Posts mit dem Label BIschof von Rom werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label BIschof von Rom werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. November 2019

George Weigel über "synodale Prozesse, Zusammengehen & präsynodale Konsultationen"

George Weigel kommentiert und hinterfragt bei First Things kritisch die Schlagworte wie "zusammen gehen" und "Synodalität" mit denen besonders die letzte Synode begleitet wurde.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE SYNODALITÄTS-MASKERADE"
Während der Bischofs-Synode von 2001 machte Kardinal Francis George von Chicago, der eine Menge Geschwätz und Kleingruppen-Diskussionen durchlitten hatte, eine schneidende Bemerkung: "Jesus Christus wollte nicht, daß seine Kirche von einem Komitée geleitet wird."
In der Tat.

Die Beratungs-Mechanismen der Kirche- von Gemeinderäten über pastorale Diözesanräte bis zur Bischofssynode- gibt es, damit sie die Leitung der Kirche durch ihre Hirten stärken: Pfarrer in ihren Gemeinden, Bischöfe in ihren Diözesen, den Bischof von Rom in der Universalen Kirche.
Die Synoden von 2014, 2015, 2018 und 2019 jedoch hinterlassen den Eindruck, daß das von Kardinal George beklagte Komitée-Modell sich in etwas anderes, wahrscheinlich Schlimmeres, verwandelt hat: das Modell einer Maskerade , in der ein "synodaler Prozess" des "Zusammengehens" Deckung für die Einführung ernster Veränderungen im Katholischen Selbstverständnis und der Praxis gewährt, für die es geringe oder keine doktrinalen, theologischen oder pastoralen Optionen gibt.

Im Schlussbericht der kürzlichen Amazonas-Synode wurde dieses maskierte Modell in einer klischee-triefenden Sprache beschrieben:

"Um heute zusammen zu gehen , muss die Kirche zur synodalen Erfahrung bekehrt werden. Es ist notwendig, eine Kultur des Dialogs, des gegenseitigen Zuhörens, der geistigen Unterscheidung, des Konsenses und der Gemeinschaft zu stärken, um Räume und Formen gemeinsamer Entscheidungen zu finden und auf pastorale Herausforderungen zu reagieren. Dies wird die gemeinsame Verantwortung im Leben der Kirche im Geist des Dienens fördern. Es ist dringend notwendig, zu arbeiten, anzuregen und Verantwortung  zu übernehmen, um Klerikalismus und willkürliche Anordnungen zu überwinden. Die Synodalität ist eine konstitutive Dimension der Kirche. Man kann nicht Kirche sein, ohne die wirksame Ausübung des sensus fidei des gesamten Volkes Gottes anzuerkennen."


Samstag, 9. November 2019

Tweet zum Tage

9. November Weihefest der Erzbasilika im Lateran, Sitz des Bischofs von Rom, zur Erinnerung an ihre Weihe durch den Hl. Papst Sylvester A.D. 324

Freitag, 26. April 2019

Father Hunwicke spricht....

heute über einen am vergangenen  Ostersonntag von Papst Franziskus-grammatikalisch etwas eigenwillig- neu formulierten Urbi-et-Orbi-Segen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE JÜNGSTE LITURGISCHE NEUERUNG" 
Der Segen Urbi et Orbi durch den Bischof von Rom hat in diesem Jahr folgende (gnädige, barmherzige und demütige) Form angenommen:

Benedictio Dei Omnipotentis, Patris, et Filius, et Spiritus Sanctus, descendat super vos et maneat semper.*

Hören Sie es sich bei Vatican TV an, wenn Sie mir nicht glauben,. Und er hatte ein riesiges weißes Buch vor sich, vor ihm aufgehalten von einem armen schwitzenden Diener.

Seit fünf Jahren haben uns PFs Gefolgsleute versichert, daß jedes Wort und jede Handlung aus der Inspiration duch den Hl. Geist entsteht. 
Verlangt er jetzt das unfehlbare und lehramtliche Recht,nicht nur den Katechismus der Katholischen Kirche, nicht nur den Denziger sondern sogar Kennedys Latein-Grundlage zu ändern? 

Oder bedeutet diese so raffinierte Form des Segens irgendwie geheimnisvoll einen Dreigötterglauben? 

Bedeutet eine öffentliche Manifestation trinitarischer Heterodoxie , daß er am Ende das Petrinische Amt verloren hat?

Father Ceckada wird es wissen. Ich werde ihn fragen, wenn wir uns das nächste mal im King´s Arms zu einem Pint und einem Kichern treffen. 

Mormonen sind Tritheisten. Ist PF Mormone? 

Episcopus nunc vocandus Civitatis prope Lacum Salinarum? Dierum Ultimorum Sanctus?
Ruft der Bischof jetzt die Leute vom Salzsee? Die Heiligen der letzten Tage? 


Scio bene quid vos omnes utpote qui curiosiores sitis cognoscere cupiatis: quot habet uxores?
Ich weiß wohl, was Sie alle, die Sie neugierig sind, wissen wollen: hat er Ehefrauen? "

Quelle: Fr. J. Hunwicke liturgicalnotes

*Benedicat vos omnipotens Deus, Pater † et Filius † et Spiritus † Sanctus.

und der Segen Urbi et Orbi 

Sancti Apostoli Petrus et Paulus de quorum potestate et auctoritate confidimus, ipsi intercedant pro nobis ad Dominum.

Precibus et meritis beatae Mariae semper Virginis, beati Michaelis Archangeli beati Ioannis Baptistae et sanctorum Apostolorum Petri et Pauli et omnium Sanctorum, misereatur vestri omnipotens Deus et dimissis omnibus peccatis vestris, perducat vos Iesus Christus ad vitam aeternam.

Indulgentiam, absolutionem et remissionem omnium peccatorum vestrorum, spatium verae et fructuosae poenitentiae, cor semper poenitens et emendationem vitae, gratiam et consolationem Sancti Spiritus, et finalem perseverantiam in bonis operibus tribuat vobis omnipotens et misericors Dominus.


Et benedictio Dei omnipotentis, Patris, et Filii, et Spiritus Sancti  descendat super vos et maneat semper.

Montag, 4. März 2019

Vor 70 Jahren......

rorate caeli hat anläßlich des 80. Jahretages der Wahl Papst Pius´XII den Redetext der Ansprache "ancora una volta" von vor 70 Jahren an die Römer zur Verurteilung Kardinal Mindzcentys zu lebenslanger Haft vom 20. Februar 1949 veröffentlicht.
Hier geht´s zum Originalext der Rede: klicken 
und hier zum Originalbeitrag bei rorate caeli :  klicken


            

Vor Hunderttausenden -  auf dem Petersplatz zusammen geströmten Gläubigen- unter ihnen auch Premierminister de Gasperi- verdammt Papst Pius XII das Urteil und kündigt die Exkommunikation
aller an dem Urteil beteiligten Katholiken an.....


Dienstag, 12. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

spricht heute bei liturgicalnotes  über die Aussetzung der Funktionen des Lehramtes im aktuellen Pontifikat, mögliche Hilfe an der Bar, darüber, was der Sel. J.H. Newman über die Bischöfe während der Arianischen Krise geschrieben hat und über das Glaubensmanifest von Kardinal Müller.
Hier geht´s zum Original: klicken

"NEWMAN ZUR AUSSETZUNG DER FUNKTIONEN DES LEHRAMTES"
"Kardinal Müllers wunderbares Manifest ist ein interessantes Dokument. Glücklicherweise ist es dazu bestimmt, amüsante Kommentare von den üblichen Verdächtigen zu provozieren. ...die Robert Mickenses, Austen Ivereighs, die ganze alberne Bande (ich frage mich, was das theologische Schwergewichte Cupich daraus machen wird). Ich habe ´glücklicherweise´ geschrieben, weil ich das lachend tun kann. Pastoral rate ich den Lesern, lieber zu lachen als depressiv zu werden. Sie haben die Pflicht, PF und seine Kumpane daran zu hindern, Sie depressiv zu machen. Wenn sonst bei Ihnen nichts wirkt, könnten Sie auf Alkohol zurückgreifen. Die Nachrichten aus der Wein-Gesellschaft  sprechen heute sehr positiv über die 2017-er Weine von der Rhone. Cointreau, Zitronensaft und Wodka machen den klassischen Drink der Dreißiger- White Lady. Lob sei unserer Lieben Frau von Lourdes, unserer Lieben Frau vom Sieg.

Vielleicht könnte das in einen neuen Zweig der Pastoral-Theologie eingearbeitet werden; was man als Antidot für jede Art von Häresie nehmen könnte, einige einfache Rezepte könnten in jedem Beichtstuhl dauerhaft deponiert werden zum Gebrauch in quantum passum et tu indiges. 

Wie einige von der albernen Bande festgestellt haben, ist es unzweifelhaft wahr, daß es eine offensichtliche Lücke im Manifest Seiner Eminenz gibt.

Er hat das Petrinische Amt des Römischen Pontifex nicht erwähnt.

Das ist im modernen Katholischen Diskurs ungewöhnlich. Der krankhaft rührselige Kult des Bischofs von Rom hat so lange das Zeugnis des inkarnierten Wortes, die Worte der Schrift, die Lehre der Väter in den Hintergrund geschoben. Wie oft haben Sie eine halbgebildete Predigt gehört, in der "Papst Franziskus sagt" hervorsticht , aber nie ein Hinweis auf "Jesus sagt" gegeben wird?
Wenn das Manifest keinen anderen Wert hätte als dieses besondere Schweigen, wäre das so erfrischend wie ein Glas kaltes Wasser an einem schwülen Tag.

Aber warum?

Vielleicht stimmt der Kardinal mit dem großen anglikanischen Theologen Eric Mascal überein, daß die Lehre von der Päpstlichen Unfehlbarkeit nicht so viel über den Christlichen Glauben aussagt als über die Umstände, in denen uns etwas über den Glauben gesagt wird.


Donnerstag, 30. August 2018

Father Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes heute über den zum zigsten aber dennoch falschen Zusammenhang zwischen Zölibat und sexuellen Mißbrauch - und beweist sein Urteil durch einen Blick auf die Anglikanische Kirche. Hier geht´s zum Original: klicken


                                      "ZÖLIBAT"
Es war unvermeidlich, daß der Gedanke verbreitet wird, daß der Zölibat der Lateinischen Kirche etwas mit dem Horror des sexuellen Mißbrauchs von Kindern durch hochrangige Kleriker zu tun haben könnte.
Ich denke, daß es extrem wichtig ist, daß die Katholiken sich diesem Thema mit klarem, logischen und informierten Denken annähern. 

Mit informiert meine ich in einfachen Worten: Schaut auf die Anglikanische Kirche bevor Sie zu "offensichtlichen" aber falschen Schlußfolgerungen kommen. 

Die Schmutzwäsche dieser kirchlichen Körperschaft ist -erst vor kurzem voll ans Licht gekommen- bevor die Unabhängige Untersuchung, die zur Zeit in diesem Land stattfand.
Das ist eine in jeder Hinsicht Geschichte, die ebenso widerwärtig ist wie irgendetwas, das die Katholische Kirche zu bieten hat.   

In der Kirche von England werden verheiratete Männer ordiniert und der Klerus darf heiraten. Das hat ber nicht dazu beigetragen, einem extensiven Mißbrauch und seiner Vertuschung auf höchster Ebene vorzubeugen. Der berüchtigste Mibraucher ist eine früherer Diözesanbischof, charismatischer Gründer eines religiösen Ordens, der einmal- als er auf dem Höhepunkt war- bei Wikipedia als "heiligster und weisester Mann in der Anglikanischen Kirche" beschrieben wurde. Er war der Liebling des Britischen Establishments. Er ist kürzlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Zwei Metropolitan-Bischöfe, jeder Primas von England, wurden durch ihre Nachfolgern wg. Vertuschung aus ihren öffentlichen Ämtern entfernt. (Ja, Canterbury und York machen zusammen 100% der Metropoliten- jeder Prmas- der Kirche von England aus. Carey deckte Ball und Hoe schützte einen früheren Dekan von Manchester).  

Sie köönnten jetzt argumentieremn, daß die betroffenen Kleriker unverheiratet waren und zum Anglo-Katholischen Flügel der Kirche England gehörten, so daß sie ebenso un gesund waren wie ein wirklicher Papist. Aber  Sie würden in beiden Fällen völlig falsch liegen- Erzbischof Carey kommt aus einem sehr evangelikalen Stall und ein verurteilter ländlicher Dekan (Vikar Forane) ist ein anderer Evangelikaler. Und was die Ehe als Garantie sexueller Rechtschaffenheit angeht, naja, ein weiterer verurteilter Kleriker ( den ich kenne) ist ein verheirateter Mann mit Kindern. Auf jeden Fall würde irgendwer behaupten, daß nur verheiratete Männer geweiht werden sollten?"

Seien Sie nicht naiv. 

Ich greife nicht den Anglikanismus an. Ich denkenur, daß die Anglikanische Tradition weitgehend verheirateter Gemeindepfarrer eine Gottesgabe ist, die wir alle gutheißen sollten.

Daber das simplizistische Brackwasser, das durch die Ozeane von Australienn und Amerika herüberflutet und den Zölibat mit dem Mißbrauch in Verbindung bringt, ist unbewiesener Unsinn.

Schlimmer - es ist wirklich ein weiteres Aufschäumen des kranken, jahrhundertealten Vorurteils der
WASP-(white anglo- saxon protestant) Kultur gegen die Katholische Kirche und besonders gegen ihren Klerus.

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Freitag, 24. August 2018

Tosatti bezweifelt, daß man in Rom den Ernst der Lage nach dem Mißbrauchsskandal verstanden hat.

Marco Tosatti hat für La Nuova Bussola Quotidiana einen Leitartikel zum us-amerikanischen Mißbrauchsskandal, seine Ursachen und Auswirkungen- speziell die Wut der katholischen Laien- auf die Universale Kirche geschrieben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

KARDINÄLE IM FADENKREUZ

"SCHWULE PRIESTER, HAT ROM VERSTANDEN WIE TIEF DAS SCHWARZE LOCH IST?"

"Während der Staatsanwalt in Pennsylvania Kardinal Wuerl antwortet und ihn beschuldigt, nicht die Wahrheit gesagt zu haben, zeigt sich die enorme Auswirkung eines Skandals, der weit über die Worte Mißbrauch und Klerikalismus hinausgeht. Der Rücktritt von Bischöfen genügt nicht, es ist nötig einigen Unantastbaren das Kardinals-Birett wegzunehmen.
Es sind "geschützte Wege" entstanden, um Seminaristen aufzunehmen, die andernorst wegen ihrer Homosexualität entfernt wurden.
Aber hat Rom verstanden, wie tief das schwarze Loch ist?

Es gibt keine Anzeichen dafür, daß der durch den McCarrick-Skandal und den Bericht der Grand Jury von Pennsylvania über den Mißbrauch durch ein Netzwerk homosexueller Priester in den USA entfesselte Sturm sich besänftigt. Und in diesem Sturm werden einige der bekanntesten Namen des Episkopates diskutiert: vom Erzbischof von Washington, Kardinal Wuerl, zu Kardinal Tobin, zu Kardinal Kevin Farrell, zu Bischof McElroy. Tausende von Personen haben verschiedene Petitionen unterschrieben, damit Kardinal Wuerl, 78, zurücktritt. Andere Tausende haben in einer anderen Petition gefodert,seinen Namen aus dem Wappen der Katholischen North High School von Pittsburgh zu entfernen. Der Bericht der Grand Jury ist unerbittlich mit ihm. Deckung für mißbrauchende Priester, keinerlei Transparenz gegenüber der Justiz,.
Der Staatsanwalt von  Pennsylvania, Josh Shapiro, der die zweijährige Untersuchung durchgeführte, hat den Kardinal beschuldigt, "nicht die Wahrheit zu sagen".
Wuerl hat behauptet, daß der Bericht bestätigt habe, "daß ich sorgfältig und mit Sorge für die Opfer gehandelt habe, um zukünftigen Mißbruch zu verhindern."

Shapiro hat trocken geantwortet: "Kardinal Wuerl sagt nicht die Wahrheit.Große Teile seiner Erklärungen in Beantwortung des Grand-Jury-Berichtes werden direkt durch Dokumente der Kirche selbst und durch die Notizen des Geheimarchivs widerlegt."


Sonntag, 3. Juni 2018

"Würde die Fronleichnamsprozession durch die Stadt abgeschafft....."

Corpus Christi am 7. Juni 2012 - Papst Benedikt XVI feiert die Hl. Messe auf dem Vorplatz von San Giovanni in Laterano und predigt über die Bedeutung des Heiligen und seine erzieherische Funktion.

             

Hier geht´s zur (etwas holprigen) offiziellen Übersetzung der Predigt: klicken


..."Ich möchte auch unterstreichen, daß das Sakrale eine erzieherische Funktion hat, und sein Verschwinden verarmt unvermeidlich die Kultur, besonders die Formung der neuen Generationen. Würde zum Beispiel im Namen eines säkularisierten Glaubens, der nicht mehr der heiligen Zeichen bedarf, diese Fronleichnamsprozession durch die Stadt abgeschafft werden, so hätte dies zur Folge, daß das geistliche Profil Roms »verflacht« wäre, und unser persönliches und gemeinschaftliches Bewußtsein würde dadurch geschwächt werden."...

Daß diese Abschaffung in Rom so schnell erfolgen würde hat der Pontifex emeritus damals nicht ahnen können.

Quelle: LEV, La Santa Sede

Freitag, 1. Juni 2018

Sandro Magister, Caravaggio und der "wahre" Matthäus

Auf seinem blog Settimo Cielo bespricht Sandro Magister ein Buch mit einem kunsthistorischen Thema: "Caravaggio. Der wahre Matthäus". 
Das beschriebene Gemälde hängt in der Contarelli-Kapelle der Kirche San Luigi der Francesi in Rom. Hier geht´s zum Original:   klicken

"KIRCHE UND KUNST. DER "WAHRE" MATTHÄUS ENTHÜLLT AUCH WEN DER WAHRE CARAVAGGIO WAR".

"Wer ist der "wahre"Matthäus, den Jesus berief, wie ihn Caravaggio für die Römische Kirche "San Luigi dei Francesi" gemalt hat -dem Gemälde, das auf der Welt vielleicht sein berühmtestes Meisterwerk ist?

Heute Abend um 6:30 wird im Institut Francais Centre Louis in Rom ein Buch vorgestellt, das eine entschieden neue Antwort auf diese Frage gibt.

"Sara Magister: "Caravaggio. Der wahre Matthäus" Campisano Editore, Roma 2018."

2012 hat die Autorin, eine Kunsthistorikerin, in einer damals von TV 2000 ausgestrahlten Sendung und dann bei weiteren Diskussionen Matthäus als den jungen über die Münzen gebeugten Mann auf der linken Seite des Tisches identifiziert.

Damit hat sie die unkonventionelle Meinung einer Minderheit wiederbelebt, die im 19. Jahrhundert von einzelnen deutschen und englischen Gelehrten vorgebracht, aber von den meisten Kritikern nicht akzeptiert wurde, für die Matthäus weiterhin der reife, gut angezogene Mann mit Bart in der Mitte des Bildes ist.

Aber jetzt-in diesem Buch- zeigt Sara Magister, daß die Identifizierung Matthäus´ in dem jungen Mann, der über das Geld gebeugt ist, in der Entstehung des Gemäldes, das Caravaggio dem Apostel gewidmet hat  auf sehr soliden Grundlagen ruht,- ebenso wie auf den vom Konzil von Trient festgelegten Kriterien - sowie vor allem auch auf dem außerordentlichen Genie des Künstlers, der diesen Kriterien- im Gegensatz zum Stereotyp des Rebellen, der ihm üblicherweise zugelegt wird-treuer war.

Das Vorwort zum Buch hat Professor Antonio Paolucci geschrieben- der frühere Direktor der Vaticanischen Museen, der weltweit als Gelehrter ersten Ranges betrachtet wird.

Am vergangenen Sonntag, 27. Mai hat der "Osservatore Romano" Paoluccis Vorwort veröffentlicht und er wird derjenige sein, der das Buch präsentiert- zusammen mit einem anderen großen Kunstgeschichtsgelehrten, Claudio Strinati und dem Journalisten und Kunstexperten Fabio Isman- und dem Kulturinstitut der Französischen Botschaft neben der Kirche Santo Luigi dei Francesi, in der Caravaggios Gemälde des Apostels und Evangelisten Matthäus hängt.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Cathedra Petri

Heute feiert die Kirche das Fest der Cathedra Petri.
Papst Benedikt XVI hat bei der Generalaudienz vom 22.2.2006 der von Bernini so eindrucksvoll in der Apsis des Petersdomes dargestellten Cathedra des Hl. Petrus seine Katechese gewidmet.
Hier geht´s zum Original:  klicken
Ein Ausschnitt:

"Die lateinische Liturgie feiert heute das Fest Kathedra Petri. Es handelt sich dabei um eine sehr alte, seit dem 4. Jahrhundert in Rom bezeugte Tradition, mit der Gott für die Sendung, die dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern anvertraut wurde, gedankt wird. 
Die »Kathedra« ist in der ursprünglichen Wortbedeutung der feste Sitz des Bischofs, der in der Hauptkirche einer Diözese aufgestellt ist, die deshalb »Kathedrale« heißt; sie ist außerdem das Symbol der Autorität des Bischofs und insbesondere seines »Lehramtes«, das heißt der Lehre des Evangeliums, die er als Nachfolger der Apostel bewahren und an die christliche Gemeinde weitergeben soll. 
Wenn der Bischof die ihm anvertraute Teilkirche in Besitz nimmt, trägt er Mitra und Hirtenstab und nimmt auf der Kathedra Platz. Von diesem Sitz aus wird er als Lehrer und Hirt den Weg der Gläubigen in Glaube, Liebe und Hoffnung leiten."

Quelle: La Santa Sede, LEV 

Montag, 29. Januar 2018

Fr. Hunwicke spricht

-wie immer lesenswert über CS Lewis, Gebote auf einem anderen Planeten, Papst Paul VI, AL und Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes:  klicken

"CS LEWIS UND AMORIS LAETITIA UND DER RAUCH SATANS" 

"Amoris Laetitia: "Eine Person kann sich in einer konkreten Situation befinden, die es ihr nicht erlaubt, anders zu handeln und anders zu entscheiden,- ohne weitere Sünde." Die correctio filialis hat dann zu Recht die Hypothese verurteilt, daß eine Person, indem sie einem göttlichen Verbot gehorcht, durch diesen Gehorsamsakt gegen Gott sündigt.

Im zweiten Band seiner "theologischen" Raum-Trilogie (Kptl.9) porträtiert C.S: Lewis einen der Feinde, der versucht die zukünftige Matriarchin, eine vorzeiti arianische Eva  eines anderen Planeten dazu zu überreden, ein von ihrem Gott erlassenes Gebot zu brechen, nur um einen Raum zu schaffen, in dem Gehorsam praktiziert werden kann, ohne irgendeinen nützlichen Vorteil zu erlangen. Andere Gebote wie ´Töte nicht´ brauchen keine ´Rechtfertigung, weil sie uns jede Sicherheit geben. Also hat Gott diesem Planeten ein Gebot gegeben, dessen einiger Zweck ein Akt des Gehorsams war.

"Satan" -auf Lewis´ fiktivem Planeten- versucht "Eva" dadurruch zu überreden, indem er argumentiert, daß Gott ein Gebot erlassen könnte, während er tatsächlich hofft, daß das vernünftige Geschöpf nicht gehorchen wird.
"Es könnte ein Gebot geben, von dem er wünscht, daß du es brichst." "Der falsche Gehorsam selbst kann Ungehorsam sein."
Also kann es ein Gebot geben, bei dem Gott wünscht, daß der Mensch es bricht. Mit anderen Worten Gott kann ein Gesetz erlassen, aber darüber hinaus hat er einen höheren Willen, ohne uns das zu sagen. Wirklich wünscht er, erkannt zu werden und daß ihm auf Kosten der gegebenen, geäußerten und bekannten Gesetze gehorcht wird.

Gott hat dir ein Gesetz gegeben, aber  er will, daß du es brichst.

Das ist einer der raffiniertesten Plots Satans, wie er klug von Lewis entdeckt und beschrieben wurde.
Und er ist genau das höllische Werkzeug, mit dem der Feind in der Folge- in unserer Zeit und auf unserem Planeten - Ehebruch durch Amoris Laetitia vorangebracht hat.
AL erweckt den Eindruck, daß es hinter und über "Du sollst nicht ehebrechen"  einen höheren göttlichen Willen gibt, zumindest manchmal, der es übertrumpft.
Also sagt AL den "wiederverheirateten Geschiedenen"  Du sollst eine ehebrecherische Beziehung mit X haben, der nicht dein rechtmäßiger Ehepartner ist, weil er/sie sonst versucht sein könnte, dir untreu zu werden und dich zu verlassen, was wegen der Kinder, die ihr seit eurer Zivilehe zusammen habt, eine Tragödie wäre. "
Die falsche Art Gehorsam selbst kann Ungehorsam sein, wie Lewis es ausdrückt. (Das ist natürlich im Wesentlichen die alte satanische Versuchung Böses zu tun, um Gutes zu erreichen) Resultat: der Zweck heiligt die Mittel.

Der Selige Paull VI wird von Traddies nicht oft bewundert; ich denke, man sollte ihn mehr für seinen Mut loben, Humanae Vitae geschrieben zu haben, als das manchmal geschieht. Und ich bin überzeugt, daß seine klare Ehrlichkeit zuzugeben, daß unter seinen Augen, der Rauch Satans durch einige Risse in den Tempel Gottes eingedrungen ist, Lob verdient.
O.K. er war ein bißchen wie Hamlet, wie Johannes XXIII bemerkte, aber er war nicht so blind, seine Hauptpflichtr als Bischof von Rom, nicht zu erkennen- die Integrität der Überlieferung zu erhalten, den novitates zu widerstehen. Montini war in der Tat kein Leo oder Hildebrand, aber ich bin nicht überzeugt, daß er ein Honrius war.

Ich fühle- dabei spreche ich nur für mich selbst- daß wenn PF fähig wäre, sich mannhaft selber dazu zu bringen, zuzugeben, daß der Rauch Satans  tatsächlich durch einige Risse in den Schlußteil von "Amoris Laetitia"  eingedrungen ist, würde er als erheblich größerer und ehrbarerer Mann gezeigt werden, als er trotz seines Geredes zu sein scheint. Wie die Dinge stehen, scheint er mir- gegenüber dem von Papst Montini gesetzten Standard an Mut, Demut und Ehrlichkeit ziemlich weit entfernt zu sein."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Montag, 15. Januar 2018

Fundstück - die neue "Orgel" im Petersdom

Gefunden bei katholisch.de : Kommentar des Domorganisten des Kölner Doms Prof. Winfried Bönig zum Einbau einer digitalen "Plastik"-Orgel ausgerechnet im Petersdom. Beschämend aber nicht wirklich überraschend- wenn für eine "arme Kirche" Banausen die Entscheidungen treffen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Hier ein Ausschnitt:
(...)
Frage:
 "Sind digitale Orgeln ein Trend? Werden die traditionellen Orgeln mit Orgelpfeifen bald aus den Kirchen verschwinden?"

Bönig:
"Elektronische Orgeln sind keinesfalls ein Trend. Eigentlich ist ihre Zeit schon vorbei. Deswegen verursacht das neue Instrument im Petersdom auch gerade einigen Wirbel, die Fachwelt befindet sich irgendwo zwischen Entsetzen, Bestürzung unUnverständnis.
Das war eine ganz und gar unkünstlerische Entscheidung. Das hat schon etwas von Ironie: In dem Moment, wo die Unesco die Orgeln und das Orgelspiel zum Weltkulturerbe erklärt, baut der Petersdom als DIE Kirche der katholischen Welt so ein Instrument ein.
Italienische Orgelbauer haben gerade eine Beschwerde-Petition auf den Weg gebracht worden, die ich vollkommen unterstütze."
Frage:
"Aber irgendeine Motivation muss der Vatikan doch gehabt haben…."
Bönig:
"Es ist einfach die bequemste und billigste Variante. Vor über 100 Jahren wollte man schon mal an die Rückwand des Petersdoms eine große Orgel bauen. Und vor wenigen Jahren gab es wieder eine ähnliche Initiative, beide sind nicht zustande gekommen. An den Finanzen kann es aber nicht liegen. Man würde immer Spender finden....."

Freitag, 5. Januar 2018

Rorate Caeli hat Bischof Athanasius Schneider interviewt,

Hier geht´s zum Interview: klicken

"BISCHOF ATHANASIUS SCHNEIDER INTERVIEW MIT RORATE CAELI " BEKENNTNIS DER UNVERÄNDERLICHEN WAHRHEIT", "KOMMUNION FÜR DIE WIEDERVERHEIRATETEN GESCHIEDENEN".

Bischof Athanasius Schneider -Weihbischof von Astana, Kazachstan, und einer der drei Urheber des Bekenntnisses zur Unveränderlichen Wahrheit als Antwort auf Amoris Laetitia und Papst Franziskus´ offizielle Zustimmung einigen wiederverheirateten geschiedenen Katholiken die Hl. Kommunion zuzugestehen - nahm an einem Interview mit Rorate Caeli nach der Veröffentlichung des Dokuments teil.

Rorate Caeli: 
"Euer Exzellenz, Sie sind persönlich viele Jahre draußen an der Front der traditionellen Liturgie gewesen. Jetzt.haben Sie Exzellenz, Erzbischof Peta und Erzbischof Lenga sich öffentlich geäußert und das kraftvoll in der Verteidigung der Ehe in der Folge von Amoris Laetitia. Warum haben Sie drei sich entschieden, daß es jetzt Zeit ist, zu antworten?"

BISCHOF ATHANASIUS SCHNEIDER:
"Nach der Veröffentlichung von Amoris Laetitia haben mehrere Bischöfe und Bischofskonferenzen begonnen; pastorale Normen für die sog, "Geschiedenen und Wiederverheirateten" zu formulieren.
Man muß sagen, daß es für einen Katholiken keine Scheidung gibt, weil ein gültiger sakramentaler Bund einer gültigen und vollzogenen Ehe absolut unauflöslich ist und sogar der Bund der natürlichen Ehe ist von sich aus ebenso unauflöslich, Außerdem gibt es für einen Katholiken nur eine gültige Ehe, solange der legitime Ehepartner lebt. Deshalb kann in diesem Fall keiner von einer Wiederheirat sprechen."

Der Ausdruck "geschieden und wiederverheiratet" täuscht also und führt in die Irre. Weil dieser Ausdruck allgemein bekannt ist, benutzen wir ihn nur in Anführungszeichen und stellen ein "sogenannt" voraus.
Die erwähnten pastoralen Normen bzgl. "geschiedenen und wiederverheiratete" , Normen die durch eine an Sophismus grenzende Rhetorik maskiert sind, sehen letztendlich die Zulassung der "Geschiedenen und Wiederverheirateten" zur Hl. Kommunion vor, ohne die unverzichtbaren und von Gott gegebenen Bedingungen zu erfüllen, daß sie ihre sakrale Ehe nicht durch eine gewohnheitsmäßige ssexuelle Beziehung mit einer Person, die nicht ihr legitimer Ehepartner ist., verletzen dürfen.
Ein gewisser Gipfel ist in diesem Prozess der ausdrücklichen Anerkennung der Scheidung im Leben der Kirche  erreicht worden, als Papst Franziskus anordnete, seinen Brief an die Bischöfe der Region Buenos Aires mit der Zustimmung zu ähnlichen Normen in den Acta Apostolicae Sedis zu veröffenltlichen.

Diesem Akt folgte eine Erklärung, daß diese päpstliche Zustimmung zum authentischen Lehramt der Kirche gehöre. Angesichts dieser pastoralen Normen, die der Göttlichen Offenbarung mit ihrer absoluten Mißbilligung der Scheidung widersprechen und die auch der Lehre und sakramentalen Praxis des unfehlbaren Amtes und dem Universalen Lehramt der Kirche widersprechen, waren wir gezwungen, als Nachfolger der Apostel unsere Stimme zu erheben und die unervänderliche Doktrin und Praxis der Kirche bzgl. der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe zu wiederholen.



Donnerstag, 21. Dezember 2017

M. Tosatti zum neuen "Lebensende-Gesetz" (Euthanasie) in Italien

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das gerade vom Italienischen Parlament angenommenen Gesetz "zum Lebensende" (Zulassung von Euthanasie, Behandlungsabbruch etc) und die Auswirkungen auf die katholischen Gesundheitseinrichtungen und den Stellenwert der Gewissensfreiheit  (beides wird im Gesetz nicht erwähnt) und das Schweigen sowohl des Bischofs von Rom als auch der Italienischen Bischofskonferenz.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEBENSENDE. DER VATICAN UND DIE CEI SCHEINEN UNVORHERGESEHENERWEISE AUFZUWACHEN. JEDENFALLS ZUM TEIL 
RUINI TEILNAHMSLOS"

Unvorhergesehenerweise hat auch jemand im Vatican und jemand von der Cei (Büro für religiöse Belange) entdeckt, daß das Gesetz zum Lebensende ein Problem mit widersprechenden Gewissen hat.
Das gilt nicht nur für katholische Institutionen sondern auch für die Ärzte, wenn der Hippokratische Eid noch irgendeine Bedeutung oder einen Wert haben soll.
Man könnte sich fragen, was passiert wäre, wenn der Verantwortliche von Cottolengo und danach Msgr. Crepaldi und einige mutige Bischöfe nicht geredet hätten.
Sie haben offensichtlich die "castratio in sacris" vermieden, die besonders im Augenblick der Bischofsweihe praktiziert wird.

Nebenbei natürlich die üblichen Störmanöver der Bewegungen für Leben und Familie, besessen von nicht verhandelbaren Werten, deshalb unsichtbar für den amtierenden Papst und den anderen Spezialisten für den Ausdruck auf Gesichtern, die den Rosenkranz rezitieren, Msgr. Galantino.

Das beweist das Schweigen. Mir stellt sich eine kleine Frage.
Warum hat die Cei nicht vor der endgültigen Verabschiedung des Gesetzes gesprochen- für Katholiken ein  fast banales Bedürfnis bei einem so sensiblen und delikaten Thema?
Und weil dieses gefährliche und mehrdeutige Gesetz zwei anderen anthropologisch verheerenden Gesetzen folgt, wie z.B. dem der schnellen Scheidung und der Zivilehe, stellt sich da nicht das Problem von Kompetenz, Effektivität und Autorität der Führungsriege der Bischofskonferenz und insbesondere ihre Generalekretärs?

Mittwoch, 30. August 2017

Fr. Hunwicke spricht....

in Fortsetzung zweier vorhergegangener Beiträge über die Römische Kurie.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE RÖMISCHE KURIE" (3)
Vor dem Hintergrund, den zu skizzieren ich versucht habe, finde ich mich selbst wieder, wie ich mich zur Haltung des aktuellen Papstes gegenüber der Kurie frage. Natürlich muß sie- wie jede Institution, die ihren unsicheren Platz in der Zeit hat, von Zeit zu Zeit reformiert werden.
Die Frage, die mich beunruhigt ist, ob der gegenwärtige Papst die Kurie näher zur Treue zu ihrer wahren kirchlichen Berufung führt oder sie weiter von ihr wegstößt.

Die Kommentatoren haben nicht gezögert, zu bemerken, daß es für den außenstehenden Beobachter so aussieht, als ob der aktuelle Papst versuche, die Existenz starker foci in der Kurie zu verhindern oder zu eliminieren.  Er scheint unfähig zu sein, mit Leitern von Dikasterien zusammen zu arbeiten, die keine Ja-sager sind. Es ist kein Zeichen für die Stärke des Hl. Vaters, sondern ein Zeichen für seine Schwäche, daß er nicht mit einem so so sanften und dennoch prinzipientreuen Mann wie Robert Sarah zusammenarbeiten kann, ohne es für nötig zu erachten, ihn vor der Welt zu demütigen.
Und Sarah war einer der von ihm Ernannten.

Und er hat auch Raymond Burke zum Patron des Malteser-Ordens ernannt. Aber sobald es ein Problem im Orden gab, demütigte er ihn und schob ihn beiseite. Wenn man Leute ernennt, sollte man sie entweder unterstützen, wenn das Wetter rauh wird, oder zugeben, daß man sich bei der Ernennung geirrt hat.

Gerhard Müller wurde von Papst Bergoglio geerbt - nicht ernannt. Aber er hat ihn im Amt bestätigt und diese Position ist eine sehr bedeutende.
Der aktuelle Papst ist weder gebildet noch intelligent.
Um die Glaubenskongregation zu leiten brauchte er jemanden, der beides war. Und  Müller war das,
Erst demütigte er ihn, indem er Schönborn bei der Amoris-Laetitia-Pressekonferenz an die Front schickte, dann als er drei seiner Mitarbeiter entließ, ohne es ihm zu sagen; letztlich hat er ihn wieder gedemütigt, indem er ihn innerhalb einer Minute entließ und dabei ein Prinzip anführte, das er bis dahin weder Müller noch der Welt gegenüber je erwähnt hatte: daß die Leiter der Dikasterien nicht über die ersten 5 Jahre (quinquennium) hinaus im Amt bleiben können.


Sonntag, 27. August 2017

Father Hunwicke & die Römische Kurie

Father J. Hunwicke setzt  bei liturgicalnotes seine Gedankenreihe zur Römischen Kurie fort - heute besonders zur Rolle des Bischofs von Rom - besonders in der frühen Kirche und unterrichtet uns als alter Historiker darüber, daß so mancher Fachmann bestreitet, daß der Bischof von Rom die Kirche führte - und behauptet, das habe das Presbyterium getan. Das glaubt Father Hunwicke nicht.
Hier geht´s zum Original:    klicken
                           

                  "DIE RÖMISCHE KURIE (2)"
Es ist wohlbekannt, daß in den frühen Jahrhunderten der Kirche, der Bischof das sakramentale Zentrum seiner Ortskirche war, ihr Lehrer, der - mit Hilfe des Hl. Geistes - die authentische Lehre bewahrte und lehrte, die die Kirche empfangen hatte.
Aber es scheint, als sei das Presbyterium die adminitrative Körperschaft gewesen, das Komitée , das Entscheidungen traf, eine Körperschaft von Männern an die der Bischof sich um Zustimmung wandte - bevor er sich auch nur frei fühlte, Beichtenden die Absolution zu erteilen oder einen Subdiakon zu ernennen.
Und das scheint auch in Rom gegolten zu haben.
Es gibt Historiker die glauben, daß die Römische Kirche jahrhundertrelang von Presbytern geleitet wurde und keinerlei "monarchischen" Bischof hatte.
Ich glaube dieser Theorie nicht, aber die Beweise, auf denen sie beruht, basiert auf der Wichtigkeit der Römischen Presbyter.
Wenn ein Brief nach Korinth geschickt werden mußte, um die dortigen Wirren in der Kirche zu ordnen, ist das älteste Dokument, das wir dafür haben, die Ausübung eines disziplinarischen Primates durch Rom. Er wurde nicht im Namen des Bischofs geschickt.
Noch einmal: ich erkenne das nicht an, aber die Tatsache, daß ein solches Argument vorgetragen wird. beweist die Bedeutung des Presbyteratus Romanus.
Etwas später haben wir den Bericht von Papst Cornelius darüber, wie der vorhergehende Papst, um den Gefallen gebeten hatte, er ihm erlauben würde, einen bestimmten Presbyter zum Diakon zu weihen - dem ein Veto des Klerus und vieler Laien entgegen gestellt wurde.

Freitag, 25. August 2017

Papst Franziskus: "Die Liturgische Reform ist irreversibel".

Die Frage ist nur, ob diese oder die vom Hl. Papst Papst Pius V durch die Bulle "Quo Primum" approbierte... Rorate Caeli hat in Betrachtung dieser Frage den Text von "Quo Primum" herangezogen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS: "WIR KÖNNEN MIT SICHERHEIT UND LEHRAMTLICHER AUTORITÄT VERSICHERN, DASS DIE LITURGISCHE REFORM IRREVERSIBEL IST"

Papst Franziskus hat heute vor den Teilnehmern der 68. Nationalen Italienischen Liturgischen Woche eine Rede zur liturgischen Reform von Papst Paul VI gehalten. In ihr erklärt Franziskus: "Nach diesem Lehramt, nach dieser langen Vorbereitung  können wir mit Sicherheit und lehramtlicher Autorität feststellen, daß die liturgische Reform irreversibel ist."

Franziskus´ Bermerkungen liest sich ironischerweise wie ein Quo Primum für den Novus Ordo.
Papst Pius´ V "Quo Primum", das nie von irgendeinem Papst widerrufen oder aufgehoben wurde, erklärte, daß die Traditionelle Lateinische Messe, die der heilige Papst in Übereinstimmung mit den Direktiven des Konzils von Trient promulgierte, "von nun an, jetzt und immer gültig sein werde" und "kann nicht widerrufen oder verändert werden, sondern bleibt immer gültig und behält ihre volle Kraft" Darüber hinaus warnte der Hl. Pius V, daß jeder -einschließlich jeder zukünftige Papst, der sein Missale verändern würde, den Zorn des Allmächtigen Gottes und der Gesegneten Apostel Petrus und Paulus auf sich herabrufen würde.

Papst Benedikt XVI hat in Summorum Pontificum wiederholt, daß die Traditionelle Lateinische Messe "rechtlich niemals widerrufen und also folglich im Prinzip immer zugelassen war." Benedikt fährt fort: "Was frühere Generationen für heilig hielten, bleibt auch für uns groß und heilig. und es kann nicht sein, daß sie plötzlich ganz verboten oder sogar für schädlich gehalten wird."

Für Franziskus jedoch ist nicht die Traditionelle Lateinische Messe, sondern sind die Reformen, die sie deformierten, wirklich "irreversibel."

Hier einige relevante Auszüge aus Papst Franziskus´ Rede:

"Es gibt zwei direkt verbundene Ereignisse, das Konzil und die Reform, die nicht plötzlich erblühten, sondern nach langer Vorbereitung. Was die liturgische Bewegung genannt wurde, bezeugt das und die Antworten, die der Pontifex Maximus auf die in den Kirchengebeten wahrgenommenen Nöte gab; Wenn ein Bedürfnis gefühlt - auch wenn die Lösung vielleicht nicht  unmittlbar kommt-. gibt es die Notwendigkeit, sie in Gang zu setzen.

Das Zweite Vaticanische Konzil ließ später eine gute Frucht vom Baum der Kirche reifen, die Konstitution der Heiligen Liturgie Sacrosanctum Concilium dessen Zeilen einer generellen Reform auf wirkliche Nöte antworten und auf die konkrete Hoffnung auf eine Ereneurung; sie wünschten eine lebende Liturgie für eine durch die gelebten Mysterien völlig belebte Kirche.


Father Hunwicke spricht

Father Hunwicke läßt uns an seinen  Gedanken über das Amt des Bischofs von Rom und die Kurie teilhaben -ausgeschmückt mit kleinen ironischen Einsprengseln .
Hier gehte´s zum Original:  klicken

                                    "DIE RÖMISCHE KURIE" (1)
Jorge Bergoglio hat keine wie auch immer geartete Lehramtsautorität. Der Bischof von Rom dagegen schon. Aber Jorge Bergoglio ist natürlich Bischof von Rom; und als solcher - qua Bischof von Rom -besitzt Papst Franziskus eine beträchtliche Autorität - dogmatisch vom I. Vaticanischen Konzil definiert und in den beiden Codices Iuris Canonici als Gesetz formuliert.
Bischof von Rom zu sein ist, was zählt. Und als Bischof von Rom - wie Bischof von wo auch immer - bedeutet Bischof von irgendwo zu sein. Und Bischof von Irgendwo zu sein, bedeutet Bischof bestimmter Menschen zu sein....von bestimmten lebenden und atmenden christlichen Menschen.

Was ist ein Bischof? Es gibt eine (hauptsächlich anglophone) kirchliche Unterwelt, bevölkert von Menschen, die häufig "Episcopi vagantes" genannt werden, "Wanderbischöfe".
Das sind Personen, die sich privat selbst eine technisch "gültige" Weihe gesichert haben.
Viele Leute vermuten, daß ihre Motive das zu tun, persönliche Eitelkeit war, weil sie Bischöfe sind, die nicht von den  dichten und ernsten Reihen ihres Presbyteriums umgeben sind, noch freudige und emsige Ministranten am Altar um sich haben und denen das stürmische, manchmal unordentliche Volk "ihrer" Laienschaft - laos - fehlt. Und sie, diese Episcopi vagantes, sind nicht in friedlicher Kommunion mit dem Apostolischen - oder in der Tat mit irgendeinem anderen - Stuhl, weit davon entfernt.

Im Gegenteil- in der Katholischen (und Orthodoxen) Ekklesiologie ist ein Bischof ein Mann, der die Funktionen des hohen bischöflichen Amtes im Kontext des strukturierten Kirchenlebens der Menschen, Diakone, Presbyter ausübt.
Eine Versammlung von Christen, die so strukturiert ist, ist als Ortskirche bekannt. Wie jeder andere Diözesan-Bischof  ist der Papst, der Bischof von Rom, ein Bischof mit einem Presbyterium, einer Diakoneia  und einem Laos. Er ist kein einsames, isoliertes Individuum, mit technisch gültiger Weihe und einer technisch gültigen Electio in Summum Pontificem in der Tasche. Er ist - um es so auszudrücken- kein Papa vagans.
Mit seiner üblichen Klugheit argumentierte der Selige Henry Newman im Fall einiger frühen Päpste, die Anzeichen doktrinalen Schwankens zeigten, daß - weil das auftrat, nachdem sie in Byzantinischen Gefängnissen zusammengeschlagen worden waren, das keinen Einfluss auf das Papstamt hatte, weil sie als Individuen handelten - physisch und moralisch isoliert von ihrer Ekklesia.


Donnerstag, 10. August 2017

Johannes Paul I

Marco Mancini erinnert sich bei aciStampa an Papst Johannes Paul I , der in den wenigen Tagen seines Pontifikates einige Veränderungen veranlaßte.
Hier geht´s zum Original:  klicken
"JOHANNES PAUL I, SO VIELE NEUERUNGEN IN NUR EINEM MONAT"  
                          
Ein äußerst kurzes Pontifikat, ein Lächeln, das wir alle noch erinnern....
Trotz der kurzen Zeit auf der Cathedra Petri erinnert sich die Welt mit unzerstörbarer Sehnsucht an Papst Johannes Paul I, den Pontifex vom August und September 1978.

Und trotz dieser kurzen Zeit hatte Johannes Paul I Zeit, das Papsttum durch drei besondere Gesten bedeutend zu erneuern. Oder besser gesagt: eine Weigerung und zwei Erneuerungen. 

Papa Giovanni Paolo I, Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Johannes Paul I war der erste Papst, der de facto die Zeremonie der Krönung verweigerte, nachdem Paul VI entscheiden hatte, die päpstliche Tiara nicht mehr zu benutzen, sie in eine Auktion zu geben und das Geld den Armen zu geben. Albino Luciani wählte den Petersplatz um die Inaugurationsmesse zu zelebrieren und auf sie als Beginn des Petrinischen Amtes des Bischofs von Rom hinzuweisen.


Dienstag, 25. Juli 2017

Father Blake schreibt: Wie wird sich die Kirche an Papst Franziskus erinnern?

Father Blake hat den Osservatore-Artikel über den widerspenstigen Klerus gelesen und Austen Ivereigh zugehört, der sich um die Rezeption von Amoris Laetitia sorgte und dazu einen Beitrag für seinen marymagdalen-blog geschrieben.
Hier geht´s zum Original: klicken

                 "DIE REZEPTION VON PAPST FRANZISKUS"
"Ich bin -wie der größte Teil des Katholischen Klerus heutzutage- nicht sicher, daß die Orthodoxen nicht katholisch sind, oder Teil der Katholischen Kirche, so wie man sagen könnte, daß die im 16. Jahrhundert gegründeten Kirchen es nicht sind, oder die ohne gültige Sakramente es nicht sind.
Natürlich sind die, die die Taufe empfangen haben, immer irgendwie Teil der Katholischen Kirche, sogar wenn sie nach der Taufe ins Schisma gehen. 
Mit der "zwei-Lungen-Theorie" könnte man suggerieren, daß die Katholische Kirche ohne diese Einheit von Ost und West selbst defizitär ist und die Orthodoxen würden das selbe sagen, deshalb der Ausgriff auf Ost und West.

Praktisch könnte man sogar unterstellen, daß das große Schisma von 1054 erst 1870 mit dem I. Vaticanischen Konzil wirksam wurde. Bis dahin scheint es ein faires Maß an Interkommunion,sogar der Akzeptanz der gegenseitigen Jurisdiktion gegeben zu haben, orthodoxe Nonnen wählten jesuitische Beichtväter, in Italien wurden orthodoxe Eheauflöungs-Scheidungs-Erklärungen in den meisten Teilen und auch in der Katholischen Welt östlich von Italien akzeptiert.
Und obwohl wir die Theologie der Eucharistie sehr unterschiedlich formuliert haben mögen und diese Ausdrucksformen eher kultureller Art waren als wirklich ein Ausdruck eines unterschiedlichen Glaubens, könnten wir am Ende beide sagen: "Dieses ist Jesus".

Gestern habe ich Austen Ivereigh bei BBC zugehört, dem selbsternannten päsptlichen Apologeten, der über die "Aufnahme oder Nicht-Aufnahme" von Amoris Laetitia und des Lehramtes des Hl. Vaters oder sogar seiner Regierung sprach und im Osservatore Romano vom Samstafg gab  es diesen
faszinierenden Artikel über den italienischen Klerus- hoch und niedrig- der gegen Franziskus opponiert.
Aussage war, daß der Papst ein Guter und der Klerus Bösewichter und Ignoranten seien.
Historisch gesehen, arbeitet die Kirche so nicht und dieser Artikel wird warhscheinlich nur dazu dienen, die Isolation des Papstes zu betonen und andere zu ermutigen, darüber zu sprechen.