Dienstag, 19. Juli 2016

Roberto De Mattei: Der Krieg der Religionen geht weiter


Roberto de Mattei, renommierter Historiker, nimmt nach dem Massaker von Nizza kein Blatt vor den Mund und schreibt im Gegensatz zu unseren Politikern und Meinungmachern Klartext über die Konfrontation des Islam und seiner mordlüsternen Anhänger mit dem Westen, seiner Kultur und ihren christlich-jüdischen Wurzeln.
Hier geht´s zum Original in Il Tempoklicken

"DE MATTEI:  NIZZA, DER KRIEG DER RELIGIONEN GEHT WEITER"

"Papst Franziskus hatte Recht, als er vor mehr als einem Jahr sagte, daß ein "Dritter Weltkrieg bereits im Gange sei"- der Stück für Stück ausgetragen werde, aber man muß hinzufügen, daß es ein Krieg der Religionen ist, angesichts der Tatsache, daß die Motive derer, die ihn erklärt haben, religiöser Art sind und die von ihnen verübten Morde sogar ritueller Natur sind.

Franziskus hat das Nizza-Massaker einen Akt "blinder Gewalt" genannt, aber der mörderische Furor, der den Fahrer des Lastwagens dazu brachte, den Tod entlang der Promenade von Nizza auszusäen, ist kein Akt irrationalen Wahnsinns: er ist aus einer Religion entstanden, die zu Hass aufruft und zu Gewalt anstachelt.
Die selben religiösen Motive verursachten die Massaker im Bataclan in Paris, an den Flughäfen von Brüssel und Istanbul und in dem Restaurant in Dacca. Alle diese Akte jedoch-wie barbarisch auch immer- sind nicht "blind" sondern Teil eines Plans, klar vom IS in seinen Dokumenten dargestellt.

Wir täuschen uns selbst, wenn wir nicht erkennen, daß der stattfindende Krieg, kein dem Westen vom Islam erklärter Krieg ist, sondern daß es sich um einen Krieg handelt, der innerhalb der Muslimischen Welt ausgefochten wird, und der einzige Weg uns selbst zu retten, wäre dem gemäßigten Islam zu helfen, den fundamentalistischen zu besiegen. Außer daß der gemäßigte Islam ein Widerspruch in sich selbst ist, insofern als sie sobald Muslime säkularisiert werden oder sich in eine moderne Gesellschaft integrieren, aufhören Muslime zu sein oder sie werden nicht-praktizierende oder schlechte Muslime.

Der fortschreitende Krieg ist ein Krieg gegen den Westen, aber auch ein Krieg gegen das Christentum, weil der Islam die Religion Christi durch die Mohammeds ersetzen will. Dafür ist das finale Ziel nicht Paris oder New York, sondern die Stadt Rom, Zentrum der einzigen Religion. die der Islam von Anbeginn an auslöschen wollte. Der Krieg um Rom geht auf das Entstehen des Islams im 9.Jahrhundert zurück.
Die Araber hatten 830 und 846 Rom als Ziel, als sie die Ewige Stadt besetzten, plünderten, und dann gezwungen wurden, sie wieder zu verlassen. Sie hatten Rom als Ziel, als sie 1480 in Otranto 800 Christen enthaupteten, und als sie 2016 in Dacca unsere Landsleute abschlachteten,



Es ist ein religiöser Krieg, den ISIS der Nichtreligion und der Religion des Westens, die das Christentum ist, erklärt hat. In soweit das Christentum säkularisiert ist- ist das der leichteste Weg für seinen Gegner, der nur durch eine Gesellschaft besiegt werden kann, die ein starke religiöse und kulturelle Identität hat.
Wie der englische Historiker Christopher Dawson bemerkt, ist es der religiöse Impetus der einer Gesellschaft und Kultur ihren Zusammenhang verleiht.
 "Die großen Zivilisationen drücken sich nicht aus dem Inneren der großen Religionen als eine Art kulturellen Nebenproduktes aus; die großen Religionen sind die Basis auf der die großen Zivilisationen ruhen. Eine Gesellschaft  die ihre Religion verloren hat, ist dazu bestimmt, später ihre Kultur zu verlieren."

Dieser religiöse Krieg ist jetzt ein europäischer Bürgerkrieg, wenn man bedenkt, daß er innerhalb der Nationen und Städte des Kontinents ausgefochten wird, nach der Invasion von Millionen von Immigranten. Wir hören wiederholt, daß wir angesichts dieser Invasion lieber Brücken als Mauern bauen sollten, aber eine angegriffene Festung wird nur durch das Hochziehen der Zugbrücke
verteidigt und nicht dadurch, daß man sie herunterläßt.

Jemand beginnt das zu verstehen. Die Französische Regierung hat den Ausbruch von Gewalt eines Bürgerkrieges vorhergesehen, der in einem großen städtischen Zentrum stattfindet, wo der Mulitkulturalismus die unmögliche Kohabitation verschiedener ethnischer und multikultureller Gruppen erzwungen hat.
Im Juni 2016 hat das Oberkommando in einem Communiqué offiziell bekannt gegeben, eine konventionelle Armee-Einheit zu schaffen,"ein Kontrollkommando für das nationale Territorium" (COMTN), dazu bestimmt, den Djihad auf Französischem Territorium zu bekämpfen.
Ein neues strategisches Modell  mit dem Namen "Au contact", der zwei Divisionen unter einem Kommando umfaßt, insgesamt 77.000 Männer, gegen die Drohung eines Islamischen Aufstands 
Gegen diese Drohung sind Waffen nötig, wie sie bei jedem Konflikt zur Vernichtung der Feindes benutzt werden, aber vor allem brauchen wir kulturelle und moralische Waffen, die im Bewußtsein bestehen, Erben einer großen Zivilisation zu sein, die ihre Identität genau im Bekämpfen des Islams durch die Jahrhunderte hindurch definiert hat.
Wir bitten Papst Franziskus, Vikar Christi, respektvoll und dringend darum, die Stimme unserer Geschichte und unserer Christlichen Tradition gegen die Gefahr, die uns bedroht zu sein."

Quelle: Il Tempo, Roberto de Mattei, rorate caeli


  

Kommentare:

  1. Wäre es seinerzeit ein ebenso zeitgeist-weichgespülter Papst gewesen, hätte Europa bei Lepanto verloren und es gäbe hier keine Kirchen mehr. Auch in Rom nicht. Wo also ist der Hirte vor seiner Herde?

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  2. Jüngere Historiker warnen davor den Sieg bei Lepanto so massiv überzubewerten, wie das, wahrscheinlich aus Gründen der Propaganda, seit dem Ereignis geschieht.
    Die Niederlage bei Lepanto war für die Osmanen eher eine Bagatelle. Zu Lande gings immer weiter auf die christlichen Herzlande zu. Erst im September 1683 konnte ein polnisches Reiterheer unter Johann Sobiesky den türkischen Vormarsch endgültig stoppen. Vor den Stadtmauern von Wien.
    Und selbst dann dauerte es noch ein paar Donnerstage, bis der Einflussbereich des Sultans zurückgestutzt werden konnte und ganz konnte man die Türkem bis heute nicht vom Kontinent vertreiben. Lepanto wird eindeutig überbewertet.

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    1. ganz so ist es nicht, es war die erste große Niederlagen der Osmanen nach dem Fall Konstantinopels und der Eroberung Zyperns - mit der entsprechenden positiven psychologischen Wirkung auf die Christen Europas.
      Das Zusammenwirken der Hl.Liga hat die Christen davon überzeugt, daß sie die der Türkengefahr auch siegreich entgegentreten können und die Versenkung der türkischen Flotte vor Lepanto hatte zur Folge, daß später türkische Schiffe nur noch selten im westlichen Mittelmeer aufkreuzten.
      Bei manchen Historikern muß man auch ihre persönlichen, ideologisch geprägten Vorlieben bedenken, z.b. Katholikenhasser unter ihnen können die Leistung Pius V natürlich nicht würdigen, ebenso wenig die Zusammensetzung der Hl. Liga. Vielleicht überschätzen manche die Wichtigkeit der glorreichen Seeschlacht von Lepanto, aber das Gegenteil die massive Unterschätzung führt auch nicht weiter.
      Ich bin mit den Griechen einig, daß die Eroberung Konstantinopels und des Byzantinischen Reiches mit der Zerstörung seiner Hochkultur und als Bewahrer der Antike eine der Urkatastrophen Europas war.
      Wir können nur froh und dankbar sein, daß es Lepanto & Wien gegeben hat.

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    2. Ich gehe noch weiter: In Europa wird erst dann Frieden sein, wenn Konstantinopel befreit wird und in der Hagia Sophia das feierliche Te Deum erklingt. Man möge darüber lachen....

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    3. quer: ja, das wünsche ich auch, möge es gelingen! Das ist überhaupt nicht zum lachen.

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  3. Richtig Damasus, es war psychologisch ein sehr wichtiger Sieg für die Katholiken, der bei einigen Gläubigen in ganz erstaunlicher Weise bis heute nachwirkt.
    Ich wünschte, das wäre mit dem blutigen Kehraus des Mittelalters beim Versuch einer gewaltsamen Rekatholisierung zwischen 1618 und 1648 auch so. Dann müssten wir hier nicht so tragische Wünsche wie die von quer lesen, der aus der blutigen Geschichte Europas so rein gar nichts gelernt zu haben scheint.
    Nein, ich kann über seine Fantasie nicht lachen; höchstens weinen, dass ein Katholik zu solchen Gedanken überhaupt fähig ist.

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  4. Auch ich wünsche eine Rückgabe der Hagia Sophia an die Orthodoxe Kirche (vielleicht ist Ihnen trotz allem die Geschichte dieses Wunderwerkes christlicher Baukunst vor dem Raub durch die Osmanen bekannt).
    Angesichts Ihrer geschichtsblinden und komplett einseitig verzerrten Darstellung des 30jährigen Krieges erübrigt sich jede weitere Diskussion. Für kirchenfeindliche Ideologie und Propaganda stehen wir nicht zur Verfügung.

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