Donnerstag, 11. Januar 2018

Noch ein Buch - noch ein Fundstück


Gefunden haben wir das Buch "Tramonti" bei BenoîtXVI-et-moi, (merci!) wo Auszüge daraus auf der website- ins Französische übersetzt- veröffentlicht worden sind.
Hier geht´s zum Original:   klicken

Zunächst stellt Beatrice bei BenoîtXVI-et-moi den Autor vor:
"Noch einer, der defintiv nicht unter die Nostalgiker der präkonziliaren Epoche - und dessen Oppostion gegen Franziskus nicht einer vertrockneten Bigotterie entstammt, sondern einer einfachen politischen Klarheit.
Indem er so die Falschheit der Theorie der Schmeichler bestätigt, wenn sie "die obskure Welt jener, die die Fakten verdrehen, falsche Argumente kreieren und Verwirrung stiften" beklagen, um die Widersacher von Franziskus mit denen gegen Benedikt XVI und gegen das II.Vaticanische Konzil in den selben Sack zu stecken.

Auszug aus dem Buch "Tramonti" von Marcello Veneziani, 2017.
Vom selben Autor stammt auch "Die Wahrheit über den Franziskus-Effekt".

      "FRANZISKUS, EIN EXTROVERTIERTER PAPST" 

"Papst Franziskus nimmt das Christentum von unten auf, sorgsam bedacht, die Hingabe der Leute zu erwecken angefangen von den Demütigen, vom Katechismus und der Barmherzigkeit. Mit ihm kehrt die Kirche in die Grundschule zurück.

Wie einen Papst vom theologischen und pastoralen,Gesichtspunkt aus menschlich und vom Charakter her definieren? Ein extrovertierter Papst. Aber nicht so sehr in der aktuelle Akzeptanz des Wortes- d.h. also einer kommunikativen, jovialen, geselligen Person, eher in einem engeren Sinn, der an die Mission des Papstes gebunden ist.

Bergoglio ist ein Papst, der nach außen gerichtet ist, er wendet sich weniger an die katholischen Gläubigen und eher an die Protestanten oder Muslime, denen er hilft und wo er Familien adoptiert, er
kümmert sich mehr um Migrarten als um die neue Armut unser örtlichen Bevölkerung. Der mehr Dialoge mit Atheisten als mit Theologen führt, der mehr laizistische Zeitungen wie die"Repubblica"
als Zeitungen wie den Osservatore Romano oder Avvenire liest.

Man würde sagen,daß seine evangelische Mission ist, sich vor allem um die Weitentfernten zu kümmern als unsere nahe Brüder. Ein Papst soll sich nicht hinter den Bronzetoren eine Kirche in der Krise einschließen, sondern hinausgehen und zur Welt sprechen.

Das sagen seine Verteidiger.





Aber sind wir sicher, daß ein Papst für den äußeren Gebrauch dem Glauben, der Christenheit, den Kirchen, den am weitesten Entfernten und den Widerspenstigsten näher kommt?
Nach dem Gegebenen, der Wahrnehmung und den Tatsachen ist der Effekt ein entgegengesetzter.
Der Papst entfernt sich von den Gläubigen, ohne die Atheisten, die Agnostiker oder Gläubige anderer Religionen näher zum Glauben und zur Kirche zu bringen.

Was bleibt dann also von seinem Pontifikat, seinen Dialogen mit den Protestanten, den Muslimen, den Atheisten, den Skeptikern? Es bleibt seine mediale Popularität-unabhängig vom religiösen Gefühl.

Allerhöchstens bleibt die Sympathie, aber für ihn, nicht für das, was er repräsentiert und sonst nichts.
Im Gegenteil, das, was er als Institution repräsentiert, wird schon fast als Hindernis für das Mitgefühl mit ihm. Seine Noblesse im Kampf um den Abbau der Macht der Kurie und der versteinerten Trägheit der Tradition, der oktrinären Dogmen und der Heuchelei des Klerus wird anerkannt.

Es erscheint uns nicht so, als ob der Übergang von einem introvertierten und kultivierten, an die Lehre und die christliche Tradition gebundenen Papst -wie es Ratzinger war- zu einem extrovertierten, ein wenig theatralischen Papst, offen für die Welt und jene, die keine Christen sind, den Trend zur Dechristianisierung geändert oder umgedreht hätte.

Im Gegenteil.  Von wo das Gefühl, daß ein extrovertierter Papst zugelassen hat, daß seine Schafe aus dem Pferch entfliehen, ohne daß er neue herangeführt hat. Um Flaiano zu zitieren, das ist"ein Papst, der Gefahr läuft, nicht im Ruch der Heiligkeit zu enden sondern im Ruch der Publicity."
Vielleicht gehört es sich nicht für einen Papst. vom "Time-Magazin" und den Medien zur "Person des Jahres" geheiligt zu werden. Ein Missionar des Ewigen kann nicht in einem beschleunigten Säkularisierungsrausch auf einen Medienstar reduziert werden."

Quelle Tramonti, 2017, BenoîtXVI-et-moi

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