Donnerstag, 31. Mai 2018

Zum Abschluss des Tages

 

            

Kardinal Woelki zu Fronleichnam

Man unterstellt dem Kardinal Woelki,  dass er den Streit angefacht habe, jedoch eine gesamtkirchliche Lösung suche, man gucke bei Radio Vatikan.
Ich habe mir seine Predigt angehört und um es mal ganz einfach zu sagen, er hat erklärt, sehr gut erklärt,. was Eucharistie ist und genau deshalb gibt es da auch keine neue, andere, sonstige Lösung, einfach weil es da kein Problem gibt.
Um es mal einfach zu formulieren. Die Eucharistie baut die Kirche auf und alle die in der Kirche sind, sind verbunden zuerst mit Gott und deshalb und nur deshalb untereinander, durch die Eucharistie, auch die, die nicht zur Eucharistie gehen können. Gerade indem sie das anerkennen und leben, geben sie genau dafür Zeugnis.
Darüber redet der Kardinal sehr gut und sehr ausführlich,. wie man hier nachhören kann





Marco Tosatti zum Appell Kardinal Zens, Bischof Cui Tan freizulassen

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae den dezeitigen Zustand der Beziehung zwischen dem Vatican und China und kann dabei auf eigene Erfahrungen im Reich der Mitte zurückgreifen.
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"NACHRICHTEN AUS CHINA. KARDINAL ZEN FORDERT DIE KOMMUNISTISCHE REGIERUNG AUF, BISCHOF CUI TAN FREIZULASSEN."

Diese Woche gehört zu den Nachrichten von Aurelio Porfiri aus China auch ein dramatischer Appel von Kardinal Zen, dem unzähmbaren Verteidiger der chinesischen Christen und der Kirche.

                                      Ein gefangener Bischof
Kardinal Zen hat einen öffentlichen Appell für die Freilassung von Bischof Cui Tái dell´Hubel in Xuanhua lanciert. Der Purpurträger hat auf seiner Facebook-Seite sein Foto mit der (chinesischen) Unterschrift "Respektiert die Religionsfreiheit. Laßt Bischof Cui Tái frei" gepostet.
Im Text, der das Foto begleitet, wird die chinesische Regierung aufgefordert, diese illegale Inhaftierung zu beenden.

                                           Öffnet die Kirchen
Ich erinnere mich daran, daß- als ich vor einigen Jahren (6-7) in Schanghai unterrichtete und durch die Stadt ging, um die Katholischen Kirchen zu besuchen- ich diese "wegen Bauarbeiten" geschlossen vorfand. Wer weiß, ob sie immer noch geschlossen sind oder nicht. Auch weil wir vieles von dem, was sich im Inneren Chinas abspielt, nicht wissen.

                                   
                                  Kulturrevolution, eine zerstörte Generation
Der Schriftsteller Fenh Jicai, der von Marco del Corona für eines seiner Bücher interviewt wurde, hat gesagt: "Die Kulturrevolution hat sicher eine Generation Chinesen zerstört. Die ökonomischen Schäden sind vorübergehender Natur aber die psychologischen Schäden dauern noch an."
Schon der Versuch Mao TseTungs, die Zeitungen zu schließen, um die Macht nicht zu verlieren,
war eine Wunde, die immer noch blutet.

Wenn ich die Filme aus dieser Zeit sehe, denke ich an Gustave LeBons Buch über die Massenpsychologie.

   Lob auf Macao. Bindeglied zwischen China, Portugal und Christus 

Ich habe 7 Jahre lang in Macao gelebt,  aus guten und weniger guten Gründen wichtige Jahre meines Lebens. Ich habe aber gelernt, die Rolle dieser kleinen von den Portugiesen verwalteten Stadt zu  schätzen, die bei der Beziehung zu China die Rolle eines Mediators zwischen dem Katholizismus und dem Reich innehatte. Macao hat sicher eine interessante Geschichte, die die Katholische Kirche , China und Portugal, Orient und Okzident verbindet, eine Verbindung, die nicht so sehr eine Begegnung ist sondern ein Zusammenpralla
Um die chinesische Welt wirklich zu verstehen, muß man in ihr leben.


Neues von den FFI

"The Eponymous Flower" berichtet von der neuesten Entwicklung in der Affäre um den Orden der FFI und von einem erneuten Sieg des Ordens vor Gericht.
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Der Beitrag beginnt so:

"Die Franziskaner der FFI gewinnen eine wichtige legale Schlacht" 

"Die Franziskaner der Immacolata - mit Zustimmung von Papst Franziskus von der Ordenskongregation unterdrückt- haben einen weiteren Sieg errungen, zumindest einen moralischen Sieg, der mehr denn je beim Vatican zum Nachdenken führen sollte, dafür gibt es bisher keine Anzeichen.

Trotz seines jungen Alters ragte der Orden, der erst in den frühen Neunzigern gegründet wurde, wegen der großen Zahl von religiösen und priesterlichen Berufungen -sogar in Europa- herausragte,  wo die meisten Orden den Mangel an Berufungen beklagen."
Und fährt dann fort:


"Alter Ritus und missionarisch- und ein Dorn im Auge
Das Geheimnis: weil große Teile der Kirche und auch so viele Mitglieder des Ordens-besonders während und nach dem Konzil- so enthusiastisch das Abschneiden der alten Zöpfe begrüßte und die Einführung aller Arten von Erneuerungen im Namen neuer Freiheiten, von der Abschaffung der Ordensnamen bis zur Aufgabe des Ordenshabits, von der bequemen Vergrößerung der Zellen während zur gleichen Zeit das allgemeine Stundengebet reduziert wurde, gingen zwei Minderbrüder den gegenteiligen Weg. Sie baten darum, die Gemeinschaft ihrer "fortschrittlichen" Brüder verlassen, sich in ein verlassenes Kloster zurürckziehen und es wiederbeleben zu dürfen. Dort versuchten sie nicht, ihre religiösen Regeln einem Aggiornamento zu unterwerfen, sondern auf die erste Franziskanische Ordensregel des Ordens aufzubauen und die Marianische Spiritualität zu vertiefen.

Den beiden Minderbrüder, Fr.Stefano Maria Manelli und Fr.Gabriele Pelletieri, schlossen sich andere an und sie wurden die Gründer der FFI, eines marianischen und traditionellen Ordens. 
Als Papst Benedikt XVI den Ewigen Ritus durch das Motu Proprio "Summorum Pontificum" befreite und für ein Heim in der Kirche sorgte, zögerte die junge religiöse Gemeinschaft nicht, ihm dabei zu folgen. Die Brüder wurden der erte und soweit einzige neue Orden, der zum traditionellen Ritus zurückkehrte , blieb aber pastoral und bi-rituell. Das besondere Charisma, das den Orden von anderen altruistischen Gemeinschaften unterschied, war sein missionarischer Eifer.

Benedikt XVI hielt seine schützende Hand über den Orden, der einziges und interessantes Modell  für die jungen Mitglieder anderer Orden zu werden schien."


Mittwoch, 30. Mai 2018

Hoch drobn auf'm Berg ...

... genauer gesagt auf dem Wendelstein in Bayern steht die höchstgelegene Kapelle Deutschlands. Sie ist dem heiligen Wendel gewidmet, der auch dem Berg seinen Namen gab.

Wieder dahoam!

Bei Regen, Blitz und Donnergrollen wurden gestern die beiden reparierten Glocken wieder in den "Alten Peter" hineingehoben.
Das war wohl auch der Grund, warum das Gewitter in der Innenstadt nicht ganz so unwettermäßig ausfiel, wie im Westen und Süden der Stadt ....




Wer allerdings ein paar Geschichten um den Alten Peter kennt, weiß auch, dass der Teufel da immer gerne drum herumschleicht und so manches Mal auch zu gewinnen schien. Was bei den früheren Türmen der Kirche auch einigen Schaden anrichtete und dazu führte, dass beide Türme abgerissen wurden und ein einziger in der Mitte entstand. Trotzig steht der Turm dem Teufel entgegen und die Glocken haben schon so manchem Zeitgeist das fürchten gelehrt: Ich erinnere mich da z.B.  an einen Wahlkampfauftritt der Grünen auf dem Marienplatz, wo die versammelte Parteiführung vergeblich gegen des Geläut "anredete".

Wir freuen uns dann schon mal auf das diesjährige Patrozinium:
Am 29. Juni - zu Peter und Paul werden die Glocken dann wieder neu erklingen .



Fundstück

RP online berichtet, daß der 62-jährige Diplomat aus dem Auswärtigen Amt, Michael Koch, als Botschafter beim Heiligen Stuhl Nachfolger von Annette Schavan wird.
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Neues in der causa "Konkubinats"-Bischof

Der bolivianische Anwärter auf den Kardinalstitel Toribio Ticona leugnet, je im Konkubinat gelebt und Kinder zu haben und hat dem blog "Adelante la Fe" mit juristischen Schritten gedroht.
Der bleibt bei seiner Behauptung und weist darauf hin, daß die Nuntiatur in Bolivien im Besitz mehrerer namentlicher eidesstattlicher Versicherungen sei, die genau das beeiden .und belegt das durch das Foto eines solchen Dokuments mit dem Eingangsstempel der Nuntiatur. klicken
Überdies- so Adelante la Fe weiter- sei die Verbindung des Bischofs zu Frau und Kindern in der Diözese von Oruro allgemein bekannt.
Unter dem Titel: "Mehr zum Fall Ticona" schreibt Adelante la Fe" u.a.

"Von dem Moment an, wo diese Information veröffentlicht wurde, werden alle möglichen Arten 
von Schritten eingeleitet, mit dem Ziel die Zeugen zum Schweigen zu bringen und die Nachrichten zu stoppen, damit sein vertrauter Freund Evo Morales nicht ohne den Kardinal "des Volkes" bleiben muß. Wir wissen nicht, welchen Weg sie einschlagen werden, um Dementis und Gegennachrichten zu produzieren und wir werden nicht mehr darauf eingehen. 
Was hier gesagt wird, ist die Wahrheit und die einzige Wahrheit- koste es was es wolle."

Quelle: Adenlante La Fe

Dienstag, 29. Mai 2018

Fundstück

gefunden bei domradio.de 
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"NACH JAHRELANGEM TAUZIEHEN : TÜRKEI GIBT KLÖSTER UND KIRCHEN AN ARAMÄER ZURÜCK".

Und das beginnt so:

"Mit der rechtlichen Rücküberschreibung von 50 Liegenschaften an die Stiftung des Klosters Mor Gabriel findet ein Rechtsstreit zwischen den aramäischen Christen und der türkischen Regierung ein vorläufiges Ende. Bleibt es dabei?" 

Magister: Das Neueste aus Santa Marta- eine Verschwörungstheorie

Sandro Magister läßt bei Settimo Cielo Professor Massimo Introvigne den verschwörungstheoretischen Beitrag des Papstfreundes Gianni Valente zur derzeitigen Situation der Katholischen Kirche in China kritisch kommentieren, der suggeriert, daß die aktuelle China-Politik die Katholiken im Reich der Mitte nicht gefährde.
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"DAS NEUESTE AUS SANTA MARTA: ES GIBT EINE AMERIKANISCHE VERSCHWÖRUNG GEGEN EINE ÜBEREINKUNFT ZWISCHEN ROM UND PEKING"

Settimo Cielo hat am 7. Mai über die Verstärkung der antikatholischen Repressionen in Henan, der bevölkerungsreichen Provinz auf halbem Weg zwischen Peking und Schanghai, die traditionell als Wiege der chinesischen Zivilisation betrachtet wird, berichtet.

Gerade vor einer Woche aber hat die für ihre Verbindungen zu Papst Franzsikus bekannte website "Vatican Insider" aus der Feder von Gianni Valente eine Widerlegung der Befürchtung veröffentlicht, daß die Katholische Kirche im Fadenkreuz der chinesischen Behörden und der Provinz steht und daß von der Provinz Henan aus, sich die antikatholischen Repressionen auf das ganze Land ausdehnen könnten.

"China, der "seltame Fall" der für Kinder geschlossenen KIrchen von Henan" 

Nach Valentes Urteil ist das Hauptziel der Chinesischen Autoritäten de facto die Ausbreitung protestantischer Hauskirchen und apokalyptischer Sekten in diese Provinz zu verhindern, die von der religiösen Rechten in den USA mit der Absicht unterstützt werden, das Chinesische Regime zu stürzen.

Dann wäre die Unterdrückung, die auch die Katholischen Gemeinden in Henan trifft, nur die Nebenwirkung dieses allgemeinen und gerechtfertigten Angriffs.

Wobei hingegen die Katholische Kirche- so beschließt Valente seine Argumentation- ein starkes Bollwerk gegen diese verschlingenden subversiven Sekten wäre. Und eine Übereinkunft zwischen dem Vatican und Peking würde sich völlig als auch im Interesse des chinesischen Regimes liegend, herausstellen.

Am 22. Mai aber wurde Valentes Artikel von einem der in der Welt führenden Experten für Protestantische Kirchen und neue religiöse christliche Bewegungen, Professor Massimo Ingtrovigne, heftig kritisiert.

Gerade um zur anwachsenden Präsenz dieser religiösen Realität in China ständige und wahrheitsgemäße Informationen zu liefern, hat Introvigne zu Beginn dieses Monats eine website eingerichtet, in englischer, chinesischer und koreanischer Sprache mit dem Titel "Bitterer Winter" erscheint und ausdrücklich diesem Ziel gewidmet ist.

Introvignes Kritik konzentriert sich vor allem auf die Quellen- kümmerlich, alt und voller Fehler- die Valente nutzt, um die Anwesenheit der Christlichen Sekten in Henan zu beschreiben.


Marco Tosatti über 25 Jahre "Veritatis Splendor" und das neue Buch "Habt keine Angst vor der Wahrheit"

Marco Tosatti stellt auf seinem blog Stilum Curiae das Buch des polnischen Dozenten und Franziskaners; Pater Adam Kopiecs; zur Enzyklika "Veritatis Splendor" vor.
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"WARUM VERITATIS SPLENDOR  HEUTE IN EINER KIRCHE IM STURM AKTUELLER IST DENN JE. EIN BUCH VON PATER KOPIEC"

"Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, heute möchte ich Ihre Aufmerksamkeit ein besonders wichtiges und interessantes Buch über die ebenfalls sehr wichtige Enzyklika lenken, die zur Zeit Ziel von direkten Angriffen auf einige Denkströmungen im Inneren der Kirche ist.
Die Enzyklika "Veritatis Splendor" von Johannes Paul II; das Buch "Habt keine Angst vor der Wahrheit". Von einem polnischen Franziskaner und Dozenten am Antonianum, Pater Maksym Adam Kopiec.

Vor 25 Jahren, am 6. August 1993, am Tag, an dem die Kirche an die Transfiguration des Herrn, hat der Hl. Vater Johannes Paul II die Enzyklika "Veritatis Splendor"  promulgiert, mit der Absicht die Ausmerksamkeit -besonders der Bischöfe- "auf einige fundamentale Fragen ds moralischen Lehramtes der Kirche" zu lenken.

Die Absicht des Papstes beim Schreiben dieser Enzyklika entstammte der Dringlichkeit die fundamentalen Fragen, die zum depositum fidei gehören und den Inhalt der von Gott verkündeten Offenbarung darstellen, ins Zentrum der Aufmerksamkeit zurückzubringen.

Das für die Veröffentlichung vorgesehene Datum bezieht sich auf die Verklärung Jesu, in der sich die Wahrheit über ihn selbst manifestiert, in dessen Existenz sich die Wahrheit selber zeigt: "Ich bin der  Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh.14,6).

Wenn wir in einer Zeit, in der die Verwirrung wütet und der totale Relativismus manchmal auch im Inneren der Katholischen Kirche und ihrer Leitung, die Botschaft vermitteln wollen, daß alle Religionen grundsätzlich gleichwertig sind, ist es nötig, zum Text der Enzyklika zurückzufinden und zur wahren Bedeutung von Begriffen wie "Wahrheit", "universelles Gesetz" "nicht verhandelbare Prinzipien", "Gewissen" "Unterscheidung", die zur Zeit als altmodisch gelten, aus der Zeit gefallen, wenn sie nicht sogar vom "Meister des neuen Katholischen Denkens" mißbraucht werden.

In einer Zeit, in der auch die Kirche der "vielfachen Wahrheit" zu weichen scheint, versucht as Buch von Pater Kopiec das zu tun, was nötig ist, um das Licht der Wahrheit wieder erstrahlen zu lassen, das Licht Jesu, mit allen Sicherheiten, die daraus für das Leben jedes Menschen entstammen.
Wir alle brauchen stabile, absolute Bezugspunkte, aus denen er Vertrauen und Hoffnung bezieht. Manchmal haben wir jedoch das Gefühl, die Kirche quasi die eigenen Prinzipien im Namen eines Dialogs  "verkaufen"  "aufgeben" will, der am Ende der  Rechnung einen sehr hohen Preis haben wird, den Verzicht auf die eigenen Wurzeln.


"Irland ein Nekrolog"

John Waters, irischer Autor von Büchern und Theaterstücken,  kommentiert das Irland-Referendum für "FirstThings" und stellt das Abstimmungsergebnis als Teil des aktuellen Zustands der Insel dar.
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                   "IRLAND: EIN NEKROLOG"
J.Waters zitiert zur Einleitung seines Artikels die Charakterisierung Irlands durch Thomas Davis, einen irischen Dichter aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts:

"Dieses unser Land ist keine Sandbank- aufgeworfen durch irgendeine Laune der Erde. Es ist ein altes Land, in seinen Archiven geehrt durch Zivilisation, für seine Frömmigkeit bekannt seit der Antike, seinen Heldenmut und seine Leiden.
Jede große europäische Rasse hat ihren Fluß in den Strom des Irischen Geistes entsandt. Lange Kriege, große Organisationen, subtile Codes, Leuchtfeuerverbrechen, führende Tugenden und
selbstmächtige Männer waren hier. Wenn wir durch Wind, Sonne und Bäume beeinflußt leben und nicht durch Leidenschaften und Taten der Vergangenheit, sind wir ein gedankenloses und hoffnungsloses Volk."
Thomas Davis

Gesegnet der, der deine Kinder ergreift und sie zerschellt an den Felsen  - Psalm 137

"Donnerstag hatte ich das seltsame Gefühl, dass an diesem Tag die Stimmung eines Heiligen Sonntags herrschte- ein Tag der in der Geschichte herausgehoben ist. Außer daß hier die Geschichte in die entgegengesetzte Richtung zu gehen schien: erst die Auferstehung , dann der Kalvarienberg.
Am Freitag hat das irische Volk den Kalvarienberg rückwärts erklommen, im Namen des Fortschritts."
So beginnt John Waters seinen Kommentar unf fährt dann  fort:

"Wenn Sie einen Ort besuchen möchten,wo die Symptome der Krankheit unserer Zeit am weitesten verbreitet sehen sind, kommen Sie nach Irland. Hier werden Sie die Zivilisation im freien Fall sehen, die mit jedem Atemzug versucht, die Existenz einer höheren Autorität zu leugnen, ein Volk, das sich jetzt selbst dazu verurteilt hat, nicht auf das Kreuz Christi zu schauen, damit es nicht von seinem Zorn und seinem Leiden heimgesucht wird."


Montag, 28. Mai 2018

Neuer Skandal in Rom

Rorate Caeli berichtet- nach eingehender Recherche- über einen weiteren Skandal des aktuellen Pontifikates: die Erhebung des seit Jahrzehnten im Konkubinat- verheiratet und mit Kindern- lebenden Bischofs Torebio Ticona in den Kardinalsrang.
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"SKANDAL: EIN " VERHEIRATETER" BISCHOF MIT KINDERN WIRD VON FRANZISKUS ZUM KARDINAL KREIERT"

"Die skandalöse Nachricht tauchte zuerst bei unseren spanisch-sprachigen Partnern-bei "Adelante la Fe" auf. Die Information ist angemessen und gründlich von verschiedenen Quellen vor Ort untersucht worden.

Am 2. Mai 2018 verkündete Papst Franziskus, daß er beim Konsistorium, das am 29. Juni dieses Jahres, dem Fest der Hl. Apostel Petrus und Paulus stattfinden wird, Bischof Toribio Ticona , Titularbischof von Timici und emeritierter Prälat von Corocoro, Bolivien, zum Kardinal erheben wird.
Der 81 jährige Bischof wurde am 25. April 1937 geboren. Er wurde 1967 zum Priester geweiht, und am 31. Mai 1986 zum Bischof von Timiciniund Weihbischof von Potosi, Bolivien.
1992 wurde er zum Prälaten von Corocoro ernannt und ist 2012  in den Riuhestand gestreten,

Während seiner zahlreichen Besuche in Oruro zu Beginn seiner Tätigkeit, brüstete er sich dieser Visiten beim damaligen Bischof von Oruro und zukünftige Kardinal der Dritte-Welt-Ideologie Julio Terrazas Sandoval, CSsR und nannte ihn seinen "padrino" oder Förderer, weil- wie er sagte. er Dank Terrazas zum Bischof befördert worden war, der während mehrerer Gelegenheiten als Präsident der Bolivianischen Bischofskonferenz augenscheinlich bei den anderen Bischöfen und der Apostolischen Nuntiatur sehr einflußreich war.

Ticona hat an zwei ad-Limina- Besuchen teilgenommen, 2008 und 2017. Er diente als "alcalde"- einer nach lokalem bolivianischem Brauch 12-köpfigen Gemeinde. Während seiner 10-jährigen Tätigkeit in der Prälatur von Corocoro, nahm die katholische Herde von 94,6% auf 87,6% ab, während die Protestantischen Sekten in der Folge anwuchsen. 
Es ist eine wohlbekannte Tatsache, daß er während seiner Dienstzeit in Corocoro more uxorio mit einer Frau in der Kanzlei von Oruro zusammen lebte. Sie und ihre Kinder sind stolz, Frau und Kinder der Patacamaya-Bischofs , als der Bischof Toribio Ticonna auch bekannt ist- genannt zu werden.

Die Familie des Bischofs von Patacamaya, Toribio Ticona, lebte in drei verschiedenen Residenzen in Oruro. Seit dem 9. und 10. Jahrhundert, auch als das Eiserne Jahrundert des Papsttums bekannt, ist nicht mehr sicher und verläßlich darüber berichtet worden, daß ein im Konkubinat lebender Bischof mit dem Titel eines Kardinals belohnt wurde. Als Prinz der Kirche bringt das Amt wichtige Veranwortung für den Amtsinhaber mit sich,weil er direkt dem Amt Petri dient. Deshalb sendet das Konkubinat eines Kardinals zwei Botschaften aus:
1. der Papst möchte den pristerlichen Zölibat abschaffen und
2. daß er einen Sündenbock hat, der vor Ort gegen die Hierarchie der Bolivianischen Bischöfe arbeitet.
Zwei Bisschofssitze und drei andere Kirchenleitungen, müssen in diesem Jahr neu besetzt werden. Wir können sicher sein, daß Bischof Barros´ Fall sich in Bolivien wiederholen wird, dank dessen Papst Franziskus mit der Rückendeckung von Evo Morales die Kontrolle über die Kirche Boliviens hätte, die dann einen dezidiert linken Ton annehmen würde."
Adelant la Fe

p.s. Wir haben den Begriff "verheiratet" benutzt,  weil seine Kohabitaions-Partnerin zu Recht von "ihrem Ehemann" spricht.   

Quelle: Rorate Caeli, Adelante la Fe 

Am 28. Mai 1977, heute vor 41 Jahren

wurde der damalige Professor Joseph Ratzinger und spätere Papst Benedikt XVI zum Bischof geweiht.


     

Auf Wiedersehen Irland

Aldo Maria Valli kommentiert auf seinem blog das irische Referendum vor dem Hintergrund der jüngeren Geschichte der Katholischen Kirche Irlands und der Enwticklung der grünen Insel in den letzten 40 Jahren. Gefunden haben wir seinen Beitrag bei "Benoît XVI-et-moi" (merci!)
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                           "ADIEU IRLAND"

"Eine unglückliche irische Kindheit ist schlimmer als eine unglückliche Kindheit anderswo und eine unglückliche irische und katholische Kindheit ist noch schlimmer."
Mit diesem Zitat aus FrankMcCourts "Die Asche meiner Mutter. Irische Erinnerungen" beginnt Aldo Maria Valli seinen Kommentar zum Ausgang des irischen Referendums. Und er urteilt, daß wenn ein Land so abstimmt- mit unerwarteten 66,4% für die Legalisierung der Abtreibung- es einen Grund dafür gibt und er fügt hinzu, daß die Mehrheit der Kommentatoren über dieses Abstimmungsergebnis jubelt und von einem "historischen Tag", einer "neuen Epoche- speziell für die Frauen" einem "Irland, das eine neue Seite aufschlägt"  spricht.

Premier Leo Varadkar fasse das exemplarisch so zusammen: "das Referendum stellt die Vollendung einer stillen Revolution dar, die vor zehn oder zwanzig Jahren begann",
"Und so ist es tatsächlich" schreibt Valli und begründet das so- Zitat:
"Die Abstimmung zugunsten der HS-Ehe, der politische Aufstieg eines erklärten und militanten Homosexuellen wie Varadkar lassen verstehen, woher der neue Wind weht. Und die Kirche dort ist eingeschüchtert und noch durch den Pädophilie-Skandal betäubt. Aber das Ergebnis des Referendums ist-angesischts der Dimension der Niederlage der Pro-Lifer- mehr als nur eine Bestätigung. Es sieht so aus, als habe Irland seine Seele gewechselt."

Valli weist dann darauf hin, daß während sich aus dem Ausland die Glückwünsche der ausländischen Politiker häufen, in Nordirland nur noch die Protestanten der rechten Unionisten, die in Belfast an der Macht sind,  Widerstand gegen die Abtreibung leisten, auch wenn die nordirischen Frauen-als sogenannte Britinnen- in andere Teile des Königreichs gehen können, um abzutreiben und sich hinterher die Kosten vom NHS ersetzen lassen können."


Heute vor 41 Jahren ...

...wurde der Regensburger Professor Josef Ratzinger zum Erzbischof von München und Freising geweiht.

Was er damals sagte ist immer noch aktuell und wahr.

Da kann sein Nach-Nachfolger eine Menge von lernen:

Messtexte vom Tage

Die heutigen Messtexte, erhalten einerseits die Aufforderung sich vom Bösen abzukehren, anderseits die Feststellung, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Und die Lesung aus dem Petrus Brief nimmt Bezug auf das leidige Thema was denn los ist, wenn das Leben als Christ schwierig wird. (Wir erinnern uns, es gibt Bestrebungen das Vater Unser zu ändern, weil es Leute gibt, die der Ansicht sind, das Leben als Christ und überhaupt aller Menschen, müsste nach dem Willen des allmächtigen Gottes einer Existenz auf der rosenblätterbestreuten Wolke 7 gleichen. Warum dann ein doch allmächtiger Gott nicht mit dem bisschen Leid fertig wird, das verschweigen die Apologenten des nur und ausschließlich gutmeinenden Gottes verschämt.)

Tweet zum Tage

 

Sonntag, 27. Mai 2018

Musik am Sonntagabend



         

Marco Tosatti & Super-Ex zum gegenwärtigen italienisch-deutschen Verhältnis

Super Ex hat Marco Tosatti wieder einen Brief geschrieben, den der uns bei Stilum Curiae lesen läßt. Hier geht´s zum Original:  klicken
Vorsicht:  für deutsche Gemüter, die den Wortmeldungen unserer Granden aus ÖRM und Politik noch glauben und vertrauen, harter Tobak! Und nach den Wahlen in Italien auch ein Fall von "wie man in den Wald hinein ruft...."


"SUPER EX: SALVINI TUT GUT DARAN, DEM DEUTSCHEN DIKTAT ZU WIDERSTEHEN. DAS SOLLTE BERGOGLIO AUCH TUN..."

Super Ex (Ex der Bewegung für das Leben, Ex von Avvenire, Ex von .... aber nicht Ex-Katholik) das entdecken wir heute- ist auch kein Ex-Italiener: beim Geschehen in unserem Lande interessiert ihn die Politik leidenschaftlich.
Während ihn die Schlacht zwischen Fremdbestimmten oder Fremdsensiblen und den an den Urnen für ein Ministeramt gewählten Namen wütend macht, präsentiert uns Super-Ex ein altes (Italien und Deutschland) betreffendes Thema: den Drang Letzterer zu erobern und den legitimen Wunsch der Ersteren, nicht verschlungen zu werden, wie arrogant und mächtig sie auch seien.
Erinnern Sie sich an den März 1821?
"Daß er dem Deutschen nie gesagt hat "geh hin und ernte, wo du nicht gesät hast" "Italien gebe ich dir"  Auch in der Kirche, leider.

Lieber Tosatti,
stellen wir uns einen Fall vor: Paolo Savona hat einen jüdischen Nachnamen. Ich weiß niicht, ob es so ist, aber es gefällt mir, zu denken, daß die Kraft mit der er Deutschland herausfordert auch daher stammt. Durch eine - sagen wir- so gefühlte Kenntnis der Geschichte dieses Landes , seines Willens zur Hegemonie, der seit Jahrhunderten Europa bedroht. Savona erinnert daran. daß Deutschland im I. und II. weltkrieg versucht hat, den Kontinent militärisch zu erobern, ein Ziel, das es auch heute - mit Hilfe der Wirtschaft und Geldpolitik -verfolgt. Sehr wahr, besonders nach dem II. Weltkrieg war es so.

Seit wann hassen uns die Deutschen? Vielleicht seit einigen Jahrtausenden, angesichts dessen, daß es Rom nie gelang die Germanen zu zivilisieren und sie waren es. die der Römischen Zivilisation einen Todesstoß versetzten ( die- soviel ist wahr, das Mögliche zur Selbstzerstörung getan hatte).


Kantate zum Trinitatis-Sonntag

        

Father Hunwicke spricht

auf seinem blog "liturgicanotes" zum Referendum in Ir(r)land.
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       "FEHLENDE GESICHTER: DIE ENDLÖSUNG"
"Während einiger 15 Jahre haben wir unsere Sommerferien in Irland verbracht; und jedes Jahre habe ich mich gefragt, was es war, was in den Straßen Englands fehlte, wenn wir nach Hause zurück kamen.

Dann fiel bei mir der Groschen. In Knightstown auf der Insel Valentia im County Kerry gab es eine neue und schöne Unterkunft für Menschen mit Down-Syndrom. Wir kannten einige von ihnen und wurden von ihnen jedes Jahre, wenn wir ankamen, freudig begrüßt. Sie waren ein akzeptierter Teil der Gemeinde.

Diese Gesichter fehlten und fehlen auf Englands Straßen. Sie fehlen hier seit
Jahrzehnten. Weil- wissen Sie- solche Gesichter in einem modernen Staat keinen Platz haben.

Genau wie- nach Hitlers mörderischer Deportation von Millionen Juden in die Todeslager- auf den Straßen in Deutschlands Städten und Dörfern Gesichter fehlten.

Leo Varadkar bekommt exstatischen Beifall. Will irgendwer leugnen, daß er den verdient, jetzt wo er die Endlösung des Down-Problems auf den Weg gebracht hat? "

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke 


  

Samstag, 26. Mai 2018

Tosatti und Pezzo Grosso zur Entchristlichung der Kirchen

Marco Tosatti hat bei Stilum Curae einen Text über die zunehmende Entchristlichung der Kirche und den Unterschied zwischen Italien und Frankreich dabei von Pezzo Grosso veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"PEZZO GROSSO UND DIE ENTCHRISTLICHTEN KIRCHEN: WARUM FRANKREICH UND ITALIEN VERSCHIEDEN SIND."

Liebe Freunde und Feinde von stilum Curiae, Pezzo Grosso hat bei "Storia in Rete" einen interessanten Artikel über die Tranformation dessen, was einmal die Katholische Kirche war veröffentlicht. Ein dramatisches  Thema das alle betrifft.

"Lieber Tosatti,
unsere Kirchen, die die noch nicht Moscheen geworden sind, werden Museen oder Orte mit sozialem Charakter. Man könnte sagen, das sei schon seit langer Zeit von gnsotischer Seite so gewünscht. 
Und mit dem Einverständnis der Bischöfe, Pfarrer und Gutkatholiken, die sich heute freuen, wenn die Kirche in ein zeitgenössisches Museum verwandelt wird (meistens Dank der Beiträge laizistischer Kreise) um die zahlenden Besucher die Bilder sehen zu lassen (vielleicht in Kleidung à la Fantozzi). Das ist sicher ein Weg, sie eine Kirche betreten zu lassen und sich dem Heiligen zu nähern....was den Unterschied zwischen Frankreich und Italien angeht, so ist der substantiell.

Italien hat einen Punkt der Verletzlichkeit, der heute immer mehr ignoriert zu werden scheint, einen Punkt der Stärke, wenn das Subjekt stark ist, einen schwachen, wenn es schwach ist; die Präsenz des Vatican-Staates im Land. 
Diese Präsenz des Vatican-Staates in der Geschichte hat zur Geschichte Italiens beigetragen. Ich will mich nicht lange bei einer Tatsache aufhalten, die die Leser von Stilum Curiae sicher kennen.
Nur eine kurze Überlegung: weil besagter Vatican-Staat durch direkte und indirekte Beiträge unterhalten wird und daraus folgt offensichtlich die gegenseitige Beinflußbarkeit. 
Man denke an die Revision der Lateran-Verträge durch Casaroli und Craxi, wo man "Staatsreligion" gegen die 8 Promille tauschte. 
Um Einfluß auf die Entscheidungen des Hl. Stuhls im Vatican zu nehmen, können Sie den italienischen Staat durchlaufen, mit dem er durch in zweifaches Band verbunden ist, veilleicht indem man das übliche Vorgehen wählt, mit der Änderung der 8 Promille, der Steuerfreiheit, der Verbindung mit dem Bankensystem, auf das sich die Geldflüsse des Hl. Stuhls stützen,  zu drohen, etc.


Nach dem Irland-Referendum...

Rorate Caeli hat anläßlich des Abstimmungsergebnisses zum Abtreibungsrecht in Irland einen  Beitrag hervorgeholt und noch einmal online gestellt, den Roberto De Mattei vor 3 Jahren nach dem Referendum zur Homo-Ehe verfaßt hatte. Der gilt genau so auch für  das gestrige Referendum.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"IRLAND EINE POSTMORTALE UNTERSUCHUNG- VON ROBERTO DE MATTEI 2.0"
Vor fast genau 3 Jahren, am 15. Mai in der Folge des Referendums zur "gleichgeschlechtlichen Ehe" in Irland hat Roberto de Mattei am früheren Katholischen Kraftwerk eine Untersuchung durchgeführt.

An diesem traurigen Samstag, an dem die Stimmauszählung ergibt, daß eine überwältigende Mehrheit der irischen Wähler für die Abschaffung des 8. Zusatzartikels der Irischen Verfassung gestimmt hat, nehmen wir uns einen Augenblick Zeit, um seinen Text neu zu lesen.

Was besagt der 8. Verfassungszusatz genau? Diese Worte:

"Der Staat erkennt das Recht des Ungeborenen auf Leben an und garantiert mit gebotenem Blick auf die gleichen Rechte der Mutter es in seinem Gesetzen zu respektieren und so weit durchführbar dieses Recht zu verteidigen und zu rechtfertigen."

Schön, nobel, gesund, richtig, katholisch: alles das, was Irland aufgehört hat, zu sein.


Fundstück: Marco Tosattis Stilum Curiae: Dolch im Fleisch der Kurie

Gefunden bei "Benoît XVI-et.moi"  (merci!) klicken

Marco Tosatti hat unter dem Titel "Stilum Curiae" eine Chronik seiner Berichte als Vaticanista seit 1977 als Buch veröffentlicht, zu dem Aldo M. Valli ein Vorwort geschrieben hat. Insbesondere behandelt er die Machenschaften von "Vatican Insider"/La Stampa.
Hier geht´s zum Original bei AM Valli:  klicken
                 
Autor Tosatti leitet sein Buch mit folgendem Text ein:

"Beginnen wir mit dem Namen. Warum Stilum Curiae? Dafür gibt es viele Gründ e und sie sollten in dem Augenblick klarer werden, als ich beschloss einen nblog zu eröffnen.
Der erste Bezug ist ein historischer und führt zum Namen von Paolo Sarpi (1552-1623). Sarpi war ein Mönch, Weiser und ein Polemiker. Ein Genie, das keine Sympathie für den monarchischen Zentralismus des Kirche hatte. Er war Venezianer und verteidigte als solcher die Serenissima Republica zu einer Zeit als sie keine guten Beziehungen zu Rom hatte.
Er hat auch eine des Konzils von Trient geschrieben, die ihm eine sofortige Eintragung auf den Index einbrachte. Die Inquisition berief ihn ein, um ihn  zu befragen; Paolo Sarpi weigerte sich einfach und zog es vor, in Venedig zu bleiben, wo er eine sehr ernste Verletzung durch einen Dolchstoß erlitt.
Sarti überlebte das und sagte: "Agnosco Stilum Curiae romanae" (Ich erkenne den Dolch der römischen Kurie")  Ein Stilum ist ein Dolch, aber auch ein stilum romanae, soll heißen eine Feder; und so haben wir zwei Bedeutungen  für den Titel des blogs. Der sicher mehr als einen in  der römischen Kurie stört."


Freitag, 25. Mai 2018

Über die Verwunderung über die deutschen Bischöfe

Wir haben bei domradio ein Fundstück gefunden, das ich, da ich es kommentieren will, der Einfachheit halber, hier nochmal hinschreibe:

Dass außer dem Erzbischof von Köln und einigen bayerischen Bischöfen die Mehrheit des deutschen Episkopates ein Papier von solch mangelhafter theologischer Qualität durchgewunken hat und über eine Frage mit Mehrheit entscheiden wollte, die auf die weltkirchliche Ebene gehört und auch dort nicht mit einer Abstimmungsmehrheit entschieden werden kann, hat mich nachhaltlich irritiert."


es tut mir leid, und ich tue mich mit der generellen Bischofsschelte sehr, sehr schwer, aber genau das ist es doch, was wir seit Jahren zu hören bekommen und was mich schon immer irritiert.

Ich war und bin der Meinung, dass jeder Bischof in seiner Diözese direkter Nachfolger der Apostel ist und deshalb auch ganz alleine für diese Diözese verantwortlich ist und der Primat des Papstes nicht der eines Überbischofs ist, hinter dem sich die Unterbischöfe ruhig und gemütlich verstecken können.

Video des Tages

Der Glassarg mit den sterblichen Überresten des Hl. Johannes XXIII kehrt in Begleitung von Bischof Beschi für einige Tage nach Bergamo zurück     

           

Fundstück

Der Bonner Dogmatiker Karl Heinz Menke urteilt über die Handreichung der DBK zur Interkommunion. Gefunden bei domradio.de 
Hier geht´s zum Original: klicken

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:

"Dass außer dem Erzbischof von Köln und einigen bayerischen Bischöfen die Mehrheit des deutschen Episkopates ein Papier von solch mangelhafter theologischer Qualität durchgewunken hat und über eine Frage mit Mehrheit entscheiden wollte, die auf die weltkirchliche Ebene gehört und auch dort nicht mit einer Abstimmungsmehrheit entschieden werden kann, hat mich nachhaltlich irritiert."

Quelle: domradio. de

Sandro Magister über den deutschen Vorschlag zur Kommunion für Protestanten

Sandro Magister gibt auf seinem blog "Settimo Cielo" wieder, wie der Erzbsichof von Philadelphia, Charles Chaput, über die Initiative der DBK zur Interkommuionn urteilt.
Und das ist kein Kompliment für die so protestantisierungsfreudigen Prälaten.
Magister sieht allerdings die derzeitige Unsicherheit in dieser Frage als von Papst Franziskus beabsichtigt an.
Hier geht´s zum Original: klicken 

"KOMMUNION FÜR PROTESTANTEN. DIE BOMBE EXPLODIERTE IN DEUTSCHLAND, ABER SIE ERSCHÜTTERT DIE GANZE WELT."

"Hört und liest man heute die verschlungene Antwort noch einmal- "ja, nein, ich weiß nicht, entscheide selber"- die Papst Franziskus am 15. November 2015 in der Lutheranischen Kirche einer protestantischen Frau gab, die ihn fragte, ob sie in der Messe die Kommunion gemeinsam mit ihrem katholischen Ehemann empfangen könne, stellt sich heraus, daß sie ein perfektes Abbild der Realität darstellt.

"Mi chiamo…"

Die von Franziskus bei dieser Gelegenheit formulierten Variationen von "ja, nein, ich weiß nicht, entscheide selber", waren tatsächlich nicht das Stochern im Dunkeln von jemandem, der nicht wußte, was er antworten solle, sondern das genaue Gegenteil. Sie drückten das aus, was nach dem Willen des Papstes passieren sollte und tatsächlich heute in der Kirche passiert.

Der Zünder war die Entscheidung, die die Mehrheit der deutschen Bischöfe im vergangenen Februar erreichten, auch Protestantische Ehepartner zur Kommunion zuzulassen. Eine Entscheidung, die sofort eine Reaktion der andersdenkenden Bischöfe hervorrief, von  denen sieben- einschließlich des Kardinals von Köln, Rainer Woelki, an Rom und die Glaubenskongregation appellierten.

"Ein Kardinal, sieben Bischöfe und vier Neue Dubia. Diesesmal zur Interkommunion"  

Papst Franziskus hat dann in Rom ein Gipfeltreffen der für die Doktrin und die Ökumene verantwortlichen Vatican-Autoritäten und die deutschen Repräsentanten der beiden streitenden Parteien einberufen. Aber dieses Gipfeltreffen am 3. Mai endete auf Geheiß des Papstes ohne Entscheidung. Oder genauer gesagt, mit dem Auftrag von Franziskus an die deutschen Bischöfe, in "spiritueller und kirchlicher Kommunion wenn möglich eine einstimmige Lösung zu finden".
In der Praxis -weil eine solche Übereinkunft undenkbar ist- ein "weiter-so" für alle Konfliktparteien.

Und das ist es, was passiert. Mit der Teilung.  Aber, angesichts dieser Schwere dessen, was auf dem Spiel steht, das an das Konzept der Eucharistie rührt und deshalb an das Sakrament, das Quelle und Höhepunkt des Kirchenlebens ist" werden die Grenzen Deutschlands überschritten und die ganze katholische Welt einbezogen- mit gegensätzlichen Äußerungen von Bischöfen und Kardinälen der höchsten Ebene- in Verteidigung der "richtigen Lehre", die durch die Weigerung des Papstes "Klarheit zu schaffen" gefährdet wird. So der holländische Kardinal Willem Iacobus Eijk.

Vollalarm in der Kirche. Aber Papst Franziskus läßt  ihn vergebens ertönen." 


Roberto De Mattei zu Familien-und Lebensrecht in der zukünftigen Regierungspolitik Italiens

Roberto De Mattei kommentiert bei Rorate Caeli angesichts der Regierungsbildung in Italien und der Märsche für das Leben in Rom und in Argentinien zukunftsentscheidende Fragen zu Lebensrecht, Göttlichem- und Naturrecht.
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"DE MATTEI: DIE ZUKUNFT AUF DEM GÖTTLICHEN UND DEM-NATURRECHT AUFBAUEN."

"Vor vierzig Jahren, am 22.Mai 1978, wurde in Italien §194 mit dem Titel "Gesetz zur Schwangerschaftsbeendigung" durch die regierenden Christdemokraten der staatliche Mord eingeführt.
Mord, weil § 194 die Legitimierung etabliert, ein unschuldiges Leben im Mutterleib zu zerstören;
staatlicher Mord ist es, weil der Italienische Staat dieses Verbrechen billigt, organisiert und finanziert; es ist Massenmord, weil es seither in Italien ungefähr 6 Millionen Opfer der Abtreibung gab, eine Zahl, die die Gesamtzahl der Todesopfer in Kriegen und Naturkatastrophen seit Entstehung des Italienischen Staates (1861) bis heute übersteigt.

Emma Bonino- die zusammen mit Marco Panella- vehement für die Zutimmung zu diesem Gesetz gekämpft hatte- sagte am 22. Mai 2018 in einem Interview für "La Repubblica"- daß § 194 "funktioniert".
Das heißt- wie eine Guillotine oder ein Ofen im Krematorium funktionieren, ohne auch nur ein Wort des Mitleids für die, die getötet werden. Dennoch- fügte Bonino hinzu- sei nach 40 Jahren eine Überprüfung nötig, soll heißen- eine Verbesserung dieses Gesetzes, weil noch nicht alles gut funktioniert. Was ist also das Problem?

Es ist die große Zahl von Verweigerungen aus Gewisensgründen bei den Ärzten, die die volle und gründliche Anwendung des Gesetzes verhindert. Bonino interessiert sich nicht dafür, die Gründe für diese Verweigerung aus Gewissensgründen kennen zu lernen; [für sie] ist wichtig, daß die Gesetze funktionieren, daß das Schlachten weitergeht und deshalb hofft sie, auf eine weitere Verbreitung durch die Abtreibungspille RU 486, zu der erst wenige Zugang haben.
Emma Bonino, betrachtet -wie viele andere Abtreibungsbefürworter-  das Baby als ein Gewächs im Körper der Mutter, oder wenn sie zugeben, daß sich da in 9 Monaten menschliches Leben entwickelt, haben sie die Vision eines Interesses des Staates, der Rasse, der proletarischen Klasse oder des einzelnen Individuums, das die Ermordung eines unschuldigen menschlichen Wesens rechtfertigt. Diese Vision hat nur einen Namen, der klar genannt werden sollte: Barbarei.


Donnerstag, 24. Mai 2018

Fundstück

Gefunden bei "Philosophia Perennis".

Unter dem Titel "Benedikt XVI lobt deutsche Neuerscheinung: "Ein mutiges Buch" veröffentlicht Dr. David Berger einen Kommentar
Hier geht´s zum Fundstück:   klicken   

Und hier ein Ausschnitt aus dem Text:

"Da unlängst publik wurde, welche Bücher der emeritierte Papst ausdrücklich  nicht  lesen und beurteilen wollte, nämlich die »elf Heftchen über die Theologie von Papst Franziskus«, ist die Einschätzung Benedikts, „Im Moralapostolat“ sei »ein mutiges Buch«, nicht hoch genug zu hängen.
Möglicherweise ist es einer der letzten Lesetips, die wir von jemandem erhalten, den spätere Generationen als einen Kirchenlehrer verehren werden. 
Eine Nachfrage beim Autor hat ergeben, dass Benedikt XVI. der Veröffentlichung seiner Beurteilung mit feiner Ironie entgegensieht: Herrmann gegenüber gab der Emeritus schriftlich zu bedenken
»Sie wissen sicher selbst, wo die Mitteilung einer solchen Einschätzung durch mich mehr schaden als nützen würde.«




Der Bericht des Sondergesandten nach Chile, die Reaktion der Bischöfe auf das "J´accuse " des Papstes

Sandro Magister analysiert bei Settimo Cielo und kommentiert das Geschehen rund um die Mission des päpstlichen Sondergesandten, die Konsequenzen seines Berichtes und die Reaktion der chilenischen Bischöfe auf die daraus reslutierenden Vorwürfe gegen sie durch den Pontifex.
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"VATICAN-GEHEIMNISSE. DIE MEUTEREI DER CHILENISCHEN BISCHÖFE UND DIE SELBSZENSUR DES PAPSTES BEI VENEZUELA" 

Die Pannen, das Schweigen, die Ungereimtheiten in den vaticanischen Kommunikationsmedien enthüllen eine ernsthafte Spaltung auf den höchsten Ebenen der Hierarchie. Das ist in den vergangenen Tagen in mindestens zwei dringenden Fällen passiert.

Der eine Fall betrifft Venezuela. Vor dem Hintergrund der Katastrophe, in die das Land gestürzt ist und dem Vorfeld der falschen Wahl zur Bestätigung des Erbens von Hugo Chavez, Nicolas Maduro, im Amt, ist in der vergangenen Woche eine Revolte ausgebrochen, die hart unterdrückt wurde- im El-Heliconde-Gefängnis in Caracas, einem Gefängnis und Ort der Folter für politische Gefangene, deren Verbrechen die Opposition gegen das Regime war.

Bei den Nachrichten über die Revolte haben der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino, und dann die Venezuelanische Bischofskonferenz"an den Staat appelliert, an seine Verantwortung für das Leben und Wohlergehen aller Gefangenen zu denken."
Und der Vatican, das Staatssekretariat, hielt es auch für Papst Franziskus für opportun, ebenfalls zu sprechen -am Ende des Regina Caelis am 20. Mai.am Pfingstsonntag.

Tatsächlich ist hier der Text des Appells, wie er den beim Hl. Stuhl akkreditierten Journalisten eine Stunde bevor der Papst sprach, übergeben wurde- natürlich unter Embargo-bis zu dem Zeitpunkt, wenn der Text gesprochen ist und mit der Verpflichtung, ihn genau mit den Worten wiederzugeben, die gesprochen wurden.

"Ich würde gern dem geliebten Venezuela eine spezielle Überlegung widmen. Mögen alle mit Hilfe des Hl. Geistes daran arbeiten. gerechte, effektive und friedliche Lösungen für die schwerwiegende humanitäre, politische, wirtschaftliche und soziale Krise zu finden, weil die die Bevölkerung erschöpft und die Versuchung zu vermeiden, auf irgendeine Art von Gewalt zu verzichten.
Ich ermutige die Autoritätem des Landes dazu auf, den Respekt für das Leben und Wohlergehen jeder Person, besonders jener, die wie die Gefangenen in ihrer Verantwortung sind, zu bedenken."

Aber dann, als er die auf dem Peters-Platz anwesende Menge ansprach, hat Franziskus nicht den Text verlesen, den er in den Händen hielt. Er sah auf und improvisierte mit diesen Worten:

"Ich würde gern, dem geliebten Venezuela eine spezielle Überlegung widmen. Ich bitte den Hl. Geist dem ganzen Venezuelanischen Volk-  allen Führern, dem Volk- die Weisheit zu geben, den Weg des Friedens und der Einheit zu geben. Ich bete also auch für die Gefangenen, die gestern starben."

Sehr enttäuschende Worte für die Venezuelaner, besonders weil sie gegenüber dem Maduro-Regime so nachgiebig sind wie schon zu anderen Zeiten in der Vergangenheit- gegenüber dem der Papst jeden direkten Aufruf zur Verantwortung vermied, die anstelle der ernsten Worte, die das Staatssekretariat vorbereitet hatte und die beiseite gelassen wurden.

Der andere Fall, betrifft Chile und die Einberufung der 34 Bischof dieses Landes nach Rom, um vor dem Papst Verantwortung für den von geweihten Männern jahrelangen, an Dutzenden von Jugendlichen begangenen Mißbrauch zu verantworten- unter der Komplizenschaft nicht weniger Bischöfe, die ihrerseits von anderen Bischöfen, Kardinälen und bis vor einigen Monaten - vor seiner Kehrtwende und bis zu der in die Tiefe gehenden Untersuchung von Franziskus selbst gedeckt wurde, die er in Chile veranlaßte, deren Resultat ein 2400 Seiten starker Bericht ist,  bis zu seinem persönlichen Treffen mit drei der Hauptopfer in Rom, um ihnen zuzuhören, und kurz gesagt- sich dem " santo pueblo fiel de Dios" gegen die Sünden des klerikalen Apparates anzuschließen.


Tagesgedanken zur Lage von Kirche und Nation

die heutigen Lesungstexte stammen  aus dem Buch Jesus Sirach und lauten dortselbst:


1.Verlass dich nicht auf ungerechte1 Güter und sage nicht: Ich habe genug für mein Leben,2 denn zur Zeit der Rache und Trübsal wird es dir nichts nützen.3
2. Folge nicht der Begierde deines Herzens, wenn du es auch könntest,4
3. und sprich nicht: Wie mächtig bin ich! Oder: Wer vermag etwas über mich wegen meiner taten? Denn Gott wird es gewiss nicht ungerächt lassen.
4. Sage nicht: Ich habe gesündigt, aber was ist mir Leides widerfahren? Denn der Höchste ist ein langmütiger Vergelter.5
5. Wegen der nachgelassenen Sünde6 sei nicht ohne Furcht und häufe nicht Sünde auf Sünde.
6. Sage auch nicht: Die Barmherzigkeit des Herrn ist groß, er wird gegen die Menge meiner Sünden barmherzig sein.7
7. Denn sein Erbarmen und sein Zorn kommen schnell daher und sein Zorn blickt auf die Sünder.8 [Spr 5,21]
8. Säume nicht, dich zum Herrn zu bekehren9 und verschiebe es nicht von einem Tage zum andern,
9. denn plötzlich wird sein Zorn kommen und zur Zeit der Rache dich vernichten.
10. Sei nicht ängstlich um ungerechtes Gut10 besorgt,11 denn zur Zeit der Heimsuchung und Züchtigung wird es dir nichts nützen. [Spr 11,4.28]

und als sei es für die aufgescheuchte Gemeinde des HERRN gemacht, und wir wundern uns nicht wirklich, dass es unterschlagen wurde, geht es weiter mit:

11. Lass dich nicht von jedem Winde umhertreiben12 und wandle nicht auf jeglichem Wege, denn so wird jeder Sünder an der Doppelzüngigkeit erprobt.13 

Nachtgedanken zur DSGVO

Psalm 139


Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich. /  
2Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. /
Von fern erkennst du meine Gedanken. 
3Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; /
du bist vertraut mit all meinen Wegen.A
4Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge - /
du, Herr, kennst es bereits.
5Du umschließt mich von allen Seiten /
und legst deine Hand auf mich.A
6Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, /
zu hoch, ich kann es nicht begreifen. 
7Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, /
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten? 
8Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; /
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. 
9Nehme ich die Flügel des Morgenrots /
und lasse mich nieder am äußersten Meer, 
10auch dort wird deine Hand mich ergreifen /
und deine Rechte mich fassen.A
11Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken, /
statt Licht soll Nacht mich umgeben», /A
12auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, /
die Finsternis wäre wie Licht.
13Denn du hast mein Inneres geschaffen, /
mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 
14Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. /
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.A
15Als ich geformt wurde im Dunkeln, /
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, / waren meine Glieder dir nicht verborgen. 
16Deine Augen sahen, wie ich entstand, /
in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, / als noch keiner von ihnen da war.A
17Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken, /
wie gewaltig ist ihre Zahl! 
18Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. /
Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.A
19Wolltest du, Gott, doch den Frevler töten! /
Ihr blutgierigen Menschen, lasst ab von mir! 
20Sie reden über dich voll Tücke /
und missbrauchen deinen Namen.A
21Soll ich die nicht hassen, Herr, die dich hassen, /
die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
22Ich hasse sie mit glühendem Hass; /
auch mir sind sie zu Feinden geworden.
23Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, /
prüfe mich und erkenne mein Denken! 

24Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, /
und leite mich auf dem altbewährten Weg!

Demnächst wird der Herr dann wohl auch Post von einem Abmahnanwalt bekommen.
Was er wohl damit machen wird? 
Da geht jetzt gerade die Phantasie mit mir durch.
Trösten wir uns also mit Psalm 2:
"Gott im Himmel lacht - er spottet ihrer".


Mittwoch, 23. Mai 2018

Es ist eben eine katholische Männerwallfahrt ...

... und keine Show für die Touristen.

Und da reiten eben seit Beginn an keine Frauen mit.

Alle finden's ok. Und keine ist beleidigt .... oder klagt auf ihr Recht.




Die Frauen haben ja auch andere Dinge zum Freuen in unserer Kirche. Wenn ich mich da zum Beispiel bei unseren Maiandachten umschaue, oder bei besonderen Marien-Gottesdiensten oder beim Frauendreißiger oder beim Rosenkranz.
Da kann man die anwesenden Männer an einer Hand abzählen....
Und es ist sicher soch, dass die einen Gebete so gut erhört werden, wie die anderen. So ist Gottes Gerechtigkeit.


Zum deutschen Schisma

Maike Hickson analysiert bei OnePeterFive den aktuellen Zustand der deutschen Kirche.
Hier geht´s zum Original:   klicken


"DAS WACHSENDE DEUTSCHE SCHISMA: WARNUNGEN, PERSÖNLICHE ANGRIFFE UND EIN "LITURGISCHER TANZ" 

"Wie wir vor einigen Tagen berichteten, scheint es, daß die progressistischen deutschen Bischöfe unter der Leitung von Kardinal Reinhard Marx , die sich dem Widerstand von sieben Mitbischöfen gegen ihre neue Handreichung zur Interkommnunion gegenüber sehen, jetzt einer dezentralisierten Lösung des Konflikts zuneigen, durch die jeder Bischof für seine Diözese eigene Regeln aufstellen kann.  Aber auch dieser Gedanke trifft in Deutschland jetzt auf Widerstand.
Man konnte jetzt viele Zurückweisungen und Angriffe sehen und einen weiteren skandalösen "lirurgischen Tanz".

So bedeutet z.B. für Regina Einig, die einen Artikel für die konservative Katholische Zeitung "Die Tagespost" schrieb, dieser dezentralisierte Zugang "de facto die Aussicht auf ein Schisma."
Sie erklärt: "Der Episkopat in Deutschland ist auf alle Fälle an einem Punkt, wo man nicht mehr mit der bischöflichen Konsens-Formel über oppositionelle theologische Ansichten hinweggehen kann."

In Einigs Augen hat der kürzliche Katholikentag in Münster gezeigt, daß ein "Ökumenismus von unten" mit protestantischer Orientierung,  "mit gewaltiger Geschwindigkeit fortschreitet, der offensichtliche Irrtümer nicht zurückweist, Gegner isoliert und rhetorische Blendgranaten wirft."

Einig fährt in ihrer durchdringenden Beschreibung der Lage der deutschen Kirche mit diesen Worten fort:  "Der Katholikentag wurde zu einer Probe für die Spaltung der Katholiken; Fragen, die die Lehre und die Tradition der Kirche betreffen, wurden zuweilen apodiktisch beiseite gefegt und durch Monologe ertränkt." Auch "Psychologischer Druck" wurde gegen Opponierende angewandt , fügt Einig hinzu.
Alle diese Schritte "beschleunigen den Ausverkauf der Sakramente"  kommentiert die Journalistin.
Nachdem sie das zunehmende Unsicherheitsgefühl  der gläubigen Laien, eingeschließlich zukünftiger Seminaristen und die wachsende Sehnsucht unter ihnen, die offiziellen Strukturen der deutschen Katholischen Kirche und ihr staatliches Steuersstem zu verlassen, beschrieben hat, beendet Einig ihren beunruhigenden Kommentar mit den Worten: "Die Selbstprotestantisierung der Kirche in Deutschland schädigt niemanden so sehr wie sie selbst."

In ihren Kommentaren hatte Einig schon früher darauf hingewiesen, daß  beim Katholikentag in Münster niemand den dringenden Warnungen von Metropolit Augoustinos, dem Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland zuhörte.
Sie selbst hatte vor kurzem, am 10. Mai, über diese ernüchternde  Ermahnung durch einen nicht-katholischen christlichen Führer berichtet.

M. Tosatti : "Ratzinger, die unterbrochene Revolution"

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Brief von Super-Ex über ein neues Buch über das Pontifikat des Papa emeritus.
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"SUPER-EX SCHREIBT EINE ELOGE ÜBER JEMANDEN. UND ÜBER ETWAS: "RATZINGER. DIE UNTERBROCHENE REVOLUTION" VON BOEZI."

"Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, uns hat ein Artikel von Super Ex erreicht (Ex von Avvenire, Ex der Bewegungen,für das Leben, Ex von .....aber Gott sei Dank nicht Ex- christlicher, römischer, apostolischer Katholik), in dem von jemandem gut über jemanden gesprochen wird.
Ja, warten Sie, das ist richtig.
Ein Artikel, in dem Super-Ex nicht auf irgendwelche der zahlreichen Übel hinweist, die sich in der Kirche und in der Gesellschaft ausbreiten.
Er spricht gut über jemanden, über etwas: über einen guten Kollegen, Francesco Boezi und sein Buch über Papst Ratzinger: "Die unterbrochene Revolution" (Verlag La Vela).
Schauen wir, was er schreibt:

"Lieber Tosatti,
ich lese mit Genuß ein Buch, das bei La Vela herausgegebene "Ratzinger, die unterbrochene Revolution" von Francesco Boezi, einem  jungen Mitarbeiter von Il Giornale.
Mit Genuß nicht nur, weil zur Liste der 16 Interviewten zusammen mit Gotti Tedeschi, Marco Tosatti, Gaetano Rebecchini und Aldo Maria Valli auch junge, vielversprechende Katholiken gehören, wie der Bioethiker Giuliano Guzzo und die Aktivisten von Citizen -Go gehören. Sondern vor allem weil dieses Buch ein wenig Hoffnung gibt. Allein schon durch seine Existenz.

Wegen der Tatsache, daß es geschrieben wurde; wegen der Tatsache, daß es sich großartig verkauft; der Tatsache, daß es so viele gute Gedanken enthält....zeigt es, daß die Saat nicht tot ist.

Vor kurzem habe ich einen Gärtner gebeten, in meinem Garten Gras auszusäen.  Dann nach einigen Monaten, sahe ich Beete ohne einen Grashalm und wandte mich wieder an ihn, um zu fragen, ob es nicht Zeit sei, einen anderen Samen auszusäen.
"Nein", sagte er mir: "der Samen ist eingebracht, es braucht nur Zeit, sei geduldig und du wirst sehen, daß das Gras bald blühen wird."


Kardinal Sarahs Pfingstpredigt in Chartres

Für alle die des Französischen oder Englischen (Untertitel)  mächtig sind, Kardinal Sarahs Predigt zum Abscbluß der Chartres-Wallfahrt.       

          

Dienstag, 22. Mai 2018

Marco Tosatti zur causa FFI


Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae den aktuellen Stand der Dinge in der causa FFI. Der ist durch die (wohl der Klage der Betroffenen geschuldeten) Rücknahme von teilweise schweren Beschuldigungen gegenüber Ordensmitgliedern und Unterstützern der FFI gekennzeichnet.
Diese in einem Buch enthaltenen Beschuldigungen waren einer der Hauptgründe für die Kommissionierung der FFI und den sehr unfreundlichen Umgang mit den Ordensangehörigen und ihren Unterstützern. Die Autoren dieses Buches haben sich inzwischen für ihre Behauptungen entschuldigt- aber der noch unabsehbare Schaden ist angerichtet.
Hier geht´s zum Original: klicken


"FFI. DIE GROSSE ANKLÄGERIN ENTSCHULDIGT SICH FORMAL: SIE HAT UNWAHRES ÜBER DIE LAIEN GESCHRIEBEN. "

"Während sich das fünfte Jahr der Kommissionierung der FFI dem Ende nähert, ohne daß man bis jetzt eine mögliche Lösung für dieses außergewöhnliche Geschehen erkennen kann, das gemeinsam mit anderen "imperialen" Handlungenan der Grenze zur Willkür (siehe den Malteser Orden) als eines der Makel dieses Pontifikates bleiben wird, den man als wichtiges Faktum im Lügen-und Vereumdungsgebäude, die diese Geschichte vergiftet haben, festhalten wird.

Loredana Volpi. die Nichte des ersten Kommissars, Pater Fidenzio Volpe, zusammen mit Mario Castellano Co-Autorin des Buches "Wahrheit und Gerechtigkeit für Pater Fidenzio Vopli. Ein dunkles Ereignis im Pontifikat von Papst Franziskus", hat zugegeben, unbewiesene Dinge mit diffamatorischem Inhalt gegenüber den Verantwortlichen der Laienvereinigungen, die die FFI und Pater Stefano Manelli, der das 85. Lebensjahr vollendet hat und immer noch unter dem von Vatican angeordeneten Arrest steht, geschrieben zu haben.

Im gemeinsam mit Mario Castellano ( gestützt auf seine Rolle als Berater des verstorbenen Kommissars Volpi und Paters Alfonso Bruno, einem der Hauptgegner und Ankläger von Pater Stefano Maria Manelli und Anführer der Fronde, die versucht hat sich der Leitung des Ordens zu bemächtigen) wurde gesagt: "... in Wirklichkeit wurde das Institut als Atrappe für die Camorra benutzt: die beiden neuen Vertreter der Vereinigungen- die bereits erwähnten Rocco Alfonso Saviano und Claudio Circelli sind der Polizei bekannt und besonders der Antimafia, als Camorra-Verdächtige und ihr Lebensstil ist offensyichtlich zu aufwendig um durch die Einkommen erklärt zu werden, die sie angegeben haben...."


Tweet zum Tage


Was Kardinal Brandmüller von Kramp-Karrenbauers Frauen-Quoten-Phantasien für die Kirche hält....

Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive die Antworten die Kardinal Brandmüller und Bischof Athanasius Schneider auf die populistischen Forderungen von Hobby-Theologin Kramp-Karrenbauer  gegeben haben. Diese ehemalige Hoffnungsträgerin der CDU darf sich danach getrost als exkommuniziert betrachten.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL BRANDMÜLLER: DIE, DIE EIN FRAUENPRIETERTUM FORDERN, SIND
KETZER UND EXKOMMUNIZIERT."

"Kardinal Walter Brandmüller- einer der vier Dubia-Kardinäle- hat in der deutschen Zeitung "Die Tagespost" gerade einen Kommentar veröffentlicht, der auf die kürzlichen Forderungen der rechten Hand von Kanzlerin Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer antwortet..
Soll heißen -besonders auf ihren Ruf nach weiblichen Priestern in der Katholischen Kirche.
Brandmüller stellt ernsthaft fest, daß die Frage des Frauenpriestertums von Papst Johannes Paul II mit Amtsautorität ausgeschlossen wurde und daß deshalb jeder, der auf diesem Thema besteht- einschließlich der Weihe von weiblichen Diakonen- "die Grundlagen des Katholischen Glaubens verlassen hat" und "die Elemente von Häresie erfüllt, die den Ausschluss aus der Kirche- die Exkommunikation- zur Folge haben."

Wie OnePeterFive schon zuvor berichtete hat Annegret Kramp-Karrenbauer-  mit dem Spitznamen "Mini-Merkel" und die man für die Nachfolgerin Merkels als Parteiführerin hält, am 10. Mai in einem Interview mit der deutschen Zeitung "Die Zeit" erklärt: "Es ist sehr klar: Frauen müssen  Leitungsfunktionen in der Kirche einnehmen" und hinzugefügt, daß sie sich "sehr gut vorstellen könnte, daß es für die Kirche eine weibliche Quote geben könnte".
Beosnders wichtig- sie, als Generalsekretärin der CDU -hat sogar ein Frauenpriestertum gefordert: "Ich wünsche mir, daß es eine Weihe für weibliche Priester kommen würde".
Aber, weil sie sieht, daß es Hindernisse bei dieser Frage geben werdem konzentriert Kraft-Karrenbauer sich jetzt "auf ein realistischeres Ziel, das Frauendiakonat", ein "richtiges Diakonat", das sozusagen eine angenommene Weihe ist.

Kardinal Brandmüller selber antwortet mit gutinformierter Indignation auf diese Forderungen-
Er sagt jetzt " Es ist erstaunlich- oder am Ende vielleicht doch nicht?- mit welcher Hartnäckigkeit bestimmte Themen im deutschen Katholizismus am Leben gehalten werden. "Diese Themen sind immer gleich: "Frauenpriestertum, Zölibat, Intercommunion, Wiederverheiratung nach Scheidung. Gerade erst ist das "Ja" der Kirche zur Homosexualität hinzugekommen."
Während manche von solchen Veränderungen einen "katholischen Frühling" erwarten. erklärt der Kardinal, "kann die deutsche Evangelische Kirche, die alle diese Forderungnschon erfüllt hat, uns jetzt zeigen, welche Wirkung diese Forderungen gehabt haben-" -die Wirkung, die Kirchen zu leeren".


Die causa Alfie ist noch nicht für alle beendet....

Der un- und fragwürdige Umgang mit dem kleinen Alfie Evans geht seitens der britischen Administration auch nach seinem Tod weiter.
Aldo Maria Valli hat sich auf seinem blog mit diesem Umgang beschäftigt und zitiert u.a. ein Interview, das blogger John Allman mit dem Coroner, der einen "natürlichen Tod" des der Euthanasie zum Opfer gefallenen Alfies bescheinigte, zu führen versucht hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"ÜBER ALFIES TOD, DIE VERSCHWÖRUNG DES SCHWEIGENS" 
"Keine Autopsie, post-mortem keine toxikologischen Tests, nichts. Von Blogger John Allman, Spezialist für Untersuchungen über verdächtige Todesfälle interviewt, hat der "Coroner"von Liverpool geantwortet, daß Alfies Tod auf "natürliche Urachen" zurückzuführen sei und daß es also keinen Grund gäbe, mit Untersuhungen und einer Autopsie der Leiche des Kindes weiterzumachen, das gestern beerdigt wurde.

Als typische Figur in angelsächsischen Ländern ist der Coroner mehr als nur ein Gerichtsmediziner. Er hat einen ziemlich großen Ermessensspielraum, er kann beschließen, Untersuchungen über eine Sache durchzuführen und wie diese gemacht werden soll. Außerdem verfügt er über öffentliche Mittel, um diese Untersuchungen durchzuführen. Aber im Fall von Alfie Evans hat Coroner André Rebello festgestellt, daß "Alfie Evans aus natürlichen Gründen gestorben ist und daß es keinerlei Anlass für einen Gerichtsmediziner gibt, nach dem Coroner-und Rechts-Akt 2009 oder sonst einem Gesetz zu ermitteln.

Die Antwort kann in einem e-mail-Briefwechsel gelesen werden, den Allmann auf seinem blog veröffentlicht hat und seitens des Coroners einen hartnäckigen Willen beweist, die Geschichte so schnell wie möglich-ohne weitere Vertiefung- abzuschließen.

"Nach Alfies Tod" schreibt Allmann in der ersten mail -"habe ich vergeblich nach Informationen zu seinem Fall gesucht, über eine postmortale Untersuchung, eine toxilkologische Untersuchung und die Befragung durch den Coroner. Deshalb habe ich beschlossen, direkt an die Quelle zu gehen. Über das, was ich erfahren habe, war ich schockiert."

Wenn auch höflich in der Form -antwortet der Coroner Allman im Grunde, er solle sich nicht einmischen: er fragt ihn tatsächlich zuerst, warum er sich für den Fall interessiert, dann sagt er "weil Alfie Evans eines natürlichen Todes gestorben ist." gab es keinen Anlass eine Untersuchung einzuleiten."