Mittwoch, 26. Juli 2017

Father Blake spricht

über Tradition und die "Theologie von unten"
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   "TRADITION EINE THEOLOGIE VON UNTEN"
Einige schnelle Gedanken zu Kardinal Sarah und zur gegenseitigen Bereicherung. Ich denke, daß der Kardinal heute vielleicht einer der eindrucksvollsten spirituellen Schreiber, er ist mutig, wenn andere 
feige sind - aber er scheint das Wesen von "Tradition" nicht zu verstehen.

Tradition wird immer als gefährlich angesehen werden, besonders in einer zunehmend monarchischen Kirche. Sie ist keine Bewegung, sondern etwas unterhalb einer Bewegung, eine Graswurzelsache. Jene, die Respekt vor der Tradition haben, sollten auch Respekt vor der hierarchischen Struktur der Kirche haben, aber Tradition ist etwas, was darüber hinaus geht.
Sie kann sich sehr wohl durch die Liebe zur Alten Messe ausdrücken, ist aber mehr als das, was ist schließlich die "Alte Messe"?  
Sie ist etwas, was am Ende einen Prozesses einer organischen Entwicklung endete, im Missale des Seligen Johannes XXIII, sie ist also das Festhalten an diesem Missale und ist doch mehr als das.

Die "Traditionalisten" sind unglücklich über den Vorschlag des Kardinals zur gegenseitigen Bereicherung, Elemente des Alten Ritus in den Neuen Ritus einzuführen : gut, aber die Sache anders herum zu machen: auf keinen Fall. 
Traditionalisten, von denen viele Schwierigkeiten mit bestimmten Aspekten des II. Vaticanischen Konzils haben, die nicht an Newmans Theorie von einer Entwicklung der Doktrin festhalten wollen, schauen auf eine andere Zeit und eine andere Art Ekklesiologie, auf etwas, das sich von unten erhebt, vom- verzeihen Sie, wenn ich zu ihm zurückkehre-  "quod ubique, quod semper, quod ab omnibus creditum est" des Hl. Vincents von Lerrins.

Da gibt es eine Spannung, die in diesem Pontifikat an die Oberfläche kommt. verstärkt zum Teil durch Amoris Laetitia aber auch durch seinen starken Zentralismus und seine Auferlegung von Lehre von oben, mit etwas viel pneumatologischerem. dem langsamen, sanften Wachstum des Glaubens zwischen den Graswurzeln der Gläubigen, was die "wahre Theologie von unten ist".
Das ist ewtas, was Katholiken immer aus der Schrift über das Wirken des Hl. Geistes verstanden haben, daß er die Kirche zum tieferen Verstehen des Glaubens führt, so wie er es ebenso durch populäre Bewegungen wie durch Päpstliche oder Bischöfliche Verlautbarungen tut, tatsächlich tut er es durch die Rezeption päpstlicher oder bischöflicher Lehre durch die Gläubigen.



Es kann sein, daß es für den Papst von Zeit zu Zeit nötig wird, sich in alltägliche Dinge einer diözese einzumischen oder ins Leben der gesamten Kirche, aber das ist wie die dogmatische Konstitution des I. Vaticanischen Konzils anzeigt, etwas, was getan werden muß, wenn die Einheit der kriche gefährdet ist, nicht die normale Funktion des Souveränen Pontifex.
Sie (die  Konstitution) verlangt offensichtlich, daß der Papst ein Diener ist und Bischöfe sich als Beteiligte an seinem apostolischen Amt sehen, insbesondere als treuen Bewahrern der Tradition ist auch ihnen die autorität zu binden und zu lösen gegeben. Im Unterschied dahzu ist es die Rolle Petri die Einheit unter seinen apostolischen Brüdern zu bewahren. In keiner Zeit außer in den 100 Jahren ist er ein Erneuerer gewesen.

 

Quelle: marymagdalenblog. Father R. Blake

 
 

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