Mittwoch, 31. Januar 2018

Tosatti läßt erst RVC zu Wort kommen und veröffentlicht dann die Botschaft, die Papst Johannes Paul I an die Jesuiten richtete, und die aus den Annalen des Hl. Stuhls verschwunden sind.

das tut er bei Stilum Curiae und stellt kommentierend den Bezug zu den heutigen Jesuiten her.
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"ROMANA VULNERATUS CURIA, PAPST, FUNDAMENTALISMUS. WAS SAGTE LUCIANI DEN JESUITEN. EIN FÜR ALLE MAL?"

"Romana Vulneratus Curia (RVC für Freunde und Feinde) war sehr verblüfft über Pater Armando Spadaros Scoop in Civiltá Cattolica, Direktor derselben, und einer der diversen medialen Spin-Doktoren des amtierenden Pontifex. Und das ist das Kolloquium mit den Jesuiten, die der jesuitische Pontifex während seiner kürzlichen Reise nach Myanmar und Bangladesh. Es wurde über Fundamentalismus gesprochen....

Und dazu und über die Jesuiten von heute und nach dem Brief von RVC haben wir etwas zu sagen. Eher zu erinnern...Aber hier zu RVC:

"Entschuldigen Sie Dr. Tosatti, aber RVC als wahre Nervensäge,  würde Sie um eine winzige Einmischung bzgl. des Interviews mit dem Corriere von heute bitten.
Er kann ohne das nicht auskommen, er wird ein bisschen exhibitionistisch medial, beneidet Antonio Spadaro und er scheint neidisch auf PezzoGrosso zu sein. Bitte sei gnädig ....
Er kann nicht ohne das auskommen, wird ein medial ein bißchen exhibitionistisch, beneidet Antonio Spadaro imd wie mir scheint neidisch auf Pezzo Grosso. Bitte seien Sie gnädig.....

Sagt der Papst zu Spadaro (Corriere vom 14. September, S.33)
"Schau mal, Fundamentalisten gibt es überall. Und wir Katholiken haben die Ehre welche unter unseren Getauften zu haben.....Der Fundamentalismus negiert die Geschichte, die Person. Und der christliche Fundamentalismus negiert die Inkarnation."
Verflixt, was für eine zweideutige Aussage! und was für eine raffinierte Spache der Hl. Vater benutzt hat, die scheint nicht von ihm zu stammen, das ist keine Sprache, die von den Armen und denen am Rande verstanden wird.


Father Hunwicke spricht

auf liturgicalnotes heute über das Los von Konvertiten in der Katholischen Kirche- insbesondere aus der Sicht fanatischer Bergoglio-Anhänger. Hier geht´s zum Original: klicken

                    "IMPERTINENTE KONVERTITEN"

"Ich bin sicher, daß viele Leser wegen des Berichtes in einem früheren post über die Leiden , die ein Anglikanischer Priester erdulden mußte, Sympathie empfunden haben, der in volle Kommunion mit der Katholischen Kirche eintreten will aber nur auf Feindseligkeit trifft.
Ich weiß, wie er sich fühlt, weil ich etwas Ähnliches erlebt habe.

Im Internet gab es vor kurzem eine Diskussion darüber, was ein Konvertit tun, sagen und denken sollte, der sich der RCIA* unterziehen mußte, wenn er entdeckt, daß er Irrtümer oder de facto Häresien gelehrt worden ist.
Ist es notwendigerweise arrogant, wenn so ein/e Konvertit/ in sich benimmt, als ob er/sie besser weiß als ihr Lehrer, was seine/ihre neue Kirche glaubt?
(Praetero die nicht gänzlich unhysterische Sichtweise von Austin Ivereigh, daß solche Konvertiten eine "Neurose" haben.)

Das ist kein neues Problem.

Während des II. Weltkrieges hat Dom Gregory Dix zeitweise die Kirche seines Bruders in Beaconsfield übernommen, damit sein Bruder sich als Armee-Kaplan einschreiben konnte.

Eines seiiner Gemeindemitglieder beschloss zu konvertieren. Weil Dix ein sehr überzeugter Anglo-Papalist war, verursachte das ihm wenig Sorgen. Aber da war eine Sache, die er nicht übersehen konnte und wollte.

Und so fand der Monsignore der Kirche der Hl.Theresa einen sehr eloquenten DIx, der die Türschwelle des Presbyteriums besetzte.

"Ihr Kurat unterrichtet meine Frau X für die Aufnahme. Aber er lehrt sie alles falsch."

(Zufälligerweise strecken die Oxford-Oratorianer, die einen sehr guten Job machen, ihre "Konvertiten" nicht auf dem eher lumpigen Prokrustres-Bett aus. Jede Person wird individuell vorbereitet und aufgenommen, wenn er/sie azu bereit sind. Das ist eine Gemeinschaft, die weiß was sie tut)."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

*  RCIA = Ritus  of Christian Initiation of Adults,

Sandro Magister sieht es pessimistisch: "Goodbye Humanae Vitae!"


Warum erklärt er bei Settimo Cielo anhand aktueller Wortmeldungen von Bischöfen und Theologen zu "Humanae Vitae" -und dem dabei durchscheinenden Willen von Papst Franziskus.
Hier geht´s zum Original: klicken


"ADIEU "HUMANAE VITAE". FRANZISKUS GIBT DIE PILLE FREI"

"Auf Wiedersehen Humanae Vitae . Ein halbes Jahrhundert nachdem die Enzyklika gegen künstliche Empfängnisverhütungsmethoden erschienen ist, die den dramatischsten Augenblick im Pontifikat Pauls VI darstellte, abgelehnt von ganzen Episkopaten, angefochten von zahllosen Theologen, nicht befolgt von Myriaden von Gläubigen, gibt sie jetzt den Weg für eine radikale Neuinterpretation frei- zu einem Paradigmen-Wechsel, unzweifelhaft erwünscht und ermutigt von Papst Franziskus persönlich.

Paradoxerweise ist Paul VI der Papst, den Jorge Mario Bergoglo am meisten bewundert und preist.
Und präzise- mit seinen eigenen Worten- wegen der "prophetischen Brillanz", mit der er diese Enzyklika gschrieben hat und wegen seines Mutes gegen die Mehrheit aufzustehen und die Moraldisziplin zu verteideigen, eine kulturelle Bremse einzusetzen und dem gegenwärtigen und zukünftigen Malthusianismus entgegenzutreten.

Aber die Realität ist, daß "alles davon abhängt. wie Humanae Vitae interpretiert wird"- wie Papst Franziskus nie versäumt, zu kommentieren.
Weil: "die Frage ist nicht, die Doktrin zu ändern, sondern tief zu graben und sicherzustellen, daß die pastorale Praxis die Situationen in Erwägung zieht und was zu leisten, die Menschen in der Lage sind."

Sein Wunsch wird Befehl. Jetzt ist dem Paradigma der neuen Interpretation eine autoritäre Verkleidung gegeben worden, mit einem ausdrücklichen "macht weiter" für die künstliche Empfängnisverhütung durch einen der respektiertesten Theologen des Papstes, Maurizio Chiodi, Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät von Norditalien und neu ernanntes Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben und bereits Autor eines 2006 veröffentlichten  Buches "Ethik des Lebens", das die Legitimität der Künstlichen Befruchtung verteidigt.

Die Autorität seiner Postion wird durch zwei miteinander zusammenhängende Tatsachen bestätigt.

Die erste, ist der Kontext, in den Chiodi diese neue Interpretation von "Humanae Vitae" gestellt hat- eine Konferenz an der Päpstlichen Gregoriana-Universität am 14. Dezember anläßlich eines Treffens zum 50. Jahrestag der Veröffentlichung dieser Enzyklika, das von der Moraltheologischen Fakultät der Universität organisiert wurde, die vom Argentinischen Jesuiten Humberto Miguel Yanez, einem Protegé Bergoglios, geleitet wird,

Die amerikanische Journalistin Diane Montagna hat bei LifeSiteNews am 8. Januar eine detaillierte Zusammenfassung dieser Konferenz gegeben, die lebhafte Reaktionen  von den Verteidigern der angefochtenen Enzyklika auslöste.


Dienstag, 30. Januar 2018

Marco Tosatti: "Wer glaubt an eine Reform der Vatican-Bank?"

Marco Tosatti überläßt es heute Romana Vulneratus Curia, die zigste Ankündigung einer Wende bei der Vatican-Bank und der Reform der Vatican-Finanzen im Licht des bisher Versprochenen und Erreichten (oder eher Nichterreichten) zu kommentieren.
Hier geht´s zum Original bei Stilum Curiae:   klicken

"EINE WENDE BEIM IOR? ROMANA VULNERATUS  CURIA GLAUBT NICHT SEHR DARAN. IN ERWARTUNG DER NÄCHSTEN ENTHAUPTUNG"

"Es gibt keine Ruhe für die Vatican-Finanzen. Heute spricht der Kollege Paolo Rodari auf "Handel und Finanzen" zu uns über eine Perspektive, über eine bevorstehende Entscheidung des Pontifex bzgl. des IOR, der Vatican-Bank. Wohin er bereits am 15. Juni 2013 seinen Allertreuesten, Battista Ricca berufen, hat, der auch für Santa Marta veranwortlich ist, ein Diplomat, dessen Karriere wegen "persönlicher Probleme" einer gewissen Art beendet wurde. Wie man hier lesen kann.

In dem Artikel wird von einer möglichen Person gesprochen, die die Laien ersetzen soll.
Eine im Vatican nicht geschützte Spezies, vielleicht zu neugierig, deshalb vielleicht bei den Priestern nicht allzu beliebt, wenn wir die letzten Enthauptungen betrachten, beginnend mit Milone und endend bei Mattietti....
Aber insgesamt ist es nicht so, daß die Prälaten beim IOR Wunder vollbracht hätten.
Wenn wir uns an Marcinkus und an Msgr. De Bonis erinnern.  Nicht zufällig ist der Posten von Ende 1993 bis Ende 2005 vakant geblieben. 2006 wurde er dann sogar aus dem Päpstlichen Jahrbuch getrichen,
2006 wurde die Aufgabe wiederbelebt und dem Privatsekretär von Kardinal Sodano (bevor der das Staatssekretariat verließ) Msgr. Piero Pioppo anvertraut. Bis 2010 -als Msgr. Pioppo zum Nuntius in Kamerun ernannt wurde. Und man fühlt nicht das Bedürfnis, irgendwen zu nominieren.
Aber  es war die Zeit Benedettos und Nicoras, die Hand anlegten zur Säuberung beim IOR.
Eine lange Geschichte, um Ihnen zu sagen, daß Romana Vulneratus Curia (RVC für Freund und Feind) diesen Morgen diesem blog geschrieben hat, um die Nachricht zu kommentieren.

"Entschuldigung Tosatti,
ich habe bemerkt, wie Repubblica mit einem Artikel von Rodari heute bei "Handel und Finanzen" ("IOR - die Wende von Franziskus?") beginnt, Ungeduld gegenüber der Unfähigkeit des Papstes zu zeigen, welches Problem auch immer anzugehen und zu lösen?
Ich würde auch sagen, daß man zwischen den Zeilen liest, daß der Papst die Probleme verschlimmert oder sie sogar erst schafft. Seit fast 5 Jahren werden "Wenden" von Franziskus beim IOR angekündigt, verschiedene Kurienreformen und anderes.
Und in Wirklichkeit hat es Wenden gegeben, aber immer zum Schlechteren und immer und nur durch den Austausch von Personen, immer auf der Suche nach einem Wunder, vollbracht von jemandem der die Fähigkeit und die Kompetenz dazu hat, der Papst kann weder direkt noch durch Berater die "Erfolge" bewerten.
Die "Erfolge" von Papst Franziskus werden nur vom Imperium verkündet, den Zeitungen, die ihn flankieren.
Aber heute hat Repubblica ihn -mit der offensichtlichen Absicht den Willen zu zeigen, etwas Gutes u tun, versenkt.
Der Titel: "IOR, die Schlacht von Franziskus, die Vatican-Bank kehrt zu  den "Wirtschaftspriestern" zurück." würde genügen.
Es würde genügen das curriculum des neuen, letzten Priesters zu lesen, um zu begreifen, wie lange er überdauern wird.  Und es wäre natürlich seine Schuld. Und in 5 Jahren ist der Name des wirklich verantwortlichen technischen Managers (ich spreche nicht vom Papst) für diese ganze Serie von sinnlosen Verhaltensweisen und Fehlern nie herausgekommen.
Und doch! Lieber Tosatti, Aber man muß ihn nicht kennen, Warum?"

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti, VRC 

Magister: Kardinal Zen berichtet über sein Treffen mit dem Papst zum Thema

Sandro Magister hat heute bei Settimo Cielo den offenen Brief  Kardinal Zens an die Medien - in veröffentlicht von der Agentur Asia News- abgedruckt. UNBEDINGT LESEN! 
Hier geht´s zum Original:   klicken

"GEFAHR EINES SCHISMAS IN CHINA. KARDINAL ZEN: DER PAPST HAT MIR GESAGT..."

"Wir geben den offenen Brief wieder, der heute am 29. Januar von Kardinal Joseph Zen Ze-Kiun, Bischof emeritus von Hong Kong  auf seinem blog  veröffentlicht worden ist und sofort von der Agentur Aisa News des Päpstlichen Instituts für Auswärtige Missionen publiziert wurde.

Darin verrät der Kardinal die wesentlichen Inhalte des Gesprächs, das er mit Papst Franziskus hatte, dem er seine schweren Befürchtungen über die kürzlich von Vaticanmitarbeiter n in China  unternommenen Schritte mitgeteilt hat.

Diese Schritte bestanden darin, dass  die beiden  Untergrundbischöfe von Shantou und Mindong, die vom Hl. Stuhl anerkannt werden, den Weg freizumachen haben  für zwei von der Regierung ernannte Bischöfe-beide illegitim, einer davon exkommuniziert.
Mehr Details hier:

"Der Vatican verlangt von legitimen Bischöfen, zugunsten illigitimer Bischöfe zurück zu treten"  

Kardinal Zen enthüllt jetzt, daß Papst Franziskus ihm geantwortet habe, er habe angeordnet "keinen neuen Fall Mindszenty zu schaffen" indem er auf den heroischen Kardinal und Primas von Ungarn anspielte, der 1971 von den Vaticanischen Autotritäten aufgefordert worden war  sein Land zu verlassen, 1973 aus diesem  Amt entfernt und 1975 durch einen dem kommunistischen Regime genehmen Primas ersetzt wurde.

Aber jetzt ist der Kardinal dran.

Montag, 29. Januar 2018

A. Gagliarducci zu den Nachwirkungen einer Pressekonferenz auf das aktuelle Pontifikat

A. Gagliarducci analysiert bei Monday ín the Vatican die Auswirkungen der umstrittenen Äußerungen des Papstes bei der fliegenden Pressekonferenz auf dem Rückflug von Peru nach Rom und schließt aus seinen Überlegungen, daß wir da eine Bruchstelle, eine Wasserscheide des Pontifikates erlebt haben.
Hier geht´s zum Orignal:  klicken

          "PAPST FRANZISKUS,  EIN SCHEIDEWEG UND EIN DILEMMA"

Papst Franziskus´fliegende Pressekonferenz auf dem Rückweg von Peru könnte als eine Art Wasserscheide seines Pontifikates betrachtet werden. Die Erklärungen des Papstes zu sensiblen Themen, die das des sexuellen Mißbrauchs durch Kleriker- werden ein Licht auf eine der größten Schwierigkeiten von Papst Franziskus: Barmherzigkeit mit Gerechtigkeit zusammen zu bringen.

Die Lage auf die Papst Franziskus reagierte, wae objektiv kompliziert.  Er hatte Bischof Juan Barros als Bischof von Osorno in Chile ernannt. Aber Bischof Barros war eines der Mitglieder einer Gruppe, die sich um Pater Fernando Karadima, einen charismatischen Priester, der des vielfachensexiuellen Mißbrauchs in Chile schuldig war, gebildet hatte.
KAradima wurde für schuldig befunden und isoliert und Bischof Barros und die anderen drei Bischöfe, die in deieser Gruppe geformt worden waren, nahmen die Entscheidung der Glaubensdoktrin an und distanizerten sich von den Taten Father Karadimas.

Die Mißbrauchten jedoch sahen in der Ernennung von Bischof Barros für Osorno, wo derMißbrauch stattgefunden hatte, eine Art moralischen Schlag ins Gesicht.  Seit Dezember 2014 gibt es Proteste und Diskussionen und Mitglieder der Päpstlichen Kommission zum Schutz Minderjähriger haben mit dem Papst zu Mittag gegessen, um das Thema zu besprechen und Licht auf die Diskrepanz zwischen den Worten ausdrücklicher Verurteilung von Mißbrauch und seinen Taten zu bringen.

In einem Brief an Papst Franziskus hatte Bischof Barros seinen Rücktritt angeboten. Der Papst selbst lehnte diesen Rücktritt ab, weil ein Amtsverzicht als einem Schuldeingeständnis gleichkommend hätte bewertet werden können. Provoziert durch die Fragen chilenischer Journalisten sagte er, daß es keinen Beweis für die Schuld von Bischof Barros gäbe.


Fr. Hunwicke spricht

-wie immer lesenswert über CS Lewis, Gebote auf einem anderen Planeten, Papst Paul VI, AL und Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes:  klicken

"CS LEWIS UND AMORIS LAETITIA UND DER RAUCH SATANS" 

"Amoris Laetitia: "Eine Person kann sich in einer konkreten Situation befinden, die es ihr nicht erlaubt, anders zu handeln und anders zu entscheiden,- ohne weitere Sünde." Die correctio filialis hat dann zu Recht die Hypothese verurteilt, daß eine Person, indem sie einem göttlichen Verbot gehorcht, durch diesen Gehorsamsakt gegen Gott sündigt.

Im zweiten Band seiner "theologischen" Raum-Trilogie (Kptl.9) porträtiert C.S: Lewis einen der Feinde, der versucht die zukünftige Matriarchin, eine vorzeiti arianische Eva  eines anderen Planeten dazu zu überreden, ein von ihrem Gott erlassenes Gebot zu brechen, nur um einen Raum zu schaffen, in dem Gehorsam praktiziert werden kann, ohne irgendeinen nützlichen Vorteil zu erlangen. Andere Gebote wie ´Töte nicht´ brauchen keine ´Rechtfertigung, weil sie uns jede Sicherheit geben. Also hat Gott diesem Planeten ein Gebot gegeben, dessen einiger Zweck ein Akt des Gehorsams war.

"Satan" -auf Lewis´ fiktivem Planeten- versucht "Eva" dadurruch zu überreden, indem er argumentiert, daß Gott ein Gebot erlassen könnte, während er tatsächlich hofft, daß das vernünftige Geschöpf nicht gehorchen wird.
"Es könnte ein Gebot geben, von dem er wünscht, daß du es brichst." "Der falsche Gehorsam selbst kann Ungehorsam sein."
Also kann es ein Gebot geben, bei dem Gott wünscht, daß der Mensch es bricht. Mit anderen Worten Gott kann ein Gesetz erlassen, aber darüber hinaus hat er einen höheren Willen, ohne uns das zu sagen. Wirklich wünscht er, erkannt zu werden und daß ihm auf Kosten der gegebenen, geäußerten und bekannten Gesetze gehorcht wird.

Gott hat dir ein Gesetz gegeben, aber  er will, daß du es brichst.

Das ist einer der raffiniertesten Plots Satans, wie er klug von Lewis entdeckt und beschrieben wurde.
Und er ist genau das höllische Werkzeug, mit dem der Feind in der Folge- in unserer Zeit und auf unserem Planeten - Ehebruch durch Amoris Laetitia vorangebracht hat.
AL erweckt den Eindruck, daß es hinter und über "Du sollst nicht ehebrechen"  einen höheren göttlichen Willen gibt, zumindest manchmal, der es übertrumpft.
Also sagt AL den "wiederverheirateten Geschiedenen"  Du sollst eine ehebrecherische Beziehung mit X haben, der nicht dein rechtmäßiger Ehepartner ist, weil er/sie sonst versucht sein könnte, dir untreu zu werden und dich zu verlassen, was wegen der Kinder, die ihr seit eurer Zivilehe zusammen habt, eine Tragödie wäre. "
Die falsche Art Gehorsam selbst kann Ungehorsam sein, wie Lewis es ausdrückt. (Das ist natürlich im Wesentlichen die alte satanische Versuchung Böses zu tun, um Gutes zu erreichen) Resultat: der Zweck heiligt die Mittel.

Der Selige Paull VI wird von Traddies nicht oft bewundert; ich denke, man sollte ihn mehr für seinen Mut loben, Humanae Vitae geschrieben zu haben, als das manchmal geschieht. Und ich bin überzeugt, daß seine klare Ehrlichkeit zuzugeben, daß unter seinen Augen, der Rauch Satans durch einige Risse in den Tempel Gottes eingedrungen ist, Lob verdient.
O.K. er war ein bißchen wie Hamlet, wie Johannes XXIII bemerkte, aber er war nicht so blind, seine Hauptpflichtr als Bischof von Rom, nicht zu erkennen- die Integrität der Überlieferung zu erhalten, den novitates zu widerstehen. Montini war in der Tat kein Leo oder Hildebrand, aber ich bin nicht überzeugt, daß er ein Honrius war.

Ich fühle- dabei spreche ich nur für mich selbst- daß wenn PF fähig wäre, sich mannhaft selber dazu zu bringen, zuzugeben, daß der Rauch Satans  tatsächlich durch einige Risse in den Schlußteil von "Amoris Laetitia"  eingedrungen ist, würde er als erheblich größerer und ehrbarerer Mann gezeigt werden, als er trotz seines Geredes zu sein scheint. Wie die Dinge stehen, scheint er mir- gegenüber dem von Papst Montini gesetzten Standard an Mut, Demut und Ehrlichkeit ziemlich weit entfernt zu sein."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Sonntag, 28. Januar 2018

1000 Jahre Wormser Dom


Video von der heutigen Fest-Messe zum Auftakt der 1000-Jahrfeiern :  klicken

Grußwort des neuen Mainzer Bischofs Kohlgraf an die Wormser Dom-Gemeinde

     


und Dompropst Schäfer erzählt die Weihe-Geschichte des Wormser Doms:    klicken


In Chile gehen die Wogen immer noch hoch

Andrea Zambrano berichtet für La Nuova Bussola Quotidiana, daß die Wogen der Empörung nach den päpstlichen Äußerungen zu den Mißbrauchsfällen in der Diözese Osorno immer noch hoch gehen und hat zum besseren Verständnis der Situation den offenen Brief eines chilenischen Priesters an die chilenischen Bischöfe wiedergegeben.
HIer geht´s zum Original:  klicken

"DIE UNTERSTÜTZUNG DES PAPSTES FÜR DEN CHILENISCHEN BISCHOF IST INAKZEPTABEL" 
Der Artikel beginnt so:

"Der Papst hat vor mehr als einer Woche Chile verlassen, aber die Ereignisse um den Bischof von Osorno, Juan Barros "hält immer noch die Ban" , der wegen seiner Nähe zu einem Priester der Diözese, der massiv in Fälle sexuellen Mißbrauchs verwickelt war, ins Zentrum der Polemik gerückt ist. Die Worte, die Franziskus über die fehlenden Beweise für ein formales Vorgehen gegen Barros gesprochen und während des Rückfluges nach Rom wiederholt hat, haben Kardinal O´Malley gestört aber auch einen guten Teil des chilenischen Klerus. Warum?

Autor A. Zambrano fährt dann fort, daß es zum besseren Verständnis der Angelegeheit nötig sei, genauer auf die Kirchenkreise zu schauen, die auf jede erdenkliche Weise versucht haben, den Hl. Stuhl zu informieren, wie unagemessen es sei, Barros als Bischof in die Diözese zu schicken und daß besonders der offene Brief eines Priesters weiterhin im Mitelpunkt des öffentlichen Interesses steht, der die Angelegenheit sehr gut kennt und einer der ersten war, die Barros beschuldigt haben.

Es handelt sich um einen Priester dieser Diözese, Pater Kliegel, der der Tageszeitung ElMostrador seinen Brief an die Bischöfe übergeben hat. Aus diesem Brief geht das ganze Drama der Pädophilie und der derzeitigen Trägheit der Kirchenkreise, den anzugehen, hervor.

Kliegel, seit 52 Jahren in Osorno, der Stadt, die in den letzten Jahren "eine enorme Krise erlebt hat, die aus ihr ein "Feldlazarett" gemacht hat, von dem der Hl. Vater 2014 sprach, schreibt:
"Liebe Brüder im Bischofsamt, mein Gewissen als Christ verpfichtet mich dazu, ehrlich zu sprechen und den Schmerz und die Gefühle vieler Gläugiben zu schultern. Ich hatte mir Schweigen auferlegt, aber die Diskrepanz zwischen den Worten und dem Handeln der Hierarchie haben dazu geführt, daß ich sie nicht mehr akzeptieren kann."

Er schreibt dann:
In diesen 3 Jahren hätten weder die Nuntiatur noch der Vatican ihnen je geantwortet, sie seien nicht angehört worden -auch nicht vom Hl. Vater. Sie seien wie Bauernopfer behandelt worden.
Kliegel weiter: er habe nicht das Recht, jemanden  zu verurteilen, aber es sei äußerst schwerwiegend die Stimmen der Opfer nicht zu bedenken und keine Konsequenzen zu ziehen.
Man müsse den Opfern glauben, denen, die den Papst privat oder öffentlich getroffen haben. Sehr schwerwiegend sei es, das amtlich beglaubigte Zeugnis eines Opfers als Verleumdung zu beurteilen, besonders wenn das aus dem Mund von Kardinal Errazuriz  ( Erzbischof von Santiago) käme.
Durch ein solches Verhalten würden nicht nur einige Laien verletzt sondern die Gemeinde der Diözese und die Kirche der gesamten Nation.

"Ein Priester, der unbequeme und krtitische Situationen vermeidet hat kein Herz für seine Herde."Und Kliegel weiter:
" Für mich ist deshalb die Unterstützung des Hl. Vaters für einen Hirten, der sich so benimmt unverständlich und unannehmbar.  Eine Kirche, die sich selbst als Expertin in Menschlichkeit definiert, hat die moralische Pflicht, höchsten Kriterien zu genügen.

Barros fehlen nach dieser harten Anklage aber auch viele andere Kriterien, um seine Rolle als Hirte so auszuüben, daß man seine Ernennung als "unterbewertet" betrachten könnte, weil der historische Kontext, in dem unser Bischof sich befindet, seint 30 Jahren der selbe ist- den er öffentlich als "erbauend" bezeichnet hat, wo eine päderastische Führung unserer Kirche geschadet hat, indem sie  sie in einen Skandal stürzte.

Daher hätten sich die Autorität der Kirche "mehr auf die Bequemlichkeit administrativer Macht als auf die goldene Regel der Seelsorge konzentriert: Seelen zu retten. Das macht uns krank, weil die Würde ein unveräußerliches Menschenrecht ist. Der Papst selbst hat es unserem Gewissen eingeschrieben. Dieser Prämisse zu folgen, ist eine moralische Verpflichtung ".

Dann -nach einem Zitat aus Franziskus´ Rede im Palazzo della Moneda, in der er Schmerz und Scham für den irreparablen Schaden an den Kindern durch Mitgliede des Klerus ausdrückte,beschuldigt Kliegel Bischof Barros in den 3 Jahren nicht fähig gewesen zu sein, Juan Carlos Cruz zu treffen......und wie aus dem Brief des Papstes hervorgehe, die Situation der Diözese falsch dargestellt zu haben.
Wie das ?
Papst im Brief an die chilenischen Bischöfe: " Sie, die Bischofe, haben klare Kenntnisse der  persönlichen geschichtlichen Entwicklung des aktuellen  Bischofs von Osorno und dessen. was die gesamte Diözese erwartete, aber Sie haben den Papst vor einem fatalen Irrtum bewahrt....."

Die Worte dieses Priesters lenken den Blick auf das, was in Chile passiert ist und erklären, warum die offizielle Verteidigung von Barros durch Franziskus als inakzetabel betrachtet wird.
Und vielleicht- so Autor ..... weiter- kann diese Anklage mehr Licht auf die tatsächliche Verantwortung werfen und dazu führen dann die Konsequenzen zu ziehen."

Quelle: A.Zambrano, LaNuovaBussolaQuotidiana

Ständchen für ein 262-jähriges Geburtstagskind

Am 27. Januar 1756 wurde Wolfgang Amadeus Mozart geboren- ein Geschenk Gottes an die Menschheit -(eine Leihgabe für 36 Jahre).

          

Samstag, 27. Januar 2018

Musik zum Abend

Händels "Harmonischer Grobschmied"  hier mit Oboe, Fagott und Cembalo.....

           

Papst Benedikt über den Hl. Paulus und die Kirche

Wir haben in dieser Woche das Fest der Bekehrung des Hl. Paulus gefeiert, dazu paßt unser heutiges Fundstück:

               "Der Hl. Paulus und seine erste "stürmische" Begegnung mit der Kirche..."

           

Hier geht´s zum Originaltext der Katechese Papst Benedikts XVI über den Apostel Paulus  vom 22.November 2006 :   klicken

Ein Ausschnitt:
(...) "Ich möchte die Katechesen über Paulus heute mit einem Blick auf die Beziehung des Apostels zur Kirche abschließen. In der Regel gelangen die Menschen durch Vermittlung der Kirche zu Christus. Paulus ist schon vor seinem Erlebnis auf dem Weg nach Damaskus dem Herrn begegnet – wenn auch als Verfolger der Freunde Jesu. 
Der direkte Anruf des Auferstandenen bewirkte seine Bekehrung zu Christus und zugleich zur Kirche. Die Kirche war dann stets in seinem Denken und Handeln gegenwärtig – auch durch die Gründung von Gemeinden an zahlreichen Orten. 
In seinen Briefen legt uns Paulus seine Lehre über die Kirche vor. Auf originäre Weise beschreibt er sie als „Leib Christi“. Alle Getauften sind Glieder des einen Christus. Damit kommt nicht nur die Zugehörigkeit der Glaubenden zu Christus zum Ausdruck, sondern auch eine Art „Ineinssetzung“ der Kirche mit Christus. 
Ein anderes Bild bezeichnet die Kirche als „Braut Christi“. Sie ist ganz vom Herrn geliebt, und wir als Teil der Kirche schulden Christus unsere Treue. So ist die Kirche zutiefst auch Gemeinschaft, in der die Christusbeziehung das tragende Element ist." 

Quelle: LaSantaSede, LEV

EIn weiterer Kardinal wirft zu "Amoris Laetitia" seinen Hut in den Ring

Maike Hickson berichtet für OnePeterFive über einen weiteren Kadinal, der Fragen zu Amoris Laetitia hat. Hier geht´s zum Original:  klicken
Und hier ist der Link zum Artikel auf Katholisch.de  klicken


"KARDINAL EIJK BITTET DEN PAPST FRAGEN ZU "WIEDERVERHEIRATETEN" GESCHIEDENEN KLÄREN"

Wie Katholisch.de , die offizielle website der deutschen Bischöfe heute berichtet, hat Kardinal Willem Eijk, der holländische Kardinal und Metropolitanerzbischof von Utrecht, gefordert hat, daß Papst Franziskus Licht in die Konfusion bringt, die die Frage betrifft,, wie in der Kirche mit "wiederverheirateten" Geschiedenen umgegangen werden sollte.
In einem von der niederländischen Zeitung "Trouw" sagt Kardinal Eijk (64): "Die Leute sind verwirrt und das ist nicht gut."

Kardinal Eijk bezieht sich hier auf die mehrdeutige Lehre aus dem päpstlichen Dokument "Amoris Laetitia". Wie Katholisch.de e ausdrückt:

Franziskus plädiert für den Gedanken, in individuellen Fällen wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten zuzulassen- nach sorgfältiger pastoraler Überprüfung und sogar wenn die vorangegangene kanonische Ehe noch besteht.

Kardinal Eijk schlägt jetzt vor, daß der Papst ein zusätzliches Dokument schreibt, durch das die Zweifel beseitigt werden sollten. Eijk selbst tritt für eine strengere Interpretation des Kanonischen Rechts in dieser Hinsicht ein. Aus seiner Sicht dürfen Katholiken nicht wieder heiratenm wenn ihre Scheidung nicht dem Kirchengericht vorgelegt worden ist.
Sonst dürfen doese Paare- nach Eijk- keinen Zugang zur Hl. Kommunion bekommen.
Wie er es -nach der Übersetzung von Mark de Vries- ausdrückt:

 "Wir haben die Worte Christi selbstm daß die Ehe eine ist und nicht gebrochen werden   kann. Dazu stehen wir in der Diözese. Wenn ein Kirchengericht eine Ehe für nichtig erklärt   hat, wird offiziell bestätigt, daß es nie eine Ehe gegeben hat.  Nur dann ist man frei zu   heiraten und die Sakramente der Beichte und der Kommunion zu empfangen."

Wie Katholisch.de berichtet, kritisiert Kardinal Eijk die Diskussion dieses Themas innerhalb der Katholischen Kirche: eine Bischofskonferenz stellt andere Regeln auf als die andere. Er sagr: "Aber was an einem Ort wahr ist, kann an einem anderen Ort nicht unwahr sein."

Kardinal Eijks Statement hat insofern erhebliches Gewicht, als er ein respektierter Experte in Fragen der Moraltheologie.Außerdem ist er ein pensionierter Prälat und nimmt deshlab ein viel größeres Risiko  auf sich, wenn er diesen Standpunkt einnimmt. 
2015 gehörte er zu den Unterzeichnern des Briefes der 13 Kardinäle an Papst Franziskus, in dem sie ein faires Procedere während der Zweiten Bischofssynode zu Familie und Ehe forderten.

Außerdem gehörte Kardinal Eijk kurz vor der zweiten Familiensynode 2015 zu den 11 Kardinälen, die ein Buch zur Verteidigung der traditionellen Katholischen Lehre zur Ehe veröffentlichten-das den Titel "Elf Kardinäle sprechen über Ehe und Familie.: Essays von einem pastoralen Standpunkt aus"
In diesem Buch sagte Kardinal John Onaiyekan (Nigeria) folgende Worte, die jetzt schneidend klingen: 

"Die Synode ist nicht einberufen worden um zu entscheiden, ob geschiedene und wiederverheiratete Paare die Hl. Kommunion empfangen können oder nicht. Das ist sicher nicht das Ziel der Synode. Auch ist die Snode nicht einberufen worden, um das Thema Homosexualität zu diskutieren und ob zwie katholische Männer oder zwei katholische Frauen sich selbst  zur Ehe am Altar präsentieren können. [...
Das sind Themen, die in unseren Lehren schon klar sind. Synoden werden nicht einberufen umd die Doktrinen oder Lehren der Kirche zu ändern."

Quelle: OnePeterFive, Dr.M.Hickson


Fr. Hunwicke spricht.....

über seine Gedanken zu Septuagesima - dem Verhältnis der Christen zum Pentateuch und die jüdischen Wurzeln des Katholizismus.
Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotesklicken


"SEPTUAGESIMA"
Nächsten Sonntag ist Septuagesima-Sonntag

Bis die Reformer der 1960-er ihn abgeschafft haben,  hatte Septuagesima mindestens eineinhalb Jahrtausende die Kirche auf den Pentateuch hingewiesen und auf seine strukturelle Zentralität für das christliche Verständnis und für ein christliches Leben.
Ein gebührender Respekt für den Pentateuch ist etwas, das Katholiken leichter fiele, wenn wir alle eine tiefere Inkulturation in unsere jüdischen Wurzeln hätten.
Traurigerweise haben die Reformer der 60-er diese eher geschwächt als verstärkt.

Also: Septuagesima und seine Woche geben uns Eva und Adam, ihre Erschaffung; und ihren Fall.
Mitglieder des anglikanischen Erbes brauchen keine Empfehlung, ein einfallsreiches Stück, theologische Fiktion, des großen anglikanischen Apologeten Prof. C S Lewis zu lesen: seine Novelle "Reise zur Venus", auch als "Perelandra" bekannt. Es gibt darin eine ausgedehnte Meditation zum Fall und zur Strategie des Feindes.

Heute Morgen würde ich Ihnen gern einige Sätze anbieten, die mir sehr nützliche Löungsmittel für die "Aufklärung" und ihre dämonischen Irrtümer zu sein scheinen. Und genau die Art Sachen, die wir brauchen, bevor wir das Wort Gottes am Beginn der Genesis öffnen und uns selbst dem zuwenden, was wir da finden . [Ich habe ein oder zwei winzige syntaktische Anpassungen vorgenommen]

"....die dreifache Unterscheidung zwischen Wahrheit und Mythos und beides von Fakten-ist rein irdisch- Teil und Stück dieser unglücklichen Teilung zwischen Seele und Körper, die aus dem Fall resultierte. Sogar auf der Erde existiert das Sakrament als dauernde Erinnerung daran, daß diese Teilung weder gesund noch endgültig ist.
Die Inkarnation war der Anfang ihres Verschwindens.....Die ganze Unterscheidung zwischen zufälligen und geplanten Dingen- wie die Unterscheidung zwischen Mythos und Faktum ist rein irdisch.
Das Muster ist so groß, daß innerhalb des kleinen Rahmens irdischer Erfahrung Stücke davon erscheinen, zwischen denen wir keine Verbindung sehen können und andere Stücke, bei denen wir das können. Deshalb unterscheiden wir zu Recht das Zufällige vom Essentiellen. Aber tritt man aus diesem Rahmen heraus, fällt diese Unterscheidung ins Leere., und flattert sinnslos mit den Flügeln."
(Der Hl. Johannes Paul bemerkt, daß es in Gottes Vorsehung so etwas wie Zufälle nicht gibt.)

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Freitag, 26. Januar 2018

Father Hunwicke spricht

und läßt uns an seinem reichen kirchen-und religionsgeschichtlichen Wissen teilhaben, Heute geht es um das hebräische oder aramäische Halleluja- im Psalm auch an alle Heidenvölker (kol goim) gerichtet-"Preist den Herren alle Völker"
Hier geht´s zum Original: klicken

"Laudate Dominum omnes gentes"

"Es gab Zeiten und Orte,  wo Päpste und Patriarchen sich weigerten, einem Kandidaten die Episkopé zuzuerkennen, der nicht in der Lage war, das gesamte Psalter aus dem  Gedächtnis zu rezitieren.

Es bleibt wahr, daß nicht viele von uns viele Psalmen auswendig können. Vielleicht können einige von uns einen Psalm perfekt wiederholen: teilweise, weil er aus nur 2 Versen besteht, teilweise weil es der Psalm ist, der die traditionelle Sonntagsabend-Messe beschließt und Teil des abschließenden Elements der Segensspendung ist, wie sie allgemein in diesem Atlantischen Archipel erteilt wurde.

Byzantinische Christen sind vielleicht mir Psalm 116/117 vertraut- als letztem Psalm in der Samstags-Vesper, mit der die Byzantiner die Feier des Tages des Herrn beginnen.
Wirklich ältere Lateiner erinnern sich vielleicht, daß direkt am Ende der Oster-Vigil -wie sie in jenen weitentfernten Tagen gefeiert wurde, bevor Bugnini an die Arbeit ging, war dieser der Psalm der übrig gebliebenen Ersten Vesper von Ostern war, mit dem die Messe endete. Er ist eine nicht unpassende Zusammenfassung des Oster-Mysteriums.

Er beginnt mit einem der häufigsten Wörter im Psalter: HLLU.
Die meisten werden das als den Imperativ erkennen, der oft mit einer abgekürzten Form des Tetragrammaton kombiniert wird, um uns die Form HLLU YA (Halleluja) zu geben;
Und ein browsen durch die drei Kolumnen von Brown Driver und Briggs läßt vermuten, daß das ein lautes Wort ist; das dazu auffordert, laut zu rufen oder zu schreien- wie bei einem Hochzeitsfest oder Erntedankfest.
Der Kontext ist allgemein liturgisch. 
Aber in diesem Fall fährt der Text eher auf ungewöhnliche Weise fort: HLLU ET-YHWH KL GOIM
was bedeutet: "Preist den Herrn alle Völker."
Man findet nicht oft einen Ausdruck, der fast ganz zum Auserwählten Volk gehört, wie sie Gott in der Exklusivität des ihre Tempels verehren und der dann den unreinen Heiden außerhalb des Heiligen Bezirks.


Tosatti: Neues zu den FFI und der seit vier Jahren andauernden Kommissionierung

"Co-Autor" Pezzo Grosso hat Marco Tosatti einen Brief zum Thema FFI -speziell zur BEdeutung des Lateinischen bei dem unschönen Geschehen um diesen (ehemals?) charsimatischen Orden geschrieben. Inzwischen geht- fast vergessen- die seit 4 Jahren andauernde, letztendlich grundlose, zumindest aber fadenscheinige Kommissionierung weiter.
Hier geht´s zum Original bei Stilum Curiae:  klicken

"FFI, EINE MUTIGE STIMME VERURTEILT DIE VERFOLGUNG UND PEZZO GROSSO SAGT, WAS ER ÜBER DIE QUISLING-BRÜDER, KOMPLOTTISTEN UND IGNORANTEN DENKT..."

In den letzten Tagen ist bei Corrispondenza Romana ein dramatischer Artikel erschienen, den Pater Paolo M. Siano von den FFI geschrieben hat (hier)
Die Frati Francescani dell`Immacolata werden jetzt seit 4 Jahren kommissioniert- auf eine Weise die kafkaeske Züge trägt.
Bis heute ist der einzige Vorwurf, der dem von Padre Manelli gegründeten Orden gemacht wird, der mit 83 Jahren mehr oder weniger unter Freiheitsentzug steht- der einer "lefebvrianischen Abweichung".
In der Zwischenzeit ist das Charisma des Ordens entstellt, der weibliche Zweig dazu verurteilt worden, während der nächsten drei Jahre keine Postulantinnen aufzunehmen, und die Brüder, die versucht haben. wegzugehen oder sich irgendwo anders inkardinieren zu lassen, verfolgt worden.
Der Angriff auf die Verwaltung der Güter des Ordens sind durch die Ordentliche Justiz blockiert worden und immer noch ist kein Ende dieses Geschehen in Aussicht, das nicht kein Makel auf der Regierung des aktuellen Pontifex sein kann.
Und so hat sich Pezzo Grosso  mit einem Detail des Geschehens befaßt, über das er uns geschrieben hat, Hier seine Botschaft.

Egregio dottor Tosatti, 
Bei Corrispondenza Romana nr.1525 vom 24. Januar lese ich einen von P. Paolo Siano unterschriebenen Artikel ("FFI, eine mutige Stimme erhebt sich")

Ich kommentiere ihn nicht, weil ich das Geschehen nicht kenne, aber in dem Stück gibt es einen Satz, der mich getroffen hat, es handelt sich um den bedrohlichen Satz, den ein Bruder augenscheinlich bei einem Kolloquium  am 21.1.2012 zu den Jüngern des Gründers (P.Manelli) sagte:

"Wenn Sie das Lateinische nicht aus dem Seminar entfernen, werde ich Sie bei der Kongregation denunzieren, wo sie, wie Sie wissen, modernistisch sind und Sie kommissionieren lassen werden." (wie es in der Tat geschah).
Lieber Tosatti, ich möchte diese Drohung kommentieren.


Fr. Blake spricht....

über Peronismus und Korruption in Beziehung zum aktuellen Pontifikat und den jüngsten Ereignissen während der Lateinamerikareise. Sehr lesenswert.
Hier geht´s zum Original: klicken


                       "PERONISMUS UND KORRUPTION"

"Kürzlich bekam ich von einem argentinischen Kellner, in Argentinien Absolvent eines PPE *-Studiums, eine Lektion in Peronismus.
Peronismus - sagte er - war die korrupteste Form von Politik, weil man Kommunist oder Faschist oder Kapitalist sein konnte, das Einzige, was fehlte, war die Unterstützung von Peron  und nach Peron jedes anderen Staatsoberhaupts.
Das ist ein Überbleibsel des Faschismus der 20/30-er Jahre, in denen der Wille des Führers oder des Duce alles war, was zählte, Right or wrong, gut oder schlecht, Gebrauch oder Tradition, Gesetz oder Moral oder alles andere, was unwichtig geworden war und im Vergleich zum Willen des Führers keine Gültigkeit hatte.

Deshalb ist es das Ideal so nah wie möglich beim Führer zu sein, falls eine direkte Nähe nicht gelingt, ist das nächstbeste, entweder denen nahe zu sein, die dem Führer nahe sind oder denen, die ihn kennen, oder behaupten, die Denkweise des Führers zu kennen.
In einem solchen System ist die moralische Autonomie auf Sklaverei reduziert, weil es keinen moralischen Kompass gibt, solche Abstrakta wie falsch oder richtig sind nicht wichtig.
Alles was zählt, ist Dux vult.
Wenn der Führer etwas sprunghaft ist, macht das nicht wirklich was, es bedeutet nur, daß seine Anhänger näher bei ihm sein müssen, besser zuhören und es bedeutet auch, das das, was der Wille des Führers im letzten Jahr oder sogar auch heute morgen, es jetzt nicht mehr sein könnte oder sein Wille, den er A gegenüber ausgesprochen hat  zu dem, den er B gegenüber geäußert hat, komplett konträr ist.
Für den Peronisten muß die alte Elite, die ihre Autorität auf intellektuelle Expertise, ihr Verständnis oder ihre Kenntnisse , sogar auch auf ihrer Gesetzestreue bezieht, ersetzt werden durch nichts anderes als den Willen des Führers.
Sie repräsentieren eine alternative Autorität und deshalb eine mögliche alternative Quelle von Macht und sicher eine Quelle für Bewertung und Kritik.
Peronismus haßt Intellektuelle, sie sind immer total willkürlich und besorgt um das, was dienlich ist, um die Macht des Führers zu vergrößern.

Heute identifiziert jeder das Regieren von Franziskus als eine Art von Peronismus, das ist die populäre Schlussfolgerung, ich habe das zu Beginn seiner Regierungszeit identifiziert, wenn auch etwas positiv, etwas, das den einfachen Menschen anzieht und versucht das Papsttum populär zu  machen, das war ein bißchen naiv von mir, es ist tatsächlich Perons Peronismus - hauptsächlich, um den Führer mächtig zu machen.


Donnerstag, 25. Januar 2018

Schönes für die Ohren

         

          

Maike Hickson: Abschaffung des Zölibats oder wann ist genug genug?

Maike Hickson analysiert bei OnePeterFive die neuesten Wortmeldungen des Papstes und von Kardinälen zur Frage der Frauenordination und der Viri Probati und stellt am Ende die Frage wann die glaubenstreuen Katholiken-nach Amoris Laetitia & den Dubia - jetzt mit einem "genug ist genug" aufstehen werden.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER KARDINALPRÄFEKT DER KLERUSKONGREGATION UNTERSTÜTZT DIE MÖGLICHKEIT DER EHE FÜR PRIESTER"

In dieser Woche gibt es Nachrichten aus Italien, daß Kardinal Beniamino Stella, Präfekt der Kleruskongregation, einige zusätzliche Informationen über mögliche Pläne zu einer Reform in der Kirche zur Frage verheirateter Priester preisgegeben hat. In einem Interview für ein neues italienisches Buch über Papst Franziskus und seine engsten Berater im Kardinalsrang mit dem Titel "Alle Männer von Franziskus" (St.Paul-Edition) vom Vatican-Journalisten Fabio Marchese Ragona, macht Stella einige Bemerkungen die in größerem Zusammenhang den eigenen Gesamtplan von Papst Franziskus betreffen.
Stella spricht hier von der Möglichkeit "alte,verheiratete Männer" zum Priestertum zu weihen. Es geht nicht darum generell verheiratete Männer zu weihen.
Wie Andrea Torniellis "Vatican Insider" es heute darstellt:

  Stattdessen geht es darum, auf einen Notfall auf bestimmten Gebieten zu antworten, die Führung
  von Gemeinden-die oft für einen Priester unmöglich zu erreichen sind-älteren, verheriateten Männer
  erwiesenen Glaubens anzuvertrauen, damit sie die Sakramentet feiern können.

Das hier Stella selbst spricht-auch in Gedanken mit dem Papst- wird durch einen anderes Zitat von Vatican Insider klar:

  Aus diesem Interview aber geht die Absicht des Papstes hervor, die die Kirche anweist, "den                richtigen Augenblick zu erkennen, in dem der Geist etwas vorschlägt."
  Das heißt, es nicht die Frage ob man für oder gegen etwas ist, sondern sorgfältig die verschiedenen
  Möglichkeiten abzuwägen- ohne sich zu verschließen oder Rigidität.
  Im HInblick auf den Mangel an Berufungen in manchen Teilen der Welt- denken Sie z.B. an den
  Amazonas oder entfernte Pazifil-Inseln, aber nicht nur dort- weil es dort akutes Leiden wegen eines
  "sakramentalen Notfalls", dem die wenigen anwesenden Priestern nicht allein abhelfen können.


Fundstück



         

Father Hunwicke spricht....(2)

über die Generalsynode der Anglikanischen Kirche -vor 25 Jahren- bei der die Zulassung von Frauen zum Priesteramt beschlossen wurde und danach eine Gruppe von Priestern, zu der auch er gehörte, den Gedanken faßte, zur vollen Kommunion mit der Römischen Kirche zurück zu kehren.
Ein Weg der dann mit Anglicanorum Coetibus zum Ziel führte.
Hier geht´s zum Original Teil 2 :   klicken

                                     "25 LANGE JAHRE" (2)

"Mit anderen Worten, sie haben sich seit dem II. Vaticanum ein Vietreljahrhundert lang nicht viel um doktrinale Standards gekümmert, aber nachdem die anglikanischen Papalisten an die Tür klopften, wurden jetzt die höchsten Standards verlangt werden. Hohe und kunstvolle Barrieren, die übersprungen werden mußten;  kleine und feine Reifen  durch die man sich quetsche mußte, sollten das Willkommen sein, das sie für uns bereitet haben wollten.

 Was das besonders verletzend machte, war, daß es perfekt zur Parodie unserer Stellung paßte, die die säkularen Medien und unsere Feinde an uns festmachen wollten. Gemäß dieser Lesart, war der einzige Grund, die Kirche von England zu verlassen. daß wir alle Frauenhasser waren. Und inder tat wren wir wahrcheinlich alle Homosexuelle. (Das Paradox, die Absurdität der Situation war, daß genau in diesem Augenblick enige Homosexuelle innerhalb der Anglo-Katholischen Gemeinschaft auf die Idee gekommen waren, daß wenn "die theologische Entwicklung" ein Alibi dafür besschaffen konnte, die Priesterweihe auf Frauen auszuweiten, sie dann auch der Möglichkeit Deckung geben, die Ehe auf Homosexuelle erweitern. Wie ein Mannbleiben sie in der Kirche Englands. Sie sind vielleicht Frauenhasser gewesen, aber sie hatten ein scharfes Auge für die große Chance.)

Es war also ein schmerzlicher Augenblick, so einen Tritt von der CBCEW zu bekommen.Es war-natürlich- zu der Zeit, als Joseph Kardinal Ratzinger Präfekt der Glaubenskongregation war, die erinnernswerte Frage stellte: "Wovor haben denn die englischen Bischöfe Angst?"
Wir- ziemlich arrogant und ohne großes Nachdenken- dachten, daß wir die Antwort kannten (daß wir so viel katholischer waren als sie) aber wahrscheinlich war der Grund prosaischer.

Um noch einmal Fr. Aidan Text von 1993 zu zitieren:
"Während der Pressekonferenz die einberufen wurde, um das Statement zu hören, den etwas zweideutigen Kommentar der von den Bischöfen abegegen wurde, die den Gedanken  an eine "Parallelkirche" nicht ......
"Parallel" dürfen wir fragen- zu was? Eine Unierte Kirche  für Katholische Anglikaner wäre ebenso wenig eine Parallele zur normalen Lateinischen Kirche in in diesem Land, wie es die Byzantinische Kirche der katholischen Ukrainer. Das sind keine Parallekirchen; es sind konvergierende Kirchen, Kirchen mit unterschiedlichem spirituellen Erbe, die zum göttlich gegebenen Zentrum des Friedens und der Einheit konvergieren, dem Sitz Petri in Rom."

Letztes Jahr, als die Südindischen Katholiken in Groß Britannien so großartig ihre eigene Eparchie bekamen, gab es (so sagt ein nicht verifizierbares Gerücht) immer noch Stimmen bei einigen englischen Katrholiken, die fragten, ob das nicht zu Verwirrung auf dem Gebiet der Jurisdiktion führen würde.
Das soll heißen, daßes immer noch Leute geben kann, die die Vielfalt des Katholizismus nicht verstehen; die Koexistenz innerhalb der Einen Großen Tradition vieler verschiedener Traditionen, den großen Reichtum vieler katholischer Kulturen.
Dieses Versagen beim kulturellen Verstehen kann auch erklären, warum für so lange Zeit einige Autoritäten der Englischen Katholischen Kirche sich bzgl.der Alten Messe so unwohl fühlten.
Ich erinnere die barocken Richtlinien die von Kardinal Cormac nach Summorum Pontificum herausgegeben wurden, in denen man sich humorvoll auf ihn als "den  Voraussager" bezog (weil seine Richtlinien ein bißchen mit der amüsierend zweckmäßig unpersönlich-passiven syntaktischen Konstruktion "es wird vorgesehen, daß... spielte)

(Vielleicht gibt es in dieser Zeit des Gebets um Ein heit viel zum Beten um Einheit zu sagen, in gegenseitigem Respekt zwischen unseren Mitkatholiken und innerhalb der Einen Kirche, und unter Vermeidung von imperialistischen Attitüden zwischen unsere so reich unterschiedlichen Gemeinschaften).

Zwanzig oder so vergeudete Jahre, bevor wir Anglikanischen Katholiken unsere Unternehmenslösung bekamen? Aber wer kann erraten, was hätte passieren können. Was wir wissen, ist, was Ratzinger- Gott segne ihn- tat, als er die Gelegenheit bekam."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Mittwoch, 24. Januar 2018

Fundstück

Experten der Universität Haifa haben einen antiken Code in den Texten auf den Rollen vom Toten Meer "geknackt".
Dabei ergab sich, daß die jüdische Sekte, die dieses verschlüsselte Pergament verfaßte, damals einem anderen Kalender folgte, einem Kalender, der das Jahr in 364 Tage teilte.

          

Magister: Was sind die Aussagen und Ankündigungen des Papstes zum Problem des sexuellen Mißbrauchs wert?

Sandro Magister hat sich bei Settimo Cielo noch einmal alle jüngeren Äußerungen des Pontifex zu den Mißbrauchsfälle gesammelt -auch unveröffentlichte Texte und stellt sich die Frage, wieviel das in der Realität wert sein wird.  Hier geht´s zum Originalklicken

"SEXUELLER MISSBRAUCH. HIER IST, WAS DER PAPST GESAGT HAT. ABER WIEVIEL IST ES WERT? "

"Als er am 21. September die Päpstliche Kommission zum Schutz Minderjähriger vor sexuellem Mißbrauch empfing, hat Papst Franziskus die für diese Gelegenheit vorbereitete Rede nicht vorgelesen sondern sie nur verteilt.
Danach sprach er dann aus dem Stegreif- wie er es oft bei den Themen tut, die seinem Herzen am nächsten stehen.
Diesesmal jedoch, passierte etwas Ungewöhnliches und Geheimnisvolles. Die offiziellen Quellen des Hl. Stuhls -beginnend mit dem "Osservatore Romano" - haben nicht mitgeschrieben, viel weniger noch veröffentlicht, was der Papst laut ausgesprochen hatte. Mit keinem einzigen Wort.

Im Gegenteil. Der "Osservatore Romano" hat die komplette Präsentation des ungelesenen Textes mit dem folgenden Text vorgestelllt:

"Für die Mitglieder des Organismus hat der Pontifex die vorbereitete Rede verteilt- die wir weiter unten veröffentlichen- und hat sie dann mit einigen persönlichen Überlegungen angesprochen."

"Persönliche Überlegungen?" Punkt. Also seine eigene, private Meinung? Ohne normativen Wert?  So sehr, daß sie es nicht einmal wert waren, erwähnt zu werden?

Oder Richtlinien, die der Papst vertraulich niemandem als vor den Mitgliedern der Kommission ausdrücken wollte?
Tatsache ist, daß die Worte des Papstes vom Vaticanischen Pressecorps gehört werden würden, mit dem Resultat, daß aus den wenigen Dingen, die er laut sagte, in den Medien der Welt "breaking news" werden würden, besonders seine Weigerung -abweichend von der Gesetzesregel- Appelle von Priestern entgegenzunehmen, die in Erster Instanz wegen Pädophilie kanonisch verurteilt wurden, mit der Rechtfertigung, daß sie unheilbar "krank" sind.


Steve Skojec - Die Vatican-Diplomatie und die chinesischen Bischöfe

Steve Skojec kommentiert für OnePeterFive die beuruhigende Entwicklung die die Vatican-Dilpomatie gegenüber China jetzt genommen hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DER VATICAN KAPITULIERT AM ENDE VOR PEKING UND FORDERT BISCHÖFE DAZU AUF, ZURÜCKZUTRETEN - ZUGUNSTEN DER VON DEN KOMMUNISTEN ERNANNTEN BISCHÖFE."

Ein neuer Bericht aus China zeigt, daß der Vatican jetzt- zum zweitenmal- einen legitimen Bischof aufgefordert zurückzutreten und seinen Bischofssitz einem vom kommunistischen Regime ernannten Bischof zu übergeben, der 2011 nachdem er ohne päpstliches Mandat illegal geweiht worden war, exkommuniziert wurde.

Bischof Peter Zhuang Jianjian von Shantou wurde im letzten Dezember gezwungen, nach Peking zu reisen, wo ein nicht genannter Prälat aus dem Vatican - Quellen spekulieren, daß das Erzbischof Claudio Maria Celli war, ein Verhandler des Vaticans mit China- ihn aufforderte zurückzutreten, um Bischof Joseph Huang Bingzhang zu ermöglichen, seinen Platz einzunehmen.
2 Monate vorher, im Oktober 2017 hatte er eine Aufforderung aus dem Vatican erhalten.

Obwohl das in der Katholischen Welt viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, hat OnePeterFive die sich entwickelnde Lage bei den Beziehungen des Vaticans mit China seit Anfang 2016 abgedeckt- eine Situation, die dazu führte, daß sich besorgte Stimmen erhoben, die bedeutendste darunter die von Kardinal Joseph Zen, Bischof em. von HongKong. (Zen hat sich schon sehr viel länger positioniert, aber die jüngste Entwicklung hat ihm einen spezielleren Grund zur Sorge gegeben.)

Im Licht der Nachrichten dieser Woche, denken wir, daß es sehr wichtig für westliche Katholiken ist, einiges über den Hintergrund der Lage zu wissen und wie jeder Schritt vom Wege- Zen hat als prophetische Stimme gesprochen und davor gewarnt, was passieren würde, wenn der Vatican auf dem diplomatischen Weg fortfährt, der unter Franziskus beschritten wurde.

Im Januar 2016 fragte Zen:

  "Wissen unsere Offiziellen in Rom was eine Wahl in China ist? Wissen sie, daß die                 sogenannte Bischofskonferenz  nicht nur illegitim ist, sondern einfach nicht existiert?
   Was es gibt, ist ein Organismus, der "Eine Vereinigung-und Eine Konferenz" genannt wird,
   namentlich die Patriotische Vereinigung und die Bischofskonferenz arbeiten zusammen         als eine Körperschaft zusammen, der immer von Regierungsoffiziellen (es gibt Bilder, die     das beweisen und die Regierung versucht nicht einmal mehr, den Schein zu wahren,             sondern protzt damit, daß siejetzt die Religion managt.)
   Eine solche Übereinkunft zu unterschreiben, bedeutet die Autorität, Bischöfe zu ernenen,     einem atheistischen Regime zu übergeben"


Father Hunwicke spricht....

über die Generalsynode der Anglikanischen Kirche -vor 25 Jahren- bei der die Zulassung von Frauen zum Priesteramt beschlossen wurde und danach eine Gruppe von Priestern, zu der auch er gehörte, den Gedanken faßte, zur vollen Kommunion mit der Römischen Kirche zurück zu kehren.
Ein Weg der dann mit Anglicanorum Coetibus zum Ziel führte.
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                            "25 LANGE JAHRE"
"Dieses Jahr sind es 25 Jahre seit der führende anglophone katholische Theologe Fr.Aidan Nichols in Littlemore einen gedankenreichen Vortrag hielt- über die Situation innerhalb dee englischen Christentums nach der Entscheidung der Anglikanischen Generalsynode, Frauen zum Priestertum zuzulassen.

Fr. Aidan hatte bereits "Der Panther und die Hirschkuh" eine theologische Geschichte des Anglikanismus veröffentlicht, die mit der starken Empfehlung endete, daß man eine Unierte Anglikanische Kiche schaffen solle, die das Anglikanische Erbe repräsentierte und dennoch der Gesamtheit der doktrinalen Wahrheit, die die Römische Kirche bewahrt und verkündet.

Wie gut ich mich an den schrecklichen Tag erinnere, an dem die Synode abstimmte. Ich erinnere sogar noch mehr den folgenden Morgen, als ich meinen regulären Gang über die Felder zu Nathaniel Woodards großem Münster von Lancing machte, um das hochehrwürdige Opfer der Messe zu bringen. "Kann ich das machen?" Also ich tat es. Aber wie so viele von uns erlebten wir nie merh einen Tag wolkenlosen Glücks in der Kirche Englands.

Und so stellte sich die Frage nach einer Gruppenbewegung hin zur vollen Kommunion mit dem Stsuhl Petri. Kardinal Hume begann, zu fragen, ob diese Ereignisse die Konversion Englands darstellten, für die so viel gebetet worden war.  Aber etwas- oder jemand... veranlaßte ihn, seine Meinung zu ändern.
Das Mai-Statement der englischen Katholischen Bischöfe vermieden es, beleidigend zu sein. Wir waren eine Gruppe, die energisch am Gesamtpaket der Katholschen und Römischen Kirche festhielten.
Aber die englischen Bischöfe, die nie besonders drakonisch in der Durchsetzung der Orthodoxie, begannen uns über die Notwendigkeit zu unterrichten, für jene die in die volle Kommunion eintreten wollten, alles akzeptieren müßten....und alles, was wir seit Jahrzehnten gelehrt hatten,
Fr. Nichols drückte unsere Misere in der ihm eigenen Eleganz aus....und nicht ohne einen gelungenen Spritzer Ironie: "Dieses Statement der Katholischen Bischöfe läßt wenig zu wünschen übrig, wo es von der Notwendigkeit einer vollständigen Befolgung der kompletten Lehre der Katholischen Kriche zu Glauben und Moral spricht.
Wenn- seit dem II.Vaticanischen Konzil der Katholische Episkopat in England überwiegend ein eher pastoral als doktrinal engagierter Episkopat, das Statement eine neue Qualität von Artikulation und Festigkeit bei dem feststellt, was Kardinal Hume eher die "Table d´hôte" als "à la carte"-Natur der Speisekarte des Menus des Kirchenkanketts" nannte.
Wird fortgesetzt."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Dienstag, 23. Januar 2018

Steve Skojec zu den Verleumdungsvorwürfen des Papstes gegen Mißbrauchsopfer: "Er hat sich selbst offenbart, wie es kein anderer gekonnt hätte."

Steve Skojec analysiert und bewertet bei OnePterFive die Ereignisse, sie sich während der Lateinamerika-Reise von Papst Franziskus zugetragen haben und die das Bild, das die MSM einhellig vom Pontifex und seinem Pontifikat hatten, zumindest in Frage gestellt haben.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DER PAPST LEGT MIT EINER "ENTSCHULDIGUNG" NACH UND BESTEHT DARAUF, DASS ES DEN MISSBRAUCHSOPFERN AN BEWEISEN FEHLT."

"Das war bisher wohl sein verblüffendstes Statement als Pontifex.

Wie ich letzte Woche berichtet habe. hat der Papst, während der in Chile war, die Opfer klerikalen sexuallen Mißbrauchs -begangen durch Fr. Fernando Karadima- der Verleumdung beschuldigt, weil sie behaupteten, daß sein Protegé , der vom Papst für die Diözese von Osorno ernannte Bischof Juan Barros, entweder vom begangenen Mißbrauch wußte oder ihn sogar beobachtet habe.
"Es gibt nicht den Hauch eines Beweises gegen ihn", sage Franziskus..."Das ist alles Verleumdung, ist das klar?"

Der stimmgewaltigste Ankläger, Juan Carlos Cruz, lieferte eine schneidende Replik und sagte "Als ob man ein Selfie oder ein Foto hätte machen können, während Karadima mich mißbrauchte und andere und Juan Barros neben ihm standen und allem zuschauten."

Barros besteht auf seiner Unschuld, aber Karadima-der trotz seiner Verbrechen aus der juristischen Verantwortung fällt. wurde nach einer Untgersuchung durch den Vatican aufgefordert zurückzutreten und ein "Leben in Gebet und Buße" zu führen und wurde "auf Lebenszeit von jeder priesterlichen Handlung ausgeschlossen", insbesondere "Beichte und geistlicher Führung jeder Art von Personen".
Eine Richterin in Chile sagte auch, daß -obwohl sie den Fall juristisch nicht weiterführen könne. es nicht an Beweisen für Karadimas Verbrechen fehle.

In einer Situation also, in der sowohl der Staat als auch kirchliche Gerichte Beweise für Schuld finden konnten. nannte der Papst de facto eines der Opfer einen Lügner, weil er keine "Beweise" dafür erbringen kann. daß sein handverlesener Bischof danben stand und zusah, wie der junge Mann mißbraucht wurde.

Es hat in den säkularen Medien mehr andere Themen gegeben als daß "der Franziskus die Opfer in Chile angegriffen hat und sie als dumm und dumpf bezeichnet, aber warum nicht?
Wenn Papst Benedikt das gesagt hätte, hätten sie die abscheulichsten Bilder von ihm ausgegraben, die sie finden konnten und sie überall über alle Titelseiten verbreitet.

Mittlerweile hat der Papst seine Lektion nicht gelernt. Er wurde am Wochenden auf die übelste Weise von Kardinal Sean O´Malley von Boston gegeißelt, O´Malley -der Vorsitzende der Päsptlichen Kommission für den Schutz Minderjähriger (PCPM) sagte in einer Erklärung, daß es verständloch ist, daß Papst Franziskus "gestern in Santiago di Chile Quelle großen Schmerzes für die Opfer sexuellen Mißbrauchs durch Geistliche oder irgendwelcher anderen Täter war."

Ein guter Anfang, oder? Aber damit hörte O´Malley noch nicht auf:

"Was ich aber weiß, ist, daß Papst Franziskus voll und ganz das unglaubloiche Versagen der Kirche und ihres Klerus, der Kinder mißbrauchte und den verheerenden Einfluß, die diese Verbrechen auf die Opfer und ihre Lieben hatte.
Ich habe den Hl. Vater bei zahlreichen Treffen mit opfern begleitet, ich war Zeuge für seinen Schmerz über das Wissen über die tiefen und breiten Wunden, bei den Opfern und daß der Prozess der Verarbeitung ein Leben lang dauern kann.
Die Aussage des Papstes, daß es im Leben der Kirche keinen Platz gibt, der Kinder mißbraucht und daß wir bei diesen Verbrechen eine Strategie der Null-Toleranz anwenden müssen, ist echt und sein Engagement."

Nachdem man seine Kritik ausreichend abgemildert hatte, erlaubte man "Kardinal Sean", ein nützlicher Helfer des Pontifikates zu bleiben und der Papst entschied, seine Kommentare als "Lehrstunde"  zu nutzen. 
Eine Stunde, in der er sagen konnte, es tue ihm leid- um dann damit nachzulegen, was er beim ersten mal falsch gemacht hatte.


Sandro Magister vergleicht das, was der Papst sagt mit dem, was wirklich passiert ist.

Nach der Chile-Reise kommentiert Sandro Magister bei Settimo Cielo die Äußerungen des amtierenden Pontifex bei der "fliegenden Pressekonferenz" -auch im Verhältnis zu den Worten Kardinal O´Malleys. Dabei stellt sich nicht nur für ihn- wie jetzt diverse Presse-Erklärungen, auch bisher eiserner Bergoglio-Fans der Laienpresse zeigen- die Frage der Glaubwürdigkeit.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"WARUM FRANZISKUS ZWEI UNBEKANNTE GETRAUT HAT, SICH ABER WEIGERT, UNBEQUEME ZEUGEN ANZUHÖREN"

"Pünktlich haben die in großer Höhe gesprochenen Worte von Papst Franziskus, diesesmal auf dem Rückflug von Peru nach Rom in der Nacht vom 21. zum 22. Januar, eine weitere, große Verwirrung hervorgerufen.

Video der Pressekonferenz während des Fluges

Zwei brisante Themen der Pressekonferenz - beide in Chile: das Schicksal des Bischofs von Osorno, Juan de la Cruz Barros Madrid, und die vom Papst während des Fluges durchgeführte Trauung einer Flugbegleiterin und eines Stewards während der Fluges von Santiago und Iquique.
In diesem zweiten Fall hat Franziskus gesagt, daß er sofort urteilte, daß für die Gültigkeit  "alle Voraussetzungen gegeben seien" für die Gültigkeit des Sakramentes" und deshlab sofort gefeiert werden konnte. Um dieser Gewissheit zu erlangen, hätten ihm die Worte des Paares genügt, sagte er.

Was den Bischof von Osorno anangeht, geschah das Gegenteil. Der Papst sagte, er habe den Fall lange studiert und noch einmal studiert habe", aber daß ihm die "Beweise " für seine Schuld fehlten.
Und  deswegen belasse er den Bischof an der Spitze der Diözese- trotz der Ansschuldigungen, die weiterhin gegen ihn erhoben werden, Beschuldigungen, die für den Papst in Wirklichkeit "Verleumdungen" sind.

In Chile hatte Franziskus auf die Frage eines Journalisten trocken geantwortet und hatte dabei nicht von fehlenden "Beweisen" gesprochen sondern von "Belegen" . Und für dieses Wort, das sich kaum oder gar nicht von dem vorhergehenden unterscheidet, hat er sich während des Fluges entschuldigt.
Aber an der Richtigkeit des Wortes "Verleumdung" hielt er fest, das er auf jene anwandte, die sich als Opfer sexuellen Mißbrauchs bezeichneten,von dem der Papst glaubt, daß er nie stattgefunden habe.

Aber er sagte auch, daß er die "Opfer" des betreffenden Bischofs nie beachtet habe, weil sie weder "gekommen sind" noch sich ihm "präsentiert" haben.
In Wirklichkeit haben sie immer wieder -öffentlich- darum gebeten, vom Papst angehört zu werden, damit er auf der Grundlage ihres Zeugnisses genau diese Beweise überprüfen konnte, von denen er weiterhin sagt, daß sie fehlten.

Während des Rückfluges nach Rom, hat Franziskus auch eine neue Auslegung für den Brief  geliefert, den er am 31. Januar 2015 an die chilenischen Bischöfe geschrieben hatte, den Associated Press am Vorabend vor dieser Reise nach Chile veröffentlicht wurde.

Montag, 22. Januar 2018

Die Barros-Affäre. Kardinal O´Malley kritisiert den Papst und der entschuldigt sich für seine Kritik an den Mißbrauchs-Opfern.

Lorenzo Bertocchi kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana die Vorwürfe, die der Bostoner Kardinal Patrick O´Malley dem Pontifex wegen seiner Beschuldigung der Mißbrauchsopfer gemacht hat. Inzwischen hat sich der Papst- in seinem Pontifikat präzedenzlos- für diese Entgleisung, die in Chile zu massiven Protesten führte, entschuldigt.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE VORWÜRFE VON KARDINAL O´ MALLEY BRINGEN DEN PAPST IN VERLEGENHEIT"

"An dem Tag, wo wir einen Beweis gegen Bischof Barros haben, werde ich sprechen.Es gibt keinen einzigen Beweis für die Beschuldigung. Das sind alles Verleumdungen, klar?"
Es sind diese Worte von Papst Franziskus, die eine ungewöhnliche und überraschende Stellungnahme durch einen in der Geographie der Purpurträger des Bergogloio-Pontifikates wichtigen Kardinal hervorgerufen haben, die des us-amerikanischen Bischofs Sean Patrick O´Malleys .

Die an die chilenischen Journalisten während der heute mit der Rückkher nach Rom zuende gehenden apostolischen Reise gericheteten Worte betreffen die Diskussion  über den Bischof von Osorno, dem Bergoglio 2015 dieses chilenische Diözese anvertraut hat.
Und über diese Nominierung, gegen die in Chile die Proteste mit der Forderung zur Entfernung dieses Bischofs nicht aufhören, der beschuldigt wird, den Priester Fernando Karadima,  ein jetzt Achtzigjähriger, schuldig schwerer Mißbrauchsverbrechen an Minderjährigen, gedeckt zu haben (als solche sowohl zivilrechtlich als auch vom kanonischen Recht anerkannt)

2014, nach einer vaticabischen Instruktion für Barros -gemeinsam mit zwei anderen chilenischen Priestern -  deren Refernzpunkt immer Karadima isr- reifte die Überzeugung, sie aus ihren Ämtern zu entfernen. Aber gerade während des Aufenthaltes des Papstes in Chile wurde von Associated Press ein vom Papst persönlich unterschriebener Brief, der 2015 an die chilenischen  Bischöfe geschickt wurde, von Associated Press veröffentlicht, in dem diese Entscheidung annulliert wurde, darüber hinaus wurde Juan Barros wenige Monate später von Bergoglio zum Bischof von Osorno ernannt.
Damit begannen die Proteste gegen Barros und den Papst, schuldig, ihn trotz der Aussagen der Opfer ernannt zu haben.
Die klare Anteort, die wir hier wiedergegeben haben., in der Franziskus Barros immer noch und klar verteidigt, hat die Wunde wieder aufgerissen, statt sie zu schließen.


Heute vor 512 Jahren.....

Heute vor 512 Jahren erreichte das erste Kontigent Schweizer Soldaten Rom unter der Führung des Söldnerhauptmanns Kaspar von Silenen. Dieser Tag gilt als Grünungsdatum der Schweizer Garde.

Traditional dates for the founding of the Pontifical Swiss Guards on this day in 1506 after the first contingent of 150 reaches Rome under mercenary captain Kaspar von Silenen. pic.twitter.com/nLEHbgxYgv

A. Gagliarducci zur Causa Ploumen; der Hl. Stuhl versteht seine eigene Protokollprache nicht mehr.

Andrea Gagliarducci analysiert und kommentiert auch noch einmal die Causa  Ploumen und findet die Ursache auf vaticanischer Seite in einer mangelnden Kenntnis der eigenen Protokollsprache bei den Verantwortlichen im Vatican -während er bei Ploumen eine maximale Instrumentalisierung ihres Ordens für ihre Abtreibungsagenda erkennt -die vielleicht langfristig einen Größeren Schaden darstellt, als die falsche Ordensverleihung selbst.
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"WAS LEHRT UNS DIE GESCHICHTE DER AUSZEICHNUNG VON FRAU PLOUMEN DURCH DEN VATICAN?"

Die Geschichte der Auszeichnung von Frau Ploumen,  Pro-Abtreibungs-Aktivistin und früheres Mitglied der Niederländischen Regierung hat viele Kontroversen hervorgerufen.

Frau Ploumen war Teil der Delegation, die die königliche Familie Hollands bei ihrem Besuch am vergangenen 22. Juni im Vatican begleitet. Es war eine Audienz, wenn auch auf höchster Ebene. Der Hauptgrund für die Audienz war die Rückgabe eines Stockes an die Königliche Familie, der der Familie der Oranier gehörte, der verloren gegangen war und in der Catalanischen Archiven der Jesuiten wiedergefunden wurde. Es war jedoch kein Staatsbesuch,

Am Ende dieser Audienz tauschten die beiden Delegationen Orden aus, eine Art diplomatische Praxis bei Staatsbesuchen. Alle Mitglieder der Holländischen Delegation wurden mit dem Päpstlichen Ritterorden des Hl. Gregors des Großen dekoriert, der 1830 gegründet worden war.

Als allgemeine Regel wird der Orden auf Antrag des Ortsbischof durch den päpstlichen Nuntius überreicht. Diese Prozedur wird im Fall eines Austauschs von Orden bei einem Staatsbesuch umgangen.  Wenn wir auf die Liste jener schauen. die mit dem Orden dekoriert wurden, sind Mitglieder der Holländischen Delegation oder irgendeiner anderen Delegation, die den Vatican besucht hat, nicht darunter.

Der Austausch von Orden findet bei Staatsbesuchen nicht sehr oft statt, die einem sehr spezifischen Zeremonial folgen, das vorsieht, wann sie angemessen sind. 
Der Grund dafür ist, daß nicht alle Mitglieder irgendwelcher Delegationen ein cursus honorum besitzen, der einepäpstliche Auszeichnung rechtfertigt.
Am Ende wird der Besuch beim Papst auch als Gelegenheit zur Evangelisierung betrachtet, und das wird vom Vaticanischen Protokoll unterstrichen.

Das Thema der Auszeichnung gelangte nach den Frau Ploumens Äußerungen im Niederländischen Fernsehen in die Schlagzeilen. In dem Interview unterstellte Frau Ploumen fast, daß obwohl ihr Eintreten für Abtreibung in der Begründung für die Auszeichnung nicht erwähnt wird, der Papst sich sicher ihrer Arbeit bewußt sei.  Daraus schloß sie, daß die Auszeichnung als Anerkennung ihrer Aktivitäten angesehen werden könne.


Sonntag, 21. Januar 2018

Die Lesung von heute passt mal wieder erschreckend

Ich finde ja schon länger, dass die offiziellen Lesungstexte einem oft helfen, aktuelle Geschehnisse zu verstehen,. bzw einzuordnen,
heute bestand die erste Lesung aus folgendem Text:

1.Hierauf erging zum zweiten Male das Wort des Herrn an Jonas, also lautend:

2. Mache dich auf und begib dich nach Ninive, der großen Stadt, und verkünde daselbst die Botschaft, welche ich dir mitteile! 

3. Da machte sich Jonas auf und ging nach Ninive dem Wort des Herrn gemäß; Ninive aber war eine große Stadt, drei Tagreisen im Umfange. 

4. Und Jonas begann in die Stadt zu gehen, eine Tagreise weit und rief und sprach: Noch vierzig Tage, so wird Ninive zerstört. 

5. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen Bußkleider an, groß und klein.

6. Auch zu dem Könige in Ninive drang die Kunde, da erhob er sich von seinem Throne, warf sein Gewand von sich, legte ein Bußkleid an und setzte sich in Asche. 

7. Und er ließ in Ninive ausrufen und sagen als des Königs und seiner Großen Befehl, also: Menschen und Tiere, Rinder und Schafe sollen nichts essen und sollen weder auf die Weide kommen noch Wasser trinken. 

8. vielmehr sollen Menschen und Tiere sich in Bußkleider hüllen und sollen den Herrn mit aller Macht anrufen und ein jeder soll von seinem schlimmen Wandel umkehren und von der Verschuldung, die an seinen Händen klebt. [Jer 18,11

9. Vielleicht wendet sich Gott uns zu und verzeiht und steht ab von seinem grimmigen Zorne, so dass wir nicht zugrunde gehen. [Joel 2,14

10. Da sah Gott auf ihr Tun, dass sie sich bekehrten von ihrem bösen Wandel, und Gott erbarmte sich und wandte das Übel ab, das er ihnen angedroht hatte, und ließ es nicht hereinbrechen. 


Father Hunwicke spricht

über das Gebot der Einheit der Christen.... sicher anläßlich der "Gebetswoche für die Einheit der Christen". Hier geht´s zum Original auf liturgicalnotes:   klicken


"HOCHSTAPLER UND IHRE TRICKS. WIE ICH HEREINGELEGT WURDE."
"Autographisch gesprochen fühle ich mich jetzt in meinen späteren Siebzigern wie ein kahler Jugendlicher, ich wurde betrogen.

Als ich in den frühen 60-er Jahren Student war, war diese "Woche des Gebets für die Einheit der Christen" in Oxford und anderswo eines der großen Ereignisse des Jahres. Jedes Jahr wurden Gebetsbücher verfaßt, mit Gebetsintentionen für jeden Tag der Oktav und liturgischen Formulierungen zur Verwendung bei den zahlreichen Gebetstreffen, die über die gesamte Universität verteilt stattfanden. Die Einheit der Christen war der Imperativ, der überwältigende Wunsch, daß die Kirche für ihren Herrn ein einziges einiges Zeugnis ablegen sollte.
Das hatte Vorrang vor allem anderen, vor jedem und allem anderen,
Wieder und wieder wurde darauf hingewiesen, daß Johannes 17 bedeutet, daß die Einheit des Gottesvolkes im Innenleben der Trinität wurzelt und von diesem selbst verlangt wird.
Wir sollten eins sein, sodaß unser Eins-sein das selbe Eins-sein konnte, wie das, das Vater und Sohn in koinonia mit dem Geist teilen, " auf daß die Welt glaubt".
Alles was eine solche Einheit verzögerte oder behinderte, war zutiefst falsch.

Deshalb gab es großes Bedauern, daß die "Römische Kirche" -wie die Leute es ausdrückten, 10 Jahre vorher ein neues Hindernis auf dem Weg zur Einheit errichtet hatte, als die das Dogma der Körperlichen Aufnahme der Theotokos definierte.
Anglo-Katholiken wie ich, mußten sich merkwürdig fühlen, weil unsere Ansichten über die Notwendikeit eines Episkopates als HIndernis für eine pan-protestantische Einheit betrachtet wuren (und werden)..
Ich war so eingehend mit all diesem beschäftigt, daß ich kurze Zeit später als junger Priester zugunsten des damaligen Schemas für eine Anglikanisch-Methodistische Einheit stimmte, zufrieden gestellt durch die Versicherungen von Dr.Erik Kemp (einem seiner Autoren), daß das Schema so sorgfältig konstruiert worden war, daß er einen Gottesdienst umfaßte, der geeignet war, dem Methodisten-Klerus eine bedingte Weihe zu gewähren. (Anscheinend kümmert sich das anglo-methodistische Schema nicht um ein Nicken -wie minimal auch immer- gegenüber der Katholischen Sakramentenlehre.)


S. Magister fragt: "Athenagoras und Franziskus: Brüder im Geiste?"

Sandro Magister stellt bei seinem historischen Quellenstudium auf Settimo Cielo erhellende Ähnlichkeiten zwischen dem Patriarchen Athenagoras und dem amtierenden Pontifex fest und zitiert dazu den Befund des italienischen Botschafters, der den Sel. Papst Paul VI bei seinen Treffen mit Athenagoras begleitet hatte:
"pittoresk", "feurig" und "umgänglich", "vielleicht ein bißchen merkwürdig und vielleicht ein bißchen hysterisch." Diese Eigenschaften treffen anch dem Urteil Magisters auch auf Papst Franziskus zu.
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      "ATHENAGORAS, DER BERGOGLIO DER ORTHODOXIE"

"Der Tag, an dem Papst Franziskus von Chile nach Peru weiterreiste, markiert den Anfang der jährlichen "Woche des Gebetes für die Einheit der Christen", die ihren Höhepunkt am 25. Januar hat, dem Fest der Bekehrung des Hl. Paulus.

Vor einem halben Jahrhundert, am 25. Juli 1967, fand während der ökumenischen Reise das zweite Treffen zwischen Paul VI und dem ökumenischen Patriarchen Athenagoras statt, ein historischer Meilenstein. Und anläßlich dieses 50. Jahrestages hat Eliana Versace, eine Kirchenhistorikerin, im "Notiziario" des Paul VI-Institutes in Brescia zwei außerordentlich interessante Dokumente veröffentlicht.

Zwei Berichte, die der damalige italienische Botschafter in der Türkei, Mario Mondello, für den talienischen Außenminister Senator Amintore Fanfani, verfasst hat.

Der erste Bericht ist eine detaillierte Dokumentation der Reise von Papst Giovanni Battista Montini in die Türkei.

Während der zweite - ungefähr ein dutzend Seiten lang - die langen Gespräche wiedergibt, die der Botschafter cirka 10 Tage nach dem Treffen mit Paul VI mit Athenagoras führte.

Eine Unterhaltung, die der Botschafter selber als erster "überrraschend"und "beunruhigend" fand, angefangen beim Charakter, den er vor sich hatte, "pittoresk" "feurig" und "umgänglich" fand, "vielleicht ein bißchen merkwürdig und vielleicht ein bißchen hysterisch."

Und dieses Charakterprofil selbst führt einen dazu, die Gestalt des Athenagoras mit der von Papst Jorge Mario Bergoglio zu assoziieren.