Mittwoch, 23. September 2026

Audienz

Papst Leo XIV hat heute den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer in Audienz empfangen. 

              

vaticannews berichtet. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"SACHSENS MINISTERPRÄSIDENT SPRACH MIT DEM PAPST ÜBER KI UND DEUTSCHLAND"

beginnt der Bericht so  -ZITAT

"Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist heute im Vatikan von Papst Leo in Privataudienz empfangen worden. Anlass war das 30-jährige Bestehen des Staatskirchenvertrags zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Heiligen Stuhl. Bei dem 20minütigen Gespräch mit dem Papst ging es auch um die politische Lage in Deutschland vor dem Hintergrund der jüngsten AfD-Wahlerfolge, wie Kretschmer im Anschluss vor den Medien bestätigte.

Kretschmer sagte, Deutschlands politische Entwicklung werde auch im Vatikan wahrgenommen. „Es geht nicht um einen Teil unseres Landes, sondern es geht um Gesamtdeutschland. Und da gibt es sehr, sehr viele Sorgen. Dass das auch hier in Rom gesehen wird, ist klar – Deutschland ist ein wichtiges Land innerhalb der Europäischen Union“, so der seit 2017 in Sachsen regierende CDU-Ministerpräsident nach der Audienz. " (...)

Quelle: vaticannews

Die Katechese

Vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz.
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                 Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen und herzlich Willkommen!

Wenn wir unseren Weg durch die Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils fortsetzen, gelangen wir zum dritten Kapitel des ersten Teils, das einen ansprechenden Titel trägt: „das Menschliche Schaffen in der Welt“. Die grundlegende Frage lautet wie folgt: Welchen Wert hat das menschliche Handeln in der Welt und damit der technische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Fortschritt? Wir können uns daran erinnern, dass weniger als vier Jahre nach Abschluss des Konzils, in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969, der Mensch zum ersten Mal den Mond betrat.

„Der Mensch, der als Ebenbild Gottes geschaffen wurde, ist Träger des Fortschritts. Mit seiner Freiheit und seiner Intelligenz erweitert er sein Wissen und trägt so zum Fortschritt der gesamten Gesellschaft bei“

Der Mensch, der als Ebenbild Gottes geschaffen wurde, ist Träger des Fortschritts. Mit seiner Freiheit und seiner Intelligenz erweitert er sein Wissen und trägt so zum Fortschritt der gesamten Gesellschaft bei. Das lässt sich leicht an den Verbesserungen der Lebensbedingungen im Laufe der Generationen erkennen. Denn es heißt im Konzilsdokument, „daß sich der Mensch heute viele Güter, die er einst vor allem von höheren Mächten erwartete, durch seine eigene Tat beschafft“  

Aus diesem Grund haben einige Denker den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt als etwas dargestellt, das die Beziehung zu Gott schwächt, bis er überflüssig erscheint, oder sogar als Gegenspieler des christlichen Glaubens. Und diese Sichtweise hat beim heutigen Menschen zu einer veränderten Weltanschauung im Vergleich zu früheren Epochen geführt. Ein solches Vorurteil verfestigt sich vor allem in jenem Teil der westlichen Kultur, der seinen Bezug zur christlichen Offenbarung verloren hat. In den postchristlichen Humanismen werden der Mensch und Gott fälschlicherweise als Rivalen dargestellt: Um sein Wissen, seine Freiheit und seinen Fortschritt zu bekräftigen, müsse sich der Mensch von Gott emanzipieren. Letztendlich geht jedoch durch die Leugnung der Beziehung zu Gott auch die Möglichkeit verloren, den transzendenten Wert der menschlichen Person zu bekräftigen. Es ist das „Drama des atheistischen Humanismus“, das von einem bedeutenden Theologen des Zweiten Vatikanischen Konzils, Henri de Lubac, treffend beschrieben wurde.  

Das Konzil möchte eine klare Antwort geben. So betont das Konzil: „Eines steht für die Glaubenden fest: das persönliche und gemeinsame menschliche Schaffen, dieses gewaltige Bemühen der Menschen im Lauf der Jahrhunderte, ihre Lebensbedingungen stets zu verbessern, entspricht als solches der Absicht Gottes.“ (n. 34) Weiter heißt es in der Kostitution: „Den Christen liegt es deshalb fern, zu glauben, daß die von des Menschen Geist und Kraft geschaffenen Werke einen Gegensatz zu Gottes Macht bilden oder daß das mit Vernunft begabte Geschöpf sozusagen als Rivale dem Schöpfer gegenübertrete. Im Gegenteil, sie sind überzeugt, daß die Siege der Menschheit ein Zeichen der Größe Gottes und die Frucht seines unergründlichen Ratschlusses sind.“ (ebd.) Im Grunde hat Gott dem Mann und der Frau eine Schöpfung anvertraut, die sich noch im „statu viae“ befindet, das heißt im Werden, im Wachstum, damit sie diese durch ihr kluges Handeln zur Vollendung führen. 

Hier liegt ein wichtiger Hinweis auf das Geheimnis der Menschwerdung. Die Menschheit – und mit ihr die Arbeit, der Fortschritt und die Autonomie der geschaffenen Welt – wird durch die Begegnung mit Gott nicht verschlungen oder zunichte gemacht, sondern in ihrer Ganzheit aufgenommen und bleibt in Christus frei und tatkräftig: Denn in ihm findet sie die volle Wahrheit und Freiheit. Darüber hinaus wird in der Eucharistiefeier die Frucht der menschlichen Arbeit, dargestellt durch Brot und Wein, jeden Tag auf den Altar gelegt, um in den Leib und das Blut Christi verwandelt zu werden.

„Die Menschheit – und mit ihr die Arbeit, der Fortschritt und die Autonomie der geschaffenen Welt – wird durch die Begegnung mit Gott nicht verschlungen oder zunichte gemacht, sondern in ihrer Ganzheit aufgenommen und bleibt in Christus frei und tatkräftig: Denn in ihm findet sie die volle Wahrheit und Freiheit“

Aus dieser Perspektive ergibt sich eine wichtige Erkenntnis: Um Gott zu begegnen, muss der Mensch seine irdischen Beschäftigungen nicht aufgeben, sondern kann seine Berufung in vollem Umfang leben, indem er seine tägliche Arbeit gut verrichtet und sie heiligt.[3] Die Christen sind wie alle anderen am Aufbau der Stadt der Menschen beteiligt, wobei sie das Ziel aller Dinge und die Begegnung mit Gott im Blick behalten und diejenigen, mit denen sie das Abenteuer des Fortschritts, der Wissenschaft und des Lebens teilen, an dieses Ziel erinnern.

Gewiss muss der irdische Fortschritt klar von der Entwicklung des Reiches Christi unterschieden werden; dennoch bekräftigt das Konzil, dass dieser Fortschritt „doch große Bedeutung für das Reich Gottes, insofern er zu einer besseren Ordnung der menschlichen Gesellschaft beitragen kann. (…)Alle guten Erträgnisse der Natur und unserer Bemühungen nämlich, die Güter menschlicher Würde, brüderlicher Gemeinschaft und Freiheit, müssen im Geist des Herrn und gemäß seinem Gebot auf Erden gemehrt werden; dann werden wir sie wiederfinden, gereinigt von jedem Makel, lichtvoll und verklärt.“  

Der technische und wissenschaftliche Fortschritt, um zu echtem menschlichem Fortschritt zu werden – das heißt, zum Fortschritt des ganzen Menschen und aller Menschen –, von der Nächstenliebe beseelt und geleitet sein muss. Nur so kann er stets im Dienst der Würde des Menschen stehen und die Lebensbedingungen aller verbessern, insbesondere der am stärksten Benachteiligten.

Liebe Brüder und Schwestern, das Zweite Vatikanische Konzil lädt uns ein, das Brot des Wissens und des Könnens zu teilen, damit jeder Mensch und jedes Volk sein Potenzial entfalten kann und wir gemeinsam mit Gottes Hilfe eine bessere Zukunft gestalten können."

Quelle: vaticannews

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz ....

               

Dienstag, 22. September 2026

Was der Apostolische Nuntius in Frankreich ankündigt...

Vaticannews berichtet über die Pläne des Hl. VAters, während seiner Frankreichreise,  Katechumenen und Neugetaufte zu treffen. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"FRANKREICH: DIE WACHSENDE NACHFRAGE NACH ERWACHSENENTAUFEN WECKT DAS INTERESSE DES PAPSTES" 

beginnt der Artikel so - ZITAT

Immer mehr Erwachsene in Frankreich interessieren sich für die Taufe und den christlichen Glauben. Diese Entwicklung habe bei Papst Leo XIV. großes Interesse geweckt, berichtet der Apostolische Nuntius in Frankreich, Erzbischof Celestino Migliore. Bei seiner bevorstehenden Frankreichreise will der Papst deshalb besonders Katechumenen und Neugetauften begegnen.

Die wachsende Zahl junger Menschen und Erwachsener, die in Frankreich den Weg zum christlichen Glauben suchen, wird auch bei der bevorstehenden Reise von Papst Leo XIV. eine Rolle spielen. Der Papst wolle die französischen Christen in ihrem Glauben bestärken und dabei insbesondere Menschen begegnen, die sich auf die Taufe vorbereiten oder erst vor kurzem getauft wurden. Das sagte der Apostolische Nuntius in Frankreich, Erzbischof Celestino Migliore, im Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur SIR. Die steigende Nachfrage nach der Erwachsenentaufe habe bei Leo XIV. „großes Interesse, Bewunderung und Ermutigung“ hervorgerufen." (...)

Quelle: sir, vaticannews 

Montag, 21. September 2026

Heute vor 350 Jahren,

am 21. September 1676 wurde Kardinal Benedetto Odesccalchi zum Papst gewählt. Unter dem Namen Innozenz XI wurde er ein bedeutender Pontifex.  Nicola Scapin berichtet bei OnePeterFive über sein Wirken. Hier geht´s zum Original:  klicken


"DIE TUGENDEN DES SELIGEN PAPSTES INNOZENZ XI"

Vor dreihundertfünfzig Jahren, am 21. September 1676, wurde Benedetto Odescalchi, ein gebürtiger Einwohner von Como in Norditalien, nach einem fast fünfzig Tage dauernden Konklave zum Papst gewählt und nahm den Namen Innozenz XI. an.

Die feierliche Krönung am 4. Oktober im Petersdom war ein Moment außergewöhnlicher musikalischer Pracht. Wie Stefano Gizzi anmerkt, erklang während des Fußkusses und der Schlüsselübergabe die majestätische Motette „ Tu es Petrus“ , vermutlich von Giovanni Pierluigi da Palestrina (†1594), durch den Dom. Den musikalischen Höhepunkt der Feier bildete die Motette „ In Diademate Capitis Aaron“ von Felice Anerio (†1614) während des Offertoriums , während der abschließende Segen von der Loggia aus durch Palestrinas fünfstimmige Polyphonie Corona aurea super caput ejus“ geweiht wurde.

Das Pontifikat Innozenz’ XI., das über zwölf Jahre währte, hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in der Kirche. Drei Jahrhunderte später, im Jahr 1956, feierte Papst Pius XII. (†1958) die Seligsprechung des in Como geborenen Papstes und hob in einer leidenschaftlichen Radioansprache aus Castel Gandolfo hervor, wie „die Heiligkeit Innozenz’ XI. unmittelbar nach seinem Tod nicht nur von den katholischen Gläubigen, sondern auch von vielen Nichtkatholiken verkündet wurde.“ 

Trotz dieses sofortigen Rufs der Heiligkeit verzögerten andere Erwägungen seinen Weg zum Altar, die erst durch sorgfältige historische Forschung endgültig geklärt wurden.

Pius XII. hob die Tugenden hervor, die Odescalchi auszeichneten : Demut, Askese und Hingabe an die Armen. „Er lebte in Einfachheit, fernab jeglichen Luxus, und in seiner Demut suchte er nie im Mittelpunkt zu stehen“, bemerkte der Papst. „Er liebte die Armen und half ihnen mit väterlicher Zärtlichkeit und schonte weder seine Kraft noch seinen Besitz.“

Neben seiner persönlichen Askese war Innozenz XI. ein unermüdlicher Reformer. Er arbeitete daran, die Römische Kurie effizienter und nüchterner zu gestalten, bekämpfte Vetternwirtschaft und ernannte Bischöfe von vorbildlicher Tugend. Pius XII. erinnerte sich an ihn als einen Papst, der „die Würde und Effizienz der Römischen Kurie wiederherstellen wollte, Vetternwirtschaft bekämpfte und würdige und vorbildliche Bischöfe auswählte“

.Seine Entschlossenheit zeigte sich auch im Umgang mit politischen Mächten, insbesondere mit Ludwig XIV. (†1715) von Frankreich. Innozenz XI. widersetzte sich mutig den Ansprüchen des Absolutismus: „Er wehrte sich entschieden gegen die Anmaßungen absoluter Macht, nicht aus Rebellion, sondern aus Treue zum von Christus empfangenen Auftrag.“

Welche Normalität?

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican stellt A.Gagliarducci sich die Frage, welche Normalität Papst Leo XIV anstrebt. Hier geht´s zum Original:  klicken

                               "LEO XIV, WELCHE NORMALITÄT?"

Die Nachricht, daß Leo XIV beschlossen hat, die von Papst Franziskus angeordnete  Gehaltskürzung für die Kardinäle zurückzunehmen, hat eine größere symbolische Wirkung erzielt, als man annehmen konnte.

Während der Covid-19-Pandemie und der Wirtschaftskrise hat Papst Franziskus die Gehälter der Kardinäle, den sog. Kardinalsteller- gekürzt und das hat Schlagzeilen gemacht. 

Leo XIV bringt die Normalität zurück und das kann in der Diskussion nur zu zwei Rückschlüssen führen, entweder hat der Papst die Dinge zur Normalität zurückgebracht, nachdem die Krisensituation zu Ende ist, oder er widerruft das vorangegangene Pontifikat und stellt die Privilegien der Kardinäle wieder her. 

Diese beiden Interpretationen erklären jedoch wahrscheinlich nicht ganz, was heute passiert.
Leo XIV ist kein Mann radikaler Veränderungen und er will sich sicher nicht als der PApst positionieren, der die Kontinuität zu seinen Vorgängern, insbesondere seinem unmittelbaren Vorgänger, Franziskus, unterbrochen hat.

Aber er zeigt als ein Papst mit eigenem Pragmatismus, der es ihm erlaubt, bestimmte Maßnahmen "anzupassen". 

Franziskus hat tatsächlich nicht nur die Gehälter der Kardinäle gekürzt. Er ordnete zudem an, dass alle für die ihnen aufgrund ihres Amtes zugewiesenen Wohnungen eine marktübliche Miete zahlen müssen – womit er unmissverständlich signalisierte, dass er den Kardinälen ihre Privilegien entziehen und – auch in ihren Lebensumständen – nah bei den Menschen bleiben wollte.

Obwohl diese Entscheidungen ein erhebliches Medienecho hervorriefen, offenbarten sie auch die Tendenz, die Führungskräfte der Kirche zu Sündenböcken für alle Übel zu machen.

Das vatikanische System wurde nämlich nicht geschaffen, um Einzelne zu bereichern oder Privilegien zu verteilen. Vielmehr sollte es allen, die im Vatikan arbeiten, ein würdevolles Leben ermöglichen. Die Gehälter im Vatikan sind nicht besonders hoch; das gilt auch für die Bezüge der Kardinäle.

Sonntag, 20. September 2026

Angelus

auf dem Petersplatz 

               

vaticannnews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese. Hier geht´s zum Original:  klicken    

                                  Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag! 

Durch den Mund des Propheten Jesaja gibt uns der Herr in der heutigen Liturgie einen bedeutenden Grund zur Hoffnung, wenn er uns sagt, dass seine Gedanken nicht unsere Gedanken und seine Wege nicht unsere Wege sind (vgl. Jes 55,8). Ja, Gottes Pläne sind unendlich viel größer und, sagen wir ruhig, „menschlicher“ als das, was wir von der Sünde gezeichnete Männer und Frauen begreifen und realisieren können. Deshalb ergeht an uns der Aufruf des Propheten, der heute aktueller ist denn je: unsere verkehrten Wege zu verlassen und umzukehren zum Herrn, der Barmherzigkeit und Vergebung ist . 

Im Evangelium beschreiben die Gleichnisse Jesu das Neue, das Gott für uns bereithält, aber oft zeigen sie auch unseren Widerstand gegen eine großzügigere Gerechtigkeit und eine größere Liebe. Heute etwa hören wir die Geschichte von den Arbeitern, die zur Arbeit in den Weinberg gerufen werden (vgl. Mt 20,1-16): die einen für den ganzen Tag, die anderen nur für ein paar Stunden, wieder andere erst kurz vor Sonnenuntergang. Doch die zentrale Stelle des Gleichnisses ist der Augenblick der Entlohnung, als der Gutsherr gegenüber den Arbeitern der ersten Stunde Wort hält und sie wie vereinbart bezahlt, aber möchte, dass sie seine Güte erkennen, und die Letzten – vor ihren Augen – genauso behandelt wie sie

Ein Detail dürfen wir nämlich nicht übersehen. Der Herr gibt dem Verwalter eine genaue Reihenfolge vor: Die Arbeiter sollen »angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten« bezahlt werden (Mt 20,8). Die ablehnende Reaktion derer, die den ganzen Tag gearbeitet hatten, hätte also leicht vermieden werden können, doch sie ist beabsichtigt, denn die Offenbarung der Güte Gottes gilt für alle, nicht nur für einige

„Wir alle gewinnen jedoch an Freude, Verständnis und Zukunft, wenn das Gesetz der Liebe das Gesetz des Kalküls aufbricht“

Gott hat andere Wege und neue Gedanken auch für jene, die sich für die Ersten halten und glauben, sie hätten das, was sie sind, verdient und das erreichte Ergebnis stünde ihnen zu. Wir alle gewinnen jedoch an Freude, Verständnis und Zukunft, wenn das Gesetz der Liebe das Gesetz des Kalküls aufbricht, wenn die Erfahrung des Erbarmens die des Verdienens weitet, wenn das Geschenk des Friedens Rivalitäten aufhebt und uns in Dankbarkeit einander näherbringt. 

Brüder und Schwestern, es ist eine Gnade, Mitarbeiter Gottes zu sein, in seinem Weinberg zu arbeiten, seinem Reich der Gerechtigkeit und des Friedens zu dienen! Dort, wo das Neue hereinbricht, das Gott für uns bereithält, ist kein Platz für Neid und Spaltung. Lasst uns also den Herrn suchen, solange er sich finden lässt, lasst uns ihn anrufen, solange er nahe ist; und verlassen wir unsere verkehrten Wege und unsere ungerechten Gedanken (vgl. Jes 55,6-7)!

Blicken wir auf unsere heilige Mutter: Sie ist ein Geschöpf wie wir, aber ohne Makel; deshalb hilft sie uns, auf Gott zu hoffen und uns seiner Barmherzigkeit anzuvertrauen, damit seine Wege zu unseren Wegen und seine Gedanken zu unseren Gedanken werden." 

Quelle: vaticannews

In Illo Tempore

Fr. John Zuhlsdorf setzt bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken

 "IN JENER ZEIT: DER 17. SONNTAG NACH PFINGSTEN"

Der September galt als der alte „siebte Monat“, und in Rom stand die Ernte im Mittelpunkt des kirchlichen Gebets. Die Felder werden eingebracht, das Jahr neigt sich dem Ende zu, und die Liturgie nimmt jene herbstlichen Töne an, die mit jedem Sonntag stärker in den Vordergrund treten: Gericht, Beharrlichkeit, das Ende der Zeit, die Sammlung des Volkes Gottes. Der 17. Sonntag nach Pfingsten folgt im traditionellen römischen Kalender unmittelbar auf die Quatembertage im Herbst, jene alten Tage des Fastens, des Gebets, des Dankes und der Ordination, die den Wechsel der Jahreszeiten heiligen. 

Vor diesem Hintergrund beginnt der Introitus mit Psalm 118: „ Iustus es, Domine, et rectum iudicium tuum … Du bist gerecht, Herr, und dein Urteil ist richtig“, und der Psalmvers fügt hinzu: „ Beati immaculati in via … Wohl denen, die unbefleckt auf dem Weg sind.“ Ein Weg ist vor uns. Wir sollen ihn unbefleckt beschreiten. 

Dann folgt eines jener knappen römischen Kollekten, die mit wenigen Worten eine ganze Theologie eröffnen können:

Da, quaesumus, Domine, populo tuo
diabolica vitare contagia:
et te solum Deum pura mente sectari.

Gewähre, wir bitten Dich, o Herr, Deinem Volk,
dass es sich von teuflischer Verunreinigung fernhalte
und Dir, dem einzigen Gott, mit reinem Herzen folge.

S^^    o dicht. So römisch. 

Der Dreh- und Angelpunkt liegt in diesen beiden gegensätzlichen Bewegungen, vitare und sectari . Vitare bedeutet „meiden, ausweichen, fliehen“. Sectari , ein Deponensverb mit aktiver Bedeutung, bedeutet „eifrig folgen, verfolgen, begleiten“. Das christliche Leben hat somit eine Richtung. Etwas muss gemieden und jemandem muss gefolgt werden. Dazwischen steht der Zustand der Seele: Ansteckung auf der einen Seite, Reinheit auf der anderen. 

Contagio kann einfaches „Kontakt“ bedeuten, dann aber auch „Infektion, Verunreinigung, Kontamination“ oder sogar „verderbliche Gemeinschaft“. Purus bedeutet „rein, unvermischt, unbefleckt“. Mens ist vielschichtiger als unser deutsches „mind“ (verstanden). Im Kontext kann es „Intellekt, Veranlagung, Herz, Seele, das Innere des Menschen“ umfassen. Die Bitte erbittet Gott, sein Volk zu befähigen, alles zu meiden, was das innere Leben verunreinigt, und sich ihm allein, ganz und ungeteilt, anzuschließen. 


Dieses „allein“ zählt. Te solum Deum . Das Gebet klingt wie das erste Gebot und das Schma Jisrael (vgl. Dtn 6). Es bereitet uns auch auf das Evangelium vor, in dem der Gesetzeslehrer Christus um das größte Gebot bittet und die Antwort erhält: Liebe Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. 

Über das Wirken der Bischöfe in der Gegenwart...-

Mario Galgano berichtet bei Vatican News über ein Schreiben, mit dem sich Papst Leo an die Bischöfe Südamerikas und der Karibik gewandt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"LEO ZIEHT LEHREN AUS DEM INGRESSRITUS FÜR DEN BISCHÖFLICHEN DIENST"

beginnt der Bericht so-ZITAT

"Anlässlich des dreihundertsten Jahrestages der Heiligsprechung des heiligen Turibio von Mogrovejo hat Papst Leo XIV. ein Schreiben an die Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik gerichtet. Darin nutzt das Oberhaupt der katholischen Kirche die einzelnen Stationen des Ingresses (auch Possessio genannt) – des feierlichen Empfangs eines Bischofs an der Tür seiner Kathedrale – als metaphorischen und praktischen Leitfaden für das bischöfliche Wirken in der Gegenwart." (...)

Quelle: M. Galgano, vaticannews

Samstag, 19. September 2026

Päpstlicher Empfang

 für die Paralympischen Sportler

           

Weniger und mehr

Vaticannews berichtet weiterhin über das Treffen des Hl. Vaters mit den Priestern seiner römischen Diözese. Hier geht´s zum Original:  klicken

PAPST RUFT DIE DIÖZESE ROM ZUR PASTORALEN EVALUIERUNG AUF: "MACHT WENIGER UND MACHT ES BESSER:"

Zum Auftakt des neuen Pastoraljahres der Diözese Rom ruft der Papst zu einem gemeinsamen Prozess der pastoralen Evaluation auf, der die Begegnung mit Christus, die Gemeinschaft und den Dienst an der Stadt in den Mittelpunkt stellt.

Papst Leo XIV. hat das Bistum Rom dazu aufgerufen, das neue Pastoraljahr mit einer Phase des Zuhörens, der Reflexion und der Bewertung der eigenen Aktivitäten zu beginnen, anstatt einfach neue Initiativen zu starten.

In seiner Ansprache vor der Diözesanversammlung in der Lateranbasilika am Freitag erklärte der Papst, er präsentiere kein neues Pastoralprogramm, sondern schlage eine gemeinsame Methode der „Pastoral Evaluation“ vor.

Der Prozess, so erklärte er, bedeute, innezuhalten, das Geschehene noch einmal zu betrachten, die Früchte der Arbeit zu würdigen, zu verstehen, was nicht funktioniert hat, und gemeinsam nach den Gründen dafür zu suchen. Er solle die gesamte kirchliche Gemeinschaft einbeziehen und, wo immer möglich, auch jene anhören, die nicht regelmäßig am kirchlichen Leben teilnehmen.

„Warum eröffnen manche Initiativen neue Wege, während andere isoliert bleiben?“

„Warum weinst du? Wen suchst du?“ Papst Leo begann seine Betrachtung mit der Evangeliumserzählung von Maria Magdalena am leeren Grab am Ostermorgen. Er legte Jesu Fragen an sie – „Warum weinst du? Wen suchst du?“ – als Fragen an die Kirche und die Stadt Rom dar.

Er hob die bereits vorhandene Lebendigkeit in der Diözese hervor, darunter Pfarreien, Vereine, Bewegungen und andere kirchliche Einrichtungen, die sich der Evangelisierung, der Nächstenliebe und dem Gebet widmen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Fülle an Aktivitäten dazu führen kann, dass Gemeinden ihren evangelischen Kern aus den Augen verlieren.

Der Papst sagte, pastorales Handeln solle daher nicht einfach mit der Frage beginnen, was zu tun sei, sondern mit der Frage, wem und wie man begegnen solle.

Wenn Maria Jesus ihren Namen rufen höre, so sagte er, erkenne sie ihn. Ebenso sollten Menschen in kirchlichen Gemeinschaften nicht anonym oder unsichtbar bleiben, sondern gesehen, erkannt und mit Namen angesprochen werden. Eine authentische Begegnung mit Christus wird dann zur Quelle missionarischer Freude.

Die Kirche existiert nicht für sich selbst, sondern um jeden Menschen zur Begegnung mit dem Herrn zu führen.“

Quelle: vaticannews

Arroganz? Spalter-Gen? Gender-Ideologie versus Katholische Lehre?

Mittlerweile hat sich die Unbeugsamkeit des Hamburger Erzbischofs und seiner Mitarbeiter gegenüber den Wünschen Roms, auf die sagen wir mal kontroverse Richtlinie für die Katholischen Schulen  zur Sexualkunde zu verzichten oder sie zumindest abzuändern, bis zu den katholischen Medien herumgesprochen. Nico Spuntoni kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana. Schon der Titel läßt keine Zweifel zu. Hier geht´s zum Original: klicken

Über dem Artikel steht : "ARROGANZ"

"Zwei Briefe der Diözesanleitung, die La Bussola vorliegen, versuchen, Familien zu diskreditieren, die gegen die umstrittenen Richtlinien für den Sexualkundeunterricht an katholischen Schulen protestieren, und fordern sie auf, diese sowie die Warnungen des Vatikans zu ignorieren.

"HAMBURG: DIE PRO-GENDER ERZDIÖZES IGNORIERT ROM UND BELEIDIGT DIE FAMILIEN"

Das Erzbistum Hamburg hat seine Geheimhaltung aufgegeben und seinen fünfzehn Schulen Richtlinien für den Sexualkundeunterricht auferlegt, die mit katholischer Moral unvereinbar sind. Dieses Dokument, wie wir bereits erläutert haben, basiert selbst auf einem anderen Dokument, das im Rahmen des deutschen Synodalprozesses erstellt wurde. Trotz aller wohlklingenden Worte über Synodalität, die Zuhören und Dialog bedeutet, hat die Leitung des Erzbistums Hamburg nun die Schulen angewiesen, die Meinungen der Eltern zu ignorieren, die gegen die gendergerechten Richtlinien protestieren.

Dies geht aus einer E-Mail hervor, die Generalvikar Sascha-Philipp Geissler an die Mitarbeiter der Erzdiözese schickte und die der Zeitung „La Nuova Bussola“ vorliegt. In der Nachricht warnt der enge Vertraute von Erzbischof Stefan Heße seine Mitarbeiter vor den Aktivitäten des Elternnetzwerks für Kinderschutz und Prävention, dem rund hundert besorgte Familienmitglieder angehören, die die Einführung der Richtlinien kritisch sehen. Dies steht im krassen Gegensatz zu der von der deutschen Synode befürworteten Einbindung von Laien: Geissler empfiehlt ausdrücklich, nicht auf die E-Mails der Eltern zu antworten oder sich an Diskussionen darüber zu beteiligen. Die berechtigten Sorgen der Familien über die Gefahr einer frühen Sexualisierung von Kindern und die Einführung einer Sexualerziehung, die der christlichen Anthropologie widerspricht, werden vom Generalvikar als „Versuch, Unsicherheit und Zwietracht“ in den Schulgruppen zu säen, abgetan.

Der Geistliche verspottet auch den Heiligen Stuhl, der – wie uns ein Schreiben des Dikasteriums für Kultur und Bildung zugespielt wurde – den Eltern implizit zustimmte. Er bezog sich dabei auf die Position in dem 2019 von dem damaligen Präfekten Giuseppe Versaldi unterzeichneten Dokument mit dem Titel „Als Mann und Frau schuf er sie. Für einen Weg des Dialogs zur Geschlechterfrage in der Bildung“. Dieses Dokument verurteilt den Ansatz der Richtlinien des Erzbistums Hamburg. Kardinal Versaldi griff das Thema auch in seinem Buch „Kirche und Geschlechteridentität: Eine Methode für den Dialog zwischen Glaube und Vernunft“ (San Paolo Edizioni) erneut auf und bekräftigte die Position des Heiligen Stuhls gegen die Genderideologie, die „die Verschiedenheit und die natürliche Wechselbeziehung zwischen Mann und Frau leugnet, eine Gesellschaft ohne Geschlechterunterschiede anstrebt und die anthropologische Grundlage der Familie untergräbt“.

Papst Leo XIV an die Priester seines Bistums

 Wie Stefan von Kempis für vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV gestern Abend "sein Bistum Rom dazu aufgefordert, seine Seelsorge stärker auf die Begegnung der Menschen mit Christus auszurichten. „Manchmal häufen sich die Vorschläge, Aktivitäten und Begegnungen, und man verliert den Kern, den evangeliumsgemäßen Sinn dessen, was man tut, aus den Augen.“

"LEO XIV: "PASTORAL AUF BEGEGNUNG MIT CHRISTUS AUSRICHTEN" 

Das sagte er an diesem Freitagabend bei einer römischen Diözesanversammlung in der Lateran-Basilika, seiner bischöflichen Kathedrale. Man treffe Christus, wenn man sich von ihm beim Namen gerufen fühle, „auf welche Weise das auch immer geschehen mag“. Von hier müsse jede pastorale Aktion neu ausgehen: „Sich nicht so sehr fragen, was man tun soll, sondern eher, wem man begegnen will, und wie.“

Leo lobte bisherige Reformprozesse im Bistum; die Beschäftigung mit „geistlichen Krankheiten“ habe gezeigt, was im kirchlichen Leben korrigiert werden müsse, und die synodale Orientierung führe zu einer breiteren Mitverantwortung von Laien. Wichtig sei ihm allerdings eine dritte Dimension, nämlich eine Überprüfung der Seelsorge.

Die Seelsorge überprüfen

„Im Licht des Heiligen Geistes zu überprüfen bedeutet, innezuhalten, das Geschehene noch einmal zu betrachten, zu erkennen, was Früchte getragen hat, zu verstehen, was nicht funktioniert hat, und gemeinsam nach den Gründen dafür zu suchen. Es bedeutet, kurz gesagt, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Ich lade euch ein, diese Überprüfung unter Einbeziehung der gesamten Gemeinschaft durchzuführen und dabei, soweit möglich, auch Menschen zuzuhören, die nicht zur Gemeinschaft gehören und die Dinge sozusagen von außen betrachten.“

„Förderung unsere Aktivitäten das Wachstum im Glauben?“

Für die gewünschte Überprüfung zählte Papst Leo mehrere Kriterien auf: Die Begegnung mit Christus ermöglichen; Gemeinschaft bilden; und der Stadtgemeinschaft dienen. „Zu diesen drei Prüfkriterien kommt ein viertes hinzu, das alle anderen durchzieht: die Bildung des Volkes Gottes. Fördern unsere Aktivitäten das Wachstum im Glauben? Bilden sie missionarische Jünger aus? Tragen sie dazu bei, kirchliche Verantwortung zu entwickeln? Führen sie zu einem reifen Glauben, der sich in konkreten Entscheidungen im Leben und im Dienst niederschlägt?“

Das Herzstück der Methode, die er hier vorschlage, bestehe in dem einfachen Wörtchen „wozu“. „Es geht darum, gemeinsam innezuhalten und sich bei allem, was wir tun, zu fragen: Warum tun wir das? Welche evangelische Absicht bewegt uns, auf welches tatsächliche Bedürfnis wollen wir eingehen, inwiefern entspricht diese Entscheidung dem Auftrag der Kirche? Dann der zweite Schritt: Warum erzielen wir diese Ergebnisse und keine anderen? Warum führen manche Initiativen zu neuen Wegen, während andere isoliert bleiben? Warum beteiligen sich manche Menschen, während andere am Rande stehen bleiben?“

Niemand trägt seine Last allein

Der Papst bedankte sich ausdrücklich bei allen geweihten Amtsträgern in seinem Bistum: Das sei „nicht bloß eine Formalität“. Er wisse, dass der pastorale Dienst heute anstrengender sei als früher; darum ermutige er dazu, die Last nicht allein zu tragen. „Niemand ist dazu berufen, alles allein zu machen. Das Presbyterium ist nicht die Summe der Priester, die sich aus organisatorischen Gründen treffen, sondern eine brüderliche Gemeinschaft.“

Quelle: S.v.Kempis, vaticannews

Freitag, 18. September 2026

Veni Creator Spiritus

Eröffnung des Kirchenjahres der Diözese Rom in San Giovanni in Laterano in Anwesenheit des Hl. Vaters

             

Späte Einsicht

Wie der Lambeth Palace des Erzbistums Canterbury auf seiner offiziellen Website bekannt gibt, hat  Erzbischöfin Sarah entschieden, den Hubert-Walter-Preis für Versöhnung und interreligiöse Zusammenarbeit, mit dem sie Imam Maulana Hafiz M.T.M. Asrafi,am 11.9.  ausgezeichnet und damit viel Aufsehen erregt hat, zurückzuziehen.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Quelle: Lambeth Palace Archibishopry of Canterbury