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Donnerstag, 13. Februar 2020

Roberto de Mattei zu "Querida Amazonia"


Roberto de Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana die ausgebliebene Revolution in der gestern veröffentlichten postsynodalen Apostolischen Exhortation.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"QUERIDA AMAZONIA: DIE FOLGEN EINER WENDE,  DIE NICHT STATTFAND"

"Vollbremsung bei den „viri probati“. Die Amazonasynode ist gescheitert. Jetzt gibt es einen offenen Konflikt mit den deutsch-amazonischen Bischöfen. In diesen drei Punkten kann die Dynamik zusammengefaßt werden, die durch das heute vorgestellte nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus ausgelöst wird.
Mit dem Apostolischen Schreiben, das den Schlußpunkt unter die Amazonas-Synode setzt, die vom 6.–27. Oktober 2019 in Rom stattfand, waren große Erwartungen verbunden. Sowohl das Instrumentum laboris vom 17. Juni 2019 als auch das Schlußdokument vom 26. Oktober 2019 legten eine pantheistische Kosmologie vor, deren sichtbarer Ausdruck die in den Vatikanischen Gärten verehrten und in Prozession durch den Petersdom getragenen Pachamama-Figuren waren, bevor sie von Alexander Tschugguel in den Tiber geworfen wurden. 
Diese kosmologische Vision bleibt der skandalöseste Aspekt der Amazonas-Synode, die aber noch andere ehrgeizige Ziele verfolgte, angefangen mit der Einführung der viri probati, also der Zulassung verheirateter Männer zum Priestertum, obwohl Johannes Paul II und Benedikt XVI diese Möglichkeit kategorisch ausgeschlossen haben, die von den progressivsten Kräften der
Kirche seit der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils vertreten wurde. 
Der Paragraph 111 des von der Synode gebilligten Schlußdokuments hat in den vergangenen Monaten eine starke symbolische Bedeutung erhalten. Darin wurde vorgeschlagen, „geeignete und anerkannte Männer der Gemeinschaft als Priester zu weihen, die ein fruchtbares ständiges Diakonat ausüben und eine angemessene Ausbildung für das Priestertum erhalten, und eine rechtmäßig konstituierte und stabile Familie haben können“.
Während Papst Franziskus am endgültigen Wortlaut seines Schreibens arbeitete, sandte Kardinal Claudio Hummes, der Generalrelator der Amazonas-Synode und Vorsitzende der REPAM, am 13. und am 29. Januar 2020 allen Bischöfen sub secreto zwei Briefe, um sie auf die bevorstehende Veröffentlichung des Textes von Papst Franziskus vorzubereiten. Im zweiten Brief schickte der brasilianische Kardinal einen Link zum Paragraphen 111 des Schlußdokuments der
Amazonas-Synode mit, was darauf hindeutete, daß der Teil des nachsynodalen Schreibens werden würde.
Die Einführung der viri probati sollte in einigen Regionen des Amazonasbeckens begonnen und dann auf die Weltkirche ausgeweitet werden. Es sollte nicht nur eine „kirchliche Disziplin“ eliminiert werden, sondern ein Gesetz der Kirche, das auf ein Gebot göttlichen und apostolischen Ursprungs zurückgeht.


Fundstück zu Querida Amazonia

Guido Horst kommentiert für Die Tagespost die postsynodale Apostolische Exhortation "Querida Amazonia" die in ihrer konservativen Natur die hochgeschraubten Erwartungen auf Umsturz so schwer enttäuscht hat. Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel

"Nachsynodales Schreiben: Alles bleibt, wie es immer war" 

beginnt der Artikel so- Zitat: 

"Papst Franziskus hat sich entschieden, mit seinem postynodalen Schreiben „Querida Amazonia“ (Das geliebte Amazonien) keine der Türen zu öffnen, über die im Umfeld der vergangenen Bischofsversammlung zum Amazonasbecken immer wieder spekuliert worden war: Weder die zur Weihe verheirateter Diakone zu Priestern, was die Synode dem Papst im Schlussdokument vorgeschlagen hatte. 
Noch die zur Weihe von Frauen zu Diakonen– ein Thema, das auf der Bischofsversammlung selbst breiten Raum eingenommen hatte. Und auch nicht die zur Erarbeitung eines amazonischen Ritus, was ebenfalls ein Votum der Synode war. 
Wenn man bedenkt, daß ein deutscher Bischof sogar die Erwartung geäußert hatte, daß in der katholischen Kirche nach der Amazonas-Synode nichts mehr so sein würde wie vorher, dann muss man das von Franziskus vorgelegte Schreiben sogar als ausgesprochen konservativ bezeichnen. In der Frage des Priestermangels in abgelegenen Regionen etwa regt der Papst das an, was immer eine Antwort der Kirche war: Mehr Priester als Missionare in diese Gegenden zu schicken."  (....) 

Quelle:  G. Horst, Die Tagespost 

Sonntag, 9. Februar 2020

Kardinal Pell- soll nicht vergessen werden

Marco Tosatti berichtet für La Nuova Bussola Quotidiana über das aktuelle Befinden Kardinal George Pells. Hier geht´s zum Original:  klicken

PROZESSUALE TORHEITEN

PELL NICHT VERGESSEN: SO GEHT ES DEM KARDINAL 
"Georg Pell ist nach einem Prozess inhaftiert, der selbst bei gleichgültigen, wenn nicht gar katholikenfeindlichen  Kommentatoren zu kritischen Reaktionen geführt hat. Die Staatsanwaltschaft konnte keine Beweise gegen ihn erbringen und das Urteil wurde in Frage gestellt. Der National Catholic Register hat von Menschen, die ihm nahe stehen, Nachrichten über den Kardinal erhalten

Wir dürfen Kardinal George Pell nicht vergessen, der seit einem erstinstanzlichen Prozess und einem Revisionsverfahren eine Gefängnisstrafe, die kritische Reaktionen auch bei normalerweise Katholiken gegenüber indifferenten wenn nicht feindlichen Kommentatoren hervorgerufen haben. 

Pell wartet darauf, daß der Oberste Gerichtshof, der seinen Berufungsantrag angenommen hat,über seinen Fall entscheidet und eine Antwort darauf gibt. Es ist vorherzusehen, daß der Oberste Gerichtshof Mitte des nächsten Monats zusammentritt - der normalerweise nach einigen Wochen zu einem Urteil kommt.Wie Sie sich erinnern, wurde der Purpurträger auf der Basis einer einzigen Zeugenaussage des angeblichen Opfers wegen eines einmaligen sexuellen Mißbrauchs unter Umständen, die durch eine unabhängige Fernsehr-Recherche als unplausibel und unmöglich bewiesen wurden, verurteilt wurde. Die Anklagevertretung war nicht in der Lage irgendein Zeugnis oder irgendeinen Beweis für seine Beschuldigung vorzubringen- während Dutzende positiver Zeugenaussagen nicht berücksichtigt wurden. 

Der National Catholic Register hat von Personen, die ihm nahe stehen, Nachrichten über den Purpurträger erhalten. Soviel man weiß, ist Kardinal George Pell guter Stimmung und entwickelt einen persönlichen pastoralen Dienst und betreibt eine Korrespondenz mir anderen Gefangenen, die ihm über ihr Leben geschrieben haben. 


Freitag, 31. Januar 2020

Fundstück

CNA veröffentlicht den Text der Rede, die Bischof Oster vor der ersten Sitzung des "Synodalen Weges" gehalten hat.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"BISCHOF OSTER WARNT VOR "BLOSSEM HUMANISMUS DER NETTIGKEIT"

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Bei der Eröffnungssequenz zur ersten Synodalversammlung zum "Synodalen Weg" sprach der Passauer Bischof Stefan Oster über seine Motivation, sich für die Kirche zu engagieren und betonte die zentrale Bedeutung der Realpräsenz Christi in der Eucharistie. Oster sprach auch die Gefahr an, dass der "Synodale Weg" für Eigeninteressen missbraucht werden könne."  (....)

Quelle: CNA

Bischof Oster bloggt übrigens auch und hat seine Rede auch auf seinem Blog veröffentlicht 

Der Primas von Frankreich wird im Revisionverfahren vom Vorwurf der Vertuschung sexuellen Mißbrauchs freigesprochen

  • Christophe Henning  und Benevent Tosseri  berichten für 
  • La Croix über den Ausgang des Revisionsverfahrens Kardinal Barbarins in Lyon. Hier geht´s zum Original:   klicken

"DIE AFFÄRE PREYNAT: KARDINAL BARBARIN WIRD IM REVISIONSVERFAHREN FREIGESPROCHEN"
Die Richter in Lyon haben Donnerstag, dem 30. Januar, Kardinal Philippe Barbarin freigesprochen. Angeklagt, weil er den sexuellen Mißbrauch Minderjähriger nicht angezeigt habe, war der Erzbischof von Lyon am 7. März 2019 vom Strafgerichtshof zu 6 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt worden.

Erleichterung auf Seiten der Verteidigung Kardinal Barbarins, der Gerichtssaal nicht anwesend war. Niedergeschlagenheit bei den   an diesem Nachmittag des Donnerstags  30. Januar, zahlreich im Justizpalast von Lyon anwesenden Opfern.
5 Jahre einer belastenden Prozedur endeten mit der Entlastung des Erzbischofs von Lyon - von den Richtern des Revisiongerichtes für unschuldig befunden.

"Dies ist der Höhepunkt eines sehr langen Kampfes", sagte Me Jean-Félix Luciani, Anwalt von Kardinal Barbarin. Das ist das Ende des Weges für einen Mann, der öffentlichen Gerüchten, Verleumdungen und Ungerechtigkeiten ausgesetzt war. Diese Ungerechtigkeit wurde nun behoben.

Am 7. März 2019 hatte das vom Strafgerichtshof von Lyon verhängte Urteil von 6 Monaten Gefängnis mit Bewährung die Wirkung eines Erdbebens.
Gemeinsam mit 5 seiner Mitarbeiter war der Erzbischof für schuldig befunden worden,
In seinem Revisionsantrag hat der Primas von Gallien seine Verteidigungslinie nicht geändert: auch wenn er Unterlassungen zugab, verstand er immer noch nicht, was man ihm vorwarf: "Ich weiß nicht, was ich nicht getan habe".
Auf 40 Seiten beschreibt das Urteil des Lyoner Gerichts zunächst sorgfältig die Chronologie des schmerzlichen Geschehens, das die Opfer von Bernard Preynat erlebten- der zugegeben hat, in den 90-er Jahren Dutzende junger Pfadfinder angegriffen zu haben: der Strafgerichtshof, vor dem der Mißbraucher vor cirka 10 Tagen erschien, wird sein Urteil am 16 März sprechen.

Die 4. Strafkammer unter dem Vorsitz von Éric Séguy analysiert dann die wesentlichen Elemente der Straftat, sexuellen Missbrauch von Minderjährigen nicht gemeldet zu haben. Technische Fragen, die sich auf die Beschreibung eines Teils des Sachverhalts beziehen, aber auch auf die strikte Auslegung der "Verletzlichkeit" der Opfer, die alle erwachsen sind und in der Lage sind, selbst rechtliche Schritte einzuleiten: "Das Leiden der Beschwerdeführer ( …) Diese traumatische Erinnerung, dieses Gefühl der Schande, so real und unbestreitbar sie auch sind, kann nicht mit einer Krankheit, einem Gebrechen, einem Mangel gleichgesetzt werden, die zu einer anderen Anklage führen würden.

Schließlich vertrat das Gericht die Auffassung , daß der Kardinal nicht versucht habe, die Justiz zu behindern und daß der Zeitpunkt der Entlassung von Preynat zwar moralisch ernsthaft fragwürdig war, jedoch keine Straftat darstellte. Der Primas von Gallien hatte selbst "Fehler" in der Handhabung dieses schmerzhaften Themas zugegeben.
(...)


Quelle: La Croix, C. Henning, B. Tosseri

Freitag, 24. Januar 2020

Der GenterAltar, L´Agneau Mystique und das Internet. Noch ein Fundstück

Es ist schon bemerkenswert, daß eine Tafel- wenn auch die zentrale- eines Altaraufsatzes aus dem 15. Jahrhundert, das in der der St. Bavo-Kathedrale in Gent eher den Gläubigen und den Liebhabern der flämischen Malerei bekannt war, jetzt nach einem Bericht über das Ergebnis der aktuellen Restauration im Internet Furore macht. Darüber berichtet heute sachkundig Marco Gallina in "Die Tagespost". Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel :

"WIE DAS LAMM GOTTES DAS INTERNET EROBERTE"

beginnt der Artikel so:

"Die Restauration des weltberühmten Genter Altars hat enthüllt, daß das ursprüngliche Lamm Christi völlig anders aussah als angenommen. Was zuerst mit Überraschung und Ablehnung zur Kenntnis genommen wurde, kursiert nun als Internet-Meme in den sozialen Medien." (...)

Quelle: M.Gallina, Die Tagespost 

Mittwoch, 22. Januar 2020

Tweet zum Tage

Heute an der Baustelle von Notre Dame - der Wiederaufbau des Dachstuhls.....

"Europas Zukunft liegt nur im Christentum----das Neuheidentum ist sein Untergang"

Maike Hickson hat für Life-Site-News die Predigt, die Kardinal Müller am Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone  in Rom gehalten hat kommentiert und dann in voller Länge wiedergegeben.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"KARDINAL MÜLLER: EUROPAS ZUKUNFT LIEGT NUR IM CHRISTENTUM... DAS NEUHEIDENTUM IST SEIN UNTERGANG"
"Das Neuheidentum leugnet, daß jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist und deshalb steht das Neuheidentum dem Leben feindlich gegenüber." 

Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation hat zum Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone in Rom gepredigt- (Siehe den vollen Text unten). Darin hat er an Europa einen starken Appell, zu Jesus Christus, dem Erlöser, zurückzukehren, gerichtet. 

Während er über die jungfräuliche Märtyrerin, die Hl. Agnes sprach, machte er darauf aufmerksam, daß sie bereits als Mädchen "genau den Unterschied zwischen dem wahren und einzigen Gott und den vielen falschen Göttern der Heiden kannte."

"Wir folgen dem Beispiel der Märtyrer" erklärte er "wenn wir nicht in alte Formen der Anbetung hohler Idole, ihrer Abbildungen und Statuen aus Holz, Stein und Metall zurückfallen."

Kardinal Müller erinnerte und auch daran, daß "der Glaube an Götter und Dämonen und die Anrufung der Elemente durch Schamanen die Wahrheit der Erlösung verdunkeln,." und daß Jesus Christus der "Sohn Gottes und der einzige Retter der Welt ist." Die Hl. Agnes ermutigt uns durch ihr Martyrium "öffentlich unseren Katholischen Glauben hier in Rom und in Europa zu bezeugen - ohne Menschenfurcht,"

Er fuhr damit fort, uns vor neuheidnischen Theorien zu warnen, die das Christliche Bild des Menschen als in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen ablehnen und deshalb dem Leben gegenüber feindlich sind."

"Das Christentum lehrt uns " fuhr Müller fort "daß jedes menschliche Leben heilig ist, vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu seinem letzten Atemzug. Daraus ergibt sich das kategorische Nein zu Abtreibung und Euthanasie, zu Geschlechtsumwandlung und zur Zerstörung der Familie!" Deshalb liegt nur im Christentum die Zukunft Italiens. Neuheidentum ist sein sicherer Untergang" endete der Prälat entschlossen.

Damit unterstützte der Kurienkardinal mehr einen Politiker, der "symbolisch" den Rosenkranz hochhält  als den, der buchstäblich das Kruzifix abnimmt. Es erscheint ihm auch vergeblich, "Dialoge" mit dem alten Scalfari anzufangen, wenn dieser Atheist aus ihnen auf verwirrte Weise schließt, daß der Papst die Göttlichkeit Jesu geleugnet hat." 

Der deutsche Prälat macht in seiner Predigt klar, daß "Italien und Europa nur durch eine kulturelle, moralische und religiöse Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes eine Zukunft haben. Durch seine Auferstehung aus dem Tod hat er Hass, Sünde und Tod besiegt."


Sonntag, 19. Januar 2020

Ein dreifacher Segen mit dem Volto Santo

Paul Badde berichtet bei CNA von einem ganz besonderen Ereignis in Manopello- drei Bischöfe, Kardinal Gerhard Müller, Erzbischof Bruno Forte und  Erzbischof Salvatore Cordileone haben "urbi et orbi" mit dem Volto Santo gesegnet. Kardinal Müller hat die Predigt gehalten.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"Eine kurvenreiche Geschichte an ihrem guten Ziel"


beginnt der Artikel so-  Zitat:

"Als Benedikt XVI. am 1. September 2006 als erster Papst nach über 400 Jahren sein Knie wieder vor dem wahren Schweißtuch Christi beugte, erlaubten ihm die Umstände und viele Widerstände dennoch kaum mehr, als dass er sich damals der kostbaren Ur-Ikone im Grunde nur wie ein beliebiger Pilger oder japanischer Tourist nähern durfte."  (....)

Quelle: Paul Badde, CNA

Donnerstag, 16. Januar 2020

M. Tosatti nach der Lektüre der Einleitung und des Nachwortes von "Aus der Tiefe unserer Herzen"

Marco Tosatti teilt bei Stilum Curiae die Eindrücke, die die erste Lektüre des Vor-und Nachwortes von "Aus der Tiefe unserer Herzen" auf ihn gemacht haben, mit seinen Lesern und hält auch nicht mit seinem Urteil über die noch vor dem Erscheinen des Buches weltweit verbreiteten Lügen und ihre Urheber hinter dem Berg. Hier geht´s zum Original:  klicken


"VERFLUCHT SEIST DU, DER DU GESCHWIEGEN HAST!" DER SCHREI VON BENEDIKT UND SARAH

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Trolle und Eindringlinge, Störer & co, heute hab ich in der Tiefe meiner Erkältung in meiner Post ein Geschenk gefunden : die Texte aus dem Buch von Benedikt XVI und Kardinal Sarah- ja aus dem von beiden geschriebenen Buch. 

Eine schnelle Lektüre der Einleitung, des Nachwortes (von den beiden zu vier Händen geschrieben) und der Aufteilung des Werkes Arbeit bloßgestellt, wie viele Lügen unsere Kollegen, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Spanier, Argentinier, die mit dem Hof des amtierenden Papstes verbunden sind, verbreitet haben, um zu  versuchen, die Bedeutung dieses Textes herabzusetzen, der offensichtlich von beiden erdacht und geschrieben wurde. 

Nein, Benedetto ist kein armer, verunsicherter alter Mann, wie es die niedrigsten Lebensformen im vatikanischen journalistischen Teich versucht haben, die Menschen glauben machen wollten. Kardinal Sarah hat niemandes guten Glauben gekapert, indem er einen alten, senilen  Mann umkreiste 
(Ich werde nie den Tweet vergessen, mit dem Austen Ivereigh den Hashtag #elderabuse #abused of old people gestartet hat. Der ist etwas, der eine Person für das ganze Leben abbildet, ein Röntgenbild der Seele.).

Im Folgenden finden Sie finden Sie einige Auszüge aus der von Nicolas Diat geschriebenen  Präsentation und aus dem von beiden Autoren verfaßten Nachwort. Im Buch geht der von Joseph Ratzinger geschriebene Beitrag von Seit 21 bis Seite 55.
Es ist schwierig das als etwas, das zu vernachlässigen ist, abzulehnen. Sarahs Teil ist ausführlicher. Aber es ist offensichtlich, daß der Text auf zwei Beinen steht.

Kann ich sagen, was mich berührt hat? Die Bezugnahme auf den Hl. Paulus im gemeinsamen Nachwort. In diesen schwierigen Zeiten sollte die einzige Angst sein, die jeder haben sollte, eines Tages von Gott dieses harte, vorwurfsvolle Wort sagen zu hören: 
" Verflucht seist du, der du geschweigen hast" 
Das sind Worte, die in den Ohren wievieler von uns wiederklingen könnten? 

In Anbetracht der Realität des Buches nimmt der vom Regime aufgelegte Flicken. die Unterschrift zurück zu ziehen, lächerliche Formen an und erscheint immer mehr wie der kraftlose Schlag argentinischer Wut, wie unkontrolliertes Fließen von Galle.
Das Buch ist da -ein dramatisches und beredtes Zeugnis. 


Mittwoch, 15. Januar 2020

Fundstück - zum Buch.....

CNA Deutschland gibt heute einen Ausschnitt aus "Aus der Tiefe unserer Herzen" bekannt. Und der geneigte Leser darf sich fragen, warum ein solcher Text bei den Revolutionswächtern um den amtierenden Papst zu einer reaktiven Kernschmelze führte.
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Unter dem Titel :

Dokumentiert: Der Originaltext von Benedikt XVI im Buch "Aus der Tiefe des Herzens"


beginnt der Beitrag so- Zitat:

"Kardinal Robert Sarah hat bekanntgegeben, daß bei seinem neuen Buch "Des profondeurs de nos coeurs" ("Aus der Tiefe des Herzens") auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. mitgewirkt hat (CNA Deutsch hat berichtet). Mit freundlicher Genehmigung des fe-Medienverlags veröffentlicht CNA Deutsch einen Auszug des Beitrags Benedikts XVI zu Priestertum und Zölibat im deutschen Wortlaut.

"1. Die Gestaltwerdung des neutestamentlichen Priestertums in der christologisch-pneumatischen Exegese

Die Bewegung, die sich um Jesus von Nazareth gebildet hat, war – jedenfalls in der vorösterlichen Zeit – eine Laienbewegung. Darin ähnelt sie der Bewegung der Pharisäer, weshalb die ersten Auseinandersetzungen sich wesentlich auf die pharisäische Bewegung beziehen. Erst beim Letzten Pascha Jesu in Jerusalem ist die priesterliche Tempelaristokratie – die Sadduzäer – auf Jesus und seine Bewegung aufmerksam geworden, was zum Prozess und zur Hinrichtung Jesu geführt hat. Dementsprechend konnten auch die Ämter in der um Jesus sich bildenden Gemeinschaft nicht dem Bereich des alttestamentlichen Priestertums zugehören: Priestertum war erblich. Wer nicht aus einer Priesterfamilie stammte, konnte auch nicht Priester werden."
Quelle: CNA,  

Montag, 13. Januar 2020

Magister: Das Buch.....

Sandro Magister kommentiert und analysiert für Settimo Cielo das vom Papa emeritus und Kardinal Sarah gemeinsam verfaßte Buch "Aus der Tiefe unserer Herzen" , das morgen veröffentlicht wird. Aber seit gestern Abend schon seine Sprengkraft zeigt,,,,
Hier geht´s zum Original: klicken

"EIN BUCH WIE EINE BOMBE. RATZINGER UND SARAH BITTEN FRANZISKUS,  NICHT DIE TÜR FÜR VERHEIRATETE PRIESTER ZU ÖFFNEN."

SarahSie haben sich getroffen. Sie haben sich geschrieben, Gerade als der Lärm einer seltsamen Mediensynode, die an die Stelle der echten Synode, der Amazonas-Synode  trat, durch die Welt polterte. 
Und sie beschlossen, das Schweigen zu brechen: „Es war unsere heilige Pflicht, an die Wahrheit des katholischen Priestertums zu erinnern. In diesen schwierigen Zeiten muss jeder Angst haben, dass Gott eines Tages diesen bitteren Vorwurf an ihn richten wird: "Du bist verflucht, der du nichts gesag hast." Das ist ein Rückgriff auf eine Schmährede der Hl. Caterina von Siena, der großen Geißlerin der Päpste. 
Papst Emeritus Benedikt XVI und der guineanische  Kardinal Robet Sarah haben ihr Buch kurz vor Weihnachten zur Druckerei gegeben, das in Frankreich Mitte Januar in der Edition Fayard unter dem Titel  "Aus der Tiefe unserer Herzen" erscheint .
Noch bevor Papst Franziskus die Schlußfolgerungen jener Amazonas-Synode gezogen hat, bei der es in Wirklichkeit mehr um Flüsse und Wälder ging und bei der eine wütende Diskussion um die Zukunft des katholischen Priestertums ging- ob verheiratet oder nicht und ob in Zukunft offen für das Frauenpriestertum.oder nicht.
Es wird in der Tat ein ernstes Problem für Franziskus sein, einen Weg zum verheirateten Priestertum und zum weiblichen Diakonat zu eröffnen, nachdem sein Vorgänger und ein Kardinal mit tiefgreifender Lehre und strahlender Heiligkeit des Lebens wie Sarah eine so klare und kraftvolle Position zur Stützung des priesterlichen Zölibats, eingenommen haben und mit diesen fast ultimativen Worten aus der Feder des einen und der vollen Zustimmung des anderen den regierenden Papst anreden:

Sonntag, 12. Januar 2020

Fr. Hunwicke spricht

auch heute bei liturgicalnotes in Fortsetzung über die Diakonia in der frühen Kirche. Heute mit viel Kirchengeschichte.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIACONIA IN DER TRADITION DER RÖMISCHEN KIRCHE" (3) 

Das Modell des Dienstes, das ich mit Hilfe von Collins aus dem Gregorianischen Sakrament entnommen habe und das bis zum Zweiten Vatikanum unberührt blieb, ähnelt unheimlich dem, was wir in einer der frühesten Schriften finden, die mit dem Lehramt der römischen Kirche zu tun haben: dem Ersten Brief von Clemens. Lesen Sie die Kapitel 40-44. "Dem Hohepriester werden seine richtigen Liturgien gegeben, und den Priestern (Hiereusin) wird ihr eigener Platz in der richtigen Reihenfolge gegeben, und den Leviten wurden ihre eigenen Diakonien auferlegt."
Wie Collins betont, bezieht sich die Sprache in dieser Passage "weiterhin ausschließlich auf den Kult ..., so dass sich das umstrittene" Amt des Bischofs "(episkope) auf die zentrale Funktion innerhalb des christlichen Kultus bezieht".

1. Clemens und das Gregorianische Sakrament sehen den christlichen Dienst im Sinne des alttestamentlichen hebräischen Priestertums. Der Bischof ist der Hohepriester; die Diakone sind die Leviten. Ich kenne in diesen frühen Schriften keine Spur der Vorstellung, dass Diakonie in Begriffen aus Apostelgeschichte 6 über den Dienst an armen Witwen zu lesen ist; auch keine Hinweise auf den Hl. Stephan. Solche Anspielungen, solche Darstellungen der Bedeutung des Diakonats, die dem Text der Apostelgeschichte entnommen sind, sind historisch zweitrangig oder sogar tertiär.
Ich erinnere mich hier an zwei Beobachtungen von Dom Gregory Dix.
Die erste ist seine Einsicht, daß man erst im dritten Jahrhundert anfängt, die kürzlich „heiliggesprochene“ Schrift zu benutzen, um theologische Behauptungen zu stützen; daß die Überlieferung zuvor ohne schriftliche Beweise behauptet werden konnte - und wurde - (daher stützte sich die trinitarische Lehre weder auf Matthäus 28:19, noch trompeten römische Bischöfe Matthäus 16: 18-19, wenn sie Autorität ausübten).
Er schreibt: "Wenn wir nicht die bedeutende Veränderung der christlichen theologischen Methode durch die endgültige Heiligsprechung der NT - Schriften erkennen, die erst nach 180 n. Chr. ihre volle Wirkung entfaltet, werden wir die Kirche des zweiten Jahrhunderts ... bis jetzt nicht verstehen Die maßgebliche Grundlage der christlichen Lehre war einfach die "Tradition", der lebendige Ausdruck der christlichen Offenbarung durch das Lehramt der Bischöfe, deren Norm und Bezugsmaßstab die Tradition Roms war. "

Das zweite ist Dix 'beeindruckendes Bekenntnis zur Antike des römischen Ritus: "Die Beweise der wissenschaftlichen Erforschung der Liturgie zeigen immer mehr, daß die alten römischen Sakramentare in der modernen Verwendung einen unvergleichlich größeren Körper von echtem Primitivem bewahrt haben - und damit Ich meine nicht nur das vornicäanische, sondern auch das zweite und sogar das erste Jahrhundert - christliches liturgisches Material (wenn wir nur wissen, wie man danach sucht) als jedes andere erhaltene liturgische Dokument. "


Samstag, 11. Januar 2020

Wider den Mythos vom mittelalterlichen Heidentum

Der britische Historiker und Volkskundler Francis Young entlarvt bei First Things dem ewigen Mythos vom "Mittelalterlichen Heidentum" mit wissenschaftlichen Argumenten als das, was er ist- Erfindung.  Hier geht´s zum Original:  klicken


"DER MYTHOS VOM MITTELALTERLICHEN HEIDENTUM"
Sie sehen nicht sehr christlich aus - diese seltsamen Gesichter aus Blättern und diese Frauen, die an den Wänden mittelalterlicher Kirchen karikaturistisch vergrößerte Genitalien zeigen.
Die meisten Menschen, die sich mit der mittelalterlichen Architektur Westeuropas beschäftigt haben, haben von einem Reiseleiter erfahren, daß eine bestimmte Schnitzerei oder ein dekoratives Element ein heidnisches Bild ist, das sich subversiv in einem christlichen heiligen Raum aufdrängt.
Es ist üblich, daß historische Filme, Dramen und Romane, die im Mittelalter angesiedelt sind, heidnische Charaktere aufweisen, die oft am Rande der Gesellschaft leben und den Glauben der Vorfahren vor einer herrschenden christlichen Kirche verbergen. Die Vorstellung, daß es in der mittelalterlichen Gesellschaft ein sogenanntes „Heidentum“ als Mittel des bewussten Widerstands gegen das Christentum gab, hat sich als verführerisch erwiesen, obwohl es dafür keinerlei sachliche Grundlage gibt. Wie ist der Mythos des heidnischen Mittelalters entstanden, und warum hat er so viel Einfluss auf unsere Vorstellungskraft?

Der Mythos geht Jahrhunderte zurück, mit Anfängen im Mittelalter, als sich der Vorwurf des Heidentums in theologischen Kontroversen als nützlich erwies.
Die Idee, daß Sekten von Zauberern den Teufel verehrten und ihm Opfer brachten, tauchte in den Schriften von Dämonologen des 14. Jahrhunderts auf. Diese Legende erlaubte es, Personen, die der Zauberei und Hexerei angeklagt waren, wegen Apostasie zu verurteilen, da sie angeblich von der Anbetung Gottes zur Anbetung des Teufels übergegangen waren.
Im 16. Jahrhundert nutzten protestantische Kritiker der katholischen Kirche den Vorwurf, der Katholizismus sei eine Form des Heidentums, weil er Praktiken wie die Verehrung von Heiligen und Reliquien erlaubte. Für die Protestanten nach der Reformation war das Mittelalter heidnisch, weil es katholisch war.

Im neunzehnten Jahrhundert verband sich der Antikatholizismus mit einer romantischen Fantasie heidnischer Zauberei als Aufstand gegen die institutionelle Macht der Kirche. Der französische Historiker Jules Michelet artikulierte die romantische Sichtweise in seiner Hexengeschichte "La Sorcière" (1862). Die Folkloristen des 19. Jahrhunderts stuften viele Volksbräuche als Relikte einer vorchristlichen Vergangenheit ein und erweckten den Eindruck, daß die europäischen Bauern während des gesamten Mittelalters und darüber hinaus im Grunde genommen unter einem christlichen Kulturmantel heidnisch geblieben waren.

Daher die Tendenz, in der mittelalterlichen europäischen Kunst alles als heidnisch zu bezeichnen, was nicht den Stereotypen der christlichen Kunst entspricht.
Man beobachtet das in Reiseführern, in Läden, in denen mittelalterliche Waren verkauft werden und in wissenschaftlichen Büchern über mittelalterliche Kunst, insbesondere solche, die älter als zwei oder drei Jahrzehnte sind.
Die Figuren im "Book of Kells" und die Statuen auf White Island im irischen Lough Erne sind keine Darstellungen der menschlichen Form, die aus der griechisch-römischen Tradition stammen - daher „heidnisch“. Doch Irland war schon Jahrhunderte zuvor eine christliche Nation.
Kunstwerke wurden geschaffen und ihr Kontext ist spezifisch christlich. Nennen wir sie heidnisch, nur weil sie uns kulturell fremd erscheinen?


Samstag, 4. Januar 2020

Der BR besucht den Emeritus in Mater Ecclesiae

und hat das für seine Zuschauer in einem Video mit dem Titel "Bayern im Vatican"  festgehalten.
Man kann das hier anschauen:  klicken

Der Beitrag wird am 6.1. um 11:15 gesendet und steht vorab schon in der Mediathek.

Hier der Hinweis-Tweet des Autors:


Sonntag, 29. Dezember 2019

Mehr zur päpstlichen Unfehlbarkeit

Dr. E. Feser hat einen dreiteiligen Essay über die Päpstliche Unfehlbarkeit verfaßt und u.a. bei LifeSiteNews veröffentlicht. Dieser Text ist der zweite Teil
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KANN DER PAPST DIE DOKTRIN ÄNDERN? ES WIRD ZEIT FÜR KLARHEIT ÜBER DIE PÄPSTLICHEN UNFEHLBARKEIT."
Anmerkung des Herausgebers: Der folgende Teil eines tiefgründigen Essays zur "Päpstlichen Fehlbarkeit", die LifeSiteNews in 3 Folgen veröffentlicht, Dieses ist der zweite Teil.

"Die katholische Lehre über die Lehrautorität des Papstes ist ziemlich klar, aber viele Leute missverstehen sie sehr. Einer meiner nicht-katholischen Freunde fragte mich kürzlich, ob der Papst die Lehre der Kirche über Homosexualität theoretisch umkehren könne. Mein Freund sagte: "Er könnte einfach eine Ex-Cathedra-Erklärung zu diesem Zweck abgeben, nicht wahr?"
Nun, nein, er könnte nicht. So funktioniert das einfach gar nicht. Einige Leute denken, daß katholische Lehre ist, daß ein Papst nicht nur unfehlbar ist, wenn er Ex-Cathedra-Erklärungen abgibt, sondern in allem, was er tut und sagt. Das ist auch einfach nicht der Fall. Die katholische Lehre erlaubt, daß Päpste schwerwiegende Fehler begehen können, auch Fehler, die in gewisser Weise Lehrfragen betreffen.

Viele Katholiken wissen das alles, aber sie verstehen die Autorität des Papstes oft auf andere Weise falsch. Einige meinen, ein Katholik müsse die Lehre eines Papstes nur dann akzeptieren, wenn diese Lehre von ihm als unfehlbar dargelegt wird. Auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „minimalistischen“ Auffassung müssen sich die Katholiken auf vieles einlassen, auch wenn dies nicht als unfehlbar bezeichnet wird. Andere glauben, dass ein Katholik verpflichtet ist, sich mehr oder weniger mit jeder Ansicht oder Entscheidung eines Papstes in Fragen der Theologie, Philosophie, Politik usw. einverstanden zu erklären, auch wenn diese nicht als unfehlbar bezeichnet werden. Und auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „maximalistischen“ Ansicht gibt es vieles, das ein Katholik nur mit Respekt betrachten muss, dem er aber nicht unbedingt zustimmen muss. Wie immer ist die katholische Lehre ausgewogen, ein Mittelwert zwischen Extremen - in diesem Fall zwischen diesen minimalistischen und maximalistischen Extremen. Aber sie ist auch nuanciert, und um es zu verstehen, müssen wir einige Unterscheidungen treffen, die zu oft ignoriert werden.


Verschaffen wir uns zunächst Klarheit über die Unfehlbarkeit.  Das Erste Vatikanische Konzil lehrte:

"Wenn der Papst ex cathedra, das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen aufgrund seiner höchsten apostolischen Autorität spricht, definiert er eine Doktrin über den Glauben oder die Moral, die 
von der ganzen Kirche einzuhalten ist . Durch die göttliche Hilfe, die ihm im seligen Petrus versprochen wurde, besitzt er jene Unfehlbarkeit, die der göttliche Erlöser seiner Kirche bei der Definition der Glaubens- oder Sittenlehre zugestanden hatte. Daher sind solche Definitionen des Papstes für sich -und nicht mit Zustimmung der Kirche- unumkehrbar."


Freitag, 20. Dezember 2019

Fundstück

Die Tagespost kommentiert die beleidigten der Konkurrenz auf die Errichtung der Stiftung "Die Tagespost für katholische Publiszist" durch den Papa emeritus.
Hier geht´s zum Fundstück:  klicken

Unter dem Titel:

„Monopole tun nie gut, Strukturkonservatismus auch nicht“

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Der Chefredakteur der „Tagespost“, Oliver Maksan, hat der Kritik der „Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands“ (GKP) an der Errichtung der „Tagespost Stiftung für katholische Publizistik“ widersprochen.
„Dem emeritierten Papst Benedikt XVI. vorschreiben zu wollen, wie er katholische Publizistik in Deutschland zu fördern habe, befremdet“, sagte Maksan am Freitag in Würzburg." (....)


Quelle: DieTagespost

Dienstag, 10. Dezember 2019

Grußbotschaft des Papa emeritus an die Internationale Theologen-Kommission zu ihrem 50-jährigen Bestehen

Sandro Magister hat bei Settimo Cielo - mit einem kurzen Kommentar- die Grußbotschaft des Papa emeritus Benedikt XVI an die Internationale Theologen-Kommission veröffentlicht.
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"AUS RATZINGERS TAGEBUCH, TATEN UND UNTATEN DER INTERNATIONALEN THEOLOGENKOMMISSION" 

Ende November traf sich die Internationale Theologenkommission im Vatican, um ihr erstes halbes Jahrhundert zu feiern. Und Papst Franziskus - der sie in Audienz empfing, dankte ihnen dafür 2018 ein Dokument zu einem Thema verfaßt zu haben, das ihm sehr am Herzen liegt- zur Synodalität und er erklärte daß das für viele nicht die Art zu denken ist. also" sich an den Händen zu  halten und vorwärts zu gehen, Partys mit jungen Leuten zu veranstalten oder Meinungsumfragen darüber zu starten, was die Leute über das Frauenpriestertum denken,."

Wenige haben jedoch realisiert, daß die dreißig Theologen der Kommission auch die Botschaft eines anderen Papstes- heute emeritierten- Papstes, namens Joseph Ratzinger empfangen haben, auch er ein Theologe größten Kalibers, der bei ihrer Gründung 1969 Teil dieser Kommission war.

Die Botschaft, die von Benedikt XVI an die Internationale Theologenkommission adressiert ist, kann man in ganzer Länge  in italienischer Sprache auf der offiziellen website des Vaticans lesen:

Grußbotschaft des Papa emeritus...."
Für den Anfang drückt Ratzinger seine Wertschätzung der Autonomie aus, die die Theologen-Kommission von Anfang an gegenüber der Kongregation für die Glaubenslehre hatte. Natürlich ist der Präfekt der Kongregation auch der Präsident der Kommission, aber es ist wie im "Österreichisch-Ungarischen Reich", wo "der Kaiser von Österreich und der König von Ungarn dieselbe Person waren, während die beiden Länder autonom leben eines neben dem anderen. "


Freitag, 6. Dezember 2019

Spannendes aus dem Geschichtsbuch der Kirche....Lesen!

Um die Frage , wer der schlechteste Papst der Kirchengeschichte war, beantworten zu können, führt
Roberto De Matteit bei Corrispondenza Romana - seine Leser zunächst ins mittelalterliche 10. Jahrhundert zurück - in dem einer seiner Kandidaten, Johannes XII, das Petrusamt inne hatte.
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"WER WAR DER SCHLECHTESTE PAPST IN DER GESCHICHTE DER KIRCHE?" 

Wer war der schlechteste Papst in der Geschichte der Kirche? Viele glauben, daß das Alexander VI war, ein Papst der über die Maßen kritisiert wurde, aber laut Roberto Bellarmino war das Johannes XII (937-964 , der ihn als "omnium pontificum fere deterrimus», "quasi der schlechteste von allen Pontifices"(De Romano Pontifice, l. II, Kap. XIX, in De controversiis christianae fidei, Bei Societatem Minimam, Venetii 1599, p. 689) definierte.

Alberico II - Graf von Tusculum, Princeps von Rom von 932 bis 954 ließ sich,bevor er starb in den Petersdom tragen, zum Grab des Apostels - und ließ in Gegenwart von Papst Agapitos den römischen Adel schwören, daß sie nach dem Ableben des Papstes seinen Sohn zum Papst wählen würden, dem er den glückverheißenden Namen Octavian gegeben hatte. Als der Papst im Dezember 955 starb, wurde Octavian unter dem Namen Johannes XII zum Papst gewählt, obwohl er noch nicht das erforderliche kanonische Alter hatte, er war erst 18.

Nach der übereinstimmenden Beschreibung der Quellen war der junge Mann ein entschlossener Papst, der sein Leben der ungezügelten Freuden, denen er sich hingegeben hatte, nicht unterbrach,
als er auf den päpstlichen Thron gewählt wurde. Im Herbst 960 war er in einen Konflikt mit dem Marquis Berengario von Ivrea, der sich selbst zum König von Italien ernannt hatte, und mit dessen Sohn Adalbert geraten und bat  Otto I, den König von Deutschland zu Hilfe.
Otto zog an der Spitze seines Heeres nach Italien, besiegte Berengar und Adalbert und fuhr weiter nach Rom, wo er am 2. Februar 962, dem Fest Mariae Lichtmess, vom Papst feierlich zum Kaiser gekrönt wurde. Diese Krönung war der Gründungsakt des sogenannten "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation"

Diesem Akt folgte eine eine Woche später die Gewährung des sog. Privilegium Ottonis, ein Dokument, von dem noch heute eine Kopie in den Vatican-Archiven aufbewahrt wird, Das Dokument bestätigte einerseits alle territorialen Zugeständnisse, die von POipin II, dem Kurzen und Karl dem Großen und anderen, die ihnen folgten gegenüber dem Hl. Stuhl gemacht worden waren, und verpflichtete andererseits den Hl. Stuhl die Wahl eines Pontifex der vorherigen Zustimmung durch den Kaiser und seine Nachfolger zu unterwerfen. Otto kehrte dann nach PAvia zurück, aber Johannes brach den Treue-Eid, den er Otto geleistet hatte und ging ein gegnerisches Bündnsi mit dem alten Feind Adalbert ein.

Liutprando, Bischof von Cremona, berichtet in einem berühmten, kürzlich in philologisch korrekter Fassung wiedergegebenen Text über den Konflikt zwischen Papst und Souverän in den Jahren 960 bis 964 (De Iohanne Papa et  Ottone Imperatore, herausgegeben von Paolo Chiesa, Edizioni del Galluzzo, Florenz 2018). Der Kurator des Bandes nahm auch andere Dokumente in den Anhang auf, die dazu beitragen, ein vollständigeres Bild dieser Ereignisse zu vermitteln, beginnend mit den Seiten, die Johannes XII im Liber pontificalis gewidmet sind (S. 97-100 des Anhangs). Als er erfuhr, daß der Papst ein Bündnis mit Adalbert geschlossen hatte, versammelte Kaiser Otto in St. Peter eine Synode, an der die Bischöfe und Erzbischöfe seiner Anhänger, die Geistlichen, die römischen Kurialen und die Ältesten der Stadt und die Vertreter des Volkes teilnahmen.
Johannes XII entfernte sich jedoch aus der Ewigen Stadt.


Mittwoch, 4. Dezember 2019

10 Jahre "Veritas in Caritate"

Stefana Montana widmet sich in La Nuova Bussola Quotidiana anläßlich des 10. Jahrestages ihrer Veröffentlichung der Enzyklika Caritas in Veritate von Papst Benedikt XVI.
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"CARITAS IN VERITATE" , WAS MAN GERN VERGISST"
Bei einer Veranstaltung im Vatican wurde der 10. Jahrestag der Enzyklika "Caritas in veritate"  von Benedikt XVI gefeiert.Eine Gelegenheit um an einige grundlegenden Beiträge dieser Enzyklika zu erinnern, die heutige Kirche vergißt. Angefangen von der engen Verbindung zwischen Caritas in Veritate und Humanae Vitae.

Vor 10 Jahren hat Benedikt XVI die Enzyklika Caritas in Veritate veröffentlicht, die die Tradition der Soziale-Enzykliken bereicherte und  "Populorum Progressio" von Paul VI in Erinnerung ruft.
Am 7. Juli 2009 wurde die Enzyklika in der Sala Stampa des Vaticans von den Kardinälen Martino und Cordes, Erzbischof Crepaldi und Professor Zamagni vorgestellt.

Gestern hat ein Internationale Kongress im Vatican diese Wiederkehr gefeiert und die Professoren Zamagni und Becchetti  haben vor allem vom Gesichtspunkt der in ihr enthaltenen Vorschläge zur Wirtschaft und des aktuellen Statements der Päpstlichen Akademie für Soziale Wissenschaften, deren Vorsitzender eben Zamagni ist, einige Charakteristika der Enzyklika herausgearbeitet.
Es ist anzumerken, daß die Enzyklika den Begriff des Unternehmers über die sogenannte öffentliche und die sogenannte private Version hinaus artikuliert und ihn auch auf die Zivilgesellschaft ausdehnt. Es ist auch richtig, an den Verweis der Enzyklika auf die "Ökonomie des Schenkens" oder an die Warnung vor der Gefahr zu erinnern, die sich aus neuen Ideologien so wie der Technologie ergibt.
Ich glaube jedoch, dass wichtige strukturelle Beiträge, die die Enzyklika zur Struktur der Soziallehre der Kirche lieferte, nicht vernachlässigt werden sollten, damit keine Hinweise vergessen werden. 

Einer dieser Beiträge ist der Zusammenhang zwischen der sozialen Frage und  der Enzyklika "Humanae Vitae" von Paul VI. Es ist gut darauf hinzuweisen, wie sehr das Erbe dieser Enzyklika über die menschliche Liebe in Gefahr zu sein scheint. Benedikt XVI betrachtete sie als eine "soziale" Enzyklika, in der es um den Ursprung der Gesellschaft selbst geht, d.h. die gegenseitige und fruchtbare Liebe zwischen Braut und Bräutigam.