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Samstag, 22. Februar 2020

Dienstag, 18. Februar 2020

Sandro Magister läßt Pietro De Marco Querida Amazonia kommentieren.

Sandro Magister läßt bei Settimo Cielo den renommierten Religionsphilosophen und Historiker Prof. Pietro de Marco zur apostolischen Exhortation "Querida Amazonia" , die so kontroverse Reaktionen hervorgerufen hat, zu Wort kommen. De Marco stellt u.a. fest, daß sich Papst Franziskus hier quasi zum ersten Mal als Papst gezeigt hat.
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"QUERIDA AMAZONIA" WENN FRANZISKUS ENDLICH ALS PAPST HANDELT." 

Ich empfange und ich veröffentliche. Der Autor, der alte Professor für Religionssoziologie an der Universität Florenz und an der Theologischen Fakultät Zentral-Italiens ist ein gebildeter Philosoph und Historiker und ist den Lesern von Settimo Cielo seit mehreren Jahren wohlbekannt.
Sandro Magister

"DIE KEHRTWENDE DER EXHORTATION. PAPST FRANZISKUS ZWISCHEN SYNODEN-DRIFT UND PRIMAT"
Von Pietro De Marco 

"Nachdem ich in diesen letzten Tagen über das umfangreiche Geschehen um die Exhortation "Querida Amazonia" und über ihr europäisches Echo nachgedacht habe, ist in mir die Überzeugung gereift, daß es der erste Akt sein könnte, in dem der Pontifex maximus Franziskus sein "munus" ausgeübt hat. 


Das "munus" der Päpste ist- wie bekannt ist-. als Vikar Christi zu handeln, vom Fundament der Universalen Kirche aus  (“tamquam saxum immobile”  vom Hl. Ambrosius) als Wächter und Lehrer des  glaubens und der Wahrheit. 

Wie auch ich beobachten konnte, hat Franziskus seine  “potestas legifera, iudicialis et exsecutiva” großenteils ausgeübt , meiner Meinung nach maßgeblich zum Aufbau eines bischöflichen Gremiums in der Welt und von Beamten im Zentrum beigetragen haben, dem befohlen wurde, sein Reformprogramm, seine persönliche postkonziliare, ideologische Position unter dem Deckmantel von Pastoralismus und Evangelisierung durchzuführen. Programm und Position, in denen das "bonum ecclesiae" schwer zu sehen war und bleibt, auch wenn es tatsächlich fast systematisch missverstanden und verzerrt wurde.
Das heißt, die Ausübung der "Potestates" schien von den Verpflichtungen des "munus", vom Bewusstsein, dessen Träger zu sein, getrennt zu sein. 


Freitag, 14. Februar 2020

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über den anglikanischen Theologen und Thomisten Eric Lionel Mascall, und Mitglied des zölibatären "Oratory of the Good Shepherd" und seine geistige Nähe zum Katholizismus
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Eric Mascall


Heute am 14. Februar ist der 27. Jahrestag des Todes von Eric Mascall, Priester und Gelehrter.
Fr. Aidan Nichols hat geschrieben, daß das Katholische Revival in der Church of England  im 20. Jahrhundert eine ausgewählte Reihe von gelehrten Patristikern und Theologen inspiriert hat.
...in solchen Zahlen, daß die orthodoxen Katholiken mit wenig Mühe die von der Katholischen Kirche "getrennten Kirchenlehrer" anerkennen können. Zu dieser auserwählten Schar zählt er auch Eric Mascall. Mascall war in der Tat einer der klügsten Köpfe beim Erkennen und in der Analyse der
Täuschungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ist es jetzt, nachdem die von Mascall repräsentierte Tradition formal und organisiert in den Ordinariaten in die volle Gemeinschaft mit dem Stuhl Petri eingetreten ist, zu...aufdringlich..zu hoffen, daß unsere Mitkatholiken diese Personen als auch zu ihnen gehörend ansehen?
Genau so -wie ich sicher bin- daß sie uns nicht übelnehmen, daß ihre eigenen Heiligen und großen Männer jetzt auch unsere geworden sind....die Märtyrer des Elizabethanischen Zeitalters; Bischof Challoner und seine Mit-Bekenner?

Ist es das, was der Ausdruck "Einheit der Kirche" bedeutet?

Quelle: Fr. J.Hunwicke, liturgicalnotes

Donnerstag, 13. Februar 2020

Fundstück zu Querida Amazonia

Guido Horst kommentiert für Die Tagespost die postsynodale Apostolische Exhortation "Querida Amazonia" die in ihrer konservativen Natur die hochgeschraubten Erwartungen auf Umsturz so schwer enttäuscht hat. Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel

"Nachsynodales Schreiben: Alles bleibt, wie es immer war" 

beginnt der Artikel so- Zitat: 

"Papst Franziskus hat sich entschieden, mit seinem postynodalen Schreiben „Querida Amazonia“ (Das geliebte Amazonien) keine der Türen zu öffnen, über die im Umfeld der vergangenen Bischofsversammlung zum Amazonasbecken immer wieder spekuliert worden war: Weder die zur Weihe verheirateter Diakone zu Priestern, was die Synode dem Papst im Schlussdokument vorgeschlagen hatte. 
Noch die zur Weihe von Frauen zu Diakonen– ein Thema, das auf der Bischofsversammlung selbst breiten Raum eingenommen hatte. Und auch nicht die zur Erarbeitung eines amazonischen Ritus, was ebenfalls ein Votum der Synode war. 
Wenn man bedenkt, daß ein deutscher Bischof sogar die Erwartung geäußert hatte, daß in der katholischen Kirche nach der Amazonas-Synode nichts mehr so sein würde wie vorher, dann muss man das von Franziskus vorgelegte Schreiben sogar als ausgesprochen konservativ bezeichnen. In der Frage des Priestermangels in abgelegenen Regionen etwa regt der Papst das an, was immer eine Antwort der Kirche war: Mehr Priester als Missionare in diese Gegenden zu schicken."  (....) 

Quelle:  G. Horst, Die Tagespost 

Mittwoch, 5. Februar 2020

"Pseudotheologisches Desaster..."

Der Paderborner Priesterkreis "Communio Veritatis" hat
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unter dem Titel: 

"PSEUDO-THEOLOGISCHES DESASTER VOLLER FALSCHHEIT"  

beginnt der Artikel so: 


"Paderborner Priesterkreis „Communio veritatis“ wirft Initiatoren des Synodalen Weges vor, die Kirche zu spalten. Reformbestrebungen stünden im Widerspruch zur Lehre der Kirche.

Der Paderborner Priesterkreis „Communio veritatis“ hat scharfe Kritik am Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland geübt und dessen Initiatoren spalterische Absichten vorgeworfen. In einer vom Paderborner Priesterkreis verbreiteten Erklärung, die das Datum vom 2. Februar trägt und sich als „Monitum an die Initiatoren und Teilnehmer“ des Synodalen Weges versteht, heißt es, der Synodale Weg sei ein „pseudo-theologisches Desaster voller Falschheit und Lüge. Die Initiatoren des Synodalen Weges wollen offenkundig eine andere Kirche als die von Christus gegründete.“ Sie seien nicht „Diener der Wahrheit, sondern Moderatoren der Spaltung“. Die Agenda des Synodalen Weges sei „nicht vom Licht Christi und seiner Kirche bestimmt, sondern vom Altar des Zeitgeistes!“ 
(....)

Quelle: Die Tagespost

Sonntag, 2. Februar 2020

Dienstag, 28. Januar 2020

Fr, Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über die vielen engen Verbindungen zwischen dem Alten und dem Neuen Testament, dem Glauben der Juden (jedenfalls in der Zeit Christi) und dem Glauben der Kirche.
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                 "GANZ VERSENKT IN DIE BIBEL" 
Gestern habe ich davon gesprochen, daß wir alle bessere Juden werden sollten, und als ich das schrieb, fiel mir eine Sache ein, zu der man öfter um Rat gefragt wird, von Laien ebenso wie von Klerikern. Tenor: Beim Beten des Breviers schlafe ich immer wieder ein und wenn ich mit einem Psalm durch bin, kann ich mich an kein Wort davon erinnern.Vielleicht sollte ich jetzt einen mahnenden Finger erheben und betonen, wie wichtig jedes Wort in jedem Psalm ist. Andererseits vielleicht aber auch nicht.
Worauf es wirklich ankommt: Diese ständig wiederholten Worte einsinken und zu einem Teil unseres Seins werden zu lassen, so daß sie in unserem Bewußtsein, aber auch in unserem Unterbewußtsein, zum Leben erwachen.

Der Hl. Augustinus hat darauf hingewiesen, daß wir uns in den Psalmen an den Herrn wenden können, daß er in uns und mit uns und für uns beten möge. Das ist sehr wichtig, aber daneben gibt es auch noch die ganz grundlegende jüdische Geisteshaltung. Dabei handelt es sich um das Aufeinandertreffen eines manchmal sich selbst gegenüber etwas skrupulöse Bestehens auf der Einhaltung des Gesetzes mit der beunruhigenden Einsicht, sich eben oft genug nicht an das Gesetz gehalten zu haben. Darin besteht das Wesen der Bundesbeziehung: daß Gott treu ist, selbst wenn wir nicht treu geblieben sind, und daß wir uns diese Einsicht sowohl auf individueller Ebene als auch in der Gemeinschaft aneignen.„

Misericordias domini in Aeternum cantabo“ (Ps. 88/89) (Die Erbarmungstaten des Herr will ich auf ewig besingen), das im Psalmvers zum Introitus der Messe von den Fünf Wunden vorkommt, war im späten Mittelalter unter den Klerikern äußerst populär. Und wenn ich damit auch vielleicht eine Ausnahme bin: Ich liebe all diese „langen“ Psalmen, in denen wir die Geschichte Israels durchwandern und die „Erbarmungen“ des HERRN aufzählen.

Ich halte es allerdings für unglücklich, daß die englischen Übersetzungen beginnend mit Coverdale den Satz mit dem Ich der ersten Person beginnen und so das menschliche Tun voranstellen, während das Hebräische, Griechische und Latein mit den Erbarmungstaten anfangen – wäre "The Mercies of the LORD for ever shall be my song" den wirklich so unverständlich? Wie es der Zufall will, geben die Bea-Psalmen, dieses große Symbol für alles, was in den Reformvorhaben seit den Zeiten von Pius XII. schief gegangen ist, das „chesedim“ mit gratias (Gnaden) wieder – mehr will ich dazu nicht sagen.

Misericordias Domini – man denke daran, daß DOMINUS in den Psalmen fast immer für das unaussprechliche Tetragrammaton (JHWH) steht, den Namen Gottes, der Moses offenbart wurde, der Name, an den sich der Gottesdienst des Tempels richtete. „Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN“ - das ist keine bedeutungslose Floskel. Diese Wendung hebt uns hinein in jenes Volk, das sich auf den Weg machte und das dann bereute, durch das Meer entfloh und und schließlich im Land von Milch und Honig ankam. Sie versetzt uns zurück zu Moses, als er vor dem brennenden Dornbusch stand – der doch ein Typos unserer lieben Frau ist, und zum Volk, wenn es im festlichen Zug zum Tempel zog – eines Typos unseres Erlösers selbst.

Manchmal denke ich, wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, jedesmal beim Namen des HERRN den Kopf zu neigen, und ich bin froh, daß die Rubriken mich zumindest beim hl. Messopfer anweisen, beim „Gratias agamus Domino Deo nostro“ eine Verneigung zu machen: Lasset uns berakoth (Danksagungen, eucharistia) machen zu YHWH unserem Gott“.

Quelle: liturgicalnotes. Fr. J. Hunwicke 

Freitag, 24. Januar 2020

Der GenterAltar, L´Agneau Mystique und das Internet. Noch ein Fundstück

Es ist schon bemerkenswert, daß eine Tafel- wenn auch die zentrale- eines Altaraufsatzes aus dem 15. Jahrhundert, das in der der St. Bavo-Kathedrale in Gent eher den Gläubigen und den Liebhabern der flämischen Malerei bekannt war, jetzt nach einem Bericht über das Ergebnis der aktuellen Restauration im Internet Furore macht. Darüber berichtet heute sachkundig Marco Gallina in "Die Tagespost". Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel :

"WIE DAS LAMM GOTTES DAS INTERNET EROBERTE"

beginnt der Artikel so:

"Die Restauration des weltberühmten Genter Altars hat enthüllt, daß das ursprüngliche Lamm Christi völlig anders aussah als angenommen. Was zuerst mit Überraschung und Ablehnung zur Kenntnis genommen wurde, kursiert nun als Internet-Meme in den sozialen Medien." (...)

Quelle: M.Gallina, Die Tagespost 

Tweet zum Tage....

Zum Auftakt für den Marsch für´s Leben in Washington- die Hl. Messe

Mittwoch, 22. Januar 2020

"Europas Zukunft liegt nur im Christentum----das Neuheidentum ist sein Untergang"

Maike Hickson hat für Life-Site-News die Predigt, die Kardinal Müller am Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone  in Rom gehalten hat kommentiert und dann in voller Länge wiedergegeben.
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"KARDINAL MÜLLER: EUROPAS ZUKUNFT LIEGT NUR IM CHRISTENTUM... DAS NEUHEIDENTUM IST SEIN UNTERGANG"
"Das Neuheidentum leugnet, daß jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist und deshalb steht das Neuheidentum dem Leben feindlich gegenüber." 

Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation hat zum Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone in Rom gepredigt- (Siehe den vollen Text unten). Darin hat er an Europa einen starken Appell, zu Jesus Christus, dem Erlöser, zurückzukehren, gerichtet. 

Während er über die jungfräuliche Märtyrerin, die Hl. Agnes sprach, machte er darauf aufmerksam, daß sie bereits als Mädchen "genau den Unterschied zwischen dem wahren und einzigen Gott und den vielen falschen Göttern der Heiden kannte."

"Wir folgen dem Beispiel der Märtyrer" erklärte er "wenn wir nicht in alte Formen der Anbetung hohler Idole, ihrer Abbildungen und Statuen aus Holz, Stein und Metall zurückfallen."

Kardinal Müller erinnerte und auch daran, daß "der Glaube an Götter und Dämonen und die Anrufung der Elemente durch Schamanen die Wahrheit der Erlösung verdunkeln,." und daß Jesus Christus der "Sohn Gottes und der einzige Retter der Welt ist." Die Hl. Agnes ermutigt uns durch ihr Martyrium "öffentlich unseren Katholischen Glauben hier in Rom und in Europa zu bezeugen - ohne Menschenfurcht,"

Er fuhr damit fort, uns vor neuheidnischen Theorien zu warnen, die das Christliche Bild des Menschen als in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen ablehnen und deshalb dem Leben gegenüber feindlich sind."

"Das Christentum lehrt uns " fuhr Müller fort "daß jedes menschliche Leben heilig ist, vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu seinem letzten Atemzug. Daraus ergibt sich das kategorische Nein zu Abtreibung und Euthanasie, zu Geschlechtsumwandlung und zur Zerstörung der Familie!" Deshalb liegt nur im Christentum die Zukunft Italiens. Neuheidentum ist sein sicherer Untergang" endete der Prälat entschlossen.

Damit unterstützte der Kurienkardinal mehr einen Politiker, der "symbolisch" den Rosenkranz hochhält  als den, der buchstäblich das Kruzifix abnimmt. Es erscheint ihm auch vergeblich, "Dialoge" mit dem alten Scalfari anzufangen, wenn dieser Atheist aus ihnen auf verwirrte Weise schließt, daß der Papst die Göttlichkeit Jesu geleugnet hat." 

Der deutsche Prälat macht in seiner Predigt klar, daß "Italien und Europa nur durch eine kulturelle, moralische und religiöse Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes eine Zukunft haben. Durch seine Auferstehung aus dem Tod hat er Hass, Sünde und Tod besiegt."


Dienstag, 21. Januar 2020

Heute vor 227 Jahren

am 21. Januar 1793 wurde auf der damals noch "Place de Louis XV" durch die Guillotine hingerichtet. Fr. Demets FSSP hat 2006 diesen Bericht darüber verfaßt, den rorate ccaeli alljährlich an diesem Tag veröffentlicht.
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NOTIZEN FÜR 2020- LUDWIG XVI ,  HEILIGMÄSSIGER KÖNIG, WAHRER MÄRTYRER GEHT IN DEN TOD. SEIN LETZTER WILLE UND SEIN TESTAMENT

                             Prozession zur Ewigkeit

Am 20. Januar 1793 verurteilte der Nationalkonvent Ludwig XVI zum Tode, seine Hin richtung wurde auf den nächsten Tag angesetzt. Ludwig verbrachte diesen Abend damit, sich von seiner Frau und seinen Kindern zu verabschieden. Am folgenden 21. Januar brach ein kalter und nasser Tag an, Ludwig stand um 5 Uhr auf. Um 8 Uhr erscheint eine Garde von 1200 Reitern, die den früheren König bei seiner 2-stündigen Kutschfahrt zum Hinrichtungsort begleiten sollte. 
Auf seine Einladung hin begleitete ein Priester, Henry Essex Edgeworth, ein in Frankreich lebender Engländer den König und hat das Ereignis dokumentiert. Wir schließen uns seiner Erzählung, wie er und der schicksalhafte König die Kutsche besteigen, um die Fahrt zu beginnen. 

Der König, der in der Kutsche so platziert war, daß er nicht ohne Zeugen mit mir sprechen oder von mir angesprochen werden konnte, bewahrte ein tiefes Schweigen. Ich zeigte ihm mein Brevier, das einzige Buch, das ich bei mir hatte und er schien das mit Freude zu akzeptieren: er schien darauf bedacht zu sein, daß ich ihm die Psalmen zeigte, die seiner Situation am meisten entsprachen und er rezitierte sie aufmerksam gemeinsam mit mir. Die Gendarmen schienen- ohne zu sprechen- über die ruhige Frömmigkeit ihres Monarchen erstaunt und verwirrt zu sein, dem sie zweifellos früher nie so nahe gekommen waren. 

Die Prozession dauert fast 2 Stunden, an den Straßen standen Bürger- alle bewaffnet- einige mit Pieken, andere mit Gewehren und die Kutsche wurde von ein einem Trupp- bestehend aus den verzweifeltsten Gestalten aus Paris- umringt. Als eine andere Vorsichtsmaßnahme hatten sie vor die Pferde eine Anzahl von Trommlern gestellt, die jeden Lärm oder jedes Gemurmel zugunsten des Königs ersticken sollten. aber wie hätte man die hören sollen?
Niemand zeigte sich an Türen oder Fenstern und auf den Straßen war niemand zu sehen außer bewaffnete Bürger. Bürger, die alle zur Ausübung eines Verbrechens eilten, das sie vielleicht tief in ihrem Herzen verabscheuten. 

So näherte sich die Kutsche der Place Louis XV in Stille und hielt in der Mitte eines großen Platzes an, der rund um das Schafott freigelassen worden und mit Kanonen umgeben war, dahinter erstreckte sich die bewaffnete Menge soweit das Auge sehen konnte. Als der König bemerkte, daß die Kutsche anhielt, drehte er sich um und flüsterte mir zu. "wenn ich mich nicht irre, sind wir angekommen" Mein Schweigen antwortete, daß es so war. Eine der Wachen kam. öffnete die Kutsche und die Gendarmen wären hinaus gesprungen, aber der König hielt sie auf, legte seinen Arm auf mein Knie und sagte in majestätischem Ton "Meine Herren, ich empfehle Ihnen diesen guten Mann, damit er nach meinem Tod nicht beleidigt wird- ich beauftrage Sie, das zu verhindern..." 
Sobald der König die Kutsche verlassen hatte, umringten ihn drei Wachen und hätten ihm seine Kleidung ausgezogen, aber er wies sie hoheitsvoll zurück und zog sich selber aus- nahm sein Halstuch ab, öffnete sein Hemd und bereitete sich vor. Die Wachen, die durch die entschlossene Haltung des Königs für einen Augenblick verwirrt waren, schienen ihre Kühnheit wieder zu gewinnen. Sie umringten ihn und hätten seine Hände ergriffen : "Was versuchen Sie zu tun? "sagte der König und zog seine Hände zurück. "Wir wollen Sie fesseln" antworteten die Kreaturen. 
"Mich fesseln" sagte der König indigniert "Nein, dem werde ich niemals zustimmen- tun Sie, was man Ihnen befohlen hat, aber Sie werden mich niemals fesseln...." 

Der Weg, der zum Schafott führte war sehr uneben und schwer zu begehen; der König war genötigt, sich auf meinen Arm zu stützen und wegen des langsamen Tempos, mit dem er sich vorwärts bewegte, fürchtete ich einen Augenblick, daß sein Mut ihn verlassen könnte. Aber wie groß war meine Überraschung als  die letzte Stufe kam. Ich fühlte, daß er plötzlich meinen Arm losließ und sah ihn mit festem Schritt die Breite des Schafotts überqueren- nur durch seinen Anblick- Stille bei den 15 oder 20 Trommlern, die mir gegenüber standen und in einer Stimme, die so laut war, daß man sie an der Tournant-Brücke hätte hören können-hörte ich ihn diese erinnerungswürdigen Worte sprechen:"Ich sterbe unschuldig an allen Verbrechen, die man mir vorwirft. Ich verzeige allen. die mich zum Tode verurteilt haben. und bete zu Gott, daß das Blut, das sie vergießen werden, niemals über Frankreich kommt." 
Er fuhr fort, bis ein Reiter in der nationalen Uniform mit einem wütenden Schrei den Trommlern befahl zu trommeln. Man konnte viele Stimmen hören, die die Scharfrichter ermutigten. Diese schienen sich selbst zu beleben und ergriffen den allermutigsten König mit Gewalt, sie zerrten ihn unter das Fallbeil der Guillotine, die mit einem Schlag seinen Kopf von seinem Körper trennte. Das alles geschah in einem Augenblick. Der jüngste Wächter, der um die 18 Jahre alt zu sein schien, ergriff den Kopf und zeigte ihn- rund um das Schafott herumgehend- den Leuten. Zuerst herrschte eine furchtbare Stille - dann aus der Ferne einige "Vive la Republique" Rufe. Die Zahle der Stimmen vervielfachte sich schrittweise  und in weniger als 10 Minuten wurde dieser Schrei- 1000 mal wiederholt zum universalen Schrei der Masse und jeder Hut flog in die Luft."

[References: Cronin, Vincent, Louis and Antoinete (1975); Edgeworth, Henry in Thompson, J.M., English Witnesses of the French Revolution (1938, Memoirs originally published 1815).]


*** 
Es folgt der letzte Wille und das Testament des Königs (s. Original)  



Heute in St. Denis,. Grablege der französischen Könige, Requiem für den hingerichteten König.

Fundstück

Julia Wächter hat sich für CNA von Kardinal Gerhard Müller durch seine Titel-Kirche in Rom "Sant´Agnese in Agone" führen lassen.
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Unter dem Titel:

"Zum Festtag der heiligen Agnes: Kardinal Müller führt durch seine Titelkirche Sant'Agnese"


beginnt der Artikel so- ZITAT:

"Es ist besser, für Christus zu sterben, als den Glauben zu verraten", sagt Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Sein Blick richtet sich auf eine Darstellung der heiligen Agnes, einer Märtyrerin wohl aus dem 3. Jahrhundert. Am Ort ihres Martyriums hat man eine Kirche errichtet. Sant'Agnese in Agone, zu Deutsch: heilige Agnes im Kampf. Sie ist Kardinal Müllers Titelkirche in Rom."  (...)

Quelle: CNA, J. Wächter

           HEILIGE AGNES BITTE FÜR UNS! 

Montag, 20. Januar 2020

Der Genter Altar "L´Agneau Mystique" in neuem Glanz

Pünktlich zum Gedenkjahr der Malerbrüder Van Eyck sind die Restaurierungsarbeiten am Genter Altar vollendet und kehren die Altartafeln auf ihren Stammplatz in der St. Bavo-Kathedrale in Gent zurück. Darüber berichtet John Burger für Aleteia .
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"DIE RESTAURIERUNG DES GENTER ALTARS ENTHÜLLT EIN ÜBERRASCHENDES GESICHT DES GOTTESLAMMES"

Die akribische Entfernung der Übermalung hat dem Publikum das Originalwerk der Gebrüder Van Eyck näher gebracht. 

"Eines der tiefgreifendsten Symbole für Jesus Christus ist das "Lamm Gottes", das Tier, das in der Tradition der alten Juden als Opferlamm für ihre Sünden geopfert wurde. 
Und eine der berühmtesten Darstellungen dieses Symbols wurde im 15. Jahrhundert von den flämischen Brüdern Jan und Hubert Van Eyck gemalt,
"Die Anbetung des Mystischen Lammes" , das Zentralstück der 12-Tafel-Meisterwerks , des Genter Altars, soll am 24. Januar auf seinen Stammplatz in der Genter St. Bavo-Kathedrale zurück kehren- zusammen mit vier weiteren Tafeln, die einer 3-jährigen Behandlung unterzogen wurden. 

Die Restauration umfaßte die Entfernung von Farbschichten der Übermalung des Originals, und hat wunderbare Details zu Tage gefördert. 

Seit Oktober 2012  hat Belgiens "Königliches Institut für das Kulturelle Erbe " (KIK-IPRA) im speziell dafür gebauten Labor des Genter Museums für Schöne Künste ein 2-Millionen  €-Projekt zur Konservierung des Altarbildes ausgeführt.

"Trotz des Reichtums früherer Forschungsarbeiten am Altarbild, haben Wissenschaftler erst während der KIK-IPRA-Restaurierung eine überraschende Entdeckung gemacht: unter den Schichten vergilbter und wolkiger Lasur wurden rund 70% der äußeren Tafeln unter einer Übermalung aus dem 16. Jahrhundert überdeckt." 
Die Kunstzeitschrift berichtet: 

"Diese Übermalung wurde so früh durchgeführt und folgte den Umrissen des Originals mit sehr ähnlichen Pigmenten, die auf ähnliche Weise alterten, daß das bei der technischen Dokumentation nicht sichtbar war, als das Altarbild zuerst zur Behandlung hereinkam." erinnert sich Hélène Dubois, die Leiterin des Restaurierungsprojektes, "Und nichts derartiges ist bisher bei der frühen niederländischen Malerei beobachtet worden."

Die Entdeckung war "für alle wie ein Schock, für uns, für die Kirche, für die Gelehrten, für das Internationale Komitee , das dieses Projekt verfolgt" sagt sie. 

Die Entfernung der Übermalung war "ein akribischer Prozess, bei dem Lösungsmittel und Skalpelle verwendet wurden" sagt die Publikation.


Sonntag, 19. Januar 2020

Ein dreifacher Segen mit dem Volto Santo

Paul Badde berichtet bei CNA von einem ganz besonderen Ereignis in Manopello- drei Bischöfe, Kardinal Gerhard Müller, Erzbischof Bruno Forte und  Erzbischof Salvatore Cordileone haben "urbi et orbi" mit dem Volto Santo gesegnet. Kardinal Müller hat die Predigt gehalten.
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Unter dem Titel

"Eine kurvenreiche Geschichte an ihrem guten Ziel"


beginnt der Artikel so-  Zitat:

"Als Benedikt XVI. am 1. September 2006 als erster Papst nach über 400 Jahren sein Knie wieder vor dem wahren Schweißtuch Christi beugte, erlaubten ihm die Umstände und viele Widerstände dennoch kaum mehr, als dass er sich damals der kostbaren Ur-Ikone im Grunde nur wie ein beliebiger Pilger oder japanischer Tourist nähern durfte."  (....)

Quelle: Paul Badde, CNA

Acies Ordinata in München- Ein Interview

OnePeterFive hat Prof. de Mattei zu "Acies Ordinata" in München interviewt.
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"ACIES ORDINATA- MÜNCHEN. EIN INTERVIEW MIT ROBERTO DE MATTEI"

Heute mittag, am 18. Januar 2020. wurde Acies Ordinata, eine Gebetsversammlung, in München, Bayern abgehalten. Acies Ordinata ist eine internationale Vereinigung katholischer Laien, die der Tradition der Kirche treu sind. Nach zwei vorangegangenen Versammlungen, die am 19. Februar 2019 und am 28. September in Rom stattfanden, wurde dieses mal München ausgewählt, weil es der Bischofssitz von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.
Die deutschen Bischof stellen - nachdem sie die Amazonas-Synode ideologisch und finanziell gefördert haben - heute den in der Revolution am weitesten fortgeschrittene Platz in der Kirche. Am kommenden 30. Januar werden sie sich zu ihrer Vollversammlung in Frankfurt treffen, um den "synodalen Weg", den sie nach der Amazonas-Synode beschreiten wollen, zu diskutieren. Aus diesem Grund haben die Teilnehmer der Acies Ordinata - wie sie es zuvor bei den anderen Versammlungen getan haben, eine Stunde lang - dieses mal vor der Theatiner-Kirche, der großen Kirche der Theatiner im Zentrum Münchens, die heute in der Obhut der Dominikaner ist. Sie tun das als Zeichen eines respektvollen aber festen Protestes gegen die Deutsche Bischofskonferenz und ihren Vorsitzenden. 
OnePeterFive ist erfreut, das folgende Interview mit Prof. Roberto de Mattei, den Veranstalter dieser Ereignisse präsentieren zu können. 

Zu allererst, was sind die Acies Ordinata? 

Die Acies Ordinata sind eine Versammlung von katholischen Laien, die öffentlich ihre Treue zur Kirche bezeugen wollen. Wir stehen eine Stunde lang mit dem Rosenkranz in der Hand in der Stille, um unseren Widerstand gegen den Prozess der Selbstzerstörung der Kirche zum Ausdruck zu bringen. Es scheint, daß die Stunde gekommen ist, um aus dem Schlaf zu erwachen (Röm 13,11) und die Worte von Pius XII. In Erinnerung zu rufen: „Es ist notwendig, daß alle militanten Katholiken auf den Beinen sind und mit den Waffen kämpfen, die ihnen gegeben wurden. (Radiobotschaft vom 8. Dezember 1953).

Warum finden diese Acies Ordinata am 18. Januar in München statt? 

Weil München in Bayern der Bischofssitz von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München-Freising und Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz ist. Am 1. Dezember 2019 hat Kardinal Marx den "Synodalen Weg" der deutschen Kirche eröffnet. Der nächste Schritt kommt am 30. Januar in der St. Bartholomäus-Kathedrale in Frankfurt am Main, wo die Vollversammlung der Bischöfe den "Synodalen Weg" diskutieren wird, der der Amazonas-Synode folgen soll.  Es ist die Liebe zur Kirche, die uns zusammenbringt, um unseren respektvollen Protest gegen den eingeschlagenen Weg der deutschen Bischöfe auszudrücken. 



Samstag, 18. Januar 2020

M. Tosatti: Erzbischof em. Léonard schließt sich dem Appell Kardinal Sarahs und Benedikts XVI an.

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae den Appell veröffentlicht, den der emeritierte Erzbischof von Brüssel-Mechelen an die Bischöfe und den amtierenden Pontifex gerichtet und bei L´ Homme Nouveau veröffentlicht hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"MSGR. LÈONARD AN BISCHÖFE UND PAPST: RÜHRT NICHT AN DEN ZÖLIBAT"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, der emeritierte Erzbischof von Brüssel-Malines, Msgr, André-Joseph Léonard  hat auf der website "L´Homme Nouveau" einen Appell an die Bischöfe und natürlich auch an den amtierenden Pontifex veröffentlicht, in primis, damit sie nicht an den priesterlichen Zölibat im Lateinischen Ritus rühren. Der Erzbischof versichert dem von Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah  seine volle Unterstützung, über das in diesen tagen so viel gesprochen wird. Gute Lektüre. 

§§§


Als emeritierter Erzbischof von Brüssel-Malines enthalte ich mich jeglicher Einmischung in die Leitung der Diözesen, deren Hirte ich war: Namur und Brüssel. Aber ich bleibe Bischof und deshalb kann ich Überzeugungen zur Lehre oder Pastoral äußern, auch wenn sie vielleicht von der einen oder anderen Position meiner früheren Arbeitskollegen abweichen. 

Auch wenn die Sache neu ist und von unendlich größerer Tragweite- kann ein emeritierter Papst, in diesem Fall Benedikt XVI -auf die selbe Weise legitimer Weise an einem Buch mitarbeiten, das von einem Kardinal geplant  und in Konsultation mit ihm seine theologischen und pastoralen Überzeugungen ausdrücken, ohne seine Pflicht zur Diskretion weniger zu erfüllen. Er drückt sich auch nicht mehr notwendigerweise als Nachfolger Petri aus und seine Meinung besitzt keine lehramtliche Autorität. Aber sein Wort hat dennoch ein enormes Gewicht. 

Sein aktiver Beitrag zum von Kardinal Sarah geplanten Buch ist auf keine Weise ein "Angriff" gegen Papst Franziskus. Benedikt XVI kritisiert ebenso wenig wie der Kardinal seinen Nachfolger . Sie haben in "spirito filiale" einen Appell an ihn gerichtet, ohne irgend einen Abstrich ihrem Gehorsam gegenüber dem aktuellen Papst. 
Genau wie die vier Kardinäle ihre Bitte an Papst Franziskus richteten, ihre "dubia" zu zerstreuen. Ihre dubia, ihre Verblüffung betrifft einige zweideutige Aspekte in Kapitel VIII der Exhortation "amoris Laetitia" , soll heißen, jene die die Unauflöslichkeit der gültigen sakramentaklen Ehe betreffen, mit ihrer Rückwirkung auf den Zugang zum Sakrament der Beichte und zur eucharistischen Kommunion,  für die die sich in einer dauerhaften Situation ehelichen Zusammenlebens mit einem Partner befinden, der nicht der eigene Ehepartner "im Herrn" ist. 

Andere Zweideutigkeiten folgten. Es ist absolut ... die Frage eines Journalisten inhaltlich so zu beantworten "Wenn eine homosexuelle Person aufrichtig versucht, den Willen Gottes zu erfüllen, wer bin ich, über ihn zu urteilen?" Weil aber nicht klar ist, was dieser Wille Gottes und die moralischen Konsequenzen sind, entnimmt die öffentliche Meinung dieser zweideutigen Antwort fälschlicherweise, daß homosexuelle Paare jetzt von der Kirche legitimiert werden. Und das ist nicht wahr. 

Freitag, 17. Januar 2020

Kardinal Sarah:Die Feinde des Zölibats sind Zauberlehrlinge der Universitäts-Theologie

Luisella Scrosati gibt bei La Nuova Bussola Quotidiana Teile des Textes wieder, den Kardinal Sarah für "Aus der Tiefe unserer Herzen" verfaßt hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"SARAH: DIE WEIHE VERHEIRATETER PRIESTER IST EINE PASTORALE KATASTROPHE!"

"Im Buch "Aus der Tiefe unserer Herzen" zieht Kardinal Sarah die Konsequenzen aus der Lehre Benedikts XVI - besonders im Licht der Amazonas-Synode. Mit der "Aufweichung" des priesterlichen Zölibats sagt Sarah provoziert man eine Verwüstung für die Gläubigen, weil sie des
sichtbaren Zeichens beraubt werden, daß der Priester völlig Gott gehört. Das Problem liegt bei einigen westlichen und südamerikanischen Bischöfen, die den Zölibat als Last leben. Und er schießt gegen ein angebliches "Recht auf die Eucharistie": "Eine Gemeinschaft, die sich mit der Idee eines" Rechts auf die Eucharistie "formiert, ist nicht mehr Jüngerin Christi.."


Kardinal Robert Sarah stellt sich in den Schatten der Lehre, die der Papa Emeritus im Buch "Aus der Tiefe unseres Herzens" im Zentrum der Kontroverse und während seines gesamten Pontifikates  dargelegt hat. Dabei handelt es sich nicht um eine forcierte Nutzung dieser Überlegungen sondern um die

Kardinal Robert Sarah stellt sich den Lehren folgend, die der emeritierte Papst in dem Buch "Aus tiefstem Herzen" darlegte, in den Mittelpunkt der Kontroverse und seines gesamten Pontifikats. Dies ist keine erzwungene Verwendung dieser Überlegungen, sondern eine Integration in das Licht dessen, was der Kardinal während der jüngsten Synode erfahren konnte: «Während der Amazonas-Synode habe ich mir die Zeit genommen, den Menschen zuzuhören, die an der Feld und im Gespräch mit guten Missionaren. Dieser Austausch hat in mir die Vorstellung bestärkt, dass die Möglichkeit, verheiratete Männer zu ordinieren, eine pastorale Katastrophe, eine ekklesiologische Verwirrung und eine Verdunkelung des Verständnisses des Priestertums bedeuten würde."

In seiner Rede zeigt Sarah große Weitsicht über die Auswirkungen, die die Schwächung des Zölibats in der Kirche haben wird, aufgrund der ontologischen Zugehörigkeit des Zölibats zum Priestertum, hervorgehoben durch den erleuchteten und entschiedenen Ausdruck von Benedikt XVI .: „Nie hat ein Papst - bemerkt der Kardinal- hat mit solcher Kraft die Notwendigkeit des priesterlichen Zölibats ausgedrückt."

Die Konsequenzen werden in erster Linie für die Gläubigen verheerend sein, weil ihnen das sichtbare Zeichen genommen wird, daß der Priester völlig Gott gehört, zu  dem Gott gehört, der sein Opfer an die Brüder gründet und unterstützt. Sarah spricht aus Erfahrung und erzählt, wie er als junger Priester in die abgelegenen Dörfer Guineas gereist ist, um die Treue jener christlichen Gemeinden zu würdigen, die jahrelang keinen Priesterbesuch erhalten hatten. Diese lange sakramentale Abstinenz hatte zur Folge, dass sie Hunger und Durst nach den Sakramenten weckte. Sarah erinnert sich, wie ich in meinem Körper die Freude spürte, "die Sümpfe mit provisorischen Booten zu überqueren [...] oder durch gefährliche Ströme zu waten, win denen wir befürchteten, verschlungen zu werden,"  ,  und die Freude empfand, gänzlich Gott zur Verfügung zu stehen und somit auch seinem Volk."