Freitag, 2. September 2016

Papst Franziskus, die Kurienreform und die Migranten, oder das neue Superdikasterium

Giuseppe Rusconi stellt in la rossoporpora einige Überlegungen zu der am 31.8. verkündeten Schaffung eines neuen Superdikasteriums der Kurie an, bei der auf dem Weg zur Kurien"reform" gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden,  so wurden u.a. durch die Zusammenfassung mehrerer bisheriger Kongregationen zu einer-gleich mehrere Prälaten praktisch aus Leitungsfunktionen entfernt, die man eher der Ratzinger-Linie zuordnen konnte. (u.a. Bischof Clemens und Kardinal Rylko)
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                                  "MIGRANTEN: DER PAPST IN AKTION"

"Heute hat der Vatican die Schaffung eines neuen Dikasteriums angekündigt, "im Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung", in dem eine Sektion vorübergehend vom Papst geleitet werden wird ("für die Flüchtlinge und Migranten").
In der italienischen Gegenwart- bereits jetzt durch die schmerzhaften und schwerwiegenden sozialen Konsequenzen des Erdbebens von vor einer Woche in Amatrice, Accumoli und Pescara del Tronto gezeichnet (die Zahl der Toten nimmt weiter zu, während viele jener, die alles verloren haben, gezwungen sind, in Zelten zu leben) erhebt sich machtvoll die sehr delikate Frage der Immigration im Mittelmeer: es genügt, daran zu denken, daß innerhalb der letzten 4 Tage mehr als 13.000 Personen an den Küsten der Halbinsel gelandet sind. Und die Vorhersagen für den September sind noch schlimmer.

Genau heute morgen, hat das Pressebüro des Vaticans die Vereinigung der Dikasterien des Päpstlichen Rates für die Migranten, für "Gerechtigkeit und Frieden, Cor unum und der Pastoral der Gesundheitsdienste zu einem einzigen Dikasterium "für den Dienst an der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung" bekannt gegeben.
Geleitet von Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson (der der UNO sehr nahe steht und exzellente Beziehungen zu den Haupt-"Philanthropen", Milliardären und Globalisten hat).
Das neue Dikasterium wird eine Sektion von offensichtlicher Wichtigkeit beherbergen, die den Flüchtlingen und Migranten gewidmet ist und "ad tempus" ( liest man im Motu Proprio) unter die Leitung des Souveränen Pontifex gestellt, der diese Leitung "so lange er es für richtig hält", ausüben wird.





"PAPST FRANZISKUS WIRD DIE SEKTION "FLÜCHTLINGE UND MIGRANTEN" DES NEUEN DIKASTERIUMS "FÜR DEN DIENST AN DER GANZHEITLICHEN MENSCHLICHEN ENTWICKLUNG " SELBER LEITEN."

"Das ist die letzte der zumindest ungewöhnlichen Entscheidung, die-wenigstens zeitweise- aus dem Nachfolger Petri das Oberhaupt eines päpstlichen Dikasteriums macht.
Eine solche Entscheidung gehört sicher nicht in die Domäne der päpstlichen Unfehlbarkeit und erscheint auf alle Fälle nebulös, was den wirklichen Charakter der Betätigung von Franziskus auf diesem Gebiet angeht (z.B, woher wird er die Zeit nehmen? die wird er sicher finden...aber unter der Aufgabe von was?)
Aber er läßt keinen Zweifel daran, daß die kristallklar angekündigte Entscheidung- einmal mehr und auf eklatante Weise- auf das Phänomen der Migration als Priorität dieses Pontifikates hinweist- neben (wie durch Zufall passiert das alles innerhalb eines Tages) dem Schutz der Schöpfung (am 1. September ist das der zweite Tag zusammen mit der Orthodoxen Kirche) und der Sorge für die Armen (am 4. September wird Mutter Theresa von Kalkutta heilig gesprochen) und des interreligiösen Dialoges (Assisi am 20. September,  Lund in Schweden, Reformation & Luther am 31. Oktober).
Der Rest (abgesehen vom Thema Familie, weil er ihr zwei aufeinander folgende Synoden gewidmet hat- wobei er die Verwirrung bei diesem Thema des Katholischen Volkes schuf oder noch verstärkte) scheint für Franziskus viel weniger zu zählen."

Quelle: rossaporpora, Giuseppe Rusconi

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