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Sonntag, 29. Dezember 2019

Mehr zur päpstlichen Unfehlbarkeit

Dr. E. Feser hat einen dreiteiligen Essay über die Päpstliche Unfehlbarkeit verfaßt und u.a. bei LifeSiteNews veröffentlicht. Dieser Text ist der zweite Teil
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KANN DER PAPST DIE DOKTRIN ÄNDERN? ES WIRD ZEIT FÜR KLARHEIT ÜBER DIE PÄPSTLICHEN UNFEHLBARKEIT."
Anmerkung des Herausgebers: Der folgende Teil eines tiefgründigen Essays zur "Päpstlichen Fehlbarkeit", die LifeSiteNews in 3 Folgen veröffentlicht, Dieses ist der zweite Teil.

"Die katholische Lehre über die Lehrautorität des Papstes ist ziemlich klar, aber viele Leute missverstehen sie sehr. Einer meiner nicht-katholischen Freunde fragte mich kürzlich, ob der Papst die Lehre der Kirche über Homosexualität theoretisch umkehren könne. Mein Freund sagte: "Er könnte einfach eine Ex-Cathedra-Erklärung zu diesem Zweck abgeben, nicht wahr?"
Nun, nein, er könnte nicht. So funktioniert das einfach gar nicht. Einige Leute denken, daß katholische Lehre ist, daß ein Papst nicht nur unfehlbar ist, wenn er Ex-Cathedra-Erklärungen abgibt, sondern in allem, was er tut und sagt. Das ist auch einfach nicht der Fall. Die katholische Lehre erlaubt, daß Päpste schwerwiegende Fehler begehen können, auch Fehler, die in gewisser Weise Lehrfragen betreffen.

Viele Katholiken wissen das alles, aber sie verstehen die Autorität des Papstes oft auf andere Weise falsch. Einige meinen, ein Katholik müsse die Lehre eines Papstes nur dann akzeptieren, wenn diese Lehre von ihm als unfehlbar dargelegt wird. Auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „minimalistischen“ Auffassung müssen sich die Katholiken auf vieles einlassen, auch wenn dies nicht als unfehlbar bezeichnet wird. Andere glauben, dass ein Katholik verpflichtet ist, sich mehr oder weniger mit jeder Ansicht oder Entscheidung eines Papstes in Fragen der Theologie, Philosophie, Politik usw. einverstanden zu erklären, auch wenn diese nicht als unfehlbar bezeichnet werden. Und auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „maximalistischen“ Ansicht gibt es vieles, das ein Katholik nur mit Respekt betrachten muss, dem er aber nicht unbedingt zustimmen muss. Wie immer ist die katholische Lehre ausgewogen, ein Mittelwert zwischen Extremen - in diesem Fall zwischen diesen minimalistischen und maximalistischen Extremen. Aber sie ist auch nuanciert, und um es zu verstehen, müssen wir einige Unterscheidungen treffen, die zu oft ignoriert werden.


Verschaffen wir uns zunächst Klarheit über die Unfehlbarkeit.  Das Erste Vatikanische Konzil lehrte:

"Wenn der Papst ex cathedra, das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen aufgrund seiner höchsten apostolischen Autorität spricht, definiert er eine Doktrin über den Glauben oder die Moral, die 
von der ganzen Kirche einzuhalten ist . Durch die göttliche Hilfe, die ihm im seligen Petrus versprochen wurde, besitzt er jene Unfehlbarkeit, die der göttliche Erlöser seiner Kirche bei der Definition der Glaubens- oder Sittenlehre zugestanden hatte. Daher sind solche Definitionen des Papstes für sich -und nicht mit Zustimmung der Kirche- unumkehrbar."


Sonntag, 8. Dezember 2019

An einem 8.Dezember....

wurde nicht nur 1854 das Dogma der Unbefleckten Empfängnis proklamiert, sondern 1864 der Syllabus veröffentlicht und am 8. Dezember 1869 von Papst Pius IX das I. Vaticanische Konzil eröffnet.Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS I. VATICANISCHES KONZIL, 150 JAHRE SPÄTER. DIE GRÜNDE PIUS´ IX ZUR VERTEIDIGUNG DES GLAUBENS." 
"Es wurde mit einer feierlichen Sitzung und einem von Pius IX formulierten Credo eröffnet. Bei diesem Konzil wurde das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit beschlossen. Und es ist das vielleicht am wenigsten verstandene von allen. 

Mit einem sehr starken "Credo" voller theologischer Bezüge, dazu gedacht, die Glaubenswahrheit zu erneuern. eröffnete Pius IX am 8. Dezember 1869 das I.Vaticanische Konzil. Das Datum des 8. Dezember wurde nicht zufällig gewählt. Es war Teil der Strategie Pius´IX, um den Glauben der Bevölkerung zu stärken-während die Ideen des Liberalismus Fuß faßten, Rom praktisch im Belagerungszustand war und man begann, den Glauben nicht durch die Brille der Wahrheit zu betrachten sondern durch die der Evolution.


150 Jahre I. Vaticanisches Konzil sind wohl eine Erinnerung und eine Überlegung wert. 

Angela Pellicari, die große Teile ihrer Studien damit verbracht hat, die Geschichtsschreibung des Risorgimento aus einem mehr dokumentarischen und also wahrheitsgemäßeren Gesichtspunkt zu überprüfen, schreibt in ihrer "Eine Geschichte der Kirche":  "Kurz vor der Eroberung Roms beruft Pius IX das I. Vatikanische Konzil ein. Nach fünfzehnhundert Jahren kehrt eine heidnische Vision des Lebens an die Macht zurück, die die Gewohnheiten und Institutionen der katholischen Bevölkerung zutiefst verstört: Das Volk ist nicht nur verarmt, es ist es schockiert, entmutigt, verbittert “.

Die Historikerin bezieht sich auf die Situation während des Risorgimento. Seit der Französischen Revolution hatten liberale Ideen begonnen, Europa Schritt für Schritt zu erobern. Und doch hatte schon die Französische Revolution den Glauben richtig angegriffen. Benedikt XVI hat als er am 5. September 2010 während seines Besuches in Carpineto Romano über die Situation sprach, in der Papst Leo XIII geboren wurde, betont, daß  "Europa nach der Französischen Revolution vom großen napoleonischen Sturm betroffen war. Die Kirche und zahlreiche Ausdrucksformen der christlichen Kultur wurden radikal in Frage gestellt (denken Sie zum Beispiel daran, daß die Jahre nicht mehr von Christi Geburt an, sondern vom Beginn der neuen revolutionären Ära gezählt wurden oder die Namen der Heiligen aus der Kirche, Kalendern, von den Straßennamen, aus den Dörfern  gestrichen wurden...). Die Landbevölkerung stand diesen Umwälzungen sicherlich nicht  positiv gegenüber und blieb an die religiöse Traditionen gebunden."


Das waren Ideen, die sich Bahn brachen und zum Lebenssaft einer antikatholischen Bewegung wurden. Man hat immer gedacht, dass Pius IX den Kirchenstaat verteidigte. Für Pius IX galt es jedoch nicht, zeitliche Privilegien zu verteidigen, sondern darum den Glauben zu verteidigen. Auch, weil - wie Pelliccari schreibt - daß - wie von den Feinden der Kirche vorgesehen- " konkret das Risiko bestand, daß nach dem Zusammenbruch der weltlichen Macht, aus Misstrauen auch die geistliche zusammenbrechen würde.  


Und dann- so fährt die Historikerin fort- tröstet Pius IX, beruhigt und macht Mut. Das Wort Jesu ist ewig und besiegt die Welt. Der Papst ist wirklich unfehlbar, denn das hat Christus Petrus versprochen. Das Vertrauen in die Unfehlbarkeit Petri gehörte schon immer zu den tiefsten Überzeugungen des christlichen Glaubens, wird aber als Dogma erst in der Konstitution "Pastor Aeternus" von 1870 als Dogma proklamiert, weil die Kirche auf das angebliche Fortschrittsgesetz reagieren muss, das zur Rechtfertigung antikatholischer Gewalt und Anpassung zur Zeit der christlichen Wahrheit  benutzt wird “.


Man kann das I.Vaticanische Konzil ohne das Dogma der Unbefleckten Empfängnis. das am 8. Dezember 1854 proklamiert wurde und ohne den Syllabus vom 8. Dezember 1864 nicht verstehen. Ein zusammenhängendes Projekt Pius´ IX, am 8. Dezember unterzeichnet, dazu gedacht, die Kirche zu verteidigen. 



Donnerstag, 24. Oktober 2019

George Weigel: Es wird Zeit, das Bild des Hl. Johannes XXIII zu korrigieren

George Weigel korrigiert bei FirstThings  in einem kritischen Beitrag zum Gedenktag des Hl. Johannes XXIII, der in die aktuelle Synode fiel, das verzerrte Bild des Pontifex,  das von bestimmter Seite immer noch verbreitet wird.
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"DAS IDEOLOGISCHE KIDNAPPING DES HL. JOHANNES  XXIII" 
ROM. An seinem liturgischen Gedenktag (11. Oktober), der auf den vierten Tag der Sondersynode für Amazonien fällt, die manchmal wie ein Recycling aller unserer Fehlversuche der 70-er Jahre erscheint, war es wohl unvermeidlich, daß bestimmte Backbord- Kommentatoren mit ihren Bemühungen fortfahren würden, Papst Johannes XXIII zu einem lächelnden, molligen, italienischen Großvater umzudeuten, dessen Herangehensweise an die Zukunft der Kirche ein bißchen maoistisch war: "Lasst tausend Blumen blühen!"

Hätten sich die Verdreher aber die Mühe gegeben, den Auszug aus der Eröffnungsrede des II.Vaticanischen Konzils des Papstes vom 11. Oktober zu lesen, hätten sie vielleicht eine Pause erhalten. Weil nach einigen Eröffnungs- und Dankesworten für die Göttliche Vorsehung, die die feierliche Eröffnung des Konzils ermöglichte, der Papst Folgendes sagte:
"Die kritischen Themen, die dornigen Probleme, die auf Lösungen durch den Menschen warten. sind seit fast 20 Jahrhunderten die selben geblieben. Warum? Weil die Gesamtheit der Geschichte und des Lebens an der Person Jesu Christi hängt....."

Er fuhr dann fort:

"Heutzutage . . . ist es offensichtlicher als je zuvor, daß die Wahrheit des Herrn ewig ist. Die menschlichen Ideologien ändern sich. Aufeinanderfolgende Generationen verursachen unterschiedliche Fehler und diese verschwinden oft so schnell, wie sie gekommen sind, wie Nebel vor der Sonne. Die Kirche hat diesen Irrtümern immer widersprochen und sie oft mit äußerster Härte verurteilt. Heute bevorzugt die Braut Christi den Balsam der Barmherzigkeit dem Arm der Strenge. Sie glaubt, daß die gegenwärtigen Bedürfnisse am besten dadurch befriedigt werden, indem man den Sinn ihrer Lehren ausführlicher erklärt, anstatt Verurteilungen zu veröffentlichen. . . .

Der große Wunsch der katholischen Kirche ist es,  bei diesem Konzil die Fackel der Wahrheit in die Höhe zu heben, sich der Welt als die liebende Mutter der ganzen Menschheit zu zeigen; sanftmütig, geduldig und voller Zärtlichkeit und Sympathie für ihre getrennten Kinder. Zu der von so vielen Schwierigkeiten bedrückten Menschheit sagt sie, was Petrus einmal zu dem armen Mann gesagt hat, der um Almosen gebeten hat: „Silber und Gold habe ich nicht; aber was ich habe, das gebe ich dir. Steh auf und wandle im Namen Jesu Christi von Nazareth “(Apg 3,6)."

Soweit sie heute in Erinnerung geblieben ist, wird die epische Eröffnungsrede von Papst Johannes vor dem Konzil als Zurückweisung für die "Propheten des Trübsinns"" angesehen, die in der Moderne nichts als den Ruin sehen. Das ist sicherlich so gesagt - und gemeint worden.


Mittwoch, 11. September 2019

Erzbischof Viganò äußert sich "aus dem off" zur Krise der Kirche und des Glaubens

Marco Tosatti zitiert bei Stilum Curiae aus einem Interview, das Erzbischof Carlo Maria Viganò Robert Moynihan von "Inside the Vatican" zum Thema Jesuiten und "Neue Kirche" gegeben hat.
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"VIGANÒ: SIE SCHAFFEN EINE "NEUE KIRCHE" GEGEN DIE KIRCHE ALLER ZEITEN" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Robert Moynihan hat in seinem wertvollen "Inside the Vatican" einige Auszüge aus einer Unterhaltung veröffentlicht, die er vor einiger Zeit mit Erzbischof Carlo Maria Viganò hatte. 
Weil die uns wirklich sehr interessant erscheint, stellen wir Ihnen hier unsere Übersetzung vor. U.a. enthüllt der Ex-Nuntius in den USA , daß Papst Bergoglio am 23. Juni 2013 ihn außer über McCarrick auch zu seiner Meinung über die Jesuiten in den USA befragte....zwei Antworten, die ihn wahrscheinlich sofort auf die Liste der Bösewichte des neuen Pontifex brachten. Und nicht auf die der Käuflichen oder Gekauften. Gute Lektüre! 

                                                  *    *    *    *

Heute nachdem ein Jahr vergangen ist, hat Erzbischof Viganò eine noch größere Sorge als die klerikale Krise des sexuellen Mißbrauchs-und zwar unter dem Aspekt einer größeren und tieferen Krise des Christlichen Glaubens in unserer Zeit. 

Diese tiefere und umfassendere Krise impliziert nach Ansicht von Viganò theologisch eine illegitime Ablehnung (dh keine legitime Entwicklung) der traditionellen katholischen Lehre. Das Ziel: eine modernere "neue Kirche" zu bauen, die einen Glauben und Praxis in vielen Bereichen des katholischen und sakramentalen Lebens charakterisiert- der sich von dem der Kirche der Vergangenheit unterscheidet.

Viganò sieht diese Ablehnung der traditionellen Lehre mit großer Sorge. 

Verbunden mit seiner Rolle als katholischer Erzbischof- so sagt er- fühlt er die Pflicht, alles ihm Mögliche zu tun, um die orthodoxe Lehre zu verteidigen.

"Ich kann nicht schweigen, wenn der Glaube auf dem Spiel steht" sagte mir Viganò."Wenn andere sich mir anschließen würden-umso besser. Aber auch wenn ich allein bin, muß ich sprechen." 

Er ist der Ansicht, daß der Vorschlag, eine "neue Kirche" zu errichten, eine Gefahr für Seelen darstellt, die den authentischen Christus der Evangelien ("Gute Nachricht") nicht kennen werden.


Montag, 19. August 2019

Fr. Hunwicke spricht...

oder genauer gesagt hat gestern bei liturgicalnotes über das Problem der Juden-Mission nach dem II.Vaticanischen Konzil gesprochen.
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                       "TYPOLOGIE IST DIE ANTWORT" 
"Der „Geist des Konzils“ hat viel damit zu tun, daß heute viele Leute irrtümlich glauben,
‚das Konzil‘ hätte den Juden gesagt, daß sie sich nicht ‚bekehren‘ müßten.
Das ist ganz ähnlich wie bei der Liturgie: die Konzilsväter glaubten, daß sie mit
Sacrosanctum Concilium den Auftrag zu einer gemäßigten Reform geben würden, die
dem Latein im wesentlichen seinen Platz erhalten würde... und so weiter. Aber nach
weniger als einem Jahrzehnt waren die Veränderungen weit über den tatsächlichen Text
der Konzilsväter hinausgegangen. Und allmählich brachte man die Leute zu dem
Glauben, das Konzil habe befohlen, die Liturgie gänzlich in der Umgangssprache zu feiern
und die Altäre nachgerade universell umzudrehen ... und all das andere.
Nostra Aetate hatte ein ganz ähnliches Schicksal. Die Konzilsväter glaubten, sie würden
eine umfassende Verurteilung antijüdischer Vorurteile und Verfolgungen aussprechen.
Sie glaubten, damit das wenige in ihren Kräften stehende zu tun, um zur Versöhnung nach
der Shoah beizutragen. Der Abscheu gegenüber dem, was weniger als zwei Jahrzehnte
zuvor geschehen war, bewog sie zu starken Worten gegen den unsäglichen Schrecken,
der das Gesicht Europas entstellt hatte, und auch gegen die Defekte einer christlichen
Kultur, die dazu beigetragen haben mochten.
Aber sie hatten nicht die Absicht, eine Irrlehre von „Zwei Bünden“ zu entwickeln, ja sie dachten noch nicht einmal in dieser Richtung.
Und doch erzählte man nach wenigen Jahrzehnten den Gläubigen, das Konzil habe den Supersessionismus (die Lehre, daß die Kirche als neues Bundesvolk an die Stelle Israels getreten ist) verworfen.
So wie es Millionen gibt, die nie eine Seite von Sacrosanctum Concilium gelesen haben,
aber sicher sind, dort seien die liturgischen Brüche und Mißbräuche angeordnet worden,
die schließlich daraus hervorgegangen sind, gerade so gibt es viel, die nie in Nostra
Aetate geschaut haben und denen man die Unwahrheit über dessen Inhalt erzählt hat.
Und wo ist die Sache schief gegangen?
Zunächst einmal zwei Dinge, die ich nicht vertrete. Ich bin zum einen nicht der Meinung,
daß wir unsere missionarischen Bemühungen in bevorzugter Weise auf die Juden richten
sollten. Ich habe mich nie vor eine Synagoge gestellt, um dort Broschüren zu verteilen.
Ebensowenig vor eine Moschee, eine Methodistenkirche oder ein Mormonenzentrum.
Wiedie meisten Geistlichen bin ich immer davon ausgegangen, daß es da genügend Leute
gibt, die zwar auf dem Papier zu meiner Kirche gehören, oder ihr aber völlig fernstehen
oder doch nur am Rande an ihrem Leben teilnehmen.
Und dann gibt es noch die Unmengen derer, die noch nicht einmal auf dem Papier zu irgend etwas gehören. Der Tag hat schließlich nur 24 Stunden, und tatsächlich hätte ich ein gewisses Unbehagen
hinsichtlich der innersten Motive von Leuten, die sich zwar nachgerade besessen für die
Bekehrung von Juden einsetzten, aber ansonsten wenig zur Bekehrung aller anderen
täten. Es gibt so etwas häßliches wie Antisemitismus (ich vermeide meistens den
Ausdruck, weil die Araber schließlich auch Semiten sind).


Samstag, 10. August 2019

Sandro Magister kommentiert die Doppelgesichtigkeit des aktuellen Pontifikates

Das tut er bei Settimo Cielo, indem er das geheime, provisorische Abkommen mit der Volksrepublik China mit dem -von der Kleruskongregation und Papst Franziskus bestätigten Dekret zur Abschaffung eines jahrhundertealten Privilegs der "Schirmherrschaft" der Diözese Ischia bei anstehenden Priesterernennungen vergleicht.
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"FRANZISKUS NIMMT ISCHIA, WAS ER CHINA GEWÄHRTE" 

Die Diözese von Ischia ist so klein wie die Insel, die diesen Namen trägt- für ihre heißen Quellen gefiert für ihre heißen Quellen.

Aber seltsamerweise kreuzte ihre Geschichte vor einigen tagen mit der Chinas- des Asiatischen Riesen, in den Papst Franziskus verliebt ist. So verliebt, daß er den Chinesischen Regierenden- mit dem heimlichen, vorläufigen am 22. September 2018 unterzeichneten Übereinkommen das Recht ein, in Zukunft jeden Katholischen Bischof auszuwählen, obwohl der Papst die Möglichkeit bekommt, die Ernennung zz akzeptieren oder abzulehnen haben wird- aber nur in der zweiten Runde.

Die  "Schirmherrschaft" der staatlichen Autoritäten über die Bischofsernennungen wog jahrhundertelang schwer in der Geschichte der Katholischen Kirche - die erst im 12. Jahrhundert faast überall abgeschafft- im Namen dieser "libertas ecclesiae" , die das II. Vaticanische Konzil als unerläßlich bezeichnete. Nur um sie 2018- natürlich- im Abkommen mit China wieder auftauchen zu sehen.

Was Franziskus den Autoritäten in Peking zugesteht, erlaubt er jedoch den Bürgern zweier kleiner Orte auf Ischia nicht länger, die während 700 Jahren das Privileg hatten ihr eigenes Priester-Trio zu wählen, ais dem der Bischof den Hirten aussuchte.

Das ist genau das Paradoxon. Was der Papst in China als positiven Schritt anpreist, wurde in der Diözese von Ischia als "anachronistisch"  uns "feudal" abgeschafft.

Kurz gesagt geschah Folgendes:

Am vergangenen 7. Januar informierte der Bischof der Diözese von Ischia, der 58-jährige Pietro Lagnese, der dort am 23. Februar 2013 von Benedikt XVI während der allerletzten Tage seines Pontifikates, nachdem er seinen Rücktritt angekündigt hatte, ernannt hatte, die Bürgermeister von Casamicciola und Forio, daß er die Absicht habe, die uralte "Schirmherrschaft" ihrer Bürger über die Priesterernennungen für ihre jeweiligen Pfarrgemeindekirchen - eine nach der Hl. Maria Magdalena die andere nach dem Hl. Vitus benannt- zu widerrufen.

Die beiden Gemeindeverwaltungen protestierten dagegen, aber der Bischof blieb bei seiner Entscheidung und erließ am 11. April 2019 -10 Tage vor Ostern.- zwei Dekrete, die die "Schirmherrschaft" widerriefen.

Der Bürgermeister von Casamicciola Terme, Giovan Battista Castagna, bat den Bischof durch einen Brief ,das zweifache Dekret zu widerrufen und wiese darauf hin, daß die Schirmherrschaft über die Ernennung von Pastoren den beiden Gemeinden in Ischia "im nicht allzu lange vergangenen Jahr 2012" durch die Kleruskongregation des Vaticans bestätigt worden war und in den vergangenen Jahrzehnten immer "in vollem Respekt für den "sensus fidei" der uns als "Patrone" unserer geliebten Gemeinden eigen ist, ausgeübt wurde.


Donnerstag, 8. August 2019

Roberto De Mattei über den neuen Kampf um Rom.....


Roberto De Mattei analysiert und kommentiert  in einem Beitrag für Corrispondenza Romana  und bei rorate caeli die Frontlage im Krieg um das Erbe Johannes Pauls II und Benedikts XVI, das JPII-Institut und damit um die Kirche.
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"DE MATTEI: DAS JOHANNES-PAUL-II-INSTITUT IST GEFALLEN. ABER IST ES IN EHREN GEFALLEN?" 

In der momentan wogenden Schlacht im Inneren der Kirche ist ein Turm gefallen. Das Johannes-Paul II-Institut. Um dem Ereignis einen Kontext zu geben, ist  der Artikel von George Weigel "Die Vandalen plündern Rom ermeut" hilfreich. Laut Weigel begann nach dem II. Vaticanischen Konzil ein "Krieg um die Konzilsnachfolge" -zwischen zwei Gruppen zuvor verbündeter Reform-Theologen" - durch zwei Magazine zu identifizieren : "Concilium" und "Communio" -Erstere ultraprogressiv -die andere moderat.
Auf dem Spiel stand der Kampf um die Kontrolle der Schlüsselpositionen in den Theologischen Fakultäten rund um die Welt.

Die Wahl von Johannes Paul II, der Joseph Ratzinger zum Präfekten der Glaubesnkongregation ernannte, markierte die Vorherrschaft der Moderaten über die Extremisten. Die Letzteren fanden sich von 1978 an "außerhalb des großen Spiels der Kirchenpolitik- sogar obwohl sie weiterhin die meisten Ernennungen in den Theologischen Fakultäten und vielen theologischen Publikationen in einem eisernen Griff behielten.
Johannes Paul II- erklärt der amerikanische Schriftsteller- hat in den Kirchlichen Universitäten in den Reihen der progressiven Professoren keine Säuberungsaktion durchgeführt, sondern die Gründung neuer Institute gefördert- wie des Ateneo di Santa Croce von Opus Dei (und wir würden "Regina Apostolorum der Legionäre Christi hinzufügen) Papst Wojtyla hatte das "stille Vertrauen, daß gute Münzen-gute Theologie- die schlechten ethischen Münzen verdrängen würden. 

Das Johannes -Paul-II Institut für Ehe und Familie war der Angelpunkt dieser kulturellen Operation- auch um die Rezeption der Enzyklika "Veritatis Splendor" von Johannes Paul II durch die gesamte Kirche zu fördern. Die Progressiven, die Weigel als "sture" und "rücksichtslose" Männer bezeichnet, warteten auf den richtigen Augenblick, um die Rechnungen zu begleichen. Die Gelegenheit kam in den letzten Wochen, als das neue Johannes-Paul-II-Institut , dessen Großkanzler Erzbischof Vincenzo Paglia ist, eine Säuberungsaktion im stalinistischen Stil gegen Johannes Pauls II ´theologisches und pastorales Erbe durchführte.
Das alarmierendste Zeichen war -nach 38 Jahren- die Abschaffung des Lehrstuhls für Fundamentale Moraltheologie, den Msgr. Livio Melina  innehatte.
Das Fazit, das auch in Weigels Artikel gezogen wird- ist, daß " seit dem 23. Juli in Rom eine Übung in rohem intellektuellen Vandalismus im Gange ist. Was ursprünglich das Päpstliche Johannes Paul-II -Institut für Ehe und Familie war, wurde kategorisch und systematisch seiner herausragendsten Fakultät beraubt und ihr Kernfach des fundamentalen Moraltheologie wurden gestrichen.


Dienstag, 2. Juli 2019

Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes über das Papstamt und den Primat des Papstes
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                     "DER PETRINISCHE PRIMAT"
"Ein interessanter Text von Erick Ybarras blog über die byzantinische Perspektive des Petrinischen Primats. Er beendet ihn damit, sich zu fragen, was der. Hl. Maximus der Bekenner (vielleicht der päpstlichste der Väter des Ostkirche) über PF gesagt haben würde:

Als die Väter in Chalzedon riefen "Petrus hat durch Leo gesprochen"  glaube ich keinen Augenblick, daß sie damit meinten, "Was für eine aufregende neue Lehre! Wie klug von Leo, sie sich auszudenke!" Ich denke, daß sie etwas ganz anderes meinten - wie "Leo hat die petrinische Pflicht erfüllt, uns vor häretischen Ketzereien zu verteidigen."

Sowohl im Osten als auch im Westen wollte das Papsttum zumindest als Hindernis vor doktrinalen Neuerungen schützen. Der Selige John Henry Newman - dessen bevorstehende Kanonisierung gestern bekannt gegeben wurde, nannte diese Funktion "eine "remora" -eine Barriere sein.
Das I. Vaticanische Konzil hat glücklich bestätigt, daß der Hl. Geist dem Nachfolger Petri nicht zugesichert wurde, damit er durch Seine Inspiration eine neue Doktrin lehren konnten. Dr.Trevor Jalland, einer meiner Vorgänger in meiner letzten Anglikanischen Stellung- hat seine monumentale Brampton-Vorlesung genutzt um genau auf diesen Punkt hinzuweisen.

Der Ultrapapalismus der Bergoglianer ist nicht etwas Katholischeres; es ist sehr viel weniger.
Die Clique um PF hat uns das Papsttum genommen, auf das wir ein Anrecht haben, ein Papsttum, das von Gott eingerichtet und dazu gedacht wurde, das, was uns übergeben wurde sorgfältig zu hüten und weiterzugeben. Statt dessen hat sich eine "aggressive und freche Fraktion" (Newman drückt die Dinge so kurz und bündig aus) bemüht und bemüht sich noch, uns ein falsches Papsttum aufzuzwingen, das das I. Vaticanum  ausdrücklich ablehnte und das als unermüdlicher Motor für doktrinelle Innovation, Zweideutigkeit und Unordnung fungiert, getarnt als Inspiration des Heiligen Geistes.


Mittwoch, 22. Mai 2019

Wenn Proselytismus zur fixen Idee wird.

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo den erneuten Rückgriff von Papst Franziskus auf seine-wie es scheint- fixe Idee vom Proselytismus.
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"PROSELYTISMUS - DAS GESPENST VON PAPST FRANZISKUS"
"In der Titelgebung für die Rede, die Papst Franziskus am 20. Mai im Päpstlichen Institut für Auswärtige Mission gehalten hat, hat "Vatican News", das offizielle digitale Bulletin des Hl. Stuhls seine zigste, unvermeidliche Breitseite gegen den "Proselytismus" unterstrichen.

Im Text, den Franziskus vorlas. wurde er nicht erwähnt, aber der Papst konnte nicht widerstehen, aus dem Stegreif diesen Zusatz zu machen:
"Es besteht die Gefahr, daß er wieder auftaucht, -er scheint überholt, aber er taucht wieder auf: daß Evangelisierung mit Proselytismus verwechselt wird. Nein. Evangelisierung ist Zeugnis für Jesus Christus. den toten und auferstandenen. Er ist es, der hinein zieht. Deshalb wächst die Kirche durch Anziehungskraft, nicht durch Proselytismus, wie Benedikt XVI sagte. Aber diese Verwechslung ist bis zu einem gewissen Grad aus einem politisch-wirtschaftlichen Konzept von Evangelisierung entstanden, das nicht länger Evangelisierung ist. Dann die Gegenwart, die konkrete Gegenwart, durch die Sie fragen, warum du so bist. Und dann verkündest du Jesus Christus. Es ist nicht das Suchen nach neuen Mitgliedern für diese "Katholische Gesellschaft, nein, es bedeutet Jesus zu zeigen: daß er sich in meiner Person zeigt, in meinem Verhalten; und mit meinem Leben, daß räume für Jesus öffnet. Das ist Evangelisieren. Und das ist es, was unserer Gründern in ihren Herzen hatten."

Dann fügte Franziskus-wieder aus dem Stegreif- hinzu:
"Erlauben Sie mir dazu den letzten Abschnitt von "Evangelii Nuntiandi" zu empfehlen. Sie wissen das "Evangelii Nuntiandi" das größte pastorale postkonziliare Dokument ist: es ist noch jung, gilt noch und hat seine Kraft nicht verloren. Im letzten Abschnitt, in dem es beschreibt, wie einer, der evangelisiert, sein sollte, spricht es von der Freude des Evangelisierens. Wenn der Hl. Paul VI von den Sünden des Evangelisierenden spricht; die letzten 4 oder 5 Abschnitte. Lesen Sie es gut, denken Sie an die Freude, die uns das bereitet."

In diesen beiden Zusätzen ist nichts Überraschendes. Sowohl die Kritik am Proselytismus als auch der Lobpreis von "Evangelii Nuntiandi" sind das Mantra von Jorge Mario Bergoglio- jedesmal wenn er von Mission spricht.
Aber es ist das "warum und das wie" für dieses zweifache Insistieren, die schwer zu verstehen sind.


Fr. Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes über Parrhesia in der Kirche - jetzt und zu Zeiten des Sel. J. H. Newman

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"PARRHESIA: DIE ANSICHTEN DES SEL. JOHN HENRY NEWMAN ÜBER AGGRESSIVE, UNVERSCHÄMTE GRUPPEN" 


"Während wir uns auf die Kanonisierung des Sel. John Henry Newmans vorbereiten, kann ich mir nichts Besseres noch Relevanteres denken als die Parrhesia unseres großen Seligen im Hinblick darauf, was die lehramtlichen Autoritäten in Rom vorhatten. 

Früh im Jahr 1870 bekam der Sel. John Henry einen Brief von seinem Bischof William Ullathorne über die schändliche Einschüchterung, die beim [Ersten] Vaticanischen Konzul ausgeübt wurde. 
Er antwortete mit diesen zu Recht berühmt gewordenen Worten: "Warum solle sollte man einer aggressiven, unverschämten Gruppe erlauben, das Herz der Gerechten traurig zu machen, die der Herr nicht traurig gemacht hat?"... Worte, die einem leicht in den Sinn kommen, wenn man die synodalen Vorgänge der paar letzten Jahre in Rom und die Exhorattion "Amoris Laetitia" denkt, die aus diesen fehlerhaften Prozessen hervogegangen ist. 
7 Monate später, am 23. Juli sah Newman die Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit - fünf Tage nachdem sie durch die Konzilsaula gegangen war. Er war erleichtert- sogar entzückt- über ihre "Abmilderung" ; das machte ihm keine Probleme; aber "hat das für mich die Autorität eines Ökumenischen Konzils?" 

Newman hat das nicht sofort so akzeptiert. Er wollte wissen, was die Konzilsminderheit tun würde. Das war wichtig, weil Einstimmigkeit- zumindest moralische Einmütigkeit- als für die Gültigkeit einer Definition einer Doktrin als essentiell akzeptiert war. Wenn die Väter "einzelne Akte von Gewalt und Täuschung beklagen....wenn sie erklären, daß sie im Dunklen gehalten wurden(...) gibt die schwerwiegendsten Gründe, festzustellen, daß die Definition nicht gültig ist." 

Wir besitzen vielleicht nicht die immense Gelehrsamkeit unseres Kardinals. Aber wir unterliegen den selben Imperativen wie jene, durch die er dazu bewegt wurde, so zu sprechen, wie er es tat. 

Nach dem II. Vaticanischen Konzil hat Kardinal Heenan ( der verdient, rehabilitiert zu werden; er war ein Erzbischof von Westminster,-eine Stufe über den meisten von ihnen) sich beklagt, (Sire S- 200-201) daß "die Väter während der letzten beiden Wochen des Konzils aufgefordert wurden, ihre Stimmen abzugeben, bevor sie den Text und den Kontext studieren konnten, viel weniger noch die Folgen der Zusätze." 

Leider haben die Vatican II-Konzilsväter, die tatsächlich "Akten von Gewalt und Täuschung ausgesetzt waren, im Dunklen gehalten und manipuliert wurden keinen gemeinsamen Protest eingelegt, der (nach Ansicht des Sel John Henry) das Konzil ungültig gemacht hätte. 
Ebenso wenig- und sogar noch trauriger- hat "Parrhesia" sie dazu bewogen, formal individuelle Proteste einzulegen. Sogar Erzbischof Lefebvres anschließende Nichtanerkennung der Texte, die er unterschrieben hatte, wurde erst bekannt gegeben, als eine ganz Weile nach dem Konzil- bekannt wurde, wohin die Kirche geführt wurde. Verurteilen wir diese Männer nicht: es ist leicht für uns- viel unbedeutendere Menschen- ein halbes Jahrhundert nach den Ereignissen klüger zu sein. Aber die Fakten bleiben: sie haben nicht protestiert; sie haben nicht zurückgewiesen.


Sonntag, 24. März 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über die Abstimmung des II. Vaticanischen Konzils zur Frage - Latein oder Landessprache in der Liturgie?
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"LITURGIE UND VATICAN II: WAS DACHTEN SIE, WORÜBER SIE ABSTIMMEN?" 
Vaggagini sagt irgendwo: "Es waren drei Tendenzen zu erkennen: einige wollten keine Konzession an die Landesprachen; einige wollten die Erlaubnis für alle, alles was sie wollen in der Landessprachen zu sagen; einige wollten das Grundprinzip des Latein beibehalten- aber auch die Tür für die Landessprache spürbar zu öffnen."
(Der Text von Sacrosanctum Concilium gibt diese Rezeptions-Situation in § 54 sehr gut wieder.)
Die letzte Gruppe - sagte er- war die weitaus größte. Wenn Sie also alles bedenken, finden Sie klar heraus, daß die überwältigende Mehrheit der Konzilsväter zumindest eine grundlegende Lateinische Liturgie beibehalten wollte. Und sie dachten, sie würden dafür stimmen.

Alle bis auf 4 Bischöfe stimmten am Ende für den Text des Entwurfs: und zu jenen 4 Abweichlern gehört nicht Erzbischof Lefebvre. Er und seine Freunde waren mit dem glücklich, wofür sie gestimmt hatten, bzw. mit dem, was sie zu bekommen glaubten.

Wieso sahen wir am Ende das praktische Verschwinden des Lateinischen in weniger als einem
Jahrzehnt? Und eine radikale Deformierung des Römischen Ritus?

Ein Freund hat in einem Kommentar die Hypothese geäußert, daß das Konzil-wenn überhaupt- versucht hat, das radikale Abrutschen in die Erneuerung abzubremsen, die auf eigene Initiative des sel. Pius XII  begonnen wurde.
Dazu ein mögliches Narrativ:
"Über die Jahrzehnte war ein Internationales Netzwerk entstanden-von professionellen Liturgie-Experten, die sich nicht besonders durch originelle Gelehrtheit ausgezeichnet hatten, aber ein  dichtes Netz von Begegnungen aufwiesen. Nach dem Konzil begannen sie sehr bald, die Diözesanen Liturgie-Komitées zu dominieren, die die Bischöfe eingerichtet hatten und dann die von den Bischofskonferenzen geschaffene liturgische Bürokratie. Die Bischöfe fühlten, daß sie selbst die Liturgie nicht wirklich kannten und waren froh, sie den Experten überlassen zu können.

Sie erinnern sich an das Bohei, das begann, als Joseph Ratzinger anfing, über die Liturgie zu schreiben: "Aber er ist kein Liturgie-Experte" Sie meinten damit: "er ist nicht einer von uns und er hat nicht an unseren Konferenzen teilgenommen und nichts zu unsere Journalen und Agenden beigetragen."

Quelle: Liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

  

Freitag, 8. Februar 2019

Die "Arche der Brüderlichkeit"- eine Weiterentwicklung der traditionellen Katholischen Lehre?

Diane Montagna kommentiert bei LifeSiteNews die Kontroverse um das Abu-Dhabi-Dokument zur "Brüderlichkeit". Man kann nicht umhin, eine gewisse Fixierung des Pontife4x auf das II. Vaticanische Konzils festzustellen, das sich seiner Meinung nach noch "entfalten und entwickeln" müsse....
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"DER PÄPSTLICHE THEOLOGE HAT DEN ENDGÜLTIGEN ENTWURF DES UMSTRITTENEN DOKUMENTS MIT DEN MUSLIMEN -IM GEGENSATZ ZU DEM, WAS DER PAPST BEHAUPTET- NIE GESEHEN."

"Gut informierte Quellen haben bestätigt, daß der Päpstliche Theologe, der Dominikaner Pater Wojcieck Giertych, konsultiert wurde, aber den endgültigen Entwurf des umstrittenen "Dokumentes zur"menschlichen Brüderlichkeit", den Papst Franziskus gemeinsam mit einem Groß-Imam diese Woche unterzeichnet hat, nie gesehen hat.
Diese am Mittwoch vom National Catholic Register veröffentlichte Nachricht widerspricht der Behauptung von Papst Franziskus, daß der päpstliche Theologe das Dokument "offiziell" gelesen und ihm "zugestimmt" habe, das von einigen innerhalb des Vaticans sogar als "häretisch" bezeichnet wird.
Anfang der Woche geriet der Papst in die Kritik, weil er am 4. Februar während eines interreligiösen Treffens in Abu Dhabi das "Dokument zur menschlichen Brüderlichkeit für den Weltfrieden und das Zusammenleben" unterschrieben hat.
Das Dokument hat unter den Christen Kontroversen ausgelöst, weil es behauptet, daß "der Pluralismus und die Diversität der Religionen in Seiner Weisheit von Gott gewollt" sind, eine Behauptung, von der viele glauben, sie widerspreche dem Katholischen Glauben.
Während einige versucht haben, die kontroverse Passage herunterzuspielen und sagten, man müsse sie im Kontext lesen, hat ein Dominikaner argumentiert, daß die Behauptung "offensichtlich falsch ist und de facto häretisch. " Ein renommierter Katholischer Historiker sagte auch, daß sie das Evangelium "auf den Kopf stellt."


Wer hat zugestimmt? 
Während der "Fliegenden Pressekonferenz" auf dem Rückweg von Abu Dhabi hat Papst Franziskus versucht, die Sorgen über das Dokument zu zerstreuen und den Reportern gesagt: " Ich möchte eines klar sagen und wiederholen: vom Katholischen Standpunkt aus weicht das Dokument keinen Millimeter vom II.Vaticanischen Konzil ab. Um nichts. Das Dokument wurde im Geist des II. Vaticanums erstellt."
Der Papst fuhr dann fort: "Bevor ich beschlossen habe. das Dokument zu unterschreiben, habe ich es von einigen Theologen lesen lassen, auch vom Theologen des Päpstlichen Haushalts , einem Domimikaner mit der wunderbaren dominikanischen Tradition, nicht um auf Hexenjagd zu gehen sondern um zu sehen, ob es das Richtige ist. Und er hat zugestimmt." 

Sonntag, 3. Februar 2019

Father Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes weiter über Annibale Bugnini
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"ANNIBALE BUGNINI...  VON CHIRON (2) "
Fortsetzung....

"Die Chiron-Biographie von Bugnini berichtet, daß während des präkonziliären Entwurfs für das Dekret "Sacrosanctum Concilium" zu keiner Zeit einer der Teilnehmer (Mitglied oder Berater) -zumindest öffentlich- je das Hinzufügen weiterer Kanons zu denen des einzigen, damals gebräuchlichen Römischen Kanons vorgeschlagen hat. Einige haben aber angemerkt, daß darin Änderungen vorgenommen werden sollten.

Ha- ich höre Sie schreien! Die Ratten haben also schon daran genagt.....

Wahr. Aber wie tief haben diese Nagetiere gebissen? Einer von ihnen, ein Mann namens Vagaggini- sollte später ein großer Befürworter der Verbreitung des Eucharistischen Gebets werden. Welches waren 1961 seine gewagt radikalen, erderschütternden Vorschläge?

"Die Möglichkeit zugestehen, ein oder zwei örtliche Heilige zu den im Kanon aufgezählten, hinzuzufügen." !!!

Wenn doch nur!
Ein kühner österreichischer Jesuit- namens Hofinger- sagte, es solle kein Verbot für irgendwelche
Änderungen am Kanon geben. Das führte zu einer sofortigen Erwiderung des bedeutenden und gelehrten Kirchenrechtshistorikers J.A: Jungmann.
Sein zweibändiges Lehrbuch "Geschichte des Römischen Ritus" ist immer noch normativ. Er war ein
Kollege und früherer Lehrer des kühnen Jesuiten.
"Aber diese Änderungen sollten nur aus schwerwiegendsten Gründen erfolgen" sagte er. 

Wir müssen uns daran erinnern (1), wie schnell sich die gesamte Landschaft verändern sollte. Weniger als ein Jahrzehnt nach dieser vergleichsweise zurückhaltenden, gelehrten Debatte, wurde der Römische Kanon auf keine Weise mehr benutzt und einige zwei-oder dreihundert hausgemachte "Eucharistische Gebete" waren zur großen Bestürzung des Hl. Pauls VI im Umlauf. Und (2) daß 1961 weder die Avantgarde noch die Nachhut, die Lefebvristen, die geringste, entfernteste, kleinste Vorstellung davon, wohin das alles, wie wir jetzt wissen, führen würde.

Chirons Bugnini-Biographie ermöglicht es Ihnen, in der Zeit zurückzugehen und als "Experte" eine Fliege an der Wand zu sein....wenn Sie mir gestatten, weiterhin meine Metaphern zu mischen...-die sich blindlings durch den Nebel vorwärts in den Treibsand schiebt.

Ich werde ab und zu noch mehr Gebrauch von Chiron machen.  

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Freitag, 1. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes über Annibale Bugnini, der heute bei Freund und Feind für alle realen oder angenommenen Folgeerscheinungen des II. Vaticanischen Konzils als Sündenbock herhalten muß.
In einer Buchbesprechung bringt hier Father Hunwicke eine fällige Richtigstellung. Up-date.
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"ANNIBALE BUGNINI, REFORMER DER LITURGIE" (1)
"Das ist der Titel eines Buches von Yves Chiron, das 2018 von Angelico Press veröffentlicht wurde eine Übersetzung von "Annibale Bugnini. Reformateur de la Liturgie." 2016. Der Übersetzer hat einige wenige aber sehr nützliche Erklärungen hinzugefügt.

                                                   -   -   -   -   -  -

"Wir alle wissen, daß Bugnini ein Gauner war---oder?  aber plante er diabolisches und freimaurerisches Böses?

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, denke ich, daß er ein Gauner war, aber nicht so, wie wir vielleicht in der Vergangenheit angenommen haben. Wir haben vielleicht dazu geneigt, das was aktuell seit den postkonziliären Jahrzehnten mit der Liturgie geschieht, auf Bugnini zurück zu projizieren und ihn als den Schurken im Stück zu betrachten.
Dieses sorgfältige Buch- gut geschrieben und gut übersetzt- hat das große Verdienst uns zu ermöglichen, zu sehen, wie die Dinge zu einer bestimmten Zeit dieser Periode waren - ohne die Verzerrung durch den Rückblick. Wenn Sie die Seiten umblättern, besuchen Sie eine Welt, wie sie damals war.

Das Hauptthema des Buches könnte so zusammengefaßt werden: Bugnini war ein äußerst harter Arbeiter und ein kluger Netzwerker und das sind die Leute, die in großen Bürokratien bei den Ereignissen ihre Spuren hinterlassen.

Manchmal lenken Leute unsere Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß nur vier der Väter gegen das Konzils-Dekret "Sacramentum Concilium" gestimmt haben. Was tatsächlich eine subjektive historische Tatsache ist. Aber manchmal wird ein Sprung dahin gemacht, festzustellen, daß jeder, der das, was direkt und formal durch das Konzil angeordnet wurde, kritisiert als  "Konzilsgegner" bezeichnet wird. Das ist ein sehr großer Irrtum.

Erzbischof Lefebvre hat das Dekret unterschrieben. Er hat viel Zeit seines bedeutenden Lebens damit verbracht, dem Neo-Modernismus der nachkonziliären Jahrzehnte Widerstand zu leisten, aber 1965 waren seine Ansichten folgende:

"Es gab etwas, was reformiert und neu entdeckt werden mußte. Klarerweise mußte der erste Teil der Messe, der dazu dient, die Gläubigen zu unterrichten und den Gläubigen dazu ihren Glauben zu bezeugen, klarer und sozusagen einsehbarer werden, um dieses Ziel zu erreichen. Meiner bescheidenen Meinung nach warfen dazu zwei Reformen nützlich: die der Riten in diesem ersten Teil und einige Übersetzunen in die Landessprache.

"Der Priester kommt den Gläubigen näher: er kommuniziert mit ihnen; er betet und singt mit ihnen und steht deshalb auf der Kanzel; er liest das Tagesgebet, die Epistel und das Evangelium in ihrer Sprache; der Priester singt zusammen mit den Gläubigen das Kyrie, das Gloria und das Glaubensbekenntnis in den göttlichen, traditionellen Melodien: das sind so viele und gute Reformen, die diesem Teil der Messe seinen wahren Endzweck wiedergeben." (…)

Fr. Hunwicke setzt diesen Beitrag morgen fort....

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke 

p.s. auf den zugegeben etwas unfreundlich gehaltenen Hinweis einer Leserin haben wir die -ebenfalls zugegeben -schlechte Übersetzung eines Teils von Father Hunwickes Beitrag nach ihren Vorschlägen verbessert. Wir bitten unsere  Unzulänglichkeit zu entschuldigen. 







Mittwoch, 14. November 2018

Magister: "Von Martini zu Bergoglio......." Fortsetzung


Fortsetzung von hier und hier

"WIE MAN EIN ZUKÜNFTIGES KONZIL EINBERUFT, MIT EINER ENORMEN ZAHL VON BISCHÖFEN"

"In vergangenen Dekaden war wiederholt die Rede von einem Konzil "Vaticanum III". Nach Meinung mancher sollte das die fehlerhaften Entwicklungen, die vom II. Vaticanischen Konzil angestoßen wurde, korrigieren, während andere meinen, es solle die damals geforderten Reformen vollenden.
Solle es also - und kann es deshalb- in Zukunft ein weiteres Universales Ökumenisches Konzil geben?
Die Antwort auf diese Frage hängt essentiell davon ab, wie sich ein so gigantisches Konzil vorstellt, weil das würde es werden.
Wenn man heute ein Konzil einberufen würde, würde sich die Zahl der Bischöfe, die dabei Platz und Stimme hätten- gemäß der Situation von 2016- 5237 betragen. Während des II.Vaticanums waren es rund 3044 Bischöfe. Nur ein Blick auf diese Zahlen genügt, um zu verstehen, daß ein Konzil klassischen Zuschnitts schon aus diesem Grund fehlschlagen könnte. Aber selbst angenommen, es wäre möglich diese immensen logistischen und finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden, gibt es noch einige logische Bedenken soziologischer und sozio-psychologischer Natur, die ein so gigantisches Unterfangen unerreichbar erscheinen lassen.

Dienstag, 13. November 2018

Sandro Magister : "Von Martini zu Bergoglio....."

Der Autor von Settimo Cielo analysiert und kommentiert das Schlußdokument der Jugendsynode und stellt -dabei zitiert er ausführlich Kardinal Brandmüllers Analyse - eine Verbindung zu den Universalen Konzilen und ihrer doktrinalen und kanonischen Bedeutung dar. 
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"VON MARTINI ZU BERGOGLIO.  AUF DEM WEG ZU EINEM III. VATICANISCHEN KONZIL"


"Die Synode im vergangenen Oktober sollte eine Jugendsynode sein. Und als er sie beendete, sagte Papst Franziskus statt dessen, daß ihr erstes Ergebnis "Synodalität" sei.

In der Tat sind die überraschendsten Paragraphen des Schlußdokuments - die ebenfalls die umstrittensten waren mit Dutzenden von Gegenstimmen- genau die der "synodalen Form der Kirche".


Überraschend, weil praktisch nie über Synodalität gesprochen wurde, weder in der Vorbereitungsphase noch in der Versammlung, noch in den Arbeitsgruppen. Nur um es dann im Schlußdokument auftauchen zu sehen, an dessen Formulierung -wie der Osservatore Romano enthüllt hat- auch der Papst teilgenommen hat.

Erzbischof Anthony Fisher von Sydney nannte das eine "offensichtliche Manipulation" - und verlieh so dem Protest nicht wenigen Synodenvätern gegen diese umstrittene Art, eine Idee einer kollegialen Leitung durch einen Regierungsbeschluss von oben durchzusetzen, eine Stimme.

Aber dann kam "La Civiltà Cattolica", die offizielle Stimme der Casa Santa Marta, um zu bestätigen, daß so sein mußte, indem sie dem Leitartikel über die Synode den Titel "Die Jungen haben die Synodalität der Kirche wiedererweckt."

Freitag, 2. November 2018

Father Hunwicke spricht

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                              "ANTISEMITISMUS IM NOVUS ORDO"
Allerheiligen und diese wundervolle Lesung aus der Apokalypse des Hl. Johannes des Göttlichen. Außer daß….

...Sie in die Alte Messe gehen müssen, wenn sie sie "unkastriert" hören wollen. Wenn Sie in die Hannibal Bugnini-Messe für Allerheiligen gehen, werden Sie sehen, daß der wunderbare Trommelwirbel der Zwölf Stämme des Volkes Israel, jeder Stamm namentlich erwähnt- mit der Versicherung , daß ihre Zwölftausend besiegelt waren, sind und sein werden....ausgelassen wird [Verse 5-8] .
In der Tat, wenn sie  so unweise sind,  immer nur der korrumpierten Liturgie der 1960 zu folgen, werden Sie diese Verse nie hören, nicht einmal an Werktagen.
Sie werden das emphatische Klopfen nie hören. weil die Wichtigkeit des Volkes der Zwölf Stämme in den 1960-ern und 1970-ern ausgelassen wurde, uns wird da eine kürzere und eine längere Version der Lesung angeboten aber hier- ist sogar nicht einmal diese Wahl erlaubt.

So unterschiedlich die beiden Bücher sind, so verblüffend ist die Identität zwischen der Apokalypse und dem Brief des Hl. Paulus an die Römer. In beiden finden Sie die eschatologische Überzeugung, daß sowohl Juden als auch Heiden am Letzten Tage erlöst werden.
Bei beiden werden Sie das biblische Thema vom Glaubenden Rest finden, das uns an die Wichtigkeit jener Juden erinnert, die das Evangelium empfangen haben oder es noch werden. Sie sind eine lebende, sichtbare Garantie dafür, daß Gott treu ist, daß er das, was er verspricht, erfüllt.

Selbst wenn man eine naive Überzeugumg nicht teilt, daß eine "Liturgische Reform" bedeutet zur Tabula rasa zurückzukehren und dann ganz von vorn zu beginnen, kann man sehen, daß die Revisoren der 1960 beschlossen haben, die Römer in die Katholische Sonntagsmesse (einmal alle drei Jahre) einzuführen, auch wenn man von ihnen in der Alten Messe nicht viel gehört hat. Aber das ist ganz schön sinnlos, wenn essentielle Lehren-wie die vom Gläubigen Rest (11:5  ) und der Erlösung Israels (11:25-28) ausgelassen werden.

Es gibt Zeiten, in denen weniger mehr ist.

Ich vermute, daß das alles nicht wichtig ist. Mein Eindruck von den Predigten in der Mainstream-Kirche ist, daß sehr wenige Kleriker irgendein Interesse an der Schrift haben oder kommunizieren. Die Lesungen sind -unenthusiastisch - aus dem Weg geschafft worden. Man hat nie das Gefühl, gerade etwas Beunruhigendes gehört zu haben.

Sie könnten ebenso gut auch in Latein oder Suaheli gelesen werden.

Quelle:liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

 


Sonntag, 7. Oktober 2018

Magister: Theologieprofessor sieht die Gründe für die aktuelle Kirchenkrise im Modernismus und seinen Folgen.

Sandro Magister läßt heute bei Settimo Cielo  den Theologen Serafino Lanzetta zur aktuellen Kirchenkrise zu Wort kommen , der in seinem Beitrag besonders auf deren Verbindung zur innerkirchlichen Opposition gegen die Enzyklika "Humanae Vitae" eingeht.
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"DIE KIRCHENKRANKHEIT HEISST POSTMODERNISMUS.  DIAGNOSE EINES THEOLOGEN."

Veröffentlicht wie erhalten. Der Autor, früheres Mitglied der FFI,  lehrt dogmatische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Lugano in der Schweiz und verrichtet in England in St. Mary´s Church in Gospord in der Diözese Portsmouth seinen pastoralen Dienst, Unter seinen Büchern ist "Vatican II, ein pastorales Konzil: Hermeneutik der Konzils-Lehre" , Gracewings 2016, besonders bemerkenswert.

Von besonderer Bedeutung ist für die Wurzeln der aktuellen Krise seine Bezugnahme auf die innerkichliche Opposition gegen die Enzyklika "Humanae Vitae", den herausragenden Text des Lehramtes Pauls VI, des Papstes, der am 14. Oktober  heilig gesprochen wird.

Zu den Wurzeln der heutigen Kirchenkrise
von Serafino M. Lanzetta

"Die Heilige Mutter Kirche sieht sich einer in ihrer gesamten Geschichte präzedenzlosen Geschichte gegenüber. Mißbräuche aller Art- besonders in der sexuellen Sphäre -hat es im Klerus immer gegeben. Die aktuelle Epidemie jedoch ist in ihrer Vermischung einer moralischen und doktrinalen Krise, deren Wurzeln tiefer sind als nur einfaches Fehlverhalten einiger Mitglieder der Hierarchie und des Klerus, untypisch. 
Wir müssen an der Oberfläche kratzen und tiefer graben. Doktrinale Verwirrung erzeugt moralische Unordnung -und umgekehrt- sexueller Mißbrauch konnte so viele Jahren unter der Decke der Selbstzufriedenheit gedeihen, daß er die Sexualmorallehre leise in eine anachronistische Geschichte umdrehen konnte.
Zweifellos besteht diese Krise- wie Bischof Philip Egan von Portsmouth, UK, sagte, aus drei Ebenen: "zuerst - aus dem angeblichen Sünden- und dem Verfehlungskatalog gegen junge Mitglieder der Klerus, zweitens aus den um Erzbischof Theodore McCarricks zentrierten homoxesuellen Kreisen
aber auch in anderen Teilen der Kirche- und dann drittens- auf der falschen Handhabung und der  Vertuschung alles dessen durch höchste Kreise der Hierarchie."


Montag, 24. September 2018

Heute vor 1231 Jahren

am 24. September 787 begann das Zweite Ökumenische Konzil von Nicäa. Ökumenisch war es, weil die römisch-katholische Kirche daran teilnahm.
Beschlossen wurde u.a. die Verehrung (aber nicht die Anbetung) der Hl. Bilder und Ikonen wieder zuzulassen, die beim vorangegangenen ikonoklastischen Konzil von Hiereia 754 verboten worden war. Folgerichtig wurde dieses Konzil dann als ungültig und zu einer "Pseudosynode" erklärt.

Außerdem wurden einige Regeln für die Bischofsernennungen aufgestellt:
die Kandidaten mußten über gute Kenntnisse des Psalters verfügen und in der Lage sein,
biblische Texte auszulegen. Ernennungen durch die Fürsten werden abgelehnt- ein Vorlauf des späteren Investiturstreits. Heute leider in China wieder akute geworden,




Sonntag, 5. August 2018

Fundstück

Felizitas Küble hat für charismatismus press einen Kommentar zur "Versus populum- versus Deum- Kontroverse" geschrieben.
Hier geht´s zum Original: klicken
Ihren eigenen Standpunkt drück schon der von Küble gewählt Titel aus.

" Warum die Zelebration zu GOTT hin besser ist"
und hier noch ein kurzes Zitat aus  ihrem Text:
"Manchmal hört man die Behauptung, diese neue Ausrichtung sei vom 2. Vatikanum beschlossen worden bzw. sie sei eine Vorschrift der Liturgiereform nach dem Konzil.
Diese These ist in beiden Varianten falsch. Das Vatikanische Konzil hat sich zu dieser Frage überhaupt nicht geäußert, geschweige zum Bau von „Volksaltären“ aufgefordert. Durch die Liturgiereform wurde die Ausrichtung „versus populum“ zwar erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. Auch nach dem NOM (neuen Meßbuch) ist die frühere Zelebration zum Altare hin weiter möglich.
Es wäre auch gleichsam „verrückt“, wenn es anders wäre, denn immerhin besteht diese klassische Priester-Orient-ierung seit zweitausend Jahren, sie war schon in der frühen Kirche die übliche Gebetsausrichtung des Priesters, der Diakone, der Meßdiener – und der Gemeinde."
Quelle: charismatismus.wordpress, F. Küble