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Montag, 10. Februar 2020

M.Tosatti: ein Interview mit Don Nicola Bux zur postsynodalen Exhortation


Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae ein Interview von Don Nicola Bux mit der website "Scuola Ecclesia Mater" zur erwarteten postsynodalen Exhortation von Papst Franziskus veröffentlicht.
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"BUX: WAS UNS IN DER APOSTOLISCHEN EXHORTATION ERWARTET....." 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, in diesen Tagen wird viel über die postsynodale, apostolische Exhortation zur Amazonas-Synode gesprochen. Wie Sie wissen, wird sie Mittwoch, am 12. Februar, präsentiert und endlich wird das Geheimnis um das Problem der viri probati gelüftet. Weil es -auf Grund von Vorhersagen und Informationen so aussieht, als gäbe es verschiedene Versionen des Dokumentes. Uns erscheint interessant, Ihnen die Überlegungen anzubieten, die Don Nicola Bux gegenüber Vito Palmiotti  in einem Interview für die website "Scuola Ecclesia Mater"  geäußert hat. Uns erscheint das eine eine beträchtliche Gelassenheit und Ausgewogenheit wiederzuspiegeln - in einem Augenblick in dem beides sowohl der einen wie auch der anderen Seite zu fehlen scheint, besonders aber den Partisanen der Neuen Reformierenden Kirche. 
Gute Lektüre.
                                      §§§

Interview von Vito Palmiotti mit Don Nicola Bux
Angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung der Apostolischen Exhortation nach der Amazonas-Synode erleben wir eine Radikalisierung der Positionen, die soweit geht, daß- wenn z.B. Ratzinger und Sarah ihre Überlegungen formulieren, auf der einen Seite Erfolg geschrien wird und auf der anderen Skandal, wir erleben eine Art standing ovation einer Fraktion wegen der angenommenen Rücknahme der Unterschrift Benedettos, die dann empört ist, wenn diese tatsächlich auf dem Cover bleibt. 
Wir sind also wieder Zeugen einer Reihe von Epitheta, die Benedikt als "nur eine halbe Stunde am Tag als klar" beschreiben sollen (und vielleicht ist es genau die halbe Stunde, in der er geschrieben hat.um dann für 23,5 Stunden in einen Dämmerzustand zurück zu kehren) und wenn es nicht so wäre, wäre das dann nicht eine schwerwiegende Einmischung in etwas, das niemand weiß, das aber hier und da aus dem Ärmel gezogen wird, um seine- des Papstes-  Gedanken -zu interpretieren, die unter anderem hoffentlich klare Hinweise zu einem heiklen Thema geben sollten- wie z.B. der Möglichkeit, sich einem verheirateten Klerus -in einigen "besonderen Situationen" zu öffnen, wie die Synodenväter im Schlussdokument der umstrittenen und diskutierten Amazonas-Synode gefordert haben.
Es entsteht der Eindruck, daß ein katholischer Blick und der Realitätssinn fehlen. 
Was wird der Papst tun? 
Kardinal Charles Journet, ein angesehener Patrologe, sagte:  "Was das Axiom "wo der Papst ist, da ist die Kirche" anbelangt, gilt es,  wenn sich der Papst als Papst und als Oberhaupt der Kirche verhält; im gegenteiligen Fall ist weder die Kirche in ihm noch er in der Kirche ". 
Don Nicola Bux, der zuerst von Kardinal Ratzinger und später von Papst Benedikt eingeladen wurde, an der Eucharistie-Synode 2005 und der zum Mittleren Osten 2010 teilzunehmen, weiß, wie sich die Dinge entwickeln. 
Natürlich könnte der Papst, wenn dieser Cancan nach der Synode so weitergeht, etwas 
überdenken und verändern. 


Sonntag, 29. Dezember 2019

Mehr zur päpstlichen Unfehlbarkeit

Dr. E. Feser hat einen dreiteiligen Essay über die Päpstliche Unfehlbarkeit verfaßt und u.a. bei LifeSiteNews veröffentlicht. Dieser Text ist der zweite Teil
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"KANN DER PAPST DIE DOKTRIN ÄNDERN? ES WIRD ZEIT FÜR KLARHEIT ÜBER DIE PÄPSTLICHEN UNFEHLBARKEIT."
Anmerkung des Herausgebers: Der folgende Teil eines tiefgründigen Essays zur "Päpstlichen Fehlbarkeit", die LifeSiteNews in 3 Folgen veröffentlicht, Dieses ist der zweite Teil.

"Die katholische Lehre über die Lehrautorität des Papstes ist ziemlich klar, aber viele Leute missverstehen sie sehr. Einer meiner nicht-katholischen Freunde fragte mich kürzlich, ob der Papst die Lehre der Kirche über Homosexualität theoretisch umkehren könne. Mein Freund sagte: "Er könnte einfach eine Ex-Cathedra-Erklärung zu diesem Zweck abgeben, nicht wahr?"
Nun, nein, er könnte nicht. So funktioniert das einfach gar nicht. Einige Leute denken, daß katholische Lehre ist, daß ein Papst nicht nur unfehlbar ist, wenn er Ex-Cathedra-Erklärungen abgibt, sondern in allem, was er tut und sagt. Das ist auch einfach nicht der Fall. Die katholische Lehre erlaubt, daß Päpste schwerwiegende Fehler begehen können, auch Fehler, die in gewisser Weise Lehrfragen betreffen.

Viele Katholiken wissen das alles, aber sie verstehen die Autorität des Papstes oft auf andere Weise falsch. Einige meinen, ein Katholik müsse die Lehre eines Papstes nur dann akzeptieren, wenn diese Lehre von ihm als unfehlbar dargelegt wird. Auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „minimalistischen“ Auffassung müssen sich die Katholiken auf vieles einlassen, auch wenn dies nicht als unfehlbar bezeichnet wird. Andere glauben, dass ein Katholik verpflichtet ist, sich mehr oder weniger mit jeder Ansicht oder Entscheidung eines Papstes in Fragen der Theologie, Philosophie, Politik usw. einverstanden zu erklären, auch wenn diese nicht als unfehlbar bezeichnet werden. Und auch das ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu dieser „maximalistischen“ Ansicht gibt es vieles, das ein Katholik nur mit Respekt betrachten muss, dem er aber nicht unbedingt zustimmen muss. Wie immer ist die katholische Lehre ausgewogen, ein Mittelwert zwischen Extremen - in diesem Fall zwischen diesen minimalistischen und maximalistischen Extremen. Aber sie ist auch nuanciert, und um es zu verstehen, müssen wir einige Unterscheidungen treffen, die zu oft ignoriert werden.


Verschaffen wir uns zunächst Klarheit über die Unfehlbarkeit.  Das Erste Vatikanische Konzil lehrte:

"Wenn der Papst ex cathedra, das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen aufgrund seiner höchsten apostolischen Autorität spricht, definiert er eine Doktrin über den Glauben oder die Moral, die 
von der ganzen Kirche einzuhalten ist . Durch die göttliche Hilfe, die ihm im seligen Petrus versprochen wurde, besitzt er jene Unfehlbarkeit, die der göttliche Erlöser seiner Kirche bei der Definition der Glaubens- oder Sittenlehre zugestanden hatte. Daher sind solche Definitionen des Papstes für sich -und nicht mit Zustimmung der Kirche- unumkehrbar."


Samstag, 28. Dezember 2019

Über die päpstliche Unfehlbarkeit in Zeiten von Pachamama - Fortsetzung

Fortsetzung von hier und hier

...Weitere Beispiele könnten angeführt werden, aber diese reichen aus, um zu zeigen, wie sehr sich Päpste irren können, wenn sie ihr außergewöhnliches Lehramt nicht ausüben. Und wenn die Päpste selbst in Angelegenheiten, die die Lehre und die Führung der Kirche berühren, gravierende Fehler begehen können, ist es selbstverständlich, dass sie in politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und ähnlichen Angelegenheiten gravierende Fehler begehen können. Wie Kardinal Raphael Merry del Val in seinem 1902 erschienenen Buch "The Truth of Papal Claims" schrieb:

So groß unsere Pflicht zur Ehrfurcht gegenüber dem ist, was auch immer der Papst sagen mag, so groß unsere Pflicht des Gehorsams gegenüber der Führung des Hirten ist, so halten wir doch nicht jedes Wort von ihm für unfehlbar oder glauben , daß er immer recht hat. Viel weniger träumen wir davon zu lehren, daß er unfehlbar oder in irgendeiner Weise anderen Menschen überlegen ist, wenn er über wissenschaftliche, historische oder politische Fragen spricht oder daß ihm im Umgang mit zeitgenössischen Ereignissen möglicherweise keine Fehleinschätzungen von Menschen und Dingen unterlaufen. (S. 19)


Heute könnte ein Bischof… einem Papst widersprechen, der vielleicht nach seiner Auffassung auf eine Weise handelt, die die unter seiner Verantwortung stehenden Menschen irreführen könnte… Diese These ist durchaus vorstellbar und zerstört oder verringert  in keiner Weise die Vormachtstellung des Papstes. (S. 74)

Und wie der Theologe Karl Adam in seinem Buch von 1935 "Der Geist des Katholizismus" schrieb: 

Die Menschen, durch die Gottes Offenbarung auf Erden vermittelt wird, unterliegen dem Gesetz, das durch die Grenzen ihres Alters bedingt sind. 

Und sie sind auch durch die Grenzen ihrer Individualität bedingt- ihr besonderes Temperament, ihre besondere Mentalität und ihr besonderer Charakter sind an Farbe gebunden und sie färben die Art und Weise mit der sie die Wahrheit und Gnade Christi verbreiten. 
So kann und muss es geschehen, daß  Hirte und Herde, Bischof, Priester und Laien sind nicht immer würdige Vermittler und Empfänger der Gnade Gottes sind und das Unendliche manchmal verdreht und verzerrt wird, wenn es durch sie hindurchgeht. Überall dort, wo immer Sie Menschen haben, sind Sie an eine eingeschränkte Sichtweise und ein enges Urteilsvermögen gebunden. 
Talent ist selten und ein Genie kommt nur, wenn Gott es ruft. Bedeutende Päpste, Bischöfe von großer geistiger Kraft, geniale Theologen, Priester von außerordentlicher Gnade und fromme Laien:  sie sind nicht die Regel sondern die Ausnahme ... Die Kirche hat von Gott die Garantie, daß sie nicht in einen Irrtum in Bezug auf Glauben oder Glauben verfällt Moral; aber sie hat keinerlei Garantie dafür, daß jede Handlung und Entscheidung kirchlicher Autorität hervorragend und perfekt sein wird. Mittelmäßigkeit und sogar Mängel sind möglich. (S. 248-249)


Freitag, 27. Dezember 2019

Über die päpstliche Unfehlbarkeit in Zeiten von Pachamama

Dr. Edward Feser hat für LifeSiteNews einen Artikel über die päpstliche Unfehlbarkeit und die Vergeblichkeit, diese durch Manipulation oder Spin-Doktoren herbeiführen zu wollen.
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"PÄPSTLICHE IRRTÜMER DER VERGANGENHEIT ZEIGEN, WIE LÄCHERLICH DER VERSUCH IST, DEN PAPST MANIPULIEREN ZU WOLLEN."

Anmerkung des Herausgebers: der folgende Text ist Teil eines tiefschürfenden Essays über die päpstliche Fehlbarkeit, den LifeSiteNews in drei Teilen veröffentlichen wird. Heute präsentieren wir den ersten Teil. (...) 

Wenn die Kirche Häresie nicht "bindet", kann ein Papst der Kirche schweren Schaden zufügen. Wie Kardinal Ratzinger einmal sagte, als er gefragt wurde, ob der Heilige Geist bei der Wahl der Päpste eine Rolle spielt:

In diesem Sinn würde ich nicht sagen, dass der Heilige Geist den Papst herauspickt, weil es zu viele gegensätzliche Fälle von Päpsten gibt, die der Heilige Geist offensichtlich nicht ausgewählt haben würde. Ich würde sagen, daß der Geist nicht gerade die Kontrolle über die Angelegenheit übernimmt, sondern uns  wie ein guter Erzieher sozusagen viel Freiraum lässt, ohne uns gänzlich zu verlassen. Daher sollte die Rolle des Geistes in einem viel elastischeren Sinne verstanden werden, nicht daß er den Kandidaten diktiert, für den man stimmen muss. Wahrscheinlich ist die einzige Zusicherung, die er bietet, dass die Sache nicht völlig ruiniert werden kann. (Zitiert in John Allen, Conclave: Die Politik, die Persönlichkeiten und der Prozess der nächsten Papstwahl)

Hier nur einige Beispiele von Päpsten, die-teilweise auf äußerst ernste Weise geirrt  haben.


St. Peter (d. c. 64): 
Als ob die Kirche im Voraus gewarnt werden sollten. daß Päpste nur innerhlab gewisser Grenzen unfehlbar sind, durfte der erste Papst schweren Irrtümern verfallen. Vor der Kreuzigung verleugnete er Christus. Bei einer anderen Gelegenheit vermied er es, mit Heiden-Konvertiten zu essen, um die Hardliner-Judenchristen nicht zu beleidigen, was den Hl. Paulus dazu veranlaßte, ihn öffentliche zu tadeln. 
Die Katholische Enzyklopädie sagt dazu:  

Da diese Handlung den Grundsätzen und der Praxis des Paulus völlig widersprach und zu Verwirrung unter den konvertierten Heiden hätte führen können, richtete dieser Apostel einen öffentlichen Vorwurf an den heiligen Petrus, weil sein Verhalten den Wunsch zu signalisieren schien, die heidnischen Konvertiten zwingen zu wollen, Juden zu werden und die Beschneidung und das jüdische Gesetz zu akzeptieren... Paulus, der zu Recht die Widersprüchlichkeit im Verhalten von Petrus und den jüdischen Christen sah, zögerte nicht, die Immunität der konvertierten Heiden gegenüber dem jüdischen Gesetz zu verteidigen
Papst St. Victor I (189-98): Die West-und die Ostchristen haben sich lange über das Datum gestritten, an dem Ostern gefeiert werden sollte. Obwohl frühere Päpste diese Differenz tolerierten, versuchte der Hl. Victor eine Lösung zu erzwingen, indem er mehrere Bischöfe der Ost-Kirche exkommunizierte. wegen dieser exzessiven Strenge und der Abweichung von der früheren päpstlichen Politik wurde er vom Hl. Irenäus kritisiert. 


Dienstag, 9. Juli 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über die bevorstehende Heiligsprechung des Sel.John Henry Newman.
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"LESEN SIE KER" 
Ich habe irgendwo gelesen, daß ein Laie, der sagte er sei der Freund irgendeines englischen Bischofs, behauptet hat, daß es für den seligen John Henry sehr passen sei, von PF kanonisiert zu werden, weil JHN der päpstlichen Unfehlbarkeit nicht zustimmte, während PF häufig zugibt, sich zu irren. 

Ich kann mir kaum eine kindischere Fehleinschätzung vorstellen. JHN war sicher gegen das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit. Aber die Behauptung selbst zeigt einen bedauernswerten Mangel an Wertschätzung für einen brillanten, subtilen und nuancierten Geist.

Auch ist PF nicht dafür bekannt, seine Fehler einzugestehen, Versuchen Sie mal einen der Unglücklichen zu fragen, die er bösartig angegriffen hat und weiterhin zerfetzt. 

Ich fürchte, daß wir mehr davon hören werden; wenn wir uns der Heiligsprechtung nähern, und  Bergoglianer und andere Lebensformen aus dem Unterholz kriechen und behaupten werden, uns über die Lehren und die Bedeutung dieses großen Heiligen zu belehren. Wie ärgerlich. 
Ich schlage vor, daß die Leser, die das noch nicht getan haben  sich weiterbilden sollten und Dr. Kers JHN-Biographie aus der Oxford-Lives-Serie lesen. 

Eine nachdenkliche Freundin fühlt sich wegen der Heiligsprechung unwohl, weil die Gefahr besteht, daß JHN mit einigen windigen Individuen, die von diesem Papst kanonisiert wurden, zusammen gebracht wird. Ich kann ihren Standpunkt verstehen.

Aber abgesehen davon, daß die klar erkennbare Irregularität der Kanonisierung der Konzilspäpste ein krudes Stück Kirchenpolitik ist, wurden die meisten Kanonisierungen von Individuen vorgenommen, die bereits den größten Teil des Prozesses komfortabel durchlaufen hatten. Obwohl der Bischof von Rom die abschließenden Formalitäten ausführt, sollten wir die Heiligsprechung als Akt der Kirche betrachten.

Um dieser Überzeugung Ausdruck zu verleihen, werde ich zukünftig von JHN nur noch als vom "Heiligen John Henry" sprechen, sogar schon vor dem Oktober."

Quelle: Litrugicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Mittwoch, 8. Mai 2019

Fr.Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes heute über die Lehrautorität des Papstes und die Voraussetzungen für die päpstliche Unfehlbarkeit und seine diesbezüglichen Sorgen.
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                          "COMMON SENSE"
Hier ein alter post von 2014 -zusammen mit seinem alten thread.

"Ich halte es für das Beste, wenn der Hl. Vater fürderhin seine Äußerungen auf formale Texte beschränken würde, die die angemessenen und verantwortlichen Römischen Dicasterien passiert haben. Wenn er wünscht, als privater Theologe einige Ansichten zu äußern. sollte er das- wie es Professor Ratzinger tat-formal und ausdrücklich ankündigen.

Die gegenwärtige Situation darf einfach nicht so weitergehen."

Ich füge jetzt ...2019...die folgende Antwort auf den thread hinzu.
Die illustre und notwendige Lehrautorität des Römischen Pontifex gilt nicht für ihn als Individuum. Sie gehört ihm als Bischof auf dem Stuhl des Hl. Petrus, Rom. Deshalb argumentiert der Sel. John Henry Newman, daß das, was einige Päpste gesagt oder unterschrieben haben, nachdem sie in Byzantinischen Gefängnissen zusammengeschlagen worden waren, kein Problem für die Lehre der päpstlichen Unfehlbarkeit darstellen. So ein Papst hat nicht als Bischof von Rom- umgeben vom Rat der Presbyter seiner Synode vorstädtischer und besuchender Bischöfe- gesprochen. 

Ich habe argumentiert und argumentiere noch, daß ein Papst-wenn er als Papst handeln will,  nicht als launenhaftes Individuum handeln kann.  Dieses Privileg hat er in dem Augenblick verloren, in dem er seine Wahl annahm. 

Ich denke, daß ich mit den Sorgen recht hatte, die ich in diesem Pontifikat früh gefühlt habe."

Quelle: Liturgicalnortes, Fr. J. Hunwicke


Sonntag, 17. März 2019

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über schlechte Päpste in Vergangenheit und Gegenwart.
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"DER SCHLECHTESTE PAPST ALLER ZEITEN?"
Das hat ein Korrespondent in einem meiner threads geschrieben. Das brachte mich zum Nachdenken.
Ich bin überzeugt, daß PF nicht der schlechteste Mann ist, der jemals Papst war. O.K. er hat ein hitziges Temperament, er neigt zu Beschimpfungen, er hat entweder ein sehr schlechtes Gedächtnis oder die Neigung zum Lügen. Aber sogar überzeugende Charakteristiken -wie sein Hang Leute zu beschuldigen besessene Koprophage zu sein- wahrscheinlich nichts weiter als sein kultureller Hintergrund, der sich ein bißchen von unserem unterscheidet. Wir Mittelklasse-Briten reden so viel umschreibender -in unserer Abfuhr für die, die wir nicht mögen. "Mein Lieber, ich bin mit dem größten Respekt nicht ganz sicher, daß ich mit Ihnen vollkommen übereinstimme" kann genau so aggressiv sein wie "Ihr Koprophagen". Wir müssen demütig für semantische Vielfalt offen sein.

Jeder, der ernsthaft denkt, daß PF der schlechteste Mann ist, der jemals Papst wurde, sollte lieber mehr Kirchengeschichte lesen. Ich denke nicht nur an die "Marozia"*Päpste aus der sog. Pornokratie-Periode; Ich würde auch Urban VI nennen, der durch seine Härte und Gewalt das Westliche Schisma beschleunigte und Paul IV Caraffa "von wildem Charakter" dessen böswillige Feindseligkeit gegenüber der englischen Katholischen Kirche während der Regierungszeit Königin Marys es Elizabeth Tudor so viel leichter machte, die Reformation in meinem Land wieder einzuführen.

Was man plausibler behaupten könnte, ist daß PF der schlechteste Papst ist in dem Sinn, daß das Papstamt sich unter dem Einfluss der Moderne in einer Welt sofortiger Kommunikation, sehr schneller Berichterstattung und der Möglichkeit des von Minute-zu-Minute-Mikromanagements drastisch verändert hat.
So daß, wenn dieses Amt von einem ungeduldigen -schieß-aus-der-Hüfte-besonders- wenn-du -dich
-ärgerst-Individuum ausgeübt wird, gefährlicher ist als jede Ausübung in der Vergangenheit -selbst von sehr bölsen Männern- damals in jenen glücklichen Tagen, als der normale Laie oder Kleriker wahrscheinlich sehr wenig über den aktuellen Inhaber des Römischen Stuhls wußte und sicher nichts über die läppischen Dinge gehört hat, die er morgens in seiner Privat-Kapelle gesagt hat oder über die Vorlieben seiner schlimmeren Kumpel.

Was wir nach dem Tod oder dem Rücktritt oder der Absetzung von PF brauchen ist nicht ein besserer oder heiligerer oder betender Mann. Was wir brauchen ist daß das Papstamt ausgedünnt und von idolatrischen Abirrungen vergangener Pontifikate befreit wird, so daß es wieder das Petrinische Amt wird, daß ohne tägliche Katastrophen von einem normalen, sündigen menschlichen Wesen mit normalen - durch Gottes Gnade gemilderten-.menschlichen Fehlern - ausgeübt werden kann... gerade so, wie durch die große Mehrheit der Päpste in zwei Jahrtausenden, die weder Heilige noch Gestrauchelte waren.


Mittwoch, 20. Februar 2019

Fr. Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes- in Fortsetzung eines ersten Beitrags-über das Glaubens-Manifest von Kardinal Gerhard Müller.
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"KARDINAL MÜLLERS MANIFEST (2)"
Warum hat Kardinal Müller also das Petrinische Amt in seinem Manifest nicht erwähnt? Ich bin sicher, daß seine Bindung an die Dekrete des I, Vaticanischen Konzils zur Unfehlbarkeit des Papstes so stark ist wie meine eigene.

1) Es ist gefragt worden: betrifft die Frage des Päpstlichen Lehramts den christlichen Glauben; oder geht es um die Umstände unter denen einem etwas über den Chritlichen Glauben gesagt werden könnte? Wenn Letzteres, könnte es sein, daß Statements wie "Der Papst ist unfehlbar" größere Ähnlichkeit mit Behauptungen wie "Die Bibel ist wahr" haben als es solche dogmatischen Lehren wie die Hypostatische Union, die Transsubstantiation oder Morallehren wie die Unauflöslichkeit der Ehe haben. Und es wäre sehr verständlich, wenn Kardinal Müller die Funktionen des Papstamtes bei der Gleichung ausgelassen haben würde- zu einer Zeit, in der die päpstlichen Funktionen - hmm- um es rundweg zu sagen,  ...nicht funktionieren.  [Denen, die vielleicht argumentieren, daß einiges von dem, was PF lehrt, orthodox ist, würde ich antworten, daß eine so verwirrte Lage gefährlicher ist, als eine Situation, in der alles falsch ist.)

2) Der anglikanische Dogmatiker Mascall hat gefragt, wie essentiell das Papsttum für die Kirche ist. Ich bin sicher, daß es dauerhaftes Element der Göttlichen Konstitution der Kirche ist. In einem Sinn ist es vollkommen essentiell. Es wurde als Institution, als Zentrum der Einheit, in die entstehenden Kirche gesetzt, zur Leitung, zur Lehre (sehr feierlich, wenn diese Lehre ex cathedra geschieht)
Aber ist es essentiell in dem Sinn, daß die Kirche während des Interregnums aufhört zu existieren? 
Kaum. Mascall schreibt darüber, daß eine "extreme Schwierigkeit" durch die Tatsache entsteht, daß zwischen Tod oder Abdankung eines Papstes  und der Annahme der Wahl durch seinen Nachfolger die Kirche....ohne weltliches Oberhaupt ist.  Es ist eine gute Sache für die Kirche einen Papst zu haben; das zeigt aber nicht im geringsten, daß das eine Notwendigkeit ist....der Papst ist nicht für das Sein (esse) der Kirche  sondern für das Wohlsein (bene esse) der Kirche. Wäre er für das Sein der Kirche essentiell, müßten wir glauben, daß während der Sedisvacanz die Kirche aufhört zu bestehen. Und das ist nicht nur ein theoretischer Punkt; nach dem Tod von Clemens IV 1268 war der Papstthron zwei Jahre, neun Monate und zwei Tage vakant.

Ich würde hinzufügen, daß es laut dem Erzbischof von Westminster zwischen dem Tod von Alexanders V (den Westminster seltsamerweise für einen richtigen Papst hält) und der Wahl von Martin V 1417 ein Interregnum von sieben Jahren gab.
Aber ich bezweifle, daß das die Art von Überlegungen sind, die Kardinal Müller im Sinn hatte.

3) Ich denke, daß die Terminologie des Sel. John Henry Newman über die Arianische Krise "ein flinkerer Hase" wäre. Er sagt, daß die Lehrautorität der Kirche für rund 60 Jahre aufgehoben war, während denen Päpste, Bischöfe und Räte in der orthodoxen Lehre versagten. (Einer der englischen Bischöfe versuchte, JHN für dieses Analyse  nach Rom zu delegieren, aber ohne Erfolg....vielleicht dachten die Manager von Pius IX, daß sie schon genügend Ärger mit Doellinger und Hefele hatten....)

Ich halte das schöne Manifest von Kardinal Müller für eine vernünftige und wertvolle Aktion, um die Lücke zu einer Zeit zu füllen, in der PF sein Lehramt aufgehoben hat, indem er sein Amt unsachgemäß benutzt, um Absonderlichkeiten, Irrtümer und Zweifelhaftes, die wie Häresien klingen, zu äußern, anstatt den Glauben zu lehren, wie er ihn von seinen Vorgängern empfangen hat. Das Manifest sieht aus, wie das der zuverlässigsten Lehre am nächsten Stehende, das wir während dieses Pontifikates bekommen werden. Es verdient von denen, deren Pflicht es ist, Gottes rettende Lehre weiterzuführen, genutzt zu werden.

Das Manifest ist eine bewundernswerte und orthodoxe Initiative, um einem Bedürfnis nachzukommen und um auf den Prozess an der Wiederherstellung dessen hinzuarbeiten, was wir seit der Abdankung Benedikts XVI so traurig vermissen:  das lehrende Papsttum."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J. Hunwicke

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Father Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über die Unfehlbarkeitslehre und mögliche kanonische Prozeduren gegen päpstliche Irrlehren.
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"FR. AIDAN NICHOLS ÜBER HYPER-ULTRAPAPALISMUS"

"2017 in seinem Vortrag, auf den ich mich vor einer Weile bezogen habe, sagte Dr. Nichols -laut Catholic Herald- daß das I. Vaticanische Konzil die Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit so eingeschränkt hat, daß es nicht länger Standpunkt der Römisch-Katholischen Kirche ist, daß ein Papst unfähig ist, Menschen als öffentlicher Lehrer in die Irre zu leiten. Er fuhr fort:

"Er mag der oberste Berufungsrichter der Christenheit sein...aber das macht ihn nicht immun dagegen doktrinale Fehler (wörtl. Heuler) zu begehen.   Überraschenderweise- oder vielleicht nicht so überraschend angesichts der Frömmigkeit die die Päpste seit dem Pontifikat von Pius IX umgibt, scheint diese Tatsachen vielen, die es besser wissen sollten, unbekannt zu sein."

Der Catholic Herald fügt dann hinzu, daß Fr. Aidan damit fortfuhr, sich zu fragen, "ob das kanonische Recht -angesichts der päpstlichen Unfehlbarkeit- in der Lage wäre, mit einer formalen Prozedur zu dienen, zu untersuchen, ob ein Papst Irrtümer gelehrt hat" und "eine Prozedur, einen  Papst zur Ordnung zu rufen, der Irrtümer lehrt". Eine solche Prozedur hätte eher weniger Konfliktpotential" fügt Fr. Nichols hinzu "wenn sie während eines zukünftigen Pontifikates stattfinden würde, als wie bei Papst Honorius, der erst wegen Irrtums verurteilt wurde, nachdem er den Stuhl Petri nicht mehr innehatte.

So ein Prozess würde "Päpste von jeder Tendenz zu doktrinalem Eigensinn oder zu einfacher Nachlässigkeit abhalten."

Quelle: Liturgicalnotes. Fr.J.Hunwicke 


Freitag, 23. November 2018

Father Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über das Interview, daß Kardinal Gerhard Müller Maike Hickson für LifesiteNews gegeben hat.
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"VOM SCHREIBTISCH DES KARDINALS"
"Ich bin überhaupt nicht sicher [ob die Definition der Unfehlbarkeit] die Macht des Papstes vermehren wird- sie könnte sie beschränken. Bisher hat er getan, was er wollte, weil ihre Grenzen nicht definiert wurden, jetzt muß er nach den Regeln handeln."


"GROSSARTIGE NEUIGKEITEN!!"
"Kardinal Müllers Buch über das Papstamt ("DER PAPST. Sendung und Auftrag"), das in Deutsch und Spanisch zur Verfügung steht, wird zur Zeit ins Englische übersetzt,
Er schreibt immer mehr und mehr mit der entschiedenen Offenheit unseres Seligen John Henry Newman. Bedenken Sie Folgenes aus seinem jüngsten Interview:

"Der Primat des Papstes wird von den Speichelleckern und Karrrieristen am päpstlichen Hof unterminiert." 

Ich frage mich immer häufiger, ob er nicht vielleicht der Mann sein könnte, um den Schlamassel zu beseitigen, den PF hinterläßt. Neben jedem anderen Grund ist da die Tatsache, daß Müller weiß. wo die "Leichen begraben sind".

Gott segne ihn für alles, was er für Jesus Christus tut."

 Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Donnerstag, 15. November 2018

Roberto DeMattei kritisiert den Papst und seine Quasi-Sprachrohre Tornielli und Spadaro

Kirchenhistoriker Roberto De Mattei analysiert und  kommentiert bei corrispondenza romana die  
Angriffe des Quasi-Papstsprechers A. Torniellis auf Erbischof Viganò und seine Dokumentation.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE CAUSA VIGANÒ UND DIE SACKGASSE VON PAPST FRANZISKUS"

Eine Antwort am Ende ist Amravati. Nicht die vergeblich erwartete Antwort von Papst Franziskus, sondern die, wenn auch bedeutende, von einem der Journalisten, die zu seinem engen Gefolge gehören. Der Autor ist Andrea Tornielli, Vatikanist der Zeitung La Stampa und Leiter der Website "Vatican Insider", die in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Gianni Valente gerade Il Giorno del Giudizio, einen umfassenden Aufsatz zum "Viganò-Fall", veröffentlicht hat. 

Eloquenter Untertitel: "Konflikte, Machtkriege, Missbrauch und Skandale. Was passiert wirklich in der Kirche (Edizioni Piemme, 255 S.)."

Die grundlegende These von Tornielli ist, daß die Aussage von Erzbischof Carlo Maria Viganò über die Skandale in der Kirche ein "Putschversuch" gegen Papst Franziskus ist, der von einem internationalen Netzwerk politischer Medien geschürt wird, das von Teilen der amerikanischen Kirche und sogar in den Gebäuden des Vaticans unterstützt wird "(S.3).

Der Vatikanist von La Stampa interpretiert den andauernden Religionskrieg als Kampf um die Macht und nicht als Kampf der Ideen und scheint zu vergessen, daß dieser Konflikt nicht von denjenigen ausgelöst wurde, die die Tradition der Kirche verteidigen, sondern von denen, die sie stürzen möchten. Es ist nicht klar, warum der Vorwurf des Einsatzes von Medienwaffen nur den Kritikern von Papst Bergoglio und nicht auch seinen "Fans" vorbehalten ist. 

Hat nicht der Vatikan Mc Kinsey beauftragt, die Kommunikationsmittel zu vereinen, indem eine einzigartige digitale Plattform geschaffen wurde, auf der Artikel, Bilder und Podcasts bereitgestellt werden können? 
Es ist Tornielli selbst, der uns darüber in La Stampa vom 22. März 2018 informiert hat. Für den Direktor von La Civiltá Cattolica, Antonio Spadaro, geht die Bedeutung, die Papst Franziskus dem Web und den sozialen Netzwerken beimisst, auf den Tag seiner Wahl zurück.


Montag, 9. Juli 2018

Paradigmenwechsel in der Kirche und im Glauben?

In einem Artikel bei Corrispondenza Romana zitiert Edward Pentin den Chilenischen Autor José Antonio Ureta, der glaubt, daß ein gläubiger Widerstand gegen destruktive Innovationen ein notwendiger Akt der Barmherzigkeit ist.
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"WIE SOLLTEN KATHOLIKEN AUF DEN PARADIGMENWECHSEL DES PAPSTES ANTWORTEN?" 

"Wie sollte ein besorgter Katholik im Hinblick auf den für dieses Pontifikat behaupteten Paradigmenwechsel, von dem Kritiker sagen, er breche mit der Lehre und der Tradition der Kirche, reagieren? Ist es z.B. legitim, der Autorität der Kirche-vielleicht sogar dem Papst selbst, Widerstand zu leisten und wenn ja- wie? "

So beginnt Edward Pentin seinen Beitrag und zitiert als Antwort dann die Aussagen, die der Chilenische Autor José Antonio Ureta in seinem neuen Buch macht "Papst Franziskus´ Paradigmenwechsel: Kontinuität oder Bruch in der Mission der Kirche? - Eine Beurteilung seines fünfjährigen Pontifikates"  

Pentin berichtet dann weiter, daß Ureta in einem Interview mit dem Catholic Register am Rande der Konferenz zu neuen und alten Modernismen erklärt, daß er und andere glauben, daß Papst Franziskus irrt, weshalb Widerstand gegen den Fehler eher ein Akt der Barmherzigkeit als des Dissens´ sei und warum er glaubt, daß der Begriff "Paradigmenwechsel"  nur auf ein einziges Ereignis im Leben der Kirche angewandt werden kann: die Inkarnation.

Ureta gehört dem renommierten Plinio Corrèa de Oliveira-Institut an, das feststellt, es nehme Uretas kindliche und ernste Loyalität gegenüber dem Papst "als Modell" und dieser Widerstand sei Teil dieser Loyalität.
"Es ist keine Revolte, keine Bitterkeit, keine Respektlosigkeit" sagt  das Institut in einer Veröffentlichung, mit der es Uretas Buch begleitet: "das ist Treue, Einheit, Liebe, Gehorsam."

Auf die Frage des Interviewers, warum er dieses Buch schreiben wollte, warum er dachte, daß diesses Buch geschrieben werden sollte, antwortete Ureta:

"Ich denke, daß viele Leute, normale, gute Katholiken- durch alle die Veränderungen, die sie in diesem Papsttum sehen, bekümmert sind. Sie sind verblüfft, sie sind verwirrt und sie wissen nicht, was sie sagen, was sie tun sollen.
Manche sagen: "Naja, er ist der Papst oder der Bischof, der das Lehramt leitet, also müssen wir gehorchen. Ich verstehe es nicht, aber ich werden folgen." 
Andere sind so betrübt, daß sie sagen, das ist alles reine Häresie und wenn das Häresien sind. kann er nicht Papst sein. Dann setzen sie zumindest einen Fuß auf die sehr rutschige Ebene des Sedisvacantismus , der überhaupt keine Lösung ist. 


Samstag, 28. April 2018

Roberto de Mattei : aus der Kirchengeschichte

Roberto de Mattei vergleicht in La Nuova Bussola Quotiana die heutige Krisensituation der Kirche mit der Arianischen Krise, die er ausführlich beschreibt, und ihren Folgen im 4. Jahrhundert und stellt Parallelen fest.
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"DE MATTEI: DER RELIGIONSKRIEG DES 4. JAHRHUNDERTS UND DER RELIGIONSKRIEG UNSERER ZEIT"

"Die Kirche geht in der Geschichte immer siegreich voran- gemäß der wunderbaren Pläne Gottes. Die ersten drei Jahrhunderte erreichten ihren Höhepunkt unter Kaiser Diokletian (284-305). Alles schien verloren. Entmutigung war für viele Christen eine Versuchung und unter ihnen waren welche, die den Glauben verloren. Aber die, die standhielten, hatten die große Freude- nicht viele Jahre danach- das Kreuz Christi auf den Bannern Konstantins bei der Schlacht von Saxa Rubra (312) wehen zu sehen. 
Dieser Sieg änderte den Lauf der Geschichte.
Das Edikt von Mailand-Nicodemia von 313 garantierte den Christen Freiheit und widerrief Neros Senatsbeschluss, der das Christentum zu einem "illegalen Aberglauben" erklärt hatte. 
Die öffentliche Christianisierung der Gesellschaft begann in einem Klima von Begeisterung und Inbrunst.

325 schien das Konzil von Nicäa die Wiedergeburt der Kirche zu bedeuten, mit der Verdammung des Arius, der die Göttlichkeit des Wortes leugnete.
In Nicäa wurde -Dank der entscheidenden Rolle des Diakons Athanasius (295-373) -anschließend Bischof von Alexandria- die Doktrin der "Konsubstantialität" der Natur der Drei Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit definiert.

In den folgenden Jahren begann eine "dritte Partei" zwischen dem orthodoxen Standpunkt und den Arianischen Häretikern ihren Weg: die "Semi-Arianer" - die sich dann ihrerseits in verschiedene Strömungen aufspaltete, die eine gewisse Analogie zwischen dem Vater und dem Sohn anerkannten, aber leugneten, daß er "gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich mit dem Vater" gewesen war, wie es das Nicäanische Glaubensbekenntnis bezeugt. Sie ersetzen das Wort omousios, das "wesensgleich" bedeutet durch den Begriff "omoiusios", was "von ähnlicher Art" bedeutet.


Samstag, 14. April 2018

Fr. Hunwicke spricht.....

über das Fest Mariae Verkündigung, das Anglikanische Erbe, die Päpstliche Unfehlbarkeit früher und jetzt und Kardinal Newman.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"IN TRÜBE GEWÄSSER....ODER DAS ANGLIKANISCHE ERBE BEWAHREN?" 

"Zwielichtige Doktrin versus......
Montag war das große und glorreiche Fest der Verkündigung..-wie unser exquisites Anglikanisches Erbe es ausdrückt- das Unendliche wurde in  Marias lieben Leib eingeschlossen....und das hatte für einige fünf Jahren seine Glanz für mich, als wir durch eine Reihe von Vorträgen in Allen Hall (ein bißchen wie ich mit die Entnazifizierungsprozesse vorstelle in Deutschland nach 1945 oder die Kulturrevolution unter Mao Tes tung) von unseren vermeintlichen anglikanischen Irrtümern gereinigt wurden.
Einer der Redner teilte uns mit, daß wir alle Predigten, die wir je als Anglikaner über das gesamte Göttliche Werk der Inkarnation und Sühneopfer im Augenblick der Geschichte als das jüdische Mädchen, das seine freie Zustimmung zum Ruf des Engels gab, geschrieben und gehalten haben,  zerreißen sollten.

Maria- erklärte er uns vorsichtig- war nicht frei.

Ich denke, das war der selbe Gentleman, mit dem ich schon vorher mehrmals hzu tgun gehabt hatte, der uns sagte, daß die Lehre der Lagteinischen Väter, das Tridentinische Brevier, und das Anglikanische Erbgut, daß der Herr dem Vater gleich ist, das sein Gottsein berührt undweniger als der Vater sein Menschsein berührt, eine Häresie sei und daß wir an die -jetzt verstorbene- Mutter Aneglica schrieben sollten. deren website- wie er uns sagte-. diese Häresie verbreite und ihr zu erklären, daß sie eine Ketzerin sei. (Ich ganz sicher, daß Gott sei Dank, keiner von uns das getan hat).

Manchmal ist es schwer, den Geist von solchen Bosheiten zu befreien. Ich fühlte sie wieder, als der (Englische) Text von PFs jüngster Exhortation über meinen Bildschirm flimmerte. Ist es leicht, die Lehre von jemandem ernst zu nehmen, der in einem kurzen Pontifikat so viele unwiderlegbare Beweise für seine Unzuverlässigkeit gegeben hat?


Sonntag, 8. April 2018

Kardinal Burke ehrt das Andenken Kardinal Meisners

Maike Hickson berichtet und kommentiert bei OnePeterFive über "Katholische Kirche wohin gehst du?" Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE KARDINÄLE BURKE UND BRANDMÜLLER ZUM SCHISMA, ZUR PÄPSTLICHEN AUTORITÄT UND ZUM SENSUS FIDEI" 

"Bei der gestrigen Konferenz in Rom zum Zustand der Kirche "Katholische Kirche wohin gehst du?" hat Kardinal R. Burke, einer der vier Dubia-Kardinäle, einige veblüffende Bemerkungen über seinen geschätzten Dubia-Kollegen Kardinal Joachim Meisner gemacht, der im letzten Sommer starb.

Burke hat jetzt offenbart, daß Meisner, nachdem er beim Konsistorium im Februar 2014 Kardinal Walter Kaspers Rede zur Ehe gehört hatte, ihm sagte, daß dieses  Reden, das den ganzen Prozess der Öffnung startete, der die Tür zur Hl. Kommunion für die Wiederverheirateten bei den Synoden und durch die Veröffentlichung von Amoris Laetitia öffnete- in Bewegung gesetzt hat und daß er teure Konsequenzen dessen voraussehe, worauf diese Dinge abzielten. In seiner Rede bei der Konferenz berichtete Burke heute, von der Unterhaltung, die er mit dem verstorbenen Kardinal hatte:

"Nach der Eröffnungsansprache Kardinal Walter Kaspers während des außerordentlichen Konsistoriums im Februar 2014, als wir die Synodenhalle verließen  kam er (Kardinal Meisner) zu mir und drückte alle seine Sorgen über die falsche Richtung aus, in die Kaspers Rede die Kirche führen werden, wenn es nicht eine adäquate und prompte Korrektur gäbe. Er fügte dann hinzu "Das alles wird in einem Schisma enden".
Von dem Augenblick an, hat er alles getan, um das Wort Christi zur Ehe zu verteidigen.

Kardinal Burke sagte das zu Beginn seiner Rede, weil er beide- Kardinal Meisner und Kardinal Caffarra ehren wollte, die beiden Dubia-Kardinäle. die starben, ohne vom Papst je eine Antwort auf ihre Sorgen bekommen zu haben. Burke pries Kardinal Meisners starken Standpunkt und sagte "er war von Anfang an im guten Kampf, um die fundamentalen Wahrheiten über Ehe und Familie zu verteidigen und zu fördern und in vollkommener Übereinstimmung mit Kardinal Caffarra, Brandmüller und mir."
"Als wahrer Hirte der Herde des Herrn" fügte Burke hinzu "dachte er, daß seine erste Pflicht die unermüdliche Verkündung der Lehre Christi in der Kirche sei."
Kardinal Meisner selber war klar und zutiefst besorgt über den Zustand der Kirche und versäumte nicht, seinen vollkommenen Glauben an den Herrn auszudrücken, der es nicht an der Unterstützung seines mystischen Leibes in der Wahrheit des Glaubens fehlen lassen werde."



Freitag, 23. Februar 2018

Tosatti zur bevorstehenden Konferenz zum Gedenken an Kardinal Caffarra in Rom

Marco Tosatti hat wieder einen Brief von Super Ex bekommen und den bei Stilum Curiae für seine Leser veröffentlicht. Hier geht´s zum Original:  klicken


"SUPER EX SPRICHT ZU UNS ÜBER EINE KONFERENZ  ÜBER CAFFARRA UND DIE GRENZEN DER PÄPSTLICHEN AUTORITÄT. UND ÜBER DIE FREIHEIT NEWMANS."

"Super Ex, Ex von Avvenire, Ex von Movimento per la Vita, Ex von einem ganzen Sack voller anderer Sachen,  nicht ex-katholisch, hat uns eine Überlegung über die Konferenz, die im April  im Gedenken an Kardinal Caffarra und um außer über die Verwirrung in der Kirche auch über die Unfehlbarkeit des Papstes zu diskutieren, in Rom stattfinden wird,
Und über diesen großen Mann, der der Selige J.H. Newman war; so viel kostbarer in unserer Zeit.
Hier seine Überlegung. 

Caro Tosatti,
ich habe von den Organisatoren der Konferenz unter dem Motto: "Kirche wohin gehst du?" erfahren.
"Nur ein Blinder kann leugnen, daß es in der Kirche große Konfusion gibt" (Kard. Carlo Caffarra), die am 7. April in Rom stattfinden wird (...), daß einer der anwesenden Kardinäle über einige Aspekte des Denkens von Kardinal John Henry Newman (1801-1890) sprechen wird, der 2010- erst vor 8 Jahren- von Benedikt XVI selig gesprochen wurde.

Ich habe diese Wahl besonders passend und glücklich gefunden, Weil Newman wirklich ein Denkriese war, von dem die Vorsehung vielleicht wollte, daß er uns auf diese so wirre Zeit vorbereiten sollte.
Warum? 
Ich werde das in einer extremen Synthese beweisen:  Newman ist vor allem Konvertit und hat vom anglikanischen zum katholischen Glauben gewechselt. Und er hat tatsächlich ausgerufen: "um Geschichte zu studieren, hört man auf, Protestant zu seine und wird Katholik."

Vor acht Jahren wurde Newman selig gesprochen- genau in der Periode, in der Dank der apostolischen Konstitution "Anglicanorum Coetibus" Gruppen von anglikanischen Geistlichen und Laien ein Menschenwerk, die von Heinrich VIII gegründete Kirche, verließen, um zur Römischen Kirche zurückzukehren und in ihr die wahe Braut Christi zu erkennen.

Acht Jahre später erscheint der bloße Gedanke, daß Protestanten oder Anglikaner zu Rom konvertieren könnten, fast unglaublich: die kürzliche Feier Martin Luthers, seines Schismas und dieses zitierten englischen Königs im Vatican hat viele Gläubige von der Überlegenheit des Protestantismus über den Katholizismus zurückgelassen, oder hat in ihnen den wahren Ökumenismus ausgelöscht, der nach der Einheit einer einigen Herde unter dem selben Hirten strebt.

Freitag, 29. Dezember 2017

Fast unfehlbar? Father Hunwicke spricht....

Father Hunwicke macht sich Gedanken, was der von Kardinal Müler vor kurzem verwendete Ausdruck "fast unfehlbar" wohl bedeuten soll. Das tut er bei liturgicalnotes.
Hier geht´s zum Original:  klicken

               "FAST UNFEHLBAR? ...EIN ALTER IRISCHER WITZ?"

"Kardinal Müller hat vor kurzem den Ausdruck "fast unfehlbar" benutzt, um den Status zu charakterisieren, den PF´s Mitarbeiter für manche seiner Initiativen reklamieren.
Es hat ein oder zwei Kritikpunkte an Müller gegeben.
Ich muß sagen, daß- nachdem ich sorgfältig auf den Kontext geschaut habe- ich überzeugt bin, daß Seine Eminenz -weit davon entfernt einen neuen formalen Status in der Hierarchie päpstlicher Äußerungen zu erfinden- mit ärgerlichem Sarkasmus über jene spricht, die einige der zweifelhaften Äußerungen von PF mit dem Anschein von Autorität ausstatten möchten.

Das ist, als wolle man von einer jungen Frau als fast zu 99% Jungfrau sprechen.

Das wiederum erinnert mich an den (extrem) alten irischen Witz vom unverheirateten Mädchen, die von ihrem Pfarrer kritisiert wird, weil sie ein Kind hat und darauf antwortet: "Aber es ist nur ein ganz kleines, Pater."

Nebenbei: der Bischof von Plymouth scheint ein  wunderbares Repertoire altmodischer irischer Witze (prä-Enda) zu haben. Vor einigen Jahren, als er Rektor von Allen Hall war, erzählte er einer Versammlung von Ordinariats-Klerikern von einem Bauern, von der anderen Seite des Berges; und endete mit der Pointe: "I didn´t mean the whole b***dy bucket". Aber ich kann mich an den Text dazwischen nicht erinnern.

Kann da jemand aushelfen?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Kommentator Joshua schreibt dazu:

"Der Priester in einer Landgemeinde hat beschlossen, einmal monatlich eine "Heilige Stunde" abzuhalten um die ...seiner Gemeindemitglieder zu verbessern. Er plant sie einige Sonntage im voraus, kommt zum vereinbarten Sonntag-nachmittag zur ersten Heiligen Stunde, schaut aus der Sakristei ins Kirchenschiff und sieht einen alten Bauern.
Er geht zu ihm hinüber und sagt: "Also Jim, ich denke es ist nicht sinnvoll mit der Hl. Stunde weiterzumachen"
Jim antwortet: "Wenn ich nur ein Schaf hätte, würde ich es trotzdem füttern, Pater,"
Also geht der Priester zurück in die Sakristei, kleidet sich an, geht zum Tabernakel, beginnt "O salutaris Hostia" - setzt das Heilige Sakrament aus- führt durch Rosenkranz, Litanei und Gebet zum Hl. Joseph, predigt leidenschaftlich über die  Verherung des Hl. Herzens, weiht die Gemeinde dem Hl. Herzen, erteilt den Segen und endet-nachdem er die Hostie in den Tabernakel zurück gestellt hat- mit dem "Heil Himmelskönigin".
Danach verabschiedet er den alten Jim in der Hoffnung ihn im nächsten Monat wiederzusehen.
Jim antwortet: "Wenn ich nur ein Schaf hätte , würde ich ihm nicht den ganzen, verdammten Heuballen geben, Pater."