Freitag, 31. Januar 2020

Breaking....

Roberto de Mattei berichtet bei Corrispondenza Romana - was er von einigen Bischjöfe, die Teile der kommenden postsynodalen Exhortation von Papst Franziskus gelesen haben, heute erfahren hat: verheiratete "viri probati" können zukünftig in Ausnahmefällen zu Priestern geweiht werden. Und er kommentiert anschließend, welche Folgen das haben wird,
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE POSTSYNODALE EXHORTATION VON PAPST FRANZISKUS HEBT DEN KLERIKALEN ZÖLIBAT AUF"

"Die Nachricht, die wir erwarteten, lag schon in der Luft, aber die Bestätigung erreicht uns auf diskrete Weise von einigen Bischöfen, die Zugang zu einem Teil (nicht der ganzen) postsynodalen apostolischen Exhortation für die Amazonas-Synode von Papst Franziskus bekommen. Dieser Teil bezieht sich hauptsächlich auf den im Schlußdokument der Synode approbierten Paragraphen 111. 

"Viele Mitglieder der Kirchengemeinden im Amazonas-Gebiet haben große Schwierigkeiten beim Zugang zur Eucharistie. Es können Monate oder Jahre vergehen, bevor ein Priester in eine Gemeinde zurückkehrt, um die Eucharistie zu feiern, das Beichtsakrament anzubieten oder den Kranken der Gemeinde die Krankensalbung zu spenden. 

Wir schätzen den Zölibat als Geschenk Gottes, weil er dem zum Priester geweihten missionarischen Jünger ermöglicht, sich voll ganz dem Dienst am Heiligen Volk Gottes zu widmen. Wir wissen, daß diese Disziplin "für die Natur des Priestertums nicht erforderlich ist" (PO 16) -obwohl aus vielen Gründen ein gutes Verhältnis zwischen beidem besteht.
In seiner Enzyklika über den priesterlichen Zölibat hat der Hl. Paul VI diese Vorschrift bekräftigt und die theologischen, spirituellen und pastoralen Gründe offengelegt, die ihn  begründen.
In der postsynodalen Exhortation von 1992 bestätigte der Hl. Johannes Paul II diese Tradition der Lateinischen Kirche (PDV 29).

"In Anbetracht der Tatsache, dass die legitime Vielfalt die Gemeinschaft und die Bezeugung der Vielfalt der bestehenden Riten und Disziplinen die Einheit der Kirche nicht beeinträchtigt, sondern sie in ihrem Kern bestätigt und ihr dient (vgl. LG 13; OE 6) schlagen wir im Rahmen von Lumen Gentium 26 vor, daß die zuständige Autorität Kriterien und Bestimmungen festzulegen, nach denen von der in der Gemeinde anerkannte Männer zu Priestern geweiht werden können, für ein fruchtbares, permanentes Diakonat, die eine angemessene Ausbildung zum Priestertum erhalten, damit sie das Leben der christlichen Gemeinschaft durch das Predigen des Wortes und die Feier der Sakramente in den entlegensten Gebieten des Amazonas erhalten können. "

Die Bresche ist also geschlagen. Es gibt keinen Grund, in anderen Gegenden der Welt etwas zu verbieten, was in einigen Gebieten des Amazonas erlaubt ist. 
Die deutschen Bischöfe -und nicht nur sie- sind bereit, verheiratete Männer zum Priestertum -wenn sie von den zuständigen Autoritäten für geeignet angesehen werden. 
Was da abgeschafft wird, ist nicht nur eine veränderliche "kirchliche Disziplin" sondern ein Gesetz, das auf einem Gebot göttlich-apostolischen Ursprungs beruht. 

Vor fünfzig Jahren las Kardinal Leo-Joseph Suenens auf dem Symposium der europäischen Bischöfe im Juli 1969 in Chur bei der Abschlusskonferenz einen Appell von Hans Küng vor, den Zölibat der Priester abzuschaffen. 
Diese Bitte stimmte mit der Rolle überein, die die progressive Theologie in der Sexualität erkannte: ein Instinkt, den der Mann nicht durch Askese unterdrücken, sondern "frei" leben und im Sex eine Form der "Verwirklichung" der menschlichen Person finden sollte. 
Seitdem hat sich diese Forderung erweitert und geht mit dem Säkularisierungs- und Selbstzerstörungsprozess der Kirche einher.

In Wirklichkeit waren die Übertretungen des Zölibats und die Simonie die großen Plagen, die den mystischen Leib Christi in Krisenzeiten immer heimgesucht haben. Und der Ruf nach Abstinenz und nach evangelikaler Armut war das Banner der großen reformierenden Heiligen. In den kommenden Februar-Tagen wird der Anti-Reformer nicht wie so oft ein Bischof oder eine Gruppe von Bischöfen sein, sondern der Nachfolger des heiligen Petrus selbst.


Der kirchliche Zölibat ist eine Ruhm der Kirche, und was er demütigt, ist der Wille Christi, in unsere Zeit überliefert von den Aposteln. Wie kann man sich vorstellen, daß Katholiken angesichts dieses Skandals schweigen können? "
Roberto de Mattei

Quelle: Corrsipondenza Romana, R.de Mattei 

Fundstück

CNA veröffentlicht den Text der Rede, die Bischof Oster vor der ersten Sitzung des "Synodalen Weges" gehalten hat.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"BISCHOF OSTER WARNT VOR "BLOSSEM HUMANISMUS DER NETTIGKEIT"

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Bei der Eröffnungssequenz zur ersten Synodalversammlung zum "Synodalen Weg" sprach der Passauer Bischof Stefan Oster über seine Motivation, sich für die Kirche zu engagieren und betonte die zentrale Bedeutung der Realpräsenz Christi in der Eucharistie. Oster sprach auch die Gefahr an, dass der "Synodale Weg" für Eigeninteressen missbraucht werden könne."  (....)

Quelle: CNA

Bischof Oster bloggt übrigens auch und hat seine Rede auch auf seinem Blog veröffentlicht 

"Credo in unum Deum ....et unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam....!



Das war am 18. Januar 2020 in München, ca. 200 m Luftlinie vom Holnstein-Palais, der Residenz des Münchner Erzbischofs....

Der machte sich heute in Frankfurt wichtig. Er redete von sich, er redete von seiner Kirche als einer NGO und am Ende wollte er selbst Gott sein: "Deus Vult:

Der Text stammt von hier.
Die beiden ÖR Nachrichtensender berichteten über die diversen Forderungen an die Kirche. "Gähn!"

Das ist die Zusammenfassung der diversen Pressekonferenzen und der diversen Berichterstattungen über den Eröffnungstag des sog. "Synodalen Weges".

Was man aber auch gesehen hat: Sie haben sich verzettelt und zu viele Sprüche geklopft und sie haben in ihrer Vorstellung, selbst Gott zu sein übersehen, dass sie noch nicht mal einen Maulwurfshügel erklimmen können, geschweige denn einen Berg.


Das "Jo mei" des Tages:

"Die Kirche lebt - und die Kirche ist jung"

Benedikt XVI bei seiner Inauguration am 24. April 2005

Zu diesem Tweet von Maike Hickson gibt es einen wunderbaren sehr lesenswerten Artikel zum gestrigen Tag des "synodalen Wegs": Klicken!


"Die Kirche wird nicht voranschreiten, das Evangelium wird nicht mit langweiligen, verbitterten Evangelisierern voranschreiten"

Papst Franziskus in einer seiner letzten Santa Marta-Predigten:



Und die Bilder der deutschen Oberhirten und des ZDK, die gestern so durch die Medien gingen, verlinke ich besser nicht. Das wäre fast ein bisschen gemein,

Der Primas von Frankreich wird im Revisionverfahren vom Vorwurf der Vertuschung sexuellen Mißbrauchs freigesprochen

  • Christophe Henning  und Benevent Tosseri  berichten für 
  • La Croix über den Ausgang des Revisionsverfahrens Kardinal Barbarins in Lyon. Hier geht´s zum Original:   klicken

"DIE AFFÄRE PREYNAT: KARDINAL BARBARIN WIRD IM REVISIONSVERFAHREN FREIGESPROCHEN"
Die Richter in Lyon haben Donnerstag, dem 30. Januar, Kardinal Philippe Barbarin freigesprochen. Angeklagt, weil er den sexuellen Mißbrauch Minderjähriger nicht angezeigt habe, war der Erzbischof von Lyon am 7. März 2019 vom Strafgerichtshof zu 6 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt worden.

Erleichterung auf Seiten der Verteidigung Kardinal Barbarins, der Gerichtssaal nicht anwesend war. Niedergeschlagenheit bei den   an diesem Nachmittag des Donnerstags  30. Januar, zahlreich im Justizpalast von Lyon anwesenden Opfern.
5 Jahre einer belastenden Prozedur endeten mit der Entlastung des Erzbischofs von Lyon - von den Richtern des Revisiongerichtes für unschuldig befunden.

"Dies ist der Höhepunkt eines sehr langen Kampfes", sagte Me Jean-Félix Luciani, Anwalt von Kardinal Barbarin. Das ist das Ende des Weges für einen Mann, der öffentlichen Gerüchten, Verleumdungen und Ungerechtigkeiten ausgesetzt war. Diese Ungerechtigkeit wurde nun behoben.

Am 7. März 2019 hatte das vom Strafgerichtshof von Lyon verhängte Urteil von 6 Monaten Gefängnis mit Bewährung die Wirkung eines Erdbebens.
Gemeinsam mit 5 seiner Mitarbeiter war der Erzbischof für schuldig befunden worden,
In seinem Revisionsantrag hat der Primas von Gallien seine Verteidigungslinie nicht geändert: auch wenn er Unterlassungen zugab, verstand er immer noch nicht, was man ihm vorwarf: "Ich weiß nicht, was ich nicht getan habe".
Auf 40 Seiten beschreibt das Urteil des Lyoner Gerichts zunächst sorgfältig die Chronologie des schmerzlichen Geschehens, das die Opfer von Bernard Preynat erlebten- der zugegeben hat, in den 90-er Jahren Dutzende junger Pfadfinder angegriffen zu haben: der Strafgerichtshof, vor dem der Mißbraucher vor cirka 10 Tagen erschien, wird sein Urteil am 16 März sprechen.

Die 4. Strafkammer unter dem Vorsitz von Éric Séguy analysiert dann die wesentlichen Elemente der Straftat, sexuellen Missbrauch von Minderjährigen nicht gemeldet zu haben. Technische Fragen, die sich auf die Beschreibung eines Teils des Sachverhalts beziehen, aber auch auf die strikte Auslegung der "Verletzlichkeit" der Opfer, die alle erwachsen sind und in der Lage sind, selbst rechtliche Schritte einzuleiten: "Das Leiden der Beschwerdeführer ( …) Diese traumatische Erinnerung, dieses Gefühl der Schande, so real und unbestreitbar sie auch sind, kann nicht mit einer Krankheit, einem Gebrechen, einem Mangel gleichgesetzt werden, die zu einer anderen Anklage führen würden.

Schließlich vertrat das Gericht die Auffassung , daß der Kardinal nicht versucht habe, die Justiz zu behindern und daß der Zeitpunkt der Entlassung von Preynat zwar moralisch ernsthaft fragwürdig war, jedoch keine Straftat darstellte. Der Primas von Gallien hatte selbst "Fehler" in der Handhabung dieses schmerzhaften Themas zugegeben.
(...)


Quelle: La Croix, C. Henning, B. Tosseri

Synodaler Weg- jetzt hilft nur noch beten....



             

Donnerstag, 30. Januar 2020

Jetzt hilft nur noch beten

wenn man sich anschaut was in den ersten Stunden des "Synodalen Weges" gesagt, gefordert und getan wurde (Laien reichen bei der Eröffnungsmesse  Bischöfen in Zivil den Kelch)


             

Kardinal Cordes sieht die Gefahr eines Schismas durch den Synodalen Weg

Nico Spuntoni hat für La Nuova Bussola Quotidiana den emeritierten Kurienkardinal Paul Josef Cordes zum Beginn des Synodalen Wege interviewt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"Mit dem "Synodalen Weg" hat die DBK einen äußerst riskanten kirchlichen Prozess begonnen. De facto eröffnet sich die Möglichkeit zu einem Schisma." 
"Die" Barmherzigkeits-Lücke ", die Kardinal Kasper für die Geschiedenen und Wiederverheirateten angedeutet hat, schwächte das Sakrament der Eucharistie". Der deutsche Kardinal Paul Josef Cordes, früher ein sehr vertrauter Mitarbeiter von Johannes Paul II und Benedikt XVI,  greift die erklärten Ziele der deutschen Bischöfe an, die heute in Frankfurt den "Synodalen Weg" eröffnen: Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene, Wiedereröffnung der Diskussion der Frauen-Weihe, das Ende des priesterlichen Zölibats, die Segnung  homosexueller Verbindungen, die Überwindung der Lehre des Heiligen Paul VI zur Empfängnisverhütung."

"CORDES: DIE DEUTSCHE KIRCHE IST AUF DEM WEG IN EIN SCHISMA" 
Heute Nachmittag wird im Frankfurter Dom die erste Sitzung des "Synodalen Weges" der deutschen Kirche eröffnet. Auf dem Weg sind 4 Diskussionforen über "Macht, Partizipation und Teipung der Macht"  "Sexualmoral" "Formen Priesterlichen Lebens" und "Frauen im Dienst und mit Ämtern in der Kirche"-
Der deutsche Episkopat (mit wenigen Ausnahmen) und die Laienorganisationen machen Ernst und beeilen sich, einen Weg, der zwei Jahre dauern soll, zu beginnen, auf dem Entscheidungen auch auf doktrinalem Gebiet getroffen werden könnten, die Rom herausfordern und quasi den Weg in die Autokephalie gehen.
Kardinal Reinhard Marx und die Seinen  scheinen entschlossen zu sein, ihre progressistische Agenda der deutsche Kirche aufzuzwingen.
Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene, Wiederaufnahme der Diskussion über die Weihe von Frauen, das Ende des priesterlichen Zölibats, die Segnung homosexueller Verbindungen, die Überwindung der Lehre des Hl. Pauls VI zur Empfängnisverhütung. Der Synodale Weg könnte jenes
herrische "Wir sind keine Filiale Roms" konkret werden lassen, das Marx 2015 äußerte.
Über die  möglichen Konsequenzen die ein Prozess, der von der Ostseite des Rheins ausgeht und zu einer enormen Spaltung der Universalkirche führen könnte, haben wir mit Kardinal Paul Josef Cordes, dem emeritierten Präsidenten  des Päpstlichen Rates "Cor Unum", und früheren sehr vertrauenswürdigen Mitarbeiter des Hl. Johannes Paul II und Benedikts XVI, einer maßgeblichen Persönlichkeit des deutschen Katholizismus, gesprochen.


R. de Mattei, die DBK und die Simonie....

Roberto de Mattei kommentiert bei Corrispondenza Romana- pünktlich zum Beginn des "Synodalen Weges " der DBK die finanzielle Situation der Katholischen Kirche in Deutschland -mit besonderem Augenmerk auf die Kirchensteuer.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE SIMONIE DER DEUTSCHEN BISCHÖFE" 

"Wie sehr wünsche ich mir eine arme Kirche für die Armen" rief Papst Franziskus aus (L´Osservatore Romano vom 17. März 2013)  Die Antithese zu seinem Ideal stellt aber gerade die Kirche dar, die ihm am nächsten steht, die deutsche.
Die DBK , die die kürzliche Amazonas-Synode im Oktober ideologisch und finanziell gesponsert hat ist de facto die reichste und privilegierteste in ganz Deutschland. Diesen Reichtum verdankt sie der Kirchensteuer, einer Steuer, die der Staat an die Kirche abführt, für die sie um die 8-9% der gesamten Steuerlast der deutschen Katholiken einbehält. Diese  Steuerabgabe ist jedoch obligatorisch, anders als in anderen Ländern, in denen Kirchen durch die Großzügigkeit der Gläubigen finanziert werden, die frei entscheiden, einen Teil ihres Einkommens an sie zu zahlen.

Wer in Deutschland von der Kirchensteuer befreit werden will, muss eine Kirchenaustrittserklärung unterzeichnen, die ihn von den Sakramente ausschließt.
Am 20. September 2012 verfügten die deutschen Bischöfe, daß diejenigen, die sich nicht mehr registrieren lassen wollten, um der Zahlung der Kirchensteuer zu entgehen, nicht mehr beichten, nicht die Kommunion oder Firmung empfangen und zum Zeitpunkt des Todes keine katholische  Beerdigung mehr erhalten können.
Sie können sich nicht einmal mehr freiwillig in einem katholischen Verein engagieren, geschweige denn in einer kirchlichen Einrichtung wie einer Schule oder einem Krankenhaus arbeiten.
In einem Interview mit der Schwäbischen Zeitung vom 17. Juli 2016 kritisierte Erzbischof Georg Gänswein diesen eklatanten Widerspruch mit folgenden Worten:
"Wie reagiert die katholische Kirche in Deutschland bei denen, die die Steuer für die Kirche nicht zahlen? Mit automatischem Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft, was bedeutet: Exkommunikation. Das ist übertrieben, unverständlich. Dogmen können hinterfragt werden und niemand wird rausgeworfen. Könnte es sein, dass die Nichtzahlung von Kirchensteuer eine schwerwiegendere Verletzung darstellt als Verstöße gegen Glaubenswahrheiten? Der Eindruck ist, dass, solange der Glaube auf dem Spiel steht, er nicht so tragisch ist, aber wenn Geld ins Spiel kommt, dann scherzt man nicht mehr. "
Lautete das Motto der amerikanischen Siedler im 18. Jahrhundert: "Keine Besteuerung ohne Repräsentation", so lautet das Motto der deutschen Bischöfe heute "Keine Sakramente ohne Besteuerung". Wenn Sie bezahlen, erhalten Sie die Sakramente, wenn Sie nicht bezahlen, werden Sie von ihnen ausgeschlossen. Der Reichtum der deutschen Kirche basiert, mit einem Wort, auf Simonie.


Fundstück

"Die Tagespost" - Redaktion veröffentlicht vor Beginn des "Synodalen Weges" die Warnung Kardinal Gerhard Ludwig Müllers vor Irrwegen und Anmaßungen der Bischofssynode und vor dem Rückgriff auf die alte Agenda der 70-er Jahre.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"DIE GLAUBENS- UND SITTENLEHRE NICHT DEM ZEITGEIST ANPASSEN"

Kardinal Müller warnt davor, die Lebenswirklichkeit zur "Quelle der Offenbarung" zur erklären. Synodaler Weg kann keine Entscheidungen des Lehramtes korrigieren.

beginnt der Artikel so- Zitat:

"Unmittelbar vor Beginn der ersten Synodalversammlung des Synodalen Weges hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller davor gewarnt, die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche dem Zeitgeist anzupassen und in der Lebenswirklichkeit "eine Quelle der Offenbarung" zu sehen. In einem Beitrag für "Welt&Kirche", der Sonderbeilage der Tagespost zum Synodalen Weg, schreibt der Kardinal: Synoden und Konzilien hätten sich nie angemaßt, "die Kirche neu zu stiften oder ihre Glaubens- und Sittenlehre dem jeweiligen Zeitgeist anzubequemen und den herrschenden Weltanschauungen und Lebensstilen anzupassen." (...)

Quelle: Die Tagespost, Kard. G.L.Müller

Mittwoch, 29. Januar 2020

G. Weigel hält den Gift und Galle spuckenden Angreifern von Papst Benedikt XVI und Kardinal Sarah den Spiegel vor.

Im "Catholic World Report" hält George Weigel den bösartigen Verleumdern Benedikts XVI und Kardinal Sarahs mit unmißverständlichen Worten einen Spiegel vor
Hier geht´s zum Original: klicken

               "DIE MOBBER UND DIESES  BUCH..." 
An dem außerordentlichen Gift, mit dem Benedikt XVI und Kardial Sarah bespuckt wurden, sind weder etwas Kirchliches noch Christliche Barmherzigkeit.

Sofort nachdem am 12. Januar bekannt wurde, daß der Papa emeritus Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah ein Buch über die Krise des Priestertums in der Kirche des 21. Jahrhunderts schrieben, brach die online-Hysterie aus.
Das unterstreicht eher die Richtigkeit eines Vorsatzes für das Neue Jahr, den ich den betroffenen Katholiken in einer Kolumne vom 1. Januar empfohlen hatte: "Entschließen Sie sich, Ihren Kontakt zur katholischen Blogosphäre zu begrenzen."

Das außergewöhnliche Gift, das mehr als nur ein paar Kommentatoren auf den emeritierten Papst und den Kardinal spuckten, brachte die Diskussion der Kirche über die Reform des Priestertums nicht weiter. Tatsächlich hat es diese dringende Diskussion verzögert, indem es die Aufmerksamkeit von einigen dringenden Fragen (einschließlich der tiefen Wurzeln der Missbrauchskrise und der Bedeutung des geistlichen Zölibats) ablenkte und indem ein ernstes Buch so behandelt wurde, als wäre es ein parteipolitisches Traktat.

Dennoch diente die Kakophonie über das Benedikt/Sarah-Buch "Aus der Tiefe unserer Herzen" tatsächlich zwei nützlichen Zielen: sie spricht Bände über den Charakter des Giftes und sie stellte Teile der Dynamik innerhalb der Kirche klar, während das Pontifikat von Papst Franziskus sich am kommenden 13. März seinem 7. Jahrestag nähert.

Der Angriff auf Papst Emeritus Benedict war außergewöhnlich bösartig und zutiefst schlecht informiert. Ein prominenter Parteigänger des gegenwärtigen Pontifikats meinte, Benedikt sei "kaum eine halbe Stunde am Stück bei Bewusstsein". Ein anderer Zauberer des linken Spektrums sagte, Benedikt sei "handlungsunfähig".
Ich habe im vergangenen Oktober ganze 45 Minuten mit Papst Emeritus Benedict verbracht, um eine breite Palette von Themen zu besprechen. Er war körperlich ziemlich gebrechlich, aber am frühen Abend eines, wie ich annehme, normalen Tages war er völlig klar, ziemlich gut informiert, auf neue Informationen bedacht, voller guter Laune und in der Lage, Themen und Persönlichkeiten aus Gesprächen in Erinnerung zu rufen, die wir Jahrzehnte zuvor hatten. Der emeritierte Papst schien im Alter von 92 Jahren intellektuell glockenklar zu sein.
Kann man dasselbe auch für diejenigen sagen, die sich auf „Berichte“ stützen und ihn als senilen alten Mann abtun, der nicht mit den Ereignissen und vielleicht sogar der Realität in Verbindung steht?

Fundstück

Christian Geyer kommentiert für die FAZ den "Synodalen Weg" der deutschen Bischöfe im Verein mit einer seltsamen Laienschar, der morgen in Frankfurt beginnt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

SYNODALER WEG

"SCHWATZBUDE ODER KICHLICHE ERNEUERUNG"

beginnt der Artikel so -Zitat:

"Bei ihren Reformgesprächen in Frankfurt werden die synodalen Weggefährten auch darüber entscheiden, was für sie mehr Gewicht hat: theologische Inhalte oder Konjunkturen der öffentlichen Meinung."  (....)

Quelle: C.Geyer, FAZ

Dienstag, 28. Januar 2020

Kardinal Sarah spricht Klartext.

Dorothy Cummings kommentiert  bei LifeSiteNews das Interview, das Kardinal Robert Sarah  "Il Foglio" gegeben hat. So klare und dezidierte Worte an ihre Adresse haben so manche der ad-hoc-Kritiker -auch aus den Reihen der Kleriker und klerikalen Presseorgane (wir könnten hier einige der deutschen Exemplare aufzählen) aus dem Mund eines Kardinals wahrscheinlich noch nie gehört. Es wurde aber wohl Zeit.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL SARAH VERURTEILT "BRUTALE"  ANGRIFFE AUF BENEDIKT WEGEN DES BUCHES, DAS DEN PRIESTERLICHEN ZÖLIBAT VERTEIDIGT"´
"Was mein Herz bricht und mich tief verletzt ist die Brutalität, die Respektlosigkeit, die Rücksichtslosigkeit und die Unanständigkeit mit der BEnedikt XVI behandelt worden ist."


Kardinal Robert Sarah hat die "Brutalität" und "Unanständigkeit" der Angriffe auf den Papa emeritus Benedikt XVI -sobald die Nachricht ihres gemeinsames Buches, das den priesterlichen Zölibat verteidigt, erschien, verdammt. 

In einem Interview mit dem guineischen Kardinal, das Il Foglio aam 25. Januar veröffentlichte, sagte Sarah, daß es "viel Gerede über völlig lächerliche, für die Themen des Buches sekundäre Aspekte" gegeben habe,


"Absurde Kontroversen, vulgäre Lügen und schreckliche Demütigungen gegen Benedikt XVI und mich folgten aufeinander "fuhr der Kardinal fort. 

Aber es sind besonders die Angriffe auf den Ersteren, die ihn an meisten verletzen. 

"Was mein Herz bricht und mich tief verletzt, sind die Brutalität, die Respektlosigkeit, die Rücksichtslosigkeit und die Unanständigkeit mit der BEnedikt XVI behandelt worden ist" sagte er. 


Kardinal Sarah und Papst emeritus Benedikt XVI sind Co-Autoren eines Buches über die heutigen Herausforderungen des Prirestertums. Unter dem Titel "Aus der Tiefe unseres Herzens: Priestertum, Zölibat und die Krise der Katholischen Kirche" in der englischen und italienischen Fassung wird das von Cantagalli verlegt Buch am 30. Januar in den Buchläden erscheinen.  

"Ohne Animosität, ohne irgendwen anzhugreifen, haben wir unsere Überlegungen - mit Klarheit, Entschiedenheit und Treue zur Wahrheit einer der essentiellen Fragen vorgelegt: das Katholische Priestertum und den Zölibat" sagte Sarah.

Der Kardinal hat unterstrichen, daß es im Buch keine Stellungnahme gegen Papst Franziskus gibt. Inzwischen- so sagte er- hat der Papa emeritus "mir persönlich bestätigt, daß er dieses Buch begrüßt und glücklich über seine Veröffentlichung ist." 


"Der gesamte Text ist deshalb der selbe, außer der EInleitung und dem Schlußwort, wie das Verlagshaus Cantagalli erklärt" fuhr Sarah fort.


"Jetzt fordere ich, daß die sterilen Polemiken aufhören." 


Fr, Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über die vielen engen Verbindungen zwischen dem Alten und dem Neuen Testament, dem Glauben der Juden (jedenfalls in der Zeit Christi) und dem Glauben der Kirche.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                 "GANZ VERSENKT IN DIE BIBEL" 
Gestern habe ich davon gesprochen, daß wir alle bessere Juden werden sollten, und als ich das schrieb, fiel mir eine Sache ein, zu der man öfter um Rat gefragt wird, von Laien ebenso wie von Klerikern. Tenor: Beim Beten des Breviers schlafe ich immer wieder ein und wenn ich mit einem Psalm durch bin, kann ich mich an kein Wort davon erinnern.Vielleicht sollte ich jetzt einen mahnenden Finger erheben und betonen, wie wichtig jedes Wort in jedem Psalm ist. Andererseits vielleicht aber auch nicht.
Worauf es wirklich ankommt: Diese ständig wiederholten Worte einsinken und zu einem Teil unseres Seins werden zu lassen, so daß sie in unserem Bewußtsein, aber auch in unserem Unterbewußtsein, zum Leben erwachen.

Der Hl. Augustinus hat darauf hingewiesen, daß wir uns in den Psalmen an den Herrn wenden können, daß er in uns und mit uns und für uns beten möge. Das ist sehr wichtig, aber daneben gibt es auch noch die ganz grundlegende jüdische Geisteshaltung. Dabei handelt es sich um das Aufeinandertreffen eines manchmal sich selbst gegenüber etwas skrupulöse Bestehens auf der Einhaltung des Gesetzes mit der beunruhigenden Einsicht, sich eben oft genug nicht an das Gesetz gehalten zu haben. Darin besteht das Wesen der Bundesbeziehung: daß Gott treu ist, selbst wenn wir nicht treu geblieben sind, und daß wir uns diese Einsicht sowohl auf individueller Ebene als auch in der Gemeinschaft aneignen.„

Misericordias domini in Aeternum cantabo“ (Ps. 88/89) (Die Erbarmungstaten des Herr will ich auf ewig besingen), das im Psalmvers zum Introitus der Messe von den Fünf Wunden vorkommt, war im späten Mittelalter unter den Klerikern äußerst populär. Und wenn ich damit auch vielleicht eine Ausnahme bin: Ich liebe all diese „langen“ Psalmen, in denen wir die Geschichte Israels durchwandern und die „Erbarmungen“ des HERRN aufzählen.

Ich halte es allerdings für unglücklich, daß die englischen Übersetzungen beginnend mit Coverdale den Satz mit dem Ich der ersten Person beginnen und so das menschliche Tun voranstellen, während das Hebräische, Griechische und Latein mit den Erbarmungstaten anfangen – wäre "The Mercies of the LORD for ever shall be my song" den wirklich so unverständlich? Wie es der Zufall will, geben die Bea-Psalmen, dieses große Symbol für alles, was in den Reformvorhaben seit den Zeiten von Pius XII. schief gegangen ist, das „chesedim“ mit gratias (Gnaden) wieder – mehr will ich dazu nicht sagen.

Misericordias Domini – man denke daran, daß DOMINUS in den Psalmen fast immer für das unaussprechliche Tetragrammaton (JHWH) steht, den Namen Gottes, der Moses offenbart wurde, der Name, an den sich der Gottesdienst des Tempels richtete. „Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN“ - das ist keine bedeutungslose Floskel. Diese Wendung hebt uns hinein in jenes Volk, das sich auf den Weg machte und das dann bereute, durch das Meer entfloh und und schließlich im Land von Milch und Honig ankam. Sie versetzt uns zurück zu Moses, als er vor dem brennenden Dornbusch stand – der doch ein Typos unserer lieben Frau ist, und zum Volk, wenn es im festlichen Zug zum Tempel zog – eines Typos unseres Erlösers selbst.

Manchmal denke ich, wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, jedesmal beim Namen des HERRN den Kopf zu neigen, und ich bin froh, daß die Rubriken mich zumindest beim hl. Messopfer anweisen, beim „Gratias agamus Domino Deo nostro“ eine Verneigung zu machen: Lasset uns berakoth (Danksagungen, eucharistia) machen zu YHWH unserem Gott“.

Quelle: liturgicalnotes. Fr. J. Hunwicke 

Fundstück

In seinem Montagskick bei kath.net kommentiert Peter Winnemöller den offensichtlichen Realitätsverlust des ZdK-Präsidenten

Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter den Titel:

"KRITISIEREN UNERWÜNSCHT"

beginnt der Artikel so:

"Es spricht wohl für einen massiven Realitätsverlust des Präsidenten des „ZdK“, wenn er die Sonderwelt katholischer Laienfunktionäre für die Wirklichkeit der katholischen Kirche hält -" (...)

Quelle: P. Winnemöller, kathnet 

Montag, 27. Januar 2020

Auch in diesen Tagen ...

... wollen wir das Geburtstagskind des Tages nicht vergessen:

Wolfgang Amadeus Mozart zum 264!

In all seinen großen Werken, die er geschaffen hat, nimmt doch die Kirchenmusik einen besonderen Platz ein ... und weil es gerade in diesen Zeiten so wichtig ist unsere Bitten für Kirche und Welt an dir Gottesmutter heranzutragen, klingt es auch im Himmel - mit der Musik von Mozart noch eindringlicher.

Hier ist die lauretanische Litanei KV 109!



Mater Ecclesiae - Ora pro nobis!

Marco Tosatti: der Papst, Kritik und Kritiker und die Italienische Politik.....

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae die Kommentare die sein alias Pezzo Grosso zu  den jüngsten Statements des Präsidenten der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Bassetti, verfaßt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PEZZO GROSSO: SALVINI BITTET UM EINE AUDIENZ UND DER PAPST ANTWORTET NICHT EINMAL"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae wir haben Pezzo Grosso die neuesten erstaunlichen Bemerkungen des Präsidenten der Italienischen Bischofskonferenz (Pseudonym für das Amt für religiöse Angelegenheiten der PD) und andere verwirrende Äußerungen übermittelt. Pezzo Grosso mußte nicht lange gebeten werden und außer einem zusätzlichen- verheerenden- Kommentar  über die Dinge die Kardinal Bassetti sagte, hat er uns auch eine Nachricht geschickt: und die besagt, daß Salvini beim Papst um eine Audienz gebeten und nicht einmal eine Antwort bekommen hat. Pezzo Grosso hat das aus zwei verschiedenen Quellen erfahren, einer politischen und einer kirchlichen. 
Was soll man sagen, wenn es bestätigt wird? Aber der Dialog? Aber man soll sich denen stellen, die anders denken? 
Die übliche Show von Demagogie und Propaganda zum Gebrauch der Kameras....

§§§


Lieber und sehr geduldiger Tosatti, ich schreibe sehr geduldig, weil wer wie Sie in den letzten sieben Jahren einen Großteil seines Lebens als Vaticanist im Vatikan verbracht haben, muß die christliche Tugend der Geduld  auf eine harte Probe gestellt haben. 
Das letzte Beispiel ist zweifellos die unten wiedergegebene Zusammenfassung der Äußerungen Kardinal Bassettis, Präsident der CEI  die mindestens dreimal zum Schisma einladen.  

Bassetti greift am Wahltag in Perugia Salvini indirekt zum Thema Migration an (im Vorgriff auf das nächste CEI-Treffen in Bari an der Friedensgrenze des Mittelmeers) und gibt vor, Papst Bergoglio vor "destruktiven Angriffen" zu schützen.

Es ist offensichtlich, dass Bassetti in der CEI auf dem absteigenden Ast ist -der Papst hat bereits angedeutet, daß das Amt des Präsidenten auf Kardinal Zuppi übergehen könnte, und seine Rettung auf See sucht, auch er vielleicht Dank der CEI-Watch.

Überraschungsbesuch am Samstagnachmittag.



Die Kurienreform : Papst Franziskus scheut die intellektuelle Diskussion

In seiner wöchentlichen Kolumne in Monday in the Vatican kommentiert A. Gagliarducci die Kurienreform und den derzeitigen Stand der Dinge in Vatican und Kurie.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST FRANZISKUS - UND DAS THEMA DER OFFENEN PROZESSE" 

Die Ernennung von Erzbischof Cyril Vasil zum Apostolischen Administrator mit vollen Befugnissen für die Eparchie Kosice in der Slowakei ist Teil der Vatican-Reform durch Papst Franziskus. Erzbischof Vasil, ein Slowake, war 10 Jahre lang Sekretär der Kongregation für die Ostkirchen. Laut dem Entwurf für die Kurienreform , der zirkuliert aber bisher weder approbiert noch veröffentlicht wurde, werden die Ämter in der Kurie für einen Zeitraum von 5 Jahren vergeben, der einmla verlängert werden kann. Vasil bereitete sich am Ende auf ein Amt außerhalb des Vaticans vor.

Sogar die kürzliche Ernennung von Francesca Di Giovanni zur Untersekretärin des Vatican-Sekretariates für multilaterale Beziehungen nimmt die Kurienreform vorweg. Der Entwurf der Konstitution "Praedicate Evangelium"  sieht einen zweiten vaticanischen Vizesekretär für Internationale Angelegenheiten - an der Seite des Untersekretärs für die zwischenstaatlichen Beziehungen vor, mit speziellem Fokus auf multilaterale Angelegenheiten. Diese Stellung iat am Ende eingerichtet worden, bevor die Apostolische Konstitution promulgiert wurde,. 

Diese beiden jüngsten Ernennungen sind Teil eines wohl durchdachten Trends im Pontifikat von Papst Franziskus. Nachdem er gewählt wurde, stellte Papst Franziskus teure externe Berater an, erwog Vorschläge, richtete Kommissionen für Kommunikation, Finanzen, und die IOR an und einen Rat der Kardinäle, die ihm beim Entwurf der Kurienreform und bei der Regieren der Kirche helfen sollten.

Mit den Worten von Papst Franziskus waren das offene Prozesse. Aber was wird aus diesen Prozessen werden- angesichts der Aktionen von Papst Franziskus, des Endes der Prozesse und wann er entscheidet. Und Papst Franziskus entscheidet unabhängig von jeder Beratung, ohne auch nur ein konstitutionelles Dokument zu entwerfen. Die Dokumente kommen -entsprechend dem Denken von Papst Franziskus - anschließend. 

Nach sieben Jahren des Pontifikates scheint Papst Franziskus´ Modus operandi klar zu sein und enthüllt seine Art zu denken. Für Papst Franziskus macht der Führer die Institution, sie/er dient nicht der Institution. Das ist eine typisch lateinamerikanische Denkweise. 

Seit dem großen kontinentalen Projekt von Simon Bolivar haben die Staaten Lateinamerikas hauptsächlich charismatische Führer erlebt, Die lateinamerikanischen Institutionen sind eher jung, sie haben nicht die historische Bedeutung der Europäischen Institutionen.


Sonntag, 26. Januar 2020

Fundstück

Angesichts des bevorstehenden "Synodalen Weges" stellt Tobias Klein im Feuilleton der "Tagespost"  Überlegungen an, ob durch eigene Vorschläge konservativer Katholiken zur Erneuerung von in die Jahre gekommenen Strukturen vielleicht der progressistische worst case zu verhindern wäre.
Hier geht´s zum Original:  klicken

unter dem Titel:

"IN DER KIRCHE GESUCHT:  REFORM-IDEEN DER KONSERVATIVEN" 

Warum der Synodale Weg dazu zwingt, strukturell innovativ zu sein.


beginnt der Artikel so- Zitat : 

"Schon vor 40 Jahren forderte der Theologe Johann Baptist Metz die Überwindung der „bürgerlichen Angebots- und Servicekirche“. Heutige „Reform“-Bestrebungen, wie sie sich etwa in der Agenda des „Synodalen Wegs“ niederschlagen, scheinen jedoch genau diesem Kirchenbild verpflichtet zu sein. Wäre es in dieser Situation womöglich gerade die Aufgabe des vermeintlich „konservativen Lagers“ innerhalb der Kirche, Alternativen aufzuzeigen und zu entwickeln? "  (...)

Quelle:  T.Klein, Die Tagespost 

Samstag, 25. Januar 2020

Tosatti /Msgr. ICS: wollte Scalfari vom Papst bekehrt werden?

Nach den neuesten Wirrnissen um die Inhalte der notorischen Gespräche des amtierenden Pontifex´ mit dem Repubblica-Gründer Scalfari veröffentlicht Marco Tosatti bei Stilum Curiae die interessanten Überlegungen von Msgr. ICS zu diesem Thema.
Hier geht´s zum Original: klicken

"WER WEISS: VIELLEICHT WOLLTE SCALFARI BEKEHRT WERDEN,  VOM PAPST..."

Liebe Stilumcuriale, Msgr. ICS hat den Kommentar Ihres Bloggers über Scalfari und den amtierenden Pontifex gelesen und möchte einige Gedanken dazu mit Ihnen teilen. Und eine provozierende aber interessante Hypothese. Gute Lektüre! 

§§§

                                         Msgr. ICS  an Tosatti

"Lieber Dottore Tosatti, erlauben Sie mir eine oder auch zwei Überlegungen zu Ihrem jüngsten Kommentar zur "Unendlichen Geschichte" zwischen Papst Bergoglio und Scalfari? 

Schauen wir mal: Es scheint mir zu 
einfach und offensichtlich, in den Gesprächen (und in den folgenden Artikeln auf Repubblica) den Vergleich zwischen einem "listigen Mann" zu sehen, der zeigen will, dass es endlich einen Papst gibt, der erklärt, dass Gott nicht existiert, und einem "Simpel", der überzeugt ist, daß die Kirche nichts zu lehren hat und  sich mit der Welt versöhnen und auch das "Schlauheit"  benutzen muß,  um das zu tun. 
Komödie oder Farce ist für beide Seiten zu offensichtlich.- sowohl für die säkulare als auch für die  katholische Welt.

Erlauben Sie mir eine Hypothese (halbwegs unwahrscheinlich). Was wäre, wenn die Dinge völlig anders wären? Wenn Scalfari eine ganz andere Absicht gehabt hätte, als er die Beziehung zu Bergoglio begann? 

Wenn Scalfari (wie es z.B. bei Papini war) nach Gründen suchte, sich zu bekehren? Den Wunsch nach Erlösung  verspürte?

Stellen wir uns dieses wundersame Ereignis als Hypothese vor.

Aber jetzt- Dank der "unendlichen Geschichte" mit Bergoglio hat Scalfari keinen Grund mehr, seinen Laizismus nicht zu bekräftigen. 

Oder nicht?


Freitag, 24. Januar 2020

Der GenterAltar, L´Agneau Mystique und das Internet. Noch ein Fundstück

Es ist schon bemerkenswert, daß eine Tafel- wenn auch die zentrale- eines Altaraufsatzes aus dem 15. Jahrhundert, das in der der St. Bavo-Kathedrale in Gent eher den Gläubigen und den Liebhabern der flämischen Malerei bekannt war, jetzt nach einem Bericht über das Ergebnis der aktuellen Restauration im Internet Furore macht. Darüber berichtet heute sachkundig Marco Gallina in "Die Tagespost". Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel :

"WIE DAS LAMM GOTTES DAS INTERNET EROBERTE"

beginnt der Artikel so:

"Die Restauration des weltberühmten Genter Altars hat enthüllt, daß das ursprüngliche Lamm Christi völlig anders aussah als angenommen. Was zuerst mit Überraschung und Ablehnung zur Kenntnis genommen wurde, kursiert nun als Internet-Meme in den sozialen Medien." (...)

Quelle: M.Gallina, Die Tagespost 

Tweet zum Tage....

Zum Auftakt für den Marsch für´s Leben in Washington- die Hl. Messe

M. Tosatti: Gibt es einen weiteren, einen dritten Papst in Rom?

Marco Tosatti  setzt sich bei Stilum Curiae mit den neuesten Verlautbarungen Eugenio Scalfaris über angebliche Aussagen des Pontifex Maximus über die Natur Christi (die den alten arianischen und gnostischen Häresien zum Verwechseln ähnlich sehen) -auseinander und bittet den alten Freund des Papstes um etwas mehr Zurückhaltung
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE UNENDLICHE GESCHICHTE VON PAPST JORGE UND PAPST EUGENIO"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, in den vergangenen Tagen hat Radio Roma Libera, die erste katholische online-Zeitung eine meiner kurzen Überlegungen darüber veröffentlicht, was  zu einem Phänomen geworden ist und lächerlich sein könnte, wenn es nicht auch tragische Aspekte hätte: und das sind die Gespräche Eugenio Scalfaris mit dem amtierenden Pontifex, über die uns der Gründer der "Repubblica" anschließend berichtet. Lesen Sie, was ich im podcast bei Radio Maria Libera sagte und schauen Sie, ob nicht jemand etwas unternimmt- was weiß ich , etwas in der Art wie "O.k. Eugenio, komm wieder, aber keine Anführungszeichen mehr, alles klar? Du weißt wie die Katholiken sind, sie lesen es und sind befremdet...."
Gute Lektüre!
                                                                   §§§

In den vergangenen Tagen war die Welt Zeugin nicht nur der Kontroverse um das Buch, das Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah zur Verteidigung des priesterlichen Zölibats geschrieben haben, angegriffen durch die üblichen zweideutigen und indirekten Manöver eines in Worten kritisierten und in Taten praktizierten Klerikalismus-sondern auch der zigsten Show von Eugenio Scalfari und Papst Bergoglio.

Wieder einmal sprach der Gründer von Repubblica Kolumne für Kolumne von seinem jüngsten Treffen mit dem Papst; der offensichtlich Zeit hat, mit dem Gründer von Repubblica Kaffee zu trinken aber nicht mit den Dubia-Kardinälen zu sprechen.


Wir können diese Aussagen nicht ernst nehmen. Und wahrscheinlich wird diese Haltung hinter den Mauern geteilt. Kollegen, die viel beschwichtigter sind als diejenigen, die reden und schreiben, berichten mir, daß der Große Alte der Republicca oft anruft, um einen Termin zu vereinbaren.
Und sie erzählten mir mir eine wichtige Episode. Während einer der letzten Reisen begrüßte der Papst die Journalisten nacheinander mit einem persönlichen und spielerischen Satz und als er bei einem der Korrespondenten der Republicca ankam, fragte er: "Wie geht es der Mumie?" und wir können uns gut vorstellen, auf wen er sich bezog ...


Fundstück

Peter Winnemöller denkt in seinem blog "katholon" über die Zusammenarbeit der DBK mit dem ZdK bei der Planung des "Synodalen Weges" nach.

Hier geht´s zum Original:  klicken

Quelle: katholon, P. Winnemöller

Donnerstag, 23. Januar 2020

Ende der Querelen um "Aus der Tiefe unserer Herzen"- aber ein Rätsel bleibt....

Auch der Chefredakteur von La Nuova Bussola Quotidiana, A. Gagliarducci, setzt kurz vor dem Erscheinen der italienischen Ausgabe einen Schlußstrich unter den Sturm um "Aus der Tiefe unserer Herzen"  Alle angeblichen Unklarheiten um die Autorenschaft der Texte sind beseitigt- aber- ein Rätsel bleibt:  das Verschwinden eines von Kardinal Sarah und Papa emeritus Benedikt XVI dem Staatssekretariat zur Veröffentlichung übergebenen Kommuniqués zum Thema.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"SARAH UND BENEDIKT XVI, DAS BUCH ERSCHEINT. TEXTE UND UNTERSCHRIFTEN SIND BESTÄTIGT."

Ein Kommuniqué des Verlegers Cantagalli, das das Erscheinen von "Aus der Tiefe unserer Herzen" für den 30. Januar ankündigte, setzt den vielen Tagen wilder Polemiken ein Ende (oder fast).
Als Autoren werden "Robert Sarah mit Joseph Ratzinger/Benedikt XVI "genannt- um weitere Spekulationen zu vermeiden. Die Wahrheit ist also wieder hergestellt, aber es bleibt die Wunde einer medialen Lynchjustiz zum Nachteil von Kardinal Sarah und des Papa emeritus, für die sich- dessen können wir sicher sein- sich keiner entschuldigen wird.
Und da ist auch noch der Makel eines Kommuniqués von Benedikt XVI und Sarah vom vergangenen Freitag, das vom Staatssekretariat hätte veröffentlicht werden sollen, das aber spurlos verschwunden ist.

"Heute- erst heute - wo die Nebel sich zu lichten scheinen- (...) kündigen wir das Erscheinen des Buches "Aus der Tiefe unserer Herzen" von Robert Sarah mit Joseph Ratzinger/Benedikt XVI für den 30. Januar 2020 an und danken den Autoren und allen Freunden, die uns bei diesem delikaten Unternehmen unterstützt haben, unseren Dank aus."
Mit diesen Worten hat David Cantagalli, der italienische Verleger von Benedikt XVI und Kardinal Robert Sarah, in einem offiziellen Kommuniqué das Schlußwort (oder beinahe) unter das trostlose Geschehen um die Ankündigung der Veröffentlichung des Buches zur Verteidigung des Zölibats, geschrieben zu vier Händen von Kardinal Sarah und vom Papa emeritus gesetzt.
Also es gib keine Zurücknahme der Unterschrift- wie es Benedikts Sekretär, Msgr. Georg Gänswein, vor den Presseagenturen erklärte, nachdem Indiskretionen darüber, daß Benedikt XVI über das Projekt des Buches nicht informiert war. Daraufhin kam es zu einem wahren medialen Lynchmord an Kardinal Sarah und auch zur üblichen Kampagne gegen den Papa emeritus.

Die Jodelsynode wirft ihre Schatten voraus .... unser tweet zum Tage:

M.Tosatti: Gedankenspiele um den Hl. Stuhl samt Inhaber als Geschenk an Frankreich.....

Pezzo Grosso- ein alias von Marco Tosatti denkt in einem Beitrag in Stilum Curiae  darüber nach, Frankreich den Papst samt dem Hl. Stuhl & Gefolge zu schenken....
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PEZZO GROSSO: MONSIEUR MACRON, MÖCHTEN SIE DEN PAPST NICHT IN FRANKREICH....?"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, unser Pezzo Grosso hat die beigefügte Nachricht gelesen, die wenige Tage vor der Wahl in der Emilia Romagna erschien, in der u.a. die Bischöfe mit Kardinal Zuppi an der Spitze sich gegen "Souveränismus und Populismus" ausgesprochen haben...wer weiß auf wen sie sich damit beziehen. Pezzo Grosso hat zu Feder und Papier, d.h. zur Tastatur, gegriffen und diesen zigsten pontifikalen Gag zugunsten der Migrantenströme kommentiert... gute Lektüre!
                                                                       §§§ 

Lieber Tosatti,
ich habe den oben erwähnten Link gelesen. Darf ich eine weitergehende Überlegung vorschlagen?

Italien ist das einzige Land, das in seinem Inneren einen Staat (Vatican), Sitz des Papstes, der obersten moralischen Autorität der Welt, beherbergt. Dank dieser Anwesenheit wurde Italien in der Vergangenheit mehrmals Opfer von Invasionen (vielleicht mit der Entschuldigung den Papst vor den Kaisern zu schützen), wiederholt auf verschiedene Weise politisch erpresst (wir denken an radikale Parteien), weil der italienische Staat den Vatican beeinflusse. Das geschah aus politischen Gründen- und für alle offensichtlich, weil die moralische Autorität der Kirche, des Papstes  alle Wahlerwartungen kippen kann.

Aber nicht nur in Italien, sondern auch in allen Ländern der Welt, wo es Katholiken gibt, die wählen (und den Bischöfen gehorchen). Der unten aufgeführte Link drückt genau dieses Konzept aus, oder nicht Tosatti?

Außerdem ist der wirklich Migrant, der nicht in Italien an Land hätte gehen sollen, ein italienisch-argentinischer Jesuit, ein Infiltrierer mit einem Pass des Hl. Stuhls. Aber das sit nicht die Schuld der Regierung Conte. Es war ein Schlag des Kleinen Vatican-Staates unter der Regierung Bertone-Gänswein- unterstützt von Obama-Clinton und der parajesuitischen St. Gallen-Mafia.

Tosstti, erkennen Sie also die Schäden, die die Anwesenheit des Vaticans in Italien verursacht? Es sind äußere politische Einflüsse im Land zu haben, die das Land auf die Knie zwingen, damit die Moralische Autorität sich bereit erklärt, die Moral zu ändern.

Sprechen wir gerechterweise von den illegalen Migranten, sprechen wir nie mehr von Spionen oder Terroristen, die unser Land mit Diplomaten-Pässen betreten und Bedingungen schaffen, aus denen heraus Regierungen vom aktuellen Typ "alla Salavini" entstehen.

Haben wir uns nie gefragt- und eine Antwort riskiert- wer die legitimen Diener unseres Landes sind, wer dagegen die Verräter, die äußern Mächten verpflichtet sind? So wie wir uns allzu oft fragen, wer die Päpste, Kardinäle, jene, die an das Evangelium Christi glauben oder die Gläubigen Luthers, von Mohammed, Marx, Hegel, Kant, Heidegger, etc.?

Denken wir darüber diese Hypothese nach, die eine präzedenzlose religiös-politische Allianz schafft, Sagen Sie nicht, daß ich übertreibe, denken Sie bitte darüber nach, Freunde von Stilum Curiae.

Denken Sie, daß man ein Referendum über die Bereitschaft der katholischen Italiener, den Päpstlichen Stuhl einschließlich des Pontifex´zu verlieren veranstalten könnte?
Die Franzosen haben sich den Pontifex der Katholischen Kirche immer in Frankreich gewünscht. Und es ihnen zweimal gelungen- mit Gewalt.
Philipp IV von Frankreich (Philipp der Schöne) hat das Papsttum nach Avignon (die Gefangenschaft von Avignon) verlegt, aber die Hl. CAterina hat Papst Gregor XI überzeugt, nach Rom zurück zu kehren.

500 Jahre später hat Napoleon sogar zwei Päpste als Gefangene nach Frankreich gebracht (Pius VI und Pius VII). Erledigen wir das auf "französische Art", oder? Diesmal freundschaftlich. Schenken wir Macron Bergoglio und seinen Hof,

Transferieren wir den (Ex) Hl. Stuhl nach Frankreich, wo er sich sicher zu hause fühlen wird.

Oder Tosatti? Was sagen Sie?

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti




Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über die Möglichkeit, Menschen beim Lügen zu erwischen.
Hier geht´s zum Original: klicken

 "WAUGH, PAPST FRANZISKUS UND DIE PACHAMAMA"
In Brideshead beschreibt Waugh seine Desillusionierung über die Army - in Worten eines über seine Frau desillusionierten Ehemannes:

"Ich nahm die falschenTöne in ihrer Stimme wahr und lernte, aufmerksam auf sie zu hören...[lernte ihre Eifersucht und Selbstvergewisserung und ihren nervösen Tick mit den Fingern, wenn sie log...] "

Ich frage mich, ob ich der Einzige bin, der diesen Vorgang bei PF verfolgt: "den nervösen Tick mit den Fingern, wenn sie log".

Genau das habe ich im Hinblick auf PFs Erklärung von vor ungefähr einem Jahr wieder erlebt, die für einen synkretistischen Relativismus plädierte. Wir könnten sie vernünftigerwe3ise als seine "Praeparatio Evangelii" für seine Amazonas-Synode betrachten, seinen Pachamama-Moment ind für die Ereignisse, die geschahen als PF -wie jeder traditionelle Verführer, seine Opfer hinter`s (vaticanische) Licht führt.

Diese Erklärung scheint so so lange her zu sein,: die Dinge entwickeln sich so stark und schnell in diesem Pontifikat  (ich frage mich, ob PFs Hausarzt ihm schlechte Nachrichten überbracht hat). Aber vielleicht  erinnern Sie sich daran, daß die Erklärung "keinen Zoll breit von der Lehre des II.Vaticanischen Konzils abweicht"

Sofort ....wußte ich...war ich sicher....daß sie das tun würde und de facto sicher mehr als nur einen
Zoll.

"Der nervöse Trick mit den Fingern wenn er lügt" 

Vielleicht erinnern Sie sich in diesen dunklen Tagen  daran, daß ich Chestertons Worte "Naught for your comfort, Yea, naught for your desire, save that the sky grows darker yet and the sea rises higher.  zitiert habe, aber zumindest an   die Neigung von PF, auf Verlogenheit wie eine Ente auf dem Wasser zurückzugreifen, macht ihn ein bisschen leichter zu lesen und bis zu einem gewissen Grad vielleicht eine Kleinigkeit weniger gefährlich.

Stellen Sie sich nur vor, welche Probleme wir bekommen werden, wenn sein Nachfolger von gleicher Art ist, aber klüger. 

Quelle:  liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

 

Fundstück

außer Notre Dame de Paris gibt es unter den schönsten Kirchen der Welt noch ein von außen bedrohtes Sorgenkind- den Markus-Dom in Venedig, der gerade erst wieder ein weiteres Aqua Alta überstanden hat- nicht unbeschädigt. Domradio.de und KNA berichten über geplante Schutzmaßnahmen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"EINE KATASTROPHE VERHINDERN" 

beginnt der Beitrag so- Zitat: 

"Der Markusdom in Venedig soll von einem Ring aus Glasplatten vor Hochwasser geschützt werden. Bei einem Hochwasser im November war es zu Schäden gekommen. Dabei ist der Markusdom einer Katastrophe nur knapp entgangen." (...)

Quelle: Domradio.de , KNA

Mittwoch, 22. Januar 2020

Causa finita...

Matteo Matzuzzi schließt für Il Foglio den Fall Buch zu zwei oder zu vier Händen "Aus der Tiefe unserer Herzen" ab.Jetzt haben es auch die Letzten (fast) verstanden
Hier geht´s zum Original:  klicken

"BENEDIKT XVI HAT DIE VON KARDINAL SARAH GESCHRIEBENEN THESEN "GELESEN UND GETEILT." DER FALL IST ABGESCHLOSSEN."

Vom 30. Januar an ist die italienische Ausgabe von "Aus der Tiefe unserer Herzen" in den Buchläden. Der Verlag Cantagalli erklärt, wie das Buch strukturiert ist, und daß es die Namen beider Autoren tragen wird.

Rom. Der Name Joseph Ratzinger/ Benedikt XVI kehrt auf  den Umschlag von "Aus der Tiefe unserer Herzen" zurück, das ab dem kommenden 30. Januar in der italienischen Übersetzung von Cantagalli zur Verfügung steht. Das hat das Verlagshaus heute in einem Kommuniqué bekannt gegeben, in dem erklärt wird, wie das Buch strukturiert ist und den Polemiken und Gerüchten über die mehr oder weniger wichtige Rolle , die Ratzinger dabei gespielt hat ein Ende bereitet.
"Das Buch"- so liest man- besteht aus einer Anmerkung des Herausgebers Nicolas Diat, aus einem unveröffentlichten Essay des Papa emeritus Benedikt XVI, einem unveröffentlichten Essay von Kardinal Robert Sarah, einer Einleitung und einem Nachwort."

Hier wird also das Geheimnis offenbart, für das Vatikanisten, Beobachter und Kommentatoren so viel Tinte verbraucht hatte: "Die Einleitung und die Schlussfolgerung wurden von Kardinal Robert Sarah verfasst und von Papst Emeritus Benedikt XVI gelesen und geteilt." Gelesen und geteilt" etwas anderes als ein Betrug des Präfekten der Liturgiekongregtion. Ratzinger wusste alles, las und teilte die Worte des guineischen Kardinals so sehr, daß sein (doppelter) Name auf dem Umschlag des Buches prangte. Die von den Parteien tatsächlich vereinbarte Formulierung  sieht "Robert Sarah mit Joseph Ratzinger / Benedikt XVI" vor.

"Ich bin überzeugt, daß die Klarheit dieser Seiten Frieden in die Herzen und Gemüter bringen wird" hat David Cantagalli, der Direktor des Verlagshauses in Siena gesagt, und daran erinnert, "daß der Verlag in diesen Tagen Schweigen bewahrt hat, um die unnützen und sterilen Polemiken nicht noch zu befeuern". Außerdem- und das ist es, was zählt, "handelt es sich um einen Band von hohem theologischen, biblischen, spirituellen und menschlichem Wert-garantiert durch die Stärke der Autoren und ihren Beschluss, alle Früchte ihrer jeweiligen Überlegungen allen zur Verfügung zu stellen und so ihre Liebe zur Kirche, zu Seiner Heiligkeit Papst Franziskus und die gesamte Menschheit zu zeigen."

 Quelle: M. Matzuzzi, IlFoglio

Tweet zum Tage

Heute an der Baustelle von Notre Dame - der Wiederaufbau des Dachstuhls.....

"Europas Zukunft liegt nur im Christentum----das Neuheidentum ist sein Untergang"

Maike Hickson hat für Life-Site-News die Predigt, die Kardinal Müller am Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone  in Rom gehalten hat kommentiert und dann in voller Länge wiedergegeben.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"KARDINAL MÜLLER: EUROPAS ZUKUNFT LIEGT NUR IM CHRISTENTUM... DAS NEUHEIDENTUM IST SEIN UNTERGANG"
"Das Neuheidentum leugnet, daß jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist und deshalb steht das Neuheidentum dem Leben feindlich gegenüber." 

Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation hat zum Fest der Hl. Agnes in seiner Titularkirche Sant´Agnese in Agone in Rom gepredigt- (Siehe den vollen Text unten). Darin hat er an Europa einen starken Appell, zu Jesus Christus, dem Erlöser, zurückzukehren, gerichtet. 

Während er über die jungfräuliche Märtyrerin, die Hl. Agnes sprach, machte er darauf aufmerksam, daß sie bereits als Mädchen "genau den Unterschied zwischen dem wahren und einzigen Gott und den vielen falschen Göttern der Heiden kannte."

"Wir folgen dem Beispiel der Märtyrer" erklärte er "wenn wir nicht in alte Formen der Anbetung hohler Idole, ihrer Abbildungen und Statuen aus Holz, Stein und Metall zurückfallen."

Kardinal Müller erinnerte und auch daran, daß "der Glaube an Götter und Dämonen und die Anrufung der Elemente durch Schamanen die Wahrheit der Erlösung verdunkeln,." und daß Jesus Christus der "Sohn Gottes und der einzige Retter der Welt ist." Die Hl. Agnes ermutigt uns durch ihr Martyrium "öffentlich unseren Katholischen Glauben hier in Rom und in Europa zu bezeugen - ohne Menschenfurcht,"

Er fuhr damit fort, uns vor neuheidnischen Theorien zu warnen, die das Christliche Bild des Menschen als in der Ebenbildlichkeit Gottes geschaffen ablehnen und deshalb dem Leben gegenüber feindlich sind."

"Das Christentum lehrt uns " fuhr Müller fort "daß jedes menschliche Leben heilig ist, vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu seinem letzten Atemzug. Daraus ergibt sich das kategorische Nein zu Abtreibung und Euthanasie, zu Geschlechtsumwandlung und zur Zerstörung der Familie!" Deshalb liegt nur im Christentum die Zukunft Italiens. Neuheidentum ist sein sicherer Untergang" endete der Prälat entschlossen.

Damit unterstützte der Kurienkardinal mehr einen Politiker, der "symbolisch" den Rosenkranz hochhält  als den, der buchstäblich das Kruzifix abnimmt. Es erscheint ihm auch vergeblich, "Dialoge" mit dem alten Scalfari anzufangen, wenn dieser Atheist aus ihnen auf verwirrte Weise schließt, daß der Papst die Göttlichkeit Jesu geleugnet hat." 

Der deutsche Prälat macht in seiner Predigt klar, daß "Italien und Europa nur durch eine kulturelle, moralische und religiöse Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes eine Zukunft haben. Durch seine Auferstehung aus dem Tod hat er Hass, Sünde und Tod besiegt."


Fundstück

Zur Feier des 100. Geburtstages des Hl. Johannes Pauls II und zur Erinnerung an ihn hat ACI, LaStampa, eine Serie von Berichten über Begegnungen mit ihm geplant, die mit einem Interview von Angela Ambrogetti mit Kardinal C. Ruiini beginnt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"Das Jahr Johannes Pauls II. – Kardinal Ruini erinnert seine Freundschaft mit dem Papst"

Eine neue Reihe, um den Papst anlässlich seines 100. Geburtstags besser kennenzulernen


beginnt der Artikel so- Zitat:

2020 ist das Jahr des heiligen Johannes Pauls II.: Katholiken und Kirche feiern den 100. Geburtstag eines Papstes, der den Lauf der Geschichte verändert und das Leben der Katholischen Kirche auf äußerst bedeutsame Weise geprägt hat.
Deshalb startet ACI Stampa, die italienische Schwestenagentur von CNA Deutsch, eine Reihe von wöchentlichen "Begegnungen", die dem heiligen Papst Johannes Paul II. gewidmet sind, um seine Geschichte und seinen Beitrag zum Lehramt zu vertiefen."  (...)
Quelle: CNA, S. Finner

Dienstag, 21. Januar 2020

Ist das Schisma unausweichlich?

Shane Schaetzl kommentiert für die web-sie "Complete Christianity" wenig optimistisch die Lage der Kirche die zwischen der DBK mit ihren radikalen Plänen und der widerstrebenden USCCB wie zwischen Scylla und Charybdis gefangenen Kirche.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Es gibt zwei Pole in der Katholischen Kirche von heute und während diese Polarität unter den Päpsten seit einer Generation besteht, wird diese Spannung nicht viel länger andauern.
Das ist nichts Neues. Derartige Situationen gab es auch in der Vergangenheit und das Ergebnis war immer das selbe- ein Schisma. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie das irgendwie anders enden könnte und es erscheint mir merkwürdig, daß Leute, die ihrem Tagesgeschäft nachgehen, so tun, als ob die Dinge sich dieses mal anders entwickeln könnten. Es ist in der Vergangenheit nie anders gewesen.
Warum sollte es heute anders sein? Wenn man zwei sich gegenüberstehende Pole in der Kirche hat und keine nachgeben will, ist das Ergebnis immer ein Schisma- in 100% der Fälle.

Welches sind also die beiden entgegengesetzten Pole? Nun, Sie werden sie weltweit über die Katholische Kirche verbreitet finden, aber es sieht so aus, als gäbe es zwei Gruppen, die als treibende Kraft hinter beiden Seiten stehen.

Auf der theologischen Linken ist die Deutsche Bischofskonferenz, sie sein einer Generation die treibende Kraft hinter dem liberalen Katholizismus ist. Jetzt bringen sie die Dinge auf die nächste Ebene. Indem Sie gegen den Willen Roms in diesem Jahr ihre eigene Synode starten, werden die deutschen Bischöfe anfangen, folgende Themen im Katholizismus zu diskutieren: Kohabitation, künstliche Empfängnisverhütung, Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehe, Gender-Theorie ebenso wie die Ordination von Frauen zum Diakonat und Priestertum. Während die Katholische Kirche diese Dinge immer negativ interpretiert hat, will der deutsche "Synodale Weg" sie neu als Dinge interpretieren, die in den Katholischen Glauben passen könnten.
Mit anderen Worten- es sieht so aus, als wären die Deutschen Bischöfe kurz davor, den größten Schritt aller Zeiten dabei zu machen, bestimmte Sünden aus dem Katechísmus zu entfernen und in Deutschland eine ganz neue Katholische Kirche zu rekrutieren, die auf diverse Weise sehr  viel protestantischer aussieht- wie der liberale Protestantismus.
Den deutschen Bischöfen ist die Bedeutung ihrer Aktion nicht unbekannt. Sie bemühen sich, Katholiken außerhalb ihres Sprachbereichs zu erreichen, zuallererst die Englisch-sprachigen.


Heute vor 227 Jahren

am 21. Januar 1793 wurde auf der damals noch "Place de Louis XV" durch die Guillotine hingerichtet. Fr. Demets FSSP hat 2006 diesen Bericht darüber verfaßt, den rorate ccaeli alljährlich an diesem Tag veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

NOTIZEN FÜR 2020- LUDWIG XVI ,  HEILIGMÄSSIGER KÖNIG, WAHRER MÄRTYRER GEHT IN DEN TOD. SEIN LETZTER WILLE UND SEIN TESTAMENT

                             Prozession zur Ewigkeit

Am 20. Januar 1793 verurteilte der Nationalkonvent Ludwig XVI zum Tode, seine Hin richtung wurde auf den nächsten Tag angesetzt. Ludwig verbrachte diesen Abend damit, sich von seiner Frau und seinen Kindern zu verabschieden. Am folgenden 21. Januar brach ein kalter und nasser Tag an, Ludwig stand um 5 Uhr auf. Um 8 Uhr erscheint eine Garde von 1200 Reitern, die den früheren König bei seiner 2-stündigen Kutschfahrt zum Hinrichtungsort begleiten sollte. 
Auf seine Einladung hin begleitete ein Priester, Henry Essex Edgeworth, ein in Frankreich lebender Engländer den König und hat das Ereignis dokumentiert. Wir schließen uns seiner Erzählung, wie er und der schicksalhafte König die Kutsche besteigen, um die Fahrt zu beginnen. 

Der König, der in der Kutsche so platziert war, daß er nicht ohne Zeugen mit mir sprechen oder von mir angesprochen werden konnte, bewahrte ein tiefes Schweigen. Ich zeigte ihm mein Brevier, das einzige Buch, das ich bei mir hatte und er schien das mit Freude zu akzeptieren: er schien darauf bedacht zu sein, daß ich ihm die Psalmen zeigte, die seiner Situation am meisten entsprachen und er rezitierte sie aufmerksam gemeinsam mit mir. Die Gendarmen schienen- ohne zu sprechen- über die ruhige Frömmigkeit ihres Monarchen erstaunt und verwirrt zu sein, dem sie zweifellos früher nie so nahe gekommen waren. 

Die Prozession dauert fast 2 Stunden, an den Straßen standen Bürger- alle bewaffnet- einige mit Pieken, andere mit Gewehren und die Kutsche wurde von ein einem Trupp- bestehend aus den verzweifeltsten Gestalten aus Paris- umringt. Als eine andere Vorsichtsmaßnahme hatten sie vor die Pferde eine Anzahl von Trommlern gestellt, die jeden Lärm oder jedes Gemurmel zugunsten des Königs ersticken sollten. aber wie hätte man die hören sollen?
Niemand zeigte sich an Türen oder Fenstern und auf den Straßen war niemand zu sehen außer bewaffnete Bürger. Bürger, die alle zur Ausübung eines Verbrechens eilten, das sie vielleicht tief in ihrem Herzen verabscheuten. 

So näherte sich die Kutsche der Place Louis XV in Stille und hielt in der Mitte eines großen Platzes an, der rund um das Schafott freigelassen worden und mit Kanonen umgeben war, dahinter erstreckte sich die bewaffnete Menge soweit das Auge sehen konnte. Als der König bemerkte, daß die Kutsche anhielt, drehte er sich um und flüsterte mir zu. "wenn ich mich nicht irre, sind wir angekommen" Mein Schweigen antwortete, daß es so war. Eine der Wachen kam. öffnete die Kutsche und die Gendarmen wären hinaus gesprungen, aber der König hielt sie auf, legte seinen Arm auf mein Knie und sagte in majestätischem Ton "Meine Herren, ich empfehle Ihnen diesen guten Mann, damit er nach meinem Tod nicht beleidigt wird- ich beauftrage Sie, das zu verhindern..." 
Sobald der König die Kutsche verlassen hatte, umringten ihn drei Wachen und hätten ihm seine Kleidung ausgezogen, aber er wies sie hoheitsvoll zurück und zog sich selber aus- nahm sein Halstuch ab, öffnete sein Hemd und bereitete sich vor. Die Wachen, die durch die entschlossene Haltung des Königs für einen Augenblick verwirrt waren, schienen ihre Kühnheit wieder zu gewinnen. Sie umringten ihn und hätten seine Hände ergriffen : "Was versuchen Sie zu tun? "sagte der König und zog seine Hände zurück. "Wir wollen Sie fesseln" antworteten die Kreaturen. 
"Mich fesseln" sagte der König indigniert "Nein, dem werde ich niemals zustimmen- tun Sie, was man Ihnen befohlen hat, aber Sie werden mich niemals fesseln...." 

Der Weg, der zum Schafott führte war sehr uneben und schwer zu begehen; der König war genötigt, sich auf meinen Arm zu stützen und wegen des langsamen Tempos, mit dem er sich vorwärts bewegte, fürchtete ich einen Augenblick, daß sein Mut ihn verlassen könnte. Aber wie groß war meine Überraschung als  die letzte Stufe kam. Ich fühlte, daß er plötzlich meinen Arm losließ und sah ihn mit festem Schritt die Breite des Schafotts überqueren- nur durch seinen Anblick- Stille bei den 15 oder 20 Trommlern, die mir gegenüber standen und in einer Stimme, die so laut war, daß man sie an der Tournant-Brücke hätte hören können-hörte ich ihn diese erinnerungswürdigen Worte sprechen:"Ich sterbe unschuldig an allen Verbrechen, die man mir vorwirft. Ich verzeige allen. die mich zum Tode verurteilt haben. und bete zu Gott, daß das Blut, das sie vergießen werden, niemals über Frankreich kommt." 
Er fuhr fort, bis ein Reiter in der nationalen Uniform mit einem wütenden Schrei den Trommlern befahl zu trommeln. Man konnte viele Stimmen hören, die die Scharfrichter ermutigten. Diese schienen sich selbst zu beleben und ergriffen den allermutigsten König mit Gewalt, sie zerrten ihn unter das Fallbeil der Guillotine, die mit einem Schlag seinen Kopf von seinem Körper trennte. Das alles geschah in einem Augenblick. Der jüngste Wächter, der um die 18 Jahre alt zu sein schien, ergriff den Kopf und zeigte ihn- rund um das Schafott herumgehend- den Leuten. Zuerst herrschte eine furchtbare Stille - dann aus der Ferne einige "Vive la Republique" Rufe. Die Zahle der Stimmen vervielfachte sich schrittweise  und in weniger als 10 Minuten wurde dieser Schrei- 1000 mal wiederholt zum universalen Schrei der Masse und jeder Hut flog in die Luft."

[References: Cronin, Vincent, Louis and Antoinete (1975); Edgeworth, Henry in Thompson, J.M., English Witnesses of the French Revolution (1938, Memoirs originally published 1815).]


*** 
Es folgt der letzte Wille und das Testament des Königs (s. Original)  



Heute in St. Denis,. Grablege der französischen Könige, Requiem für den hingerichteten König.

Fr, Hunwicke spricht,,,,

heute bei liturgicalnotes im Plauderton über Heiratsgewohnheiten des internationalen Adels allgemein und des englischen Königshauses in jüngster Zeit im Besonderen.
Hier geht´s zum Original: klicken 

                                           HOMO VAGANS  (korrigiert)

Anders als Juden, Iren und Deutschen gefällt es den Engländern, wenn man sie für noch exotischer 
und noch durchmischter hält, als sie sind. Das entspricht einem gewissen romantischen Gefühl im 
englischen Temperament. Sagen Sie einem Engländer er wäre reinblütiger Angelsachse oder hundert-
prozentiger Arier, und er wird Sie auslachen. 
Sagen Sie ihm, seine entfernte Verwandschaft bestehe aus einer Mischung aus Franzosen, Russen, 
Chinesen oder sogar Arabern und Hindus, und er wird sich das mit höflicher Genugtuung anhören. Je 
ferner desto besser, natürlich - das macht mehr her und ist gesellschaftlich weniger zweideutig.
"Gesellschaftlich zweideutig? Wollen Sie damit sagen, daß der Engländer alles anderen Rassen außer 
seiner eigenen verachtet?"

Solange, bis er sie assimiliert hat. Was er verachtet ist nicht die andere Rasse, sondern die andere Zivili-
sation. Er mag es nicht, wenn man ihn einen Itaker nennt - aber wenn er mit braunen Augen und oliven-
farbener Haut zur Welt gekommen ist, wird es ihm Vergnügen bereiten, diese Eigenschaften bis auf einen 
Spanischen Landedelmann zurückzuverfolgen, der beim Untergang der Großen Armada an eine englische
Küste gespült wurde. Alles bei uns ist eine Sache von Gefühl und Assoziation.
Das Vorstehende zitiert nach Dorothy L. Sayers, etwa 1936.

In den vergangenen Wochen wurde bezüglich jener Frau Markle, die vor ein paar Jahren in das Haus
Battenberg einheiratete, in einigen Kommentaren behauptet, daß sie rassistisch herabgesetzt worden sei.
Man muß heute vorsichtig sein, wie man sich hinsichtlich des Themas Rasse ausdrückt, es ist vielleicht
besser, etwas gedrechseltere Ausdrücke zu verwenden ...einem Gerücht zufolge hat jemand in Bezug auf
Frau M. davon gesprochen, sie bringe ein wenig "exotische DNA" in das Haus Sachsen-Coburg-Gotha..
Vor einigen Jahren ist einem Paparazzo da eine nette Replik eingefallen. Prinz Philipp von Griechenland
und Dänemark hatte gerade den Kamera-schwingenden Ausländer aufgefordert: "Geh doch zurück nach
Hause!" -und der rief dann, indem er an seiner hellenischen Mähne zupfte: "Efaristo! Efaristo!" (Danke!)

Soviel ist klar: Rassenvermischung ist die Hauptbeschäftigung der Mitglieder der "Royalty" und der 
internationalen Oberklassen. So war es schon immer. Bündnisse waren zu festigen, Erbinnen mußten 
gesichert werden. In diesen Kreisen waren Heiraten zwischen den Rassen schon immer Teil der alltäglichen
Realität. Prinz Henry von Wales, Herzog von Sussex, hat seine Braut ganz genau nach dieser alten Tradition 
des aristokratischen Lebens ausgesucht. Und Ahnenforscher haben dann unvermeidlich herausgefunden, 
daß Frau M. in Wirklichkeit von der alten Familie der Grafen von Northumberland, den Percies, abstammt. 
Für mich überhaupt keine Überraschung. (Auf der anderen Seite habe ich noch nie gehört, daß irgend 
jemand  interessante Entdeckungen über die Vorfahren der armen und ganz gewöhnlichen Frau Middleton 
(der Frau von Prinz William, A. d. Ü.) gemacht hätte. Das gibt einen Minuspunkt.

Mit guten Argumenten wurde die Hypothese vorgetragen, daß Königin Elisabeth selbst - auf dem Umweg 
über den Süden Spaniens - von einem Enkel des Propheten Mohammed abstammt. Klingt sehr wahrschein-
lich.Vielleicht sollten die Sicherheitsdienste ein Auge darauf haben, ob sie sich "radikalisiert" hat."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke