Samstag, 2. Januar 2016

Gewissen & Kommunion in Zeiten der Barmherzigkeit


Father J. Zuhlsdorf ist - um es mal salopp zu formulieren - not amused über die anhaltenden Versuche, die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen u.a. zur Kommunion durchzusetzen - und die Umfunktionierung des Gewissens zu einer der Waffen im Kampf um dieses Ziel. Deshalb läßt er seiner Phnatasie freien Lauf - und spinnt die Möglichkeiten - je nach eigener Gewisseensentscheidung zur Kommunion zu gehen noch etwas weiter aus. Vorsicht IRONIE!
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"GEWISSENSKOMMUNION IN DIESER EPOCHE DER BARMHERZIGKEIT. FATHER Z. LÄSST SEINER PHANTASIE FREIEN LAUF"

"In dieser Epoche der Barmherzigkeit, Begegnung und Begleitung, scheint es, als verlören die Kategorien Gesetz, Doktrin und Gewissen zunehmend an Bedeutung,

Gewisse Kirchenmänner äußern heute ihre Meinung über Gewissen und Empfang der Hl. Kommunion.
Ihre Wahrnehmung ist, daß Leute zur Kommunion gehen können, wenn sie und wann sie wollen - ziemlich gleich was sie tun, was ihr Zustand vor den Augen Gottes und der Welt ist.
Dieses "wollen" wird durch Manipulation der Fomel " ihrem Gewissen folgend" bewirkt.

Darüber hinaus hat jeder ein Gewissen, was ihm eine Freikarte dafür gibt, alles zu tun wie es ihm gefällt - außer natürlich die Verweigerung der Kommunion.
Den Kommunionsspendern ist es nicht erlaubt, ihrem eigenen Gewissen an seiner Entscheidung zur Lehre und den Gesetzen der Kirche festhalten zu wollen, zu folgen.
Tatsache ist:  folgen sie ihrem eigenen Gewissen, werden sie als erbarmungslose, legalistische Erbsenzähler, denen es an Mitgefühl fehlt und schlimmer - verurteilt.

So wird eine Zweiklassenzugehörigkeit zur Kirche geschaffen: jene die alles tun können, was sie wollen, und jene, die einfach nur dazu da sind, der ersten Gruppe dabei zu helfen, zu tun, was zum Teufel immer sie will.
Einige Leute haben ein Gewissen, das zählt, andere nicht.
In dieser Zeit, in der niemand verurteilt werden kann, außer er/sie benutzt eine Klimaanlage  und/oder Manipeln, verurteilen wir die Legalisten, die an ihrer Lehre und ihrer Tradition kleben.



Diese Benutzung der höchsten Instanz Gewissen, die manche Kirchenmänner unterstützen, sollte auf die Probe gestellt werden.

Beginnen wir mit den Grundlinie, die die liberalen und progressiven Kirchenmänner gezogen haben, nämlich daß Menschen, die öffentlich in Sünde leben (wie in einer heiklen sexuellen Beziehung, heterosexuell und wiederverheiratet, homosexuell legalisiert, oder auf aggressive Weise für Abtreibzung werbend etc.), die Kommunion nicht verweigert werden kann, weil im forum internum  (nach der Diskussion mit dem ein oder anderen spirituellen Führer - und wir alle wissen, daß so ziemlich jeder dieser Tage das Firmenschild "spiritueller Führer" heraushängen kann)  eine Gewissensentscheidung getroffen haben. Sie sollen - nein müssen - ihrem Gewissen folgen. Deshalb müssen wir anderen ihre Wahl erleichtern.

Hier ein Szenario:
Stan und Bruce, ein offen homosexuelles Paar, in ziviler Ehe verheiratet, kommen zur Kommunion. Sie tragen glänzende Regenbogen-Schärpen über ihren Bustiers. Der Bischof, Priester oder Diakon lächelt gütig und gibt ihnen die Kommunion, wie er es bei Adam und Steve, Ashley und Megan auch tut....
Es ist ein Zeitalter sophistischen Mitfühlens u.ä.
In voller Kennntis von "Godwins Gesetz"* - kommt direkt nach dem HS-Kontigent die Eucharistie
die Liturgie der Barmherzigkeit, der Begleitung und des Begegnens.

Und da ist das Heinrich-Himmler-Neo-Philo-Nazi-Jugend-Batailllon in seinen schwarzen Hemden, Armbinden, Stiefeln und den Kappen mit diesem kleinen Totenkopf.
Mit ihnen kommt ihr Kaplan oder spiritueller Direktor, er hilft ihnen bei ihrem moralischen Dilemma.
Das Bataillon hat eine Entscheidung getroffen - mit ihrem beratenden Kaplan: sie fordern die Euthanasie für geistig und körperlich Behinderte, den Tod für Juden, Homosexuelle und andere minderwertige soziale Devianten. Sie folgen ihrem Gewissen.
Ihre Handknöchel tun noch weh - vom Zusammenschlagen dieses alten Schwarzen da, am Zeitungsstand, wegen des Verkaufs von subversiver Literatur und sie gehen zur Kommunion weil - sie wollen.

Es gehen ja sowieso seit Jahrzehnten alle zur Kommunion, die ganze Zeit, gleich wie - keine Beichte oder Neuausrichtung des Lebens. Das muß auch so in Ordnung sein. Richtig?
Sie nähern sich dem Kommunionsspender, der gütig lächelt und - aber halt!  Was ist das?
Er zuckt angesichts des Neo-Nazi-Emblems zurück. Er verweigert ihnen die Kommunion. Sie sind nicht zugelassen.
Der Kaplan tritt vor und fragt: "warum wollen Sie, der Sie die Kommunion Politikern spenden, die aktiv die Tötung von Babies durch Abtreibung fördern, uns die Kommunion verweigern?
"Naja," stottert der Geistliche mit vorgestrecktem Kinn: "da ist Kanon 915..."

Ein anderes Szenario
Ein früherer Mann, der für eine Diözesan-Kanzlei arbeitet hat entschieden, daß sie unterbezahlt wird.  Mit ihrem Gewissen und der Hilfe des spirituellen Leiters kommt sie zu dem Schluss, daß es gerechtfertigt wäre, wenn sie jeden Monat 5000$ vom Bankkonto der Diözese abzweigt. Das wird dem Bischof zur Kenntnis gebracht, der sie einbestellt . "Warum haben Se das getan? das ist Diebstahl!"
Sie antwortet: "nachdem ich Ihre Worte über den primat des Gewissens gehört habem habe ich mich entschlossen das zu tun. ich mußte meinem Gewissen folgen. Ich wußte Sie würden das verstehen und meine Entscheidung akzeptieren, genau wie meine selbstvertümmelnden Operationen, meine vierte Ehe und die Kommunion beim täglichen Gottesdienst." "Ah" seufzt der Bischof" Sie haben Recht. Mein Fehler. Sie können in Ihr Büro zurück gehen - machen Sie weiter so gute Arbeit!"

Wahrschenlich? Ich vermute, daß trotz allen Geredes über den Primat des Gewissens, das Ganze etwas anders enden würde - mit Unterschlagung von Geldern, einer Begegnung mit dem Sicherheitsdienst - der sie durch die Tür der Kanzlei zur Polizei begleitet würde.

Es gibt also Gewissen und Gewisssen. Manchmal zählt es, manchmal nicht. Wann es zählt oder nicht zählt, wird entschieden durch......was zur Hölle immer auch die Liberalen wollen, wie es aussieht - nachdem es nicht länger ausreichend differenziert oder mitfühlend ist, den durch Vernunft, Naturrecht und die Heilige Kirche in ihren Gesetzen und in ihrer Lehre von Glaube und Moral festgelegten Standards, zu folgen.

Quelle: Father J. Zuhlsdorf, Father Z.´s Blog

*Godwin´s Law" ein von Mike Godwin 1990 geprägter Begriff, der besagt, daß im Verlauf längerer Diskussionen mit zunehmender Dauer die Wahrscheinlichkeit immer größer wird, daß jemand einen Nazi-Vergleich anbringt.


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