Posts mit dem Label Raum der Stille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Raum der Stille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 28. Januar 2017

Mitteilungen über die Souveränität des Malteser Ordens

rorate caeli veröffentlicht einen Text von Sacerdos romanos zur Annektion des Malteser Ordens durch den Vatican -auf Geheiß des Papstes, der "den Orden von Grund auf untersuchen will"
Hier geht´s zum Original:  klicken


"EINE MITTEILUNG ZUR SOUVERÄNITÄT DES MALTESER ORDENS UND DIE WELTLICHE MACHT DES PAPSTES"

In seinem Beitrag über die Einmischung des Hl. Stuhls in die Angelegenheiten des Malteser Orden hier in rorate, stellt de Mattei fest, daß der "Hl. Vater wußte, daß er keinerlei legalen Grundlage hatte, bei den inneren Angelegenheiten des Souveränen Ordens  zu intervenieren" und unser Herausgeber, New Catholic, hat festgestellt, daß die Intervention des Hl. Stuhls der Konstitutionellen Charta absolut zuwider läuft. "
Gewisse Personen jedoch bemerkten, daß der Hl. Stuhl das Recht beansprucht hat- in der Vergangenheit beanspruchen konnte, souveräne Herrscher abzusetzen und es deshalb eine bestimmte Art einer Erklärung unf Verteidigung unserer Position in Ordnung sei.

Der Kardinalstaatssekretär hat festgestellt, daß die Intervention des Papstes gerechtfertigt sei, angesichts der Autorität, die er direkt und unmittelbar über alle getauften Gläubigen hat, ob Laien oder Kleriker. Dieses Prinzip ist in der Katholischen Doktrin verankert. Die einzige Frage ist, ob sie richtig angewendet wird.

In der berühmten Bulle "Unam Sanctam" hat Papst Bonifaz VIII unfehlbar gelehrt, daß angesichts der Überlegenheit der spirituellen über die weltliche Macht, der Papst das Recht hat, über weltliche Herrscher zu urteilen.
      
    "Beide sind deshalb in der Macht der Kirche, das heißt das spirituelle und das materielle Schwert,         aber das erste ist für die Kirche und das zweite durch die Kirche anzuwenden: 
      das erste in der Hand des Priesters, das zweite durch die Hand der Könige und Soldaten, aber               nach dem Willen und mit ..... des Priesters.
      Jedoch soll das eine Schwert dem anderen untertan sein und die zeitliche Macht der spirituellen    
      Macht...Mit der Wahrheit als unserer Zeugin ist es an der spirituellen Macht, die irdische Macht
      errichten und ein Urteil zu fällen, wenn sie nicht gut war.
      Wenn also die irdische Macht irrt, wird die spirituelle ihr Urteil sprechen...."

Diese Lehre bedeutet jedoch nicht, daß der Papst aus jedem erdenklichen Grund bei einem irdischen Herrscher einmischen kann. Die spirituelle Macht kann über die weltliche nur urteilen, wenn diese gegen übernatürliche Ziele handelt, das heißt, wenn sie schwer sündigt.
Papst Bonifaz VIII selber klärte das in seiner Botschaft an die Französischen Botschafter.
Der Königliche Französische Kanzler, Pierre Flotte, hatte einen gefälschten Papstbrief in Umlauf gebracht, der es so aussehen ließ, als beanspruche der Papst König über Frankreichs feudalen Oberherrn zu sein. Papst Bonifaz antwortete:

        "....er hat uns einen Befehl unterschoben, daß der König anerkennen solle, sein Königreich von 
         uns erhalten zu haben. Wir sind seit 40 Jahren Rechtsexperte gewesen und wir wissen sehr gut,
         daß es zwei von Gott zugeteilte Mächte gibt. Wer kann oder sollte glauben, daß wir eine solche 
         dumme und törichte Meinung haben oder jemals haben werden?  Wir erklären, daß wir auf kein          Weise die Jurisdiktion es Königs usurpieren wollen....Aber der König kann nicht leugnen, daß 
         er wie alle Gläubigen uns aus Gründen der Sünde untertan ist....Unsere Vorgänger haben drei 
         Könige von Frankreich abgesetzt....und obwohl wir nicht würdig sind, in ihre Fußstapfen zu
         treten, würde der König die selben Vergehen begehen wie sie, oder größere, würden wir ihn 
         wie einen Diener entlassen- mit Trauer und großer Sorge ("Rede von Papst Bonifaz VIII an die 
         Botschafter der Französischen Staaten" in "Krise der Kirche und der Staaten",von Brian 
         Tierney)

Der Papst kann also irdische Herrscher nur aus Gründen der  Sünde absetzen.  In Fragen der Sünde sind Staaten und Herrscher wie alle menschlichen Geschöpfe Subjekt der Jurisdiktion des Vikars Christi. Das ist die Jurisdiktion, die der Papst "direkt und unmittelbar über alle getauften Gläubigen ausübt, ob Laie oder Kleriker".  Wenn der Papst bei einem irdischen Herrscher aus anderen Gründen eingreift, dann "usurpiert er die Jurisdiktion dieses Herrschers,
Das sagte auch Papst Innozenz III im Dekret Novit:

        Niemand soll glauben, daß wir die Jurisdiktion des Königs verringern oder stören wollen....
        Weil wir nicht beabsichtigen, über ein Lehen zu urteilen, ein Urteil das ihm zusteht....aber wir 
        beschliessen, über das, was die Sünde betrifft , wo das Urteil unzweifelhaft uns zusteht und wir
        werden und sollten es jedermann gegenüber ausüben.....Kein Mann, der bei gesundem Verstand
        ist, weiß nicht daß es unseres Amtes ist, jeden  Christen für jede Todsünde zu tadeln und 
        daß wir das tun können und sollten, ist aus dem ersichtlich, was der Herr zu dem Propheten
        sagte, der unter den Priestern von Anathoth ist:
        "Siehe, Ich habe dich über die Nationen und Königreiche gesetzt, auszurotten und 
        niederzureißen, zu verderben und zu zerstören, aufzubauen und einzupflanzen."
        (Jeremias 1, 10)

Wir sehen also. daß das Recht des Papstes einen Regierenden abzusetzen, nur ausgeübt werden kann, um sicher zu stellen. daß die irdische Herrschaft richtig auf das übernatürliche Ziel hingeordnet ist und nicht statt dessen auf Todsünde.
Aber warum hat der Papst beim Souveränen Militärorden Maltas eingegriffen?
Wie Prof. de Mattei argumentiert geschah das aus genau dem gegenteiligen Grund:

       ".... die Intervention hat stattgefunden, um die gläubigste und dem unveränderlichen 
         Lehramt der Kirche treueste Strömung im Orden zu bestrafen und statt dessen die zu
         unterstützen, die die Malteser Ritterschaft in eine humanitäre NGO umformen möchten
         Verteiler von Kondomen und Abortiva zum "guten Zweck" ...bei seinem Treffen mit
         dem Großmeister hat Papst Franziskus die Absicht angekündigt, den Orden "zu reformieren",
         soll heißen seine religiöse Natur zu verändern. auch wenn er genau im Namen der päpstlichen
         Autorität die Emanzipation von seinen  religiösen Normen und seiner religiösen Moral starten
         will."

Das ist dann also der Grund, warum die Intervention illegitim ist; sie fällt nicht unter den einen Fall, bei dem die spirituelle Macht legitim die weltliche Macht verurteilen kann.


Quelle: rorate caeli, sacerdos romano


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachtspredigt

Seine erste Weihnachtspredigt als Papst: gehalten am 24.12.2005 von Papst Benedikt XVI im Petersdom. Hier geht´s zum deutschen Gesamttext der Predigt:  klicken

Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, geht ein Licht auf.....


" (.....)  Hören wir ein zweites Wort aus der Liturgie dieser Heiligen Nacht, diesmal dem Buch des Propheten Jesaja entnommen: „Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf“. Das Wort Licht durchzieht die ganze Liturgie dieser heiligen Messe. Es klingt wieder an in der Lesung aus dem Brief des heiligen Paulus an Titus: „Die Gnade ist erschienen“. 
Der Ausdruck „ist erschienen“ gehört dem griechischen Sprachbereich zu und besagt dort dasselbe, was im Hebräischen „ein Licht strahlte auf“ heißt: Die „Erscheinung“ – die „Epiphanie“ – ist das Hereinleuchten von Gottes Licht in eine Welt voller Dunkel und voller ungelöster Fragen. Schließlich erzählt uns das Evangelium davon, daß den Hirten der Glanz Gottes erschien und daß er sie „umstrahlte“. 
Wo Gottes Herrlichkeit erscheint, da wird es hell in der Welt. „Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm“, sagt uns der heilige Johannes. Licht ist Quelle von Leben.  
Licht bedeutet aber vor allem Erkenntnis, bedeutet Wahrheit im Gegensatz zum Dunkel der Lüge und der Unwissenheit. So läßt Licht uns leben, zeigt uns den Weg. Licht bedeutet aber dann, weil es Wärme schenkt, auch Liebe. Wo Liebe ist, geht ein Licht auf in der Welt; wo Haß ist, ist die Welt finster. Ja, im Stall von Bethlehem ist das große Licht erschienen, auf das die Welt wartet. In dem Kind, das da im Stall liegt, zeigt Gott seine Herrlichkeit – die Herrlichkeit der Liebe, die sich selbst verschenkt und die sich aller Größe begibt, um uns auf den Weg der Liebe zu führen. Das Licht von Bethlehem ist nicht mehr erloschen. In allen Jahrhunderten hat es Menschen berührt, hat es sie umstrahlt. Wo der Glaube an dieses Kind aufging, da blühte auch die Caritas auf – die Güte für die anderen, das Zugehen auf die Schwachen, auf die Leidenden; die Gnade des Verzeihens. Von Bethlehem her zieht sich eine Lichtspur, eine Spur der Liebe und der Wahrheit durch die Jahrhunderte." (.....

und sie endet so:

"Wenn wir Eucharistie feiern, sind wir in Bethlehem, im „Haus des Brotes“. Christus gibt sich uns und gibt uns seinen Frieden. Er gibt ihn, damit wir das Licht des Friedens in uns tragen und es weitergeben; damit wir Friedensstifter werden und so zum Frieden in der Welt beitragen. So bitten wir ihn: Herr, mache deine Verheißung wahr. Laß Frieden werden, wo Unfrieden ist. Laß Liebe aufstehen, wo Haß ist. Laß Licht werden, wo Dunkel ist. Mache uns zu Trägern deines Friedens. Amen."

Quelle: La Santa Sede, LEV. Predigten Benedikt XVI

Samstag, 18. Juli 2015

Nicht so die Gottlosen, nicht so!

Psalm 1

Selig der Mann, der nicht folgt dem Rat der Bösen,
der nicht auf dem Weg der Sünder geht,
noch sitzt im Kreis der Spötter;
Der aber Freude hat am Gesetz des Herrn
und sinnt darüber bei Tag und bei Nacht.
Er gleicht einem Baum, gepflanzt am Rande der Wasser,
der Früchte trägt zu der Zeit und dessen Blätter nicht welken:
ja, alles gelingt ihm.
Nicht so die Gottlosen, nicht so!
Sie sind wie Spreu, die im Wind verweht.
So werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht
noch die Sünder in der Gemeinde der Frommen.
Denn der Herr  behütet den Weg der Gerechten,
doch der Weg der Sünder führt in den Abgrund.

Montag, 10. März 2014

Grußwort des Emeritus nach Tanzania

Papa em. Benedetto hat ein Grußwort an das am 11. und 12. März in Morogono /Tanzania am Jordan-Universitäts-Kolleg stattfindende Symposium  der Joseph-Ratzinger-Stiftung des Vaticans mit dem Thema: "Wo bist Du ( Joh.19/9). Die Person und die Botschaft Jesu in der Trilogie "Jesus von Nazareth" von Joseph Ratzinger"   geschickt.
Zum Symposium werden 400 Teilnehmer, unter ihnen 5 Bischöfe, erwartet.

                                                      "Liebe Freunde !
Von Professor Buckenmaier höre ich, daß Sie im März 2014 ein Symposion abhalten, in dem Sie von meinen drei Jesus-Büchern her sich um das Verstehen der Person und der Botschaft Jesu von Nazareth mühen wollen.
Jesus Christus ist die Mitte unseres Glaubens, der seinem Wesen nach Begegnung mit ihm und so mit dem lebendigen Gott ist. Daß seine Gestalt in unserer Zeit durch vielerlei Diskussionen und Meinungen immer mehr verdrängt und unzugänglich wird, ist eine Sorge für die Kirche, die uns innerlich umtreiben muß.
Aus dieser Sorge heraus habe ich meine Bücher geschrieben, in denen ich versucht habe, Seine Gestalt neu sichtbar zu machen...."

weiter  geht´s hier- bei Fondazione Ratzinger   klicken

Sonntag, 12. Januar 2014

Entweltlichung und die kleine Herde

Entweltichung-eine "revolutionäre Forderung" ? Im Jahre 1958 schon....da schrieb ein frisch habilitierter junger Theologe namens Joseph Ratzinger für die Zeitschrift "Hochland" einen Artikel "Die neuen Heiden und die Kirche".

Er beginnt so-:  " Nach der Religionsstatistik ist das alte Europa noch immer ein fast vollständig christlicher Erdteil. Aber es gibt wohl kaum einen Fall, in dem jedermann so genau weiß, daß die Statistik täuscht. Dieses dem Namen nach christliche Europa ist seit rund 400 Jahren zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen her auszuhöhlen droht. Das Erscheinungsbild der Kirche der Neuzeit ist wesentlich davon bestimmt, daß sie auf eine ganz neue Weise Kirche der Heiden geworden ist und noch immer mehr wird: nicht wie einst Kirche aus den Heiden, die zu Christen geworden sind sondern Kirchen von Heiden, die sich noch Christen nennen, aber in Wahrheit zu Heiden wurden. Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst" (.......)
Er schreibt dann, daß "die junge Kirche auf der Entscheidung des Einzelnen zum Glauben ruhte", man habe sich anfangs erhofft, dass sich so schon auf Erden eine Gemeinschaft von Heiligen bilden werde, eine Kirche ohne Fehl und Tadel, habe sich aber eingestehen müssen, daß auch der bekehrte Christ ein Sünder bleibt, dass selbst schwerste Vergehen in der christlichen Gemeinschaft möglich seien, die irdische Kirche also unvollendet bleiben müsse.
Kirche war damals dennoch eine Gemeinschaft von Überzeugten (....) bereits im Mittelalter habe sich das geändert, seien Kirche und Welt eins geworden- und so "Christsein keine eigene Entscheidung mehr sondern eine politisch-kulturelle Vorgegebenheit."

"Heute ist die äußere Deckung von Kirche und Welt geblieben"... .aber-so fährt er fort- "fast niemand glaubt mehr, daß an dieser sehr zufällig kulturpolitischen Vorgegebenheit "Kirche" etwa das ewige Heil hängen kann."   (......)
"Es wird  der Kirche auf die Dauer nicht erspart bleiben, Stück um Stück von dem Schein ihrer Deckung mit der Welt abbauen zu müssen und wieder das zu werden, was sie ist: Gemeinschaft der Glaubenden. Tatsächlich wird ihre missionarische Kraft durch solche äußeren Verluste nur wachsen können."


Donnerstag, 19. September 2013

1977 im Erzbistum München und Freising

Ein bißchen Nostalgie kann nicht schaden, gönnen wir uns also einen Blick zurück ins Jahr 1977 und hören den klar formulierten Worten unseres Emeritus zu Beginn seines Bischofsamtes in München & Freising zu.

                 

Fortsetung folgt

Mittwoch, 4. September 2013

Sonntag, 25. August 2013

Gestern in Castel Gandolfo und auf dem Albaner See


Gestern wurde in der Kirche Madonna del Lago am Albaner See in Castel Gandolfo, das von Papst Paul VI eingeführte Fest der Madonna mit einer Hl. Messe und einer Bootsprozession gefeiert. Zelebrant der Hl. Messe war Kurienerzbischof G.Gänswein.
Hier einige Ausschnitte aus seiner Predigt:

...."Maria ist das Modell für jede christliche Berufung, für den Ruf an seinem Werk mitzuarbeiten, wie Gott es von den Menschen erwartet. Maria, unsere Verwandte, verwendet sich bei ihrem Sohn für uns. Alles, was sie tut, tut sie im Angesicht Christi. Maria führt Jesus in das irdische Leben ein, aber sie beschränkt sich nicht darauf. Sie selbst ist seine erste Begleiterin. Verborgen, leise, ohne Beifall und Meriten zu suchen, begleitet sie ihn durch das Leben. Je stiller sie das tut, desto hörbarer wird ihr Wort."  (.....)

" Marias Mitgehen mit dem Herrn macht Schule. Nach kurzer Zeit schließen sich auch andere Frauen und Männer Jesus an, um ihm auf den Wegen Galiläas und Judäas zu dienen. Der Herr läßt sich dabei helfen, die zu suchen und zu erlösen, die verloren gingen. Jesus hat auch uns eine große Verantwortung für die Rettung so vieler Menschen übertragen. Wie die ersten Schüler neben Maria wollen auch wir den Herrn auf den Wegen der Welt begleiten. Damals wie heute gibt es aber auch Menschen, die den Herrn verlassen."  (....)

"Wer Jesus bis zum Ende begleitet, wird von ihm nach Golgotha hinaufgebracht, aber so nimmt er auch an seinem österlichen Sieg teil. Maria, die Mit-Pilgerin- wird dort gleichzeitig die schmerzensreiche und die siegreiche Mutter ( Mater dolorosa e vittoriosa). Die Hl. Jungfrau nimmt immer andere Menschen mit und bringt sie zu Christus. Sie will keine Bewunderer sondern Mitpilger, Begleiter Jesu." (....)

"Maria als Begleiterin, Herrin, Führerin lädt uns alle ein, uns gemeinsam auf den Weg zu machen zu Christus, dem Licht der Welt."

Quelle: Osservatore Romano 25.8.13

Freitag, 16. August 2013

Donnerstag, 15. August 2013

Assumptio Beatae Mariae Virginis

oder was den heutigen Feiern in der gesamten katholischen Welt vorausging

Die Proklamation des Dogmas der Himmelfahrt Mariens und ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel

"Quapropter, postquam supplices etiam atque etiam ad Deum admovimus preces, ac Veritatis Spiritus lumen invocavimus, ad Omnipotentis Dei gloriam, qui peculiarem benevolentiam suam Mariae Virgini dilargitus est, ad sui Filii honorem, immortali saeculorum Regis ac peccati mortisque victoris, ad eiusdem augustae Matris augendam gloriam et ad totius Ecclesiae gaudium exsultationemque, auctoritate Domini Nostri Iesu Christi, Beatorum Apostolorum Petri et Pauli ac Nostra pronuntiamus, declaramus et definimus divinitus revelatum dogma esse : Immaculatam Deiparam semper Virginem Mariam, expleto terrestris vitae cursu, fuisse corpore et anima ad caelestem gloriam assumptam".

Fotos vom großen Ereignis, die hier zu einem Video  zusammengefügt wurden

                   

Ein Video von der Französischen Wochenschau, die berichtete, daß 600.000 Gläubige vor dem Petersdom versammelt waren, unter ihnen der französische Außenminister Robert Schumann, der italienische Staatschef A.de Gasperi und sein Vize G.Andreotti,  um mit dem Hl. Vater, 40 Kardinälen und 600 Bischöfen die Proklamation des neuen Dogmas zu feiern.


                   

Die Anrufung des Hl. Geistes durch Papst Pius XII geht der feierlichen Proklamation des Dogmas am 1.11.1950  voraus, die mit der Erteilung des apostolischen Segens endet.


                   

Die Videos haben wir bei Rorate Coeli gefunden.herzlichen Dank!

Mittwoch, 14. August 2013

Maximilian Kolbe

Heute jährt sich zum 72. mal die Ermordung des Hl. Maximilian Kolbes.

Fr.Maximilian Kolbe 1939
Fr. Maximilian Kolbe 1939
Bild: Public domain via Wikimedia commons
Maximilian Kolbe, Märtyrer für den Glauben, wurde im Januar 1894 in Warschau geboren.
Nach einer Marienerscheinung trat er am 4.September 1904 in den Minoritenorden ein und nahm den Namen Maximilian Maria an.
1918 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Zusammen mit anderen Franziskanern gründete er in der Nähe von Warschau die Militia Immaculatae und baute das Missionszentrum Niepokalanów.
Von 1930 -36 arbeitete er als Missionar in Japan.
Nach einer vorübergehenden Verhaftung durch die Gestapo 1939 wurde er 1941 endgültig gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt, weil er in Niepokalanów mehrere tausend Juden, Ukrainer, Polen und andere Verfolgte aufgenommen hatte.
In Auschwitz begleitete er die Gefangenen als Seelsorger und Priester.
Als - am 29. Juli 1941, nach der vermuteten Flucht eines Häftlings zur Vergeltung mehrere Männer zur Hinrichtung ausgesondert wurden, bat Pater Kolbe, die Stelle eines der Gefangenen, der Frau und Kinder hatte, und dessen Platz im "Hungerbunker" einnehmen zu dürfen.
Als er am 14. Augut immer noch lebte, wurde er mit einer Phenolspritze- Lieblingstötungsmittel der SS-  getötet und im Krematorium verbrannt.
1971 sprach Papst Paul VI Maximilian Kolbe selig, 1982 wurde er von Papst Johannes Paul II als Märtyrer heilig gesprochen.

Heiliger Maximilan Kolbe bitte für uns !

Samstag, 20. Juli 2013

Raum der Stille - Psalm 124

Psalm 124
Wallfahrtslied Davids:
Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt- so soll Israel sagen:

Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt,
als sich gegen uns die Menschen erhoben,
dann hätten sie uns lebendig verschlungen,
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
Dann hätten die Wasser uns weggespült,
hätte sich über uns der Wildbach ergossen.
Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen,
die wilden und wogenden Wasser.
Gelobt sei der Herr,
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.
Unsere Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;
das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Der Hl. Augustinus sagt zu diesem Psalm: "Er wird in angemessener Weise von den Gliedern Christi, die das Glück erlangt haben, gesungen.
Insbesondere haben die Heiligen Märtyrer gesungen, die diese Welt verlassen haben und mit Christus in die Herrlichkeit eingegangen sind, bereit, die unvergänglichen Leiber, die zuvor vergänglich waren, anzunehmen. In ihrem Erdenleben erlitten sie Qualen am Körper, aber in der Ewigkeit verwandeln sich diese Qualen in eine Zierde der Gerechtigkeit."
"Nicht nur die Seligen im Himmel : auch wir sind von sicherer Hoffnung beseelt und singen jubelnd. Denn die Sänger dieses Psalms sind uns nicht fremd.
Deshalb singen wir alle in der Einheit der Herzen....."
"Gemeinsam ersehnen wir das Leben, das wir hier unten nicht haben können und das wir nie haben können, wenn wir es nicht zuvor ersehnen."


( Augustinus: Esposizione sul Salmo 123,3, Bibliotheca Agostiniana Rom,
Katechese von Papst Benedikt XVI , 22. 6.2005 )