Dienstag, 28. Februar 2017

100 Jahre Fatima, die Weltordnung ohne Gott. Migration & die Kirche

Andrea Gagliarducci kommentiert bei MondayVatican die Behandlung der Themen Weltordnung ohne Gott, Fatima, Migration, Freimaurerei im aktuellen Pontifikat behandelt werden und weist auf die Jahrestage im Jahr 2017 - 500 Jahre Reformation, 100 Jahre bolschewistische Revolutio, 100 Jahre Fatima und ihre Bedeutung hin.
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 "PAPST FRANZISKUS, FATIMA UND DIE WELTORDNUNG OHNE GOTT"

Kardinal Angelo Bagnasco, der Erzbischof von Genua, hat dieses Thema mehrmals intensiv angesprochen: es gibt eine Verschwörung für eine Weltordnung ohne Gott.
Der scheidende Präsident der Italienischen Bischofskonferenz Bagnasco sagte das in seiner Eigenschaft als Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenz. Auf diese Weise hat er die Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt, das in der Öffentlichen Meinung undeutlich dargestellt wird.

                                                        

Aber dieses Thema ist das wichtigste. Über die Diskussion der legalisierten Abrtreibung, IVF, und Leihmutterschaft- alles Themen, die das menschliche Wesen zutiefst unterminieren-hinaus, ist es wichtig zu verstehen, woher diese Kampagne kommt und wohin sie führt, weil sie unermüdlich von den Medien gefördert und durch Gesetzesentwürfe und Berichte der Regierung diskret vorangebracht werden.
Letzte Woche starb Norma McCorvey. Sie war die "Roe" des "Roe vs. Wade" Prozesses , der zur Legalisierung der Abtreibung in den USA führte. Ihr Tod hat noch einmal ein Licht auf die Lügenkampagne geworfen, die oft betrieben wird, um das Thema zu unterstützen. McCorvey hat sich später selbst gegen die Kampagne gewandt und die Aufhebung des Urteils gefordert. Vergebens.

Was sind diese tiefer gehenden Probleme? Wo ist diese "Weltordnung ohne Gott" entstanden? Was ist ihr Ziel?
Eine erste Teilantwort kann man in dem vom Van Thuan erstellten Jahresbericht zur Soziallehre der Kirche in der Welt finden. Die achte Ausgabe des kürzlich veröffentlichten Berichtes konzentriert sich auf ein Thema, das Papst Franziskus wie einem großen Teil der Katholischen Welt sehr am Herzen liegt: Migration.

Die Kirche ist den Migranten sehr zugewandt. Früher gab es ein eigenes Dicasterium- den Päpstlichen Rat für Migranten- das mit diesen Fällen betraut war; jetzt ist es eine ganze Abteilung, die direkt dem Papst unterstellt ist, Teil des Dicasteriums für Integrale Menschliche Entwicklung und letzte Woche hat sich der Papst mit dem von den Scalabrini-Vätern organisierten Forum für Migration getroffen.

Aber der Van-Thuan-Observatory-Bericht  liefert einen anderen Gesichtspunkt. In seinem Bericht läßt sein Direktor Stefano Fontana einige Mythen "platzen" z.B den, daß Einwanderung zu wirtschaftlichen Vorteilen führt.
"Die Kosten, einen Migranten aufzunehmen" schreibt er-" sind höher als der wirtschaftliche Nutzen, den der Migrant dem Land bringen kann, das ihn aufnimmt."
Und weiter: "der Allgemeinplatz, daß Migranten helfen, das Rentensystem eines Landes zu bezahlen, dessen arbeitende Bevölkerungsgruppe zahlenmäßig kleiner wird als die der Rentner ist falsch"
Auch ist es nicht wahr, daß die Migranten helfen, das Problem der "leeren Wiege" zu lösen, weil ein Migrant nicht ein neugeborenes Kind ersetzt."

Andere Mythen die sich auflösen: es ist nicht wahr, daß "nur arme Menschen, die sonst Hungers sterben würden, nach Europa kommen "weil " die Daten zeigen, daß die Menschen die auswandern, wohlhabend genug sind, ihre Situation verbessern wollen-nicht nur überleben" -weil die "Menschenhändler-Tarife" nicht für jeden bezahlbar sind."

Gemäß Fontana ist der Grund für die Migration "vor allem geopolitisch" und hängt direkt mit der Geburtenkontroll-Politik großer Internationaler Organisationen zusammen.
"Über Jahrzehnte" schreibt Fontana- "gab es ein großes Engagement von Internationalen Körperschaften und Organisationen, um Abtreibung und Empfängnisverhütung und einen individualistisches und  sterilen Lebensstil zu fördern."

Alle diese Phänomene sind dokumentiert. "Wenn dann jemand behauptet" schließt er "daß die Migration durch die Notwendigkeit die westliche demographische Lücke zu füllen verursacht wird, sollte er wissen. daß diese demographische Lücke vielleicht gewollt war, um die Notwendigkeit der Migration künstlich zu schaffen."

Diese Migration schafft weitere Probleme, weil die Intergation "schwierig bis unmöglich"ist, wegen der "kulturellen Leere der westlichen Aufnahmeländer. Ihr Mangel an Identität, die unter dem Druck der Säkularisierung und des nihilistischen Individualismus zusammen gebrochen ist, stellt sicher, daß sie den Neuangekommenen nichts entgegenzusetzen haben."

Fontana sieht in der Erstellung eine "Art neues Kantianisches Projekt für einen ewigen Frieden, oder etwas, was freimaurerischen und gnostischen Zielen einer Universalen Religion nahe kommt und den religiösen und kulturellen Konflikten ein Ende bereitet-indem es alles in einer Superkultur und Superreligion des Humanismus vereint"

Ist das das Projekt, das nicht nur dem Christlichen Europa sondern auch dem Christlichen Westen ein Ende machen soll? Sicher ist 2017 ein besonderes Jahr, weil es drei Jahrestage mit sich bringt, die sehr viel über die Lage in Europa enthüllen: den 100. Jahrestag der Kommunistischen Revolution in Russland, den 100. Jahrestag der Erscheinung von Fatima und den 500. Jahrestag der Protestantischen Revolution.
Wir haben also den 500. Jahrestag dieser riesigen Bewegung, die half, den Katholizismus in die Krise zu bringen; den 100.Jahrestag der Ausbreitung und Etablierung des Kommunistischen Gedankens, den Johannes Paul II eine der größten Gefahren für  die Menschheit nannte (Gefahren die der polnische Papst als Folgen des Sowjetsystems erlitten hat) und den 100. Jahrestag jener Erscheinungen, die versuchten, das christliche Herz der Welt zu retten.

Es ist wahscheinlich kein Zufall, daß der Anglikanische Erzbischof, Justin Welby, an dem Tag ein Freimaurer-Ritual in der Anglikanischen Kathedrale von Canterbury erlaubte, als Kardinal Vincent Nichols in der Katholischen Kathedrale von Westminster England und Wales dem Unbefleckten Herzen Mariens weihte. Die Weihe fand am 100. Jahrestag der ersten Fatima-Erscheinung vor der Statue der Jungfrau Maria von Fatima statt, die vor 4000 Gläubigen gekrönt wurde.

Nein das geschah sicher nicht zufällig, Um die Erlaubnis zu erhalten, die Kathedrale von Canterbury für eine Freimaurer-Zeremonie zur Feier des 300. Gründungstages der Großloge von London feiern zu dürfen,  hat die Loge 300.000 Britische Pfund bezahlt, die Erzbischof Welby annahm, weil die Kirche Restaurierungsarbeiten benötige. Sicher ist die Symbolik hinter dieser Entscheidung ungeheuer groß.



Canterbury ist aktuell die anglikanische Primats-Kirche in England, aber davor - zur Zeit der ersten Missionierung der Sachsen -von 597 an- war sie die "Mutterkirche" Englands, als der Mönch, der Hl. Augustin von Canterbury, von Papst Gregor dem Großen als Missionar nach England geschickt wurde- bis 1558 , als der letzte Katholische Metropolitan-Erzbischof starb.Der Hl. Thomas Becket ist in Canterbury begraben.
Die Freimaurer-Zeremonie wurde aber auch von der Anglikanischen Gemeinschaft kritisiert.


Freimaurer haben gegen Fatima agiert. "Die "Dame" bat die kleinen Seher am 13. August 1917 zur Grotte von Iria zu gehen, um sie ein viertes mal zu treffen" berichtete der italienische Journalist Maurizio Blondet. Sie konnten nicht gehen, weil der Bürgermeister von Vila Nova de Ourem, Artur Oliveira Santos, zu ihnen kam, mit der Entschuldigung sie begleiten zu wollen. Er kidnappte sie, hielt sie gefangen und terrorisierte sie, mißhandelte sie psychisch und befahl ihnen unter furchtbaren Drohungen, ihm das Geheimnis zu verraten, das die Jungfrau ihnen anvertraut hatte. Santos war Freimaurer, Mitglied der Leira-Loge, er gründete dann die Loge in Vila Nova de Ourem.
Die Loge von Santarem, nahe bei Fatima, wurde ein Sammel-und Organisationspunkt von Aktivisten, die militante atheistische Aktionen gegen die Erscheinungen und die Gläubigen, die zu Tausenden kamen, durchführten. Im September 1917 zerstörten starke Männer beider Logen das kleine Gebetshaus, das Gläubige am Ort der Erscheinungen errichtet hatte.

Die Dame hatte auch darum gebeten, Russland ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen, was nicht geschah. Papst Pius XII führte die Weihe für das russische Volk 1952 durch, allerdings auf eine unvollständige Weise, weil er nicht die Bischöfe aus aller Welt holte, an der Weihe teilzunehmen und ohne den vorhergehenden feierlichen Akt der Versöhnung, wie des die Jungfrau verlangt hatte.

Bereits 1931 berichtete Sr. Lucia die einzig überlebende Seherin ihrem Bischof, sie habe diese Botschaft von Christus erhalten: "Lass meine Diener wissen, daß sie dem Beispiel der Kömgs von Frankreich folgen indem sie die Erfüllung meiner Bitte verzögern, und sie werden ihm in die Ungnade folgen. Es wir nie zu spät sein, sich auch auf Jesus und Maria zurück zu besinnen."
Die Botschaft wies auf  Ludwig XIV hin. Die Seherin, die Hl. Marie-Marguerite Alacoque, die die Vision vom Heiligen Herzen Jesu empfing, bat den König 1668 das Symbol des Heiligen Herzen in die königlichen Banner einzufügen. Ludwig XIV hat das nicht getan. Wie vorhergesagt endete seine Dynastie mit der Hinrichtung unter der Guillotine.
Was verblüfft, ist daß die dunklen Mächte immer gezwungen sind, ihren Blick am ein oder anderen Punkt auf Gott zu richten. 1871 nach der Niederlage im Französisch-Preussischen Krieg -beschloss die Französische Nationalversammlung- zu der viele Freimaurer gehörten- eine dem Hl. Herzen geweihte Kirche über Paris zu erbauen- und das haben sie getan. (Sacre Coeur auf dem Montmartre)
In jüngerer Zeit  ist die Europa-Flagge durch die wundertätige Medaille Mariens inspiriert worden, die 12 Sterne stellen die 12 Sterne Mariens dar. Es sind nie mehr oder weniger als 12 Sterne, egal wieviele Staaten dazu gehören. 
Das ist ein Zeichen, daß die Weltordnung ohne Gott am Ende Gott nicht  herabsetzen kann. Aber es ist auch ein Zeichen, daß die Weltsituation schwer zu entziffern ist und daß die Kirche gerufen ist, ihren Beitrag zu leisten.
Vor kurzem haben sich Katholische und Orthodoxe Bischöfe in Paris getroffen und in ihrer Erklärung und ihren Aktionen bestätigten sie noch einmal das Christentum Europas.  Weil Europäische Gesetze konstant auf die Auslöschung der Religion aus dem öffentlichen Leben zielen- man betrachte nur den radikalen "Schnitt" bei den Religionslehrern in Belgien, einem Volk, das ein Versuchslabor für Europäische Gesetze und ein Brutkasten der Westlichen Kultur ist-wie die christliche Welt weiterhin hofft.
England brauchte den Schutz Marias, während überall in Europa Pro-Life und Pro-Familie-Bewegungen wachsen, wie die Pro-Familie-Demonstrationen in Frankreich und Italien zeigen, ebenso auch das Referendum zur Stärkung der Familie in den Verfassungen der Slowakei, Sloweniens und Kroatiens, die Aktivitäten das liberale Abtreibungsgesetz in Polen zu kippen und die Ungarische Verfassung, die die Christlichen Wurzeln der Nation feststellt.
Ungarn ist der Staat, der mehr als alle anderen Widerstand gegen das Design einer "genetischen Mutation" Europas leistet und es betreibt eine vorsichtige Migrationspolitik. Eben dieses Ungarn findet sich selbst zunehmend als Ziel internationaler Lobbies mit einer Medienkampagne wieder, die darauf abzielt, das Land zu diskreditieren. Diese findet statt trotz der Tatsache, daß Ungarn der einzige Staat in Europa ist, der ad hoc eine Institution geschaffen hat, die sich mit dem Thema verfolgte Christen befaßt und entsprechend handelt.
Das sind die heißen Themen von 2017. Man kann wetten, daß sie wiederkommen werden, Viel Aufmerksamkeit wird sich darauf richten, was Papst Franziskus am kommenden  12.-13.Mai während seines Besuchs (der schon im vergangenen Jahr bestätigt wurde) in Fatima sagen und tun wird, Als Benedikt XVI 2010 nach Fatima ging, versetzte er die- vom Pädophilieskandal geschlagene Kirche in einen Zustand der Buße, um einen Neuanfang vorzubereiten.
Jetzt-mit einem Papst, der sehr stark ist im Dialog mit den Feinden der Kirche, ist es wohl der endgültige Augenblick gekommen, mit einer "Katholischen Renaissance" zu beginnen, um der Weltordnung ohne Gott zu begegnen. Diese Renaissance kann von Fatima ausgehen.
Quelle: Monday in the Vatican, A. Gagliarducci
p.s. Interessant im Zusammenhang mit der Erbauung von Sacre Coeur in Paris- auf Beschluss der franz. Nationalversammlung als als eine Art Bußeakt nach dem verlorenen Frankreich-Preussen-Krieg, gerade jetzt erwogen wird, eben diese Kirche wieder abzureißen. Im Frankreich des kaum noch zu verbergenden Bürgerkrieges

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