Samstag, 19. Januar 2019

Hausfrauentheologie oder wie Weihnachten weitergeht

Es gibt ja ganze Bibliotheken von mehr oder weniger (eher weniger) gelungenen Assoziationen von Christus und dem Licht, und das ganze unter dem Aspekt, dass in und mit Christus das wahre Licht in diese Welt kommt, weswegen der Termin am 25.12, also zur Wintersonnenwende einfach gut passt.
All das klassische Brauchtum, als da ist St Martin, Adventskranz, Weihnachtsbaumbeleuchtung und sogar noch das neuere Brauchtum mit den Lichterketten allüberall, bildet diese Symbolik der Hoffnung auf das Licht, das in die zunehmende Finsternis kommt, ab.
Nun ist es so, dass sich wirklich um Weihnachten herum das Sonnenlicht ändert, mit Beginn des Herbstes wird das Licht sanfter, mehr ins rote spielend, und im November und Dezember immer schwächer, milder, dunkler und düsterer.
Spätestens nach Neujahr, manchmal auch schon früher, aber immer erst nach Weihnachten wird das Licht hell, klar, durchdringend.
Ich vermute, das Ganze hängt einfach mit der Erdbahn zusammen, dem leicht geänderten Einstrahlungswinkel des Sonnenlichtes, aufgrund der Tatsache, dass die Erde um Weihnachten herum den einen Maximalpunkt der Ellipse durchläuft und dann sozusagen sich wieder zur Sonne hin bewegt.
Was mich aber jedes Jahr fasziniert ist, wenn man, im geänderten, hellen Licht aufeinmal Flecken an Möbeln, Fenstern, Wänden und dergleichen sieht, die die gestandene Hausfrau vorher, trotz regelmäßig ausgetobtem Putzfimmel einfach nicht gesehen hat, nicht hat sehen können.
Auch das ist, für mich, eine tiefe Wahrheit, nur im Licht Christi sind wir überhaupt in der Lage den Dreck um uns herum überhaupt wahrzunehmen und das ist, wie der ganze Glaube, nun mal, auf den ersten Blick, nicht gerade nett.

Fundstück

Beim Neujahrsempfang des Diözesanrates der Katholiken des Bistums Eichstätt hat Bischof Hanke Nachdenkenswertes über die Ziele einer Kirchenreform gesagt und dabei gehe es nicht um eine Art "Parteiprogramm" , aus der "Homöopathisierung des Anspruchs des Evangeliums" (potenzierte Verdünnung) entstehe sowieso kein geistliches Wachstum." Auf eine solche Aussage eines deutschen Bischofs warten wir schon lange....
Lesen !
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und das beginnt so:

"Bischof Hanke will über die Zukunft der Kirchensteuer nachdenken"

                               "Eine Ärmere Kirche wagen"

Die Kirche braucht vielmehr einen geistlichen Aufbruch als eine kirchenpolitische Agenda, findet der Eichstätter Bischof Hanke. Eine "echte Reform" wachse aus der Nachfolge Jesu. Daher müsse man auch die Kirchensteuer grundsätzlich überdenken."
Quelle: domradio. de./KNA

Marco Tosatti: "Er wußte es."

Marco Tosatti berichtet bei La Nuova Bussola Quotidiana was Robert Ciolek, ein ehemaliger Priester, zu den Dementis und Vergessensbeteuerungen von Kardinal Wuerl aussagt - auch weil das bestätigt, was Erzbischof Viganò in seinem Memorandum dokumentiert hat.
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"ER WUSSTE ES. KARDINAL WUERL LEUGNET VON MCCARRICK GEWUSST ZU HABEN"

"Laut Robert Ciolek, einem in den Laienstand zurück versetzten Priester, der selber Mißbrauchsopfer des Ex-Purpurträgers wurde, war Wuerl über die von Grund auf homosexuellen Missetaten McCarricks seit 2004 auf dem Laufenden. Der Erzbischof hat ein Vergessen bedauert, aber Ciolek antwortet: "Unverständlich daß er es vergessen haben sollte, ich glaube das keine Sekunde."

Laut der Diözese von Pittsburgh widerspricht ein ausgezeichneter Zeuge dem Erzbischof von Washington, Kardinal Wuerl: der Purpurträger war über die Missetaten Theodore McCarricks seit vielen Jahren auf dem Laufenden- seit 2004- und deshalb hat er, wie Erzbischof Carlo Maria Viganò  viel male wiederholt hat, nicht die Wahrheit gesagt, wenn er behauptete nichts über das Verhalten des Serienmißbrauchers von Seminaristen gehört zu haben.

In einer am 10. Januar von der Diözese Pittsburgh veröffentlichten Erklärung wird ausgesagt, daß der in den Laienstand zurückversetzte Priester Robert Ciolek 2004 vor dem diözesanen Appellationsgericht erschienen sei, um über Vorwürfe wegen Mißbrauchs, den Ciolek an einem Pittsburgher Priester begangen haben sollte, zu sprechen.  Während dieser Begegnung "hat Ciolek auch über erlittenen durch McCarrick begangenen Mißbrauch berichtet. Das war das erstemal, daß die Diözese Pittsburgh von diesem Vorwurf gehört hast"  liest man in der Erklärung.
"Einige Tage danach hat Bischof Donald Wuerl dem Apostolischen Nuntius in den USA über die Vorwürfe berichtet." Wuerl hat also,als er Bischof von Pittsburgh war,eine Beschuldigung bzgl. von Kardinal McCarrick begangenen Mißbrauch entgegen genommen und sie an den Apostolischen Nuntius in Washington weitergegeben.

Ein Sprecher der Erzdiözese Washington hat bestätigt, daß Kardinal Wuerl eine Beschuldigung gegen Erzbischof McCarrick überreicht wurde, während er Erzbischof von Pittsburgh war- als Teil einer Anklage, die Ciolek vorgebracht hatte.
CNA hat diesen Ciolek interviewt und das Ergebnis dieser Unterhaltung ist nicht besonders aufbauend im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit eines der Vertrauensmänner des Pontifex in den USA. Der Mann hat gesagt, daß er verblüfft gewesen sei, als Wuerl ihm sagte, er habe den Vorwurf gegen McCarrick -einige Zeit nachdem er 2006 Erzbischof von Washington geworden war- vergessen.


Manopello: Segen für Kirche und Welt mit dem Volto Santo

Dr. Maike Hickson berichtet bei LifeSiteNews von bevorstehenden Ereignissen in Manopello
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"EIN DEUTSCHER KARDINAL UND EIN US-BISCHOF WERDEN DIE WELT MIT DEM WUNDERBILD VON JESU GESICHT SEGNEN"

"Ein deutscher Kardinal und ein US-Bischof, die für ihre feste und mutige Verteidigung des Katholischen Glaubens bekannt sind, werden Sonntag, am 20. Januar, mit dem Volto Santo, das von vielen als ein Wunderbild des Hl. Gesichtes Jesu betrachten, segnen- das der Hl. Pater Pio  "das größte Wunder, das wir haben" nannte.
Kardinal Gerhard Müller und Erzbischof Salvatore Cordileone werden nach Manopello kommen, um in der Basilika des Volto Santo die Messe zu feiern und dann die Kirche und die Welt mit dem Wunderbild unseres Herrn zu segnen.

Paul Badde, Autor mehrere Bücher über das Volto Santo und Romkorrespondent von EWTN - hat gerade Kardinal Gerhard Müller über dieses kommende Ereignis interviewt hat. klicken
Verschiedene websites  kündigen das Ereignis an- an dem auch der Ortsbischof von Chieti-Vasto, Bruno Forte, teilnehmen wird. Das Ereignis vom 20. Januar beginnt um 11:00 mit der Messe in der Basilika, der dann eine Prozession und eine Segnung mit der Reliquie des Volto Santo folgt.

Der 20. Januar ist der traditionelle Omnis-Terra-Sonntag, an dem 1208 Papst Innozenz III zum ersten mal die Kirche und die Welt mit dieser Reliquie segnete, von der man glaubt, sie stamme aus dem Grab Unseres Herrn und sein Gesicht im Moment der Auferstehung abbildet.  (…)
In jenem Jahr führte Innozenz III eine Prozession mit dem Volto Santo von Sankt Peter zur Kirche Santa Maria in Sassia des Hl. Geist-Hospitals.  Die Prozession sollte jährlich am zweiten Sonntag nach Epiphanias stattfinden.


Freitag, 18. Januar 2019

Das Kloster San Marco muß bleiben!

domradio.de berichtet über den Kampf der Dominicaner von San Marco in Florenz um die Erhaltung ihres Traditionsklosters,
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Mit ihnen bitten 20.000 Unterzeichner einer Petition an den neuen Ordensgeneral, von dem sie eine Revision der Entscheidung des bisherigen Oberen Bruno Cadore erhoffen, darum im seit dem 13. Jahrhundert  bestehenden historischen Konvent verbleiben zu dürfen, in dem u.a. Fra Angelico, Fra Bartolomeo und Girolamo Savonerola lebten und wirkten.
Obwohl die Petition geschlossen ist, bitten und beten wir mit ihnen.

Quelle: domradio.de

Magister: Was neu ist beim Osservatore Romano

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo  den Stand der Dinge beim neu aufgestellten Osservatore Romano.
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"WER JETZT DEN OSSERVATORE ROMANO LEITET- UND WAS SICH GEÄNDERT HAT" 
Nach der abrupten Auswechslung des Direktors wenige Tage vor Weihnachten wurde geschrieben, daß der Osservatore Romano bald ein Face-lifting bekommen würde.

"Erdbeben in den Vatican Medien. Der Winterfeldzug der Paladine Bergoglios"  klicken

Und tatsächlich ist in den ersten Ausgaben dieses Jahres ziemlich viel neu.
Zu Beginn: die offizielle Zeitung des Hl. Stuhls wurde 2019 mit dem herausgegeben, was eine Art Wort des Tages für die Kirche sein sollte: dem Wort "Brüderlichkeit" - genommen aus der letzten Weihnachtsbotschaft "Urbi et Orbi" von Papst Franziskus, in der es in der Tat nicht weniger als zwölfmal vorkommt, dreimal mehr als die Worte Gott und Jesus zusammengenommen.
Der Veröffentlichung ging eine Vorschau in einem Leitartikel vom neuen Direktor Andrea Monda voraus, in dem angekündigt wird, daß Franziskus diese "Brüderlichkeit" endlich aus dem Schlaf erweckt hat, das die Französisch Revolution so verherrlichte, dann aber sofort zugunsten von "Freiheit" und "Gleichheit" und ihrer Degeneration zu Zügellosigkeit und Gleichmacherei kalt gestellt wurde.

Und um zu zeigen, daß es dem Osservatore Romano ernst ist, folgte in der Ausgabe vom 16. Januar eine vollwertige Neubewertung von "Brüderlichkeit" als neuer Grenze des Christentums, mit einer extragroßen Schlagzeile auf der Titelseite  und im Inneren der Brief, den am Fest Epiphanias an die Päpstliche Akademie für das Leben schickte, vor allem aber ein langatmiger Artikel der die Wahl des Wortes "Brüderlichkeit" zum Wort des Jahres rechtfertigte, als ob es um die Verleihung  eines Nobelpreises gehe.

Autor dieses Artikels ist Antonio Maria Baggio, vor langer Zeit Focolare, der in seiner Jugend bei seinen Lehrern Toni Negri und Luciano Feraari Bravo den Marxismus studierte, dann am Angelicum einen Doktorhut in Philosophie erhielt bevor er Direktor des Magazins "Nuova Umanita" und dann Professor an der Gregoriana und der Focolare-Universität Sophia und schließlich Spezialist für "Brüderlichkeit"  als Grundkategorie für politisches Denken wurde - mit einem in Argentinien gegründeten " Netzwerk für das Studium der Brüderlichkeit", das sich heute über ganz Lateinamerika erstreckt.

Diejenigen, die erwartet hatten, daß der Osservatore Romano dahin zurückkehren würde, den Kurs anzuzeigen, welchen  Weg man in Treue zum aktuellen Pontifikat einschlagen muß, können zufrieden sein. Jetzt erfahren sie aus der Zeitung des Papstes, daß Brüderlichkeit einer dieser Meilensteine sogar für die päpstliche Akademie ist- der für das Leben- die aus einem ganz anderen Grund vor 25 Jahren von Johannes Paul II gegründet wurde- zur Verteidigung des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.


Fundstück

Peter Winnemöller kommentiert auf seinem blog "katholon"  die banale bischöfliche Plattitüde "Die alten Zeiten sind vorbei." auf sehr lesenswerte Weise.
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Zitat :

"Wenn es eines gibt, worin man dem Bischof von Essen in seinem „Wort des Bischofs“ recht geben muss, dann dieser Satz. Die alten Zeiten sind vorbei. Das eine oder andere Zipperlein schlägt hier und da schon mal zu. Die Menge Bier, die man so trinken kann, ist merklich zurück gegangen. Die Arbeit fällt einem auch nicht leichter. Jaja, die alten Zeiten sind vorbei.

Das gilt aber nicht nur individuell und nicht nur bezüglich des persönlich gepflegten Hedonismus. Das gilt vor allem gesellschaftlich. Schon lange sind das Christentum und vor allem das christliche Bürgertum nicht mehr die prägende und treibende Kraft gesellschaftlicher Entwicklung. Der Sozialismus und nach Untergang des Ostblocks die sozialliberale Variante des Marxismus hat das Christentum / Bürgertum längst abgelöst. Man musste mit Entsetzen feststellen, der Marsch durch die Institutionen hat funktioniert. Das Establishment ist links aber spießig wie eh und je. Die Konterrevolution ist neue die Revolution. Das gilt auch für die Kirche. " (….)
Quelle: katholon, P.Winnemöller


Donnerstag, 17. Januar 2019

Tweet zum Tage

Wie vaticannews via Twitter bekannt gibt, hatte der Papa Emeritus heute Besuch von Rabbi Folger .




Gudrun Sailers Bericht beginnt so:
"Rabbi Folger bei Papst em. Benedikt: „Ein schönes, gutes Gespräch“

Ein schönes, gutes, inhaltsreiches Gespräch: So charakterisiert der orthodoxe Wiener Oberrabbiner Arie Folger die Begegnung zwischen dem emeritierten Papst Benedikt XVI. und einer kleinen Delegation der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands vom Mittwoch. (…)"
weiterlesen hier 

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über die in Universitäten der westlichen Welt von Einheitsdenken und politisch Korrektem bedrohten Meinungsfreiheit.
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                "VON FRAENKEL ZU FINNIS" 
Als ich Student war, erfreute sich die Geisteswissenschaftliche Fakultät dieser Universität noch der ruhmreichen Nachwirkungen der Ankunft der Blüte der Europäischen Gelehrten der Klassik, die aus den großen deutschen Universitäten kamen. Unter ihnen nicht zuletzt von Edward Fraenkel, der als ich 1960 kam immer noch den Latein-Lehrstuhl innehatte.

Er war- wie die meisten seiner Mitflüchtlinge- Jude. Juden waren in den Universitäten Hitler-Deutschlands nicht besonders willkommen. Oxford hat sie zum eigenen Vorteil mit Begeisterung aufgenommen. (Und wie es davon profitiert hat!)

Vorwärts nach 2019. Die jungen Leute ..besser einige von ihnen...versuchen jetzt einen der hervorragendsten modernen Gelehrten loszuwerden, John Finnis, Mitglied des University College und mit Anspruch des modernen Oxfords auf Ruhm und Respekt in der Welt der akademischen Jurisprudenz.

Professor Finnis ist auch Katholik, der sich bzgl. der Lehre der Kirche klar ausdrückt.

Natürlich werden diese Jugendlichen und Jugendlichinnen mit ihrer Einschüchterungskampagne keinen Erfolg haben. (Auch wenn es amüsant sein könnte, zu sehen, wie die Universität von ihrem bekanntesten Juristen vor Gericht verklagt wird.)

Aber wir alle wissen oder haben von weniger bekannten Akademikern in weniger bekannten Institutionen gehört, die wegen ihres Katholizismus beraubt wurden oder sogar- möge Gott uns allen helfen- ihrer unerleuchteten Pronomina.

"Sie kamen wegen der Juden und ich habe nichts gesagt, ich war kein Jude.....zuletzt kamen sie meinetwegen...
Tatsächlich "kommen sie jetzt unseretwegen".

[Das ist zufällig auch der Grund, aus dem ich die Rechte der Juden verteidige, gemäß ihrer geerbten Tradition zu essen. Der Hl. Paulus stimmt mir zu.]

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke







Mittwoch, 16. Januar 2019

Musik zum Abend


                       G.F.Händel  Ode for St. Cecilia´s Day  "'The trumpet's loud clangor'"


          

Fundstück

Anläßlich des Namenstages der Hl. Titians von Oderzo berichtet Marco Gallina - wie immer lesenswert- auf dem Löwenblog über seine Lebensumstände und die historische Situation im Italien der Spätantike und seine Beziehung zu Venedig.
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Hier ein Zitat: 
"Der Heilige Titian (bzw. Tizian) von Oderzo ist ein Kind dieser Welt, in der die Hinterlassenschaften Roms und der Fall der alten Welt noch greifbarer ist als das, was das Mittelalter bringen wird. Er stammt aus einem dieser Grenzgebiete zwischen den Herrschaftsgebieten germanischer Invasoren und spätantiker Kultur.  (….)

"Oderzo war damals die Hauptstadt eines eigenen Bistums. Titian trat als Mitglied einer vermutlich aristokratischen Familie in den Kirchendienst und wurde vom damaligen Bischof von Oderzo, dem Heiligen Florianus, protegiert. Titian diente danach als Diakon unter seinem Lehrmeister, bis sich Florianus dazu entschied, sein Amt zugunsten der Mission ruhen zu lassen. Darauf wurde Titian als Nachfolger eingesetzt und damit zum Bischof von Oderzo bestimmt." (….)

Quelle: Löwenblog, M.Gallina

Magister : Franziskus und der sexuelle Mißbrauch. Der Papst. der zu viel wußte"

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die aktuelle Situation im Mißbrauchsskandal und besonders den Umgang des Pontifex mit den Tätern.
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"FRANZISKUS  UND DER SEXUELLE MISSBRAUCH. DER PAPST DER ZUVIEL WUSSTE"
Papst Franziskus hat schon vor einiger Zeit klargemacht, wie er die Frage des Sexuellen Mißbrauchs durch geweihte Personen beurteilt und wie er es anzugehen beabsichtigt. Nicht als ein primäres Problem von Sexualität oder Macht, nicht von Individuen sondern einer Kaste, der Klerikerkaste.

Das hat er in einem Brief zu dieser Frage zu verstehen gegeben, den er am 20. August 2018 an das "Volk Gottes" adressierte und in dem er den "sexuellen Mißbrauch" als solchen nie anspricht sondern nur im Zusammenhang mit Machtmißbrauch und dem Mißbrauch des Gewissens.

Das hat er dieses Jahr im Brief vom 1. Januar an die US-amerikanischen Bischöfe wiederholt, in dem er weiterhin systematisch die dreifache Formulierung benutzt, aber die Reihenfolge ändert: "der Mißbrauch von Macht und Gewissen und sexueller Mißbrauch".

Noch ausdrücklicher stellt er das in dem Dubliner Treffen mit den irischen Jesuiten hinter verschlossenen Türen vom 25. August, von Pater Antonio Spadaro sorgfältig am 15. September  in La Civiltà Cattolica transskribiert und veröffentlicht: "Elitismus, Klerikalismus fördern jede Art von Mißbrauch. Und der sexuelle Mißbrauch ist nicht der erste. Zuerst ist da der Mißbrauch von Macht und Gewissen."

Auch das Schlussdokument der Oktobersynode macht dieses Theorem von Franziskus in den Paragraphen, die den sexuellen Mißbrauch betreffen, zu seinem eigenen, indem sie die Ursache für alles dem Klerikalismus zuschreiben, was "eine elitäre und exklusive Sicht von Berufung bedeutet, die das empfangene Amt als Macht interpretieren, die eher ausgeübt wird als ein freies und großzügiges Dienen."

Entgegen diesem Hintergrund sollte das Einberufen der Präsidenten der Bischofskonferenzen der ganzen Welt nach Rom, das für den 21.-24. Februar geplant ist, -gemäß der Absicht des Papstes- als eine organische Repräsentanz der Klerikerkaste betrachtet werden, vor der er sich selbst als die andere und makellose Autorität im Dienst der Machtlosen und der Machtopfer präsentiert.

So sollte es sein - in Franziskus´ Plan. Aber inzwischen bewegen sich die Dinge in die entgegengesetzte Richtung.
Das letzte Ereignis, über das Settimo Cielo vor einigen Tagen berichtet hat, ist der Fall des argentinischen Bischofs Gustavo Óscar Zanchetta und seine verblüffende Karriere auf dem Weg bis zu einer gehobenen Stellung in der Vaticanischen Kurie, trotz manifester Beweise für seine Unzulänglichkeit und Unzuverlässigkeit und Vorwürfen wegen sexuellen Mißbrauchs von Dutzenden Seminaristen.

Dienstag, 15. Januar 2019

Ad multos annos !

Heute feiert Msgr. Georg Ratzinger seinen 95. Geburtstag.
         
          AD MULTOS ANNOS UND GOTTES REICHES SEGEN!

Thorsten Paprotny widmet ihm aus diesem Anlass bei CNA einen Artikel.
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Quelle: CNA, T. Paprotny


Montag, 14. Januar 2019

Tweet zum Tage

Bischof J. Strickland von Tyler, Texas, hat sich -auch mit diesem Tweet - der Aufforderung von Erzbischof Viganò angeschlossen.

"Noch einmal füge ich meine Stimme der Bitte Erzbischof Viganòs hinzu. Er spricht von "EWIGER ERLÖSUNG", eine Sprache. die während dieses Albtraums selten zu hören ist. "

Ex-Nuntius Viganò schreibt an Erzbischof McCarrick

Wie Marco Tosatti bei Stilum  Curiae schreibt, hat Ex-Nuntius Erzbischof Carlo Maria Viganò jetzt einen offenen Brief an Ex-Kardinal Erzbischof McCarrick geschrieben . in dem er ihn zu öffentlicher Umkehr und Reue für seine Verbrechen auffordert. 

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"VIGANO SCHREIBT AN MCCARRICK: BEREUE ÖFFENTLICH FÜR DIE OPFER UND DIE KIRCHE."

Erzbischof Viganò ist dazu zurückgekehrt, von sich hören zu lassen, nach einem Schweigen, das mehrere Wochen andauerte. Das tut er mit einem Appell an Exkardinal Theodore McCarrick: ein Appell zur Umkehr und vor allem zur öffentlichen Reue und der öffentlichen Bitte bei allen Opfern und der Kirche um Vergebung. Natürlich wird es die geben, die in der Tonart der Pharisäer einwenden werden: welches Recht hat Erzbischof Viganò sich in diesem Ton an McCarrick zu wenden? In Wirklichkeit erfüllt er- indem er das tut- was vielleicht andere an seiner Stell hätten tu sollen. Und dann eine Aufforderung zur öffentlichen Umkehr und öffentlich um Vergebung für die eigenen Fehler und falschen Handlungen zu bitten scheint nicht ungerecht zu sein, angesichts der Gesamtheit der öffentlichen Schäden an der Kirche und außerdem an den einzelnen Opfern, deren Leben durch das Tun McCarricks gezeichnet worden sind. Er fällt in die alte Tradition der Kirche aller Zeiten zurück.

Konnten die von Benedikt XVI über den Erzbischof von Washington auf Basis des kanonischen Rechts verhängten Sanktionen noch nur einer begrenzten Anzahl von direkt betroffenen Personen- ohne öffentlichen Skandal- bekannt werden, ist es heute nicht mehr so. Und in dieser Stunde hat sich James Grein, der Hauptankläger im Skandal möglichen von McCarrick begangenen Mißbrauchs an Minderjährigen mit der stellvertretenden Disktrikts-Staatsanwältin von Manhattan, Sara Sullivan, getroffen, die auf breiter Basis systematisch vertuschten, von Klerikern begangenen Mißbrauch untersucht. Die Tatsache, daß Grein mit der Ziviljustiz zusammen arbeitet zeigt, daß wir uns vor einem Qualitätssprung bei den Anklagen befinden. 

Gagliarducci: "Das Ende-der- Welt-Gefühl ist zurück."

In seiner heutigen, allmontäglichen Kolumne bei Monday in the Vatican befaßt sich A. Gagliarducci  mit den möglichen Auswirkungen der -bisher erst gerüchteweise bekannt gewordenen- möglichen "Reform"pläne des Papstes bzgl. der Präfektur des Päpstlichen Hauses.
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"PAPST FRANZISKUS,  DAS ENDE EINER WELT?"


"Papst Franziskus´ Pontifikat scheint Fahrt aufgenommen zu haben. Nicht nur wegen des für 2019 geplanten Reiseterminkalenders, der bereits - obwohl noch unvollständig- eng zu sein scheint. Nicht nur wegen der Veränderungen in der Kommunikationsabteilung des Vaticans. Und nicht nur wegen der Gerüchte, daß der Papst die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei, die die Beziehungen zur traditionalistischen Welt aufrecht erhielt, schließen wird.

Die jüngsten Gerüchte besagen, daß Papst Franziskus die Präfektur des Päpstlichen Hauses schließen will. Viele unterschätzen dieses Thema. Wenn das jedoch passieren sollte, könnten 1800 Jahre Geschichte mit einem Federstrich zunichte gemacht werden.

Die Gerüchte fahren fort, daß die Präfektur des Päpstlichen Hauses dann vom Staatssekretriat absorbiert würde. De facto würde der Päpstliche Haushalt nicht länger existieren.  Das ist kein geringfügiges Thema.

Laut der Webseite des Vaticans hat die Präfektur die Aufgabe, die Dienste des Vorzimmers zu 
koordinieren und die offiziellen Audienzen zu organisieren, die Seine Heiligkeit den Staatsoberhäuptern, Regierungschefs, Regierungsministern und anderen Würdenträgern wie auch den Botschaftern, die nach Rom kommen, um ihre Beglaubigungsschreiben zu präsentieren, gewährt.

Die Präfektur- so liest man- "kümmert sich um die Vorbereitungen aller privaten, speziellen und allgemeinen Audienzen- und Besuche jener, die vom Hl. Vater formell empfangen werden. Sie ist auch dafür verantwortlich, die päpstlichen Zeremonien -außer den liturgischen Feiern- zu organisieren, ebenso wie die Spirituellen Exerzitien des Hl. Vaters und des Kardinalskollegiums der Römischen Kurie."

Und schließlich "die Präfektur sorgt jedes mal , wenn der Hl. Vater den Apostolischen Palast verläßt, um die Stadt Rom zu besuchen oder innerhalb Italiens zu reisen,  für die angemessenen Vorkehrungen."


Fundstück

wie heute bekannt wird, hat der Paderborner Priesterkreis "Communio Veritatis" in einer
Erklärung Kardinal Marx zum Rücktritt aufgefordert.
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Unter dem Titel: "AUFFORDERUNG AN KARDINAL MARX ZUM RÜCKTRITT" beginnt die Erklärung so:

"Wir fordern Sie auf, den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz aufzugeben, weil dieser Begriff eine Ausgrenzung Ihrer Amtsbrüder ist.

Wir stellen heraus, daß in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, die Wahrheit in Person unter uns erschienen ist. Sie stehen mit Ihrer soziologischen Sichtweise im Irrtum des Synkretismus und des Relativismus.
Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu mißbrauchen, indem Sie die Sakramente der Kirch offenkundig als Ihren Privatbesitz ansehen, den Sie beliebig auf dem Altar des Zeitgeistes opfern.
Wir weisen die Instrumentalisierung unserer Religion zurück." 

Quelle: "Communio Veritatis" 





Sonntag, 13. Januar 2019

Musik am Abend


       
            

Francois Couperin: "Die Geburt der Lilien"

Was die jüngsten Schritte der Kurienreform bedeuten....

Ricardo Cascioli kommentiert bei "Il Giornale" die jüngsten Aktivitäten von Papst Franziskus bei der Umstrukturierungen der Kurie und was sie für die Tradition der Kirche bedeuten können.
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"JETZT WILL BERGOGLIO DAS ERBE VON PAPST BENEDIKT XVI AUSLÖSCHEN"
"Tagesfragen und zwei weitere wichtige Fäden, die Papst Franziskus mit seinem Vorgänger verbinden, werden durchschnitten:  Stimmen warnen immer dringlicher, daß die Abschaffung der Präfektur des Päpstlichen Hauses sicher ist, deren Titular Msgr. Georg Gänswein ist, ebenfalls Privatsekretär von Benedikt XVI: und das Ende von Ecclesia Dei. 1988 für den Dialog mit der FSSPX gegründet, aber heute vor allem Referenzpunkt für die Anwendung von "Summorum Pontificum", dem Motu Proprio mit dem Benedikt XVI die lateinische Messe nach dem Alten Ritus freigab.

Zwei Entscheidungen, die - wenn sie bestätigt werden - außer den praktischen Auswirkungen auch einen großen symbolischen Wert haben.
Außerdem handelt es sich nicht um überraschende Schritte.
Der erste herausragende Name, der fallen sollte, war der des US-amerikanischen Kardinals Raymond Burke, den Benedikt XVI 2008 als Präfekten der Apostolischen Signatur nach Rom berief. Im November 2014 entfernte Papst Franziskus ihn, hatte ihn aber bereits ein Jahr vorher in der Bischofskongregation ersetzt.
Dann traf es Kardinal Gerhard Müller- seit 2012 Präfekt der Glaubenskomngregation und persönlicher Freund von Benedikt XVI und Kurator der Opera Omnia von Joseph Ratzinger, der  2017 brüsk am Ende der ersten Amtszeit "liquidiert" wurde. Gegenüber Kardinal Sarah wurde ein andere Vorgehensweise gewählt, den Papst Franziskus im November 2014  in die Leitung der Liturgiekongregation berief-  aus dem Päpstlichen Rat Cor Unum entfernte - den er durch Umgehung bei Entscheidungen neutralisierte und völlig isolierte auch durch öffentliche Ablehnung seiner Initiativen.


Ist das aktuelle Pontifikat ein Fehlschlag?


Pater R.G. Cipolla kommentiert bei Rorate Caeli einen Leitartikel, den Herausgeber R.R. Reno bei First Things über das aktuelle Pontifikat veröffentlicht hat.
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"EINFLUSSREICHER LEITARTIKEL ERKLÄRT DAS PONTIFIKAT ZU EINEM "FEHLSCHLAG" : HOFFNUNG AUF EIN ENDE DES HYPER-PAPALISMUS"


"Die jüngste Veröffentlichung des Leitartikels von R.R.Reno, dem Herausgeber von "First Things", erklärt das Pontifikat von Papst Franziskus zu einem "Fehlschlag" ( "A failing papacy. Febr. 2019)und ist sowohl bemerkenswert als auch -wichtiger- der Anfang-wie wir hoffen- einer intellektuellen Überprüfung des gegenwärtigen Papsttums, der zu seiner ehrlichen Bewertung und - eine weitere Hoffnung- dem Aufruf zu einem Ende des Hyper-Papalismus der vergangenen Jahre -vielleicht sogar eines Jahrhunderts-  führen wird und zu einer theologischen Neubewertung - der Natur und der Rolle des Papsttums, basierend auf der Tradition der Kirche.

Daß der Herausgeber von "First Things", das seit einigen Jahren meiner persönlichen Meinung nach ein Organ der neokonservativen Agenda wurde- diesen Leitartikel geschrieben hat, erweckt vielleicht nicht die Aufmerksamkeit der New York Times, ist aber sicher wichtig für diejenigen Katholiken, die die Tradition der Kirche verstehen und durch das Unvermögen dieses Pontifikates, klar und unzweideutig den Katholischen Glauben zu Zeiten politischer und kultureller Massenverwirrung zu bekennen, sehr beunruhigt waren und sind.

Man muß Reno im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Kirche für seinen Mut und seine Klarheit danken. Reno versteht jetzt, daß dieses Pontifikat nicht nur nicht im Einklang mit dem realen Versuch des Hl. Johannes Paul II steht -auf der Tradition der Kirche begründet- erneut den Katholischen Glauben an die Person Jesu Christi und das Dogma der Kirche zu verankern, nach dem drohenden Kollaps der Kirchenlehre und der liturgischen Praxis nach dem II.Vaticanischen Konzil.
Dieses Papsttum mit seinem Mangel an Treue zur Tradition und seinen billigen und überholten Appellen an den modernen Menschen- zu einer Zeit in der es die Moderne nicht mehr gibt, außer in der Römischen Kurie, die immer noch im Jahr 1965 lebt, hat die Verbindung zu jenen modernen Männern und Frauen, besonders der Jugend verloren hat, die im Schutt der Moderne nach dem Wirklichen und Wahren suchen.


Samstag, 12. Januar 2019

Eine erfreuliche Nachricht?

Grund zu einer gewissen Freude -vielleicht sogar Schadenfreude- gibt die Nachricht, die das Januar-Vatican-Magazin von der Kunsthistorikerin Prof. Melanie Luck von Claparede veröffentlicht. (S.56-62). Unter dem Titel "Der Antichrist von Abu Dhabi" erklärt sie, daß das für eine Rekordsumme
von 450 Mill. Dollar nicht ganz ohne hämische Nebentöne vom Emirat erworbene Bild wohl nicht-wie behauptet wurde- von Leonardo Da Vinci gemalt wurde - was auch mehrere namhafte Leonardo-Spezialisten bestreiten -sondern von einem seiner Schüler und seiner Werkstatt und daß es eben nicht den Salvator Mundi darstellt sondern dessen Gegenspieler, den Antichrist.
Die Autorin stellt sich die Frage, ob das Zögern des Ministerium für Touristik, das Bild in der Ausstellung des Museums zu präsentieren, eine Blamage vermeiden solle. Und mit dieser Frage ist sie nicht allein.

Quelle: Vatican-Magazin, M.Luck von Claparede

Fundstück

Auf dem Löwenblog von Marco Gallina hat jetzt der geflügelte Markus-Löwe zu den jüngsten Äußerungen des Erzbischofs von München, Kardinal Marx (der diesen Löwen in sein Wappen gesetzt hat) ergriffen und erteilt diesem eine eindrucksvolle und lesenswerte Lektion.
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"Maßnahme bezüglich betrüblicher Äußerungen eines katholischen Prälaten"

Zitat:
"Ich fordere daher – so leid es mir tut und so sehr es meinem Löwenherze Pein bereitet – Herrn Marx dazu auf, mein Antlitz aus seinem Wappen zu entfernen. Ich möchte mit solcherlei Angelegenheiten nichts zu tun haben. Solcherlei Politik ist für jemanden meines Standes eine ausgeschlossene Sache." (…)

Offizielle Bestätigung der Vorwürfe Viganòs aus den USA:

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die offizielle Bestätigung der Vorwürfe Erzbischof Viganòs durch die Diözese Pittsburgh. Und stellt abschließend fest, daß Papst Franziskus immer noch mit keinem Wort auf die diesbezüglichen Fragen geantwortet hat.
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"OFFIZIELLE BESTÄTIGUNGEN AUS DEN USA. VIGANÒ HAT RECHT. WUERL WEISS SEIT 2004 VON MCCARRICK"

"Und noch einmal hatte Erzbischof Viganò Recht. Jüngste Reportagen aus den USA zeigen, daß Kardinal Donald Wuerl, der Erzbischof von Washington und zuvor von Pittsburgh seit 2004 von den Mißbrauchsvorwürfen gegen Erzbischof McCarrick wußte.
Die Veröffentlichung dieser Details durch die Diözese Pittsburgh vom 10. Januar ist die erste Bestätigung durch Kirchenautoritäten, daß Kardinal Wuerl vor Juni 2018 Kenntnis von den Beschuldigungen gegen den in Ungnade gefallenen Ex-Kadinal hatte.
Und aus diesem Grund hat Erzbischof Viganò ihn der Lüge bezichtigt.
Diese Nachricht ist nicht beruhigend, sie wirft einen Schatten auf die Person des Kardinals, einen Vertrauensmann des Pontifex in den USA, auch auf die globale Handhabung der Mißbrauchskrise seitens des Papstes und des Vaticans.
Man darf nicht ignorieren, daß Wuerl- zusammen mit Kardinal Cupich, einem anderen Mann aus der McCarrick-Seilschaft und Vertrauensmann des Papstes in den USA, jenseits des Ozeans von vertrauenswürdigen Kollegen beschuldigt wird in Übereinstimmung mit der römischen Kurie die Maßnahmen gegen den Mißbrauch, über den die amerikanischen Bischöfe während ihres Novembertreffens abstimmen wollten, blockiert zu haben.
Bemerkenswert ist, daß ähnliche Maßnahmen- eine Untersuchungskommission, die aus Laien-Experten zusammensetzt- ohne römische oder kanonische Probleme in Frankreich akzeptiert worden sind.
Kardinal Cupich wurde dann zum Verantwortlichen für die Organisation des Welttreffens zum Mißbrauch im Februar in Rom ernannt, auf den Posten, für den Kardinal  O´Malley der natürliche Kandidat gewesen wäre. Cupich wird von Erzbischof Viganò als sein Zeuge aufgerufen. Alles Elemente, die zusammen mit dem seit 4 Monaten andauernden, unglaublichen Schweigen des Pontifex und der beschuldigten Personen zu Viganòs Zeugnis ruft kein großes Vertrauen in den Willen des Papstes und seiner Gruppe hervor, Klarheit bei zu vielen dunklen Vorfällen zu schaffen.
Und in diesem Sinn verstehen Experten für die Kurie und Verfahren die Entscheidung in der causa McCarrick administrativ und nicht auf juristischem Weg und in Eile vorzugehen, nur als Trick, um nicht erklären zu müssen, wer in der Kurie für seine Beförderung zuständig war-.
Und es war auch Papst Franziskus, der -obwohl er von seinem kriminellen Verhalten wußte- ihn geschützt und für seine Politik in den USA, China, Kuba und anderswo verwendet hat.

Freitag, 11. Januar 2019

Musik zum Abend

aus einer der Glanzzeiten des "christlichen Abendlandes" ….von Claudio Monteverdi
auch wenn manche da Diskriminierendes entdecken....



        

Besuch vom Mars....

ist bei Stilum Curiae gelandet und Marco Tosatti ist einverstanden, ihn dort mitschreiben zu lassen.
Der Besucher bringt sein Unverständnis für das aktuelle Geschehen in der Kirche zum Ausdruck.
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"BEI STILUM CURIAE IST EIN BEOBACHTER VOM MARS GELANDET. WILLKOMMEN!"

Liebe Stilum-Curialisten heute sagen wir einer neuen Person, dem Osservatore Marziano "Willkommen in unserer kleinen Gemeinschaft von Schreibenden!" Das warum und wie seiner Gegenwart und seines Namens erklärt Ihnen gleich der Osservatore Marziano persönlich. 

Lieber Herr Tosatti,
ich bitte um Ihre Gastfreundschaft, vielleicht nicht allzu häufig, weil ich es vorziehe, mich nicht zu zeigen- (vielleicht nur Ihnen). Nachdem ich lange mit dem Osservatore Romano zusammen gearbeitet habe, würde ich vielleicht mit dem Pseudonym "Osservatore Marziano" unterschreiben, aus einem einfachen Grund.
DAs, was ich sehe und verstehe, wenn der Papst oder der Präsident der CEI sprechen. erscheint mir nicht wahr. Ich fühle mich nicht mehr als irdischer apostolischer römischer Katholik, ich fühle mich eher wie ein Marsmensch, der nicht kapiert, was aus der Kirche geworden ist und was folglich aus dem Konzept von "Gut und Böse" wird.
Erinnern Sie sich an die kleine Geschichte (die dem Geheimnis voranging)des großen Dino Buzzati von der fliegenden Untertasse, die vor einer kleinen Dorfkirche landet?  Ich werde in zwei Zeilen  (auf meine Weise) an sie erinnern:
Ein Heiliger Kurat, der in ein kleines Berggebiet (vielleicht weil er die tridentinische Messe feierte?) geschickt wurde sah eines Nachts als er in den Sternenhimmel schaute (und bedauerte, daß er nicht mehr evangelisieren durfte, wie es seine Berufung war) einen Stern, der sich schnell  näherte., es war eine fliegende Untertasse.

Psalm 147, 16 - 18

Er spendet Schnee wie Wolle, * streut den Reif aus wie Asche. Eis wirft er herab in Brocken, * vor seiner Kälte erstarren die Wasser. Er sendet sein Wort aus, und sie schmelzen, * er lässt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser.


Fundstück

Marco Gallina erfreut seine Leser auf seinem Löwenblog mit einem Psychogramm des Burgunderkönigs Gunter, der im Gegensatz zu wahlweise Sigfried, Hagen (oder auch dem Drachen) eher als "der typische Deutsche" gelten könne.
Titel: "SCHATTEN DER NIBELUNGEN" 

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Papst Franziskus bereitet einen "sauberen Schlußstrich" vor

M.Tosatti hat für La Nuova Bussola Quotidiana einen Beitrag über die anstehenden Entscheidungen in Rom geschrieben, den auch One-Peter-Five übernommen  hat.
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"
DON GEORG UND ECCLESIA DEI, DER PAPST BEREITET EINEN  "CLEAN SWEEP" VOR. "

"Verschiedene Quellen im Vatican sagen, daß zwei  päpstliche Manöver bevorstehen, in Form von zwei Motu Proprio.  Das erste wird die Abschaffung der Präfektur des Päpstlichen Haushaltes anordnen. Die Präfektur ist der Organismus, der im allgemeinen mit den Terminen und Audienzen des amtierenden Papstes befaßt ist; aber besonders unter dem Pontifikat von Papst Bergoglio wrden große Teile des Tagesplans vom Papst persönlich gemacht oder von seinem Privatekretär und andere Audienzen werden direkt vom Staatsekretariat organisiert.
Laut den Quellen wird die Präfektur des Päpstlichen Haushalts ein Amt in der Ersten Sektion des Staatssekretariates (das für allgemeine und innere Angelegenheiten zuständig ist) und so seine Autonomie und seine Rolle verlieren.

Der gegenwärtige Präfekt, Erzbischof Georg Gänswein, der frühere Privatsekretär von Benedikt XVI und die Person, die sich noch um die täglichen Angelegenheiten des Papa Emeritus kümmert, würde laut den Quellen Sekretär der Heiligenkongregation werden. Der gegenwärtige Sekretär der Kongregation ist Msgr. Marcello Bartolucci, wurde 1944 geboren (er wird am kommenden 8. April 75) und wurde 2010 von Benedikt XVI auf diesen Posten berufen. Der Präfekt der Kongregation ist der frühere Substitut des Staatssekretariats Angelo Becciu. 
Wenn das, was wir gehört haben, bestätigt wird, verschwinden sogar die letzten Spuren des Managements von Benedikt XVI. Da sind welche, die sagen, daß Joseph Ratzinger im Augenblick der Machtübergabe verlangte, daß Müller in der Glaubenskongregation gehalten wird und Gänswein im Päpstlichen Haushalt. 
Offensichtlich sind jetzt mehr als 5 Jahre vergangen und diese Garantien sind verfallen, obwohl wahrscheinlich ist, das die hauptsächlich betroffene Person -also Msgr. Gänswein- sogar froh wäre, von einer Last befreit zu werden, die ihm vielleicht mehr Unbilden als Dankbarkeit eingebracht hat.


Tosatt: Verschwindet die Präfektur des Päpstlichen Hauses?

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae über das -wie zuverlässige Quellen ankündigen- bevorstehende Verschwinden der Präfektur des Päpstlichen Hauses, deren Präfekt seit 2012 Erzbischof Georg Gänswein ist.
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"STIMMEN AUS DEM VATICAN: DIE PRÄFEKTUR DES PÄPSTLICHEN HAUSES VERSCHWINDET...DAS GEHEIMNIS DER PÄPSTLICHEN ZAHLEN" 

Im Vatican hört man Stimmen aus besten Quellen, daß bald wenn nicht unmittelbar die Veröffentlichung eines Motu Proprio bevorsteht, das das Verschwinden der Präfektur des Päpsltihen Hauses bekannt gibt. Die Präfektur ist der Organismus. der sich hauptsächlich mit den Terminen und Audienzen des amtierenden Pontifex befaßt, wenn das nicht durch das Staatssekretariat oder das persönliche Sekretariat des Papstes geschieht. Die Präfektur solle ein Amt in der Ersten Sektion  des Staatssekretatriates werden (die sich mit allgemeinen und inneren Angelegenheiten beschäftigt) und so ihre autonome Rolle verlieren. 

Der amtierende Präfekt, Erzbischof Georg Gänswein, schon Privatsekretär von Benedikt XVI, die Person, die sich zur Zeit täglich um den Papa Emeritus kümmert, solle nach dem, was die Stimmen  berichten, Sekretär der Heiligsprechungskongregation werden.
Sekretär dieser Kongregation war Msgr. Marcello Barolucci, der1944 geboren wurde und deshalb am kommenden 9. April sein 75. Jahr vollendet), der von Benedikt XVI 2010 auf diesen Posten berufen wurde; deshalb sind alle zeitlichen und formalen Elemente für eine Ersetzung gegeben. Der Präfekt der Kongregation ist der Ex-Substitut des Staatssekretariates Angelo Becciu. 


Donnerstag, 10. Januar 2019

"Unter Umgehung aller kanonischen Prozeduren..." Sandro Magister kommentiert die causa Zanchetta

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo den nicht ganz leichten Start der neuen Kommunikationsmannschaft des Vaticans und teilt mit seinen Lesern seine tieferen Kenntnisse.
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"FRANZISKUS VON UNSCHULDIG ZU SCHULDIG. SCHLECHTE NACHRICHTEN AUS SEINEM ARGENTINIEN"

"Harte Zeiten für die neue Mannschaft der Presseagenten des Papstes. Das erste öffentliche Statement, das Alessandro Gisotti, der neue Direktor des Pressebüros des Hl. Stuhls, nachdem er sein Amt
angetreten hat, abgegeben hat, betrifft die Rolle eines argentinischen Bischofs, die droht, die gesamte Strategie zu zerschmettern, die Franziskus verfolgt, um die Frage des von Priestern begangenen sexuellen Mißbrauchs zu beantworten

Das ist die Strategie, die auch den Brief inspiriert, den der Papst am Jahresbeginn an die us-amerikanischen Bischöfe, die sich zu spirituellen Exerzitien im Hinblick auf den Gipfel, der vom 21. -24. Februar die Präsidenten der Bischofskonferenzen der Welt nach Rom bringt, versammelt haben.

In diesem Brief, so wie er es de facto auch schon vorher mit dem Bischöfen von Chile gemacht hatte, stellt Franziskus sich auf die Seite der Machlosen und der Opfer der Macht, soll heißen -das "unschuldige Volk Gottes-" gegen die klerikale Kaste, die in der Tat sexuell mißbrauchen, aber seinem Urteil nach mehr als alles andere und zuallererst nichts anderes als "Macht" mißbraucht.

Es ist unwichtig, daß im Fall von Chile Franziskus derjenige war, der bis zum Schluss und gegen jeden Beweis, die Schuldlosigkeit von Bischöfen verteidigte, die er am Ende als schuldig anerkennen mußte. Ebenso wenig ist es wichtig, daß er im Fall der USA beschuldigt wird, einen Kardinal- Theodore McCarrick- gedeckt und geehrte zu haben, obwohl er von seinen verwerflichen homosexuellen Aktivitäten wußte.
In beiden Fällen rechtfertigte sich Franziskus indem er entweder jene beschuldigte, die ich schlecht beraten hätten oder indem er sich weigerte, denen zu antworten, die - wie der frühere Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò, ihn persönlich zur Rechenschaft zogen. Und auch beim Gipfeltreffen Ende Februar war er bereit, seine typisch populistische Dynamik zu entwickeln, mit ihm selber im Gewand des Reinigers der durch Macht "beschmutzten" klerikalen Kaste.

Aber jetzt -wo der Fall des argentinischen Bischofs Gustavo Óscar Zanchetta explodiert ist, wird das für den Papst alles schwieriger.

Der Fall wurde am Weihnachtstag von der Argentinischen Zeitung ""El Tribuno" bekannt gemacht, mit "Breaking News", daß drei Priester der Diözese Orán ihrem Bischof Zanchetta berichtet hatten, dem Apostolischen Nuntius über sexuellen Mißbrauch an einem Dutzend Seminaristen und auch daß der Papst aus diesem Grund den Bischof am 1. August 2017 aus der Diözese entfernt hatte.

Antonio Socci zum Zustand der Italienischen Kirche.....

Nachdem Antonio Socci sich seit Wochen nur mit der Italienischen Innenpolitik beschäftigt hat, wendet er sein Interesse jetzt- bei Rorate Caeli wieder der Kirche und besonders dem aktuellen Pontifikat zu.
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"SOCCI:  DIE KIRCHE BRICHT ZUSAMMEN, ABER DER VATICAN  HAT  ZUM KREUZZUG GEGEN SALVINIS AUSGERUFEN."

"Was geht in der Katholischen Kirche vor sich?  Die Lage ist nicht nur katastrophal - sie ist absurd.
Wir hören von dramatisch leerer werdenden Kirchen im Westen und von Christen, die im Osten grausam verfolgt werden.
Wir hören vom Verschwinden traditioneller katholischer Bewegungen, inneren Streitigkeiten in der Kurie, fortwährenden Skandalen, großer Verwirrung unter den Gläubigen als  Ergebnis von Franziskus´ revolutionären Meisterleistungen ( kürzlich vergaß er sogar das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis).
Dennoch sprechen die Kirchenleute nichts davon an. Sie sind überhaupt nicht besorgt. Die Hirten interessieren sich nicht für ihre Schafe, die sich verirren und zerstreut werden.

Die Kleriker-Kaste ist  vollkommen mit Politik beschäftigt. Es ist ein richtiges Fieber.
Tatsache ist, daß sie nicht die Soziallehre der Kirche in die Politik bringen wollen, auch nicht die "unverhandelbaren Prinzipien" , wie man es von ihnen glauben könnte. Der Bergoglianischen Lehre folgend -haben sie nur ein politisch-theologisches Thema, auf dem sie mit fundamentalen Tönen bestehen: die Migranten.

Folge ist, daß die Migranten jetzt zu ihrem ideologischen Banner geworden sind, aber auch eine Art messianisches Subjekt, das die Christliche Botschaft ersetzt, sogar in Krippenszenen: als ob die Engel den Hirten die Ankunft Jesu, des Migranten, verkündet hätten- anstatt der Geburt des Sohnes Gottes.
Nach der Wahrnehmung der einfachen Leute, sind die Kirchenleute jetzt nur an den Migranten interessiert - sie sprechen nur über sie. Und tatsächlich taucht die klerikale Hierarchie in die Politik ein, mit dem präzisen Ziel gegen Salvini in den Krieg zu ziehen: "Er ist der Satan, dem wir zurufen : Hinter mich!",  mit dem  "Famiglia Christiana" unrühmlich ihre Titelseite zupflasterte.


Dienstag, 8. Januar 2019

Fundstück

ist das CNA-Interview zum Mißbrauchsskandal mit Kardinal Brandmüller, auf das sich der Kommentar von Kardinal Gerhard Müller für LifeSiteNews bezieht.
Hier geht´s zum Original:  klicken 

Das von A.C. Wimmer geführte Interview beginnt so- Zitat:

"Herr Kardinal, kurzfristige Aufregung hat die Meldung der DPA ausgelöst. Wie gehen sie mit der Berichterstattung und den Reaktionen um?
Was in weltlichen Medien aus Aussagen gemacht wird, die nicht dem Weltbild der Journalisten entsprechen, welche diese berichten, das wirft schon Fragen auf. Mir ging es aber um andere Skandale, die wichtiger sind als der Umgang mit meiner Person.
Sie meinen die Missbrauchsskandale und deren Vertuschung.
Nun, ich meine, der eigentliche Skandal ist, dass Klerus und kirchliches Personal sich auch in diesem Punkt nicht klar genug von der gesamten Gesellschaft unterscheiden. Sexueller Missbrauch – in welcher Form auch immer – ist alles andere als ein spezifisch katholisches Phänomen. Obwohl der Apostel Paulus die Römer ermahnt "gleicht euch nicht dieser Welt an".
Quelle: CNA, AC Wimmer 



Father Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicanotes erstaunlicherweise über ein Spiegelzitat...und wählt dazu eine deutsche Titelzeile.....Was nun den Spiegel angeht, darf man vermuten, daß die Gelegenheit der Katholischen Kirche irgendwie zu schaden, verlockender war als die Treue zum einstmals so geliebten Pontifex ihrer Hoffnung.  Hier geht´s zum Original:  klicken



                                 "Der Spiegel ... "

zitiert einen unbenannten Kurienkardinal der PF so beschreibt: ein eiskalter, schlauer Machiavellist und Lügner. 

Eine ganz schön interessante Zusammenfassung für jemanden mit Erfahrung. Seine Eminenzscheint auch zu wissen, worüber er spricht. Aber meine Frau wirft ein, daß eine wahrer Maciavellist es nicht nötig hätte, Lügen zu erzählen.

Ich müßte zugeben, daß Lügen den Lügner Gefahren aussetzen. Nehmen Sie z.B: PFs Lüge, daß er von den Dubia nichts wußte, bis er darüber in den Medien las. Das konnte von denen leicht widerlegt werden, die darauf geachtet hatten, daß die Dubia PF persönlich ausgehändigt wurden und dann einige Wochen warteten bevor sie an die Öffentlichkeit gingen. Böse auch, weil im PF mit dieser Lüge praktisch die Dubia-Kardinäle Lügner nannte. 

Aber meine eigene Meinung wäre, daß die Essenz des Machiavellismus die Unterordnung aller ethischen Erwägungen unter die Realpolitik (wörtl.) ist."

Quid Domini sentitis?

Quelle:liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke



Kardinal Müller spricht Klartext mit den Kritikern von Kardinal Brandmüller

Dr. Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews den Kommentar, den Kardil Müller zu den teilweise harschen Kritiken an den Äußerungen Kardinal Brandmüller zu Behauptungen, der sexuelle Mißbrauch sei auf den Zölibat und/oder die Kirchenstrukturen und Klerikalismus zurückzuführen, verfaßt hat. Hier geht´s zum Original: klicken


"KARDINAL MÜLLER:  DIE SCHULD FÜR DIE SEXUELLE MISSBRAUCHSSKRISE DEM "KLERIKALISMUS" ZUZUSCHREIBEN IST EINE BELEIDIGUNG DER OPFER" 

"Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Gerhard Müller hat auf Bitten von LifeSiteNews einen Kommentar zu den scharfen Zurückweisungen zum Statement, das Kardinal Brandmüllers vor kurzem zur klerikalen, sexuellen Mißbrauchskrise und ihrer Verbindung zur Homosexualität geäußert hat.
Während Müller den Gedanken, alle Homosexuellen für die Mißbrauchskrise verantwortlich zu machen zurückweist, besteht er darauf, daß "die Tatsache, daß mehr als 80% der Opfer männlich sind, auch weiterhin nicht ignoriert werden kann".

Ebenso weist der deutscärhe Kardinal den Gedanken zurück, daß die  Mißbrauchskrise durch den "Zölibat oder vorgebliche kirchliche Machtstrukturen" verursacht wurde und weist darauf hin, daß "die Täter homoxexuelle Verbrechen begangen haben."  So sind diese Mißbräuche kein "Machtmißbrauch" sondern eher die Macht, die ausgeübt wird, um die eigenen irregulären sexuellen Wünsche zu erfüllen.
Müller stellt fest: "Wenn aber ein Erwachsener oder Vorgesetzter jemanden angreift, der seiner Obhut anvertraut ist, ist seine "Macht" nur das Mittel (obwohl die auch mißbraucht ist) für seine böse Tat nicht ihre Ursache."
Das ist dann in der Tat ein doppelter Mißbrauch, aber man darf die Ursache für das Verbrechen nicht mit den Mitteln und Gelegenheiten für seine Durchführung verwechseln, um die sehr persönliche Schuld des Täters auf die Umstände, oder die "Gesellschaft" oder "die Kirche" zu schieben.

Weil auch außerhalb der Kirchenstrukturen viele Mißbräuche stattfinden, weist Kardinal Müller darauf hin, daß es ein Mißbrauch der Opfer außerhalb der Katholischen Kirche ist, wenn man auf die Machtstrukturen als wahren Grund dieses Mißbrauchs zeigt: "Hier weiter über Klerikalismus oder Kirchenstrukturen als Grund (für sexuellen Mißbrauch) zu plappern ist eine Beleidigung der vielen Opfer sexuellen Mißbrauchs durch Personen, die nichts mit der Kirche und dem Klerus zu tun haben," erklärt er.


Was bedeuten die Umstrukturierungen und Umbesetzungen im vaticanischen Pressebüro und im Kommunikationsdicasterium? Fortsetzung...

Fortsetzung von:
 "PAPST FRANZISKUS UND DER NEUE KURS DER VATICAN-KOMMUNIKATION"
hier geht´s zum Original:  klicken 

"Obwohl die Statuten des Kommunikations-dicasteriums das Presseamt zu den 5 Direktorien des Dicasteriums zählt,  ist das Presseamt des Hl. Stuhls mit dem Staatssekretariat verbunden. 
Es ist immer noch das Staatssekretariat, daß die Entscheidungen aus dem Apostolischen Palast managt- weil  Pastor Bonus, die Apostolische Konstitution, die die Funktionen und Aufgaben der Kurienämter regelt, immer noch in Kraft ist, wie man sogar im Statut des Dicasteriums lesen kann.  
Es ist möglich, daß wenn einmal die neue Konstitution "Praedicate Evangelium" in Kraft ist, die Verbindung zwischen dem Pressebüro und dem Staatssekretariat schwächer wird und alle Entscheidungen zur Handhabung der Informationen vom Kommunikationsdicasterium getroffen werden. Das Staatssekretariat würde dann einen Teil seiner zentralen Rolle verlieren. 

Einige Hinweise auf diese Entwicklung könnte man im Rücktritt Burkes erkennen. Burke kam 
2012 als Berater für Kommunikation des Staatssekretariates in den Vatican, während des ersten Vatileaks.  Dann wurde er als stellvertretender Direktor und dann als Direktor dem Pressebüro des Hl. Stuhls zugeteilt. 

Aber die Zusammensetzung des Staatssekretariates hat sich in diesen 6 Jahren verändert. Der damalige Assessor Mgsr. Peter Wells, der Greg Burkes Ernennung gefördert hatte, ist jetzt Nuntius in Südafrika, während sein Vertreter Angelo Becciu zum Präfekten der Heiligsprechungskongregation ernannt wurde.

Der Wachwechsel auf dem Gebiet der Kommunikation kommt in einer Zeit einer allgemeinen Umbesetzung. Man wird 2019 viele andere Verschiebungen sehen können.

Dieser Wachwechsel trifft auch mit einem möglichen Pradigmenwechsel beim Hl. Stuhl zusammen.
Diese Verschiebung kann man in einer Passage von Papst Franziskus´ letzter, am 21. Dezember gehaltenen, Weihnachtsansprache an die Kurie erkennen. 

Während er über den sexuellen, klerikalen Mißbrauchsskandal sprach, stellte Papst Franziskus fest, daß "bei der Diskussion dieser Mißstände sich einige Mitglieder der Kirche zur Aufgabe gemacht haben, bestimmte Kommunikationsfachleute zu beschuldigen, zu ignorieren, daß die überwältigende Mehrheit der Mißbrauchsfälle nicht von Klerikern begangen werden- die Statistik spricht von mehr als 95%- und sie beschuldigt, den falschen Eindruck erwecken zu wollen, daß dieses Übel nur die Katholische Kirche betreffe."


Montag, 7. Januar 2019

Fundstück

Josef Bordat reagiert mit seinem Beitrag für jobosblog auf die unsäglichen Angriffe auf die Sternsinger-Aktion. Titel:
"Sternsinger: Ausgebeutet von der superreichen Kirche?"
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Was bedeuten die Umstrukturierungen und Umbesetzungen im vaticanischen Pressebüro und im Kommunikationsdicasterium?

In seiner wöchentlichen Kolumne in "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert A.Gagliarducci noch einmal die Reform der Vaticanischen Kommunikationssysteme und den Stand der Dinge nach dem überraschenden Rücktritt von Direktor und Vizedirektor des vaticanischen Pressebüros.
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"PAPST FRANZISKUS UND DER NEUE KURS DER VATICAN-KOMMUNIKATION"

"Die Entscheidung von Greg Burke und Paloma Garcia Ovejero als Direktor und Vizedirektorin des Pressesamtes des Hl. Stuhls zurückzutreten, markiert den Anfang eines neuen Kurses der Vaticanischen Kommunikation unter Papst Franziskus. 

Dieser Rücktritt wurde am 31. Dezember in einer kurzen Presseerklärung angekündigt. Obwohl eine "Wachablösung im Presse-Amt des Hl. Stuhls für die Zukunft erwartet wurde, kam der Rücktritt schneller als erwartet, so sehr. daß er nicht von der Ernennung von Nachfolgern begleitet wurde.
Alessandro Gisotti - bis jetzt Koordinator von Vatican News, wurde Interimsdirektor des Presseamtes, während bisher kein stellvertretender Direktor ernannt wurde. 
Die Reihen des Presseamtes des Hl. Stuhls müssen also noch aufgefüllt werden. 

Paolo Ruffini, Präfekt des Kommunikations-Dicasteriums, veröffentlichte zusammen mit der Rücktrittsankündigung ein Statement. Dieses Statement muß sorgfältig gelesen werden, weil es Botschaften enthalten kann, wie es bei dem Statement war, das Ruffini machte, als die Ernennung von Andrea Tornielli zum Redaktionsleiter des Kommunikationsdicasteriums und vom Andrea Monda zum Herausgeber des Osservatore Romano angekündigt wurde.

Ruffini sagte, daß er "von der Entscheidung Greg Burkes und Paloma Garcia Ovejeros erfahren habe" und fügte hinzu, daß das ihre "autonome und freie Entscheidung" gewesen sei und betonte, daß -wie Burke und Garcia selber sagten- daß die Medienreform des Vaticans eine schnelle Ämter-Übergabe erfordere. 

Das ist eine Bezugnahme auf ein Tweet von Greg Burke, das besagte, daß er und Garcia "denken, es sei das Beste, wenn der Hl. Vater bei der Zusammenstellung eines neuen Teams absolut frei sei." 

Um zunehmende Spekulationen zu vermeiden, betonte Burke am Abend des 31. Dezembers in einem Tweet auch, daß "so wissen Sie, daß wir über diese Entscheidung seit Monaten gebetet haben und mit ihr sehr im Reinen sind". Diese Worten sollten jede Spekulation darüber ausschließen, daß der Rücktritt aus Protest gegen das neue Management des Kommunikaions-Dicasteriums geschah.

Sonntag, 6. Januar 2019

Heute vor 6 Jahren.....

Epiphanias 2013

             

Tweet zum Tage


Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben....

Weihnachtsoratorium:  Kantate zum Fest Epiphanias

            

Herodes wird hier unter die Schar der stolzen und schnaubenden Feinde Jesu gezählt.....

alternativ hier Harnoncourt und der Tölzer Knabenchor....

           

Antwort einer katholischen Mutter auf einen Brief des Papstes...Fortsetzung

Fortsetzung
Hier geht´s zum Original:   klicken


Strafen und Predigten 

Wäre es deshalb angesichts des enormen Leidens so vieler katholischer Seelen, deren Leben durch mißbrauchende Priester verstümmelt wurden, nicht eine logische Schlußfolgerung strenge Strafen gegen mißbrauchende Priester wieder ins kanonische Recht aufzunehmen? Sollte die Kirche nicht wahrnehmen, daß sie zu einer "rigoristischeren" Lehre über die Sünde und ihre Häßlichkeit zurückkehren muß? Das würde natürlich auch beinhalten, daß sie wieder beginnt, kraftvoller über die Vier Letzten Dinge zu predigen: Tod, persönliches Gericht, Himmel oder Hölle.



Aus irgendwelchen Gründen hat diese "alte" und "rigide"  Lehre gute Früchte gebracht du vor allem viele Heilige- während eine nachgiebige Haltung gegenüber der Verletzung der Unschuld von Gottes Kleinen zu ihrer weiteren Zerstörung geführt hat. 

Das führt uns last but not least auch zur Betrachtung des homosexuellen Aspektes der Mißbrauchskrise der Kirche. Noch einmal zitieren wir Kardinal Müller, der klar gemacht hat, daß in den vielen Fällen, mit denen er als Präfekt der Glaubenskongregation zu tun hatte, mindestens  80% der Opfer klerikalen Mißbrauchs männlich waren ( wobei die meisten von ihnen Heranwachsende waren, keine Kinder). Das heißt, das es eine feste Verbindung zwischen Homosexualität und Mißbrauch in der Kirche gibt. Deshalb sagt der Deutsche Kardinal jetzt: "Im Kirchengesetz muß man homosexuelle Handlungen von Priestern  wieder als schwere Verletzung des priesterlichen Ethos präsentieren und bestrafen." 

Als ich mit verschiedenen Priestern sowohl in Europa als auch in den USA über dieses Thema gesprochen habe, haben alle mir gegenüber die moralische Laxheit in den Priesterseminaren bestätigt und das gilt für die letzten Jahrzehnte. In vielen Seminaren hat es jetzt seit Jahrzehnten eine offen homosexuelle Kultur und HS-Netzwerke gegeben.