Montag, 20. Mai 2019

Magister: Kardinal Sarah überrascht seine Zuhörer mit einer vehementen Verteidigung des Papa emeritus

Sandro Magister berichtet bei Settimo Cielo über die Pressekonferenz vom 14. Mai, bei der Kardinal Robert Sarah sein jüngstes Buch  "Licht in der Nacht" vorstellen sollte, statt dessen aber den Essay des Papa emeritus vehement gegen die "teilweise hysterischen" Reaktionen verteidigte und dessen Analyse der Ursache des sexuellen Mißbrauchsskandals in der Kirche als Grundlage seiner eigenen Gedanken dazu offenbarte,
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"KARDINAL SARAH BESTÄTIGT PAPST BENEDIKTS "ANMERKUNGEN", "ZEUGE FÜR DIE WAHRHEIT". 

Kardinal Rober Sarah hat am Abende des 14. Mai im Auditorium des Kulturzentrums der Kirche des Hl. Ludwigs der Franzosen alle überrascht- als erwartet wurde, daß er sein neuestes Buch "Der Abend naht, schon sinkt der Tag"  über die Kirchenkrise und den Niedergang des Westens vorstellt.

Weil der Kardinal statt dessen gerade heraus sagte: "Heute Abend werde ich überhaupt nicht über dieses Buch sprechen." Und der Grund dafür ist- so erklärte er- daß der Grundgedanke, den ich darin entwickelt habe, im vergangenen April von Papst Benedikt XVI in dem Essay illustriert, präsentiert und auf brillante Weise gezeigt wurde, den er im Hinblick auf das Gipfeltreffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen zum sexuellen Mißbrauch verfaßt hat, das von Papst Franziskus vom 21.-24. Februar einberufen wurde.

Kardinal Sarah fuhr dann fort:
"Seine Überlegung hat sich dann als wahre Quelle des Lichts in der Nacht der Glaubens erwiesen, die die ganze Kirche betrifft. Sie haben Reaktionen ausgelöst, die zuweilen an intellektuelle Hysterie grenzten. Ich persönlich war über die Erbärmlichkeit und Gemeinheit diverser Kommentare  verblüfft. Wir müssen überzeugt sein, daß der Theologe Ratzinger, dessen Format das eines wahren Vaters und Kirchenlehrers ist, das tiefste Innere der Kirchenkrise richtig gesehen und erfaßt hat.

"Deshalb würde ich uns allen heute Abend gern gestatten durch dieses sein anspruchsvolles und glänzendes Denken erleuchten zu lassen. Wie könnten wie die These Benedikts XVI zusammenfassen? Gestatten Sie mir, ihn einfach zu zitieren: "Warum hat die Pädophilie solche Ausmasse angenommen? In der Schlußanalyse ist der Grund die Abwesenheit Gottes."
Das ist das architektonische Prinzip der gesamten Überlegung des Papa emeritus. Das ist die Schlußfolgerung seiner langen Argumentation. Das muß der Startpunkt jeder Untersuchung des von Priestern begangenen sexuellen Mißbrauchs sein- um eine effektive Lösung bieten zu können.

"Die Pädophilie-Krise in der Kirche, die skandalöse und beunruhigende Zunahme von Mißbrauch hat nur einen einzigen und letzten Grund: die Abwesenheit Gottes. Benedikt XVI faßt das nur in einer andere Formulierung zusammen, die auch ganz klar ist. Ich zitiere :"Nur da, wo der Glaube nicht mehr das Tun des Menschen bestimmt, sind solche Verbrechen möglich."

"Der theologisch Genius Joseph Ratzingers berührt hier nicht nur seine Erfahrungen als Hirte der Seelen und als Bischof, als Vater seiner Priester sondern auch seine persönliche, spirituelle und mystische Erfahrung. Er geht an die fundamentale Basis zurück, er erlaubt uns, zu verstehen, was der einzige Weg ist, um aus dem furchterregenden und demütigenden Pädophilie-Skandal herauszukommen. Die Krise des sexuellen Mißbrauchs ist das Symptom einer tieferen Krise: der Glaubenskrise und der Krise des Sinnes für Gott. "


Sonntag, 19. Mai 2019

Was ich mich bei den Diskussion um die Vir probanti und die Frauendiakoneusen schon immer frage

ist: "wo will man die den hernehmen?"

Ich bin ja jetzt mehr oder weniger seit über einem halben Jahrhundert mehr oder weniger regelmäßig hierzulande im Gottesdienst und was ich in all der der Zeit feststellen musste, ist ein mehr oder weniger stetiger Niedergang von allem und jedem, besonders von der reinen Anzahl derjenigen die den lieben Gott meinen nötig zu haben und es mit der ersten , alten Katechismusfrage ernst nehmen.
Diese Frage lautete: "Wozu sind wir auf Erden?" und die Antwort lautete "um Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen, um dermaleinst auf immer bei ihm zu sein!".
Früher, also bis vor einigen Jahren, war wenigstens an Weihnachten und Ostern die Kirche proppenvoll, dieses Jahr hatten wir wirklich noch üppig Platz.
Noch eklatanter ist die Lage am "Weißen Sonntag" noch vor 20 Jahren hieß es "Wir bitten diejenigen die immer kommen, doch am Weißen Sonntag in die Vorabendmesse oder in die spätere Messe zu gehen, damit die Familien der Kommunionkinder gut Platz finden...." heute hießt es "Wir bitten diejenigen die immer kommen, doch auch am Weißen Sonntag zur Erstkommunionfeiermesse zu kommen, damit die Kommunionkinder und ihre Familien sich nicht so alleine fühlen...."

Musik am Sonntagabend....

     


            

Fundstück


Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin, Barbara Schock-Werner, Koordinatorin der deutschen Hilfe für Nôtre Dame hat sich bei domradio.de über den Wiederaufbau des Dachstuhls der Pariser Kathedrale geäußert.
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mit dem Titel:

                            "Dachstuhl aus Stahl statt Holz?"

"Französische Experten wollen für Notre-Dame wieder einen Dachstuhl aus Holz. Die Koordinatorin der deutschen Hilfe und ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner tendiert dagegen zu einer moderneren Lösung." (....)
Quelle: domradio.de


Vatican News: die Frage des Frauendiakonats bleibt offen....

Dr. Maike Hickson veröffentlicht bei LifeSiteNews den korrigierenden Kommentar von Pater Hagenkord zu den von Medien kolporierten Aussagen des Pontifex´ zum Frauendiakonat.
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"VATICAN MEDIEN-OFFIZIELLER: NEIN, PAPST FRANZISKUS HAT DIE MÖGLICHKEIT EINES WEIBLICHEN DIAKONATS NICHT AUSGESCHLOSSEN" 

Papst Franziskus hat laut einem hochrangigen Vatican-Medienmitarbeiter vor kurzem- entgegen dem allgemeinen Glauben-die Möglichkeit eines weiblichen Diakonats nicht ausgeschlossen.
Pater Bernd Hagenkord S.J. der Chef-Koordinator aller sechs Sprach-Sektionen von Vatican-News hat einen Artikel darüber veröffentlicht, was Papst Franziskus wirklich bei seinem Treffen mit der Internationalen Vereinigung der Ordensoberen (IUSG) am 10. Mai gesagt hat.Pater Hagenkord hat den Eindruck korrigiert, daß der Papst mit einer Nonne, die ihn gefragt hatte, über die Möglichkeit sprach, ihre eigene Kirche zu gründen und auch klar gemacht, daß Papst Franziskus die Diakonatsweihe für Frauen nicht ausgeschlossen habe.

Diane Montagna von LifeSiteNews hat für eine Übersetzung der wichtigsten Passagen bei diesem Mai-Treffen gesorgt und so den Eindruck vermieden, der an jenem Tag von vielen Beobachtern geteilt wurde,  daß Papst Franziskus den Befürwortern des Frauen-Diakonats gegenüber scharfe Töne angeschlagen hat.
Besonders die folgenden Worte des Papstes haben diesen Eindruck hervorgerufen: "Es stimmt. da helfen nicht nur dogmatische Definitionen und historische Dinge. Nicht nur. Aber wir können nicht über die Offenbarung hinausgehen. Das verstehen Sie doch? Wir sind Katholiken, oder? Wenn jemand eine andere Kirche kreieren möchte- bitte sehr."

Vorher hatte Papst Franziskus in seinen Äußerungen zum Frauen-Diakonat- den Ordensoberinnen erzählt, daß er der Vorsitzenden der IUSG den Schlußbericht der Vatican-Kommission von 2016 zur Geschichte des weiblichen Diakonats übergeben habe. Am 8, Mai sagte er, daß dieses Dokument herausgefunden hat "daß die Weihe-Formel für das [weibliche] Diakonat nicht das selbe war, wie für das männliche und eher dem ähnelte, was heute dem Segen eines Abtes oder einer Äbtissin gleich käme."

Papst Franziskus erklärte den Oberinnen, daß  auch wenn das Fehlen doktrinaler oder historischer Beweise als Unterstützung für die Weihe weiblicher Diakone anerkannt wird, es immer noch eine Offenheit gegenüber der Entwicklung gibt. Er stellt fest:

"Die Kirche ist nicht nur Denzinger, also eine Sammlung dogmatischer Texte, historischer Dinge. Das ist wahr. aber die Kirche entwickelt sich auf ihrer Reise  in Treue zur Offenbarung. Wir können die Offenbarung nicht ändern- sie entwickelt sich mit der Zeit. Und mit der Zeit verstehen wir den Glauben immer besser. Der Weg, den Glauben heute -nach dem II. Vaticanischen Konzil- zu verstehen, unterscheidet sich von dem Weg den Glauben vor dem II. Vaticanischen Konzil zu verstehen. Warum? Weil eine Entwicklung des Wissens gibt. Sie haben Recht. Und das ist nichts Neues- weil die wahre Natur- die wahre Natur- der Offenbarung ist in ständiger Bewegung, um sich selbst zu erklären.

Pater Hagenkord besteht in seinem eigenen Artikel darauf, daß diese Worte weder eine Zurückweisung der religiösen Frauen war, die ihn wegen der Teilnahme der Frauen in der Kirche fragten, noch eine Ablehnung der Idee weiblicher Diakone. Er betont, daß Papst Franziskus in seiner langen Antwort an die religiösen Schwestern sagte "alles bewegt sich" und "man erreicht die konkrete Situation nicht mit Hilfe dogmatischer Antworten."
Es gibt eine Entwicklung und "dieser Weg muß der Offenbarung treu sein, aber-immerhin auch- ein Weg des Wachsens" erklärt der Jesuiten-Pater.

Es ist nicht richtig, diese Worte als Ablehnung dieser religiösen Schwestern zu interpretieren, betont Pater Hagenkord. Die Antwort des Papstes sei eher durch die Spannung zwischen Loyalität zur Offenbarung und Wachstum und Änderung in der Anpassung gekennzeichnet."

Für Pater Hagenkord zeigen die Worte von Papst Franziskus, daß "verkürzte und verzerrte Zitate durch die Medien nicht passen." Er denkt, daß die Worte des Papstes über das Gründen einer eigenen Kirche eher ein Scherz sein sollten und daß er versuchte, ein Licht zu finden, um diesen Kommentaren ein Ende zu setzen." Also- darauf besteht der Priester- war das nicht als "persönlicher Angriff auf die Nonne gemeint."

Während der jesuitische Priester hier versucht, Papst Franziskus wegen seiner scherzhaften Bemerkungen zu verteidigen, hilft er uns gleichzeitig zu verstehen, daß Papst Franziskus, die Möglichkeit eines weiblichen Diakonats nicht dauerhaft ausgeschlossen hat. "

Quelle: LifeSite News, Dr.M.Hickson 

Samstag, 18. Mai 2019

Marienlieder: Ave Maria, gesungen von Pavarotti

In dem Film "Fantasia" von Walt Disney von 1940  (hier ein kleiner Einblick) erhebt sich, nach zahlreichen  neckischen, mit Klassik unterlegten Reminiszenzen an die antike Sagenwelt und auch an andere Phantasiegestalten,  das Böse untermalt von Mussorgskis "Eine Nacht am Kahlen Berg". Der Berg erwacht zu bedrohlicher Größe, ist definitiv böse und omnipotent,  hat eine Menge Helfer und zerstört alles was irgendwie schön und gut ist, es ist eine Macht vor der es kein Entrinnen gibt und, könnte man interpretieren, die, die vorherige Heiterkeit, Unachtsamkeit, Neckischkeit,   das Spielen und Kokettieren  mit der Gefahr und dem Dämonischen  geweckt hat.
Plötzlich gerät der ganze dämonische Aufruhr ins Stocken, weil (ja ich weiß altes Märchenmotiv) von irgendwoher Kirchenglocken läuten und es formieren sich kleine Lichter, die immer lauter das Ave Maria von Schubert singen und so wird es ganz am Ende Tag und alles gut.

Ich habe nun ein bisschen youtube  nach einer wirklich guten Aufnahme dieses Ave Maria durchforstet und bin auf dieses hier gestoßen.





Kardinal Müller: Praxis kann nicht vor Theorie gehen.

Für LifeSiteNews hat sich M.C.Hoffman noch einmal mit dem Interview befaßt, daß Kardinal G.Müller info Vaticana" zum Thema Kurienreform gegeben hat.
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"VATICAN-REFORMPLAN IST "ABSURD" SAGT DER FRÜHERE DOKTRIN-CHEF UND FRAGT OB ER MARXISTISCH IST." 

Der vor kurzem durch den Kardinalsrat approbierter Restrukturierungsplam des Vaticans ist seitens Kardinals Gerhard Müller, dem früheren Doktrinchef von Papst Franziskus. unter Feuer genommen worden, der sagt, daß es "absurd" ist, das Staatssekretariat und die Evangelisierungs-Praxis über den Katholischen Glauben selbst zu stellen. Müller fragt sich auch, ob der Plan nicht auf der "marxistischen" Ideologie beruhe.

"In dieer Vorbereitung der sogenannten Kurienreform setzen sie die Priorität der Glaubens herab" sagt Müller dem spanischen Nachrichtendienst Info vaticana in einem kürzlich gegebenen Interview.
"Zuerst kommt das Staatssekretariat, was bedeutet, daß das Staatssekretariat mit seinen Beziehungen zu den Staaten, mit seiner Diplomatie und Vatican-Bürokratie mehr mit der obersten Mission des Papstes verbunden ist, als die Glaubenslehre. Das ist absurd.
Das ist eine weltliche, säkulare Wahl.  Die spirituelle Mission kommt von Jesus Christus . Jesus Christus hta den Vatican-Staat mit seinem Oberhaupt nicht gegründet und dieses Oberhaupt mit seinem Staat regiert die Kirche. Es ist absurd.
"Das Gegenteil ist wahr- Das Staatssekretariat ist nur eine Hilfe, um die Unabhängigkeit, die Freiheit des Papstes gegen die Einfluss von Politikern zu garantieren. Aber das ist nicht die Essenz es Petrinischen Amtes. Und wie kann man sagen, daß unter den Dicasterien als erstes das der Evangelisierung kommt und dann das für Glauben und Lehre? Evangelisierung ist Praxis und Glaube ist Theorie. Welches Konzept von Glauben und Theorie haben sie? Das Marxistische System?" sagte Müller.
"Der Glaube ist der Ursprung, die Wurzel der Rechtfertigung. Nur durch den Glauben an Jesus Christus werden wir gerettet. Ohne Glauben kann keiner Gott gefallen. Glaube ist eine eingegebene Tugend. Die erste Gabe des Hl. Geistes an uns sind Glaube und Hoffnung. Man kann nicht sagen, daß der Glaube nur Theorie ist" fügte er hinzu.

Müllers Kritik an der vorgeschlagenen Kurienreform macht nicht nur Papst Franziskus und seinen Kardinalsrat verantwortlich, sondern auch die Päpste Paul VI und Johannes Paul II, deren Kurienreformen auch das Staatssekretariat an eine Position mit größerem Einfluss stellten, als die Glaubenskongregation, indem sie es an die erste Stelle unter den Kurienkörperschaften stellten und den Staatssekretär ui, persönlichen Assistenten des Papstes machten. Vor der Reform Pauls VI war die CDF (damals als Sant´Uffizio bekannt) die einflußreichste unter den Dicasterien  und wurde vom Papst selber als ihr Präfekt geleitet.


Neues und nicht so Neues vom Malteser Orden

Nach der Wahl einer neuen Führung für den Malteser Orden vom 1. Mai kommentiert Steve Skojec für OnePeterFive den Stand der Dinge im Orden und legt noch einmal die dahinter liegende Entwicklung dar.
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"DIE MALTESER RITTER UND DER TOD DER RITTERLICHKEIT"

Am 1. Mai hat der Souveräne Militärorden von Malta, der gerade die tumultöseste und turbulenteste Periode seiner mehr als 900-jährigen Geschichte durchlebt hat, sein Generalkapitel durchgeführt. Ziel: die Wahl einer neuen Führung. Am Ende der Wahl ist eine Sache klar geworden: die Übernahme der Malteser Ritter ist jetzt vollendet.

Es war die erste Wahl seit dem Staatsstreich im Januar 2017, währen dem Fra Matthew Festing, der englische Großmeister des Ordens und Mann mit einer beeindruckenden Geschichte des Dienens, von keinem geringeren als Papst Franziskus gezwungen wurde, zurückzutreten. Es wäre fast unmöglich den Grund für seine Entfernung zu glauben, wäre die während unter der Führung eines anderen Papstes passiert: er hatte versucht, den Großkanzler des Ordens, Baron Albrecht von Boeselager zu entlassen, weil der für eine großangelegte Verteilung von Kondomen durch den caritativen Arm des Ordens verantwortlich war. Boeselager weigerte sich, zu gehen und appellierte an den Vatican.

Es scheint tatsächlich so als habe Boeselager eine Trumpfkarte in Händen gehalten: ein Erbe  von rund 30 Mio Schweizer Franken von einer wohltätigen Stiftung.
Boeselager hatte die Angelegenheit mit Bedacht behandelt und einen Plan aufgestellt, der angeblich die Aufhebung einer Klage gegen den Treuhänder vorsah, die wegen unangemessener Geschäftsführung eingereicht worden war, und stattdessen eine Vereinbarung über die Auszahlung des Geldes ausgehandelt, ohne dass Fragen gestellt wurden.
Der Vatikan schien bereit zu sein, einen Teil des Geldes abzuziehen, ebenso ein gewisser päpstlicher Nuntius in der Schweiz. Wenn Boeselager entlassen worden wäre, hätte sich das Geschäft zumindest auf unbestimmte Zeit verzögert, weil Großmeister Festing daran glaubte, die Dinge ordnungsgemäß zu tun. 


Freitag, 17. Mai 2019

Marienlieder

Da das Thema Maria und Kirche, wenn auch etwas (ist euphemistisch gemeint) verzerrt, gerade versucht wird in den Medien zu puschen, wollen wir die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und solange der Mai noch dauert, hier öfter mal eines dieser wunderschönen, alten, fast kitschigen Marienlieder vorstellen. Diese erzählen  von inniger Liebe zur Gottesmutter und ihrem Sohn, aber auch von Angst, besonders Todesangst  und dennoch verbreiten dennoch die  feste Hoffnung auf die Erlösung die Christus uns erreicht hat und erzählen von der allerersten Frau die dieser Erlösung zuteil war, eben der Muttergottes.

 Hier nun:




Maradiaga- die nicht allzu graue Eminenz dieses Pontifkates

Rorate caeli veröffentlicht heute Ausschnitte aus einem kritischen Artikel von Julia Meloni im Crisis-magazin zur Rolle von Kardinal Maradiaga im aktuellen Pontifikat.
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        "MARADIAGA, DER FÜHRER DER MAFIA"
Am 1. Mai hat "Crisis-magazine" einen Artikel von Julia Meloni zum Offenen Brief veröffentlicht, der Papst Franziskus der Häresie beschuldigt.

Wir glauben, daß darin einige wichtige Informationen bzgl. Cardinal Maradiaga enthalten sind, des Mannes, der -wie man sagen könnte- das meiste getan hat, was Geld bei der Wahl Kardinal Bergoglios 2013 tun konnte.
Zur Kenntnisnahme für zukünftige Ereignisse, geben wir hier die Teile des Artikels wieder, die sich speziell mit Maradiagas Aktivitäten befassen. Weil er der Mann hinter den Kulissen in diesem Pontifikat ist, ist es nützlich zu wissen, was er tut und getan hat.

Am Vorabend des Konklaves von 2013 telefonierte Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga von der Honduranischen Botschaft in Rom aus emsig mit den wählenden Kardinälen. Er war einer der Königsmacher des Konklaves und warb massiv für den damaligen Kardinal Bergoglio als Papst.

Am selben Tag nahm Maradiaga an einem privaten Treffen der Bergoglio-Unterstützer, einschließlich der Revolutionäre der St. Gallen-Mafia- teil. Gemeinsam brachten sie mindestens 25 Stimmen für Bergoglio zusammen, und eröffneten später mit bemerkenswerterweise mit 26 Stimmen.
Am zweiten Tag des Konklaves war Maradiaga wieder am Werk. indem er zur Mittagszeit ein Gerücht widerlegte, daß Bergoglio nur eine Lunge habe.
Vier Tage später bat der neugewählte Papst Franziskus Maradiaga, seinem mächtigen neuen Kardinalsrat vorzusitzen.

Als einen Teil der zahlreichen Beweise zitiert der [Häresie]-Brief die päpstliche Gunst, derer sich Maradiaga erfreut, ein Revolutionär, der beschuldigt wird, einen protegierten Bischof, Juan José Pineda, treu ergeben gedeckt zu haben.  Pineda trat am Ende wegen der Vorwürfe Seminaristen sexuell belästigt und mehr als 1,3 Mio $ unterschlagen zu haben, um ein "Netzwerk" homosexueller Liebhaber "zu unterhalten".
Laut Martha Alegria Reichmanns "Heiliger Verrat"  hat Maradiaga wütend die Karriere von mindestens sechs Priestern zerstört, die sich gegen Pineda ausgesprochen hatten. Sie behauptet, daß der Vatican damals so agierte, daß Maradiaga nicht offiziell der Vertuschung für Pineda beschuldigt werden konnte.

Maradiaga hat auch Seminaristen angegriffen, die von homosexuellen Fehlverhalten berichteten und den Ernst der homosexuellen Übergriffe Theodore McCarricks auf Seminaristen heruntergespielt.
Laut Erzbischof Viganò standen beide Männer hinter dem kometenhaften Aufstieg von Kardinal Cupich, einem Spitzen-Revolutionär der Homosexualität. Maradiaga hat sich persönlich wiederholt auf eine "wegweisende Pastoral" für gleichgeschlechtliche Beziehungen eingesetzt.

Trotz der Skandale, die ihn umgeben, pries Maradiaga kürzlich in den Medien ein Dokument zur Kurien-Reform, bei dessen Entwurf er half. Die Hauptabsicht ist- bekannterweise- die Herabstufung der Glaubenskongregation - 5 Jahre nachdem Maradiaga den damaligen Präfekten der CDF, Kardinal Müller lautstark tadelte, weil der die Weigerung der Kirche, Ehebrechern die Kommunion zu spenden, verteidigt hatte.
Laut Paul Vallely signalisierte dieser hochmotivierte Zusammenstoß zwischen Müller und dem "Vize-Papst", daß die Glaubenskongregation nicht länger "la suprema" war. Jetzt könnte eine weitere Herabstufung der CDF- so fürchten Kritiker- den Weg in die doktrinale und moralische Anarchie pflastern.

Wie ein Bote der Entropie hat Maradiaga bewußt dieses Chaos herausgefordert. In einer Blaupause für dieses Pontifikat hat Maradiaga 2013 überschwänglich angekündigt, daß "das II. Vaticanum das Ende der Feinschaft zwischen der Kirche und dem Modernismus bedeutete." Das war eine erstaunliche Feststellung für den "Vize-Papst" persönlich: dieses Pontifikat würde die friedliche Anpassung an die Super-Häresie des Modernismus fördern. Und in der Tat enthüllen - wie einer der Unterzeichner der "Filial Correction" von 2017 kurz danach warnte- die "Amoris Laetitia" zugrunde liegenden Thesen die revolutionäre "modernistische" Sicht, daß "die Lehre im Grunde veränderlich ist"....

Wie Maradiaga selber 2015 sagte: "Der Papst will diese Erneuerung der Kirche bis zu einem Pubkt fortführen, wo sie unumkehrbar ist."

Quelle: rorate caeli, J. Meloni 

Fundstück

Erzbischof Georg Gänswein kritisiert die -gerade in Deutschland-  oftmals feindliche Haltung gegenüber dem Papa emeritus Benedikt XVI. Die wir im Übrigen schon seit seiner Wahl erlebt haben und an der sich seither nichts geändert hat -weder in den einschlägigen klerikalen noch medialen Kreisen. Ein beredtes Beispiel dafür sind z.B. die jüngsten Kommentare bei katholisch.de zum Essay des Emeritus zur Mißbrauchskrise.
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Unter dem Titel:   "Üble Früchte"
beginnt der Beitrag so: 



"Aus Sicht von Erzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Benedikt XVI., wird der emeritierte Papst gerade aus Deutschland oft kritisiert: "Es handelt sich dabei leider um ein Phänomen, das wir besonders aus seiner Heimat kennen."
Quelle: domradio.de

Passend zum Thema

anläßlich der Vorstellung des neuen, von Professor Elio Guerriero herausgebenen Buches des Papa emeritus "Juden und Christen"  an der Lateran-Universität.

"Gänswein: Benedikt XVI erklärt. daß Juden und Christen eine gemeinsame unersetzliche Aufgabe haben..."
und

"Die Anmut und Finesse von Benedikt XVI zeigt sich ... In einer Welt, die den Sinn für Freundlichkeit verloren hat, ist die bloße Anwesenheit dieses sanften und feinen Mannes ein Zeichen des Widerspruchs ..." (Andrea Mondi, Osservatore Romano)


Jesus und die Pharisäer in jüdischer und christlicher Sicht

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die Rede, die Amy-Jill Levine, Mitarbeiterin von "Donna Chiesa Mondo", in der päpstlichen Universität Gregoriana zum Thema "Jesus und die Pharisäer" gehalten hat-, den Gebrauch, den Papst Franziskus vom Wort "Pharisäer" macht und die verpaßte Gelegenheit den zu korrigieren.
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"EINE BESONDERE JÜDISCHE FRAU, DIE PHARISÄER UND EINE VON PAPST FRANZISKUS VERPASSTE GUTE GELEGENHEIT" 

"Trotz des Fortschritts in den historischen Untersuchungen zu den Pharisäern, wird in der ganzen Christlichen Welt damit fortgefahren, in den Predigten, diese Jüdischen Lehrer als xenophob, elitär, legalistisch, Geldliebhaber und moralische Heuchler darzustellen. Außerdem bedeutet Pharisäer allgemeine "Jude" , weil viele Juden und Christen die Pharisäer als Verfolger des rabbinischen Judentums betrachten. Deshalb tun Christen, wenn sie den Begriff "Pharisäer" verwenden, um den Klerikalismus zu verurteilen, nichts anderes als das Vorurteil gegenüber Juden zu verstärken."

So hat Amy-Jill Levine, ein jüdische Amerikanerin von der Vanderbilt-Universität, ihre Rede begonnen, die sie am 9. Mai in Rom in der Päpstlichen Gregoriana-Universität gehalten hat, bei einer Konferenz, die dem Thema "Jesus und die Pharisäer. Eine multidisziplinäre Neuwertung" gewidmet war.

Aber wer -frei heraus gesagt- benutzt den Begriff "Pharisäer", um den "Klerikalismus im kirchlichen Kontext" zu verurteilen, wenn nicht Papst Franziskus selbst?

Das Schöne daran ist, daß seit diesem Mai, die Autorin dieses Hiebs gegen den Papst Mitglied des neuen Führungskomitées von "Donne Chiesa Mondo" , der monatlichen Beilage des "L´ Osservatore Romano", der offiziellen Zeitung des Hl. Stuhls, ist.

Wer ist Amy-Jill Levine? Sie berichtet anläßlich einer ebenfalls an der Gregoriana vorangegangenen Konferenz in einer funkelnden autobiographischen Notiz im Osservatore Romano vom 5. Mai über sich selbst.


Donnerstag, 16. Mai 2019

Fundstück

Oliver Maksan schreibt in einem Leitartikel für "Die Tagespost" , was zur Aktion "Maria2.0"  gesagt werden mußte.
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Unter dem Titel

"Leitartikel: Führung statt Stuhlkreise"

beginnt der Artikel so; 

"Der Kirchenstreik „Maria 2.0“ und der Reformdruck „von unten“ offenbaren ein falsches Kirchenverständnis. Dem haben die Bischöfe aber selbst Vorschub geleistet." 


Quelle: Die Tagespost, O. Maksan

De Mattei, Kardinal Krajewski und die "proletarische Enteignung"

Roberto De Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana kritisch die Elektro-Arbeiten von Kardinal Krajewsksi und stellt sie in den politischen Zusammenhang, in den sie gehören.
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"DIE PROLETARISCHE ENTEIGNUNG DURCH KARDINAL KRAJEWSKI"
Am 12. Mai hat Kardinal Konrad Krajewski, der Almosenier von Papst Franziskus, die Stromzufuhr in einem illegal besetzten Haus in der Via Santa Croce in Gerusalemme im Zentrum Roms wieder hergestellt. Um das zu tun, mußte er die Siegel  abreißen, die von ACEA, einem öffentlichen Unternehmen, angebracht wurden, das am 6. Mai den Strom abgestellt hatte, weil die Besetzer in den letzten 5 Jahren die Rechnungen von mehr als 300.000 € nicht bezahlt haben.

Die Verantwortung für das Nichtbezahlen und die illegale Besetzung des Palazzos liegt bei Action-Diritti in movimento, einem sozialen Zentrum, das ein militanter, extrem Linker anführt. Andrea Alzetta- als "Tarzan" bekannt, der öfters wegen Hausfriedensbruchs, Verwüstung von Gebäuden und Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt wurde.
Der Repräsentant des Papstes hat eine Tat begangen, die schwerwiegender ist, als man sich vorstellen kann.
In Italien wird jeder nach Artikel 349 des Strafgesetzbuches bestraft, der von Behörden angebrachte Siegel verletzt -mit Haft von 6 Monaten bis zu 3 Jahren. Außerdem- stellt die Geste des mißbräuchlichen Wiederanschlusses durch den päpstlichen Almosenier "Energiediebstahl" dar.

Kardinal Krajewski hat also das Gesetz gebrochen und sich dessen öffentlich gerühmt. indem er in herausforderndem Ton erklärte, bereit zu sein, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Aber abgesehen vom strafrechtlichen Aspekt befinden wir uns vor der Heiligsprechung des Prinzips, nachdem es legitim ist, das Gesetz im eigenen Interesse oder im Interesse sozialer Gruppen zu brechen.

Das ist -mit einem Wort- das Prinzip der "proletarischen Enteignung"- praktiziert von den Tupamaros, den Roten Brigaden und von Globalisierungsgegnern. Rechtssicherheit und der Respekt vor den Gesetzen sind die einzige Barriere, die die Zivilgesellschaft vor Anarchie und Gewalt schützt, aber was Kardinal Krajewski, von Repubblica als neuer Robin Hood begrüßt, der Ex-Bürgermeister von Riace Mimmo Lucano, der an der Universitä La Sapienza wie ein Star empfangen wurde oder der Anführer der "Ungehorsamen" Luca Casarini, der kürzlich wegen Unterstützung illegaler Einwanderung angeklagt wurde, gemeinsam haben, ist die Mißachtung der staatlichen Gesetze im Namen einer politischen Ethik, die nichts mit der christlichen zu tun hat.