Posts mit dem Label Judas in Oltretevere werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Judas in Oltretevere werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. April 2019

Heute vor 14 Jahren.....

gab es in der Sala Clementina wohl einige Judasküsse....die Mitglieder der St. Gallen-Mafia sind jedenfalls nicht fern geblieben.

Donnerstag, 30. August 2018

Die Büchse der Pandora ist geöffnet: jetzt kommen auch andere Dinge ans Licht, die bisher verborgen blieben.

Maike Hickson hat bei LifeSiteNews u.a. Neuigkeiten über die Gründe veröffentlicht, die zur Entlassung Kardinal Müllers als Präfekt der Glaubenskongregation führten.

"BREAKING: VATICAN-QUELLE: PAPST HAT KARDINAL MÜLLER ENTLASSEN WEIL DER DIE REGELN DER KIRCHE ZU MISSBRAUCHSFÄLLEN BEFOLGTE" 

"Eine hoch angesiedelte Quelle im Vatican berichtete LifeSiteNews daß Kardinal Gerhard Müller- gemeinsam mit drei hoch-kompetenten Priestern der Glaubesnkongregation von Papst Franziskus entlassen wurde, weil sie alle versucht hatten, treu den bestehenden Regeln der Kirche bzgl.dws Mißbrauchs beschuldigter Kleriker Folge zu leisten. 
In einem spezifischen Fall widersprach Müller dem Willen des Papstes,  Don Maurizio Inzoli, der bewiesenermaßen viele Jungen grausam mißbaucht hatte, wieder in sein Amt einzusetzen; 
aber der Papst wollte nicht auf Müller hören. In einem anderen Fall entschied der Papst, einem der eigenen Sekretäre Müllers kein Vatican-Apartment zu geben, sondern dem heute berüchtigten Msgr. Luigi Capozzi, trotz der Tatsache, daß jemand den Papst vor Capozzis schweren Problemen gewarnt hatte. Die Vatican-Quelle sagte auch, daß etlichen Personen im Vatican bekannt war, daß Benedikt XVI Restriktionen über Kardinal McCarrick verhängt hatte und bestätigt so Viganòs Behauptung.

Als sich LifeSiteNews an diese sehr vertrauenswürdige und wohlinformierte Vatican-Quelle wandte- und sie über die gerade veröffentlichte Viganò-Story und die Beschuldigungen des Erzbischofs, daß Papst Franziskus  von McCarricks gewohnheitssmäßigem Mißbrauch wußte, antwortete sie: "Kardinal Müller [als Präfekt der Glaubenskongregation CDF] hat die Mißbrauchsfälle immer entschieden und sehr scharf verfolgt und deshalb wurde er entlassen- genau so wie seine drei guten Mitarbeiter entlassen wurden."

In einem follow-up erklärte die Quelle, daß Kardinal Müller- als Präfekt der Glaubenskongregation immer die Kirchengesetze für Mißbrauchfälle loyal befolgte, für deren Abwicklung die  Glaubenskongregation zuständig war. Nach Aussage der Quelle "widerstand" Müller Papst Franziskus auch 2014, als er den Serienbelästiger von Jungen, den Italienischen Priester Don Inzoli, wieder in sein Amt einsetzen und ihm erlauben wollte, einige Tätigkeiten eines Priesters auszuüben. 
Im Widerspruch zu Müller "entschied sich der Papst anders", fuhr die Quelle fort.
Das heißt, Papst Franziskus befolgte Kardinal Müllers Rat nicht.

2012 war Inzoli bei einem Prozess von einem Kirchengericht wegen des Mißbrauchs von Jungen, die um die 12 Jahre jung waren- sogar im Beichststuhl. Er wurde a divini von allen priesterlichen Funktionen suspendiert. 
Der Historiker Henry Sire sagt in seinem Buch "Der Diktator Papst" daß 2014 der Papst "dem Appell von Inzolis Freunden in der Kurie, Kardinal Coccopalmerio und Msgr. Vito Pinto" folgte, und er reduzierte die Strafe des Priesters zu "lebenslänglichem Gebet" .
Inzoli jedoch wurde dann auch aufgefordert "sich von Kindern fernzuhalten, während ihm erlaubt wurde, privat die Messe zu zelebrieren."


Freitag, 9. Juni 2017

Der Rücktritt....die Drahtzieher im Licht der Sonne

Francesco Filipazzi und Riccardo Zenobi beleuchten angesichts neuerlicher Angriffe der alten Feinde auf den Papa Emeritus  bei "campaniedemaistre"noch einmal, wie es zu dessen Amtsverzicht kam. Hier geht´s zum Original:   klicken
,
      "BENEDETTOS ENDE. DIE AUFTRAGGEBER IM LICHT DER SONNE"
Auf den- nicht von uns - sondern vom maßgebenden Limes geschriebenen Artikel von vor einigen Tagen zur Frage des Rücktritts von Benedikt XVI folgend, wird nun wieder sehr starker Druck gegen die Römische Kurie von jemandem ausgeübt, der privat die Karte der Verschwörung gezogen hat.
Unglücklicherweise für die Ankläger ist dieses mal die Quelle so zuverlässig, daß man sie nicht auf die übliche simplizistische Art und Weise abtun kann und so haben wir kein zusätzliches öffentliches Feedback bekommen.

                             

Die Suche nach der Wahrheit ist eine der Hauptaufgaben des guten Katholiken und- um indirekt einigen Verleumdern zu antworten,- wir können die Fragen zum Rücktritt Benedettos nicht länger aufschieben, besonders nicht in diesen Tagen.
Tatsächlich ist die Person des Papa Emeritus angegriffen worden, mit dem Ziel seine Lehre zu zerstören und darüber hinaus steht eine zunächst mediale und dann wahrscheinlich kanonische Aktion gegen das Motu Proprio Summorum Pontificum bevor, einen der Steine des Anstosses des vorigen Pontifikates, das etwas in Bewegung gesetzt hat, das sich nicht hatte bewegen sollen und so wurden die Furien des Feindes und seiner Abgesandten losgelassen.

Hier handelt es sich wohlgemerkt nicht darum, die Gültigkeit des Rücktritts oder der Wahl Bergoglios zu kritisieren, weil wir keine Beweise dazu haben aber es gibt nicht wenige Beweise für ein Komplott gegen Benedikt XVI.


DIE ROLLE BERGOGLIOS 
Bevor wir fortfahren, stellen wir einige Fragen. Welches ist die Rolle von Franziskus bei allem, was geschehen ist und geschehen wird? Weiß er alles, was vor seiner Wahl passiert ist? Glaubt er -in gutem Glauben,- daß das, was geschieht, zum Guten der Kirche geschieht? Nur die Geschichte wird das sagen können. Wir können nur von den Fakten ausgehen.
Auch wenn wir möchten, daß die Gläubigen der Kirche früher oder später konkrete Antworten erhalten.


Freitag, 3. Februar 2017

Welche Rolle hat die Obama-Administration in Zusammenarbeit mit George Soros beim Rücktritt Benedikts XVI und der Wahl Jorge M. Bergoglios gespielt?

Cesare Sacchetti berichtet im Il Libero vom 2.2.  von einem Offenen Brief  von "The Remnant" an Präsident Trump, in dem auf einen Zusammenhang zwischen dem Rücktritt des Papa emeritus und Aktionen der Obama-Administration hingewiesen wird.
Verschwörungstheorie oder nicht, das ist hier die Frage. Lesen kann aber- auch angesichts der Ernsthaftigkeit der Brief-Autoren- so oder so nicht schaden.
Hier geht´s  zum Original:  klicken

"VORWURF DER AMERIKANISCHEN KATHOLIKEN: OBAMA HAT DIE ABLÖSUNG RATZINGERS BEFOHLEN."

"Im Krieg zwischen dem Vatican und Donald Trump ist in ein neues Kapitel eröffnet worden. Gestern am frühen Nachmittag ist ein weiterer Torpedo vom Hl. Stuhl abgeschossen worden, nach jenem  den Kardinal Turkson eingie Tage zuvor abfeuerte, indem er die Europäischen Staaten aufgefordert hatte,  in der  Einwanderungspolitik nicht dem Beispiel des Amerikanischen Präsidenten zu folgen.
Jetzt war es Msgr. Becciu der alle Sorgen des Vaticans gegenüber dem Einreiseverbot aus 7 arabischen Ländern ausdrückte: "Sicher gibt es da Sorgen, weil wir Boten einer anderen Kultur sind, einer Kultur der Öffnung", so hat sich der Substitut des Staatsserkretariats gegenüber Journalisten von TV 2000 geäußert und sich dabei auf die Integrationspolitik des Papstes berufen.

Aber die Beziehungen zwischen dem Vatican und der amerikanischen Regierung dürften bald eine weitere schwere Krise kennen lernen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks hat die bekannte katholische amerikanische Zeitschrift "The Remnant" einen Offenen Brief an Präsident Trump geschickt, in dem alle Sorgen der amerikanischen Katholiken bezgl. des Bergoglio-Pontifikates ausgedrückt wird und sich beunruhigende Schatten auf das Geschehen von 2013 um Benedikt XVI und Franziskus legen.
Nach Ansicht der Unterzeichner des Briefes, unter denen Namen wir David Sonnier (pensionierter Oberstleutnant der amerikanischen Streitkräfte) und Christopher Ferrara (Präsident der Vereinigung katholischer amerikanischer Rechtsanwälte) hervorstechen, "der Regimewechel ist von der Obama-Administration geplant worden" und die Abdankung Benedikts XVI sei das Ergebnis stärkster Druckausübung und Störungen, die in den Jahren 2011- 2013 von außen aus dem Außenministerium der USA kamen."

Der Verdacht der amerikanischen Katholiken entstammen den jüngsten Enthüllungn von Wikileaks. die die emails zwischen den ehemaligen Beratern Hillary Clintons John Podesta und Sandy Newman, Direktor der progressistischen Zeitschrift "A voice of change" veröffentlicht haben.
Im e-mail-Austausch zwischen den beiden drückt Podesta klar seine ganze Feindseigkeit gegenüber der Katholischen Kirche aus und enthüllt Newman er sei aktive dabei, eine Art "Katholischer Frühling" im Inneren des Vaticans vorzubereiten, nach dem Modell des arabischen Frühlings der zum Sturz Ghaddafis  in Libyen und Mubaraks in Ägypten führte. Die demokratische Obama-Clinton-Administration hat ihre besondere Feindseligkeit gegenüber Benedikt XVI nie verborgen, den sie besonders wegen seiner zu traditionellen und konservativen Einstellung kritisierten.
Genug um Verdacht auf einen Druck von außen, der der Entfernung Ratzingers vom Stuhl Petri zu erwecken.

Nach der belgischen website Media-Press wurde die Vatican-Bank IOR vom 1. Januar 2013 bis zum 11. Februar 2013 aus dem Internationalen Zahlungssstem der Banken, als Swift bekannt- ausgeschlossen. In jener Zeit funktionierten die Bankautomaten im Inneren des Vaticans nicht und es war nicht möglich, Zahlungen zu tätigen.
Die Deutsche Bank, die für den Einsatz der Bankomanten des Vaticans verantwortlich war, zog ihre Dienste zurück- mit der offiziellen Begründung, daß das Expertenkomitee zur Beurteilung der Maßnahmen gegen Geldwäsche- als Moneyval bekannt- behauptet habe, daß das IOR den vom Komitee festgelegten Antigeldwäsche-Standards nicht vollständig entspreche.

Die Financial Times selbst berichtete über den Fall im Dezember 2013 und lobte die Entscheidung der Deutschen Bank, "die vom 1. Januar 2013 an zur Abschaltung der Bankomaten beim Hl. Stuhl führten." Am Tag nach dem Rücktritt Benedikts XVI, am 12. Februar 2013 erreichte der Vatican eine Übereinkunft mit einer Schweizer Bank um die Bankomaten  und die Banktransaktionen wieder ....obwohl es keine substantiellen Veränderungen der Politik des IOR gegeben hatte.


Dienstag, 26. Juli 2016

Sandro Magister : Der Vatican hat etwas vergessen.

Sandro Magister stellt sich einige Fragen zu einem Artikel Pater Lombardis über Msgr. Balda 
Hier geht´s zum Original:  klicken
.
"SEKRETÄR DER PRÄFEKTUR IM GEFÄNGNIS, ABER SIE HABEN VERGESSEN IHN ZU ENTLASSEN"
"Der Artikel von Pater Federico Lombardi in der jüngsten Ausgabe der "Civiltá Cattolica"
ist sein Schwanengesang als scheidender Direktor des Pressesaals des Hl. Stuhls- eine Rolle, die er mit untadeliger Professionalität ausgefüllt hat.

Aber der ist für ihn vielleicht auch ein Neubeginn, nicht mehr als bescheidener und treuer Sprecher der vaticanischen Autoritäten sondern als Meinungsmacher.
Der Artikel jedenfalls ist ein perfektes Beispiel der Vermischung beider Rollen.
Er betrifft zuerst die erstinstanzliche Entscheidung des als Vatileaks II bekannten Prozesses und rekonstruiert ihn mit gebotener Neutralität und einer Fülle technischer Details, geht aber andererseits über streng juristische Erwägungen hinaus und bietet dem Leser auch eigene Überlegungen an.

Ein lesenswerter Artikel also und gut geschrieben, Im Artikel von Pater Lombardi gibt es eine Passage, die eine Frage aufwirft,
Es ist die Passage, in der der berühmte Jesuit das Profil von Msgr. Lucio A. Vallejo Balda, zeichnet, der in erster Instanz zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde

Pater Lombardi schreibt:
"Die persönlichen Lebensumstände des Hauptangeklagten müssen mitfühlend und barmherzig betrachtet werden. Angesichts einer sehr großen und delikaten Verantwortung - zu viel für ihn?- Als er schon seit einiger Zeit Sekretär der Präfektur für Wirtschaftsbelange des Hl. Stuhl war, wurde er zum Sekretär der Cosea ernannt, was vollkommen gerechtfertigt erschien, obwohl bestimmte persönliche Merkmale, die während des Prozesses erkennbar wurden und denken lassen, daß er eine so komplexere Aufgabe nicht hätte ausfüllen können.
Daher geriet er in eine Krisensituation, woraus anomales Verhalten resultierte, das nicht mit seiner klaren kirchlichen Verantwortung in Einklang stand.

Die Frage, die aus der Lektüre dieser Zeilen Pater Lombardis entsteht, ist diese; wenn er eine solche Persönlichkeit ist, warum ist er immer noch als Sekretär der Präfektur für Wirtschaftsfragen beschäftigt?
Es wird wohl wahr sein, daß die Zukunft dieser Präfektur an einem seidenen Faden hängt, nachdem dieses Sekretariat für die Wirtschaftsbelange des Vaticans von Kardinal Pell gegründet worden.

Was rechtfertigt aber- solange die Präfektur existiert, die fornal über die wirtschaftlichen Aktivitäten des Hl- Stuhls überwacht, weiter hin Msgr. Vallejo Balda weiterhin zu  beschäftigen, der wegen seiner Inkompetenz offensichtlich für diese Rolle ungeeignet ist?

Was für eine Kurienreform ist das, wenn man nicht einmal solchen Typen das Handwerk legt?"

Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

Mittwoch, 13. Juli 2016

Ist die Pressefreiheit im Göttlichen Recht verankert?

Zu den Urteilen und der Urteilsbegründung im Vatlileaks II-Prozess nimmt Walter Cremona heute in La Nuova Bussola Quotidiana noch einmal Stellung.
Hier geht´s zum Original:   klicken

   "WENN IM VATICAN DIE PRESSEFREIHEIT IM GÖTTLICHEN RECHT IST"
"Am vergangenen Samstag habe ich mich in diesen Spalten schon über einige Anomalien des Urteils geäußert, von dem man bis heute nur den Tenor kennt- mit dem der Vaticanische Gerichtshof seine eigenen Unzuständigkeit erkannte und die Journalisten Nuzzi und Fittipaldi vom Vorwurf der Verbreitung von Dokumenten, die geheim bleiben sollten, die ihnen von den angeklagten Angel L. Balda und Francesca I. Chaouqui zugespielt worden waren,  sie sind hingegen verurteilt worden,

Einige Worte will ich, nachdem ich die Unzuständigkeit des Gerichtes anerkannt habe, dem Zusammenhang widmen, den der Tenor des Urteils im Namen der ffeigesprochenen Journalistem zwischen dem "Göttlichen Recht" und der "Pressefreiheit" hergestellt hat,
Ich kehre zu der Passage aus dem Interview zurück, das der Gerichtspräsident Giuseppe della Torre am vergangenen Sonntag dem Corriere della Sera gab :
"Man spricht vom Göttlichen Recht im Sinne des Naturrechts, bei der Schöpfung in Kraft gesetzt und allen Menschen gemeinsam. Das Naturrecht umfaßt auch das Recht auf Gedanken-und Meinungsfreiheit und deshalb auch der sozialen Kommunikationsmittel."  Um das zu bekräftigen, hat della Torre aus einer Rede zitiert, die Papst Pius XII 1950 vor Katholischen Journalisten gehalten hat und aus dem Dekret "Inter mirifica" des II.Vaticanischen Konzils, dem ersten, das den pathologischen Charakter des Zum-Schweigen-Bringens der öffentlichen Meinung  und dem zweiten, daß die Wichtigkeit des Rechtes auf Information anzeigte..

Es gibt mehr als eine Ursachen zum Verblüfftsein
1) wenn Worte einen Sinn haben, muß man daran erinnern, daß in der Lehre des Hl. Thomas von Aquin, die eine seit Jahrhunderten bestehende juristische Tradition aufgenommen hat- beginnend mit Aristoteles- und aus sich heraus in sukzessiver Systematisierung weiterentwickelt- der Begriff "Göttliches Recht" nicht gebraucht wird, Man benutzt Termini wie "ewiges Recht", "Naturrecht" und "positives Recht".
Das "Ewige Recht" wird als "summa ratio in deo existens" definiert: das vor allem anderen steht, aus ihm ist alles entstanden, aus ihm kommen alle anderen Gesetze, von den Gesetzen der Naturwissenschaft bis zu den Gesetzen der theoretischen und praktischen Vernunft.

Samstag, 9. Juli 2016

EIn Urteil und viele Fragen....

Walter Cremona drückt bei  La Nuova Bussola Quotidiana seine Bedenken über das Vatileaks-Urteil aus und begründet sie. Der Freispruch der Herren Nuzzi und Fittipaldi ist sicher negativ zu bewerten, schon allein weil Nuzzi Wiederholungstäter ist, der eine noch unaufgeklärte, unrühmliche Rolle im Vatileaks-I Fall gespielt hat. Hier geht´s zum Original: klicken

"VATILEAKS, EIN URTEIL UND SO VIELE FRAGEN"

"Der Tenor des Urteils des Vaticanischen Tribunals im Fall Vatileaks, das in vollem Umfang im Osservatore Romano veröffentlicht wurde, stellt fest, daß ein einzige Verbrechen begangen worden ist: die Verbreitung von Dokumenten, die geheim bleiben sollten- und zwar nur von zwei Personen, Msgr. Angelo L.Valleja Balda und Francesca I. Chaouqui, die deswegen verurteilt wurden.
Die Journalisten Emiliano Fittipaldi und Gianluigi Nuzzi wurden für nicht verantwortlich angesehen, weil für sie die Nichtzuständigkeit des Gerichtes festgestellt wurde.
So liest es sich: "Es hat sich erst im Verlauf der Verhandlung gezeigt, daß die gegen diese Angeklagten erhobenen Vorwürfe außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereiches des Gerichtes lagen."

Die Urteilsbegründung enthält aber auch die Berufung auf die "Freiheit der Meinungsäußerung" und die "Pressefreiheit": der erste Zweifel, der sich meldet, ist, wie dieses Sich-Berufen mit der Nichtzuständigkeit der Jurisdiktion zusammenhängt, die einen nachteiligen.und bindenden Charakter hat. Mit anderen Worten: wenn das Vaticanische Tribunal bekräftigt, sich nicht für die Positionen der beiden Journalisten interessieren zu können, weil der ihnen gemachte Vorwurf außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereiches liegt, wie ist dann eine so eindrucksvolle Bekräftigung der Pressefreiheit, die ausdrücklich in der Urteilsbegründung betont wird. zu erklären?
Die festgestellte Nichtzuständigkeit hätte nicht erst vor dem Hauptteil des Prozesses zum
Einhalten führen dürfen- wenn nicht...... 

Zu dieser ersten Verblüffung kommt eine weiterewenn der Priester und die Ex-Beraterin für die Verletzung und die Verbreitung von Amtsgeheimnissen verurteilt wurden, Nuzzi und Fittipaldi Empfänger dessen waren, was aus den verletzten Geheimnissen stammte, sind sie nicht der Mittäterschaft schuldig?
Dazu präzisiert die Urteilsbegründung: "daß diese Beschuldigten -im Sinne des Strafrechtes- nicht , die Qualifizierung als Amtsträger haben und deshalb nicht gleichgestellt sind.
Artikel 116 des vaticanischen Strafgesetzkodex straft solche Angeklagten nur, wenn das Vatican-Gericht nach den Vaticanischen Normen zuständig ist- die Zweifel werden größer.
a) weil das eine Wertung des Verdienstes ist, die die Anwendung der Rechtsprechung voraussetzt, aber wie ist das möglich, wenn diese Jurisdiktion ausgeschlossen ist?
b) man kann Mittäter eines Amtsinhabers sein, auch wenn man selbst diese Qualifikation nicht besitzt. 
Beispiel: nur ein Amtsinhaber kann einen Amtsmißbrauch begehen. Wenn also X , der diese Qualifikation nicht hat, wissentlich mit einem Amtsinhaber zusammenarbeitet, um ihn mit einer Person zusammentreffen zu lassen, die gezwungen wird, dem Amtsinhaber einen Vorteil zu verschaffen, will man dann behaupten, daß X unschuldig ist, nur weil er kein Amtsinhaber ist?
c) Die Pressefreiheit und die Meinungsfreiheit sind nicht unbegrenzt. In der Urteilsbegründung wurde die aber in vollem Umfang anerkannt, obwohl das, was sie verbreitet haben, aus einer strafbaren Handlung stammt, für die die Verantwortlichen verurteilt werden, Ist das logisch? 
d) Pressefreiheit und Meinungsfreiheit -präzisiert die Urteilsbegründung- leiten sich direkt aus dem Göttlichen Recht ab.
Abgesehen vom Momentum des Verdienstes, scheint es, daß auf diese Weise die Differenzierung die der Hl.Thomas zwischen Göttlichem Recht, Naturrecht und positivem Recht macht, als überholt betrachtet wird, angesichts der Verwirrung zwischen den verschiedenen Ebenen des Urteils.


Freitag, 8. Juli 2016

Ist die Pressefreiheit Göttliches Recht oder hat sie Grenzen? Das Vatileaksurteil......

Matteo Matzuzzi kommentiert bei IlFoglio das Vatileaksurteil, Pater Lombardis Presseerklärung dazu und die öffentichen und medialen Reaktionen darauf.
Hier geht´s zum Original:  klicken

" DIE KOLLEKTIVEN EMPÖRUNG GENÜGT:  NUZZI UND FITTIPALDI WERDEN
FREIGESPROCHEN, DIE PRESSEREIHEIT IST EIN "GÖTTLICHES RECHT."

"Harter Kommentar von Pater Lombardi: "Der Prozess mußte durchgeführt werden, der Beruf des Journalisten muß Grenzen haben." Verurteilt worden sind Msgr. Balda und Francesca Chaouqui.

"Der Befreiungsschrei landete sofortt auf Twitter; "Freigesprochen" schreibt Gianluigi Nuzzi, einer der Hauptangeklagten, die aus dem Vatileaks II-Prozesse mit reiner Weste hervorgegangen sind, einem Prozess, der angestrengt wurde, um über die beiden Journalisten wegen der Weitergabe von Dokumenten in den Büchern "Avarizia" (Nuzzi) und "Via Crucis" (Fittipaldi) zu richten, während gegen die anderen 3 Angeklagten- Lucio Vallejo Balda. Francesca I. Chaouqui und N. Maio erheblich schwerwiegendere Vorwürfe erhoben wurden. Für sie hatte der Staatsanwalt eine Verurteilung wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gefordert.
Das Urteil- mit Langzeitauswirkung- und seit langem erwartet:
Nuzzi und Fittipaldi aus Gründen der juristischen Nichtzuständigkeit freigesprochen
Reduzierte Strafen gegen Balda und Chaouqui, Maio freigesprochen. Der Monsignore soll 18 Monate in Haft, die Ex für 10 Monate- (5 Jahre zur Bewährung ausgesetzt).

Die beiden Journalisten wurden hauptsächlich freigesprochen, weil sie italienische Staatsbürger sind und das Gericht deshalb nicht über sie urteilen durfte. Klar ist der Satz, den man im Urteil lesen kann, daß "die auf dem Göttlichen Gesetz basierende Gedanken-& Pressefreiheit im Vaticanischen Rechtssystem garantiert wird."
Die Frage ist: "aber konnte man die eigene Inkompetenz nicht vorher wahrnehmen?
"Nein"erklärten die Richter,"weil sich die Prozessnormen erst im Verlauf der Sitzungen geklärt haben."

Also weder exemplarische Strafen, noch Zensur oder Meinungsurteil.
Nach Monaten von Leitartikeln und Artikelchen, die die "Verfolgung" verurteilten und "Reporter-ohne-Grenzen" zitierend- gegen diesen Vorwurf gegen das Rechtssystem der Cittá del Vaticano vorbrachten,"das die Journalisten zu 8 Jahren hätte verurteilen können, weil sie Bücher über die Korruption  und Intrigen innerhalb des Hl. Stuhls geschrieben haben". Der Prozess endet mit einer ziemlich milden Lösung, die die Schmerzensschreie und den per hashtag organisierten Protest bei Twitter ("sprechtnuzziundfittipaldifrei") Lügen straft.


Nachtrag zum Vatileaksurteil

Wie wir aus dem Vatican-Gerichtssaal hören, hat Madame Chaouqui, päpstlicherseits handverlesene PR-Beraterin der Kurie, vor der Urteilsverkündung gedroht, im Falle einer Haftstrafe noch reichlich "geheime" Dokumente aus dem Vatican zu besitzen, sicher verwahrt in ihrem Schlafzimmersafe, die sie dann möglicherweise an die interessierte Presse und Öffentlichkeit weitergeben werde, vielleicht auch nicht..
Das wirft einige Fragen auf, zu ihrer glücklicherweise zeitlich begrenzten Tätigkeit innerhalb der Leoninischen Mauern, die sicher nicht im Sinne ihres päpstlichen Protektors gewesen sein kann und zur Menschenkenntnis ihres pastoralen Dienstherrn,

Quelle: La Cronaca, Il Fatto quotidiano

Montag, 4. Juli 2016

Strafantrag im Vatileaks II-Prozess


Wie man aus dem Vatican erfährt, hat der Staatsanwalt des Vaticanischen Gerichts für
Francesca Chaouqui als Initiatorin und Mitverschwörerin eine Haftstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten und für Msgr. Lucio Vallejo Balda, als Motor der Verschwörung eine Haftstrafe von 3 Jahren und 1 Monat, für den Journalisten Gianluigi Nuzzi 1 Jahr Gefängnis ( was angesichts seiner Rolle im Vatileaks-I -Skandal nicht ungerechtfertigt erscheint). Man darf auf den kollektiven Aufschrei der Medienkollegen gespannt sein, die sicher eimerweise bittere Krokodilstränen vergießen und zu internationalen Protestdemos aufrufen werden....


         

Quelle: romereports

Samstag, 20. September 2014

Wenn man sie mal braucht,

ist sie nicht da, die Spanische Inquisition.
Eine Truppe, die auch Kardinäle, die auf häretischen Spuren wandelt,  leicht überreden kann, zur einzig wahren Lehre zurück zu kehren.
Gerade jetzt hätte ihr derzeitiger Chef, der Präfekt des Sant´ Uffizio, sie in der causa Kasper dringend gebraucht.....



In seiner Not ist Kardinal Kasper- nein nicht zu Hans Küng- erst jammernd zum Papst gelaufen, um ihm sein Leid zu klagen, daß die glorreichen Fünf ( Kardinäle) ihm seine Fehler öffentlich nachgewiesen haben, dann auch zum Corriere della Sera, um A. Tornielli von seiner ungerechten Verfolgung durch unbarmherzige Kollegen im Kardinalsrot und von Verschwörungen gegen den Pontifex, Krieg der Kardinäle und anderen Chimären Nachricht zu bringen, was den wiederum bewog, sich umgehend als Söldner zu den Kasper-Truppen zu melden, und für das vermeintliche Duo Bergoglio-Kasper sogleich eine mediale Lanze zu brechen.
Hier nun wäre es Zeit gewesen, daß die Tür auffliegt und die Herren, deren Waffen Überraschung, Angst, ruchlose Effektivität....sind,  diesem unwürdigen Spuk ein Ende bereiteten.
Statt dessen sah sich Kardinal Müller gezwungen, zu beteuern, daß er seinen Text zur Wiederzulassung der jaja wir alle wissen, was jetzt folgt,.. schon vor fast einem Jahr geschrieben und mit Billigung des Papstes u.a. im Osservatore Romano veröffentlicht habe, jetzt aber keinen Einfluss auf das Erscheinungsdatum des 5-Kardinäle-Buches zu haben und man infolgedessen unmöglich einen kriegerischen Akt gegen den Pontifex daraus basteln könne.....
In Oltretevere nimmt das Ganze mittlerweile die Dimensionen einer halböffentlichen Schlammschlacht an.

Samstag, 22. Dezember 2012

Weihnachten, das Fest der Gnade

aktuell

Der Hl. Vater hat zum Fest der Gnade seinen ungetreuen Kammerdiener Paolo Gabriele begnadigt.
Wie Vatikansprecher Lombardi bekannt gab, hat der Hl.Vater seinen ehemaligen Kammerdiener in seiner Gefängniszelle besucht, um ihm die frohe Botschaft zu überbringen.
Auch der zweite in den beiden Vatileaksprozessen verurteilte Informatiker Claudio Sciarpeletti wurde begnadigt.

Bei WOn gibt's inzwischen einen Bericht mit Bild

                              







Samstag, 24. November 2012

Die Gerüchteküche und das Dementi

Die Gerüchteküchen an Tiber und diversen  transalpinen Flüssen köchelte mal wieder ganz gewaltig und zwar bezüglich der angeblich unmittelbar bevorstehenden Ernennungen Msgr. Gänsweins sei es als Präfekt der Casa Pontificia oder als neuer Bischof von Regensburg. Da geschah, was nicht so häufig vorkommt, die Sala Stampa dementierte sofort und ließ verlauten: Msgr. Gänswein bleibt beim Hl. Vater.
Der Vaticanista des linken  "Il Fatto Quotidiano"  und ausgewiesene Ratzingerhasser Marco Politi hatte behauptet, Prälat Gänswein werde Nachfolger des Amerikaners EB Harvey als Präfekt des Päpstlichen Hauses ( und somit Organisator der päpstlichen Audienzen)  und phantasierte dann weiter " Gänswein wird befördert und entfernt." Der  "Getreueste Ratzingers " ( wörtlich) sei durch Vatileaks kompromittiert und werde nicht mehr der persönliche Sekretär des Papstes bleiben.
Wenige Stunden nach Erscheinen des Blattes, war das Dementi da.

Samstag, 10. November 2012

2. Prozesstag und das Urteil

der zweite Prozesstag gegen den Informatiker des vaticanischen Staatssekretariates  Sciarpelletti endete heute mit seiner Verurteilung ( wegen Behinderung der Justiz und Begünstigung des Exkammerdieners Gabriele) zu einer 4-monatigen Haftstrafe , die für 5 Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Strafmaß wurde dann auf 2 Monate reduziert.
Sciarpellettis Verteidiger Benedetti hat angekündigt, gegen das Urteil Revision einlegen zu wollen.

Montag, 5. November 2012

Heute in Rom / update

Erster Tag des zweiten Vatileaksprozesses
Seit heute morgen steht der Informatiker des Staatssekretariates Sciarpelletti vor dem Vaticanischen Gericht, angeklagt ist er der Begünstigung.
Der Angeklagte sagte aus, daß Gabriele die Untersuchung seines PC durch ihn verweigert habe, ebenso den Austausch gegen einen neuen.
Die Anklage gegen seinen Mandanten, so Sciarpelletti-Anwalt Gianluca Benedetti, beruhe auf einem anonymen Hinweis aus dem Staatssekretariat, in dem von häufigen Kontakten zwischen dem Exkammerdiener und Sciarpelletti die Rede sei.
Es habe aber nie eine enge Freundschaft zwischen beiden bestanden. Es sei absurd, seinem Mandanten zu unterstellen, er habe 20 Jahre untadeligen Dienstes auf´s Spiel gesetzt, um einem Bekannten zu helfen.
Der Prozess ist auf Samstag vertagt worden, weil der Verteidiger Einblick in weitere Akten und Schriftstücke beantragt hat.
Dann sollen der in der Zelle der Gendarmeria Vaticana einsitzende Paolo Gabriele, der Sicherheitschef des Vaticans D.Giani, der Vizekommandant der Schweizer Garde Kloter und Msgr. M.Poltrani, Bürochef des Statstsekretariates und Neffe von Msgr. C.Viganó, Nuntius in den USA, als Zeugen gehört werden. Es kommt damit zu einer Konfrontation von Sciarpelletti und Gabriele.

Quelle :ASCA, Repubblicca, VaticanInsider/La Stampa

Botschaft des Hl. Vaters an den neugewählten Patriarchen der koptisch-orthodoxen Kirche Tawadros
"In diesen schwierigen Zeiten ist es für alle Christen wichtig,die Liebe und Freundschaft, die sie verbindet, zu bezeugen-im Gedächtnis an das letzte Abendmahl in Gethsemane , als Jesus sagte:  " daß alle eins seien, damit die Welt glaube!".
In seinem Schreiben dankt der Hl. Vater Gott für die "bedeutenden Fortschritte, die unter der Führung seines geschätzten Vorgängers zwischen der Koptisch Orthodoxen und der Römisch-Katholischen Kirche erreicht wurden." Er wolle dafür beten, daß die Freundschaft und der Dialog zwischen beiden Kirchen fortgesetzt werden und Früchte tragen möge -in immer engerer Solidarität und dauerhafter Versöhnung.
"Möge unser Himmlischer Vater" so endet Papst Benedict sein Schreiben" Ihnen Freude und Kraft schenken, für das noble Amt, das sie erwartet."

Quelle: Radio Vaticana

Neue Botschafter
heute hat der Hl. Vater gleich mehrere neuen Botschafter am Hl.Stuhl empfangen




Montag, 29. Oktober 2012

Gottes Straßenkehrer

so überschreibt der Spanier Anselmo Puelles seinen Artikel

oder was nicht nur Kardinalstaatssekretär  Bertone denkt

Im Rahmen der päpstlichen, auch von den säkularen italienischen Medien bestaunten -zwar leisen aber umso beharrlicheren Reinigungsaktion innerhalb der Kirche, haben Kleriker jeden Ranges nicht  nur wg. moralischer Verfehlungen im sexuellen Kontext ihr Amt verloren- sondern auch wg. finanzieller "Ungereimtheiten" in den ihnen anvertrauten Gemeinden und Diözesen und wegen "offener Rebellion gegen die Doktrin, wie der Papst sie lehrt.".
Man wisse nicht genau- so Puelles-wieviele der in den letzten Jahren von ihren Ämtern Zurückgetretenen vom Staatssekretariat zur Einreichung ihrer Demission genötigt wurden, sei es aus Gesundheits- oder anderen Gründen. In dem Artikel wird auf die Dauer des Pontifikats bezogen jedenfalls für alle 36 Tage ein solcher Rücktrítt errechnet.
Bei besonders schweren Verfehlungen konnte das sehr schnell gehen, da wurde dann auch kein Rücktrittsgesuch abgewartet sondern geich gehandelt.
Dieser Ämterverlust hat Verdruss geschaffen. Und so hält wohl auch Tarcisio Bertone und mit ihm so mancher Journalist es durchaus für möglich, daß dieser Ärger im Hintergrund den Urboden von Vatileaks bereitet hat.
Glücklicherweise wurde das Ziel, den Hl. Vater und seine engsten Mitarbeiter durch den Dolumentenklau bloßzustellen, in keiner Weise erreicht. Im Gegenteil.

Quelle: Diariocuyo/Anselmo Puelles

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Update - "ein Rabe hinter Gittern "

Um 15:00 Uhr hat Paolo Gabriele seine Haftstrafe in der Kaserne der Vaticanischen Gendarmerie  angetreten.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Heute in Rom und noch einmal Vatileaks

Vatileaks und die Folgen

In einem offiziellen Bulletin hat der Hl. Stuhl heute mitgeteilt :
Der zuvor vom Gabriele-Verfahren abgetrennte Prozess vor dem Vaticanischen Gericht gegen Claudio Sciarpelletti wegen Begünstigung beginnt am Montag, 5.November um 9:00 Uhr.
Leitender Richter wird wiederum Prof. G.Dalla Torre sein

Der hat heute die Urteilsbegründung im Gabriele-Prozess  der Öffentlichkeit  bekannt gegeben. In einer Pressekonferenz der Sala Stampa nahm Pater F. Lombardi dazu Stellung.
Paolo Gabriele sei des schweren Diebstahls  ( ausdrücklich nicht der unberechtigten Aneignung) schuldig- so das Gericht- das bleibe das fundamentale Element des Urteils. Das Gericht hat zwar sein untadeliges Vorleben zu seinen Gunsten berücksichtig, aber als erschwerend gewertet, daß er sowohl persönliche als auch offizielle  Briefe und Dokumente des Hl. Vaters- auch Originale- entwendet hat, daß er - dafür habe das Gericht eindeutige Beweise- genau um das Illegale seiner Tat wußte und diese sorgfältig geplant habe. Er habe sehr wohl Profit aus diesem Tun geschlagen- wenn auch (noch) keinen materiellen so doch ideellen.
Da der Exkammerdiener keinen Widerspruch gegen das Urteil eingelegt hat, wird es vollstreckt.
Er wird seine 18monatige Haftstrafe im Gefängnis der Vaticanischen Gendarmerie verbüßen.
Auf Fragen der Reporter nach einer Begnadigung sagte Pater Lombardi, diese sei möglich. "Wenn der Hl.Vater sie beschließt, dann entscheidet er auch über das wann und wie."



Freitag, 19. Oktober 2012

Neues vom leidigen Raben

Durch die Synode und das Jahr des Glaubens, die die Kirche wieder in ihrer Schönheit zeigen, sind das leidige Vatileaksthema mitsamt Prozess und Urteil glücklicherweise in Vergessenheit geraten.
Interessant sind aber zwei Dinge:
erstens hat der Heilige Vater entgegen den Erwartungen vieler, seinen diebischen Exkammerdiener noch nicht begnadigt- auch nicht nachdem Paoletto auf eine Revision verzichtet hat und
zweitens gibt es zwischen den Dokumenten, die die Gendarmerie in seiner Wohnung beschlagnahmte, auch unzählige Fotos und Videos vom Hl. Vater, die Gabriele mit seiner Handykamera verdeckt aufgenommen hatte, sowohl bei offiziellen Anlässen als auch im privaten Bereich ( beim Essen, Spazierengehen in den Vaticanischen Gärten, in seinem Zimmer).
Damit zerfällt seine Behauptung, er habe durch seinen Dokumentenklau und die Weitergabe an die Presse dem Hl. Vater durch einen "medialen Paukenschlag und Schock"  bei seinem innerkirchlichen Reinigungswerk helfen wollen,die schon vorher auf äußerst wackeligen Füßen stand, zu Staub.
Bisher ist völlig unklar, warum er diese Aufnahmen machte, was er mit ihnen tun wollte und ob es dafür Auftraggeber gab.

Quelle Santaze Vaticane/ TGCOM24