe an den Willen des Vaters, an seinen Heilsplan, seinen Kampf geführt und gewonnen (vgl. Mt 26,42). So ist er bis zum Ende den Weg des Dialogs gegangen, nicht in Worten, sondern in Taten: Um uns Verlorene zu finden, ist er Mensch geworden; um uns Sklaven zu befreien, hat er sich zum Sklaven gemacht; um uns Sterblichen das Leben zu schenken, hat er sich am Kreuz töten lassen.

Die Kraft, mit der Christus auferstanden ist, ist vollkommen gewaltfrei. Sie gleicht der Kraft eines Weizenkorns, das, nachdem es in die Erde fällt und stirbt, wächst, sich einen Weg durch die Schollen bahnt, keimt und zu einer goldenen Ähre wird. Noch mehr gleicht sie der Kraft eines menschlichen Herzens, das nach einer Kränkung seinem Racheinstinkt nicht folgt und voll Erbarmen für den betet, der es verletzt hat.

Urbi et Orbi

 

              

Hl. Messe

 auf dem Petersplatz