Dienstag, 30. August 2016

Besuch aus Waidhofen an der Ybbs

Unser tweet zum Tage





Wenn man den tweet direkt anklickt, bekommt man die Fotos noch etwas größer

"Ein Papst als Filmschauspieler"


Antonio Socci macht sich in der Zeitung "Libero" und bei facebook Gedanken über die Filmkarriere des Pontifex.
Hier geht´s zum Original:  klickenGefunden haben wir ihn bei BenoîtXVI-et-moi (merci!)  

Im Libero konnte man es so lesen:

                         "DER PAPST STELLT SICH IM FILM SELBST DAR"
"Papst Franziskus war gestern mit Filmaufnahmen in den Vaticanischen Gärten beschäftigt (Foto: der Papst segnet die Statue des Hl. Erzengels Michael in den Gärten).
Es wird nicht näher erklärt welcher Art die aufnahmen waren, aber es wurde bekannt gegeben, daß der Pontifex einverstanden war, sich im Film "Beyond the Sun" selbst darzustellen. ("Über die Sonne hinaus")
Im von Graciela Rodriguez geschriebenen Filmskript.wird der Papst in diesem an die Familien und Jugendlichen gerichteten Film in seinem täglichen Leben im Vatican gezeigt."

Bei facebook so: 

                                                          "SUA VANITA"  
                                           ("Seine Eitelkeit")
"Der Titel dieses Fotos (aus dem Libero vom 27.8.)-wie Sie sehen können- ist "Der Papst spielt sich selbst"
Der Text besagt: "es wird nicht näher erklärt, welcher art die Filmaufnahmen waren, aber es wurde bekannt gegeben, daß der Pontifex einversatnden war, sich im Film "Beyond the Sun" selbst darzustellen.
Da erübrigt sich jeder Kommentar. Wir hatten mehr auf einen Papst, der für die Christliche Wahrheit brennt, gehofft, als auf einen Papst mit schauspielerischem Talent. Es hat uns das Zweite getroffen.
Soll er tun, was er will, aber er sollte doch wenigstens vermeiden Ermahnungen gegen des "weltlichen Geist" der anderen auszusprechen.
"Arzt heile dich selbst" (ist es weniger schlecht, als er vor einigen Tagen sagte:"das Leben ist keine Telenovela.."? Müssen wir denken, daß es sich um einen Spielfilm handelt?

p.s. ich würde Bergoglio zu etwas mehr Gebet raten, angesichts der finsteren Zeiten, anstatt den Filmschauspieler zu geben... und dann er hat keine Zeit für die Familie von Asia Bibi und für den Eucharistischen Kongress.
p.s.2: Lieber Papst Bergoglio, wir beten für Sie, aber wir sehen keine Änderung. Hoffen wir, daß der Herr Sie erleuchte."

Quelle: Antonio Socci im Libero und bei fb, BenoîtXVI-et-moi



Sandro Magister: was der Papst nicht gesagt hat.....

Sandro Magister zitiert bei Settimo Cielo, was der Jesuit Domenico Marafioti über den weiter schwelenden Disput ob Amoris Laetitia die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion ermöglicht, in der Zeitschrift der Alumnen und Freunde der Abtei von Cava "Ascolta"
schreibt- Hier geht´s zum Original :  klicken
Domenico Marafioti schreibt: "In Amoris Laetitia hat der Papst mehr als 56600 Worte geschrieben, aber diese einfachen 7 Worte: "Die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene ist möglich" hat er nicht geschrieben und ich erinnere daran, daß keiner sie einfügen kann oder das tun kann, was er nicht getan hat."
Pater Marafioti ist Präsident der Theologischen Fakultät Süditaliens in Neapel, lehrt dort Theologie der Sakramente, speziell des Ehe-und Bußsakramentes, Neapel und Mitglied der Gesellschaft Jesu und er sagt, "er wolle der Exhortation"Amoris Laetitia" eine ignatianische und katholische" Lesart geben. Dabei behandelt er vor allem das vieldiskutierte 8. Kapitel.


                       "ER HAT DIESE AUTORISIERUNG NICHT ERTEILT."
"Der am schwersten zu interpretierende Punkt in "Amoris Laetitia"  ist die Nr. 305, die besagt: "Auf Grund von Umständen oder mildernder Faktoren ist es möglich, in einer objektiv sündhaften Situation in der Gnade Gottes zu leben und die Hilfe der Kirche zu empfangen". 
Wir hören hier nicht auf, darüber nachzudenken, in welchem Sinn man in einer objektiv sündhaften Situation in der Gnade Gottes sein kann. 
Sicher ist es gerecht, daß alle-in welcher Situation auch immer- die "Hilfe der Kirche" erhalten.
An diesem Punkt sagt das Dokument in Nr-305 "In gewissen Fällen, könnte das auch die Hilfe der Sakramente sein,"  Und meint damit die Beichte und die Kommunion, und präzisiert, daß die Eucharistie kein "Preis für die Perfekten ist sondern großzügiges Heilmittel und Stärkung für die Schwachen." 

Wie ist dieser Text und diese Erklärung zu interpretieren? Es gibt zwei Möglichkeiten, eine "nach der Lehre der Kirche", wie der Papst selbst in Nr. 300 schreibt und eine andere, die dazu führen würde, in der Katholischen Kirche die Scheidung einzuführen.

Erstere ist diese: der Papst sagt "in bestimmten Fällen". In der Tat gibt es zwei Fälle, in denen es möglich ist, wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu spenden: wenn es die sichere moralische Gewißheit gibt, daß die erste Ehe nichtig ist, es aber keine Beweise dafür gibt, um das vor dem zuständigen Gericht zu belegen (weshalb dann  keine kanonische Annullierung möglich ist) und dann, wenn zwei wiederverheiratete Geschiedene akzeptieren, sich der der Ehe vorbehaltenen Akte zu enthalten und nicht wie Mann und Frau zusammenleben. In diesen beiden Fällen und wenn man die Gefahr vermeidet, einen Skandal auszulösen, kann man ihnen die Kommunion spenden.

Man muß beachten, daß der Papst das Konditional benutzt "es könnte sein" : das soll heißen, daß auch er sich nicht völlig sicher ist, was das beste Mittel sei.
Diese Feststellung bedeutet, daß das vor allem für die zweite Alternative gilt. Tatsächlich könnte jemand diese Worte so interpretieren, daß der Papst dazu autorisierte, auch wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu spenden, deren erste Ehe wahr und gültig war und die in zweiter Ehe wie Mann und Frau zusammen leben. Aber er hat diese Erlaubnis nicht gegeben.

Man muß mit aller Einfachheit sagen, daß der Papst in "Amoris Laetitia" hat mehr als 56.600 Worte geschrieben, aber dieser 7 einfachen Worte "die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene ist möglich".
Warum hat er sie nicht geschrieben? Dafür gibt es einige Motive. Wenn er sie nicht geschrieben hat, bedeutet das, daß auch niemand sie einfügen darf und niemand das tun darf, was er nicht gesagt hat.

Es geht ihm gut: Benedikt und seine Besucher!

Der tweet zum Tage





Der Sommer ist fast vorbei und so kommen auch wieder mehr Besucher nach Mater Ecclesiae. Schön für uns, denn wir können uns wieder an schönen Bildern erfreuen.

Montag, 29. August 2016

Auch in Regensburg ...

... erinnert man sich gerne an den Besuch Papst Benedikt's in der Donaustadt, in der Joseph Ratzinger sehr lange als Professor gelehrt hat.

Es wird zum Jahrestag des Besuches ein großes Programm geben.

Z.B. wird es am 13. September um 20:00 Uhr ein DOMFORUM mit Gerhard Kardinal Müller zur Regensburger Rede von Papst Benedikt geben.
Kardinal Müller war ja vor 10 Jahren Bischof in Regensburg und somit der Gastgeber dieses zweitägigen Besuches in Regensburg. Besonders die denkwürdige Ansprache in der Regensburger Universität fand weltweite Beachtung. Und es war ja fast eine Prophezeihung, was Benedikt damals sagte.
Wir erinnern uns:










Mächtige Feiglinge

gibt es  und das heutige Evangelium berichtet uns von einem solchen.

Herodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.

18Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.

19Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen,

20denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu.

21Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein.

22Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben.

23Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre.

24Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes.

25Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt.

26Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.

27Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.

28Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

29Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

Samstag, 27. August 2016

Heutiger Psalm

der Psalm von heute ist ungewohnt,
er ist sehr kurz, scheint sehr einfach und
ist doch schwer, man soll sich nicht um den ganzen Krempel kümmern,
den man eh nicht versteht, sondern werden wie ein kleines Kind
auf dem Arm seiner  Mutter,
Der Psalm lautet:
Herr, mein Herz ist nicht stolz, /
nicht hochmütig blicken meine Augen. Ich gehe nicht um mit Dingen, / die mir zu wunderbar und zu hoch sind.
Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; /
wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.
Israel, harre auf den Herrn /
von nun an bis in Ewigkeit!

Freitag, 26. August 2016

Das Kreuz, Ärgernis, Torheit oder Zeichen von Gottes Macht?

Obige Frage, beantworten wir, mit ja klar!
Aber die Frage ist, ob wir das wirklich glauben, also ob wir die richtige Antwort nicht aus Gewohnheit und Reflex geben, einfach weil wir es so gewohnt sind.

Die zugehörige Stelle aus dem Paulusbrief lautet:

 Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird.
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.
Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden.
Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt?
Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.
Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit.
Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit,
für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.


Jedes Mal, wenn mir diese Stelle unterkommt, denke ich mir:
Ja wenn wir das nur wirklich glauben würden, wie anders würden wir leben.

Zeit der Freude

In diesen Tagen vom 9. - 14. September gedenken wir des Besuches von Papst Benedikt XVI in Bayern vor 10 Jahren.  Es waren wunderbare Tage und es war eine ganz besondere Stimmung in unserem Land. In München war ich "live" dabei und die restlichen Tage habe ich dann vor dem Fernseher verbracht, um nichts von diesem großen Ereignis zu verpassen.

Während aus dem Münchner Ordinariat keine Informationen kommen, dass in diesen Tagen des Besuches von Benedikt gedacht wird, beginnt man im Bistum Passau bereits mit der Vorbereitung der Feierlichkeiten:



Schön, dass sich Erzbischof Gänswein die Zeit nimmt  und diese Tage im Bistum Passau verbringt. Er wird heilige Messen feiern und ein Benedikt-Denkmal einweihen.... und ganz sicher bei dem einen oder anderen die Erinnerung an diese großen Festtage wachrufen.

Katholisch.de hat auch einen Artikel zum Besuch des Papstes und zeigt sich ganz erstaunt darüber, wie viele sich daran noch mit Freuden erinnern und wie viele Benedikt immer noch (!) verehren.

Nur im Münchner Ordinariat hat man scheints keine Zeit für ein Gedenken. Die Wichtigen haben halt wichtigeres zu tun.




Donnerstag, 25. August 2016

Heute in 4 Monaten ist Weihnachten, leichte Gedanken über das Schwere und das Schöne

Heute in 4 Monaten haben wir den 25. Dezember  und kein Fest ist so marianisch, wie Weihnachten.
Hängt doch an dem "fiat" Mariens die ganze Erlösung.
So wie sie "Ja" gesagt hat und dann den ganzen "Unmus", (auf hochdeutsch all  den Ärger, die vergebliche Mühe, das vermeintliche Scheitern ihres Sohnes, all das Leid) ertragen hat, so müssen auch wir "ja" sagen und all den Unmus, der sich scheinbar gerade daher ergibt, ertragen.
Besonders originell ist der Eindruck nicht, dass man auf die Idee kommt, ne Menge Schwierigkeiten ergäben sich aus diesem "fiat", das man gesprochen, gestottert, angedeutet hat und alle anderen, die ganz vergnügt vor sich hin leben, ohne sich um Gott und sein Gebot zu kümmern, denen geht es besser.
Schon das Buch Hiob spricht davon und genügend Stellen im AT und NT darüber, dass das 'Kümmern des Herrn um die Seinen' auch so seine Dornen und die nicht zu knapp, hat, die gibt es auch.
Wie sagt der Volksmund: Beten nimmt nicht die Last, aber es stärkt die Schultern!

Aber mit dem Glauben, durch den Glauben, öffnen sich auch die Sinne für die Schönheit, was wiederum zu den Dingen gehört, die die Schultern stärken, und wenn man soweit ist, wie in Borcherts "Draußen vor der Tür" dass man die Freude der Weihnacht in dem Geruch eines morschen Stück Holz erkennt, dann ist es gut.
Da wir aber meist nicht so weit sind und wohl auch erst im Sterben soweit kommen, hat sich das Göttliche ins Schöne (Hölderlin) verhüllt und genau das geschieht in der Liturgie, in den wundervollen Kirchenbauten und im Lied,. hier finden wir alles zusammen.
Salve Regina gesungen von Priestern zusammen mit Papst Benedikt, anlässlich der  Vesper mit Papst Benedikt auf dem Petersplatz am Abend des Herz Jesu Fests, zum Abschluss des Priesterjahr.




Mittwoch, 24. August 2016

Neues Interview mit Papst Benedikt XVI

Elio Guerierro hat den Papa emeritus,Benedetto,in Mater Ecclesiae besucht und berichtet in La Republicca.
Hier geht´s zum Original.  klicken


"RATZINGER, DAS EINGESTÄNDNIS: ZU MÜDE, DESHALB HABE ICH DAS PETRINISCHE AMT AUFGEGEBEN"
Nach den Erfahrungen in Mexiko und Cuba habe ich mich nicht mehr in der Lage gefühlt, eine wichtige Reise, wie die zum WJT 2013 in Rio de Janeiro durchzustehen. Wo, -wie es Johannes Paul II festgelegt hat, die Anwesenheit des Papstes unerläßlich ist.
"Der Gehorsam zu meinem Nachfolger stand nie zur Diskussion. Sein Wohlwollen ist für mich eine Gnade in dieser letzten Phase meines Lebens."

        Ratzinger, la confessione: "Troppo stanco, così ho lasciato il ministero petrino"

In Rom ist der Himmel voller drohender Wolken, aber als ich in Mater Ecclesiae ankomme. der Residenz des Papa emeritus, erhellt ein unerwarteter Sonnenstrahl in der Tiefe die Harmonie der Kuppel von Sankt Peter und der Vaticanischen Gärten. "Mein Paradies" hatte bei einem vorhergehenden Besuch Benedikt XVI kommentiert. Ich werde in einen Raum geführt, der zur Zeit die Privatbibliothek ist und ich muß spontan an den Titel eines Buches von Jean Leclercq "L´amore delle Lettere e il desiderio di Dio" denken. den Benedikt XVI in seiner berühmten Rede im Kloster der Bernardins in Paris zitiert hatte.

Der Papst erscheint nach einigen Minuten, grüßt mit dem gewohnten Lächeln und der gewohnten Höflichkeit und sagt dann zu mir "ich bin bei 15" .
Ich verstehe nicht, deshalb wiederholt er: "ich habe 15 Kapitel gelesen". Ich bin sehr überrascht. Vor einigen Monaten hatte ich ihm einen guten Teil des Buches geschickt, aber nie erwartet, daß er alles lesen würde. Ich gebe ihm die anderen Kapitel und sage ihm, daß mir nur noch wenig fehlt.
Er ist mit dem, was er gelesen hat, zufrieden, deshalb fahre ich fort: Würde es Ihnen mißfallen, wenn ich einige Fragen wie bei einem Interview stelle?"
Er antwortet wie immer: nett und praktisch: "Sie fragen mich, danach schicken Sie mir alles und wir werden sehen."
Ich folge diesen Anweisungen. Einige Zeit später schreibt er mir seine Zustimmung zur Veröffentlichung. Mir bleibt nur, mich für das erwiesene Vertrauen zu bedanken.

"Heiligkeit, als Sie das letzte mal, 2011 Deutschland besucht haben, sagten Sie "Man kann nicht auf Gott verzichten." und dann "Wo Gott ist, da ist die Zukunft". Hat es Ihnen nicht mißfallen, während des Glaubensjahres das Amt aufzugeben?"

"Natürlich lag mir am Herzen, das Jahr des Glaubens zu vollenden und die Enzyklika über den Glauben zu schreiben, um den Zyklus zu vervollständigen, der mit "Deus caritas est" begonnen hatte. Wie Dante sagt: Die Liebe, die die Sonne und die anderen Sterne bewegt, drängt uns, führt uns in die Gegenwart Gottes, der uns Hoffnung und Zukunft gibt. In einer Krisensituation ist der beste Halt der, sich vor Gott hinzustellen  mit dem Wunsch, den Glauben wiederzufinden, um auf dem Weg des Lebens weitergehen zu können.
Seinerseits freut sich der Herr, unseren Wunsch entgegen zu nehmen, uns das Licht zu geben, das uns bei der irdischen Pilgerschaft leitet. Das ist die Erfahrung der Heiligen, vom Hl. Johannes vom Kreuz, oder der Hl. Theresa vom Kinde Jesu. 2013 gab es noch viele Aufgaben, die ich nicht mehr zuende führen konnte."

"Welches waren diese Aufgaben?"

"Besonders war da das bereits feststehende Datum des WJT, der im Sommer 2013 in Rio de Janeiro in Brasilien stattfinden sollte. Dazu hatte ich dann zwei sehr präzise Überzeugungen. Nach der Erfahrung von Mexiko und Cuba fühlte ich mich nicht mehr in der Lage, eine so wichtige Reise durchzuführen. Außerdem war da die Verpflichtung, die Johannes Paul II ausgesprochen hatte, daß dabei die physische Anwesenheit des Papstes unerläßlich sei.
Man konnte nicht an eine Fernseh-Schaltkonferenz oder eine andere durch die Technik ermöglichte Form denken. Auch das war ein Umstand, weswegen der Rücktritt für mich ein Muß war.
Ich hatte das sichere Zutrauen,daß das Jahr des Glaubens auch ohne meine Anwesenheit zu einem guten Ende kommen konnte. Der Glaube ist in der Tat eine Gnade, ein großzügiges Geschenk Gottes für die Gläubigen. Ich war deshalb fest überzeugt, daß mein Nachfolger, so wie es dann auch gekommen ist, das von mir Begonnene und auf den Weg Gebrachte genau so zu dem guten, vom Herrn gewollten Ende bringen konnte."

 Als ich das Pallium weggab, legte ich das Pallium ab

                        


"Als Sie die Basilika von Collemaggio all´ Aquila besuchten, haben Sie das Pallium auf den Altar des Hl. Coelestin V gelegt. Können Sie mir sagen, wann das nach dem Entschluss, zum Wohle der Kirche auf die Ausübung des Petrinischen Amtes zu verzichten, war?"

"Die Reise nach Mexiko und Cuba war für mich aus vielen Blickwinkeln schön und bewegend.
Ich Mexiko war ich bewegt, dem tiefen Glauben so vieler Jugendlicher zu begegnen und ihre freudige Leidenschaft für Gott zu erfahren. Ebenso war ich berührt von den großen Problemen der mexikanischen Gesellschaft und dem Nachdruck, mit dem die Kirche eine Antwort auf die Herausforderungen durch Armut und Gewalt sucht.
Man muß dagegen nicht ausdrücklich daran erinnern, wie beeindruckt ich war, zu sehen, auf welchen neuen Weg Raoul Castro sein Land führen will, ohne mit der unmittelbaren Vergangenheit zu brechen. Auch hier war ich sehr beeindruckt von der Art, wie meine Brüder im Bischofsamt ein diesem schwierigen Prozess eine aus dem Glauben kommende Orientierung zu finden. In diese Tagen habe ich sehr stark die Grenzen meiner körperlichen Widerstandskraft gefühlt.
Außerdem wurde mir bewußt, nicht mehr in der Lage zu sein, in Zukunft transatlantische Flüge und die Probleme der Zeitumstellung zu bewältigen.
Natürlich habe ich über diese Probleme auch mit meinem Arzt Professor Polisca gesprochen. Auf diese Weise wurde klar, daß ich nicht im Stande sein würde, im Sommer 2013 am WJT in Rio de Janeiro teilzunehmen, dem stand besonders das Problem der Zeitumstellung entgegen.  Deshalb mußte ich mich dann in relativ kurzer Zeit über das datum meines Rückzugs entscheiden."


Oremus!

Wir beten für die Erdbebenopfer in Italien, besonders für die Toten von Amatrice, der zerstörten kleinen Stadt,-mögen sie in Frieden ruhen- für die vielen Verletzten und Geschädigten der gesamten Region, zu der auch Norcia mit seiner Benediktinerabtei gehört und dafür, daß die Verschütteten lebend geborgen werden können.
Inzwischen hat es in der gesamten Region ein Nachbeben gegeben,
Der Campanile der Kirche hat erstaunlicherweise das Beben überstanden, wie man auf aktuellen Fotos sehen kann.
Die CEI hat 1 Million € Soforthilfe angekündigt.

                       
                                 Amatrice vor der Zerstörung, Foto wikicommons


Dienstag, 23. August 2016

Sandro Magister: Bergoglios nichtverhandelbare Prinzipien

Nach dem Barnabiter Pater Giovanni Scalese, Missionar und Philoophieprofessor-  hat Sandro Magister bei www.chiesa auch dem Benediktinermönch Giulio Melattini, Theologieprofessor, Platz für eine Stellungnahme zu den 4 nichtverhandelbaren Bergoglio-Postulaten eingeräumt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

      "AUCH BERGOGLIO HAT SEINE NICHTVERHANDELBAREN PRINZIPIEN"
Das sind die 4 Postulate, mit denen er fortwährend seine Regierung der Kirche belebt, das erste besagt, daß "die Zeit größer ist als der Raum". Ärgerlich, daß sie nicht standhalten. Ein gelehrter Benediktiner-Mönch erklärt warum.


                                         
Dass Amoris Laetitia nicht alle doktrinalen, moralischen und pastoralen Fragen zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen gelost hat, ist für jeden leicht zu erkennen. Im Gegenteil, es hat sie mehr denn je wieder angefacht.

Aber das ist nach dem, was er selbst in der postsynodalen Exhortation geschrieben hat, genau das, was Franziskus wollte.

"Weil die Zeit größer ist als der Raum, würde ich gern klar machen, daß nicht alle Diskussionen doktrinaler, moralischer und pastoraler Themen durch das Lehramt entschieden werden müssen."

Darüber hinaus übersetzt Franziskus in der Exhortation seine Behauptung wie folgt: "es ist wichtiger Prozesse in Gang zu setzen, als den Raum zu beherrschen."

Und damit bezieht er sich zum zigsten mal auf das, was der Eckstein seines Denkens zur ersten dieser vier Forderungen ist, die als Kompass dienen und die er in dem Dokument, das die Agenda seines Pontifikates vorstellt, der Apostolischen Exhortation "Evangelii Gaudium" auflistet.

Es ist genau das selbe Postulat, das sagt, daß die Zeit größer ist als der Raum. Während die anderen drei sind, daß Einheit vor Konflikt geht, die Wirklichkeit wichtiger ist als die Idee und das Ganze größer ist als der Teil.
Jorge Mario Bergoglio hat an diesen vier Richtlinien sein Leben lang festgehalten, besonders an der ersten.


Kultur des Todes: Zwangssterilisierungen in Peru

Wie jetzt so langsam bekannt wird, wurden in Peru in den Jahren von 1990 bis 2000, zur Zeit der Regierung Fujimori auf breiter Basis Zwangssterilisierungen an der armen Bevölkerung vorgenommen. Diese Regierung gab Krankenhäusern und Arztpraxen hohe Quoten zur Sterilisierung armer, meist indigener Frauen aus dem Andenhochland vor, um die Geburtenrate im Land zu senken.

Finanziell großzügig unterstützt aus den USA, von der Entwicklungshilfeagentur USAID (mit insgesamt  rund 75 Millionen $), vom Bevölkerungsfond der UN und von der japanischen Nippon-Stiftung, wurden an 300.000 Frauen und 25.000 Männern zwangsweise Sterilisierungen durchgeführt- unter unglaublichen Umständen was Örtlichkeit, Ausrüstung, auch nur minimale Befolgung der üblichen Sterilitätsvorschriften bei Operationen angeht, ohne Aufklärung und/oder Zustimmung, unter Freiheitsberaubung (Zwangsvorführung und Verhinderung von Fluchtversuchen) und gegen den ausdrücklichen Willen der Betroffenen.
Bei sehr vielen von ihnen kam es dann auch noch zu  schweren Komplikationen und Folgeschäden, die lange Zeit weder anerkannt noch behandelt wurden. Erst seit 2006 wurde die Krankenversicherung für die Opfer der Zwangssterilisierungen geöffnet, aber bis vor kurzem waren es nur 83 betroffene Frauen, die in die Krankenversicherung aufgenommen.
Das Fujimori-Familienplanung-Programm, das völlig mit dem für die UN erarbeiteten sozial-eugenischen Programm der NS-Bewunderin M.Sanger übereinstimmt, als der Staatschef es vorstellte, von Politikerinnen und Frauenrechtlerinnen zunächst begrüßt und bejubelt.
Und man darf dabei nicht vergessen, daß die UNO und ihre entsprechenden Hilfsorganisationen ebenso wie die USA -als federführende Vertreter einer Kultur des Todes- die "Familien"planungspolitik immer noch propagieren und durchzusetzen versuchen.

Zwar wird in Peru inzwischen gegen die Verantwortlichen ermittelt, aber das Fujimori-Regime hat wohl noch genügend Anhänger, um bisher alle Verfahren zu blockieren. So ist erst jetzt erstmals eine Staatsanwältin in die Region zu den Opfern gefahren, um die Zeuginnen zu befragen,
Die Geber-Organisationen, die immerhin nicht nur Mitwisser sondern auch Mittäter bei diesen massiven Menschenrechtsverletzungen waren, sind bisher allerdings gänzlich unbefragt und ungeschoren geblieben, sollten aber auch juristisch belangt werden.


Quelle: DÄ, Harald Neuber 


Nachbetrachtungen: M.Gallina zum Hl.Thomas & zu Mohammed

Daß der von Marco Gallina auf seinem Löwenblog veröffentlichte Text des Hl. Thomas von Aquin über Mohammed und den Islam einen Epilog braucht, war eigentlich sofort klar.
U.a. sicher, weil er die üblichen Abwehrreflexe derer ausgelöst hat, die weder Geschichts- noch Religionskenntnisse haben, die Thomas v. Aquin nicht mal dem Namen nach kennen, darauf aber stolz sind, nichts über sein Denken wissen und schon gar nicht, wann er gelebt hat.
Hier geht´s zum Original:   klicken
Gallina hatte den Text des Aquinaten bei facebook und twitter veröffentlicht, daraufhin geschah das: klicken

Und hier ein Ausschnitt aus dem Epilog:

Und nicht zuletzt: Christus wird bereits im Judentum als der Erlöser der Menschheit angekündigt. Die Zeichen des Neuen Testaments bereitet das Alte Testament vor. Von Mohammed und seinen Ideen steht in den Büchern nichts geschrieben, der Koran ist für Thomas eine Fälschung, ein Sammelsurium von Texten, die das weglassen oder hinzufügen, was dem Verfasser passt.
Im Gegenteil sagte Mohammed, dass er mit der Macht seiner Waffen gesandt wurde – und das sind Zeichen, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt.
Mohammed ist deswegen für Thomas ein ganz und gar „weltlicher“ Mann, ohne eine Bindung zu Gott. Weil er aber nicht die Hilfe Gottes hatte, musste er sich unweigerlich der Lüge, des Krieges und der „fleischlichen Begierden“ bedienen. Das ist für Thomas der Skandal: der Islam ist im Grunde nicht spirituell, er ist eigentlich materialistisch und in letzter Hinsicht politisch. Das hat der Gelehrte aus Aquino schon vor mehr als 700 Jahren hier prognostiziert." 
Und er endet so: 
"Man beachte auch hier: Mohammeds Religion ist eine Sekte und – unausgesprochen, aber intendiert – eine christliche Sekte."
Quelle: Löwenblog, M.Gallina