Freitag, 23. November 2018

LifeSiteNews hat Kardinal Müller interviewt. Fortsetzung....

 Fortsetzung von hier und hier....


LifeSite:

"Eines der Probleme im McCarrick-Fall ist, daß es bereits 2005 und 2007 rechtsgültige Vereinbarungen mit einigen der Opfer gab- dennoch hat die Erzdiözese Newark -zu der Zeit unter Erzbischof John J. Myer- weder die Öffentlichkeit noch ihre eigenen Priester darüber informiert. Er hat so denen, die immer noch mit McCarrick zusammen arbeiteten oder ihm vertrauten, lebenswichtige Informationen vorenthalten. Wie es auch Kardinal Joseph Tobin tat, als er im Januar 2017 Erzbischof von Newark wurde. Meiner Kenntnis nach haben weder Myers noch Tobin sich für dieses Versäumnis und diesen Vertrauensbruch gegenüber ihren Priestern entschuldigt.

Denken Sie, daß die Erzdiözese die Fakten über diese rechtlichen Vereinbarungen bekannt gemacht haben, besonders seit 2002 die US-Dallas-Charta mehr Transparenz gefordert hatte?"


Müller:

"In früheren Zeiten nahm man an, daß man so schwierige Fälle still und unauffällig lösen könnte. Dann jedoch war der Täter auch in der Lage, das Vertrauen seines Bischofs zu mißbrauchen. In der heutigen Situation haben die Katholiken und die Öffentlichkeit das moralische Recht auf die Veröffentlichung dieser Vorkommisse. Es geht nicht darum, jemandem Vorwürfe zu machen, sondern aus den Fehlern zu lernen."



LifeSite: 

"Kann so ein moralisches Problem durch das Aufstellen neuer Richtlinien gelöst werden oder brauchen wir hier in der Kirche eine tiefergehende Umkehr der Herzen?" 


Müller: 

"Der Ursprung dieser ganzen Krise liegt in der Säkularisierung der Kirche und der Reduzierung des Priesters auf die Rolle eines Funktionärs. Schließlich hat sich der Atheismus in der Kirche ausgebreitet. Durch diesen bösen Geist ist die Offenbarung des Glaubens und der Moral an eine Welt ohne Gott angepaßt worden, so daß sie nicht mehr länger ins Leben nach eigener Lust und eigenen Bedürfnissen eingreift. Nur 5% der Täter werden als pathologische Pädophile eingeschätzt, während die große Zahl der Täter in ihrer eigenen Unmoral frei auf dem 6. Gebot herumtrampelten und sich so- auf blasphemische Weise-dem Hl. Willen Gottes widersetzt haben."


LifeSite:
"Was halten Sie von der Idee, ein neues Kirchengesetz zu erlassen, das für mißbrauchende Priester die Exkommunikation vorsieht?"

Müller:
"Exkommunikation ist eine Zwangsstrafe und muß sofort aufgehoben werden, falls der Täter bereut. Aber im Fall ernsten Mißbrauchs und anderer Verbrechen gegen den Glauben und die Einheit der Kirche kann man eine dauerhafte Entfernung aus dem Priesterstand verhängen, also das andauernde Verbot als Priester zu handeln."




LifeSite:
"Der ältere CIC von 1917 hatte eine klare Auswahl von Strafen über mißbrauchende Priester vorgesehen, ebenso gegen homosexuell aktive Priester. Diese konkreten Strafen sind 1983 entfernt worden und durch einen Kodex ersetzt worden, der vager gehalten ist und jetzt nicht einmal mehr homosexuelle Handlungen erwähnt. Denken Sie, daß die Kirche- im Licht der schweren Mißbrauchskrise- zu einer rigoroseren Auswahl automatischer Strafen in diesen Fällen zurückkehren sollte?" 

Müller: 
"Das war ein katastrophaler Fehler. Sexuelle Kontakte zwischen Personen des gleichen Geschlechts widersprechen völlig und direkt  dem Sinn und Zweck der Sexualität -wie sie in der Schöpfung vorgesehen ist.
Der zölibatäre Priester  und der verheiratete Priester im Ost-Ritus müssen Vorbilder für die Herde sein und auch ein Beispiel dafür geben, daß die Erlösung auch den Körper und körperliche Leidenschaften betrifft. Nicht die wilde Lust auf Befriedigung sondern die körperliche und spirituelle Selbsthingabe- in der Agape- an einen Menschen des anderen Geschlechts sind Sinn und Zweck von Sexualität-
Das führt zu Verantwortung für die Familie und für die Kinder, die Gott gibt."

LifeSite:
"Während des jüngsten Treffens in Baltimore hat Kardinal Blase Cupich behauptet, daß man zwischen einvernehmlichen sexuellen Akten zwischen Erwachsenen und dem Mißbrauch Minderjähriger unterscheiden sollte - und so impliziert, daß eine homosexuelle Beziehung eines Priesters mit anderen Erwachsenen kein größeres Problem darstellt. Was ist Ihre eigene Antwort auf diese Art Zugang?"

Müller:
"Man kann bei allem differenzieren- und sich dann selbst für einen großen Intellektuellen halten- aber nicht bei schweren Sünden, die eine Person aus dem Königreich Gottes ausschließt, zumindest nicht als Bischof der verpflichtet ist, nicht dem Zeitgeschmack zu folgen, sondern die Wahrheit des Evangeliums zu verteidigen. Es scheint, daß die Zeit gekommen ist "wo sie es nicht ertragen, die gesunde Lehre zu hören, sondern sich nach eigenen Wünschen Lehrer zusammensuchen, weil sie nach Ohrenkitzel verlangen. Sie werden ihr Ohr von der Wahrheit abwenden, den Fabeleien aber zuwenden". (2Tim 4:3)

LifeSite:
Bei Ihrer Arbeit als Präfekt der CDF hatten Sie die Übersicht über viele Fälle klerikalen sexuellen Mißbrauchs, die die CDF untersuchte. Ist es wahr, daß die Mehrheit der Opfer in diesen Fällen männliche Heranwachsende waren?" 

Müller: 
Mehr als 80% der Opfer dieser Sexualtäter sind männliche Teenager. Man kann daraus nicht schließen, daß die Mehrheit der Priester Opfer homosexueller Unzucht sind, sondern eher nur, daß die Mehrheit der Täter in der tiefen Störung ihrer Leidenschaften sich männliche Opfer ausgesucht haben. Aus der gesamten Kriminalstatistik wissen wir, daß die Mehrheit der sexuellen Mißbrauchstäter die eigenen Verwandten sind, sogar die Väter der eigenen Kinder. Aber wir können daraus nicht schließen, daß die Mehrheit der Väter diese Verbrechen begehen.
Man muß immer sehr vorsichtig sein, nicht konkrete Fälle zu verallgemeinern, um nicht in Schlagworte und antiklerikale Vorurteile zu verfallen."

LifeSite: 
"Wenn das der Fall ist- und die Studie zum sexuellen Mißbrauch sowohl der deutschen Bischöfe als auch der Jojn Jay-Report haben ähnliche Zahlen gezeigt- sollte die Kirche dann das Problem homosexueller Priester direkter angehen?" 

Müller: 
"Meiner Ansicht nach, gibt es keine homosexuellen Männer oder sogar Priester. Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen. Aber es kann Männer und Frauen mit gestörten Leidenschaften geben. Sexuelle Beziehungen haben ihren Platz ausschließlich in der Ehe- sowohl bei Personen unterschiedlichen Geschlechts als auch in der unnatürlichen Intensivierung der Sünde mit Personen gleichen Geschlechts.  Nur der, der gelernt hat, sich zu kontrollieren, erfüllt auch die moralische Voraussetzung für den Empfang der priesterlichen Weihe." (1Tim, 3: 1-7).

LifeSite:
"Wir scheinen gerade jetzt in der Kirche eine Situation zu haben, in der es nicht einmal mehr einen Konsens gibt, der anerkennt, daß homosexuell aktive Priester großen Anteil an der Mißbrauchskrise haben. Sogar einige Vatican-Dokumente sprechen von "Pädophilie" oder "Klerikalismus" als Hauptproblem. Der italienische Journalist Andrea Tornielli  geht sogar so weit, zu behaupten, daß McCarrick keine homosexuellen Beziehungen gehabt habe, sondern daß es eher darum ging, Macht über andere auszuüben. Zur selben Zeit haben wir andere, wie Fr. James Martin S.J., der durch die Welt reist (und sogar zum Weltfamilientreffen in Irland eingeladen wurde) und die Idee von "LGBT-Katholiken" propagiert und sogar behauptet, daß einige Heilige wahrscheinlich homosexuell gewesen seien. 
Das heißt, daß es jetzt eine starke Tendenz in der Kirche gibt,  den sündigen Charakter gleichgeschlechtlicher herunterzuspielen. Würden Sie hier zustimmen und wenn ja, wie könnte- und sollte- das behoben werden?"

Müller: 
"Es ist Teil der Krise, daß man die wahren Gründe nicht sehen möchte und sie mit Hilfe von Propaganda-Phrasen der homosexuellen Lobby vertuscht. Unzucht mit Teenagern und Erwachsenen ist eine Todsünde, die keine Macht der Welt als moralisch neutral erklären kann. Es ist das Werk des Teufels- vor dem Papst Franziskus oft warnt- daß er Sünde zu etwas Gutem erklärt. "Einige werden sich vom Glauben trennen, sie werden sich betrügerischen Geistern und Lehren von Dämonen zuwenden, verleitet von  heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist"... (1 Tim, 4:1f.) 
Es ist wirklich absurd, daß plötzlich- kirchliche Autoritäten J
jakobinische, Nazi- und kommunistische Antikirchen-Kampf-Parolen gegen sakramental geweihte Priester benutzen. Die Priester haben haben die Vollmacht, die Evangelien zu verkünden und die Sakramente der Gnade zu spenden. Wenn jemand seine Jurisdiktion mißbraucht, um selbstsüchtige Ziele zu erreichen, ist er nicht auf übertriebene Weise klerikal sondern eher antiklerikal, weil er Christus verleugnet, der durch ihn arbeiten möchte.
Sexueller Mißbrauch durch Kleriker ist dann- wenn überhaupt- antiklerikal zu nennen. Aber es ist offensichtlich -und kann nur von jemandem geleugnet werden, der blind sein möchte, daß Sünden gegen das 6. Gebot des Dekalogs, Neigungen, die deshalb Sünden der Unzucht sind, die vom Königreich Gottes ausschließen- zumindest bis man nicht bereut und gesühnt hat- und solange es nicht den festen Vorsatz gibt, solche Sünden zukünftig zu vermeiden. Dieser ganze Versuch, die Dinge zu verdunkeln, ist ein schlechtes Zeichen der Säkularisierung der Kirche. Man denkt wie die Welt, aber nicht wie Gott es will."

LifeSite:
"Bei der jüngsten Jugendsynode in Rom konnte man Ähnliches hören. Das Arbeitsdokument benutzt zum ersten mal den Terminus "LGBT"  und das Schlussdokument betont die Notwendigkeit Homosexuelle in der Kirche willkommen zu heißen und hat sogar "jede Form von Diskriminierung" zurückgewiesen. Aber untergraben solche Statements nicht de facto die bestehende Praxis der Kirche, keine praktizierenden Homosexuellen z.B. als Lehrer für Katholische Schulen anzustellen?"  

Müller: 
"Die LGBT-Ideologie basiert auf einer falschen Anthropologie, die Gott als Schöpfer leugnet. Weil sie im Prinzip atheistisch ist oder vielleicht nur am Rand ein christliches Konzept von Gott hat, hat keinen Platz in Kirchendokumenten.
Das ist ein Beispiel für den um sich greifenden Einfluss des Atheismus´in der Kirche, der seit einem halben Jahrhundert, für die Kirchenkrise verantwortlich ist. Unglücklicherweise hört er nicht auf, in den Köpfen einiger Hirten zu arbeiten, die in ihrem  naiven Glauben modern zu sein, das Gift nicht erkennen, das sie Tag für Tag trinken und das sie andere trinken lassen."

LifeSite;
"Können wir jetzt nicht sagen, daß wir eine starke "schwule Lobby" innerhalb der Ränge der Katholischen Kirche haben?"

Müller:
"Das weiß ich nicht, weil solche Leute sich mir nicht zu erkennen geben. Aber es könnte sein,daß es sie gefreut hat, daß ich nicht länger in der Glaubenskongregation mit der Aufarbeitung von Sexualverbrechen gerade auch an männlichen Jugendlichen beauftragt bin. Auf jeden Fall haben diejenigen, die den katholischen Glauben häretisch verfälschen wollen, laut aufgejubelt. Da sie ja keine Argumente haben gegen den katholischen Glauben, agitieren sie gegen seine Vertreter. Für einen normalen Katholiken ist der Glaube die Annahme der geoffenbarten Wahrheit Dei verbum 5), während für andere das Glaubensbekenntnis das Ergebnis der herrschenden Ideologie ist, die von der jeweiligen kirchlichen Autorität mit Macht und Geschick herbei manipuliert wird."

LifeSite:
"Neulich haben Sie erwähnt, dass während Sie für die Glaubenskongregation arbeiteten, der Papst eine Kommission aufgebaut hat, die die Glaubenskongregation zu Strafen für Missbrauchspriester beraten sollte. Allerdings habe die Kommission zu einer eher milden Haltung gegenüber Missbrauchspriestern tendiert, während Sie in schweren Fällen die Laisierung wünschten (so etwa im Fall des Priesters Mauro Inzoli). Letztes Jahr enthüllte dann das Jesuitenmagazin „Amerika“, dass zur Zeit Ihrer Entlassung vom Amt des Präfekten der Glaubenskongregation „mehrere Kardinäle Franziskus darum gebeten haben, Kardinal Müller aus seinem Amt zu entlassen, denn er hat in mehreren Fällen öffentlich nicht mit der Position des Papstes übereingestimmt bzw. sich davon distanziert, und sie haben den Eindruck, dies unterminiere Amt und Lehramt des Papstes“. Sehen Sie möglicherweise einen Zusammenhang zwischen Ihren eigenen strengeren Maßstäben und Haltung gegenüber Missbrauchspriestern und einer Gruppe von papstnahen Kardinälen, die eine milderen Umgangsweise wünschen? Falls dies nicht der Fall ist, würden Sie dann weiterhin vertreten, dass Sie wegen Ihrer festeren Verteidigung der Rechtgläubigkeit entfernt wurden?"

Müller: 
"Der Primat des Papstes wird von den Schmeichlern und Karrieristen am päpstlichen Hof untergraben- so sagte es schon der berühmte Theologe Melchior Cano im 16. Jahrhundert und nicht von denen, die ihn theologisch qualifiziert beraten und vor allem den Bischöfen, die mit ihm gemeinsam das eine Lehramt der Kirche bilden. Wenn zutrifft, daß eine Gruppe von Kardinälen mich beim Papst der Abweichung von seinen Ideen beschuldigt hat, dann ist es um die Kirche schlecht bestellt.
Wenn sie mutige und aufrichtige Männer wären, hätte sie mit mir gesprochen und wissen müssen, daß ein Bischof und Kardinal die Lehre des Katholischen Glaubens vertritt und sich nicht nach den jeweiligen Privatmeinung des Papstes und erst recht nicht seines privaten Freundeskreises auszurichten hat. 
Sie können mir vielleicht vorwerfen, daß ich "Amoris Laetitia" orthodox auslege, aber sie können mir nicht nachweisen, daß ich von der Glaubenslehre abweiche.Wir müssen nicht allein mit einem lehramtlichen Dokument übereinstimmen, sondern grundlegend muß dieses Dokument mit der Offenbarung in Schrift und Tradition und den  bisherigen dogmatischen Definitionen übereinstimmen. (Die Verbum 10).
Es ist nichts  unkatholischer als ein Lehramtspositivismus. Zudem ist es ärgerlich, daß theologisch ungebildete Leute in den  Bischofsrang erhoben werden, die unfähig sind, zu lehren." (2 Tim, 2,2) und dies dem Papst mit einer infantilen Ergebenheit danken zu müssen glauben. Vielleicht hätten sie vorher auch mal mein Buch "Der Papst. Sendung und Auftrag" , Herder 2017. (…) lesen sollen.
Dann könnten wird auf diesem Niveau weiter diskutieren. Das Lehramt der Bischöfe und des Papstes stehen unter dem Wort Gottes in Schrift und Tradition und dienen ihm. Es ist überhaupt nicht katholisch zu sagen, daß der Papst als einzelne Person unmittelbar vom Hl. Geist die Offenbarung empfängt und sie nach seinem Gutdünken auslegen darf, während alle anderendem blind und stumm folgen müßten.
Amoris Laetitia muß unbedingt mit der Offenbarung übereinstimmen und nicht wir bedingungslos mit Amoris Laetitia- zumindest in der Lesart, die häretisch dem Wort Gottes widerspricht. 
Und es wäre ein Mißbrauch der apostolischen Vollmacht, diejenigen zu disziplinieren, die auf einer orthodoxen Auslegung dieses und aller päpstlichen Lehrdokumente bestehen. Nur wer im Stand der Gnade ist, kann auch fruchtbar die Kommunion empfangen. Diese geoffenbarte Wahrheit kann keine Macht der Welt umstoßen und kein Katholik darf jemals das Gegenteil glauben oder zum gegenteiligen Bekenntnis gezwungen werden."

LifeSite:  
"In welchen Gebieten haben Sie sich als Präfekt der Glaubenskongregation am stärksten den für die Kirche vorgeschlagenen Neuerungen widersetzt? Welche Teile Ihres Zeugnisses halten Sie nun im Rückblick für diejenigen, die am meisten zu Ihrer Entlassung beigetragen haben und dazu, dass man Sie nicht einmal auf eine andere Vatikanposition berief?"

Müller: 
"Ich habe mich keiner Erneuerung oder Reform im Katholischen Sinn des Wortes widersetzt. Denn Reform bedeutet Erneuerung in Christus, nicht Anpassung an die Welt (Röm. 12, 2). Mir wurde bisher nicht mitgeteilt, was der Grund der Nichtverlängerung meines Mandates  war. Das ist ungewöhnlich, weil der Papst sonst alle Präfekten weitermachen läßt. Es gibt keinen Grund, den man sich zu sagen traut, ohne sich lächerlich zu machen. Man kann nicht im strikten Gegensatz zu Papst Benedikt sagen (in "Augustinus. "Der dreifaltige Gott." Kard. Müller, Herder 2017) "Müller fehlt die theologische Qualifikation, er sei nicht orthodox oder er war nachlässig bei der Verfolgung von Straftaten gegen den Glauben und in den Fällen der Sexualverbrechen- Deshalbs schweigt man lieber und überläßt den linksliberalen Medien hämische und schadenfrohe Bemerkungen."

LifeSite: 
"Einige Beobachter vergleichen zur Zeit Ihre Entfernung aus Ihrer wichtigen Vatikanposition – welche gewiss auch Ihrem eigenen höflichen Widerstand bezüglich Amoris Laetitia geschuldet ist – mit der milden Behandlung, die jemand wie der Ex-Kardinal McCarrick erfahren hat. Selbst jetzt ist McCarrick trotz seines kriminellen Verhaltens noch nicht einmal laisiert worden. Das wirkt nun auf manche so, als ob jene, die versuchen, die katholische Lehre bezüglich Ehe und Familie so zu erhalten, wie sie immer gelehrt worden war, zur Seite geschoben werden, während jene, die Neuerungen in diesem Gebiet der Moral befürworten, mild behandelt werden oder sogar gefördert werden, wie beispielsweise Kardinal Cupich oder Pater James Martin. Möchten Sie das kommentieren?"

Müller: 
"Darüber kann sich jeder seine Gedanken machen, nach welchen Kriterien, die einen gefördert und geschützt und die anderen bekämpft und ausgeschaltet werden." 

LifeSite:
 "Während es den Anschein hat, daß rechtgläubige Kirchenmänner unterdrückt und progressive Repräsentanten gefördert werden, hat der Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig jetzt vom Vatikan die Erlaubnis erhalten, in seine Position als Rektor der Jesuitenhochschule in Frankfurt zurückzukehren, obwohl er die Frauen-Weihe und die Segnung homosexueller Paare befürwortet. Er wurde nun sogar beauftragt, zu diesen Fragen Artikel zu veröffentlichen. Wie würden Sie diese Entwicklung kommentieren?"

Müller:
 
"Das ist nur ein Beispiel, wie die Autorität der römischen Kirche sich selbst unterminiert und wie die klare Expertise der Glaubenskongregation beiseite geschoben wird. Wenn dieser Pater die Segnungen homosexueller Beziehungen als Ergebnis der Lehrentwicklung bezeichnet, für die er sich weiter einsetzt, dann ist das nichts weiter als Atheismus im Christentum.
Er leugnet nicht theoretisch die Existenz Gottes, sondern er leugnet ihn als Ursprung der Moral, indem er das als Segen ausgibt, was bei Gott als Sünde gilt.
Daß der Empfänger der Heiligen Weihesakramente männlichen Geschlechts sein muß, ist nicht das Resultat kultureller Umstände oder einer positiven aber veränderlichen Kirchengesetzgebung sondern gründet sich eher auf der Natur dieses Sakramentes und seiner göttlichen Einrichtung, ebenso wie die Natur des Ehesakraments den Unterschied der beiden Geschlechter erfordert." 
LifeSite:
 "Haben Sie auf Grund Ihrer eigenen Beobachtungen den Eindruck, daß sich die Kirche einer ausreichenden, konsequenten Kontrolle über die Missbrauchskrise annähert und daß sie die richtigen Heilmittel gefunden hat? Oder was halten Sie aktuell für das Haupthindernis einer grundlegenden Verbesserung.? Wie kann die Kirche ihre Glaubwürdigkeit in den Augen katholischer Familien wieder zurückgewinnen?

Müller:
 
"Die ganze Kirche mit ihren den Priestern und Bischöfen muss Gott mehr gefallen als den Menschen. Der Gehorsam des Glaubens ist unser Heil."

Quelle: LifeSiteNews, M.Hickson, Kard. G.Müller 






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