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Mittwoch, 18. Dezember 2019

Bischof Gavin Ashenden konvertiert zum Katholischen Glauben

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae über die Konversion des ehemaligen Kaplans der englischen Königin zum Katholizismus. Was Bischof Ashenden über die Anglikanische Kirche sagt, muss für jeden Katholiken ein Warnsignal sein ....besonders für die Hierarchie.
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 "DER EX-KAPLAN IHRER MAJESTÄT ELISABETH IST KATHOLISCH GEWORDEN"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae wir übernehmen von Church Militant eine aus vielen Gründen sehr interessante Meldung: über die  Konversion eines anglikanischen Bischofs  und früheren Kaplans  Ihrer Majestät Elizabeth II zum Katholizismus. Warum ist das interessant? 
Wenn Sie den Artikel lesen, werden Sie es sehen: die Motive, die der Prälat nach Rom führen sind genau die gleichen, die von der Kultur des "erwachsenen" Katholizismus im Verkauf der Zeit minimiert, verachtet oder geleugnet werden, wie  Legenden für Beginen. Interessant -oder? 
Und das sollte etwas ausdrücken, eine Botschaft auch an alle senden, die-leider Gottes-  Legion zu sein scheinen, die die Katholische Kirche auf den Weg der reformierten Konfessionen zwingen wollen: siehe die deutsche Synode & co ,von den unzähligen Prälaten am Vaticanischen Hof gar nicht zu reden. Gute Lektüre und Meditation.

Ein anglikanischer Bischof von internationalem Ruf und Ex-Kaplan ihrer Majestät Elizabeth II verläßt die anglikanische Kirche und wird katholisch. Bischof Gavin Ashenden wird zur vollen Kommunion vom Bischof von Shrewsbury, Mark Davies am 4. Advents-Sonntag in der Kathedrale von Shrewsbury/England aufgenommen. Der Prälat, der frank und frei spricht, ist weltweit in den Medien bekannt geworden, nachdem er sich der Lesung des Korans in der Bischofskirche St. Mary in Glasgow/ Schottland widersetzte.

Das Koran-Kapitel über Maria- das zu Epiphanias 2017 bei der Eucharistiefeier vom Rednerpult aus vorgelesen wurde, leugnet ausdrücklich die Göttlichkeit Jesu. 

Auf Druck aus dem Buckingham Palace trat Dr. Ashenden von seinem Amt als königlicher Kaplan zurück. Später- im selben Jahr wurde Ashenden zum Missionsbischof der Episkopal-Kirche im UK ernannt, um die traditionalistischen Anglikaner zu betreuen, die die Kirche Englands verließen. Bischof Gavin Ashenden wird am 4. Advents-Sonntag in voller Kommunion vom Bischof von Shrewsbury, Mark Davies in der Kathedrale von Shrewsbury empfangen.

Es war eine besondere Freude, Gavin Ashenden bei den letzten Schritten einer langen Reise um in der Katholischen Kirche nach Hause zu kommen, zu begleiten. Ich bin mir des Zeugnisses bewußt, das Ashenden öffentlich für den Glauben und für die historischen Werte, auf denen unsere Gesellschaft gegründet wurde- gegeben hat,  Ich bete, daß dieses Zeugnis für viele eine Ermutigung bleibt.


Mittwoch, 27. November 2019

Diakon Nick Donnelly zum Angriff auf den Zölibat

Diakon Nick Donnelly warnt in einem Beitrag für Rorate Caeli vor der Aufweichung des priesterlichen Zölibats in der Lateinischen Kirche durch die Schaffung einer Weihe für verheiratete, permanente Diakone. Dabei zitiert er noch einmal ausführlich aus entsprechenden Debatten während des II. Vaticanischen Konzils und den Vorstößem Karl Rahners in diese Richtung.
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"IST DAS PERMANENTE DIAKONAT FÜR VERHEIRATETE MÄNNER EIB TROJANISCHES PFERD UM DAS HEILIGE PRIESTERTUM ANZUGREIFEN?"

Bei der Pan-Amazonas-Synode hat die Befürchtungen bestimmter Konzilsväter des II. Vaticanischen Konzils Wahrheit werden lassen, daß die Schaffung eines permanenten Diakonats für verheiratete Männer die heilige Tradition des priesterlichen Zölibats der Lateinischen Kirche untergraben oder eventuell  abschaffen könnte. Das Abschlussdokument der Amazonas-Synode schlägt vor, permanente Diakone zu Priestern zu weihen:

"...wir schlagen vor, Kriterien und Bedingungen - im Rahmen von Lumen Gentium 26-durch kompetente Autoritäten schaffen zu lassen, um Männer zu Priestern zu weihen, wie dafür geeignet und in der Gemeinde anerkannt sind, die fruchtbringende permanente Diakone sind und eine angemessene Ausbildung zum Priestertum empfangen, sogar wenn sie eine legitim geschlossene und stabile Familie haben,. ...Im Hinblick darauf, wünschen einige, daß das Thema auf universale Weise angesprochen wird."(Abschlussdokument, 111)

Während der Abstimmung über das Abschlussdokument Nr. 128 haben die Synodenteilnehmer über die Beendigung des obligatorischen Zölibats am Amazonas- mit der Möglichkeit einer weltweiten Anwendung abzustimmen (41 Stimmen dagegen). Das stellt einen fundamentalen Angriff auf die heilige Tradition des obligatorischen priesterlichen Zölibats in der Lateinischen Kirche dar.
(Diese heilige Tradition ist bereits durch die Zulassung verheirateter Kleriker der Church of England nach ihrer Konversion zum Katholischen Glauben zum Priestertum im Personal Ordinariate geschwächt worden).

Die Kirche hat den priesterlichen Zölibat seit der Zeit der Apostel wertgeschätzt, seine Bedeutung
durch die paulinische Ehe-Lehre aus Epheser 5:29 verstanden, die beschrieben hat, daß Christus Seine Braut, die Kirche. wie ein Ehemann seine Frau unterhält und wertschätzt.
Papst Johannes Paul II hat sich auf diese bräutliche Ekklesiologie bezogen, um die heilige Tradition des priesterlichen Zölibats in der Lateinischen Kirche zu verteidigen.

"Aber der Wille der Kirche findet seine letzte Motivation in der Verbindung zwischen dem Zölibat und der hl. Weihe, die den Priester nach Jesus Christus, dem Kopf und Bräutigam der Kirche formt.
Die Kirche als Braut Jesu Christi möchte vom Priester geliebt werden, auf die totale und exklusive Art wie Jesus ihr Haupt und Bräutigam sie geliebt hat. Der priesterliche Zölibat ist also eine Selbstschenkung  und ein Geschenk Christi an seine Kirche und drückt den priesterlichen Dienst an der Kirche im und mit dem Herrn aus." (Papst Johannes Paul II, Pastores dabo vobis, 29).


Dienstag, 24. September 2019

Fr. Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes heute über das Thema "Kommunion aus dem Tabernakel?"
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    "KOMMUNION AUS DEM TABERNAKEL?"  

"Die Institutio Generalis zum Missale Romanum (3. Fassung) nennt es in Absatz 85  „sehr wünschenswert“, daß die Gläubigen die Kommunion mit Hostien empfangen, die in der gleichen Messe konsekriert worden sind. Dabei stützt sie sich auf Dokumente von 1967 und 1973. Die gleiche Erwartung hatte bereits Pius XII in "Mediator Dei"  zum Ausdruck gebracht (s. Fußnote).
Soweit ich es überblicken kann, wird diese Vorgabe weithin nicht eingehalten, und zwar weder in mehr traditionellen noch in sehr un-traditionell orientierten Gemeinden.
Die Gründe dafür sind klar erkennbar praktischer Natur: indem man die Kommunion aus dem Tabernakel austeilt, entgeht man der Verlegenheit, die Zahl der Kommunionempfänger schätzen zu müssen, und der Priester muß auch vor der Reinigung des Kelches am Altar nicht selbst das aufessen, was die Anglikaner als „Die Reste der Eucharistie“ zu bezeichnen pflegten.
Er muß auch nicht das (z.B. für Versehgänge) aufbewahrte heilige Sakrament regelmäßig erneuern, weil sich das – mit Ausnahme der Aussetzungs-Hostie - von alleine ergibt, wenn im regelmäßigen Gebrauch jeden Sonntag das konsumiert wird, was am vorhergehenden Sonntag übrig geblieben ist. Aber wie weit ist dieses „sehr wünschenswert“ eigentlich theologisch begründet?
„Auf diese Weise soll die Kommunion auch durch die Zeichen klarer als Teilhabe an dem Opfer erscheinen, das gerade gefeiert wird.“ übersetze ich die von der Institutio Generalis gegebene Erklärung. Dagegen habe ich  grundsätzlich keinesfalls etwas einzuwenden.
Tatsächlich ziehe ich es selbst vor, den Gläubigen die Kommunion zu reichen, ohne vorher an den Tabernakel gehen zu müssen. Es ist mir immer etwas mühsam erschienen, die Kanontafel beiseite zu legen und mit zusammengelegtem Daumen und Zeigefinger den Tabernakel aufzuschließen. (Ich zelebriere viel in fremden Kirchen, und Schlüssel und Schloss des Tabernakels funktionieren oft nicht so, wie ich das erwarte.) Dennoch bin ich unsicher, ob die offizielle Erklärung tatsächlich viel hergibt.
Mein Ausgangspunkt dabei ist der Grundsatz, daß das „Opfer, das gerade gefeiert wird“ ja weniger das Opfer ist, das von Hochwürden X und den Gläubigen ist, die an diesem bestimmten Vormittag zu seiner Kirche gekommen sind , sondern es ist das eine Opfer von Kalvaria – also jenes Opfer an das wir, die wir stolz auf unser anglikanisches Erbe sind, als die eine Selbsthingabe des Herrn denken, die er einmal als das vollständige  Opfer, die perfekte Gabe und ausreichende Genugtuung dargebracht hat, das Opfer Christi, das sakramental auf unserem Altar vergegenwärtigt wird. Jede Messe ist Kalvaria, es gibt keine zwei oder viele Kalvarias.

Ich habe den bohrenden Verdacht, daß das moderne „sehr zu wünschen“ letztlich ein Element des gleichen soziologischen und anti-transzendentalen Mißverständnisses der Eucharistie ist, das von dem Wunsch zur ausschließlichen Zelebration versus populum gefördert wird und sich in dieser ausdrückt. Wie Kardinal Ratzinger uns seinerzeit gewarnt hat, besteht da die Gefahr, daß der auf sich selbst schauende Kreis (der Feiernden) Fülle und Vollendung in seinem eigenen Tun findet und nicht im Herrn, der von außerhalb kommt. Es scheint in der modernen Liturgie eine unbewußte Furcht vor allem zu geben, das nicht von innerhalb dieses Kreises selbst hervorgebracht wird. Es könnte bei Laien sogar einen schrecklichen Aberglauben fördern, daß sie eine Hostie empfangen sollten, bei deren Konsekration sie selbst „mitgeholfen“ hätten.


Sonntag, 10. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht...

heute bei liturgicalnotes über den Einwand von Weihbischof A. Schneider zum Dokument von Abu Dhabi und dessen Relativismus.
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          "Genesis 18:32 und Athanasius Schneider"

"Dann sagte er "Zürne nicht Herr, wenn ich nur dieses eine mal noch rede. Vielleicht finden sich dort nur zehn." Er antwortete "Ich werde sie auch wegen der Zehn nicht verderben."
 
Bischof Schneider hat- unzweideutig- über PFs unfeinen Abstieg in den Indifferentismus gesprochen. 

Könnte es sein, daß ihm jetzt neun weitere Bischöfe folgen?  Damit  es 10 Bischöfe werden, um deretwillen  der Allmächtige in gütiger Gnade auf die Zerstörung des Episkopates verzichtet? 

Um wieder die Terminologie des Sel. John Henry Newman zu übernehmen: ein Mann hat die Suspendierung des kirchlichen Lehramtes aufgehoben. Möge das Beispiel dieses einen, der nur als Weihbischof aus der Peripherie kommt, eine Lawine der Orthodoxie bei den sogenannten Nachfolgern der Apostel auslösen. 

Was wird nötig sein, um diese ängstlichen Männer dazu zu bringen, ihre innere Parrhesia wieder zu entdecken? "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

p.s.: nach Kardinal Müllers Glaubensmanifest und Erzbischof Tobins Danksagung dafür, können wir sagen, da waren es schon drei. Hoffen wir also auf weitere sieben....


Mittwoch, 2. Mai 2018

Father Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes darüber, was Chesterton über die Magie des alten Gebetsbuches schreibt.
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  "CHESTERTON ÜBER DIE ANGLIKANISCHE LITURGIETRADITION" (1) 

" ...warum hat das alte Gebetsbuch die Kraft großer Dichtugn auf Geist und Herz?  Der Grund liegt viel tiefer als das bloße Vermeiden des Journalistenjargons. Man könnte es in einem Satz sagen: es hat Stil, es hat Tradition, es hat Religion; es wurde von katholischen Apostaten geschrieben.
Es ist stark -nicht weil es das erste Protestantische Buch ist, sondern weil es das letzte Katholische Buch ist.

Wie es so geht, kann man das auf sehr praktische Weise durch die vorliegenden Details der Prosa beweisen. Die bewegendsten Passagen im alten Anglikanischen Gebetsbuch sind genau die, die der anglikanischen Atmosphäre am wenigsten ähneln.
Sie sind bewegend, ja sogar hinreißend, genau weil sie Dinge sagen, die zu sagen die Protestanten längst aufgegeben haben; und die die Katholiken immer noch sagen.
Jeder, der etwas von Literatur versteht, weiß wann ein Stil sich zu seinen höchsten Anstrengungen erhebt; und in diesem Fall ist das immer das stark auszusprechen, was wir [Katholiken] uns -wie schwach auch immer- noch bemühen, zu sagen, was aber sonst niemand zu sagen versucht.
Wenn jemand sich an die schönsten Stellen im Book of Common Prayer erinnert, wird er bald erkennen, daß sie sich besonders mit spritiuellen Gedanken und Themen befassen, Themen, die jetzt fremd und schrecklich erscheinen; aber auf alle Fälle das Gegenteil von Allgemein."

Mehr darüber Morgen; der Text stammt aus einer 1935 veröffentlichten Textsammlung, dem Jahr bevor er starb (er konvertierte 1922). (.....)

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

 


Samstag, 14. April 2018

Fr. Hunwicke spricht.....

über das Fest Mariae Verkündigung, das Anglikanische Erbe, die Päpstliche Unfehlbarkeit früher und jetzt und Kardinal Newman.
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"IN TRÜBE GEWÄSSER....ODER DAS ANGLIKANISCHE ERBE BEWAHREN?" 

"Zwielichtige Doktrin versus......
Montag war das große und glorreiche Fest der Verkündigung..-wie unser exquisites Anglikanisches Erbe es ausdrückt- das Unendliche wurde in  Marias lieben Leib eingeschlossen....und das hatte für einige fünf Jahren seine Glanz für mich, als wir durch eine Reihe von Vorträgen in Allen Hall (ein bißchen wie ich mit die Entnazifizierungsprozesse vorstelle in Deutschland nach 1945 oder die Kulturrevolution unter Mao Tes tung) von unseren vermeintlichen anglikanischen Irrtümern gereinigt wurden.
Einer der Redner teilte uns mit, daß wir alle Predigten, die wir je als Anglikaner über das gesamte Göttliche Werk der Inkarnation und Sühneopfer im Augenblick der Geschichte als das jüdische Mädchen, das seine freie Zustimmung zum Ruf des Engels gab, geschrieben und gehalten haben,  zerreißen sollten.

Maria- erklärte er uns vorsichtig- war nicht frei.

Ich denke, das war der selbe Gentleman, mit dem ich schon vorher mehrmals hzu tgun gehabt hatte, der uns sagte, daß die Lehre der Lagteinischen Väter, das Tridentinische Brevier, und das Anglikanische Erbgut, daß der Herr dem Vater gleich ist, das sein Gottsein berührt undweniger als der Vater sein Menschsein berührt, eine Häresie sei und daß wir an die -jetzt verstorbene- Mutter Aneglica schrieben sollten. deren website- wie er uns sagte-. diese Häresie verbreite und ihr zu erklären, daß sie eine Ketzerin sei. (Ich ganz sicher, daß Gott sei Dank, keiner von uns das getan hat).

Manchmal ist es schwer, den Geist von solchen Bosheiten zu befreien. Ich fühlte sie wieder, als der (Englische) Text von PFs jüngster Exhortation über meinen Bildschirm flimmerte. Ist es leicht, die Lehre von jemandem ernst zu nehmen, der in einem kurzen Pontifikat so viele unwiderlegbare Beweise für seine Unzuverlässigkeit gegeben hat?


Mittwoch, 28. März 2018

Father Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes über historische Änderungen liturgischer Texte während der englischen Reformation durch Erzbischof Thomas Cranmer - die im Westen Englands einen Aufstand unter den Gläubigen auslösten, denen praktisch eine neue Religion aufgezwungen worden war.
Man kann das auch als dezenten Hinweis auf die Auswirkung heute geplanter Änderungen uralter liturgischer Texte (z.B. Vater-unser) verstehen.
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                   "CRANMER UND DIE FÜNF WUNDEN (1)"
"Als West-England 1549 in einer Rebellion explodierte, aufgebracht durch diese fremdartige Religion, die ihnen aufgezwungen wurde, war Erzbischof Thomas Cranmer sehr kurz angebunden mit ihnen.
Seine Antwort auf ihre Bitten war weniger als ehrlich - wie Gregory Dix festgestellt hat: "Das ist ein wunderbar sauberes und kraftvolles Stück englischer Prosa, aber einige Dinge darin sind auf groteske Weise....falsch wiedergegeben.
Cranmer - in gelehrten Disputen geschult - war darauf vorbereitet, ein gerechteres Wissen zu offenbaren...von dem er anscheinend nicht glaubte, daß das notwendigerweise einfache Leute verwirren könnte, die das selbst nicht wissen konnten.

"Diese westlichen Rebellen trugen das Banner mit den Fünf Wunden Jesu vor sich her; der spätmittelalterliche Klerus kannte die Sarum-Messe (Missa in gallicantum) der Fünf Wunden wahrscheinlich auswendig.
Die war eine sehr beliebte Votiv-Messe, die in spätmittelalterlichen Testamenten oft für die Verstorbenen erbeten wurden; nach der Meinung vieler wurde sie mit der allgemeinen Pflicht  der Kirche in Erwartung assoziiert. In Cranmers Geist, dieses guten alten  Zwinglianers, der er war, klangen noch die Kadenzen dieser Messe nach. Und es ist möglich, daß er dachte, er könnte sie denen als familiares Element anbieten, die er langsam von der Papisterei entwöhnen wollte.

Woher ich das weiß? Als Cranmer 1549 sein Gebetbuch zusammenstellte, hat er in sein "Eucharistisches Gebet" ausführlich Echos aus dieser Messe eingeführt (hauptsächlich im Gebet für die Verstorbenen am Ende des Zwischenteils).


Mittwoch, 31. Januar 2018

Father Hunwicke spricht

auf liturgicalnotes heute über das Los von Konvertiten in der Katholischen Kirche- insbesondere aus der Sicht fanatischer Bergoglio-Anhänger. Hier geht´s zum Original: klicken

                    "IMPERTINENTE KONVERTITEN"

"Ich bin sicher, daß viele Leser wegen des Berichtes in einem früheren post über die Leiden , die ein Anglikanischer Priester erdulden mußte, Sympathie empfunden haben, der in volle Kommunion mit der Katholischen Kirche eintreten will aber nur auf Feindseligkeit trifft.
Ich weiß, wie er sich fühlt, weil ich etwas Ähnliches erlebt habe.

Im Internet gab es vor kurzem eine Diskussion darüber, was ein Konvertit tun, sagen und denken sollte, der sich der RCIA* unterziehen mußte, wenn er entdeckt, daß er Irrtümer oder de facto Häresien gelehrt worden ist.
Ist es notwendigerweise arrogant, wenn so ein/e Konvertit/ in sich benimmt, als ob er/sie besser weiß als ihr Lehrer, was seine/ihre neue Kirche glaubt?
(Praetero die nicht gänzlich unhysterische Sichtweise von Austin Ivereigh, daß solche Konvertiten eine "Neurose" haben.)

Das ist kein neues Problem.

Während des II. Weltkrieges hat Dom Gregory Dix zeitweise die Kirche seines Bruders in Beaconsfield übernommen, damit sein Bruder sich als Armee-Kaplan einschreiben konnte.

Eines seiiner Gemeindemitglieder beschloss zu konvertieren. Weil Dix ein sehr überzeugter Anglo-Papalist war, verursachte das ihm wenig Sorgen. Aber da war eine Sache, die er nicht übersehen konnte und wollte.

Und so fand der Monsignore der Kirche der Hl.Theresa einen sehr eloquenten DIx, der die Türschwelle des Presbyteriums besetzte.

"Ihr Kurat unterrichtet meine Frau X für die Aufnahme. Aber er lehrt sie alles falsch."

(Zufälligerweise strecken die Oxford-Oratorianer, die einen sehr guten Job machen, ihre "Konvertiten" nicht auf dem eher lumpigen Prokrustres-Bett aus. Jede Person wird individuell vorbereitet und aufgenommen, wenn er/sie azu bereit sind. Das ist eine Gemeinschaft, die weiß was sie tut)."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

*  RCIA = Ritus  of Christian Initiation of Adults,