Donnerstag, 30. April 2020

Tosatti - zur Zukunft des Malteser Ordens

Marco Tosatti hat gestern bei Stilum Curiae die aktuelle Lage des Malteser Ordens nach dem Tod des Großmeisters Dalla Torre analysiert und kommentiert. Heute fügt er seinem Artikel einige Korrekturen und Ergänzungen hinzu.
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"DIE ZUKUNFT DES MALTESER ORDENS: NICHTS IST AUSGESCHLOSSEN. AUCH NICHT AUFSEHENERREGENDES".

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae präsentieren wir Ihnen eine Überlegung über die Situation, die seit dem Tod des Großmeisters des Malteser Ordens entstanden ist. Mit dem Tod von Fra´Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto kurz nach Mitternacht des 29. Aprils eröffnet sich für dem Malteser Orden ein nicht besonders beruhigendes Szenario. Der Tod einer sowohl "religiösen" als auch "weltlichen" Führungsperson ruft immer schon eine Erschütterung des Systems hervor, aber das wird - glauben wir- beim Orden des Hl. Johannes noch mehr der Fall sein, der bereits seit vier Jahren eine tiefe institutionale Krise erlebt. 

Es genügt zu sagen, daß bereits in den Nachmittagsstunden, die der offiziellen Ankündigung des Ablebens vorausgingen, widersprüchliche Nachrichten über den Gesundheitszustand des Großmeisters (wie Quellen berichten- in Folge eines unüberlegten Briefes von Prinz Erich von Lobkowicz, dem mächtigen Präsidenten der Deutschen Vereinigung der Malteser Ritter) veröffentlicht wurden, der vorzeitig für tot erklärt wurde- mit einer sehr schnellen Aktualisierung der Wikipedia-Seite, die später nach einer offiziellen Erklärung des Ordens und dem vom Großkommendatore "unterzeichneten" Brief korrigiert wurde (dem Zweiten Mann des Malteser Ordens - der für das religiöse Leben verantwortlich ist) dem 80-jährigen Portugiesen Fra´ Ruy Goncalo do Valle Peixolo de Villas Boas.

In anderen Zeiten wäre so etwas niemals passiert, auch weil davon auszugehen ist, daß die Nachrichten über die Gesundheit des Oberhauptes eines Ordens, der in der gegenwärtigen Rechtslandschaft ebenfalls einzigartig ist, unbedingt von der unmittelbaren Umgebung und- wie man hofft- zuverlässigen Mitarbeitern zurückgehalten werden.


Der verstorbene Großmeister hatte persönlich - mit einem formlosen Schreiben vom 24. Februar - angekündigt, daß er gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit einem diagnostizierten Kehlkopf-Tumor habe, die ihn aufgrund der Behandlungen, die er durchführen lassen musste, von vielen institutionellen Verpflichtungen abhielten. In demselben Brief hatte Dalla Torre auf tatsächlich ungewöhnliche Weise unter anderem geschrieben: "Die wichtigen Entscheidungen bleiben in meinen Händen", als wollte er versichern, daß niemand davon Gebrauch machen würde. Aber warum so etwas schreiben - fragen wir?

All diese Krisen erwecken den Eindruck einer Institution, die sehr zerbrechlich ist und ihre fast tausendjährige Geschichte von Schlachten und Siegen zur Verteidigung des Christentums zu vergessen scheint.


Erzbischof Viganò zu den KIrchenschließungen und anderen Folgen für die Gläubigen in Zeiten von covid-19.

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae ein Interview mit Erzbischof Viganò zur aktuellen Lage der (italienischen) Kirche und dem Krisenmanagement des Hl. Stuhls.
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"INTERVIEW MIT VIGANÓ. CONTE: SCHÄNDLICHES OMNIPOTENZ-DELIRIUM: ILLEGAL" 

Liebe Stilumcurialisten, heute präsentieren wir Ihnen ein Interview mit Erzbischof Carlo Maria Viganò. Darin werden alle Hauptthemen des aktuellen Geschehens in Italien und in der Kirche angesprochen. Wir denken, daß wir dem Erzbischof für seine Offenheit und seinen Mut zu danken, mit dem er Ansichten formuliert, die viele Leute teilen und Ängste, die viele erleben. 

Das Interview erscheint am 29. April, dem Festtag der Hl. Caterina von Siena. 
Gute Lektüre. 

"Exzellenz, das jüngste Dekret des Italienischen Präsidenten Conte hat die Hoffnungen der italienischen Bischofskonferenz (CEI) ignoriert und das Verbot der Messen in Italien verlängert. Einige Kirchenrechtler und Konkordatsexperten haben viele Vorbehalte zum Handeln der Regierung in dieser Sache formuliert. Wie denken Sie darüber?"

"Das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem italienischen Staat erkennt an, daß die Kirche das "angeborene Recht" der vollen Freiheit und Autonomie bei der Ausübung ihres Dienstes hat, der bei der Feier der Heiligen Messe und des Spendens der Sakramente  angemessen sozial und öffentlich zum Ausdruck gebracht wird. Keine Autorität darf sich in diesen Dienst einmischen, auch nicht mit Zustimmung der Kirchenautoritäten, die nicht Herr der Sakramente sind sondern der Verwalter der durch sie vermittelten Gnade.

Die Zuständigkeit für die Kultstätten liegt ganz und ausschließlich beim örtlichen Ordinarius, der mit voller Autonomie zum Wohl der ihm als Hirten anvertrauten Seelen entscheidet, welche Funktionen dort gefeiert und von wem sie gefeiert werden dürfen. Es ist nicht die Aufgabe des Premierministers, zu bestimmen, wer Zugang zu Kirchen hat, oder zu regeln, was die Gläubigen oder der Zelebrant der Messe tun können oder nicht.

Darüber hinaus haben bedeutende Juristen und Richter - einschließlich derjenigen des Obersten Gerichtshofs - verschiedene maßgebliche Erklärungen abgegeben, in denen sie die Legitimität der Gesetzgebung durch Präsidialdekrete beanstandeten, die gegen die übergeordneten Gesetze und die geltenden Garantien der Verfassung der Italienischen Republik verstoßen. Auch wenn wir nicht über die katholische Religion gesprochen haben, die durch ihren Sonderstatus besonders geschützt ist, ist die Aufhebung des Rechts auf Religionsfreiheit, die durch das Dekret des Premierministers impliziert wird, eindeutig rechtswidrig. Ich vertraue darauf, daß jemand dies offiziell erklären wird, um diesem unschönen Delirium der Allmacht durch die Zivilbehörde nicht nur gegenüber Gott und seiner Kirche, sondern auch gegenüber den katholischen Gläubigen und italienischen Bürgern ein Ende zu setzen."


Mittwoch, 29. April 2020

Fr. Hunwicke hat gesprochem...

und zwar vor einigen Tagen bei liturgicalnotes - etwas abseits der aktuellen Aufregung um die Auswirkungen von coivid-19 auf das Leben der Kirche-  über Ovid und die klassischen Dichter (vielleicht typisch Oxford?) und das Weiterleben ihrer Kunst in vorkonziliaren Gebeten....
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"OVID ALS LITURGIKER?" 

Ich habe mich schon früher einmal darüber gewundert, daß nicht eine einzige der alten römische  Kollekten für die Sonntage nach Ostern die postkonziliaren "Redormen" zur Verwendung an einem Sonntag überlebt hat. Das ist in der tat bemerkenswert. (Zufällig wurde ein gleiches Schicksal auch den sonntäglichen Kollekten für die Fastenzeit und den Advent zuteil- und zwar allen). Die Konstitution Sacrosanctum Concilium (Abschnitt 23) des II. Vaticanischen Konzils hatte gefordert, Änderungen nur da vorzunehmen, wo es zum Wohl der Kirche wahrhaft und mit Sicherheit erforderlich ist. Weiterhin ist es bemerkenswert, daß die Kollekte für den zweiten Sonntag nach Ostern eine moderne Neuschöpfung ist. Was spricht denn gegen eine alte Kollekte für diesen Sonntag? Könnte es wirklich sein, daß in der ganzen westlichen Christenheit niemand wußte, wie ein Tagesgebet in der österlichen Zeit aussehen müßte?

Tatsächlich haben die "Reformer" das Tagesgebet für den zweiten Sonntag sogar beibehalten- sie haben es nur von der österlichen Zeit auf einen der "Grünen Sonntage" verschoben. Es kann also auch ihrer Ansicht nach nicht jenseits aller Erlösung gewesen sein. Ganz beibehalten haben sie es übrigens nicht- Sie ahnen schon, was jetzt kommt- sie haben Änderungen vorgenommen. Sie haben die Erwähnung des "ewigen Todes" gestrichen und durch "Sklaverei der Sünde " ersetzt zund deshlab mußte auch die Parallelstelle von der "ewigen Freude" zu "Heiliger Freude" abgeändert werden.
Wie um Himmels willen, erfordert das Wohl der Kirche "wahrhaft und mit Sicherheit" die Auslassung der wunderbaren Wahrheit, daß der himmlische Vater uns vor dem ewigen Tod gerettet hat? Oder daß die uns versprochene Freude ewig währen soll?

Hier der Text der Oration in der vorkonziliaren Fassung:
Deus qui in Filii tui humilitate iacentem mundum erexisti : fidelibus tuis perpetuam concede lasetitiam; ut quos perpetuae mortis eripuisti casibus, gaudiis  facias perfrui sempiternis.

Gott, der Du im Niedergestrecktsein Deines Sohnes die gefallene Welt wieder aufgerichtet hast,
gewähre Deinen Gläubigen die ewige Freude, damit Du denen, die Du vor dem Sturz in den ewigen
Tod gerettet hast, die ewige Seligkeit gewähren mögest.


Fundstück

"Die Tagespost" hat Peter Seewald zu seiner neuen Ratzinger-Biographie interviewr.
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Unter dem Titel::

"JOSEPH RATZINGER- EIN MODERNER THEOLOGE" 

beginnt der Artikel so- ZITAT:

"Im Tagespost“-Interview erinnert der Biograf Peter Seewald daran, dass Karl Rahner auf dem Konzil ganz wild darauf war, mit dem  jungen Konzils-Beraters zusammen zu arbeiten. 
Zu seiner am 4. Mai erscheinenden Biografie „Benedikt XVI. Ein Leben“ hat Autor Peter Seewald im Gespräch mit der „Tagespost“ dargelegt, daß Joseph Ratzinger ein moderner Theologe war, was er dann als Präfekt der römischen Glaubenskongregation und schließlich als Papst auch blieb. Sein Doktorvater Gottfried Söhngen habe ihn schon früh zu einer geschichtsbezogenen Theologie geführt. "Seine Studenten horchten auf“, meint Seewald, der über fünf Jahre an der Ratzinger-Biografie gearbeitet hat. "Da war eine ungekannte Frische, ein neuer Zugang zur Überlieferung, verbunden mit einer Reflektion und einer Sprache, die man so noch nicht gehört hatte“, erläutert der Autor in dieser Zeitung, der bereits 1996 ein langes Gespräch mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation geführt hat, aus dem das Interviewbuch "Salz der Erde“ werden sollte."  (....)

Quelle: Die Tagespost

Die Manöver des Papstes in Zeiten der Kirchenschließungen wegen der Corona-Virus.Pandemie

A. Gagliarducci zieht bei La Nuova Bussola Quotidiana eine kritische Bilanz der päpstlichen Interventionen der vergangenen Tage und Wochen zu Frage der öffentlichen Messe in Italien.
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"WENN DER PAPST ZUR SPITZHACKE GREIFT" 

"Ein Lebensretter für Conte, ein Schlag gegen die CEI, eine Abkehr von öffentlichen Messen. Das sind die Resultate einer Äußerung von Papst Franziskus gestern bei der Morgenmesse in Santa Marta, die allgemein als Ablehnung der Schritte der CEI interpretiert wird. Aber da ist noch viel mehr....

Was gestern Morgen auch immer die Absicht des Papstes war, es gibt keinen Zweifel daran, daß seine Worte während der 7-Uhr-Messe in Santa Marta mit einem Schlag Premierminister Giuseppe Conte, der seit Sonntagabend im Kreuzfeuer stand, einen Rettungsring hingeworfen und die Italienische Bischofskonferenz haben entgleisen lassen, die innerhalb von 3 Tagen eine zweite, schmerzhafte Ohrfeige hinnehmen mußte -nämlich die Wiederaufnahme der öffentlichen Hl. Messen  weiter aufzuschieben.

Gehen wir der Reihe nach vor (um die Ereignisse der letzten Tage zu rekonstruieren, klicke man hier): nach der umstrittenen Pressekonferenz von Sonntag Abend ist ein Meer von Kritiken über Conte hereingebrochen, was aber besondere  Aufmerksamkeit hervor rief, war die schnelle Antwort der CEI, in der in ungewohnt scharfer Sprache erklärt wurde, die Verlängerung des Verbotes öffentlicher Messen nicht akzeptieren zu wollen. 
Die Härte dieser Reaktion hat beim Thema der Messe alle mit der Arbeit Contes aus dem einen oder anderen Grund Unzufriedenen zusammengebracht und viele Bischöfe aus dem Schlaft geweckt. 
Montag also gab es ein wahres Trommelfeuer gegen den Ratspräsidenten: Politiker der Mehrheit und der Opposition- alle einig mit der CEI, die Regionen Lombardei und Friuli-Venezien (unter Leitung der Lega) haben sich in Bewegung gesetzt, um in diesen Regionen trotzdem einen Weg zu finden, die Messe zu ermöglichen und mehrere Bischofskonferenzen haben das Schlachtfeld betreten und sich der Präsidentschaft der CEI angeschlossen, um Druck auf den Ratspräsidenten auszuüben, der nie zuvor so schwach und einsam erschien wie Montag Abend.

Dann -wie verzaubert- hat Dienstag Morgen dieser halbe Satz des Papstes über die Notwendigkeit zu Vorsicht und zu Gehorsam gegenüber den Verfügungen der Autoritäten zur Vermeidung der Rückkehr der Epidemie Verwirrung und  Konfusion unter den Truppen gesät, die bereit gewesen waren, den Ratspräsidenten zu zerreißen. Und jetzt atmet Conte, nach der Unterstützung durch den Papst, wieder auf und die Kirche nimmt eine andere Position ein.

Zur Kirche. Die Gläubigen schauen dem, was da geschieht wortlos zu. Aber- so fragt man sich-wie konnte die CEI ohne die Zustimmung des Papstes so handeln und reagieren?
Das ist sehr schwer zu sagen- das ist wahr- aus dem, was man uns wissen läßt- auch das Staatssekretariat ist eingesprungen, um die Gültigkeit einiger Vereinbarungen des Konkordates zu bestätigen, die von der Regierung Conte großzügig verletzt wurden. 
Jetzt ist alles blockiert, Was also ist passiert?
Schwer zu sagen, wir können nur feststellen, daß es sicher nicht das erste mal ist, daß der Papst seine Mitarbeiter losschickt und sie dann im geeigneten Augenblick allein läßt.
Der letzte Fall dieser Art war, als er die Kirchen in Rom erst schließen und dann wieder öffnen ließ- während der üblichen 7-Uhr-Messe in Santa Marta- nachdem er den Kardinal-Vikar von Rom und die CEI gezwungen hatte, die Verantwortung für die Schließung zu übernehmen. Und auch in diesem Fall wird man sich daran erinnern, daß es wieder eine Predigt in Santa Marta war, die dazu drängte, die Phase der "gestreamten" Messen zu überwinden ("Das ist nicht die Kirche " hatte er gesagt


Breaking

Die Großmeisterei des Malteser-Ordens gibt bekannt:

"Nach dem Tod des 80. Großmeisters Fra´Giacomo Dalla Torre hat Grand-Commander Fra´ Ruy Goncalo do Valle Peixoto des Villas Boas die Funktion eines Stellvertreters ad interim übernommen und wird den Souveränen Malteser-Orden bis zu Wahl eines neuen Großmeisters leiten."

 G. Dalla Torre R.I.P.

Dienstag, 28. April 2020

Fundstück

Immer noch in Corona-Zeiten:  ein Fundstück einfach nur zum Genießen. In seinem neuen blog  "Die Truhe" erfreut der Herr Alipius seine Leser auf gewohnte Weise mit Reminiszenzen an barocke Exzellenzen und ihr Wirken in der Kirchengeschichte.
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Unter dem sprechenden Titel

                            "ICH NEHME BAROCKPRÄLATEN FÜR 1.000.- " 

beginnt sein Artikel so: 

"Da in meinem gestrigen Beitrag der Name „Johann Friedrich Karl von Ostein“ fiel, möchte ich dem geneigten Leser diesen Herrn heute gleich einmal vorstellen, und sei es nur, weil er einer dieser Fürsten war, für die der Begriff „Barockprälat“ erfunden worden ist."  (...) 

Quelle: der herr alipius, "Die Truhe"

Fernsehmessen...Theater oder nicht?

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die Problematik von Fernseh-und online-Messen
unabhängig vom shut-down wegen der aktuellen Covid-19-Pandemie.
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"SEIN ODER NICHTSEIN" DIE KAPITALE FRAGE ZU DEN MESSEN IM FERNSEHEN" 

"Die Diskussion wird seit einiger Zeit geführt, aber die Predigt vom 12. April, in der Papst Franziskus seine Zustimmung zur Fernsehübertragung seiner Morgen-Messen in Santa Marta zurück gezogen hat, hat sie ans Licht gebracht.

In dieser Predigt, sagte der Papst, daß "das nicht die Kirche ist" - wenn sie von der Wirklichkeit zum Virtuellen übergeht. Es ist eine "gnostische" Kirche ohne Menschen und ohne Sakramente.

In diesem " j´accuse" von Franziskus ist etwas Widersprüchliches, genau während einer dieser Fernseh-Messen ausgesprochen. Man weiß, daß am Beginn des Pontifikates sowohl die Übertragung der Morgenmesse als auch die Veröffentlichung ihrer kompletten Video.und Audio-Aufzeichnungen verweigerte. Aber seit dem März-Verbot der öffentlichen Messen in Italien und im Vatican wegen der Corona-Virus-Pandemie hat er erlaubt, sie auszustrahlen. Und es wird erwartet, daß er- wenn der Bann im Mai endet- die Messen weiterhin im Fernsehen ausstrahlen läßt, dann wieder mit der Anwesenheit von Menschen.

Aber die Frage in einer digitalen Gesellschaft, die jetzt offen ist, ist- was würde passieren, wenn sogar die Messe "culmen et fons" des Kirchenlebens. in irgendeiner online-Cloud enden würden? Wenn aus einem Event ein Spektakel würde? Aus Wirklichkeit Theater?

Das ist eine Frage, die die Kirchenväter auf eigen Weise angingen, wie Leonardo Lugaresi, ein Gelehrter der ersten christlichen Jahrhunderte und Patrologe in seinem Brief (s.u.)  zeigt.

Aber es ist eine Frage, die heute wichtiger ist denn je.

"DIE MESSE IST EIN GESCHEHEN, KEINE VORSTELLUNG" 
von Leonardo Lugaresi

Lieber Magister,
Sie haben ein Problem von vitaler Bedeutung für die katholische Kirche angesprochen- das der "Fernseh-Messen" - eine Diskussion von großem Interesse, zu der ich einen kleinen Beitrag leisten möchte, vom Gesichtspunkt von jemandem aus, der lange die Urteile der alten Kirche im Hinblick auf die Welt der Unterhaltung studiert hat.

Montag, 27. April 2020

Tosatti: Gerechtigkeit für Eugenio Hassler !

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae heute über einen weiteren Fall einer rätselhaften Entlassung im Vatican, bei dem der Betroffene seit 3 Jahren auf eine Begründung wartet.
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" GERECHTIGKEIT FÜR EUGENIO HASSLER, VOM PAPST GRUNDLOS ENTLASSEN"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, es swcheint uns eine gute Idee zu sein, Ihnen einen Appell und einen Aufruf zum Kampf einer website weiterzugeben, über die wir oft gesprochen haben, korazym org. , der diesem Thema einen langen Artikel gewidmet hat, den wir Ihnen empfehlen. Wir berichten hier nur über den Teil,der die unglaubliche Geschichte der Entlassung von Eugenio Hassler betrifft, einem ehrbaren und kompetenten Mann, aus der wichtigen Stellung, die er im Governatorato des Vatican-Staates inne hatte. 
Diese Rolle war auch deshalb so wichtig, weil der Vatican alle seine Einkünfte aus dem Arbeits-Etat des Governatorates für die Vaticanischen Museen, vom Vatican-Supermarkt "Annonia"  und dem Verkauf  des Vaticanischen Postamtes bezieht, die er benutzt, um die Ausgaben des Vatican-Staates und seiner diversen Dienste zu bezahlen. 
Seit drei Jahren hat Eugenio Hassler um eine Untersuchung seiner Entlassung gebeten, um zu verstehen, welche Klagen und Beschuldigungen zu dieser Entscheidung geführt haben. Bis jetzt ist diese Bitte auf eine Mauer des Schweigens gestoßen. Wir befürchten, daß er nur das jüngste Beispiel eines ehrlichen Laien ist, gut ausgebildet, großzügig in seinem Dienst, der entlassen wurde, weil seine Arbeit einige zwielichtige Geschäfte einiger Prälaten störte- oder vielleicht mehr als nur einiger. Wir denken an Ettore Gotti Tedeschi (früherer Präsident der Vatican-Bank),
Libero Millione (erster General-Staatsanwalt , der von Franziskus ernannt und dann entlassen wurde), Matthew Festings (früherer Großmeister des Souveränen Malteser-Ordens, der 2019 zurücktrat) ...von Mattietti, Gerg Burke, Paloma Overjero ...und wir haben wahrscheinlich noch jemanden vergessen.

Wir haben diesen Fall vorher nicht angesprochen, weil es so aussah, als ob der betroffene Mann, den wir nicht persönlich kennen, Schweigen über den Fall wollte und gegenüber der höchsten vaticanischen Autorität großen Anstand und Loyalität zeigt, Eugenio Hassler ist der Sohn eines Majors der Schweizer Garde und arbeitete - wie Sie sehen werden- unter mehreren Sekretären im Sekretariat des Governatoratos.

Wie schon gesagt, wir haben uns nis jetzt nicht um diese Frage gekümmert. Aber gestern, nach dem der Artikel bei Korazym erschienen ist, haben wir mit einem hochrangigen Prälaten gesprochen, der viele Jahre lang eine wichtige Rolle im Governatorato gespielt hat. Hier ist der Bericht des hochrangigen Prälaten über die Hassler-Affäre.


A.Gagliarducci: Wie wird die Kirche nach Covid-19 aussehen?

In seiner montäglichen Kolumne für "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert Andrea Gagliarducci die Situation der Kirche und des Hl. Stuhls nach dem sich abzeichnenden Ende der Corona-Krise. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST FRANZISKUS: DIE KIRCHE NACH DEM CORONA-VIRUS"

"Während der letzten Woche hat Papst Franziskus den Weltjugendtag und das Welt-Familientreffen um ein Jahr verschoben. Und das tat er auch mit dem Internationalen Eucharistischen Kongress, der für September 2020 in Budapest geplant war und nun im September 2012 stattfinden soll. 
Das Leben der Kirche ist für dieses Jahr wie eingefroren. Papst Franziskus wird am Ende in diesem Jahr keine internationale Reise gemacht haben. 2020 wird als Übergangsjahr in Erinnerung bleiben. als eine Passage, die die Kirche in eine neue Ära führen wird.

Die Kirche wird nach dem Corona-Virus nach Monaten ohne die Möglichkeit öffentliche Messen zu feiern wiedererstehen. Das Thema erscheint jetzt essentiell- aber die >Gläubigen haben das so schon von Anfang an empfunden. Der Kirche- und besonders dem Hl. Stuhl hat es an einer Vision gefehlt. Am Anfang wurde erwartet, daß der Notfall nur kurze Zeit andauern würde- nicht länger als einen Monat. Am Ende war es nicht einmal möglich, Ostern zu feiern. 

Wegen dieses Fehlens einer Perspektive war die Kirche völlig den Entscheidungen der örtlichen Regierungen unterworfen. Der Hl. Stuhl hat keine präzisen Hinweise darauf gegeben, wenigsten die Respektierung der Religionsfreiheit zu fordern und hat akzeptiert, daß die italienische Polizei den Zugang zum Petersplatz verboten hat,  Paradoxerweise war der Petersdom geöffnet, aber es gab für die Gläubigen keine Möglichkeit, ihn zu erreichen. 

Die meisten Bischofskonferenzen haben sich der Vatican-Linie angepaßt , die Maßnahmen den Regierungen zu akzeptieren und jede Art von Versammlung vermieden, nicht einmal zu den Messen. Auf diese Weise konnten die Regierungen die Freiheit der Gottesdienstfeiern ignorieren. Die getroffenen Maßnahmen und Ausnahmen galten materiellen Bedürfnissen- wie die Möglichkeit in den Supermarkt zu gehen- aber nicht den spirituellen Bedürfnissen.

Papst Franziskus selbst hat bis zum Freitag, 17. April, geschwiegen. Während einer seiner täglichen Predigten hat der Papst betont. daß "die Kirche bei den Menschen und der Eucharistie sein muß und daß das, was die Kirche erlebt, ein Notfall sei."


Sonntag, 26. April 2020

Vorschlag für's tägliche Nachtgebet ... und nicht nachlassen

Tosatti: derzeit keine Papstreise nach China

Marco Tosatti veröffentlicht heute bei "Stilum Curiae" einen Kommentar von Aurelio Porfiri zu einem angeblich geplanten Besuch des Papstes in Wuhan in der aktuellen Situation.
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"DER PAPST NACH WUHAN? JETZT NICHT, SAGT DER VATICAN. (UND DIE "GLOBAL TIMES")

Liebe Stilumcurialisten, die Covid-19-Pandemie und ihre globalen Auswirkungen machen den Löwenanteil in der aktuellen Folge von Statements von Meister Aurelio Porfiri aus China aus. Ein wie immer durchdringender  und aufmerksamer Blick auf die Realität dieses Universums. Viel Spaß beim Lesen.

§§§


                                                        Pandemische Überlegungen.
"In diesen letzten Apriltagen gibt es einige geopolitische Phänomene, die festzuhalten mir wichtig erscheinen, um ihre Auswirkungen, die sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen könnten, nicht aus den Augen zu verlieren. 

Die Pandemie hat unsere Welt, unsere Gewohnheiten und Gebräuche auf den Kopf gestellt. Jetzt -wo einige Länder- darunter unseres- das akute Stadium verlassen, das Tod und Zerstörung wirtschaftliche, soziale, familiäre etc) hinterlassen hat- wird immer mehr und von immer mehr Stimmen nach dem Grund für das, was passiert ist und bei dem sich offensichtlich die chinesische Regierung im Auge des Zyklons befindet, gefragt. 

Ich stelle mir vor, daß die chinesische  Kommunistische Partei, die in den letzten Jahren versucht hat,  mit Mühe und enormem Einsatz von Ressourcen ein internationales Profil aufzubauen, in der Lage sein müßte mit klaren  Erklärungen, ihre Verantwortung durch ihr Schweigen  so wie es heute gesagt wird - für die Ausbreitung der Pandemie, mit den Konsequenzen, die wir alle erleben, auszuschließen. 


Samstag, 25. April 2020

Willibert Pauels "Wort zum Samstag"

Pius XII : sie wollen es nicht lassen...und ein Einspruch von der Tagespost

die wie es scheint nie enden wollenden Scharen der "Nützlichen Idioten" , die schäfisch der vom KGB zur Diskriminierung und Delegalisierung der Katholischen Kirche erdachten Kampagne gegen die Person von Papst Pius XII folgen und sie auch heute weiter verbreiten, daß sie dabei immer auf offene Ohren bestimmter Milieus treffen, steht außer Frage. Jetzt -nach Öffnung der vaticanischen Archive- fühlte sich ein Münsteraner  Kirchenhistoriker bemüßigt, dieses Genre zu bedienen.
In "Die Tagespost" widerspricht Michael Feldkamp ihm in seinem Artikel "Kampagne gegen Pius XII" aus gutem Grund heftig.
Leider wird das von den Gazetten, die sich in ihren Vorurteilen bestätigt fühlen dürften, wohl nicht zur Kenntnis genommen werden.
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Unter dem Untertitel

"WOLF BEKÄMPFT POTEMKINSCHE DÖRFER"

 beginnt der Artikel so:

"Der Münsteraner Kirchenhistoriker Wolf will mit wissenschaftlich unredlichen Mitteln die Deutungshoheit über den Pacelli-Papst erlangen. Ein Einspruch des Pius-Experten Michael Feldkamp."

"Nun hat sich ausgerechnete der prominenteste Vertreter dieser Auffassung, der katholische Priester und Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf, der mit zig-tausend Euro vom Verband der Diözesen Deutschlands für seine Forschungen im Vatikan finanziell ausgestattet wurde, am 23. April 2020 mit dem Beitrag „Der Papst, der wusste und schwieg“ in „Die Zeit“ in bekannter Weise positioniert und mit vermeintlichen neuen Archiv-Ergebnissen in die Öffentlichkeit begeben." (...)

Quelle: Die Tagespost, M.Feldkamp

 

Tweet zum Tage

Heute vor 15 Jahren : Audienz für die Delegationen und Pilger aus Deutschland.
Hier geht´s zum deutschen Originaltext der Rede  klicken

Fundstück am Tag des Hl. Evangelisten Markus

Christian Feldmann hat für domradio.de einen etwas merkwürdigen Beitrag zum Tag des Hl. Evangelisten Markus veröffentlicht, der sich darin gefällt, den Gründungsmythos der Serenissima  einer strengen "historisch" korrekten "Reinigung" zu unterwerfen und - mal so eben- gemeinsam mit der Person des Evangelisten und Verfassers des Markus-Evangeliums- ins Reich der Fabel zu verweisen. Da kann man ja nebenbei bemerkt froh sein, daß er den Urheber der Evangelien, einen gewissen Jesus aus Nazareth nicht gleich mit "enttarnt" hat.
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Unter dem Titel:

"DER KRIMI UM DIE RELIQUIEN IM MARKUSDOM"

beginnt der Artikel so- ZITAT

"Johannes Markus aus Jerusalem soll als Mitarbeiter des Apostels Petrus in Ägypten Christengemeinden gegründet und den Martertod erlitten haben. Nicht nur Katholiken weltweit feiern an diesem Samstag seinen Gedenktag." (...)

Quelle: domradio.de

wir fügen diesen Tweet hinzu

SAN MARCO & la SERENISSIMA EVVIVA !


Freitag, 24. April 2020

Haben wir die Inaugurationspredigt Benedikts XVI richtig verstanden? A. Gagliarducci analysiert.

Anläßlich des heutigen 15. Jahrestages der Inaugurationsmesse von Papst Benedikt XVI versucht A. Gagliarducci für Vatican Reporting  zu erklären., wann und warum Benedikt XVI nicht verstanden wurde. Hier geht´s zum Original:  klicken  Lesen ! 

"WANN HABEN WIR BENEDIKT XVI NICHT VERSTANDEN? ZUM ERSTEN MAL VOR 15 JAHREN" 
Wenn ich den Augenblick definieren müßte, in dem wir begonnen haben, Benedikt XVI nicht zu verstehen, würde ich sicher sagen bei der Inaugurationsmesse zum Petrinischen Amt. 
Weil in der Predigt, die er gehalten hat, der ganze Benedikt XVI, seine Demut, sein Programm und sein Denken enthalten waren. Das war eine universale Vision der Welt, über die Details hinaus.
Aber wir haben alle die Details gesucht und wir haben die in einer Sprache gesucht, die nicht nur nicht die der Kirche war, sondern die noch viel weniger zu Benedikt XVI gehörte. 

15 Jahre später lohnt es sich, diese Predigt noch einmal zu lesen. Das ist nicht nur eine Stil-Übung, Es ist mehr- es ist die Notwendigkeit sich etwas bewußt zu machen. 

Ich habe oft darüber gesprochen, wie religiöse Informationen von politischen Kategorien und Sprachen beeinflusst werden, und ich habe auch betont, wie das konstruierte Narrativ dann noch wichtiger wird als die Realität. Und die Predigt vom 24. April 2005, die vorurteilslos gelesen und mit der Möglichkeit, heute eine Bestandsaufnahme des Pontifikats vorzunehmen, zeigt, wie Benedikt XVI für die Journalisten wirklich eine verpasste Gelegenheit war.

Die Predigt kann auf der Website des Vatikans vollständig gelesen werden. Ich beschränke mich darauf, einige Schlüsselpassagen zu identifizieren. Benedikt XVI beginnt mit einem liturgischen Datum, dem Singen der Heiligen-Litaneie und der Erinnerung an Johannes Paul II. Es ist ein Akt des Glaubens, aber auch ein Akt der Demut. Er erzählt von einem Papst, der sich nicht an der Spitze der Kirche fühlt, sondern wirklich als im Dienst der Kirche.So hat er auch - als er fühlte, daß ihm die Kräfte fehlten, entschieden, auf das Petrinische Amt zu verzichten.

Aber das liturgische Datum dient Benedikt XVI auch dazu, eine große Wahrheit zu bekräftigen, daß "wer glaubt, nie allein ist. Nicht im Leben und nicht im Tod." Da waren nicht nur die Kardinäle im Konklave, sondern wir waren von den Freunden Gottes umgeben und geleitet,"  Und Benedikt XVI ist nicht allein, er muß "das, was er nie allein tragen könnte, nicht allein tragen."

Und das ist eine grundlegende Eigenschaft des Pontifikates von Benedikt XVI. Sein ganzes Leben wird durch die Suche nach der Wahrheit gekennzeichnet. Und die erste Wahrheit für Benedikt XVI ist daß die Anwesenheit Gottes den Menschen in ihre Mängeln hilft und daß nur die Abwesenheit Gottes zu den Fehlern der Menschen führt. Nicht umsonst war das Thema der Abwesenheit Gottes und des Menschen, der Gott vergessen hat, während des Pontifikates Benedikts XVI essentiell. 



Die Inaugurationspredigt Benedikts XVI - unvergeßlich- unvergessen.

     "Wer glaubt ist nie allein...."  am 24. April 2020. Ein Trost in Zeiten von Corona

           

Fundstück

In Zeiten einer Virus-Pandemie, in denen das magische Denken auch bei Katholiken ganz neue Blüten treibt, tut eine nüchterne Erinnerung an Glaubenswahrheiten gut. Pater Karl Wallner, OCist, Direktor von Missio Österreich und ehemaliger Rektor der Benedikt XVI-Hochschule in Heiligenkreuz hat sich in einem Interview mit R. Gehrig für CNA dazu geäußert.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"PATER KARL WALLNER ÜBER CORONA-KRISE: "SAKRRAMENTE SIND KEINE MAGISCHEN ZAUBERMITTEL"

beginnt das Interview so: ZITAT

"Der Zisterzienser-Mönch Pater Karl Wallner OCist hat im Exklusiv-Interview mit CNA Deutsch die Schutzmaßnamen der Kirche zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie als einen Akt der Nächstenliebe verteidigt. Der Schmerz der Gläubigen sei durchaus verständlich, so Wallner, doch die gegenwärtige Krise sei auch eine Chance, die Verkündigung der Kirche wieder missionarischer und "christozentrischer" zu gestalten. [...]
 Seit 2016 ist Wallner Nationaldirektor des päpstlichen Missionswerks Missio in Österreich. Im Interview sprach er mit uns über die Herausforderungen der Corona-Krise und über einen möglichen "Fingerzeig Gottes". (....)

Quelle: CNA, R.Gehrig, Pater K.Wallner, OCist 

Pachamamas Rache?

Dorothy Cummings-MacLean hat für LifeSiteNews die Texte kommentiert, die Papst Franziskus bei seiner jüngsten Generalaudienz am vergangenen Mittwoch anläßlich der "Welttages der Erde" vorgetragen hat.
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"AM TAG DER ERDE WIEDERHOLT PAPST FRANZISKUS SEINEN GLAUBEN: DASS NATURKATASTROPHEN DIE RACHE DES PLANETEN SIND"
"Die Menschheit hat gegen die Erde gesündigt" sagte Papst Franziskus.

Papst Franziskus hat noch einmal betont, daß Naturkatastrophen wie das Wuhan-Virus die Rache der nicht-verzeihenden Erde für die Sünden gegen die Umwelt sind. 

Der Pontifex hat diese Ansicht gestern bei der wöchentlichen Generalaudienz  geäußert, die der Feier des 50. Erde-Jahrestages gewidmet war. Wegen des aktuellen Lock-downs des Vaticans wurde die päpstliche Rede aus dem Inneren der Bibliothek übertragen. 

Papst Franziskus erklärte, daß die Menschheit "gegen die Erde gesündigt hat, gegen unsere Nachbarn und letzten Endes gegen den Schöpfer."

"Es gibt ein spanisches Sprichwort dazu, das sehr klar ist" sagte er.

"Das geht so: Gott vergibt immer, wir Menschen vergeben manchmal  und manchmal nicht; die Erde vergibt nie" Die Erde vergibt nie: wenn wir die Erde geplündert haben, wird ihre Antwort sehr schrecklich sein."

Das war ein Echo auf vorhergegangene Äußerungen über die Ursache der Wuhan-Virus-Pandemie und den Glauben des Öko-Theologen Leonardo Boff, einem der Haupt-"Influencer" des Pontifex´.

Indem er das Buch Genesis, seine Enzyklika Laudato Si´ und seine jüngste postsynodale Exhortation "Querida Amazonia" als Quellenmaterial benutzte, betonte Papst Franziskus, daß "die Menschheit bei unserer Verantwortung für die Erde zu sorgen, versagt hat". Er pries auch säkulare Umweltgruppen, weil sie auf die Straße gegangen sind, um Aufmerksamkeit zu erregen.

"Wegen unserer Selbstsucht haben wir bei unserer Verantwortung Wächter und Verwalter der Erde zu sein versagt,. "Wir brauchen nur einen klaren Blick auf die Tatsachen zu werfen. um zu sehen, daß unser gemeinsames Zuhause ernsthaft verfällt" sage der Pontifex- Laudato Si´ zitierend.


Donnerstag, 23. April 2020

Die Bedeutung des Lehramtes von Papst Benedikt XVI für die Soziallehre der Kirche

Zum 5. Jahrestag der Wahl Papst Benedikts XVI hat La Nuova Bussola Quotidiana einen Beitrag über die fundamentale Bedeutung seines Lehramtes für die Soziallehre der Kirche veröffentlicht.
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"BXVI: ACHT FUNDAMENTALE JAHRE FÜR DIE KATHOLISCHE SOZIALLEHRE"

"Vor einigen Tagen, am 19. April jährte sich die Wahl Benedikts XVI zum Summus Pontifex (19.4.2005). Sein Pontifikat war außerordentlich reich-auch für die Soziallehre der Kirche mit einem besonderen Merkmal: Die Bedeutung seines Beitrags zur Soziallehre beruht nicht so sehr auf den Lehren, die direkt auf dieses Gebiet gerichtet sind, sondern allgemeiner auf einer Präzisierung der Grundlagen der Soziallehre der Kirche. Ich möchte diesen Punkt klarstellen, der normalerweise kaum hervorgehoben wird.

Die Enzyklika Deus Caritas est (2005) enthält einen langen Paragraphen - Nr. 18- der als kleine Sozialenzyklika betrachtet werden kann. Caritas in Veritate (2009) ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Sozialenzyklika , mit dem, was in Populorum Progressio von Paul VI gedacht wurde.
Die Botschaften zu den Weltfriedenstagen während der 8 Jahre des Pontifikates enthalten wichtige soziale Lehren.
Dann sind da einige denkwürdige Reden, wie die im Deutschen Bundestag 2011 über Macht und Naturrecht. Ohne jedoch die Bedeutung dieser Botschaften zu beeinträchtigen, bestand das größte Verdienst von Papst Benedikt darin, daß er sich wie kein anderer seiner unmittelbaren Vorgänger eingehend mit den Grundlagen befasste, die die Soziallehre der Kirche nicht nur möglich, sondern auch notwendig machen. . Ich möchte versuchen, hier mindestens drei dieser Grundlagen kurz zu veranschaulichen, die ich für sehr wichtig halte.

Die erste besteht darin, die Beziehung zwischen Natur und Übernatürlichem als Folge der vollkommensten christlichen Tradition mit beträchtlicher philosophischer und theologischer Tiefe bekräftigt zu haben.
Denken Sie zum Beispiel an die Rede am Collége de Bernardins in Paris (2008). Dort wird erklärt, daß die Suche nach Gott (Quaerere Deum) die erste Verpflichtung der Kirche sein muss, wie es bei den mittelalterlichen Mönchen der Fall war, und aus der auch die richtige Organisation der Welt abgeleitet werden muß:  sich um die verwilderten Seelen kümmern, können Sie auch die Sümpfe zurückerobern und die Erde kultivieren. Lehren dieser Art - und das Lehramt von Benedikt XVI ist sehr reich daran - sind für die Soziallehre der Kirche von großer Bedeutung.


"Gott vergibt - die Natur nicht..."

Angesichts der jüngsten päpstlichen Interpretation der Coronavirus-Pandemie als Strafe von "Mutter Natur" ist Pezzo Grosso der Kragen geplatzt und er überlegt, in einem Brief an Marco Tosatti und Stilum Curiae, ob der Pontifex nicht lieber als Filmproduzent ins Geschehen eingreifen sollte.
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"PG: DER PAPST - WIE BUD SPENCER: GOTT VERGIBT, DIE NATUR NICHT..."
Liebe Stilumcurialisten, der regierende Pontifex ist dazu zurück gekehrt, sich während der Generalaudienz mit einem seiner derzeitigen Lieblingsthemen zu beschäftigen- das ist der Ökologismus. Pezzo Grosso hat sich damit auseinander gesetzt und eine Explosion der Verzweiflung erlebt.  Deren Ergebnis hat er schwarz auf weiß festgehalten und uns präsentiert....gute Lektüre. 
                                      §§§

"Lieber Tosatti, ich denke daran, Papst Bergoglio umzutaufen: Gianburrasca. Sicher erinnern Sie sich an diese Figur, die der Schriftsteller Vamba 1907 erdacht hat, der dann auch auf die Fernsehbildschirme kam- noch in Schwarz-Weiß. Von Rita Pavone interpretiert, war Gianburrasca ein widerspenstiger Junge mit unruhigem, unvorhersehbarem und widerspenstigem Verhalten, aber so lieb ... - Einer tat es und hundert dachten es- sagte Gianburrasca.
Wie Bergoglio, mit einer Variante: hundert machen es und hundert denken es. 

Nur in den letzten Wochen hat er die Kirchen schließen, die Meßfeiern verbieten lassen und zur selben Zeit den Katholiken davon abgeraten, an den im TV übertragenen Hl. Messen teilzunehmen.

Er ließ uns denken, daß er für die katholischen Institutionen "Erbschaftssteuern" erheben will, "fluchend" (schlecht gesagt), die das Unglück haben, über Geld zu verfügen und die das Unglück haben, eine Erbschaft zu erhalten. 
Besonders wenn es eine kirchliche Institution ist.
Er hat sogar beschlossen, Fernsehproduzent zu werden, und eine nicht mehr existierende Sendung wie "Report" wieder zu beleben (...), seinen Feinden zu schaden und die Anwälte reicher zu machen.

Der hier angegebene Link ist Teil der "hundert" Dinge, die andere seinetwegen selbst gedacht und die sie das zu tun, gezwungen haben. Das bezieht sich auf seine übliche, jetzt offensichtliche, langweilige und falsche Umwelt-Manie.


Erzbischof Viganò zum Dritten Geheimnis von Fatima

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae ein Interview, das Erzbischof Carlo Maria Viganò dem portugieschen "Dies Irae" zum Thema- das Dritte Geheimnis von Fatima gegeben hat.
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"VIGANÒ : DAS DRITTE GEHEIMNIS VON FATIMA IST VERSCHÜTTET. ES IST NOCH GEHEIM."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae. Erzbischof Carlo Maria Viganò hat dem portugiesischen Medienportal "Dies Irae" ein Interview gegeben, das mir interessant erscheint und ich mit Ihnen teilen möchte. Es handelt sich insgesamt um das Dritte Geheimnis von Fatima und seine Bekanntgabe. Erinnern wir uns an das, was ich darüber in einem Buch zum Thema geschrieben habe, das das ganze Staunen und die Widersprüche illustriert, die mit der quälenden Geschichte dieser Botschaft - oder Botschaften- verbunden sind. ...Gute Lektüre. 

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Exzellenz, tausend Dank dafür, daß Sie uns dieses Interview gewähren.

"Wir kämpfen mit der COVID-19-Epidemie, die in den letzten Monaten das Leben von Millionen von Menschen beeinflusst und sogar den Tod vieler von ihnen verursacht hat. Angesichts dieser Situation hat die Kirche durch die Bischofskonferenzen beschlossen, praktisch alle Kirchen zu schließen und den Gläubigen den Zugang zu den Sakramenten zu verweigern. Am 27. März leitete Papst Franziskus vor einem leeren Petersplatz auf offensichtlich vorbedachte Weise ein hypothetisches Gebet für die Menschheit. Es gab viele Reaktionen auf die Art und Weise, wie der Papst diesen Moment leitete, eine davon versuchte, die einsame Präsenz von Franziskus mit der Botschaft von Fatima, dh dem dritten Geheimnis, in Verbindung zu bringen. Stimmen Sie zu?"

"Gestatten Sie mir zunächst, Ihnen zu sagen, daß ich mich freue, Ihnen dieses Interview für die Gläubigen in Portugal geben zu können, das die Allerheiligste Jungfrau versprochen hat, auch in Zeiten großer Prüfungen im Glauben zu bewahren. Sie sind ein Volk mit großer Verantwortung, weil Sie möglicherweise bald das heilige Feuer der Religion bewachen müssen, während die anderen Nationen sich weigern, Christus als ihren König und die Allerheiligste Maria als ihre Königin anzuerkennen.

Der dritte Teil der Botschaft, die die Muttergottes den Hirtenkindern von Fatima anvertraut hat, um sie dem Heiligen Vater zu überbringen, ist bis heute geheim. Unsere Liebe Frau bat darum, es 1960 zu enthüllen, aber Johannes XXIII hat am 8. Februar dieses Jahres eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er erklärte, daß die Kirche "keine Verantwortung für die Wahrhaftigkeit der Worte übernehmen will", von denen die drei Hirtenkinder sagen, daß die Hl. Jungfrau sie zu ihnen  gesprochen habe. " 
Mit dieser Distanzierung von der Botschaft der Königin des Himmels begann eine Vertuschungsoperation, offensichtlich weil der Inhalt der Botschaft die schreckliche Verschwörung ihrer Feinde gegen die Kirche Christi offenbart hätte. Bis vor ein paar Jahrzehnten hätte es unglaubhaft gewirkt, daß die Madonna geknebelt werden könnte, aber in den letzten Jahren haben wir sogar Versuche erlebt, das Evangelium selbst zu zensieren, das das Wort ihres göttlichen Sohnes ist.


Theologische Dünnbrettbohrer

ein Theologe hat sich mal wieder geäußert, zur gegenwärtigen Lage von Kirche und Nation. Vollmundig verkündet er, dass das mit der Eucharistie eh nicht so wichtig sei und überhaupt dieses ganze Gottesgedäns eh nur so richtig zum Zuge komme  in der gelebten Nächstenliebe die, das sagt er aber nicht, das sagen alle anderen, zur Zeit darin sich manifestiert, dass ich dem Nächsten nur nicht zu nahe komme.
Es widerstrebt mir den Herrn auch nur zu verlinken, aber er hält den derzeitigen Anblick leerer Kirchen für einen realistischen Blick in die Zukunft!

Mittwoch, 22. April 2020

Noch ein Geburtstag


und zur Feier des Tages eine kleine Reminiszenz an ein Highlight von der Eröffnung der Olympischen Spiele in London 2012....leider um einen Tag verspätet.

             

                                                     Happy Birthday Your Majesty !

Tweet zum Tage

heute vor 15 Jahren sprach Papst Benedikt XVI zu den Kardinälen....und bat sie, ihn immer zu unterstützen....

M. Tosatti - Neues zu den Hintergründen des Rücktritts und zu ihrer Interpretation

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Briefwechsel zwischen Saura Plesio und Pater Giovanni Cavalcoli über die Hintergründe und die Gültigkeit des Rücktritts des Papa emeritus veröffentlicht. Hier geht´s zum Original: klicken

"B XVI TRAT ZURÜCK. CAVALCOLI:  WAR SWIFT DAS "BIEST" DER APOKALYPSE?" 
Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir dachten, es wäre interessant mit Ihnen diesen Briefwechsel zu teilen, in dem über den Rücktritt Benedikts XVI, seine Gültigkeit und die Wqahl Jorge Mario Bergoglios auf den Stuhl Petri diskutiert wird. Gute Lektüre!
§§§
Hier ist eine Reihe von Fragen, die seine Freunde mit Pater Giovanni Cavalcoli  im Laufe eines lebhaften und interessanten Briefwechsel  über die Lage der Kirche diskutiert haben. 

Wenige Tage bevor Papst Benedikt XVI  im Februar 2013 unerwartet und unerklärlich zurücktrat, wurde die Vaticanbank IOR plötzlich vom SWIFT (dem internationalen Banken-Identifiationscode) ausgeschlossen worden. 
Durch dieses Aktion wurde es für den Vatican unmöglich, irgendeine internationale finanzielle Transaktion auszuführen und die Kirche wurde im Grunde wie ein Terroristen-Staat - wie der Iran- behandelt. 
Diese ökonomische Zerstörung des Vaticans war seit langer Zeit und gut durch eine heftige Kampagne gegen das IOR vorbereitet worden, wie die Eröffnung eines Ermittelungsverfahrens gegen das IOR durch die Italienische Justiz beweist, (die immer gewissen internationalen Anordnungen Folge leistet.) 
Sehr wenige Menschen wissen, was SWIFT wirklich ist. Die Abkürzung steht für "Society of Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Theroretisch ist es einfach nur eine weltweite Verrechnungsstelle, die 10500 Banken in 215 verschiedenen Ländern umfaßt. Aber de facto ist es das okkulteste und unangefochtene Zentrum globaler Wirtschaftsmacht, das Erpressungsmittel, auf dem die Hegemonie des US-Dollars beruht, das mächtigste Mittel der wirtschaftlichen und politischen Spionage und das furchterregendste Mittel, mit dem die globalen Finanzmächte Nationen abwürgen, die ihren Geboten nicht gehorchen.

Zum Beispiel wurde die iranische Zentralbank - auf Antrag Israels - als Vergeltung für ihr angebliches Atomprogramm aus dem SWIFT-Netzwerk ausgeschlossen. Dies bedeutet, daß der Iran sein Rohöl nicht in US-Dollar verkaufen kann, daß seine Kreditkarten im Ausland nicht funktionieren und daß Teheran keine internationalen Finanztransaktionen durchführen kann, es sei denn, dies geschieht in bar und heimlich - das heißt auf illegale Weise gemäß der internationalen Ordnung. 
2014 wurde die französische Bank BNP Paribas von einem US-Gericht zu 8,8 Millionen Dollar (an die USA) verurteilt, weil sie Teheran geholfen hatte, die SWIFT-Blockade zu umgehen.

Verschleierte Drohungen gegen Moskau, es als Vergeltung für die sogenannte „Annexion“ der Krim im Jahr 2014 aus dem SWIFT-Netzwerk auszuschließen - was der russischen Wirtschaft unermesslichen Schaden zufügt - haben die Entwicklung eines alternativen Clearing-House-Systems namens BRICS beschleunigt wird von China und Russland kontrolliert und operiert eher in Yen und Rubel als in US-Dollar, um den Auswirkungen der Erpressung zu entgehen, die SWIFT gegen souveräne Nationen ausübt.


Dienstag, 21. April 2020

Eine kleine Sonntagsmusik

aus der Dresdner Frauenkirche...


             

Tweet zum Tage


heute feiert die Ewige Stadt ihren 2771. Geburtstag - von ganzem Herzen -ad multos annos! . 








Lateinamerika in allem ein Vorbild für die Welt?

A. Gagliarducci versucht in einem Artikel für  CNA zu erklären, warum das Denken von Papst Franziskus insgesamt- bei jedem Thema aus seiner lateinamerikanischen Mentalität stammt. 
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"PAPST FRANZISKUS:  DAS LATEINAMERIKANISCHE MODELL ALS WEG AUS DER CORONA-KRISE?"

Papst Franziskus´ Brief an die Volksbewegungen vom Oster-Sonntag verkörpert sein soziales Denken, das tief in der lateinamerikanischen Mentalität und Kultur verwurzelt ist. Die Antworten von Papst Franziskus auf soziale Probleme sind aus den Erfahrungen der lateinamerikanischen Völker entstanden. Die Frage, die dahinter steht, ist, ob diese Erfahrungen global angewendet werden können.
Der lateinamerikanische Blickwinkel wird bei der Interpretation der Schritte von Papst Franziskus oft unterschätzt. Es ist jedoch ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis des Pontifikats. Papst Franziskus ist Jesuit, Argentinier und Lateinamerikaner. Wir können diese drei Identitäten nicht trennen.

Die Ergebnisse der Amazonas-Sondersynode haben die Identität von Papst Franziskus deutlich gemacht. Als Jesuit hat Papst Franziskus keine Änderungen der Lehre gefördert. Er glaubt an die Kirche als heilige hierarchische Mutter. Als Argentinier ist er nicht antirömisch, wie man meinen könnte. Gleichzeitig ist er stolz auf seine Herkunft und sein Volk. Aus diesem Grund misstraut Papst Franziskus instinktiv jeder Form des Kolonialismus.

Schließlich glaubt Papst Franziskus als Lateinamerikaner an die Menschen und ihre gerechten Ansprüche. Die lateinamerikanischen Völker fühlen sich unterdrückt und kolonisiert und halten immer noch an Simon Bolivars Traum fest, ein geeinter Kontinent zu werden.

Die Volksbewegungen sind Ausdruck des Pueblo (Volkes), das weiter arbeitet, obwohl es unterdrückt ist und am Rande der Geschichte steht. Für Papst Franziskus ist das Volk die wahre Seele der Gesellschaft. Aus diesem Grund neigt sich jede Handlung von Papst Franziskus dem Volk zu.

Der Begriff des Pueblo steht im Gegensatz zu der Idee einer kalten Regierung, die vom Volk losgelöst und unachtsam gegenüber Armut und sozialen Ungleichgewichten ist. Papst Franziskus nennt diese Art der Regierungsführung „Technokratie“ - das heißt, eine Regierung, die den Menschen nicht in den Mittelpunkt stellt, sondern technisches Know-how, um Ziele zu erreichen, die durch ein Kalkül bestimmt werden, das die Menschen sowohl als einzeln als auch als Gesellschaft benachteiligt.


Montag, 20. April 2020

Fundstück

Emmanuela Sutter erinnert in einem Beitrag für "Die Tagespost" an einige besondere Ereignisse im Leben des Hl. Johannes Pauls II.
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Unter dem Titel

                       "DRAMATIKER DES HERRN"

beginnt der Beitrag so:

"Johannes Paul II. verkörpert wie kein anderer Papst das Drama des christlichen Glaubens. Doch eigentlich wollte der Pontifex auf einer ganz anderen Bühne spielen."

Quelle: E, Sutter


Gebt uns die heilige Messe zurück!

Aus dem Psalm 42 (Laudes von heute):

Meine Seele dürstet nach Gott, * 
nach dem lebendigen Gott. 

Wann darf ich kommen * 
und Gottes Antlitz schauen?

Tränen waren mein Brot bei Tag und bei Nacht; *
denn man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist nun dein Gott?

Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke: +
wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,
mit Jubel und Dank in feiernder Menge.

Junge Menschen aus Österreich haben sich zusammengetan und möchten den Blick ihrer Bischöfe auf das lenken, das ihnen im Leben das wichtigste ist. Die heilige Eucharistie.



Ein wunderbares Zeugnis, dem wir uns nur anschließen können - mit der Erweiterung dieser Bitte an das deutsche Episkopat!

Zur unrühmlichen Rolle der Medien in der causa Pell

Die analysiert und kommentiert George Weigel bei FirstThings....und fordert Konsequenzen besonders für die Medien.
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"NACH KARDINAL PELLS RECHTMÄSSIGEN FREISPRUCH" 

"Die einstimmige Entscheidung des Australischen Obersten Gerichtshofes die Verurteilung Kardinal George Pells wegen "historischen sexuellen Mißbrauchs" aufzuheben und ihn von diesem Vorwurf freizusprechen, ist ganz und gar zu begrüßen. Es wurde der Wahrheit und der Gerechtigkeit gedient.
Ein unschuldiger Mann wurde aus der Haft entlassen.
Das Strafjustizsystem im Bundesstaat Victoria wurde von der obersten Justizbehörde Australiens darüber informiert, daß es seine Sache die schlecht gemacht hatte. Die Anti-Pell-Hasser in den australischen Medien wurden daran erinnert, daß ihre Macht Grenzen hat.

Dennoch bleibt in diesem Fall noch viel aufzuarbeiten, der alle Merkmale einer Hexenjagd aufweist.

Hat die von der Regierung finanzierte Australian Broadcasting Corporation (ABC) mit einer korrupten Polizeibehörde in Victoria zusammengearbeitet, um mutmaßliche Verbrechen auszugraben  von denen zuvor keines angezeigt worden war.? Warum kam ein so schwacher Fall überhaupt vor Gericht- angesichts dessen daß es überzeugende Beweise gab, daß das  angebliche Geschehen in dem vom Kläger angegebenen Zeitrahmen und den Umständen einfach nicht hätte passieren können?
Warum wurde die Jury nie darüber informiert, daß der Kläger in der Vergangenheit psychische Probleme hatte? Welche Auswirkung hatte die Lynchmob-Atmosphäre in Victoria auf die unentschiedene Jury im ersten Prozess des Kardinals und auf den unverständlichen Schuldspruch der Jury im erneuten Verfahren? Warum war es dem Kardinal verboten, über 400 Tage lang die Messe zu halten, obwohl er in Einzelhaft war?

Das sind Fragen, die für Australien typisch sind und von den dortigen Behörden geprüft werden sollten. Eine parlamentarische Untersuchung des Verhaltens von ABC und der Polizei von Victoria scheint das Mindeste zu sein, was getan werden sollte. Die Pell-Affäre hat auch Auswirkungen auf andere Länder und die Weltkirche, da sich Mitarbeiter und katholische Führunspersönlichkeiten weiterhin mit der gesellschaftsweiten Plage des sexuellen Missbrauchs junger Menschen auseinandersetzen.


Kardinal Pell hatte zwei Geschworenen-gerichtsverfahren, weil ein Angeklagter in einem Strafverfahren im Bundesstaat Victoria kein Einzelrichterverfahren beantragen kann (d. H. ein Verfahren durch einen Richter allein). Sicherlich muss diese Politik in allen Jurisdiktionen, in denen sie in Kraft ist, erneut überprüft werden, da es äußerst schwierig ist, eine unvoreingenommene Jury unter so fiebrigen öffentlichen Umständen wie denjenigen im Zusammenhang mit der Pell-Affäre (die der von 1692 in Salem oder Frankreich im Fall Dreyfus von 1894 ähnelte) zusammen zu stellen.)


Sonntag, 19. April 2020

Schon wieder ein Bischof, der mich auf die Palme bringt

Domradio hat das Statement des neuen Bischofs von Augsburg veröffentlicht.
Wissen Sie was Herr Bischof? Bei Ihrem Gehalt von locker, flockig, soweit man hört, um die 12000€ brutto, (das macht  immerhin gut 6000€ netto, nur mal so) dazu gestelltes Palais und Dienstwagen mit Chauffeur, dabei zur Zeit wenig zu tun, was ich Ihnen alles gönne, sollten sie trotzdem nicht so über diejenigen herziehen die Ihnen das alles mit der abgedrückten Steuer finanzieren.
Sie können gerne mit all den von Ihnen ausgemachten Suchenden unterwegs sein, dazu aber auch bitte das Leben der Suchenden teilen,

Ein neuer, alter Blog

das priesterliche Urgestein der Blogozese,. der Herr Alipius ist wieder in der Blogozese aufgetaucht!
Der neue Blog heißt "Die Truhe"  und ist laut dem Blogbetreiber ein letzter Versuch der Netzbewässerung.
Wir hoffen sehr dass es nicht bei einem Versuch bleibt, sondern die Blogozesse wieder aufblüht und wir, bei allem Ernst der sich, auch in unseren Beiträgen der letzten Jahre nicht verleugnen lässt,  wir vielleicht in unserer Kirche wieder zu diesem Zustand der Heiterkeit, der Freude, des Amüsements, des leichten, freundschaftlichen Spottes zurückkehren kommen, bei aller theologischen Sicherheit und Faszination für die uralten katholischen Rituale,  den wir alle noch zu Zeiten unseres Benedikts hatten.

Fundstück: Als aus Joseph Ratzinger Benedikt XVI wurde....

"Die Tagespost" erinnert heute an das, was sich am 19. 4. 2005 in Rom ereignete.
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Unter dem Titel: 

"Heute vor 15 Jahren: Aus Joseph Ratzinger wird Benedikt XVI"
Zu seinem 93. Geburtstag gedachte der emeritierte Papst der Corona-Opfer.

beginnt der Artikel so:  ZITAT

"Es hatte eine gewisse Dramatik: Am 19. April des Jahres 2005 stieg über der Sixtinischen Kapelle wieder Rauch auf, es war der zweite Tag des Konklave. Zunächst grau, dann immer weißer – bis die riesige Menge auf dem Petersplatz schließlich sicher sein konnte: Die katholische Kirche hat einen neuen Papst. 
Kurz nach 18 Uhr setzte das Glockengeläut des Petersdoms ein, und um 18.39 landete der Nachrichtensender Phoenix seinen Coup: Aus dem Vatikan hatte jemand Moderator Stephan Kulle die SMS „Quatzinger“ aufs Handy geschickt. 
Noch einmal zehn Minuten sollte es dauern, bis dann der dienstälteste Kardinaldiakon, der Chilene Jorge Arturo Medina Estévez, von der  Loggia der Vatikanbasilika aus den Namen des Gewählten verkündete – und dessen Papstnamen gleich dazu: Benedikt XVI." (...) 

Quelle: "Die Tagespost"

Am 19.4.2005 Annuncio vobis....


Annuncio vobis.....

           



           

Heute vor 15 Jahren: Deo gratias!

Warum der Papa emeritus so geliebt wird....

Riccardo Pedrizzi versucht in einem Beitrag bei "forniche" die Frage zu beantworten, warum der Papa emeritus - wie sich gerade an der Flut von Geburtstagsglückwünschen gezeigt hat- so geliebt wird. Hier geht´s zum Original:  klicken

"WARUM PAPST RATZINGER SO GELIEBT WIRD. DER KOMMENTAR VON PEDRIZZI"

"Die Flut von Glückwünschen die die sozialen Netzwerke am 93. Geburtstag des Papa emeritus Benedetto  ( er wurde am 16. April in Marktl  geboren) gibt zu denken, besser sollte uns nachdenken lassen.

So viele Liebesbezeugungen wie nie zuvor bei irgendeinem Geburtstag- feierlich oder nicht- wie z.B. am 80. oder 90. oder 100. Geburtstag eines Papstes, der eigentlich bei den einfachen Leuten nie so populär war und von lauen und oberflächlichen Katholiken nicht allzuviel Sympathie bekam.

Um gar nicht von der laizistischen und antikatholischen Welt zu sprechen. Es gibt wirklich zu denken, und man sollte sich fragen, warum es diese öffentlichen Liebeserklärungen nicht in der Vergangenheit gab? Sicher auch deshalb weil heute mehr denn je das Bedürfnis hat, weil die Katholiken einen Bezugspunkt brauchen, spirituelle und kulturelle Ermutigung , allgemein ein "starkes" Denken über bestimmte Themen und Probleme. die dramatisch aktuell sind.
Ich beschränke mich nur auf einige, die Papst Benedikt in seinen Enzykliken angesprochen hat- besonders in seiner unübertroffenen Caritas in Veritate, die das Lehramt seines ganzen Pontifikates geprägt haben.

1) Die öffentliche Rolle des Christentums, ein Thema das vordringlich auf die politische und kulturelle Tagesordnung zurückgekehrt sind- unter dem absurden Vorwand des Staates die Religionsausübung zu reglementieren- und auf der Religionsfreiheit auf Grund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit des Einzelnen herumzutrampeln.

2) Die Kritik an der Technokratie, der Wissenschaftsgläuboigkeit und der Technikwissenschaft wegen des Scheiterns und dem ruinösen Zusammenbruch dieser Götzen der Moderne.

3) Die Rolle, die die Europäische Union im Geschehen der Covid-19-Krise gespielt hat, mit dem Fehlen von Solidarität und noch mehr von Brüderlichkeit unter den Mitgliedsstaaten.


Samstag, 18. April 2020

Benedikt XVI betet den Rosenkranz



             

Und immer wieder das Diakonat für Frauen.....

Dr.Maike Hickson berichtet für LifeSiteNews über die Reaktionen auf die Einsetzung der neuen Päpstlichen Kommission zum Studium der Frage des weiblichen Diakonates. Wie es scheint, auch eine der unendlichen Geschichten des Pontifikates.
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EWTN KRITISIERT BEI "PÄPSTLICHES AUFGEBOT" DIE EINRICHTUNG EINER WEITEREN KOMMISSION "WEIBLICHES DIAKONAT" 

"Der Kirchenrechtler Pater Gerald Murray sagte, daß die neue Kommission nicht hätte eingerichtet werden sollen, weil das die Wahrheit, daß "Frauen nicht Diakon werden können" in Frage stellt.

Am 8. April hat Papst Franziskus bekannt gegeben, daß er eine weitere Kommission zum Studium des weiblichen Diakonats eingerichtet habe. Die Reaktionen auf diese neue Initiative- sowohl von den"progressiven" als auch den "traditionellen" Katholiken sind kritisch.

Für die Progressisten zeigen die Mitglieder der Kommission,  von denen einige ausdrücklich gegen ein weibliches Diakonat sind, keine ausreichende Anzeichen dafür, daß der Papst ein solches neues Diakonat einrichten möchte. Sie warten ungeduldig auf konkrete Schritte seitens des Papstes.

Für traditionell eingestellte Katholiken befaßt sich diese Kommission mit einer Frage, die sie als bereits gelöst betrachten.

Z.B. hat Fr.Gerald Murray in einem Gespräch mit Raymond Arroyo von EWTN am 16, April in der Sendung "Päpstliches Aufgebot" ausdrücklich festgestellt,  daß "diese Kommission nicht gebildet hätte werden sollen", weil  sie "Zweifel aufkommen läßt, ob es stimmt, daß Frauen nicht Diakon werden können."

Fr. Murray erklärt auch, daß es schon früher - vor dem Pontifikat von Papst Franziskus-eine Kommission der Glaubenskongregation gab, die schon zu dem Ergebnis kam, daß es keine "historischen Hinweise gibt, daß es dieses [weibliche Diakonat] je gab" und daß es "keine historische Basis in der Katholischen Doktrin gibt, die es erlaubt, zu sagen, daß Frauen Diakon werden können."

Murray fragt sich, ob der Papst hier nur Zeit gewinnen will und höflich auf die Forderungen der Amazonas-Synode nach weiteren Untersuchungen zum Thema weibliches Diakonat antwortet.
Sein Kollege bei "Papal Posse"  Dr. Robert Royal fügt hinzu, daß die Absicht des Papstes hinter der 
Einrichtung der neuen Kommission "zwiespältig" ist. Er hofft, daß das weibliche Diakonat als Unmöglichkeit in der Kirche abgetan wird.  

Die vorherige Kommission von 2016 gibt - laut Papst Franziskus- keine klare Antwort darauf, ob die Kirche jemals weibliche Diakone entsprechend den männlichen Diakonen-hatte. 
Im Mai 2019 sagte er den Medien, daß die bis jetzt gefundenen Einsetzungsformeln für weibliche Diakone nicht die selben sind, wie die für die Männer und eher der heutigen Segnung einer Äbtissin  ähneln."

Aber Papst Franziskus hat das offizielle Ergebnis der Kommission von 2016 nie veröffentlicht. 


Sandro Magister kommentiert noch einmal die päpstlichen Osterfeierlichkeiten

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo  noch einmal die diesjährigen besonders politisch geprägten Osterfeierlichkeiten von Papst Franziskus und hängt den gelehrten Erklärungsversuch des Kirchenhistorikers Roberto Perticis an.
Hier geht´s zum Original: klicken 

"Franziskus, der Papst, der Politik aus erster Hand macht. Die Analyse eines Kirchenhistorikers."  

Casarini
Dieses letzte, diesjährige Osterfest von Papst Franziskus war ein sehr politisches, wie er durch diese drei Handlungen illustrierte:

 -am 12, April, dem Sonntag, an dem die Auferstehung Christi gefeiert wird, mit der Urbi-et-Orbi
Rede, in der er Europa aufforderte, "weitere Beweis von Solidarität zu geben- und sich innovativen Lösungen zuzuwenden."

 -ebenso am Ostersonntag -indem er einen enthusiastischen Brief an die "Volksbewegungen schickte, die für ihn die Avantgarde der Menschheit in der Revolution gegen die Dominanz der Staaten und Märkte sind.

 -und zwei Tage zuvor, am 10. April, Karfreitag, als er Luca Casarini, einem Globalisierungsgegner, den der Papst zum Helden der Hilfe für Migranten im Mittelmeer erkoren hat, eine handgeschriebene Karte schrieb.

In einem vorangegangenen Post haben wir bei Settimo Cielo den Brief an die Volksbewegungen präsentiert, während die Karte an Casarini oben wiedergegeben wird- und hier in einem Transskript:

 "Luca, lieber Bruder,
Vielen Dank für Deinen Brief, den Michel mir brachte. Danke für das menschliche Mitleid, daß Du angesichts so viel  Leidens im Gesicht hast. Danke für Dein Zeugnis, das mir so gut tut,.
Ich bin Dir und Deinen Kollegen nahe. Danke für alles, was Du tust. Ich möchte Dir sagen, daß ich immer bereit bin zu helfen. Zähle auf mich.
Ich wünsche Dir ein heiliges Ostern, bete für Dich -bitte tu das auch für mich.
Möge der Herr Dich segnen!
Brüderlich- Franziskus."