Mittwoch, 21. September 2016

Father Hunwicke & der Geist von Assisi

Father Hunwicke hat sich Gedanken über das interreligiöse Treffen in Assisi gemacht,
Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes :  klicken

                                                 
                                       "ASSISI"
Ich hoffe, daß der Geist von Assisi, der so vielen guten Katholiken Sorgen bereitet hat, seine Kraft zu verletzen, verliert.
Es ist wohlbekannt, daß Joseph Kardinal Ratzinger das Gefühl hatte, er müsse bei dem ersten Assisi-Ereignis, das von seinem bewunderten Freund dem Hl. Papst Johannes Paul II initiiert wurde, nicht dabei sein. Ich glaube nicht, daß es respektlos ist, anzunehmen, daß der große "Showman-Papst" vielleicht sogar bei einigen seiner Gesten schuldhaft nachlässig war, oder daß einige der Arrangements in "seinem" Assisi einem Sakrileg nahe kamen. Klagen waren an der Tagesordnung.

Aber ich merkte, daß einige Traditionalisten es versäumten, Papst Benedikt XVI den Unterschied zugute zu halten, den er einführte, als er eine eigene päpstliche Reise nach Assisi machte. Hätte er die Kette dieser Ereignisse während seines eigenen Pontifikates unterbrochen, würde er unter den Überbleibseln des vorhergehenden Pontifikates kontroverse Arrangements hinterlassen haben, die nachfolgende Päpste als normativ hätten ansehen und befolgen können.
Ich glaube, der eine und wichtige Grund, warum Benedikt nach Assisi ging, war das Vorhergehende zu verändern, die ausdrückliche Bedeutung des Ereignisses zu korrigieren und zu schärfen.
Und jetzt hat unser Hl.Vater, in seiner Rede in Assisi ausdrücklich und klar Synkretismus und Relativismus abgeschworen. Das ist wunderbar; und wegen der formellen und schriftlichen Natur ist das viel mehr wert als all jene Stegreif-Bemerkungen, die soviel berechtigtes Unwohlsein hervorrufen.

Die Assisi-Events sind vielleicht nicht nach meinem Geschmack. ich kann mir nicht vorstellen, an so etwas selbst teilzunehmen. Aber ich denke, daß jemand, der beansprucht, prinzipielle Fragen zu stellen, sehr sorgfältig darüber nachdenken muß, welche Details er/sie radikal inakzeptabel findet.

Als Fußnote füge ich meine eigene warme Zustimmung zur Wiederholung des Geistes von Assisi und der Sprache des Hl. Johannes Pauls II bei seiner Verdammung des Krieges durch Franziskus hinzu und wünschte, daß die Camerons dieser Welt dieser Lehre aufmerksamer zugehört hätten, als sie lautstark und verantwortungslos unter dem schwachsinnigen und mörderischen Slogan "Arabischer Frühling" für Regierungswechsel in der Arabischen Welt stimmten. Das war, als ob man Streichhölzer an Kinder verteilt und sie loslaufen läßt, um vor einer Tankstelle ein Freudenfeuer zu machen.
Es ist viel Blut an vielen verschwörerischen Händen. Aber nicht an den Händen der aufeinanderfolgenden Römischen Pontifices, die klar differenziert haben und in unmißverständlicher Weise gewarnt haben.

Quelle: liturgicalnotes, Father J.Hunwicke
  
  

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