Freitag, 9. Dezember 2016

Eine ganz besondere Perle

Was Damian Thompson über die Koprophagie-Perle denkt, können wir im Spectator lesen
Hier geht´s zum Original:  klicken
"DIE BIZARRE BESCHIMPFUNG ÜBER DAS ESSEN VON FÄKALIEN LÄSST MICH FRAGEN, OB ER ZURÜCKTRETEN SOLLTE"

Haben Sie gelesen, was der Papst über sexuelle Erregung durch das Essen von Fäkalien gesagt hat? Lassen Sie mich schnell hinzufügen, daß er nicht über sich selbst gesprochen hat: nur menschliche Wesen im Allgemeinen. Sie lassen ihn mehr wie ein verzweifelt geschmackloser stand-up-Comedian klingen,wie der Summus Pontifex der Katholischen Kirche.
"Ich denke, daß die Medien da sehr klar und sehr transparemt sein müssen und nicht- das ist nicht böse gemeint- in die Krankheit der Koprophilie zu verfallen, das heißt immer Skandale aufzudecken, häßliche Dinge aufzudecken, sogar wenn sie wahr sind. Und weil Menschen zur Krankheit der Koprophagie neigen, kann viel Schaden angerichtet werden."
"Das ist nicht böse gemeint." Ein netter Zug, gerade bevor der Nachfolger des Hl.Petrus der Menschheit erzählt, daß sie zu Koprophagie tendiert, das ist ein sexueller Fetisch- bei dem man "Scheisse" ißt. (Es ist übrigens nicht da erste mal, daß er dieses abstoßende Bild benutzt, das hat er auch ein Jahre bevor er zum Papst gewählt wurde, getan. 

Der Kontext dieser erbaulichen Reflexionen ist die Debatte über das Verbreiten von Desinformationen oder‘fake news’ durch Propaganda Portale. Aber Franziskus scheint keinen Unterschied zwischen vorsätzlich zusammengebastelten Fantasien, die bei facebook oder in Rußland kursieren und neue Geschichten hält er für ‘verleumderisch" womit er -wie ich vermute- Berichte meint, die ihn  kritisieren.
So wie z.B. das Folgende. Hier ist Rod Dreher vom "American Conservative" über was er   ‘Poop Talk mit Papst Franziskus’ nennt:
Meine Damen und Herren, der Vikar Christi. Ich weiß daß ich die Sorte Mensch bin, die Franziskus "rigide" nennen würde, aber ich denke, wir könnten alle etwas mehr Rigidität von diesem Burschen aushalten. Wer hätte je gedacht, den Tag zu erleben, an dem der Römische Pontifex ein Interview gibt in dem er auf das Thema  sexueller Freude durch das Essen von Fäkalien kommt?




Dreher bezieht sich auf einen ‘auf-keine-Weise-wie-Donald-Trump Papst Franziskus. Seltsam genug, das ist auch genau der Gedanke, der mir durch den Kopf ging. Der Unterschied ist natürlich, daß der Papst damit durchkommen kann und der gewählte Amerikanische Präsident kann das nicht. Das kommt daher, daß die verachteten Medien einen ausdrücklich kasuistischen Zugang zum Jesuiten-Papst  angenommen haben: er ist ein Anti-Trump-Klima-Alarmist, so laßt uns seine Ausbrüche als charmante Exzentrik behandeln- angetrieben von moralischer Empörung.
Katholiken aber sind nicht so nachsichtig und die Reihen seiner Kritiker wachsen außerhalb der traditionalistischen Wahlkreise, die ihn nie mochten, an. Nach diesen Kommentaren werden sie schneller wachsen. Einige Punkte sind es wert, in Erinnerung zu bleiben,

-Der Papst, der "Desinformation" verurteilt, weigert sich störrisch die sehr benötigte Information über sein Politik zu geben. Die vier Kardinäle, die das Dokument (als dubia bekannt), in dem sie ihn bitten seinen ausweichenden Standpunkt zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen sind ignoriert worden.
Wenn man von "fake news" spricht, Franziskus´ rechte Hand, Pater Antonio Spadaro SJ, wurde überführt, "Sockenpuppen" benutzt zu haben, um die Kardinäle anzugreifen.
-Lektionen über journalistische Genauigkeit von einem Papst, der seine kontroversesten Gedanken einem 90-jährigen, der sich keine Notizen macht, anvertraut, kann man schwerlich ernst nehmen. 
Eine der größten unveröffentlichten Geschichten in der Kirche ist der dahinschwindende Enthusiasmus liberaler Katholiken für diesen Pontifikat. Seine "Reform" der pastoralen Haltung gegenüber marginalisierten Katholiken ist ein Chaos: die wiederverheirateten Geschiedenen wissen nicht, wo sie stehen während katholische homosexuelle Männer gerade erfahren haben, daß Franziskus den Bann, der sie daran hindert, Priester zu werden, aufrecht hält, selbst wenn sie zölibatär leben,
Diese letzte Neuigkeit hat mich nicht überrascht. Franziskus ist mehr ein linker Flügelmann als ein liberaler: seine Ansichten zu verschiedenen heißen Themen sind die des durchschnittlichen siebzigjährigen Lateinamerikaners.

Nicht daß er lange ein Siebzigjähriger sein wird. Der Papst wird diesen Monat 80. Eine überraschend große Zahl von Katholiken fragt sich, ob das nicht der geeignete Moment für seinen Rücktritt wäre. Ich gehöre zu ihnen.
Quelle: Damian Thompson, Spectator

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