Donnerstag, 6. Mai 2021

Wahlhilfe für das nächste Konklave

Roberto De Mattei hat bei patreon.com der Lepanto-Foundation einen Artikel veröffentlicht, in dem er den Hl. Papst Pius V als Vorbild für das kommende Konklave charakterisiert- an dem sich die wählenden Kardinäle orientieren sollen und tut dabei das aktuelle Pontifikat als praktisch beendet ab. Hier geht´s zum Original:  klicken

                              "EIN MODELL-PAPST"

Wir sind bereits in die "Nach-Franziskus"-Ära eingetreten . Die Post-Amazon-Synode ist fehlgeschlagen, die Exhortation "Querida Amazonia" vom 2. Februar 2020 ist auf taube Ohren gestoßen und die Exhortation "Amoris Laetitia" vom 8. April 2016 ist mehr wegen der Kritiken als wegen des neuen Weges, den sie eröffnet, in die Geschichte eingegangen. 

Die jüngsten Initiativen von Papst Franziskus sind durch wachsenden Widerspruch und zunehmende Verwirrung gekennzeichnet, wobei die Herde der Gläubigen zwischen Depression und Wut hin und her schwankt. Vor allem fehlt es dem Lehramt von Papst Franziskus an Kohärenz und Ausgewogenheit, die die Haupteigenschaft desjenigen sein sollte, der die höchste Verantwortung für die Leitung der Kirche trägt. 

Was die Kirche heute vor allem braucht, ist Ordnung auf den Feldern von Theologie, pastoraler Praxis, Liturgie und Disziplin. Ordnung entsteht aus intellektueller Klarheit, aber diese intellektuelle Klarheit kann nur auf der Wahrheit basieren- ganz und konpromisslos. Aus diesem Grund brauchen die Kardinäle, die den nächsten Papst wählen (s. das wunderbare Buch von Edward Pentin  The Next Pope: The Leading Cardinal Candidates) ein Vorbild, auf das sie schauen können, und um einen zu finden, müssen sie in die andere Richtung blicken.- nicht nur von Papst Franziskus- sondern von allen vorherigen Päpsten, die an der historischen Katastrophe des II.Vaticanischen Konzils beteitligt waren. 

Das beste Beispiel geben die einzigen beiden Päpste, die in moderner Zeit vor dem II.Vaticanum kanonisiert wurden, der Hl. Pius X und vor allem der Hl. Pius V, ein Papst, der die Verteidigung der Wahrheit und der Kirche zur Achse seines Pontifikates machte, im Bewußtsein, daß die erste Pflicht des Vikars Christi ist, die ihm anvertraute Herde vor dem Angriff der Wölfe zu hüten und zu verteidigen. 

Appell zur Beendigung des Synodalen Weges

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Appel von katholischen Prälaten, Priestern, Juristen etc. an Papst Franziskus, einem Schisma vorzubeugen und dem Synodalen Weg der deutschen Bischöfe ein Ende zu setzen.
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"APPELL AN ROM: STOPPT DAS SCHISMA DES DEUTSCHEN SYNODALEN WEGES"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir veröffentlichen gern diesen in Portugal entstandenen Appell an die Führer der Katholischen Kirche, ein neues Schisma zu verhindern. Wenn Sie daran interessiert sind, es zu unterschreiben, senden Sie bitte Ihren Namen, Beruf, Bildungsgrad, Stadt und Land an diesen Link. Gute Lektüre.  
Hier die mail-Adresse:  christusvincit2021@protonmail.com

§§§

                                Appell                                   

Gegen die Bemühungen des deutschen Synodalen Weges, die Ehe zu zerstören

1. Der 2019 begonnene Synodale Weg war während der vergangenen zwei Jahre ein fruchtbarer Boden für das Planen und die folgende Anpassung der Ideen und Theorien, die dem unveränderlichen und dauerhaften Lehramt der Hl. Katholischen Kirche - gegründet vom Göttlichen Erlöser auf dem soliden Felsen der Apostel (Mt.16:18). Die Irrtümer werden verbreitet -einschließlich des erklärten Angriffs auf das Priestertum - sowohl bei den Bemühungen den klerikalen Zölibat abzuschaffen als auch die Frauenweihe einzuführen und auch dem erklärten Angriff auf die Ehe- durch einen vorsätzlichen Angriff auf die unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und die Einführung und Gleichstellung sodomitischer Verbindungen mit der Liebe, die Unser Herr Jesus Christus für die Würde des Sakramentes hegte.

In dieser Hinsicht definiert der Katechismus der Katholischen Kirche den "Ehebund, durch den ein Mann und eine Frau eine Partnerschaf für das ganze Leben zwischen sich errichten, durch seine Natur auf das Wohl der Ehepartner und die Procreation und Erziehung des Nachwuches ausgerichtet."(1601) 

2. Im Gegenteil dazu, beginnt der deutsche Klerus-angefangen mit der Hierarchie-mit wenigen Ausnahmen auf skandalöse Weise von der bestehenden Lehre der Kirche abweichend- u.a. mit der Zerstörung der Ehe, weil sie angekündigt haben, daß es am 10. Mai einen Tag der Segnung aller Liebenden einschließlich -wie erwartet- homosexueller Beziehungen- in klarer Verachtung des Responsums der Glaubenskongregation vom 22. Februar 2021 auf ein Dubium zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. 

Mittwoch, 5. Mai 2021

Christliche Kunst

 "Christus zwischen den Schriftglelehrten"  - Giotto Di Bondone, 1306

Was die Urheber des Wiener Banners "Gott kann keine Sünde segnen" zu sagen haben...LifeSite berichtet.

Dr. Maike Hickson berichtet für LifeSiteNews über die Protestaktion junger Wiener Katholiken gegen die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. 
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"JETZT REDEN DIE JUNGEN KATHOLIKEN, DIE NACH DER ZURSCHAUSTELLUNG DER REGENBOGENFAHNE DAS "GOTT KANN NICHT SÜNDE SEGNEN" - BANNER AUFGEZOGEN HABEN."

"Wir dachten daß Alexanders Tschuguells Pachamama-Aktion großartig war" erklärten die jungen Leute, die alle um 24 Jahre alt sind und "sie hat uns gezeigt, daß es manchmal nötig ist, zu handeln und daß das auch wirken kann." 

Am 26. April zeigte ein Video, wie mehrere junge Katholiken in Wien an der St. Rupert-Kirche, der ältesten Kirche der Stadt, ein Banner anbrachten, auf dem zu lesen stand "Gott kann die Sünde nicht segnen- Roma locuta-causa finita". Grund für diese Initiative war, daß diese Kirche in Mißachtung des jüngsten Vatican-Dokuments, das die Segnung homosexueller Paare untersagte, die Regenbogenfahne zur Schau gestellt hatte.

Wie LifeSite berichtete, haben diese jungen Leute -alle um die 24 Jahre alt-beschlossen, zur Tat zu schreiten, nachdem sie gesehen hatten, wie die Regenbogenfahne an der St. Rupert-Kirche in Wien zur Schau gestellt wurde. Sie haben ihre Aktion gefilmt- ähnlich wie das mittlerweile berühmte Video von Tschuguell und seinen Freunden,  das 2019 die Aktion mit den Pachamama.-Statuetten während  der Amazonas- Synode zeigte, und daß es manchmal nötig ist zu handeln und das auch Wirkung zeigen kann." 

Das Video zeigt, wie diese jungen Leute das Banner mit ihrer Botschaft bemalen "Gott kann Sünde nicht segnen" , die direkt aus dem Dokument der Glaubenskongregation vom 15. März 2021 stammt. Das Dokument stellte fest, daß die Kirche homosexuelle Paare nicht segnen kann, weil "Gott Sünde nicht segnet und nicht segnen kann". Die Glaubenskongregation fügte hinzu, daß es nicht legitim ist, Partnerschaften oder Beziehungen -auch stabile- zu segnen, zu denen sexuelle Aktivitäten außerhalb der Ehe (d.h. außerhalb er unauflöslichen Vereinigung eines Mannes und einer Frau - offen für die Weitergabe des Lebens) gehören -wie es bei Verbindungen von Personen des gleichen Geschlechts der Fall ist."  

Der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn hat sich in der Folge gegen das CDF-Dokument ausgesprochen und gesagt, er sei "nicht glücklich " darüber und hinzugefügt, daß es "viele Menschen im Innersten verletze". 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute noch einmal über das Fest des Hl. Johannes von der Lateinischen Pforte und schwelgt  in Erinnerungen an seine Vorbereitungszeit zum Übertritt in die Kirche gemäß Anglicanorum Coetibus. 
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"DER HL. JOHANNES VON DER LATEINISCHEN PFORTE...SOLLTE DAS EIN DOPPELFEST ERSTER KLASSE SEIN?"

Der Hl. Johannes von der Lateinischen Pforte, ein Gebetsbuch-Fest (das auch noch im wunderbar unreformierten Kalender der Universität Oxford gefunden werden kann) das seit langem aus dem Römischen Kalender entfernt wurde, erscheint wieder am 6. Mai im Kalender des Ordinariats (verkleidet als "Hl. Johannes in der Osterzeit"). Weil Sie sich sicher gewundert haben, warum- und ich weiß, daß Sie diskret sind, will ich Sie in das Geheimnis einweihen. Unter uns. Sitzen Sie bequem? 

Bevor das Ordinariat kanonisch durch den  großen, gelehrten und fabelhaften Benedikt XVI, Papst der Christlichen Einheit,  eingerichtet wurde, hatte eine Gruppe von uns eine Reihe hoch-vertraulicher Treffen in catacumbis, oder um es prosaischer zu sagen, in den Catholick Apostolick Kellern am Gordon Square - angeführt von unseren fliegenden Bischöfen. Episcopopteryx Andrew Burnham beschloss, diese die "Lateinischen Treffen" zu nennen, weil das erste am 6.Mai 2010 stattfand. Also ist morgen das ruhmreiche Fest der ersten Synode dieser kühnen Gruppe, von denen einige riskierten, in den vorzeitigen Rücktritt getrieben zu werden, wenn ihr anglikanischer Bischof herausgefunden hätte, was sie planten (deshalb mußten die Treffen heimlich stattfinden.).

Was nicht alles in diesen fast elf Jahren passiert ist! 

Das morgige Fest feiert den Beginn des Prozesses, der diese Priester dazu brachte, der Kern des Gründungspresbytariates des Englischen Ordinatiates zu werden. Stellen Sie sich uns vor wie die mutige Erste Welle, die am 6. Juni 1944 die Strände der Normandie hinaufstürmte! Ich denke, daß uns kampfgestählten Helden- einer edlen Brüderbande - der Klasse von 2010 - besondere Medaillen hätten überreicht werden sollten, die wir stolz an die Schwarzen Stolen unseres anglikanischen Chorgewandes heften könnten (was wäre der Inhalt ihres Designs?) Aber, Väter, das mindeste, was wir tun können, ist, das Fest des Hl. Apostels Johannes am Altar zu feiern. 

Dienstag, 4. Mai 2021

Christliche Kunst

 Der Hl. Michael,  Giotto di Bondone, 1424

Fundstück

Anläßlich der in einigen deutschen Diözesen geplanten Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare und der Gefahr eines Schismas gibt "Die Tagespost" wieder, wie Kardinal Camillo Ruini die Situation beurteilt. Hier geht´s zhum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"EIN SEGEN, DEN DIE KIRCHE GAR NICHT SPENDEN KANN" 

beginnt der Artikel so- ZITAT:

"Ruini, der Kardinalvikar des Papstes für die Diözese Rom und von 1991 bis 2007 Präsident der Italienischen Bischofskonferenz war, gab in dem Interview zu bedenken, dass homosexuelle Personen selbstverständlich gesegnet werden können, „aber damit sie sich bekehren, und nicht damit sie in der Sünde verharren“. Gott selbst segne den Menschen, damit er sich von ihm verändern lasse, aber Gott könne nicht die Sünde segnen. Bei solchen Segnungen, bekräftigte der 90-Jährige, wie sie jetzt in Deutschland geplant seien, „handelt es sich nicht nur um eine Sache, die die Kirche beschlossen hat, nicht zu tun, sondern um eine Sache, die die Kirche nicht machen kann“.

Quelle: Die Tagespost

Kardinal Koch hofft auf ein einheitliches Osterdatum der Christen

A. Gagliarducci berichtet für ACI /Stampa von den neuen ökumenischen Vorstößen im Vorfeld der 1700 Jahre Konzil von Nicäa für ein gemeinsames Osterdatum der West-und Ostkirchen.
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"AUF DEM WEG ZU EINEM EINHEITLICHEN OSTERDATUM,  DIE ÖFFNUNG VON KARDINAL KOCH"

In einem Artikel für den Osservatore Romano vom vergangenen 30. April eröffnet der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen diese Möglichkeit. Aber es ist noch viel Arbeit zu tun. 
Als Datum ist 2025 vorgesehen. Das ist das Jahr in dem, der 1700. Jahrestag des Konzils von Nicäa, des ersten ökumenischen Konzils, gefeiert wird, wofür große Initiativen geplant sind. Aber auch das Jahr, in dem das Osterdatum der lateinischen Christen und des orientalischen, orthodoxen oder katholischen Christentums zusammenfällt: am 20. April. Ostern wird je nachdem, ob man dem gregorianischen Kalender (wie die lateinische Kirche) oder dem julianischen Kalender (wie die orientalischen Kirchen) folgt an unterschiedlichen Tagen gefeiert . Seit einiger Zeit wird im ökumenischen Umfeld über die Zusammenlegung der Daten gesprochen, um zusammen zu feiern und ein Zeichen der Einheit zu geben: Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, ist offen dür diese Idee. Auch wenn- wie er zugibt- noch viel Arbeit zu tun ist. 

Das letzte mal hat Kardinal Koch in einem Artikel im Osservatore Romano am vergangenen 30. April Stellung genommen. Der Artikel war gleichzeitig eine Antwort auf das, was sich der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III in einem Interview mit der Zeitung des Papstes gewünscht hatte- in einer Grußbotschaft anläßlich des Osterfestes des Orientalischen Kirchen, das am 2.Mai gefeiert wurde. Auch Papst Franziskus hat nicht versäumt nach dem Gebet des Regina Coeli seine Glückwünsche auszudrücken. 

"Wenn man im orientalischen Christentum von Ostern spricht"- schreibt Kardinal Koch- "stellt sich natürlich die Frage nach der Differenz zwischen dem Ostgern im Osten und im Westen." Eine Differenz- erklärt der Kardinal- die der Tatsache zu verdanken ist, daß die Christlichen Kirchen des Westens seit dem 16. Jahrhundert das Osterdatum nach dem Gregorianischen Kalender berechnen, der von Papst Gregor XIII in einer fundamentalen Reform eingeführt wurde; in der Folge wird Ostern immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Im Gegensatz dazu, folgen die Orientalischen Kirchen dem Julianischen Kalender, der vor der gregorianischen Reform in der gesamten Kirche benutzt wurde- auch vom Konzil in Nicäa im Jahr 325." 

Gerade zur Zeit des Konzils von Nicäa war das Osterdatum umstritten, und die Christen-besonders in Kleinasien- feierten es am 14. des Monats Nisan, wie die Juden, während in Syrien und Mesopotamien Ostern am Sonntag, der dem jüdischen Pessach folgte, gefeiert wurde. 

Es war genau beim Konzil von Nicäa- ruft der Präsident des Ökumenischen Dikasteriums des Hl. Stuhls in Erinnerung, wo das Osterdatum auf einheitliche Weise festgelegt und entschieden wurde, daß alle die bisher Ostern mit den Juden gefeirt haben, es jetzt in Übereinstimmung mit den Römern tun sollen," und das Osterdatum wurde auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt.

Kardinal Koch unterstreicht also, daß leicht verständlich ist, daß der Jahrestag des Konzils von Nicäa als Gelegenheit gesehen wird, die Kräfte zu einem zukünftigen gemeinsamen Osterdatum zu vereinen, eine Bestrebung, die sowohl Papst Franziskus als auch der koptische ägyptische Patriarch Twadros mehrmals angesprochen haben, die aber auch vom griechisch-orthodoxen Bischof Job Getcha, Co-Präsident der gemischten Internationalen Theologen-Kommission der Katholischen und Orthodoxen Kirche vorgebracht wird, so wie vom Patriarchen Theophilos III. Und Kardinal Koch zeigt sich dem Patriarchen gegenüber dankbar- auch wegen der ökumenischen Perspektive, in der es eine mögliche Entscheidung für ein Einheitsdatum für Ostern geben kann.

Montag, 3. Mai 2021

Musik am Abend

J.S. Bach:  Brandenburgisches Konzert Nr. 3,  in G-Dur,  The Netherlands Bach Society

               

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute weiter über die Marien-Theologie der Ostkirche.  
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Fortsetzung: 

                        "MARIENMONAT MAI (2) " 
Denn diese Regel gilt im Himmel auf ewig: Durch die Größeren werden auch die
Geringeren dessen teilhaftig, der vor allem Sein besteht. Und die Jungfräuliche Mutter
ist unvergleichlich größer als alle. Durch sie werden alle, die Anteil an Gott haben,
dessen teilhaftig, und wer auch immer Gott erkennt, wird sie, die Unvergleichliche
gewinnen, und alle, die Gott lobpreisen, werden sie nächst Gott lobpreisen. Sie ist
auch die Ursache dessen, was vor ihr war, und die Fürsprecherin derer, die nach ihr
folgen, die Verwalterin aller überzeitlichen Dinge. Sie ist die, von der die Propheten
kündeten, das Haupt der Apostel, der feste Stand der Märtyrer, die Gründung aller
Lehrer. Sie ist die Glorie von allem auf der Erde und die Lust von allem im Himmel, der
Stolz der ganzen Schöpfung. Sie ist Anfang, Ursprung und Wurzel unaussprechlichen
Gutes. Sie ist Höhepunkt und Vollendung von allem, was heilig ist.
Der hl. Gregor von Palamas war Erzbischof von Thessaloniki im 14. Jh., Verteidiger und
Ausleger der ‚hesyastischen‘ mystischen Tradition der Vereinigung mit Gott, wie sie
insbesondere mit den Mönchen auf dem Berg Athos verbunden ist. Meiner Ansicht
nach unterscheiden sich seine mariologischen Schriften sowohl in ihrem Inhal als auch in
ihren Annahmen erfrischend, von dem, was wir im Westen gewohnt sind." 

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke 

Die Ukraine hofft auf einen Besuch des Papstes

Wie Mario Oliver bei KNA berichtet, wünscht sich -laut einer Aussage von Großerzbischof Sewtschuk die Ukraine einen Besuch von Papst Franziskus Hier geht´s zum Original:  klicken

Der Beitrag beginnt so- ZITAT.

"Die Ukraine erwartet einen Besuch von Papst Franziskus: Das hat Swjatoslaw Schewtschuk, Oberhaupt der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche der Ukraine, gegenüber dem päpstlichen Hilfswerk ACN International erklärt. Wörtlich sagte der Großerzbischof von Kiew-Halytsch: „So wie er kürzlich den Irak besuchte, wie er verschiedene andere Länder in der Welt auch unter den nicht so einfachen Bedingungen von Covid besuchen wird, erwartet die Ukraine einen Besuch des Heiligen Vaters. Ich erinnere mich, wie eine alte Frau vor kurzem zu mir kam und sagte: „Wissen Sie, wenn der Heilige Vater kommt und ukrainischen Boden betritt, wird der Krieg aufhören“. Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal habe dem Papst bei seinem Besuch im Vatikan Ende März die Einladung übermittelt, zu einem Besuch in die Ukraine zu kommen." (...) 

Quelle: M.Oliver, KNA 

Papst Franziskus: die Reformen im Vatican, eine wirklich unendliche Geschichte....

A. Gagliarducci kommentiert in seiner motäglichen Kolumne in Monday in the Vatican die neuen motu proprio, die Papst Franziskus in den letzten Apriltagen promulgiert hat. 
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"PAPST FRANZISKUS, DAS DILEMMA BEI DER VERWALTUNG DES STAATES" 

"Es gibt keinen Zweifel, daß Papst Franziskus Korruption im Vatican bekämpfen und einen Mentalitätswechsel bewirken will. Alles, was der Papst bisher getan hat, zielt darauf ab, ein anderes Image des Vaticans zu schaffen, frei von höfischen Gebräuchen und mächtigen gate-keeper-Sekretariaten. Vor allem- einen wirklich "armen für die Armen"Vatican-, der eine eiserne Faust gegen jede mögliche Form von Korruption einsetzt. Sie scheinen keine klare Langzeitvision zu  haben, Und das ist wahrscheinlich ihre signifikante Begrenzung. 

Das jüngste Beispiel dafür ist das motu proprio, mit dem Papst Franziskus am 29. April neue Anordnungen des Finanzmanagements eingeführt hat, Kurz gesagt, das motu proprio ergänzt zwei Artikel der Allgemeinen Regelungen für die Römische Kurie und fordert die Leiter und jene, die mit dem Management der öffentlichen Finanzen zu tun haben, auf zu schwören, daß sie nie verurteilt oder auch nur angeklagt wurden. Daß sie kein Kapital im Ausland in einem der sog. Schurkenstaaten haben, Und nicht nur das: kein Mitarbeiter des Vaticans darf Geschenke im Wert von über 40€ annehmen.

Die erste Reaktion auf diese Maßnahme war hauptsächlich enthusiastisch. De facto wurde gesagt, daß Papst Franziskus mit der Kultur des Geldbeutels, der dem diensthabenden Msgr. direkt überreicht wird, Schluß gemacht habe. In Wirklichkeit hat diese Anordnung helle Stellen und graue Schatten und enthüllt auf einer tieferen Ebene einen modus operandi, der bei vielen Aktionen des Pontifikates üblich ist. 

Zu allererst sollte festgestellt werden, daß diese Maßnahme während der Plenarsitzung von MONEYVAL kam, dem Komitée des Europäischen Rates zur Evaluierung der Befolgung der Internationalen Standards für Finanz-Transparenz durch die Mitgliedsstaaten. Während dieser Plenarsitzung vom 26. bis 30. April wurde auch der 5. Bericht über den Hl. Stuhl diskutiert, der in einigen Wochen veröffentlicht wird. Das motu proprio hatte keinen Einfluß auf die Bewertung des Hl. Stuhls, die sich u.a. auch mit der Wirksamkeit des Justizsystems befaßt. Sicher kann ein "Gesetz -in letzter-Minute" Straßburg nicht gefallen, auch weil es keine ad-hoc-Vorschriften sind, die so oft von Ländern erlassen werden, die nicht mit internationalen Standards übereinstimmen.

Sonntag, 2. Mai 2021

Musik am Abend

 Heute vor 329 Jahren am 2.Mai 1692 wurde Henry Purcells "The Fairy Queen" in London uraufgeführt. 

        
              

Berufung abgelehnt.....

Stephan Baier berichtet für "Die Tagespost", daß der Altabt von Heiligenkreuz, Gregor Henckel Donnersmark, die Berufung als Administrator Chorherren-Stift Klosterneuburg abgelehnt hat. 
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Unter dem Titel:

"GREGOR HENSCKEL DONNERSMARK: BERUFUNG ABGELEHNT" 

beginnt der Beitrag so: ZITAT 

"Gregor Henckel Donnersmarck, Altabt von Stift Heiligenkreuz lehnt die Stelle als Administrator des Augustiner-Chorherren-Stiftes Klosterneuburg ab.(...)

Nun wollte ihn der Vatikan zum Administrator des großen, wohlhabenden und traditionsreichen Augustiner-Chorherren-Stiftes Klosterneuburg bestellen. Dort soll eigentlich Bischof Josef Clemens für Ordnung sorgen, doch der sitzt überwiegend im Corona-bedingt noch ferneren Rom, während Altabt Gregor im nahen Heiligenkreuzerhof zu Wien residiert. Ein Zisterzienser-Altabt als faktischer Stiftsdechant der Augustiner-Chorherren, das wäre ungewöhnlich genug. Doch mit 78 Jahren nochmals eine wohl mehrjährige Aufräumarbeit in fremdem Haus anzutreten, das war dem bewährten Krisenmanager letztlich doch zu viel: Am Mittwoch sagte der Altabt die herkuleische Herausforderung ab, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigte." (...)

Quelle: S. Baier, Die Tagespost

Fr. Hunwicke spricht....

heute zu Beginn des Marien-Monats bei liturgicalnotes über die theologische Begründung für die Bezeichnung der Hl. Jungfrau als "Vermittlerin aller Gnaden" in der byzantischen Orthodoxie. 
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                         "MARIENMONAT MAI (1)"

Ich plane während dieses Marien-Monats eine Passage aus einer Predigt noch einmal zu veröffentlichen- Stück für Stück (weil es ein sehr dichtes Stück rhetorischer Byzantinischer Theologie ist und das sorgfältige Studium sich lohnt), weil ich fühle, daß sie -aus byzantinischem Gesichtspunkt- erklärt, warum Unsere Liebe Frau als Vermittlerin aller Gnaden angesehen werden sollte. Autor war der Hl. Gregor Palamas, der einmal als Verteidiger der theologischen Orthodoxen Tradition gegen den Lateinischen Irrtum betrachtet wurde. 

Gerade so wie allein durch [Maria] Christus zu uns kam, auf Erden gesehen wurde und unter den Menschen weilte- er, der vor ihr für alle unsichtbar war- bis zum endlosen Zeitalter- lange vor der göttlichen  Aufklärung- vor jeder Offenbarung göttlicher Mysterien und jeder Art spiritueller Gabe- was von niemandem ohne sie erfaßt werden konnte. Sie war es, die zuerst die Fülle von ihm empfing, der alle Dinge erfüllt, und ihn allen erfassbar machte, indem er jedem kraftvoll austeilte, gemäß dem Maß der Reinheit eines jeden; so daß sie die Schatzkammer (Tamieion) und Kontrolleurin ( Prytanis) des Reichtums der Gottheit ist.

Ich begrüße Kommentare, sowohl zur Theologie als auch zu meinem Versuch, das hoch manirierte Griechisch in ein verständliches und dennoch getreues Englisch zu übersetzen. 

Unerklärlicherweise läßt die Vaticanische Liste der Marien-Schreine der Welt vom vergangenen Freitag ihren großen Schrein von Tinos aus. Oder ist das "da confermare" (zu bestätigen) Italienisch für Tinos?" 

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

 

Fundstück

domradio.de veröffentlicht die Stellungnahme des evagelischen Pastors von Wittenberg Alexander Garth zum "Synodalen Weg " der Katholischen Kirche in Deutschland. 
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Unter dem Titel:

"PROTESTANTISIERUNG DER KATHOLISCHEN KIRCHE GROSSES UNGLÜCK" 

 beginnt der Beitrag so- ZITAT
"Der evangelische Pfarrer von Wittenberg, Alexander Garth, hat den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland kritisiert. Die christliche Welt dürfe ihre katholische Farbe nicht verlieren, schreibt Garth "mit Sorge". 

"Mit Sorge beobachte ich die Protestantisierungsbestrebungen in unserer katholischen Schwesterkirche, wie sie sich in Maria 2.0 und im Synodalen Weg ausdrücken", schreibt Garth in einem Gastkommentar des "Vatican Magazin" (Mai-Ausgabe).

"Die Welt braucht das katholische Profil"

Die Demokratisierung einer Volkskirche mache diese banaler und profilloser, so Garth. Dies sei bei der evangelischen Kirche gut zu beobachten. Deren "geistlicher und physischer Zustand" sei "noch schlimmer und die Auswirkungen der Säkularisierung noch verheerender als in der katholischen Kirche". (...)

Quelle: domradio.de , A. Garth

Samstag, 1. Mai 2021

Heute vor 10 Jahren...

am 1. Mai 2011 hat Papst Benedikt XVI seinen Vorgänger Johannes Paul II selig gesprochen . 
Seine Botschaft war:

"Der Mensch ist der Weg der Kirche
und Christus ist der Weg des Menschen"

Wie viele motu proprio?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Brief mit Überlegungen von Msgr. ICS zu den gestern veröffentlichten Motu prorpio -bei denen man leicht den Überblick verlieren kann.  
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"MSGR. ICS: ABER WIE VIELE MOTU PROPRIO HAT DER PAPST GESTERN EIGENTLICH VERÖFFENTLICHT?" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, die Zeitungen sind voller Bewundernung für das neue motu proprio des amtierenden Pontifex. Msgr. Ics  hat uns diese halb ernste, halb scherzhafte Überlegung zugesandt. Entscheiden Sie selbst, wie sie die Bilanz verstehen wollen....

§§§

                                 Nur ein kleiner Scherz 

Lieber Tosatti, ich bin nicht sicher, ob ich verstanden habe, wie viele Motu proprio der Papst geschrieben hat. 
Über das erste hat Vatican News berichtet und das bezieht sich auf die Transparenz der Finanzen im Vatican... das überschreibt "Il Foglio di Cerasa" mit "Franziskus´ Finanz-Populismus" und spielt auf die Tatsache an, daß die leitenden Vatican-Größen ein sauberes Strafregister führen müssen, keine Guthaben in Steuerparadiesen haben, nicht in unethische Unternehmen investieren und keine Geschenke im Wert von über 40 € annehmen dürfen, usw. 

SIR spricht dagegen von einem anderen motu proprio: DIE WENDE DES PAPSTES. Die Straftaten der Kardinäle werden im Gericht von Laien beurteilt. Das sind jetzt Straftaten unterschiedlicher Art: materielle, schädliche, gefährliche, in Verhalten und Auslassung, einmalige oder dauerhafte...

Der erste Gedanke ist, daß jetzt die anonymen Denunzierungen gegen Kardinäle beginnen und die Gerichte mit Prozessen gegen Kardinäle überschwemmen werden. 
Die werden dann nach vielleicht 10 Jahren freigesprochen, weil es keine Fakten gibt oder aus Mangel an Beweisen
.
Weil aber eine Autorisierung durch den Papst nötig ist, können wir uns leicht vorstellen, bei welchen Kardinälen diese Autorisierung zum Fortfahren gegeben wird und für welche Anschuldigungen....

Die zweite Überlegung ist, daß mit diesem motu proprio mit dem Sakrament der Beichte für die Kardinäle (für den Anfang) Schluss ist!

Vielleicht wird jemand behaupten, daß wir so die Beichtsüthle nicht leeren werden, aber das gilt sicher nicht für die vielen heiligen Kardinäle, die wir schützen möchten. 

Die neuen Beichtväerter werden die Richter in den Gerichten sein, die einen zusätzlichen Kursus in Morallehre, Apologetik, Kanonischem Recht etc. absolvieren müssen,  um Kardinäle verurteilen zu können -oder auch nicht. Aber wo sollen die Schuldigen inhaftiert werden? Ein schönes Problem. 

Dritter Gedanke. Während weder im Zivil- noch im Strafrecht das Verbrechen der Apostasie existiert, gilt es im kanonischen Recht als sehr schwerwiegend. 

Sollen wir auch dieses Verbrechen von einem Zivil-oder Strafgerichtshof beurteilen lassen? 

Keine schlechte Aussicht. Mit diesem motu proprio kann man die Kardinäle von den Füßen holen, die nicht ins Konklave eintreten sollen, die Beichte neu ausrichten und die Laiengerichte über das schlimmste Vergehen urteilen lassen, das ein Kardinal begehen kann: die Häresie. 

Aber, lieber Tosatti, gilt Ihrer Meinung nach -wegen der demokratischen Gleichheit- dieses motu proprio auch für Straftaten des Bischofs von Rom? 

Nur aus Neugier....

Msgr. ICS "

Quelle: M. Tosatti, Stilum Curiae, Msgr. ICS

Fr. Hunwicke spricht

bzw. sprach gestern bei liturgicalnotes über die Woche voller Wunder, die erste Mai-Woche. 
Hier geht´s zum Original:  klicken

WUNDERWOCHE !!! BRINGT DEN WEIN !!!

Hier ist etwas, was wahrscheinlich zumindest im Unterbewußtsein jedes Lesers lauert, der täglich damit beschäftigt ist, die Tages-Liturgie unserer Lateinischen Kirche zu leben. 

Die beginnenden Woche besitzt eine einzigartige und ruhmreiche Eigenschaft. Sie ist- für die, die dem Gregorianischen Kalender folgen immer Teil der Osterzeit. Wie spät Ostern auch immer ist (25.April?), ist es nie so spät, daß die Passionszeit ihre strengen Erfordernisse in den Mai fortsetzen kann. Wie früh Ostern auch immer ist (22. März?) -es ist nie zu früh. als daß nicht rote (oder sogar- ein noch furchtbarerer Gedanke - grüne) Paramente sich ihren Weg in den frühen Mai bahnen könnten. Um das Ganze etwas zu vereinfachen (Details natürlich bei Cheney): diese eine Woche des Jahres ist immer klar von der Vor-Osterzeit und immer klar von der nach-Osterzeit abgegrenzt und im allgemeinen auch frei vom Druck der Oster-und Pfingst-Oktaven. 

Die Woche, die nie Nicht-Ostern ist! 

Also könnten Sie erwarten, daß die spezielle Voraussicht, die dem Kirchenkalender innewohnt, diese einzigartige Woche besonders herausgehoben hätte.

Das hat sie! Das hat sie! 

Yippie! 

Z.B. Ist morgen, der 1. Mai,  in vielen Kulturen etwas Besonderes. Ich denke nicht, daß ich den ganzen Kram glaube, den die Christen-Gegner so lieben ("altes heidnisches Fest, das christianisiert wurde...Beltane...) -aber der Mai-Feiertag ist ein fröhliches Frühlingsfest (Entschuldigung an die Antipoden) und nicht zuletzt hier in Oxford (wenn Covid es zuläßt). Für uns ist es das ruhmreiche Fest der Heiligen Philippus und Jakobus.

Ein besonderer Protest in Portugal

Marco Tosatti veröffntlicht bei Stilum Curiae den Brief eines Freundes, der von einer Protestaktion portugiesischer Laien gegen eine von ihnen als kommunistisch empfundene, geplante Messe am 1. Mai berichtet. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PORTO EINZIGARTIGER PROTEST KATHOLISCHER LAIEN GEGEN EINE MESSE AM MAIFEIERTAG"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae ein portugiesischer Freund hat uns diesen Brief geschickt, den wir mit Ihnen teilen. Gute Lektüre. 

                                                  §§§

Liebe Freunde, 
Ich schicke ein Foto von der Initiative und einen kurzen Text mit der Erklärung dazu. Wir wissen die Reichweite der Veröffentlichung auf Ihren Seiten zu schätzen. (...) 
Im Gebet vereint.

Vor einigen Tagen hat die Diözesan-Zeitung in Porto, Portugal, berichtet, daß eine Bruderschaft zur Feier des 1. Mai, dem Tag des Hl. Josephs des Arbeiters, eine Messe organisieren wollte, zelebriert vom Bischof von Porto, in Gegenwart der Arbeitervertreter, Arbeitgeber, verschiedener Gesundheitsfachleute bis zu Repräsentanten der Universität und... Mitgliedern der kommunistischen Gewerkschaft! Empört darüber haben sich einige Katholiken versammelt, um gegen diese Initiative zu protestieren und haben am Abend vor der Feier ein Vorhängeschloss am Hauptportal der Kirche angebracht, begleitet von einem Plakat mit der Aufschrift  "Katholisch-Kommunistische Kirche" - mit dem sie den marxistischen Irrweg, seit Jahrzehnten charakteristisch für die Kirche kategorisch ablehnen wollten, der diesesmal in Porto auf die Segnung durch den örtlichen Prälaten selber zählte, der für seine kontroversen Äußerungen-besonders in Fragen der Doktrin-bekannt ist."

Quelle: M. Tosatti, Stilum Curiae

Neuen Verordnung des Papstes zur Transparenz

Aldo Maria Valli kommentiert in seinem blog Duc in altum den neuen Apostolischen Brief in Form eines Motu Proprio vom gestrigen 30. April 2021. 
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"VATICAN-NEUE VERORDNUNGEN ZUR TRANSPARENZ. ZIGSTE FASSADEN-VERSCHÖNERUNG"

Das vaticanische Führungspersonal -einschließlich der Kardinäle, Leiter von Dicasterien und Mitarbeiter müssen eine Erklärung unterschreiben, in der sie bestätigen, daß sie wegen Terrorismus, Geldwäsche, Steurhinterziehung weder angeklagt noch verurteilt wurden. Sie dürfen auch keine Guthaben in Steuerparadiesen haben oder Geld in Unternehmen investieren, die gegen die Kirchendoktrin arbeiten. Das ordnet der Apostolische Brief in Form eines Motu Proprio des Papstes- mit Verordnungen zur Transparenz in der Handhabung der öffentlichen Finanzen an. Die Erklärung soll zum Zeitpunkt der Amtsübernahme oder der Ernennung unterschrieben und dann alle zwei Jahre erneut bestätigt werden. Es wird allen Mitarbeitern des Vaticans verboten, Geschenke im Wert von mehr als 40 Euro anzunehmen. 

(...) Mir sei ein kurzer Kommentar gestattet. Das neue Motu Proprio hat etwas Unglaubliches. Von zwei Dingen eines: wenn der Papst sich gezwungen sieht, eine solche Erklärung von den Kardinälen und anderen Leitern der ersten Garde unterschreiben zu lassen, bedeutet das, daß er keinerlei Vertrauen in das Personal hat, das er selber ausgewählt hat; oder der Zustand von Korruption, Fehlverhalten und Unmoral in den Heiligen Palazzi ist endemisch. 

In beiden Fällen kommt die herrschende Klasse des Vaticans dabei sehr schlecht weg. Oder- und das ist die dritte Möglichkeit- der Papst hat die Entscheidung pro domo getroffen, um der Welt zu beweisen, wie mutig er im Kampf gegen die Ehrlosigkeit ist.

Aber auch in diesem Fall erweist sich die Operation als katastrophal für die Glaubwürdigkeit der Römischen Kurie, des Vatican-Staates und des Hl.Stuhls. Aber es sieht nicht so aus, als ob diese Glaubwürdigkeit dem aktuellen Mieter in Santa Marta sehr am Herzen läge. 

Ein externer Beobachter würde vielleicht dem Medienbild eines aufrechten Bergoglios glauben, der sich dem Kampf gegen die Korruption verschrieben hat, aber ein Opfer seiner Mitarbeiter ist, dann wissen diejenigen, die die Dynamik von Oltretevere kennen, daß die heutigen Erklärungen eine weitere Operation zur Verfälschung der Realität darstellen, in der das, was offenbart wird, dem genauen Gegenteil von dem entspricht, was passiert. 

Neues motu proprio zur vaticanischen Gerichtsbarkeit

Andrea Gagliarducci kommentiert das neue motu proprio von Papst Franziskus, in dem einige Veränderungen der Gerichtsverfahren im Vatican bekannt gegeben werden
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"PAPST FRANZISKUS- DIE KARDINÄLE KÖNNEN JETZT AUCH VOM GERICHT VERURTEILT WERDEN"

Mit einem motu proprio schafft Papst Franziskus die Bestimmung ab, daß Kardinäle nur vom obersten Vaticanischen Gericht abgeurteilt werden können. 

Durch zwei Änderungen der ungefähr vor einem Jahr veröffentlichten Rechtsverordnung des Vaticans nimmt Papst Franziskus dem Appellationsgericht des Vaticans das ausschließliche Recht, Kardinäle zu vor Gericht zu stellen. Auch der Vaticanische Gerichtshof kann jetzt beschuldigte Kardinäle aburteilen - wenn auch die Zustimmung des Papstes immer nützlich ist. Eine Neuheit, die eine weitere Konzentration der Vatican-Justiz in den Händen des Gerichts beweist. 

Mit zwei Federstrichen werden die Veränderungen des Gesetzes CCCLI vom 16. März 2020 bewirkt. Die erste ist die totale Abschaffung von Artikel 24, der lautet: "Das Appellationsgericht ist allein berechtigt- mit vorhergehender Zustimmung des Papstes- über die Eminenzen Kardinäle und Exzellenzen Bischöfe in Strafsachen -außer der im Kanon 1405 §1 im CIC aufgeführten - zu urteilen.

Um das zu erklären, Kanon 1405 stellt die persönliche Zuständigkeit a jure des Römischen Pontifex fest- mit der rechtliochen Konsequenz einer absoluten Inkompetenz jedes anderen Richters. Also sind laut dem Kanon Staatsoberhäupter, Kardinäle, Legaten des Apostolischen Stuhls gesetzlich verpflichtet, in Fällen die in Kanon 1401 definiert sind, an den Papst zu wenden. 

Kanon 1401 betont noch einmal, daß die Kirche in Fälle urteilt, bei denen es um spirituelle Güter, wie z.B: Gültigkeit einer Taufe, Heirat oder heiligen Weihe und die mit geistlichen Dingen verbunden sind, geht, oder solche, die in Bezug auf letztere zusätzliche Merkmale haben, wie fromme Vermächtnisse, mentale Probleme etc. Die Kirche verurteilt auch die Verletzung der Kirchengesetze und alles das, was unter ratio peccati zählt, nicht im moralischen sondern im juristischen Sinne. Und offensichtlich geht es nicht um Zivilrechtsfälle. 

Außer der Löschung gibt es noch einen Zusatz: Papst Franziskus fügt Artikel 6 des Gesetzes CCCLI einen Paragraphen hinzu. Der Artikel ist der Zusammensetzung des oben erwähnten Gerichtshofes gewidmet: "1. Das Tribunbal setzt sich aus dem Präsidenten und vier weiteren normalen Richtern zusammen. 2. Mindestens einer der normalen Richter muß seine Funktion in Vollzeitarbeit ausüben, ohne ein untergeordnetes Arbeitsverhältnis zu haben oder fortwährend freiberufliche Tätigkeiten auszuüben. 3. Die Richter des Gerichts in einem Kollegium aus drei Richtern, werden vom Präsidenten des Gerichts unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Fähigkeiten und nach Art des Verfahrens ernannt." Dem wird jetzt ein Absatz 4 hinzugefügt: 4. In Fällen, in denen die Eminenzen Kardinäle und Exzellenzen Bischöfe beteiligt sind- außer der in Kanon 1405 §1 vorgesehenen Fälle- urteilt das Tribunal mit Zustimmung des Papstes."