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Freitag, 14. Februar 2020

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über den anglikanischen Theologen und Thomisten Eric Lionel Mascall, und Mitglied des zölibatären "Oratory of the Good Shepherd" und seine geistige Nähe zum Katholizismus
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Eric Mascall


Heute am 14. Februar ist der 27. Jahrestag des Todes von Eric Mascall, Priester und Gelehrter.
Fr. Aidan Nichols hat geschrieben, daß das Katholische Revival in der Church of England  im 20. Jahrhundert eine ausgewählte Reihe von gelehrten Patristikern und Theologen inspiriert hat.
...in solchen Zahlen, daß die orthodoxen Katholiken mit wenig Mühe die von der Katholischen Kirche "getrennten Kirchenlehrer" anerkennen können. Zu dieser auserwählten Schar zählt er auch Eric Mascall. Mascall war in der Tat einer der klügsten Köpfe beim Erkennen und in der Analyse der
Täuschungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ist es jetzt, nachdem die von Mascall repräsentierte Tradition formal und organisiert in den Ordinariaten in die volle Gemeinschaft mit dem Stuhl Petri eingetreten ist, zu...aufdringlich..zu hoffen, daß unsere Mitkatholiken diese Personen als auch zu ihnen gehörend ansehen?
Genau so -wie ich sicher bin- daß sie uns nicht übelnehmen, daß ihre eigenen Heiligen und großen Männer jetzt auch unsere geworden sind....die Märtyrer des Elizabethanischen Zeitalters; Bischof Challoner und seine Mit-Bekenner?

Ist es das, was der Ausdruck "Einheit der Kirche" bedeutet?

Quelle: Fr. J.Hunwicke, liturgicalnotes

Samstag, 21. Dezember 2019

Sonntag, 17. November 2019

Fundstück

U. C. Lay untersucht in einem Beitrag für pro.theol.blogspot die Auswirkung des Strebens nach einer möglichst totalen Ökumene auf den Katholischen Glauben und seine Praxis.
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Unter dem Titel:  beginnt der Artikel so- Zitat:

"Gemeinsames Abendmahl- gemeinsame Eucharistie- oder die Lust an der Totalkapitulation katholischer Theologen"


beginnt der Artikel so- Zitat:

"Würde einmal eine Chronik des Niederganges der Katholischen Kirche in Deutschland und darüber hinaus geschrieben werden, müßte die Ökumene einen hervorgehobenen Platz  darin einnehmen. Denn das Zentralanliegen der Ökumene, alle Differenzen zwischen der Katholischen Kirche und den reformatorischen Religionsgemeinschaften für gleichgültig zu erklären, muß notwendigerweise alles spezifisch Katholische der Katholischen Kirche für gleichgültig erklären. Wenn es gleichgültig ist für Gott, ob ich den christlichen Glauben katholisch oder reformatorisch verstehe und lebe, wozu soll dann der katholische Glaube überhaupt noch gelebt werden, ist er doch gleichgültig. Gerade diese Vergleichgültigungstendenz devitalisiert dann auch die religiöse Praxis- der Erfolg der Ökumene."  (....)

Quelle: U.C.Lay, pro-theol.blogspot

Donnerstag, 12. September 2019

Fundstück

KNA und domradio.de berichten über den Besuch der Bischöfe der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine beim Papa emeritus Benedikt XVI.
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Unter dem Titel:

"Sorge über "Militarisierung" in Osteuropa"
beginnt der Artikel so- Zitat: 

"Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist von Bischöfen der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine besucht worden. Diese sind derzeit in Rom zu einer Synode versammelt. Gesprächsthema war auch die politische Lage im Osten Europas.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist nach Aussage des ukrainischen Großerzbischofs Swjatoslaw Schewtschuk besorgt über eine "Militarisierung" in Osteuropa. "Wenn an den Grenzen Osteuropas in nie zuvor gesehener Zahl Waffen konzentriert werden - ich rede vom besetzten Teil der Ukraine, der Krim, der russischen Grenze - erschreckt das die benachbarten Länder", sagte das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Rom."

Quelle: domradio.de, KNA

Sonntag, 18. August 2019

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Qualität der theologischen Ausbildung der anglikanischen Geistlichkeit im Vergleich zu früheren Zeiten.
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                                   PRIESTERLICHE AUSBILDUNG

"In den glücklichen Tagen, als die Church of England noch mehr als nur namentlich existierte, war sie berühmt für die intellektuelle Qualität ihrer Geistlichkeit. Heutzutage bildet ihre degenerierte Nachfolgeorganisation ihre Diener größtenteils in regionalen Trainingskursen aus, die gemeinsam mit den Methodisten durchgeführt werden. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem Bischof John Richards und ich einen dieser Herrschaften getroffen hatten und JR einige Dinge zu erledigen hatte,  und er etwas sagte über dessen völlige Unkenntnis der Schrift und tatsächlich von irgendetwas.


In den alten Tagen wurde viel der Seminarausbildung an  theologischen Hochschulen durchgeführt. Diese theologischen Colleges waren größtenteils Früchte der katholischen Wiedergeburt in der Church of England (Chichester wurde von Charles Marriott gegründet). Im Geiste der tridentinischen Reformen der Gegenreformation, die zuerst, wie Eamon Duffy von Reginal Cardinal Pole angedeutet hat, in Kathedralenschließungen gegründet wurden ... Chichester oder Wells oder Salisbury oder Lincoln ... Nicht einfach nur so, daß die Seminaristen noch vom Einfluss und der Lehre gelehrter Kanoniker profitieren konnten, sondern so, daß sie Teil der bischöflichen Familie sein konnten. Sie erinnern mich an Erzbischof Michael Ramsays bewundernswerte Definition der klassischen anglikanischen Theologie als Göttlichkeit im Klang von Kirchenglocken. Ihre Schließung (kommen Hühner vor Eiern?) bedeutete den Zusammenbruch dieses klassischen Anglikanismus, dessen Wiederherstellung und Rückführung in die katholische Einheit die Pflicht der Ordinariate ist.

Es wäre wundervoll, wenn unseren katholischen Bischöfe . oder einige von ihnen- wieder die klerikale Ausbildung ihres eigenen Haushalts beginnen würden.(Möglicherweise geht Bischof Mark Davies mit seinem "Mater Sacerdotum House" in diese Richtung).
Wie eine solche Reform die priesterlichen Herzen von Kardinal Reginald Pole und des Hl. Charles Borromeo erfreuen würd! Sie könnte bei den langdauernden Bemühungen eine klerikale Kultur wieder aufzubauen helfen- in Übereinstimmung mit dem Geist und und der Gesetzgebung der Kirche.
Ich denke hier nicht zuletzt an Veterum Sapientia(Hl. Johannes XXIII) und an die Vorkehrungen von Kanon 249."

Quelle: Liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Dienstag, 30. Juli 2019

Father Hunwicke spricht...

bzw. sprach gestern bei liturgicalnotes - nicht ohne amüsante Wortspiele-  über die "guten alten Tage als es in der anglikanischen Kirche noch "recht katholisch" zuging.
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"ORTHODIXIE" - DAS IST DAS ERBE

"In den guten alten Tagen, als der sehr bemerkenswerte Bischof Kenneth Escort Kirk, ein frommer und gelehrter Mann und dazu eng befreundet mit Dom Gregory Dix, die anglikanische Diözese Oxford regierte – ja, das ging dort damals recht katholisch zu  - entstand gleichsam wie aus dem Nichts – die Byzantiner würden es acheiropoieton nennen – das folgende kleine Liedchen:

How blessed are those Oxford flocks
How free from heretics
Their clergy all so orthodox
Their Bishop orthoDix.      (Tune: O God our help in ages past ...)
(Wie gesegnet sind Oxfords Herden, so ganz ohne  Häretiker. Ihre Geistlichen sind alle richtig orthodox, und ihr Bischof orthoDix.)

Ein halbes Jahrhundert später stimmt das alles nicht mehr, so schnell sind die Fluten über‘s Land gekommen. Bei Dix erinnern sich viel noch am ehesten an seinen Spruch, daß das Wappensymbol eines Bischofs der Krummstab (englisch crook; Gauner) ist, und das eines Erzbischofs das Doppelkreuz (englisch double-cross; als Verb: jemanden reinlegen). Keine Ahnung, ob er sich jemals mit der Exegese des päpstlichen Wappens befasst hat.
Kürzlich berichteten die Qualitätsmedien von katholischen Bischöfen in Yankee-Doodle-Land, die Priester gemaßregelt haben – nein, nicht etwa, weil sie die Alte Messe gefeiert hätten,  sondern nur weil sie ad Dominum zelebrierten oder Weihrauch verwandten. Gerade so, wie das bei  Bischöfen der Evangelen oder den Anhängern des ehrenwerten Herrn (John) Kensit der Brauch war.
Kenner unseres historischen Erbes werden sich noch daran erinnern, wie Bischof King dem königlichen Kronrat die Vollmacht absprach, ihm die Zelebration ad Dominum zu untersagen, und wie der damalige Erzbischof von Canterbury ihm dabei den Rücken stärkte.
Ja, das waren noch bessere Zeiten....
In einer Zeit, als einige Bischöfe der Kirche von England alles daran setzten, ihren Klerus davon abzuhalten, das Allerheiligste Sakrament in einem Tabernakel auf dem Altar aufzubewahren, machte Dix die Beobachtung: „Der Historiker gewöhnt sich an die Vorstellung, daß selbst die besten und tatkräftigsten Bischöfe eines Tages von ihren Mühen ausruhen müssen und dann der Nachfolger seine Lanze zur Rettung gegen die Bedrohung durch ganz andere Windmühlen einlegt“.
Das anglikanische Erbe hat uns immer noch einen bescheidenen Beitrag zu leisten.
Wie Sie sehen, haben wir das alles schon einmal erlebt. Schon vor -zig Jahrzehnten. Wir kennen diese Sorte – ganz gleich, ob sie sich Anglikaner oder Katholiken nennen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke 

Mittwoch, 10. Juli 2019

Magister: EIn Geschenk des Papstes an die Ukrainische Kirche, das es nicht gab.

Sandro Magister fragt sich bei Settimo Cielo was es mit einem zwar angekündigten aber nicht überreichten Geschenk des Pontifex an die Ukrainische Kirche auf sich hat.
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"HINTER DER BÜHNE: FRANZISKUS´ FEHLENDES GESCHENK AN DIE UKRAINER"

"Der Vatican-Besuch Vladimir Putins, der für die Ukrainer sicher kein freundliches Gesicht ist,  am 4. Juli wirft einen Schatten auf das Treffen in Rom, über die kommenden zwei Tage der Synode der Griechisch-Katholischen Kirche mit ihrem Großerzbischof Svjatoslav Shevchuk.

Am 5. Juli hat Papst Franziskus ihnen eine Rede gehalten, die in den schwierigen Fragen sehr ausweichend war, d.h. sowohl bei dem andauernden militärischen Konflikt und dem Disput zwischen den Kirchen des Orthodoxen Lagers, wobei in beiden Fällen Rußland die Rolle des Protagonisten spielt. Auch hat er keinen Einblick in das gewährt, worauf der Nuntius des Vaticans in Kiew, Claudio Gugerotti, anspielte, als er von einem Geschenk sprach, das der Papst der Ukrainischen Kirche machen wolle.

Mit diesem "Geschenk" konnte sicher nicht die Erhebung dieser Kirche mit ihren 5 Millionen Gläubigen zum Patriarchat sein. Als Fürsprecher dieses uralten Zieles hatte bei der erinnerungswürdigen Session des II.Vaticanischen Konzils der Ukrainische Metropolit Josef Slipyi, der gerade in Sibirien aus dem Gefängnis entlassen worden war, agiert. Und 2003 war sein Traum scheinbar nahe dran, Realität zu werden, als der damalige Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Walter Kasper, de, Orthodoxen Patriarchen von Moskau einen Brief schickte, um den bevorstehenden Wendepunkt anzukündigen. Der wurde aber vom Vatican wegen der stark negativen Reaktionen nicht nur der Russisch Orthodoxen sondern auch des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel sofort abgesagt.


Mittwoch, 24. April 2019

Gedenktag an den Völkermord an den Armeniern

"Bewegende Bilder von der Göttlichen Liturgie nach armenischem Ritus anläßlich der 100. Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern".

Freitag, 15. März 2019

Tweet zum Tage

"Am 14. März 2010 hat Benedikt XVI die Evangelisch-Lutherische Gemeinschaft in Rom in der Christuskirche besucht."


Hier geht´s zum Redetext:  klicken 

Quelle: La Vigna del Signore, LEV, La Santa Sede

Donnerstag, 28. Februar 2019

Tweet zum Tage

Benedikt XVI hat gestern Großerzbischof Svjatoslav Shevchuk empfangen.
Für ACI Stampa hat A. Gagliarducci  den Besuch kommentiert:  klicken 
Hier ein Zitat aus dem Bericht:

"Ein sehr luzider Papa emeritus- informiert über die Lage in der Ukraine, interessiert an der Entwicklung der Ökumene: so hat Seine Seligkeit Svjatoslav Shevchuk, Großerzbischof der Griechisch-Katholischen Ukrainischen Kirche bei einer Begegnung am 26. Februar im Kloster Mater Ecclesiae, in dem der emeritierte Papst wohnt, Benedikt XVI vorgefunden. "


Montag, 4. Februar 2019

R. Cascioli interviewt Kardinal Müller - Ausschnitte aus der italienischen Fassung

Die italienische Fassung des Cascioli-Interviews ist ausführlicher und enthält einige lesenswerte Aussagen des Ex-Präfekten der Glaubenskongregation, die wir hier wiedergeben. 
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"MÜLLER: "DIE WAHREN FEINDE DES PAPSTES SIND SEINE HÖFLINGE"
Einige Ausschnitte:
…..
"In den vergangenen Tagen ist eine Petition gestartet worden, die die Väter, die am Gipfel im Vatican stattfinden wird, teilnehmen, auffordert, das homosexuelle Netzwerk zu schließen und einer der Punkte betrifft vor allem die Wiedereinführung des Kanons, der homosexuelle Handlungen bestrafte." 

"Ich glaube, daß die Petition legitim ist, es gibt Leute, die die statistische Wahrheit leugnen wollen, daß die übergroße Mehrheit der von Priestern begangenen Mißbrauchstaten homosexuelle Handlungen sind. Dieser Realität kann man nicht entgehen. Wer sie leugnet, will nicht das Problem beseitigen. Man sollte nicht unterschätzen, daß auch die an Seminaristen begangenen Mißbräuche enorme Sünden sind, ein Verbrechen gegen die Würde dieser Menschen, aber auch an den Eltern, die ihre Söhne für das Priestertum dem Bischof, dem Seminar anvertrauen.. Ein Bischof der auf dieses Ebene herabsinkt, ist ein enormer Skandal. Stellen wir uns vor, was Jesus getan hätte, wenn einer der Apostel einem der anderen Jünger so etwas angetan hätte? Absurd das zu denken.
Aber ich befürchte, daß auch diese Initiativen von Laien neutralisiert werden, indem sie mit dem Etikett einer Rebellion gegen den Papst versehen werden."

"Da ist eine Fixierung, auch Kardinal Kasper hat sich in diesen Tagen mehrmals geäußert und ein Komplott angeprangert, das Papst Franziskus zum Rücktritt zwingen will."

"Leider gibt es im Vatican einige, die alles, was in der Kirche passiert, mit der Tatsache erklären, daß die Feinde des Papstes auf internet-Seiten ein Komplott gegen den Papst organisieren. In Italien, den USA, Deutschland, Frankreich- alle gemeinsam nur um dem Papst Probleme zu bereiten. Das ist verrückt. Ich kenne nicht alle Motive der anderen, aber ein Katholik ist immer an der Seite des Papstes, auch wenn man eine andere Meinung haben kann, über die diskutiert werden darf. die wahren Freunde des Papstes sind die, die die Wahrheit sagen, die ihm helfen, den richtigen Weg zu finden und nicht die, die ihn in die eigene Richtung drängen wollen."



Sonntag, 3. Februar 2019

Kardinal Müller hat Ricccardo Cascioli ein Interview gegeben

Riccardo Cascioli hat für La Nuova Bussola Quotidiana Kardinal Gerhard Müller interviewt. Es gibt eine ausführliche italiensche und eine kürzere englische Fassung dieses Interviews
Hier geht´s zum englischen Original:  klicken

"DIE KIRCHE VERZICHTET HEUTE DARAUF,  DIE GANZE WAHRHEIT ZU VERKÜNDEN."

"Über klerikalen Kindesmißbrauch zu sprechen und dabei die Tatsache zu ignorieren, daß mehr als 80% der Mißbräuche homosexuelle Akte sind, bedeutet, daß nicht beabsichtigt ist, das Problem zu lösen." Das ernsteste Problem in der heutigen Kirche ist die Neigung Kompromisse mit der Welt zu schließen und aufzuhören, die ganze Wahrheit zu verkünden." Kadinal Müller spricht Klartext. 

Das ist die kürzere Version eines Interviews, das La Nuova Bussola Quotidiana mit Kardinal Müller geführt hat . Veröffentlicht wurde es in  der italienischen Zeitung Il Giornale.


"Über klerikalen Kindesmißbrauch zu sprechen und dabei die Tatsache zu ignorieren, daß mehr als 80% der Mißbräuche homosexuelle Akte sind, bedeutet, daß nicht beabsichtigt ist, das Problem zu lösen." Das ernsteste Problem in der heutigen Kirche ist die Neigung Kompromisse mit der Welt zu schließen und aufzuhören, die ganze Wahrheit zu verkünden."
Kardinal Müller spricht ruhig, aber sein Urteil kommt laut und klar herüber.Er empfängt mich herzlich in seiner Wohnung -die einen Steinwurf vom Petersdom entfernt ist und die er behalten hat, obwohl er 2017 auf etwas harsche Weise von Papst Franziskus entlassen wurde, der sein Mandat als Präfekt der Glaubenskongregation nicht erneuerte.

Kardinal Müller, in zwanzig Tagen beginnt im Vatican das Gipfeltreffen zum Sexuellen Mißbrauch, der das Bild der Kirche verdunkelt und zugleich in ihrem Inneren viele Spannungen erzeugt...

"Es ist schrecklich für die Kirche, daß Priester darin verwickelt sind, Männer die anstatt ein vorbildliches Leben zu führen, ihre Mission mißbrauchen. Vertreter Jesu Christi, des Guten Hirten, die wie Wölfe agieren, das ist eine Perversion ihrer Mission."

Dienstag, 18. Dezember 2018

Offener Brief eines Priesters an Erzbischof Viganò


Rorate Caeli veröffentlicht heute den Brief, den der Priester R.G.Cipolla an Erzbischof Viganò geschrieben hat, in dem er ihn auffordert, aus dem selbstgewählten Exil zurückzukehren und sein Wissen über die Vorgänge in der causa McCarrick und den damit verbundenen Skandalen bekannt zu geben. Hier geht´s zum Original: klicken

"EIN BRIEF AN ERZBISCHOF VIGANÒ: TEMPUS ADEST- DIE ZEIT IST GEKOMMEN!"

"Lieber Erzbischof Viganò,
ich- als Priester der Römisch-Katholischen Kirche- schreibe Ihnen diesen Brief in der Adventszeit, in dieser Zeit des Wartens, der Erwartung, dieser Zeit der Farbe Lila, die uns auffordert, die Bedeutung des Kommens Jesu Christi in diese Welt der Sünde und des Todes zu bedenken, diese Dinge in der dunkelsten Zeit des Jahres zu bedenken, in der die Dunkelheit das Licht zu überwältigen scheint.

Es ist die liturgische Zeit, in der Johannes der Täufer seine Rolle als Vorläufer Christi so machtvoll annimmt. Es ist Johannes der Täufer, der sich auf diese Rolle vorbereitet, indem er in die Stille und die Wildnis geht, um sich selber in dieser Stille zu finden, in der Gott verweilt und dann flammend aus der Wüste kommt und Reue und Umkehr zum Herrn fordert, in einer Identifikation dessen, wer der Herr in der Person Jesu Christi ist.

Ich schreibe Ihnen diesen Brief, um Sie zu bitten, ihr selbstauferlegtes Exil zu beenden und aus der Wüste der Stille herauszukommen und direkt zu denen zu sprechen, die absichtlich die Wirklichkeit der Korruption in der Kirche ignorieren und ihren profanen Gebrauch des Schweigens bloßzustellen. das auf zynische Weise das Schweigen Christi vor Pontius Pilatus nachzuäfft.
Die Reaktion Roms war, Ihre Briefe zu ignorieren oder Sie persönlich anzugreifen und schließlich zur Antwort des Schweigens zu greifen.
Ihr Schweigen war ohrenbetäubend und ihr Bluff der Stille waren erfolgreich darin, alle Diskussionen  nicht nur Ihrer drei Briefe, sondern auch die Diskussion des schrecklichen Unbehagens in der Kirche selbst zu blockieren.
Das den us-amerikanischen Bischöfen bei ihrem kürzlichen Treffen in Baltimore auferlegte, kastrierende Schweigegebot hatte die gewünschte Wirkung. Die Bischöfe konnten nicht einmal zustimmen, dem Papst die harmlose Bitte zu schicken, das Material zur Verfügung zu stellen, das Rom zum McCarrick-Skandal besitzt.
Debolezza triste, mancanza di corragio. (Traurige Schwäche, Mangel an Mut) 


Donnerstag, 13. Dezember 2018

Sandro Magister über den Kampf der Orthodoxen Kirchen

Sandro Magister kommentiert bei Settimo  Cielo den Stand der Dinge im Streit der Orthodoxen Patriarchate und Kirchen.
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"KRIEG DER RELIGION. WEIL IN DER UKRAINE DIE GRIECHISCHEN KATHOLIKEN AM ÖKUMENISCHSTEN SIND" 

Im Kieg, der in der Orthodoxen Welt zwischen den Patriarchaten  von Konstantinopel und Moskau  stattfindet, ersteres für und letzteren gegen die Schaffung einer unabhägnige und vereinten Ukrainisch-Orthodoxen Kirche- gibt es ein drittes Rad, das der Grieschisch Katholischen Kirche der Ukraine mit ihren 4 Millionen Gläubigen.

Auf welche Seite diese sich im Konflikt stellt, ist kein Geheimnis. Die Konstantinopels. Wie ihr oberster Erzbischof, Svjatoslav Shevchuk wiederholt erklärt hat, zuletzt im Oktober in einem ausführlichen Interview mit John Allen und Inés San Martin für die amerikanische Website "Crux".
"Ukrainischer Prälat sagt:  Orthodoxe Unabhängigkeit  ist “Bestätigung ihrer Rechte"   

Aber indem sie diesen Standpunkt einnimmt, wird die Ukrainisch-Griechisch Katholische Kirche von Moskau verdächtigt, ein ehrgeizigeres Ziel anzustreben: die werdende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche sowohl in die Einheit mit den Griechischen Katholiken und so zum Gehorsam gegenüber der Kirche von Rom zu führen.
Der Außenminister des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion von Volokolamsk, hat gegenüber Franziskus diesen Verdacht wiederholt ausgesprochen. Und der Papst hat ihm Verständnis und Solidarität gezeigt. Am vergangenen 30. Mai hat er- nachdem er Hilarion im Vatican empfangen hatte, den Griechischen Katholiken befohlen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Russisch Orthodoxen Kirche einzumischen und das "Banner des Uniatismus, das nicht länger funktioniert, als vorbei" beschimpft.

Uniatismus ist für die Orthodoxen das Unerträglichste, das es gibt. Es steht für die Nachahmung derer, die für sie in allem - in der Byzantinischen Liturgie, in Gebräuchen, im Kalender, dem verheirateten Klerus Ähnlichkeit zeigen aber auch dem Papst in Rom gehorchen und wollen, daß auch andere das tun- mit der Vortäuschung einer falschen Wiederherstellung der Einheit zwischen den Kirchen.
Und das ist genau der sehr abfällige Vorwurf, den das Moskauer Patriarchat systematisch der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine macht. So systematisch, daß er in die gemeinsame Erklärung einging, die Papst Franziskus und der Russische Patriarch Kyrill am Tag ihrer Umarmung, am 12. Februar 2016 in Havanna unterschrieben haben.


Dienstag, 4. Dezember 2018

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die Zwistigkeiten zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau und den Anspruch auf den Jurisdiktionsprimat Roms.
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                         ES IST EINE SCHLECHTE ANGEWOHNHEIT, 

über innere Angelegenheiten anderer Gemeinschaften zu lehren, deshalb wird man mit wohl nicht verzeihen, wenn ich die Ansicht äußere, daß bei der aktuellen Verwicklung zwischen Konstantinopel und Moskau Moskau klar im Vorteil ist.
Die Behauptung, daß Bartholomäus in die Häresie des "Papismus" verfallen ist, ist von einem bestimmten Gesichtspunkt aus verständlich ist- sogar überzeugend.

Dom Gregory Dix liebte es, schneidende Bemerkungen darüber zu machen, wie der unbedeutende kleine Sitz am Bosporus seine Beziehung zum Protoklitos (Erstberufener)  "geschmiedet" hatte.

Der Hl.Gregor der Große mochte- wenn ich mich nicht irre- die Ansprüche auf "ökumenische Primate" nicht. Und es fehlte ihm nicht an persönlichen Erfahrungen darin, wie Byzantinische Primate funktionieren können.

Wenn die Leute einen Universalen Primat wollen, gut, es gibt Biblische Texte, die zumindest plausibel machen können, wie die römischen Ansprüche entstanden (jajaja, es gibt unterschiedliche Interpretationen des Petrinischen Textes....bitte mühen Sie sich nicht, mir das zu erklären, weil ich das nicht zulassen würde) aber worauf kann- um Himmels Willen Konstantinopel seine Ansprüche begründen, außer auf den eher unattraktiven Cäseropapismus seiner Gründung und sein erstes Jahrtausend?

In einem geteilten Christentum- fühle ich- ist viel über die Ekklesiologie in diesen zwei bewundernswerten Dokumenten der Glaubenskongregation "Communionis notio" und "Dominus Iesus" zu sagen. Das ist:

Getrennte Bischofssitze mit gültigen Weihen und Sakramenten sind wahre wenn auch verwundete eigene Kirche. Man kann sie Schwesterkirchen nennen. 

Die Ausübung des Papstamtes kann- trotz der Unterstützung die es aus der Schrift und der Tradition ziehen kann, wie PF zur Zeit dramatisch demonstriert, Probleme bereiten. Und die könnte nicht viel unmittelbare praktische Hilfe dabei bieten, die essentiellen und mörderischen geopolitischen Probleme, die die Christen des Byzantinischen Ritus im post-sowjetischen Osteuropa erleben. 

Samstag, 20. Oktober 2018

S. Magister zur Aufkündigung der sakramentalen Kommunion zwischen der Griechisch- und der Russisch-Orthodoxen Kirchedoxen Kirche

Sandro Magister kommentiert  bei Settimo Cielo die Aufkündigung der Sakramentalen Kommunion zwischen der Russisch-Orthodoxen und der Griechisch-Orthodoxen Kirche durch den Moskauer Pariarchen Kyrill und andeutungsweise den Standpunkt des Papstes zu diesem Bruch (man ist versucht zu sagen: natürlich wieder die falsche Wahl)

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"IM OSTEN GIBT ES EINE RUPTUR ZWISCHEN KYRILL UND BARTHOLOMÄUS: UND DER PAPST STELLT SICH MEHR AUF DIE SEITE KYRILLS"

"Auf militärischem Gebiet geht der Konflikt zwischen Rußland und der Ukraine mit geringer Intensität weiter. Aber auf der religiösen Ebene hat der Zusammenstoß seinen Höhepunkt erreicht.
Am 15. Oktober hat das Patriarchat von Moskau und ganz Rußland dieverein Eucharistische Kommunion mit dem Ökumenischen Patriarchen beendet- das eine angeführt von Patriarch Kyrill das andere von Patriarch Bartholomäus.

Das bedeutet, daß die heiligen Diener der Russisch Orthodoxen Kirche keinerlei Liturgie mehr gemeinsam mit dem Patriarchat von Konstantinopel feiern werden- dem Moskau systematisch die Qualifikation "ökumenisch" abspricht- und sogar der einfache russische Gläubige wird sich der Teilnahme an den Sakramenten enthalten müssen, die von den Kirchen des Byzantinischen Patriarchats gespendet werden.

Grund für diesen Bruch ist die Entscheidung, die Bartholomäus am 11. Oktober verkündet hat, mit der in der Ukraine eine vereinte Orthodoxe Kirche geschaffen wird, die autokephal ist- d.h. unabhängig - und nicht länger der Jurisdiktion des Moskauer Patriarchates unterworfen.

Genauer gesagt, gibt es jetzt drei Orthodoxe Kirchen in der Ukraine. Die größte mit dem Metropoliten Onufry ist die eine, die noch unter die Jurisdiktion des Moskauer Patriarchates fällt. Dann ist da ein zweite, 1995 von einem früheren hochrangigen Mitglied der Russischen Kirche, Filaret, als unabhängiges Patriarchat gegründet, der daraufhin von Moskau exkommuniziert wurde.
Und dann gibt  es eine dritte- mit Metropolit Macarius, der ebenfalls exkommunziert wurde als sie sich 1991 für autokephal erklärte, aber bis vor kurzem von keiner anderen Orthodoxen Kirche anerkannt wurde.

Montag, 13. August 2018

Sandro Magister zum Ökumenismus von Papst Franziskus

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo den Ökumenismus von Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original: klicken


"VERFEINDETE BRÜDER. DER RISKANTE ÖKUMENISMUS VON PAPST FRANZISKUS. MIT EINEM POSTSKRIPTUM"

"Auch auf dem Gebiet der Ökumene betritt Papst Franziskus Neuland.

Kein Papst vor ihm hätte einen Protestanten an die Spitze des Osservatore Romano gestellt. Und als er das tat, auch den Presbyterianer Marcelo Figueros, seinen Freund aus alten Tagen, zum Direktor der Argentinischen Ausgabe der offiziellen Zeitung des Hl. Stuhls ernannt.

Keinem Papst war es je gelungen, ein Treffen mit dem Orthodoxen Patriarchen von Moskau zu arrangieren. Er hatte Erfolg- mit einem Treffen auf dem Flughafen von Havanna.

Im Dialog mit nichtkatholischen Christen übersieht Jorge Mario Bergoglio wirklich niemanden.
Er zeigt selbst dem härtesten Gesprächspartner ein freundliches Gesicht, wie diesen Evangelikalen und Pfingstlichen Bewegungen, die unter den Katholiken seines Lateinamerikas wüten und sie zu Millionen auf ihre Seite ziehen.

Sein Freund Figueroa, Calvinist, hat in der jüngsten Ausgabe der "Civiltá Cattolica" den Untertitel seines Artikels zu einem Frontalangriff auf die sogenannte "Theologie des Wohlstands" genutzt, wie sie von einer in den USA entstandenen Pfingstbewegung vertreten wird, die im Süden des Kontinents plündert und nach deren Überzeugung es falsch ist, arm zu sein und der wahre Glaube einen reich, gesund und glücklich macht.

Aber einer der Anführer dieser Theologie, der texanische Pastor Kenneth Copeland, war der geehrte Gast des Papstes im Vatican. Und anderen evangelikalen Führern sagte Franziskus einmal bei einer Unterhaltung -während er aus dem Stegreif sprach- "Gott ist mit uns, wohin wir auch gehen. Weder weil ich Katholik bin, noch weil ich Lutherner oder Orthodox bin, "weil -wenn das der Fall wäre, wir " fügte er hinzu "in einem theologischen Irrenbaus wären."

Im Vatican-Bulletin, das Transskripte von seinen Unterhaltungen anfertigt, steht an dieser Stelle "Lachen" in Anführungszeichen geschrieben. Und mehr "Lachen" zusammen mit "Beifall" erscheint nach dieser witzigen Bemerkung: "Lassen wir die Theologen ihre Arbeit machen. Aber wir erwarten, daß sie zu einer Übereinkunft kommen."

Franziskus hat das dutzende Male gesagt: Die monumentalen Unterschiede im Glauben, die die Christliche Welt trennen, müssen beiseite gelassen werden. Er vertritt einen Ökumenismus des Handelns zum Wohl des Friedens unter den Menschen.

Was dagegen die Einheit des Glaubens angeht, genügt es für ihn, getauft zu sein und was den Rest angeht "schicken wir alle Theologen auf eine verlassene Insel, wo sie diskutieren können"
Bergoglio wiederholt diesen Scherz oft und rechnet ihn dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras, zu- dem der erinnerungswürdigen Umarmung mit Paul VI, 1964 in Jerusalem.
Es sieht nicht so aus, als habe der Patriarch das jemals gesagt, aber es ist jetzt zu einem stabilen Teil des Narrativs des aktuellen Papstes geworden.

Sogar dieser Ökumenismus der Handlung hat seine wunden Punkte, mit dramatischen Rückwirkungen außerhalb und innerhalb der Katholischen Kirche.

Für Katholiken ist z.B. die Messe etwas vollkommen anderes als wie Protestanten sie sehen. Aber Franziskus - sagte vor 3 Jahren einer Lutheranischen Frau, die ihn gefragt hatte, ob sie die Kommunion gemeinsam mit ihrem Katholischen Bischof empfangen könne, zuerst ja, dann nein, dann "ich weiß nicht", dann" tun Sie, was Sie wollen".

Ergebnis ist, daß in Deutschland, wo interkonfessionelle Ehen häufig sind, die Mehrheit der Bischöfe erlaubt, daß beide Partner die Kommunion empfangen können. Mit sieben deutschen Bischöfen, unter ihnen ein Kardinal, die dann an die Glaubenskongregation appellierten, die alles gestoppt hat, mit der Forderung daß zunächst eine Einigung über eine so sensible Sache erreicht werden müßte- nicht nur in der gesamten Katholischen Kirche sondern auch mit den anderen christlichen Konfessionen.
Also wahrscheinlich nie- weil die Orthodoxen unerschütterlich gegen jede Art von Interkommunion sind, die sie als Gräuel betrachten.

Die Ukraine ist ein anderes von diesen explosiven Themen. Da waren die Orthodoxen jahrhundertelang Untertanen des Moskauer Patriarchates. Aber jetzt wollen sie unabhängig sein - wobei die griechisch-orthodoxen Landsleute ihnen den Rücken mit Unterstützung des Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus, stärken.

In Moskau wollen sie natürlich nicht nachgeben-und in der Zwischenzeit hat der Russische Präsident Vladimir Putin die Krim annektiert und die Ukraine miltitärisch angegriffen. Und Franziskus?
Er hat sich komplett auf die Seite Moskaus gestellt und öffentlich die Griechischen Katholiken getadelt und sie aufgefordert, "sich nicht einzumischen".
So funktioniert Franziskus Ökumenismus auch."

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister

Wie wird Papst Franziskus seine Mannschaft und vielleicht auch den Kardinalsrat verändern?

Andrea Gagliarducci macht sich heute in seiner wöchentlichen Kolumne in Monday in the Vatican Gedanken darüber, ob und wie der Pontifex seine "Regierungstruppe" ummodeln wird.
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"PAPST FRANZISKUS, WIE WIRD ER SEINE REGIERUNGSMANNSCHAFT VERÄNDERN?"

"Der Substitut des Vaticanischen Staatssekretariates wird nicht zur päpstlichen Reisegesellschaft für die Irlandreise gehören. Das bedeutet nicht, daß Papst Franziskus die Kandidaten nicht sorgfältig erwogen hätte, um Giovanni Angelo Becciu zu ersetzen, der zum Kardinal kreiert wurde, der die Heiligsprechungskongregation leiten sollte.
Der Substitut spielt eine Schlüsselrolle in den Reihen des Vaticans. Er leitet die Erste Abteilung des Staatssekretariates, die für die Allgemeinen Angelegenheiten zuständig sind und er handelt bei vielen Entscheidungen als Bindeglied zwschen dem Staatssekretariat und dem Papst.

Die Ernennung des neuen Substituten könnte Teil einer größeren Umstellung werden, einer Veränderung der Regierungsmannschaft des Papstes, die sogar den Kardinalsrat betreffen könnte. In der Zwischenzeit wird die Kurienreform, die seit Beginn des Pontifikates erwogen wird, vollendet werden.

Wer könnte der nächste Substitut sein? Es gab viele Gerüchte, aber die Kandidaten außerhalb der Leoninischen Mauern scheinen attraktiver zu sein als die innerhalb. Es wurde gesagt, daß die Wahl zwischen den Nuntien Nicola Girasoli und Gabriele Giordano Caccia fallen würde. die beide im vergangenen Jahr einen neuen Posten in Peru bzw. auf den Philippinen innehatten..
Erzbischof Girasoli wird als dem Papst sehr nahestehend betrachtet. Beide waren hochgeschätzte Kandidaten.


Samstag, 7. Juli 2018

Sandro Magister zum Gebetstreffen in Bari

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das heutige Friedensgebetstreffen in Bari, zu dem Papst Franziskus Katholiken, Orthodoxe und Protestanten eingeladen hat.
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"BETEN WIR" FÜR DEN FRIEDEN IM MITTLEREN OSTEN. ABER WEGEN DER UKRAINE GIBT ES KRIEG ZWISCHEN DEN ORTHODOXEN."

"Papst Franziskus hat zum heutigen Samstag, 7.Juli, die Führer der Kirchen des Mittleren Ostens, Katholiken, Orthodoxe  und Protestanten zu einem Tag des gemeinsamen Gebets für den Frieden in dieser Region nach Bari eingeladen.

Aber es gibt einen anderen Ost-Konflikt, der dieses Treffen überschattet, Das ist der Konflikt in dessen Epizentrum die Ukraine steht und der die Orthodoxe Welt auf dramatische Weise spaltet, auf der einen Seite der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus und auf der anderen der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, Kyrill.

Bartholomäus wird in Bari dabei sein. Kyrill jedoch nicht, der von seinem Repräsentanten für auswärtige Beziehungen, dem Metropoliten Hilarion von Volokolamsk vertreten wird. Der hat vor wenigen Tagen zum zigsten mal mit extremer Härte den Gedanken, eine autonome Orthodoxe Kirche in der Ukraine zu gründen zurückgewiessen und ging soweit, zu sagen, es würde "Blut fließen" wenn die anerkaunt und so der Jurisdiktion des Patriarchen von Moskau entzogen werden würde
Und von wem legitimiert?
Speziell vom Patriarchen von Konstantinopel, der dazu die Möglichkeit hätte- weil er traditionell der "primus inter pares" unter allen Führern der Orthodoxie ist.

Settimo Cielo hat bereits vor einem Monat -kurz nach dem Besuch des Metropoliten Hilarion im Vatican- die essentiellen Fakten des Streits präsentiert, die-auch wenn sie primär interne Angelegenheiten der Orthodoxie sind- auch die Katholische Kirche betreffen, besonders nachdem Papst Franziskus sich stark für die Unterstützung der Russisch-Orthodoxen Kicche engagiert hat.

Bei Orthodoxen und Katholiken in der Ukraine stellt sich Franziskus auf die Seite Moskaus