Montag, 20. Juni 2016

Antonio Socci und die neuesten Perlen


Die mittlerweile berüchtigten, teilweise umgeschriebenen Worte des Pontifex vom vergangenen Donnerstag konnte auch Antonio Socci nicht unkommentiert lassen. Was er dazu zu sagen hat, können wir bei LoStraniero lesen. Hier geht´s um Original:  klicken


"PAPST BERGOGLIO: "JESUS MACHT EIN BISSCHEN DEN IDIOTEN" DIESE UND ANDERE UNERHÖRTE UND SCHWERWIEGENDSTE  "AUSDRÜCKE" VOM VORIGEN DONNERSTAG..."

"Es ist traurig für einen Papst, den Teufel (mit den zwei Gesichtern) mit Jesus zu verwechseln. Das passierte am vorigen Donnerstag als Bergoglio irrigerweise ein Kapitell der Kathedrale von Vezelay  beschwor: eine Verwechslung von Personen, die für dieses Pontifikat emblematisch ist, auch wenn sie wahrscheinlich manchen oberflächlichen Ghostwritern zu verdanken sind.

Es ist aber auf seinem Mist gewachsen sie (Jesus und den Teufel) zu verwechseln, um vorherzusehen, daß Judas gerettet wurde (ohne bereut zu haben) und sie verstehen zu lassen, daß nicht einmal er in der Hölle endete.
Man weiß nicht, ob dieser Papst an die Hölle glaubt, aber - hört man ihn - wenn es sie gibt, scheint es, daß nur diejenigen dorthin gehen, die gegen Massenimmigration sind, die Klimaanlagen oder Plastikbecher benutzen und die Christen, die dem Buchstaben der Evangelien folgen.
In jedem Fall hat sich Bergoglio am Donnerstag Abend beim Kirchenkonvent in Rom nicht auf die Enormität über das Kapitell von Vezelay beschränkt.
Er hat-von sich aus - eine Serie unglaublicher anderer "Perlen"  an der Grenze zur Blasphemie produziert: Jesus der, in der Episode mit der Ehebrecherin "ein wenig den Idioten macht" ("fa un po´ lo scemo"). Ein unerhörter Ausdruck, den die Vatican-website in "Jesus tut so, als ob er nicht verstanden hat" umänderte, aber es gibt die Aufzeichnung und dann hat "Jesus der in der selben Episode, in der die Frau vor der Steinigung gerettet wird, hat gegenüber der Moral gefehlt" (wörtliche Wiedergabe). Und sogar daß Jesus nicht "rein war" (wörtlich: pulito) .
Er hat genau diesen Ausdruck gewählt - und so wer weiß was zu verstehen gegeben (es ist wohl besser, diese Frage nicht zu stellen)
Zu guter Letzt ist Bergoglio so weit gegangen, zu behaupten, daß die "große Mehrheit unserer sakramentalen Ehen nichtig ist" (was Pater Lombardi dazu zwang, danach auf der Vatican-Seite zu erklären, daß der Text korrigiert wurde in "ein Teil unserer Ehen).

Und weiter der Bischof von Rom-um die Vorstellung zu komplettieren- hat dieser unvorsichtigen und katastrophalen Äußerung hinzugefügt, daß im Gegenteil viele Kohabitationen die wirklichen Ehen sind (und legitimiert die Kohabitation, nachdem er die soliden und wahren sakramentalen Ehen delegimiert hatte)
Natürlich, das was für die Öffentliche Meinung der Laien einfach nur seltsam ist und sogar amüsant, wie ein Spektakel der Demolierung eines Autos- ist aus katholischer Sicht zerstörerisch, es ist eine Art Pest, die die Kirche zu befallen und sie zu zerstören droht.

JENSEITS DER GRENZEN
So gut wie Robert Spaemann, einer der größten katholischen Philosophen und Theologen, persönlicher Freund von Benedikt XVI schreibt an diesem Freitag von neuem ----- in der Tagespost in einem Artikel ... mit dem sprechenden Titel: Auch in der Kirche gibt es eine Grenze des Erträglichen"
Hier eine Passage daraus:




"Bestimmte Erklärungen des Hl. Vaters sind klare Widersprüche zu den Worten Jesu, den Worten der Apostel und zur traditionellen Lehre der Kirche....Wenn - in Intervallen, der Präfekt der Glaubenskongregation (Kard. Müller) sich gezwungen sah, den engsten Berater und Ghostwriter des Papstes offen der Häresie zu beschuldigen, bedeutet das, daß er jetzt zu weit gegangen ist. Sogar in der Römisch Katholischen Kirche gibt es eine Grenze des Erträglichen."

Spaemann hat auch die gewohnheitsmäßige Zweideutigkeit Bergoglios kritisiert besonders bei bestimmten Fragen zu Amoris Laetitia oder - um zu vermeiden bei einer manifesten Häresie - erwischt zu werden, sagt er und sagt es nicht, gibt Hinweise aber exponiert sich nicht, wirft den Stein aber versteckt seine Hand.

"Franziskus mag keine eindeutige Klarheit. Als er kürzlich erklärte, daß das Christentum kein "entweder oder " kennt, störte es ihn absolut nicht, daß Christus sagt: "Euer Wort sei ja ja, nein nein. Was mehr ist, ist von Übel" Die Briefe des Apostels Paulus sind voller "entweder oder" . Und schließlich: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" (Matth. 12, 30)

Spaemann hat bereits am 28. April gegen Bergoglios Amoris Laetitia interveniert (Das mit einem Federstrich ausgelöste Chaos) indem er erklärte, daß es darin täuschende Sätze gibt, die die Substanz der Lehre der Kirche substantiell verändern. "Dass es sich um einen Bruch handelt, ist unbestreitbar, für jeden Menschen der nachdenkt und der den fraglichen Text kennt."
Wenn der Papst nicht bereit ist, Korrekturen vorzunehmen, wird es dem nächsten Pontifikat überlassen bleiben, die Sachen offiziell wieder in Ordnung zu bringen.

Ein anderer bedeutender katholischer Philosoph, Josef Seifert, Mitarbeiter Johannes Pauls II und Benedikts XVI hat sich vor kurzem mit sehr schwerwiegender Kritik geäußert, die der so motiviert:
"Der Papst ist nicht unfehlbar, wenn er nicht ex cathedra spricht. Verschiedene Päpste (wie Formosus und Honorius I) sind wegen Häresie verurteilt worden. Es ist deshalb unsere heilige Pflicht - aus Liebe und Barmherzigkeit für viele Seelen - unsere Bischöfe und sogar unseren lieben Papst zu kritisieren, wenn sie von der Wahrheit abweichen und wenn ihre Irrtümer unsere Kirche und  Seelen schädigen.

Und darüber hinaus- zu den Enormitäten des Lehramtes Bergoglios kommen, die Entscheidungen der Regierung der Kirche, die südamerikanisches Flair haben.

DIKTATUR
Bergoglio hat z.B. einer Serie von Maßnahmen zugestimmt, die den  Bischöfen Vorrechte nimmt, und sie einer Art diskretem Damoklesschwert unterwirft, mit dem Risiko abgesetzt zu werden, im Falle, daß sie sich denWorten Bergoglios nicht anpassen.
Tatsächlich - nach den beiden Synoden, bei denen es breiten und entschiedenen Widerstand der Bischöfe und Kardinäle gegen die "Bergoglianische Revolution" gab, obwohl in der klerikalen Welt alle aus Angst schweigen.
Auch wenn Msgr. Athanasius Schneider, Bischof von Kasachstan (wo sie sich sehr gut daran erinnern, was eine Tyrannei ist) erklärte:

"Wenn wir in einer Kirche zu dem Punkt kommen, wo die Gläubigen, die Priester und die Bischöfe wie in einer Diktatur Angst haben, zu sprechen, ist es nicht die Kirche."
Dennoch werden die Stimmen der Katholischen Laien, die Not ausdrücken immer zahlreicher. Besonders in den USA.
Gestern z.B:. hat Phil Lawler bei Catholic Culture die Rede des Papstes vom  Donnerstag kommentiert und einen harten Kommentar mit dem Titel: "Die Schäden (einmal mehr) der Erklärungen des Papstes über die Ehe" in dem er auch die anderen Perlen dieser Reden ans Licht bringt.

VERFOLGUNG
Was die pastoralen Belange angeht, ist das was beeindruckt, die Unsensibilität dieses Pontifikates gegenüber der Tragödie der verfolgten Christen und im Gegenteil dazu, sein Gefallen an dubiosen Regimes, sogar unmenschlichen Diktaturen, die fortfahren, Christen zu verfolgen und einzukerkern.
Der eklatanteste Fall - zusammen mit den islamischen Regimes ist China.
Das Bergoglio-Interview vom vergangenen 2. Februar in Asia Times, in dem er zu den enormen Problemen mit den Menschenrechten und der Religionsfreiheit Chinas (wo es noch Bischöfe wie Msgr. Su Zhimin in Internierungslagern gibt) vollkommen schwieg, hatte bereits einen Skandal verursacht: in diesem an die kommunistischen Tyrannen Pekings gerichteten Interview hatte Bergoglio "Absolut frenetische Worte der Absolution für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Chinas gefunden" bei denen er sogar "die Millionen Opfer vergaß, die der Papst nie nennt, nicht ein einziges Mal.." (Magister)
"Was viele chinesische Katholiken beunruhigt," schrieb Sandro Magister, "ist das Schweigen, daß die vaticanischen Autoritäten zu den Bischöfen bewahren, die ihrer Freiheit beraubt sind."

In diesen lezten Tagen, hat man viel über den Fall des Bischofs von Shanghai, Ma Daqin, der nach 4 Jahren Zwangsarbeit eine Selbstkritik unterschrieben hat, die typisch für die Epoche Stalins oder der maoistischen Kulturrevolution ist, in der er bestätigt, sich geirrt zu haben und sich entschuldigt bei der Patriotischen Vereinigung, die die Kirche des chinesischen Kommunistischen Regimes ist.
Die Praxis der Selbstkritik ist in China sehr in Mode gekommen.
Aber es gibt mehr. Pater Bernardo Cervellera (Direktor von Asia News), einer der kompetentesten Experten für die chinesische Kirche, mußte auf seiner Internet-Seite (die durchaus bergoglianisch ist) aus Liebe zur Wahrheit berichten: "Ein chinesischer Bischof fürchtet, daß irgendwer im Vatican die "Beichte" Ma Daqins gesteuert hat, um der chinesischen Regierung zu gefallen".  
Was sicher ist, ist daß Millionen chinesischer Christen,die heldenhaft ihren Glauben unter Verfolgung leben, durch diese Kehrtwende entttäuscht, verwirrt und traurig gemacht worden sind. Aber auch darüber, was aus Rom im Verlauf der letzten 3 Jahre geworden ist.
Ein Rom, wo sie ungeheuerliche Worte an den Sohn Gottes gerichtet hören, wie jene, die am letzten Donnerstag in der Basilika San Giovanni in Laterano von Jorge Mario Bergoglio gesprochen wurden."

Quelle: Lo Straniero A: Socci

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