Sonntag, 24. Juni 2018

Sandro Magister kommentiert die Bedeutung der Freunde und Vertrauten des Papstes in Kurie und Weltkirche

Sandro Magister setzt bei Settimo Cielo seinen Artikel vom 18. Juni (wir haben berichtet) über die engste Entourage des Pontifex und ihren Einfluss fort.
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"GERMÁN ARANA, EPISODE ZWEI. ER WÄHLT DIE ZUKÜNFTIGEN NUNTIEN AUS."

"Der vorige post über den Jesuiten Gemán Arana und seine schlechten Ratschläge für Papst Franziskus hat großen Wirbel verursacht, teilweise, weil nur wenige vom engen Freundschaftsband und Vertrauensverhältnis wußten, das seit langem zwischen ihm und dem Papst bestand.

Bestätigt wird dieses Band durch die sehr heikle Rolle, die Fr. Arana in einer Vatican-Institution spielt, die Franziskus besonders lieb ist: die Päpstliche Kirchen-Akademie, das Bildungsinstitut in der die zukünftigen Apostolischen Nuntien, die Botschafter des Papstes, in anderen Ländern, ausgebildet werden.

Zu dieser Schule der hohen Diplomatie werden jedes Jahr Dutzende von jungen Priestern aus der ganzen Welt zugelassen. Und ihre Auswahl ist sehr streng.

So ist also Fr. Arana Teil der exklusiven Kommission, die die Zulassung jedes Kandidaten akzeptiert oder ablehnt.

Nichts von dem allen erscheint im dennoch voluminösen Pontifikalen Jahrbuch, das jedes Jahr vom Staatssekretariat mit den sehr detaillierten Organisations-Dokumenten der Kurie und der gesamten weltweiten Katholischen Kirche gedruckt wird.
Die letzte Ausgabe ist gerade erschienen und benennt für die Päpstliche Kirchen-Akademie  nur den "Kardinal-Protektor", Pietro Parolin in seiner Eigenschaft als Staatssekretär und den Präsidenten, den Apostolische Nuntius und Erzbischof Giampiero Gloder. Aber die Kommission deren Mitglied Arana ist, existiert und natürlich gehört Gloder auch zu ihr, wie auch der Assessor für allgemeine Angelegenheiten des Staatssekretariates, Msgr. Paolo Borgia.

Aus der Serie: vom Kopf auf die Füße gestellt

Wir sind nicht auf Erden, um im totalen Dienst am Nächsten uns selber zu verlieren,
sondern um uns im totalen Dienst an Gott selber zu finden!

Interkommunion: ein päpstliches Hütchenspiel?

Das jedenfalls hat Steve Skojec, wie er in seinem Kommentar für OnePeterFive schreibt- bei der jüngsten Entwicklung zur Frage der Interkommunion so gesehen.
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"DER PAPST ÄNDERT ZUR INTERKOMMUNION DIE RICHTUNG UND SAGT, DIE ORTSBISCHÖFE SOLLEN ENTSCHEIDEN." 

"Ich habe versucht, alle zu warnen.

Wenn es um Papst Franziskus geht, kann man dem, was er sagt, nicht trauen. Dafür gibt es mit der Zeit immer mehr Beweise.
Und natürlich dürfen wir nie die Peron-Regel vergessen.

Was die Interkommunion betrifft, so ist es wahr, daß er die Zurückweisung der Handreichung der deutschen Bischöfe durch die Glaubenskongregation abgesegnet hat.

Katholiken, die das Beste glauben wollten, wurden sofort ganz aufgeregt: "Seht mal! In diesem Fall ist er rechtgläubig!"

Aber jetzt sehen wir, was es war: ein Trick. Ein rhetorische Fälschung, Ein weiteres päpstliches Hütchenspiel.

"Der Papst sagt, die Ortsbischöfe sollen bei der Interkommunion entscheiden" liest sich die neue Schlagzeile bei Crux. Der Papst hat sich beim Thema Interkommunion zurück gedreht und es in eine neue Richtung geschoben. Wenn Sie sehen möchten, was er getan hat, müssen Sie genau aufpassen, wie sich die Hütchen bewegen. Sehen Sie unter welchem die Kugel- die natürlich in unserem kleinen
Gleichnis hie die päpstliche Autorität und Zustimmung darsstellt- liegt, wenn er anfängt? Schauen Sie genau hin- die Betonung stammt von mir:

   Nachdem er einen Tag lang herum....auf welche Weise Christen eine größere Einheit teilen könnten     hat ihn dieses Bemühen Papst Franziskus nicht daran gehindert, dem Vatican-Wachhund für       die Lehre bei seiner Entscheidung auf Vorsicht bzgl, der Vorschläge zur Interkommunion mit             Protestanten Rückendeckung zu geben.


Marco Tosatti stellt unter dem Pseudonym Pezzo Grosso dem Tun des amtierenden Pontifex eine Diagnose.

und die ist ernst und schwerwiegend. Außerdem nicht unüberzeugend.
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"DIE AMNESIEN DES PONTIFEX. PEZZO GROSSO HAT EINE FASZINIERENDE HYPOTHESE..."

"Liebe Leser von Stilum Curiae, wir haben eine kurze mail von Pezzo Grosso bekommen. Sie bezieht sich auf das Interview, das der regierende Pontifex der Nachrichtenagentur Reuters gewährt hat und besonders auf den Satz über die Dubia, die vier Kardinäle und den Brief. Pezzo Grosso schlägt eine ganz andere Hypothese vor, die völlig unterschiedlich zu denen auf den anderen web-sites ist; und es ist eine interessante Hypothese-wenn auch nur wegen der Subtilität des Denkens, die sie mit sich bringt, die er auch im Denken des Interviewten voraussetzt. 

"Lieber Tosatti, 
dieses mal nur zwei provokative Zeilen. Ich beziehe mich auf diese Äuerßung Seiner Heiligkeit üvber seine Kenntnisnahme des Briefes mit den Dubia beim Zeitungslesen. Diese Erklärung ist dermaßen leicht widerlegbar (und das ist geschehen) daß sie eher das Ergebnis eines verdrehten sophistischen Denkens zu sein scheint, als einer unüberlegten öffentlichen Beichte. 
Es ist offensichtlich, daß wenn sie wahr wäre, man einige Personen seiner Umgebung entlassen müßte, schuldig, den  Brief verheimlicht zu haben,  aber das tut er nicht, weil das Ziel (fühlbar und ableitbar) ein anderes ist.
Das ist, die Rolle der Pontifex lächerlich zu machen und ihn An Glaubwürdigkeit verlieren zu lassen und ihn als einen x-beliebigen Menschen voller Fehler etc. erkennbar zu machen.
Wenn Sie darüber nachdenken, lieber Tosatti, ist das kohärent mit allem, was seit 5 Jahren passiert ist und passiert.  
Von der Öffnung zu den Lutheranern bis zum ökumenischen Dialog und seiner angekündigten Revolution. 
Wenn der Papst nicht der Felsen ist, auf den Christus seine Kirche gegründet hat, was wird dann aus ihm und der Kirche? Darüber muß man nachdenken. 

Und dann gab es da kein Tonbandgerät, um die Worte Christi auzunehmen, die er zu Petrus sprach, oder? In diesem Zusammenhang nehme ich die Gelegenheit wahr, zu erklären, daß wenn Geschichte nur glaubwürdig ist, wenn sie mit einem Tonbandgerät aufgenommen wurde, die Geschichte der Menschheit erst 1900 beginnt, als dieses- Ende des 19. Jahrhunderts von Edison erfundene Gerät, auf der Weltausstellung präsentiert wurde.... Die Konsequenzen sind auch offensichtlich..." 
Pezzo Grosso

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti


Samstag, 23. Juni 2018

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes angesichts der neuen Turbulenzen um den Wahrheitsgehalt der Aussagen des Papstes, von den Dubia erst nach deren Veröffentlichung aus den Zeitungen erfahren zu haben, darüber, wie das alles einzuschätzen ist und wie dem vielleicht abzuhelfen wäre.
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                               "WAHRHEIT" 

"Während der chilenischen Mißbrauchs-Skandals wurde berichtet, daß Kardinal O´Malley ausführliche Dokumente übergeben wurden, die er an PF weitergab. PF hat dann ärgerlich behauptet, daß ihm niemand von dem Skandal berichtet habe. (Oder das wird berichtet: vide exempli gratia .- Bericht mit Foto in der Irish Times vom 6. Februar 2018)

Und jetzt behauptet eine Nachrichtenagentur namens Reuters, die normalerweise den Ruf hat objektiv und ehrlich zu sein, daß PF sagt, er habe erst aus den Zeitungen von den Dubia erfahren.

Ich denke nicht, daß es richtig oder wirklich respektvoll oder sogar christlich ist, daraus voreilig den Schluss zu ziehen, daß PF ein Lügner ist, Es gibt mindestens zwei andere klare Möglichkeiten:

1) Daß er beginnt, das zu haben, was die Leute "Senioren-Augenblicke" nenne. Wenn es so ist, dann verlangt das nach einer Art kompetenten und taktvollen medizinischen Intervention. Benedikt XVI ist zurückgetreten, weil er fühlte, er könne seine Pflicht nicht mehr angemessen erfüllen. Als ehrenwerter Mann, würde PF sicher wünschen, daß man ihm ehrlich und frank und frei sagt, wenn seine geistigen Fähigkeiten nachlassen.

2)  Dass irgendeine Person, deren Pflicht es war- physisch- wichtige Dokumente in die Hände des Papstes zu legen, das versäumt hat. Angesichts der Geschichten, die über PFs heftige Temperamentsausbrüche zirkulieren, könnte es vielleicht menschlich verständlich sein, wenn einer oder mehrere seiner Mitarbeiter regelmäßig Dokumente verstecken oder zerstören, die ihn zu unmäßiger Wut bringen würden. Aber eine solche Möglichkeit wäre in sich selbst hochgradig besorgniserregend.

Und es wird wahrscheinlich weitere Möglichkeiten geben, die die Leser sich vorstellen können.


Fundstück: heute vor 50 Jahren

wurden in Potsdam die Überreste der Garnisonskirche gesprengt.  Gefunden haben wir den Beitrag dazu bei domradio.de . Hier geht´s zum Original:   klicken
Unter dem Titel:

                 "Es war beeindruckend, wie dieser Turm widerstand"beginnt der Bericht so: 

"Erst die Ruine des Kirchenschiffs, dann der Turm: Vor 50 Jahren wurden in Potsdam die Überreste der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Garnisonkirche gesprengt. Die Gemeinde erhielt damals für den Verlust eine Entschädigung. Nun wird erneut gebaut." 

Warum der Pontifex sich immer wieder selbst widerspricht.

das erklärt Steve Skojec bei OnePeterFive.
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                      DIE PERON REGEL
"Ich habe das alles schon gesagt, aber jetzt ist der Punkt erreicht, wo ich in anderen Posts darauf bezug nehmen können muss. Also hier noch einmal alles.

                   "DER KIRCHLICHE JUAN PERON" 
Immer wieder schickt mir jemand etwas Orthodoxes ( oder Orthodxie-Ähnliches), das Franziskus gesagt hat und fragt mich, was ich davon halte.

"Aber er hat gesagt, daß die körperliche Auferstehung real ist!"

"Aber er hat gesagt, daß die Messe keine Show ist!"

"Aber er hat gesagt, daß die Eucharistie wirklich der lebende Jesus ist!"

"Aber er hat gesagt, daß es in den Seminaren keine aktiven Homosexuellen geben sollte!"

In diesen Tagen ist meine Antwort: kehren wir zur Weisheit des zuvor erwähnten Henry Sire und seinem Schlüsel-Buch, "Der Diktator Papst" zurück:

"Es wird erzählt, daß Perón in den Tagen seines Ruhms einmal vorschlug, einen Neffen in die Geheimnisse der Politik einzuweihen. Zuerst nahm er den jungen Mann mit, als er eine Abordnung von Kommunstne traf: "Sie haben völlig Recht."



Am nächsten Tag empfing er eine Faschisten-Deputation und antwortete auf ihre Argumente "Sie haben völlig Recht."

Dann fragte er seinen Neffen, was er davon hielte und der junge Mann sagte "Du hast mit zwei Gruppen mit entgegengesetzten Meinungen gesprochen und ihnen gesagt, daß Du ihnen zustimmst.  Das ist völlig inaakzeptabel."

Peron antwortete: "du hast auch Recht."  Eine solche Anekdote ist eine Illustration dafür, warum niemand sich auf Papst Franziskus beziehen kann, wenn er nicht die Tradition argentinischer Politik versteht, ein Phänomen das außerhalb der Erfahrung der restlichen Welt liegt; 

die Kirche ist von Franziskus überrascht worden, weil sie keinen Schüssel zu ihm hatte: er ist Juan Perón in kirchlicher Übersetzung. Jene, die versuchen, ihn anders zu interpretieren, verfehlen das einzig relevante Kriterium.

Vergessen Sie nie, daß wenn ein Mann dafür  bekannt ist, sich zweimal am Tag zu widersprechen, er Ihnen das sagt, was Sie hören wollen.

Quelle: OnePeterFive, Steve Skojec

Roberto de Mattei interpretiert die aktuellen Angriffe auf das Altarsakrament

Bei Corrispondenza Romana schreibt Roberto de Mattei, daß die Realpräsenz Christi in der konsekrierten Hostie seit jeher das Hauptangriffsziel Satans und seiner menschlichen Werkzeuge ist. Hier geht´s zum Original: klicken
"DER ANGRIFF AUF DAS PRIESTERTUM IST EIN ANGRIFF AUF DIE EUCHARISTIE"
"Die Eucharistie war immer die bevorzugte Zielscheibe der Kirchenhasser. Die Eucharistie umfaßt die Kirche. Ein Passionstheologe schreibt: "Sie verkörpert alle geoffenbarten Wahrheiten, die einzige Gnadenquelle, Vorwegnahme der Seligkeit und Zusammenfassung aller Wunder der Allmacht." (Enrico Zoffoli, "Eucaristia o nulla" Edition Segno, Udine 1994)

Die aktuellen Angriffe auf das Altarsakrament sind 1917 in Fatima von der Gottesmutter vorhergesagt worden. In der Cova da Iria forderte die Hl. Jungfrau die drei kleinen Hirtenkinder auf, zu beten: "Jesus Christus, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeit durch die Er selbst beleidigt wird."

Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Liturgiekongregation schreibt im Vorwort zu dem schönen Buch von Don Federico Bartoli: "Die Handkommunion. Eine historische, rechltiche und pastorale Darstellung" (in der Edition Cantagalli, Siena, 2017), daß diese Szene uns zeigt, wie wir den Leib Christi empfangen sollen. Dem Kardinal zufolge handelt es sich bei den Schmähungen, die Jesus in der Hostie erfährt, in erster Linie um die schrecklichen Schändungen, von denen einige bekehrte Satanisten Entsetzliches berichtet haben."
Aber auch um den "sakrilegischen Kommunionsempfang, der nicht im Stand der Gnade erfolgt oder ohne Bekenntnis des Katholischen Glaubens."
 Außerdem auch alles, was das Fruchtbarwerden des Sakramentes verhindern kann, vor allem Irrtümer, die in die Köpfe der Gläubigen ausgestreut wurden, damit sie nicht mehr an die Eucharistie glauben. Der heimtückischste diabolische Angriff ist der Versuch, "den Glauben an die Eucharistie auszulöschen, indem Irrtümer verbreitet und ein nicht angemessener Empfang der Kommunion begünstigt werden. Der Krieg zwischen dem Hl. Michael und seinen Engeln auf der einen Seite und Luzifer an der anderen, wird im Herzen der Gläubigen fortgesetzt. Das Ziel Satans sind das Meßopfer und die Realpräsenz in der konsekrierten Hostie." Dieser Angriff erfolgt zweigleisig."

Freitag, 22. Juni 2018

Tosatti über den in Rom geplanten Studientag: "5 Jahre Pontifikat. Wurzeln der Kirchenkrise"

Marco Tosatti stellt bei Stilum Curiae den für morgen geplanten Studientag zu den fünf Jahren Pontifikat von Papst Franziskus vor.
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"FÜNF JAHRE PONTIFIKAT. EIN KONGRESS: WURZELN DER KIRCHENKRISE: SAMSTAG IN ROM." 

"5 Jahre eines umstrittenen Pontifikates und aus vielen Gründen diskutierbar, aber es hat u.a. dazu geführt, Krisenelemente im Kirchenleben ans Licht zu bringen, die dort schon lange anwesend waren und die in der günstigen Atmosphäre, die der regierende Pontifex  geschaffen hat. nicht mehr fürchten, sich zu zeigen und sich darüber hinaus auf Bereiche auszudehnen, in die auch Papst Bergoglio -jedenfalls bis jetzt- sich nicht vorwagen wollte. Zumindest nach den offiziellen Erklärungen.

Die Wahrnehmung dieser Krise- in ihrer ganzen Fülle- hat das Problem der Wiedergeburt der Kirche hervorgebracht und tut es noch. Und das ist das Thema des Studientages , der morgen in Rom im Hotel Massimo D´Azeglio stattfindet "Alter und Neuer Modernismus: Wurzeln der Kirchenkrise".

Dort wird eine Gruppe von Theologen,Philosophen, Historikern und Gelehrten diskutieren. Etliche von ihnen gehören zu den Unterzeichnern der "Correctio Filialis" an Papst Franziskus.
Im Verlauf des Tageswerden sie die epistemologischen, historischemn, philosophischen, theologischen und pastoralen Wurzeln des Krise analysieren, um zu versuchen, zu verstehen, wohin die Kirche geht und zu versuchen Heilmittel zu finden, um Richtung und Bewegung zu korrigieren.

DIe Tagung wird Dr. Joseph Shaw, Präsident der Lateinischen-Messe-Gesellschaft und Sekretär der Internationalen Vereinigung "Una Voce", eröffnet. Dann wird Prof. Roberto de Mattei, Historiker, Direktor von Corrsipondenza Romana und Präsident der Lepanto-Stiftung, die den Kongress veranstaltet,  zum Thema "Der Modernismus : Wurzel und historische Konsequenzen" sprechen.


Fundstück

Paul Badde kommentiert für die Tagespost die Gemengelage zu Interkommunion in Deutschland
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Titel:   "DIE HORIZONTALE KIRCHENSPALTUNG" 

Und hier ein Ausschnitt daraus:

"500 Jahre nach der Reformation Doktor Luthers könnte man es auch eine neue Kirchenspaltung nennen, die nun Katholiken wie Protestanten in gleicher Weise erfasst hat, jedoch nicht zwischen links und rechts oder liberal und konservativ und auch nicht mit einem vertikalen Verlauf von oben nach unten, sondern als eine Spaltung, die diesmal horizontal verläuft zwischen den Hierarchien der Konfessionen oben und den Kirchenvölkern unten, in der sich die Basis für immer von den verbeamteten traditionellen Eliten trennt, die sich ihrerseits von einer überzeugenden Katechese des wahren Glaubens und seiner allerheiligsten Sakramente längst verabschiedet haben."

Quelle: Tagespost, P. Badde

Päpstliche Gedächtnislücken....

In einem Leitartikel bei La Nuova Bussola Quotidiana befaßt sich auch Riccardo Cascioli mit den auffallenden Gedächntislücken, die Papst Franziskus bzgl. der Dubia im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an den Tag gelegt hat.
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            "DIE SELTSAMEN AMNESIEN DES PAPSTES" 
"In einem Interview mit Reuters hat Papst Franziskus die vier Dubia-Kardinäle angegriffen und sie beschuldigt, den Brief veröffentlicht zu haben, ohne zuvor eine Klarstellung mit ihm versucht zu haben. Aber es war ganz anders und es ist nicht das erstemal, daß das passiert.

Die Interviews mit Papst Franziskus und die Tendenz seiner Interviewer sie auf die Politik zu beziehen werden immer zahlreicher, offensichtlich auf der Suche nach einer "leichten" Schlagzeile. Im Übrigen entzieht sich der Papst dem nicht und neigt dazu, zu allem ein bißchen was zu sagen. Da macht das Interview, das die Agentur Reuters am vergangenen Dienstag veröffentlicht hat, keine Ausnahme und das von vielen Zeitungen quasi ausschließlich wegen seiner Kritik am amerikanischen Präsidenten Trump -sei es wegen der Immigrationspolitik sei es wegen der Pariser Verträge zum Klimawechsel übernommen wurde.
Zu respektierende aber zur selben Zeit diskutierbare politische Ansichten
gemischt mit bizarren wenn nicht sogar fragwürdigen Thesen- wie wenn er von der Einwanderung nach Europa als notwenig spricht, um den Geburtenrückgang auszugleichen (seltsam, das ist die von Emma Bonino verfolgte Politik) oder über Ausbeutung durch den Westen als Hauptursache -wenn nicht sogar einzige Ursache- für die Armut in Afrika (ein Thema, das er gestern Abend auf dem Rückflug von Genf wiederholt wurde).
Auf alle Fälle sind das Kommentare, über die weiter nachzudenken, sich nicht lohnt - weil ihnen das Lehramtliche fehlt.

Im Reuters-Interview gibt es aber auch eine Passage,die nicht unbemerkt bleiben sollte und
das ist die, die sich auf die Dubia bezieht. Nach dem, was von Reuters wiedergegeben wiird,
hat Papst Franziskus gesagt, er habe vom Brief der vier Kardinäle, die ihn kritisiert haben,
"aus den Zeitungen erfahren...eine Art das zu tun- sagen wir mal- die nicht kirchlich ist, aber
wir machen alle Fehler."
Außer daß er sich um eine völlig falsche Rekonstruktion handelt, aus der ein schwerwiegendes
Urteil über die vier Kardinäle Caffarra, Meisner, Burke und Brandmüller hervorgeht.


Magister, der Papst & die Dubia

Auch Sandro Magister, Doyen der Vaticanisti, hat sofort die gerade bekannt gewordene Behauptung des Papstes, er habe erst- nach der Veröffentlichung- aus den Zeitungen von den Dubia erfahren, aufgenommen und korrigiert sie durch Hinweise auf die damalige eigene Berichterstattung.
Zudem war es sein blog www.chiesa bei L´Espresso, der im November 2016, mit Zustimmung der vier Kardinäle die Dubia und den Begleitbrief veröffentlichte.
Dem staunenden Leser bleibt nur abzuwarten, wie das Vaticanische Kommunikationsbüro auf das Aufdecken der päpstlichen Gedächtnislücken durch quasi sämltiche Vaticanisti reagiert.
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"ICH HABE ES AUS DEN ZEITUNGEN ERFAHREN." AUCH DAS GEDÄCHTNIS DES PAPSTES ERWECKT ZWEIFEL ("dubia")

Bei seinem Gespräch mit Philip Pullella am 17. Juni, hast Papst Franziskus etwas zu den "Dubia" gesagt, die ihm 2016 von vier Kardinälen übergeben wurden.
Pullella berichtet:

"Franziskus hat gesagt, daß er vom Brief der Kardinäle aus den Zeitungen erfahren habe., die ihn- auf eine Weise  kritisiert haben, die- sagen wir mal-nicht kirchlich ist,  aber wir alle machen Fehler."

Sonst nichts. Aber genug, um eine Antwort des amerikanischen Kardinals Raymond Leo Burke, einem der vier Dubia-Kardinäle zu provozieren, der so auf eine Frage von John-Henry Westen von LifeSiteNews geantwortet hat:

"Die Übermittlung der Dubia an den Hl. Vater ist nach der in der Kirche seit Zeiten gebräuchlichen Art vorgenommen worden, d.h. sie sind dem Hl. Vater übergeben worden, ohne das irgendwie bekannt zu machen- auf eine Weise, daß er zum Wohl der Kirche auf sie hätte antworten können.
Der verstorbene Kardinaö Carlo Caffarra hat am 19. September 2016 den Brief, der die Dubia enthielt, erspönlich in er Residenz des Papstes abgegeben und zur gleichen Zeit bei der Glaubenskongregation, so wie er es auch mit der folgenden Korrespondenz der vier Kardinäle, die die Dubia betraf, getan hat.
Erst als es nach etlichen Wochen keinerlei Anzeichen sei es für eine Zurkenntnisnahme der Dubia sei es für eine Antwort gab und uns Kardinälen zu verstehen gegeben wurde, daß wir keine Antwort auf jene Fragen zu den Sakramenten der Hl. Ehe und der Hl. Kommunion und im Hinblick auf die Fundamente der Morallehre der Kirche bekommen würden, waren die vier Kardinäle, ich eingeschlossen, verpflichtet, die Dubia am 14. November 2016 öffentlich zu machen, auf eine Weise, daß die Gläubigen sich dieser schwerwiegenden Fragen, die das Seelenheil berühren, bewußt werden konnten."

Donnerstag, 21. Juni 2018

Breaking: Kardinal Burke antwortet Papst Franziskus.

John Henr Westen berichtet aktuelle bei LifeSiteNews, daß nach Kardinal Brandmüller auch Kardinal Raymond Burke auf die Behauptung des Papstes, er habe erst nach deren Veröffentlichung von den Dubia erfahren geantwortet hat.
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"BREAKING: KARDINAL BURKE ANTWORTET AUF FRANZISKUS: WIR HABEN DEN DUBIA-BRIEF PERSÖNLICH IN DER RESIDENZ VON PAPST FRANZISKUS ABGEGEBEN."

John Henry Westen schreibt in seinem Artikel bei LifeSiteNews, daß Papst Franziskus in einem gestern erschienenen Gespräch mit Reuters , Kardinal Raymond Burke und drei andere KArdinäle, die mit ihm den Papst um Klarstellung der Schlüsselthemen des Glaubens baten, kritisiert hat.
Die Kardinäle -so Westen weiter- sind der seit langem bestehende kirchliche Praxis bei der Formulierung des Dubia oder den Fragen an den Papst gefolgt. Insgesamt waren es fünf Fragen.
Aber nach Reuters- habe der der Papst gesagt, "daß er von dem Brief, in dem die Kardinäle ihn kritisieren erst"aus den Zeitungen erfahren habe".
Westen: "Der Paspt beschuldigte die Kardinäle, das sei ein "Weg gewesen, die Dinge zu tun, der -sagen wir mal- nicht kirchlich ist, aber wir machen aller Fehler."

Westen weiter:
"Kardinal Burke jedoch berichtete LifeSiteNews, daß der "verstorbene Kardinal Carlo Caffarra am 19. September 2016 den Briefmit den Dubia persönlich in der päsptlichen Residenz und am gleichen Tag bei der Glaubenskongregation abgegeben aht und dann auch die folgende Korrespondenz der vier Kardinäle bzgl. der Dubia."

Burke fügte dann hinzu- wie Westen berichte: : "Während der ganzen Eit der Präentation der Dubia stand nie in Frage, daß die Dubia dem Hl. Vater gemäß der Praxis der Kirche und in vollem Respekt für sein Amt präsentiert wurden."
Kardinal Burke deutet dann an, daß der Papst vielleicht die Frage des Reporters falsch verstanden habe: "Wenn die Frage des Journalisten sich auf die formale Präsentation der Dubia oder Fragen zu Amoris Laetitia durch Kardinal Walter Brandmüller, die verstorbenen Kardinäle Carlo Caffarra und Joachim Meisner und durch mich bezieht, dann kann Papst Franziskus ihn nicht verstanden haben" , sagte er.


Heute vor 55 Jahren

wurde der Mailänder Kardinal Giovanni Battista Montini zum Papst gewählt und nahm den Papstnamen Paul VI an.

Tosatti: Der Papst, Scalfari & die Dubia. Gibt es ein Dementi?

Marco Tosatti kann in seinem Kommentar bei Stilum Curiae zu den päpstlichen Aussagen über den Brief mit den Dubia der vier Kardinäle seine Empörung, die er im Rückgriff auf seine damaligen Aufzeichnungen auch widerlegt, kaum verbergen  und er weist auf die sehr ernsten Konsequenzen dieser "Ungenauigkeit" hin, wie er sie aus Respekt vor dem Amt nennt,
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"DER PAPST, DIE DUBIA, DIE VERLEUMDUNGEN. SPRICH SIE AN,  WENN DU UNGENAUIGKEITEN  WILLST. ODER AUF ANDERE ART...."


"DIE DUBIA UND REFORMEN
Franziskus hat auch über die Dubia bzgl.seiner Lehre gesprochen, die von einigen Kardinälen- darunter dem konservativen amerikanischen Kardinal Leo Burke zu Papier gebracht wurden. Er sagte, daß er erst durch die Zeitungen von dem Brief der Kardinäle gehört habe, die ihn auf eine Art und Weise kritisieren, wie wir es-sagen wir es so- in der Kirche nicht tun, aber wir machen alle Fehler".

Das ist es, was wir in einer Italienischen Zeitung, mit deren Gründer der Papst plaudert, über das Interview gelesen haben, das Reuters gewährt wurde.
Und wir müssen sagen, daß dieser Satz  uns sehr beeindruckt hat.
Ich werde erklären warum.

Der Brief, der die „Dubia“ zu Amoris von Laetitia enthielt, wurde von den vier Kardinal -Burke, Brandmüller, Caffara und Meisner am 19. September 2016 übergeben.
Er war an den Papst und an den Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller gerichtet.