Dienstag, 27. März 2018

Lettergate: die alten Fronten stehen noch

Riccardo Cascioli kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana noch einmal die Hintergründe und Protagonisten von Lettergate und die Angriffe, die aus dem Superpapalistischen Lager der Bergoglianer - aus alter Feindschaft oder um abzulenken- gegen den Papa emeritus gestartet wurden.
Hier geht´s zum Original: klicken

                  "ANGRIFF AUF BENEDIKT XVI"

"Wenn es etwas Positives am Geschehen gibt, dessen Protagonist Msgr. drio E. Viganò war, dann daß sich klst gezeigthat, was immer hinter formalen erklärungen verborgen werden sollte. Die glühensten Exegeten und  Anhänger von Papst Franziskus befinden sich in klarer Diskontinuität nicht nur zu den voraangegangenen Päpsten sondern auch mit der gesamten Tradition.
Deshalb war es das Ziel, Benedikt XVI zu
So sehr zurückgezogen er auch lebt,  schon seine Gegenwart ist störend: der kleinliche Versuch ihn unter die Bewunderer der Theologie von Franziskus einzureihen (siehe die diesbezügliche Rekonstruktion von Sandro Magister) ist gescheitert und man hat angefangen wegen seines negativen Urteils über den deutschen Theologen Peter Hünermann, einen der Autoren der 11fraglichen  Bände zu schießen.

Einige haben Ratzinger als einen alten Verbitterten dargestellt, der einem Theologen nicht verzeiht, der immer sein Gegner war, die die Frage auf eine alte Streiterei unter Theologen reduzieren wollen, die schon längst durch das aktuelle Lehramt überwunden wurde,  es gibt welche, die ihn eines "exzessiven Interventionismus" beschuldigen, wo er doch hätte "verschwinden" sollte.
So viel Mißgunst gegenüber Benedikt XVI erklärt sich aus der Tatsache, daß die Pfeiler des Katholischen Glaubens auf dem Spiel stehen- die Vision von Kirche, und die gesamte Moral, die die postkonziliare progressistische Strömung abschaffen wollte.
Ratzinger war -zuerst als Präfekt der Glaubenskongregation (seit 1981) und dann als Papst ein Schutzwall der Verteidigung der Tradition und der Kontiunität des Lehramts.

Hünermann war damals einer der aktivsten Anführer der Rebellion gegen das Lehramt Johannes Pauls II , das sich auf den theologischen Beitrag Ratzingers stützte.
Es ist einfach schändlich, daß die die heute die heftige Kontroverse der 80-er und 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts als eine gelehrte Debatte unter Theologen darstellen, die selben sind, wegen der Dubia der vier Kardinäle ihre Kleider zerreissen und Verrat schreien.
Während aber die Dubia ein mehr als legitimes Instrument sind,die die Autorität des Papstes mihct in Frage stellen, war das, was in den 80-er Jahren passierte, eine echte und wahre Rebellion gegen den Pontifex war.




Alles dreht sich um die Kölner Erklärug (1989) -die von der kontroversen Wahl des verstorbenen Joachim Meisner zum Erzbischof von Köln ausging (der dann Kardinal wurde und später einer der Unterzeichner der Dubia).
Die Kölner Erklärung aber bestritt vom Einzelfall ausgehend das, was sie als unzulässige Ausweitung der lehramtlichen Kompetenz des Papstes und beabsichtigte außerdem die Lehre und den Wert von Humanae Vitae, der Enzyklika Papst Pauls VI,  neu festzulegen.
Zufällig wird auch heute- 50 Jahre danach, im Vatican daran gearbeitet, diese Enzyklikaso zu revidieren, um den Gebrauch von Kontrazeptiva möglich zu machen, wie sie es auch damals wollten.
Mehr allgemein betrachtet, wurde damals der Gedanke groß, daß man Im Namen der  Ereneuerung und des Fortschritts die gesamte Kirche zur Diskussion gestellt werden- einschließlich des Glaubensbekenntnisses,    

Die Frage, die aktueller ist denn je, ist ob die -damals von Hünermann gegründete-Theologische Gesellschaft sich sofort zu Wort melden würde, um den Äußerungen Benedikts XVI zu widersprechen,´´- und dabei zu vergessen, daß es sich um einen privaten Brief und keine öffentliche Botschaft handelte.    
Es ist wichtig fesetzustellen, daß Marie-Jo Thiel, die heute Präsidentin der Eurpäischen Theologischen Gesellschaft ist, von Papst Franziskus als neues Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben berufen wurde. 

Es überrascht nicht, daß der Anti-Ratzinger-Stellungnahme von Marie-Jo Thiel von La Repubblica  breiter Raum eingeräumt wurde, die mit Paolo Rodari an die Kontroverse, die 1993 um die Enzyklika "Veritatis Splendor" erinnert. 
Dieses Dokument, eine Antwort auf die Kölner Erklärung- faßt die gesamte Lehre der Moraltheologie zusammen und harmonisiert sie und faßte andererseits die Grundlagen der Katholischen Moral neu, die nicht den aktuellen Trends unterworfen ist.
Es ist genau das, was heute in den Dubia gegen die Interpretation von Amoris Laetitia vorgebracht wird, die eine Situationsethik vertritt.
In "Veritatis Splendor" gibt es (im Einklang mit dem, was die Kirche immer geglaubt hat) das "In sich Schlechte", Handlungen, die in sich schlecht sind: so ist z.B. Ehebruch immer schlecht.  
Eine Erklärung, die die offiziellen Interpreten von Amoris Laetitia (in der nicht zufällig Veritatis Splendor nie erwähnt wird) unter dem Vorwand der Unterscheidung in den Schatten zu stellen versuchen, für die alles von der Situation und dem persönlichen Gewissen abhängt usw.

Deswegen ist das, was vor 40 Jahren diskutiert wurde immer noch der Kern, bei dem es im die Zukunft der Kirche geht. Die Parteien haben jedoch die Seiten gewechselt und diejenigen, die heute die Macht haben, versuchen vom wahren Thema abzuweichen, indem sie die Progerssisten als OPfer vergangener Pontifikate hinstellen. 
Der oben erwähnte Artikel präsentiert den Konflikt von damals auf irreführende Weise. Rodari schreibt, daß "Veritatis Splendor"  ein Text  sei, der "die Unfehlbarkeit auch auf Aussagen zu ethischen Fragen ausweite. Hünermann beurteilt das als unangemessen und im Widerspruch zur Kontinuität der Tradition der Kirche. Eine theologische Kritik, die Ratzinger offensichtlich nicht mochte"
Praktisch bedeutete das, daß Johannes Paul II- mit der Komplizenschaft Reatzingers- ein MIßbrauch begangen hätten und der tapfere Hünermann die Tradition der Kirche verteidigt hätte. 
Wenn Ratzinger darauf angespielt hätte, würde das die Anti-Hünermann-Aussage im Brief an Viganò erklären. 

Nichts könnte falscher sein: es ist Veritatis Splendor, die das verteidigt, was die Kirche immer geglaubt hat und die Unfehlbarkeit in Moralthemen hat damit nichts zu tun. Es ist nicht neu, dap die EnzyklikaJohannes Pauls II auch Teil der Tradition ist. Wie diese Passage aus der dogmatischen Konstitution Pastor Aeternus  von Pius X (1870) zeigt:

"Deshalb halten Wir treu zu der Tradition, die uns von den Anfängen des christlichen Glaubens zur Ehre Gottes, unseres Erretters, zur Erhöhung der Katholischen Religion und zur Errettung der christlichen Völker gegeben wurde. 
Mit der Billigung des Heiligen Konzils verkünden und definieren wir das von Gott offenbarte Dogma, daß der römische Papst, wenn er ex cathedra spricht, das heißt, wenn er sein oberstes Amt als Pastor und Doktor aller Christen ausübt und kraft seiner höchsten apostolischen Macht eine Doktrin über Glauben und Moral definiert, die ganze Kirche bindet.
Wegen der göttliche Hilfe, die ihm in der Person des seligen Petrus verheißen ist, genießt er die Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei der Festlegung der Lehre von Glauben und Sitten begleiten wollte: daher sind diese Definitionen des Römischen Pontifex in sich selbst und nicht durch die Zustimmung der Kirche."

Falls es noch nicht klar war: die Rebellen von damals sind heute an der Macht und versuchen, jene revolution zu verwirklichen, die Johannes Paul II und Benedikt XVI immer verhindert haben. Und sie  tun das indem sie betrügen und die Karten auf dem Tisch durcheinander bringen und  austauschen. Und jetzt greifen sie auch Benedikt XVI an- offensichtlich eine lästige Erscheinung."

Quelle: R. Cascioli , LNBQ, 

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