Freitag, 3. März 2017

Ende des Kurzwellensenders von Radio Vatican.

Sandro Magister- kritisiert bei Settimo Cielo  die Pläne, die Msgr. Viganó für Vatican Radio hat, insbesondere die Schließung des Kurzwellensenders, der er jede Sinnhaftigkeit abspricht.
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"VATICAN RADIO. DAS ENDE DER KURZWELLE. EINE SCHRECKLICHE SACHE"

"Es gab große Unruhe über den Post von Settimo Cielo vom 20. Februar über die brenzlige Situation bei Vatican Radio, nachdem es jetzt in die Händen von Msgr. Dario Viganó, Präfekt des neugeschaffenen Sekretariates für Kommunikation geriet.

Besonders die Abschaltung des Radio-Kurzwellensenders und die Ankündigung, daß die Sendestation Santa Maria di Galeria geschlossen wird, haben die Unterstützer dieses Rundfunksystems in Bestürzung versetzt, das der Ruhm von Radio Vatican war, wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, als freie und wahre Stimme selbst an den geographisch wie auch politisch unwirtlichsten Plätzen der Welt anzukommen.

Es hat nichts bewirkt, daß kompetente Stimmen Msgr. Viganó darüber informiert haben, daß das Sendezentrum in Sante Maria di Galeria zu schließen, keinen strategischen Sinn hat.


Diese Schließung würde- de facto- präzise dann kommen, wenn einige der stärksten Radio-Netzwerke der Welt ihre Kurzwellen-Sendungen nicht reduzieren sondern ausweiten.


Das ist z.B. für die BBC in England und NHK in Japan der Fall.


Vor einem Jahr hat die Britische Regierung 85 Millionen Pfund für die BBC zur Verfügung gestellt, um Millionen von Hörern mehr über Kurzwelle zu erreichen zusätzlich zu den laufenden 56 Millionen Pfund, besonders in Russland, Nord-Korea, dem Mittleren Osten und Afrika.





Was NHK angeht. hat es bereits bei Radio Vatican um die Erlaubnis angefragt, das Equipment in Santa Maria di Galeria nutzen zu dürfen, um seine Kurzwellensendungen nach Afrika zu verbessern, weil es von seinem Sendezentrum auf Madagascar, auf das es sich bisher verlassen mußte, schon bei voller Kapazität ist.

Das Zentrum in Santa Maria di Galeria wird weltweit wegen seiner Exzellenz anerkannt und wäre eine todsichere Einnahmequelle zusätzlich zu seinen eigenen fortgesetzten Sendungen, wenn Radio Vatican seine Einrichtungen an andere Sender vermieten würde.

Und dann ist da noch ein anderes Mißverständnis, das Msgr. Viganó vorbringt, wenn er die Abschaltung der Kurzwelle rechtfertigen will und die Umweltenzyklika "Laudato Si´" von Papst Franziskus anspricht.

In einem Interview mit dem Magazin "Prima Comunicazione" sagte er:

 "Ich denke an die CO2-Emissionen, die Kurzwellen produzieren. Wir können uns nicht außerhalb des Lehramtes des Hl. Vaters stellen."

In Wirklichkeit hat seine Überlegung nicht die geringste wissenschaftliche Grundlage, wie Viganó nicht nur von einem- sondern von diversen Experten erklärt wurde.

Beim spezialisierten Portal Italradio z.B.hätte der Präfekt des Sekretariates für Kommunikation die Erklärung finden können, daß analoge Radioausstrahlungen sehr viel weniger CO2 in die Atmosphäre abgeben als die digitalen Technologien, mit denen er die Kurzwelle ersetzen will.

Und dann sind da die, die ausgerechnet haben, daß ein Kurzwellensender mit seiner Antenne -plus Radioempfang- insgesamt nicht mehr als 6 KW Elektrizität - gleich zwei häuslichen Konsumenten-verbraucht. Zwanzig mal weniger als gestreamte Radiosendungen, mit der gesamten technologischen Apparatur, die benötigt wird."

Quelle: Sandro Magister, Settimo Cielo

1 Kommentar:

  1. Aus dem gleichen Grund hat man ja auch die Sommer-Winterzeit beibehalten, weil man festgestellt hat, dass dann MEHR Strom verbraucht wird. Die Elektrokonzerne freuen sich ...

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