Mittwoch, 5. Oktober 2016

"Wenn die Kirche die Mode heiratet, riskiert sie schnell Witwe zu werden"

rorate caeli veröffentlicht ein Interview, das Camillo Langone für Il Giornale mit Don Nicola Bux geführt hat. Hier geht´s zum Original: klicken und lesen! 


"DIE KIRCHE, DIE DIE MODE HEIRATET, RISKIERT BALD VERWITWET ZU SEIN"
Der Priester-Schriftsteller sagt: "Der Relativismus tut dem Christentum weh, das Wahrheit und undiskutierbar ist."

Das letzte Interview eines verblüfften Katholiken konnte nur das mit einem Priester sein, 
Über den  Katholizismus zu diskutieren, ohne einen Priester zu beteiligen, ist ein bißchen wie die Rechnung ohne den Wirt zu machen- und dann wollte ich nicht die Idee einer selbstgemachten Religion vermitteln: auf dem Gebiet des Christentums wurde der Bedeutungsverlust bereits von Luther ausprobiert und endete mit einem zusammengestürzten Turm zu Babel.

                                

Don  Nicola Bux war in der 70-er Jahren Mitarbeiter von Don Giussani und ist heute Liturgist, Dozent, Berater einiger vaticanischen Kongregationen und Autor von Büchern mit sprechenden Titeln: "Wie zur 
Messe gehen ohne den Glauben zu verlieren" , "Der leere Tanz um das Goldene Kalb" (zusammen mit Kardinal Burke), "Mit den Sakramenten scherzt man nicht." 
Er ist ein Mann der Sicherheiten, ein besonderer Typ Theologe, den wir in diesen Zeiten doktrinaler Verwirrung brauchen.
Die erste Frage ist für alle Interviewten gleich. "Seit ein Imam am Pult des Domes zu Parma die Lüge von Mohammed, dem Mann des Friedens, erzählte, gehe ich nicht mehr in die Messe in diesem Dom: ist das richtig oder falsch?"

Antwort Don Nicola Bux:
"Ich nehme an, daß Sie diese Entscheidung getroffen haben, weil dieses einen Akt der Profanation des Domes beinhaltete. Hätte an diesem Ort, an dem die Eucharistie gefeiert wird, ein Nichtchrist Suren gelesen und von der islamischen Religion -nach der Gott keinen Sohn hat,- inspirierte Wort gesprochen hätte und diejenigen irritiert, die an die Wahrheit glauben, dann haben Sie es richtig gemacht.
Sicher verblüfft die Ignoranz des Teils des Klerus, der an einem solchen Akt teilgenommen hat. Aber es gibt heute keine Seminar. wo sie nicht unterrichten, daß die Katholische die wahre Religion ist."

"Ich bin ein irrender Katholik - ich schwanke von Kirche zu Kirche- aber jeden Sonntag gleichen sich die Predigten, jedesmal beschuldigt der Priester die Anwesenden des Formalismus: "Es genügt nicht, zur Messe zu kommen! Glaubt nicht, besser zu sein als die, die nicht kommen."
Ich denke dagegen, daß ich besser bin, als die, die im Namen Allahs morden. Bin ich eitel?"


"Jesus hatte Grund zu sagen," ich bin die Wahrheit, ich bin das Licht der Welt." Und er sagte darüber hinaus zu seinen Jüngern: "Ihr seid das Licht der Welt, das Salz.der Erde" deshalb sind Sie nicht eitel.
Die Ignoranz oder der theologische Relativismus bringen Priester und Christen dazu, zu denken, daß Christentum und Islam das Gleiche sind. Mir scheint, daß der Priester der diesen Vorwurf machte, daß in die Messe zu gehen, Formalismus sei und nicht die liebende Befolgung des ersten und dritten Gebotes, entgegen der Vorschrift der Kirche."




"Ich richte mich an den Liturgieexperten: ist es legitim während der Predigt zu dösen? Weil mich das davor bewahrt, mir antikapitalistische Predigten anzuhören, wie die des Bischofs von Nuoro oder der des Bischofs von Rieti, nach der die Toten des Erdbebens dem Menschen geschuldet werden."

"Vittorio Messori wollte, daß eines meiner Bücher heißen solle: "Wie man sich in der Messe nicht langweilt"
Joseph Ratzinger hat mal in einem Interview gesagt, daß der Beweis für den Göttlichen Ursprung des Christentums darin besteht, daß es vielen schlechten Predigten widerstehen kann. Was die Toten des Erdbebens und andere Katastrophen angeht- will man heute die Ursache nur beim Menschen finden und vergißt, daß auch die Natur nicht perfekt ist, und auch, daß vorher noch Gott Herr des Universums ist. Er läßt das also zu, wie die Versuchungen, um uns zu prüfen und zu ermahnen.
Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr auf die selbe Weise umkommen, sagt Jesus im Evangelium.".
" Was ist mit der Aufmerksamkeit Benedikts XVI für die Liturgie? Was mit dem Motu Proprio, das die lateinische Messe befreite? Irre ich mich, oder sind das für die Bischöfe nur tote Buchstaben?
Irre ich,  oder ist es nur Kardinal Sarah, der sagt: "In der alten Messe können wir besser verstehen, daß die Messe ein Tun Christi und nicht der Menschen ist?"

"Das Denken Joseph Ratzingers seit Beginn der 70-er Jahre hat den weitverbreiteten Widerstand der Welt aufgefangen, besonders der junger Priester und Seminaristen gegen die nachkonziliare Reform der Liturgie, deren Degenerierung und Verformung schwer zu ertragen ist ( bis zu den um den Altar tanzenden Priestern oder dem Bischof, der euch auf dem Fahrrad entgegenkommt) 
Er hat verstanden, daß dieser Widerstand unaufhaltsam ist, besonders weil er von den Jungen kommt und er hat den antiken römischen Ritus befreit, indem er ihn als außerordentliche Form vorschlägt, nicht aufzwingt- neben dem als ordentliche Form verstandenen Ritus,
Ein Akt von seltener Klugheit. 
Den Bischöfen wird es nicht gelingen, das Motu Proprio auszuschließen, weil jeden Tag Priester, Seminaristen, Junge es entdecken, es annehmen, es suchen. Ich bin Zeuge. Wenn vor 10 Jahren niemand davon sprach, werden sie sich in 10 Jahren vorwerfen, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben, die niemals aus der erwarteten Richtung kommen. Deshalb ist Kardinal Sarah nur die Spitze des Eisbergs."

"Haben Sie  verstanden, ob die wiederverheirateten Geschiedenen das Recht auf die Kommunion haben? Ich- nach Amoris Laetitia  und auch nach dem privaten aber nicht zu sehr- Brief von Papst Franziskus an die argentinischen Bischöfe - nicht."

"Das zweideutige Lehramt erzeugt Irrtümer und Verwirrung. Das schwerste Symptom ist das der Teilung des Welt-Episkopates. Kann das päpstliche Lehramt bleiben- wenn es nicht Macher der Einheit und Kommunion- zuerst  unter den Bischöfen und dann unter den Gläubigen betrachtet werden kann? Außerdem ist das Hauptmerkmal des Katholischen Lehramtes die Kontinuität mit dem Lehramt aller Zeiten, also dessen, was immer geglaubt worden ist: also daß die wiederverheirateten Geschiedenen nicht das Recht auf die Kommunion haben, auch weil niemand dieses Recht hat. 
Paulus hat Titus empfohlen, sich an die sichere, gesunde und reine Lehre zu halten.: man beachte diese Attribute."

"Sie sind Unterzeichner der Treue-Erklärung an die unveränderliche Ehe-Lehre der Kirche, wo man liest :"niemals kann die Vereinigung zwischen zwei Individuen des gleichen Geschlechtes als moralisch legitim angesehen werden"  Wie sagen wir das Msgr. Galantino, der den Weg für diese Zivilehe geöffnet und erklärt hat, daß Gott Sodom gerettet hat?"

"Es wurde geschrieben, daß das Ignoranz ist, ich hoffe, daß es nicht Selbstzufriedenheit ist. Wer je das Tote Meer besucht hat, weiß, daß es den Archäologen nicht gelungen ist, Sodom zu finden, so sehr ist es versunken.
Man scherzt nicht mit der Schrift, um sich der Mode anzugleichen. In Frankreich sagen sie: wer die Mode heiratet findet sich morgen verwitwet wieder."

Quelle: rorate caeli, IlGiornale, Camillo Langone, IlGiornale



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