Samstag, 23. Februar 2019

Moral & Ethik der Kirche in Zeiten des vaticanischen Gipfeltreffens

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae  einen Text, den Giorgio Spallone zum aktuellen Gipfeltreffen in Rom und den heterodoxen Aussagen des Erzbischofs von Bologna zu Moral und Ethik verfaßt hat. Hier geht´s zum Original: klicken

"MISSBRÄUCHE. SPALLONE:  VOM GÜRTEL ABWÄRTS. ETHIK, MORAL UND KIRCHE"

Liebe Freunde voin Stilum Curise,
der Rechtsanwalt Giorgio Spallone hat uns eine Überlegung sowohl zum einzigartigen Medienereignis im Vatican geschickt, bei dem es um den Schutz von Minderjährigen (20% der Fälle) geht- nicht aber um die 80%- einige sagen sogar 90% der Mißbräuche im Zusammenhang mit Homosexualität geht, als auch um eine vor kurzem getätigten Äußerung  des Erzbischofs von Bologna, dem superprogressistischen St. Egidio-Mann Matteo Zuppi zu Ethik und Moral.
Und wir sprechen immer noch über dieses Gipfeltreffen und die Glaubwürdigkeit der Kirche und empfehlen Ihnen bei La Nuova Bussola Quotidiana -den von etlichen Fotografien aus dem Haus Gustavo Zanchettas, nach dem Willen des Vaticans Assessor bei der APSA, dokumentierten Artikel
 zu lesen. 
Erinnern Sie sich, daß er arme Interims-Direktor der Sala Stampa des Vaticans, gezwungen war, zu sagen, man habe im Vatican erst vor wenigen Monaten von der "causa Zanchetta" erfahren? 
Lesen Sie den Artikel und fragen Sie sich, wieviel Glaubwürdigkeit diese Kirchenführung noch haben kann. Möge Gott uns helfen! 

                                               VOM GÜRTEL ABWÄRTS
Die anläßlich des  von Papst Franziskus einberufenen Gipfeltreffens zum "Schutz Minderjähriger in der Kirche" stattfindenden Diskussionen rufen einen Satz ins Gedächtnis , der von Bischof Matteo Zuppi - einem der engsten Mitarbeiter des Pontifex- im Verlauf eines Streitgesprächs mit dem jüdischen Intellektuellen Wlodeck Goldkorn,  der sich als"ungläubigen Laien" bezeichnet,das in einem bekannten Wochenmagazin im Januar 2018 erschien, formuliert wurde.


Maike Hickson: Was Frederic Martel über die Familiensynoden schreibt.

Maike Hickson faßt bei LifeSiteNews den Inhalt des Martel-Buches zusammen und berichtet über den Versuch,  die Glaubwürdigkeit des Autors im Gespräch mit Quellen, die von Martel zitiert werden, zu verifizieren.
Hier geht´s zum Original: klicken

"AUTOR PRÄSENTIERT BEWEISE, DASS PAPST FRANZISKUS DIE FAMILIENSYNODE BENUTZTE, UM DIE KIRCHE ZUR AKZEPTANZ VON HOMOSEXUALITÄT ZU STEUERN"

"Dr. Frederic Martel, der homosexuelle französische Autor des neuen Buchs" In the Closet in the Vatican", beschreibt in seinem Kapitel mit dem Titel "Die Synode" wie Papst Franziskus seinen "geheimen Plan" erstellte, um die Kirche während der beiden Familien-Synoden dazu zu bringen, Ehebruch und Homosexualität zu akzeptieren.

Martel betont die essentielle Rolle, die Kardinal Kasper (!) bei der Synode hatte, den er zu den
"offensten und schwulenfreundlichsten Kardinälen" zählt. Kardinal Lorenzo Baldisseri wird zitiert, daß die steuernde Kraft hinter der Synode, unsere Linie, im Wesentlichen die Linie Kaspers war. "

Martel behauptet in diesem Kapitel auch, daß Papst Franziskus - mit Hilfe von Kardinal Kasper- einen Autoren dazu einlud, ein Buch zu schreiben und darin den Hl. Thomas von Aquin in einem Versuch zu benutzen, homosexuellen Beziehungen zuzustimmen, und das Buch dann an die Teilnehmer der zweiten Familiensynode 2015 verteilen ließ.

Kardinal Baldisseri hat Martel auch berichtet, daß diese Methode bei den Familien-Synoden 2014 und 2015 "wichtig" war.  Der Papst wollte Türen und Fenster öffnen" erklärte der Prälat laut Martel.
Nach dieser Methode sollte die Diskussion überall stattfinden "auch in den Diözesen und bei den Gläubigen" "Das Volk Gottes sollte wählen" wird der Kardinal zitiert. Baldisseri ist der Generalsekretär der Bischofssynode und wurde von Papst Franziskus im September 2013 für dieses Amt ernannt.

Dieses Kapitel in Martels Buch ist besonders wichtig, weil Martel selber- Dank seiner eigenen Homosexualität und seiner linken Einstellung wahrscheinlich einen besseren Zugang zu einigen Organisatoren der Synode und engen Mitarbeitern des Papstes - wie Baldisseri, Spadaro und Kasper- hatte, als die meisten anderen Journalisten. Er zitiert häufig -wie er sagt- die Hauptakteure wörtlich. LifeSiteNews hat bei mehreren vaticanischen Quellen, die an der Synode beteiligt waren, nachgefragt- von denen einige diesen Teil von Martels Buch für zuverlässig halten.
Wie eine gut informierte Quelle in Rom erklärt, scheint das Buch insgesamt eher dort glaubwürdiger zu sein, wo Martel diejenigen zitiert, die mit seinen eigenen homophilen Ansichten übereinstimmen, als wenn es sich um seine "homophoben Gegenspieler" handelt.

Er behauptet, daß Baldisseris Bande schnelle Arbeiter sind und weist darauf hin, "daß Kardinal Kasper tollkühn öffentlich verkündete- sogar schon vor der Synode-.daß "homosexuelle Verbindungen, wenn sie in auf stabile und verantwortliche Weise gelebt werden,  zu respektieren sind."  Der französische Autor behauptet, daß einer der Sekretäre, die mit dem Entwurf dessen beauftragt waren, was dann "Amoris Laetitia" werden sollte- ein "homosexueller Aktivist" war.

Martel behauptet, daß Baldisseri ihm gegenüber das massive Eingreifen von Papst Franziskus in den gesamten Prozess der beiden Familiensynoden zugegeben habe: "Franziskus ist jede Woche hierher gekommen" zitiert er Baldisseri und fügt hinzu, daß "er persönlich die Sitzungen, in denen die Vorschläge diskutiert wurden, leitete."
Martel behauptete, daß der umstrittene Paragraph zur Frage der Homosexualität im Textentwurf , in dem über positive Aspekte homosexueller Beziehungen gesprochen wird, die aber nie genügend Unterstützung von der Gruppe von Synodenvätern bekam dann vom "Team Franziskus" vorsätzlich hinzugefügt wurde.


Freitag, 22. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über eine Fabel von Äsop  und stellt einen Zusammnenhang zwischen der Fabel und dem Umgang von Papst Franziskus mit einem seiner früheren Protegés, Bischof Juan Carlos Maccarone- als einem typischen Vorgehen- her.
Hier geht´s Original: klicken

"GOTT SEGNE IHRE NANNY UND IHREN BUTLER UND ALLE IHRE TREUEN KUMPANE"
Natürlich kennen Sie die Fabeln von Äsop. Vielleicht hat Ihre Nanny sie ihnen zur Schlafenszeit vorgelesen. Wahrscheinlich habe Sie- bei einer der seltenen Gelegenheiten davon gespeist- wenn der Butler ihrem Großvater ins Ohr flüsterte "und ich decke heute Abend das Meissner Porzellan My Lord?" Deshalb werden Sie mich nicht an den Mann erinnern müssen, der auf Empfehlung einen Esel kaufte und seien Charakter prüfte, indem er ihn in einen Stall voller Esel stellte. Er bewies seinen zweifelhaften Charakter, indem er sich sofort neben den faulsten und gierigsten stellte.

Die Moral? 

" MAN ERKENNT EINEN MANN AN DER GESELLSCHAFT, MIT DER ER SICH UMGIBT." 

Eigentlich brauchen wir Äsop nicht mehr, jetzt wo wir PF haben. Mit resoluter Entschlossenheit beweist er Äsops Maxime "bis ans Heft". Und er tut das mit einem Spießgesellen nach dem anderen. Nur ein Beispiel.
Hören Sie jetzt-Mr. Henry Sire, Malteser Ritter und Autor des bahnbrechenden "Diktator Papst" sei Dank- die Fabel von Bischof Juan Carlos Maccarone: 

"Bergoglio hat Maccarone zu Beginn seiner Amtszeit 1995 zum Weihbischof gemacht. 2005 wurde Maccarone von Papst Benedikt aus dem Bischofsamt entlassen, nachdem er bei sexuellen Handlungen mit einem homosexuellen Prostituierten in der Sakristei der Kathedrale gefilmt worden wat. Dennoch verteidigte ihn Kardinal Bergoglio öffentlich und behauptete, daß der Film gemacht worden sei, um den Bischof wg. seines linken politischen Engagements zu Fall zu bringen. Es ist bemerkenswert, daß jeder von seinen homosexuellen Aktivitäten wußte und er trotzdem zum Bischof ernannt worden war." 

Ein Biograph könnte aus den verschiedenen wiederkehrenden Merkmalen von PFs Beziehungen ein stabiles Muster zusammenstellen: seine erschreckende Auswahl von Kumpanen, seine Neigung sie in seinem Dienst zu halten, auch wenn ihr Versagen öffentlich bekannt wurden, und wenn das nicht möglich ist, wie er ihnen entweder einen anderen Posten gibt oder sie mit den übertriebenen Zeichen seiner Gunst und Wertschätzung belohnt. 

Die andere Seite der Bergoglio-Medaille ist, wenn die Gunst für Gefolgschaft jemandem angeboten wird, wie es bei Kardinal O´Malley war und er den Erwartungen nicht entspricht, wird die Welt plötzlich ein viel kälterer Ort. 
Gott sei Dank sind Kumpanei und Korruption nicht identisch. 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Tweet zum Tage

22. Februar 2006 hält Benedikt XVI  Generalaudienz. In der Katechese zum Festtag konzentriert sich seine Katechese der Meditation über "Die Kathedra Petri in seiner Kirche"

Hier geht´s zum deutschen Text der Katechese: klickender so beginnt:

"Das heutige Fest lädt uns ein, auf die Kathedra des hl. Petrus zu blicken, und spornt uns an, unser persönliches und gemeinschaftliches Leben mit dem Glauben zu nähren, der auf dem Zeugnis Petri und der anderen Apostel gründet. Wenn ihr ihrem Beispiel folgt, könnt auch ihr, liebe Freunde, Zeugen Christi in Kirche und Welt sein." 


Tosatti: Schockierende "heiße Fotos" von Zanchetta, der Vatican wußte seit 2015 Bescheid

Marco Tosatti kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana den Artikel einer argentinischen Zeitung, der äußerst kompromittierende Fotos des Ex-Bischofs von Oran enthält und alle bisherigen Schutzbehauptungen des Vaticans bis vor wenigen Monaten nichts vom Verhalten Zanchettas gewußt zu haben, Lügen straft und die Glaubwürdigkeit der vaticanischen Kommunikation massiv beschädigt. Hier geht´s zum Original: klicken  (cave- harter Tobak!)

"HEISSE FOTOS, DER VATICAN WUSSTE VON ZANCHETTA, ABER HAT IHN BEFÖRDERT"

"Aus Argentinien erreicht uns ein Bericht von fünf Priestern, aus dem hervorgeht, daß der Vatican und der Pontifex seit 2015 Kenntnis vom Fall Zanchetta hatten, gegen den jetzt schwerwiegende Mißbrauchsvorwürfe erhoben werden:
Peinliche Fotos mit Seminaristen . dennoch ist er nur einen Monat nach seinem Rücktritt für ein wichtiges Verwaltungsamt im Vatican nominiert worden. Aber noch vor wenigen Tage fuhr man fort, zu behaupten, man habe erst im vergangenen Herbst davon erfahren.
GIPFEL: "21 THESEN ABER MAN KOMMT NICHT ZUM PROBLEM"  Nico Puntoni

Die argentinische Tageszeitung "El Tribuno", die erste, die den Fall Zanchetta explodieren ließ0t, hat gestern Dokumente veröffentlicht, die beweisen, wie Bischöfe, der Kardinal-Primas von Argentinien. der Nuntius des Vaticans und der Pontifex persönlich seit  2015 Kenntnis vom Fall des Bischofs hatten, gegen den heute ein schwerwiegender Mißbrauchsvorwurf erhoben wird.
Der Fall ist in den vergangenen Tagen nach der von den Opfern des früheren Bischofs von Oran eingereichten Klage vor Gericht gekommen.
Aus den Fotos von 2016 -unterschrieben von fünf Priestern- unter ihnen drei frühere Vikare der Diözese- scheint klar hervorzugehen, daß Gutavo Zanchetta nicht nur beschuldigt wird, obszöne Fotos von homosexuellem Sex auf seinem Handy zu haben, sondern auch von Belästigungen von Seminaristen und den Verkauf eines wichtigen Eigentums der Diözese nicht gemeldet und die Finanzen und das Personal von Oran schlecht verwaltet zu haben.

Aus dem Bericht, der in den Besitz von El Tribuno gelangte (hier der Originalartikel) aus dem die Fotos veröffentlicht wurden, geht hervor, wie die Diözese zufällig Fotos von Zanchetta und anderen Nackten in eindeutigen Posen entdeckt hat.  Der Kanzler sah diese Fotos, als er auf dem PC nach einigen amtlichen, von Zanchettas Handy heruntergeladenen Fotos suchte, die dieser selbst angefordert hatte. Das hat er den Autoritäten gemeldet -an erster Stelle den General-Vikar, Unmittelbar danach wurden Msgr,. Marcelo Colombo, Erzbischof von Salta Mario Cargnello, der Primas Kardinal Poli, Erzbischof von Buenos Aires, die Nuntiatur und der Pontifex.
Im Oktober 2015 wurde Gustavo Zanchetta dringend nach Rom einberufen und in der Diözese dachten alle, es handele sich um eine Sache, die mit der Familien-Synode in Verbindung stehe-angesichts der engen Beziehung, die ihn seit der Zeit als der Kardinal und Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz war,  mit Jorge Mario Bergoglio verband.
Zanchetta kehrte nach Oran zurück, ohne daß etwas passiert war und man weiß nicht, was mit dem Pontifex besprochen wurde, aber einige stellten fest, daß der Bischof behauptet habe, die Fotos seien manipuliert worden,

2016 haben sein General-Vikar und zwei Monsignori - wie die Fotos von El Tribuno beweisen- der Nuntiatur eine formale interne Anklage übergeben, in der auf die "seltsamen Stellungen" Zanchettas mit den Seminaristen hingewiesen wird.Er traf sich mit ihnen ohne den Rektor, verbrachte die Nacht in ihren Zimmern und setzte sich, wenn sie aufstehen mußten auf ihr Bett, ermutigte sie, Alkohol zu trinken und zeigte eine gewisse Vorliebe für die "etwas Grazileren".


Sandro Magister: Ist das Wort "Homosexualität" beim Mißbrauchs-Gipfel tabu?

Sandro Magister, der selber bei der Pressekonferenz in der Sala Stampa fragte, warum das Thema Homosexualität nicht auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens steht, kommentiert bei Settimo Cielo die "21 Denkanstöße " des Papstes für die teilnehmenden Bischöfe und die ersten Wortmeldungen  zur Thematik.  Hier geht´s zum Original: klicken

"BEIM GIPFEL IST HOMOSEXUALITÄT EIN TABU. ABER ES GIBT EINE WARNUNG ZUR NULL-TOLERANZ"

Am 21. Februar, am  Eröffnungsmorgen des Gipfeltreffens zwischen Papst Franziskus und den Vorsitzenden der Weltkirche zum Thema Mißbrauch Minderjähriger, war der große Abwesende das Wort "Homosexualität". Und das trotz der Tatsache, daß der Großteil der registrierten Mißbrauchsfälle an jungen Männern und Jungen an der Schwelle der Pubertät begangen wurde.

Das Wort Homosexualität kam weder in der Eröffnungsrede des Papstes noch in den "21 Denkanstöße" vor, die er in der Halle verteilen ließ, noch in den Einführungsgesprächen von Kardinal  Luis Antonio G. Tagle , Erzbischof Charles J. Scicluna und am Nachmittag von Kardinal Rubén Salazar Gómez vor.

Im Gegenteil, als er bei der Mittags-Pressekonferenz dazu befragt wurde, sagte Scicluna daß "Verallgemeinerungen über Personengruppen niemals zulässig sind "weil Homosexualität nicht etwas ist, was einen zur Sünde prädisponiert "weil wenn etwas diese Neigung verursacht, das Lüsternheit ist."

Scicluna hat die Schlüsselposition im Organisationskomitée des Gipfeltreffens inne und ist zudem Erzbischof von Malta, jahrelang war er Rechtsberater bei der Glaubenskongregation , wohin er als beigeordneter Sekretär mit besonderen Kompetenz für das Thema sexueller Mißbrauch zurück kehrte. Er ist der Mann, der in dieser Zeit Franziskus´Willen am direktesten ausdrückt, nachdem der Kardinal Sean P. O´ Malley praktisch abgesetzt hat, der bis vor einem Jahr der höchste Vertreter in dieser Sache war- jetzt aber nur noch der pro-forma-Präsident des Päpstlichen Rates zum Schutz Minderjähriger ist

Es stellt sich also heraus, daß der Appell der Kardinäle Walter Brandmüller und Raymond Burke - und nicht weniger anderer Kleriker und Laien- auf taube Ohren gestoßen ist, die Plage der Homosexualität unter den Hl. Dienern frontal anzugehen, ein Symptom daß die Wahrheit des Evangeliums weitgehend verlassen wurde.

Statt dessen ging aus den ersten Statements beim Gipfeltreffen direkt die Absicht hervor, ein Gleichgewicht im Umgang mit dem sexuellen Mißbrauch und einem größeren Respekt für die Rechte der Beschuldigten herzustellen.


Donnerstag, 21. Februar 2019

Martels neues Buch wirft auch ein Licht auf die möglichen Gründe für den Rücktritt Papst Benedikts XVI

Maike Hickson analysiert und kommentiert bei LifeSiteNews die Aussagen, die Frederic Martel in seinem neuen Buch  zu den Ursachen macht,  die zum Rücktritt Papst Benedikts XVI führten und die eng mit der Korruption der Kirche in Kuba und Mexiko verbunden sind.
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"EIN NEUES  BUCH  DEUTET AN, DASS BENEDIKTS REISE NACH KUBA VOR DEM RÜCKTRITT DES DEUTSCHEN PAPSTES DER TROPFEN WAR, DER DAS FASS ZUM ÜBERLAUFEN BRACHTE"

Frederic Martel widmet in seinem demnächst erscheinenden Buch "In the Closet of the Vatican": Power, Homosexuality, Hyposcrisy" dem Besuch von Benedikt XVI in Kuba 2012 und das, was er dort über die moralische Korruption der Katholischen Kirche dieses Landes erfuhr, ein ganzes Kapitel. Martel, der sich auf mehrere Quellen beruft, behauptet, daß Benedikt vom "moralischen Schmutz" (ein früher- 2005 - ausgesprochenes Wort) so überwältigt war, daß er weinte. Martel behauptet, daß es diese Entdeckung war, die Papst Benedikt dazu brachte, über seinen Rücktritt nachzudenken.

Martel, der LifeSiteNews  Kapitel 23 ("Der Rücktritt") zur Verfügung stellte,sagte, daß er für diese Investigationen fünfmal nach Kuba gereist ist und zahlreiche Katholische Laien, Dissidenten, Journalisten und Kleriker befragt hat.
Er hat herausgefunden, daß auf Grund der Diktatur und der fehlenden freien Presse ("die Zensur auf der Insel ist total") sich in Kuba -und besonders in der Erzdiözese Havanna, der Hauptstadt, eine nachgiebige Kultur sexueller Ausschweifung unter dem Klerus.
Weil die kubanische Regierung daran interessiert ist, die Kontrolle über die Katholische Kirche zu behalten, beschränkt sie sich darauf, Fotos und anderen Aufzeichnungen in ihre Akten aufzubewahren- teilweise zum Zweck der Erpressung- reagiert aber sonst nicht auf diese unmoralische Subkultur. deutet Martel an.

Während er über Papst Benedikt XVI spricht, sagt er, daß als dieser Papst 2012 na ch Kuba reiste, er "sich des sexuellen Mißbrauchs in  Latein Amerika bewußt war, aber sein Ausmaß noch unterschätzte. Dieser Papst - der sich in der hispanischen Welt nicht besonders gut auskannte, "wußte nicht, daß die Pädophilie dort epidemisch geworden war" und aus irgendeinem Grund dacht er, "Daß Kuba davon verschont geblieben war".
Martel weiß nicht, wann genau  der Papst über die moralische Korruption auf der Insel informiert wurde, aber er erfuhr davon.
"Nach dem, was mir von zwei unterschiedlichen vaticanisch-diplomatischen Quellen versichert wurde, begann Benedikt XVI schnell das Ausmaß der sexuellen Korruption der Ortskirche zu entdecken."


Fundstück

Marco Gallina kommentiert in seinem Löwen-blog die Jagd auf "Dunkelkatholiken", zu der Björn Odenthal bei katholisch.de geblasen hat.
Hier geht´s zum Fundstück:   klicken

Titel:
  "LAUTE JAGD AUF DUNKELKATHOLIKEN IM NEBEL" 
und das beginnt so- Zitat:

"Manche mögen einwenden, dass es wenig sinnvoll ist, irgendwie geartete Beiträge eines Portals zu kommentieren, das in gewissen Kreisen bereits den Namen „häretisch.de“ erhalten hat; die Befassung mit dieser Institution fördert Übellaune, Gastritis, schlechten Geschmack und zuletzt auch ein Stück weit Unglauben, also ziemlich genau das Gegenteil dessen, was der Verfasser dieser Zeilen allgemein mit dem Begriff „katholisch“ verbindet."

Quelle: Löwenblog, M. Gallina

De Mattei: Der Katholische Widerstand macht sich bemerkbar.

Rorate Caeli hat einen Beitrag von Roberto De Mattei veröffentlicht, in dem der sich mit den Ereignissen des 19. Februars in Rom befaßt und stellt fest, daß erstmals in diesem Pontifikat der Katholische Widerstand deutlich von sich hören läßt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DE MATTEI: DER KATHOLISCHE WIDERSTAND LÄSST VON SICH HÖREN"

"Nach dem traditionellen Kalender fällt der erste Dienstag nach Septuagesima dieses Jahr auf den 19. Februar- und ist der Agonie Jesu im Garten Gethsemane geweiht, dem vielleicht schmerzvollsten Augenblick Seiner Passion - des spirituellen nicht physischen Leidens - das in seinem Blutschwitzen gipfelt. (Lk 22, 43-44).

Einer der Hauptgründe für Sein Leiden war Seine Vision der Untreue- nicht nur der des auserwählten Volkes, sondern auch aller derer, die in den kommenden Jahrhunderten die von unserem Herrn Jesus Christus gegründete Kirche führen würden.

Quae utilitas in sanguine meo? "Was wäre gewonnen mit meinem Blut?"  (Ps. 30, 10)
Diese quälende Frage durchbohrte Sein Herzt und muß auch unseres durchbohren- wie ein scharfes Schwert. Gott antwortete, daß jeder Akt von Untreue , jeder Abfall, jedes Sakrileg, das in den Jahrhunderten geschehen würde, zugelassen wird, so daß die Reinheit der Lehre und des Lebens immer mehr in jenen scheint, die im Verlauf der Jahrhunderte das blutbefleckte Banner des Kreuzes aufheben und hochhalten und den Jüngern Lucifers entgegentreten.

Heute erleben wir- wie es immer in der Geschichte war- den Kampf zwischen den beiden Bannern- dem der Freunde des Kreuzes und dem seiner Feinde, die nicht nur die Verfolger sind, sondern auch treulose Apostel. Das Gipfeltreffen, das in den nächsten Tagen im Vatican stattfindet, ist in den Augen vieler wie eine Fabel, deren Zweck es ist, die Aufmerksamkeit der Katholiken von der schrecklichen Krise abzulenken, die durch den Verlust von Glauben und Moral verursacht wurde und sich so auf ein Problem zu konzentrieren- den Mißbrauch Minderjähriger- als begrenztes Symptom eines viel größeren und tieferen Übels.

Aber ein Wort des Trostes zu Unserem Herrn wegen Seiner Betrübnis kam sicher von drei Ereignissen, die am 19. Februar stattgefunden haben. Eine Vereinigung von Laien- Acies Ordinata- 100 katholische Laien- aus aller Welt- aufgereiht wie eine Armee auf dem Schlachtfeld- standen aufrecht und still- "um von Kirchenautoritäten errichtete Mauer des Schweigens einzureißen."

Die Demonstration fand auf einem Platz direkt im Zentrum von Rom auf der Piazza San Silverstro statt, der den Namen der Kirche San Silvestro in Capite trägt, in der die Kopfreliquie des Hl. Johannes des Täufers bewahrt wird. Der Vorläufer des Messias hat vor Herodes nicht geschwiegen und hat das Martyrium erlitten, weil er das Schweigen über dessen eheliche Untreue brach. In dieser Kirche haben sich die Demonstranten hinterher im Gebet versammelt und den Hl. Rosenkranz rezitiert.

Etwas später- im Raum der Auslandspresse- haben vor einer großen Gruppe von Journalisten, die die wichtigsten internationalen Zeitungen vertraten, sieben Katholische Anführer aus verschiedenen Ländern die Gründe für den stillen Protest erklärt, und betont, daß es ein Skandal wäre, wenn die Bischöfe beim Gipfeltreffen über das Problem Homosexualität schweigen würden. das eng mit dem der Pädophilie verbunden ist.


Mittwoch, 20. Februar 2019

Tweet zum Tage

"Der Kampf Joseph Ratzingers, Benedikts XVI - gegen pädophile Priester-"




        

Quelle: La Vigna del Signore,  raffaellablog

Der notwendige Appell der Dubia-Kardinäle Brandmüller & Burke

Riccardo Cascioli kommentiert bei LaNuovaBussolaQuotidiana den offenen Brief der Kardinäle Burke und Brandmüller an die in Rom zum Mißbrauchs-Gipfel versammelten Bischöfe, mit dem Appell ihr Schweigen zu den wahren Gründen der Übergriffe von Klerikern gegen Seminaristen und junge Männer zu brechen.
Hier geht´s zum Original: klicken

"EIN NOTWENDIGER UND FÄLLIGER APPELL VON B&B" 

"Es gibt keinen Zweifel, daß die "Operation Wahrheit", auf die sich die Kardinäle Burke und Brandmüller berufen, heute die einzige notwendige Sache ist und daß das, was 2002 passierte immer als Warnung dienen sollte. 
"Aufrichtig, mitleidig und zu radikalen Reformen verpflichtet, Fahnenträger der Null-Toleranz-Politik gegenüber Priester, die Minderjährige belästigen", schließlich ein "attraktives öffentliches Gesicht für die amerikanische Kirche, von keinem sexuellen Skandal berührt"
Es ist schwer zu vermeiden, einige Fragen zu stellen, wenn sich herausstellt, daß diese Beschreibung den damaligen Kardinal Theodore McCarrick betrifft: dabei handelt es sich um einen langen Artikel in der Washington Post vom 28. April 2002, der ausschließlich ihm, als "Mann des Augenblicks im Vatican" gewidmet ist - wie sich im Titel lesen läßt. 

Die Begegnung mit Papst Johannes Paul II war gerade zuende gegangen und die amerikanischen Kardinäle, die nach Rom einberufen wurden, um Sexuelle Skandale zu besprechen, die die amerikanische Kirche betrafen und McCarrick, der im Jahr zuvor zum Kardinal ernannt worden war, ist der wahre Anführer der Gruppe. Man ist verblüfft über das exaltierte Lob durch eine Zeitung, die sicher nicht unter dem Verdacht steht, Sympathien für die Katholische Kirche und für den Ruf der Unnachgiebigkeit gegenüber persönlichen Sünden, der ihn umgaben, zu haben. 
Das ist noch beeindruckender, wenn man bedenkt, daß bereits zwei Jahre vorher Signale im Vatican ankamen, die das unangemessene Verhalten des damaligen Kardinals gegenüber seinen Seminaristen betrafen.

Dieses Ereignis ist eine Warnung auch für das Gipfeltreffen zum sexuellen Mißbrauch, das morgen, am 21. Februar im Vatican beginnt. Da genügen weder die Gespräche, noch die Richtlinien zur "Null-Toleranz".  Eine radikale Operation Wahrheit ist nötig. die nicht nur alle Fakten des Geschehenen und die Verantwortung ans Licht bringt sondern die auch an die Wurzeln dieses schrecklichen Skandals geht und die wahre Bedeutung erfaßt. 

Deshalb ist der Brief der Kardinäle Raymond L.Burke und Walter Brandmüller providenziell, den wir hier veröffentlicht haben. Die beiden Überlebenden der vier, die 2016 die Dubia unterschrieben haben, stehen in der Kontinuität jener Initiative, auf die Papst Franziskus nie eine Antwort gegeben hat. Und sie gehen direkt ins Herz der Frage. "Man beschuldigt den Klerikalismus wegen des sexuellen Mißbrauchs" schreiben sie- "aber der erste und Hauptgrund des Klerus ist nicht Machtmißbrauch sondern die Entfernung von der Wahrheit des Evangeliums.  Die-auch öffentliche- Leugnung in Worten und Taten des natürlichen und göttlichen Sittengesetzes, die die Wurzel des Bösen ist, das gewisse Kreise der Kirche korrumpiert."

Besonders durch dieses "sich entfernen von der Wahrheit des Evangeliums" stammt das skandalöse Verhalten  und die "Plage der homosexuellen Agenda", die von Netzwerken organisiert und geschützt wird in einem Klima von Komplizenschaft und Schweigen." 

Das ist ein Ansatz, der sehr weit von dem von Papst Franziskus und des Organisationskomitées des Gipfeltreffens entfernt ist. Wir haben Montag bei der Pressekonferenz gehört, was Kardinal Blass Cupich gesagt hat, man spricht nicht über Homosexualität, die kein Grund für den Mißbrauch sei und dann beschränkt sich die gesamte Rede auf die Gewalt gegen Minderjährige, die den größte Teil der Zeit einnimmt unb beim Treffen außen vor bleiben wird. obwohl das, was 2002 passierte, etwas lehren sollte: die damalige Eminenz  konnte sich sicher fühlen, weil man sich auf Pädophilie konzentrierte (Kinder vor der Pubertät betreffend) , während der eine Leidenschaft für Seminariten hatte. 

Auf alle Fälle macht der Ansatz, den dieser Gipfel wählt, den Appell der Kardinäle Burke und Brandmüller, der sich unmittelbar an die anwesenden Bischöfe wendet, damit sie nicht weiterhin schweigen und die Stimme erheben und die ganze Kirchenlehre bewahren und  verkünden." 

Quelle: LNBQ, R. Cascioli 

Gestern in Rom

Rorate caeli hat einen Bericht von Corrispondenza Romana über die gestrige Demonstration gläubiger Katholiken auf der Piazza San Silvestro in Rom - die "acies ordinata"- veröffentlicht.
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"Acies Ordinata: ein stiller Protest, um Aufmerksamkeit zu erregen und die Mauer des Schweigens zum Homosexualitätsskandal zu durchbrechen, der der Grund für die sexuelle Mißbrauchsskirse in der Kirche ist, der Thema des Gipfeltreffens ist, der vom 21. -24. Februar im Vatican stattfindet. 

 


Rom, 19. Februar 2019- Piazza San Silvestro: die vier Symbole der Evangelisten (der Stier des Hl. Lukas, der Engel des Hl. Matthäus, der Löwe des Hl. Markus und der Adler des Hl. Johannes) rahmen die piazza San Silvestro im Herzen Roms ein- wo hunderte von Katholiken aus Italien und außerhalb (Acies Ordinata) schweigend aufgereiht stehen, den Rosenkranz beten oder Klassische Texte des Katholischen Glaubens lesen- als Protest gegen das Schweigen des Vaticans zum Homosexualitäts-Skandal - dem Urgrund der sexuellen Mißbrauchskrise, Thema des Gipfeltreffens das vom 21.-24. Februar im Vatican stattfindet. "

Corrispondenza Romana

Quelle: Rorate Caeli, CR

Fr. Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes- in Fortsetzung eines ersten Beitrags-über das Glaubens-Manifest von Kardinal Gerhard Müller.
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"KARDINAL MÜLLERS MANIFEST (2)"
Warum hat Kardinal Müller also das Petrinische Amt in seinem Manifest nicht erwähnt? Ich bin sicher, daß seine Bindung an die Dekrete des I, Vaticanischen Konzils zur Unfehlbarkeit des Papstes so stark ist wie meine eigene.

1) Es ist gefragt worden: betrifft die Frage des Päpstlichen Lehramts den christlichen Glauben; oder geht es um die Umstände unter denen einem etwas über den Chritlichen Glauben gesagt werden könnte? Wenn Letzteres, könnte es sein, daß Statements wie "Der Papst ist unfehlbar" größere Ähnlichkeit mit Behauptungen wie "Die Bibel ist wahr" haben als es solche dogmatischen Lehren wie die Hypostatische Union, die Transsubstantiation oder Morallehren wie die Unauflöslichkeit der Ehe haben. Und es wäre sehr verständlich, wenn Kardinal Müller die Funktionen des Papstamtes bei der Gleichung ausgelassen haben würde- zu einer Zeit, in der die päpstlichen Funktionen - hmm- um es rundweg zu sagen,  ...nicht funktionieren.  [Denen, die vielleicht argumentieren, daß einiges von dem, was PF lehrt, orthodox ist, würde ich antworten, daß eine so verwirrte Lage gefährlicher ist, als eine Situation, in der alles falsch ist.)

2) Der anglikanische Dogmatiker Mascall hat gefragt, wie essentiell das Papsttum für die Kirche ist. Ich bin sicher, daß es dauerhaftes Element der Göttlichen Konstitution der Kirche ist. In einem Sinn ist es vollkommen essentiell. Es wurde als Institution, als Zentrum der Einheit, in die entstehenden Kirche gesetzt, zur Leitung, zur Lehre (sehr feierlich, wenn diese Lehre ex cathedra geschieht)
Aber ist es essentiell in dem Sinn, daß die Kirche während des Interregnums aufhört zu existieren? 
Kaum. Mascall schreibt darüber, daß eine "extreme Schwierigkeit" durch die Tatsache entsteht, daß zwischen Tod oder Abdankung eines Papstes  und der Annahme der Wahl durch seinen Nachfolger die Kirche....ohne weltliches Oberhaupt ist.  Es ist eine gute Sache für die Kirche einen Papst zu haben; das zeigt aber nicht im geringsten, daß das eine Notwendigkeit ist....der Papst ist nicht für das Sein (esse) der Kirche  sondern für das Wohlsein (bene esse) der Kirche. Wäre er für das Sein der Kirche essentiell, müßten wir glauben, daß während der Sedisvacanz die Kirche aufhört zu bestehen. Und das ist nicht nur ein theoretischer Punkt; nach dem Tod von Clemens IV 1268 war der Papstthron zwei Jahre, neun Monate und zwei Tage vakant.

Ich würde hinzufügen, daß es laut dem Erzbischof von Westminster zwischen dem Tod von Alexanders V (den Westminster seltsamerweise für einen richtigen Papst hält) und der Wahl von Martin V 1417 ein Interregnum von sieben Jahren gab.
Aber ich bezweifle, daß das die Art von Überlegungen sind, die Kardinal Müller im Sinn hatte.

3) Ich denke, daß die Terminologie des Sel. John Henry Newman über die Arianische Krise "ein flinkerer Hase" wäre. Er sagt, daß die Lehrautorität der Kirche für rund 60 Jahre aufgehoben war, während denen Päpste, Bischöfe und Räte in der orthodoxen Lehre versagten. (Einer der englischen Bischöfe versuchte, JHN für dieses Analyse  nach Rom zu delegieren, aber ohne Erfolg....vielleicht dachten die Manager von Pius IX, daß sie schon genügend Ärger mit Doellinger und Hefele hatten....)

Ich halte das schöne Manifest von Kardinal Müller für eine vernünftige und wertvolle Aktion, um die Lücke zu einer Zeit zu füllen, in der PF sein Lehramt aufgehoben hat, indem er sein Amt unsachgemäß benutzt, um Absonderlichkeiten, Irrtümer und Zweifelhaftes, die wie Häresien klingen, zu äußern, anstatt den Glauben zu lehren, wie er ihn von seinen Vorgängern empfangen hat. Das Manifest sieht aus, wie das der zuverlässigsten Lehre am nächsten Stehende, das wir während dieses Pontifikates bekommen werden. Es verdient von denen, deren Pflicht es ist, Gottes rettende Lehre weiterzuführen, genutzt zu werden.

Das Manifest ist eine bewundernswerte und orthodoxe Initiative, um einem Bedürfnis nachzukommen und um auf den Prozess an der Wiederherstellung dessen hinzuarbeiten, was wir seit der Abdankung Benedikts XVI so traurig vermissen:  das lehrende Papsttum."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J. Hunwicke

Dienstag, 19. Februar 2019

Breaking.....offener Brief der Dubia-Kardinäle Brandmüller und Burke

La Nuova Bussola Quotidiana und Sandro Magister bei Settimo Cielo  haben gerade einen offenen Brief der Kardinäle Brandmüller und Burke. der beiden überlebenden Dubia-Kardinäle, veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"BURKE UND BRANDMÜLLER: LEUGNUNG DES GÖTTLICHEN GESETZES IST DIE WURZEL DES SEXUELLEN MISSBRAUCHS"

"Der sexuelle Mißbrauch wird dem Klerikalismus zur last gelegt. Aber der erste und Hauptfehler des Klerus  besteht nicht im Machtmißbrauch sondern in der entfernung von der Wahrheit des Evangeliums."

Offener Brief an die Präsidenten der Bischofskonferenzen 

Liebe Mitbrüder!
Wir wenden uns an Euch bewegt von tiefer Sorge. 
Viele Gläubige in aller Welt haben gleichsam den Kompass verloren. Sie stellen sich die bange Frage: wohin treibt die Kirche? 

Es macht besorgt, zu sehen, daß man angesichts der sexuellen Skandale versucht, das eigentliche Übel nur im Mißbrauch von Kindern zu suchen. Dieser ist gewiß ein abscheuliches Verbrechen, besonders wenn es von Priestern begangen wird.
Dennoch geht es dabei um weit mehr, um das umfassendere Übel homosexueller Netzwerke, die sich hinter einem Schutzwall von Komplizenschaft und Schweigen im Inneren der Kirche ausgebreitet haben. Ein Phänomen, das in jener Atmosphäre von Materialismus, Hedonismus und Relativismus wurzelt, in der die Existenz eines absoluten, ohne Ausnahme verpflichtenden Sittengesetzes offen in Frage gestellt wird. 

Verantwortlich für den sexuellen Mißbrauch, sagt man nun, sei "Klerikalismus" .Aber die wahre Ursache dafür ist nicht der Machtmißbrauch durch Priester, sondern die Abkehr von der Wahrheit des Evangeliums. Der sogar öffentlich erhobene Widerspruch in Wort und Tat gegen das natürliche und göttliche Sittengesetz ist in Wahrheit die Wurzel jenes Übels, das gewisse Kreise der kircvhe korrumpiert. 

Dennoch verharren angesichts dieser Situation Kardinäle und Bischöfe in Schweigen. Werdet auch Ihr. liebe Mitbrüder, schweigen, wenn Ihr nun im Vatican am kommenden 21. Februar zusammenkommen werdet? 

Wir gehören zu denen, die dem Heiligen Vater im Jahr 2016 unsere Zweifelsfragen ("dubia") zu Amoris Laetitia vorgelegt haben. Heute ist es so, daß die "Dubia" nicht nur keine Antwort erfahren haben, sondern als Ausdruck einer allgemeinen Kirchenkrise erscheinen. Lehre der Kirche in Wort und Tat zu bewahren und zu bezeugen. 
Bitten wir den Heiligen Geist, der Kirche beizustehen und ihre Hirten zu erleuchten. 
Ein mutiger Akt, der Klarheit schafft, ist nun dringend notwendig. Wir vertrauen auf das Wort des Herrn, der verheißen hat : "Ich bin beiu euch alle tage bis ans Ende der Welt." (Mt.28,20) 

Mit brüderlichem Gruß

Walter Kardinal Brandmüller
Raymond Leo Kardinal Burke

Quelle: LNBQ ,S.Magister, Settimo Cielo

Tweet zum Tage

bzw. Tweet zur Demonstration der Laien in Rom

Demonstration der Laien in Rom: "Die Kirche fürchtet die Wahrheit nicht"

Marco Tosatti kündigt heute bei Stilum Curiae die Demonstration gläubiger Katholiken auf der Piazza San Silvestro an- die die in Rom versammelten Bischöfe dazu auffordern, die Mauer des Schweigens um die sexuelle Mißbrauchskrise zu durchbrechen. Mitprominenten Teilnehmer aus Europa, den USA und Lateinamerika- aber keinem aus Deutschland.....
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"LAIEN AUS ALLER WELT FORDERN VON DEN BISCHÖFEN: BRECHT DAS SCHWEIGEN ZUR KIRCHENKRISE! HEUTE DEMONSTRIEREN SIE IN ROM."

Heute in Rom- wird einer der zentralsten Plätze- Piazza San Silvestro- von 14:00 bis 15:00 für eine Stunde von Dutzenden gläubiger Katholiken aus aller Welt besetzt. Ein außerordentliches Ereignis - um von den Bischöfen, die sich vom 21. an im Vatican treffen, um den Mißbrauch Minderjähriger -aber nicht nur- zu diskutieren: um also von den Bischöfen aus aller Welt zu fordern, das Schweigen zur moralischen und doktrinalen Krise, die die Kirche verwüstet, zu brechen.
Unmittelbar danach wird am Sitz der Auslandspresse eine Begegnung mit einigen Teilnehmern und Organisatoren der Demonstration -unter dem Motto: " Fragen zur moralischen Krise der Katholischen Kirche" stattfinden, die so dargestellt wird: "Am Vorabend des vaticanischen Gipfeltreffens zur Frage des sexuellen Mißbrauchs werden nach einer kurzen Einführung einige Repräsentanten verschiedener internationaler Verbände, die für Verteidigung des Lebens und der Familie kämpfen, bei der Auslandspresse auf Sachfragen der Medien antworten.

Sprecher sind:
John Smeaton (GB), Präsident der Gesellschaft zur Verteidigung Ungeborener Kinder
Michael Matt (USA), Direktor der Zeitschrift  Remnant
Scott Schittl (Kanada), Repräsentant von LifeSiteNews
Julio Loredo (Perù), Mitgründerin von  Tradición y Acción für ein besseres Perú
Jean-Pierre Maugendre (Francia), Präsident der Renaissance Catholique
Arkadiusz Stelmach (Polen) – Vize-Präsident des Pjotr-Skarga-Instituts
Roberto de Mattei (Italien), Präsidente der Fondazione Lepanto
Moderator wird  Giuseppe Rusconi. sein. 

                                Im Stillen die Mauer des Schweigens einreißen 
"Wir sind katholische Laien, die aus ganz Italien und allen Teilen der Welt kommen. 
Wir nehmen an dieser Demonstration persönlich teil- oder im Namen von Vereinigungen und Zeitungen -vereint in der Liebe für die Kirche, ihre Lehre und ihre Institutionen. Wir sind zu diesem Ereignis unter dem Namen geordneter "Acies" versammelt, einem Namen, den die Kirche der Allerheiligsten Jungfrau vorbehalten hat, die die Armee ihrer Gläubigen sammelt und ihre Feinde besiegt: terribilis ut castrorum acies ordinata "furchterregend wie das geordnete Heer"(Hoheslied 6,10)  Als Kinder der Ecclesia Militans sind wir hier um öffentlich unseren Katholischen Glauben zu bekennen, aber auch um die Mauer des Schweigens der Hirten der Kirche angesichts einer präzedenzlosen doktrinalen und moralischen Krise.


McCarrick- eine unendliche Geschichte?

Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews das demnächst erscheinende Buch von Dr. Frederic Martel und die in etlichen Veröffentlichungen wiedergegebenen Aussagen, daß Papst Franziskus früh von den Beschuldigungen gegen Kardinal McCarrick wegen seiner homosexuellen Beziehungen zu erwachsenen Seminaristen wußte, diese aber nicht für gravierend hielt.
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"EIN NEUES BUCH BESTÄTIGT VIGANÒS BERICHT:
DASS PAPST FRANZISKUS VON McCARRICKS MISSBRAUCH WUSSTE."

"Das vieldiskutierte Buch von Dr. Frederic Martel, das demnächst erscheint, "In the Closet of the Vatican" enthält eine Passage, in der der Autor ein Kernelement von Erzbischof Viganòs Bericht bestätigt- insbesondere daß "Papst Franziskus am Beginn von Viganò informiert wurde, daß Kardinal McCarrick homosexuelle Beziehungen zu erwachsenen Seminaristen hatte."

Indem er Gespräche, die er mit der Entourage des Papstes hatte, zitiert, behauptet Martel, daß der Mißbrauch von Seminaristen in den Augen von Papst Franziskus "nicht genug war, um ihn zu verurteilen."

Marco Tosatti, der italienische Vatcian-Spezialist, hat am 17. Februar über diese Passage in Martels Buch berichtet. Er stellt fest:

  Papst Bergoglio wurde wirklich von Erzbischof Carlo Maria Viganò über die Vergangenheit von          Kardinal McCarrick informiert, hielt diese  aber nicht für wichtig,. Konsequenterweise erließ er ihm    nicht nur die von Benedikt XVI gegen ihn verhängten Restriktionen (deren Existenz sowohl von        Viganò als auch von Ouellet bestäigt wurde), sondern er benutzte ihn auch als Berater bei     Ernennungen in den USA (die Beförderung von Kevin Farrell zum Camerlengo, und die       Betrauung von Blase Cupich mit der Organisation des Gipfeltreffens zum Kindesmißbrauch sind die   jüngeren Bestätigungen, falls es die noch brauchte) und benutzte ihn als persönlichen   Repräsentanten sowohl in den USA (unter Obama) und außerhalb in China, Argentinien, Iran und   Kuba.

LifeSiteNews hat in der Vergangenheit über die enge Zusammenarbeit von Papst Franziskus und McCarrick im Hinblick auf die Aufgaben der Außenpolitik berichtet.

Außerdem zitiert Tosatti direkt aus Martels Buch, der behauptet, daß Papst Franziskus "am Anfang durch Viganò informiert wurde, daß Kardinal McCarrick homosexuelle Beziehungnen mit erwachsenen Seminaristen hatte, was aber nicht ausreichte, um ihn zu verurteilen."

Tosatti nennt das "freundliches Feuer", weil Martel Papst Franziskus bewundert und auch nicht darauf abzielt, Papst Franziskus´ Autorität oder Reputation zu unterminieren. Aber indem er das berichtet, bestätigt Martel in der Tat die Schlüsselbehauptung von einem der stärksten öffentlichen Kritiker  des Papstes. Tosatti selbst sagt: "Wenn Martel die Wahrheit schreibt,- und es gibt keinen Grund  das Gegenteil zu glauben, weil er sicher kein konservativer, homophober moralisierenden und heuchlerischer Pharisäer ist, - bedarf es einiger Überlegungen."
Bevor wir weiter auf Tosattis Überlegungen und vorläufige Schlußfolgerungen eingehen, wollen wir noch einige weitere Informationen anbieten, die bestätigen, das Tosattis Bericht über Martels Buch richtig ist.

Zuerst bestätigt Dr. Martel selbst in einer e-mail an LifeSiteNews das Wsentliche seiner Behauptung. Er sagte, daß der Papst von McCarricks homosexuellen Beziehungn wußte, aber dachte, die seien keine "Übergriffe" gewesen.

Montag, 18. Februar 2019

Fundstück

Stephan Baier hat in "Die Tagespost" einen neuen, autobiographischen Bildband von Hans Hollerwege besprochen.
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Unter dem Titel
              "AUF DEN SPUREN DER CHRISTEN"
beginnt der Artikel so:

"Sein eigentliches Lebenswerk begann Hans Hollerwege gegen Ende seiner akademischen Karriere: Der mittlerweile längst emeritierte Linzer Professor für Liturgiewissenschaft setzt sich seit drei Jahrzehnten für die bedrängten, vielfach verfolgten und nahezu überall notleidenden Christen im Orient ein. Sein neues Buch legt Zeugnis davon ab..."

Quelle: Die Tagespost, S. Baier 

 

Tweets zum Tage

18. Februar 2010 Papst Benedikt XVI begegnet den Pfarrern und Priestern  der Diözese Rom brim traditionellen Treffen zu Beginn der Fastenzeit -zu einer "Lectio divina".





"Benedikt- besser als ein Stück Brot..."  eine Anekdote....

Versuch und Irrtum. Vor der abschließenden Kurien-Reform?

In seiner heutigen Montagsrubrik kommentiert A. Gagliarducci nach Veröffentlichung der Statuten für das Amt des Generalrevisors den aktuellen Stand der Kurien-Reform und die mögliche Weiterentwicklung,
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"PAPST FRANZISKUS VOR DER FINALEN REFORM?"

"Die neuen Statuten des Generalrevisors des Vaticans, die  am 16. Februar in Kraft getreten sind, können als weiterer Schritt auf Papst Franziskus Reformweg betrachtet werden. Ihr In-Krafttreten zeigt jedoch auch, daß Reformen wirklich schon "im Gehen " gemacht worden sind- mit Versuch und Irrtum. 
Die Art und Weise, in der die Reformen entworfen werden, zeigen auch, daß anerkannt wird, daß es nicht nötig ist, das Vatican-System zu demontieren, sondern es lieber zu perfektionieren.
Die Rationale einer Notwendigkeit das Vatican-System-zu demontieren- beginnend mit der Wirtschaftsrefoirm- geht auf den Anfang des Pontifikates zurück, 

Man sagte: die Strukturen funktionieren nicht, also muß man sie ändern. Weiter wurde gesagt, die Strukturen sind korrupt, also ist es besser, sie von Grund auf zu erneuern.

Diese Diskussion war Teil vieler Präkonklave-Treffen, Die Ergebnisse dieser Treffen sind als Ppast Franziskus´Auftrag interpretiert worden. Viele der heutigen Reden handeln von Wirtschaftsfragen.

Zu Beginn  wurde auch gesagt, daß das IOR, die sog. Vatican-Bank, müsse abgeschafft werden. 
Der Wirtschaftssektor des Vaticans wurde später durch das motu proprio Fidelis Dispensator et Prudens, das den Wirtschaftsrat, das Wirtschaftssekretariat und das Amt eines General-Revisors schuf, neu gestaltet.

Viele Initiativen blieben unerledigt. Die Schaffung eines Vaticanischen Anlagen- Managements wurde geplant, um Einkünfte zu erzielen, aber am Ende wurde es nicht eingerichtet. Zur selben Zeit beklagte Kardinal George Pell, daß Vatican-Dicasterien Beträge in Millionenhöhe bunkerten, die dem Vatican zurückgegeben werden müßten.

Es ist offensichtlich, daß die ersten Maßnahmen grundlegender Art sein mußten.  Sogar Pricewaterhouse Cooper wurde als externer Revisor für die Buchprüfung im Vatican angeheuert, um mit der Vergangenheit zu brechen. Diese Einstellung wurde als erster Beweis dafür angesehen, daß eine neue Bilanz nötig war.

Man stellte fest, daß eine externe Prüfung nicht vor Beendigung der noch unvollendeten inneren Überprüfung stattfinden konnte. Am Ende ist der Vatican ein Staat und seine inneren Finanzen können keiner äußeren Revision unterzogen werden. Kein Staat würde das bei seinen eigenen Finanzen zulassen.


Stellungnahme von One-Peter-Five zur Versetzung von Ex-Kardinal McCarrick in den Laienstand

Steve Skojec kommentiert für OnePeterFive den Beschluß und mögliche nicht-tatbezogene Motive, Ex-Kardinal Theodore McCarrick in den Laienstand zurück zu versetzen,
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 "DIE LAISIERUNG VON MCCARRICK : UNSERE STELLUNGNAHME"

Die Nachricht  kam an diesem Morgen sehr früh (um 9:30 römische Zeit), die Nachricht, daß Theodore McCarrick, der ehemalige Kardinal Erzbischof von Washington, DC, mächtiger Fundraiser und Königsmacher in der Kirchenpolitik-einschließlich der Wahl von Papst Franziskus,  von der Glaubenskongregation lasterhafter Verbrechen für schuldig befunden und zur Rückversetzung in den Laienstand verurteilt wurde. Als Strafe für einen Kleriker ist das eine der schwersten. Die war notwendig.
Un dennoch- wie Reaktionen auf diese Nachricht zeigen, ist das nicht annähernd genug, um die Wut und das Gefühl von Ungerechtigkeit unter den Gläubigen zu besänftigen, die der ekelhaften Korruption, die nicht nur den Katholischen Klerus infiziert hat-sondern auch die höchsten Ebenen der Führung der Katholischen Kirche- mehr als überdrüssig sind.

Die Glaubenskongregation hat nachdem sie die Beschuldigungen gegen McCarrick untersuchte- der im vergangenen Sommer erstmals glaubwürdig des Mißbrauchs eines Minderjährigen vor Jahrzehnten beschuldigt wurde, untersucht hatte, hat ein Dekret verfaßt, das ihn der "Aufforderung zum Sex während der sakramentalen Beichte und Sünden gegen das 6. Gebot mit Minderjährigen und Erwachsenen-schwerwiegender noch  durch den Machtmißbrauch- schuldig spricht. Alle diese sind- natürlich- schwerwiegend, aber da ist die besonders sakrilegische Dimension der Aufforderung zum Sex während des Beichtsakraments. In einer geheimen Instruktion der Hl. Congregation des Sant´Uffizio - seither auf der website des Vaticans veröffentlicht und zugänglich- wird das "unbeschreibliche Verbrechen" der Aufforderung zum Sex beschrieben:



Sonntag, 17. Februar 2019

Szenen eines Niedergangs, oder die nächste Strukturreform

Unter dem alten Freiburger Erzbischof hieß es noch "Umbruch im Aufbruch" unter dem neuen verwalten wir nur noch den Untergang, so könnte man die neueste Nachricht aus dem Erzbistum Freiburg auch interpretieren.
Hier kann man das alles offiziell nachlesen

Wenn ich ehrlich bin mag ich es gar nicht genauer wissen, Fakt ist aus den über 250 Seelsorgeeinheiten der Erzdiözese sollen gerade mal 40 Großpfarreien werden, und wie mir einer,. der es wissen muss, heute mitteilte, ist das ja auch kein Problem, weil für die paar Gläubigen die wir noch haben, reichen die paar Priester durchaus.
Auch ist das ganze, "die Laien, die Laien" Gefordere auch nicht mehr so präsent, da es nicht nur an Gläubigen mangelt, sondern auch an studierten Theologen, Gemeindereferenten, Religionslehrern und den alten Mütterlein die bereit sind und waren, für Gotteslohn, die Kirche zu putzen und die Kranken zu besuchen,
All das ist nicht besonders originell, wird aber seit Jahrzehnten ignoriert, bzw die paar die noch ernsthaft glauben wollen, die werden in sinnlose Diskussionen verstrickt und dann wundert man sich.
Weiter teilte mir die Gerüchteküche mit, dass nun auch die Demoskopie anfängt zuzuschlagen, spricht die Kirchensteruerzahler einfach wegsterben und nun das, was die Basis schon lange merkt, endlich da oben angekommen ist-

Zu dem ganzen Dilemma zwei Zitate, das eine aus Asterix "Sturz aus der Chefetage, selbst produziert"

das andere von mir: "Selbst wenn morgen nur noch der Papst und drei alte, rosenkranzbetenden Weiblein übrigbleiben, ist das noch lange kein Beweis, dass auch nur irgendwas an der Lehre der katholischen Kirche verkehrt ist." wobei ich mir mittlerweile beim Papst nicht mehr so ganz sicher bin.
Also beten wir!

Fundstück

Dirk Weisbrod kommentiert als Gast  bei CNA den Richtungsstreit unter den deutschen Bischöfen, zu dem Kardinal Müller im Spiegel-Interview bereits das Notwendige gesagt hat und die Stellungnahme von Kardinal Woelki.
Hier geht´s zum Original: klicken
Und das beginnt so- Zitat::

"Analyse: Die deutschen Bischöfe und der Richtungsstreit der Kirche"

"Sind die von den Bischöfen Overbeck, Bätzing, Feige und vielen anderen vorgeschlagenen Heilmittel die richtigen? Kardinäle Müller und Woelki sind offensichtlich anderer Meinung" (...)


Quelle. CNA, D.Weisbrod

Tweet zum Tage

"17. Februar 2013 Benedikt XVI betet am Fenster seines Arbeitszimmers mit mehreren tausend auf dem Petersplatz versammelten Pilgern den Angelus.
Ansprache: klicken
Zitat:

(...)"In diesemJahr des Glaubens ist die Fastenzeit eine günstige Zeit, um den Glauben an Gott als Grundkriterium unseres Lebens und des Lebens der Kirche neu zu entdecken. Dies bringt immer einen Kampf mit sich, ein geistliches Gefecht, da sich der Geist des Bösen natürlich unserer Heiligung widersetzt und versucht, uns vom Weg Gottes abweichen zu lassen. Aus diesem Grund wird jedes Jahr am ersten Fastensonntag das Evangelium von den Versuchungen Jesu in der Wüste verkündet." (...)

Tosatti: Erzbischof Viganò äußert sich zum kommenden Gipfeltreffen im Vatican

Marco Tosatti veröffentlichte heute bei Stilum Curiae den Brief, mit dem Erzbischof Carlo M. Viganò auf die Einladung zu einem vom National Catholic Register organisierten Symposium in Vorbereitung auf das Gipfeltreffen im Vatican geantwortet hat.
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"VIGANO AN DIE BISCHÖFE DES GIPFELTREFFENS: VERLANGT KLARHEIT ZU DER ERNENNUNG UND ZUR HOMOSEXUALITÄT. OHNE ANGST. UND MIT ENGLISCHEM TEXT."
Liebe Freunde von Stilum Curiae, der NCR hat ein Symposium zum Mißbrauchsgipfeltreffen, das nächste Woche in Rom stattfinden wird, organisiert. Erzbischof Carlo Maria Viganò hat einen Text dazu beigetragen, den wir Ihnen anbieten. 

"Danke für Ihre Einladung zur Teilnahme an diesem Symposium zum Mißbrauch und dem Weg der Heilung in Erwartung des bevorstehenden Gipfeltreffens der Bischöfe im Vatican. Mein Beitrag beruht auf meiner persönlichen Erfahrung in 51 Jahren des Priestertums.

Es ist für alle offensichtlich, daß der Hauptgrund für die furchtbare gegenwärtige Krise des von geweihten Priestern, einschließlich Bischöfen, begangenen sexuellen Mißbrauchs, die mangelnde spirituelle Formung der Priesteramtskandidaten ist. Diese Mangel wird seinerseits weitgehend durch die moralische und doktrinale Korruption vieler Seminar-Ausbilder erklärt, die zu Beginn der 60-er Jahre exponentiell zugenommen hat.

Ich bin, als ich 25 Jahre alt war,  in ein päpstliches Seminar in Rom eingetreten. Das war 1965- nur Monate vor Ende des II. Vaticanischen Konzils, und ich konnte nicht umhin, festzustellen, daß -nicht nur in meinen Kolleg sondern auch in vielen anderen in Rom- einige Seminaristen sehr unreif waren und daß sich diese Häuser durch einen ernsten Mangel an Disziplin auszeichneten.

Einige Beispiel sollen genügen. Seminaristen verbrachten manchmal die Nächte außerhalb meines Seminars, weil die Kontrolle schmerzlich inadäquat war. Unser Spiritual war für eine Priesterweihe auf Zeit - für die Idee einer zeitlich begrenzten Priesterweihe.

An der Gregoriana bevorzugte einer der Professoren für Moraltheologie die Situationsethik. Und einige Klassenkameraden vertrauten mir an, daß ihr Spiritual keine Einwände dagegen hatte, sich trotz ungelöster und fortwährender Sünden gegen die Keuschheit zur Priesterweihe zu präsentieren.

Sicher sollten diejenigen, die an einer tiefsitzenden gleichgeschlechtlichen Anziehung leiden, niemals zum Seminar zugelassen werden. Außerdem muß ein Seminarist, bevor er zur Weihe angenommen wird, nicht nur nach Keuschheit streben, sonder sie auch wirklich erreichen. Er muß bereits friedlich und seit längerer Zeit zölibatär leben, weil- wenn das fehlt- der Seminarist und sein Ausbilder nicht das erforderliche Vertrauen haben können, daß er zum zölibatären Leben berufen ist.


Samstag, 16. Februar 2019

Der "letzte McCarrick-Mann" wird Camerlengo...rorate caeli kommentiert

Rorate caeli kommentiert gewohnt kritisch die Ernennung von Kardinal Kevin Farrell zum Camerlengo im Zusammenhang mit der Laisierung seines engen Vertrauten Ex-Kardinal McCarricks
und dem bevorstehenden Gipfeltreffen zum Mißbrauchsskandal im Vatican.
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"DIE GLÄUBIGEN VERSPOTTET: MCCARICK LAISIERT- WÄHREND SEIN ENGSTER MITARBEITER UND VERTRAUTER DAS NÄCHSTE KONKLAVE LEITEN WIRD" 
"Kardinal Farrell, der engste Freund, Vertraute, Weihbischof und Mitbewohner von Ted McCarrick wurde in dieser Woche zum Camerlengo ernannt. Er wird die "Show" leiten, wenn  Franziskus gestorben ist. Das ist der Preis dafür, der letzte McCarrick-Mann zu sein.

Das alles rückt  die heute veröffentlichte Entscheidung der Glaubenskongregation, den Mißbraucher McCarrick zum Verlust des klerikalen Status zu verurteilen, in die rechte Perspektive. Das bedeutet praktisch, daß die Gerechtigkeit verschoben und durch die Ernennung Farrells verhöhnt wird.

Hier das Communiqué der Glaubenskongregation:

"Am 11. Januar 2019 hat die Vollversammlung der Glaubenskongregatiobn am Ende eines Strafprozesses ein Dekret verabschiedet, in dem Theodore McCarrick, Erzbischof em. von Washington D.C. folgender, während seiner Zeit als Kleriker, für schuldig befunden:
"Anmache" ("solicitation") während der  Beichte und Sünden gegen das 6. Gebot mit Minderjährigen und Erwachsenen, mit dem erschwerenden Faktor des Machtmißbrauchs. Der Kongress hat gegen ihn die Strafe der Entlassung aus dem Klerikerstand verhängt. Am 13. Februar 2019 hat die Ordentliche Sitzung (Feria IV) der Glaubenskongregation den Einspruch, den er gegen diese Entscheidung eingelegt hat, erwogen. Nach Prüfung der Argumente für den Einspruch hat die Versammlung  bei der Ordentlichen Sitzung das Dekret des Kongresses bestätigt. Diese Entscheidung wurde Theodore McCarrick am 15. Februar bekannt gegeben. Der Hl. Vater hat die endgültige Natur dieser in Übereinstimmung mit dem Gesetz getroffene Entscheidung anerkannt: sie zu einer res iudicata zu machen (d.h. keinen weiteren Einspruch zuzulassen)."

Quelle: rorate caeli 

 

Fundstück

In einem Interview mit ewtn hat Kardinal Woelki zur aktuellen Kirchenkrise Stellung genommen, CNA berichtet.
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"Kardinal Woelki warnt davor, "eine neue Kirche zu erfinden"  

Die Abschaffung des Zölibats oder die Weihe von Frauen zu Priestern bringt nicht die Lösung der Kirchenkrise, betont der Erzbischof von Köln im EWTN-Interview.

Zitat:
"Es ist der Glaube der Kirche, der weiterhin Maßstab bleibt, so wie er uns eben auch von Johannes Paul II. in seinem Katechismus vorgelegt worden ist."

Quelle: CNA, ewtn, Kard. Woelki

Müller im "Spiegel" über Kaspers Luther-Vergleich: "Der größte ökumenische Witz des Jahrhunderts"

Maike Hickson hat in LifeSiteNews Ausschnitte aus dem Spiegel-Interview mit Kardinal Müller über sein Glaubens-Manifest und den harschen Kommentar von Kardinal Kasper veröffentlicht.
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"DER FRÜHERE DOKTRIN-CHEF DES VATICANS: PAPST FRANZISKUS IST VON LEUTEN UMGEBEN, DIE DIE THEOLOGIE NICHT KENNEN."

In einem neuen Interview mit dem deutschen Magazin "Der Spiegel" stellte Kardinal Gerhard Müller fest, daß Papst Franziskus zuläßt, von Ratgebern abhängig zu sein die "Grundmotive haben"  Er sagte auch, daß als er die Glaubenskongregation leitete, er eine statistisch perfekte Übersicht über die klerikalen Mißbrauchsfälle hatte und wies darauf hin, daß weit mehr als "80% der Opfer sexuellen Mißbrauchs unter 18 Jahren junge Männer in der Pubertät oder Post-Pubertät waren". Außerdem antwortete Kardinal Müller auf die kürzliche harsche Kritik von Kardinal Walter Kasper an seinem Glaubens-Manifest und nannte die Kritik eine "Auftragsarbeit"

In seinem Gespräch mit Walter Mayr vom Spiegel (Ausgabe vom 16. Februar) kritisiert KArdinal Müller Papst Franziskus, sein Pontifikat und besonders seine Führung und seine Personalpolitik.
Als Mayr zu Müller sagte "Sie kritisieren nicht nur die päpstliche Lehre sondern auch die Führung des Vaticans"  und fragte: "was geht da schief?" antwortete Kardinal Müller "z.b. die willkürliche Behandlung des Personals. Es gibt keinen Kündigungsschutz, keinen Betriebsrat. Man kann dort ohne Begründung entlassen werden- so wie es drei meiner Mitarbeiter [bei der Glaubenskongregation] erging, Ich habe dem Papst auch gesagt, daß ich das unmöglich finde."

In weiteren Kommentaren zum Papst fügte Müller hinzu: "Unglücklicherweise ist von LEuten umgeben, die wenig von Theologie und der Soziallehre der Kirche verstehen, die aber die jahrhundertealte Höflingsmentalität nicht aufgeben wollen."

Und indem er diese Höflinge weiter kommentiert, die er Kurtisanen nennt, fügte der deutsche Kardinal hinzu, daß sie "jedes Wort (des Papstes), jeden beiläufig gemachten Kommentar-selbst wenn er in einem Interview geäußert wird- als sakrosankt nehmen. Als ob Gott selbst gesprochen hätte."
Hier macht Kardinal Müller klar, daß das , was der Papst als Privatperson sagt, nicht das Geringste mit Unfehlbarkeit in Glaubensfragen zu tun hat. "
Jeder, der etwas, was der Papst getan oder gesagt hat, in Frage stellt, wird von den Höflingen beschuldigt "sich gegen den Papst zu verschwören". Müller fügte hinzu, daß selbst Personen, die für die Kirche Größtes geleistet haben, nicht von solchen Beschuldigungen ausgenommen werden. "So polarisiert man, anstatt zur Einheit in der Wahrheit beizutragen, " sagte er.

Der deutsche Prälat machte klar, daß wenn Papst Franziskus über "dieses oder jenes Ereignis in der Welt spricht, das den selben Wert hat, wie das Urteil irgendeines Bürgers, der seine Meinung ausdrückt." "In weltlichen Dingen" setzte er hinzu " wäre Zurückhaltung wünschenswert."
Die Autorität der Kirche wird dort benötigt, "wo es um die moralische Dimension von Politik, Wirtschaft und Umweltfragen geht."

Freitag, 15. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die aktuelle Papolatrie, den Sedisvakantismus und das Glaubens-Manifest von Kardinal Müller, in dem der Pontifex nicht erwähnt wird.
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"OHNE DEN VATER... KARDINAL MÜLLERS MANIFEST (1)"
Ich habe jetzt den Text, den ich über Papst Honorius geschrieben habe, zusammen mit dem thread zurückgezogen. Ich war zunächst über den konstanten Fluß von "natürlich"-Kommentaren von ärgerlichen Sedisvacantisten irritiert und dachte, daß ich ihnen die Gelegenheit geben will, auf spezielle Fragen zu antworten. Das hat sie sicher aus ihren Schneckenhäusern gelockt- oder nicht?
Genügend heiße Luft, um unsere Globale Klimaerwärmungs- Warnung schwer zu beeinträchtigen (nein, ich werde keine Kommentare zur globalen Erwärmung akzeptieren), aber nichts so vulgäres wie die derzeitigen Antworten auf meine aktuellen Fragen.  Auch weiterhin keine Kommentare zu denen, die meinen blog zu ein einem Instrument zur Förderung des Sedisvacantismus oder der Ungültigkeit ( Invalidismus) machen wollen.

Jetzt müssen wir -denke ich- weitergehen.

Schweigen kann mehr sagen als eine Millionen Worte. Beispielsweise Conan Doyles Hund, der in der Nacht  nicht bellte. Ich halte für das Eindrucksvollste an Kardinal Gerhard Müllers Manifest das, was nicht erwähnt wird.... das Papsttum.

Bedenken Sie nur die große Kontroverse, die die Frage des Petrinischen Amtes zu Zeiten des I. vaticanischen Konzils auslöste, wie groß die Kontroverse zwischen Katholischen und nichtkatholischen Polemikern war. Bedenken Sie den Personenkult, der seither die Päspste umgibt, ich denke seit ungefähr dem letzten Abschnitt des Pontifikates des Sel. Pius IX.
Ein Kult, der den Römischen Bischof wie einen Halbgott oder einen Pop-Star behandelt. Ich habe schon mehrmals darüber geschrieben.  Ich denke, daß das sentimental, kitschig, kränklich, korrupt und korrumpierend ist. Es ist sicher nicht von PF und seinen Fans erfunden worden, hat aber während dieses Pontifikates einen neuen theologischen Höhepunkt erreicht. Kuriale Fans erzählen uns, daß der Hl. Geist durch PFs Mund spricht; die englischen Bischöfe schreiben Briefe, um darüber zu informieren, daß der Hl. Geist für seine Wahl verantwortlich ist und ihn täglich führt; ein Fr. Rosica erklärt und- unglaublicherweise- daß der Papst von Bindungen an die Schrift und die Tradition frei ist.  Das ist, was ich "Bergoglianismus" nenne. Ich denke, daß das nicht nur in sich selbst krank ist, sondern gefährliche Gift von seltener Giftigkeit in der Kämpfenden Kirche.

Trotz alledem hat Kardinal Müller diesen riesigen weißen Elefanten in einem winzigen Raum nicht einmal erwähnt- nicht einmal im Vorübergehen.

Ich habe mich lange nicht so erfrischt gefühlt. "

Wird fortgesetzt.....

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Sandro Magister zur Bedeutung der Null-Toleranz gegenüber Mißbrauchstätern

Sandro Magister setzt sich heute bei Settimo Cielo kritisch mit der Bedeutung un den Folgen  von "Null-Toleranz" für den Umgang mit sexuellen Mißbrauchstätern  auseinander.
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“NULL-TOLERANZ" DIE PAROLE EINER GNADENLOSEN KIRCHE"
"Es gibt zwei Sünder, für die es in den Predigten von Papsr Franziskus nie auch nur einen Hauch von Barmherzigkeit gab: die Korrupten und die des Mißbrauchs Minderjähriger Schuldigen.
Für sie gilt die Parole "Null-Toleranz". Während der Pressekonferenz auf dem Rückflug von seiner Reise nach Chile und Peru hat Franziskus Benedikt XVI als den ersten bezeichnet, der diese Formulierung wählte. Aber wirklich taucht sie in keinem Dokument und in  keiner Rede von Papst Joseph Ratzinger auf- nicht einmal in der "Dallas-Charta" der us-amerikanischen Bischöfe von 2002, während es im Gegenteil dazu vom amtieren Papst fortwährend als Führendes in der Pole-Position in seinem Kampf gegen den Mißbrauch benutzt wird- zuletzt im "Brief an das Volk Gottes" vom vergangenen 20. August.

"Null-Toleranz" -wie sie am 12. Februar 2015 von Kardinal Sean O´Malley, den Papst Franziskus zum Leiter der Päpstlichen Kommission zum Schutz Minderjähriger ernannt wurde- beim Konsistorium erklärt wuirde, beinhaltet "die bindende Verpflichtung, daß kein Mitglied des Klerus, das ein Kind mißbraucht hat, weiterhin sein Amt ausüben darf: das bedeutet, daß jemand, der auch nur einen Übergriff dieser Art gemacht hat- vielleicht Jahrzehnte früher- für immer von der Ausübung ausgeschlossen wird- ebenso wie Serientäter. Und das sogar bevor das durch einen regulären kanonischen Prozess bestätigt wurde. .

Der unerbittliche Druck der Öffentlichen Meinung auf die Katholische Kirche erklärt diesen Rückgriff auf die "Null-Toleranz". Das Gipfeltreffen zwischen dem Papst und den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Welt, das vom 21.-24. Februar im Vatican geplant ist- wird die letzte von vielen Episoden in dieser Belagerung sein. Aber das rechtfertigt -nach Meinung vieler Experten- nicht die Kapitulation der Kirche gegenüber Prozeduren, die die Grundrechte der Beschuldigten und der Schuldigen verletzen.

Marco Tosatti kommentiert die Ernennung von Kardinal Farrell zum Camerlengo

Marco Tosatti hält bei Stilum Curiae mit seiner Meinung zur Ernennung von Kardinal Kevin Farrell zum Camerlengo des Hl. Römischen Kirche nicht hinter dem Berg, die angesichts seiner Beziehung zu Ex-Kardinal McCarrick und des bevorstehenden Gipfeltreffens des Weltepiskopates zum Mißbrauchsskandal im Vatican doch überrascht. A. Schwibach hat dazu seinen Kommentar gewtittert.
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"KEVIN FARRELL ZUM CAMERLENGO ERNANNT. DIE PROTEGÉS VON MCCARRICK MACHEN KARRIERE."

Ex-Kardinal Theodore McCarrick wird bald für seine Missetaten bestraft werden, aber seine Männer machen Karriere. Der Pontifex hat heute Kardinal Kevin FArrell zum Camerlengo der Hl. Römischen Kirche ernannt. Das Amt war seit dem vergangenen 5. Juli seit dem Tod des französischen Kardinals Jean-Louis Tauran vakant.
Der Posten des Camerlengo ist zentral in der Hierarchie der Katholischen Kirche. Er wird durch die Apostolische Konstitution "Pastor Bonus" und "Universi Dominici Gregis" reguliert. Die legt fest, daß der Camerlengo des Heiligen römischen Kirche offiziell in Gegenwart des Päpstllichen Zeremoniars, der Prälaten und des Sekretärs und Kanzlers der Camera Apostolica den Tod des Pontifex feststellen muß und außerdem das Arbeitszimmer und das Zimmer des Papstes versiegeln, wenn das Personal bis nach der Beerdigung des Papstes dort bleiben darf, wen die gesamte Papstwohnung versiegelt wird, den Tod dem Kardinalvikar für die Stadt mitteilen, der ihn dann der Bevölkerung in einer besonderen Benachrichtigung weitergibt.
Ebenso übergibt er dem Erzpriester der Vaticanischen Basilika den Besitz des Vaticanischen Palastes und persönlich oder durch einen Delegierten den Lateran-Palast und den Palast von Castel Gandolfo sowie das Recht, das Regierungsamt auszuüben, und nach Anhörung der Leiter der drei Kardinalsordnungen alles, was das Begräbnis des Pontifex- solange der nicht zu Lebzeiten seinen Willen diesbezüglich kundgetan hat im Namen und mit Zustimmung der Kardinäle zu organisieren und für alles,  was die Umstände zur Verteidigung der Rechte des Apostolischen Stuhls und seine rechtmäßige Verwaltung erfordern, zu sorgen
Es ist de facto die Aufgabe des Camerlengo in der Periode der Sedisvacanz für das Wohl und die weltlichen Rechte des Hl. Stuhls zu sorgen und ihn zu verwalten, mit Hilfe der drei Kardinäle bei weniger wichtige Fragen und bei den wichtigeren nach Abstimmung des Kardinalskollegiums.

Kardinal Farrell- früherer Legionär Christi- hat mit Ex-Kardinal McCarrick mehrere Jahre lang in der selben Wohnung gewohnt und behauptet, niemals etwas bemerkt und keine Kenntnis von den Beschuldigungen gegen den Erzbischof von Washington gehabt zu haben. Als er 2015 Kardinalspräfekt des neuen Dicasteriums für Laien, Familie und das Leben geworden war, hat er das Vorwort für eines der umstrittensten Bücher dieser Jahre "Eine Brücke bauen" des Jesuiten und LGBT-Aktivisten in der Kirche, James Martin, geschrieben.
In seiner Rolle ist Farrell zum Direktor des Welt-Familientreffens in Dublin Ende des vergangenen Augusts ernannt worden, bei dem James Martin einer der Relatoren war.


Fundstück

Prof. Klaus Berger hat für CNA einen lesenswerten Kommentar zur Kontroverse zwischen den deutschen Kardinäle Müller und Kasper über das Glaubens-Manifest verfaßt.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dm Titel:

"Heiliger Streit. Zum Disput zwischen den Kardinälen Müller und Kasper

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Der heftige Streit zwischen Kardinal Müller und Kardinal Kasper offenbart leider sehr viel über den Zustand der Kirche in Rom und in Deutschland. Man kann nicht sagen, sie habe die Orientierung verloren. Denn das Glaubensmanifest von Kardinal Müller zeigt ebenso knapp und klar, welches im Augenblick die wunden Punkte sind. 
Niemand sagt, dass das die ganze Lehre der Kirche sei. Aber diese wenigen Seiten sind wie ein Kompass bei nebligem Wetter im Gebirge. Das reicht vom Gottesbild bis zu den seelsorgerlichen Fragen von Kommunion und Beichte. Nicht ohne Grund gibt es zum Thema Kirche gründliche Anmerkungen." (...)

Quelle: CNA, Prof.K.Berger

Donnerstag, 14. Februar 2019

Novene zum heiligen Benedikt

ein frommer Freund hat mich auf die Novene zum heiligen Benedikt aufmerksam gemacht.
Der Heilige Benedikt ist  ja der Patron Europas ist und hat  es schon einmal geschafft, dass das Christentum in Europa nicht ausgelöscht ist, sondern im Gegenteil wieder kräftig aufgeleuchtet ist, und dieses Europa geprägt hat,
Deshalb ist er der rechte Ansprechpartner um für die Neuevangelisation Europas zu bitten.

Die Novene ist einfach:

9 Vater unser, 9 Ave Maria, 9 Ehre sei dem Vater, das über 9 Tage hinweg

Heiliger Vater Benedikt, bitte für uns,
damit wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten:
Heiliger Vater Benedikt, du großer Helfer und Fürbitter,
du Schrecken der bösen Geister,
voll Vertrauen flehen wir zu dir in unserer Not.
Lege unablässig Fürsprache ein für uns am göttlichen Throne und vertreibe die bösen Geister
mit all ihren schändlichen Einflüssen.
Segne uns, wie Du einst mit großer Kraft gesegnet hast.
Wir bauen auf Deine machtvolle Hilfe und danken Gott
für Deine Heiligkeit und Größe, die dir so wunderbare
Fürbittkraft zukommen läßt.

Heiliger Abt Benedikt, Patron Europas,
bleibe uns immer nahe, besonders in der Stunde des Todes. Amen


davon abgesehen empfehle ich die Lektüre der Benedikt Option, zumindest kenne ich kein anderes Buch, dass den aktuellen Zustand der Kirche so klar und schonungslos beschreibt, und dessen Botschaft eigentlich ganz einfach ist, nämlich. Wir müssen und damit abfinden, dass wir uns um unseren Kram selber kümmern müssen.

Fundstück

Guido Horst analysiert und kommentiert für "Die Tagespost" die -nach der Veröffentlichung des Glaubens-Manifestes von Kardinal G.Müller und Kardinal Kaspers merkwürdiger Kritik daran- manifeste Spaltung innerhalb der deutschen Katholischen Kirche.

Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:

"AUS DEM LOT"
beginnt der Artikel so:

"Auf das Glaubens-Manifest Kardinal Gerhard Müllers antwortet Kardinal Walter Kasper mit einer Gegenerklärung. Beide spiegeln den Richtungsstreit im deutschen Episkopat wider. Von Guido Horst
Würde eine PR-Agentur den Auftrage erhalten, das Bild der katholischen Kirche in Deutschland aufzupolieren und zu diesem Zweck mit einer nüchternen Bestandsaufnahme beginnen, so wäre das Ergebnis nicht weit von dem entfernt, was man in der Autowerkstatt einen Totalschaden nennt." "
(....)

Quelle: Die Tagespost, G.Horst