Sonntag, 17. Oktober 2021

Welche Lehre erteilen uns die geheimen Priesterweihen, die die Kardinäle Wojtyla und Slipyj -gegen das ausdrückliche Verbot durch den Vatican - während des Kalten Krieges vorgenommen haben?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Artikel, den Prof.Peter Kwasniewski für OnePeterFive über die heimlichen Priesterweihen der Kardinäle Wojtyla und Slipyj zur Zeit des Kalten Krieges - und welche Schlussfolgerungen wir aus ihnen ziehen können, geschrieben hat. 
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 "KWASNIEWSKI: HEIMLICHE WEIHEN. DIE LEKTIONEN VON WOJTYLA UND SLIPYI" 

LIebe Stilumcuriale, es erscheint und interessant, Ihrer Aufmerksamkeit diesen von Carlo Schena übersetzten, bei OnePeter Five erschienenen Artikels von Prof. Peter Kwasniewski, dem wir danken, zu empfehlen. Gute Lektüre. 

                                                                  §§§

                         Kirchenrecht und geheime Weihen
                             Die Lektion von Kardinal Wojtyla und Kardinal Slipyj
                                                     Peter Kwasniewski, PhD


Eine der  am erinnerungswürdigsten Episoden im Leben von Karol Wojtyla ist ein Ereignis, aus dem wir heute viele Lehren ziehen können. Es hat sich während seimer Zeit als Kardinal-Erzbischof von Krakau ereignet.  Ich finde es überraschend, daß dieses Ereignis trotz dnr ganzen Aufmerksamkeit  die Johannes Paul II gewidmet wurde, nur wenig Aufmerksamkeit und noch weniger Kommentare erzielt hat. Das gleiche kann man auch für eine Episode im Leben des großen Kardinals Slipyj sagen. 

Geheime Priesterweihen 

Für jene Leser, denen der Begriff Ostpolitik nicht vertraut ist,-wir verstehen darunter die Strategie des Vaticans während des Kalten Krieges, einigen Forderungen des ostueropäischen Kommunisten im AUstausch gegen vorgebliche Duldung einer minimalen kirchlichen Existenz nachzugeben. George Weigel war ein offener starker Kritiker des Ostpolitik, ein Thema, auf das er erst vor zwei Wochen in einem Artikel über den großen Architekten dieser Politik, Kardinal Agostino Casaroli, zurückgekommen ist. Weigels maßgebliche Biographie "Zeuge der Hoffnung"  präsentiert die wichtigsten Fakten genau, wenn auch etwas gesüßt:

Kardinal Wojtyla hat nie an den guten Absichten Pauls VI mit seiner Ostpolitik gezweifelt und er war sich sicherlich der persönlichen Qual des Papstes bewusst, hin- und hergerissen zwischen dem Instinkt seines Herzens, die verfolgte Kirche zu verteidigen, und dem Urteil seines Geistes, daß es notwendig sei, die Politik der "Rettung dessen was zu retten ist" zu verfolgen . er sagte einmal zu Erzbischof Casaroli, das sei keine "Politik des Ruhmes". Der Erzbischof von Krakau sah sich auch verpflichtet, sich mit einem verfolgten und zutiefst verletzten Nachbarn, der Kirche in der Tschechoslowakei, in der sich die Lage in den Jahren der neuen vatikanischen Ostpolitik verschlechtert hatte, zu solidarisieren  

Und so weihten Kardinal Wojtyla und einer seiner Weihbischöfe, Juliusz Groblicki, heimlich Priester für den Dienst in der Tschechoslowakei, obwohl (oder gerade weil) der Hl. Stuhl den Untergrundbischöfen dieses Landes verboten hatte, solche Weihen zu spenden. Heimliche Weihen in Krakau fanden immer mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Vorgesetzten des Kandidaten, eines Bischofs oder bei Ordensangehörigen ihres Provinzials statt. Dazu mußten Sicherheitssysteme entwickelt werden. Bei den Salesianer-Patres wurde ein zweigeteiltes Karteisystem verwendet. Das Zertifikat, das zur Weihe autorisierte, wurde halbiert. Der Kandidat, der über die Grenze geschmuggelt werden mußte, nahm eine Hälfte davon mit nach Krakau, die andere wurde per Geheimkurier zum Superior der Salesianer nach Krakau geschickt. Die beiden Hälften wurden dann zusammengesetzt und die Weihe konnte dann in der Kapelle des Erzbischofs in der Franciszkanska erfolgen. 

Heute in Rom

wurde Msgr. Guido Marini von Papst Franziskus im Petersdom zum Bischof geweiht. Nach der Zeremonie begrüßt der neuernannte Bischof Familienangehörige und Freunde.

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes noch einmal über den Katholiken-hassenden., manchmal unfreiwillig komischen Zeitgenossen des Hl. J.H.Newmans - Mark Pattison  
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"MARK PATTISON UND SEINE PROBLEME MIT DER KONZELEBRATION"

Mark Pattison hat seine Verachtung für Frauen und Papisten nie verborgen; jeder der seiner eigenen grenzenlosen Selbstliebe im Wege zu stehen schien, hat seine hilflos-maßlose, verbale Boshaftigkeit erregt. 1851 hatte das Rektorat des Lincoln-Colleges dieser Universität eine Wahl geplant. Pattison wußte mit unausweichlicher und totaler Sicherheit, daß er der offensichtliche Kandidat sei. Hier ist seine wütende Reaktion, als er erfuhr, daß ein anderer Kollege, John Alcott, sich auch angeboten hatte. (Ich sollte denen, die mit dem Speziellen Erbe nicht vertraut sind, erklären, daß es damals allgemeine anglikanische Eucharistische Praxis während der Zelebrierens war- am Nordende des Altars zu stehen und zu knien und daß, wenn ein anderer Priester oder Diakon assistierte- der am Südende stand.) 

"Als ich Calcott am Sonntag am Altar gegenüber stand, konnte ich ein an diesem Ort unpassendes Gefühl nicht unterdrücken- daß mir zugemutet werden sollte, mich mit einem so stumpfen, schmutzigen, nutzlosen kleinen Hund zu messen." 

Man kann Schlechteres tun, als Pattison zu lesen. Ich habe beim Umblättern der Seiten eines Buches nie mehr so viel gelacht, seit- so langer Zeit inzwischen- ich Evelyn Waughs "Niedergang und Verfall "zum erstenmal las. Ausnahmsweise ist die Parodie von Pattisons Stil von Mgr. R. A. Knox (Let Dons Delight, Notes to Chapter VII) sehr lustig, aber nicht lustiger als die Realität (Dank an die gelehrte Sue Sims für die Bezugnahme auf  Knox). Hätte sich ein Satiriker jemals vorstellen können, daß selbst ein selbstsüchtiger Fanatiker wie Pattison seine eigene innere Verdorbenheit so offensichtlich und lächerlich preisgeben würde wie im obigen Satz?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. John Hunwicke

Damian Thompson: Ist der Papst Protestant?

Damian Thompson zieht eine -im Spectator veröffentlichte, sehr kritische Zwischenbilanz des aktuellen Pontifikates, die in der Frage mündet, ob der Papst Protestamt ist. 
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                      "IST DER PAPST PROTESTANT?"

Die Regierung des Pontifex´ war katastrophal für den Katholizismus. 

Als Papst Franziskus letzten Monat gefragt wurde, wie es ihm nach seiner Colon-Operation im Juli gehe, antwortete er: "Ich lebe noch, auch wenn einige Leute wollten, daß ich sterbe. Ich weiß, daß es sogar Treffen von Prälaten gab,  díe dachten, daß der Zustand des Papstes ernster war als in der offiziellen Version. Sie haben ein Konklave vorbereitet. Geduld!

Das war ein so heftiger Ausbruch, daß wenige Leute wahrgenommen haben, daß Franziskus über zwei unterschiedlich Dinge gesprochen hat. Er ist 84, was sogar für einen Papst alt ist. Die medizinischen Berichte sagen, daß er keinen Krebs hatte aber er ist länger im Krankenhaus geblieben als erwartet und Italienische Ärzte haben keine besonders gute Erfolgsgeschichte darin, die Wahrheit über den Gesundheistszustand älterer Päpste zu erzählen. 

Es gibt keinen offensichtlichen Favoriten für die Nachfolge von Franziskus und seine Politik Kardinäle aus den "Peripherien" (z.B für Tonga, mit gerade 16.000 Katholiken) zu ernennen, bedeutet daß viele von ihnen in Rom völlige Außenseiter sind. Deshaöb gab es -als der Papst ins Krankenhaus ging- natürlich "Treffen vion Prälaten" über das nächste Konklave. So wurde Franziskus 2013 gewählt: kleine Gruppen liberaler Kardinäle hatten sich jahrelang verschworen, um ihn ins Amt zu bringen. Das ist nicht finster.

Aber wer würde wollen, daß der Papst stirbt? Sicher war das bei Franziskus nur Paranoia oder schwarzer Humor. Wie viele Katholiken wären glücklich oder wenigstens weniger gestresst gewesen, den Hl. Vater die Gemelli-Klinik in einem Sarg verlassen zu sehen? 

Die Antwort ist, mehr als das allgemeine Publikum ahtnimmt. Wenige von ihnen kleiden das in Worte und die meisgten von ihnen sagen so etwas wie- "es wäre nicht schöecht, wenn dieser Jesuiten-Papst zu seiner himmlischen Belohnung geleitet würde" Aber andere legen los. Ich erinnere mich an ein Essen mit zwei Priestern, von denen einer die Formulierung "himmlische Belohnung" benutzte. Der andere sagte, "Wiseo denkst du, daß die himmlisch sein würde?" Dieser zweite Priester gehörte zu der viel kleineren Zahl von Katholiken,  interessanterweise überdurchschnittlich viele Kleriker- die den Papst so leidenschafltich verabscheuen, daß sie nicht viel darauf geben, wie dieses Pontifikat endet, solange das bald geschieht. "Ich hoffe, er fällt heute Nacht tot um" fügte der Priester hinzu- für den Fall, daß wir seine Botschaft nicht verstanden hätten.

Das ist schockierend, nicht wahr? Ich werde diese Bemerkung sicher nicht verteidigen, aber lassen Sie miuch wenigstens den Kontext herstellen (und bedenken Sie, daß getrunken wurde- wie sie vor Gericht zhu sagen pflegten). Seit dem 2. Jahrhundert AD ist die Kirche mit einem Schiff, der "Barke Petri" verglichen worden, die der Papst in den Hafen der Erlösung steuert. 

Samstag, 16. Oktober 2021

Heute vor 43 Jahren

am 16. Oktober 1978 wurde der Metropolitan-Erzbischof, Kardinal Karol Wojtyla nach mehr als 400 Jahren als erster Nicht-Italiener zum Papst gewählt.   

                                       HEILIGER JOHANNES PAUL II BITTE FÜR UNS!   

      

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über die unfreiwillig komischen Kommentare Mark Pattisons, eines Zeitgenossen des Hl. J.H. Newmans, zur Konversion seiner Cousine und auch Newmans zum Katholizismus.
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                               "MARK PATTISON (1)"

Wenn Sie etwas unglaublich Amüsantes lesen möchten...eine voll und ganz unbeabsichtigt amüsante Lektüre..empfehle ich die Autobiographie ("Memoiren eines Oxforder Dons") eines Zeitgenossen des Hl. John Henry Newmans in Oxford, Mark Pattisons, des späteren Rektors des Lincoln Colleges dieser Universität. Seinerzeit ein glühender Kirchenmann der "Hochkirche" und Bewunderer Newmans, der Newman nicht in die volle Kommunion folgte; stattdessen endete er damit, in etwas abzugleiten, das aussieht wie die liberalste Art von Deismus.

Er ist einer der entzückendsten und naivsten eingebildeten Narren mit Vorurteilen (zum Beispiel) gegenüber Frauen und Papisten, die die Geschichte kennt. Am lächerlichsten sind seine Berichte über diejenigen, deren theologische Überzeugungen in eine entgegengesetzte Richtung zu seinen eigenen gingen. So schreibt er über eine weibliche Verwandte: "Dieses Mädchen hat früh ein männliches Verständnis entwickelt. Es gab ein dominantes und drängendes Element in ihrer Konstitution... . sie brachte sich selbst Latein, Griechisch (was unglaublich erscheint), Italienisch, Deutsch, Mathematik bei ... ... beherrscht die Bandbreite der Geschichte, der Antike und der Neuzeit, die ich seit ... Ich habe einige der geistreichsten, fähigsten und belesensten Männer meiner Zeit gekannt [natürlich hast du das, Mark, mein Lieber, natürlich hast du das], aber ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß diese ungefähr fünfunddreißigjährige Frau ist war für jeden von ihnen eine Herausforderung an Macht und Umfang des Wissens war ... wir korrespondierten über Bücher, über alles, was wir dachten oder lasen, seit ich mich erinnern kann, sie führte und ich folgte... " 

Traurigerweise und für den armen Pattison völlig unverständlich, wurde das Mädchen eine Papistin ("Ihre Perversion ging der Newmans voraus")! Pattisons Bericht über diesen so wunderbar bewundernswerten Blaustrumpf endet mit diesen beiden urkomischen Sätzen. [Sie und ihre Mutter] haben danach  lange Zeit in Italien gelebt etc. ...und hatten jede Gelegenheit die heruntergekommene Seite des praktizierten Katholizismus zu sehen; aber meine Cousine hat sie nicht gesehen. Gibt es etwas, das dem Zusammenbruch eines noblen Intellekts durch religiösen Fanatismus gleicht? " 
Mehr Spaß später.

Quelle; liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

A. Socci: Europa, das die Gründerväter nicht wollten und das zur Bedrohung wird ...und wie Benedikt XVI die Idee vom wahren Europa erklärt.

Antonio Socci kommentiert bei "LoStraniero" die mißbräuchliche Bezugnahme heutiger Politiker auf die "Gründungsväter" der EU und zitiert aus dem neuen, bei Cantagalli erschienenen Buch Benedikts XVI " Das wahre Europa. Identität und Mission"  sowie aus dem von Papst Franziskus verfaßten Vorwort. Hier geht´s zum Original:  klicken

"ZIBALDONE NR.25. DE GASPERI HAT VOR EINEM  "EUROPA, DAS UNTERDRÜCKT", GEWARNT. BENEDIKT XVI ERKLÄRT, WAS DAS "WAHRE EUROPA" IST." 

DIE (NICHT) GRÜNDER

Francesco Agnoli erklärt in seinem Buch "Alcide de Gasperi. Leben und Denken eines Antifaschisten der Linke besiegte" (Cantagalli) endgültig, was der Staatsmann aus dem Trentino für Europa wollte.
Heute wiederholen die Enthusiasten der heutigen Europäischen Union tatsächlich die Namen Alcide De Gasperi, Konrad Adenauer und Robert Schuman als "Gründerväter" der EU.

In Wirklichkeit haben diese Staatsmänner (die jeweils 1954, 1967 und 1963 starben) diese 1992 in Maastricht gegründete Europäische Union nicht gegründet, die sich auch von der 1957 mit den Römischen Verträgen gegründeten Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft unterscheidet. Anders für die Staaten, aus denen es besteht, für das, was die Gründungsverträge sagen, für die Zwecke und für die Ideologie, auf der es basiert.
Agnoli argumentiert, daß De Gasperi - wie Schuman und Adenauer - eine primär "spirituelle" Vorstellung von Europa hatte, die mit der Identität und der christlichen Geschichte seiner Völker verbunden war. Ganz anders als die technokratische und säkulare EU von heute. 

De Gasperi -wie die anderen "(nicht)Gründungsväter " dah das zulkünftige Europa -erklärt Agnoli- als einen "Verband freier Nationen", die zusammen arbeiten und voranschreiten, aber die "Autonomie aller Nationen" bewahren sollten. Eine Frage, die in diesen Tagen anläßlich eines Urteils des polnischen Verfassungsgerichtes wieder aktuell geworden ist, das geurteilt hat, daß jede normative Bestimmung der EU, um in Warschau akzeptiert zu werden, die polnische Verfassung respektieren müsse.

"Die Reaktion der West-Eiropäer, Franzosen und Deutsche an der Spitze" hat Lucio Caraciolo in LaStampa (12/10) geschrieben "war trocken,.In Paris spricht man von " de-facto-Polexit" - als ob Warschau sich aus der EU verabschiede. Parallel dazu der Ton in Berlin, das Polen an die eingegangenen Verpflichtungen erinnert (aber sich selbst  nicht an die Vorbehalte, die das Karlsruher Verfassungsgericht seit langem angibt, indem es feststellt, daß es keinen automatischen Vorrang des europäischen Grundrechts innerhalb des Grundrechts gibt)".


Tatsächlich ist die EU eine seltsame Realität, in der alle Länder gleich sind, aber einige  gleichberechtigter als andere (und keines ist Deutschland gleich).

De Gasperi warnte 1951 prophetisch vor einem zukünftigen Europa, das eines Tages "auch als überflüssiger und vielleicht sogar bedrückender Überbau erscheinen könnte".

Kommt Gott in der Kirche noch vor? ...Fundstück

Thorsten Paprotny bei CNA über das Lehramt Benedikts XVI zum christlichen Gottesbild und damit auch Menschenbild. Hier geht´s zum Original:  klicken 

Unter dem Titel:

"GOTTESBILD UND MENSCHENBILD"

beginnt der Beitrag so- ZITAT

"Die Rede über Gott ist in der Kirche dieser Zeit nahezu verstummt oder zeitgeistlich verunklart. Symptomatisch hierfür könnte die kirchenpolitische Formel der gelegentlich beschworenen „Heiligen Geistkraft“ sein. Wo der dreifaltige Gott aus dem Blickpunkt gerät, wird auch das biblisch-christliche Menschenbild unscharf. Benedikt XVI. hat in „Deus caritas est“ an das Neue des biblischen Glaubens erinnert, es ist jenes Neue, von dem heute auch noch jede Erneuerung der Kirche in Christus ihren Ausgang nehmen und ihr Ziel finden sollte."  (...)

Quelle: T. Paprotny, CNA

Freitag, 15. Oktober 2021

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über den Bischof von Rochester, Michael Nazir Ali, der von der Anglikanischen Kirche zum Katholizismus konvertierte und zur vollen Kommunion in die Kirche aufgenommen wurde.
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                                  BISCHOF NAZIR ALI 

Bischof Michael ist ein Mann von bemerkenswerter Bildung. Aber was herausragt und ihn von denen unterscheidet, die zur vollen Kommunion mit dem Stuhl Petri eintraten, ist seine Verbindung rund um die Welt mit den und sein Dienst an den Anglikanern mit einem evangelikalen Hintergrund.

Das ist höchst willkommen. Der Hl. John Henry Newman hat in seiner Antrittsrede-nach seiner Erhebung in den Kardinalsstand- klar gemacht, daß er sein gesamtes Leben, seine theologische Entwicklung seit seiner frühren "Calvinistischen"Bekehrung als ein einziges, ununterbrochenes Kontinuum gesehen hat.

Bischof Michael könnte sich auch dieser edlen Prahlerei rühmen. 

Nach den Ereignissen von 1990 und der Intervention den "Fliegenden Bischöfe" in der Church of England, als dieser mächtige Brückenbauer John Richards, der in den Ruinen die verbliebenen Gläubigen zusammensuchte, stolz war, daß seine Jurisdiktion in Ebbsfleet auch die Evangelikalen einschloss.

1983 hat unser großer Anglikanisch-katholischer Magister Catholicae Veritatis, Eric Mascall geschrieben. "So einfach wie möglich ausgedrückt stellt sich diese Frage:"Ist die Christliche Religion etwas, das Gott dem Menschen in Christus offenbart hat, etwas, das einen bedingungslosen Anspruch auf unseren Gehorsam hat oder ist sie etwas, was wir selber als Antwort auf unsere Sehnsüchte und unter dem Druck und den Annahmen der zeitgenössischen Kultur konstruiert haben? Indem sie die erste dieser beiden Alternativen akzeptieren, stehen traditionelle Katholiken und evangelikale Protestanten Seite an Seite gegen den liberalen modernen Relativismus und Naturalismus."

Ein Mann, den man den theologischen Gottvater des Ordinariates nennen könnte, Fr. Aidan Nichols O.P.  schrieb (sowohl vor als auch nach der Errichtung des Ordinariats) daß eine solche Körperschaft "nicht nur ausdrücklich die Katholische Lehre der Traktarianer* darstellt -sondern ebenso den Nachdruck der Evangelikalen auf die Buße und man kann die Traktarianer und die Evangelikalen nicht völlig von einander trennen, wenn man die evangelikalen Wurzeln einiger Oxforder Patres bedenkt. "

Vor einigen Jahren habe ich an einigen privaten Diskussionen zwischen Katholischen Anglikanern und Evangelikalen (meistens der calvinistischen Lesart) teilgenommen. Einer der Letzteren sagte hinterher zu mir "Ich kann erkennen, warum Du unter dem gegenwärtigen Papst (Benedikt XVI) so erpicht darauf bist, das Papsttum zu bewahren. Aber was, wenn eine andere Sorte Papst daherkommt..." 

Das war- wie sich  herausstellte- eine berechtigte Frage! Aber ich bete, daß zumindest im nächsten Pontifikat wieder eine beschwingte synergeia möglich sein wird. In der Zwischenzeit könnten wir- glaube ich- alle davon profitieren das Dokument Dominus Iesus noch einmal zu lesen, in dem der zukünftige Papst Benedikt, Gründer des Ordinariates, gegen alle Eiwände die einzigartige und rettende Herrschaft Christi, unseres Erlösers, versichert hat.

In der Katholischen Kirche mag zur Zeit nicht alles perfekt sein. Aber wir können zumindest sicher sein, daß wir den richtigen Kampf am richtigen Ort kämpfen."

Quelle: litugicalnotes, Fr.J.Hunwicke

* Vertreter der Oxford-Bewegung" die um 1830 in der  Anglikanischen Kirche die dem Anglikanismus zugnde liegenden katholischen Prinzipien und frühkirchliche Orientierung wieder betonen wollen. 

Heute vor 492 Jahren...

am 15. Oktober 1529 besiegten die Verteidiger Wiens unter der Führung von Niklas Graf von Salm die osmanischen Belagere unter Suleiman dem Prächtigen 

Papst Johannes Paul I, die Jesuiten & Karl Rahner...

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Kommentar zur angekündigten Seligsprechung Papst Johannes Pauls I und zum Brief Papa Lucianis an die Jesuiten, 
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"LUCIANI UND DIESER BRIEF AN DIE JESUITEN GEGEN KARL RAHNER" 

Liebe Stilum-Curiale, Americo Mascarucci hat uns anläßlich der Ankündigung der Seligsprechung von Papst Luciani, Johannes Paul I ,diese Überlegung geschiclt. Gute Lektüre und Reflektion. 

§§§

                Luciani und dieser Brief an die Jesuiten gegen Karl Rahner 

Posaunenstöne aus dem Vatikan, die die Anerkennung des Wunders anzukündigen, das durch die Außerordentliche Sitzung der Kardinäle und Bischöfe der Fürsprache Albino Lucianis zugeschrieben wird, die so die Türen zur Seligsprechung von Johannes Paul I. geöffnet hat. Eine Seligsprechung, die mich immer skeptisch gemacht hat daß viele andere Päpste des zwanzigsten Jahrhunderts meiner Meinung nach die Ehre der Altäre verdienen. Viel mehr als ein Papst, der nur 33 Tage regiert hat und der ein Protagonist offensichtlicher Widersprüche war. Meiner Meinung nach verdienen die Altäre Leos XIII. viel mehr für seine Sozialpolitik; Benedikt XV. für seinen starken missionarischen Impuls; Pius XI. dafür, dass er im Zeitalter der großen Totalitarismen das Königtum Christi in den Mittelpunkt des Universums gestellt hat; Pius XII. für seine Rolle als difensor civitatis in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und dafür, daß er der marianischen Papst des vergangenen Jahrhunderts war.

Luciani war für das berühmte Schisma von Montaner verantwortlich, das er sehr schlecht behandelte; er hat in seiner Diözese die Gebetsgruppen von Padre Pio unterdrückt und die Wallfahrten nach San Giovanni Rotondo verboten, weil er vom Bischof von Padua, dem Kapuziner Girolamo Bortignon,und totalen Skeptiker, seinem Lehrer und Bezugspunkt geformt wurde, der einer der glühendsten Feinde des Bruders mit den Stigmata war. Er hatte das Verdienst, als Patriarch die venezianisch Fuci aufzulösen, weil er sich anlässlich des Referendums über die Aufhebung der Scheidung der Bewegung der "Katholiken für das Nein" angeschlossen hatte, gleichzeitig aber versuchte er, den katholischen Traditionalismus auszurotten, indem er die Nostalgiker des tridentinischen Ritus mit großer Feindseligkeit betrachtete und fast obsessiv zur Einhaltung des modernen Messbuchs drängte.

Es ist auch bedauerlich, daß Lucianis Seligsprechung mit rein bergoglianischen Motiven gewürzt sein wird, verbunden mit seiner Einfachheit in der Kommunikation, seiner nüchternen und strengen Lebensweise, seinen wiederholten Aufrufen zur Barmherzigkeit und seinem Wunsch, eine arme Kirche zu wollen. Es wurde versucht, ihn aufgrund bestimmter seiner für die Empfängnisverhütung günstigen Positionen als fortschrittlichen Papst auszugeben, die in Wirklichkeit denen Pauls VI Thema entsprachen. Aber als der Papst erkannte er angesichts einer säkularisierenden Gesellschaft, daß es notwendig war, die Doktrin über Familie und Ehe zu bekräftigen, die Humanae Vitae verkündet,  und Luciani paßte sich an und war ein überzeugter Verteidiger der Enzyklika.

Sicher ist jedoch, daß seine Wahl von den Kardinälen gewoll wurde, die Paul VI nahe standen, speziell Giovanni Benelli, die fürchteten, daß die Wahl eines Antikonzils- Papstes wie Giuseppe Siri,  negative Auswirkungen auf die Folgen des Zweiten Vatikanischen Konzils haben könnte, die Montini nur mühsam zu beheben versucht hatte. Da man glaubte, daß eine zu progressive Kandidatur wie die von Benelli selbst die konservative Front stärken würde, konzentrierte man sich auf Luciani als gemäßigten Kandidaten.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Christliche Kunst

"Anbetung der Könige" (Detail)  Pietro Perugino,  1470

Was Nancy Pelosi dem lächelnden Papst erklärt hat....

Marco Tosatti veröffenticht bei Stilum Curiae einen Beitrag seines virtuellen Mitarbeiters Pezzo Grosso zu den Umständen der päpstlichen Autdienz für Nancy Pelosi...
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"PEZZO GROSSO: WENN PAPST UND VATICAN DER ULTRA-ABTREIBUNGSBEFÜRWORTERIN PELOSI ZULÄCHELN..."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Pezzo Grosso kommentiert die Akrobatik, die Verrenkungen und Sprünge der klerikalen Hierarchen, Freunde von Biden, Pelosi und selbsternannten demokratischen Katholiken, die jedoch die Tötung im Mutterleib bis kurz vor der Geburt unterstützen (Planed Parenthood, die größte Abtreibungsorganisation der Welt gehört zu ihren Spendern). Wir sprechen hier von Amerikanern- nicht, daß es bei uns an solchen fehlt...alle Katholiken, alle erwachsen- sie sind erwachsen geworden, weil es zu ihrer Zeit keine pro-choice-Katholiken gab. Gute Lektüre.

§§§

Lieber Tosatti, ich habe eine Kopie (unten wiedergegeben) von diesem Brief bekommen, den Jeff Mirus, der Präsident von Trintiy Communications, der Non-Profit-Organisation, die Catholic Culture, einen Pfeiler bei der Verteidigung des katholischen Glaubens unterhält, Ihnen geschickt hat- mit diesem von Phil Lawler geschriebenen Artikel. 

Jeff überschreibt den Brief mit "Diener oder Speichellecker?" und bezieht sich auf die jüngste Leistung  Bergoglios, der mit großen Mut und unter Mißachtung jeder pharisäischen Kritik der finsteren Traditionalisten Nancy Pelosi in Audienz empfangen hat. 

Und das, während der Erzbischof von San Franzisko, Salvatore Cordileone, Pelosi (eine selbsternannte praktizierende Katholikin) nicht nur öffentlich wegen ihrer Unterstützungt von Abtreibung tadelte sondern auch zu Gebet und Fasten für ihre Bekehrung aufforderte. 

"Servant or Sycophant?" kann mit "Diener ode Speichellecker" übersetzt werden.  Diener versteht sich von selbst, "Sycophant" -aus dem Griechischen- kann in diesem Fall als "Gekaufter, der die Wahrheit mit Opportunismus verwechselt" verstanden werden. 

Das verdient einen angemessenen Kommentar zu Chronik und Doktrin 

Die Chronik:  Nancy Pelosi ist eine lebhafte neunundachtzigjährige Italoamerikanerin, Sprecherin der Demokraten im Kongress; Sie ist diejenige, der es gelang, das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump genehmigt zu bekommen. Führerin der us-amerikanischen Pro-choice-Bewegung und Befürworterin der staatlichen Finanzierung der Pro-Abtreibungs-Organisationen. 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Christliche Kunst

                                                   Heiliger Edward bitte für uns! 

"Fr. Finigan: Ich bin heute Nachmittag in Westminster Abbey gewesen, um am Gtabmal des H. Edward  des Bekenners an seinem Feiertag den Rosenkranz zu sprechen. Möge er England segnen und für uns beten."

Fundstück

Claudia Sperlich antwortet in ihrem blog katholischlogisch. auf einen Brief, den die Damen von "Maria 2.0" an die DBK geschrieben haben und den Die Zeit veröffentlicht hat. Auch wir verbitten uns, von der Autorin des Briefes "mitgemeint zu sein".
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Unter dem Titel

"KITSCH AS KITSCH CAN"

beginnt ihre Antwort so-  ZITAT

..."Ich gehöre zu den Katholikinnen in Deutschland, habe der Bischofskonferenz keine Vorschriften gemacht, folglich das Schreiben nicht erhalten, und fühle mich auch nicht getroffen davon. Ich verbitte mir, in diesem Antwortschreiben „mitgemeint“ zu werden."  (...)

Quelle: C.Sperlich, katholischlogisch.