Posts mit dem Label Päpste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Päpste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Februar 2020

Fundstück

Zwischendurch mal etwas Schönes,. nicht Kontroverses. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz kommentiert in "Die Tagespost" die visionäre Dichtung von Papst Johannes Paul II, der zugleich auch ein Dichter war.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

"GERL-FALKOWITZ ZUM RÖMISCHEN TRYPTICHON" 

beginnt der Artikel so:

" Seit 550 Jahren gab es keinen Papst mehr, der zugleich Dichter war. Seit Pius II in der Mitte des 15. Jahrhunderts hatte Johannes Paul II. erstmals im Frühjahr 2003 wieder einen Gedichtband herausgegeben, ein „Römisches Triptychon“ als reimlose Meditationen. 
Diese „dreiflügelige“ Dichtung hat die Teile: I. Der Bergbach, II. Meditationen über das Buch Genesis an der Schwelle zur Sixtinischen Kapelle und III.  Der Berg im Lande Morija."
(...) 

Quelle: H.B. Gerl-Falkowitz, Die Tagespost 

Donnerstag, 30. Januar 2020

Jetzt hilft nur noch beten

wenn man sich anschaut was in den ersten Stunden des "Synodalen Weges" gesagt, gefordert und getan wurde (Laien reichen bei der Eröffnungsmesse  Bischöfen in Zivil den Kelch)


             

Montag, 27. Januar 2020

Die Kurienreform : Papst Franziskus scheut die intellektuelle Diskussion

In seiner wöchentlichen Kolumne in Monday in the Vatican kommentiert A. Gagliarducci die Kurienreform und den derzeitigen Stand der Dinge in Vatican und Kurie.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST FRANZISKUS - UND DAS THEMA DER OFFENEN PROZESSE" 

Die Ernennung von Erzbischof Cyril Vasil zum Apostolischen Administrator mit vollen Befugnissen für die Eparchie Kosice in der Slowakei ist Teil der Vatican-Reform durch Papst Franziskus. Erzbischof Vasil, ein Slowake, war 10 Jahre lang Sekretär der Kongregation für die Ostkirchen. Laut dem Entwurf für die Kurienreform , der zirkuliert aber bisher weder approbiert noch veröffentlicht wurde, werden die Ämter in der Kurie für einen Zeitraum von 5 Jahren vergeben, der einmla verlängert werden kann. Vasil bereitete sich am Ende auf ein Amt außerhalb des Vaticans vor.

Sogar die kürzliche Ernennung von Francesca Di Giovanni zur Untersekretärin des Vatican-Sekretariates für multilaterale Beziehungen nimmt die Kurienreform vorweg. Der Entwurf der Konstitution "Praedicate Evangelium"  sieht einen zweiten vaticanischen Vizesekretär für Internationale Angelegenheiten - an der Seite des Untersekretärs für die zwischenstaatlichen Beziehungen vor, mit speziellem Fokus auf multilaterale Angelegenheiten. Diese Stellung iat am Ende eingerichtet worden, bevor die Apostolische Konstitution promulgiert wurde,. 

Diese beiden jüngsten Ernennungen sind Teil eines wohl durchdachten Trends im Pontifikat von Papst Franziskus. Nachdem er gewählt wurde, stellte Papst Franziskus teure externe Berater an, erwog Vorschläge, richtete Kommissionen für Kommunikation, Finanzen, und die IOR an und einen Rat der Kardinäle, die ihm beim Entwurf der Kurienreform und bei der Regieren der Kirche helfen sollten.

Mit den Worten von Papst Franziskus waren das offene Prozesse. Aber was wird aus diesen Prozessen werden- angesichts der Aktionen von Papst Franziskus, des Endes der Prozesse und wann er entscheidet. Und Papst Franziskus entscheidet unabhängig von jeder Beratung, ohne auch nur ein konstitutionelles Dokument zu entwerfen. Die Dokumente kommen -entsprechend dem Denken von Papst Franziskus - anschließend. 

Nach sieben Jahren des Pontifikates scheint Papst Franziskus´ Modus operandi klar zu sein und enthüllt seine Art zu denken. Für Papst Franziskus macht der Führer die Institution, sie/er dient nicht der Institution. Das ist eine typisch lateinamerikanische Denkweise. 

Seit dem großen kontinentalen Projekt von Simon Bolivar haben die Staaten Lateinamerikas hauptsächlich charismatische Führer erlebt, Die lateinamerikanischen Institutionen sind eher jung, sie haben nicht die historische Bedeutung der Europäischen Institutionen.


Samstag, 25. Januar 2020

Tosatti /Msgr. ICS: wollte Scalfari vom Papst bekehrt werden?

Nach den neuesten Wirrnissen um die Inhalte der notorischen Gespräche des amtierenden Pontifex´ mit dem Repubblica-Gründer Scalfari veröffentlicht Marco Tosatti bei Stilum Curiae die interessanten Überlegungen von Msgr. ICS zu diesem Thema.
Hier geht´s zum Original: klicken

"WER WEISS: VIELLEICHT WOLLTE SCALFARI BEKEHRT WERDEN,  VOM PAPST..."

Liebe Stilumcuriale, Msgr. ICS hat den Kommentar Ihres Bloggers über Scalfari und den amtierenden Pontifex gelesen und möchte einige Gedanken dazu mit Ihnen teilen. Und eine provozierende aber interessante Hypothese. Gute Lektüre! 

§§§

                                         Msgr. ICS  an Tosatti

"Lieber Dottore Tosatti, erlauben Sie mir eine oder auch zwei Überlegungen zu Ihrem jüngsten Kommentar zur "Unendlichen Geschichte" zwischen Papst Bergoglio und Scalfari? 

Schauen wir mal: Es scheint mir zu 
einfach und offensichtlich, in den Gesprächen (und in den folgenden Artikeln auf Repubblica) den Vergleich zwischen einem "listigen Mann" zu sehen, der zeigen will, dass es endlich einen Papst gibt, der erklärt, dass Gott nicht existiert, und einem "Simpel", der überzeugt ist, daß die Kirche nichts zu lehren hat und  sich mit der Welt versöhnen und auch das "Schlauheit"  benutzen muß,  um das zu tun. 
Komödie oder Farce ist für beide Seiten zu offensichtlich.- sowohl für die säkulare als auch für die  katholische Welt.

Erlauben Sie mir eine Hypothese (halbwegs unwahrscheinlich). Was wäre, wenn die Dinge völlig anders wären? Wenn Scalfari eine ganz andere Absicht gehabt hätte, als er die Beziehung zu Bergoglio begann? 

Wenn Scalfari (wie es z.B. bei Papini war) nach Gründen suchte, sich zu bekehren? Den Wunsch nach Erlösung  verspürte?

Stellen wir uns dieses wundersame Ereignis als Hypothese vor.

Aber jetzt- Dank der "unendlichen Geschichte" mit Bergoglio hat Scalfari keinen Grund mehr, seinen Laizismus nicht zu bekräftigen. 

Oder nicht?


Mittwoch, 22. Januar 2020

"Europas Zukunft liegt nur im Christentum----das Neuheidentum ist sein Untergang"

Maike Hickson hat für Life-Site-News die Predigt, die Kardinal Müller am Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone  in Rom gehalten hat kommentiert und dann in voller Länge wiedergegeben.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"KARDINAL MÜLLER: EUROPAS ZUKUNFT LIEGT NUR IM CHRISTENTUM... DAS NEUHEIDENTUM IST SEIN UNTERGANG"
"Das Neuheidentum leugnet, daß jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist und deshalb steht das Neuheidentum dem Leben feindlich gegenüber." 

Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation hat zum Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone in Rom gepredigt- (Siehe den vollen Text unten). Darin hat er an Europa einen starken Appell, zu Jesus Christus, dem Erlöser, zurückzukehren, gerichtet. 

Während er über die jungfräuliche Märtyrerin, die Hl. Agnes sprach, machte er darauf aufmerksam, daß sie bereits als Mädchen "genau den Unterschied zwischen dem wahren und einzigen Gott und den vielen falschen Göttern der Heiden kannte."

"Wir folgen dem Beispiel der Märtyrer" erklärte er "wenn wir nicht in alte Formen der Anbetung hohler Idole, ihrer Abbildungen und Statuen aus Holz, Stein und Metall zurückfallen."

Kardinal Müller erinnerte und auch daran, daß "der Glaube an Götter und Dämonen und die Anrufung der Elemente durch Schamanen die Wahrheit der Erlösung verdunkeln,." und daß Jesus Christus der "Sohn Gottes und der einzige Retter der Welt ist." Die Hl. Agnes ermutigt uns durch ihr Martyrium "öffentlich unseren Katholischen Glauben hier in Rom und in Europa zu bezeugen - ohne Menschenfurcht,"

Er fuhr damit fort, uns vor neuheidnischen Theorien zu warnen, die das Christliche Bild des Menschen als in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen ablehnen und deshalb dem Leben gegenüber feindlich sind."

"Das Christentum lehrt uns " fuhr Müller fort "daß jedes menschliche Leben heilig ist, vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu seinem letzten Atemzug. Daraus ergibt sich das kategorische Nein zu Abtreibung und Euthanasie, zu Geschlechtsumwandlung und zur Zerstörung der Familie!" Deshalb liegt nur im Christentum die Zukunft Italiens. Neuheidentum ist sein sicherer Untergang" endete der Prälat entschlossen.

Damit unterstützte der Kurienkardinal mehr einen Politiker, der "symbolisch" den Rosenkranz hochhält  als den, der buchstäblich das Kruzifix abnimmt. Es erscheint ihm auch vergeblich, "Dialoge" mit dem alten Scalfari anzufangen, wenn dieser Atheist aus ihnen auf verwirrte Weise schließt, daß der Papst die Göttlichkeit Jesu geleugnet hat." 

Der deutsche Prälat macht in seiner Predigt klar, daß "Italien und Europa nur durch eine kulturelle, moralische und religiöse Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes eine Zukunft haben. Durch seine Auferstehung aus dem Tod hat er Hass, Sünde und Tod besiegt."


Fundstück

Zur Feier des 100. Geburtstages des Hl. Johannes Pauls II und zur Erinnerung an ihn hat ACI, LaStampa, eine Serie von Berichten über Begegnungen mit ihm geplant, die mit einem Interview von Angela Ambrogetti mit Kardinal C. Ruiini beginnt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"Das Jahr Johannes Pauls II. – Kardinal Ruini erinnert seine Freundschaft mit dem Papst"

Eine neue Reihe, um den Papst anlässlich seines 100. Geburtstags besser kennenzulernen


beginnt der Artikel so- Zitat:

2020 ist das Jahr des heiligen Johannes Pauls II.: Katholiken und Kirche feiern den 100. Geburtstag eines Papstes, der den Lauf der Geschichte verändert und das Leben der Katholischen Kirche auf äußerst bedeutsame Weise geprägt hat.
Deshalb startet ACI Stampa, die italienische Schwestenagentur von CNA Deutsch, eine Reihe von wöchentlichen "Begegnungen", die dem heiligen Papst Johannes Paul II. gewidmet sind, um seine Geschichte und seinen Beitrag zum Lehramt zu vertiefen."  (...)
Quelle: CNA, S. Finner

Dienstag, 21. Januar 2020

Ist das Schisma unausweichlich?

Shane Schaetzl kommentiert für die web-sie "Complete Christianity" wenig optimistisch die Lage der Kirche die zwischen der DBK mit ihren radikalen Plänen und der widerstrebenden USCCB wie zwischen Scylla und Charybdis gefangenen Kirche.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Es gibt zwei Pole in der Katholischen Kirche von heute und während diese Polarität unter den Päpsten seit einer Generation besteht, wird diese Spannung nicht viel länger andauern.
Das ist nichts Neues. Derartige Situationen gab es auch in der Vergangenheit und das Ergebnis war immer das selbe- ein Schisma. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie das irgendwie anders enden könnte und es erscheint mir merkwürdig, daß Leute, die ihrem Tagesgeschäft nachgehen, so tun, als ob die Dinge sich dieses mal anders entwickeln könnten. Es ist in der Vergangenheit nie anders gewesen.
Warum sollte es heute anders sein? Wenn man zwei sich gegenüberstehende Pole in der Kirche hat und keine nachgeben will, ist das Ergebnis immer ein Schisma- in 100% der Fälle.

Welches sind also die beiden entgegengesetzten Pole? Nun, Sie werden sie weltweit über die Katholische Kirche verbreitet finden, aber es sieht so aus, als gäbe es zwei Gruppen, die als treibende Kraft hinter beiden Seiten stehen.

Auf der theologischen Linken ist die Deutsche Bischofskonferenz, sie sein einer Generation die treibende Kraft hinter dem liberalen Katholizismus ist. Jetzt bringen sie die Dinge auf die nächste Ebene. Indem Sie gegen den Willen Roms in diesem Jahr ihre eigene Synode starten, werden die deutschen Bischöfe anfangen, folgende Themen im Katholizismus zu diskutieren: Kohabitation, künstliche Empfängnisverhütung, Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehe, Gender-Theorie ebenso wie die Ordination von Frauen zum Diakonat und Priestertum. Während die Katholische Kirche diese Dinge immer negativ interpretiert hat, will der deutsche "Synodale Weg" sie neu als Dinge interpretieren, die in den Katholischen Glauben passen könnten.
Mit anderen Worten- es sieht so aus, als wären die Deutschen Bischöfe kurz davor, den größten Schritt aller Zeiten dabei zu machen, bestimmte Sünden aus dem Katechísmus zu entfernen und in Deutschland eine ganz neue Katholische Kirche zu rekrutieren, die auf diverse Weise sehr  viel protestantischer aussieht- wie der liberale Protestantismus.
Den deutschen Bischöfen ist die Bedeutung ihrer Aktion nicht unbekannt. Sie bemühen sich, Katholiken außerhalb ihres Sprachbereichs zu erreichen, zuallererst die Englisch-sprachigen.


Freitag, 17. Januar 2020

Noch ein Dementi....

Inzwischen hat Erzbischof Georg Gänswein noch einmal betont, daß weder der Papa emeritus noch er, den Entwurf für Signatur und Umschlagsgestaltung des Buches zuvor gesehen und abgesegnet hätten, die Meldung A. Soccis, er sei zu Papst Franziskus bestellt worden, dieser habe eine Änderung des Umschlags verlangt und Papst em. Benedikt XVI habe sich schriftlich an seinen Nachfolger gewandt, bezeichnete er als "frei erfunden und erlogen".....
Langsam wird es etwas unübersichtlich, aber Eccles hat es für alle, die den Überblick verloren haben sehr stringent zusammen gefaßt. 
Das liest sich so :

"Wenn G behauptet, daß S gelogen hat, wenn er leugnet, daß F sagte, daß B behauptet, daß S G´s Idee widersprochen hat, daß B zugegeben hat, daß F S erzählte, daß B nicht gesagt habe, daß G dachte, daß F gehört habe, wie G B erzählte, daß S zu Unrecht geleugnet hat, daß B das F erzählt habe....wem glauben wir? " 


Mittwoch, 8. Januar 2020

Magister: EIn prominenter Kirchenjurist zur Frage ob die strafweise Rückversetzung von Bischöfen in den Laienstand zulässig ist.

Sandro Magister veröffentlicht und kommentiert bein Settimo Cielo die Einwände, die ein prominenter Vertreter der Vatican-Jusisdiktion gegen die Zurückversetzung von Bischöfen und Kardinälen in den Laienstand in einem Essay formuliert hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"DIE ANDERE SEITE DER CAUSA MCCARRICK. DAS OBERSTE VATICAN-GERICHT GEGEN PROZESSE OHNE GARANTIEN UND OHNE THEOLOGIE." 

Nach vielen ungerechtfertigten Verzögerungen ist die Benachrichtigung über die Causa Theodore McCarrick, die von Papst Franziskus im Oktober 2018 versprochen wurde, vielleicht kurz davor, veröffentlicht zu werden- mit der vorhersehbaren erneuten Explosion der Kontroversen über die Vertuschung durch die höchsten Ränge der Kirchenhierarchie,  von der er profitiert haben soll.

Inzwischen aber hat ein prominenter Repräsentant des Obersten Vaticanischen Gerichtshofes, der Benedikt XVI sehr nahe steht- aber ihm gegenüber nicht völlig unkritisch ist- sehr schwerwiegende Einwände gegen die Entlassung des früheren Kardinals aus dem Klerikerstand erhoben- nicht wegen der Gründe, die zu dieser Verurteilung führten- die sehr schwerwiegend bleiben- und es handelt sich um einen sexuellen Mißbrauch, der vor Jahrzehnten begangen wurde- sondern wegen der zweifelhaften kanonischen und ecclesiologischen Legitimität und auf alle Fälle der "überwältigenden Unratsamkeit" der Zurückversetzung eines Bischofs in den Laienstand.

Der diese Einwände erhebt ist Bischof Giuseppe Sciacca (Foto), Sekretär des Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur, in einem Essay in der jüngsten Ausgabe von "Ius -online" , der Zeitschrift für Rechtswissenschaften der Juristischen Fakultät der Katholischen Universität Mailand.

> Bemerungen zur Entlassung des Bischofs aus dem Klerikerstand"<

Der wichtigste Widerspruch,von dem Sciacca ausgeht. ist daß der Klerikerstand eng mit der Hl. Weihe verbunden ist. Während Ersterer typischerweise dazu benutzt wird, eine rechtliche Voraussetzung - die Zugehörigkeit zu einer Gruppe- anzuzeigen, ist die Kategorie der Letzteren ein Sakrament, das jene, die es empfangen, einen unzerstörbaren ontologischen Charakter verleit, wie Taufe und Firmung. So sehr, daß z.B. die Feier der Hl.. Messe gültig bleibt, selbst wenn sie unter Mißachtung eines Bannes vollzogen würde. 


Donnerstag, 2. Januar 2020

Fr. Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes heute über die Begegnung des amtierenden Pontifex mit einer Pilgerin auf dem Petersplatz. Hier geht´s zum Original: klicken

ACH MÄDCHEN....LIEBEN WIR SIE NICHT EINFACH NUR....

Im internet schein ein ziemlich unterhaltsamer Video-clip zu zirkulieren, der unsere Hl. Vater zeigt, der einem Mädchen eine Behandlung zuteil werden läßt, die es nie vergessen wird. 

(Sein Gesicht sieht ungefähr so wild wütend aus wie das von Greta Thunberg, als das arme Kind bei den UN schimpfen durfte.)

Oh je. ...Ich habe gerade versucht einen weiteren Blick darauf zu werfen, bekam aber viele "access denied" zu sehen. Wie wird dieses interessante Ergebnis sicher gestellt? 

Meiner Ansicht nach bekommen Päpste (und ich spreche ausdrücklich nicht von PF), wenn sie zu einem süßlichen und ungesunden Personenkult ermutigen, das was sie verdienen. 

Ich habe schon früher darüber geschrieben und argumentiert, daß diese Krankheit in ihrer akuten Form auf die Pacelli-Jahre zurückgeht. 

Aber die Dinge sind jetzt noch schlimmer geworden,  weil die Päpste zu stolz geworden sind, in der Sedia Gestatoria zu sitzen.  Was erwarten sie? 

Quelle: liturgical notes, Fr. J.Hunwicke

Sonntag, 29. Dezember 2019

Mehr zur päpstlichen Unfehlbarkeit

Dr. E. Feser hat einen dreiteiligen Essay über die Päpstliche Unfehlbarkeit verfaßt und u.a. bei LifeSiteNews veröffentlicht. Dieser Text ist der zweite Teil
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KANN DER PAPST DIE DOKTRIN ÄNDERN? ES WIRD ZEIT FÜR KLARHEIT ÜBER DIE PÄPSTLICHEN UNFEHLBARKEIT."
Anmerkung des Herausgebers: Der folgende Teil eines tiefgründigen Essays zur "Päpstlichen Fehlbarkeit", die LifeSiteNews in 3 Folgen veröffentlicht, Dieses ist der zweite Teil.

"Die katholische Lehre über die Lehrautorität des Papstes ist ziemlich klar, aber viele Leute missverstehen sie sehr. Einer meiner nicht-katholischen Freunde fragte mich kürzlich, ob der Papst die Lehre der Kirche über Homosexualität theoretisch umkehren könne. Mein Freund sagte: "Er könnte einfach eine Ex-Cathedra-Erklärung zu diesem Zweck abgeben, nicht wahr?"
Nun, nein, er könnte nicht. So funktioniert das einfach gar nicht. Einige Leute denken, daß katholische Lehre ist, daß ein Papst nicht nur unfehlbar ist, wenn er Ex-Cathedra-Erklärungen abgibt, sondern in allem, was er tut und sagt. Das ist auch einfach nicht der Fall. Die katholische Lehre erlaubt, daß Päpste schwerwiegende Fehler begehen können, auch Fehler, die in gewisser Weise Lehrfragen betreffen.

Viele Katholiken wissen das alles, aber sie verstehen die Autorität des Papstes oft auf andere Weise falsch. Einige meinen, ein Katholik müsse die Lehre eines Papstes nur dann akzeptieren, wenn diese Lehre von ihm als unfehlbar dargelegt wird. Auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „minimalistischen“ Auffassung müssen sich die Katholiken auf vieles einlassen, auch wenn dies nicht als unfehlbar bezeichnet wird. Andere glauben, dass ein Katholik verpflichtet ist, sich mehr oder weniger mit jeder Ansicht oder Entscheidung eines Papstes in Fragen der Theologie, Philosophie, Politik usw. einverstanden zu erklären, auch wenn diese nicht als unfehlbar bezeichnet werden. Und auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „maximalistischen“ Ansicht gibt es vieles, das ein Katholik nur mit Respekt betrachten muss, dem er aber nicht unbedingt zustimmen muss. Wie immer ist die katholische Lehre ausgewogen, ein Mittelwert zwischen Extremen - in diesem Fall zwischen diesen minimalistischen und maximalistischen Extremen. Aber sie ist auch nuanciert, und um es zu verstehen, müssen wir einige Unterscheidungen treffen, die zu oft ignoriert werden.


Verschaffen wir uns zunächst Klarheit über die Unfehlbarkeit.  Das Erste Vatikanische Konzil lehrte:

"Wenn der Papst ex cathedra, das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen aufgrund seiner höchsten apostolischen Autorität spricht, definiert er eine Doktrin über den Glauben oder die Moral, die 
von der ganzen Kirche einzuhalten ist . Durch die göttliche Hilfe, die ihm im seligen Petrus versprochen wurde, besitzt er jene Unfehlbarkeit, die der göttliche Erlöser seiner Kirche bei der Definition der Glaubens- oder Sittenlehre zugestanden hatte. Daher sind solche Definitionen des Papstes für sich -und nicht mit Zustimmung der Kirche- unumkehrbar."


M. Tosatti kommentiert McCarricks Geldgeschenke

Marco Tosatti analysiert und kommentiert bei Stilum Curiae den Artikel der Washington Post, in dem über die Geldgeschenke des Ex-Kardinals McCarrick berichtet wird. Er fragt auch nach dem cui bono der jetzigen Veröffentlichung.
Hier geht´s zum Original:  klicken

MCCARRICK, DREI PÄPSTE, DAS GELD, DIE MACHT. DIE WASHINGTON POST.

"Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae. ich habe aufmerksam den Artikel gelesen, den die Washington Post dem Geld gewidmet hat, das Ex-Kardinal McCarrick an Prälaten, Nuntien und- wie es scheint- auch Päpsten - verteilt hat. Ich rate Ihnen, das im Original zu lesen (....) Der Artikel sollte in seiner Gesamtheit gelesen werden, sonst riskiert man ihn nicht zu verstehen. 

Und vor allem muss man verstehen, dass einige der engagiertesten bergoglistischen Journalisten sofort die Gelegenheit wahrnahmen, sich der Tatsache zu rühmen, dass McCarrick zwar Geld an Johannes Paul II. Und Benedikt XVI. gesenden habe, der Name Jorge Mario Bergoglio jedoch nirgends erwähnt würde. Das heißt, sie versuchten, Wojtyla und Ratzinger mit ein bißchen oder viel Schmutz zu bewerfen.

Und sie merken nicht, dass sie auf diese Weise die Überzeugung einer engen Bindung zwischen den beiden untermauern: McCarrick schickt Geld, um sich das Mitgefühl derer zu verschaffen, die mit ihm nicht oder noch nicht befreundet sind. Ein Versuch, Wohlwollen zu erlangen. 
McCarrick muss den guten Willen von Papst Bergoglio nicht gewinnen, der ihn unmittelbar nach der Wahl von den von Benedikt XVI auferlegten Restriktionen befreite. Und das zahlt sich mit Sicherheit aus, wenn die Päpstliche Stiftung, deren Gründer und Präsident er ist, positiv auf die persönliche Bitte des Papstes um ein gigantisches Darlehen reagiert (die dann gekürzte Summe von 25 Mio. US $ beantragt), um die bankrotte Klinik IDI zu finanzieren .


Es ist interessant, den Artikel zu lesen, und er hat mich zu einigen Überlegungen angeregt.

Die erste ist, daß McCarrick über sechs Millionen Dollar von zahlreichen Spendern auf sein persönliches Konto erhalten hat, das über fünfzehn Jahre allein von ihm verwaltet wurde. Und daß das meiste Geld für wohltätige Zwecke verwendet wurde. Ohne jemanden verteidigen zu wollen, geschweige denn McCarrick, es gibt keinen Zweifel, daß dies zu seinen Gunsten zu sagen ist.


Samstag, 28. Dezember 2019

Über die päpstliche Unfehlbarkeit in Zeiten von Pachamama - Fortsetzung

Fortsetzung von hier und hier

...Weitere Beispiele könnten angeführt werden, aber diese reichen aus, um zu zeigen, wie sehr sich Päpste irren können, wenn sie ihr außergewöhnliches Lehramt nicht ausüben. Und wenn die Päpste selbst in Angelegenheiten, die die Lehre und die Führung der Kirche berühren, gravierende Fehler begehen können, ist es selbstverständlich, dass sie in politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und ähnlichen Angelegenheiten gravierende Fehler begehen können. Wie Kardinal Raphael Merry del Val in seinem 1902 erschienenen Buch "The Truth of Papal Claims" schrieb:

So groß unsere Pflicht zur Ehrfurcht gegenüber dem ist, was auch immer der Papst sagen mag, so groß unsere Pflicht des Gehorsams gegenüber der Führung des Hirten ist, so halten wir doch nicht jedes Wort von ihm für unfehlbar oder glauben , daß er immer recht hat. Viel weniger träumen wir davon zu lehren, daß er unfehlbar oder in irgendeiner Weise anderen Menschen überlegen ist, wenn er über wissenschaftliche, historische oder politische Fragen spricht oder daß ihm im Umgang mit zeitgenössischen Ereignissen möglicherweise keine Fehleinschätzungen von Menschen und Dingen unterlaufen. (S. 19)


Heute könnte ein Bischof… einem Papst widersprechen, der vielleicht nach seiner Auffassung auf eine Weise handelt, die die unter seiner Verantwortung stehenden Menschen irreführen könnte… Diese These ist durchaus vorstellbar und zerstört oder verringert  in keiner Weise die Vormachtstellung des Papstes. (S. 74)

Und wie der Theologe Karl Adam in seinem Buch von 1935 "Der Geist des Katholizismus" schrieb: 

Die Menschen, durch die Gottes Offenbarung auf Erden vermittelt wird, unterliegen dem Gesetz, das durch die Grenzen ihres Alters bedingt sind. 

Und sie sind auch durch die Grenzen ihrer Individualität bedingt- ihr besonderes Temperament, ihre besondere Mentalität und ihr besonderer Charakter sind an Farbe gebunden und sie färben die Art und Weise mit der sie die Wahrheit und Gnade Christi verbreiten. 
So kann und muss es geschehen, daß  Hirte und Herde, Bischof, Priester und Laien sind nicht immer würdige Vermittler und Empfänger der Gnade Gottes sind und das Unendliche manchmal verdreht und verzerrt wird, wenn es durch sie hindurchgeht. Überall dort, wo immer Sie Menschen haben, sind Sie an eine eingeschränkte Sichtweise und ein enges Urteilsvermögen gebunden. 
Talent ist selten und ein Genie kommt nur, wenn Gott es ruft. Bedeutende Päpste, Bischöfe von großer geistiger Kraft, geniale Theologen, Priester von außerordentlicher Gnade und fromme Laien:  sie sind nicht die Regel sondern die Ausnahme ... Die Kirche hat von Gott die Garantie, daß sie nicht in einen Irrtum in Bezug auf Glauben oder Glauben verfällt Moral; aber sie hat keinerlei Garantie dafür, daß jede Handlung und Entscheidung kirchlicher Autorität hervorragend und perfekt sein wird. Mittelmäßigkeit und sogar Mängel sind möglich. (S. 248-249)


Freitag, 27. Dezember 2019

Über die päpstliche Unfehlbarkeit in Zeiten von Pachamama

Dr. Edward Feser hat für LifeSiteNews einen Artikel über die päpstliche Unfehlbarkeit und die Vergeblichkeit, diese durch Manipulation oder Spin-Doktoren herbeiführen zu wollen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PÄPSTLICHE IRRTÜMER DER VERGANGENHEIT ZEIGEN, WIE LÄCHERLICH DER VERSUCH IST, DEN PAPST MANIPULIEREN ZU WOLLEN."

Anmerkung des Herausgebers: der folgende Text ist Teil eines tiefschürfenden Essays über die päpstliche Fehlbarkeit, den LifeSiteNews in drei Teilen veröffentlichen wird. Heute präsentieren wir den ersten Teil. (...) 

Wenn die Kirche Häresie nicht "bindet", kann ein Papst der Kirche schweren Schaden zufügen. Wie Kardinal Ratzinger einmal sagte, als er gefragt wurde, ob der Heilige Geist bei der Wahl der Päpste eine Rolle spielt:

In diesem Sinn würde ich nicht sagen, dass der Heilige Geist den Papst herauspickt, weil es zu viele gegensätzliche Fälle von Päpsten gibt, die der Heilige Geist offensichtlich nicht ausgewählt haben würde. Ich würde sagen, daß der Geist nicht gerade die Kontrolle über die Angelegenheit übernimmt, sondern uns  wie ein guter Erzieher sozusagen viel Freiraum lässt, ohne uns gänzlich zu verlassen. Daher sollte die Rolle des Geistes in einem viel elastischeren Sinne verstanden werden, nicht daß er den Kandidaten diktiert, für den man stimmen muss. Wahrscheinlich ist die einzige Zusicherung, die er bietet, dass die Sache nicht völlig ruiniert werden kann. (Zitiert in John Allen, Conclave: Die Politik, die Persönlichkeiten und der Prozess der nächsten Papstwahl)

Hier nur einige Beispiele von Päpsten, die-teilweise auf äußerst ernste Weise geirrt  haben.


St. Peter (d. c. 64): 
Als ob die Kirche im Voraus gewarnt werden sollten. daß Päpste nur innerhlab gewisser Grenzen unfehlbar sind, durfte der erste Papst schweren Irrtümern verfallen. Vor der Kreuzigung verleugnete er Christus. Bei einer anderen Gelegenheit vermied er es, mit Heiden-Konvertiten zu essen, um die Hardliner-Judenchristen nicht zu beleidigen, was den Hl. Paulus dazu veranlaßte, ihn öffentliche zu tadeln. 
Die Katholische Enzyklopädie sagt dazu:  

Da diese Handlung den Grundsätzen und der Praxis des Paulus völlig widersprach und zu Verwirrung unter den konvertierten Heiden hätte führen können, richtete dieser Apostel einen öffentlichen Vorwurf an den heiligen Petrus, weil sein Verhalten den Wunsch zu signalisieren schien, die heidnischen Konvertiten zwingen zu wollen, Juden zu werden und die Beschneidung und das jüdische Gesetz zu akzeptieren... Paulus, der zu Recht die Widersprüchlichkeit im Verhalten von Petrus und den jüdischen Christen sah, zögerte nicht, die Immunität der konvertierten Heiden gegenüber dem jüdischen Gesetz zu verteidigen
Papst St. Victor I (189-98): Die West-und die Ostchristen haben sich lange über das Datum gestritten, an dem Ostern gefeiert werden sollte. Obwohl frühere Päpste diese Differenz tolerierten, versuchte der Hl. Victor eine Lösung zu erzwingen, indem er mehrere Bischöfe der Ost-Kirche exkommunizierte. wegen dieser exzessiven Strenge und der Abweichung von der früheren päpstlichen Politik wurde er vom Hl. Irenäus kritisiert. 


Donnerstag, 19. Dezember 2019

Roberto De Mattei zur "Mischlingstheologie" des Papstes

Roberto De Mattei analysiert und kommentiert bei "Corrispondenza Romana" den Teil der Predigt, die Papst Franziskus am Tag Unserer Lieben Frau von Guadalupe hielt, der vom "Mestizentum" Mariens, von ihrer und somit auch Jesu "Vermischung"  handelte
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE "MISCHLINGS" THEOLOGIE VON PAPST FRANZISKUS" 

Zu den am häufigsten wiederkehrenden Worten in der Sprache von Papst Franziskus gehört "Rassenmischung". Franziskus gibt diesem Begriff eine nicht nur ethnische sondern auch eine politische, kulturelle und besonders theologische. Bedeutung.
Das hat er am 12. Dezember getan, als er behauptete, daß die Madonna "wenn sie für uns als Mischling gewollt ist- sie sich dazu gemacht hat und nicht für Juan Dieguito- sondern für das Volk.
Sie hat sich zum Mischling gemacht, um die Mutter aller zu sein, sie hat sich mit der Menschheit vermischt. Warum?
Weil sie Gott "vermischt" hat. Und das ist das große Geheimnis. Maria, die Mutter, "vermischt" Gott, den wahren Gott und wahren Menschen in ihrem Sohn. "
(Osservatore Romano , 13.12. 2019)
Ob Papst Franziskus sich dessen bewußt ist- oder nicht: der Ursprung dieser Mestizen-Vision des Inkarnations-Mysteriums stammt aus der Häresie von Eutyches (378-454) -Archimandrit eines Klosters in Konstantinopel, laut dem nach der Vereinigung -der hypostatischen Union- sich das Menschsein und das Gottsein Christi vermischt hätten, um ein Drittes zu formen- ein tertium quid - ein Hybrid-Mischung die weder richtig Gott noch Mensch ist.
Der Eutychismus ist eine ausgeprägte Form des Monophysitismus, weil er dem inkarnierten Sohn Gottes nur eine einzige Natur zubilligt, die aus der wirren Union der Göttlichkeit und der Menschlichkeit resultiert. In Folge der Anklage durch Eusebios von Dorilea (genau dem, der 20 Jahre vorher Nestorius verklagt hatte) versammelte Flavianus, Bischof von Konstantinopel, 448 eine Synode,  bei der Eutyches als Häretiker verurteilt und exkommuniziert wurde.
Eutichos aber- gelang es mit Unterstützung des Patriarchen von Alexandria Dioscoros eine weitere Synode in Ephesus einzuberufen, bei der er rehabilitiert wurde- während Flavianus, Eusebios und andere Bischöfe angegriffen und dann abgesetzt wurden.
Zu der Zeit war der Hl. Leo der Große der Papst, der die Synode von Ephesus für ungültig erklärte , indem er sie "Latrocinium Ephesinum" nannte, die Räubersynode von Ephesus, der Name unter dem dieses Geheimtreffen in die Geschichte einging.
Nachdem er Flavianus einen Brief geschickt hatte, in dem er die traditionelle Christologische Doktrin erklärte (Denz-H. 290-295) veranlaßte er Kaiserin Pulcheria (399-453) in Chalzedon in Bitynien ein neues Konzil zu organisieren.
Bei der dritten Sitzung des Konzils wurde der Brief von Papst Leo an Flavianus über die Inkarnation des Wortes vorgelesen und sofort- als der Lektor verstummte-  schrien alle Anwesenden einstimmig: "Das ist der Glaube der Väter, das ist der Glaube der Apostel. Wir alle glauben das, die Orthodoxen glauben das, Exkommuniziert sei. wer das nicht glaubt. So hat Petrus durch den Mund des Leo gesprochen". (Mansi, Sacrorum conciliorum nova et amplissima Collectio,VI, 971, Act. II).

Das Konzil von Chalzedon definierte sodann die Glaubensformel der Einheit der Person Christi als Person und die Dualität der Naturen der einen Person Christi- perfekter und wahrer Gott,  perfekter und wahrer Mensch, ein Subjekt in zwei unterschiedlichen Naturen.

Die dogmatische Definition von Chalzedon bekennt: "ein einziger und gleicher Sohn und unser Herr Jesus Christus ; perfekt in seiner Göttlichkeit und perfekt in seiner Menschlichkeit. Wahrer Gott und wahrer Mensch, gemacht aus vernünftiger Seele und Körper- eins mit dem Vater in der Göttlichkeit und eins mit uns Menschen in der Menschlichkeit -außer in der Sünde, gezeugt vom Vater vor der Zeit in der Göttlichkeit und in der Zeit von der Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, geboren in der Menschlichkeit für uns und unsere Erlösung". (Denz-H- 301) 


Samstag, 14. Dezember 2019

Socci denkt über die aktuelle Lage der Kirche und den Antichrist nach

Antonio Socci geht auf seinem blog "LoStraniero" der Frage nach, ob das aktuelle Ponitifikat z7u den Prophezeiungen und Erzählungen über den Antichrist paßt.
Hier geht´s zum Original: klicken


Der Hl. Paulus: "Er wird im Tempel Gottes sitzen und sich selbst als Gott ausgeben".
Die Prophezeiungen, die die Zeit und den Ort angeben, an dem sich die Herrschaft des Antichristen manifestieren wird, sind sehr beunruhigend ... Einige Seiten meines Buches "Der Götze Markt, die Kirche und der Antichrist"

Ein weiterer interessanter Fall ist die Erscheinung der Madonna in La Salette, 1846, die von der Kirche anerkannt wird. In der Botschaft vom 6. Juli 1851 wird gesagt, daß nicht noch einmal 2 mal 50 Jahre bis " der Antichrist geboren wird".
Im Geheimnis von 1879 das von Melania etliche Jahre nach der Anerkennung der Erscheinung (für das es noch keine Anerkennung durch die Kirche) liest man u.a.  " ...Rom wird den Glauben verlieren und wird Sitz des Antichrist".
Und dann "Die Kirche wird sich verfinstern; und die Welt wird bestürzt sein." (....)
Aber im 19. Jahrhundert ist die Mystikerin, die mehr und mit mehr Klarheit über den Antichrist gesprochen hat, Maria Valtorta (....)
Ihr verdanken wir auch die drei Bände mit den Diktaten übernatürlichen Ursprungs - von 1943 bis 1950 - die größtenteils Jesus Christus zugeschrieben werden und unter dem Titel Quaderni veröffentlicht wurden.
In einem dieser Diktate, vom 27. August 1943, also mitten im Zweiten Weltkrieg und der Totalitarismen, sagt Jesus zur Mystikerin: "Jetzt sind wir in einer Periode, die ich als die der Vorkäufer des Antichrist bezeichnen würde. Dann kommt die Zeit des Antichrist, der der Vorkäufer Satans ist. "
Welche Generation wird den Antichrist erleben?
Es sie so aus, als daß man aus dem Diktat vom 20. August 1943 schließen könnte. es sei die unsere, in dem  Jesus, dazu auffordert, für die zu beten, die diese Leiden erleben." ...viele von ihnen sind bereits auf der Welt."

Im Diktat vom 23. Juli sagt Jesus zu Valtorta: "Es ist logisch, daß in einer Welt, in der so viele spirituelle Lichter tot sind,  das kurze aber furchtbare Reich des Antichristen errichtet wird."
In diesem Kontext erklärt er, daß "viele Sterne von den Windungen Luzifers mitgerissen werden [...] Das sind die, die ich Salz der Erde und Licht der Welt genannt habe: meine Diener."
Und er fügt hinzu:" Die Kirche wird nicht sterben, weil ich mit ihr sein werde. Aber sie wird Stunden der Dunkelheit und des Schreckens kennen lernen, die denen meiner Passion ähneln."


Donnerstag, 12. Dezember 2019

S. Magister : Wer ist "frontrunner" beim nächsten Konklave?

Sandro Magister stellt bei Settimo Cielo die Kardinäle vor, die derzeit als Kandidaten für das nächste Konklave betrachtet werden.
Hier geht´s zum Original: klicken

"PROBE FÜR DAS KONKLAVE. DER NÄCHSTE PAPST WIRD VON SANT´  EGIDIO BENANNT WERDEN"
Zwei kürzliche Aktionen von Papst Franziskus haben die Aufmerksamkeit auf das Konklave gelenkt, das seinen Nachfolger wählen wird und auf die Namen der Kandidaten
Der erste Akt, der am 25. November vom Direktor der vatikanischen Pressestelle bekannt gegeben wurde, ist die Zustimmung des Papstes zum Rücktritt seines persönlichen Sekretärs, des Argentiniers Fabián Pedacchio Leániz, 55, der seit 2007 Mitarbeiter der Bischofskongregation ist.

Pedacchio, seit 2013 Franziskus´ persönlicher Sekretär, wird wieder hauptberuflich in der Kongregation tätig sein, in der er gerade wegen seiner Nähe zum Papst eine herausragende Rolle gespielt hat. Es ist absehbar, daß er dort in naher Zukunft auf eine höhere Ebene aufsteigen wird, verbunden mit der Ordination zum Bischof.

Dass ein Papst seinen persönlichen Sekretär präventiv vor Vergeltungsmaßnahmen in der Nachfolge schützen würde, ist ein Klassiker der vatikanischen Chroniken, an dem festzuhalten sich Jorge Mario Bergoglio ohne zu zögern, entschlossen hat.
Der zweite Akt, der am Sonntag, dem 8. Dezember, veröffentlicht wurde, ist die Berufung des philippinischen Kardinals Luis Antonio Gokim Tagle, 62, als neuer Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker - seit 2011 Erzbischof von Manila und seit 2015 Präsident von Caritas Internationalis.

Um an der Spitze von „Propaganda Fide“ Platz für ihn zu machen, zog Francis seinen Vorgänger, Kardinal Fernando Filoni brüsk aus seinem Amt zurück, trotz der Tatsache, dass er weder in Bezug auf sein Alter mit 73 oder auf die Dauer seiner Amtszeit, die 2021 enden sollte, seine Zeit überschritten hatte.

Zum Ausgleich hat der Papst Filoni die mehr ehrenvolle als wichtige Position eines Großmeisters der Ritter vom Heiligen Grab von Jerusalem übertragen. Die mangelnde Wertschätzung ist sowohl auf die Nähe des Kardinals zum neokatechumenalen Weg zurückzuführen, auf den der Papst sichtlich allergisch reagiert, als auch auf die Vorbehalte, die Filoni in zwei Interviews mit dem „L'Osservatore Romano“ und den Vatican-News gegen das am 22. September 2018 ratifizierte Geheimabkommen zwischen dem Hl. Stuhl und China zum Ausdruck brachte, das vom Papst stark befürwortet wird.


Sonntag, 8. Dezember 2019

An einem 8.Dezember....

wurde nicht nur 1854 das Dogma der Unbefleckten Empfängnis proklamiert, sondern 1864 der Syllabus veröffentlicht und am 8. Dezember 1869 von Papst Pius IX das I. Vaticanische Konzil eröffnet.Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS I. VATICANISCHES KONZIL, 150 JAHRE SPÄTER. DIE GRÜNDE PIUS´ IX ZUR VERTEIDIGUNG DES GLAUBENS." 
"Es wurde mit einer feierlichen Sitzung und einem von Pius IX formulierten Credo eröffnet. Bei diesem Konzil wurde das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit beschlossen. Und es ist das vielleicht am wenigsten verstandene von allen. 

Mit einem sehr starken "Credo" voller theologischer Bezüge, dazu gedacht, die Glaubenswahrheit zu erneuern. eröffnete Pius IX am 8. Dezember 1869 das I.Vaticanische Konzil. Das Datum des 8. Dezember wurde nicht zufällig gewählt. Es war Teil der Strategie Pius´IX, um den Glauben der Bevölkerung zu stärken-während die Ideen des Liberalismus Fuß faßten, Rom praktisch im Belagerungszustand war und man begann, den Glauben nicht durch die Brille der Wahrheit zu betrachten sondern durch die der Evolution.


150 Jahre I. Vaticanisches Konzil sind wohl eine Erinnerung und eine Überlegung wert. 

Angela Pellicari, die große Teile ihrer Studien damit verbracht hat, die Geschichtsschreibung des Risorgimento aus einem mehr dokumentarischen und also wahrheitsgemäßeren Gesichtspunkt zu überprüfen, schreibt in ihrer "Eine Geschichte der Kirche":  "Kurz vor der Eroberung Roms beruft Pius IX das I. Vatikanische Konzil ein. Nach fünfzehnhundert Jahren kehrt eine heidnische Vision des Lebens an die Macht zurück, die die Gewohnheiten und Institutionen der katholischen Bevölkerung zutiefst verstört: Das Volk ist nicht nur verarmt, es ist es schockiert, entmutigt, verbittert “.

Die Historikerin bezieht sich auf die Situation während des Risorgimento. Seit der Französischen Revolution hatten liberale Ideen begonnen, Europa Schritt für Schritt zu erobern. Und doch hatte schon die Französische Revolution den Glauben richtig angegriffen. Benedikt XVI hat als er am 5. September 2010 während seines Besuches in Carpineto Romano über die Situation sprach, in der Papst Leo XIII geboren wurde, betont, daß  "Europa nach der Französischen Revolution vom großen napoleonischen Sturm betroffen war. Die Kirche und zahlreiche Ausdrucksformen der christlichen Kultur wurden radikal in Frage gestellt (denken Sie zum Beispiel daran, daß die Jahre nicht mehr von Christi Geburt an, sondern vom Beginn der neuen revolutionären Ära gezählt wurden oder die Namen der Heiligen aus der Kirche, Kalendern, von den Straßennamen, aus den Dörfern  gestrichen wurden...). Die Landbevölkerung stand diesen Umwälzungen sicherlich nicht  positiv gegenüber und blieb an die religiöse Traditionen gebunden."


Das waren Ideen, die sich Bahn brachen und zum Lebenssaft einer antikatholischen Bewegung wurden. Man hat immer gedacht, dass Pius IX den Kirchenstaat verteidigte. Für Pius IX galt es jedoch nicht, zeitliche Privilegien zu verteidigen, sondern darum den Glauben zu verteidigen. Auch, weil - wie Pelliccari schreibt - daß - wie von den Feinden der Kirche vorgesehen- " konkret das Risiko bestand, daß nach dem Zusammenbruch der weltlichen Macht, aus Misstrauen auch die geistliche zusammenbrechen würde.  


Und dann- so fährt die Historikerin fort- tröstet Pius IX, beruhigt und macht Mut. Das Wort Jesu ist ewig und besiegt die Welt. Der Papst ist wirklich unfehlbar, denn das hat Christus Petrus versprochen. Das Vertrauen in die Unfehlbarkeit Petri gehörte schon immer zu den tiefsten Überzeugungen des christlichen Glaubens, wird aber als Dogma erst in der Konstitution "Pastor Aeternus" von 1870 als Dogma proklamiert, weil die Kirche auf das angebliche Fortschrittsgesetz reagieren muss, das zur Rechtfertigung antikatholischer Gewalt und Anpassung zur Zeit der christlichen Wahrheit  benutzt wird “.


Man kann das I.Vaticanische Konzil ohne das Dogma der Unbefleckten Empfängnis. das am 8. Dezember 1854 proklamiert wurde und ohne den Syllabus vom 8. Dezember 1864 nicht verstehen. Ein zusammenhängendes Projekt Pius´ IX, am 8. Dezember unterzeichnet, dazu gedacht, die Kirche zu verteidigen. 



Freitag, 6. Dezember 2019

Spannendes aus dem Geschichtsbuch der Kirche....Lesen!

Um die Frage , wer der schlechteste Papst der Kirchengeschichte war, beantworten zu können, führt
Roberto De Matteit bei Corrispondenza Romana - seine Leser zunächst ins mittelalterliche 10. Jahrhundert zurück - in dem einer seiner Kandidaten, Johannes XII, das Petrusamt inne hatte.
Hier geht´s zum Original:  klicken 

"WER WAR DER SCHLECHTESTE PAPST IN DER GESCHICHTE DER KIRCHE?" 

Wer war der schlechteste Papst in der Geschichte der Kirche? Viele glauben, daß das Alexander VI war, ein Papst der über die Maßen kritisiert wurde, aber laut Roberto Bellarmino war das Johannes XII (937-964 , der ihn als "omnium pontificum fere deterrimus», "quasi der schlechteste von allen Pontifices"(De Romano Pontifice, l. II, Kap. XIX, in De controversiis christianae fidei, Bei Societatem Minimam, Venetii 1599, p. 689) definierte.

Alberico II - Graf von Tusculum, Princeps von Rom von 932 bis 954 ließ sich,bevor er starb in den Petersdom tragen, zum Grab des Apostels - und ließ in Gegenwart von Papst Agapitos den römischen Adel schwören, daß sie nach dem Ableben des Papstes seinen Sohn zum Papst wählen würden, dem er den glückverheißenden Namen Octavian gegeben hatte. Als der Papst im Dezember 955 starb, wurde Octavian unter dem Namen Johannes XII zum Papst gewählt, obwohl er noch nicht das erforderliche kanonische Alter hatte, er war erst 18.

Nach der übereinstimmenden Beschreibung der Quellen war der junge Mann ein entschlossener Papst, der sein Leben der ungezügelten Freuden, denen er sich hingegeben hatte, nicht unterbrach,
als er auf den päpstlichen Thron gewählt wurde. Im Herbst 960 war er in einen Konflikt mit dem Marquis Berengario von Ivrea, der sich selbst zum König von Italien ernannt hatte, und mit dessen Sohn Adalbert geraten und bat  Otto I, den König von Deutschland zu Hilfe.
Otto zog an der Spitze seines Heeres nach Italien, besiegte Berengar und Adalbert und fuhr weiter nach Rom, wo er am 2. Februar 962, dem Fest Mariae Lichtmess, vom Papst feierlich zum Kaiser gekrönt wurde. Diese Krönung war der Gründungsakt des sogenannten "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation"

Diesem Akt folgte eine eine Woche später die Gewährung des sog. Privilegium Ottonis, ein Dokument, von dem noch heute eine Kopie in den Vatican-Archiven aufbewahrt wird, Das Dokument bestätigte einerseits alle territorialen Zugeständnisse, die von POipin II, dem Kurzen und Karl dem Großen und anderen, die ihnen folgten gegenüber dem Hl. Stuhl gemacht worden waren, und verpflichtete andererseits den Hl. Stuhl die Wahl eines Pontifex der vorherigen Zustimmung durch den Kaiser und seine Nachfolger zu unterwerfen. Otto kehrte dann nach PAvia zurück, aber Johannes brach den Treue-Eid, den er Otto geleistet hatte und ging ein gegnerisches Bündnsi mit dem alten Feind Adalbert ein.

Liutprando, Bischof von Cremona, berichtet in einem berühmten, kürzlich in philologisch korrekter Fassung wiedergegebenen Text über den Konflikt zwischen Papst und Souverän in den Jahren 960 bis 964 (De Iohanne Papa et  Ottone Imperatore, herausgegeben von Paolo Chiesa, Edizioni del Galluzzo, Florenz 2018). Der Kurator des Bandes nahm auch andere Dokumente in den Anhang auf, die dazu beitragen, ein vollständigeres Bild dieser Ereignisse zu vermitteln, beginnend mit den Seiten, die Johannes XII im Liber pontificalis gewidmet sind (S. 97-100 des Anhangs). Als er erfuhr, daß der Papst ein Bündnis mit Adalbert geschlossen hatte, versammelte Kaiser Otto in St. Peter eine Synode, an der die Bischöfe und Erzbischöfe seiner Anhänger, die Geistlichen, die römischen Kurialen und die Ältesten der Stadt und die Vertreter des Volkes teilnahmen.
Johannes XII entfernte sich jedoch aus der Ewigen Stadt.