Donnerstag, 15. November 2018

Wie es in den USA im Mißbrauchsskandal weitergeht.....

Marco Tosatti kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana die aktuelle Entwicklung bei der Vollversammlung der US-amerikanischen Bischöfe in Baltimore nach dem Stop-Signal aus Rom im Mißbrauchsskandal. Hier geht´s zum Original:  klicken

"NACH DEM STOP AUS DEM VATICAN

"MISSBRAUCHSKOMMISSION, DIE BISCHÖFE DER USA MACHEN WEITER"

"Die in Baltimore versammelten Bischöfe der USA haben keineswegs die Absicht gemäß der Forderung der Bischofskongregation aufzuhören und nicht über die beiden Punkte abzustimmen, die die beiden zentralen Punkte der Novemberversammlung bilden: den Verhaltenskodex für Bischöfe in Mißbrauchsfällen und eine von Laien (Präsident und Vizepräsident) geführte Kommission für Untersuchungen über den Mißbrauch. Derweil schrieb Viganò an die versammelten Prälaten: "Seid keine ängstlichen Schafe sondern mutige Hirten."

Die in Baltimore versammelten Bischöfe der USA haben keineswegs die Absicht gemäß der Forderung der Bischofskongregation aufzuhören und nicht über die beiden Punkte abzustimmen, die die beiden zentralen Punkte der Novemberversammlung bilden: den Verhaltenskodex für Bischöfe in Mißbrauchsfällen und eine von Laien (Präsident und Vizepräsident) geführte Kommission für Untersuchungen über den Mißbrauch.
Untersuchen, nicht urteilen, wie es Quellen aus dem Vatican- aus dem auch dieser aufschiebende Zug kam, erfolgreich verbreitet haben, sobald der Vorsitzend der Bischofskonferenz, Daniel Di Nardo, das Nein zur Abstimmung aus Rom verkündet hatte. 
Die Ergebnisse der etwaigen Untersuchung würden dann an die höheren Behörden und insbesondere an den Nuntius übermittelt. Es wäre also nicht - wie die Verteidiger des Vatikans behaupten - ein Angriff auf den Petrinischen Primat oder die päpstlichen Vorrechte gegenüber den Bischöfen. 

Was sicher ist, ist daß die amerikanischen Bischöfe- und mit ihnen ihr Präsident, Kardinal DiNardo gelinde gesagt von der Forderung der Bischofskongregation überrascht  waren, in der u.a.auch die Kardinälre Cupich und Wuerl, die direkt mit der McCarrick-Seilschaft verbunden sind, sitzen.

Weihnachtsüberraschung in Rom


Roberto DeMattei kritisiert den Papst und seine Quasi-Sprachrohre Tornielli und Spadaro

Kirchenhistoriker Roberto De Mattei analysiert und  kommentiert bei corrispondenza romana die  
Angriffe des Quasi-Papstsprechers A. Torniellis auf Erbischof Viganò und seine Dokumentation.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE CAUSA VIGANÒ UND DIE SACKGASSE VON PAPST FRANZISKUS"

Eine Antwort am Ende ist Amravati. Nicht die vergeblich erwartete Antwort von Papst Franziskus, sondern die, wenn auch bedeutende, von einem der Journalisten, die zu seinem engen Gefolge gehören. Der Autor ist Andrea Tornielli, Vatikanist der Zeitung La Stampa und Leiter der Website "Vatican Insider", die in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Gianni Valente gerade Il Giorno del Giudizio, einen umfassenden Aufsatz zum "Viganò-Fall", veröffentlicht hat. 

Eloquenter Untertitel: "Konflikte, Machtkriege, Missbrauch und Skandale. Was passiert wirklich in der Kirche (Edizioni Piemme, 255 S.)."

Die grundlegende These von Tornielli ist, daß die Aussage von Erzbischof Carlo Maria Viganò über die Skandale in der Kirche ein "Putschversuch" gegen Papst Franziskus ist, der von einem internationalen Netzwerk politischer Medien geschürt wird, das von Teilen der amerikanischen Kirche und sogar in den Gebäuden des Vaticans unterstützt wird "(S.3).

Der Vatikanist von La Stampa interpretiert den andauernden Religionskrieg als Kampf um die Macht und nicht als Kampf der Ideen und scheint zu vergessen, daß dieser Konflikt nicht von denjenigen ausgelöst wurde, die die Tradition der Kirche verteidigen, sondern von denen, die sie stürzen möchten. Es ist nicht klar, warum der Vorwurf des Einsatzes von Medienwaffen nur den Kritikern von Papst Bergoglio und nicht auch seinen "Fans" vorbehalten ist. 

Hat nicht der Vatikan Mc Kinsey beauftragt, die Kommunikationsmittel zu vereinen, indem eine einzigartige digitale Plattform geschaffen wurde, auf der Artikel, Bilder und Podcasts bereitgestellt werden können? 
Es ist Tornielli selbst, der uns darüber in La Stampa vom 22. März 2018 informiert hat. Für den Direktor von La Civiltá Cattolica, Antonio Spadaro, geht die Bedeutung, die Papst Franziskus dem Web und den sozialen Netzwerken beimisst, auf den Tag seiner Wahl zurück.


Mittwoch, 14. November 2018

Was tun? Oder zum Beten braucht man keine Erlaubnis

Nun es häufen sich die Meldungen darüber, dass Klöster geschlossen, Orden lahmgelegt werden und all das, weil die zugehörigen Ordensleute im Ruch stehen, fromm sein zu wollen.
Und dem Herrn sei's geklagt, all das geht nicht von wildgewordenen Kirchenfeinden aus, sondern von den eigenen Leuten.
Man fragt sich von daher, was man einem etwaigen  Menschen raten sollte, der den Wunsch äußert, in einen Orden einzutreten?
Gut, es gibt da und dort noch Klöster, von denen man Gutes hört und da und dort wachsende Gemeinschaften, aber so im Großen und Ganzen scheint der ursprüngliche Sinn der Orden nicht mehr gegeben.
Was ist denn der ursprüngliche Sinn der Orden?
Nun der ist ganz pragmatisch, Leute zu haben, die sich in wirren Zeiten ganz Gott übergeben, in der Stille und dem Gebet leben und zu versuchen, das zu tun, was der normale Mensch nicht tun kann, auf Gott zu hören, weil der Mensch eben nicht vom Brot alleine lebt.
Da aber diejenigen, die alleine aus dem Wort aus Gottes Mund leben, auf dieser Erde nicht anzutreffen sind und selbst Christus, als er noch auf Erden wandelte, Leute hatte, die ihn und seine Jünger materiell unterstützten, dafür sorgten, dass sie was zu essen hatten, war die alte Absprache, dass die Leute eben die Mönche und Nonnen mit Brot versorgten.
Man kann das nun lang und breit untersuchen, wie das im Detail durch die Jahrhunderte hinweg gelaufen ist, aber darum geht es nicht.
Es scheint sowiesot als sei diese Verbindung nicht mehr präsent, man schätzt zwar die stillen Tage im Kloster, mag auch die eine oder andere Ordensschwester in der Klinik, weil man davon ausgeht, dass die einfach mehr Zeit hat, obwohl sie die gleichen Dienste, Schichten und Aufgaben wie die normale Krankenschwester hat, oder man findet es einfach gerecht, dass die Ordensleute sich nicht auf Kosten der normalen Leute einen faulen Lenz in der Kapelle machen, sondern auch was schaffen müssen.....um mal zu versuchen, das. was man so denkt, auf den Punkt zu bringen.
Wobei mir scheint, dass auch die sogenannten tätigen Orden immer weniger werden und auch das keiner besonderes dramatisch zu finden scheint.

Also was schlagen wir nun einem Menschen mit Ordensberufung vor?

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7. und 14. November 2007 - sprach Benedikt XVI bei der Generalaudienz über den Hl.Hieronymus.
Hier der deutsche Text der Katechesen - klicken und klicken

der beginnt am 7.11. so:

"Heute wollen wir unsere Aufmerksamkeit auf den hl. Hieronymus richten, einen Kirchenvater, der die Bibel in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt hat: Er hat sie in die lateinische Sprache übersetzt, er hat sie in seinen Werken kommentiert, und er hat sich vor allem bemüht, sie während seines langen Erdendaseins konkret zu leben – trotz seines bekannten schwierigen und temperamentvollen Charakters, den er von der Natur erhalten hatte. " (….) 

und endet am 14.11. so: 

" (….) Der Heilige lädt die Gläubigen ein, mit der Bibel einen vertrauten Umgang zu pflegen. Die Heilige Schrift ist das Instrument, durch das Gott jeden Tag zu uns sprechen will. Allerdings bedarf es des Gebets und der Bitte um den Heiligen Geist, um im Verständnis des Wortes Gottes voranzuschreiten. Auf diesem Weg lernt der Christ auch, seinen Herrn in Werken der Nächstenliebe zu erkennen: Christus in den Armen zu kleiden, in den Leidenden zu begegnen, in den Hungernden zu speisen und in den Heimatlosen zu beherbergen. Die Gläubigen sind zur Vervollkommnung ihres geistlichen Lebens aufgerufen, die durch beständige Wachsamkeit, durch Verzicht, Arbeitseifer und Gehorsam erlangbar ist. Der Kirchenvater Hieronymus weiß und sagt uns: Das Wort Gottes erschließt uns Menschen Wege des Lebens und der Heiligkeit."

Quelle: LaSantaSede, LEV 


Tosatti : wenn die Kirche ihre Morallehre der zeitgenössischen Auffassung anpaßt.

Marco Tosatti überläßt bei Stilum Curiae Romana Vulneratus Curiae das Wort, um mit der Anpassung offizieller Kirchenkreise an die "moderne" zeitgeistliche Sexualmoral abzurechnen.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"ROMANA VULNERATUS CURIA. WENN AUCH DIE KIRCHE SICH DER KAMPAGNE GEGEN DIE NATÜRLICHE SEXUALITÄT ANSCHLIESST."

"Romana Vulneratus Curia (RVC für Freunde und Feinde) hat nach einer langen Periode des Schweigens ein Lebenszeichen gegeben. Das verdanken wir- so denken wir- dem Unbehagen, daß nicht Wenige empfinden, die machtlos das Gemetzel miterleben, das im Inneren der Katholischen Kirche stattfindet, von dem Stilum Curiae Rechenschaft abzulegen versucht- und- wenn auch nur um das Gewissen zu entlassen- zu sagen: das bißchen, das wir tun konnten- informieren- haben wir getan und tun es . Gegen Wind und Gezeiten, Speichellecker, Koryphanten und (moralische) Zwerge und Ballerinas (letztere jeden Geschlechts). Heute wendet Stilum Curiae seine Aufmerksamkeit der Tendenz zu, die der natürlichen Sexualität zuwiderläuft (Gott schuf sie als Mann und Frau, damit wir uns verstehen), die sich leise in klerikale Wandelgänge und Synoden einschleicht. 
Schaun wir, was er sagt. 

"Lieber Tosatti,
die gegenwärtige, so vehemente Kampagne gegen die natürliche Sexualität beginnt mir Sorgen zu machen, im Gegensatz dazu, daß sie die Führer unser geliebten Kirche nicht beunruhigen zu scheint.

Aber ich bin überzeugt, daß es notwendig ist, für unsere Überzeugungen zu kämpfen, auch wenn sie in der Minderheit sind und von eben diesen moralischen Autoritäten abgelehnt werden.

Wenn heute ein Priester das Leben und die Naturgesetze der Schöpfung verteidigt, wird er bestenfalls von seinen Vorgesetzten getadelt oder zensiert, wenn es ein Laie tut, wird er verspottet.

Das macht dich mißtrauisch, oder? Ja!
Es sollte  mißtrauisch machen, weil das verkündete und gewünschte "Ende der männlichen Herrschaft" über die Frau und die Gesellschaft mit dem Ende der göttlichen Herrschaft zusammenfällt. 
Beide haben bis gestern Geschichte geschrieben. Heute macht die Moral das Gesetz und die Kirche muß darauf achten, sich nicht einzumischen, sonst war es das mit den 0,8%.
Aber die Konsequenzen dieses  Verzichtes werden dramatisch sein.

Magister: "Von Martini zu Bergoglio......." Fortsetzung


Fortsetzung von hier und hier

"WIE MAN EIN ZUKÜNFTIGES KONZIL EINBERUFT, MIT EINER ENORMEN ZAHL VON BISCHÖFEN"

"In vergangenen Dekaden war wiederholt die Rede von einem Konzil "Vaticanum III". Nach Meinung mancher sollte das die fehlerhaften Entwicklungen, die vom II. Vaticanischen Konzil angestoßen wurde, korrigieren, während andere meinen, es solle die damals geforderten Reformen vollenden.
Solle es also - und kann es deshalb- in Zukunft ein weiteres Universales Ökumenisches Konzil geben?
Die Antwort auf diese Frage hängt essentiell davon ab, wie sich ein so gigantisches Konzil vorstellt, weil das würde es werden.
Wenn man heute ein Konzil einberufen würde, würde sich die Zahl der Bischöfe, die dabei Platz und Stimme hätten- gemäß der Situation von 2016- 5237 betragen. Während des II.Vaticanums waren es rund 3044 Bischöfe. Nur ein Blick auf diese Zahlen genügt, um zu verstehen, daß ein Konzil klassischen Zuschnitts schon aus diesem Grund fehlschlagen könnte. Aber selbst angenommen, es wäre möglich diese immensen logistischen und finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden, gibt es noch einige logische Bedenken soziologischer und sozio-psychologischer Natur, die ein so gigantisches Unterfangen unerreichbar erscheinen lassen.

Dienstag, 13. November 2018

breaking.....Erzbischof Viganòs Brief an die us-amerikanischen Bischöfe

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae aktuell über den Brief, den Erzbischof Viganò nach dem Abstimmungsverbot von Papst Franziskus an die US-amerikanischen Bischöfe geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"VIGANÒ SCHREIBT AN DIE US-AMERIKANISCHEN BISCHÖFE: SEID KEINE ÄNGSTLICHEN SCHAFE SONDERN MUTIGE HIRTEN." 

"Erzbischof Carlo Maria Viganò hat einen kurzen Brief an die in Baltimore vereinten amerikanischen Bischöf geschickt. Hier folgt der Text:

"Liebe Brüder im Bischofsamt in den USA, ich schreibe, um Sie an das heilige Mandat zu erinnern, das Euch am Tag Eurer Bischofsweihe erteilt worden ist: die Herde zu Christus führen.
Denkt über Sprichwörter 9:10 nach: die Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit!
Verhaltet Euch nicht wie ängstliche Schafe, sondern wie mutige Hirten. Habt keine Angst, aufzustehen und das Richtige für die Opfer, die Gläubigen und Eure Erlösung zu tun.
Der Herr wird jedem von uns nach unserem Tun und unseren Versäumnissen geben.
Ich faste und bete für Euch.
Erzbischof Carlo Maria Viganò, Euer ehemaliger Nuntius"

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti, EB Viganò  

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Benedikt YVI mit zwei Besuchern ….

Sandro Magister : "Von Martini zu Bergoglio....."

Der Autor von Settimo Cielo analysiert und kommentiert das Schlußdokument der Jugendsynode und stellt -dabei zitiert er ausführlich Kardinal Brandmüllers Analyse - eine Verbindung zu den Universalen Konzilen und ihrer doktrinalen und kanonischen Bedeutung dar. 
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"VON MARTINI ZU BERGOGLIO.  AUF DEM WEG ZU EINEM III. VATICANISCHEN KONZIL"


"Die Synode im vergangenen Oktober sollte eine Jugendsynode sein. Und als er sie beendete, sagte Papst Franziskus statt dessen, daß ihr erstes Ergebnis "Synodalität" sei.

In der Tat sind die überraschendsten Paragraphen des Schlußdokuments - die ebenfalls die umstrittensten waren mit Dutzenden von Gegenstimmen- genau die der "synodalen Form der Kirche".


Überraschend, weil praktisch nie über Synodalität gesprochen wurde, weder in der Vorbereitungsphase noch in der Versammlung, noch in den Arbeitsgruppen. Nur um es dann im Schlußdokument auftauchen zu sehen, an dessen Formulierung -wie der Osservatore Romano enthüllt hat- auch der Papst teilgenommen hat.

Erzbischof Anthony Fisher von Sydney nannte das eine "offensichtliche Manipulation" - und verlieh so dem Protest nicht wenigen Synodenvätern gegen diese umstrittene Art, eine Idee einer kollegialen Leitung durch einen Regierungsbeschluss von oben durchzusetzen, eine Stimme.

Aber dann kam "La Civiltà Cattolica", die offizielle Stimme der Casa Santa Marta, um zu bestätigen, daß so sein mußte, indem sie dem Leitartikel über die Synode den Titel "Die Jungen haben die Synodalität der Kirche wiedererweckt."

Machtblase, Ordre de Mufti oder Synodalität?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die vom Vatican verhängte Blockade der geplanten Abstimmung der US-amerikanischen Bischöfe über zwei von ihnen ausgearbeiteten Initiativen zum Umgang mit dem Mißbrauchsskandal.
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"EIN UKAS DES PAPSTES BLOCKIERT DIE BEIDEN ANTI-MISSBRAUCHSINITIATIVEN DER BISCHÖFE DER USA. VERHALTENSKODEX UND LAIENKOMMISSION."

"
Die Bischöfe der USA haben in Baltimore mit den Arbeiten ihrer Herbstversammlung begonnen. Und sie haben durch ihren Präsidenten, Kardinal Daniel DiNardo eine unglaubliche Ankündigung bekommen: der Pontifex möchte nicht, daß sie über die beiden Themen, die angesichts des sexuellen Mißbrauchsskandals in der amerikanischen Kirche dringend und drängend sind, abstimmen.
Und das ist die Schaffung eines neuen "Verhaltenskodex" für die Bischöfe und die Schaffung eines von Laien geführten Organismus, um Untersuchungen über Bischöfe durchzuführen, die unkorrekten Verhaltens beschuldigt werden.

Die Bischöfe der 196 katholischen Diözesen und Erzdiözesen, haben sich in Baltimore zum erstenmal nachdem die Mißbrauchsskandale im Sommer die Kirche erschütterten, getroffen.
Aber als sie ihre Arbeit beginnen wollten, kam die Nachricht- wie die Washington-Post schreibt- daß "der Papst nicht will, daß die US-amerikanischen Bischöfe die Verantwortung der Bischöfe für den sexuellen Mißbrauch übernehmen, bis er im Februar ein Welttreffen der Kirchenführer leiten wird."

Auf  Beharren des Hl.Stuhls werden wir über diese beiden Aktionen nicht abstimmen" sagte DiNardo. Er sagte, er sei von der Direktive des Papstes enttäuscht.

Anne Barrett Doyle - Mitdirektorin von Bishop-Accountability-org. hat die Anordnung des Vaticans  in letzter Minute als "wirklich unglaublich" definiert. "Was wir hier sehen, ist der Vatican, der versucht, auch die bescheidensten Fortschritte der US-amerikanischen Bischöfe zu unterdrücken" hat Doyle gesagt, deren Gruppe Daten über den Mißbrauch durch Kleriker in der Kirche sammelt "Wir sehen, wo das Problem ist, das Problem ist der Vatican."


Montag, 12. November 2018

Fundstück

gefunden bei Katholisch.de , der Website des DBK.
Unter der Titel:
"Überraschende Mitteilung aus dem Vatikan" 

"Papst bremst Maßnahmenkatalog der US-Bischöfe zu Missbrauch"

berichtet katholisch.de über das überraschende Haltesignal des Vaticans für die Pläne der us-amerikanischen Bischöfe zum Umgang mit Mißbrauchsfällen. Der Artikel beginnt dann so:

"Solche spontanen Interventionen aus Rom sind äußerst selten: die US-Bischöfe wollten bei ihrer heute beginnenden Herbsttagung verschiedene Maßnahmen gegen den Mißbrauch beschließen. Das hat der Vatican nun kurzfristig gestoppt." (….)

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Heute vor 6 Jahren...Tweet zum Tage

Am 12. November 2012 hat Benedikt XVI das Senioren-Heim "Viva gli Anziani" der St. Egidio-Gemeinschaft auf dem Gianocolo besucht.




Hier geht´s zum Redetext:  klicken 

Hier ein Ausschnitt daraus:


(…) "Ich komme als Bischof von Rom zu euch, aber auch als alter Mensch auf Besuch bei seinen Altersgenossen. Es ist überflüssig zu sagen, daß ich die Schwierigkeiten, die Probleme und die Grenzen dieses Alters gut kenne, und ich weiß, daß diese Schwierigkeiten für viele durch die Wirtschaftskrise noch verstärkt werden. Manchmal geschieht es, daß man sich in einem gewissen Alter der Vergangenheit zuwendet, seiner Jugend nachtrauert, als man frische Energie besaß und Zukunftspläne schmiedete. So trübt sich der Blick manchmal durch Traurigkeit, und man betrachtet diese Lebensphase als eine Zeit des Niedergangs. An diesem Vormittag wende ich mich im Geiste an alle alten Menschen und möchte euch trotz des Bewußtseins um die Schwierigkeiten, die unser Alter mit sich bringt, aus tiefer Überzeugung sagen: Es ist schön, alt zu sein! In jedem Alter muß man die Gegenwart und den Segen des Herrn sowie den Reichtum, den er enthält, zu entdecken wissen. Nie darf man sich von der Traurigkeit gefangennehmen lassen! Wir haben das Geschenk eines langen Lebens erhalten." ….

       

Tosatti: Zerstörung eines weiteren Ordens.....

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das Vorgehen der Ordenskongregation gegen den Orden der Kleinen Schwestern Marias, der Mutter des Erlösers" . Auch hier drehen sich die Vorwürfe um zu große Treue und Nähe zur Tradition
Hier geht´s zum Original:  klicken


"WIE DER VATICAN EINEN ORDEN RELIGIÖSER SCHWESTERN IN FRANKREICH ZERSTÖRT. 34 VON 39 VERZICHTEN AUF IHRE BERUFUNG. GUT"
"Das übliche autoritäre Management (Klerikalismus? Jemand davon gehört?) der Ordenskongregation- das angeführt vom brasilianischen Focolaren Braz de Aviz und vor allem vom Franziskaner, einem Veteran des durchschlagendsten finanziellen Zusammenbruchs in der Geschichte des Ordens, Carballo, die Zerstörung einer weiblichen Ordensgemeinschaft in Laval /Frankreich provoziert.
Eine seltsame und unerklärliche Operation, die wahrscheinlich nicht auf den Appetit eines fremden Bischofs auf den Besitz der kleinen Gemeinde zurückzuführen ist. Ein Skript, das anscheinend dem bei den Franziskanern der FFI entspricht. Andererseits teilen die "Kleinen Schwestern Marias, Mutter des Erlösers" mit der seit 2013 (seit über 5 Jahren) kommissionierten Gemeinde die Liebe zur Tradition, was augenscheinlich die schlimmsten Instinkte des gegenwärtigen Managements des Hl. Stuhls weckt.

Die "Kleinen Schwestern Marias, Mutter des Erlösers " kümmern sich um die Alten, arbeiten in der Pastoral der Pfarrgemeinden, helfen den Armen und leben eine Spiritualität, die heute im Vatican als zu "klassisch" betrachtet wird, d.h.: Liebe zur Anbetung bei der Eucharistie, leidenschaftliches Fürbitte-Gebet und kindliche Anbetung Mariens.
Die Schwestern waren bereits 2009 "vorvisitiert" worden, nachdem der Bischof von Laval festgestellt hatte, daß die Laien, die die Schwestern unterstützen, ein gewisses Interesse an der Verwaltung ihres Vermögens hatten. Aber diese Initiative hatte keinen Erfolg. 2016- gab es mit Braz de Aviz und Carballo einer erneute Visitation.

Jetzt nicht mehr- oder nicht mehr nur- wegen administrativer Motive sondern wegen des schweren Verdachts auf Traditionalismus oder auf Klassizismus -wie die Franzosen sagen. Die Schwestern sind schwerer Probleme der Leitung ( auch wenn sich herausstellt, daß 33 von 38 Nonnen die Wunder der Äbtissin gesehen haben), der Immobilität, der Mißachtung der "neuen Theologie des geweihten Lebens" und anderer schwerer Verbrechen-wie "übermäßiges Beten" beschuldigt worden.
Den in andere Orden verbannten Oberen wurden "abweichender Autoritarismus"vorgeworfen und von den Schwestern wurde bedingungsloser Gehorsam gefordert, ohne - so sagen sie-daß die Sorge um ein reines Gewissen ein Wort dazu zu sagen hätte- und ohne daß jemals auch wenigstens nur ei mal die objektive Begründung für diese römischen Maßnahmen erklärt worden wäre-  deshalb würde man sagen, zweierlei Maß und zwei Maßnahmen."

Sonntag, 11. November 2018

Phrasengenerator und Ratzingerbingo

Jemand hat mir einen kirchlichen Phrasengenerator per mail geschickt, den ich leider nicht im Netz gefunden habe. Aber man kann ja einfach hier klicken  und bei Bedarf ein eklesiologisch, geschwisterlich, hierarchiekritisch dazu basteln, dann passt das schon.
Bei der Gelegenheit ist mir das alte Pastoralbingo wieder in den Sinn gekommen, welches sich hier findet , hier eine aktuellere Version.
Wir wissen schon, wenn man  langweilige Sitzungen des Pfarrgemeinderat auflockern will,. wartet man bis man einen Reihe mit den bekannten Edelsprechbegriffen voll hat, steht dann auf und ruft laut "Ratzinger" . Ich weiß ja nicht ob das mit "Ratzinger" heutzutage noch den gleichen Effekt hat, wie damals, und eigentlich fände ich es am besten in so einem Fall aufzustehen und zu rufen "Matthäus 12,36"
alleine wer ist heutzutage noch soooooo bibelfest, dass er damit sofort was anfangen kann?


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Hl. Messe anläßlich des 100. Jahrestages des Waffenstillstands im I.Weltkrieg am 11.11.1918 in der Pariser Kathedrale Nôtre Dame.

       




Fundstück

Unter der Überschrift "Panikreaktionen in Rom"  kommentiert die web-site "Motu proprio: Summorum Pontificum" die Reaktion der "offiziellen" Kirche auf das Zeugnis von Erzbischof
Viganò. Hier geht´s zum Original: klicken

Und der Artikel endet mit diesen Worten:

"Im Rom der Bergoglianer, so scheint es, bricht Panik aus – und das ist einmal keine schlechte Nachricht aus dieser Stadt, die schon so manchen Barbarenansturm überstanden hat."

Tosatti weist in einem Kommentar die Anschuldigungen, er habe sich aktiv an einem Komplott gegen den amtierenden Pontifex beteiligt, zurück



Marco Tosatti befaßt sich bei Stilum Curiae auch in eigener Sache (die pontifikalen Apologeten bezichtigen ihn immer noch, an einem Komplott gegen Papst Bergoglio beteiligt zu sein) noch einmal mit der Causa McCarrick und den Dokumentationen von Erzbischof Viganò.

Hier geht´s zum Original: klicken


"DIE CAUSA VIGANÒ. EINE VERFÄLSCHUNG DER WAHRHEIT, DIE MICH ANGEHT. PASSEND ZUR KOMPLOTT-THESE."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, nachdem ich es gelesen hatte, habe ich beschlossen, nicht über ein in diesen Tagen veröffentlichtes, umfangreiches "Instant-Buch" über das Zeugnis von Erzbischof Viganò zu schreiben. Ich liebe die Apologetik auf Knopfdruck nicht besonders, nach der Art "wirf eine Münze in einen Automaten ein und heraus kommt das gewünschte Produkt" und nachdem ich gesehen habe, daß die im Buch wiedergegebenen Zeugnisse anonym sind, dachte ich, daß es vielleicht besser wäre, dem Weg der Anonymität auch für Stilum Curiae zu folgen.

Auch weil ich bei diesen schmerzhaften Ereignissen immer noch erstaunt bin, daß der Einzige der uns mutig und entschlossen, sein Gesicht gezeigt hat, nur Erzbischof Viganò ist, der Vor- und- Nachnamen nennt und Personen, die sehr wohl die Mittel hätten, das Ihre zu sagen, angesichts dessen, daß sie in diesem Fall aufgerufen sind. Beginnend mit dem Pontifex. Aber statt dessen schweigen sie alle. (Ouellet ausgenommen, aber mit dem Erwarteten entgegengesetztem Ergebnis) oder hüllen ihr Weigerung zu antworten und klarzustellen in verrauchte Geheimnistuerei ein.

Ich wollte also schweigen. Aber dann habe ich gesehen, daß ich in den Fall einbezogen worden bin, weil das bestenfalls ein Fall von Verzerrung und im schechtesten Fall eine gewollte Verzerrung. Man liest also de facto: "Aber wer sich einmischt und Viganò überzeugt, diese Form an Stelle eines Interviews zu wählen, ist ein anderer langjähriger Vaticanist, Marco Tosatti…."

Samstag, 10. November 2018

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes anläßlich der Wölfe, vor denen u.a. der Hl.Martin , dessen Fest wir morgen feiern, uns beschützen möge, amüsant über die Rolle dieser Tiere in Kirchengeschichte, Politik und Heraldik. Hier geht´s zum Original: klicken

                        "REISSENDE WÖLFE"
"Die erste Antiphon, die- wenn wir in einer Kirche oder einer Diözese dienen, deren Patron der Hl. Martin ist, wir morgen in den Laudes für St. Martin von Tours sprechen oder singen, zeigt uns seine Jünger, die ihn bitten, sie nicht zu verlassen, weil reißende Wölfe in seine Herde einbrechen werden (Ich frage mich, warum diese Antiphon aus der Liturgia Horarum verschwunden ist).

Reißende Wölfe sind immer in der Nähe. Schauen Sie (entlang einer Konkordanz) in das Neue Testament. Schauen Sie wegen des Skandals und seiner Verursacher (anhand des Index`) in den Katechismus. (Eine Wölfin war in die Gründung Roms verwickelt und die Römer haben  bestimmte Damen manchmal als Wölfinnen bezeichnet).

Wölfe waren am Anfang des Pontifikates unseres vorherigen geliebten Hl. Vaters Benedikt XVI anwesend. In seiner Inaugurationspredigt bat er uns, für ihn zu beten, "daß ich nicht ängstlich vor den Wölfen fliehe".

Der Hl. Thomas spricht irgendwo- glaube ich- davon, daß Wölfe Dämonen oder Tyrannen sind; oder Ketzer. Stimmt es, daß der Schutzheilige der Diözese St. Gallen ein St. Lupus ist, oder hat meine ungezügelte Phantasie das nur erfunden?

Engländer werden sich an unterhaltsame Frivolitäten in rebus lupinis erinnern. Wir hatten einmal einen Politiker namens Sir Geoffrey Howe; ruhig und gar nicht böse. So sehr, daß seine Verächter sagten, von ihm angegriffen zu werden, sei "wie von einem toten Schaf attackiert zu werden".
Sogar vielleicht, als er entdeckte, daß er Mrs. Thatcher nicht länger ertragen konnte und beschloss, zurückzutreten. Die Leute- und nicht zuletzt Mrs. Thatcher-nahmen an, daß seine Abschiedsrede wie gewöhnlich schmerzstillend sein werde.
Nicht so.  Das House of Commons wurde so still, daß man die sprichwörtliche Nadel hätte fallen hören können, als es hörte, wie er sich- ...wenn auch mit den üblichen sanftesten Tönen- in ihre Persönlichkeit und ihre Politik verbiss.

Nicht viel später wurde er geadelt und ging wie man das macht- in die Queen Victoria Street, um die Heraldiker wegen eines Wappens zu konsultieren. Bei den Besprechungen mit ihnen bestand er auf seinem Entwurf, was akzeptiert wurde. Das Panier (Panier eines Wappens ist der Teil über dem Helm oberhalb des Schildes) das er bekam war....ein laufender Wolf- nur unvollkommen verhüllt von einem schmuddeligen Schafspelz. Ich wette mit euch Amerikanern, daß ihr euch wünschen würdet, auch ein Unterhaus, ein Oberhaus und ein Heraldik-College zu haben

Wölfe sind immer in der Nähe: sie sind im Leben der Kirche nichts Neues. Vielleicht würde ein eifriger junger katholischer Akademiker gern eine Doktorarbeit "De Lupitate" verfassen? Sie könnte ihr Narrativ bis in die Gegenwart versetzen.

Ich hoffe, daß ihr Schlaf nicht durch das Heulen gestört wird."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke


Fundstück

Heute gedenkt die Kirche der vier Lübecker Märtyrer, die am 10.11.1943 in der Strafvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel hingerichtet wurden.
Hier geht´s zum Fundstück bei katholisch.de  :  klicken


"75 Jahre Lübecker Märtyrer: Ökumenische Zeugen gegen das NS-Regime" 

…."Die drei katholischen Kapläne Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller sowie der evangelisch-lutherische Pastor Karl Friedrich Stellbrink wirkten während der NS-Zeit in Lübeck...."

Quelle: Michael Althaus, katholisch.de

Marco Tosatti läßt Kardinal Burke zu Wort kommen......

Marco Tosatti gibt bei La Nuova Bussola Quotidiana Ausschnitte aus einem Interview wieder, das Kardinal Raymond Burke am 22. Oktober "The Wanderer" zur aktuellen Kirchenkrise und den verbliebenen Dubia gegeben hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

WORT DES KARDINALS

"BURKE: "DAS SCHISMA IST ETWAS SCHLECHTES. VIGANÒ ? MAN SOLLTE IHM ZUHÖREN"

"Kardinal Burke hat bekräftigt, daß unsere Zeit "eine der schlimmsten, wenn nicht die schlimmste für die Kirche ist, ähnlich der, in der der Hl. Pier Damiani die Homosexualität im Klerus beklagte: wenn McCarrick ein Leben des Mißbrauchs gelebt hat, dann weil er geschützt wurde." 
Viganò "hat sich in seinem Gewissen verpflichtet gefühlt, weil das Gesetz Gottes in diesem Fall höher steht als das Papstgeheimnis." Die letzte Synode? "Problematisch, aber sie ist kein Lehram.t." 

"Da ist eine Gefahr, da gibt es eine wirkliche Gefahr eines Schismas in der Katholischen Kirche, hat Kardinal Raymond Burke gesagt, der während der letzten Woche der Synode für Jugend, Unterscheidung der Berufung  am 22. Oktober von "The Wanderer" interviewt wurde.
Das Interview ist erst vor wenigen Tagen auf der amerikanischen Website veröffentlicht worden.
Der Purpurträger hat die Katholiken und ihre Bischöfe dazu ermutigt, "dem Willen Christi treu zu bleiben- obwohl die Umstände-auch für die Kirche- ungünstig erscheinen. "Ich verstehe, daß die Gläubigen leiden" sagte er, "aber das Schisma kann nie richtig sein."

"Ich denke, daß die Laien mit ihren Priestern und Bischöfen über ihre tiefe Beunruhigung sprehen müssen." An der Basis dieses drohenden Schismas findet man nach "The Wanderer"bei vielen Katholiken das Gefühl, eine der schlimmsten Perioden- wenn nicht die schlimmste- in der Kirche zu erleben. Auf die Frage, ob er diese Bewertung teilt, hat der Kardinal bestätigt, daß unsere Zeit eine der schlimmsten, wenn  nicht die schlimmste ist....Diese Zeit hat Dimensionen, die denen anderer Skandalperioden, die die Kirche gelebt hat, ähnlich scheinen, wenn sie sie nicht sogar übertreffen." 

Er bezieht sich damit auf die Ära von Ex-Kardinal Theodore McCarrick, des Mannes, der die Hauptrolle im aktuellen Skandal spielt.
Danach "ist es klar, daß er dieses Leben des Mißbrauchs nur leben konnte, weil er geschützt und gefördert wurde."
Auf die Frage, welcher Periode der Kirchengeschichte die, die wir erleben, ähnelt, sagte Kardinal Burke, daß "man an die Renaissance denken könnte", die sowohl finanzielle als auch sexuelle Skandale kannte, die den Klerus betrafen.
Burke hat auch an den Gelehrten des 11. Jahrhunderts erinnert, den Hl. Pier Damiani. der in seiner Abhandlung über die Verbreitung der Homosexualität in der Kirche seiner Zeit hinweist. In unserer Zeit "muß diese Frage auf sehr viel umfassendere und wirkungsvollere Art behandelt werden."



Freitag, 9. November 2018

Marco Tosatti kommentiert die Aussagen von Pater James Martin zur Homosexualität

Marco Tosatti kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die- wie er sagt- schockierende Äußerung des notorischen und sicher nicht unumstrittenen Jesuitenpaters James Martin über die Einstellung von Papst Franziskus zur Homosexualität.
Hier geht´s zum Original:  klicken

SCHOCKIERENDE ERKLÄRUNG

"DER PAPST IST SCHWULENFREUNDLICH. WORT VON PATER MARTIN"

"Worte und Gesten von Papst Franziskus sind ganz klar, es gibt eine neue Öffnung der Kirche zur Welt der LGBT und das sieht man auch an der Nominierung schwulenfreundlicher Bischöfe. Das erklärt der Jesuitenpater James Martin, der große Unterstützer der Akzeptanz der Homosexualität in der Kirche. 
Marco Tosatti

Ist es wahr, daß es im Gegensatz zu dem was der Katechismus eines einstimmigen Lehramtes zum Thema sagt, einen starken Pro-Homosexualitätsvorstoß in der Katholischen Kirche gibt und daß - wie es uns gerechtfertigt scheint, hinzuzufügen-, trotz der schwerwiegenden Probleme, die mit einer allgegenwärtigen und aggressiven Homosexualität in der Kirche einhergehen, wofür die Missetaten von Kardinal McCarrick ein Beispiel sind?  Und hat sich diese Präsenz in den mehr als 5 Jahren der Regierung von Papst Bergoglio vergrößert? 

Wir sind bereit, zu wetten
, daß jeder Exponent der Bergoglio Presse Gang, aus der Gruppe der harten und reinen Ex-Vertreter von Trenta Giorni bis zu den jüngsten Übernahmen, verächtlich die Augenbrauen hochzieht. Aber vorsichtig: Die Aussage stammt von einem der bekanntesten LGBT-Aktivisten in der Kirche, von Pater James Martin SJ.
Am Samstag, dem 3. November, sagte er bei einer Zusammenkunft der Ignatianischen Familie den Studenten, daß sich in der Kirche "die Dinge ändern", was Homosexualität angeht.

"... Schauen Sie nur, was in den letzten fünf Jahren seit der Wahl von Papst Franziskus passiert ist ", sagte Martin. "Zuerst die Antwort von Papst Franziskus auf LGBT-Leute:" Wer bin ich, um das zu beurteilen? ". Seine fünf berühmtesten Wörter waren die Antwort auf eine Frage über Schwule, richtig?
Wissen Sie, er ist der erste Papst, der in einer Erklärung das Wort "schwul" verwendet, sagte der Jesuiten-Redakteur der ultra-progressiven US-Jesuitenzeitschrift "America ".

Tweet zum Tage



"Am 9. November 2012 hat Benedikt XVI in der Paul-VI-Aula die Teilnehmer der 81. Generalversammlung von Interpol in Audienz empfangen."
Hier geht´s zum Redetext:    klicken

Sie endet so:

"Den Leitern von Interpol und allen Mitarbeitern erneuere ich meine Dankbarkeit für ihre Arbeit, die nicht immer leicht ist und nicht immer von allen in ihrer richtigen Zielsetzung verstanden wird. Ich kann meine Ausführungen nicht beschließen, ohne die Unterstützung zu erwähnen, die Interpol der Gendarmerie des Staates der Vatikanstadt gewährt, gerade auch auf meinen Reisen ins Ausland. Der allmächtige und barmherzige Gott möge Sie bei der Ausübung Ihrer Verantwortungen erleuchten; er möge Sie in Ihrem Dienst zum Wohl der Gesellschaft unterstützen und Sie, Ihre Mitarbeiter und Ihre Familien beschützen."


          

San Giovanni in Laterano- das Fest der Ecclesia Militans.....

P. Edmund Waldstein, O.Cist, kommentiert für Rorate Caeli das heutige Weihefest der Lateranbasilika, die am 9. November 324 von Papst Silvester geweiht wurde.
Hier geht´s zum Original: klicken


"LATERAN, DAS FEST DER KÄMPFENDEN KIRCHE: ROM IST DER KONKRETE NAME DER KATHOLIZITÄT"

"Heute ist das Fest des Weihejubiläums der Lateranbasilika durch Papst Silvester I im Jahr 324. Kurz nach Allerheiligen und Allerseelen, die an die triumphierende und an die leidende Kircher denken lassen und wir können die Weihe der "Mutter aller Kirchen" als den Tag der Ecclesia Militans sehen.

Die Weihetexte für eine Kirche sind voller Bezüge zu Jerusalem, der "Stadt des Friedens". Der Friede Jerusalems ist eine Spiegelung der Glorie des Herrn, der über den Cherubim in ihrem Tempel thront.
Deshalb ist Liebe zu Jerusalem Liebe zum Herrn.: "Bete für den Frieden in Jerusalem...Friede sei in deinen Mauern und Sicherheit in deinen Palästen Türme...ich flehe wegen dem Haus des Herrn, Segen sei dir beschieden (Ps. 121/122). Alle Völker der Erde sind dazu bestimmt nach Jerualem zu kommen und Gaben zu bringen (cf Ps 67/68) -so soll sein Friede die Erde erfüllen.

Aber weil unser Herr in Bethlehem geboren wird, ist da eine andere Stadt, in die die Nationen der Welt pilgern, eine andere Stadt, die ihren Frieden in der Welt ausbreitet. Rom hat seine eigene Tradition des messianischen Schicksals. Die Griechen hatten eine mehr oder weniger zyklische Vorstellung von Geschichte, Rom aber eine lineare: Geschichte ist das sich entfaltende Schicksal Roms, das über die Welt herrschen soll.
Bedeutsamerweise wird unser Herr während der  Regierungszeit von Augustus geboren, dem für seine Rolle dabei, Rom seinem Schicksal nahegebracht zu haben, göttliche Ehren zuteil wurden.
Der wahre Friedensfürst wird geboren, während auf Grund der Taten des falschen Gottes Augustus "in der ganzen Welt Friede war".
Christus wird über den falschen Gott Augustus siegen, aber durch seine Kirche wird er all das Gute Roms assimilieren, alles was seine Vorsehung dort zur Vorbereitung Seiner Ankunft getan hatte.Und so ist es Caesarea, wo Christus Petrus seine Mission anvertraut.

Roberto De Mattei- über die Berufung des Menschen als Geschöpf Gottes

Roberto De Mattei in Corrispondenza Romana über Berufungen in unserer Zeit.....
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"DIE BERUFUNG IN UNSERER ZEIT"

Jeder Mensch hat seine spezielle Berufung. Das, was Gott von jeder Seele verlangt, stellt ihre Berufung dar, die die spezielle Form ist, in der sie arbeiten und sich nach dem Willen der Vorsehung entwickeln soll. Jeder Mensch hat eine besondere Berufung, weil er von Gott auf unterschiedliche Art gewollt und geliebt ist. Es gibt keine zwei identischen Geschöpfe und es gibt im Lauf der Geschichte keine absolut identischen Berufungen, weil  der Wille Gottes für jedes Geschöpf unterschiedlich ist, 
und weil jedes Geschöpf, das aus dem Nichts in die Welt gekommen ist-unwiederholbar ist.

Pater Faber hat diesem Thema eine seiner spirituellen Konferenzen gewidmet: "Jeder Mensch hat eine besondere Berufung." (Ogni uomo ha una speciale vocazione , Spiritual Conferences, Burn & Oates, London 1906, pp. 375-396).

Jeder Mensch hat eine besondere Berufung, die ihn von jedem anderen Menschen unterscheidet, weil Gott jeden von uns mit einer besonderen Liebe liebt.
Worin besteht diese besondere Liebe Gottes für mich? Gott hat mich zuerst geschaffen und meinem Körper und meiner Seele die Charakteristika und Qualitäten gegeben, die ihm gefielen. Gott hat mich nicht nur geschaffen, sondern hält mich am Leben und unterstützt das Sein, in dem ich lebe.
Wenn Gott auch nur einen einzigen Augenblick aufhören würde, mir das Sein einzugeben, würde ich in jenes Nichts zurückfallen, aus dem er mich gezogen hat. Gott überläßt uns. nachdem er uns geschaffen hat, nicht der Gnade des Zufalls.

Alle Haare auf unserem Kopf sind gezählt (Mt. 19, 30) und nie fällt auch nur eines ohne die Zustimmung des Herrn aus (Lev 21,18). Und wenn die Zahl und das Ausfallen meiner Haare gezählt sind, was wäre nicht gezählt in unserem Leben? 

Gott hat mit einem Wort die Gesetze unserer physischen, moralischen und intellektuellen Entwicklung und die Gesetze unseres übernatürlichen Wachstums vorgegeben. Wie hat er das gemacht? Durch Werkzeuge. Diese Werkzeuge sind die Geschöpfe, denen wir in unserem Leben begegnen. Der Kartäusermönch Dom Pollien lädt uns in seinem berühmten "Gelebtes Christentum" (Edizioni Fiducia, Rom 2017) dazu ein, die Zahl aller Geschöpfe zu berechnen, die zu unserer Existenz beigetragen haben. 


Der physische Einfluß der Zeit, der Jahreszeiten, des Klimas, der moralische Einfluß der Eltern, der Lehrer, der Freunde und der Feinde, denen wir begegnet sind; alle Bücher, die wir gelesen haben, die Worte, die wir gehört haben, die Dinge die wir gesehen haben, die Situationen in denen wir uns befunden haben- nichts verdankt sich dem Zufall, weil es keinen Zufall gibt, weil alles eine Bedeutung hat.

Diese Einflüsse, diese Bewegungen sind die Arbeit, die Gott an uns verrichtet. Alle diese Geschöpfe- erklärt Dom Pollien, werden von Gott in Bewegung gesetzt und tun mit uns nur das, was ER will, das sie tun sollen. Alles passiert zu einem vorgegebenen Zeitpunkt, handelt punktgenau, und tut die nötigen Schritte, um den physischen, moralischen oder intellektuellen Einfluss auf uns zu erzeugen.