Nico Spuntomi befaßt sich in einem Beitrag für La Nuova Bussola Quotidiana mit den Neuerungen bei der Kommunikation des Hl. Stuhls. Hier geht´s zum Original: klicken
"VATICAN KOMMUNIKATION: PAPST LEO BEGINNT MIT DER REVOLUTION"
Ab dem 1. November folgt Maria Montserrat Alvadaro, die Präsidentin von EWTN News Paolo Ruffini als Präfekt des Kommunikations-Dikasteriums. Während Rufinis Amtszeit zu Ende geht, stellt dieser Wechsel einen klaren Bruch mit der Vergangenheit dar, angesichts dessen, daß Papst Franziskus zuvor EWTN beschuldigt hat, gegen ihn zu intrigieren.
Leo hätte diese Änderung vermutlich ohnehin vorgenommen, doch Ruffinis bevorstehender Ruhestand im Oktober erleichterte den Schritt. In Anbetracht dessen zog er es vor, bis jetzt zu warten, um die Art von abrupten Entlassungen zu vermeiden, an die sein Vorgänger die Öffentlichkeit gewöhnt hatte.
Wie wir hier bereits mehrfach berichtet haben, war die Unzufriedenheit im Apostolischen Palast hinsichtlich der Kommunikationsarbeit des Vatikans immens. Für einen Mathematiker wie Prevost – der seit seiner Zeit als Ordensoberer mit der Finanzverwaltung vertraut war – stachen die enormen Kommunikationskosten unweigerlich hervor: Sie beliefen sich laut dem konsolidierten Haushalt des Wirtschaftssekretariats (SPE, 2024) auf 45,50 % der Gesamtausgaben des Heiligen Stuhls. Die Ergebnisse werden nahezu durchweg als unbefriedigend angesehen.
Nach der Veröffentlichung von *Magnifica Humanitas* verspürt Leo ein noch stärkeres Bedürfnis nach effektiver Kommunikation. Die Wahl fiel daher auf eine Kommunikationsexpertin und Laiin, die unter anderem die US-amerikanischen Bischöfe in ihrem Komitee für Religionsfreiheit berät.
Alvarado, die umfassende Erfahrungen bei der gemeinnützigen Organisation „Becket Fund for Religious Liberty“ gesammelt hat – für die sie insbesondere während der Amtszeit von Präsident Obama tätig war –, ist mittlerweile ein bekanntes Gesicht des führenden katholischen Fernsehsenders der USA und moderiert dort die Sendung „EWTN News in Depth“.
Die Ernennung der Präsidentin von EWTN News zur Inhaberin des wichtigsten Amtes im Dikasterium für Kommunikation markiert zweifellos einen Bruch mit den vorangegangenen Amtszeiten unter Ruffini und Monsignore Dario Edoardo Viganò; Letzterer war 2018 infolge der Kontroverse um die Briefe von Benedikt XVI. zurückgetreten.
Es bleibt abzuwarten, ob der überaus einflussreiche Redaktionsleiter der Vatikan-Medien, Andrea Tornielli, über den November hinaus noch lange im Amt bleiben wird."
Quelle: N. Spuntoni, LNBQ