Freitag, 11. September 2026

25 Jahre danach

Alessandro Ginotti veröffentlicht anläßlich des 25. Jahrestages von 9 /11 bei vaticannews ein Interview mit dem damaligen Einsatzleiter der New Yorker Feuerwehr, der auch auf die vielen Opfer hinweist, die in den Jahren nach dem Anschlag an Folgekrankheiten erkrankten und starben.                    Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

9/ 11. "EIN TAG, AN DEM WIR ETWAS ZURÜCKGEBEN" 

beginnt das Interview so - ZITAT

"25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 spricht Vatican News mit Daniel Nigro, dem ehemaligen Einsatzleiter der New Yorker Feuerwehr. Am Tag des Anschlags auf das World Trade Center hatte er die Einsatzleitung. Er erinnert sich an das Chaos jenes Morgens, an die Feuerwehrleute, die ihr Leben verloren, und an die persönlichen Geschichten, die bis heute im Gedächtnis New Yorks verankert sind." (....)

Quelle: A. Ginotti, vaticannews 

Wir haben nicht vergessen,

was heute vor 25 Jahren, am 11.9. 2001, passiert ist - und gedenken der Opfer, die ihr Leben bei dem Terroranschlag verloren, als die beiden von islamistischen Terroristen entführten und gesteuerten Flugzeuge in die Türme des WTC flogen und zwei weitere, die zu anderen Zielen unterwegs waren, abstürzten

🙏 Herr, gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen. Laß sie ruhen in Frieden! 🙏

Donnerstag, 10. September 2026

Sehr alte Musik...


               

Fundstück

ewtn-news berichten von der Audienz des Hl. Vaters für die neuen Bischöfe.
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"Der Heilige Vater empfing 147 Bischöfe aus fünf Kontinenten, die an einem Ausbildungskurs für neue Bischöfe in Rom teilnahmen."

Unter dem Titel:

"PAPST ZU DEN NEUEN BISCHÖFEN: IHRE MISSION IST ES "BEI JESUS ZU BLEIBEN"

beginnt der Bericht so - ZITAT 

"Papst Leo XIV. sagte, die erste Aufgabe, die Bischöfe vor jeder anderen Verantwortung stellen müssten, sei es, „bei Jesus zu bleiben“, denn, betonte er, „wir sind Bischöfe, aber in erster Linie sind wir Jünger.“

„Um über ihn zu sprechen, müssen wir bei ihm sein; um sein Volk zu führen, müssen wir uns jeden Tag von ihm führen lassen. Unter den vielen Aufgaben, zu denen ihr als Bischöfe berufen sein werdet, ist dies die wichtigste“, erklärte er." (...)

Quelle: ewtnnews

Die Päpste und 9/11

 

              

Mittwoch, 9. September 2026

Die Katechese

vaticannews veröffentlicht den Text der Katechese des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz.        Hier geht´s zum Original: klicken

"WORTLAUT DER KATECHESE VON PAPST LEO XIV BEI DER GENERALAUDIENZ"

Brüder und Schwestern,

guten Tag und herzlich willkommen!

Die Konzilskonstitution „Gaudium et spes“ (GS) widmet das erste Kapitel der Würde des Menschen und betont, dass diese die Grundlage und Voraussetzung ist für „jene Werte, die heute besonders in Geltung sind“, die jedoch die Verbindung zu ihrem „göttlichen Ursprung“ nicht verlieren dürfen, um sich möglichen Verzerrungen durch die „Verderbtheit des menschlichen Herzens“ zu entziehen (GS, 11)

Der Weg, der es ermöglicht hat, die wesentlichen Merkmale und Grundrechte der Würde des Menschen hervorzuheben, steht sicherlich für einige der bedeutendsten Seiten der Menschheitsgeschichte. Dennoch ist der Weg, den zu gehen es gilt, noch nicht am Ende und muss alte wie neue Widersprüche angehen, die seine vollständige Verwirklichung behindern.

Die Kirche bietet klar ihren Beitrag an, indem sie daran erinnert, dass die Menschenwürde aus dem Wesen der Person selbst entspringt. Ich hatte Gelegenheit, dies auch in der jüngsten Enzyklika ,Magnifica humanitas` zu bekräftigen: „Jeder Mensch ist von Gott erdacht und gewollt, um in Gemeinschaft mit Ihm, mit den anderen und mit der Schöpfung zu treten. Seine Würde hängt nicht von seinen Fähigkeiten, seinem Reichtum oder der Position ab, die er einnimmt, noch von den richtigen oder falschen Entscheidungen, die er trifft, vielmehr ist sie ein Geschenk, das ihm vorausgeht und ihn übersteigt, und Ausdruck der nie endenden Liebe Gottes ist“ (Nr. 50).

Die unendliche Würde des Menschen gründet sich also in seiner Identität als Geschöpf, das „nach dem Bild Gottes“ geschaffen wurde, fähig, seinen Schöpfer zu erkennen und zu lieben –ein Plan und ein Geschenk der Liebe, die über die anderen geschaffenen Realitäten hinausgeht, die seiner Obhut anvertraut sind, um sie „in Verherrlichung Gottes zu beherrschen und zu nutzen“ (GS, 12).

Im Glauben können wir die letzte Grundlage der Würde des Menschen begreifen, da der Sohn, „in der Offenbarung des Geheimnisses des Vaters und seiner Liebe dem Menschen den Menschen selbst voll kund macht und ihm seine höchste Berufung erschließt“ (Nr. 22).

Menschsein heißt immer Beziehung, Gemeinschaft und Teilhabe mit Gott und den anderen; es ist also eine kindliche Beziehung zu Gott, dem Vater, und eine geschwisterliche Beziehung zu Christus und zu allen Menschen. Das schließt selbstbezogene Verschlossenheit aus. Ein Mensch zu sein bedeutet, sich selbst als ein Geschenk zu begreifen, das es mit anderen zu teilen gilt, und das durch Aufnahme, in Gegenseitigkeit und im Dienst wächst und reift.

Die Würde des Menschen liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen; zugleich erfordert sie aber auch Solidarität und gegenseitige Fürsorge, um die zahlreichen Verfälschungen und Manipulationen zu überwinden, die bis heute die Wahrnehmung dieser Würde verzerren und ihre Verwirklichung behindern. Tatsächlich ist aufgrund der Entscheidungen, die im Laufe der Geschichte gegen seine Würde getroffen wurden, der Mensch auch heute noch „in sich selbst zwiespältig“, und „deshalb stellt sich das ganze Leben der Menschen, das einzelne wie das kollektive, als Kampf dar, und zwar als einen dramatischen, zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis“.

Dieser zerbrechliche und begrenzte Zustand kann jedoch mit Hoffnung betrachtet werden, denn „der Herr selbst ist gekommen, um den Menschen zu befreien und zu stärken, indem er ihn innerlich erneuerte und ‚den Fürsten dieser Welt` (Joh 12,31) hinauswarf, der ihn in der Knechtschaft der Sünde festhielt“ (GS, 13).

Die Konstitution „Gaudium et spes“ bekräftigt zudem, dass die Menschenwürde die gesamte Person umfasst und daher dualistische Sichtweisen überwunden werden müssen: Der Mensch ist „in Leib und Seele einer“. Die Reduzierung des Körpers auf ein „Objekt“, über das man willkürlich verfügen kann, ist stets eine Verleugnung der Menschenwürde: „Das leibliche Leben darf also der Mensch nicht geringachten“, und man muss „seinen Leib als von Gott geschaffen und zur Auferweckung am Jüngsten Tage bestimmt“ betrachten, wobei darauf zu achten ist, dass er nicht zum Sklaven der „bösen Neigungen seines Herzen“ (GS, 14) wird, da wir alle von der Sünde gezeichnet sind.

Schließlich gibt es drei besonders bedeutende Ausdrucksformen der Würde des Menschen, die „Gaudium et spes“ nennt: Die Intelligenz, die den Menschen zu einem unersättlichen Sucher der Wahrheit macht (Nr. 15); das Gewissen, durch das er seinem Leben Einheit und Sinn verleiht (Nr. 16); und die Freiheit, die ihn zum verantwortungsbewussten Akteur seiner eigenen Entscheidungen macht (Nr. 17). Es sind Dimensionen, die eng miteinander verknüpft sind: Im Gewissen wird die Wahrheit als solche erkannt, und die Freiheit kann sie als ihre Grundlage und Möglichkeit spüren. Der Heilige Geist, der in Christus Leben schenkt, macht uns frei und versichert uns stets unserer Würde als Kinder Gottes, er befreit uns von Angst und führt uns zum endgültigen Ziel: Jenem Leben in Fülle jenseits des Todes, das Christus uns versprochen hat:

Nur in Ihm findet das Geheimnis des Menschen wahres Licht, von Ihm erhalten wir Erleuchtung über das Geheimnis des Leids und des Todes, und mit Ihm gehen wir der Auferstehung entgegen.

Liebe Brüder und Schwestern, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes, durch Christus und im Hinblick auf Ihn, haben wir eine einzigartige und unauslöschliche Würde empfangen. Setzen wir uns dafür ein, diese Würde stets zu fördern und zu verteidigen - mit dem Licht und der Kraft des Evangeliums."

Quelle: vaticannews

Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

               

Dienstag, 8. September 2026

Kardinal Brandmüller - über die Synodalität

Sandro Magister berichtet bei diakonos / settimo cielo darüber und kommentiert, was Kardinal Walter Brandmüller zur Synodalität zu sagen hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS RÄTSEL DER "SYNODALITÄT". KARDINAL BRANDMÜLLER ERKLÄRT, WIE MAN DEN FALLEN DES MEPHISTOPHELES ENTGEHT"

Ein Begriff prägt seit Jahren die Diskussionen innerhalb der Kirche, doch seine Bedeutung bleibt unklar. Tatsächlich wird sie im Zuge der von Franziskus angestoßenen und seinem Nachfolger Leo hinterlassenen Debatte immer unklarer. Seit 2021 findet eine mehrstufige Synode zu diesem Thema statt, deren Ende noch ungewiss ist.

Es handelt sich um den Begriff „Synodalität“. Er leitet sich von „Synode“ ab, einer Institution, die auf die frühen Jahrhunderte der Kirche zurückgeht und ursprünglich nur aus Bischöfen bestand. Heute möchten viele sie jedoch auf mehr Mitglieder in verschiedenen Formen ausweiten, so als wäre die Kirche eine moderne Demokratie, in der jeder auch in Glaubensfragen mitbestimmen darf.

Seit einiger Zeit fordern Bischöfe und Kardinäle jedoch immer lauter Klarheit, um diese Verwirrung zu beseitigen. Papst Leo zeigt, dass er diese Forderungen ernst nimmt, indem er gegensteuert. Nicht lautstark, aber durch Taten.

Einerseits verweigerte er den deutschen Bischöfen – Monate nach deren Antrag – seine Zustimmung zur Einrichtung einer ständigen „Synodenkonferenz“. Diese sollte aus 27 Bischöfen, 27 Mitgliedern des Komitees der deutschen katholischen Laien und 27 weiteren gewählten Katholiken bestehen, die alle über gleiches Stimmrecht und nicht nur beratende, sondern auch beschließende Befugnisse in „wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überbischöflicher Relevanz“ verfügen sollten. Die für den 6. November in Stuttgart geplante erste Sitzung dieses Gremiums wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, die wohl nie eintreten wird.

Neben der Eindämmung der Neuerungen zeigt Leo aber auch sein Bestreben, die traditionellen Synoden klassischen Stils zu stärken, etwa jene, die ausschließlich aus Bischöfen der katholischen Ostkirchen, einschließlich der großen Erzbistümer wie in der Ukraine, bestehen. Mit einem Motu proprio vom 29. August erweiterte der Papst die Entscheidungsbefugnis dieser Synoden auf die Absetzung ihrer jeweiligen Patriarchen, falls „das heilige Band zwischen dem ‚pater et caput‘ und den anderen Bischöfen irreparabel beschädigt sein sollte“.

Tatsache bleibt jedoch, dass die breite Masse der Gläubigen, die sich mit diesem Thema der Synodalität auseinandersetzen, weder begeistert noch mobilisiert wird. Sie sind der anhaltenden Diskussion über dieses verwirrende Thema völlig gleichgültig.

Doch hier, mit diesem Text in Settimo Cielo, ertönt eine Stimme von kristallklarer Deutlichkeit, die in wenigen Worten und mit scharfen historischen Bezügen endlich darlegt, was eine authentische „Synode“ in der Kirche ist und sein sollte.

Es ist die autoritative Stimme von Kardinal Walter Brandmüller, der mit seinen 97 Jahren auf dem Höhepunkt seiner beeindruckenden Reife und seiner anerkannten Expertise als Kirchenhistoriker spricht.

Gute Lektüre!

Gestern in Genazzano

 

              

Hl.Messe in Genazzano

 zum Fest Mariae Geburt

                

Die Predigt des Hl. Vaters im Wortlaut - veröffentlicht bei vaticannews

Liebe Brüder und Schwestern,

wie ihr euch erinnert, habe ich bereits „in den ersten Tagen meines Pontifikats die Pflicht und einen tiefen Wunsch verspürt, nach Genazzano zu kommen, zum Heiligtum der Madonna del Buon Consiglio, die mich während meines ganzen Lebens mit ihrer mütterlichen Gegenwart, mit ihrer Weisheit und mit dem Beispiel ihrer Liebe zu ihrem Sohn begleitet hat, der immer im Mittelpunkt meines Glaubens steht“ (Eintrag im Gästebuch des Heiligtums, 10. Mai 2025).


Mit Freude bin ich wieder hier, um mit euch am Vorabend der Geburt der Allerheiligsten Jungfrau zu feiern und der Bambina Maria das anzuvertrauen, was in dieser armen und zugleich großartigen Menschheit das anzuvertrauen, was noch immer entsteht: zerbrechlich wie ein junger Spross und doch ein Zeichen der Treue Gottes. 


Ja, Maria ist die Morgenröte eines anderen Tages, unserer Welt, die endlich vom Bösen befreit ist. Und wir sind hier bei ihr, um den Altar versammelt, von dem aus das Heil zu uns kommt und uns verwandelt, damit wird Kinder an Sohnesstatt werden. Bitten wir sie um ihren guten Rat, damit wir das göttliche Wort aufnehmen, es in uns bewahren und es durch mutige und weise Entscheidungen, durch echte Bekehrung, ans Licht bringen.


Liebe Schwestern und Brüder, an diesem Ort mit seiner alten augustinischen Tradition möchte ich die eben verkündeten biblischen Texte noch einmal betrachten, mit Hilfe des heiligen Thomas von Villanova, eines Augustinerbruders und Bischofs, der sein Leben dem Dienst an den Armen widmete und tief in die Wahrheit des Glaubens eindrang.


Er verstand das Paradox der Kleinheit und, so könnte man sagen, der Bedeutungslosigkeit Marias, die doch im Heilsplan Gottes ins Zentrum gestellt wurde.


Fragen wir uns: Was konnte zur Zeit Joachims und Annas die Geburt eines Mädchens bedeuten?

Warum, so frage ich mich, wird uns nicht geschildert, wie sie empfangen wurde?


Der heilige Thomas von Villanova geht dieser Frage auf den Grund. Er schreibt: „Oft habe ich darüber nachgedacht und mich gefragt, warum die Evangelisten, die so ausführlich über den heiligen Johannes den Täufer und die Apostel berichtet haben, uns die Geschichte der Jungfrau Maria, die alle anderen in ihrer Lebensgeschichte und ihrer persönlichen Größe überragt, so knapp erzählen. Warum, so frage ich mich, wird uns nicht geschildert, wie sie empfangen wurde, wie sie geboren und erzogen wurde, welche Gewohnheiten sie hatte, welche Tugenden sie schmückten, welche menschliche Beziehung sie zu ihrem Sohn pflegte, wie sie mit ihm umging, wie sie nach seiner Himmelfahrt mit den Aposteln lebte? All dies war wichtig, und die Gläubigen hätten es mit besonderer Hingabe gelesen; auch das einfache Volk hätte daran Gefallen gefunden. O ihr Evangelisten, ich wende mich an euch! Warum habt ihr uns durch euer Schweigen einer so großen Freude beraubt? Warum habt ihr so freudige, so erwartete, so angenehme Einzelheiten ausgelassen?“ (Gesammelte Werke VII, 266,8)


Montag, 7. September 2026

400 Jahre: Päpste in Castel Gandolfo

Antonella Palermo berichtet bei vaticannews über die 400 Jahre päpstlicher Anwesenheit in Castel Gandolfo und dessen Bedeutung für die Menschen und das Land. Hier geht´s zum Original: klicken

"CASTEL GANDOLFO: 400 JAHRE PÄPSTLICHER FÜRSORGE FÜR LAND UND LEUTE"

Im Anschluss an die Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Sebastian, des Schutzpatrons von Castel Gandolfo, spricht Pfarrer Tadeusz Rozmus – Pfarrer der Kirche San Tommaso da Villanova – über die Verbundenheit zwischen der Stadt vor den Toren Roms und den zahlreichen Päpsten, die sich seit 400 Jahren dazu entschlossen haben, Zeit in der Sommerresidenz zu verbringen.

In Castel Gandolfo stand die Nacht vom 5. September im Zeichen der Feierlichkeiten: Die Einwohner versammelten sich zu einer feierlichen Eucharistiefeier zu Ehren des Stadtpatrons, des heiligen Sebastian. Der von Monsignore Angelo Pennazza – Bischofsvikar und Pfarrer von St. Josef in Pavona – geleitete Gottesdienst schloss mit einer Prozession, bei der die Reliquien des Heiligen mitgeführt wurden.

Am Nachmittag des 6. September lässt ein historischer Festzug mit Kostümen aus dem 17. Jahrhundert und rund dreißig historisch gewandeten Teilnehmern die Atmosphäre von vor vier Jahrhunderten wiederaufleben – jener Zeit, als die Ankunft von Papst Urban VIII. in der Kutsche die Einweihung der päpstlichen Sommerresidenz markierte. Diese besondere Feier wurde anlässlich des Jubiläums gemeinsam von der Gemeinde, der päpstlichen Pfarrei und dem Lokalhistoriker Luciano Mariani organisiert.

Pater Tadeusz Rozmus, Pfarrer von San Tommaso da Villanova – der Kirche direkt neben dem Palazzo Barberini –, berichtet Vatican News von der Geschichte dieser Orte, die vielen Päpsten am Herzen lagen. Von der Kirchenterrasse aus lässt sich ein spektakulärer Ausblick genießen: auf den Monte Cavo, einen erloschenen Vulkankegel, der seit 10.000 Jahren nicht mehr aktiv ist. Mit einer Höhe von fast 1.000 Metern ist er der zweithöchste Berg der Albaner Berge im Regionalpark Castelli Romani und überblickt den prächtigen Albaner See.

Vom Aufenthalt Urbans VIII. bis zum Segelboot Alexanders VII.

Im Jahr 1596, während des Pontifikats von Papst Clemens VIII., beschlagnahmte die Apostolische Kammer das Lehen und die Burg der Familie Savelli, nachdem diese hohe Schulden angehäuft hatte. Auf Veranlassung Urbans VIII. wurde das Anwesen eingegliedert und zwischen 1624 und 1626 nach Entwürfen von Carlo Maderno umgebaut; es entwickelte sich zur historischen Sommerresidenz zahlreicher Päpste.

Der Überlieferung nach war am Morgen des 10. Oktober 1626 in Rom Kanonendonner zu hören, während eine päpstliche Kutschenprozession den Papst bei seinem Einzug in Castel Gandolfo begleitete. Ein Ort von großer natürlicher Schönheit, der schon römische Kaiser angezogen hatte, entwickelte sich zu einer päpstlichen Residenz, an der man reine Luft atmen und der drückenden Sommerhitze der Ewigen Stadt entfliehen konnte.

Papst Alexander VII. hegte eine besondere Vorliebe für dieses Gebiet, erinnert sich Pater Rozmus. „Er brachte viel neues Leben hierher. An der Stelle einer bereits existierenden kleinen, dem heiligen Nikolaus geweihten Kirche ließ er die Kirche des heiligen Thomas von Villanova errichten, die er 1661 selbst weihte. Damals waren die Augustiner für die Seelsorge zuständig; später kamen die Salesianer hinzu. Man erzählt sich auch, dass er als Erster eine sogenannte Brigantine – ein zweimastiges Segelschiff – hierher brachte und damit auf dem See fuhr.“

Die Lehre der KIrche und die ´Zivilisation des Todes

 In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican befaßt sich A. Gagliarducci mit der "Zivilisation des Todes" die sich sowohl in Form von Euthanasiegesetzen als auch Propagierung der Abtreibung-teilweise bis zur Geburt- wieder weltweit manifestiert. Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEO XIV : WIE AUF DIE ZIVILISATION DES TODES ANTWORTEN?" 

Ein Thema lauert im Hintergrund aller größeren Diskussionen um die Katholische Kirche: das Leben.

Manche behaupten, Gespräche über Leben und Familie seien nicht mehr zeitgemäß; man solle sich eher auf gesellschaftliche Fragen als auf Prinzipien konzentrieren, und auch die katholische Kirche solle weniger Wert auf Prinzipien legen und sich stattdessen stärker der Hilfe für die Menschen widmen.

Die Frage des Lebens ist jedoch von solch gewaltiger Kraft und Dringlichkeit, dass sie nicht ignoriert werden kann – und von Leo XIV. gewiss auch nicht ignoriert werden wird.

Der Papst reist Ende September nach Frankreich. Frankreich erlebt auf interessante Weise eine christliche Wiedergeburt. Die Wallfahrt von Paris nach Chartres – eine Initiative, die vor etwa vierzig Jahren von einer Vereinigung traditionsbewusster Katholiken wiederbelebt wurde – verzeichnet beachtliche Teilnehmerzahlen, die stetig wachsen.

Auch die Zahl der Erwachsenentaufen in der Osternacht nimmt beständig zu; dies geschieht in einem solchen Ausmaß, dass die Île-de-France – jene kirchliche Region, zu der auch das Erzbistum Paris gehört – einen Sonderrat einberufen hat, um den Ursachen dieser Glaubenswiedergeburt auf den Grund zu gehen.

Leo XIV. wird jedoch auf französischem Boden eintreffen, nachdem ihm am Vorabend seines Besuchs ein „Geschenk“ zuteilwurde: ein neues Gesetz zur Sterbehilfe. Das von der Regierung Macron nachdrücklich unterstützte Gesetz hat alle Hürden überwunden, wobei sich die französischen Bischöfe an die Spitze des Widerstands dagegen gestellt hatten.

Es ist ein Gesetz, das selbst die Gewissensfreiheit von Pflegekräften missachtet und somit auch jene, die sich moralisch verpflichtet fühlen, Patienten nicht beim Sterben zu unterstützen, faktisch dazu zwingt, sich über ihre Gewissensbedenken hinweg dem Gesetz zu fügen.

Das ist nicht der einzige Schritt

Frankreich hatte das Recht auf Abtreibung bereits in seine Verfassung aufgenommen – und zwar mit einer Formulierung, die nicht direkt vom „Recht auf Abtreibung“ sprach, sondern hervorhob, dass das Gesetz die Bedingungen festlegt, unter denen eine Frau ihre Freiheit zur Abtreibung wahrnimmt.

Sonntag, 6. September 2026

J.S. Bach Badinerie

 diesmal mit Canadian Brass 

              

Die Katechese...

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese, die der Hl. Vater beim heutigen Angelus gehalten hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

                     Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!

Das Wort Gottes, das in der heutigen Sonntagsliturgie verkündet wird, bietet uns einige grundlegende Leitlinien für unser Denken und Handeln. Wir lesen im Brief an die Römer: Alle Gebote »sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (Röm 13,9). Der heilige Paulus unterstreicht diesen Punkt mit einem sehr eindringlichen Bild, das auch im „Vaterunser“ vorkommt. Er schreibt nämlich: »Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe!« (V. 8). 

Jesus hat uns gelehrt, um die Vergebung der Schuld zu bitten und sie zu leben. Es gibt jedoch ein Gut, das wir einander schulden, ohne darin gefangen zu bleiben: Das ist das Geschuldetsein der gegenseitigen Liebe. All die Aufmerksamkeit, die Fürsorge und das Gute, das wir empfangen haben, machen uns freier und fähiger, Verantwortung zu übernehmen.

                               Brüderliche Zurechtweisung

Im heutigen Sonntagsevangelium gibt Jesus jeder christlichen Gemeinschaft mindestens zwei Wege vor, die gegenseitige Liebe zu leben. Der erste besteht darin, fähig zu werden, die brüderliche Zurechtweisung auszuüben. Das ist eine feinsinnige und allzu oft vergessene Kunst, die Offenheit und behutsames Vorgehen erfordert. Offen miteinander zu sprechen – zunächst unter vier Augen, dann, falls nötig, unter zwei oder drei Personen, und schließlich, wenn notwendig, mit der gesamten Gemeinschaft – bedeutet, sich der Wirklichkeit zu stellen und Probleme und Konflikte in Prozesse zum Wachstum zu verwandeln. Klagen und Lästereien sind einfacher, erzielen aber nichts und lähmen viele Situationen. Das Evangelium hingegen leitet uns zur Freiheit in der Liebe an.

                                     In Einheit wachsen

Es gibt noch eine zweite Art, einander geschwisterlich zu lieben, die für Jesus sogar das Gebet verwandelt: sich einig werden. Nicht nur, wenn es einen Konflikt gibt, sondern auch, um Gott um eine Gabe zu bitten. Der Herr sagt: »Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten« (Mt 18,19). Diese Verheißung setzt voraus, dass wir gemeinsame Wünsche, gemeinsame Leiden und gemeinsame Hoffnungen haben können und durch das Gebet in der Einheit wachsen können. Ohne Glauben könnte sich jeder allein fühlen und den anderen misstrauen, sie als Fremde und Feinde betrachten. Durch die Gnade sind wir hingegen Brüder und Schwestern, die sich einigen können, indem wir uns begegnen, vergeben und im Herrn einander zuhören.

Bitten wir Maria, die nach der Verkündigung des Engels zu ihrer Cousine Elisabeth geeilt ist, um die Freude und die Mühen der Schwangerschaft mit ihr zu teilen, uns ebenfalls die freudige Pflicht der geschwisterlichen Liebe zu lehren."


Quelle: vaticannews

Angelus

 auf dem Petersplatz