auf dem Petersplatz
Mittwoch, 1. April 2026
Dienstag, 31. März 2026
Castel Gandolfo
Papst Leo XIV ist vor den bevorstehenden Feierlichkkeiten der Karwoche noch einmal für eine kurze Erholungspause nach Castel Gandolfo zurückgekehrt.
KREUZWEG IM KOLOSSEUM....
wie das vaticanische Presseamt bekannt gibt, wird Papst Leo XIV am kommenden Karfreitag beim traditionellen Kreuzweg im Kolosseum das Kreuz selbst tragen. vaticannews berichtet: klicken
"KREUZWEG IM KOLOSSEUM: PAPST LEO XIV WIRD DAS KREUZ SELBST TRAGEN"
Papst Leo XIV. wird am kommenden Freitag, 3. April, erstmals dem traditionellen Kreuzweg am römischen Kolosseum vorstehen. Dabei wird er an jeder Station das Kreuz selbst tragen. In den Vorjahren übernahmen dies wegen des schlechten Gesundheitszustandes von Papst Franziskus jeweils wechselnde Gläubige. Die Meditationen für den Ritus, der den Weg Jesu nach Golgotha in Erinnerung ruft, wurden vom Franziskaner Pater Francesco Patton verfasst.
Papst Leo XIV. wird bei seinem ersten Kreuzweg beim Kolosseum am Karfreitag, 3. April, das Kreuz an allen 14 Stationen tragen. Die Texte für die Meditationen über den Weg Jesu bis nach Golgotha hat der Italiener Pater Francesco Patton verfasst, der von 2016 bis 2025 Kustos des Heiligen Landes war. Das teilte das Presseamt des Heiligen Stuhls mit. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass die Texte am Freitagvormittag gegen 12 Uhr veröffentlichen werden sollen.
Der Minderbruder Patton, der nach seinem Dienst in der Kustodie mittlerweile am Berg Nebo in Jordanien lebt, hat sich mehrfach als Sprecher für das Leid der Menschen im Nahen Osten eingesetzt, insbesondere in der aktuellen sensiblen Situation, der sich die Menschen im Heiligen Land gegenüber sehen.
Im vergangenen Jahr, wie auch 2024, waren die Meditationen für den traditionellen Kreuzweg von Papst Franziskus verfasst worden, der nach einem längeren Aufenthalt im Gemelli-Krankenhaus kurz vor Ostern 2025 wieder in sein Vatikandomizil im Gästehaus Santa Marta zurückgekehrt war. Den Ritus am damaligen Karfreitag, der 2025 auf den 18. April fiel, leitete damals auf Anweisung des argentinischen Papstes der Kardinalvikar für die Diözese Rom, Baldo Reina."
Quelle: vaticannews
Fundstück
...der wie immer lesenswerte Montagskick von Peter Winnemöller bei kathnet -heute zum Thema "Laienpredigt". Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"BESSER KEINE LAIENPREDIGT"
beginnt der Montagskick so - ZITAT
" Zahlreiche Kirchenrechtler, Theologen und letztlich auch Bischöfe haben sich in der einen oder anderen Weise über die Laienpredigt geäußert. Worum geht es? Die Deutsche Bischofskonferenz möchte infolge eines Beschlusses des Synodalen Weges erreichen, dass Laien in Deutschland ganz regulär in der Heiligen Messe die Homilie halten dürfen sollen. Es geht also weniger um eine Predigt, Gardinenpredigt, Moralpredigt, politische Predigt, sondern es geht um das, was im Ordo missae nach dem II. Vatikanum im Anschluss an das Evangelium folgt. Dort steht Homilie. Eine Homilie ist eine Auslegung der Heiligen Schrift. Es soll also das Evangelium und die Lesungen (vom Zelebranten) ausgelegt werden. Auch dies war in den Jahren nach der Liturgiereform gar nicht so unbedingt bewusst. So gab es beispielsweise in den 80er Jahren in Osnabrück am Dom einen Predigtdienst von Priestern, bei dem ein Priester in allen, damals fünf, Messen am Sonntag predigte. Eine Gruppe von Domkapitularen, Domvikaren und der Dompfarrer teilten sich den Dienst. Gedacht war das als Entlastung für die am Dom tätigen Geistlichen. Es war nicht uninteressant, sich so eine Predigt zwei- oder dreimal anzuhören, weil sie sich tatsächlich von Samstagabend bis Sonntagabend veränderte. Was gut gedacht war, so zeigte sich später, war nicht im Sinne des Konzils." (...)
Quelle: P. Winnemöller, kathnet
Montag, 30. März 2026
Der Garten Gethsemane
Der Garten Gethsemane in Jerusalem - mit einem mehr als 2000 Jahre alten Ölbaum....
Ernennungen
Salvatore Cernuzio und Mario Galgano berichten bei vaticannews über die heute vom Vatican bekannt gegebenen Ernennungen durch Papst Leo XIV. Dabei handelt es sich um die Ernennung von Erzbischof Paolo Rudelli zum Substituten des Staatssekretariates, von Erzbischof Edgar Pena Perra zum Nuntius in Italien und San Marino und von Erzbischof Petar Rajic zum Präfekten des Päpstlichen Hauses. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"VATIKAN-NEUE BESETZUNGEN IM STAATSSEKRETARIAT UND IN DER PRÄFEKTUR."
beginnt der Bericht so- ZITAT
"In einer umfassenden personellen Neuordnung hat Papst Leo XIV. an diesem Montag Schlüsselpositionen innerhalb des Vatikans neu vergeben. Die Ernennungen betreffen die Sektion für Allgemeine Angelegenheiten des Staatssekretariats, die diplomatische Vertretung in Italien sowie die Leitung der Präfektur des Päpstlichen Hauses.
Zum neuen Substituten für Allgemeine Angelegenheiten des Staatssekretariats ernannte der Papst den bisherigen Nuntius in Kolumbien, Erzbischof Paolo Rudelli. Das Amt des Substituten gilt als eine der einflussreichsten Positionen innerhalb des Vatikans und wird oft mit der Funktion eines Innenministers verglichen, Erzbischof Edgar Pena Perra zum Nuntius in Italien und San Marino und von
Der 55-jährige Rudelli stammt aus der Diözese Bergamo und trat 2001 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Nach Stationen in Ecuador und Polen sowie einer Tätigkeit im Staatssekretariat war er ständiger Beobachter beim Europarat in Straßburg. Vor seiner Zeit in Kolumbien vertrat er den Papst ab 2020 als Nuntius in Simbabwe. Rudelli folgt auf Erzbischof Edgar Peña Parra." (...)
Quelle: S. Cernuzio, M.Galgano, vaticannews
Wendepunkt?
In seiner heutigen Kolumne für Monday-at-the-Vatican kommentiert A.Gagliarducci Papst Leos Botschaft an die französischen Bischöfe. Hier geht´s zum Original: klicken
"LEO XIV-AUF DEM WEG ZU EINEM WENDEPUNKT?"
Mit einer klugen und durchdachten Stellungnahme richtete Leo XIV. den Fokus neu aus und hat zugleich die Frage der Verwendung des alten Ritus relativiert.
In einer Botschaft an die französischen Bischöfe, die sich zu ihrer regelmäßigen Vollversammlung in Lourdes versammelt hatten, äußerte der Papst seine Hoffnung, der Heilige Geist möge die Bischöfe dazu bewegen, „konkrete Lösungen zu finden, die die großzügige Einbeziehung derer ermöglichen, die sich aufrichtig zum Vetus Ordo, also den älteren Riten, bekennen, und zwar gemäß den Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Liturgie.“
Diese Aussage ist aus mehreren Gründen klug, nicht zuletzt, weil sie die vom Zweiten Vatikanischen Konzil festgelegten Reformrichtlinien zitiert. Diese schufen Handlungsspielraum für die Bischöfe, ohne mit den von Papst Franziskus formulierten Zielen zur Einschränkung der traditionellen lateinischen Messe im Jahr 2021 zu brechen. Gleichzeitig verschweigt sie jedoch auffällig Franziskus' höchst unpopuläres Motu proprio „Traditionis custodes“, mit dem er die alte Messe einschränkte.
Leo XIV. zeigte damit seinen Wunsch, über Papst Franziskus hinauszugehen, also einen „liturgischen Frieden“ anzustreben, der der Kirche heute von großem Nutzen sein würde. Leo räumte auch ein – wenn auch ohne Schuldzuweisungen –, dass Papst Franziskus mit „Traditionis custodes“ eine Spaltung verursacht hatte, die nur schwer zu überwinden sein würde.
Leo XIV., der sich mit einer Kirche in Frankreich konfrontiert sah, die die stetig steigende Zahl von Erwachsenentaufen in einem im Allgemeinen traditionsbewussten Glauben hinterfragte, betonte, dass jene Gläubigen, die sich dem alten Ritus am nächsten fühlen, nicht an den Rand gedrängt werden dürften.
Der Schritt des Papstes ist bemerkenswert, da er nahelegt, dass das Problem gelöst werden könnte. Darüber hinaus zelebrierte in Frankreich sogar ein nicht-traditionalistischer Bischof wie Kardinal Jean-Marc Aveline, der heutige Präsident der französischen Bischofskonferenz, die Taufe im alten Ritus, um eine bedeutende Gruppe von Gläubigen, die dennoch der katholischen Tradition treu bleiben, nicht zu verlieren.
Das Thema ist weitreichend. Angesichts der zunehmenden Säkularisierung beobachten wir ein stetig wachsendes Interesse an der Tradition der Kirche, das sich auch in der Verwendung des alten Ritus widerspiegelt. Die Rückkehr zur Kirche und zum Glauben lässt sich auch in Ländern wie der Schweiz beobachten, wo das Bischofsportal catt.ch eine umfangreiche Studie zur Glaubensrückkehr und dem Anstieg der Erwachsenentaufen durchgeführt hat.
Die Erreichung des liturgischen Friedens wäre ein großer Erfolg für Leo XIV. und die Kirche.
Sonntag, 29. März 2026
Rückblick auf die Monacoreise
Vaticannews veröffentlicht das Interview, das Jean-Charles Putzolu in Monaco mit Erzbischof Dominique Marie David zum gestrigen Papstbesuch geführt hat. Hier geht´s zum Original: klicken
"DER ERZBISCHOF VON MONACO: DER PAPSTBESUCH WAR "AUSSERGEWÖHNLICH".
Für den Erzbischof von Monaco, Dominique Marie David, steht außer Frage, daß der intensive Papstbesuch im Fürstentum Monaco Früchte tragen wird. Das sagte er gegenüber Vatican News am Samstag zum Abschluss der neunstündigen Papstreise in dem Fürstentum
„Es war ein außergewöhnlicher Tag, außergewöhnlich reichhaltig, außergewöhnlich freudig, außergewöhnlich leidenschaftlich“, kommentierte der Geistliche den Besuch gegenüber Vatican News. Er hatte Papst XIV. am Ende der Reise zum Hubschrauberlandeplatz begleitet, von wo der Pontifex am Samstagabend wieder nach Rom zurückflog. Erzbischof David dankte bei dieser Gelegenheit den mehreren hundert Freiwilligen, die für einen reibungslosen Ablauf des Papstbesuches gesorgt hatten.
Im Interview mit Vatican News blickte David auf die Papstreise und die von Leo XIV. angesprochenen Themen zurück. In seiner ersten Ansprache vom Balkon des Fürstenpalastes im zweitkleinsten Staat der Welt hatte er darauf hingewiesen, dass es in der Bibel oft die Kleinsten seien, die Geschichte geschrieben hätten: „Klein zu sein ist keine Ausrede, sondern eine Verantwortung, die man demütig annehmen muss.“
Eine Verantwortung, die mit einer Mission einhergeht, machte der Papst in Monaco klar: das Verständnis der Soziallehre der Kirche zu vertiefen und entsprechend gute Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. In dem Stadtstaat – wo, wie Bischof David einräumte, „wir weder naiv noch blind sind“, „die Superreichen, Yachten und Casinos“ das Stereotyp einer Realität aufrechterhalten, die „weder Teil unseres Alltags noch des Alltags der Kirche ist“ – sind es nicht Äußerlichkeiten, die Christus interessieren.
Leo XIV. hatte zur Reflexion über die Umverteilung von Reichtum angeregt. Der Erzbischof führte das Beispiel von Zachäus an, „der nach der Begegnung mit Jesus unglaublich großzügig wurde, mehr gab, als er nahm, und einen großen Teil seines Besitzes den Armen gab“. David betonte die Realität der Großzügigkeit der wohlhabendsten Monegassen, „sowohl innerhalb monegassischer Vereinigungen als auch darüber hinaus. Ich bin Zeuge dessen mit Ehrfurcht, aber wir wagen es nicht, darüber zu sprechen.“
Aufmerksamkeit für die Katechumenen
„Der Papst hat zur Kenntnis genommen, was wir alle beobachten“, merkte Erzbischof David an. Der starke Anstieg der Taufbewerber, in Monaco wie in mehreren europäischen Ländern, „ist letztlich eines der Zeichen der Zeit, das wir annehmen müssen, nicht nur mit kurzfristiger Genugtuung“, sondern mit langfristiger Unterstützung. „Ich bin mir dieser Verantwortung sehr bewusst. Aber wie vermitteln wir sie in unseren Pfarrgemeinden, die mitunter etwas selbstzufrieden geworden sind, ohne sich immer wieder selbst zu hinterfragen?“, fragte er.
Das sei eines der Themen, die nach dem Papstbesuch Anlass zur Reflexion gäben, „denn diese Bewegung der Katechumenen war letztes Jahr, auch in Monaco, recht überraschend und hat auch dieses Jahr wieder überrascht. Das bedeutet, dass es sich nicht nur um ein überraschendes und beispielloses Ereignis handelt, sondern um eine Art Bodenbewegung, die sich immer stärker entwickelt.“
Die Früchte des Besuchs kultivieren
„Mit seinem Besuch im Fürstentum Monaco am Vorabend des Gedenkens an Christi Einzug in Jerusalem hat uns der Papst auf den zweiten Teil des Palmsonntags, den Palmsonntag und Passionssonntag, vorbereitet“, erklärte Bischof David. „Jeder von uns wird Christus im Augenblick seines Leidens von Angesicht zu Angesicht begegnen.“ Und er fuhr fort: „Durch all das bereichert, was der Papst uns am Samstag gesagt hat, wird die Karwoche wohl anders erlebt werden und jedem von uns ermöglichen, tiefer in die Beziehung zu Christus, in das Geheimnis Christi einzutauchen und dieses Geheimnis zu umarmen.“
Durch dieses Leiden Christi, so erinnerte der Bischof, habe Leo XIV. in seiner Predigt im Stade Louis II „alle Leidenschaften der Welt im Sinne von Leid und dem wiederkehrenden Bösen“ angesprochen. Und weiter: „Der Papst erinnerte uns an die Auferstehung und an diese Kraft der Liebe, die stärker und mächtiger ist als alles Leid, aller Hass, alle Kriege.“ Der Erzbischof fügte hinzu: „Die liturgische Zeit bietet die ideale Gelegenheit, in unseren persönlichen und gemeinschaftlichen Gebeten der kommenden Tage das zu erfahren, was der Papst uns gesagt hat.“
Leo XIV. habe den Lärm der Waffen angeprangert – heute gewinne man den „Eindruck, Krieg sei in Mode gekommen“, so Erzbischof David, „das ist die Gefahr unserer etwas sterilisierten, hochindividualisierten Gesellschaften. Wir sind emotional aufgewühlt, weil wir schreckliche Bilder im Fernsehen sehen, und am nächsten Tag fallen wir in unsere alten Gewohnheiten zurück.“ Die Worte des Papstes lüden dazu ein, anders zu handeln: „Der Papst hat Alarm geschlagen“, so der monegassische Erzbischof.
Was Monaco betreffe, versicherte er: „Nichts, was die Welt erlebt, bleibt uns gleichgültig und berührt uns nicht auf die eine oder andere Weise“ im Fürstentum – aufgrund seines kosmopolitischen Charakters und der über 140 Nationalitäten, die in dem kleinen Staat vertreten sind. „Wir dürfen uns nicht die Sorgen um unsere Brüder und Schwestern verschließen, wo immer sie sich auch befinden mögen“, betont Erzbischof David.
Papst Leo XIV. ist zufrieden
Der Erzbischof begleitete Leo XIV. während seines neunstündigen Besuchs im Fürstentum Monaco und verfolgte jeden Moment dieses „historischen“ 28. März. Beim Mittagessen konnte er sich im Speisesaal des Erzbischöflichen Palastes, in dem nur wenige der engsten Vertrauten des Papstes anwesend waren, in einem intimeren Rahmen mit dem Nachfolger Petri unterhalten. „Leo XIV. spricht nicht den ganzen Tag über sein Leben. Er ist diskret“, vertraute er Vatican News an. „Er weiß zuzuhören und Interesse zu zeigen oder die Frage zu stellen, die zu weiteren, tiefergehenden Gesprächen anregt.“
Während des Essens, das der Bischof als „Zeit der Gemeinschaft“ und „brüderliche Pause“ organisiert hatte, erwähnte er einige gemeinsame Verbindungen zum Fürstentum, „seit wir erfahren haben, dass ein Teil seiner Familie“ aus Monaco stammt. Erzbischof David erinnerte sich an ein „einfaches Gespräch“: „Wir haben versucht, die Atmosphäre locker und ungezwungen zu halten.“ „Wir konnten uns austauschen und ohne vorgegebenes Programm miteinander reden.“ Ohne den Inhalt der Gespräche preiszugeben, schloss Bischof David: „Ich glaube jedenfalls, dass er diese Mission intensiv lebt, und in seinem Blick und seiner Aufmerksamkeit spürten wir den guten Hirten, der sich um seine Herde kümmert.“
Quelle: J.C.Putzolu vaticannews
In illo tempore
Auch am heutigen Palmsonntag setzt sich Fr. John Zuhlsdorf bei OnePeteFive mit der Bedeutung dre Liturgie für die Sonnatge im Kirchenjahr auseinander. Hier geht´s zum Original: klicken
IN ILLO TEMPORE: PALMSONNTAGSeit wir an den Gesima-Sonntagen unsere spirituelle Reise begonnen haben, sind wir Schritt für Schritt der Karwoche näher gekommen. Nun stehen wir am Beginn der letzten Tage der Karwoche und des Heiligen Triduums, jener drei Tage, die zugleich den tiefsten Abstieg und den höchsten Aufstieg der Kirche darstellen. Auch wenn uns Müdigkeit befällt, so erhebt sich unser Herz doch, denn das Ziel ist vor Augen: die Herrlichkeit des Osterfestes.
An diesem Sonntag begannen Christi letzte Tage historisch gesehen. An diesem Sonntag beginnen sie liturgisch von Neuem. Durch den heiligen Gottesdienst und kraft unseres Taufpatents werden uns diese Geheimnisse gegenwärtig und wir ihnen in ihrer andächtigen Feier. Daher ist der Kontext von Bedeutung. Monatelang waren die Schriftgelehrten und Pharisäer dem Herrn feindlich gesinnt, der das Volk durch Wunder und Lehre mit wahrer Autorität bewegte. Kurz vor der Pilgerfahrt nach Jerusalem zum Passahfest wirkte er sein größtes öffentliches Zeichen vor dem Leiden, die Auferweckung des Lazarus in Bethanien. Danach, so berichtet Johannes, „beschlossen sie von diesem Tag an, ihn zu töten“
Nach einem kurzen Aufenthalt in Ephraim und Jericho, wo er lehrte, heilte und seinen Verrat, sein Leiden und seine Auferstehung voraussagte, kehrte der Herr nach Bethanien zurück, ins Haus von Maria, Martha und Lazarus. Die Kunde hatte sich verbreitet. Als er sich schließlich zu seinem letzten Passahfest nach Jerusalem wandte, folgte er dem Pilgerweg, zusammen mit vielen anderen. Christus, das wahre Passahlamm, kam über Bethphage, von wo aus die Passahlamm zum Tempel gebracht wurde. Die Geografie selbst war zur Metapher geworden.
Dort wies er seine Jünger an, das Fohlen einer Eselin zu bringen. Sie breiteten ihre Mäntel darüber aus, damit er darauf reiten konnte. Diese Geste war königlich und biblisch und erinnerte an Salomo, den Sohn Davids, der auf Davids Maultier unter Jubel und Thronbesteigung in die Stadt ritt. Die Menge antwortete ähnlich. Mäntel wurden niedergeworfen. Zweige wurden abgeschnitten und verstreut. Mit jeder Kurve der Straße vom Ölberg aus tauchte die heilige Stadt und dann der Tempel vor ihnen auf. Pilger sangen, und die Stadtbewohner stimmten ein. Der Ruf erhob sich: „Hosanna… Hilf uns! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“
Doch als der Festzug weiterging, veränderte sich der Gesang der Menge. Die Menschen wandten sich von den üblichen Pessach-Psalmen den Psalmen und Gesten von Sukkot zu, dem Herbstfest der Laubhütten. Während dieses Festes wurden Palmzweige geschwenkt und am Altar ein rituelles Trankopfer aus Wasser und Wein dargebracht. Sukkot erinnerte an die Laubhütten der Wüste und an die bevorstehende Rückkehr der göttlichen Gegenwart in den Tempel. Die Wolke der Gegenwart Gottes war fortgegangen, die Bundeslade war verschwunden, und Israel sehnte sich nach der Rückkehr der Herrlichkeit. So waren die Zweige, die Christus zugeschwenkt wurden, voller Erwartung. Das Volk glaubte, der davidische Priesterkönig sei gekommen, um ein neues Zeitalter einzuleiten, um zu reinigen, wiederherzustellen und zu herrschen. Ironischerweise war es tatsächlich die Rückkehr Gottes in den Tempel, aber nicht so, wie sie es sich gewünscht hatten.
Es gab auch die Erinnerung an die Tempelreinigung zur Zeit der Makkabäer, als Palmenzweige die Freude über die Befreiung nach dem Sieg über die fremde Entweihung symbolisierten. Doch der Herr kam, um einen Sieg anderer Art zu erringen. Er reinigte den Tempel und beendete die Umstellung von heidnischen Münzen auf Tempelmünzen ohne Bilder, die sich sogar bis in den Vorhof der Heiden ausgebreitet hatte und den Völkern so einen Ort zum Gebet zum wahren Gott nahm. Jesus empfing daraufhin die Griechen, die ihn suchten – die Erstlinge der Völker, die sich von der Erhöhung des Sohnes angezogen fühlten. In dieser Zeit verkündete er, seine Stunde sei gekommen, und die Stimme des Vaters ertönte zum dritten Mal. Christi Leiden begann nun in vollem Umfang.
Samstag, 28. März 2026
Die Predigt
vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Predigt, die der Hl. Vater heute während der Hl. Messe in Monte Carlo gehalten hat. Hier geht´s hum Original: klicken
PREDIGT BEI DER MESSFEIER IN MONACO IM WORTLAUT
"Liebe Brüder und Schwestern,"
"Das Evangelium, das wir gehört haben (vgl. Joh 11,45–57), berichtet von einem grausamen Urteil gegen Jesus: Es erzählt uns nämlich von dem Tag, ab dem die Mitglieder des Hohen Rates »entschlossen waren, ihn zu töten« (vgl. V. 53). Warum geschieht ihm das? Weil er Lazarus vom Tod auferweckt hat; weil er seinem Freund, an dessen Grab er weinte und um den er mit Marta und Maria trauerte, das Leben zurückgegeben hat. Gerade Jesus, der in die Welt gekommen ist, um uns von der Verurteilung zum Tod zu befreien, wird zum Tod verurteilt. Das war kein Unglücksfall, sondern bewusst und genau so gewollt.
Das Urteil des Kajaphas und des Hohen Rates entspringt in der Tat einem politischen Kalkül, dem eine Angst zugrunde liegt: Wenn Jesus weiterhin Hoffnung schenkt und den Schmerz des Volkes in Freude verwandelt, werden »die Römer kommen« und den Ort zerstören (vgl. V. 48). Anstatt in dem Mann aus Nazaret den Messias, das heißt den lang ersehnten Christus, zu erkennen, sehen die religiösen Führer in ihm eine Bedrohung. Ihr Blick ist derart verzerrt, dass gerade die Gesetzeslehrer das Gesetz brechen. Sie vergessen Gottes Verheißung an sein Volk und wollen den Unschuldigen töten, denn hinter ihrer Angst verbirgt sich ihr Streben nach Macht. Doch wenn die Menschen Gottes Gesetz vergessen, das gebietet, nicht zu töten, vergisst Gott nicht die Verheißung, die die Welt auf die Erlösung vorbereitet. Seine Vorsehung macht dieses mörderische Urteil zu einer Gelegenheit, seine höchste Liebe zu zeigen: Obgleich er boshaft war, sagte Kajaphas doch »aus prophetischer Eingebung, dass Jesus für das Volk sterben werde« (V. 51)
„Der Hartnäckigkeit des Bösen steht die ewige Gerechtigkeit Gottes gegenüber“
So sind wir Zeugen zweier gegenläufiger Bewegungen: einerseits der Offenbarung Gottes, der sein Antlitz als allmächtiger Herr und Heiland zeigt, und andererseits des verborgenen Wirkens mächtiger Autoritäten, die bereit sind, ohne Skrupel zu töten. Ist das nicht genau das, was heute geschieht? Da, wo sie sich überkreuzen, steht das Zeichen Jesu, das darin besteht, das Leben hinzugeben. Es ist ein Zeichen, das sich im auferstandenen Lazarus ankündigt, der unmittelbarsten Prophezeiung dessen, was Christus in seinem Leiden, Sterben und Auferstehen widerfahren wird. An jenem Paschafest wird der Sohn das Werk des Vaters mit der Kraft des Heiligen Geistes vollenden: So wie Gott am Anfang der Zeiten das Sein aus dem Nichts ins Leben gerufen hat, so erlöst er in der Fülle der Zeiten alles Leben vom Tod, der die Schöpfung zerstört.
Von dieser Erlösung kommt die Freude des Glaubens und die Kraft unseres Zeugnisses, überall und zu jeder Zeit. In der Geschichte Jesu spiegelt sich nämlich unser aller Schicksal wider, angefangen bei den Kleinsten und Bedrückten: Auch heute noch werden weltweit so viele Pläne geschmiedet, um Unschuldige zu töten. Wie viele falsche Gründe werden vorgebracht, um sie aus dem Weg zu räumen! Doch der Hartnäckigkeit des Bösen steht die ewige Gerechtigkeit Gottes gegenüber, die uns stets aus unseren Gräbern erlöst, wie bei Lazarus, und uns neues Leben schenkt. Der Herr befreit vom Leid, indem er Hoffnung schenkt; er wandelt die Hartherzigkeit, indem er Macht in Dienst verwandelt, gerade während er den wahren Namen seiner Allmacht offenbart: Barmherzigkeit. Es ist die Barmherzigkeit, die die Welt erlöst: Sie nimmt sich eines jeden menschlichen Lebens an, von seinem Erblühen im Mutterleib bis zu seinem Verwelken und in all seiner Zerbrechlichkeit. Wie uns Papst Franziskus gelehrt hat, widersetzt sich die Kultur der Barmherzigkeit der Mentalität des Wegwerfens.
„Die Befreiung von den Götzen ist das Freiwerden von einer Macht, die zu etwas Beherrschendem geworden ist, vom Reichtum, der zur Gier verkommen ist, von der Schönheit, die zur Eitelkeit verzerrt wurde
Die Stimme der Propheten, die wir gehört haben, bezeugt, wie Gott seinen Heilsplan verwirklicht. In der ersten Lesung verkündet Ezechiel, dass das göttliche Wirken mit der Befreiung beginnt (Ez 37,23) und sich in der Heiligung des Volkes vollendet (vgl. V. 28). Es ist ein Weg der Bekehrung, genau wie der, den wir in der Fastenzeit erleben. Es handelt sich um eine Initiative, die mithineinnimmt, die nicht privat oder individuell ist, sondern unsere Beziehungen zu Gott und unseren Mitmenschen verwandelt.
Zunächst einmal geschieht die Befreiung in Gestalt einer Läuterung von den »unreinen Götzen« (V. 23). Worum handelt es sich dabei? Mit diesem Begriff bezeichnet der Prophet all jene Dinge, die das Herz versklaven, es kaufen und verderben. Das Wort Idol bedeutet „kleine Vorstellung“, also eine verkürzte Sichtweise, die nicht nur die Ehre des Allmächtigen schmälert, indem sie ihn in ein Objekt verwandelt, sondern auch den Verstand des Menschen. Götzendiener sind also Menschen mit einem engen Blickwinkel: Sie schauen auf das, was ihre Augen fesselt und sie damit verblendet. Und so werden gerade die großen und guten Dinge dieser Erde zu Götzen und verwandeln sich in Formen der Knechtschaft – nicht für den, dem sie fehlen, sondern für den, der sich mit ihnen vollstopft und seinen Nächsten in Elend und Traurigkeit zurücklässt. Die Befreiung von den Götzen ist also das Freiwerden von einer Macht, die zu etwas Beherrschendem geworden ist, vom Reichtum, der zur Gier verkommen ist, von der Schönheit, die zur Eitelkeit verzerrt wurde.
„Gewöhnen wir uns nicht an den Lärm der Waffen, an die Bilder des Krieges!“
Gott verlässt uns in diesen Versuchungen nicht, sondern er kommt dem schwachen und traurigen Menschen zu Hilfe, der glaubt, dass es die Idole der Welt seien, die ihm das Leben retten würden. Der heilige Augustinus lehrt: »Von ihrer ganz schrecklichen und gottlosen Herrschaft wird der Mensch befreit, wenn er an den glaubt, der zum Zweck der Erhebung ein Beispiel ebenso tiefer Demut dargeboten hat« (De civitate Dei, VII, 33). Dieses Beispiel ist das Leben Jesu selbst, Gott, der zu unserem Heil Mensch geworden ist. Anstatt uns zu bestrafen, vernichtet er das Böse durch seine Liebe und erfüllt damit ein feierliches Versprechen: »Ich mache sie rein. Dann werden sie mir Volk sein und ich, ich werde ihnen Gott sein« (Ez 37,23). Der Herr verändert die Weltgeschichte, indem er uns vom Götzendienst zum wahren Glauben, vom Tod zum Leben ruft.
Darum, liebe Brüder und Schwestern, erhebt sich angesichts der vielen Ungerechtigkeiten, die die Völker verwunden, und angesichts des Krieges, der die Nationen quält, fortwährend die Stimme des Propheten Jeremia, die heute als Psalm vorgetragen wurde: »Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, tröste sie und mache sie froh nach ihrem Kummer« (Jer 31,13). Die Reinigung vom Götzendienst, der die Menschen zu Sklaven anderer Menschen macht, vollendet sich als Heiligung, als Gnadengabe, die die Menschen zu Kindern Gottes und zu Brüdern und Schwestern untereinander macht. Dieses Geschenk erhellt unsere Gegenwart, denn die Kriege, die sie mit Blut beflecken, sind Frucht des Götzendienstes der Macht und des Geldes. Jedes zerbrochene Leben ist eine Wunde am Leib Christi. Gewöhnen wir uns nicht an den Lärm der Waffen, an die Bilder des Krieges! Frieden ist nicht bloß ein Kräftegleichgewicht, sondern das Werk gereinigter Herzen, von Menschen, die im anderen einen Bruder und eine Schwester sehen, die es zu behüten gilt, nicht einen Feind, der vernichtet werden muss.
„In der langen Fastenzeit der Welt, gerade jetzt, wo das Böse wütet und der Götzendienst die Herzen gleichgültig macht, bereitet der Herr sein Pascha vor“
Die Kirche in Monaco ist berufen, Zeugnis abzulegen, indem sie in Frieden und in Gottes Segen lebt: Darum, meine Lieben, macht viele Menschen mit eurem Glauben glücklich, indem ihr die echte Freude zeigt, die man nicht durch eine Wette gewinnt, sondern in Liebe mit anderen teilt. Quelle dieser Freude ist die Liebe Gottes: die Liebe für das ungeborene und hilfsbedürftige Leben, das es stets anzunehmen und zu umsorgen gilt; die Liebe zum jungen und zum alten Leben, das in den Prüfungen jedes Alters gefördert werden muss; die Liebe zum gesunden und zum kranken Leben, das manchmal einsam ist und immer fürsorglichen Beistands bedarf. Möge die Jungfrau Maria, eure Patronin, euch helfen, ein Ort zu sein, an dem die Kleinen und Armen Annahme und Achtung ihrer Würde erfahren, ein Ort ganzheitlicher und inklusiver Entwicklung.
In der langen Fastenzeit der Welt, gerade jetzt, wo das Böse wütet und der Götzendienst die Herzen gleichgültig macht, bereitet der Herr sein Pascha vor. Das Zeichen dieses Ereignisses ist der Mensch: Lazarus, der aus dem Grab gerufen wird; wir Sünder, denen vergeben wurde; der gekreuzigte Auferstandene, der Urheber des Heils. Er ist »der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6), er erhält unsere Pilgerschaft und die Sendung der Kirche in der Welt, die darin besteht, das Leben Gottes weiterzugeben. Eine erhabene und unmögliche Aufgabe, wenn wir unser Leben nicht dem Nächsten schenken. Eine begeisternde und fruchtbare Aufgabe, wenn das Evangelium unsere Wege erleuchtet."
Quelle: Vaticannews
Zum spanischen "Euthanasie"-Tod
A. Zambrano kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana das Geschehen um den Euthanasie-Tod Noelia Castillo Ramos´ -der in aller Welt Aufsehen erregt hat. Wobei A: Zambrano nicht auf das Thema der "Organernte" zu Transplantationszwecken eingeht. Hier geht´s zum Original: klicken
"NOELIA WURDE VON EINEM UNMENSCHLICHEN STAAT GETÖTET"
Der tragische Fall von Noelia, die der spanische Staat nach einem Leben voller Ungerechtigkeit, Gewalt und psychischem wie physischem Leid auf den elektrischen Stuhl der Sterbehilfe legte. Ein Staat ohne Menschlichkeit, verarmt von der Gier nach Nutzen und Vergnügen.