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Donnerstag, 19. Dezember 2019

Roberto De Mattei zur "Mischlingstheologie" des Papstes

Roberto De Mattei analysiert und kommentiert bei "Corrispondenza Romana" den Teil der Predigt, die Papst Franziskus am Tag Unserer Lieben Frau von Guadalupe hielt, der vom "Mestizentum" Mariens, von ihrer und somit auch Jesu "Vermischung"  handelte
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"DIE "MISCHLINGS" THEOLOGIE VON PAPST FRANZISKUS" 

Zu den am häufigsten wiederkehrenden Worten in der Sprache von Papst Franziskus gehört "Rassenmischung". Franziskus gibt diesem Begriff eine nicht nur ethnische sondern auch eine politische, kulturelle und besonders theologische. Bedeutung.
Das hat er am 12. Dezember getan, als er behauptete, daß die Madonna "wenn sie für uns als Mischling gewollt ist- sie sich dazu gemacht hat und nicht für Juan Dieguito- sondern für das Volk.
Sie hat sich zum Mischling gemacht, um die Mutter aller zu sein, sie hat sich mit der Menschheit vermischt. Warum?
Weil sie Gott "vermischt" hat. Und das ist das große Geheimnis. Maria, die Mutter, "vermischt" Gott, den wahren Gott und wahren Menschen in ihrem Sohn. "
(Osservatore Romano , 13.12. 2019)
Ob Papst Franziskus sich dessen bewußt ist- oder nicht: der Ursprung dieser Mestizen-Vision des Inkarnations-Mysteriums stammt aus der Häresie von Eutyches (378-454) -Archimandrit eines Klosters in Konstantinopel, laut dem nach der Vereinigung -der hypostatischen Union- sich das Menschsein und das Gottsein Christi vermischt hätten, um ein Drittes zu formen- ein tertium quid - ein Hybrid-Mischung die weder richtig Gott noch Mensch ist.
Der Eutychismus ist eine ausgeprägte Form des Monophysitismus, weil er dem inkarnierten Sohn Gottes nur eine einzige Natur zubilligt, die aus der wirren Union der Göttlichkeit und der Menschlichkeit resultiert. In Folge der Anklage durch Eusebios von Dorilea (genau dem, der 20 Jahre vorher Nestorius verklagt hatte) versammelte Flavianus, Bischof von Konstantinopel, 448 eine Synode,  bei der Eutyches als Häretiker verurteilt und exkommuniziert wurde.
Eutichos aber- gelang es mit Unterstützung des Patriarchen von Alexandria Dioscoros eine weitere Synode in Ephesus einzuberufen, bei der er rehabilitiert wurde- während Flavianus, Eusebios und andere Bischöfe angegriffen und dann abgesetzt wurden.
Zu der Zeit war der Hl. Leo der Große der Papst, der die Synode von Ephesus für ungültig erklärte , indem er sie "Latrocinium Ephesinum" nannte, die Räubersynode von Ephesus, der Name unter dem dieses Geheimtreffen in die Geschichte einging.
Nachdem er Flavianus einen Brief geschickt hatte, in dem er die traditionelle Christologische Doktrin erklärte (Denz-H. 290-295) veranlaßte er Kaiserin Pulcheria (399-453) in Chalzedon in Bitynien ein neues Konzil zu organisieren.
Bei der dritten Sitzung des Konzils wurde der Brief von Papst Leo an Flavianus über die Inkarnation des Wortes vorgelesen und sofort- als der Lektor verstummte-  schrien alle Anwesenden einstimmig: "Das ist der Glaube der Väter, das ist der Glaube der Apostel. Wir alle glauben das, die Orthodoxen glauben das, Exkommuniziert sei. wer das nicht glaubt. So hat Petrus durch den Mund des Leo gesprochen". (Mansi, Sacrorum conciliorum nova et amplissima Collectio,VI, 971, Act. II).

Das Konzil von Chalzedon definierte sodann die Glaubensformel der Einheit der Person Christi als Person und die Dualität der Naturen der einen Person Christi- perfekter und wahrer Gott,  perfekter und wahrer Mensch, ein Subjekt in zwei unterschiedlichen Naturen.

Die dogmatische Definition von Chalzedon bekennt: "ein einziger und gleicher Sohn und unser Herr Jesus Christus ; perfekt in seiner Göttlichkeit und perfekt in seiner Menschlichkeit. Wahrer Gott und wahrer Mensch, gemacht aus vernünftiger Seele und Körper- eins mit dem Vater in der Göttlichkeit und eins mit uns Menschen in der Menschlichkeit -außer in der Sünde, gezeugt vom Vater vor der Zeit in der Göttlichkeit und in der Zeit von der Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, geboren in der Menschlichkeit für uns und unsere Erlösung". (Denz-H- 301) 


Mittwoch, 25. September 2019

Kardinal Burke und Bischof Schneider begründen und rechtfertigen ihre Kritik

Edward Pentin veröffentlicht im National Catholic Register Kardinal Burke und Bischof Schneider noch einmal zu ihren aktuellen Sorgen zu Wort kommen.
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"Kardinal Burke, Bischof Schneider: Kritik an Irrtümern ist Treue zum Papst"  
In einer neuen Erklärung sagen sie, daß die Mißachtung der Vernunft bedeutete, daß auf ihre Sorgen mit "sentimentalen Argumenten" und Verleumdungen geantwortet wurde. 
Edward Pentin
"Kardinal Raymond Burke und Bischof Athanasius Schneider haben in einem Statement erklärt, warum sie der Ansicht sind, daß sie die Pflicht haben, sich gegen eine „fast allgemeine Verwirrung der Lehre“ in der heutigen Kirche auszusprechen, und warum solche Kritik aus „großer Liebe zu den Seelen“  und zu Papst Franziskus vorgebracht wird.
In der dreiseitigen Erklärung vom 24. September mit dem Titel "Eine Klarstellung über die Bedeutung der Treue zum Papst" (siehe den vollständigen Text unten) sagen der Patron des Souveränen Malteserordens und der Weihbischof von Astana, Kasachstan, daß ihr Gewissen ihnen nicht erlaube, zu schweigen - angesichts der Unklarheiten und Lehrfehler dieses Pontifikats."
Sie beziehen sich dabei insbesondere auf die Unauflöslichkeit der Ehe und die Zulassung derjenigen zur Heiligen Kommunion, die "in irregulären Verbindungen zusammenleben", auf die "zunehmende Zustimmung zu homosexuellen Handlungen" und die Behauptungen, es handele sich sowohl in dem kürzlich vom Papst unterzeichneten Dokument für die Menschlichen Brüderlichkeit als auch beim  Instrumentum Laboris oder Arbeitsdokument für die bevorstehende Amazonas-Synode um Lehrfehler. 
Aus "Respekt und Liebe" fordern sie den Heiligen Vater auf, solche Fehler "eindeutig zurückzuweisen" und "der praktischen Abschaffung des priesterlichen Zölibats" in der lateinischen Kirche nicht zuzustimmen (die Amazonas-Synode wird die Erlaubnis dazu erörtern, verheiratete Männer zu ordinieren, um die Eucharistie in entlegene Gebiete dieser Region zu bringen).
Sie stellen fest, daß in "jüngster Zeit" eine vorherrschende "fast vollständige Unfehlbarkeit" der päpstlichen Äußerungen aufgetreten ist, die "keine Möglichkeit mehr für eine ehrliche intellektuelle und theologische Debatte mehr zuläßt" und zu einer "Missachtung der Vernunft und damit der Wahrheit" geführt hat. "


Montag, 9. September 2019

Fundstück - gestern in Köln

In seinem blog "Philosophia Perennis" berichtet David Berger von der gestrigen Lichterprozession mit der "schwarzen Mutter Gottes" in Köln und von der Predigt des Kölner Kardinals.
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unter dem Titel:
"SACRA COLONIA": Ein Abend im "heiligen Köln"
beginnt der Artikel so - Zitat:

"Mehr als tausend Gläubige haben am gestrigen Sonntagabend in einer feierlichen Lichterprozession das Gnadenbild der „Schwarzen Muttergottes“ durch die Straßen Kölns begleitet. Zuvor hatte der Kölner Kardinal Rainer M. Woelki in einer Aufsehen erregenden Predigt davor gewarnt, die Kirche dem Zeitgeist angleichen zu wollen. Eine klare Absage erteilte er den Forderungen nach einem Priestertum der Frau."  (....)

Quelle: Philosophia Perennis, D. Berger




Und hier kann man die mutmachende Predigt im Original nachlesen:

Mittwoch, 4. September 2019

Ist die Gesellschaft Jesu noch zu retten?

Michel Warren Davis rechnet nach den Äußerungen von Pater Arturo Sosa über den Satan im Crisis Magazin mit der SJ in ihrem derzeitigen Zustand ab- und beginnt mit einem Blick in die Zukunft unter einem Papst Pius XIII.
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"RANGIERT DIE JESUITEN AUS UND FANGT NEU AN"
Stellen wir uns vor, was zukünftige Kirchenhistoriker über die Jesuiten sagen werden: 
„Die Gesellschaft Jesu wurde 1540 vom heiligen Ignatius von Loyola gegründet und spielte eine entscheidende Rolle bei den Bemühungen der Kirche, die entstehende protestantische Häresie zu beseitigen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie jedoch zur Hochburg einer anderen Häresie - der Moderne - und wurde schließlich auf Befehl von Papst Pius XIII. unterdrückt. Die Überreste des Ordens blieben in den Vereinigten Staaten bis in die Mitte des 21. Jahrhunderts bestehen, hauptsächlich aufgrund des Wertes des Landes, auf dem sie College-Campus gebaut hatten.
Im Jahr 2103 wurden die sieben verbliebenen Priester der Gesellschaft gemeinsam in der Episcopal
Kirche neu ordiniert, wodurch sich die Anzahl der Episcopal-Kleriker kurzzeitig verdoppelt."

Harsch? Vielleicht. Aber welchen Grund haben wir, für die Zukunft der Jesuiten in der Katholischen Kirche optimistisch zu sein? 

Erst letzte Woche wurde der Ordensgeneral der Gesellschaft Jesu, Pater Arturo Sosa- das ist der Bursche mit dem Schnurrbart- von der Internationalem Vereinigung der Exorzisten (IAE)
getadelt, weil er Satan eine "symbolische- keine persönliche Realität" genannt hatte. 

Die IAE wies Pater Sosa darauf hin, daß die "reale Existenz Satans -als persönliches Subjekt, das denkt und handelt und die Rebellion gegen Gott gewählt hat, eine Glaubenswahrheit ist, die immer Teil der christlichen Lehre war."

Der beste Trick des Teufels ist es, dich zu überzeugen, daß er nicht existiert" wie Charles Baudelaire scherzte. Je nun, der oberste Jesuit der Welt ist darauf reingefallen. 

Es wird irgendwie schlimmer, Am 28. August haben sowohl säkulare als auch Katholische Veröffentlichungen berichtet, daß ein älterer, an einem aggressiven Tumor im Rachenbereich erkrankter Homosexueller in Seattle von einem SJ- Priester gesegnet wurde, bevor er seinen Partner heiratete und assistierten Selbstmord beging. "Ich habe keinerlei Bedenken gegen das, was ich getan habe" hat Robert Fuller kurz vor seinem Selbstmord bei Facebook geschrieben.- "Und mein Pastor/Sponsor hat mir seinen Segen gegeben. Und es ist ein Jesuit!!!" 


Samstag, 29. Juni 2019

Bischof Eleganti teilt die Kritik Kardinal Brandmüllers am Instrumentum Laboris für die Amazonas-Synode

Dr. Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews die Erklärung mit der Bischof Marian Eleganti die massive Kritik Kardinal Brandmüllers am Instrumentum Laboris der Amazonas-Synode unterstützt- und veröffentlicht dann den Gesamttext der Erklärung.
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"SCHWEIZER BISCHOF: "DIE AMAZONAS-SYNODE KÖNNTE DEN GESAMTEN KÖRPER DER KIRCHE KONTAMINIEREN UND IHN ERNSTHAFT SCHÄDIGEN."

"Bischof Marian Eleganti, der Weihbischof von Chur in der Schweiz, hat sich zustimmend zu Kardinal Walter Brandmüllers Kritik am Arbeitsdokument für die kommende Amazonas-Synode vom 27. Juni geäußert und gesagt, daß wenn solche Ideen angenommen werden, sie "den gesamten mystischen Lieb der Kirche kontaminieren und ernsthaft beschädigen werden."
Der Prälat erklärt in einem Kommentar für LifeSiteNews, warum er Brandmüllers Kritik an dem Dokument unterstützt, das der Kardinal als "häretisch" und "Apostasie" von der Göttlichen

Bischof Eleganti sagte, daß die Kirche das "Gesicht Christi" haben muß, kein Amazonas-Gesicht.

Die Amazonas-Synode- so Eleganti weiter- sollte nicht als Werkzeug benutzt werden, um das Priestertum oder "die sakramental-hierarchische Struktur der Kirche zu ändern."

"Ich stimme mit Kardinal Brandmüller überein "stellt er fest, " wenn er kritisiert, daß wir nicht von der Amazonas-Region sprechen sollten, wenn wir eigentlich die Universale Kirche meinen und anpeilen.
Der Bischof widerspricht dem Gedanken, für die Amazonas-Region eine Art "Priesterweihe light" einzuführen und fügt hinzu, daß es seit dem Konzil von Trient keine Möglichkeit mehr gibt,die verschiedenen Ausdrucksformen der Kraft der Weihe , d.h. die Heiligen Gebote von der Regierungsgewalt in der Kirche zu trennen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Hier ist das Original der "Deklaration zur Wahrheit"


 “DIE KIRCHE DES LEBENDIGEN GOTTES IST SÄULE UND FUNDAMENT DER WAHRHEIT"  (1 Tim. 3,15) 
Erklärung der Wahrheiten in Bezug auf einige der häufigsten Irrtümer im Leben der Kirche unserer Zeit.

 Die Grundlagen des Glaubens

1. Die richtige Bedeutung der Ausdrücke ‘lebendige Überlieferung’, ‘lebendiges Lehramt’, ‘Hermeneutik der Kontinuität’ und ‘Lehrentwicklung’ enthält die Wahrheit, dass, welch immer neue Einsichten in das Glaubensgut auch ausgedrückt werden, diese jedoch nicht dem widersprechen können, was die Kirche immer in „derselben Lehre, in demselben Sinn und in derselben Auffassung“ vorgelegt hat (vgl. I. Vatikanische Konzil, Dei Filius, 3. Sitzung, Nr. 4: „in eodem dogmate, eodem sensu, eademque sententia“).

2. „Der Sinn der dogmatischen Formeln selbst aber bleibt in der Kirche immer wahr und konstant, auch wenn er mehr erhellt und vollständiger erkannt wird.“ Deshalb ist die Meinung falsch, die sagt, dass „erstens die dogmatischen Formeln (oder gewisse Arten von ihnen) die Wahrheit nicht bestimmen, sondern nur veränderlich approximativ bezeichnen und dabei verunstalten oder verändern; zweitens die Wahrheit nur unbestimmt bezeichnen, die man ständig durch die genannten Annäherungswerte suchen müsse. Wer eine solche Meinung annimmt, entgeht nicht einem dogmatischen Relativismus und verfälscht den Begriff der Unfehlbarkeit der Kirche, die sich auf die Lehre und das Festhalten der Wahrheit in bestimmter Gestalt erstreckt“ (Glaubenskongretation, Erklärung „Mysterium Ecclesiae über die Kirche und ihre Verteidigung gegen einige Irrtümer von heute“, 5).

Der Glaube (das Credo)
3. „Wir bekennen, dass Gottes Reich hier auf Erden in der Kirche Christi seinen Anfang nahm, die nicht von dieser Welt ist, deren Antlitz ja vergeht, und, dass das ihm eigene Wachstum nicht mit dem Fortschritt der Zivilisation, der Wissenschaft und Technik des Menschen gleichgesetzt werden darf, sondern darin besteht, immer tiefer den unergründlichen Reichtum Christi zu erkennen, immer zuversichtlicher auf die ewigen Güter zu hoffen, mit immer brennenderem Herzen der Liebe Gottes zu antworten und den Menschen immer freigebiger die Güter der Gnade und Heiligkeit mitzuteilen. (…) Die stete Sorge der Kirche, der Braut Christi, für die Not der Menschen, für ihre Freuden und Hoffnungen, für ihre Arbeiten und Mühen ist demnach nichts anderes als die große Sehnsucht, ihnen nahe zu sein, um sie zu erleuchten mit dem Lichte Christi und sie alle in ihm, ihrem alleinigen Heiland, zu vereinen. Diese Sorge kann niemals bedeuten, dass sich die Kirche den Dingen dieser Welt gleichförmig macht, noch kann sie die brennende Sehnsucht mindern, mit der die Kirche ihren Herrn und sein ewiges Reich erwartet“ (Paul VI., Apostolischer Brief Solemni hac liturgia (Das Credo des Gottesvolkes), 27). Demnach ist die Meinung falsch, die besagt, dass Gott grundsätzlich allein schon durch die Verbesserung der zeitlichen und irdischen Bedingungen des Menschengeschlechts verherrlicht wird.


Freitag, 22. März 2019

In der frühen Kirche gab es kein Frauen-Diakonat

Maike Hickson berichtet bei LifeSiteNews über das Ergebnis, zu dem die Vatican-Kommission zur Frage der Frauen-Diakonates bereits vor einem halben Jahr gekommen ist und das bis jetzt von PApst franziskus zurückgehalten wird.

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"THEOLOGE BEHAUPTET:  DIE VATICAN-KOMMISSION HAT KEINE HINWEISE AUF DIE EXISTENZ WEIBLICHER DIAKONE GEFUNDEN"
"Professor Peter Hünermann -ein gut vernetzter und prominenter deutscher Theologe- berichtet LifeSiteNews  daß laut Mitgliedern der deutschen Doktrin-Kommission, mit denen er gesprochen hat, der Bericht der Vatican-Kommission für das Frauendiakonat herausgefunden hat, "daß kein Beweis dafür gefunden wurde, daß zu Zeiten der Väter Frauen als Diakone geweiht wurden. "

Vor kurzem sprach Professor Hünermann in Deutschland einem Interview über diese Vatican-Kommission zur Geschichte des Frauendiakonats, die 2016 von Papst Franziskus eingerichtet wurde. Diese Kommission hat ihre Arbeit beendet und Papst Franziskus bereits Mitte 2018 ihren  Bericht übergeben.  Professor Hünermann kommentiert die Tatsache, daß Papst Franziskus "jetzt schon seit Monaten das Ergebnis zurückhält" und sagt, daß das "für mich ein Zeichen ist, daß er mit diesem Ergebnis nicht zufrieden ist."

Als LifeSiteNews sich an den deutschen Professor wandte und ihn um mehr Informationen in dieser Sache bat, antwortete er, daß "Professore Marianne] Schlosser aus Wien- eine frühere Studentin des damaligen Professsor Ratzingers  [und Mitglied der Vaticanischen Kommission zur Frage des Frauen-Diakonats] die deutsche Doktrin-Kommission über das Ergebnis dieser Studie informiert hat,l Das habe ich von Mitgliedern der Doktrin-Kommission erfahren."
Er erklärte weiterhin, daß das "Ergebnis der Römischen Kommission " ist: "Es gibt keine historischen Hinweise darauf, daß zu Zeiten der Väter Frauen zu Diakonen geweiht wurden."

Wie Professor Hünermann erklärte, wurde diese Position schon früher sowohl von Kardinal Müller - dem früheren Präfekten der Glaubenskongregation in Rom vertreten als auch von Professor Karl-Heinz Menke, der Mitglied dieser Vaticanischen Kommission von 2016 war.
Wie LifeSiteNews berichtete, sagte Menke 2016: "Ein Frauen-Diakonat hat niemals und nirgends zum Weiheamt gehört."

Professor Hünermann wies gegenüber LifeSiteNews auch darauf hin, daß  " ich annehme, daß Kardinal Luis Ladaria als Präsident dieser Kommission diesen Standpunkt teilt."
Hünermann selbst befürwortet ein Frauendiakonat und hat das diesen Standpunkt 2012 in einem akademischen Beitrag diskutiert.


Donnerstag, 21. März 2019

Fundstück

Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia hat die Antwort auf die Fragen und Forderungen der deutschen Bischöfe und ZdK-Berufskatholiken. Gefunden bei CNA
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Unter dem Titel:

"Dem Willen Gottes zu folgen ist die Antwort auf unsere dunkle Zeit: Erzbischof Chaput" 

beginnt der Artikel von CNA so:

"Im "Herr der Ringe", der großen Erzählung des katholischen Autors J.R.R. Tolkien, gibt es eine Schlüsselszene, in der das Unterfangen hoffnungslos erscheint, den bösen, mächtigen Ring zu zerstören. Dunkelheit und Gefahr umgeben den kleinen Hobbit namens Frodo, seit er seine idyllische Heimat verlassen hat auf seiner Mission, den Ring zu vernichten.
Diese Szene war es, die Erzbischof Charles Chaput von den Studenten der University of Mary in Bismarck, North Dakota beschrieb – um mit ihnen über ihre Berufung als Katholiken und den Sinn ihres Lebens zu sprechen." (...)
Quelle: CNA

Mittwoch, 20. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes- in Fortsetzung eines ersten Beitrags-über das Glaubens-Manifest von Kardinal Gerhard Müller.
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"KARDINAL MÜLLERS MANIFEST (2)"
Warum hat Kardinal Müller also das Petrinische Amt in seinem Manifest nicht erwähnt? Ich bin sicher, daß seine Bindung an die Dekrete des I, Vaticanischen Konzils zur Unfehlbarkeit des Papstes so stark ist wie meine eigene.

1) Es ist gefragt worden: betrifft die Frage des Päpstlichen Lehramts den christlichen Glauben; oder geht es um die Umstände unter denen einem etwas über den Chritlichen Glauben gesagt werden könnte? Wenn Letzteres, könnte es sein, daß Statements wie "Der Papst ist unfehlbar" größere Ähnlichkeit mit Behauptungen wie "Die Bibel ist wahr" haben als es solche dogmatischen Lehren wie die Hypostatische Union, die Transsubstantiation oder Morallehren wie die Unauflöslichkeit der Ehe haben. Und es wäre sehr verständlich, wenn Kardinal Müller die Funktionen des Papstamtes bei der Gleichung ausgelassen haben würde- zu einer Zeit, in der die päpstlichen Funktionen - hmm- um es rundweg zu sagen,  ...nicht funktionieren.  [Denen, die vielleicht argumentieren, daß einiges von dem, was PF lehrt, orthodox ist, würde ich antworten, daß eine so verwirrte Lage gefährlicher ist, als eine Situation, in der alles falsch ist.)

2) Der anglikanische Dogmatiker Mascall hat gefragt, wie essentiell das Papsttum für die Kirche ist. Ich bin sicher, daß es dauerhaftes Element der Göttlichen Konstitution der Kirche ist. In einem Sinn ist es vollkommen essentiell. Es wurde als Institution, als Zentrum der Einheit, in die entstehenden Kirche gesetzt, zur Leitung, zur Lehre (sehr feierlich, wenn diese Lehre ex cathedra geschieht)
Aber ist es essentiell in dem Sinn, daß die Kirche während des Interregnums aufhört zu existieren? 
Kaum. Mascall schreibt darüber, daß eine "extreme Schwierigkeit" durch die Tatsache entsteht, daß zwischen Tod oder Abdankung eines Papstes  und der Annahme der Wahl durch seinen Nachfolger die Kirche....ohne weltliches Oberhaupt ist.  Es ist eine gute Sache für die Kirche einen Papst zu haben; das zeigt aber nicht im geringsten, daß das eine Notwendigkeit ist....der Papst ist nicht für das Sein (esse) der Kirche  sondern für das Wohlsein (bene esse) der Kirche. Wäre er für das Sein der Kirche essentiell, müßten wir glauben, daß während der Sedisvacanz die Kirche aufhört zu bestehen. Und das ist nicht nur ein theoretischer Punkt; nach dem Tod von Clemens IV 1268 war der Papstthron zwei Jahre, neun Monate und zwei Tage vakant.

Ich würde hinzufügen, daß es laut dem Erzbischof von Westminster zwischen dem Tod von Alexanders V (den Westminster seltsamerweise für einen richtigen Papst hält) und der Wahl von Martin V 1417 ein Interregnum von sieben Jahren gab.
Aber ich bezweifle, daß das die Art von Überlegungen sind, die Kardinal Müller im Sinn hatte.

3) Ich denke, daß die Terminologie des Sel. John Henry Newman über die Arianische Krise "ein flinkerer Hase" wäre. Er sagt, daß die Lehrautorität der Kirche für rund 60 Jahre aufgehoben war, während denen Päpste, Bischöfe und Räte in der orthodoxen Lehre versagten. (Einer der englischen Bischöfe versuchte, JHN für dieses Analyse  nach Rom zu delegieren, aber ohne Erfolg....vielleicht dachten die Manager von Pius IX, daß sie schon genügend Ärger mit Doellinger und Hefele hatten....)

Ich halte das schöne Manifest von Kardinal Müller für eine vernünftige und wertvolle Aktion, um die Lücke zu einer Zeit zu füllen, in der PF sein Lehramt aufgehoben hat, indem er sein Amt unsachgemäß benutzt, um Absonderlichkeiten, Irrtümer und Zweifelhaftes, die wie Häresien klingen, zu äußern, anstatt den Glauben zu lehren, wie er ihn von seinen Vorgängern empfangen hat. Das Manifest sieht aus, wie das der zuverlässigsten Lehre am nächsten Stehende, das wir während dieses Pontifikates bekommen werden. Es verdient von denen, deren Pflicht es ist, Gottes rettende Lehre weiterzuführen, genutzt zu werden.

Das Manifest ist eine bewundernswerte und orthodoxe Initiative, um einem Bedürfnis nachzukommen und um auf den Prozess an der Wiederherstellung dessen hinzuarbeiten, was wir seit der Abdankung Benedikts XVI so traurig vermissen:  das lehrende Papsttum."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J. Hunwicke

Dienstag, 12. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

spricht heute bei liturgicalnotes  über die Aussetzung der Funktionen des Lehramtes im aktuellen Pontifikat, mögliche Hilfe an der Bar, darüber, was der Sel. J.H. Newman über die Bischöfe während der Arianischen Krise geschrieben hat und über das Glaubensmanifest von Kardinal Müller.
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"NEWMAN ZUR AUSSETZUNG DER FUNKTIONEN DES LEHRAMTES"
"Kardinal Müllers wunderbares Manifest ist ein interessantes Dokument. Glücklicherweise ist es dazu bestimmt, amüsante Kommentare von den üblichen Verdächtigen zu provozieren. ...die Robert Mickenses, Austen Ivereighs, die ganze alberne Bande (ich frage mich, was das theologische Schwergewichte Cupich daraus machen wird). Ich habe ´glücklicherweise´ geschrieben, weil ich das lachend tun kann. Pastoral rate ich den Lesern, lieber zu lachen als depressiv zu werden. Sie haben die Pflicht, PF und seine Kumpane daran zu hindern, Sie depressiv zu machen. Wenn sonst bei Ihnen nichts wirkt, könnten Sie auf Alkohol zurückgreifen. Die Nachrichten aus der Wein-Gesellschaft  sprechen heute sehr positiv über die 2017-er Weine von der Rhone. Cointreau, Zitronensaft und Wodka machen den klassischen Drink der Dreißiger- White Lady. Lob sei unserer Lieben Frau von Lourdes, unserer Lieben Frau vom Sieg.

Vielleicht könnte das in einen neuen Zweig der Pastoral-Theologie eingearbeitet werden; was man als Antidot für jede Art von Häresie nehmen könnte, einige einfache Rezepte könnten in jedem Beichtstuhl dauerhaft deponiert werden zum Gebrauch in quantum passum et tu indiges. 

Wie einige von der albernen Bande festgestellt haben, ist es unzweifelhaft wahr, daß es eine offensichtliche Lücke im Manifest Seiner Eminenz gibt.

Er hat das Petrinische Amt des Römischen Pontifex nicht erwähnt.

Das ist im modernen Katholischen Diskurs ungewöhnlich. Der krankhaft rührselige Kult des Bischofs von Rom hat so lange das Zeugnis des inkarnierten Wortes, die Worte der Schrift, die Lehre der Väter in den Hintergrund geschoben. Wie oft haben Sie eine halbgebildete Predigt gehört, in der "Papst Franziskus sagt" hervorsticht , aber nie ein Hinweis auf "Jesus sagt" gegeben wird?
Wenn das Manifest keinen anderen Wert hätte als dieses besondere Schweigen, wäre das so erfrischend wie ein Glas kaltes Wasser an einem schwülen Tag.

Aber warum?

Vielleicht stimmt der Kardinal mit dem großen anglikanischen Theologen Eric Mascal überein, daß die Lehre von der Päpstlichen Unfehlbarkeit nicht so viel über den Christlichen Glauben aussagt als über die Umstände, in denen uns etwas über den Glauben gesagt wird.


Mittwoch, 2. Januar 2019

Fundstück

Die "Tagespost" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über die Predigt, die der Regensburger Bischof 
Rudolph Voderholzer in der Silvesternacht gehalten hat, in der er u.a. den klerikalen sexuellen Mißbrauch, das verlorene Vertrauen in die Kirche und die Versuche interessierter Kreise, dieses für ihre Zwecke zu instrumentalisieren,  thematisiert hat.
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"Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat in der Jahresschluss-Messe an Silvester 2018 im Blick auf die Zukunft der Kirche auch das schwierige Thema Missbrauch angesprochen und dessen spirituelle Dimension betont.
Missbrauchsskandal "die größte Herausforderung des Jahres"

"Wer Kindern und Jugendlichen sexuelle Gewalt antue und damit ihre Selbstbestimmung missachte, versündige sich „nicht nur an ihrem Leib, sondern auch an ihrer Seele, verstellt ihnen den Blick auf Jesus den Christus und seinen Vater“, sagte der Bischof in seiner Predigt. „Ohne Zweifel“ sei es „die größte Herausforderung des kommenden Jahres und wohl noch darüber hinaus“, so Voderholzer, „das im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal verlorengegangene Vertrauen wiederzugewinnen; und zwar nicht um des persönlichen Ansehens oder des Ansehens der Kirche willen, sondern um der Botschaft willen, für die wir stehen“. (…)

Quelle: Die Tagespost 

Sonntag, 30. Dezember 2018

Father Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über Texte, die nach dem Vetus Ordo und dem Novus Ordo in der Hl.Messe in der Weihnachts-Oktav gelesen werden.
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              "DIE PRIORITÄT DES DOGMAS"
"Seit ich alt genug bin, solche Dinge zu verstehen, bin ich vom jährlichen Evangelium der Hauptmesse am Weihnachtstag beeindruckt: dem Prolog des Johannes-Evangeliums. 

Die Welt hat das Dogma von der Geburt Gottes als Mensch auf breiter Basis abgeschafft.... und ich stelle fest, daß die Weihnachts-Oktav aus irgendwelchen kommerziellen Interessen jetzt in "Boxing-Week" umbenannt wurde. 

Aber sogar dort, wo Christus nicht ganz aus Weihnachten entfernt wurde, wird die Feier oft auf das Schmalzige reduziert. Maria und Joseph, Hirten und (zweifellos hygienische) Iiere….
Verstehen Sie mich nicht falsch: ich befürworte die Ikonographie der Kindheitserzählungen. Aber ich mag es am liebsten, wenn sie in einer traditionellen byzantinischen Ikone ausgedrückt wird, in zwei Worten: der Kopf der Mutter mit "Meter" (Mutter) und "Theou" (Gottes) umkränzt. Mein einziger Vorschlag dazu: in anglophonen Ländern sollte es landessprachlich "MUTTER GOTTES " heißen. 

Geißeln wir- für alles, was es wert ist-  das wunderschöne byzantinische Thema der Mutter PLATYTERA KOSMOU"  "geißeln": Marias Mutterleib ist weiter  und breiter als die gesamte geschaffene Welt (ein Konzept das in C.S. Lewis´ "Die letzte Schlacht" aufgenommen wird).
Der Johannes-Prolog drückt das Dogma der Menschwerdung aus, das Fleisch-annehmen Gottes. Unermesslichkeit, die in Deinem lieben Leib eingeschlossen ist.
Die Versicherung, daß das Bild von "Mutter und Kind" ein universaleres,  nicht so enges Objekt der Anrufung ausdrückt, läßt mich kalt. 

Ich ziehe die alte Römische Messe für diesen Sonntag in der Weihnachtsoktav vor. Anders als die heute im Novus Ordo angebotene Darstellung der Hl. Familie -mit dem Risiko der Sentimentalität- haben wir als Introitus diese wunderbare Passage aus dem Buch der Weisheit: "Während alle Dinge in ruhiger Stille waren und die Nacht die Mitte ihres zügigen Laufs war, sprang Dein allmächtiges Wort O Herr, vom Himmel herab von deinem königlichen Thron."


Donnerstag, 13. Dezember 2018

Sandro Magister über den Kampf der Orthodoxen Kirchen

Sandro Magister kommentiert bei Settimo  Cielo den Stand der Dinge im Streit der Orthodoxen Patriarchate und Kirchen.
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"KRIEG DER RELIGION. WEIL IN DER UKRAINE DIE GRIECHISCHEN KATHOLIKEN AM ÖKUMENISCHSTEN SIND" 

Im Kieg, der in der Orthodoxen Welt zwischen den Patriarchaten  von Konstantinopel und Moskau  stattfindet, ersteres für und letzteren gegen die Schaffung einer unabhägnige und vereinten Ukrainisch-Orthodoxen Kirche- gibt es ein drittes Rad, das der Grieschisch Katholischen Kirche der Ukraine mit ihren 4 Millionen Gläubigen.

Auf welche Seite diese sich im Konflikt stellt, ist kein Geheimnis. Die Konstantinopels. Wie ihr oberster Erzbischof, Svjatoslav Shevchuk wiederholt erklärt hat, zuletzt im Oktober in einem ausführlichen Interview mit John Allen und Inés San Martin für die amerikanische Website "Crux".
"Ukrainischer Prälat sagt:  Orthodoxe Unabhängigkeit  ist “Bestätigung ihrer Rechte"   

Aber indem sie diesen Standpunkt einnimmt, wird die Ukrainisch-Griechisch Katholische Kirche von Moskau verdächtigt, ein ehrgeizigeres Ziel anzustreben: die werdende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche sowohl in die Einheit mit den Griechischen Katholiken und so zum Gehorsam gegenüber der Kirche von Rom zu führen.
Der Außenminister des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion von Volokolamsk, hat gegenüber Franziskus diesen Verdacht wiederholt ausgesprochen. Und der Papst hat ihm Verständnis und Solidarität gezeigt. Am vergangenen 30. Mai hat er- nachdem er Hilarion im Vatican empfangen hatte, den Griechischen Katholiken befohlen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Russisch Orthodoxen Kirche einzumischen und das "Banner des Uniatismus, das nicht länger funktioniert, als vorbei" beschimpft.

Uniatismus ist für die Orthodoxen das Unerträglichste, das es gibt. Es steht für die Nachahmung derer, die für sie in allem - in der Byzantinischen Liturgie, in Gebräuchen, im Kalender, dem verheirateten Klerus Ähnlichkeit zeigen aber auch dem Papst in Rom gehorchen und wollen, daß auch andere das tun- mit der Vortäuschung einer falschen Wiederherstellung der Einheit zwischen den Kirchen.
Und das ist genau der sehr abfällige Vorwurf, den das Moskauer Patriarchat systematisch der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine macht. So systematisch, daß er in die gemeinsame Erklärung einging, die Papst Franziskus und der Russische Patriarch Kyrill am Tag ihrer Umarmung, am 12. Februar 2016 in Havanna unterschrieben haben.


Dienstag, 4. Dezember 2018

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die Zwistigkeiten zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau und den Anspruch auf den Jurisdiktionsprimat Roms.
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                         ES IST EINE SCHLECHTE ANGEWOHNHEIT, 

über innere Angelegenheiten anderer Gemeinschaften zu lehren, deshalb wird man mit wohl nicht verzeihen, wenn ich die Ansicht äußere, daß bei der aktuellen Verwicklung zwischen Konstantinopel und Moskau Moskau klar im Vorteil ist.
Die Behauptung, daß Bartholomäus in die Häresie des "Papismus" verfallen ist, ist von einem bestimmten Gesichtspunkt aus verständlich ist- sogar überzeugend.

Dom Gregory Dix liebte es, schneidende Bemerkungen darüber zu machen, wie der unbedeutende kleine Sitz am Bosporus seine Beziehung zum Protoklitos (Erstberufener)  "geschmiedet" hatte.

Der Hl.Gregor der Große mochte- wenn ich mich nicht irre- die Ansprüche auf "ökumenische Primate" nicht. Und es fehlte ihm nicht an persönlichen Erfahrungen darin, wie Byzantinische Primate funktionieren können.

Wenn die Leute einen Universalen Primat wollen, gut, es gibt Biblische Texte, die zumindest plausibel machen können, wie die römischen Ansprüche entstanden (jajaja, es gibt unterschiedliche Interpretationen des Petrinischen Textes....bitte mühen Sie sich nicht, mir das zu erklären, weil ich das nicht zulassen würde) aber worauf kann- um Himmels Willen Konstantinopel seine Ansprüche begründen, außer auf den eher unattraktiven Cäseropapismus seiner Gründung und sein erstes Jahrtausend?

In einem geteilten Christentum- fühle ich- ist viel über die Ekklesiologie in diesen zwei bewundernswerten Dokumenten der Glaubenskongregation "Communionis notio" und "Dominus Iesus" zu sagen. Das ist:

Getrennte Bischofssitze mit gültigen Weihen und Sakramenten sind wahre wenn auch verwundete eigene Kirche. Man kann sie Schwesterkirchen nennen. 

Die Ausübung des Papstamtes kann- trotz der Unterstützung die es aus der Schrift und der Tradition ziehen kann, wie PF zur Zeit dramatisch demonstriert, Probleme bereiten. Und die könnte nicht viel unmittelbare praktische Hilfe dabei bieten, die essentiellen und mörderischen geopolitischen Probleme, die die Christen des Byzantinischen Ritus im post-sowjetischen Osteuropa erleben. 

Samstag, 20. Oktober 2018

S. Magister zur Aufkündigung der sakramentalen Kommunion zwischen der Griechisch- und der Russisch-Orthodoxen Kirchedoxen Kirche

Sandro Magister kommentiert  bei Settimo Cielo die Aufkündigung der Sakramentalen Kommunion zwischen der Russisch-Orthodoxen und der Griechisch-Orthodoxen Kirche durch den Moskauer Pariarchen Kyrill und andeutungsweise den Standpunkt des Papstes zu diesem Bruch (man ist versucht zu sagen: natürlich wieder die falsche Wahl)

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"IM OSTEN GIBT ES EINE RUPTUR ZWISCHEN KYRILL UND BARTHOLOMÄUS: UND DER PAPST STELLT SICH MEHR AUF DIE SEITE KYRILLS"

"Auf militärischem Gebiet geht der Konflikt zwischen Rußland und der Ukraine mit geringer Intensität weiter. Aber auf der religiösen Ebene hat der Zusammenstoß seinen Höhepunkt erreicht.
Am 15. Oktober hat das Patriarchat von Moskau und ganz Rußland dieverein Eucharistische Kommunion mit dem Ökumenischen Patriarchen beendet- das eine angeführt von Patriarch Kyrill das andere von Patriarch Bartholomäus.

Das bedeutet, daß die heiligen Diener der Russisch Orthodoxen Kirche keinerlei Liturgie mehr gemeinsam mit dem Patriarchat von Konstantinopel feiern werden- dem Moskau systematisch die Qualifikation "ökumenisch" abspricht- und sogar der einfache russische Gläubige wird sich der Teilnahme an den Sakramenten enthalten müssen, die von den Kirchen des Byzantinischen Patriarchats gespendet werden.

Grund für diesen Bruch ist die Entscheidung, die Bartholomäus am 11. Oktober verkündet hat, mit der in der Ukraine eine vereinte Orthodoxe Kirche geschaffen wird, die autokephal ist- d.h. unabhängig - und nicht länger der Jurisdiktion des Moskauer Patriarchates unterworfen.

Genauer gesagt, gibt es jetzt drei Orthodoxe Kirchen in der Ukraine. Die größte mit dem Metropoliten Onufry ist die eine, die noch unter die Jurisdiktion des Moskauer Patriarchates fällt. Dann ist da ein zweite, 1995 von einem früheren hochrangigen Mitglied der Russischen Kirche, Filaret, als unabhängiges Patriarchat gegründet, der daraufhin von Moskau exkommuniziert wurde.
Und dann gibt  es eine dritte- mit Metropolit Macarius, der ebenfalls exkommunziert wurde als sie sich 1991 für autokephal erklärte, aber bis vor kurzem von keiner anderen Orthodoxen Kirche anerkannt wurde.

Samstag, 13. Oktober 2018

Wo die Zukunft der Kirche liegt....

Pater Richard Cipolla berichtet bei Rorate Caeli von seiner Überzeugung, daß die Zukunft der Kirche in der Traditionellen Messe und der Liebe der jungen Priester zu ihr liegt.
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"AN DIESEM ABEND HABE ICH DIE ZUKUNFT DER KIRCHE GESEHEN: DIE ZUKUNFT IST DIE TRADITIONELLE MESSE".

von Fr. Richard G. Cipolla

"Diesen Abend habe ich die Zukunft, die wirkliche Zukunft der Kirche gesehen, nicht die, die sich der Haufen in Rom vorstellt, die die Zukunft wegen der sinnlosen Bürokratie mißversteht, die denkt sie habe den Geist seit den 1960-ern unter dem Titel "Der Geist des II.Vaticanums" eingefangen.
Als der gegenwärtige Pontifex gewählt wurde, habe ich einen Essay mit dem Titel "Zurück in die Zukunft" geschrieben, in dem vorhergesagt wird, daß die Kirche die 60-er Jahre noch einmal durchleben müsse, aber dieses mal mit Revanche.  All diese Prälaten und ihr Aktentaschen tragendes Gefolge, die während des Pontifikates in den Untergrund gingen und die sich mit großer Nostalgie während jener (für sie) dunklen Jahre unter Johannes Paul II und Benedikt XVI trafen und redeten.
Sie sprachen über die "unvollendete Arbeit" des Konzils, jene Arbeit, die wenig mit den Konzilsdokumenten zu tun hatte, sondern mehr mit ihrer Vorstellung von einer Neuen Kirche, die angepaßt werden sollte, um zu den Bedürfnissen und Wünschen des Modernen Menschen zu passen.

Arme Dinger, Sie haben nicht realisiert, daß der Moderne Mensch in den 60-er Jahren gestorben ist und daß der Postmoderne Mensch erschien und sich mit hängenden Schultern nach Bethlehem wandte. Wenn man in einem versiegelten Container.- wie es der Vatican ist- lebt, hat man kaum eine Chance,dem zu begegnen, was wirklich in der Welt und in den Köpfen und Herzen der Menschen passiert.
Aber der 60-er-Haufen ist zurück - mit Revanche.
Das einige 60-er-Programm das während ihres Exils fortgeführt wurde, war das Programm der moralischen Korrpution des Klerus. Das fuhr fort anzuwachsen und zu blühen. Die Zerstörung des liturgischen Lebens der Kirche wurde eine zeitlang gestoppt und es schien, daß es eine Möglichkeit geben würde, die Basis der liturgischen Reform in Frage zu stellen, die dem Konzil folgte und zumindest zu denken, daß es in der Tat eine Diskontinuität im liturgischen Leben der Kurche gab, die dazu führte, daß unsere Kirchen sich leerten.

Aber ein Bürokrat kann wahrscheinlich eine Diskontinuität  im Leben der Kirche nicht erkennen, weil der Bürokrat gauben muß, das-was immer passiert- definitionsgemäß ein Werk des Hl. Geistes ist und deshalb das einzige, was er tun muß, sei die Dinge zu überdenken und die Richtung zu ändern- je nachdem, was er hört und was ihm als letzte Manifestation des Geistes mitgeteitl wird- sei es bei einer Synode, in einer Predigt, oder einer Enzyklika oder einer Pressekonferenz, oder was in de Gängen und in der Loggia geflüstert wird.

Es sind die Bürokraten auf allen Ebenen des Klerus, die den Apparat seit 50 Jahren am Leben halten, so daß wenn in Papst zurücktritt, sie nur die Richtung ändern müssen, in die sie blickten als sie am Morgen erwachten; vom Osten zum Westen.
Man darf sich nicht wundern, wieso der doppelte Coup eines Rücktrittss eines Papstes und die Wahl eines 60-er Jahre Bischofs zum Papst nicht in Verwirrung und Chaos enden sollte .
Weil als jene früher Mächtigen, die dan 50 Jahre im Untergrund waren noch einmal in ihr Eigentum kamen,zurück in die Zukunft, die unterstützende Bürokratie auf allen Ebenen der Kirche bereit un fähig war, sie bei ihrem Projekt der Erneuerung der Kirche in ihrem Bild der 60-er zu unterstützen.
Und Teil des Leims, der das zusammenhielt und das ermöglichte, war der verurteilenswerte Erfolg der moralischen Korruption des Klerus auf allen Ebenen, eine Korruption, die es der Bürokratie ermöglichte durch Einschüchterung basierend auf belastendem Wissen zu kontrollieren und ungehindert ihre Agenda voranzubringen - bis auf wenige Bischöfe und Kardinäle ohne Fehl und Tadel.

Und so habe ich genau während eines fast geheimen Treffens während der Jugendsynode an diesem Abend die Zukunft gesehen. Ich war eingeladen worden während einer traditionellen, feierlichen Messe in der Pfarrgemeindekirche meiner Diözese im Chor zu sitzen. Der Zelebrant, der Gemeindepastor, Diakon und Ssubdiakon waren alle junge Priester der Gemeinde.
Die Messe wurde ohne Firlefanz, ohne Übertreibungen, ohne Hinweise auf Ästhetizismus gefeiert.
Es war das Fest der Mutterschaft der Gesegneten Jungfrau Maria, das Papst Pius XI einführte, um den Jahrestag des Konzils von Ephesus zu feiern, bei dem Maria den Namen "Theotokos" Gottesgebärerin, erhielt, wodurch die volle Gottesschaft Christi bestätigt wurde.
Die Musik bei der Messe bestand zur Gänze aus Gregorianischen Gesängen. Ministranten waren alle junge Männer, einige darunter, die neu waren, einige sehr erfahren im Ministrieren.
Es war die Verehrung Gottes in seiner reinsten, seiner traditionellen Form, einer Form, deren liturgische Bescheidenheit und Zurückhaltung zu Gebet und Anbetung einlädt, Die Heiligen Diener selbst, fügten sich ganz in ihre Rollen auf eine natürliche und zurückhaltende Weise. Sie kannten die
richtigen Töne für die verschiedenen Gesänge und sangen sie gut. Die Predigt war intelligent und wahrhaft katholisch. Diese drei Männer machten Gottesdienst möglich, indem sie sich selbst aus dem Weg nahmen und den Ritus für sich selbst sprechen ließen.

Viele junge Priester in meiner Diözese haben die Traditionelle Römsiche Messe gelernt, bzw. die außerordentliche Form. Sie lieben diese Messe auf ernsthafte Weise ohne jeden Hinweis auf "Hochkirche" -ohne zu wanken oder zu schwanken. Sie sind der Lehre des Lehramtes treu. Sie sind Priester, die in jeder Situation zuhause sind und ihre gegenseitige Gesellschaft genießen. Sie freuen sich sowohl über die Gesellschaft von Männern als auh Frauen in ihren Gemeinden. Die Bürokraten, die die Kirche leiten, wissen nicht, daß es diese Priester gibt. Und das ist gut.
Weil die Bürokraten, die die Kirche leiten-rund um Synoden und Konferenzen- versuchen, schädliche Feuer ohne das Wasser moralischer Reinheit zu löschen und deshalb jedesmal scheitern: diese jungen Priester - nicht nur in meiner Diözese- aber weltweit in den meisten Diözesen in der Katholischen Welt lernen gerade noch einmal, wie man anbetet und entdecken die Schönheit des Kultus und sie lehren sie ihre Herde. Und sie- und die Traditionelle Messe, die sie lieben- sind die Zukunft der Kirche.

Quelle: Rorate Caelí, Fr. Richard G. Cipolla

Freitag, 21. September 2018

Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes unter dem griechischen Titel "aeiparthenos" in einem nicht unironischen  Dialog mit einem fiktiven Gesprächspartner mit dem sprechenden Namen Haereticus über die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens.
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                                "AEIPARTHENOS" 
"Immerwährende Jungfrau was der Titel unserer Lieben Frau von frühesten Tagen an; er erscheint - nebenbei bemerkt- von den Dokumenten des Konzils von Chalzedon an. Und er kommt immer noch (confiteor; communicantes) im Novus Ordo vor; im klassischen Römischen Ritus eher noch häufiger; und sehr oft im Byzantinischen Ritus,
Er ist Teil des Marien-Dogmas der Kirche und wurde auch vom ARCIC* -Dokument -wenn auch eher ausweichend- respektvoll behandelt. Der große Tom Wright ist wegwerfend. Betrachten wir die Frage in einer Art sokratischem Dialog.

Haereticus: Die Evangelien machen ziemlich klar, daß Jesus Brüder hatte.

CatholicusTun sie nicht. "Adelphoi" kann auch Verwandte heißen, es bedeutet nicht "uterine" Brüder (aus der selben Gebärmutter stammend)

Das sagen Sie, Aber das ist die offensichtliche Bedetutung, wenn irgendwer in irgendeiner Sprache über "Jesu Brüder" spricht, oder? 

Überhaupt nicht. Markus- und Matthäus-Evangelium sprechen in ihren Kreuzigungsewrzählungen beide über "Maria die Mutter der Jacobus und Josephs". Wenn das sie selbe Mutter ist wie die Mutter Christi, wäre es sehr seltsam sie nicht auch Mutter von Jesus zu nennen. Das "offensichtliche"  und die natürliche Schlußfolgerung íst, die "Mutter von Jacobus und Joses"eine andere Maria ist als "Maria, die Mutter von Jesus".

Na und?

Naja, bei Markus 6:3 und Matthäus 13:55 -die Stellen an denen diese "Brüder Jesu " erwähnt werden liest sich der volle Text so: "Jesus, der Sohn von Maria und Bruder von Jacobus und Joses [oder Joseph]  und Judas und Simon". Wir haben gerade gesehen, daß dieser Jacobus und dieser Joses offensichtlöich die Sühne einer Maria waren, die nicht die selbe Maria, die Mutter Jesu, war. Und sie sind die beiden ersten auf der Liste. Die Liste zählrt also klar nicht Personen auf, die die "uterinen" Brüder Jesu waren.

Also ich denke immer noch, es ist offensichtlich, daß....

Wenn es so offensichtlich ist, müssen Sie einiges erklären. Im Verlauf des zweiten Jahrhunderts wurden die Evagelien zunehmend als "kanonisch" und maßgebend betrachtet. Wenn es also so offensichtlich ist, daß Jacobus und der Rest der Liste "uterine" Brüder Jesu waren, muß die Überleiferung, nach der Jesus der einzige Sohn Marias war lange bevor diese Evangelien als maßgebend betrachtet wurden, entsatnden sein. Sonst  hätte- wenn jemand anfing, zu sagen, "sie hatte keine weiteren Kinder" jemand, der die Evangeien gelesen hatte, sagen müssen "Aha, Sie haben Unrecht: hier ist eine Liste seiner Brüder". Wenn Sie also Recht haben, daß das so offenischtlich ist,  müssen Sie zugeben, daß die iimmerwährende Jungfräulichkeit Marias eine so frühe Tradition ist, daß die der Autoritätserlangung durch die vier Evangelien vorausgeht; was viele moderne Forscher spätestens in den Beginn des 2. Jahrhunderts datieren. Das eine oder das andere.

Das ist alles Kauderwelsch. Es ist offensichtlich.....

Das ist das Problem mit Euch Protestanten und Euch Liberalen. Ihr seid für Beweise und Vernunft unzugänglich. Natürlich seid Ihr das. "Die Vernunft ist die Hure des Teufels".
Das hat Martin Luther gesagt. Das ist offensichtlich."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

* ARCIC= Anglican Roman Catholic International Commission

Montag, 13. August 2018

Sandro Magister zum Ökumenismus von Papst Franziskus

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo den Ökumenismus von Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original: klicken


"VERFEINDETE BRÜDER. DER RISKANTE ÖKUMENISMUS VON PAPST FRANZISKUS. MIT EINEM POSTSKRIPTUM"

"Auch auf dem Gebiet der Ökumene betritt Papst Franziskus Neuland.

Kein Papst vor ihm hätte einen Protestanten an die Spitze des Osservatore Romano gestellt. Und als er das tat, auch den Presbyterianer Marcelo Figueros, seinen Freund aus alten Tagen, zum Direktor der Argentinischen Ausgabe der offiziellen Zeitung des Hl. Stuhls ernannt.

Keinem Papst war es je gelungen, ein Treffen mit dem Orthodoxen Patriarchen von Moskau zu arrangieren. Er hatte Erfolg- mit einem Treffen auf dem Flughafen von Havanna.

Im Dialog mit nichtkatholischen Christen übersieht Jorge Mario Bergoglio wirklich niemanden.
Er zeigt selbst dem härtesten Gesprächspartner ein freundliches Gesicht, wie diesen Evangelikalen und Pfingstlichen Bewegungen, die unter den Katholiken seines Lateinamerikas wüten und sie zu Millionen auf ihre Seite ziehen.

Sein Freund Figueroa, Calvinist, hat in der jüngsten Ausgabe der "Civiltá Cattolica" den Untertitel seines Artikels zu einem Frontalangriff auf die sogenannte "Theologie des Wohlstands" genutzt, wie sie von einer in den USA entstandenen Pfingstbewegung vertreten wird, die im Süden des Kontinents plündert und nach deren Überzeugung es falsch ist, arm zu sein und der wahre Glaube einen reich, gesund und glücklich macht.

Aber einer der Anführer dieser Theologie, der texanische Pastor Kenneth Copeland, war der geehrte Gast des Papstes im Vatican. Und anderen evangelikalen Führern sagte Franziskus einmal bei einer Unterhaltung -während er aus dem Stegreif sprach- "Gott ist mit uns, wohin wir auch gehen. Weder weil ich Katholik bin, noch weil ich Lutherner oder Orthodox bin, "weil -wenn das der Fall wäre, wir " fügte er hinzu "in einem theologischen Irrenbaus wären."

Im Vatican-Bulletin, das Transskripte von seinen Unterhaltungen anfertigt, steht an dieser Stelle "Lachen" in Anführungszeichen geschrieben. Und mehr "Lachen" zusammen mit "Beifall" erscheint nach dieser witzigen Bemerkung: "Lassen wir die Theologen ihre Arbeit machen. Aber wir erwarten, daß sie zu einer Übereinkunft kommen."

Franziskus hat das dutzende Male gesagt: Die monumentalen Unterschiede im Glauben, die die Christliche Welt trennen, müssen beiseite gelassen werden. Er vertritt einen Ökumenismus des Handelns zum Wohl des Friedens unter den Menschen.

Was dagegen die Einheit des Glaubens angeht, genügt es für ihn, getauft zu sein und was den Rest angeht "schicken wir alle Theologen auf eine verlassene Insel, wo sie diskutieren können"
Bergoglio wiederholt diesen Scherz oft und rechnet ihn dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras, zu- dem der erinnerungswürdigen Umarmung mit Paul VI, 1964 in Jerusalem.
Es sieht nicht so aus, als habe der Patriarch das jemals gesagt, aber es ist jetzt zu einem stabilen Teil des Narrativs des aktuellen Papstes geworden.

Sogar dieser Ökumenismus der Handlung hat seine wunden Punkte, mit dramatischen Rückwirkungen außerhalb und innerhalb der Katholischen Kirche.

Für Katholiken ist z.B. die Messe etwas vollkommen anderes als wie Protestanten sie sehen. Aber Franziskus - sagte vor 3 Jahren einer Lutheranischen Frau, die ihn gefragt hatte, ob sie die Kommunion gemeinsam mit ihrem Katholischen Bischof empfangen könne, zuerst ja, dann nein, dann "ich weiß nicht", dann" tun Sie, was Sie wollen".

Ergebnis ist, daß in Deutschland, wo interkonfessionelle Ehen häufig sind, die Mehrheit der Bischöfe erlaubt, daß beide Partner die Kommunion empfangen können. Mit sieben deutschen Bischöfen, unter ihnen ein Kardinal, die dann an die Glaubenskongregation appellierten, die alles gestoppt hat, mit der Forderung daß zunächst eine Einigung über eine so sensible Sache erreicht werden müßte- nicht nur in der gesamten Katholischen Kirche sondern auch mit den anderen christlichen Konfessionen.
Also wahrscheinlich nie- weil die Orthodoxen unerschütterlich gegen jede Art von Interkommunion sind, die sie als Gräuel betrachten.

Die Ukraine ist ein anderes von diesen explosiven Themen. Da waren die Orthodoxen jahrhundertelang Untertanen des Moskauer Patriarchates. Aber jetzt wollen sie unabhängig sein - wobei die griechisch-orthodoxen Landsleute ihnen den Rücken mit Unterstützung des Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus, stärken.

In Moskau wollen sie natürlich nicht nachgeben-und in der Zwischenzeit hat der Russische Präsident Vladimir Putin die Krim annektiert und die Ukraine miltitärisch angegriffen. Und Franziskus?
Er hat sich komplett auf die Seite Moskaus gestellt und öffentlich die Griechischen Katholiken getadelt und sie aufgefordert, "sich nicht einzumischen".
So funktioniert Franziskus Ökumenismus auch."

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister

Samstag, 7. Juli 2018

Sandro Magister zum Gebetstreffen in Bari

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das heutige Friedensgebetstreffen in Bari, zu dem Papst Franziskus Katholiken, Orthodoxe und Protestanten eingeladen hat.
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"BETEN WIR" FÜR DEN FRIEDEN IM MITTLEREN OSTEN. ABER WEGEN DER UKRAINE GIBT ES KRIEG ZWISCHEN DEN ORTHODOXEN."

"Papst Franziskus hat zum heutigen Samstag, 7.Juli, die Führer der Kirchen des Mittleren Ostens, Katholiken, Orthodoxe  und Protestanten zu einem Tag des gemeinsamen Gebets für den Frieden in dieser Region nach Bari eingeladen.

Aber es gibt einen anderen Ost-Konflikt, der dieses Treffen überschattet, Das ist der Konflikt in dessen Epizentrum die Ukraine steht und der die Orthodoxe Welt auf dramatische Weise spaltet, auf der einen Seite der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus und auf der anderen der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, Kyrill.

Bartholomäus wird in Bari dabei sein. Kyrill jedoch nicht, der von seinem Repräsentanten für auswärtige Beziehungen, dem Metropoliten Hilarion von Volokolamsk vertreten wird. Der hat vor wenigen Tagen zum zigsten mal mit extremer Härte den Gedanken, eine autonome Orthodoxe Kirche in der Ukraine zu gründen zurückgewiessen und ging soweit, zu sagen, es würde "Blut fließen" wenn die anerkaunt und so der Jurisdiktion des Patriarchen von Moskau entzogen werden würde
Und von wem legitimiert?
Speziell vom Patriarchen von Konstantinopel, der dazu die Möglichkeit hätte- weil er traditionell der "primus inter pares" unter allen Führern der Orthodoxie ist.

Settimo Cielo hat bereits vor einem Monat -kurz nach dem Besuch des Metropoliten Hilarion im Vatican- die essentiellen Fakten des Streits präsentiert, die-auch wenn sie primär interne Angelegenheiten der Orthodoxie sind- auch die Katholische Kirche betreffen, besonders nachdem Papst Franziskus sich stark für die Unterstützung der Russisch-Orthodoxen Kicche engagiert hat.

Bei Orthodoxen und Katholiken in der Ukraine stellt sich Franziskus auf die Seite Moskaus