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Sonntag, 19. Januar 2020

Fundstück

Peter Winnemöller hat für CNA den ersten Beitrag einer Serie über Ketzer verfaßt- und dafür Markion als einen der frühesten Häretiker der Kirchengeschichte ausgewählt.
Hier geht´s zum Original:  klicken 

Unter dem Titel:

"Gestatten, Markion der Erzketzer"


beginnt CNA die neue Serie über Ketzer - Zitat:

"Sie nannten ihn den Erzketzer. Er war wahrlich nicht der erste Irrlehrer der jungen Kirche. Schon der erste Johannesbrief kannte solche, mit denen die Gemeinde um die Wahrheit stritt. Markions Ketzerei war offensichtlich so dramatisch, dass sie alles bisher Dagewesene übertraf. So mag sich der Titel Erzketzer erklären lassen. Eusebius von Caesarea und Irenäus von Lyon erwähnen ihn. Tertullian widmet ihm mit "adversus marcionem" sogar eine eigene Schrift. Darin setzt sich der Kirchenvater sehr genau mit den Irrlehren Markions auseinander und widerlegt sie. Das mag den Rang des Irrlehrers zeigen, wenn sich die theologische Prominenz der Antike mit ihm beschäftigt." (...)

Quelle: CNA, P. Winnemöller

Donnerstag, 28. November 2019

Roberto De Mattei : Acies ordinata oder die Seelen unserer Toten unterstützen uns im Kampf

Roberto De Mattei befaßt sich in einem von Rorate Caeli veröffentlichten Beitrag u.a. mit dem Fegefeuer und den Seelen, die in ihm für das Ewige Leben gereinigt werden und mit dem, was sie im Kampf gegen das Böse tu  können.
Hier geht´s zum Original: klicken

DE MATTEI: UNSERE TOTEN: EINE LEGION VON SEELEN DIE UNS IM KAMPF UNTERSTÜTZT

"Wie die Jahre vergehen, wächst die Zahl derer, die wir kannten und die dieses irdische Leben vor uns verlassen haben. Was wir ihr Schicksal in der Ewigkeit sein? Nur Gott kennt das endgültige Schicksal der Seelen, aber es ist sicher. daß eine große Zahl, derer die im Stand der Gnade starben, die Schmerzen des Fegefeuers erleiden, in Erwartung der endgültigen Herrlichkeit des Himmels.
Diese Seelen sind Teil der leidenden Kirche, die zusammen mit der Ecclesia militans und der Ecclesia triumphans die Kirche Christi bilden. Tatsächlich- wie der Hl: Augustinus sagt- "Tota enim in Christo Ecclesia unum corpus est” (Enarr. In Ps,  148, PL, 51, 423): “tdie gesamte Kirche bildet den Leib Christi. 

Der mystische Leib Christi ist die Gründung der Heiligen bestehend aus drei Kirchen: 
der kämpfenden, der leidenden und der triumphierenden- je geformt von den auf der Erde Kämpfenden, den im Fegefeuer Geläuterten und den im Himmel Triumphierenden. 
Diese Civitas Dei kämpft gegen die civitas diabuli, die kein Fegefeuer hat, aber nur aus dem Verdammten und auf der Erde von den mit den Heeren Satans gegen die Heere Christi Kämpfenden geformt wird.

Die Kirche stellt dann an der Seite der Engel und der Heiligen im Himmel eine Legion heiliger Seelen im Fegefeuer auf, die in der Schlacht eine entscheidende Rolle spielen können. Sie können von sich aus nichts tun, dennoch können sie durch ihr unablässiges Gebet viel für uns tun.

Der Hl. Augustinus erklärt. wie die Verschiedenen nichts von den menschlichen Vorgängen, die gerade passieren, wissen, daß sie aber durch Göttliche Offenbarung oder durch die Engel oder die Seelen. die sich ihnen anschließen, nachdem sie die Welt verlassen haben etwas über gegenwärtige, frühere und zukünftige Ereignisse wissen können. Die Gegangenen nehmen so Anteil an den irdischen Ereignissen- nicht durch ihre Natur sondern durch die Göttliche Macht. Gott ist das Mittel, durch das wir die Verstorbenen erreichen können und durch das sie uns erreichen können.
(Mons. Antonio Piolanti, Il mistero della comunione dei santi, (The Mystery of the Communion of Saints), Desclée, Roma 1957, pp. 317-318).  


Montag, 15. Juli 2019

Der Hl. Bonaventura

"Der 15. Juli ist der Festtag des Hl. Bonaventura (Giovaanni di Fidanza) aus Umbrien, Minderbruder der Franziskaner, scholastischer Philosoph, Theologe und Mystiker, Ordensgeneral der Minderbrüder, Kardinal-Bischof von Albano, Kirchenlehrer. Er starb am 15. Juli 1274. "


           HEILIGER BONAVENTURA BITTE FÜR UNS!  

Hier der die Ansprache, mit der Papst Benedikt XVI bei der Generalaudienz am 3. März 2010
den Hl. Bonaventura vorstellte:  klicken
Die begann so- Zitat:

"Heute möchte ich über den hl. Bonaventura von Bagnoregio sprechen. Ich muß gestehen, daß ich eine gewisse Nostalgie verspüre, während ich euch dieses Thema unterbreite, da ich an die Nachforschungen zurückdenke, die ich als junger Gelehrter gerade zu diesem, mir besonders teuren Autor durchgeführt habe. 
Die Kenntnis seines Denkens hat meinen Ausbildungsgang in nicht geringem Maße beeinflußt. Mit großer Freude habe ich vor einigen Monaten eine Pilgerreise zu seinem Geburtsort, Bagnoregio, unternommen, einer kleinen italienischen Stadt in Latium, die voll Verehrung die Erinnerung an ihn bewahrt.
Er wurde wahrscheinlich 1217 geboren und starb 1274, lebte also im 13. Jahrhundert, einem Zeitalter, in dem der christliche Glaube, der tief in die Kultur und Gesellschaft Europas eingedrungen war, im Bereich der Literatur, der darstellenden Künste, der Philosophie und der Theologie unvergängliche Werke inspirierte. 
Unter den großen christlichen Gestalten, die zur Herausbildung dieser Harmonie zwischen Glaube und Kultur beigetragen haben, ragt Bonaventura hervor, ein Mann des Handelns und der Kontemplation, von tiefer Frömmigkeit und Klugheit in der Leitung."  (....)

Quelle: LEV, La Santa Sede


Freitag, 7. Dezember 2018

Fundstück zum Hl. Ambrosius

gefunden bei  Marco Gallino in seinem Löwenblog (grazie!)  
Hier geht´s zum Original:   klicken

Und das Fundstück unter dem Artikel "Sant´ Ambrogio" beginnt so:

"Der Heilige Ambrosius tritt uns hier in seinen bekanntesten Rollen entgegen: als Bischof von Mailand, erkennbar an Gewand, Stola, Mitra und Bischofsstab – und natürlich als Kirchenlehrer, aufgeschlagene Bücher allerorten. 
Darunter neben der Bibel mit Sicherheit Übersetzungen, die er selbst angefertigt hatte. Kritiker spotteten zwar, er machte aus gutem Griechisch schlechtes Latein, aber seine Position als einer der vier Großen unter den Lateinern ist davon wohl zu Recht unberührt. Die Feder und das Tintenschälchen im Hintergrund weisen explizit auf diese Tätigkeit hin." (….)





Hl. Ambrosius

Am Tag des Hl. Ambrosius  Hl.Messe nach ambrosianischem Ritus im Mailänder Dom.

          

                     HEILIGER AMBROSIUS BITTE FÜR UNS! 

Dienstag, 13. November 2018

breaking.....Erzbischof Viganòs Brief an die us-amerikanischen Bischöfe

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae aktuell über den Brief, den Erzbischof Viganò nach dem Abstimmungsverbot von Papst Franziskus an die US-amerikanischen Bischöfe geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"VIGANÒ SCHREIBT AN DIE US-AMERIKANISCHEN BISCHÖFE: SEID KEINE ÄNGSTLICHEN SCHAFE SONDERN MUTIGE HIRTEN." 

"Erzbischof Carlo Maria Viganò hat einen kurzen Brief an die in Baltimore vereinten amerikanischen Bischöf geschickt. Hier folgt der Text:

"Liebe Brüder im Bischofsamt in den USA, ich schreibe, um Sie an das heilige Mandat zu erinnern, das Euch am Tag Eurer Bischofsweihe erteilt worden ist: die Herde zu Christus führen.
Denkt über Sprichwörter 9:10 nach: die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit!
Verhaltet Euch nicht wie ängstliche Schafe, sondern wie mutige Hirten. Habt keine Angst, aufzustehen und das Richtige für die Opfer, die Gläubigen und Eure Erlösung zu tun.
Der Herr wird jedem von uns nach unserem Tun und unseren Versäumnissen geben.
Ich faste und bete für Euch.
Erzbischof Carlo Maria Viganò, Euer ehemaliger Nuntius"

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti, EB Viganò  

Sonntag, 8. Juli 2018

Fundstück: Peter Seewald & "sein" Weisheitslehrer

domradio. de berichtet unter dem Titel "Im Gespräch mit der Zeit", daß die Gesprächsbücher von Peter Seewald mit Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI Teil von Band 13 des Gesamtwerkes werden.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Hier ein Ausschnitt:

Weisheitslehrer
"Er selbst, bekannte der Journalist, sei eigentlich "kein großer Interviewer". Sein einziges großes Interview vor den Büchern mit Ratzinger habe er mit einer Hamburger Jugendgang geführt. 
Für die Gespräche mit dem Kirchenmann habe er sich dann intensiv vorbereitet, im festen Willen, diesem auch zuzuhören. Dabei stellte sich bei Seewald so manches Aha-Erlebnis ein: "Er hat eine sehr noble Art, einem etwas zu lehren." 
Benedikt XVI. sei ein "Weisheitslehrer". Dieser wiederum gab einmal zurück, dass ihn die Fragen seines Gegenübers einfach "herausgelockt" hätten." 

Quelle: domradio.de

Freitag, 17. November 2017

Fundstück

Gefunden bei CNA-Deuschland.
Dort berichtet Marco Mancini über den internationalen und interdisplinären Kongress  zum Thema
"Deus summe cognoscibilis. Die theologische Aktualität des heiligen Bonaventura".
Hier geht´s zum Fundstück : klicken

Titel:  "Benedikt über Bonaventura zum 800. Geburtstag" 

Der Papa emeritus hat wegen seiner Nähe und Verbindung zum Hl. Bonaventura ein Grußwort an die Kongresstreilnehmer geschrieben:

"Beim Betrachten des Programms für das Symposium fällt mir auf, um wie vieles reicher das Bild des heiligen Bonaventura in der Zwischenzeit geworden ist und wie viel er uns somit zu sagen hat, gerade in diesem besonderen Moment der Geschichte. 
Deshalb kann ich nur dankbar sein für das, was im Symposium vertieft und diskutiert werden wird. Ich freue mich schon auf alles, was ich durch die Lektüre der Texte lernen werde, wenn ich auch sicherlich nicht das gesamte, gewaltige Werk lesen werde können,  wie es im Programm angekündigt ist."

Quelle: CNA, M.Mancini, 

Samstag, 11. November 2017

Roberto De Mattei über die Luther-Wende von Papst Franziskus und einige historische Reminiszenzen

Prof. De Mattei beurteilt in einem Artikel bei "Corrispondenza Romana" die blasphemische Briefmarke des Vaticans zum Luther-Jubiläum als die "Luther-Wende" von Papst Franziskus. Nicht weniger als eine Wende also, also eine Kursänderung um 360 Grad, nicht mehr nicht weniger, die
von den meisten Katholiken mit erstaunlicher Gelassenheit hingenommen wurde.
Hier geht´s zum Original:  klicken
 

  "Papst Franziskus und sein "Luther-Wendepunkt"

"Am 31. Oktober 2016 hat Papst Franziskus das Luther-Jahr  mit einem Treffen der Repräsentanten des Luthertums in der Schwedischen Kathedrale von Lund eingeläutet. Seitdem folgten in der Katholische  Kirche Treffen und "ökumentische" Feiern einander ad abundantiam.

Genau ein Jahr später wurde der "Luther-Wendepunkt" durch einen symbolischen Akt besiegelt, dessen Ernsthaftigkeit nur wenige bemerkt haben. Die Vatican-Post hat eine Briefmarke herausgebracht, die das Geburtsdatum des Protestantismus am 31. Oktober 1517 feiert, das Datum, an dem Luther seine 95 Thesen ans Tor der Kirche in Wittenberg nagelte,

"5 Jahrhunderte Protestantische Reformation " kann man auf der Briefmarke lesen, die am 31. Oktober dieses Jahres vom Vatican-Briefmarken-Amt vorgestellt wurde.
Das offizielle Komuniqué beschreibt die Briefmarke so: "Sie zeigt den gekreuzigten Jesus im Vordergrund auf einem goldenen, zeitlosen Hintergrund, der die Stadt Wittenberg abbildet.
In Büßerhaltung-auf Knien rechts und links vom Kreuz- hält Martin Luther eine Bibel, Quelle und Mittelpunkt seiner Lehre, während Philip Melanchthon, Theologe und Freund Martin Luthers, einer der wichtigsten Protagonisten der Reformation, die Augsburger Konfession hält, die Confessio Augustuana, die erste Exposition der von ihm verfaßten protestantischen Prinzipien."


Freitag, 25. August 2017

Father Hunwicke spricht

Father Hunwicke läßt uns an seinen  Gedanken über das Amt des Bischofs von Rom und die Kurie teilhaben -ausgeschmückt mit kleinen ironischen Einsprengseln .
Hier gehte´s zum Original:  klicken

                                    "DIE RÖMISCHE KURIE" (1)
Jorge Bergoglio hat keine wie auch immer geartete Lehramtsautorität. Der Bischof von Rom dagegen schon. Aber Jorge Bergoglio ist natürlich Bischof von Rom; und als solcher - qua Bischof von Rom -besitzt Papst Franziskus eine beträchtliche Autorität - dogmatisch vom I. Vaticanischen Konzil definiert und in den beiden Codices Iuris Canonici als Gesetz formuliert.
Bischof von Rom zu sein ist, was zählt. Und als Bischof von Rom - wie Bischof von wo auch immer - bedeutet Bischof von irgendwo zu sein. Und Bischof von Irgendwo zu sein, bedeutet Bischof bestimmter Menschen zu sein....von bestimmten lebenden und atmenden christlichen Menschen.

Was ist ein Bischof? Es gibt eine (hauptsächlich anglophone) kirchliche Unterwelt, bevölkert von Menschen, die häufig "Episcopi vagantes" genannt werden, "Wanderbischöfe".
Das sind Personen, die sich privat selbst eine technisch "gültige" Weihe gesichert haben.
Viele Leute vermuten, daß ihre Motive das zu tun, persönliche Eitelkeit war, weil sie Bischöfe sind, die nicht von den  dichten und ernsten Reihen ihres Presbyteriums umgeben sind, noch freudige und emsige Ministranten am Altar um sich haben und denen das stürmische, manchmal unordentliche Volk "ihrer" Laienschaft - laos - fehlt. Und sie, diese Episcopi vagantes, sind nicht in friedlicher Kommunion mit dem Apostolischen - oder in der Tat mit irgendeinem anderen - Stuhl, weit davon entfernt.

Im Gegenteil- in der Katholischen (und Orthodoxen) Ekklesiologie ist ein Bischof ein Mann, der die Funktionen des hohen bischöflichen Amtes im Kontext des strukturierten Kirchenlebens der Menschen, Diakone, Presbyter ausübt.
Eine Versammlung von Christen, die so strukturiert ist, ist als Ortskirche bekannt. Wie jeder andere Diözesan-Bischof  ist der Papst, der Bischof von Rom, ein Bischof mit einem Presbyterium, einer Diakoneia  und einem Laos. Er ist kein einsames, isoliertes Individuum, mit technisch gültiger Weihe und einer technisch gültigen Electio in Summum Pontificem in der Tasche. Er ist - um es so auszudrücken- kein Papa vagans.
Mit seiner üblichen Klugheit argumentierte der Selige Henry Newman im Fall einiger frühen Päpste, die Anzeichen doktrinalen Schwankens zeigten, daß - weil das auftrat, nachdem sie in Byzantinischen Gefängnissen zusammengeschlagen worden waren, das keinen Einfluss auf das Papstamt hatte, weil sie als Individuen handelten - physisch und moralisch isoliert von ihrer Ekklesia.


Mittwoch, 23. August 2017

Fundstück

Gefunden haben wir es bei ilblogdiraffaella -grazie tanto!-   klicken

Bei seinem Besuch in Sulmona am 4.Juli 2010 sprach Papst Benedikt XVI auf der Piazza Garibaldi über den Hl. Papst Coelestin V, der in der inneren Stille, die Stimme Gottes hören konnte.


       

Hier geht´s zum deutschen Gesamttext der Predigt  klicken 

und ein kleiner Ausschnitt, der uns in Zeiten eines wirren Pontifkates daran erinnert, worum es im Katholizismus wirklich geht:

"....800 Jahre sind seit der Geburt des Hl. Pietro Coelestin V vergangen, doch aufgrund der bekannten Wechselfälle seiner Zeit und seines Pontifikats sowie vor allem wegen seiner Heiligkeit bleibt er in der Geschichte. Die Heiligkeit nämlich verliert nie ihre Anziehungskraft, sie gerät nie in Vergessenheit, sie kommt nie aus der Mode, im Gegenteil: Mit der Zeit glänzt sie in immer hellerem Licht und bringt so das immerwährende Streben des Menschen nach Gott zum Ausdruck. Dem Leben des hl. Pietro Coelestin möchte ich nunmehr einige Lehren entnehmen, die auch für unsere Tage Geltung besitzen." ....


Sonntag, 23. April 2017

Fundstück: Ein Kirchenlehrer...

Interview von Agathe Lukassek für  katholisch.de mit Peter Seewald mit dem Titel

                             "EIN KIRCHENLEHRER DER MODERNE"

hier geht´s zum Original: klicken

das so beginnt:

"Frage: Herr Seewald, haben Sie Benedikt XVI. seit dem Erscheinen Ihres letzten gemeinsamen Interviewbuchs im September 2016 getroffen?


Seewald: Ja, ich habe ihn im Dezember besucht und werde nochmal im Mai hinfahren, wenn der Trubel um seinen 90. Geburtstag vorbei ist. Diese Treffen dauern rund eine Stunde und ich habe immer Fragen im Gepäck, denn die Menschen wissen immer noch viel zu wenig über Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. So kommt es eigentlich nie zu einem klassischen Plausch. Jede Begegnung ist auch immer ein Arbeitstreffen. Wir sind ja keine Freunde geworden. Für meine journalistische Arbeit ist die kritische Distanz unerlässlich; Hofberichterstattung hat keinen Wert." (.....)

Quelle: katholisch.de, A.Lukassek


Mittwoch, 19. April 2017

Benedikt XVI- der Papst des Mutes. Zum 12. Jahrestag seiner Wahl zum Papst.

Angela Ambrogetti  bespricht für ACI/Stampa das neue Buch von Mimmo Muolo über den Papa Emeritus, das den Titel "Der Papst des Mutes" trägt:  klicken

"DER MUT BENEDIKTS XVI, EIN UNGEWÖHNLICHES PROFIL IN EINEM BUCH"

Mut. Das ist der Schlüssel, den Mimmo Muolo, Vaticanist und stellvertretender Chefredakteur von "Avvenire", gewählt hat, um das Pontifikat und das Leben Benedikts XVI zu lesen.
Zum Jahrestag der Wahl Benedikts XVI haben wir drei Bücher und ein Interview über das Interview des bayrischen Papstes ausgesucht und beginnen mit seinem Mut.

                                                             
Der Papst des Mutes ist tatsächlich der Titel eines anläßlich des 90. Geburtstags Joseph Ratzingers erschienen Buches.
Ein trockener Band, ohne feierlichen Ton aber mit einer interessanten, nicht banalen Relecture einiger Passagen des Pontifikates, das jene. die ihm folgen konnten, überrascht hat.

Und der Schlüssel liegt im Mut, genauer dem Mut, auch unbequeme, manchmal dramatische Situationen anzugehen, mit Ruhe und dem Vertrauen, das nur ein Mensch mit tiefem Glauben haben kann.

Alles ist vom ersten Kapitel an klar: der reale Papst oder der wahrgenommene Papst.

Eine der großen Schwierigkeiten des Pontifikates beruhen genau darauf. Wie wurde das  Handeln Ratzingers wahrgenommen? Wie hat die Presse darüber berichtet, die sich hastig und oberflächlich von Schlagzeilen und abgebrochenen Sätzen ernährt.

Muolo untersucht viele der prekären Momente aus einem anderen Blickwinkel.
Im Kapitel, das der Beziehung zur Welt gewidmet ist, demontiert Muolo klar und Stück für Stück den
Gedanken der "Schließung", den einige vorgebracht haben.

Das Negative der Interpretation einiger Texte, entstand nur aus einer oberflächlichen Lektüre.

Ein Beispiel für alle ist die Regensburger Rede. Die wahre negative Wirkung wurde durch die Art ausgelöst, wie eine bestimmte Presse diesen Text gelesen hat. Und der wirkliche Schaden war, "daß das richtige Verstehen dessen was der Papst sagen wollte. so verhindert wurde. de facto ist der Kern seiner Botschaft (und auf gewisse Weise auch des Pontifikates, was seine Beziehung zur Welt angeht) ist der Gedanke. daß der christliche Gott Liebe ist, aber auch logos, also die Vernunft."

Der Mut Benedikts beruhte auf dieser "erweiterten Vernunft", die dem Glauben nicht fehlen darf.

Verstehen wir es richtig, wie Muolo sehr gut erklärt, Ratzingers Glaube ist Glaube für Gelehrte. Es handelt sich also um einen mit der Intelligenz befreundetet Glauben, nicht umgekehrt. "Populär ja-wie die Tatsache zeigt, daß der große Theologe sich fortwährend zum Pilger zu den großen und kleinen Marienheiligtümern (von Aparecida zu Guadalupe, von Altötting zu Santa Maria di Leuca,von Fatima nach Lourdes) der ganzen Welt machte, aber nie populistisch oder -noch schlimmer- zu von Ignoranz oder ein bißchen Aberglauben gekennzeichneten gewissen Erscheinungen."


Sonntag, 16. April 2017

Fundstück: "Der letzte Abendländer"

gefunden haben wir diesen wahrhaft lesenswerten Text bei David Bergers "philosophia perennis" 
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                   "DER LETZTE ABENDLÄNDER AUF DEM THRON PETRI"
und er beginnt so: 

"Heute wird der „Papa emeritus“, Benedikt XVI. 90 Jahre alt. Außer Pius XII. wurde in den letzten 100 Jahren vermutlich keinem anderen Papst so viel ungerechte Einschätzung zuteil, wie diesem Papst. Wenn man Pius XII. als den letzten wahren Römer auf dem Stuhl Petri bezeichnet, so muss man wohl Papst Benedikt XVI. als den letzten echten Abendländer* in diesem Amt bezeichnen. In ihm kulminiert noch einmal die ganze Größe jener geistigen Heimat, die derzeit in Windeseile zu zerfallen droht.(...)"

Quelle:  David Berger, philosophia perennis, 

Donnerstag, 13. April 2017

Fundstück : "Der stille Antipopulist"

                      
                        "Der stille Anti-Populist";
so überschreibt Peter Seewald seinen Beitrag zum 90. Geburtstag des Emeritus für die Tagespost.
Hier geht´s zum Original: klicken

".... Benedikt, der sich bei seinem Amtsantritt als „einfacher Arbeiter im Weinberg“ des Herrn vorstellte, erwies sich als der „stille Papst“. Zwischen seinem lauten Vorgänger und seinem lauten Nachfolger war er ein Mann der leisen Töne. Er bestach durch seine noble Art, seinen hohen Geist, die Redlichkeit der Analyse und die Tiefe und Schönheit seiner Katechese. Nicht eine kühle Professoren-Religion wollte er anbieten."......

Quelle: Tagespost, Peter Seewald


Montag, 20. März 2017

Filioque.....der Dreh-und Angelpunkt bei der Ökumene mit den Orthodoxen.


Father Hunwicke hat sich im Rahmen seiner Überlegungen zur Ökumene, Gedanken über das Filioque im Credo von Nicäa gemacht und läßt uns bei liturgicalnotes an ihnen teilhaben.
Hier geht´s zum Original:   klicken


                                                    "FILIOQUE"
"Ich habe nicht die Absicht, denen, die die groben Umrissse schon kennen, zu erklären, worum es hier ab initio geht. Nur einige Fakten hinzufügen, die vielleicht einige noch nicht kennen.

1995 hat der Päpstliche Rat für die Christliche Einheit ein gelehrtes und interessantes Papier veröffentlicht, in dem suggeriert wird, daß die fehlende Korrelation zwischen dem griechischen Wort
ekporeuesthai und dem lateinischen procedere "hervorgehen" Teil des Problems i
Ekporeuesthai  bezieht sich auf den Ursprung des Heiligen Geistes innerhalb der ewigen und glorreichen oikonomeia der Heiligen Dreifaltigkeit.
Und weil der Vater der Ursprung (aitia) des Beginns der beiden anderen Personen ist, muß der Geist klarerweise vom Vater allein ausgehen. Vorzuschlagen, er können ebenso aus dem Sohn hervorgehen, birgt die Gefahr-zwei Quellen der Göttlichkeit zu postulieren- und so an zwei Götter zu glauben.

Procedere ist andererseits ein Wort mit breiterer Bedeutung. Es teilt sowohl die Bedeutung von ekporeuesthai als auch von aussenden (proienai) des Geistes durch den Sohn  in der Zeit. Und es schließt die Möglichkeit ein, festzustellen, daß der Geist vom Vater durch den Sohn ausgeht. Als die Westkirche gegen den Arianismus kämpfte, schien es wichtig zu sein, die volle Göttlichkeit des Sohnes zu hüten und Seine authentische Missio des Geistes ins Glaubensbekenntnis aufzunehmen. 
Man könnte also argumentieren,  daß das filioque mit ekporeuethai schwer irrtümlich sei, weil es gleichbedeutend mit Polytheismus ist, während das weitermachen ohne das Filioque sehr zum Arianismus tendiert.

Es ist wohlbekannt, daß Rom das Hinzufügen des filioque zum Glaubensbekenntnis streng verbietet, wenn es griechisch (oder aus dem Griechischen übersetzt) ist- ob bei unierten Byzantinern oder im Kontext der Ökumene. Aber sie hatte keine Eile, das filioque aus dem Credo zu entfernen, wenn es lateinisch (oder aus dem Lateinischen übersetzt) benutzt wird.


Im Jahr 2000 kam es zu einer signifikanten neuen Entwicklung. Kardinal Joseph Ratzinger verfaßte ein Dokument- mit dem Titel "Dominus Iesus", das sofort Ziel hysterischen Mißbrauchs durch Analphabeten wurde, die es nicht lesen konnten (einschließlich des armen George Carey). 

Sie erinnern sich sicher an das Geschrei, das zu der Zeit von der öku"manischen" (ecumaniac) Industrie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Katholischen Kirche erhoben wurde.
Dieser Furor hat gelegentlich immer noch einen Nachhall. Das ist und war unglücklich: das Dokument präsentiert einige interessante, in jeder Weise ökumenische Vorschläge. Nicht der geringste dabei ist der, als Fundament des Christlichen Glaubens das Credo von Nicäa in Latein und ohne das filioque anzugeben.

Es würde mir kaum Schlaflosigkeit verursachen, wenn ein Römischer Pontifex das filioque aus dem lateinischen Credo entfernen würde. Aber es würde einige Spuren hinterlassen, z.B. das quicumque vult. Und ich kenne einen Anglikanischen Priester, der sehr orthodoxophil ist, der an einem bestimmten Punkt des Credo die Lippen zusammenpreßt. Aber wenn er in College-Kapellen hier in Oxford Dienst tut, muß er es singen, in der Litanei "hervorgegangen aus dem Vater und dem Sohn..." weil es sonst eine verheerende Verwirrung gäbe, wenn der Chor seine Worte wiederholen muß. 

Der gelehrte Dom Benedikt von Silverstream hat mir einmal eine Version des Pange Lingua gezeigt, in der ein West-Orthodoxer die Doxologie des Hl. Thomas neu geschrieben hatte.....

Nein, ich würde diese Wege nicht gehen wollen. Der Lateinische Westen hat genau so ein Recht auf die Integrität seines eigenen Erbes, wie es der Byzantinische Osten hat. Am besten läßt man die schlafenden Hunde in Ruhe.....


Und wir tapferen Presbyter des Ordinariates werden auch kaum vergessen, daß das filioque von dem syrisch-griechischen Hl. Theodore, den der Hl. Papst Vitalian (657-672) nach Canterbury schickte, in der Englischen Kirche eingeführt wurde. Ich denke wir könnten die ....Englisch-Orthodoxen in einem saftigen Streite bei den Hörnern packen, indem wir sie fragen, ob die "Angelsächsische Kirche" des Hl. Theodore orthodox war... oder nicht....


Quelle: liturgicalnotes., Father J.Hunwicke


Sonntag, 12. März 2017

"Der Teufel erweist sich als Schriftkenner"


Zur  Versuchungsgeschichte Jesu, speziell zur zweiten Versuchung, in der der Teufel die Hl. Schrift zitiert (Psalm 91, 11f) hat Papst Benedikt XVI Erhellendes geschrieben, das wir hier zitieren möchten.

"Der Teufel erweist sich als Schriftkenner, der den Psalm genau zu zitieren weiß, das ganze Gespräch der zweiten Versuchung erscheint förmlich wie das Streitgespräch zweier Schriftgelehrter. Der Teufel tritt als Theologe auf, bemerkt Joachim Gnilka dazu.

Wladimir Solowjew hat dieses Motiv in seiner "Kurzen Erzählung von Antichrist" aufgenommen: der Antichrist empfängt von der Universität Tübingen den Ehrendoktor der Theologie, er ist ein großer Bibelgelehrter.(.....)
Die Interpretation der Bibel kann effektiv ein Instrument des Antichrist werden . Das sagt uns nicht erst Solowjew, das ist die innere Aussage der Versuchungsgeschichte selbst. Aus scheinbaren Ergebnissen der wissenschaftlichen Exegese sind die schlimmsten Bücher der Zerstörung der Gestalt  geflochen Jesu, der Demontage des Glaubens geflochten worden.

Heute wird die Bibel weithin dem Maßstab des sogenannten modernen Weltbildes unterworfen, dessen Grunddogma es ist, daß Gott in der Geschichte gar nicht handeln kann- daß also alles, was Gott betrifft, in den Bereich des Subjektiven zu verlegen sei. Dann spricht die Bibel nicht mehr von Gott,dem lebendigen Gott, sondern dann sprechen nur noch wir selber und bestimmen, was Gott tun kann und war wir wollen oder sollen. 
Und der Antichrist sagt uns dann mit der Gebärde hoher Wissenschaftlichkeit, daß eine Exegese, die die Bibel im Glauben an den lebendigen Gott liest und ihm selbst dabei zuhört, Fundamentalismus sei, nur seine Exegese, die angeblich rein wissenschaftliche, in der Gott selbst nichts zu sagen hat, sei auf der Höhe der Zeit.
Das theologische Streitgespräch zwischen Jesus und dem Teufel ist ein alle Zeiten betreffender Disput um die rechte Schriftauslegung , deren grundlegende hermeneutische Frage die Frage nach dem Gottesbild ist. Der Streit um die Auslegung ist letztlich ein Streit darum, wer Gott ist.
Dieses Ringen um das Gottesbild (....) entscheidet sich aber konkret am Bild Christi. Ist er, der ohne weltliche Macht geblieben ist, wirklich der Sohn des lebendigen Gottes?"

Benedikt kehrt dann zur Versuchungsgeschichte und der zweiten Versuchung zurück:

"Der Punkt um den es geht, erscheint in der Antwort Jesu (Mt. 4,7) , die wiederum dem Deuteronomium (6,16) entnommen ist: "Du sollst den Herrn, Deinen Gott, nicht versuchen!"
Das ist im Deuteronomium eine Anspielung auf die Geschichte, wie Israel vor Durst in der Wüste umzukommen drohte. Es kommt zu einer Rebellion gegen Mose, die zu einer Rebellion gegen Gott wird, Gott muß zeigen, daß er Gott ist. Diese Rebellion gegen Gott wird in der Bibel so beschrieben:
"Sie stellten den Herrn auf die Probe, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht? (Ex 17,7)
Es geht also um das, was schon angeklungen war: Gott muß sich dem Experiment stellen. (....)
Wenn er jetzt den in Psalm 91 zugesagten Schutz nicht gewährt, dann ist er eben nicht Gott. Dann hat er sein eigenes Wort und sich selbst falsifiziert.

Die ganze große Frage, wie man Gott  erkennen kann und wie man ihn nicht erkennen kann, wie der Mensch zu Gott stehen und wie er ihn verlieren kann, steht hier vor uns. Der Hochmut, der Gott zum Objekt machen und ihm Laborbedingungen auferlegen will, kann Gott nicht finden.
Denn er setzt bereits voraus, daß wir Gott als Gott leugnen, weil wir uns übr ihn stellen. (...)
Wer so denkt, macht sich selbst zu Gott und erniedrigt dabei nicht nur Gott sondern die Welt und sich selber."

Quelle. Joseph Ratzinger, Jesus von Nazareth, S. 64-66





Mittwoch, 22. Februar 2017

Was in Antiochia geschah. Roberto de Mattei fordert die öffentliche Korrektur des Papstes.

Roberto de Mattei rechtfertigt die "öffentliche Korrektur" des Papstes, den die vier Kardinäle angekündigt haben,  anhand des historischen Beispiels des Briefes an die Galater.
Hier geht´s zum Original:  klicken


                               "DER VORFALL VON ANTIOCHIA"

                                                         

       "WENN DIE ÖFFENLTICHE KORREKTUR DRINGEND NOTWENDIG IST"

Darf man einen Papst öffentlich für sein verwerfliches Tun korrigieren?  Oder muß die Haltung eines Gläubigen die des bedingungslosen Gehorsams sein, bis zu dem Punkt, welches Wort oder welche Geste auch immer zu rechtfertigen, selbst wenn die offen skandalös sind?
Einigen Bestimmten zufolge, wie dem Vaticanista  Andrea Tornielli, darf man den Papst von Angesicht zu Angesicht sein Mißfallen ausdrücken, aber nicht öffentlich. Diese These enthält trotz allem ein wichtiges Eingeständnis.
Der Papst ist nicht unfehlbar. außer wenn er ex cathedra spricht.  Wenn nicht, wäre Dissens nicht erlaub , selbst nicht im Privaten, der einzige Weg wäre dann das Schweigen.

Im Gegenteil, der Papst, der nicht Christus ist, sondern lediglich sein Repräsentant auf Erden, kann sündigen und sich irren. Aber ist es wahr, daß er nur im Privaten und niemals öffentlich korrigiert werden darf?
Um darauf zu antworten, ist es wichtig, sich an das historische Beispiel zu erinnern, das uns die Goldregel für unser Verhalten gibt, -bekannt unter dem Namen "Vorfall von Antiochia"
Der Heilige Paulus erinnert mit diesen Worten im Brief an die Galater daran, der wahrscheinlich zwischen den Jahren 54 und 57 geschrieben wurde.

"[....] ...daß ich mit dem Evangelium für die Unbeschnittenen betraut bin, wie Petrus mit dem für die Beschnittenen. Denn der, der Petrus zum Aposteldienst unter den Beschnittenen befähigt hat, hat auch mich zum Aposteldienst unter den Heiden befähigt. Und als sie die mir zuteil gewordene Gnade erkannten, gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft. Wir sollten zu den Heiden, sie zu den Beschnittenen gehen.
Sie haben uns nur darum gebeten, uns an die Armen zu erinnern, was zu tun, ich mich auch sorgfältig bemüht habe."

                                     "Der Zwischenfall von Antiochia"   

"Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er im Unrecht war.
Bevor nämlich einige Leute von Jakobus kamen, hielt er Tischgemeinschaft mit den Heiden. Als sie aber erschienen, zog er sich zurück und sonderte sich ab aus Furcht vor den Beschnittenen. An seiner Heuchelei beteiligten sich auch alle übrigen Juden, sodaß sich sogar Barnabas durch ihr heuchlerisches  Verhalten mitreißen ließ.
Aber als ich sah, daß sie von der Wahrheit des Evangeliums abwichen, sagte ich in Gegenwart aller zu Petrus : Wenn du als Jude heidnisch und nicht jüdisch lebst, wie kannst du da die Heiden zwingen, wie Juden zu leben? " (Gal. 2, 7-14)


Samstag, 17. September 2016

Nachtrag zum Hl. Robert Bellarmin

Im Februar 2011 stellte Papa emeritus Benedikt XVI bei einer Generalaudienz den Hl Robert Bellarmin vor.
Hier geht´s zum deutschen Text dieser Katechese:   klicken

Hier ein Ausschnitt:

"In den Schriften dieses mit Leitungsämtern betrauten Mannes ist – obgleich er seine Empfindungen hinter Zurückhaltung verbirgt – der Primat, den er den Lehren Christi zuschreibt, sehr deutlich spürbar. 
Der hl. Bellarmin ist somit ein Vorbild für das Gebet, die Seele jeder Tätigkeit: ein Gebet, das auf das Wort des Herrn hört, sich an der Betrachtung seiner Größe erfreut, sich nicht in sich selbst verschließt, sondern sich freudig Gott hingibt. 
Ein Merkmal von Bellarmins Spiritualität ist die lebendige und persönliche Wahrnehmung der grenzenlosen Güte Gottes. Daher fühlte sich unser Heiliger wirklich als geliebter Sohn Gottes, und es war ein Quell großer Freude, sich in innerlicher Ruhe und Einfachheit im Gebet, in der Betrachtung Gottes zu sammeln. 
In seinem Buch De ascensione mentis in Deum – Erhebung des Geistes zu Gott –, das nach dem Muster des Itinerarium des hl. Bonaventura aufgebaut ist, ruft er aus: »O Seele, dein Vorbild ist Gott – die unendliche Schönheit, das Licht ohne Schatten, der Glanz, der Sonne und Mond übertrifft. Erhebe die Augen zu Gott, in dem sich die Urbilder aller Dinge finden und von dem wie aus einem Quell unendlicher Fruchtbarkeit diese schier unendliche Vielfalt der Dinge ausgeht. Daraus schließe: Wer Gott findet, findet alles; wer Gott verliert, verliert alles.«"

Quelle: LA Santa Sede, LEV