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Dienstag, 4. Februar 2020

Kardinal Müller spricht vernichtenden Klartext über die Frankfurter Synodalbemühungen

Maike Hickson kommentiert in LifeSiteNews anhand von Beurteilungen von Kardinal Müller, Rudolf Gehrig und Prof. Lehner die erste Ertappe des Synodalen Weges von DBK & ZdK.
Hier geht´s zum Original: klicken

"KARDINAL MÜLLER: DIE DEUTSCHES SYNODAL-VERSAMMLUNG HEBT DIE KIRCHEN-VERFASSUNG  NACH GÖTTLICHEM RECHT AUF"
"In einem suizidalen Prozess hat die Mehrheit entschieden, daß ihre Entscheidungen gültig sind selbst wenn sie der Katholischen Lehre widersprechen" .

In seinen Kommentaren gegenüber LifeSiteNews kritisiert Kardinal Gerhard L-. Müller die erste Generalversammlung des "Synodalen Weges" der DBK massiv und vergleicht sie mit dem Ernächtigungsgesetz der Nationalsozialisten von 1933 und sagt, daß sie die "Konstitution Göttlichen Rechts der Kirche "aufhebt und sich so von der religiösen Mission der Kirche abwendet.

Der deutsche Synodale Weg hat vier Diskussionforen eingerichtet, die darauf abzielen, die Lehre und Disziplin der Kirche zu wichtigen Themen. wie z.b. Frauenweihe, Zölibat, Homosexualität und Empfängnisverhütung in Frage zu stellen.
Die erste Versammlung fand vom 30.1. bis 1.2.in Frankfurt mit 230 anwesenden Mitgleidern statt.
Am 2. Tag ihre Treffens stimmte die Versammlung ihrer Verfahrensordnung zu, die den Laien und Frauen (jeder Entscheidung muß von der Mehrheit der weiblichen Mitglieder zugestimmt werden) großes Gewicht verleiht.

Diese Verfahrensordnung ist jetzt von mehr als 90% der Synodenteilnehmer approbiert worden-. Jetzt fordern sie, daß ein Vorschlag als angenommen gilt, wenn ihm außer der Mehrheit der weiblichen Teilnehmer 2/3 der Bischöfe und die Synodenversammlung zustimmen.

Eine der Schlüsselentscheidungen dieses Treffens war, daß die Teilnehmer den Vorschlag von  5 konservativen Bischöfen -unter ihnen Kardinal Rainer Woelki und Bischof Rudolf  Voderholzer, ablehnten, die am Freitag forderten, daß Vorschläge, die der Kirchenlehre widersprechen, der Synodenversammlung nicht zur Abstimmung vorgelegt werden.

Laut der deutschen katholischen Zeitung "Die Tagespost" haben die fünf Bischöfe verlangt, daß es in den Diskussionsforen Einstimmigkeit statt einer einfachen Mehrheit geben müsse-wie es in den Synodenregeln erst vorgesehen war.
Die Bischöfe haben zum Vorschlag der Einstimmigkeit Folgendes geschrieben:

"Die ist gegeben, wenn alle dem TExt zustimmen oder wenn höchstens 3 der anwesenden Personen dagegen stimmen. Sie ist nicht gegeben, wenn mindestens 4 Personen dagegen sind oder wenn es einen Widerspruch zwischen dem Text und der Lehre der Kirche gibt. Wenn das Abstimmungsergebnis dreimal negativ ist, kann der ursprüngkliche Text beim Synodalen Weg nicht weiter benutzt werden." 

Es ist offensichtlich, daß diese deutschen Bischöfe versucht haben, sicher zu stellen, daß der Synodale Weg nur über Themen abstimmt, die mit der permanenten und definitiven Lehre der Kirche übereinstimmen.


Dienstag, 3. Dezember 2019

Wenn Nonnen zu viel beten....

R. Cascioli berichtet in einem Leitartikel für La Nuova Bussola Quotidiana über die Kommissionierung eines kontemplativen Clarissinnen-Klosters in Italien und ihre Folgen und zeigt
daß der Umgang mit den FFI keine Einzelfall in der barmherzigen Kirche des aktuellen Pontifikates war,  Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIESE CLARISSINNEN BETEN ZU VIEL." AUS DEM KLOSTER VERJAGT." 

Die unglaubliche Geschichte von Suor Maria Giuliana und den anderen 5 Nonnen aus dem Kloster von Porto Viro in der Provinz Rovigo und der Diözese Chioggia, die vor zwei Jahren erlebten wie ihre Gemeinschaft vor zwei Jahren auf Bitten des Bischofs von Chioggia und Provinzials der franziskanischen Provinzen und zerstört wurde: die Mutter Oberin wurde öffentlich  des Hörigmachens der Schwestern und wirtschaftlicher Skandale beschuldigt, aber die Wurzeln des Problems liegen im langen Widerstand von Suor Maria Giuliana gegen den Versuch, das kontemplative Leben und die Regel der Hl. Klara zu verstümmeln. Unter den Hauptanklagepunkten : das Vorhandensein von Statuen des H. Erzengels Michael im Kloster.

"Sag die Wahrheit, sehe ich für dich verrückt aus?"
Nein, das würde ich nicht sagen, Zweifellos traurig über die erlittene Ungerechtigkeit. Hartnäckig darin, die Wahrheit wiederherstellen zu wollen- aber verrückt sicher nicht.
Schwester Maria Giuliana der Eucharistie (im bürgerlichen Leben Maria Giuliana Ravegnan) wurde von ihren Vorgesetzten wiederholt beschuldigt, verrückt zu sein und gezwungen, in einem Pflegeheim zu leben. Ein Schicksal, dem sie entkommen konnte, indem sie darum bat, den Orden verlassen zu dürfen. Heute lebt sie zusammen mit fünf anderen Schwestern in einem kleinen Gebäude in der Nähe von Rovigo, wo wir sie besucht haben.

Das Kreuz und einige Statuen im Garten lassen verstehen, daß dieses zweistöckige Haus  anders ist als die anderen Nachbarhäuser. Im Inneren ist alles so eingerichtet, eine klösterliche Atmosphäre zu schaffen: der kleine Eingangsraum fungiert als Parlatorium, das Wohnzimmer wurde zu einer Kapelle umgestaltet, im Obergeschoss ist die Klausur. Suor Maria Giuliana und die anderen haben eine monastische Gemeinschaft wieder gegründet, basierend auf den Regeln der Hl. Clara, aber für die Ordenskongregation sind dieses geweihten Frauen keine Nonnen mehr.
Ihr Vergehen?
Sie haben sich nicht der Kommissionierung der Gemeinschaft "Unbeflecktes Herz Mariens", der Clarissinnen von Porto Viro unterworfen, deren Äbtissin Maria Giuliana, die "Mutter" 23 Jahre lang, bis zum 12. August 2017 war.

Dienstag, 20. August 2019

Sind diese Dominikanerinnen die Nächsten?

Hilary White kommentiert für OnePeterFive das Vorgehen des Vaticans gegen das Dominikanerinnen-Kloster "Zur Hl. Verkündigung"  in der Toscana- ein Vorgehen nach inzwischen
bekanntem Muster. Hier geht´s zum Original:  klicken

"NONNEN DES DOMINIKANERORDENS IN DER TOSCANA GEGEN DEN VATICAN. HILFE VON DEN EINHEIMISCHEN"
"Spät im Juni haben wir aus einem Städtchen in der Toskana eine Warnung erhalten, daß ein weiteres Ordenshaus mit der falschen Einstellung einer -inzwischen gefürchteten- vaticanischen "Visitation" entgegen sieht. Das kontemplative Dominikanerinnen-Kloster in Marradi, seit 400 Jahren das spirituelle Herz der kleinen Bergstadt ist durch eine erzwungene Schließung durch den Vatican bedroht, offensichtlich weil ihre Zahlen vor kurzem unter das vom Vatican vorgeschriebene Minimum für "lebendige und vitale Autonomie" gefallen ist.

Die Einheimischen jedoch glauben, daß das ein Vorwand ist und der wahre Grund ist, daß die Gemeinschaft lange den allgemeinen liberalen Trends widerstanden hat, die das religiöse Leben in Italien dominieren und jetzt von Rom aggressiv aufgezwungen werden.
Ein vor Ort erstellter Bericht besagt, daß die von der Gemeinschaft gewählte Ordensoberin, S. Maria Domenica bereits von den Visitatoren des Vaticans von ihrem Amt abgesetzt wurde, die zur Zeit versuchen, einen Weg zu finden, um die Verantwortung für das Vermögen und die Geschäfte des Klosters zu übernehmen und die die Herausgabe der Dokumente über den Immobilienbesitz des Klosters fordern.

Das Dominikanerkloster Zur Hl. Verkündigung - eine erstklassige toskanische Immobilie in der idyllischen mittelalterlichen Stadt -wurde auf Kosten des Ortes erbaut und war für seinen Erhalt nie von der Diözese oder dem Dominikaner Orden abhängig.

Barbara Betti, klassische Musikerin, Freundin der Nonnen und Langzeitbewohnerin der Stadt, hat in einem Offenen Brief an den Vatican geschrieben, daß Marradi die Schließung des geliebten Klosters nicht schweigend hinnehmen würde. Ihr Brief ist in der Lokalzeitung Marradis erschienen und wurde dann von der Italienischen TLM-website "Messa in Latino" aufgenommen.
Sie schrieb: "Gestern sind die "Coadjutoren" angekommen, um den Besitz des Klosters zu übernehmen und um die alten Nonnen gewaltsam aus ihrem Heim zu werfen und sie in ein Altersheim zu zwingen. Ist das christlich?"

Betti beschreibt das Dominikanerinnen Kloster zur Hl. Verkündigung als "die letzte übrig gebliebene Bastion zur Verteidigung unserer historischen Identität, unserer Christlichen Wurzeln und unserer Moral". Das Kloster wurde mit dem Geld der Einheimischen gebaut-schrieb sie "zum immerwährenden spirituellen Schutz dieser Gemeinde."

Samstag, 8. Juni 2019

Suor Gertrude schreibt einen Brief an Stilum Curiae und seine Leser.

Marco Tosatti hat heute bei Stilum Curiae den Sorgenbrief veröffentlicht, den ihm die Ordensschwester Gertrude geschrieben hat, nachdem der Sekretär der Ordenskongregation sich mit ihrem Orden befaßt hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE SORGE VON SUOR GERTRUDE: WOLLEN UNS DIE FREUNDE DES PAPSTES SAGEN, DASS DIE KIRCHE SICH 2000 JAHRE GEIRRT HAT?" 

Liebe Stilumcuriale,  Suor Gertrude, deren Kloster bis jetzt auf wundersame Weise vor dem klosterfeindlichen Furor des neuen Groß-Inquisitors, dem Sekretär der Ordenskongregation, Pater Carballo, verschont wurde, der nicht damit zufrieden ist, dem vom Hl. Franziskus gegründeten Orden den größtmöglichen finanziellen Einbruch beschert zu haben, und der jetzt bestrebt zu sein scheint, überall dort Ruin und Zerstörung zu verbreiten, wo die an das konsekrierte Leben gebundenen Berufungen blühen, hat uns einen traurigen Brief geschickt, Und wie könnte man ihr widersprechen? 

Lieber Doktor Tosatti,
nach einer angemessenen Meditation, habe ich beschlossen, mit Ihnen und Ihren Lesern meine Überlegung zu teilen. Unserer Brüder, die in unserer sogenannten westlichen Welt leben, gehen sozusagen auf allen Vieren oder erscheinen sogar wie Zombies. Sie gehen ohne Ziel durch die Welt: sie arbeiten und produzieren nur zu ihrer eigenen materiellen Befriedigung, studieren und lernen nur das, wovon sie  glauben daß es dazu dient,- oft falsche - Ziele zu erreichen. Sie glauben an nichts mehr, obwohl sie viel gelehrter sind als in der Vergangenheit und mehr Wissen haben als zuvor; aber sie haben die Weisheit verloren.

Sie scheinen von Wissenschaft und Technologie fasziniert zu sein und glauben, daß nur die Wissenschaft die Wahrheit bieten kann; aber sie fragen sich nicht, warum die Wissenschaft nicht erklären kann, was das Gute und Böse ist, schön und häßlich, gut und schlecht.

Außerdem regt diese westliche Welt, die den Sinn des Lebens vergessen hat, die Einwanderung von Bevölkerungsgruppen muslimischen Glaubens an und will sie integrieren und weiß nicht, daß sie - im Gegensatz zu denen, die sie beherbergen, fest an etwas glauben, das weder modifiziert noch an das angepaßt werden kann, was dagegen diese westliche Welt glaubt.


Montag, 29. April 2019

Dienstag, 19. März 2019

Neues vom Wiederaufbau des Klosters San Benedetto in Monte in Norcia

Father Richard Gennaro Cipolla bittet bei Rorate Caeli um Unterstüttzung und Spenden für den Wiederaufbau des bei Erdbeben zerstörten Benediktinerklosters San Benedetto in Monte in Norcia.
Hier geht´s zum Original: klicken (Fotos ansehen!)

"UNTERSTÜTZEN SIE DEN WIEDERAUFBAU DES KLOSTERS IN NORCIA" 

Liebe Freunde von Rorate Caeli,
Die Unterstützung für den Wiederaufbau des Klosters San Benedetto in Monte ist lebensnotwendig für die Traditionelle-Messe-Bewegung innerhalb der Kirche. Reformen der Kirche sind in der Vergangenheit aus den Klöstern gekommen. Als entschlossener Anhänger und Bewunderer dieses Klosters seit seiner Gründung, habe ich keinen Zweifel, daß San Benedetto in Monte eine solche Rolle in der Kirche spielen wird - in unmittelbarer Zukunft. Bitte lesen Sie unten den Bericht aus dem Kloster. Ich würde vorschlagen, daß Sie dem Kloster alle eine großzügige Spende zukommen lassen, als Teil Ihres Fastenopfers. Ich werde das Kloster bald besuchen, um vielleicht einige Gespräche mit den Mönchen zu führen und spirituell davon zu profitieren, mit ihnen in ihrem täglichen Leben, das auf der Verehrung Gottes beruht, zu leben.

Beten wir füreinander.

Father Richard Gennaro Cipolla

                                            *******

Hier folgt der Bericht von Abt Benedict Nivakoff  O.S.B

KLOSTER SAN BENEDETTO IN MONTE 
                                                   NORCIA

Liebe Freunde und Familie,
der Bau des neuen Kloster hat begonnen- aber mit dem seinem unwahrscheinlichsten Teil: dem Waschraum! Auch wenn das Waschen unserer Mönchs-Habite und unserer Wäsche wirklich wichtig ist, ist der Grund die Bauarbeiten hier zu beginnen fast 500 Jahre alt.
Als das Kapuziner-Kloster zuerst gebaut wurde, wurde der Waschraum in einer Stützmauer errichtet, die auch einen Kanal für frisches Gebirgswasser bildete. Wir versuchen das Kloster so getreu zum antiken Plan zu bauen wie möglich. Das bedeutet, daß auch wir den Waschraum in Verbindung mit der Stützmauer bauen.

Samstag, 2. Februar 2019

Doch keine Schließung des Päpstlichen Hauses und eine Ernennung für Toledo?

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"KEINE SCHLIESSUNG DES PÄPSTLICHEN HAUSES.  GERÜCHTE ZU MSGR. CARBALLO IN TOLEDO."

Liebe Freunde von Stilum Curiae, vor einiger Zeit haben wir Gerüchte über den Päpstlichen Haushalt und seinen aktuellen Präfekten Msgr. Georg Gänswein gehört. Es sah so aus, als ob die Veröffentlichung eines motu proprio, das die Schließung der Präfektur, die Versetzung von Msgr. Gänswein an eine wichtige Römische Kongregation ankündigt, unmittelbar bevorstehe. 
Verläßliche Quellen lassen vermuten, daß das nicht stattfindet. Wir sind nicht in der Lage, zu sagen, ob es ein Überdenken gegeben hat oder ob die so eindringlichen Aussagen dieses Augenblicks als Konsequenz von Maßnahmen entstanden sind, die bzgl. des Chores der Sixtinischen Kapelle mit dem motu proprio getroffen wurden, das auch das Ende von Ecclesia Dei verkündete.  

Aus Spanien erreichen jetzt Stimmen den Vatican, daß der amtierende Sekretär der Kongregation für das Geweihte Leben, Msgr. José Carballo, sehr bald für den prestigeträchtigen Bischofssitz von Toledo ernannt und in naher Zukunft vielleicht mit der Kardinalswürde geehrt werden wird....

Es ist für niemanden ein Geheimnis, daß Msgr. Carballo ein Vertrauensmann des amtierenden Pontifex in der Kongregation für das Geweihte Leben ist und auch der Mann, dem man die mehr oder weniger grausamen aber eher immer strafenden Maßnahmen  gegen viele Erscheinungsformen des geweihten Lebens zuschreiben muß- angefangen mit der FFI (wie lange werden die eigentlich schon kommissioniert?) über die Petites Soeurs bis zu Verbo Encarnado und andere. Der größte Teil bleibt unbemerkt, aber laut einiger Quellen befinden sich zur Zeit mehr als neunzig Kongregationen oder Institutionen im Visier der von Braz de Aviz  und Carballo geleiteten Kongregation. 

Der (Carballo) hat sich außerdem dadurch hervorgetan, daß er bei einem Besuch in diesem oder jenem Klausurkloster dazu aufgefordert hat, hinauszugehen....und dabei manchmal auch einige unwirsche Antworten bekommen. Ein sicher einmaliges Element in diesem Rahmen ist, daß der große Organisator des Geweihten Lebens und vielleicht zukünftige Kardinal und Erzbischof von Toledo einer der Protagonisten der größten finanziellen Katastrophe seines eigenen Ordens war- dem des Hl. Franziskus. 

Es gibt auch Gerüchte, die behaupten, daß der Grund für die mögliche Ernennung für Toledo u.a. auch der sei, den Ex-General des Ordens aus Italien und vor der Neugier der Staatsanwaltschaft zu entfernen. In Mailand wird in den kommenden Tagen der Prozess gegen drei Schatzmeister-Brüder eröffnet- nach der Konstitution des Ordens  und dem Kanonischen Recht, aber es gibt eine allgemeinere Verantwortung des Geistlichen für die Verwaltung. Und in diesem Sinn hat Carballo bei seinen franziskanischen Mitbrüdern keine guten Erinnerungen hinterlassen. "

Quelle Stilum Curiae, M.Tosatti

Sonntag, 27. Januar 2019

Marco Tosatti über die "stille Vernichtung des kontemplativen Lebens in Klausur."

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"KLAUSTROPHOBIE. DER KRIEG DES VATICANS GEGEN DIE KLAUSURKLÖSTER. WARUM?"
Es sind keine einfachen Zeiten für die Menschen, die die Katholische Kirche lieben. Nicht für die Laien, nicht für die Priester, manche Bischöfe und einige Kardinäle. Aber wie es aussieht noch weniger für diejenigen, die das geweihte Leben gewählt haben, ein Leben der totalen Hingabe an Gott und das Gebet.  Wie uns in in diesem schönen Buch von Aldo Maria Valli erklärt wird, das die Angriffe dokumentiert, die von der Spitze der Kongregation, die sich um die Klöster kümmert -und die sicher- wie üblich- nicht nur eigenem Geschmack und eigener Neigung folgt -gegen dieses Juwel der Spiritualität führen, das die Klausurklöster sind.

Das Leben im Gebet und in der Kontemplation des Göttlichen Mysteriums und zur Sühne der Sünden der Welt ist ein großer Schatz, der in Klöstern tausendjährigen Lebens bewahrt wird, aber heute ist dieser Schatz in Gefahr- und das nicht durch einen Angriff von außen sondern auf Initiative der eigenen Katholischen Hierarchie. Der Angriff erfolgt aus der Apostolischen Konstitution "Vultum Dei Quaerere" und aus der beigefügten Instruktion "Cor Orans" einem normativen Instrumentarium, das die Autonomie der Klöster bedroht, ihre Unabhängigkeit abschwächt und - mit der Entschuldigung des "Aggiornamento"  und der Formung die Idee der Isolation und des Lebens in Klausur selbst zur Diskussion stellt.
Aber warum diese "Klaustrophobie" seitens der Kirche? Warum die Wahl derer, die sich und das eigene Leben dem Gebet und der Verborgenheit weihen, geißeln? Dahinter verbirgt sich eine völlig horizontale Idee von Spiritualität, alles spielt sich im Sozialen ab, unfähig die Schönheit und Größe einer ausschließlichen Beziehung mit Gott zu erkennen. In der Klaustrophobie eine schwierige Situation. Aldo Maria Valli beschreibt das kontemplative Leben, seine Lehre und seine Zerstörung, indem er die tödlichsten Inhalte für den Glauben der Kirche selbst zu Tage fördert.

Wir empfehlen Ihnen, das Buch zu lesen, bieten Ihnen aber einige Sätze einer Nonne an, die das Vorwort dazu geschrieben hat. Worte, die mehr als verständlich Schmerz und Angst ausdrücken.
Gott möge ihr (und uns) helfen.

Freitag, 18. Januar 2019

Das Kloster San Marco muß bleiben!

domradio.de berichtet über den Kampf der Dominicaner von San Marco in Florenz um die Erhaltung ihres Traditionsklosters,
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Mit ihnen bitten 20.000 Unterzeichner einer Petition an den neuen Ordensgeneral, von dem sie eine Revision der Entscheidung des bisherigen Oberen Bruno Cadore erhoffen, darum im seit dem 13. Jahrhundert  bestehenden historischen Konvent verbleiben zu dürfen, in dem u.a. Fra Angelico, Fra Bartolomeo und Girolamo Savonerola lebten und wirkten.
Obwohl die Petition geschlossen ist, bitten und beten wir mit ihnen.

Quelle: domradio.de

Montag, 12. November 2018

Tosatti: Zerstörung eines weiteren Ordens.....

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das Vorgehen der Ordenskongregation gegen den Orden der Kleinen Schwestern Marias, der Mutter des Erlösers" . Auch hier drehen sich die Vorwürfe um zu große Treue und Nähe zur Tradition
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"WIE DER VATICAN EINEN ORDEN RELIGIÖSER SCHWESTERN IN FRANKREICH ZERSTÖRT. 34 VON 39 VERZICHTEN AUF IHRE BERUFUNG. GUT"
"Das übliche autoritäre Management (Klerikalismus? Jemand davon gehört?) der Ordenskongregation- das angeführt vom brasilianischen Focolaren Braz de Aviz und vor allem vom Franziskaner, einem Veteran des durchschlagendsten finanziellen Zusammenbruchs in der Geschichte des Ordens, Carballo, die Zerstörung einer weiblichen Ordensgemeinschaft in Laval /Frankreich provoziert.
Eine seltsame und unerklärliche Operation, die wahrscheinlich nicht auf den Appetit eines fremden Bischofs auf den Besitz der kleinen Gemeinde zurückzuführen ist. Ein Skript, das anscheinend dem bei den Franziskanern der FFI entspricht. Andererseits teilen die "Kleinen Schwestern Marias, Mutter des Erlösers" mit der seit 2013 (seit über 5 Jahren) kommissionierten Gemeinde die Liebe zur Tradition, was augenscheinlich die schlimmsten Instinkte des gegenwärtigen Managements des Hl. Stuhls weckt.

Die "Kleinen Schwestern Marias, Mutter des Erlösers " kümmern sich um die Alten, arbeiten in der Pastoral der Pfarrgemeinden, helfen den Armen und leben eine Spiritualität, die heute im Vatican als zu "klassisch" betrachtet wird, d.h.: Liebe zur Anbetung bei der Eucharistie, leidenschaftliches Fürbitte-Gebet und kindliche Anbetung Mariens.
Die Schwestern waren bereits 2009 "vorvisitiert" worden, nachdem der Bischof von Laval festgestellt hatte, daß die Laien, die die Schwestern unterstützen, ein gewisses Interesse an der Verwaltung ihres Vermögens hatten. Aber diese Initiative hatte keinen Erfolg. 2016- gab es mit Braz de Aviz und Carballo einer erneute Visitation.

Jetzt nicht mehr- oder nicht mehr nur- wegen administrativer Motive sondern wegen des schweren Verdachts auf Traditionalismus oder auf Klassizismus -wie die Franzosen sagen. Die Schwestern sind schwerer Probleme der Leitung ( auch wenn sich herausstellt, daß 33 von 38 Nonnen die Wunder der Äbtissin gesehen haben), der Immobilität, der Mißachtung der "neuen Theologie des geweihten Lebens" und anderer schwerer Verbrechen-wie "übermäßiges Beten" beschuldigt worden.
Den in andere Orden verbannten Oberen wurden "abweichender Autoritarismus"vorgeworfen und von den Schwestern wurde bedingungsloser Gehorsam gefordert, ohne - so sagen sie-daß die Sorge um ein reines Gewissen ein Wort dazu zu sagen hätte- und ohne daß jemals auch wenigstens nur ei mal die objektive Begründung für diese römischen Maßnahmen erklärt worden wäre-  deshalb würde man sagen, zweierlei Maß und zwei Maßnahmen."

Donnerstag, 20. September 2018

Die Benedikt-Option, Papst Benedikt und die kontemplativen Orden....Sandro Magister kommentiert.

Sandro Magister setzt bei Settimo Cielo das Rod-Dreher-Buch "Die Benedikt Option"  in Beziehung zur Rede, die der Papa emeritus 2008 im Collège des Bernardins/ Paris  über die Bedeutung des frümittelalterlichen Mönchstums für die christliche europäische Zivilistation gehalten hat und stell sich und uns die Frage, ob dieses benediktinische Mönchstum nicht auch eine Chance für das zeitgenössichen Europa sein kann.
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"QUAERERE DEUM" AUF DEN PUNKT GENAU VOR ZWÖLF JAHREN, AM 12. SEPTEMBER DER KIRCHE BENEDIKTS" 

Daß die "Benedikt-Option" sicher das "wichtigste Buch des Jahrzehnts über Religion" ist- wie David Brooks es in der "New York Times" vorhergesagt hat- ist jetzt über jeden Zweifel erhaben, wenn man sieht, welche Diskussion es ausgelöst hat, in die sogar die höchsten Ränge der Katholischen Kirchenhierarchie verwickelt sind.

Als er letzte Woche dieses Buch in der Abgeordnetenkammer der Republik Italien vorstellte, hst Erzbischof Georg Gänswein, Josph Ratzingers Sekretär vor und nach seinem Verzicht auf das Papsttum, auch wirklich nicht gezögert, die beiden letzten Päpste ins Spiel zu bringen, weil - so sagte er- sogar Benedikt XVI vom Augenblick seines Rücktritts an sich selbst als älteren Mönch gesehen hat, der seine Pflicht darin sieht, vor allem für die Mutter Kirche, seinen Nachfolger Franziskus und das von Jesus Christus selbst eingesetzte Petrinische Amt zu beten."

Natürlich ist der Benedikt der "Option"  im Buch des Amerikaners Rod Dreher, früher katholisch, jetzt orthodox, nicht Papst Benedikt, sondern der Hl. Benedikt von Norcia, der große Mönch des und fünften und sechsten Jahrhunderts, der dem Christlichen Glauben und der christlichen Kultur zu einer außerordentlichen Wiedergeburt in dem Chaos verhalf, das dem Zusammenbruch des Römischen Reiches folgte. Aber der andere Benedik,derPapst, hat am 12. September 2008 in Paris im Collège des Bernardins im Grunde in seiner denkwürdigen Rede, die es absolut wert ist, wiedergelesen zu werden, genau diese Wiedergeburt beschworen und vorgeschlagen, in der gegenwärtigen kritischen Situation der Zvilisation die Lehre des großen Benediktinischen Mönchstum wiederzubeleben.


Samstag, 21. Juli 2018

Tosatti : Neues von der FFI

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae über den Stand der Dinge bei der Kommissionierung der FFI und Gerüchte über eine bevorstehende Bestrafung ihres Gründers, Pater Manelli, möglicherweise aus finanziellen Gründen. Man kann nicht umhin, den Unterschied zur Behandlung -sogar gerichtsnotorisch und durch Zeugenaussagen belegten sexuellen Mißbrauchs durch Kleriker, von dem in den vergangenen Tagen viel zu hören und zu lesen war, festzustellen und sich zu wundern.
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"FFI. STIMMEN ZU BEVORSTEHENDEN SANKTIONEN GEGEN PATER MANELLI. GRÜNDE UNBEKANNT. VIELLEICHT GELDFRAGEN". 

"Die Kommissionierung der FFI dauert noch an und man weiß nicht, wann sie enden könnte. Eine außerordenltich lange Zeit. Aber das ist nicht das einzig Unnormale an diesem Geschehen; die Gründe für die Kommissionierung sind nie bekannt geworden- außer durch die Wort des ersten Kommissars, Pater Volpi, ein vages " eine lefebvrianische Abweichung"; und was das heißen soll, wissen wir nicht.

Aber in diesen Tagen zirklieren- sei es bei der CEI sei es im Vatican- Stimmen, die von wie auch immer gearteten bevorstehenden Sanktionen gegen den Gründer der FFI, Pater Stefano Manelli, der im vergangenen Mai 85 Jahre alt wurde, sprechen.

Man sagt, daß Quelle dieser Stimmen einer der drei Kommissare ist, der Salesianer Sabino Ardito.
Und nach diesen Informationen, die herumgehen und nicht leicht nachzuprüfen sind, soll ein von der Kongregation für das Geweihte Leben vorbereitetes Dokument, das diese Sanktionen beeinhaltet, bereits auf dem Tisch des amtierenden Pontifex liegen.
Nach der Bestrafung soll schließlich ein neues Generalkapitel einberufen werden, d.h. die Versammlung der Brüder, die die Konstitutionen revidieren könnten (sollten?) -insbesondere durch Aufhebung des Weihegelübdes der FFI, das die Kommissare bereits in der Formulierung der Profess der Neuaufgenommenen abgeschafft haben. Auch das Armutsgelübde soll verschwinden, also das Verbot für die Brüder und die Kongregation irgendetwas zu besitzen.

Gerade angesichts des Armutsgelübdes sind die beweglichen und unbeweglichen Güter der Kongregation, die einer Laienorganisation anvertraut sind, vom Vatican nicht enteignet worden. Das Gericht hat den Laien Recht gegeben und der Hl. Stuhl hat darauf hin Druck auf Pater Manelli ausgeübt, damit er die Laien überzeugt, die Güter auszuhändigen, weil sie dachten, daß seine Überzeugungskraft entscheidend sein würde.


Sonntag, 15. Juli 2018

Kardinal Marx und die Klöster

Maike Hickson für kommentiert bei OnePeterFive die Abwicklung der Klöster Altomünster und Reutberg durch die Diözese München und Kardinal R. Marx.
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"DEUTSCHLANDS KARDINAL MARX MACHT SICH SELBST ZUM FEIND VON KLÖSTERN UND NONNEN"

"Peter Seewald, der deutsche Journalist, der mehrere Bücher mit Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI veröffentlichte, hat vor kurzem Berichte über die Schließung von Klöstern in der Diözese München/Freising -immer gegen den Willen der Nonnen in diesen Klöstern- geschrieben.

Im April 2018 hat OnePeterFive über den Fall von Altomünster, eine 1000-jährigen alten Abtei in Bayern berichtet. Kardinal Reinhard Marx hatte entschieden, diese Abtei zu schließen- trotz der Tatsache, daß dort noch mehrere Nonnen lebten und mehrere junge Frauen geweiht werden wollten.
Diese religiösen Frauen waren entschlossen, das Kloster zu unterhalten und es wieder wachsen zu lassen.
Dennoch hat die Erzdiözese München- wie Peter Seewald damals berichtete- mit den Mitteln von Lügen, Täuschung, Einschüchterung gearbeitet und mit schmutzigen Methoden, um diese Abtei zu schließen und sie (und ihren erheblichen Wohlstand) nach München zu überführen- mit der offensischtlichen Hilfe Roms.
Die "absurde Situation" -so Seewalds eigene Worte- geht so weit, daß Kardinal Marx Wachen schickte, die die Abtei vor den Frauen schützen sollte, und ihnen verbat, dort zu wohnen oder sie nur zu betreten.

Vor nicht allzu langer Zeit, am 7. Juni hat sich Seewald mit dem Schicksal eines anderen Klosters befaßt.
Das Kloster von Reutberg wird von Franziskanerinnen in Oberbayern geleitet und wird nach Seewald- mit schmutzigen Methoden zerstört, die dem ähneln, was in München-Freising vor sich geht und das trotz der Tatsache, daß  eine "große Gruppe von Bürgern das Kloster unterstützt; obwohl es einen Freundeskreis gibt, der mehrere 100.000 Euro für seine Restaurierung gesammelt hat une sogar obwohl mehrere andere Orden schon ihre Hilfe angeboten haben."
"Der Skandal ist" -in Seewalds Augen- "daß dieses Kloster zuerst seiner Rechte beraubt und dann wurden eine halbe Million Euros enteignet.

Wo ist die Kontrolle? Wo ist der Bischof? Das sind die Fragen, die Seewald stellt,

Kloster Reutberg wurde 1618 gegründet und die Nonnen widmen sich einem frommen und eucharistischen Leben, durch das das Leben Christi hindurchscheinen sollte.
Sie haben den eigenen Lebensungerhalt verdient: seit Jahrhunderten haben sie eine Brauerei geführt, die unter anderer Leitung immer noch existiert und neben dem Kloster gibt es ein schönes Restaurant.
Die Gemeinde der "Mütter des Hl. Kreuzes" hat darum gebeten, einige Schwestern aus anderen Häusern (in München und in Tansania) schicken zu dürfen, um Personallücken in Reutberg zu schließen.
Das ist ein "Angebot, das man wirklich nicht ablehnen kann" kommentiert Seewald. Das Büro von Kardinal Marx war jedoch nicht interessiert. "Das ist nur ein Teil des seltsamen Verhaltens" das man in der Marx´schen Bürokratie feststellen kann, kommentiert der deutsche Journalist.


Dienstag, 1. Mai 2018

Der Nuntius des Hl. Stuhls in Österreich, Erzbischof Peter Stefan Zurbriggen spricht Klartext

zur unsäglichen Kreuzdebatte in Deutschland- und das in der Theologischen Hochschule Benedikt XVI  in Heiligenkreuz bei Wien.
Seine Kritik an den Brüdern im Bischofsamt beruht sicher auch auf seinem bischöflichen Motto:
"Sancta Crux Mihi Lux" 

     

auch  Philosophia Perennis berichtet:  klicken
Titel:

"Päpstlicher Nuntius: Kritik von Bischöfen an Wiedereinführung der Kreuze ist eine „Schande“ 

und zur Kreuzverleugnungsaktion in Jerusalem: 

"Ausdrücklich erwähnte er Mitbrüder, die ins Heilige Land reisten und sich schämten das Kreuz zu tragen. Solches Verhalten beschäme ihn. Jedem der Zuhörer im Saal war klar, dass er damit nur den Münchner Kardinal Marx gemeint haben konnte."
Quelle: Philosophia Perennis, Dr. D.Berger

Mittwoch, 16. August 2017

Die Entwicklung der Berufungen

Marco Tosatti hat für First-Things die Entwicklung der Berufungen zum Priesteramt in der Katholischen Kirche untersucht und kommentiert.
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              "DIE RÜCKKEHR DER BERUFUNGSKRISE"
"Die Erholung der priesterlichen Berufungen scheint vorbei zu sein. Zwischen 1978 und 2012 erfreuten sich die Seminare rund um die Welt nach der großen Krise der 70-er Jahre, die dem II.Vaticanischen Konzil folgte, einer Periode des Wachstums. Dieses Wachstum war weder regelmäßig noch war es in den Ländern und Kontinenten gleichförmig. Aber der Trend war klar. Die kürzlich vom Päpstlichen Zentralamt für Statistik veröffentlichten Zahlen haben enthüllt, daß die Berufungskrise in den letzten Jahren zurück gekehrt ist.

Die größten Zuwächse hatte es unter Johannes Paul II gegeben. Als Karol Wojtla 1978 zum Papst gewählt wurde, lag die Zahl weltweit bei 63.882.
2005 in dem Jahr, in dem er starb betrugen sie insgesamt 114.439. Die Zahlen stiegen während der Regierungszeit Beneditkts XVI weiter an: ihren modernen Höhepunkt erreichten sie 2011- mit 120.616, eine Zunahme um 6177 seit dem päpstlichen Übergangsjahr.
Nach 2011 bewegten sie sich nach unten - auf 120.051 2012 und 118.251 in 2013, dem Jahr von Benedikts Rücktritt. So betrug die Zahl der  Berufungen 2013 also 2365 weniger als bei ihrem Höhepunkt unter Benedikt und 3812 mehr als bei ihrer Höchstzahl unter Johannes Paul II.

Im März 2013 tauchte aus dem Konklave Papst Franziskus als neuer Herrscher der Kirche auf. Die Daten lassen vermuten, daß dieses Pontifikat die Abnahme der Berufungen seit 2011 nicht beschleunigt hat, sie aber andererseits nicht beendet hat.
2015 gab es 116.843 Seminaristen- eine Abnahme von 1408 seit 2013. Wenn diese Abnahmerate bestehen bleibt,werden in ein oder zwei Jahren die Berufungen ungefähr wieder da sein, wo sie beim Tod Johannes Pauls II waren. Dennoch werden wir dann in einer schlechteren Form sein als damals.
So  gab es z.B. 2010 2900 Katholiken für einen Priester, 2015 waren es 3091.

Die Abwärtsbewegung der Berufungen ist im Westen besonders offensichtlich, besonders in den europäischen Ländern, in denen die Säkularisierung und der religiöse Liberalismus am stärksten ist:
Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz.
In Ländern wie Polen und Kontinenten wie Afrika, in denen der Katholizismus traditioneller geblieben ist, ist die Lage anders. Die Berufungen sind konstant und blühen auch manchmal.


Dienstag, 25. April 2017

Neues von den Benediktiner-Mönchen aus Norcia

rorate caeli berichtet Neues von den Mönchen von Norcia, die nach dem Erdbeben und der Zerstörung ihres Klosters und ihrer Kirche, in die Hügel der Umgebung gezogen sind,
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  "DIE MÖNCHE VON NORCIA MÜSSEN DIE DIE STADT DAUERHAFT VERLASSEN"

Nachdem sie im Jahr 2000 von Rom nach Norcia gezogen waren. hat die traditionelle Gemeinschaft der Benediktiner mitten in der Stadt in der alten diözesanen Kanzlei gelebt und in der über dem Haus des Hl. Benedikts und der Hl. Scholastica erbauten Basilika gebetet. Seit der Zerstörung der Basilika im jüngsten Erdbeben in Umbrien  aber leben sie in einem alten monastischen Gutshof auf einem Hügel ausßerhalb der Stadt. Jetzt haben sie auf ihrer website angekündigt, daß es ein Umzug für immer ist.

Für 16 Jahre haben die Mönche als Wächter für das historische Geburtshaus des Hl. Benedikts und seiner Zwillingsschwester, der Hl. Scholastica gedient. Die Mönche sind den vielen Menschen dankbar, die ihnen geholfen haben, im Verlauf der letzten gesegneten Jahre die Basilika zur großen Schönheit zu restaurieren. Jetzt haben die Europäische Union und der Italienische Staat zugesichert, die Basilika und das Kloster wieder aufzubauen.

"Die Erzdiözese von Spoleto-Norcia, der die Gebäude gehören, hat beschlossen, daß die Räumlichkeiten von der Diözese genutzt werden, nachdem alle anderen Kirchen der Stadt ebenfalls zerstört wurden. Durch die vielen Jahre, die für die massiven Rekonstruktionsarbeiten benötigt werden, während die Mönche an dem neuen Kloster in Monte arbeiten, werden ihre Herzen dort in der antiken Krypta der Basilika bleiben, dem Geburtshaus ihres großen Gründers und Vaters, des Hl. Benedikts."

Unglücklicherweise sieht es so aus, als wolle der Bischof von Spoleto die Basilika im modernen Stil aufbauen. Die Mönche jedoch sehen in dieser neuen Entwicklung die Hand der Göttlichen Vorsehung. In seiner Osterbotschaft schreibt der Prior, Fr. Benedict Folgendes:

"Für die Mönche ist es Zeit, sich auf neue Bauprojekte an unserem Heim in den Bergen von Norcia zu konzentrieren, und der Aufforderung der Erzdiözese  zu folgen, in unseren Gebäuden in der Stadt ( die der Diözese gehören) für ihre eigenen  Bedürfnisse Platz zu machen. Die Erzdiözese hat Hunderte von beschädigten Besitztümern und die Gebäude in der Stadt gehören zu den am wenigsten beschädigten. Wir sehen ihre Forderung als ein Zeichen von Gottes Willen, weil auch wir ein neues Kapitel unseres Gemeinschaftslebens in den Bergen beginnen können."

Die Mönche werden Unterstützung brauchen, um eine neue Abtei auf dem Gelände des alten Gutshofes zu bauen.

Quelle: rorate caeli

Montag, 16. Januar 2017

Vittorio Messori zum Luther-Jahr und dem Umgang des Vaticans mit dem Reformator und der Reformation bei diesem Anlaß.

Vittorio Messori teilt seinen Lesern bei Il Timone was er von den Feiern zum Reformationsjubläum, Martin Luther, dem Umgang des Vaticans mit beidem und anderen Themen- die die aktuelle Situation der Kirche betreffen. Dabei macht er einen kleinen ebenso interessanten wie amüsanten Exkurs zum Zusammenhang zwischen Reformation und Vegetarismus 
Hier geht´s zu einer Seite, die den Messori-Text verlinkt hat :  klicken  (der Original-Link wurde inzwischen gelöscht)
                          "KINDERGARTEN, JANUAR 2017"
Ich halte die Zeitschrift "Bolaffi" (die älteste und größte der Briefmarkenagentur) in Händen, in der die Briefmarken notiert werden, die im laufenden Jahr herausgegeben werden. Ich sehe die Seite, die der Vatican-Post gewidmet ist, auf der eine Ausgabe angekündigt wird, "die erstaunt", wie der Verfasser des Textes schreibt, nicht weniger als eine Briefmarke des Hl. Stuhls, die den 500. Jahrestag des Reformationsbeginns feiert. Offensichtlich ist das Bild, das auf diesem kleinen Papierquadrat des Vaticans zu sehen ist, das Martin Luthers.
Wenn die Laien von Bolaffi sich wundern, was andererseits den Katholiken nicht passiert, die wissen, wie Papst Bergoglio nach Schweden fliegen wollte (wo u.a. die zwangsweise Einführung des Luthertums aus rein ökonomischen Gründen, um die Hände auf das Kircheneigentum legen zu können, brutal gegen das Volk - und viele Märtyrer schuf) - also nach Schweden fliegen wollte um "den Mut" jenes Bruders zu, der es wagte, die unwürdige Kirche des 16. Jahrhunderts in Frage zu stellen. Uns überrascht deshalb nichts mehr. Was aber Bruder Martin angeht: ich finde eine kurze und unvollständige Auswahl der Ausdrücke, die jener " verdienstvollen Reformator" in seinen Schriften für den Römischen Pontifex bereit hielt. Er nannte ihn also "Schwein, Antichrist, Scherer der Herden, Blutvergießer, Wolf, Hund, Verdreher der Hl. Schrift, böser und perverser Lästerer, Gegner Christi, Verzerrer Christi, Kreuziger des Herrn, Teufel, Satan, Sakrileg, Ignorant, Muse der Prostitution, Autor aller Gottlosigkeit, Blasphemist, Heuchler, Meister des Betrugs und der Hochstapelei , Schurke, Pestbringer, Korrupter." Man könnte diese sympathische Litanei fortsetzen...
Es ist wichtig festzustellen, daß Luther sich mit dieser Kaskade von Beleidigungen und Flüchen (wie er selbst erklärte) nicht nur auf die verhaßten Päpste bezog, die zu seiner Zeit regierten sondern auf alle - die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft den Papststuhl besetzten.  Und dennoch wurde Franziskus in Schweden von den Höchsten Repräsentanten, die von der lutherischen Gemeinde übrig geblieben sind, mit großer Herzlichkeit empfangen. Jener Gemeinschaft, die die Beleidigungen ihres Gründers nie widerrufen hat. Große Heuchelei also von Seiten derer, die Luther als Gottgesandten betrachten, die jedes seiner Worte nicht nur ernst nehmen sondern verehren. 
Welche Wahrheit konnte in den Feiern für einen Papst bei den Nachfolgern dessen gefunden werden, der nie genug Verletzendes finden konnte, um ihn zu beleidigen? Und welche Art authentisches Christentum konnte man bei diesen Festlichkeiten feiern, angesichts dessen, daß Heuchelei für Christus zu den Todsünden gehört?"
À propos Luther. Dieser hat mehrmals verkündet "die Vernunft steht dem Glauben direkt entgegen, deshalb muß man auf sie verzichten. Bei den Gläubigen muß man sie töten und begraben." Daraufhin wurde die Apologetik als blasphemisch verboten, weil sie versuchte, Glauben und Vernunft zu versöhnen.
Hier die ironische Antwort des katholischen Konvertiten vom Protestantismus, Jacques Maritain: "Luther hat so der Menschheit eine große Freiheit gegeben. Er hat uns von allem befreit: der Intelligenz und der Reflektion. Er hat uns von dieser ermüdenden unaufhörlichen Notwendigkeit nachzudenken befreit. Vor allem vor der Notwendigkeit logisch zu denken."

Dienstag, 10. Januar 2017

Fundstück

Das erste Bild vom Papa emeritus im Neuen Jahr. Anlass: der Besuch des Chores der Diözese Augsburg in Mater Ecclesiae. Gefunden haben wir´s bei La Vigna del Signore (grazie!)

Nachrichten von den Mönchen in Norcia

Der Prior des beim Erdbeben zerstörten Benediktiner-Klosters von Norcia hat auf der website des Klosters über das aktuelle Klosterleben berichtet.
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                                               DIE MÖNCHE VON NORCIA

                     
Liebe Freunde,
Am Abend des 5, Januars, zur Zeit der Ersten Vesper von Epiphanias, waren in Sant Benedetto in Monte ~12 cm Schnee gefallen. Diese flockige weiße Decke hat in wenigen Stunden geschafft, wozu wir Jahre gebraucht hätten:
alle Ruinen aus Stein, Metall, Holz und Schutt in unserem Kloster und im ganzen Tal waren plötzlich  restauriert, gereinigt und gesäubert. Man hatte einen Block in die Zukunft, auf ein Norcia das seine ursprüngliche Schönheit wiedergewonnen hat. Keine Zerstörung, nur eine weiße Decke und das Gefühl, daß Gott alles zu einem guten Ende bringen wird, wie er es mit der langen, beschwerlichen Reise der Magier an den Ort der Majestät getan hat.

Das Wasser von Epiphanias wurde gesegnet, die feierliche Messe gefeiert und nach einem festlichen Schlaf fand eine nicht so feierliche Schneeballschlacht der Mönche in den Bergen statt. Es stellte sich heraus, daß einige der Mönche, vom denen man es am wenigsten erwartete, den besten Wurfarm haben (einer aus England, einer aus Louisiana) und mit einem harten Schneeball Mönche treffen konnten, die 70 Meter entfernt waren. 
Aber all diesen Feiern ging ein noch größeres Zeichen der Hoffnung voraus: unser erster Novize, der nach dem Erdbeben nach Norcia kam, wurde eingekleidet. Nachdem ich ihm die Füße gewaschen hatte, übergab ich ihm das Mönchshabit und die Regel.  Wir alle haben voller Freude zugesehen und festgestellt, daß Gott so wie er Männer gerufen hat, dem Hl. Benedikt mitten in all dem Schutt des Römischen Reiches und Neros Villa zu folgen , er auch jetzt Männer ruft trotz des physischen Erdbebens von 2016 und dem spirituellen Erdbeben, das immer noch unsere Zeit erschüttert.
     
Wir hoffen daß Sie alle eine freudvolle Weihnachtszeit hatten. Denen die Kleider- oder Lebensmittelspenden geschickt oder Finanzhilfe geleistet haben versichern wir, daß alles gut genutzt worden ist und sehr geschätzt wird. Einer unserer Novizen hat mir geholfen, während der Weihnachtstage an viele von Ihnen zu schreiben- zumindest an die von Ihnen, die zwischen August und November gespendet haben. Aber- leider- ist unsere Schreibausrüstung im Erdbeben verloren gegangen und wir konnten nur einen alten (nicht immer kooperativen) Drucker  aus dem alten Gebäude zu holen. Die, die noch auf unseren Dank warten, sollen bitte von unserer Dankbarkeit und von unserer Hoffnung wissen, in diesem neuen Jahr zu unserem normalen Korrespondenzschema zurück kehren zu können..

Mit den Gebeten der Mönche
Fr. Benedikt Nivakoff, OSB
Prior