Dienstag, 29. September 2020

Das Nein des Papstes zur Euthanasie

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das radikale Nein von Papst Franziskus zur Euthanasie - dokumentiert in der Erklärung "Samaritanus bonus" der Glaubenskongregation und die anderen "Neins" zu Forderungen der Progressisten und veröffentlicht dann Ausschnitt aus "Samaritanus bonus" Hier geht´s zum Original:  klicken

"JEDES NEIN VON PAPST FRANZISKUS ZU DEN PROGRESSISTEN. DAS LETZTE, SEHR KRÄFTIGE BETRIFFT DAS LEBENSENDE" 

"Zum allgemeinen Desinteresse der dominierenden Medien- für die das "Recht" zu entscheiden, wie und wann man stirbt oder sterben läßt, inzwischen für unantastbar gehalten wird, hat Papst Franziskus das radikale "nein" der Katholischen Kirche zur Euthanasien wiederholt. 

Er hat das im von Kardinal Luis F. Ladaria, Präfekt der Glaubenskongregation am 25. Juni unterschriebenen, und von ihm approbierten Brief "Samaritanus bonus"   getan, der am 22. September veröffentlicht worden ist. 

Ladaria gab bei der Vorstellung des Briefs als Motivation "die heutige Situation" an, "die durch einen immer permissiveren zivilen internationalen Kontext gekennzeichnet ist."

In seinem Brief steht aber auch, daß seine Veröffentlichung als notwendig erachtet wurde, "um noch einmal jeden Zweifel am Lehrsamt der Kirche zur Euthanasie und zum assistierten Suizid auszuschließen." 

"Samaritanus bonus" ist also das letzte "nein", das Papst Franziskus seit einiger Zeit gegen die Flucht nach vorn einiger Gruppen von Progressisten in der Kirche ausspricht, die sich sehr auf seine Unterstützung verlassen hatten und jetzt ihre Enttäuschung nicht verbergen. 

Das ist in der Tat die Serie von "Halt" die seit 2 Jahren von Jorge Mario Bergoglio angeordnet werden, wenn auch nicht alle von Erfolg gekrönt sind.:

- der Brief vom 25. Mai 2018 an die deutschen Bischöfe gegen die eucharistische "Interkommunion" zwischen Katholiken und Ptrostestanten, ein Brief, der ebenfalls von Ladaria geschrieben und vom Papst bestätigt wurde. 

-der Brief vom 18. September 2020, der- mit einem doktrinalen Zusatz - gegen die Interkommunion- von Kardinal Ladaria wieder an die deutschen Bischöfe geschrieben wurde- die offensichtlich durch die vorherige Ermahnung nicht diszipliniert wurden und deshalb entschlossener denn je waren- mit dem Einverständnis der Protestanten- auf der Basis eines Dokumentes vom September 2019-voranzugehen,.

Fundstück

VaticanNews.va hat das Interview, das Johannes Wieczorek von Radio Horeb mit dem  Regensburger.Bischof Rudolf Voderholzer zu einer Kritik des "synodalen " Reformprozessesgeführt hat veröffentlicht.  Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

"D: BISCHOF VODERHOLZER ERLÄUTERT SEINE HALTUNG ZUM REFORMPROZESS"

beginnt der Beitrag so- ZITAT:

"Der Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland sorgte in den vergangenen Tagen und Wochen für viele Debatten. Am Wochenende kam dies unter anderem auch bei den Ratzinger-Schülerkreis-Treffen in Rom zur Sprache.
Von Dienstag bis Donnerstag war der Reformprozess auch ein Thema der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda. Außerdem stand das weitere Fortgehen des Synodalen Weges insbesondere nach den gerade stattgefundenen Regionenkonferenzen auf dem Programm." (...)

Quelle: VaticanNews.va, J. Wieczorek

 

Montag, 28. September 2020

Was gesagt werden mußte,

von den Medien aber trotzdem ignoriert werden wird...die Neue Katholische Frauenbewegung hat einen klärenden Brief an den Apostolischen Nuntius geschrieben, in dem sie betonen, daß die Maria 2.0 -Damen keineswegs die Mehrheit der katholischen Frauen vertreten. Sie haben ihr Schreiben auf ihrer website veröffentlicht. Hier geht´s zum Original-Wortlaut  klicken 

"GLEICHBERECHTIGUNG IST NUR IM STAAT WICHTIG" 

ZITAT..."Wir Frauen der „Neuen katholischen Frauenbewegung“, NkF, stimmen den Forderungen der Aktivistinnen nicht zu. Im Gegensatz zu diesen möchten wir beispielsweise nicht Priesterinnen – oder wie manche auch fordern – Päpstin werden. Nicht nur, weil Papst Johannes Paul II. endgültig erklärt hat, dass es keine theologische Möglichkeit der Priesterweihe für Frauen gibt, sondern weil auch wir in Übereinstimmung mit der jahrhundertealten Tradition wissen, dass Frauen nicht in Persona Christi handeln können." ...

Quelle: Neue katholische Frauenbewegung

Papst Franziskus und die Institution des Papstamtes

In seiner montäglichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" läßt uns A. Gagliarducci an seinen Kenntnissen der vaticanischen Szenerie teilhaben und analysiert das jüngste Geschehen um Kardinal Becciu und die Vatican-Finanzen.
Hier geht´s zum Original:  klicken 

"PAPST FRANZISKUS UND DAS THEMA INSTITUTION" 

Wir kennen den offiziellen Grund für die Entscheidung Kardinal Angelo Beccius, auf seinen Titel als Kardinal zu verzichten und aus der Heiligsprechungskongregation zurückzutreten nicht. Am Anfang konnte man raten, daß sein Rücktritt mit dem Erwerb der Londoner Luxusimmobilie durch das Staatssekretrariat zusammen hängt, der noch untersucht wird und bei dem noch entschieden werden muß, ob es einen Rechtsprozess geben wird. Kardinal Becciu hat später klargemacht, daß der Papst glaubt, daß er unterschlagen habe. Es gibt jedoch keine offizielle Mitteilung des Hl. Stuhls über den Grund. 

Wenn der mit Mißmanagement zusammenhängt, geht es bei Kardinal Beccius Rücktritt nicht nur um einen finanziellen Skandal. Dann ist er außerdem Teil eines größeren, beunruhigenden institutionellen Rahmens.

Die Untersuchung selbst hat ein institutionelles Problem erzeugt, Es begann nach einem Bericht, der dem obersten Wirtschaftsprüfer des Vatricans zugespielt wurde. Die Staatsanwaltschaft des Vaticans bekam den Bericht und die Genehmigung des Papstes zu Durchsuchung und Beschlagnahmen im Staatsekretariat und bei der Finanzaufsicht (AIF) . Wegen der laufenden Ermittlung wurden fünf Vatican-Mitarbeiter suspendiert, vier aus dem Wirtschaftssekretariat und einer aus der AIF: 

Mit dieser Untersuchung waren jedoch viele problematische Themen verbunden. Ertens hat die Polizei des Vaticans keine Jurisdiktion über den Apostolischen Palast. Deshalb haben die Durchsuchung und die Beschlagnahmen das Machtgleichgewicht zwischen dem Hl. Stuhl und dem Vatican-Staat in Gefahr gebracht. 

Aldo M. Valli hat Kardinal Zen bei seinem kurzen Aufenthalt in Rom getroffen

und berichtet auf seinem  Blog darüber.
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"KARDINAL ZEN IN ROM."ICH HABE FRANZISKUS UM EINE AUDIENZ GEBETEN, ABER KEIN ZEICHEN AUS SANTA MARTA" 

"Was für ein Desaster!" Der Kardinal schüttelt den Kopf und hebt die Augen zum Himmel, wie um zu sagen "Herr warum läßt du das alles zu?" Aber er sit nicht traurig oder entmutigt. Tatsächlich ist er kämpferischer denn je. 

Kardinal Zen, der im vergangenen Januar 88 wurde, hat immer noch die gleiche jugendliche Art.  Das Gehör läßzt nach und auch die Beine funktionieren nicht mehr so gut, aber der Elan bleibt der von immer. 

Wir haben uns in Rom in den letzten Stunden seine kurzen- vom Wunsch dem Papst zu begegnen motivierten Aufenthaltes (120 Stunden, die ihm von den Hong Konger Autoritäten gewährt wurden) -getroffen. Aber aus Santa Marta gab es für den alten Kardinal kein Zeichen, nicht auch nur einen Gruß.  Darauf hat Zen dem Privatsekretär von Papst Franziskus einen Brief überreicht, in dem es um die Frage um den neuen Bischof von Hong Kong geht. "Seit jetzt eineinhalb Jahren- sagt er- haben wir keinen Bischof. Da war die Idee, Msgr. Joseph Ha als Weihbischof zu ernennen. Jetzt aber steigen die Quoten für Msgr. Peter Choi, einen der Vikare, ide Peking zu nahe stehen. In dem Brief warne ich den Papst: die Ernennung von Choi wird eine Katsatrophe. Ich bin für die gewährte Zeitspanne gblieben, aber aus Santa Marta nicht mal ein Zeichen." 

Sehr klar beziueht sich Kardinal Zen auch auf das immer noch geheime und seit einigen Tagen abbelaufene Abkommen zwischen Pekinb und dem Hl. Stuhl. "Unvorstellbar" sagt er, daß es auch für die geheim geblieben ist, die sich aus der Nähe mit diesen Problemen befassen.  So kann man nichtvorgehen" In Peking wollen jedoch nicht alle, fügt er hinzu, daß es ratifiziert wird. Es gibt eine Gruppe in der Partei, die keine Vereinbarung will. Das sind die Härtesten, die die Kirche einfach kontrollieren und wenn nötig, jedes Abkommen verhindern wollen Xi Jinping hat viel Macht, aber auch viele innere Feinde. Der Bürgerkrieg dort hört nie auf."  

"Zu glauben, man könne mit Peking übereinkommen, ist verrückt. Es gibt keine Abkommen mit dem Teufel. Den Teufel bekämpft man- und Schluss! Die Kirche empfängt keine Befehle von Regierungen und das gilt überall." 

Kardinal Zen spricht geistvoll, brillant, ernst frei und kompetent. Es ist eine Ehre, ihm noch einmal begegnen zu dürfen. Ein unermüdlicher Verteidiger des Glaubens und der Kirche. An diesem Morgen ist er nach Hong Kong zhurückgekehrt. 

AMV

Quelle: Aldo M. Valli


     

Schülerkreis II

Wenn der amtierende Pontifex über Umweltfragen und Klatsch und Tratsch spricht, müsen Schülerkreise sich der Theologie annehmen.
Bei vaticannews berichtet Maria Galgano unter dem Titel: "Ratzinger Schülerkreis: Kirche soll Weiheamt stärken" über das diesjährige Treffen des Ratzinger-Schülerkreises in Rom -das erstmals -im Augustinianum- auch teilweise öffentlich stattfand. In seinem Vortrag bei diesem Symposium hat Dogmatikprofessor Karl-Heinz Menke über die Verbindung des Weiheamtes der Kirche zur Eucharistie gesprochen. 

Hier geht´s zum Original: klicken

Quelle: M.Galgano, vaticannews.va

Kardinal Pell kehrt nach Rom zurück....

Courtney Mares berichtet für CNA, daß Kardinal George Pell am kommnenden Dienstag aus Australien nach Rom zurückkehren wird. Hier geht´s zum Original:   klicken

"KARDINAL PELL WIRD DIESE WOCHE NACH ROM ZURÜCKKEHREN"

"Kardinal Pell bereitet sich darauf vor Dienstag nach Rom zurückzukehren, zum erstenmal nach 2017 in den Vatican, seit er sich von seiner Rolle als  Präfekt des vaticanischen Wirtschaftssekretariates beurlauben ließ, um nach Australien zu fahren. 

Der Kardinal wird- wie Pell nahestehend Quellen CNA heute- nach einem Bericht des australischen Journalisten Andrew Bold im  Herald Sun bestätigten.

Pell hat seit seinem Freispruch vom Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs durch den Obersten Australischen Gerichtshof im Apsil in seiner früheren Diözese Sydney gelebt.

2014 war der Kardinal von Papst Franziskus beauftragt worden, das neu geschaffene Wirtschaftsekretariat zhu übernehmen und die Bemühungen um die Reform der Vatican-Finanzen zu leiten. Nachdem von der Polizei von Victoria Beschuldigungen wg. sexuellen Mißbrauchs erhoben wurden, ließ sich Pell 2017 vorübergehend von dieser Rolle beurlauben, um nach Australien zurück zu kehren und seine Unschuld zu beweisen.

Pell sah sich Anschuldigungen eines einzigen Klägers gegenüber, die sich auf seine Zeit als Bischof von Melbourne bezogen. Er hat 13 Monate in Einzelhaft verbracht, nachdemn er anfänglich zu euiner 6-jähtigen Haftstrafe verurteil worden war, bevor er nach einem Revisionanstrag vom Obersten Gerichtshof freigesprochen wurde. 

Pells Amtszeit als Leiter des vaticbnaischen Wirtschaftssekretariates lief 2019 während seiner Zeit im Gefängnis und der Ernennung von Antonio Guerrero Alves, SJ; zu seinem Nachfolger aus. 

Die Nachricht von Pells Rückkehr nach Rom kommt Tage mach dem dramatischen Rücktritt von Kardinal Angelo Becciu, den Papst Franziskus am 24. September aufgefordert hatte, als Präfekt der Heiligsprewchungskongregation zurückzutreten und auf seine Rechte als Mitgleid des KArdinalskollegiums zu verzichten, weil er in eine laufende Untersuchung finanziellen Fehlverhaltens im Vatican verwickelt war. 

Becciu hatte zuvor als Nr. Zwei im Staatsekretariat gearbeitet, wo- wie CNA berichtet hat-. er wiederholt mit Pell wegen der Reform der Vatican-Finanzen zusammengestoßen war. 

Pell der bis zu seiner Entlastung nicht über seine frühere rolle im Vatican gesprochen hatte, reagierte dankbar auf die Nachricht von Beccius Rücktritt. 

Sonntag, 27. September 2020

Der Schülerkreis

Kardinal Kurt Koch hat bei der Hl. Messe, die der Ratzinger-Schülerkreis nach Abschluß des diesjährigen Treffens in Rom gehalten. CNA dokumentiert.
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Die Predigt 

"DEN LEBENDIGEN GOTT IM DIENST AM MENSCHEN VERKÜNDEN" 

beginnt so- ZITAT

"Wir haben uns zur Feier der Heiligen Messe versammelt, mit der wir das Treffen der Schülerkreise Joseph Ratzinger - Papst Benedikt XVI. und das gestrige öffentliche Symposion, das der Frage nach Gott in den gegenwärtigen Herausforderungen gewidmet gewesen ist, beschliessen. Wenn wir jetzt zum Gottesdienst zusammenkommen, bringen wir unsere Glaubensüberzeugung zum Ausdruck, dass noch viel wichtiger als das Reden über Gott das Reden zu Gott, wichtiger als die Theologie die Doxologie, der Lobpreis Gottes ist."  (...)

Quelle: CNA, Kard. Koch

Tweet zum Tage

 Kardinal G.Pell wird kommenden Dienstag, dem Fest des Hl. Michaels, nach Rom zurück kommen. 

Papst Franziskus hat keine Zeit für Kardinal Zen.

Marco Tosatti kommentiert heute bei Stilum Curiae, die Tatsache, daß Papst Franziskus Kardinal Zen, der extra aus Hong Kong angereist war, um mit ihm über die aktuelle Lage in der Diözese von Hong Kong zu sprechen-während der vier Tage seines Aufenthaltes in Rom- nicht empfangen hat.
Hier geht´s zum Original : klicken

"KARDINAL ZEN KOMMT ZUM PAPST NACH ROM,  DER KEINE ZEIT FÜR IHN HAT" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, gestern habe ich Kardinal Zen getroffen, der gerade aus HongKong gekommen war-zu einem auf 120 Stunden begrenzten Aufenthalt- um den amtierenden Pontifex zu sehen und zu ihm über die Kirche von Hong Kong zu sprechen. 

Der 88-jährige Kardinal ist heute morgen wieder aufgebrochen, ohne daß der regierende Pontifex ihn empfangen hätte. Wenn man die menschliche Qualität einer Person auch an Details erkennen kann, weiß ich nicht, wie man jemanden- einen Chef- beurteilen soll, der innnerhalb von 4 Tagen keine halbe Stunde Zeit findet, um einen alten Priester zu empfangen, der trotz einiger Gesundheitsprobleme aus Liebe zur Kirche beschlossen hat, eine Reise vom anderen Ende der Welt zu unternehmen. Ich verstehe, daß es Menschen gibt, die als peinlich, nervig usw. beurteilt werden können. Aber ich erinnere mich vage daran, daß zu den Werken der Barmherzigkeit auch gehört, sich mit lästigen Menschen zu beschäftigen. Aber offensichtlich war der amtierende Papst in diesen Tagen zu beschäftigt, Mitarbeiter zu enthaupten, um einen treuen alten Berater zu empfangen. 

Hier haben wir einige der Dinge gesammelt, die der Kardinal während einer Begegnung mit einigen Freunden und Kollegen in Rom gesagt hat. Was die Situation in China und in HongKong angeht, ist er nicht sehr optimistisch: "Wir sind jetzt ganz unten" und er befürchtet eine dramatische Entwicklung in der nächsten Zukunft.

- Ich bin aus einem Grund aus HongKong gekommen. Um den Fall unseres zukünftigen Bischofs zu besprechen.

-Seit mehr als eineinhalb Jahren sind wir in HongKong ohne Bischof. Zuerst war es eine gute Idee einen Weihbischof zu ernennen, der blieb, als der Bischof starb, ein freundlicher Franziskaner aber auch ein freundlicher Herr, Msgr. Joseph Ha Chi-shing. Er hat die Regierung höflich kritisiert, ohne zu schreien. 

-Man hat von diesem Weihbischof als Nachfolger gesprochen. Jetzt aber sagen sie, daß wir einen Bischof mit dem Segen Pekings haben sollten und ziehen einen Priester aus dem Hut, Peter Choi. Viele von uns sehen das nicht gern. Die Gemeinde war gespalten. 

- An einem bestimmten Punkt habe ich verstanden, daß das keine passende Wahl war und habe gesagt: suchen wir einen Dritten. In diesen Tagen sehe ich, vermute ich, daß die andere Gruppe versucht, den zweiten Namen, Peter Choi, wieder ins Rennen zuschicken. 

Pezzo Grosso interpretiert die Causa Becciu

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae eine kurze Überlegung von Pezzo Grosso zur Causa Becciu veröffentlicht, die den bisherigen Interpretationen komplett widerspricht und sehr aufschlußreich ist.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"PG: DER PAPST OPFERT BECCIU. UM EINE BANKROTTE KIRCHE ZU HABEN" 

Liebe Stilumcuriale, Pezzo Grosso hat über die causa Becciu nachgedacht, gelesen, was die mainstream-Zeitungen, besonders die Repubblica schreiben, und er hat daraus mit einwandfreier Logik seine Schlüsse gezogen. Gute Lektüre!      

                                                    §§§

Lieber Tosatti, gestatten Sie mir nur zwei Zeilen, um die causa Becciu zu kommentieren, nachdem ich die Zeitungen gelesen habe. Der Fall Becciu ist der typische Trick, um die Perspektive durcheinander zu bringen. 

Becciu ist der klassische Zeigefinger, auf den man schaut- statt auf das, worauf er zeigt. 

Liebe Leser, es ist nicht wichtig zu verstehen. ob Becciu sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmerte oder nicht. Ob andere das Gleiche tun, ob es in der vaticanischen Kurie viele oder wenige Hühnerdiebe gibt.  

Es könnte wichtiger sein, statt dessen zu verstehen, warum Repubblica bei dieser Gelegenheit Bergoglios Einsamkeit betont- mißverstanden, gehindert, von allen verraten (von den Dubia-Kardinälen bis zu Viganò und jetzt Becciu, dem treuen Becciu). Ein Bergoglio, der mit Christus verglichen wird, der die Händler aus dem Tempel vertreibt und deshalb gekreuzigt wird. 

Vielleicht, weil Repubblica weiß oder verstanden hat, wohin Bergolgio will und alles tun wird, um ihm zu helfen und ihn zu unterstützen. 

Aber denken wir nicht an die angekündigte theologische Revolution, die bereits abgeheftet ist.

Denken wir an eine einfachere Erklärung, die direkt mit der causa Becciu verbunden ist, daß alle auf verschiedene Weise -je nach dem ursprünglichen Hinweis, den sie erhalten hatten, oder je nach Intuition, versuchten, den größten Scoop zu landen.

Alles Phantasie...lassen Sie uns über die Fakten nachdenken, über das von Bergoglio so geliebte "Reale".

Fragen wir uns, was das wahre Resultat dieses jüngsten eklatanten Skandals ist? Ist das nicht ein weiterer Zusammenbruch des Vertrauens in die Kirche? 

Ist das wahre Ergebnis nicht die wachsende Empörung über die Art und Weise, wie die Finanzen des Vaticans verwaltet werden, die 0,8 Prozent-Abgabe, der Peters-Pfennig, die Beiträge zur Caritas, die Opfergaben der Kirche? 

M. Tosatti: stimmt das aktuelle, einheitlich von allen Medien verbreitete Narrattiv der causa Becciu?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die causa Becciu und veröffentlicht einen lesenswerten Artikel, den Lucetta Scarrafia, eine Vatican-Kennerin, dazu geschrieben hat und die Zweifel am bisher verbreiteten Narrativ thematisiert. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE FROMME - FALSCHE- ERZÄHLUNG VOM "VERRATENEN PAPST"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, ich sehe, daß man in den Zeitungen- oder zumindest in einigen- versucht, eine Erzählung zu konstruieren, daß der arme amtierende Pontifex, der versucht die Vaticanischen Finanzen und drumherum Ordnung zu schaffen, leider verraten wird...das wäre sehr schön und erbaulich- wenn es wahr wäre. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so; auch in den üblicherweise gut informierten -sicher nicht mainstream- Zeitungen finden wir Rekonstrutkionen und Erzählungen, Frucht persönlichen, niemals ruhenden Grolls, die immer noch trügerisch Eindruck machen. Für diejenigen, die die Ereignisse im Vatican sorgfältig und leidenschaftslos verfolgen. ergeben sich einige Elemente.

Es ist wahr, daß Papst Bergoglio -zu Beginn seiners Pontifikates versucht hat, im Gestrüpp der Finanzen in Oltretevere Klarheit zu schaffen. Er hat ein Moitu Proprio unterzeichnet, mit dem er alle Fnanzfragen einer einzigen Institution anvertraute. Dem Wirtschaftssekretariat und an seine Spitze setzte er Kardinal Goeroge Pel, den er mit voller Handlungsvollmacht ausstattete. Pell, als guter australischer Rugby-Spieler hat sich kopfüber in die Aufgabe gestürzt. Dabei traf er offensichtlich auf die ganzen Schwierigkeiten und Widerstände derer, die ihre Macht und ihre EInkünfte nicht verlieren wollten: das Staatssekretariat mit der Wirtschaftsabteilung, die APSA, das IOR, Propaganda Fide mit ihrem unhängigen Etat, usw. usw., wer giete mehr? Und was tat der Pontifex? Bei ihren Gesprächen sagte er zu Pell: schaue keinem ins Gesicht, mach weiter. Und unmittelbar danach unterzeichnete er ein Schreiben, mit dem er dessen Gegner zufriedenstellte und Pell ein Stück Macht nahm. Pell war durch diese endlose Serie geringfügigen Verrats, die sein Vorgesetzter beging, verbittert und ist es vielleicht immer noch. Und der kleine vaticanischen Dschungel ist gebleiben, was er war- ein Dschungel. Es gab die Gelegenheit aufzuräumen, aber das scheiterte und dafür war einzig und allein der Papst verantwortlich. 

Ein  zweites Element. Becciu hat in der Vergangenheit erklärt, daß er seine Vorgesetzten über seine Aktivitäten informiert hat. Das ist für einen Substituten des Staatssekretariates der Papst. Der Staatssekretär sieht im Allgemeinen dem Papst sehr viel seltener als der Substitut. Nach dem, was wir aus den vergangenen, nicht verdächtigen Jahren wissen, hat der Papst Becciu ausgiebig für Arbeiten aller Art eingesetzt. Becciu strebte den Purpur an. Der Papst wollte ihm den nicht geben und wollte ihn nach Cagliari schicken. Schließlich bekam Becciu den Purpur und die Heiligssprechungskongregation.

Samstag, 26. September 2020

Warum machen die sowas eigentlich mit?

 Diese Frage drängt sich mir bei Bilden wie diesem hier

einfach auf und das nicht erst seit gestern!

Das Bild zeigt gestandene Damen und Herren Wichtig die zu vollem Ornat stolz ihre gebastelten Papiervögelchen zeigen und sich dabei, so sieht es aus, total klasse vorkommen.

Gut es scheinen da noch ein paar nicht ganz so wichtige, aber nichtsdestotrotz erwachsene, gestandene Leute drumherumzustehen die genauso stolz ihre Papiervögelchen präsentieren.

Ich meine, bekanntlich ist es ja nie zu spät für eine glückliche Kindheit, aber mir waren solchelei Aktionen schon im Kindergarten zu blöd und ich kann mich nicht erinnern, dass die Kindergartentante darauf bestanden hat, dass wir unsere Bastelelaborate im Kollektiv präsentierten

Mozart am Abend auf Originalinstrumenten

 Klavierkonzert Nr. 20 in d-moll

              

Fundstück

Oliver Maksan kommentiert für "Die Tagespost" die Reaktionen Katholischer Jugendverbände auf Bischof Osters Äußerungen zum Schutz für das Leben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel: 

"KOMMENTAR: JUNGE PARALLELHIERARCHIE" 

beginnt der Artikel so: ZITAT

"Ohne Umwege über katholische Theologie und Morallehre werden linke Denkschablonen auf den innerkirchlichen Diskurs übertragen. Das zeigt sich am Umgang mit den Äußerungen des Passauer Bischofs Oster zum  Lebensschutz." (...)

Quelle: O.Maksan, Die Tagespost