Dienstag, 30. April 2019

Offener Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche

LifeSiteNews hat einen Offenen Brief von 20 katholischen Gelehrten, Klerikern und Laien an Bischöfe und Kardinäle veröffentlicht, in dem darum gebeten wird, den Pontifex  wegen wiederholter Häresien in Wort, Schrift und Gesten zu ermahnen und in manchen Fällen zum Widerruf aufzurufen.
Im 23-seitigen Originaltext des Briefes werden die Vorwürfe detailliert und minutiös aufgelistet, der gültigen Kirchenlehre und den passenden Kanons des kanonischen Rechts gegenübergestellt.
Hier geht´s zum Original:  klicken und hier zum Gesamttext im Original: klicken 

Das Original beginnt so:

"Eure Eminenzen, Eure Seligkeiten, Eure Exzellenzen,
wir senden Ihnen diesen Brief aus zwei Gründen: erstens um Papst Franziskus des kanonischen Vergehens der Häresie anzuklagen und zweitens, um Sie aufzufordern, die nötigen Schritte zu unternehmen, um mit der schwierigen Situation eines häretischen Papstes umzugehen.
Wir greifen zu dieser Maßnahme als letzte Möglichkeit auf die jahrelange Anhäufung von Schaden durch Papst Franziskus´ Worte und Handlungen zu antworten, die die Entstehung einer der schwersten Krisen in der Geschichte der Katholischen Kirche ermöglicht hat." (....)


"IN EINEM OFFENEN BRIEF BESCHULDIGEN PROMINENTE KLERIKER UND GELEHRTE PAPST FRANZISKUS DER HÄRESIE- EINE ZUSAMMENFASSUNG"   

"Der offene Brief der Bischöfe der Katholischen Kirche ist die dritte Stufe in einem Prozess, der im Sommer 2016 begann. Zu der Zeit hatte eine ad-hoc-Gruppe Katholischer Kleriker und Gelehrter einen privaten Brief an alle Kardinäle und Patriarchen der Ostkatholischen Kirchen geschrieben und auf Häresien und andere ernsthafte Irrtümer die in der Apostolischen Exhortation Amoris Laetitia enthalten sind, oder von Papst Franziskus begünstigt werden, hingewiesen.
Im folgenden Jahr - nachdem Papst Franziskus fortfuhr durch Worte, Taten und Auslassungen viele der selben Häresien zu propagieren, wurde eine "Filial Correction" sowohl von den gleichen Autoren als auch von anderen Klerikern und Gelehrten an den Papst adressiert. Dieser zweite Brief wurde im September 2017 veröffentlicht und in einer Petition von mehr als 14.000 Leuten unterschrieben.
Die Verfasser diese Briefes hatten jedoch beteuert, daß sie nicht darüber urteilen wollten, ob Papst Franziskus sich bewußt war, daß er Häresien verbreitete.


Fundstück

Die Kölner Ex-Dombaumeisterin spricht bei domradio.de über den Wiederaufbau von Nôtre Dame und die ihr zugewiesene Aufgabe als Koordinatorin der deutschen Hilfe.
Hier geht´s zum Original mit dem Titel  "Wir wollen nicht als Besserwisser auftreten"    klicken 

Quelle: domradio.de

Kardinal Kasper äußert sich zu seiner Rolle im Präkonklave und Konklave von 2013

LifeSiteNews hat Kardinal Walter Kasper - Mitglied der St. Gallen-Mafia- gebeten das neue Buch von Gerard O´Connell über die Wahl von Jorge Bergoglio 2013- besonders im Hinblick auf die Rolle der St. Gallen-Mafia  und der Treffen im Präkonklave zu kommentieren. Das tut der Kardinal- mit teilweise bemerkenswert "selektiven" Erinnerungen.Verfasserin des Artikels ist Dr. Maike Hickson.
Hier geht´s zuu Original:  klicken

"KARDINAL KASPER LEUGNET JEDE ART VON NETZWERK ZUR WAHL VON FRANZISKUS - OBWOHL 
ER AM PRO-BERGOGLIO-MEETING TEILNAHM"

Wie LifeSiteNews berichtet hat enthüllt Gerard O´Connells neue Buch "Die Wahl von Papst Franziskus" mehr Details darüber wie es kam, daß Kardinal Jorge Bergoglio während des Konklaves 2013 zum Papst gewählt wurde, O´Connel erwähnt besonders ein Treffen von rund 15 Kardinälen am Abend des Konklaves am 11 März. Das Treffen fand in der Wohnung von Kardinal Attilio Nicora statt- mit den Kardinälen Walter Kasper, Francesco Coccopalmero, Oscar Maradiaga und Cormac Murphy O´Connor, die alle -wie man sagt- die Wahl von Kardinal Bergoglio unterstützt haben.
O`Connell. der darauf besteht, daß dort keinerlei Hintergundplanung oder Intrige stattfand, sagt, daß dieses Treffen ein ausschlaggebendes Treffen war, bei dem zum erstenmal klar wurde, daß Bergoglio bereits eine substantielle Anzahl an Unterstützern (ungefähr 25 Stimmen) hatte. Wie O´Connell wiedergibt, haben die anwesenden Kardinäle sich notiert, wie viele Unterstützer Bergoglios sie unter den Wählern kannten.

LifeSiteNews hat sich an Kardinal Kasper gewandt und ihm diese LifeSiteNews -Buchbesprechung zum Kommentieren gegeben. Es war Kasper, der die Ehre hatte von Papst Franziskus nach seiner Wahl öffentlich gepriesen zu werden.

In seinen allgemeinen Kommentaren (s.u.) über den Inhalt des vin LifreSiteNews vorgestellten Buches hat Kardinal Kasper das Stattfinden dieses ausschlaggebende Treffen in Kardinal Nicoras Wohnung bestätigt. Nicora war früher Weihbischof unter Kardinal Carlo Martini in Mailand gewesen. Kasper sagte auch, daß es ihm bei diesem Treffen klarer wurde, daß Bergoglio eine Chance hatte, gewählt zu werden. Er sagte "Es war schon spät und als ich [zu diesem Trefffen] kam, wurde ich über die Absicht der Gruppe informiert [i.e. zu sehen, wieviele Stimmen Bergoglio bekommen könnte] . Das ist wahr: ich stimmte zu und erst von diesem Augenblick an, war ich mehr oder weniger sicher."

In O´Connells Buch wird Kasper mit folgender Aussage zitiert: "zwei Tage vor dem Konklave [sic -das war am 11. März und das Konklave begann am qw. März] da war eine kleine Gruppe aus verschiedenen Ländern, nicht nur Italiener, aber auch aus dem Vatican und sie sagten, wir sollten auf Bergoglio setzen. Dann war es klar für mich. Vorher war es sehr unsicher, aber seine Rede bei den Treffen des Präkonklaves waren sehr wichtig gewesen.; seine Rede machte großen Eindruck."


Montag, 29. April 2019

EIn bißchen Pomp & Prunk am Abend

Les musiciens du Louvre spielen Jean Battist Lulli ... einen Marsch aus "Le Bourgeois Gentilhomme"

            

LifeSiteNews und Settimo Cielo veröffentlichen eine Korrektur

Dr. Maike Hickson hat bei LifeSiteNews die vorherige Meldung korrigiert, Papst Franziskus und Pietro Parolin, hätten die Bitte des Papa emeritus verweigert, seinen Text zur Pädophilie an die Teilnehmer am Gipfeltreffen zur Mißbrauchskrise zu verteilen - nach Rücksprache mit Sandro Magister. Magister hat diese Korrektur heute bei Settimo Cielo ebenfalls veröffentlicht.
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"BENEDIKT HAT NICHT DARUM GEBETEN, SEINEN ESSAY ZUM SEXUELLEN MISSBRAUCH DEN TEILNEHMERN DES MISSBRAUCHSGIPFELS ZUKOMMEN ZU LASSEN, BEHAUPTET EINE QUELLE"

Eine wohlpositionierte Quelle in Rom hat die plausible Annahme, daß Papst Franziskus und Kardinal Pietro Parolin die Bitte des Papa emeritus Benedikts seinen Text über den sexuellen Mißbrauch an die Teilnehmer des Gipfeltreffens zum sexuellen  Mißbrauch im Februar zu verteilen, abgelehnt hätten. Die Quelle, die mit der Sache vertraut ist, hat LifeSiteNews mitgeteilt, daß Benedikt de facto nie eine solche Bitte geäußert hat.

Als der Essay Papst Benedikts veröffentlicht worden war, zirkulierten in der Öffentlichkeit diverse Spekulationen - wie z.B, ob er dieses Dokument wirklich selbst schrieb und warum er beschloss, ihn in einem kleinen bayrischen Katholischen Magazin "Klerusblatt" zu veröffentlichen. Eine andere Frage war, ob Benedikt entschied, diesen Brief zu veröffentlichen, weil er sah, daß er nicht in die Diskussion beim Mißbrauchsgipfel vom 21.-24. Februar hingenommen war.

Der italienische Vatican-Spezialist Sandro Magister behandelte am 17. April in einem Artikel dieses Thema, als er zuerst darauf hinwies, daß Benedikt äußerte, er habe diesen Text vor dem Mißbrauchsgipfel  geschrieben und daß seine Absicht war, in einer schweren Stunde zu helfen".
Magister kommentierte das wie folgt: "Daraus kann man schließen, daß er seinen Text geschrieben hat, um sie zuerst den von Papst Franziskus in den Vatican einberufenen Kirchenführern anzubieten, um die Frage zu diskutieren, "


Zum aktuellen Stand der Kurienreform

A. Gagliarducci befaßt sich in seiner montäglichen Kolumne in "Monday in the Vatican", die heute auch als Artikel in La Nuova Bussola Quotidiana erschienen ist mit dem aktuellen Stand der Kurienreform und stellt die Frage, ob der bisher bekannte Entwurf "Praedicate Evangelium"  wirklich am 29. Juni unterschrieben werden kann.
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"PAPST FRANZISKUS, WIE WIRD DIE KURIENREFORM AUSSEHEN?"
Wie wird die neue Kurie von Papst Franziskus sein? Laut erster Leaks sollte sie ein großes Missions-Dicasterium und ein großes Wohltätigkeitsdicasterium  umfassen, die Unterscheidung  zwischen Kongregation und Päpstlichem Rat soll abgeschafft werden und es soll großer Wert auf Kollegialität gelegt werden,.

Der Entwurf für Praedicate Evangelium, die neue apostolische Konstitution, die die Funktionen und Aufgaben der Kurienämter regeln wird, ist von den Präsidenten der Bischofskonferenzen, Leitern religiöser Gemeinschaften und der Kurienämter vorgelegt worden. Der Entwurf zirkuliert und das Datum, an dem Papst Franziskus die neue Konstitution unterzeichnen soll ist festgelegt: 29. Juni, am Fest der Hl.Petrus und Paulus. 

Genau an diesem Tag könnte Papst Franziskus auch ein Konsistorium zur Kreierung neuer Kardinäle abhalten und dem Kardinalskollegium seine endgültige Form geben. Konsistorium nach Konsistorium (er hat durchschnittlich ein Konsistorium pro Jahr gefeiert) hat Papst Franziskus 47 Prozent der Kardinäle im Kollegium kreiert, die unter 80 Jahre alt sind und somit im Konklave wählbar und wahlberechtigt. Diese Zahl wird sich vergrößern.

Die Leaks bestätigen, was bereits diskutiert wurde.
Das missionarische Superdicasterium könnte aus der Zusammenlegung der Kongregation für die Evangelisierung der Völker  (Propaganda Fide) und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neu-Evangelisierung entstehen. Es muß noch entschieden werden, ob das neue Dicasterium die Wirtschafts- und Verwaltungsautorität, der sich Propaganda Fide seit ihrer Gründung erfreut hat, um ihre Arbeit in den Missionsländern angemessen erfüllen zu können.


Video von der Priesterweihe im Stift Heiligenkreuz

Am vorgestrigen 27. April wurden in Heiligenkreuz vier junge Männer von Erzbischof Georg Gänswein zu Priestern geweiht

          

Sonntag, 28. April 2019

Fundstück

Kurienerzbischof Georg Gänswein hat am Wochenende im Stift Heiligenkreuz- Österreich vier Priester geweiht und sich in seiner Predigt zu den aktuellen Versuchen z.B. der DBK eine neue Kirche und eine neue Kirchenlehre etablieren zu wollen geäußert. KNA und Katholisch.de berichten. Hier geht´s zum Original:  klicken
Unter dem Titel

"Gänswein: Wer an Kirchen-DNA herumschraubt, ist auf dem Holzweg"

Beginnt der Artikel so: 
"Erzbischof Georg Gänswein hat am Wochenende im österreichischen Stift Heiligenkreuz vier Priester geweiht"
Und weiter- Zitat: 

"Erzbischof Georg Gänswein hat Priester davor gewarnt, anstelle des Evangeliums "selbst gesponnene Theorien" zu verkünden. "Wer eine neue Kirche erfinden möchte, wer an ihrer DNA herumschrauben möchte, der ist auf dem Holzweg und der missbraucht seine geistliche Vollmacht", sagte der Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. am Wochenende im Stift Heiligenkreuz bei Wien."
Quelle: katholisch.de, KNA, Vaticannews

Befürworter und Gegner des synodalen Wegs der DBK zur "Reform" der Kirchenlehre, Fortsetzung

Fortsetzung von hier
"Je mehr man das Priestertum als das Mittel betrachte, durch das Christus selber in Seiner Kirche Sien Erlösungswerk bis zum Ende der Zeiten  fortsetzt, stellte Kardinal Brandmüller fest, desto natürlicher wird ein Priester für sich die Lebensweise Jesu Christi annehmen. 
der deutschsprachige Schweizer Weihbischof Marian Eleganti unterstützt die Aussagen dieser beiden deutschen Kardinäle und sagt in seinem eigenen Kommentar, daß "In der aktuellen Debatte über den Zölibat eine säkulare Logik dominiert, die als solche das Wesen der Sache nicht durchdringen kann,."  Heute werden Probleme hauptsächlich in sozio-psychologischen und politischen Formulierungen diskutiert, obwohl in der Realität Personen versagen und nicht Systeme. "
Und Personen als solche sind moralisch verantwortlich," erklärte Eleganti, weil "sie auch anders - moralisch-hätten handeln können. " Keiner wird gezwungen zu stehlen, fügte er hinzu, niemand wird gezwungen, jemanden sexuell zu mißbrauchen. " Wenn es Gruppen gibt, die mehr zu bestimmten Verhaltensformen neigen, dann ist das nicht die Priesterschaft, weil die meisten sexuellen Mißbräuche in der Zivilgesellschaft stattfinden, außerhalb des Priestertums. "Diese Tatsache - fuhr der Schweizer Bischof fort, "verbietet es, zu behaupten, daß die Abschaffung des Zölibats das Mißbrauchsproblem lösen würde." 

Indem er die übernatürlichen Aspekte des Zölibats betont- namentlich daß ein Priester mit Christus selbst und Seiner Kirche verheiratet ist- sagte Eleganti, daß der Zölibat nicht einfach ein Gesetz ist, sondern die "Innenseite des Priestertums". Auf sehr bewegende Weise beschrieb er, wie er als junger Mann seine Liebe zu einer Frau zu Wohl seiner größeren Liebe zu Christus opfern muißte."
Nach dieser Herausforderung war ich nicht mehr der Selbe - erklärte der Prälat und er stellte bereits zu dieser Zeit fest, daß man den Zölibat nicht einfach  nur als Gesetz betrachten sollte, sondern als eine tiefe und freie Wahl für Jesus Christus- den man an die erste Stelle im Leben stellt.
"Dieses Opfer" erklärte er "stellt den Zölibat in eine andere, innere Beziehung und Verbindung mit Jesus und Seiner Kirche- auf eine Weise, die den Verheirateten nicht bekannt ist. " 
Aber "Beide sind berufen, Heilige zu werden" fügte Eleganti hinzu. Er stellt fest, daß die Lateinischen Kirche den Zölibat bis jetzt erhalten hat "und ihn hoffentlich weiter behalten wird." 


Samstag, 27. April 2019

Bayrische Erinnerungen

dazu dieses Video

            

Über das Alter und den Glauben

Du siehst aber, daß das göttliche Erbe den Bittenden gegeben wird; denke nicht, es sei die Schuld des Vaters, daß er dem jüngeren [seinen Teil] gab: kein Lebensalter ist zu schwach für Gottes Reich, und der Glaube wird mit den Jahren nicht leichter. (Ambrosius)

das schreibt der große Heilige Ambrosius von Mailand, der es immerhin zum Kirchenlehrer gebracht hat, in einem Kommentar zum Gleichnis vom verlorenen Sohn.
Auch das ist so ein Satz, der wahr ist, aber den wir nicht wahr haben wollen, auch und weil es ja in unseren Breitengraden leider so ist, dass spöttische Zungen von einer Ü70 Party reden, wenn sie über den Gottesdienst vor Ort reden.
Klar ist, das wird keiner abstreiten wollen, dass es die Alten sind, die die Gemeinden hierzulande noch am Leben erhalten. Mittlerweile hat es sich angeblich sogar bis in die Ordinariate rumgesprochen, dass demnächst drastische Einbrüche bei der Kirchensteuer zu erwarten sind, da die Leute, die selbstverständlich katholisch sind und das Desaster mit der von der Steuer auf die Rente abgeführten Kirchensteuer so lange so wunderschön verschleiert haben, diese Leute also langsam aber sicher wegsterben. Da nun auch unter Katholens die Demoskopie, Humanae Vita zum Trotz, zugeschlagen hat und auch, allem medizinischen  Fortschritt zum Trotz das ewige Leben hier auf dieser Erde nicht zu haben ist, brechen mangels Nachwuchs und wegen des Trotzdemsterbens der Alten die Kirchensteuereinnahmen demnächst ein, wie es schon lange zu erwarten war. Aber es war so schön mit dem Strom zu schwimmen, dabei sichtbar aktive Gläubige und gläubige Geistliche einzubüßen, aber immer noch und immer mehr in Geld zu schwimmen, wie man an den Statistikern. seit Jahrzehnten sehen kann und vor Ort erst recht.

Befürworter und Gegner des synodalen Wegs der DBK zur "Reform" der Kirchenlehre

Dr. Maike Hickson berichtet für LifeSiteNews über die Ablehnung der Reformvorschläge von Kardinal Marx und der DBK zur Protestantisierung der Kirche und ihrer Anpassung an den Zeitgeist durch einige deutsche Kardinäle, Bischöfe und Priester.
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"DEUTSCHE KARDINÄLE, BISCHÖFE UND PRIESTER WEISEN KARDINAL MARX´ AGENDA ZUR REVISION DES ZÖLIBATS UND DER SEXUALMORAL ZURÜCK":

Mehrere deutsche Kardinäle, Bischöfe und Priester haben sich jetzt unabhängig voneinander massiv gegen einige der von der deutschen Bischofskonferenz unter Leitung von Kardinal Reinhard Marx präsentierten sog. Reformideen ausgesprochen- besonders im Hinblick auf die Lockerung des priesterlichen Zölibats und der "Notwendigkeit für Änderungen" der Sexualmoral.

Die Kardinäle Walter Brandmüller und Paul Cordes ebenso wie der deutsch-sprachige Schweizer Bischof Marian Eleganti haben den priesterlichen Zölibat verteidigt. Bischof Rudolf Voderholzer sagte, er betrachte es als Zeit-und Energieverschwendung über solche Themen wie "Macht" und "Teilhabe" zu diskutieren. Bischof Vitus Huonder aus der deutschen Schweiz sagt, daß aus dem deutschen "synodalen Weg", der alles verändern will, "nichts Gutes" kommen kann. Eine Gruppe von Priestern hat festgestellt, daß jeder Verrat am Herrn zurückgewiesen werden sollte.

Über Ostern sind von deutsch-sprechenden Klerikern viele ermutigende Statements gekommen, die  mehr oder weniger alle auf die Reformagenda antworten, wie sie Kardinal Marx am 14. März 2019, nach dem Ende des Frühlingstreffens der Deutschen Bischöfe vorgeschlagen hat. Dieser Reform-Agenda hatte die Mehrheit der deutschen Bischöfe während der letzten dreißig Minuten dieses viertägigen Treffens zugestimmt.  Aber trotz der Versicherungen von Marx, daß die Agenda einstimmig angenommen wurde, gab es einige Bischöfe, die sich der Stimme enthielten. Jetzt soll in Deutschland .dennoch- ein "synodaler Weg" mit Diskussionen zur Reform des priesterlichen Zölibats und der Sexualmoral - zusammen mit Diskussionen zur Frage der klerikalen Macht beschritten werden.

Kardinal Rainer Woelki, Erzbischof von Köln, hatte bereits kurz nach dieser Frühlingsversammlung ein Statement abgegeben, in dem er sagte, daß die Kirche "Änderungen ihrer Lehre nicht akzeptieren kann, wenn sie dem Geist des Evangeliums widersprechen." Für Deutschland- sagte er-sieht er nur eine Alternative: entweder eine Entsäkularisierung der Kirche oder die Entchristlichung der Welt."

Am 18. April haben die Kardinäle Brandmüller, Cordes und Bischof Eleganti in der katholischen deutschen Zeitung "Die Tagespost" auf die sich ausbreitende Idee den für Priester obligaten Zölibat zu lockern.

Freitag, 26. April 2019

Wir sind durchschaut

Peter Winnemöller hat uns in der Tagespost unter dem Titel "wenn das Beiboot gegen den Fischerkahn rumpelt", bescheinigt immer noch auf dem geraden Kurs zu sein, was wir, eigentlich, gut finden. Wer noch nicht seine Freibeiträge bei der "Tagespost" aufgebraucht hat und neugierig ist was man über uns so schreibt, der klicke hier.

In einem Punkt fühle ich mich klar erkannt und beschrieben, in dem Punkt nämlich, dass ich, nach all den Jahren, immer noch erschrocken bin über den Rücktritt Benedikts. Immer noch!

Eine andere Sache ist die, dass wir uns alle nichts sehnlicher wünschen, und auch das nach all den Jahren, in unserer Einschätzung des aktuellen Pontifikats total verkehrt zu liegen.
Es geht uns nicht um Dagegensein um des Dagegenseins willen, sondern darum Christus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist,. und dessen Leib die Kirche ist,  treu zu sein.

Fundstück

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Der Regensburger Domkapellmeister Roland Büchner geht in den Ruhestand. Domradio de. hat ihn interviewt.


         

Quelle:domradio.de

Father Hunwicke spricht....

heute über einen am vergangenen  Ostersonntag von Papst Franziskus-grammatikalisch etwas eigenwillig- neu formulierten Urbi-et-Orbi-Segen.
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"DIE JÜNGSTE LITURGISCHE NEUERUNG" 
Der Segen Urbi et Orbi durch den Bischof von Rom hat in diesem Jahr folgende (gnädige, barmherzige und demütige) Form angenommen:

Benedictio Dei Omnipotentis, Patris, et Filius, et Spiritus Sanctus, descendat super vos et maneat semper.*

Hören Sie es sich bei Vatican TV an, wenn Sie mir nicht glauben,. Und er hatte ein riesiges weißes Buch vor sich, vor ihm aufgehalten von einem armen schwitzenden Diener.

Seit fünf Jahren haben uns PFs Gefolgsleute versichert, daß jedes Wort und jede Handlung aus der Inspiration duch den Hl. Geist entsteht. 
Verlangt er jetzt das unfehlbare und lehramtliche Recht,nicht nur den Katechismus der Katholischen Kirche, nicht nur den Denziger sondern sogar Kennedys Latein-Grundlage zu ändern? 

Oder bedeutet diese so raffinierte Form des Segens irgendwie geheimnisvoll einen Dreigötterglauben? 

Bedeutet eine öffentliche Manifestation trinitarischer Heterodoxie , daß er am Ende das Petrinische Amt verloren hat?

Father Ceckada wird es wissen. Ich werde ihn fragen, wenn wir uns das nächste mal im King´s Arms zu einem Pint und einem Kichern treffen. 

Mormonen sind Tritheisten. Ist PF Mormone? 

Episcopus nunc vocandus Civitatis prope Lacum Salinarum? Dierum Ultimorum Sanctus?
Ruft der Bischof jetzt die Leute vom Salzsee? Die Heiligen der letzten Tage? 


Scio bene quid vos omnes utpote qui curiosiores sitis cognoscere cupiatis: quot habet uxores?
Ich weiß wohl, was Sie alle, die Sie neugierig sind, wissen wollen: hat er Ehefrauen? "

Quelle: Fr. J. Hunwicke liturgicalnotes

*Benedicat vos omnipotens Deus, Pater † et Filius † et Spiritus † Sanctus.

und der Segen Urbi et Orbi 

Sancti Apostoli Petrus et Paulus de quorum potestate et auctoritate confidimus, ipsi intercedant pro nobis ad Dominum.

Precibus et meritis beatae Mariae semper Virginis, beati Michaelis Archangeli beati Ioannis Baptistae et sanctorum Apostolorum Petri et Pauli et omnium Sanctorum, misereatur vestri omnipotens Deus et dimissis omnibus peccatis vestris, perducat vos Iesus Christus ad vitam aeternam.

Indulgentiam, absolutionem et remissionem omnium peccatorum vestrorum, spatium verae et fructuosae poenitentiae, cor semper poenitens et emendationem vitae, gratiam et consolationem Sancti Spiritus, et finalem perseverantiam in bonis operibus tribuat vobis omnipotens et misericors Dominus.


Et benedictio Dei omnipotentis, Patris, et Filii, et Spiritus Sancti  descendat super vos et maneat semper.

Warum Papst em. Benedikt XVI das Klerusblatt für die Veröffentlichung seines Essays wählte.

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Unter dem Titel

        "WARUM BENEDIKT DEN VATICAN UMGING"

kommentiert Pater Raymond de Souza  im "Catholic Herald" die Art, wie der Papa emeritus seinen Essay über die Ursprünge der Mißbrauchkrise veröffentlicht hat.

 Pater de Souza stellt fest, daß nicht nur der Inhalt des Essays von Papst Benedikt XVI wegen seiner Analyse der Ursprünge der sexuellen Mißbrauchskrise Aufmerksamkeit verdient, sondern auch die Art wie er in Folge eines "kompromittierten Zustands der katholischen Medien".veröffentlicht worden ist.
Er zitiert Ross Douthat, der in der NYT geschrieben hat, daß "Teile des Dokumentes aufbauend sind-  weniger aber seine Rezeption" es sei zuerst an konservative Presseorgane weitergegeben worden, deren Nostalgie alsbald wütender Kritik von Franziskus-Parteigängern gegenüber stand."

Und tatsächlich erkläre -laut de Souza- die zunehmende Parteilichkeit in der Katholischen Presse-gemeinsam mit der erschütterten Glaubwürdigkeit der vatican-eigenen Medien warum der Papa emeritus diesen seltsamen Weg der Veröffentlichung gewählt habe.
Der in deutscher Sprache verfaßte Text wurde- so de Souza weiter- einer kleinen, in Bayern erscheinenden Zeitschrift anvertraut, einem für einen Text weltweiten Interesses ziemlich ungewöhnlichen Platz.
Gleichzeitig sei der sehr kompetent ins Englische übersetzte Text in Benedikt-freundlichen Presseorganen zugänglich gemacht worden.

Er sei nicht nur nicht durch die offiziellen Vatican-Kanäle herausgegeben worden, sondern die Vatican-Medien seien sogar von der Veröffentlichung überrascht worden- so De Souza.
Benedikt schreibt, daß er wegen seines Essays Kontakt zu Papst Franziskus aufgenommen hat, aber nicht, ob der seiner Veröffentlichung zugestimmt habe.

Warum- fragt Pater de Souza- haben Benedikt und seine Entourage diesen Weg gewählt?

De Souza beantwortet das so,
1. Daß die Vatican-Kommunikation sich Benedikt -zu dessen Schmerz- gegenüber als unehrlich erwiesen habe. Es sei erst 13 Monate her, daß der Chef der Vatican-Kommunikation Msgr. Dario Viganò  (der hat nichts mit Erzbischof Carlo M. Viganò zu tun) das vaticanische Pressecorps über eine komplett manipulierte Fotokopie eines Benedikt.Briefes in die Irre geführt hat. Viganò habe die Behauptung erfunden, daß Benedikt den theologischen Feinsinn von Papst Franziskus gepriesen habe, was der zuvor verweigert habe.


Donnerstag, 25. April 2019

Pax tibi Marce Evangelista!

Heute fällt der Tag des Heiligen Evangelisten Markus in die Osterwoche.
Das Bistum Regensburg zu seiner Person Folgendes veröffentlicht:   klicken

                                        HEILIGER MARKUS BITTE FÜR UNS!  

Father Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes auf gewohnt amüsant ironische Weise über den Essay des Papa emeritus zur aktuellen Mißbrauchskrise und die Reaktion der Kirchenfühurng.
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"FLIESSENDE GENRES?" 
Ich dachte, daß Professor Ratzingers letzter Text ziemlich gut ist. Für einen Augenblick habe ich bei der Stelle gestutzt, bei der von durch nackte Schenkel ausgelösten, allgemeinen Unruhen in Flugzeugen die Rede ist. Dann habe ich festgestellt, daß das sicher Ausdruck seines bayrischen Humors war.  Er - war immerhin der Pontifex, der so zustimmend über den Risus paschalis geschrieben hat.  Gott segne ihn. Die Bilder, die dieses "Schlückchen" vor meinem geistigen Auge erstehen ließ, waren in der Tat unterhaltsam. Wie in aller Welt würden alle diese süßen kleinen Großmütter, die bei Amerikanischen Fluggesellschaften als Stewardessen dienen, mit diesen lüsternen Horden umgehen.....

Seine Hypothese ist im Wesentlichen, daß wenn man nach einer langer Periode einer Ethiklehre ohne Ausnahmen den Seminaristen - von der Welt gar nicht zu sprechen - plötzlich mit der Idee ins Gesicht springt, es gäbe nichts moralisch Absolutes - es sehr wahrscheinlich ist, daß ethische Einschränkungen bei den Menschen "aller Orientierungen" eher abgeschwächt als verstärkt werden. Da kam mir ein Bild in den Sinn, von einem unternehmungslustigen städtischen Fuchs, der interessiert an den Ecken einer vermuteten Tautologie herumschnüffelt.  Gibt es bei der Intelligenzia einen speziellen Ausdruck für ein Statement der Bl****bv***?

Wir wissen jetzt, daß Ratzingers "Notizen" vor dem Mißbrauchsgipfel als Debattenbeitrag an PF und Parolin geschickt und dann so lange unterdrückt wurden, bis der Papa emeritus sie später selbst veröffentlichte. Ich bin überrascht, daß irgendjemand darüber überrascht sein sollte.
Das hier ist - nach allem - das Pontifikat, in dem PF mit schamloser Verlogenheit behauptete, die Dubia seien ihm nie übergeben worden; daß niemand ihm je die Fakten über den bischöflichen Mißbrauch in Lateinamerika mitgeteilt habe.  In dem die "Filial Correction" keine Antwort erhielt. In dem die Enthüllungen Viganòs nur einen Haufen  "c*dsw*ll*p" über die Tugend des Schweigens hervorrief - dem dann eine lärmende Antwort in der Heiligen Woche folgte.
Ist das Wort  'c*dsw*ll*p' im nordamerikanischen Englisch geläufig? 


Notre Dame

Wie Jeanne Smits für LifeSiteNews berichtet, hat der Pariser Erzbischof eine leise aber deutliche Kritik an den Reden von Präsident Macrons zum Feuer in Notre Dame geäußert, weil in ihnen die Worte wie  "christlich, Christen, katholisch, Katholiken" nicht vorkamen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER PARISER ERZBISCHOF VERTEIDIGT NOTRE DAME VOR MACRON: "DIESE KATHEDRALE WURDE IM NAMEN CHRISTI GEBAUT"

Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit hat öffentlich bedauert, daß der Präsident der Französischen Republik, Emmanuel Macron, sich die Mühe gemacht hat, von Katholiken und ihrer Trauer zu sprechen, als er über das Feuer in Notre Dame zur Nation sprach.
Zu Füßen der brennenden Kirche berührte Macron am Montag Abend die spirituelle Natur des Gotischen Meisterwerks  und erinnerte daran, daß die Tragödie zu Beginn der Heiligen Woche stattfand.

Diese willkommene Überraschung war von kurzer Dauer. Am Dienstag hielt der Präsident eine kurze Ansprache im Fernsehen und versprach, Notre Dame in 5 Jahren wieder aufzubauen - laut der Spezialisten ein voreiliges Versprechen - und sprach über ihre spirituelle Dimension, wobei er sorgfältig jede Erwähnung des Katholizismus vermied.

"Es wäre schön gewesen, wenn es ein kleines Wort des Mitgefühls für die katholische Gemeinde gegeben hätte" bemerkte Msgr. Aupetit am Mittwoch trocken bei Radio Sud. 

In der Tat weitete er das Thema aus:"Es tut uns sehr weh, weil wir unserer Kathedrale verloren haben, wir sind in der Hl. Woche und müssen unsere Gebete völlig neu organisieren. Es wäre schön gewesen, wenn es ein kleines Wort des Mitgefühls für die katholische Gemeinde gegeben hätte, weil es immerhin die Katholiken sind, die die Kathedrale von Notre Dame leben lassen. Und das Wort katholisch ist kein Schimpfwort. Es kommt vom Griechischen "universal". Wir sind hier, um eine weltweite Brüderlichkeit, die auf Liebe beruht, zu verkünden. Es ist wirklich kein Problem ein kleines Wort des Mitgefühls für die leidenden Katholiken zu sagen" sagte Aupetit.

War das Absicht? fragte Sud Radio - und betonte die Tatsache, daß die Rede Macrons vorher geschrieben wurde.

"Das weiß ich nicht" antwortete Msgr. Aupetit "Er ist der Einzige, der diese Frage beantworten kann! Ich will über unseren Schmerz sprechen, der zum Schmerz, unsere Kathedrale verloren zu haben, hinzukommt. Die Christen haben sich ein wenig verletzt gefühlt...nur ein kleines Wort des Mitgefühls, wie es - da bin ich sicher -  für Juden oder Muslime gesagt worden wäre. Wir waren von seiner Anwesenheit am Montag Abend berührt, als dort überall so viele betende Christen waren. Sie haben die Feuerwehrleute begleitet, die eine bemerkenswerte Leistung vollbracht haben" fügt Msgr. Aupetit hinzu.

Er stimmte zu, daß die Worte "Christ", "Christliche Wurzeln" und "Katholiken" auf eine Weise Tabus geworden sind."

Quelle: LifeSiteNews, J. Smits

Ein weiterer bisher unveröffentlichter Text des Papa emeritus.... Lesen!

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo einen weiteren, bisher unveröffentlichten Text des Papa emeritus, - den Brief an den Wiener Oberrabbiner Arie Folger vom August 2018.  Der ist jetzt Teil eines gerade veröffentlichen Buches von Elio Guerriero - über den Dialog Benedettos mit dem Rabbiner.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE BEIDEN PASCHA-FESTE VON JUDEN UND CHRISTEN- EIN UNVERÖFFENTLICHTER BRIEF DES PAPA EMERITUS. "

92 Jahre nach seiner Geburt und 6 Jahre nach seinem Rücktritt vom Papstamt ist Joseph Ratzinger immer noch sehr aktiv. Einige Tage nach der sensationellen Veröffentlichung seines Essays über den Skandal des sexuellen Mißbrauchs in der Katholischen Kirche, erblickt ein anderer unveröffentlichter Text das Licht, von dem man wußte, daß es ihn gibt, der aber erst jetzt im gerade veröffentlichten Buch von Elio Guerriero in Gänze gelesen werden kann.

Benedetto XVI im Dialog mit Rabbiner Arie Folger `"Juden und Christen" in der Edition San Paolo, Cinisello Balsamo, 2019"

Der jetzt veröffentlichte Text ist der Brief, den der Papa emeritus im August 2018  an den Wiener Oberrabbiner Arie Folger  geschrieben hat. 
Rabbi Folger hat ihm darauf am 4. September mit einem Brief geantwortet, der ebenfalls in diesem Buch veröffentlicht wurde. 

Diesem Briefwechsel folgte am 16. Januar dieses Jahres ein Besuch Rabbi Folgers, des Darmstädter Rabbiners Josh Ahrens und des sächsischen Rabbiners Zsolt Balla, Mitgliedr der Orthodoxen Rabbiner-Konferenz in Deutschland bei Ratzinger in seiner vaticanischen Einsiedelei. 

"Es war ein intensives Gespräch, das eine Stunde dauerte" kommentiert Folger im Vorwort des Buches, "Ich habe in ihm einen sehr genialen und tiefen Denker gefunden, der vom Antisemitismus und Anti-Judaiismus in jeder Form abgestoßen ist." 

Und dennoch sind die vom  Papa emeritus und den Rabbinern diskutierten Themen nicht belanglos. Sie haben immer zu den kontroversesten in der Beziehung zwischen Judentum und Christentum gehört: der Messias, das Gelobte Land, der Bund, Anbetung, die Gebote. 

Ratzinger hatte sie schon intensiv in einem vorhergehenden Text diskutiert, der 2017 an den Schweizer kardinal Kurt Koch, Präsident der Vatican-Kommission für den Dialog mit dem Judentum, geschickt wurde,und im folgenden Jahr in den deutsche, französischen und englischen Ausgaben der theologischen Zeitschrift "Communio" veröffentlicht wurde -und schließlich auch italienisch in der "Rivista di Vita Spirituale" Anfang 2019.

Und diesem Text Ratzingers -mit dem Titel " Gnade ohne Bedenken"  und den Beobachtungen über die Abhandlung "De Judaeis"  folgte ein Dokument, das im Dezember 2015 von der von Kardinal Koch geleiteten Kommission zum 50. Jahrestag der Deklaration "Nostra Aetate" des II. Vaticanischen Konzils herausgegeben wurde.

Mittwoch, 24. April 2019

Heute vor 14 Jahren

fand auf dem Petersplatz die Inaugurationsmesse für Papst Benedikt XVI statt.

            

Kardinal Brandmüller

stellt in "Die Tagespost" die -mal wieder von interessierter Seite aktuell gemachte- Frage nach dem Zölibat in einen kirchenhistorischen Zusammenhang.
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mit dem Titel:

"ZWISCHEN HOCHSCHÄTZUNG UND MISSACHTUNG" 
das so beginnt:

"Der Zölibat hat im Mittelalter nicht weniger polarisiert als heute – seine Bejahung oder Ablehnung, hing und hängt davon ab, welche Vorstellung vom Amt des Priesters eine Gesellschaft hat, schreibt Walter Kardinal Brandmüller in einem Beitrag für die „Tagespost“."


Quelle: Die Tagespost, Kard. W. Brandmüller

Tosatti über Opfer und Täter von Sri Lanka

Marco Tosatti läßt seinen virtuellen Mitstreiter Pezzo Grosso bei Stilum Curiae die Reaktionen der Kirchenhierarchie und der westlichen Politszene auf das Blutbad von Sri Lanka kommentieren.
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"PEZZO GROSSO ENTHÜLLT WIE VATICAN-UNESCO HOFFEN,  DAS ISLAM-PROBLEM HANDHABEN ZU KÖNNEN. UND SIE VERTUSCHEN DIE REALITÄT DER BLUTBÄDER"

Liebe Stilum-Curialisten ,
Pezzo Grosso hat uns sehr komplexe Überlegungen geschickt, eine Reaktion auf ein post von Ocone bei Antidoti, Was Pezzo Grosso schreibt ist deshalb besonders interessant, weil er die dramatische Komplexität der gigantischen Mechanismen, die weltweit am Werk sind, besser verstehen oder zumindest erahnen läßt und von der Pezzo Grosso sicher eine Einsicht hat, über die wir nicht verfügen. Andererseits hilft er uns, die Bedeutung einiger Reaktionen -besonders von Kirchenverantwortlichen- oder Menschen, die den Verantwortlichen sehr nahe stehen- die bei vielen -noch katholischen- Menschen keine kleine Verwunderung ausgelöst haben. Und auch- das können wir bezeugen- bei Personen anderen Glaubens- über manche Verhaltensweisen und das Schweigen. Wir veröffentlichen zuerst den post, der diesen Kommentar provoziert hat- danach Pezzo Grosso. 


"OCONE"
Posted: 22 Apr 2019 
"Soviel ich weiß, handelt es sich um einen Neologismus: Christen wurden noch nie von einem ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten und von einer noch aufstrebenden Aspirantin, also von denen, die heute noch die Exponenten der Mehrheit der amerikanischen Demokraten vertreten, als Osteranbeter definiert worden.
Barack Obama und Hillary Clinton taten das in zwei Tweets, die das grausame Massaker in Sri Lanka, das nur wenige Stunden zuvor stattgefunden hatte, kommentierten.
"Easter worshippers" klingt ein bißchen wie "Anbeter" eines primitiven, exotischen, exzentrischen Minderheitenkultes, wie eine Gruppe von Menschen, die man aus einer mit Neugier vermischten Distanziertheit betrachten muß. 
Weil diese Veröffentlichung fast gleichzeitig stattfand, kann es sich weder um einen Zufall noch eine Freud´sche Fehlleistung handeln. Sie ist das Ergebnis eines spezifischen kulturpolitischen Projektes, für das Obama und Hillary sowohl Ausdruck als auch Urheber sind.  (Corrado Ocone, Formiche 22.4.19) 

                                                           *    *    * 

Lieber Tosatti,
ich füge den interessanten Überlegungen (des Journalisten Ocone bei Formiche) von Obama-Clinton (über die "Osteranbeter" Sic!) zum Massaker von Sri Lanka ein Gegenmittel von Rino Camillieri hinzu. Dazu kommen die Überlegungen von Spadaro, der in einem Tweet das Blutbad als eine gegen den Staat gerichtetes Aktion definierte (was beinhaltet, daß die sicher von den gemäßigten Muslimen, denen Franziskus begegnet ist, verurteilt würde). Oder der Fetzen von Bianchi, Enzo (dem Gründer von Bose) der die Attentäter als "fanatische Christenfeinde " bezeichnet. Naja- ich interpretiere diese Erklärungen so, daß der Vatican und die Unesco jetzt in allem gleich zu sein scheinen, in allem die selbe Sprache benutzen (gnostisch-freimaurerisch), um die selben Wahrheiten zu leugnen oder die selben Geschichtchen zu bestätigen.


Gedenktag an den Völkermord an den Armeniern

"Bewegende Bilder von der Göttlichen Liturgie nach armenischem Ritus anläßlich der 100. Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern".

Mutmaßliches Fundstück

gefunden bei "Philosophia Perennis"
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mit dem Titel.

"MUTMASSLICHE EXTREMISTEN BERICHTEN ÜBER MUTMASSLICHE ANSCHLÄGE AUF SRI LANKA"
beginnt der Artikel von Stephan Eissler so: 

"Am Osterwochenende las ich beim SPIEGEL das Wort „mutmaßlich“ und stutzte. Ich muss gestehen, dass sich bei mir spontan Zweifel an meinen Deutschkenntnissen einstellten. Also googelte ich nach der Bedeutung des Wortes „mutmaßlich“. Kein Witz! 

Quelle: Philosophia Perennis, S.Eissler

Dienstag, 23. April 2019

Tweet zum Tage

"Bei der Oster-Messe hat Msgr. Aupetit  General Gallet, dem Kommandanten der Pariser Feuerwehr, ein Lektionar überreichte, das aus den Flammen gerettet wurde und den Feuerwehrmännern so für ihren Mut gedankt. Eine schöne Hommage, ein bewegendes Symbol"


Sri Lanka oder die "Tweets der Schande"....

Riccardo Cascioli kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana kritisch die Berichterstattung und die Äußerungen von Kirchenmännern und Politikern zum österlichen Blutbad von Sri Lanka.
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"ISLAMISTEN SIND VERANTWORTLICH UND CHRISTEN DIE OPFER. ABER DAS DARF MAN NICHT SAGEN." 

Während sich die Verantwortung der islamistischen Gruppe National Thowheed Janath für die  Attentatsserie am Ostersonntag klar herausstellt, die 290 Tote und mehr als 500 Verletzte verursacht hat, muß man feststellen, daß es in einem vom "politisch Korrekten" beherrschten Europa offensichtlich peinlich ist, die Verantwortung und das Ziel der Terroristen zu benennen. Von Barack Obama bis zu Padre Spadaro führt eine Spur von "Tweets der Schande". Bleibt die Frage, warum die Christen in einem Land mit buddhistischer Mehrheit zum Ziel geworden sind. 

Wenn man die offiziellen Erklärungen, die Äußerungen der führenden Politiker der Welt und der Hauptmedien bis gestern Abend verfolgt, würde man sagen, daß in Sri Lanka von Unbekannten ein Attentat gegen Unbekannte verübt wurde.  Es ist zu schwierig, das Wort Islam auszusprechen, wenn es sich um die Täter handelt, absolut zu vermeiden ist das Wort Christen - schlimmer noch wenn es Katholiken sind - wenn von den Opfern gesprochen wird.

Wenn auch- was die Täter der Attentatsserie angeht - mit 290 Toten und mehr als 500 Verletzen- die Kamikaze, die sich in drei Kirchen und vier Hotels in die Luft gesprengt haben und weiteren Sprengstoff an anderen Orten-.eine gewisse Vorsicht gerechtfertigt war, die Regierung war völlig überrascht, daß niemand die Aktion für sich in Anspruch genommen hat, so schien das Land nach einem blutigen Bürgerkrieg zwischen tamilischen und singalesischen Minderheiten (1983-2009) eine gewissen Stabilität gewonnen zu haben.
Und auch die Zunahme von Anschlägen in den vergangenen Jahren gegen- sowohl islamische als auch katholische-Minderheiten - verübt von einer Gruppe nationalistischer buddhistischer Mönche -ließ noch eine - wenn auch schwache - hypothetische Alternative zur islamischen Spur möglich erscheinen. Um die Wahrheit zu sagen, einigen in Europa erschien das nicht wahr genug, um sofort den Verdacht einer Täterschaft extremistischer Buddhisten zu zerstreuen, aber nach kurzer Zeit mußte man diese Illusion aufgeben.


Montag, 22. April 2019

Es geschieht zu viel!

Am Ostersonntag hat, nach allem was man aus der internationalen Presse weiß,  eine radikal  islamistische Terroristengruppe ihre Leute einfach in mehrere Kirchen Sri Lankas  geschickt, wo sie sich selber und möglichst viele  Kirchenbesucher in die Luft gesprengt haben.
Auch einige Hotels wurden auf die gleiche Art verwüstet
Soweit die ersten Überblicke reichen, sind mittlerweile 290 Tote zu beklagen sowie über 500 Verletzte.

Heute vor 14 Jahren.....

gab es in der Sala Clementina wohl einige Judasküsse....die Mitglieder der St. Gallen-Mafia sind jedenfalls nicht fern geblieben.

Regina Coeli

Musik zum Abend des Ostermontags....


            




Fundstück

Zum Zölibat, der -zum x-ten mal wieder Angriffspunkt aller Progressisten ist, hat Professor A. Wollbold für "Die Tagespost" einen lesenswerten Artikel verfaßt.
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das beginnt so:

"Andreas Wollbold, Professor für Pastoraltheologie und Religionspädagogik in München, ist der Meinung, der Priestermangel ist nicht Folge des Zölibats, sondern des Glaubensschwundes."

Quelle: "Die Tagespost", A.Wollbold

Wie kann die Kirche nach dem Brand von Nôtre Dame wiederauferstehen?

In seiner ostermontäglichen Kolumne befaßt sich A.Gagliarducci heute bei "Monday in the Vatican" mit dem Feuer in Nôtre Dame und seiner Symbolik. Er stellt seinen Beitrag unter die Frage, ob die Kirche aus diesem Feuer unbeschadet hervorgehen wird und findet in einem Redetext des Papa emeritus aus dem Jahr 2008 die Antwort. 
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          "WIRD DIE KIRCHE WIEDERAUFERSTEHEN?"

"Die heilige Woche begann mit der eindrucksvollen Szene der Basilika Notre Dame  in Paris in Brand. Man dachte sogar, daß die Struktur der Kirche nicht standhalten würde. Am Ende ging nur das Holzdach aus dem 13. Jahrhundert verloren , ebenso wie die Turmspitze aus dem 19. Jahrhundert, die von Violle Le Duc entworfen wurde. 
Ein schwarzer Hahn stand auf der Spitze des Vierungsturmes. Dieser Bronzehahn enthielt drei Reliquien: eine von Ste. Genevieve, Schutzpatronin vom Paris, eine von St. Denis und einen Dorn aus der Dornenkrone Jesu - die volle Krone ist im Domschatz von Notre Dame untergebracht. Man nahm an, daß diese drei Reliquien in den Flammen verloren gehen würden. 
Die Dornenkrone, die Tunika des Hl. Ludwigs  und die Reliquie des Kreuzes Jesu wurden durch den Kaplan der Feuerwehrleute Jean-Marc Fournier gerettet , der bei einem Versuch, die Reliquien zu retten, in die Flammen ging und Erfolg hatte.
Das  goldene Kreuz und der Altar blieben stehen. Als Feuerwehrleute nach dem Löschen des Feuers zum ersten Mal Notre Dame betraten , sahen sie als erstes das Kreuz und den Altar.
Am Ende  blieben die Symbole des Glaubens intakt.  Fast wie durch ein Wunder. Und die Gläubigen können eine Verbindung zwischen diesem Wunder und einem anderen außergewöhnlichen Ereignis finden, das in Paris stattfand: Während Notre Dame dem Feuer ausgesetzt war,  kniete sich eine kleine Gruppe spontan nieder, um zu beten . In der Zwischenzeit  bat Erzbischof Michel Aupetit die Kirchen von Paris, die Glocken  zu läuten , um die Menschen aufzurufen, für Notre Dame zu beten.
Paris ist jetzt ohne Kathedrale, hat aber eine populäre Kathedrale gefunden, die aus lebendigem Glauben besteht. Dies ist die Kathedrale als Grundlage für einen Wiederaufbau der Kirche.

Antonio Socci spricht Klartext

Antonio Socci hat in der Osterliturgie des Vaticans Gott vermißt- und zu viel über Migration gehört. Das hat kommentiert er in "LoStraniero" und zwar gewohnt deutlich.
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"(IMMER) VON MIGRANTEN SPRECHEN UM GOTT ABZUSCHAFFEN - AUCH OSTERN"
"Aber wenigstens Ostern könnte er doch zu uns über Jesus Christus sprechen? Oder verlangen wir da zu viel vom Vatican und von Bergoglio´?"
Ich weiß nicht, ob es in Oltretevere noch Katholiken gibt (abgesehen von Benedikt XVI und wenigen anderen), aber schließlich ist nur das ein Grund für die Existenz der Kirche und das einfache Volk, Sehnsucht danach zu haben, den Männern Gottes endlos zuzuhören, die von Jesus sprechen, über den Sinn des Lebens und über die Ewigkeit.
Um über Klima und Umwelt zu diskutieren, ist schon Greta Thunberg bereits mit ihren Anhängern zusammen. Dazu brauchen wir Bergoglio nicht, der, wenn er daran glaubte, eher vor den Flammen der Hölle als vor der globalen Erwärmung warnen würde. 

Ist es möglich, daß in der Kirche die Passion Christi ausgelöscht wurde, der sich aus Liebe zu uns dem Massaker ausgeliefert hat, der"sich für Euch die Adern aufschneiden würde" wie ein altes polyphones Lied lautet und der aufersteht, das Böse und den Tod besiegt - und den Menschen so das ewige Leben ermöglicht. Wie oft hören Sie Bergoglio von Auferstehung, Ewigkeit, der Hölle, dem Fegefeuer und dem Paradies sprechen? 

Seit seine extravagante südamerikanische Epoche begonnen hat
(in seiner Inaugurationsmesse hat er von der Umwelt gesprochen) ist Jesus der große Unbekannte geworden- aber mehr noch gibt es eine absolute Stille über das Ewige Leben und das Mysterium Gottes,
An Jesus wird immer noch gelegentlich erinnert, aber nur als Vorwand, um über Migranten zu sprechen. Zu Weihnachten haben sie uns erzählt, daß Jesus ein Migrant sei (obwohl das überhaupt nicht zutrifft), so daß statt der Geburt des Sohnes Gottes die Schiffe gefeiert wurden.

In der Heiligen Woche dient die Passion Christi von Neuem dazu- um wie üblich- über die Migranten zu sprechen. Kardinal Bassetti, Bergoglios Präsident der CEI, hat auch in der Liturgie am Gründonnerstag den üblichen falschen Unsinn wiederholt ("Die Migranten sind kein Problem, sie sind eine Ressource")
Beim Kreuzweg im Kolosseum - dem in Anwesenheit Bergoglios- informierte uns Repubblica, daß die diversen Meditationen geschlossene Häfen und Lager für Migranten angreifen". 
Es ist klar, daß in der Passion Christi der ganze Schmerz der Menschen inbegriffen ist, aber zumindest am Karfreitag sollte man über ihn sprechen, weil Bergoglio die übrigen 364 Tage des Jahres nutzt, um über Migranten zu sprechen.
Wenn wir besonders über Grausamkeit sprechen wollten, gäbe es das Leiden der verfolgten Christen, über die der Vatican und Bergoglio aber nicht gern nachdenken , weil die Verfolger gerade die Regimes der "Islamischen Brüder, oder der Kommunistischen sind- wie China, dem Bergoglio um jeden Preis gefallen will (er hat ihnen praktisch die chinesische Kirche überantwortet).


Sonntag, 21. April 2019

Fundstück

Claudia Sperlich hat ein in ihrem blog   "Katholisch?Logisch" ein "Kultursensibles Osterlied" veröffentlicht.
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Satirisches....

Eccles von Eccles is saved läßt uns an seinen Erlebnissen der letzten Wochen (u.a. im englischen Gesundheitswesen)  teilnehmen. Dabei stellt er einen Zusammenhang zwischen seinen Gallensteinen und der St. Gallen-Mafia her.
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             "DER FLUCH VON ST. GALLEN"
Dieser Text enthält nicht viel geistliche Nahrung, fürchte ich. Anfang April wurde ich in einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, ich habe sogar erbrochen, wenn ich gerade nichts von Ivereigh, Martin oder Faggioli gelesen habe, und es stellte sich heraus, daß es der Fluch vo St Gallen war- bzw. Gallensteine (Cormacius Murphius Oconnus - Cormac Murphy O´Connor- wie die Ärzte sie nennen)
1) Wähle den nächsten Papst.
Das war alles sehr aufregend, weil ich seit meiner Kindheit keine Nacht mehr im Krankenhaus verbracht habe, als sie mir auf traditionelle Weise -(Methoden die eine Flasche Rum als Anästhetikum und viel Lauch umfaßte-  den Blinddarm herausnahmen.
Dieses mal hatte ich einen dieser modernen MRT-Scans , was ein bißchen so ist als säße man in einem Atomreaktor und würde mit intensiven Magnetfeldern bombardiert- die sollen die Polarität des Neutronenflusses umkehren oder zumindest verraten, wo jedes Proton in meinem Körper sich befindet. Also mußten sie operieren.
Krankenhäuser sind sehr laute Orte- erwarten Sie dort nicht Freuiden und Stille. Abgesehen davon, daß man um 3:00 nachts geweckt wird- um die Temperatur und den Blutdruck zu messen, mußte ich micht mit Mitpatienten abfinden, die in voller Lautstärke Radio hörten bis die Schwesetern daruaf hinwiesen, daß das die Sterberate steigen läßt.
Am schlimmsten war ein verrückter Pole, der sich hinter seine Vorhänge zurückzog und anfing in sein Handy zu schreien- weil er offensichtlich nicht wußte, daß die Dinger Verstärker haben und man nicht direkt in Krakau zu hören sein muß. Was kann ein friedlicher Mensch da tun?

Also ich kritzelte ein "Ruhe bitte!" auf eine Serviette und warf sie über den Vorhang. Wahrscheinlich habe ich ihn getroffen, denn er schnellte heraus und sah sehr ärgerlich aus - während ich engelsgleich vorgab halb zu schlafen.


ET RESURREXIT

   

          

Samstag, 20. April 2019

Magister diagnostiziert einen Krieg der Theologen um die Ratzinger-Notizen

Sandro Magister gibt bei Settimo Cielo die Antwort des amerikanischen Theologen Robert Imbelli auf die - wie der es ausdrückt- unverschämte Kritik deutscher Moraltheologen am Essay des Papa emeritus zur Mißbrauchskrise wieder.
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"UM RATZINGERS "NOTIZEN" WOGT DER KRIEG ZWISCHEN THEOLOGEN HIN UND HER" 

Die Notizen von Papst Benedikt XVI zum sexuellen Mißbrauchsskandal in der Katholischen Kirche haben weltweit eine lebhafte Diskussion ausgelöst, -hier einige Beispiele.

Der folgende Text ist die Antwort eines respektierten amerikanischen Theologen- Robert Imbelli- auf die frontalen Angriffen auf Joseph Ratzinger durch zwei prominente Repräsentanten des Deutschen Verbandes der Moraltheologen, Professor Christof Breitsameter und Stephan Goertz.
Der deutsche Originaltext der beiden Moraltheologen ist auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz zu lesen.

Moraltheologen kritisieren Benedikt-Text: “Misslungener Beitrag”
Während die englische und italienische Version hier zur Verfügung stehen

Gefangener des Vorurteils gioniero del pregiudizio

Autor der Antwort ist ein Priester der Erzdiözese von New York Professor emeritus am Boston College: Robert P. Imbelli

"THEOLOGEN OHNE THEOLOGIE"
Zwei Repräsentanten der "deutschen Vereinigung der Moraltheologen" haben einen kritischen Kommentar zur jüngsten Analyse des Papa emeritus  Benedikt XVI über den Ursprung und die Ursachen der Mißbrauchskrise in der Kirche.

Die Professoren Christof Breitsameter und Stephan Goertz erheben mehrere Vorwürfe gegen Benedikt XVI . Sie behaupten, daß er die Schuld an der der Krise aussschließlich in der sexuellen Revolution und dem sozialen Aufruhr in den 60-ern sucht anstatt die eigene institutionelle Schuld der Kirche anzuerkennen.

Besonders erbost sind sie über seine Kritik an der Entwicklung der Moraltheologie seit den 1960-ern , die laut Benedikt einen situationsbedingten Zugang fördert, der letztendlich  in einen moralischen Relativismus mündet. Sie bestehen darauf, daß dieser Vorwurf unfair und unzutreffend sei und daß die von den Mitgliedern der Vereinigung betriebene Theologie absolute moralische Werte bestätigt- wie z.B. wie die Unmenschlichkeit der Todesstrafe.

Ohne zu versuchen, jeden i-Punkt, jede Kleinigkeit der Analyse des Papa emeritus unterstützen zu wollen, scheinen mir zwei Merkmale dieser Kritiken sowohl bedauernswert als auch symptomatisch zu sein.

Erstens erweckt der ganze Stil ihrer indignierten Antwort den Anschien einer selbstregulierenden Zunft, die ihre Privilegien und Vorrechte gegen Kritik von außen verteidigen.

Zweitens- obwohl die Unterzeichner sich selbst als "Moraltheologen" nennen, enthält ihr Statement wenig, das "theologisch" erkennbar ist. Im Mittelpunkt von Benedikts Sorgen stehen ausgesprochen theologische Dinge- wie der Verlust des Gefühls für Gott in der gegenwärtigen Kultur und der bedauernswerte Niedergang der Eucharistischen Anbetung und Praxis in großen Teilen der zeitgenössischen Kirche.

In starkem Kontrast dazu enthält der Text der herausragenden Professoren, Mitglieder einer Vereinigung von Moraltheologen, keinen Hinweis auf Gott oder seinen Christus. Es gibt absolut keinen Hinweis auf ein normatives Engagement für eine eucharistische Vision und Praxis , die in der Realpräsenz Jesu Christi begründet sind.


Osterputz und christliche Hoffnung, Hausfrauentheologie

Gestern am Karfreitag versammelten sich nicht nur  die paar verbliebenen Gläubigen zur Karfreitagsliturgie, sondern auch einige Leute, bei strahlend schönem Frühlingswetter, so strahlend schön, dass es fast als Antithese zum Karfreitag daher kam, weil einem, alleine wegen dem Wetter das Herz so fröhlich wurde, also diese Leute versammelten sich, weil sie schlechtes Wetter haben wollten, wenn ich das richtig kapiert habe.
Ich selber verbrachte den Karfreitag mit Osterputz und ja ich muss sagen, zwischendrin fand ich die Anliegen der Klimademonstranten gar nicht so verkehrt, weil doch die Frühlingssonne dermaßen was von klar schien, dass jedes Staubflöckchen und jeder Dreckfleck regelrecht,. ob seiner plötzlichen Sichtbarkeit, nach dem Putzfeudel zu schreien schien, und dabei anklagend zu sagen schien: Na da haste aber den ganzen Winter über schwer geschlampt.

In solcherlei Gedanken versunken vor mich hin putzend, fiel mir dann auf, dass es jedes Ostern dasselbe Elend ist, mit der Putzerei und mir jedesmal das ganze Geschehen als fast symbolisch erscheint für das Kommen des Reiches Gottes.

Warum Marco Tosatti nicht am Kreuzweg im Kolosseum teilgenommen hat

hat er gestern bei Stilum Curiae erklärt.
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"KREUZWEG IM KOLOSSEUM. ZUM ERSTEN MAL IN VIELEN JAHREN WERDE ICH IHM NICHT FOLGEN, WEDER PERSÖNLICH NOCH IM FERNSEHEN"

"Ich habe die Meditationen für den Kreuzweg im Kolosseum gelesen- geschrieben von einer Nonne, die stark in der Hilfe für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, engagiert ist. 
Ich glaube, daß ich erstmals seit vielen Jahren nicht an diesem Ereignis teilnehmen werde, auch nicht als Fernsehzuschauer. 
Ich will das, was mir wie ein ideologischer und politischer (aber von ganz ganz niedriger Politik) Werbespot für Migration erscheint, nicht die auch nur allerkleinste Unterstützung geben. 
Für gegeben halte ich den guten Willen.
Ich verstehe, daß die Kirche gesehen hat und sieht, daß durch die Blockade der illegalen Einwanderung eine nicht geringe Einkommensquelle versiegt und-wie wir hoffen- verschwindet 
Ich weiß, daß die Kirche- sei es aus Höflichkeit, sei es aus Interesse, sei es aus Demagogie, aus Nähe eher zu einer bestimmten politischen Richtung - beschlossen hat, eine politische, soziologische, globalistische und "migrationistische" Botschaft auszusenden, und so genau diesen Menschenhandel zu fördern, den sie mit Worten immer verdammt. 

Und dem muß ich angesichts der Geschichte Rechnung tragen. Wie es Laurent Dandrieu in seinem Buch "Kirche und Immigration, das große Unwohlsein. Der Papst und der Selbstmord der europäischen Zivilisation"  gut erklärt hat.
Für das man seltsamerweise keinen italienischen Verleger finden konnte. Aber auf diese Weise den Kreuzweg total und totalisierend den Kreuzweg in der Karwoche instrumentalisieren! 
Bah- das können sie tun; aber ohne meine äußerst unbedeutende Anwesenheit. "

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti

Ruhet wohl, Ihr heiligen Gebeine!




            

Freitag, 19. April 2019

Die Passion unseres Herrn Jesus Christus


"Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen,
sehet, wen? den Bräutigam,
seht ihn, wie? als wie ein Lamm..."


           




           




Und nun ist unser Jubel in Klagen verwandelt

Wenn es eine göttliche Vorsehung gibt und es gibt sie, so fallen auch Daten (hier im Sinne des Plurals von Datum) sicher darunter.
So erinnern wir uns heute, voller Wehmut, an den 19. April 2005 wo mich die Meldung: Habemus Papam Cardinale Josef Ratzinger, so erfreute, dass ich das Gefühl hatte zu schweben.

Heute nun, zwei mal 7 Jahre später, fällt mir nur das zum heutigen Karfreitag passende Zitat aus dem Jakobusbrief ein, dass unser Lachen sich verkehre in Weinen und unsere Freude in Traurigkeit.
Symptomatisch für die Krise unserer Kirche ist,. dass immer und überall solcherlei Bibelstellen unterschlagen werden und wenn es die Liturgiereform, doch das eine oder andere "Drohbotschaftszitat" übersehen hat,. so wird jeder Prediger sich bemühen der schon nicht mehr  staunenden Gemeinde zu erklären, dass die  entsprechenden Stelle auf gar keinen Fall ernst zu nehmen sei.

Dennoch, oder gerade deshalb  zur Erinnerung hier das Video vom 19. April 2005


Scala Santa



Paul Badde hat für "Die Tagespost"  einen Beitrag zur Geschichte der Scala Santa, die seit Jahrhunderten erstmals wieder frei "zugänglich" (ein passendes Wort für den knienden Aufstieg gibt es wohl nicht) ist, auf gewohnt lesenswerte Weise ihre Geschichte, ihre Auffindung  und ihre Bedeutung geschrieben.
Hier geht´s zum Original:   klicken
Unter dem Titel:

               "TREPPE ZUR WAHRHEIT" 
beginnt Baddes Beitrag so:  Zitat

"Den Anfang des wahren Kreuzwegs Christi darf man nicht in Jerusalem suchen. Dafür muß man nach Rom kommen, besonders in diesen Tagen, wo die Heilige Stiege neben dem Lateran seit dem 11.April seit über dreihundert Jahrhunderten für vier Wochen wieder frei zugänglich, zu sehen und zu küssen ist. Oberhalb dieser Scala Sancta  aus dem ehemaligen Palast des Pilatus wurde der Menschensohn ausgepeitscht, mit einer Dornenhaube gekrönt und zum Todes verurteilt, bevor er blutüberströmt -über diese Treppe! - in den Hof des Prätoriums wankte, wo seine Henker ihm das Kreuz auf die Schultern legten und den Schuldspruch in drei Sprachen umhängten: 
"Jesus von Nazareth, König der Juden"

Quelle: Die Tagespost, P. Badde

Donnerstag, 18. April 2019

Als San Giovanni in Laterano am Gründonnerstag noch nicht verwaist war....

 -zelebrierte Papst Benedikt XVI  dort -so wie hier gezeigt- die Messe "in coena Domini."

           

Hier geht´s zum Predigtext:   klicken 
Sie Predigt endete mit diesen Worten - Zitat:

„Mit Sehnsucht habe ich darauf gewartet, dieses Paschamahl mit euch zu feiern.“ Herr, du hast Sehnsucht nach uns, nach mir. Du hast Sehnsucht danach, dich uns in der heiligen Eucharistie mitzuteilen, dich mit uns zu vereinigen. Herr, erwecke auch in uns die Sehnsucht nach dir. Stärke uns in der Einheit mit dir und untereinander. Schenke deiner Kirche die Einheit, damit die Welt glaube. Amen."


Quelle: La Santa Sede, LEV

Roberto De Mattei über die symbolische Bedeutung des Feuers in Nôtre Dame.

Roberto De Mattei überlegt in seinem in Corrispondenza Romana erschienenen Artikel über das Feuer in Nôtre Dame u.a.,  ob es einen- zumindest symbolischen Zusammenhang- zwischen dem Feuer und vorangegangenen symbolischen Handlungen des amtierenden Pontifex - wie z.B. die Fußküsse für die afrikanischen Potentaten gibt.
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"HEILIGE WOCHE 2019: DIE KIRCHE BRENNT"
´"Mitten aus dem Feuer heraus hörtest du seine Worte" (Dt 4, 36)
Weil das Feuer in der Kathedrale von Nôtre Dame in der ganzen Welt enormen Bestürzung ausgelöst hat? Weil bis dahin Nôtre Dame ein Symbol für die inneren Werte ist? Alle haben geschrieben: Symbol des Christentums, Symbol des Bewußtsein des Westens, Symbol für ein gemeinsames kulturelles Erbe, Symbol der europäischen Identität, Symbol der französischen Nationalgeschichte.

Wir leben in einer Welt, in der der Wert der Logik verloren gegangen ist, aber die Kraft des Symbols bleibt außerordentlich und der Symbole bedienen sich die Massenmedien, um unangemessene Emotionen auszulösen, die besonders die Rolle der Vernunft ersetzen. Es gibt in der Tat zwei Wege, um die Wahrheit zu finden, einer durch  Argumente, der andere durch Symbole. Aber die beiden Wege sind gegensätzlich zu Jesus- nicht alternativ- Jesus bedient sich beispielsweise in seinen Gleichnissen eines Symbolsprache, aber er gebraucht auch eine stringente Logik.

Die rationale Sprache gründet sich auf das Prinzip des Nichtwiderspruchs, während die Symbolsprache aus Bildern und sichtbaren Zeichen besteht, die auf eine unsichtbare Realität hinauslaufen. Das Symbol macht sofort verständlich, was den Augen der Vernunft verborgen bleibt.
Die Logik hilft, die Sprache der Symbole zu deuten. Alles das, was unter unsere Sinne fällt, hat eine Bedeutung, die uns zum Unsichtbaren führt, dessen Wiederschein und Nachahmung es ist.

Im Fall der Brandes von Nôtre Dame haben alle vor dem symbolischen Wert der verletzten Kathedrale gewarnt, aber nur wenige haben versucht, die symbolische Bedeutung dessen, was vorgefallen ist zu verstehen. Nôtre Dame -repräsentiert wie alle Kathedralen in ihrer architektonischen Ausrichtung auf den Himmel die Katholische Kirche.

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes -mit gewohnter Ironie- über die Abänderungen der "Fußwaschungszeremonie" durch Papst Franziskus und hat noch einige Vorschläge für die Zukunft.
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"PFs GRÜNDONNERSTAGS-SPIELE"
Es begann - ältere Leser werden sich daran erinnern- vor langen, alten Zeiten, als PF sowohl Frauen als auch Männern die Füße wusch. Das war- so angenehm er es gefunden haben mag- damals unzulässig.
Dann ordnete er an, daß das Gesetz geändert wurde, damit jeder Priester die Füße von Christen beiderlei Geschlechts waschen konnte.

Aber er selbst fuhr mit seiner kamera-freundlichen Ermutigung zur Illegalität fort, indem er die Füße von Nicht-Christen wusch.

Was würde er aber tun, wenn der listige Kardinal Sarah seinen Bluff aussprach und noch einmal die Rubriken änderte, um auch das zu legalisieren?

PF scheint ein besonders  tiefes persönliches Bedürfnis zu verspüren, Gesetze zu brechen. (Könnte es sein, daß er als er zur Schule ging, nicht angemessen bestraft wurde, wenn er die Regeln brach?)

Vielleicht könnte die nächste Stufe sein, die Hufe approbierter Wiederkäuer (jeder Orientierung) zu waschen. Ordentlich ausgeführt, könnte ihm das ermöglichen, Levithikus 11: 7 zu brechen.
(.".das Schwein, denn es hat gespaltene, sogar durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer, es ist für euch unrein")

Vor einiger Zeit habe ich eine andere mögliche Entwicklung der Päpstlichen Fußwaschung vorgeschlagen. Das wäre die Entfernung der Zeremonie aus den Rubriken der Liturgie und würde somit aufhören, ungesetzlich zu sein.

"Während er immer rund um den Petersplatz gefahren wird, könnte der Papst plötzlich sylphenhaft (sic) vom Papamobil springen. Seine Sicherheitsleute würden dann aus der jubelnden Menge eine Person hervorziehen und sie von  ihren Schuhen und anderen -ähm- Fußhüllen befreien, Der immer treue, unwandelbar effiziente Guido "Jeeves" Marini würde ex nihilo - wie von Zauberhand an der Seite seines Herrn erscheinen- mit einen Wasserbecken und einem Handtuch.

Der Papst des Volkes würde sich dann hinknien und....etc etc."

Quelle: liturgicelnotes, Fr. J. Hunwicke