Freitag, 28. Juli 2017

Das "J´accuse!" von Pater Boulad gegen den Islam und die Kirchenhierarchie. Lesen!

Culturacattolica.it hat das Intrerview veröffentlicht, das Pater Henri Boulad der website
"L´Observatoirde de la Christianophobie " zum Thema Islam, Chrsitentum, Terror und Dialog gegeben hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS J´ACCUSE VON PATER HENRI BOULAD, EINEM ÄGYPTISCHEN JESUITEN"

                             

J´accuse!  Pater Henri Boulad, ägyptischer Jesuit, Islamexperte, schleudert eine feurige Philippika gegen die muslimische akademische Welt und gegen die katholische Kirchenhierarchie.

Henri Boulad, 86 Jahre, seit seinem 19. Lebensjahr Mitglied der Gesellschaft Jesu. Ein Leben, das Ägypten und seiner reichen, lebendigen und vielköpfigen Christlichen Gemeinschaft gewidmet  ist.
In Folge der jüngsten Attentate gegen die koptischen Orthodoxen hat er beschlossen, aus der Deckung zu kommen und seine geschliffenen Gedanken über die Beziehung zwischen Islam und Gewalt unter dem Titel "J´accuse!" zu veröffentlichen.

Eine ebenso tiefgehende wie unbestreitbare Analyse, die es verdient gelesen zu werden, deren Inhalt von eben diesem Pater Boulad im Verlauf eines langen Interviews vertieft wurde, das TV Libertés letzte Woche in Frankreich gesendet hat.

   

TVL: "Pater Boulad, wie ist die Situation der Christen in Ägypten  und welches ist ihre  Rolle im Inneren der Gesellschaft?"

HB:
"Unter den 90 Millionen Einwohnern in Ägypten sind 10 Millionen Christen, von denen 200.000 Katholiken sind, der Rest sind orthodoxe Kopten. Die moralische und kulturelle Wichtigkeit der christlichen Gemeinschaft ist über ihre Zahl hinaus erheblich.
Im Land finden wir 700 absolut exzellente Katholische Privatschulen, die zu 60% von muslimischen Schülern besucht werden."

TVL: "Nach den jüngsten Attentaten gegen die christliche Gemeinschaft haben Sie eine harte Überlegung veröffentlicht, um die Gewissen aufzurütteln. An wen wendet sich Ihr "J´accuse" im Besonderen? "

HB: "Ich klage den ideologischen Apparat an, der den Kommunitarismus, den Radikalismus und als Konsequenz den islamischen Terrorismus begünstigt. Ich klage den Islam an, weil die muslimische Ideologie die Primärquelle des Terrorismus ist. Diese Ideologie wird fortwährend und öffentlich in den Schulen und großen Islamischen Universitäten gefördert, die die Imame ausbilden. Sie ist in den fundamentalen Quellen und Texten präsent: dem Koran, den Hadithen- dem Leben Mohammeds etc., Quellen, die Haß und Gewalt der Muslime gegenüber Nichtmuslimen legitimieren.
Wenn wir diese Texte lesen, bemerken wir , daß die, die wir Terroristen nennen in Wirklichkeit die sind, die den Koran und Mohammed selbst buchstabengetreu praktizieren,
Ich habe mich also entschlossen, die wahren Gründe des extremistischen Denkens darzulegen, weil es nötig ist, den Mut zu haben, zu sagen, daß es sich nicht um islamistische Quellen handelt, sondern alles in allem um islamische. Ich will anprangern was der Islam ist und was der Islam lehrt.
Man muß den Mut und die intellektuelle Ehrlichkeit haben, zu erkennen, daß das erste Zentrum der islamischen Radikalisierung in der ganzen Welt die al-Azhar-Universität von Kairo ist (die vor kurzem von Papst Franziskus besucht wurde.) Es handelt sich um die bedeutendste sunnitische Universität und sie wird im gesamten Westen als moderate und tolerante Institution präsentiert, aber so ist es nicht.
Ein erhellendes Beispiel, das zeigt wie irreführend es ist, zu denken, daß al-Azhar eine moderate Institution sei: vor kurzem hat Präsident Al-Sisi offiziell mehrmals  und ausdrücklich die Leitenden von al-Azhar aufgefordert, alle Lehren zu unterdrücken, die sich auf die islamischen Quellen beziehen, die zu Hass und Gewalt gegen Juden und Christen aufstacheln. Solche Aufforderungen sind stets ins Leere gegangen.
Warum? Weil Hass und Gewalt integrale und ununterdrückbare Teile der Fundamente des Islams sind, können sie deshalb nicht kein Teil der offiziellen Ausbildung der Imame  und als Konsequenz ihrer Predigten sein .
Es sind besonders die in al-Azhar ausgebildeten Imame, die in vielen, zu vielen Moscheen Europas jede Hoffnung auf Integration der neuen Generation junger Muslime in die westliche Gesellschaft zunichte machen.
Die al-Azhar-Universität von Kairo ist das erste Ziel meines J´acccuse!, weil sie die erste Verantwortliche für den Radikalismus ist, der sich in der ganzen Welt ausbreitet.





TVL: "Wenn auf der einen Seite die muslimische Welt sich radikalisiert, gibt es auf der anderen Seite neue Denker oder Philosophen, die damit beschäftigt sind einen moderateren Islam zu verbreiten, die die Quellen, die zum Hass aufstacheln, beiseite legen?"

HB: "es ist nötig, den Islam von den Muslimen zu unterscheiden. Die religiöse Ideologie (und die Institutionen, die ihn propagieren) ist eine Seite und eine andere sind die Gläubigen. Ich behaupte, daß die Muslime die ersten Opfer des Islams sind, des islamischen Faschismus. Viele dieser Muslime sind in Wirklichkeit friedliche Personen.
Der Islamische Faschismus dagegen ist das nicht, und kann nicht freigesprochen werden.
Ich behaupte, daß es kohärenter ist, die Terroristen freizusprechen, die in den ideologischen Islam eingetaucht und ernährt worden sind und nichts anderes getan haben, als das, was die heiligen Texte, in primis der Koran, von ihnen zu tun verlangen.
Es ist nicht einfach, ein Urteil über die Welt der Muslime abzugeben.
Sicher gibt es in seinem Inneren die Jungen, Liberal-Progressiven, die den ihnen vom islamischen Klerus aufgezwungenen Radikalismus aufgezwungen wird, nicht akzeptieren,bei ihnen gibt es welche, die die Ketten der islamischen Orthodoxie und Orthopraxie zerbrechen wollen. Aber es handelt sich um minoritäre Instanzen und -was schlimmer ist-sie sind ohne politische Repräsentanz.
Die Mehrheit der Muslime fordert keine Reformen und bezeugt und lebt gleichzeitig, einen geschönten Glauben, soft, indem sie sich darauf beschränken, das Gebet, den Ramadan und Teile der Orthopraxie - was die Bekleidung der Frauen und die Essensregeln angeht- einzuhalten, nicht mehr.
Die größte Mehrheit der Muslime lebt nach einem Standard von Regeln, die ausreichen, um von der Umma akzeptiert zu werden, sich der Gemeinschaft der Gläubigen anzuschließen, ohne sich um den offiziellen Islam zu kümmern.
Und zwar deshalb, weil der Islam, der wahre Islam des Korans und der Hadithen, der Islam von al-Azhar für normale Menschen einfach nicht gelebt werden kann. Er kann nicht gelebt werden, weil er nicht leben läßt.
Der Mensch ist dazu gemacht, in Ruhe zu leben, nicht um in Ägypten einen Djihad zu machen oder zu hassen.
In Ägypten sind die, die den wahren Islam  predigen und zitieren, die Interpreten der offiziellen Quellen, die Muslim-Brüder- sicher nicht moderat-von Al-Sisi ausgegrenzt, aber dennoch  überall präsent und genau deswegen, gelingt es dem Islam nicht, sich zu modernisieren und unausweichlich- um die Friedensboje herum, scheitert die Zurückweisung des Hasses."

TVL: "Pater Boulad, Ihr J´accuse! richtet sich auch an die Katholische Hierarchien, sowohl die französischen als auch die vaticanischen. Warum?"

HB: "Weil die Würdenträger der Kirche gegenüber dem radikalen Islam zu nachgiebig sind. Seit 1965, seit dem II. Vaticanischen Konzil hat die Kirche beschlossen, einen Weg des Dialogs mit dem Islam zu beschreiten. Was sind die Ergebnisse dieses halben Jahrhunderts des Dialogs. Daß diese Länder, die einmal die Hochburgen des Christenheit waren voller Moscheen sind, während die muslimische Welt nichts anderes als Diskriminierung, Drohungen und Verfolgung zum Schaden der Christen kennt. Ermordet, verjagt!
Was für ein schöner Dialog.....
Es fehlt nicht an gemeinsamen Texten, Kongressen, Konferenzen, gemeinsamem Kaffee, an gemeinsamen Erklärungen mit den Muslimen....wir haben vor kurzem den Papst in Kairo gesehen, Und dann? Konkrete Resultate? 
Absolut nichts,
Deshalb bin ich überzeugt, daß der einzig wahre sinnvolle Dialog einer wäre, der auf Wahrheit und Vernunft aufgebaut wird. Mit offenen Karten auf dem Tisch, so mutig wie Papst Benedikt XVI es war. Der Mut, den Finger in die Wunde zu legen, die politische Korrektheit zu ignorieren und die Muslime zu fragen " was wollt ihr mit der Anstachelung zur Gewalt und zum Hass machen die in euren heiligen Texten stehen und der Lehre, die aus ihnen entstanden ist?"
Die Folgen der Regensburger Rede waren eher paradox. Auf breiter Front wurde der Papst im Westen der Intoleranz, des Rassismus und was sonst noch beschudigt, während in den islamischen Ländern die Kirchen brannten und die Priester ermordet wurden!

Es ist klar, daß jeder, Christ oder Muslim, der sich auf die eigenen Heiligen Texte beruft, nur dort einen Treffpunkt für gemeinsame Werte finden kann-: im Frieden, im gegenseitigen Respekt, in Vernunft und Anerkennung der historischen Fakten. Aber sind wir sicher, daß der Islam für diesen Schritt bereit ist?
Wenn wir auf die vergangenen 1100 Jahre schauen und mehr noch auf die letzten 50, würde ich nein sagen."

TVL: "Der aktuelle Papst Franziskus, ist wie Sie Jesuit, hilft Ihnen dieser Umstand nicht beim Dialog mit ihm,dabei seine Strategie zu verstehen oder zu versuchen, eine wirksamere auszuarbeiten? "

HB: "Vor einigen Monaten habe ich ihm einen Brief geschrieben: "Heiligster Vater und liebster Bruder- angesichts dessen, daß wir beide Jesuiten sind- bewundere und schätze ich Sie, aber erlauben Sie mir zwei Dinge zu bemerken.
Der Islam, mit dem Sie dialogisieren und von dem Sie sprechen, Sie kennen ihn nicht (angesichts dessen, daß es in Argentinien praktisch keine Muslime gibt.), weil der Islam praktisch nicht zu verstehen ist, wenn man nicht neben ihm, in ihm gelebt hat! Man kann ihn nicht in Büchern studieren, das reicht nicht!

Zweitens: diese Invasion Europa von seiten muslimischer Migranten, die Sie segnen und ermutigen, verdient ein tieferes Überdenken."
Auf diesen Brief hat der Papst mir nicht geantwortet. Ich weiß sicher, daß Kardinal Schönborn ihn dabei persönlich beraten hat. Dann habe ich mich entschlossen, den Brief ins Spanische zu übersetzen und ihn einem Freund anzuvertrauen, einem ägyptischen Bischof, anläßlich seines kürzlichen Besuches in Ägpten- er hat ihn also auch dieses Mal bekommen. Und auch dieses Mal hat er mir nicht geantwortet.
Überall versichern die Leute mir, daß der Papst antwortet, oder seine Sekretäre antworten läßt, auch auf Weihnachtswunschkarten.
Aber mir- seinem Mitbruder- länger in der Gesellschaft Jesu als er, der bereit zum Dialog ist- über eines der brennendsten Themen unserer Zeit: nichts, er antwortet nicht. Ich bin klar überrascht und ein bißchen verbittert."

Quelle: 

1 Kommentar:

  1. Naja, der Papst antwortet halt nur denjenigen, die der selben Meinung sind wie er selber. Die Dubia-Kardinäle ignoriert er ja auch.

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