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Mittwoch, 22. Januar 2020

"Europas Zukunft liegt nur im Christentum----das Neuheidentum ist sein Untergang"

Maike Hickson hat für Life-Site-News die Predigt, die Kardinal Müller am Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone  in Rom gehalten hat kommentiert und dann in voller Länge wiedergegeben.
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"KARDINAL MÜLLER: EUROPAS ZUKUNFT LIEGT NUR IM CHRISTENTUM... DAS NEUHEIDENTUM IST SEIN UNTERGANG"
"Das Neuheidentum leugnet, daß jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist und deshalb steht das Neuheidentum dem Leben feindlich gegenüber." 

Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation hat zum Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone in Rom gepredigt- (Siehe den vollen Text unten). Darin hat er an Europa einen starken Appell, zu Jesus Christus, dem Erlöser, zurückzukehren, gerichtet. 

Während er über die jungfräuliche Märtyrerin, die Hl. Agnes sprach, machte er darauf aufmerksam, daß sie bereits als Mädchen "genau den Unterschied zwischen dem wahren und einzigen Gott und den vielen falschen Göttern der Heiden kannte."

"Wir folgen dem Beispiel der Märtyrer" erklärte er "wenn wir nicht in alte Formen der Anbetung hohler Idole, ihrer Abbildungen und Statuen aus Holz, Stein und Metall zurückfallen."

Kardinal Müller erinnerte und auch daran, daß "der Glaube an Götter und Dämonen und die Anrufung der Elemente durch Schamanen die Wahrheit der Erlösung verdunkeln,." und daß Jesus Christus der "Sohn Gottes und der einzige Retter der Welt ist." Die Hl. Agnes ermutigt uns durch ihr Martyrium "öffentlich unseren Katholischen Glauben hier in Rom und in Europa zu bezeugen - ohne Menschenfurcht,"

Er fuhr damit fort, uns vor neuheidnischen Theorien zu warnen, die das Christliche Bild des Menschen als in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen ablehnen und deshalb dem Leben gegenüber feindlich sind."

"Das Christentum lehrt uns " fuhr Müller fort "daß jedes menschliche Leben heilig ist, vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu seinem letzten Atemzug. Daraus ergibt sich das kategorische Nein zu Abtreibung und Euthanasie, zu Geschlechtsumwandlung und zur Zerstörung der Familie!" Deshalb liegt nur im Christentum die Zukunft Italiens. Neuheidentum ist sein sicherer Untergang" endete der Prälat entschlossen.

Damit unterstützte der Kurienkardinal mehr einen Politiker, der "symbolisch" den Rosenkranz hochhält  als den, der buchstäblich das Kruzifix abnimmt. Es erscheint ihm auch vergeblich, "Dialoge" mit dem alten Scalfari anzufangen, wenn dieser Atheist aus ihnen auf verwirrte Weise schließt, daß der Papst die Göttlichkeit Jesu geleugnet hat." 

Der deutsche Prälat macht in seiner Predigt klar, daß "Italien und Europa nur durch eine kulturelle, moralische und religiöse Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes eine Zukunft haben. Durch seine Auferstehung aus dem Tod hat er Hass, Sünde und Tod besiegt."


Freitag, 3. Januar 2020

Marco Tosatti: Der Papst ist kein Außerirdischer- aber .....

Eigentlich stellt Marco Tosattis extraterrestrisches alter ego, der Osservatore vom Mars bei Stilum Curiae diese nicht ganz unwichtige Frage -und beantwortet sie auch gleich..
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"MARS-OSSERVATORE: DIE INVASION DER AUSSERIRDISCHEN"



Liebe Stilumcuriale, der Mars-Osservatore beginnt das Jahr mit einer Warnung: 
er sagt uns, daß wir kurz vor dem Einmarsch stehen - in Wirklichkeit ist bereits einmarschiert worden, auch wenn einige es aus ideologischen Gründen, aus Gründen des Geldes oder aus anderen Interessen nicht bemerken wollen - und bald wird alles klarer und greifbarer, wie es leider schon in Schweden, in Frankreich und Deutschland ist, wo es für die große Presse, Dienerin der linken Regierungen, immer schwieriger wird, das Geschehen vor den Augen der Menschen zu verbergen. 
So haben zum Beispiel nicht wenige große Zeitungen darüber hinweg gesehen, daß es sich bei den Angreifern eines jungen Homosexuellen in Mailand um ein Dutzend Maghrebiner handelte ... wer weiß warum. Oder daß im Spin Time Lab, dem Sozial-Zentrum, in dem der "Elektro"-Kardinal den Strom  wieder anschloss (und NIEMALS die unbezahlten Rechnungen bezahlte, wie er versprochen hatte), und - trotz der einstweiligen Verfügung der Behörden die Rechnungen bis zum Jahresende zu begleichen - kam es statt dessen dort zu Drogenexzessen und Schlägereien. Gute Lektüre.

§§§


Osservatore Marziano an Tosatti.

Lieber Tosatti,
ich erlaube mir, Ihnen und Ihren irdischen Freunden vorzuschlagen, das beigefügte Video anzuschauen- darüber, was demnächst in aller italienischen und europäischen Städten, nicht nur in Mailand passieren wird und bereits z.B. in Paris  geschehen ist, wo die Banlieu schon außerirdisch ist. 

Außerirdisch werden Sie fragen? 
Ja, ich will es besser erklären. 

Innerhalb kurzer Zeit wird es in den italienischen Städten eine Invasion der Außerirdischen geben.

Euer Papst Bergoglio nennt sie arme Migranten, die ihr aufnehmen müßt.

Die UNO sagt, daß das ein Problem der Geburtenraten ist

In WIrklichkeit handelt es sich um eine Invasion Außerirdischer, die als Migranten verkleidet sind und von außerirdischen Befehlshabern angeführt werden, die in Washington und in Rom im Vatican bereits fest etabliert sind.
Sie werden sich fragen: der Papst ein Außerirdischer?

Nein. aber das weiß er nicht, in Wirklichkeit weiß er nicht, was er ist und wer-

Aber wenn sie das beigefügte Video anschauen und den Artikel lesen, werden Sie es verstehen. 
* Wer sind Bergoglios arme Migranten und was wollen sie? 
* Das, was du Dank der PD und der 5-Stelle, die dich regieren, auch sehr bald tun wirst...

Aber schauen Sie also das Video an, um zu verstehen

§§§


Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti

Freitag, 27. Dezember 2019

Fundstück

Rabbinerin Yael Deusel fragt in einem Beitrag für die Jüdische Allgemeine  "was wäre gewesen wenn" die Brüder Josefs ihn nicht in die Sklaverei nach Ägypten verkauft hätten....eine interessante Frage auch für die Christen, die die Jakobs-Erzählung lieben.
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Unter dem Titel:

Auf der Hut

Jakow traut seinen Söhnen nicht und behält Benjamin, den Jüngsten, lieber zu Hause

beginnt der Artikel so: 

"Was wäre, wenn wir die Zeit zurückdrehen könnten? Wenn wir eine bestimmte Situation noch einmal erleben würden und uns noch einmal entscheiden müssten? Im Nachhinein sieht manches anders aus, und eine vermeintlich gute Wahl, ein uns damals richtig erscheinendes Handeln entpuppt sich als Holzweg. Manchmal bereut man ein Leben lang, sich einst nicht anders entschieden, anders gehandelt zu haben. So ergeht es auch den zehn Brüdern von Josef." (....)

Quelle: Jüdische Allgemeine, Y. Deusel

Sonntag, 8. Dezember 2019

An einem 8.Dezember....

wurde nicht nur 1854 das Dogma der Unbefleckten Empfängnis proklamiert, sondern 1864 der Syllabus veröffentlicht und am 8. Dezember 1869 von Papst Pius IX das I. Vaticanische Konzil eröffnet.Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS I. VATICANISCHES KONZIL, 150 JAHRE SPÄTER. DIE GRÜNDE PIUS´ IX ZUR VERTEIDIGUNG DES GLAUBENS." 
"Es wurde mit einer feierlichen Sitzung und einem von Pius IX formulierten Credo eröffnet. Bei diesem Konzil wurde das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit beschlossen. Und es ist das vielleicht am wenigsten verstandene von allen. 

Mit einem sehr starken "Credo" voller theologischer Bezüge, dazu gedacht, die Glaubenswahrheit zu erneuern. eröffnete Pius IX am 8. Dezember 1869 das I.Vaticanische Konzil. Das Datum des 8. Dezember wurde nicht zufällig gewählt. Es war Teil der Strategie Pius´IX, um den Glauben der Bevölkerung zu stärken-während die Ideen des Liberalismus Fuß faßten, Rom praktisch im Belagerungszustand war und man begann, den Glauben nicht durch die Brille der Wahrheit zu betrachten sondern durch die der Evolution.


150 Jahre I. Vaticanisches Konzil sind wohl eine Erinnerung und eine Überlegung wert. 

Angela Pellicari, die große Teile ihrer Studien damit verbracht hat, die Geschichtsschreibung des Risorgimento aus einem mehr dokumentarischen und also wahrheitsgemäßeren Gesichtspunkt zu überprüfen, schreibt in ihrer "Eine Geschichte der Kirche":  "Kurz vor der Eroberung Roms beruft Pius IX das I. Vatikanische Konzil ein. Nach fünfzehnhundert Jahren kehrt eine heidnische Vision des Lebens an die Macht zurück, die die Gewohnheiten und Institutionen der katholischen Bevölkerung zutiefst verstört: Das Volk ist nicht nur verarmt, es ist es schockiert, entmutigt, verbittert “.

Die Historikerin bezieht sich auf die Situation während des Risorgimento. Seit der Französischen Revolution hatten liberale Ideen begonnen, Europa Schritt für Schritt zu erobern. Und doch hatte schon die Französische Revolution den Glauben richtig angegriffen. Benedikt XVI hat als er am 5. September 2010 während seines Besuches in Carpineto Romano über die Situation sprach, in der Papst Leo XIII geboren wurde, betont, daß  "Europa nach der Französischen Revolution vom großen napoleonischen Sturm betroffen war. Die Kirche und zahlreiche Ausdrucksformen der christlichen Kultur wurden radikal in Frage gestellt (denken Sie zum Beispiel daran, daß die Jahre nicht mehr von Christi Geburt an, sondern vom Beginn der neuen revolutionären Ära gezählt wurden oder die Namen der Heiligen aus der Kirche, Kalendern, von den Straßennamen, aus den Dörfern  gestrichen wurden...). Die Landbevölkerung stand diesen Umwälzungen sicherlich nicht  positiv gegenüber und blieb an die religiöse Traditionen gebunden."


Das waren Ideen, die sich Bahn brachen und zum Lebenssaft einer antikatholischen Bewegung wurden. Man hat immer gedacht, dass Pius IX den Kirchenstaat verteidigte. Für Pius IX galt es jedoch nicht, zeitliche Privilegien zu verteidigen, sondern darum den Glauben zu verteidigen. Auch, weil - wie Pelliccari schreibt - daß - wie von den Feinden der Kirche vorgesehen- " konkret das Risiko bestand, daß nach dem Zusammenbruch der weltlichen Macht, aus Misstrauen auch die geistliche zusammenbrechen würde.  


Und dann- so fährt die Historikerin fort- tröstet Pius IX, beruhigt und macht Mut. Das Wort Jesu ist ewig und besiegt die Welt. Der Papst ist wirklich unfehlbar, denn das hat Christus Petrus versprochen. Das Vertrauen in die Unfehlbarkeit Petri gehörte schon immer zu den tiefsten Überzeugungen des christlichen Glaubens, wird aber als Dogma erst in der Konstitution "Pastor Aeternus" von 1870 als Dogma proklamiert, weil die Kirche auf das angebliche Fortschrittsgesetz reagieren muss, das zur Rechtfertigung antikatholischer Gewalt und Anpassung zur Zeit der christlichen Wahrheit  benutzt wird “.


Man kann das I.Vaticanische Konzil ohne das Dogma der Unbefleckten Empfängnis. das am 8. Dezember 1854 proklamiert wurde und ohne den Syllabus vom 8. Dezember 1864 nicht verstehen. Ein zusammenhängendes Projekt Pius´ IX, am 8. Dezember unterzeichnet, dazu gedacht, die Kirche zu verteidigen. 



Freitag, 6. Dezember 2019

Spannendes aus dem Geschichtsbuch der Kirche....Lesen!

Um die Frage , wer der schlechteste Papst der Kirchengeschichte war, beantworten zu können, führt
Roberto De Matteit bei Corrispondenza Romana - seine Leser zunächst ins mittelalterliche 10. Jahrhundert zurück - in dem einer seiner Kandidaten, Johannes XII, das Petrusamt inne hatte.
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"WER WAR DER SCHLECHTESTE PAPST IN DER GESCHICHTE DER KIRCHE?" 

Wer war der schlechteste Papst in der Geschichte der Kirche? Viele glauben, daß das Alexander VI war, ein Papst der über die Maßen kritisiert wurde, aber laut Roberto Bellarmino war das Johannes XII (937-964 , der ihn als "omnium pontificum fere deterrimus», "quasi der schlechteste von allen Pontifices"(De Romano Pontifice, l. II, Kap. XIX, in De controversiis christianae fidei, Bei Societatem Minimam, Venetii 1599, p. 689) definierte.

Alberico II - Graf von Tusculum, Princeps von Rom von 932 bis 954 ließ sich,bevor er starb in den Petersdom tragen, zum Grab des Apostels - und ließ in Gegenwart von Papst Agapitos den römischen Adel schwören, daß sie nach dem Ableben des Papstes seinen Sohn zum Papst wählen würden, dem er den glückverheißenden Namen Octavian gegeben hatte. Als der Papst im Dezember 955 starb, wurde Octavian unter dem Namen Johannes XII zum Papst gewählt, obwohl er noch nicht das erforderliche kanonische Alter hatte, er war erst 18.

Nach der übereinstimmenden Beschreibung der Quellen war der junge Mann ein entschlossener Papst, der sein Leben der ungezügelten Freuden, denen er sich hingegeben hatte, nicht unterbrach,
als er auf den päpstlichen Thron gewählt wurde. Im Herbst 960 war er in einen Konflikt mit dem Marquis Berengario von Ivrea, der sich selbst zum König von Italien ernannt hatte, und mit dessen Sohn Adalbert geraten und bat  Otto I, den König von Deutschland zu Hilfe.
Otto zog an der Spitze seines Heeres nach Italien, besiegte Berengar und Adalbert und fuhr weiter nach Rom, wo er am 2. Februar 962, dem Fest Mariae Lichtmess, vom Papst feierlich zum Kaiser gekrönt wurde. Diese Krönung war der Gründungsakt des sogenannten "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation"

Diesem Akt folgte eine eine Woche später die Gewährung des sog. Privilegium Ottonis, ein Dokument, von dem noch heute eine Kopie in den Vatican-Archiven aufbewahrt wird, Das Dokument bestätigte einerseits alle territorialen Zugeständnisse, die von POipin II, dem Kurzen und Karl dem Großen und anderen, die ihnen folgten gegenüber dem Hl. Stuhl gemacht worden waren, und verpflichtete andererseits den Hl. Stuhl die Wahl eines Pontifex der vorherigen Zustimmung durch den Kaiser und seine Nachfolger zu unterwerfen. Otto kehrte dann nach PAvia zurück, aber Johannes brach den Treue-Eid, den er Otto geleistet hatte und ging ein gegnerisches Bündnsi mit dem alten Feind Adalbert ein.

Liutprando, Bischof von Cremona, berichtet in einem berühmten, kürzlich in philologisch korrekter Fassung wiedergegebenen Text über den Konflikt zwischen Papst und Souverän in den Jahren 960 bis 964 (De Iohanne Papa et  Ottone Imperatore, herausgegeben von Paolo Chiesa, Edizioni del Galluzzo, Florenz 2018). Der Kurator des Bandes nahm auch andere Dokumente in den Anhang auf, die dazu beitragen, ein vollständigeres Bild dieser Ereignisse zu vermitteln, beginnend mit den Seiten, die Johannes XII im Liber pontificalis gewidmet sind (S. 97-100 des Anhangs). Als er erfuhr, daß der Papst ein Bündnis mit Adalbert geschlossen hatte, versammelte Kaiser Otto in St. Peter eine Synode, an der die Bischöfe und Erzbischöfe seiner Anhänger, die Geistlichen, die römischen Kurialen und die Ältesten der Stadt und die Vertreter des Volkes teilnahmen.
Johannes XII entfernte sich jedoch aus der Ewigen Stadt.


Mittwoch, 4. Dezember 2019

10 Jahre "Veritas in Caritate"

Stefana Montana widmet sich in La Nuova Bussola Quotidiana anläßlich des 10. Jahrestages ihrer Veröffentlichung der Enzyklika Caritas in Veritate von Papst Benedikt XVI.
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"CARITAS IN VERITATE" , WAS MAN GERN VERGISST"
Bei einer Veranstaltung im Vatican wurde der 10. Jahrestag der Enzyklika "Caritas in veritate"  von Benedikt XVI gefeiert.Eine Gelegenheit um an einige grundlegenden Beiträge dieser Enzyklika zu erinnern, die heutige Kirche vergißt. Angefangen von der engen Verbindung zwischen Caritas in Veritate und Humanae Vitae.

Vor 10 Jahren hat Benedikt XVI die Enzyklika Caritas in Veritate veröffentlicht, die die Tradition der Soziale-Enzykliken bereicherte und  "Populorum Progressio" von Paul VI in Erinnerung ruft.
Am 7. Juli 2009 wurde die Enzyklika in der Sala Stampa des Vaticans von den Kardinälen Martino und Cordes, Erzbischof Crepaldi und Professor Zamagni vorgestellt.

Gestern hat ein Internationale Kongress im Vatican diese Wiederkehr gefeiert und die Professoren Zamagni und Becchetti  haben vor allem vom Gesichtspunkt der in ihr enthaltenen Vorschläge zur Wirtschaft und des aktuellen Statements der Päpstlichen Akademie für Soziale Wissenschaften, deren Vorsitzender eben Zamagni ist, einige Charakteristika der Enzyklika herausgearbeitet.
Es ist anzumerken, daß die Enzyklika den Begriff des Unternehmers über die sogenannte öffentliche und die sogenannte private Version hinaus artikuliert und ihn auch auf die Zivilgesellschaft ausdehnt. Es ist auch richtig, an den Verweis der Enzyklika auf die "Ökonomie des Schenkens" oder an die Warnung vor der Gefahr zu erinnern, die sich aus neuen Ideologien so wie der Technologie ergibt.
Ich glaube jedoch, dass wichtige strukturelle Beiträge, die die Enzyklika zur Struktur der Soziallehre der Kirche lieferte, nicht vernachlässigt werden sollten, damit keine Hinweise vergessen werden. 

Einer dieser Beiträge ist der Zusammenhang zwischen der sozialen Frage und  der Enzyklika "Humanae Vitae" von Paul VI. Es ist gut darauf hinzuweisen, wie sehr das Erbe dieser Enzyklika über die menschliche Liebe in Gefahr zu sein scheint. Benedikt XVI betrachtete sie als eine "soziale" Enzyklika, in der es um den Ursprung der Gesellschaft selbst geht, d.h. die gegenseitige und fruchtbare Liebe zwischen Braut und Bräutigam.


Freitag, 22. November 2019

S.Magister: Pars pro toto? Zwei Umfrageergebnisse...

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die Ergebnisse zweier Umfragen zur Entwicklung der Zahlen der Katholiken und der Angehörigen anderer Konfessionen und zu ihren Überzeugungen.
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"IMMER LEERERE KIRCHEN. ZWEI SCHOCKIERENDE UMFRAGEN IN DEN USA UND IN ITALIEN" 
In Japan, wo Papst Franziskus morgen landen wird, machen diejenigen, die in die Katholische Kirche getauft wurden 0,4% der Bevölkerung aus. Ohne jedes Anzeichen für eine zahlenmäßige Zunahme.

Aber auch in zwei westlichen Ländern mit solider Katholischer Präsenz zeigen die Statistiken abwärts. Diese beiden Länder sind die USA und Italien.

IN DEN USA 
In den USA gibt es eine bemerkenswerte Umfrage vom Washingtoner Pew Research Center, der am 13. November auch der Osservatore Romano einen Artikel gewidmet hat:

> In den USA geht der Niedergang des Christentums schnell zu<

Insgesamt ist der Anteil der Christen aller Konfessionen von 78% der Bevölkerung 2007 auf 65% 2019 zurück gegangen, während gleichzeitig  diejenigen, die sich als Atheisten, Agnostiker, Religionslose bezeichnen von 16% auf 26% zugenommen haben. 

Trennt man die Christen in Protestanten und Katholiken- sind die Ersteren von 51 auf43% abgenommen und die Katholiken von 24 auf 20%. 

Christen, die sagen, daß sie mindestens einmal im Monat zur Messe oder anderen Zeremonien in die Kirche gegangen sind, fielen von 54 auf 45%. Während jene, die sagen, die das vor einigen Jahren oder nie getan- außer zu Hochzeiten oder Beerdigungen- nahmen von 45 auf 54% zu. 

Der Niedergang der religiösen Praxis betrifft Männer und Frauen, schwarz oder weiß oder hispanisch, mit College-Abschluß  oder ungebildet. Was einen großen Unterschied macht ist vor allem das Alter und die politischen Vorlieben. Die "Millenials"- soll heißen, die in den 80-er und frühen 90-er Jahren Geborenen- zusammen mit denen, die die Demokratische Partei wählen, sind die Amerikaner, die die größte Abnahme der religiösen Praxis und die größte Zunahme der ..... aufweisen. 

Unter den Millenials sind heute 49% Christen und 40% Nones. Diejenigen , die zumindest einmal im Monat in die Kirche gehen, machen 35% aus, die die das nie tun 42%. 

Unter den amerkanischen Bürgern hispanischen Ursprungs machten die Katholiken vor 10 Jahren 57% aus. Heute sind des weniger als 47% , während die Nones in der Zwischenzeit aucf 23% anstiegen. 

Das Gebiet, in dem die Abnahme der Katholiken am ausgeprägtesten ist, ist der Nordosten, die während der vergangenen 10 Jahren von 36% auf 27% der Bevölkerung ausmachte.
Fast unverändert ist ihr Anteil dagegen im Süden. wo er vor 10 Jahren 17% betrug und heute 16% . 
Im Süden hat es allerdings einen größeren Rückgang bei den Protestanten gegeben, von 64% vor 110 Jahren auf heutige 53%. 

Bei den Protestanten zeigen nur die "Wiedergeborenen Evangelikalen" einen Anstieg, von 56% auf 59% in den letzten 10 Jahren. 

Bei den Wählern der Demokratischen Partei ist die auffälligste Veränderung die Zunahme der "Nones", die in den letzten 10 Jahren von 20% auf 34% anwuchsen. 

IN ITALIEN
Auch in Italien nimmt die Zahl der Katholiken ab. Das wird durch die jüngste periodische Untersuchung von IPSOS bewiesen, deren Präsident Nando Pagnoncelli in der jüngsten Ausgabe von "Vita e Pensiero", dem Magazin der Katholischen Universität in Mailand, darüber berichtet hat.

Verglichen mit den Zahlen vor 10 Jahren ist die Zahl der enagierten Katholiken, die mindestens einmal wöchentlich an religiösen Veranstaltungen und an Freiwilligenarbeit teilnehmen, sind um 2 Punkte auf heute 9% der Bevölkerung zurückgegangen.

Die Zahl der praktizierenden Katholiken, die  mindestens einmal wöchentlich an einer Kirchenveranstaltung -aber an keiner freiwilligen Arbeit teilnehmen- ist von 21% azuf 14% zurück gegangen.

Der Prozentsatz der lauwarmen Katholiken, die nur gelegentlich an religiösen Veranstaltungen teiönhemen ist von 39% auf 34% abgefallen.

Nicht praktizierende Katholiken bleiben bei rund 12%.

Während die Zahl derer,  die sich selbst als "Nichtgläubige" bezeichnen sich fast verdoppelt hat -von 17 auf 24% der Italiener, mit Spitzenwert bei den Jungen -46% bei den 18-24 Jährigen und 39% bei den 25-34 Jährigen- und bei den dynamischsten und gebildetsten Klassen- besonders im Norden.

Bei der Europawahl im Frühjahr 2019 bekam die Lega Nord die meisten Stimmen von praktizierenden Katholiken- sowohl 32,7% bei den engagierten als auch 38,4% bei den lauwarmen.

Gefolgt von der Demokratischen PArtei (PD) mit 26,9 % der praktizierenden und 20% bei den lauwarmen Katholiken und die 5-Sterne-Bewegung 14,3 % der Praktizierenden und 18,9% der Nichtgläubigen.

Zählt man die Stimmen zusammen, die die Lega Nord. Forza Italia zbnd Fratelli d´Italia von den Katholiken bekamen, führt Mitte-Rechts -bei den Praktizierenden mit 48,2% und bei den Lauen mit 55,9 %.

Die große Zustimmung der Katholiken für den Vorsitzenden der Lega Nord, Matteo Salvini, wird als vorwiegend an die Themen Migration und Sicherheit gebunden erklärt.
Pagnoncelli schreibt:

"So sehr die Kirche und der Papst sich auch ausdrücklich und leidenschaftlich für eine Willkommens-Politik ausgesprochen haben, herrscht -wenn auch gemäßitg- bei den praktizierenden Katholiken eine Haltung der Unterstützung einer restriktiuveren Politik vor. Zu Zeiten der von Salvini praktizierten strikten Schließung der Häfen, akzeptierte eine relative Mehrheit der prsktizierenden Katholiken von 44% die Praxis der strengen Blockade gegen jede Landung- eine Zustimmung, die bei praktizierenden Katholiken 51% erreichte."

Man muß feststellen, daß das Migrations-Phänomenvon einer sehr verzerrten Wahrnehmung beeinflußt wird. Es sollte genügen, zu bedenken, daß der Durchschnitts-Italiener glaubt, daß die Ausländer 30% der Einwohner ausmachen- wobei es in Wirklichkeit 10% sind, und daß es 20 % Muslime sind- gegenüber real 4%.

Auf alle Fälle wird die Ablehnung von Neuankömmlingen von guten und zivilen Beziehungen zu bereits in Italien anwesenden Ausländern begleitet. "Dies grundlegende Ambivalenz" kommentiert Pagnoncelli " wird sehr gut von den Müttern in einer Gemeinde in Norditslien repräsentiert, die typischerweise den Sonntagnachmittag damit verbringen. Kleidung für die Kinder armer ausländischer Familien zu nähen , aber sagen, daß sie die Haltung der strikten Schließung der Häfen befürworten und begeistert über Salvini sprechen. Oder durch die Lega Nord-Aktivisten, die große Mühen auf sich nahmen um für eine Nigerianerin, die kurz vor der Entbindung stand, Nachthemd und Bademantel zu finden."

So stimmen also in Italien die Ansichten des Papstes und der Katholiken -selbst bei den am treusten praktizierenden- nicht überein. Das ist ein Phänomen, das die gesamte westliche Welt betrifft, in der die individuelle Meinung immer mehr zählt. Sogar, wenn man dem zuhört, was die Kirche sagt, trifft man seine Entscheidung allein,. Pagnoncelli schließt:

"Glaube und Politik sind zwei Fragmente einer vielfältigen individuellen Identität, Fragmente, die ide immer weniger die Meinungen und Einstellungen der Gläubigen formen, die weit von einer einheitlichen und beständigen Selbsteinschätzung entfernt zu sein scheinen. Diese Passage und die Notwendigkeit auf sie einzugehen, ist auch für die Kirche zentral. Und die Katholiken sind Teil dieser sich verändernden Gesellschaft."

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister 

Montag, 11. November 2019

Kardinal Ruini meldet sich zurück

Und das hat der 88-jährige Kardinal in einem Interview mit Aldo Cazzullo vom Corriere della Sera getan. Hier geht´s zum Original: klicken

"KARDINAL RUINI KEHRT ZURÜCK. ZU DEN THEMEN AMAZONAS, VERHEIRATETE PRIESTER, GEFAHR EINES SCHISMAS, ENTFERNUNG VON GOTT"

Die vorletzte Rede von Kardinal Camillo Ruini auf freiem Feld zu einer entscheidenden Frage, die in einer Synode diskutiert wurde, stammt aus dem Jahr 2014, während der ersten der beiden Synoden über die Familie. Die Frage war Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene.

Es war  am 13. Oktober und Ruini sprach sich dagegen aus. Sein Kommentar wurde erneut in einem Buch veröffentlicht, in dem die Beiträge von vier anderen Kardinälen zusammengetragen wurden. Das widersprach auch der Option, die Papst Franziskus in der postsynodalen apostolischen Exhortation  "Amoris laetitia" schließlich verwirrenderweise grünes Licht gegeben hätte.

Seit jenem Oktober 2014 hatte Ruini, der jetzt 88 Jahre alt ist und die italienische Kirche während der Pontifikate von Johannes Paul II und Benedikt XVI  leitete, sich in ein längeres Schweigen zu den umstrittensten kirchlichen Fragen zurückgezogen.

Was aber seiner Meinung nach die Hauptthemen für die Kirche und für die Welt waren, war kein Rätsel. 2016 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel: "Gibt es ein Nachher? Tod und Hoffnung ", in dem er vom Jenseits, vom ewigen Leben, von der Auferstehung der Toten, von der Hölle und dem Paradies sprach, kurz von den letzten Artikeln des" Credo ", wie er bereits in seinem vorherigen Buch von 2012 mit dem Titel "Interview zu Gott"  über die ersten Artikeln des Glaubensbekenntnisses gesprochen hatte.

Es erübrigt sich zu erwähnen, dass dieser Vorrang, der der Frage nach Gott bei der Auslegung der heutigen Krise der Welt und der Kirche eingeräumt wurde, Kardinal Ruini mit Papst Emeritus Benedikt XVI vereint.

Die Neuheit dieser Tage ist, dass Ruini das Schweigen gebrochen hat und zurückgekehrt ist, um sich zu den umstrittensten Fragen in der Kirche zu äußern, zuletzt zur Amazonas-Synode im vergangenen Oktober. Er tat das am 3. November in diesem Interview mit dem Corriere della Sera :

Ruini: „Die Kirche soll Gespräche mit Salvini führen. Verheiratete Priester? Ein Fehler "

Das Interview hatte eine sehr starke Resonanz in Italien. Unglaublicherweise wurden jedoch in den folgenden Tagen nur die ersten Zeilen aufgenommen und diskutiert, die Kardinal auf die Fragen, die ihm Interviewer zur politischen Situation, der Rolle der Katholiken und zum Urteil über Matteo Salvini, dem Führer der Liga, der mit den meisten Stimmen gewählten italienischen Partei, stellte.

Tatsächlich genügte es, dass Ruini Salvini zurückhaltend und sehr umsichtig Glaubwürdigkeit einräumte, um einen Sturm der Kritik des linken Flügels der italienischen katholischen Welt auf den
Kardinal auszulösen, sowohl von Bischöfen wie Nunzio Galantino und Domenico Mogavero als auch von katholischen Parlamentariern von der Demokratischen Partei wie Stefano Ceccanti und Franco Monaco, sei es von Veteranen des "Geistes des Rates" wie Enzo Bianchi und Raniero La Valle, oder vom amtierenden Staatsoberhaupt Sergio Mattarella.

Aber wir haben tagelang nur über Politik gesprochen. Und nicht von dem, was Kardinal Ruini im zentralen und letzten Teil des Interviews sagte.

Dies ist genau das verborgene Gesicht des Mondes. Dies sind die klaren Worte, die der Kardinal den wirklichen Fragen widmet, die die Kirche heute beschäftigen und spalten. Diese Worte, die jeder kennen sollte, nicht nur in Italien.
                                                            *    *     *     *

Mittwoch, 6. November 2019

Fundstück

CNA hat gestern Auszüge aus dem Vorwort veröffentlicht, das Pater Peter Gumpel für das Buch des Historikers Michael Hesemann "Der Papst und der Holocaust: Pius XII und die geheimen Akten im Vatikan"  verfaßt hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel

'Das Ziel war, Menschenleben zu retten': Pater Gumpel über Pius XII und den Holocaust

beginnt der Artikel so- Zitat: 

"Der Relator im Seligsprechungsprozess schreibt: 'Es ist hoch an der Zeit, dass Autoren wie mein Freund Michael Hesemann daran erinnern, was Pius XII. wirklich getan hat und welches Risiko er dabei auf sich nahm, um Menschenleben zu retten. " 


Quelle: Pater Prof. P. Gumpel,SJ, CNA

Samstag, 2. November 2019

Fr.Hunwicke spricht ......

bzw. hat gestern bei liturgicalnotes über die Zulassungen von Wissenschaftlerinnen an europäischen Universitäten gesprochen.
Hier geht´s zum Original:   klicken

             "WISSENSCHAFTLERINNEN"
"Ich stelle mir vor, daß Sie wissen, daß Frauen im 18. Jahrhundert in Italien (besonders in Bologna) nicht nur Naturwissenschaften durften sondern auch akademische Grade erwerben und Universitätslehrer werden konnten? Und das geschah mit kirchlicher und sogar päpstlicher Förderung und Ermutigung : lange bevor Englische Universitäten Frauen erlaubten, wissenschaftlich zu lehren oder auch nur in Nähe der Hörsäle?
Es überrascht nicht, daß der betreffende Papst dieser gelehrte Pontifex, Papst Lambertini alias Benedikt XIV war.
Seine wahre Aufklärung ist im Vergleich der falschen Aufklärung Rousseaus vorzuziehen, der glaubte, daß die Ausbildung der Frauen nur dazu dienen sollte, sie in der Massage des männlichen Egos zu trainieren.
Das sieht in meinen Augen wie ein Detail der Geschichte aus, das nicht sehr oft bekannt gemacht wird. Es unterminiert die erbärmlichen Ansichten von Bischof Williamson, der sich auf die Seite Rousseaus gegen Benedikt XIV zu stellen scheint- ebenso wie die vorhersehbaren Annahmen katholikophober Journalisten und Meinungsmacher."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Fundstück

Aus gegebenem Anlass erinnert Paul Badde in einem Artikel für CNA an die Geschichte des Petersplatzes und des Obelisken in seiner Mitte.
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Unter dem Titel

"Identität. Eine Nachbemerkung zur Amazonas-Synode"


beginnt der Artikel so- Zitat:

"Der Obelisk auf dem Petersplatz ist rund 3.000 Tonnen schwer und 4.000 Jahre alt. Caligula ließ ihn um das Jahr 40 nach Christus von Ägypten nach Rom schaffen und am Fuß des Vatikanhügels im Circus des Gaius aufrichten. Da stand er mehr als anderthalb Jahrtausende, als der einzige antike Obelisk Roms, der niemals umstürzte...." 

Quelle: CNA, Paul Badde

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Sandro Magister: EIn Brief aus Mindanao zur Synode und ihren paganen Randerscheinungen

Sandro Magister hat bei Settimo Cielo einen Brief veröffentlicht, den er von einem Katholiken aus Mindanao bekommen hat.
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"ZU GLAUBEN DEN AMAZONAS ZU GEWINNEN UND DEN REST DER WELT ZU VERLIEREN. EIN BRIEF AUS MINDANAO"

Lieber Magister,
Die Faszination, die von mehr oder weniger amazonischen Riten und Statuetten schwangerer Frauen ausgeht, mag vielleicht  die Synodenväter und ihre Umgebung bezaubern, aber sie bringen die Katholiken im Süden der Welt in Schwierigkeiten. Denn selbst in den Baracken der globalen Peripherien schauen die Menschen Youtube und verbringen Stunden auf Facebook, und diese Statuetten nehmen dort eine Bedeutung an, die das Leben von Katecheten und Missionaren, die mit einer ständigen „Ausblutung“ von Gläubigen zu kämpfen haben, deutlich komplizierter macht.  

Das die Erfahrung die jeder macht, der eine missionarische Reise außerhalb Europas unternimmt und sich einer großen Anzahl aggressiver evangelikaler Kirchen oder Millenniums-Sekten gegenüber sieht, die die meiste Zeit damit verbringen, die katholische Kirche anzugreifen und ihr die Gläubigen wegzunehmen. Eines ihrer Hauptargumente ist: „Die Katholiken beten Statuen an“, „Die Katholiken beten Dämonen an“. Ergo: „Die Katholiken sind keine Christen, kommt zu uns“.

Also gut. Ich erzähle Ihnen von meiner Erfahrung als einfacher Gläubiger, der aus persönlichen Gründen oft in den äußersten Süden der Philippinen, nach Mindanao, reist. Eine Region, in der zu einer großen Anzahl von Muslimen, die dort seit Jahrhunderten angesiedelt sind, eine explosiv angestiegene Zahl von Protestanten hinzukommt, was eine Zukunft in brasilianischer, das heißt in pentekostaler Soße vorhersehen lässt, und das auch in dem, was heute noch eines der katholischsten Länder der Welt ist: den Philippinen.

Es gibt keine Straße, keinen Fernsehsender, keine Radiofrequenz, die nicht von Predigern auf der Suche nach katholischer Beute heimgesucht würden. Das erste Ziel besteht darin, zu überzeugen, daß die katholische Kirche falsch ist. Das zweite ist, sich den Zehnten auszahlen zu lassen. Nun, die Bilder der Verehrung heidnischer Gottheiten – oder zumindest von etwas, das wie eine heidnische Gottheit aussieht – während einer Zeremonie in den Vatikanischen Gärten unter den Augen des Papstes sind wirklich um die Welt gegangen. Und in Mindanao, besonders in Gegenden wie Süd-Cotabato, wo Protestanten inzwischen 20 oder 25 Prozent der Bevölkerung ausmachen, haben sie den Predigern aller Art große Hilfe dabei geleistet, mit dem Finger zu zeigen: „Seht, die Katholiken sind Götzendiener. Wie wir dir immer gesagt haben. Wie es die Bibel sagt“.

Als ich heute mit einer jungen, mutigen und ebenfalls entrüsteten katholischen Katechetin sprach, hörte ich in ihrer Stimme die Scham, nicht zu wissen, wie sie ihren Glauben verteidigen soll, nicht zu wissen, wie man Kindern erklärt, daß es nicht wahr ist, daß Katholiken Götzendiener sind. Aus Respekt wollte sie nicht einmal auf Facebook kommentieren, was in Rom passiert ist, denn wenn sie angefangen hätte zu kritisieren, was passiert ist, hätte sie den Protestanten geholfen. Erklärt mal den Leuten in diesen Regionen die Finessen eines Präfekten Paolo Ruffini, wie man angeblich das Böse dort sieht, wo es nicht ist. Und wenn das so in Mindanao passiert ist, wage ich nicht, mir vorzustellen, wie das in Afrika oder Südamerika ist.

Sicher ist, daß diese Bilder, vom Süden der Welt aus gesehen, dem Herzen wirklich ganz viel Schmerz zufügen. Und sie machen all jenen das Leben schwer, die einerseits jeden Tag islamische Attentate riskieren, wenn sie zur Kirche gehen, und andererseits dem protestantischen Proselytismus entgegentreten müssen, wenn sie die Straße entlang spazieren.


Ich hoffe, daß die  in Rom verstehen. Zu glauben, auf diese Weise den Amazonas zu gewinnen, um den Rest der Welt zu verlieren... Schönes Ergebnis! 

Unterschrift

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister



Mittwoch, 23. Oktober 2019

Tweet zum Tage.....

das muß aus gegebenem Anlass heute sein.....;-)

Fundstück

Marco Gallina hat für Die Tagespost  einen lesenswert klaren Kommentar zur Pachamama-Affäre in Rom geschrieben. Hier geht´s  zum Original: klicken

Unter dem Titel:
"Kommentar: Verzweifelte Gehversuche auf dem Holzweg"
beginnt der Artikel so - Zitat:


"Gleich, was es mit Herkunft und Identität der mysteriösen Holzfiguren im Vatikan auf sich hat: Die Verehrung von Konzepten wie „Leben“ und „Fruchtbarkeit“ ist in ihrer spirituellen Herkunft heidnisch." (....)

Der Schlußsatz sagt alles,was zu sagen ist:

" .....Römische Christen warfen pagane Idole in den Tiber. Warum letztere nach Rom zurückkehren, ist die viel drängendere Frage."

Quelle: Die Tagespost

Dienstag, 22. Oktober 2019

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes nur kurz über einen passenden Begriff für das, was gestern auf der Engelsbrücke in Rom mit Pachamama geschah.
Hier geht´s  zum Original:  klicken

DEPONTIFIKATION? 
(...) Würde "Die Depontifikation  von Pachamama " zur Beschreibung der wässrigen Umsetzung  jener zweifelhaften Statuen in Rom reichen?  Oder "Die Intiberisation"? 
Verdient sie eine jährliche liturgische Feier? Ich erwarte, daß  Joshua das Richtige  (Außerordentliche  Form)  bereit hält.

Megahoot!!!

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Montag, 21. Oktober 2019

Marco Tosatti zur unbeanworteten Frage des Rücktritts Benedikts XVI

Marco Tosatti stellt -durch sein virtuelles alter ego"Romanus Vulneratus Curiae" bei Stilum Curiae 
 - Fragen zum Rücktritt Benedikts XVI.
Hier geht´s zum Original:  klicken

RVC: DER RÜCKTRITT BENEDETTOS. ALLES WARUM DER OHNE ANTWORT GEBLIEBEN IST.

Liebe Stilumcurialisten, der gestrige Artikel von Super Ex ist bei Ihnen- aber nicht nur bei Ihnen- auf großes Interesse gestoßen. Romano Vulneratus Curiae (für Freunde und Feinde RVC) hat den Artikel gelesen und sofort an Stilum Curiae geschrieben.  Nicht um zu polemisieren, sondern um einige i-Punkte hinzuzufügen. Nicht auf die Überlegungen von Super Ex sondern auf die Geschichte, auf das Geheimnis, das dieser Rücktritt Benedikts XVI -zumindest für den, der hier schreibt, immer noch ist. Und wie Sie sehen werden hat auch Romana Vulneratus Curia Fragezeichen und Fragen, die er nicht stellt.....Gute Lektüre!

                                                                    §§§
"Lieber Tosatti, Super Ex kehrt zu dem Thema zurück, das ich als das wichtigste Thema der Veränderung unserer Zivilisation definieren möchte: das Ende der moralischen Autorität in einer von Nihilismus  durchdrungenen Welt. Im Gegenteil, die Umwandlung dieser moralischen Autorität in eine verwirrende Autorität ist nicht einmal tröstlich. In der Tat ist die Kirche, bevor sie eine Trösterin ist, eine Lehrerin. Ist sie das? Worin? 
Ratzinger konnte von dieser -modernen, technologischen und wissenschaftlichen Welt -nicht ertragen werden, die moralische Überlegungen ablehnt (man fragt sich : welche Moral?) und sich jeder- besonders jeder dogmatischen- Religion widersetzt. 
Eine Welt. in deren"Verfassung" (NOM= Nuovo Ordine Mondiale) geschrieben steht, daß eine unifome Kultur und Moral geschaffen werden müssen.
Dies in einem utopischen Globalisierungsprozess, der die Relativierung der Religionen auch dank erzwungener und regelmäßiger Migrationsprozesse vorsah.

Kehren wir jedoch zu Ratzinger zurück, der von dieser nihilistischen Welt geprägt ist: dem "Obskurantisten der Reconquista" und der evangelisieren und wiederherstellen wollte- gegen das II.Vaticanische Konzil. 

Mittwoch, 25. September 2019

Die Barbaren sind in der Stadt! Kardinal Sarah spricht im Vorfeld der Amazonas-Synode Klartext.

Edward Pentin hat für den National Catholic Register Kardinal Robert Sarah zu seinem neuen Buch, zur bevorstehenden Amazonas-Synode und die aktuelle Glaubenskrise befragt, Der Kardinal stellt dem Christentum der Westlichen Welt eine schwerwiegende Diagnose und warnt vor einer Manipulation der Synode- dabei spricht er deutlichen Klartext. M.Tosatti hat das Interview in La Nuova Bussola Quotidiana veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE MANIPULATION DER SYNODE WÄRE EINE BELEIDIGUNG GOTTES" 

"Ich bin schockiert und empört darüber, daß die spirituelle Not der Armen im Amazonasgebiet als Vorwand für Projekte verwendet wird, die typisch für das bürgerliche und weltliche Christentum sind, wie die Abschaffung des Zölibats und die Ordination von Frauen. "
Der Niedergang des Glaubens an die wirkliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie steht im Mittelpunkt der gegenwärtigen Krise der Kirche". 
"Die Wurzel aller anthropologischen, politischen, sozialen, kulturellen und geopolitischen Krisen ist das Vergessen des Primats Gottes." 
Heute sind wir alle Opfer eines "flüssigen Atheismus", der darin besteht, "neben dem Glauben radikal heidnisch und weltlich zu denken oder zu leben". 
"Das Verbot der Messe im alten Ritus "kann nur vom Teufel inspiriert werden", der vor einem Mann zittert, der betet."
Ein Interview  des National Catholic Register mit Kardinal Robert Sarah. 

Vom "flüssigen" Atheismus, der jetzt in die unsere Kirche eingedrungen ist, über den Egozentrismus in der Liturgie, von den Interpretationen von Amoris Laetitia bis zu den Versuchen, die Amazonas- Synode zu manipulieren, und Projekte zu unterstützen, die für das bürgerliche und weltliche Christentum typisch sind", einschließlich der Aufhebung des Zölibats .

In einem langen Interview mit dem National Catholic Register geht Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, auf die Glaubenskrise in der heutigen Welt ein und erklärt, warum er beschlossen hat, sein neuestes Buch "Le soir s´approche déjà et le jour se baisse " ("Der Abend naht und der Tag sinkt schon") zu schreiben. 
"Dieses Buch ist der Schrei meines Herzens als Priester und Hirte", sagt der Kardinal, dem zufolge "der Rückgang des Glaubens an die wirkliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie im Mittelpunkt der gegenwärtigen Krise der Kirche und ihres Niedergangs, insbesondere im Westen, steht. 
Bischöfe, Priester und Laien sind für die Glaubenskrise, die Krise der Kirche, die Priesterkrise und die Entchristlichung des Westens verantwortlich. "

EIN «FLIESSENDER ATHEISMUS» INFIZIERT DIE WELT

Sarah spricht von einem "flüssigen Atheismus", der die Welt, einschließlich der Menschen in der Kirche, befällt: "Die tiefe Krise, die die Kirche in der Welt und insbesondere im Westen erlebt, ist die Frucht des Vergessens Gottes. Wenn Gott nicht unsere erste Sorge ist, dann bricht alles zusammen. An der Wurzel aller anthropologischen, politischen, sozialen, kulturellen und geopolitischen Krisen liegt das Vergessen des Primats Gottes. Ich habe versucht, in diesem Buch zu zeigen, daß die gemeinsame Wurzel aller gegenwärtigen Krisen in diesem fließenden Atheismus liegt , der, ohne Gott zu leugnen, in der Praxis so lebt, als ob es ihn nicht gäbe ".

Der Kardinal erklärt ausführlich, worum es sich handelt:
"Ich spreche von diesem Gift, dessen Opfer wir alle sind: flüssiger Atheismus. Es infiltriert alles, auch unsere Reden als Priester. Es besteht darin, zusätzlich zum Glauben andere Denkweisen zuzugeben oder radikal heidnisch und weltlich zu leben. Und wir überzeugen uns von diesem unnatürlichen Zusammenleben! Das zeigt, daß unser Glaube fließend und inkonsistent geworden ist! Die erste Reform ist die unserer Herzen.
Sie besteht darin, keinen Pakt mehr mit Lügen zu schließen. Der Glaube ist sowohl der Schatz, den wir verteidigen wollen, als auch die Stärke, die es uns ermöglicht, ihn zu verteidigen. "

Und laut Sarah hat diese Bewegung, die darin besteht, "Gott beiseite zu legen" und Gott zur sekundären Realität zu machen, leider die Herzen von Priestern und Bischöfen berührt. Gott steht nicht mehr im Mittelpunkt ihres Lebens, Denkens und Handelns. Das Gebetsleben spielt keine zentrale Rolle mehr."


Montag, 23. September 2019

Antonio Socci macht einen Ausflug in die Literatur und die englische Geschichte.

und bietet in seiner begeisterten Kritik bei "LoStraniero"  zu Elisabetta Salas historischen Roman eine für deutsche Gemüter ungewöhnliche Interpretation des "Elisabethanischen Zeitalters" und der Epoche Shakespeares. Man erkennt, was es bedeutet, wenn die Sieger die Geschichte schreiben.Und die Hypothese, daß Shakespeare Kryptokatholik war. gewinnt immer mehr an Wahrscheinlichkeit.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"SHAKESPEARE, DIE GROSSE STIMME DES KATHOLISCHEN WIDERSTANDS GEGEN DIE TYRANNEI VON ELISABETH UND CO." 

Das ist der schönste Roman, leidenschaftlich und bewegend, den ich diesbezüglich dieses Jahr gelesen habe. Eine wirkliche Überraschung: sie fängt den Leser von der ersten Seite ein.
Es handelt sich um eine historische Romanze, -die im London im Jahre 1605 spielt in den Gassen, Tavernen, Palästen, Kneipen und Theatern am Ufer der Themse.

Diese Londoner Epoche kommt so gut heraus,  daß man  mit dem Lesen dieser (auch Liebes-) Geschichte nicht aufhören möchte- voller Intrigen, Helden, Märtyrer, Örtlichkeiten, Bösem, Verrat, Spione und Machtkämpfe. Historische Ereignisse, die im Übrigen ungeheure Folgen für Europa und die gesamte Welt hatten. Man kann sagen, daß man die moderne Geschichte nicht versteht, sei es die europäische oder amerikanische (und auch die italienische) wenn man diese englischen Ereignisse nicht kennt-
Der Titel kann -ehrlich gesagt- abstoßen "Hinrichtung der Gerechtigkeit" (Ausgabe D´Ettoris).
Er würde vielleicht besser zu einem Traktat über einen Strafprozess passen.  Aber in Wirklichkeit entdeckt man im Lauf der Lektüre seine "dramatischen" Ursprünge.

Die Autorin Elisabetta Sala, Dozentin für Englische Literaturgeschichte, beweist außerordentliches erzählerisches Talent. In unserem eher mediokren literarischen Panorama wünscht man sich, daß sich ihr Talent bald in anderen Romanen beweist- und sie bekannter (unter den Lesern)  und anerkannter (von der Kritik) wird.
Bisher war Sala als bedeutende Gelehrte der tragischen Epoche von Heinrich VIII und Elisabeth bekannt, jener Epoche der Vergewaltigung des englischen Volkes, des gewaltsamen - von der Krone verfügten-Raubes eines ganzen Volkes der Katholischen Kirche- mit Gründung der anglikanischen Konfession in direkter Abhängigkeit von der Krone.
Unter Elisabeth ist in Wirklichkeit sie selber die Gottheit, die absolute Anbetung und Unterwerfung im öffentlichen und privaten Leben verlangt. Sie, die unangefochten das Recht über Leben und Tod aller hat.
Sie errichtet ein Terror-Regime daß wahrscheinlich die Vorwegnahme des modernen Terrrors im 16. Jahrhundert war. Und das genaue Gegenteil der offiziellen und feierlichen Darstellung des sogenannten "Elisabethanischen Zeitalters".

Für England , dessen katholische Wurzeln alt und sehr tief waren, ist das eine spirituelle und menschliche Katastrophe (mit der Aufhebung der Klöster auch eine ökonomische) .
Es ist eine gewaltsame Trennung eines Volkes von seiner Geschichte und seinen Wurzeln. Verübt mit einem schrecklichen Gemetzel an englischen Priestern und Katholiken, einem Massaker mit schrecklichen Folterungen, das heute praktisch unbekannt ist und das Sala in zwei beeindruckenden Büchern rekonstruiert hat: "Der Zorn des Königs ist der Tod" (Ares) und "Elisabeth die Blutige"(Ares).
Im Roman der Sala ist der Protagonist ein Teenagers, Jack Digby, Sohn eines mutigen englischen Adligen, der sich am 5. November 1605 in der Menge befindet, um auf einem Platz das schreckliche Gemetzel seines Vaters als Verräter und Verschwörer unter Jacob I Stuart mitzuerleben. 
Von dort entwickelt sich eine spannende Geschichte, die dazu führt, daß der Held jenen Dramatiker kennenlernt, der in den Londoner Theatern der Zeit so große allgemeine Bewunderung genießt-  William Shakespeare. 
Es ist tatsächlich die Epoche Shakespeares und der junge Digby- wird in seiner hektischen Geschichte das Geheimnis des großen Barden entdecken, das dann der Schlüssel zur Interpretation seiner Meisterwerke wird. 

Der Roman enthüllt tatsächlich die historischen Hintergründe vieler der Geheimnisse, die das Leben Shakespeare umgeben und erhellt jene Rätsel seiner Werke, die bisher als unlösbar galten- geschuldet wohl dem Klima des Terrors, in dem er arbeiten mußte, und das den Dramatiker zwang  den Menschen  andeutende Anspielungen, ferne historische Beispiele, Metaphern und Wortspiele zu erzählen. Er erzählte, was eigentlich die Tragödie der Ereignisse in England war.


Sonntag, 15. September 2019

Marco Tosatti stellt einen Vergleich an.....

Marco Tosatti vergleicht bei Stilum Curiae zwei sehr ähnliche Texte über die Zukunft der Menschheit und des Planeten- von denen einer vom amtierenden Pontifex stammt.
Hier geht´s zum Original: klicken

"ZWEI TEXTE. EINZIGARTIGE ÜBEREINSTIMMUNGEN. EINER IST VOM PONTIFEX, DER ANDERE ..."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir erlauben uns eine kleine Gegenüberstellung von zwei Texten, einer ist ziemlich alt, vom 15. August  2007,  und der andere sehr neu. Der Jüngste ist die Botschaft, die der regierende Papst vor einigen Tagen veröffentlicht hat, um auf das Weltereignis von Mai 2020 hinzuweisen.
Lesen Sie sie sorgfältig durch. Der andere Text ist von ... aber das werden wir am Ende sagen. Gute Lektüre.

"Carissimi,
in der Enzyklika Laudato si ' habe ich alle eingeladen, zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Zuhause zu schützen und uns gemeinsam den Herausforderungen zu stellen, dienen wir  uns gegenüber sehen. Ein paar Jahre später wiederhole ich die Einladung, über die Art und Weise zu sprechen, wie wir die Zukunft des Planeten aufbauen, und über die Notwendigkeit, alle Talente zu investieren, weil jede Veränderung eine Bildungsreise erfordert, um eine neue universelle Solidarität und ein neues Ziel zu erreichen, eine freundlichste Gesellschaft.
Zu diesem Zweck möchte ich ein Weltereignis am 14. Mai 2020 fördern, dessen Thema "Rekonstruktion des globalen Bildungspakts" ist: ein Treffen zur Wiederbelebung des Engagements für und mit den jüngeren Generationen, bei dem die Leidenschaft für eine offenere und inklusive Bildung erneuert wird und die Fähigkeit zuzuhören, und zum konstruktiven Dialog und gegenseitigen Verständnis.
Nie zuvor bestand eine solche Notwendigkeit, die  Anstrengungen in einem breiten Bildungsbündnis zu bündeln, um erwachsene Menschen zu formen, die in der Lage sind, Fragmentierung und Opposition zu überwinden und das Beziehungsgefüge für eine brüderlichere Menschlichkeit wieder aufzubauen.
Die heutige Welt befindet sich in ständigem Wandel und wird von vielen Krisen heimgesucht. Wir erleben einen epochalen Wandel: eine Metamorphose nicht nur kultureller, sondern auch anthropologischer Natur, die neue Sprachen hervorbringt und die von der Geschichte gelieferten Paradigmen ohne Unterscheidung verwirft. Bildung kollidiert mit der sogenannten Beschleunigung, die das Dasein im Strudel der technologischen und digitalen Geschwindigkeit einschließt und die Bezugspunkte ständig verändert. In diesem Zusammenhang verliert die Identität selbst an Konsistenz und die psychologische Struktur löst sich auf, wenn sie einer ständigen Veränderung gegenübersteht, die "der natürlichen Langsamkeit der biologischen Evolution entgegensteht" (Enz. Laudato si ', 18).


Freitag, 6. September 2019

Klartext zur Romantisierung des Lebens der indigenen Völker in der Amazonas-Region im Instrumentum Laboris für die Amazonas-Synode

 hat für OnePeterFive den Amazonas- Reisebericht des Anthropologen Allen Holmberg zu Rate gezogen, um zu sehen, wie es mit dem harmonischen Leben und dem spirituellen Eins-sein der indigenen Völker mit Natur & Schöpfung dort wirklich bestellt ist.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"HINWEIS AN DIE UMWELT-BOOSTER DES VATICANS: DER AMAZONAS IST ZIEMLICH SCHRECKLICH" 

„Sammler und Jäger schlechthin.“ Dieser Satz aus dem feierlich klingenden Instrumentum Laboris der Amazonas-Synode lässt sich nur schwer vergessen.
Seine glitzernde Absurdität bildet den Grundgedanken für einen vatikanischen Lehrplan für ein theologisiertes vorindustrielles Zeitalter in Kommunion mit der „Identität des Kosmos“. Ein neo-
neolithisches Zeitalter.

Es ist unmöglich, zu denken, daß die Bischöfe ihrer eigenen Überhöhung glauben. Mehr Sinn ergibt da die klassische Ressentiment-Untersuchung von Max Scheler. Der Vater der philosophischen Anthropologie schrieb: „A wird nicht für seine innere Qualität bestätigt, geschätzt und gelobt, sondern mit der unausgesprochenen Absicht, B zu leugnen, abzuwerten und zu verunglimpfen.“
Mit anderen Worten, die „Spiritualität“ und der „Lebensstil“ von Steinzeitkulturen werden romantisiert, um die Zivilisation anzugreifen. Indigene Völker werden gegen moderne Marktwirtschaften und die westliche Kultur ausgespielt.

Wie die alten Bolschewiki, die die Haie des Imperialismus anprangerten, schimpfen die Volksbischöfe gegen die Geister des Kolonialismus. Im Ton der Parteiapparatschiks verfallen sie in Sowjetizismen: "Ölförderindustrie", "extraktivistische Mentalität", "agro-industriell".
Gute Befreiung von "Geschäftsinteressen" der "merkantilistischen" Klassen, die ihre Hände an den Reichtum der Schöpfung legen wollen.

Das Wort "kapitalisticheskij" erscheint nicht, aber man kann seinen Atem riechen.
Ein Großteil des Textes deutet darauf hin, daß er von alternden Linken geschrieben wurde, die sich wünschten, sie hätten sich einen Pferdeschwanz wachsen lassen, als sie noch die Chance dazu hatten. Das Instrumentum wurde Mitte Juni veröffentlicht. Innerhalb einer Woche hielt es das Flaggschiff der Jesuiten "America" für angebracht, „The Catholic Case for Communism“ (Der katholische Fall für den Kommunismus) zu drucken. Das Timing sprach für sich.

Bei der Wiederkunft einer klimaneutralen Welt werden die angeführten Unterdrückungsmaßnahmen - gemeinsam mit anderen bürgerlichen Tendenzen - so kaputt sein wie der Verbrennungsmotor.
(Kein Scherz. Ein ausgewähltes Komitee des britischen Parlaments schlägt vor, alle privaten Fahrzeuge bis 2050 zu verbieten. Im Januar dieses Jahres hat Sacramento ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Fahrzeugen mit  Verbrennungsmotoren ab 2040 im gesamten Bundesstaat verbietet.)
Unsere Synode weist über die Kulturen der Ureinwohner- in „facettenreicher Harmonie“ mit „dem Leben des Universums und der gesamten Schöpfung“ auf die Zukunft hin.