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"PÄPSTLICHE IRRTÜMER DER VERGANGENHEIT ZEIGEN, WIE LÄCHERLICH DER VERSUCH IST, DEN PAPST MANIPULIEREN ZU WOLLEN."
Anmerkung des Herausgebers: der folgende Text ist Teil eines tiefschürfenden Essays über die päpstliche Fehlbarkeit, den LifeSiteNews in drei Teilen veröffentlichen wird. Heute präsentieren wir den ersten Teil. (...)
Wenn die Kirche Häresie nicht "bindet", kann ein Papst der Kirche schweren Schaden zufügen. Wie Kardinal Ratzinger einmal sagte, als er gefragt wurde, ob der Heilige Geist bei der Wahl der Päpste eine Rolle spielt:
In diesem Sinn würde ich nicht sagen, dass der Heilige Geist den Papst herauspickt, weil es zu viele gegensätzliche Fälle von Päpsten gibt, die der Heilige Geist offensichtlich nicht ausgewählt haben würde. Ich würde sagen, daß der Geist nicht gerade die Kontrolle über die Angelegenheit übernimmt, sondern uns wie ein guter Erzieher sozusagen viel Freiraum lässt, ohne uns gänzlich zu verlassen. Daher sollte die Rolle des Geistes in einem viel elastischeren Sinne verstanden werden, nicht daß er den Kandidaten diktiert, für den man stimmen muss. Wahrscheinlich ist die einzige Zusicherung, die er bietet, dass die Sache nicht völlig ruiniert werden kann. (Zitiert in John Allen, Conclave: Die Politik, die Persönlichkeiten und der Prozess der nächsten Papstwahl)
Hier nur einige Beispiele von Päpsten, die-teilweise auf äußerst ernste Weise geirrt haben.
St. Peter (d. c. 64):
Als ob die Kirche im Voraus gewarnt werden sollten. daß Päpste nur innerhlab gewisser Grenzen unfehlbar sind, durfte der erste Papst schweren Irrtümern verfallen. Vor der Kreuzigung verleugnete er Christus. Bei einer anderen Gelegenheit vermied er es, mit Heiden-Konvertiten zu essen, um die Hardliner-Judenchristen nicht zu beleidigen, was den Hl. Paulus dazu veranlaßte, ihn öffentliche zu tadeln.
Die Katholische Enzyklopädie sagt dazu:
Papst St. Victor I (189-98): Die West-und die Ostchristen haben sich lange über das Datum gestritten, an dem Ostern gefeiert werden sollte. Obwohl frühere Päpste diese Differenz tolerierten, versuchte der Hl. Victor eine Lösung zu erzwingen, indem er mehrere Bischöfe der Ost-Kirche exkommunizierte. wegen dieser exzessiven Strenge und der Abweichung von der früheren päpstlichen Politik wurde er vom Hl. Irenäus kritisiert.