Dienstag, 25. Oktober 2016

Das Schwert im Stein....

Aleteia hat einen Artikel von Daniel Esparza über die Zisterzienser Abtei von Chiusdino und die Kapelle "La Rotonda della Spada" mit dem Schwert im Stein veröffentlicht. Das die Quelle der später entstandenen Artuslegende sein könnte. Auf alle Fälle eine schöne Heiligen-Legende.
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"DAS ECHTE SCHWERT IM STEIN IST IN EINER KIRCHE IN ITALIEN"

Es gehörte nicht dem legendären König Artus sondern San Galgano Guidotti

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"30 Kilometer südwestlich von Siena - in den Hügeln der Toscana- befinden sich die Ruinen einer alten gotischen Zisterzienser-Abtei. In einer der nahen Kapellen findet man eine der bemerkenswertesten Relikte des Mittelalters: das Schwert des Heiligen Galgano Guidotti.

Wenn Touristen, die Siena besuchen, fragen was man außerhalb der Stadt außer den wunderbaren Hügeln mit ihren Villen besichtigen kann, ist eine Antwort: besuchen Sie das Dorf Chiusdino wegen der wunderbaren mittelalterlichen Architektur, dem Freiluft-Oper-Festival und um das wahre Schwert im Stein zu sehen.
Ja, das Schwert des Hl. Galganos steckt bis zum Griff (Heft) in einem Stein und wird in der Kapelle von Montesiepi in Chiusdino aufbewahrt.

Die Geschichte des Hl.Galgano wurde vor kurzem durch den Italienischen Dozenten Mario Moiraghi
zusammengestellt, der eine historisch-literarische Studie verfaßte, in der er die Geschichte des Heiligen mit den Legenden von Perceval und Artus vergleicht. In seinem Buch "Das Geheimnis San Glaganos" präentiert er seine Ergebnisse und stellt die These auf, daß die Artus-Legende vom Schwert im Stein von diesem Stein in der Toscana inspiriert wurde.



Der Hl. Galgano wurde um 1148 geboren und starb 1181, lange vor der Veröffentlichung von Robert de Borons "Merlin" im 13. Jahrhundert.
Moiraghi hat ein Team von Wissenschaftlern von der Universität Pavia mitgenommen, das das Schwert untersuchen und  kleine Proben testen sollte. Diese Tests bestätigten, daß das Objekt aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Der sogenannte "Fall des Italienischen Excalibur" ist also authentisch. Aber wie geschah er?
"Metall zu datieren, ist eine sehr schwierige Aufgabe, aber wir können sagen, daß die Zusammensetzung des Metalls und der Stil mit der Ära der Legende vergleichbar sind."sagte Luigi Garlaschelli von der Universität Pavia.
"Es ist uns gelungen, jene zu widerlegen, die behaupten, daß es eine Fälschung aus jüngerer Zeit ist."
Grund-Radar-Analysen zeigten, daß es unter dem Schwert eine Höhle gibt,die den Körper des Ritters enthält.
"Um mehr zu erfahren mußten wir graben" sagte Garlaschelli, dessen Funde im Focus-Magazin veröffentlicht worden sind.


Die Carbon-Datierung bestätigte daß zwei mumifizierte Hände in der selben Kapelle in Montesiepi auch aus dem 12. Jahrhundert stammen. Die Legende sagt, daß jedem, der versucht, das Schwert zu bewegen, die Arme ausgerissen werden.
Moiraghi sagt: "Das Schwert wurde, nachdem es in den Stein eindrang, zu einem Kreuz; das ist ein wahres Symbol des Christlichen Lebens- der Verwandlung von Gewalt in Liebe."
Wer war der Hl. Galgano?
Er war der Sohn eines ungebildeten Feudalherrn. Galgano war wegen seiner Arroganz, Selbstsucht und Streitlust bekannt-bis zu dem Tag als er eine Vision hatte, in der der Erzengel Michael ihn aufforderte sein Leben zu ändern.
Ohne zu zögern, beschloss Galgano Einsiedler zu werden. Als er den Berg erstieg, auf dem er sein Leben der Kontemplation widmen wollte, sagte ihm eine Stimme, er solle alle Spuren seiner Zügellosigkeit vernichten, worauf er antwortete: "Es wäre leichter, einen Stein mit diesem Schwert zu schneiden als das zu tun."
Zu seiner Überraschung versank sein Schwert, als er, um das zu beweisen, es in den Felsen stecken wollte, sanft im Stein. Angesichts des Schwertes sollte Galgano dann niederknien, um den Rest seines Eremitenlebens zu beten. Vier Jahre nach seinem Tod wurde er heilig gesprochen und man baute 1189 eine Kapelle um das Schwert herum: die "Rotonda della Spada"

Heute können die Sommergäste der Ruine der Abtei von San Galgano Festivalaufführungen von Aida, Cavalleria Rusticana, dem Barbier von Sevilla und anderen großen Opern unter offenem Sternenhimmel, umgeben von mittelalterlicher Architektur in den Ruinen der Abtei genießen und das, was sehr wohl die wirkliche Quelle der Geschichte vom Schwert im Stein sein könnte."

Quelle: Aleteia, Daniel Esparza



1 Kommentar:

  1. Ha, hätte nie gedacht, dass diese Shcwert-im-Stein Geschihte wirklich wahr sein könnte. Vielleicht beziehe ich diesen Reisenort in meiner Liste ein :)
    LG,
    Idan

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