Dienstag, 3. Mai 2016

Kardinal Müller Reisender in Sachen Opera Omnia Benedikts XVI

Nachdem Kardinal Müller im April  in Bygoszcz  / Polen in Sachen Opera Omnia war, hat er
heute in Madrid sein  Buch "Informationen über die Hoffnung" vorgestellt, ein Interviewbuch
mit Carlos Granados dem Generaldirektor der Bibliothek Christlicher Autoren.
In einem Interview befragt Carmelo Lopez-Arias von "religionenlibertad"   Pater Granados zu "Informationen über die Hoffnung"
Hier geht´s zum Original  klicken  

FÜR KARDINAL MÜLLER IST DIE GEFAHR EIN CHRISTENTUM VON GERINGER INTENSITÄT
So hat Jesus Christus nicht gepredigt.....

"Am 3. Mai um 12:30 präsentierte Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, in der
Aula Magna der De Vitoria Universität in Madrid sein Buch "Nachrichten über die Hoffnung" ein Interviewbuch mit dem Priester und Theologen Carlos Granados, Generaldirektor
der Bibliothek für Christliche Autoren. Pater Granados betreut die spanische Ausgabe der Opera Omnia von Joseph Ratzinger.
Es gab 2 volle Tage Zeit für das Interview im Vatican, denen eine lange Vorbereitungszeit auf die geplanten Themen zwischen dem spanischen Priester und dem deutschen Kardinal vorausgegangen
war und eine intensive Nachbearbeitung folgte. Das Resultat ist ein wichtiger Text für die
zukünftige Kirche, wie es ein anderes Interview-Buch war, das vor 30 Jahren geschrieben wurde...

Es ist unvermeidlich an "Bericht über den Glauben" von Kardinal Ratzinger im Gespräch mit Vittorio Messori zu erinnern......

Der Titel ruft tatsächlich den dieser anderen Unterhaltung von Vittorio Messori und Joseph Ratzinger in Erinnerung, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war. Das soll sicher auch eine Hommage an den Papa emeritus sein, mit dem der derzeitige Präfekt gut bekannt und freundschaftlich verbunden ist. Aber vor allem soll es eine Art in Dialog mit der modernen Welt zu treten, aufzeigen, für die Kirche, die den Dialog vom Gesichtspunkt des Glaubens führt, dabei ihren Glauben nicht versteckt, als sei der ein Hindernis für den Dialog, sondern im Verständnis, daß der Glaube ein Licht ist, ein Licht, das auf den Leuchter gestellt werden muß, damit das ganze Haus erleuchtet wird. Daher dieses "Gespräch über den Glauben".

Was mutmaßte dieses Buch 1985 ?

Es war eine heitere, klärende und eloquente Diagnose der laufenden Vorgänge, die man demaskieren mußte: es ist nötig , daß jemand die großen Bewegungen beim Namen nennt, die versuchten die Kirche durch die Hintertür und den Glauben der Gläubigen zu infiltrieren, um sie von innen zu sprengen. Diese Kraft zu demaskieren und den Dingen einen Namen zu geben, war ein große Beitrag von "Bericht über den Glauben"

Was hat sich seitdem geändert?

Was sich seitdem geändert hat? Es scheint, daß das große Problem des heutigen Menschen vor allem die Hoffnung ist. Die Zeichen? Vor allem die Angst, die Angst Kinder zu bekommen, die immer ein Zeichen der Hoffnung sind. Daher die schwere Krise des Geburtenrückgangs an der wir im Westen leiden und die auch andere Weltgegenden kontaminiert hat, die Angst zu heiraten, ein dauerhaftes Engagement einzugehen, auch die Angst vor dem Phänomen des Terrorismus, die unser Zutrauen in eine bessere Zukunft unterminiert, die Angst vor den Krisen (wirtschaftlich, sozial...) die unsere komfortable Welt erschüttern. Die Angst ist das große Symptom einer Krise der Hoffnung, das auf diese Situation antwortet.



Auch mit neuen Perspektiven....

Es ist keine Wiederholung dessen, was damals gesagt wurde, eine romantische Rückkehr zu vergangenen Positionen, es kommt nicht aus einem rückwärtsgewandten, restaurativen Bewußtsein-Es kommt aus einem realen und sehr schwerwiegenden Problem, mit dem die Gesellschaft und die Kirche konfrontiert sind: die Krise der Hoffnung.

Welche Vektoren der Realität unserer Zeit würden Sie als determinierend ansehen?

Dieses Buch strukturiert sich um 4 Fragen herum: Was können wir von Christus erhoffen? 
Was können wir von der Kirche erwarten? Was können wir von der Familie erwarten? Was
können wir von der Gesellschaft erwarten? Und es endet mit dem Thema der Barmherzigkeit.Auf dieser Weise erscheint die Familie als die erste "kreative Minorität", die in der Lage sein muß, unsere Gesellschaft zu erneuern.

Als letzte Bastion und Basis für die Rückeroberung.....

Der Präfekt wollte auf dem bestehen, was folgt: man kann die Familienpastoral nicht mit der Logik angehen, um mit Formeln die Probleme zu lösen. So etwas läßt die Idee entstehen, daß die Familie eine Quelle von Problemen sei. In Wirklichkeit ist die Familie vor allem die große Hoffnung der Gesellschaft. Ja, ich würde sagen, daß das Buch sich zuerst an die Familien wendet. Und es handelt sich darum, in ihnen neue Hoffnung zu erwecken. Es ist also absolut kein Zufall, wenn diese Unterhaltungen im Rahmen der ordentlichen Familien-Synode stattfanden. Das zeigt sicher einen Wunsch des Glaubenspräfekten, den Familien ein Licht zu bringen.

Und für die Kirche?

Die Priester sind es auf eine sehr spezielle Weise. Ich denke, daß sie einen ganz speziellen Platz im Herzen des Präfekten und in seinem Interesse haben, was ihn dazu brachte, dieses Buch vorzubereiten. Der Priester kann heute seine Hoffnung verlieren: aufhören den Sinn des "für immer" seiner Ordination vergessen, aufhören, den Sinn seines Zölibats zu verstehen, dahin kommen, wie "einer mehr" zu denken. Den Sinn zu verlieren "Wahl Gottes" zu sein, der ihn für den Dienst an der Kirche weiht. Dadurch, dass er gezwungen ist, von überall her Schläge einzustecken, von den Pharisäern, den Neidern, dem "schlechten Hirten", kann er am Ende die Hoffnung verlieren, daß Gott wirklich durch seine Hände handeln kann. Der Kardinal ist den Priestern mit Leidenschaft zugetan. Er spricht zu ihnen mit Worten eines Vaters, eines Freundes, eines Vertrauten.

Fortsetzung folgt

Quelle: religionenlibertad, P. Granados, Benoît XVI-et-moi  

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