Mittwoch, 3. Juni 2015

Ein revolutionärer Akt: noch an Vater und Mutter zu glauben

Tommaso Scandroglio heute in La Nuova Bussola Quotidiana zur Macht des Faktischen und der Meinungsdiktatur:  hier geht´s zum Original     klicken

"EIN REVOLUTIONÄRER AKT: NOCH AN VATER UND MUTTER ZU GLAUBEN"

"Plakate, die eine Gay Pride-Parade ankündigen ? Schon gesehen.
Bars, die dich zu einem sapphischen Tag des Hl. Valentins einladen? Alter Hut.
Werbung, in der eine Mutter für ihren Sohn und dessen Lebensgefährten Kroketten zubereitet?
Vorhersehbar.

Die wirklichen Bürger, geben wir es zu, sind die Schwulen. Sie sind es, die heiraten wollen, eine Familie gründen, adoptieren, Kinder aus heterologer Insemination wollen, während die andern vom Altar desertieren und -wenn es gut geht- ein "halbes" Kind in die Welt setzen.
Sie sind es die fordern, zu den Hausfrauenwerten , zu denen 2 von 3 Frauen stehen ( gesegnet sei ihre Wahl) zurückzukehren, die Normalität fordern, Ruhe und Bürgersinn, wenn alle anderen so schnell wie möglich aus dem Haus gehen und Italien verlassen wollen und zu ihren Freunden sagen, daß das letzte mal, dass sie von ihrer eigenen Mutter gehört haben, letztes Weihnachten war, weil sie zuviel arbeiten und kaum Zeit für sich selbst haben.

Wenn Sie also den neuen Che Guevara der Familienmoral finden wollen, suchen Sie ihn nicht dort, wo zwei Herzen gleichen Geschlechts von einander eingenommen sind.
Sie müssen ihn im italienischen Unterholz suchen, in das die Liebenden der Rasur für ihn und der Epilationscreme für sie sich flüchten, Liebhaber der blauen und rosa Schleifen, wenn ein Baby auf die Welt kommt , eines rauhen Bartes für den Papa und der glatten Haut der Mama, des spielerischen Kampfes mit den Mannweibern und gegen die Teepartys mit den Waschlappen.
Nennen wir sie nicht mehr Nostalgiker sondern Kultivatoren des Offensichtlichen. Diese Revolutionäre der Normalität -das muß noch gesagt werden- haben kein leichtes Leben, wie jeder Revolutionär, der was auf sich hält.




Versuchen Sie z.B. mal, zu sagen daß Sie gegen Leihmutterschaft sind, gegen gleichgeschlechtliche Ehen und Adoption für HS-Paare. Sie werden von den Gay-Denkenden angegriffen werden, die fühlen würden, daß ihre ganze äußerst rigide Welt, daß Ihr absolut konservatives Ökosystem bedroht ist, das um jeden Preis bewahrt werden muß - deshalb sind sie so konservativ-das droht in Trümmer zu zerfallen.
Die schäumenden Normophoben werden Sie angreifen.

Das ist dem ehrenwerten Senator Carlo Giovanardi passiert, der in Modena ein Plakat veröffentlicht hat, auf dem ein Paar eindrucksvoll männlicher Jugendlicher, Hand in Hand gehend, das einen Kinderwgaen schiebt. Darunter stand:
"Kinder kann man nicht kaufen.Nein zu den Diskriminierungen, nein zur Leihmutterschaft, nein zur HS-Ehe und Adoption"
Das ist eigentlich so, als ob man Geld dafür ausgibt, um zu verkünden, daß der Kreis rund ist.

Aber für manche ist der Kreis quadratisch und so wurde Giovanardi unter einer Kritiklawine begraben.
Die Provinzsekretärin der PD, Lucia Bursi, erklärte:" es gibt so viele Arten dieses Rechtsthema anzugehen. Der eingeschlagenen Weg ist sicher der falsche. Die Rechte sind eine ernste Sache."
Sofort echote der Stadtsekretär Andrea Sirotti, der betonte, das "sei ein homophobes und unpassendes Manifest. Auf der einen Seite will er keine Diskriminierung und sofort danach lehnt er
Leihmutterschaft ab und vermischt so fröhlich verschiedene Fragen. Und vergißt dabei mit außerordentlicher Leichtigkeit, daß es um die Gefühle von Personen geht, über die wir sprechen."
Am Ende kam die Antwort von Senator Giovanardi " Wer mit präpotenter Arroganz glaubt, die in der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit und die republikanische Verteidigung der im Lande geltenden Gesetze abschaffen zu können, irrt sich. Wir haben gerade erst den 25. April der wiedergewonnenen Freiheit nach einer Periode der Dikatur gefeiert, die uns ein Einheitsdenken aufzwingen wollte, zu dem wir nicht zurückkehren wollen.
Mir gefällt nicht, daß die Wahrheit langweilt, aber was bei der parlamentarischen Diskussion auf dem Spiel steht, ist Leihmutterschaft, Adoption von Kindern durch HS-Paare und nicht die Rettung von Rechten oder die Beseitigung von Diskriminierungen, auf die sich alle politischen Kräfte einigen können."

Wir wir schon sagten, ein Plakat für eine Gay-Pride-Parade löst nur noch ein Gähnen aus.
Eines, auf dem nein zur HS-Ehe gesagt wird, löst einen Hurrikan aus.
Werden wir sehen, daß diese Fetischisten der Vintage-Familie - Vater-Mutter und Kinder ohne Pipette- das Neue sind, das fortschreitet?

Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana, Tommaso Scandrigkio




Kommentare:

  1. Mir scheint es mittlerweile jedoch fast so zu sein, dass es gar nicht die betroffenen Homosexuellen sind, die sich aufführen wie stalinistische Gesinnungsschnüffler, sondern die normalen Leute, die meinen dass die Homosexuellen sich diskriminiert fühlen täten würden... und solcherart verteidigt werden müssten.
    Nur mal so als Anmerkung.

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    1. naja- das mag auf einige der Phobie-Keulenschwinger zutreffen, auf Volker Beck z.B. nicht. Und es sind die LGBT-Aktivisten, die hinter den diversen Kampagnen stehen, so auch der zum irischen Referendum.

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  2. Orlando furioso04.06.15, 00:04

    Meinungs-und Gesinnungsdiktatur haben in den letzten Tagen und Wochen einen großen Schritt nach vorn gemacht. Mit fast globalen vereinten Kräften, von vielen Millionen -sonst so geschmähter Dollars unterstützt,- rollt die Propagandamaschinerie für die Ideologien des links-alternativen & LGBT Spektrums inklusive Genderideologie, begleitet von einer massiven medialen Hexenjagd gegen die Nichtüberzeugten- die sogenannten Phoben. Ein falsches Wort zur Verteidigung der traditionellen Familie führt zum Verlust des Arbeitsplatzes und zur erbarmungslosen Ächtung durch den Foren-Lynchmob und seine Anführer. Motto unserer Rächer : Toleranz! Ihr Sedan und Verdun ist das irische Referendum.
    Natürlich konnten auch die sympathisierenden politischen Parteien der Versuchung, auf diesen scheinbar so erfolgreichen Zug aufzuspringen, nicht widerstehen und so gefielen sich Grün und Rot darin, nach Vorbild der Lex Soubira auch für Deutschland die "Ehe für alle" zu fordern.
    Eigentlich eine gute Idee, diese Entgrenzung des Ehebegriffs.
    Da kann der Autofreak sein Auto, der Eßsüchtige seinen Kühlschrank, der Spielsüchtige den Roulettetisch heiraten-und im Gegensatz zu herkömmlichen, kaum wagt man es zu schreiben, (Phobiealaram!) traditionellen Ehen sind diese auf Leidenschaft gegründeten Verbindungen dauerhaft und haltbar, kaum eine Scheidung droht, keine Rosenkriege legen die Gerichte mehr lahm.Und für KArdinal KAsper täte sich ein ganz neues Barmherzigkeitsbetätigungsfeld auf.

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