Freitag, 14. Juli 2017

Quo vadis Francisce?

Das ist die Frage, die sich ein spanischer Priester stellt, der aus verständlichen Gründen unter dem nom de plume Padre Romano schreibt.
Gefunden haben wir seinen -teilweie sarkastischen -Text bei BenoîtXVI-et-moi (merci beaucoup!)
Hier geht´s zum Original bzw. der französischen Übersetzung aus dem Spanischen: klicken

           "Quo vadis Franciscus?"

Eine Synthese der letzten Ereignisse, die dazu führen, sich wirklich diese Frage zu stellen. (13/7/2017)
"Uns bleibt für den Augenblick nur unseren Blick und unseren Geist ins Herz des Vaticans zu richten, wo eine zerbrechliche aber 
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feste und prophetische Stimme eines weiß gekleideten Bischofs - der zurZeit den anderen Bischof zu stören scheint, der auch weiß gekleidet ist - uns ermutigt un uns versichert "Folgen wir dem Kreuz: am Ende ist es der Herr, der siegt:"




        auf dem Bild fragt der Christus mit dem Kreuz den Papst:     
  
 "Wohin gehst Du Fanziskus? Rom ist dort....Du sollst mir folgen, nicht vor mir hergehen."

und der antwortet:

"Aber Herr, ich bin wie der gute Hirte, ich gehe in die existentiellen Peripherien, um Dir den Weg zu bereiten. Schließlich bin ich der Papst...."

                                              *    *    *    *    *

von Padre Romano bei fratresinunum com. 

                                        "QUO VADIS BERGOGLIO?"

Die letzten Tage in Rom waren immer voller Hochspannung. In der Luft nimmt man etwas wie ein Gefühl wahr, daß Bergoglio denkt, die Tage seines Pontifikates seien gezählt und daß er das Bedürfnis verspürt, den Reformprozess den er und jene wollten, die beim letzten Konklave für ihn und seine Wahl eine entschlossene Kampagne geführt haben, zu beschleunigen - bis zu dem Punkt - wie er selber zugab - an dem die besagte Reform unumkehrbar sein sollte und seinem Nachfolger die Hände binden würde.




So sehr, daß ein hoher Kurien-Prälat - und der ist sicher nicht der Einzige - sich ernsthaft fragt, ob der alte argentinische Primas nicht an einer chronischen geistigen Verwirrung leidet - um einen eher gemäßigten Ausdruck zu benutzen....
 Betrachten wir die frappierendsten Fakten der letzten Zeit:
- Ein zweiter Brief ist dem Papst mit der Unterschrift Kardinal Caffarras, Erzbischof em. von Bologna und den drei anderen Kardinälen der dubia geschickt worden, in dem sie respektvoll um eine Audienz bitten, um die Hauptunklarheiten in Amoris Laetitia anzusprechen. 
Wie beim ersten mal ist die Antwort des Papstes absolutes Schweigen, was die Kardinäle veranlaßte, auch diesen Brief öffentlich zu machen.
Ein unerklärliches Schweigen, daß nur schlecht - sei es eine totale Verachtung für die verbirgt, die berufen sind, seine ersten Mitarbeiter und Berater des Nachfolgers Petri zu sein oder sei es eine nachlässige Haltung eines, der einfach nicht den Mut hat, sich der Wahrheit zu stellen, die ihn stört und ihn zwingt, nicht auszuweichen sondern klar Stellung zu beziehen - etwas was Bergoglio einfach verweigert.

- Dem Vorwort zum letzten Buch von Kardinal Sarah, Präfekt der Liturgiekongregation. "Die Kraft des Schweigens" - einem Vorwort vom Papa emeritus Benedikt XVI - folgte eine überraschende und irrationale Reaktion des ultraprogressistischen Liturgisten Andrea Grillo, Professor am päpstlichen Athenäum Sankt Anselmo; eine Reaktion die - als ob er am Schmerz des regierenden Pontifex teilhabe - einen Angriff der schweren Artillerie gegen den Präfekten der fraglichen Kongregation und gegen Papst Ratzinger auslöste - der beschuldigt wurde, nach dem Verzicht auf das Papstamt nicht im absoluten Schweigen zu verharren.
Grillo verteidigt den "institutionellen Tod" des Papa emeritus und schlägt für die Zukunft strikte Regeln vor, die vor allem in einem Exil des demissionierten Papstes bestehen - auf einem anderen Planeten oder vielleicht in einer anderen Galaxie - man sehe das als Vorschlag zum Wohl der Kirche und der Ruhe seines Nachfolgers an - über eine pontifikale Euthanasie zu entscheiden.
- Kurz vor der Reise von Kardinal Burke nach Brasilien, hat der Dekan des Hl. Kollegiums der Kardinäle, Kardinal Sodano im Namen des Hl. Vaters einen Brief an die in Rom residierenden Kardinäle geschickt, in dem er sie auffordert, dem Hl. Vater bekannt zu geben, wenn sie Rom verlassen, wohin sie fahren und wo sie wohnen werden, um auf diese Weise eine - in Wirklichkeit nicht existierende - verehrungswürdige Tradition zu repektieren.
Man weiß, daß die Reise Kardinal Burkes nach Brasilien zur Vorstellung seines ins Portugiesische übersetzten Buches "Die inkarnierte göttliche Liebe. Die Eucharistie. Sakrament des Caritas" , zumindest stillschweigend von den Diözesanbischöfen boykottiert worden ist.
Einige Quellen behaupten, daß ein Brief des Staatssekretärs Kardinal Parolins an die Ordinariate der betroffenen Diözesen geschickt worden sei, um sie aufzufordern, den Besuch des alten Präfekten der Apostolischen Signatur nicht zu unterstützen, weil der - Parolin zufolge - ein "Feind" des Papstes sei -   der öffentlich gegen Bergoglio spreche und gegen die Messe PaulsVI, was falsch ist.

- Franziskus hat einer ad hoc gebildeten Kommission die Aufgabe anvertraut, die Lehre der Enzyklika "Humanae Vitae" zu revidieren, die die traditionelle Katholische Lehre zur Sexual- und Ehemoral und zur Nutzung empfängnisverhütender Methoden bestätigt. Es ist wahrscheinlich, daß wir am Ende dieser Studie so etwas wie Amoris Laetitia haben werden, die es jedem überläßt, zu tun was er will, unabhängig von jeder "abstrakten" Morallehre.
- Wie beschworen wurde, ist Kardinal Müllers, wohlbekannter Verteidiger der katholischen Lehre zur Unauflöslichkeit der Ehe und daraus folgend der Unmöglichkeit für Paare, gebunden durch eine gültige vorangegangene Ehe, die in einer zweiten Ehe in Kohabitation leben, die Hl. Kommunion und die sakramentale Absolution zu empfangen - außer in dem Fall, daß sie in totaler Enthaltsamkeit leben - Mandat als Präfekt der Glaubenskongregation nicht verlängert worden,
Vor kurzem hatte der deutsche Kardinal in einem Interview erklärt, daß der Papst - welcher es auch sei - nicht der Messias sondern der Stellvertretrer Christi auf Erden sei. Es war für den autoritären Bergoglio zuviel, einen so wenig bequemen Mitarbeiter zu tolerieren.
- Wir erinnern uns an mehrere Fragen, die uns seit Beginn dieses Pontifiktes begleiten: was will Franziskus eigentlich? Wohin will er? Wohin scheint er die Kirche zu führen? Es ist nicht nötig Wahrsager zu sein oder Prophet, um sich bewußt zu sein, daß sich die Kirche in einer tiefen Krise -ohne Präzedenz - befindet, die mit dem II. Vaticanischen Konzil begann, die aber mit Franziskus einen Chauffeur gefunden hat. der beschlossen hat, gnadenlos auf das Gaspedal dieses revolutionären Zuges zu treten, in völliger Diskontinuität mit dem, was zumindest teilweise seine Vorgänger getan haben, die versuchten, diesen Prozess umzukehren. 
- Die Früchte werden schon geerntet: Teilung im Herzen der Kirche - oder - de facto-schon ein veritables Schisma; Allgemeine Verwirrung bei den Gläubigen, totaler Relativismus in Glauben und Moral; Abnahme der sakramentalen Praxis; Kirchen, die sich leeren; Absturz der Berufungen zum Priestertum und zum Geweihten Leben.
- Uns bleibt für den Augenblick nur, unseren Blick und unseren Geist ins Herz des Vaticans zu richten, wo eine zerbrechliche aber feste und prophetische Stimme eines weiß gekleideten Bischofs - der zur Zeit den anderen Bischof zu stören scheint, der auch weiß gekleidet ist - uns ermutigt und uns versichert "Folgen wir dem Kreuz: am Ende ist es der Herr, der siegt."

Quelle: fratresinunum.com , Padre Romano

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