Donnerstag, 27. Juli 2017

Zur aktuellen Wetterlage

fällt mir nur noch Winni Puh ein, von wegen "nachdem es geregnet hatte, regmete es einfach weiter"
und nachdem wir in letzter Zeit sehr ernsthafte Beiträge hatten und auch jedes normale Gespräch über das Wetter meist, über kurz oder lang, in ein Gespräch über Sein oder Nichtsein ausartet, könnte es helfen, wenn man das ganze von der netten Seite betrachtet, und sich die alten Winni Puh Filme anguckt
Hier eine dieser kleinen, netten  Passagen:





Fundstück: was Bischof Voderholzer über die Kirchenaustritte denkt

Gefunden  auf der website des Bistums Regensburgs.
Hier geht´s zum  Original: klicken
Das Gespräch über die Kirchenaustrittszahlen beginnt so:


"Was sagt die Realität zu den Erfolgsaussichten dieser Forderungen?"

Bischof Rudolf: „Aus der evangelischen Kirche, in der alle diese Forderungen doch im Grunde erfüllt sind und wo es alle diese vermeintlichen Erschwernisse des Kircheseins nicht oder nicht mehr gibt, aus der evangelischen Kirche treten – und zwar mit Ausnahme von 2014 schon seit Jahren – mehr Menschen aus als aus der katholischen Kirche. Darüber aber wird in der Öffentlichkeit weitgehend sehr vornehm geschwiegen, obwohl die Zahlen seit zwei Jahren am selben Tag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.“

"Augenfälliger Widerspruch"

„Wird darüber vielleicht auch deshalb vornehm geschwiegen, weil andernfalls die eklatante Schwäche, ja die Widersprüchlichkeit und Widersinnigkeit der „guten“ Ratschläge an die katholische Kirche offenkundig würde?! Kann man uns denn allen Ernstes den Weg der evangelischen Kirche als Heilmittel empfehlen, der so offenkundig zu einer noch größeren Entfremdung von Glaube und Kirche geführt hat? Ich sage das ohne Häme! Ich kenne evangelische Mitchristen, die mir in dieser Einschätzung der Lage vollkommen zustimmen und die uns Katholiken warnen, dieselben Fehler zu machen.“
[....]
Quelle: website Bistum Regensburg

DER PAPST SCHWEIGT ZU DEN DUBIA. KARDINAL SCHÖNBORN ANTWORTET FÜR IHN....

Sandro Magister hat einem Priester, der aus leicht zu erklärenden Gründen ungenannt und unerkannt bleiben will, bei Settimo Cielo Platz für eine Bewertung der Interpretation eingeräumt, die Kardinal Schönborn an Stelle des Papstes mehrmals auf die dubia bzgl. Amoris Laetitia öffentlich präsentiert hat. Hier geht´s zum Original:   klicken

"DER PAPST SCHWEIGT UND SCHÖNBORN SPRICHT FÜR IHN. MIT ARGUMENTEN, DIE HIER PUNKT FÜR PUNKT KRITISIERT WERDEN."
Das habe ich von einem maßgebenden Kirchenmann bekommen und zugestimmt,es zu veröffentlichen, ohne seinen Namen zu enthüllen.

"JEDER ANTWORTET AUF DIE "DUBIA" AUSSER DEM PAPST. DIESES MAL WAR SCHÖNBORN DRAN"
Am 113. Juli 2017 hat Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, vier Stunden lang bei 2 Konferenzen und einer Frage-und-Antwort-Sitzung im Mary-Immaculate-College in Lemerick, Irland gesprochen

Der österreichische Kardinal sprach im Kontext des Events "Spechen wir Familie; Seien wir Familie", Teil einer Serie von Verammlungen, die unter der Leitung der Kongregation für Laien, Familie und Leben das Weltfamilientreffen vorbereiten, das vom 21. bis 28. August 2018 in Dublin abgehalten werden wird.

Nachdem ich die Berichte über das Ereignis gelesen habe, die von den spezialisierten Hauptmedien angeboten wurden. kann ich nicht anders, als zu bemerken, daß wenn es um die von den 4 Kardinälen dem Papst vorgelegten dubia geht,  jeder darauf antwortet außer ihm;  Und daß auf diese Weise dem chaotischen Chor der divergierendsten Kommentare und Interpretationen von Amoris Laetitia -die alles tun außer für die Gläubigen und die Beichtväter die Probleme, die das Dokument erzeugt hat, zu klären - eine neue Stimme hinzufügen, einen neuen Nebel.

Und das. weil die Argumente, die vom Erzbischof von Wien geliefert wurden- zumindest nach dem, wie sie von den zuverlässigsten Medien berichtet wurden- alles andere als überzeugend sind.
Schauen wir uns die wichtigsten an:

1. Ein unangemessener Verweis
Zuerst tadelt Schönborn die Kardinäle der dubia. Weil sie respektvoll um eine Audienz baten, beschuldigt er sie, den Papst unter Druck gesetzt zu haben. Sie hätten um eine Audienz bitten können, aber ohne das öffentlich zu sagen. Hier die genauen Worte des Österreichischen Erzbischofs:

"Diese Kardinäle, die die engsten Mitarbeiter der Papstes sein sollten,  versuchen ihn zu zwingen, üben Druck auf ihn aus, eine öffentliche Antwort auf ihren veröffentlichten, persönlichen Brief an den Papst zu geben. Das ist ein absolut unpassendes Benehmen, muß ich leider sagen. Wenn sie eine Audienz beim Papst haben wollen, sollen sie darum bitten. aber sie sollen nicht veröffentlichen, daß sie um eine Audienz gebeten haben."

Mittwoch, 26. Juli 2017

Father Blake spricht

über Tradition und die "Theologie von unten"
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   "TRADITION EINE THEOLOGIE VON UNTEN"
Einige schnelle Gedanken zu Kardinal Sarah und zur gegenseitigen Bereicherung. Ich denke, daß der Kardinal heute vielleicht einer der eindrucksvollsten spirituellen Schreiber, er ist mutig, wenn andere 
feige sind - aber er scheint das Wesen von "Tradition" nicht zu verstehen.

Tradition wird immer als gefährlich angesehen werden, besonders in einer zunehmend monarchischen Kirche. Sie ist keine Bewegung, sondern etwas unterhalb einer Bewegung, eine Graswurzelsache. Jene, die Respekt vor der Tradition haben, sollten auch Respekt vor der hierarchischen Struktur der Kirche haben, aber Tradition ist etwas, was darüber hinaus geht.
Sie kann sich sehr wohl durch die Liebe zur Alten Messe ausdrücken, ist aber mehr als das, was ist schließlich die "Alte Messe"?  
Sie ist etwas, was am Ende einen Prozesses einer organischen Entwicklung endete, im Missale des Seligen Johannes XXIII, sie ist also das Festhalten an diesem Missale und ist doch mehr als das.


                             


Die "Traditionalisten" sind unglücklich über den Vorschlag des Kardinals zur gegenseitigen Bereicherung, Elemente des Alten Ritus in den Neuen Ritus einzuführen : gut, aber die Sache anders herum zu machen: auf keinen Fall. 
Traditionalisten, von denen viele Schwierigkeiten mit bestimmten Aspekten des II. Vaticanischen Konzils haben, die nicht an Newmans Theorie von einer Entwicklung der Doktrin festhalten wollen, schauen auf eine andere Zeit und eine andere Art Ekklesiologie, auf etwas, das sich von unten erhebt, vom- verzeihen Sie, wenn ich zu ihm zurückkehre-  "quod ubique, quod semper, quod ab omnibus creditum est" des Hl. Vincents von Lerrins.

Da gibt es eine Spannung, die in diesem Pontifikat an die Oberfläche kommt. verstärkt zum Teil durch Amoris Laetitia aber auch durch seinen starken Zentralismus und seine Auferlegung von Lehre von oben, mit etwas viel pneumatologischerem. dem langsamen, sanften Wachstum des Glaubens zwischen den Graswurzeln der Gläubigen, was die "wahre Theologie von unten ist".
Das ist ewtas, was Katholiken immer aus der Schrift über das Wirken des Hl. Geistes verstanden haben, daß er die Kirche zum tieferen Verstehen des Glaubens führt, so wie er es ebenso durch populäre Bewegungen wie durch Päpstliche oder Bischöfliche Verlautbarungen tut, tatsächlich tut er es durch die Rezeption päpstlicher oder bischöflicher Lehre durch die Gläubigen.


Schöne Bilder aus Bayern

Am 25. Juli feierten wir das Fest des Heiligen Jakobus. Die ihm geweihte Kirche in Lenggries wurde von bedeutenden Künstlern dieser Zeit erbaut.
Damals halt, als Kirchen noch von Baumeistern und Künstlern gestaltet wurden, die geglaubt haben, was sie gebaut, gemalt und geschnitzt haben - so wie es auch die Bauherren taten:






Ein neues Tedeschi-Interview zum Thema : "Was sich hinter dem Skandal von Regensburg verbirgt"

Francesco Boezi hat am 24.7.2017 für Il Giornale den Finanzfachmann Ettore G. Tedeschi zu den geschürten Turbulenzen nach der Trauerfeier für Kardinal Meisner, dem Vorwort für das Buch Kardinal Sarahs und der zeitgenauen Veröffentlichung des Berichtes über den Skandal im Internat der Regensbruger Domspatzen befragt. Wir haben das Interview bei BenoîtXVI-et-moi gefunden. (Merci!)
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Papst Benedikt XVI ist in den Herzen vieler geblieben. Also nach dem, was in der letzten Woche passiert ist: die Veröffentlichung von Daten über angeblichen sexuellen Mißbrauch im Regensburger Domchor und die Aussagen des ehemaligen Senats-Präsidenten Marcello Pera  über die Rolle, die Bergoglio in der Politik einnimmt, sind bestimmte Fragen wieder ins Zentrum der Aktualität gerückt.
Versucht jemand Signale an Papa Ratzinger zu senden? 
Das haben wir den Wirtschaftsfachmann Ettore G.Tedeschi  gefragt.

"FINANZFACHMANN GOTTI TEDESCHI: "WAS SICH HINTER DEM SKANDAL VON REGENSBURG VERBIRGT":


             

"Bestimmte Denker, italienische und andere, unter ihnen Marcello Pera, sind der Meinung, daß in der Kirche eine Art de-facto-Schisma stattfindet. Halten Sie das für wahrscheinlich?"

-"Ich hoffe, daß wahrgenommen worden ist, daß wir in einem historischen Moment , über den Philosophen, Theologen, Historiker diskutieren werden, während Gott weiß wie lange. 

Die Verwirung darüber, was gut und was böse ist. Aber kommen wir zur Frage zu Marcello Pera, der ein wirklich ein so ehrbarer Intellektueller ist, daß er die Szene verlassen hat, weil er sich des Theaters schämt, in dem er spielt.
Pera ist ein Philosoph der Wissenschaft, der Karl Popper studiert hat, den Propheten dessen, was heute Dank der Soros dieser Welt und der radikalen Monsignori passiert. 
Pera hat sich in Papa Ratzinger "verliebt", dessen Freund er wurde und dessen Voschlag nach Blaise Pasacl er folgte, so zu leben als ob es Gott gäbe. 
Weil für Pera der Papst der Bezugspunkt für die europäische Kultur und Zivilisation sein muß- deshlab ist er heute ein bißchen überrascht, sogar schockiert.
Im Interview mit Il Matino jedenfalls erklärt er, daß Papst Bergoglio "den Westen haßt und versucht, ihn zu zerstören....genauso wie er versucht, die christliche Tradition zu zerstören. Er hat das Christentum genommen und es in Politik verwandelt....er sorgt sich nicht um das Heil der Seelen sondern nur um das soziale Wohlergehen."
Pera sieht ein de-facto-Schisma. Eine Konfrontation ist dabei zu explodieren, nicht so sehr zwischen den Progressiste und Traditionalisten sondern zwoschen denen, die noch glauben und denen, die glauben, daß auch der Glaube einer Evolution unterworfen ist."


Wenn Atheisten das Christentum verteidigen.....

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die heuchlerische Aktion der Polizei während der Gay-Pride-Parade in London.
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"GB. JESUS KANN SCHWUL SEIN, ALLAH NICHT. ABER  PROTESTIERT HAT NUR EIN BERÜHMTER ATHEIST. DIE CHRISTEN? UND IN RIMINI...."

Richard Dawkins hat die Aktionen der Polizei während der Londoner Gay-Pride-Parade zum Lobpreis des homosexuellen Lebensstil und homosexueller Praktiken als heuchlerisch kriitisiert. 
Der hochberühmte Atheist hat die Sicherheitskräfte kritisiert, weil sie dem Rat der Ex-Muslime in Groß-Britannien (CEMB) verboten haben, ihre Spruchband "Allah ist schwul" zu zeigen, aber Plakate, auf denen "Jesus ist schwul" stand, zugelassen.

                              

Der berühmte Evolutionsbiologe hat am vergangenen 23. Juli getwittert: "Gay-Pride-Parade" in London. Die Polizei ist mit den Fahnen "Jesus ist schwul" zufrieden. Aber die Fahne der CEMB "Allah ist schwul" verboten. Heuchelei vom Typ @kpfa."
Kpfa ist ein Radiosender der betont, Akzeptanz, soziale Toleranz und Integration fördern zu wollen.

Die CEMB hat sich dem Protest Dawkins angeschlossen und auf ihrer website 
festgestellt, daß die Parade "voller Plakate war, auf denen stand "Gott ist schwul", "Jesus hatte zwei Väter" und andere, die die Kirche, Priester und den Papst betrafen. Aber als CEMB das Spruchband mit "Allah ist schwul" hochhielt, kam die Polizei sofort, um es zu entfernen, weil es provoziere."
Und CEMB fährt fort: "Der einzige Grund aus dem unsere Spruchbänder als Povokation angesehen werden, ist daß Kritik am Islam als nicht zu dulden betrachtet wird, weil es eine fortwährende Gewaltandrohung seitens der Islamisten gegen Ex-Muslime gibt, aber auch gegen Muslime im Dissenz, um sie
zu zensieren und zum Schweigen zu bringen." 

Sofort nach dem Auftauchen der Sspruchbänder hat die Moschee von Ost-London eine formelle Beschwerde gegen die CEMB  eingereicht und behauptet, "die Gruppe würde Haß gegen die Muslime schüren" .
Und die KPFA, der in Berkeley, Kalifornien stationierte Sender hat ein Programm abgesetzt, bei dem am 9.8. Dawkins anwesend sein sollte, weil der Autor der "Gottesillusion" eine verletzende Sprache gegenüber dem Islam benutzt habe.
Und in einer sich selbst widerspechenden Erklärung: "KPFA lehnt eine Sprache, die verletzen kann, ab. Aber wir unterstützen unermüdlich eine ernsthafte Redefreiheit unterstützen, unterstützen wir keine Beleidigungsreden. Wir entschuldigen uns dafür, nicht schon viel früher Kenntnis von den Ansichten Dawkins gehabt zu haben."


Dienstag, 25. Juli 2017

Zum Fest des Hl. Jacobus

                                     HEILIGER JACOBUS BITTE FÜR UNS!


          

         Papst Benedikt XVI besucht am 6.11. 2010 die Kathedrale von Santiago di Compostella.

Gedenkmessen für Pater Jacques Hamel

Am morgigen Mittwoch, den 26. Juli wird der Erzbischof von Rouen Dominique Lebrun, in  der Kirche Saint-Etienne in Saint-Etienne-du-Rouvray des von islamistischen Terroristen ermordeten Priesters Jacques Hamel gedenken.

Am 26.7 2017 ist der Jahrestag der Ermordung des Paters, und aus diesem Grunde wird die Messe gehalten, eine Stele aufgestellt, am Grab gebetet und mitsamt dem Erzbischof die Vesper gebetet wie, man hier auf der homepage der Diözese Rouen sehen kann

Auch andere Pfarreien gedenken des Paters und den Opfern der terroristischen Gewalt.

Desweiteren wurde bereits im April das Seligsprechungsverfahren für den Pater eröffnet, wie, die die des Französischen mächtig sind hier nachlesen können.

Man kann sich aber auch auf Wikipedia schlau machen. Hier klicken

Auf jeden Fall ist es gut, wenn wir unserer Toten gedenken.

"Diejenigen, die Benedikt XVI nicht kennen (oder ihn zu gut kennen). Fortsetzung.....

Fortsetzung von "Diejenigen, die Benedikt XVI nicht kennen, oder die ihn zu gut kennen)
Hier geht´s zum Original:   klicken
"Wenn man den Essay liest, kann man argumentieren, daß es viele übereinstimmende Themen zwischen Katholiken und Evangelikalen gibt, aber auch viele, bei denen sie nicht einig sind, wie der Catholic Herald bemerkte. Man kann darauf bestehen, daß allgemein gesprochen-die Beispiele die Religiosität einer bestimmten konservativen Welt betreffen, während sie die linke (leftist) Welt nicht betreffen, wie Christopher Altieri in First Things feststellte. 
Oder man könnte betonen, daß "die Verteidigung der Religionsfreiheit niemals die Hilfe für die Armen ausschließt" wie es Erzbischof Charles J. Chaput von Philadelphia tat, auch einer, der auf der "schwarzen Liste" vermutet wurde.
Am Ende kann man den Mangel an Nuancen beklagen und die Autoren bitten, mit einem etwas komplexeren Blick auf die Wirklichkeit zu schauen. Hier ist der Punkt: der Artikel in "La Civiltà Cattolica" spiegelt die aktuelle Diskussion wieder. Und es ist die aktuelle Debatte, die in ihrer Natur "manichäisch" ist,  weil sie die Kirche als in eine "Pro-Franziskus" und eine "Anti-Franziskus" Partei gespalten darstellt.
Alles, was heute in der Kirche gesagt wird, wird dämonisiert,  wenn es nicht mit der mainstream-Sichtweise übereinstimmt, die beschlossen hat, Franziskus als Papst der Armen, der Peripherien, einer sozialen Kirche, die nicht evangelisieren will, darzustellen. Es ist nicht wichtig, daß der selbe Papst Franziskus immer betont, die Kirche sei keine NGO. Tatsächlich benutzt der selbe Papst viele politische und soziologische Kategorien in seinen Reden-wie es in Latein-Amerika üblich ist, wo Politik und Theologie immer vermischt werden und wo Versuche, alle zum Glauben zu bringen, nicht darauf abzielen, Gründe für den Glauben zu erklären sondern eher zur Erhöhung der Volksfrömmigkeit dienend, als Theologie des Volkes, die Papst Franziskus liebt.
In diesem Klima scheint es kein Zufall zu sein, daß der Bericht über die Mißbräuche im Internat des Regensburger Kinderchores- der berühmten Domspatzen- erst in der letzten Woche veröffentlicht wurde, obwohl er seit Februar fertig war und seine Veröffentlichung viele male verschoben worden ist. Das Dokument nennt keine Namen und betrifft Msgr. Georg Ratzinger, Benedikts XVI Bruder, der über Jahrzehnte Chordirektor war, nicht direkt. Der Bericht betrifft das Internat, nicht den Chor. Dennoch wurde die Veröffentlichung des Berichtes benutzt, um die Scheinwerfe auf den Bruder des Papa emeritus zu richten und zur selben Zeit Kardinal Gerhard L. Müller, Präfekt der Glaubenskongregation und früheren Erzbischof von Regensburg anzugreifen- als ob die Entscheidung des Papstes, sein Mandat als Präfekt nicht zu erneuern mit einem angenommenen Versagen bei der Aufarbeitung der Mißbrauchskrise als er Ortbischof war zusammenhinge.


Father Blake schreibt: Wie wird sich die Kirche an Papst Franziskus erinnern?

Father Blake hat den Osservatore-Artikel über den widerspenstigen Klerus gelesen und Austen Ivereigh zugehört, der sich um die Rezeption von Amoris Laetitia sorgte und dazu einen Beitrag für seinen marymagdalen-blog geschrieben.
Hier geht´s zum Original: klicken

                 "DIE REZEPTION VON PAPST FRANZISKUS"
"Ich bin -wie der größte Teil des Katholischen Klerus heutzutage- nicht sicher, daß die Orthodoxen nicht katholisch sind, oder Teil der Katholischen Kirche, so wie man sagen könnte, daß die im 16. Jahrhundert gegründeten Kirchen es nicht sind, oder die ohne gültige Sakramente es nicht sind.
Natürlich sind die, die die Taufe empfangen haben, immer irgendwie Teil der Katholischen Kirche, sogar wenn sie nach der Taufe ins Schisma gehen. 
Mit der "zwei-Lungen-Theorie" könnte man suggerieren, daß die Katholische Kirche ohne diese Einheit von Ost und West selbst defizitär ist und die Orthodoxen würden das selbe sagen, deshalb der Ausgriff auf Ost und West.

Praktisch könnte man sogar unterstellen, daß das große Schisma von 1054 erst 1870 mit dem I. Vaticanischen Konzil wirksam wurde. Bis dahin scheint es ein faires Maß an Interkommunion,sogar der Akzeptanz der gegenseitigen Jurisdiktion gegeben zu haben, orthodoxe Nonnen wählten jesuitische Beichtväter, in Italien wurden orthodoxe Eheauflöungs-Scheidungs-Erklärungen in den meisten Teilen und auch in der Katholischen Welt östlich von Italien akzeptiert.
Und obwohl wir die Theologie der Eucharistie sehr unterschiedlich formuliert haben mögen und diese Ausdrucksformen eher kultureller Art waren als wirklich ein Ausdruck eines unterschiedlichen Glaubens, könnten wir am Ende beide sagen: "Dieses ist Jesus".

Gestern habe ich Austen Ivereigh bei BBC zugehört, dem selbsternannten päsptlichen Apologeten, der über die "Aufnahme oder Nicht-Aufnahme" von Amoris Laetitia und des Lehramtes des Hl. Vaters oder sogar seiner Regierung sprach und im Osservatore Romano vom Samstafg gab  es diesen
faszinierenden Artikel über den italienischen Klerus- hoch und niedrig- der gegen Franziskus opponiert.
Aussage war, daß der Papst ein Guter und der Klerus Bösewichter und Ignoranten seien.
Historisch gesehen, arbeitet die Kirche so nicht und dieser Artikel wird warhscheinlich nur dazu dienen, die Isolation des Papstes zu betonen und andere zu ermutigen, darüber zu sprechen.

Montag, 24. Juli 2017

Ein Fundstück

Bei Echo Romeo habe ich folgenden Satz gefunden:

Was mich nur irritiert und inzwischen oft schweigen lässt: diese Diskussionen [um den rechten Glauben] werden in einer Art geführt, als sei man seiner selbst und des eigenen Glaubens unerhört sicher, die Kirche aber befände sich in größter Gefahr.

Jep kann ich da nur sagen, genau so ist es und es irritiert mich auch, daher sei denjenigen unter unseren Lesern die noch nicht bei Echo Romeo selber gelesen haben hier der ganze Text verlinkt. 
Klicken 

In einem Lied heißt es "Wer glaubt er stehe, der hab acht, dass er nicht fällt!"

Unsere Tweets zum Tage:

Beeindruckende Bilder aus Ausschwitz. Kardinal Sarah besucht die Gedenkstätte, an der der heilige Maximilian Kolbe ermordet wurde.
Der Text ist zwar auf polnisch - aber die Bilder sprechen für sich:





In memoriam Erzbischof Johannes Dyba


Heute vor 17 Jahren, in der Nacht vom 23. auf den 24. 7. 2000 starb der Erzbischof von Fulda, Johannes Dyba, Hüter des Glaubens, großer Kämpfer gegen die Kultur des Todes und eloquente und streitbare Reizfigur für alle Kirchenfeinde.

Die Osthessen-news erinnern heute an ihn:   klicken

Hier ein zeitgenössischer Bericht von den Trauerfeierlichkeiten:   klicken

Ein Erinnerungs-Video von vor 10 Jahren:

       

hier gibt es noch ein schönes Video mit einem berühmten Interview mit dem Titel : "Zur Sache Herr Bischof" :   klicken







A. Gagliarducci zum Wirbel um Wortmeldungen des Papa emeritus

A. Gagliarducci  setzt sich in Monday in the Vatican gründlich mit den hysterischen Reaktionen der näheren und weiteren Entourage des amtierenden Papstes auf die Worte des Papa emeritus in seinem Nachruf auf Kardinal Meisner auseinander und liefert dabei ein Bild der zur Zeit vorherrschenden, durch und durch politisierten Denkweise. Kein Schönes.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIEJENIGEN, DIE BENEDIKT XVI NICHT KENNEN (ODER DIE IHN ZU GUT KENNEN)"
Der Wirbel, der um den Nachruf veranstaltet wurde, den Benedikt XVI zur Totenmesse für den emeritierten Erzbbischof von Köln und alten Freund, Kardinal Joachim Meisner, geschickt hat, offenbart viel von dem, was aus der Kirche geworden ist und besonders wie entzweiend die innere Debatte in der Kirche geworden ist.


In seiner bewegenden und persönlichen Erinnerung an Kardinal Meisner hat Benedikt unterstrichen, wie hart es für Kardinal Meisner "das Amt zu verlassen - in dem Augenblick - in dem die Kirche Hirten braucht, die fähig sind, der Diktatur des Zeitgeistes zu begegnen und völlig entschlossen sind vom Standpunkt der Glaubens zu handeln und zu denken."
Aber - fügte der Papa emeritus hinzu - "umso mehr hat es mich bewegt, dass er in dieser letzten Periode seines Lebens loszulassen gelernt hat und immer mehr aus der tiefen Gewissheit lebte, dass der Herr seine Kirche nicht verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist."

Diese Worte wurden sofort als Angriff auf das aktuelle Pontifikat interpretiert. Es wurde auch der Verdacht verbreitet, daß der Brief nicht vom Papa Emeritus selbst geschrieben wurde sondern von seinen Mitarbeitern. Verletzende Anspielungen.
Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Haushalts, aber vor allem Privatsekretär des Papa emeritus, hat alles zurückgewiesen: Benedikt hat sich weder auf irgendwelche besonderen Umstände noch auf das aktuelle Pontifikat bezogen.

Wenn man auf die Fakten schaut, muß man dieser Version glauben. Papst Benedikt hat die Metapher des Schiffes viele male benutzt, um das Leben der Kirche zu beschreiben.

Z.B. benutzte er sie am 27. Februar 2013 während seiner letzten Generalaudienz, als er betonte:

"Der Herr hat uns viele Sonnentage mit leichter Brise geschenkt, Tage, an denen der Fischfang reichlich war, und es gab Momente, in denen das Wasser aufgewühlt war und wir Gegenwind hatten, wie in der ganzen Geschichte der Kirche, und der Herr zu schlafen schien. Aber ich habe immer gewußt, daß in diesem Boot der Herr ist, und ich habe immer gewußt, daß das Boot der Kirche nicht mir, nicht uns gehört, sondern ihm. Und der Herr läßt sie nicht untergehen "

Benedikt sprach 2006 bei der von den Wellen hin und hergeworfenen Barke in seiner Predigt zum Fest der Hl. Petrus und Paulus, als er daran erinnerte:

"Immer wieder wird das kleine Boot der Kirche vom Wind der Ideologien hin- und hergeworfen, die mit ihren Wassern eindringen und es scheinbar zum Untergang verurteilen. Und dennoch ist Christus gerade in der leidenden Kirche siegreich. [....] 
Er bleibt in seinem Boot, im Schifflein der Kirche. So offenbart sich auch im Dienst des Petrus einerseits die Schwachheit dessen, was zum Menschen gehört, aber gleichzeitig auch die Kraft Gottes: Gerade in der Schwachheit der Menschen zeigt der Herr seine Kraft, beweist er, daß er selbst es ist, der mittels schwacher Menschen seine Kirche aufbaut."