Dienstag, 19. September 2017

was auch wahr ist

Mir kommt immer mal wieder, in Diskussionen über die Kirche, die Wahrheit, den Zustand der Welt usw, der Satz unter "Ja man kann den Glauben ja nicht befehlen"
Ja das stimmt, das ist richtig und gut, aber das umgedrehte gilt aber auch:
Man kann den Unglauben nicht befehlen

Montag, 18. September 2017

Chesterton, mal wieder

Chesterton schrieb einmal das folgende:

At least five times, therefore, with the Arian and the Albigensian, with the Humanist sceptic, after Voltaire and after Darwin, the Faith has to all appearance gone to the dogs. In each of these five cases it was the dog that died."

and it continues: "How complete was the collapse and how strange the reversal we can only see in detail in the case nearest to our own time."


auf Deutsch ungefähr:

Mindestens fünf mal, mit den Arianern, den Albingensern, den skeptischen Humanisten mit Voltaire und mit Darwin ist der Glaube vor die Hunde gegangen und immer war es der Hund, der gestorben ist.
Wie komplett der Zusammenbruch und wie eigenartig der Umschwung war lässt sich im Detail nur an dem Fall ablesen, der am  nähesten zu unserer Zeit ist.

Samstag, 16. September 2017

Ein bißchen Musik zum Abend

                                      Die Sinfonie mit dem Paukenschlag
        
         

Fundstück des Tages


-gefunden bei katholisch.de :  klicken  
und das beginnt so:

"Hofmann: Umgang mit Benedikt XVI ist eine Schande" 

Papst Benedikt XVI war ein großer Theologe auf dem Stuhl Petri, sagt Bischof Friedhelm Hofmann.
Doch gerade die Deutschen hätten das zu wenig gewürdigt. Die Kritik des Würzburger Bischofs ist deutlich."

 Dem kann man nur zustimmen- besonders wenn man an die deutschen Mitglieder der St. Gallen-Mafia und ihre Umtriebe denkt.

Quelle: kartholisch.de 


 

Die Kirche lebt! Und die Kirche ist jung!*



*Papst Benedikt XVI anlässlich seiner Inaugurationsmesse am 24. April 2005

Tweet zum Tage....

 

"Lieber Papst Franziskus"

rorate caeli veröffentlicht einen offenen Brief, den Father Richard Gennaro Cipolla an den Pontifex geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"LIEBER PAPST FRANZISKUS"  EIN BRIEF AN DEN PAPST- VON FR. RICHARD CIPOLLA

"Lieber Papst Franziskus,
Ich schreibe Ihnen diesen Brief mit einem Herzen, das von Sorgen um die Kirche und um Sie als Nachfolger Petri schwer ist. Wir Katholiken sind aufgerufen, Sie zu lieben und Sie in Ihrem schweren Amt in der Kirche zu unterstützen.
Und das tun wir. Aber es gibt viele von uns, die besorgt sind, daß Sie nicht auf dem Stand der Dinge in der Kirche sind, wie er in der heutigen Welt ist.
Sie scheinen manchmal willkürlich zu handeln, auf eine Weise, die suggeriert, daß Sie wie jemand aus den 1960-er Jahren denken.
Während wir das II.Vaticanische Konzil als Ökumenisches Konzil respektieren müssen, ist die damalige Art zu denken von der heutigen Zeit sehr verschieden. Auf vielerlei Art hat das Konzil das Ende der Moderne signalisiert - zumindest in der Kirche. Wie sind gerufen, jetzt zu versuchen, zu verstehen, was es bedeutet, in einer postmodernen Zeit zu leben, damit zurecht zu kommen und dann mit der Aufgabe der Evangelisierung in einer postmodernen Welt weiterzumachen.

Es schmerzt uns tief, wenn Sie auf geringschätzige Weise über die sprechen, die Sie "Traditionalisten" nennen und sie als von der Vergangenheit "besessen" und hartherzig abtun. Es mag einige geben, auf die dieses Bíld paßt, aber die, die ich kenne, die die Hl.Tradition der Kirche lieben, sind weit davon entfernt von der Vergangenheit besessen zu sein, die hochgradig über die Zukunft der Kirche besorgt sind und haben nicht den Wunsch, in einem Goldenen Zeitalter der Kirche zu leben, das es nie gegeben hat.

Diese Männer und Frauen, einschließlich Bischöfe, Priester, Diakone und Laien sind ganz glücklich, in der heutigen Welt mit ihren besonderen Herausforderungen zu leben, und versuchen ihr das Evangelium Jesu Christi und die Hl.Tradition zu bringen, das die von den Aposteln der postmodernen Welt weitergegebene Lehre verkörpert.

Sie Hl. Vater scheinen sich nicht  bewußt zu sein, daß ungleich der postmodernen Welt, mit ihrem Rationalismus und ihrer anti-traditionellen Voreingenommenheit - die jungen Leute in der postmodernen Welt wirklich an Tradition interessiert und von ihrem Erleben von Tradition fasziniert sind, ob in der Kunst, in Architektur, Musik oder der Traditionellen Liturgie der Kirche.
Das Problem ist, daß das II.Vaticanische Konzil eine Liturgie hervorgebracht hat, die eine Frucht der modernen Zeit ist.
Sie ist heute in der porstmodernen Welt schon abgestanden. Sollten Sie die Seminare in diesem Land besuchen, würden Sie finden, daß eine Mehrheit unserer Seminaristen der Traditionellen Messe, die in den postkonziliaren Jahren unterdrückt wurde, sehr positiv gegenüber stehen. Sie tragen nicht wie Sie und ich an der Last des Aufruhrs der 60-er. Die jungen Leute sind wie unbeschriebene Tafeln- zu ihrem Vorteil. Sie sehen die Schönheit der Tradition und wundern sich, warum diese Schönheit von den meisten Katholiken heute nicht mehr erlebt wird.

In einer Zeit, in der die Einheit der Katholischen Kirche von innen und außen bedroht ist, haben Sie diese Bedrohung noch verstärkt- durch die kürzliche Änderung des kanonischen Rechts, die den Ortsbischöfen die Macht gibt, ihre eigenen Adaptationen der Liturgie zu erstellen.
Wir werden nicht nur durch die Sprache getrennt sein, wir werden bald auch durch den Ritus der Messe selbst getrennt sein. Sie haben Recht, wenn Sie versuchen, die Liturgie von der Bürokratie der Römischen Kongregationen zu befreien. Weil die liturgische Tradition nicht organisch wachsen kann, wenn sie auf Rubriken und Gesetze reduziert wird. Aber der Weg, dem Sie folgen, bedroht die Einheit der Kirche selbst. Die Messe sollte nicht als Instrument dieser "Inkulturation" benutzt werden, die die Obsession der modernen Kirche der Vergangenheit war.

Lieber Papst Franziskus: ich bete, daß Sie über das, was ich in diesem Brief  gesagt habe und Wege nachdenken, um herauszufinden, wo Ihre Herde in der Welt von heute wirklich ist.
Sie werden das nicht tun, indem Sie sich mit denen umgeben, die immer noch in den 60-ern leben. Haben Sie keine Angst die Hl.Tradition der Kirche zu akzeptieren. Diese Akzeptanz wird Sie zu einem glücklichen Mann und einem weisen Bischof von Rom machen."

In kindlicher Zuneigung,
Father Richard Gennaro Cipolla

Quelle: rorate caeli, Fr. R.G. Cipolla


Freitag, 15. September 2017

Marco Tosatti zur causa v. Boeselager

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das Urteil des Hamburger Landgerichts zur Causa v.Boeselager / Kath.net , das eine Niederlage für den Großkanzler des Malteser Ordens darstellt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"MALTA, EINE HÄSSLICHE GESCHICHTE. DAS GERICHT GIBT BOESELAGER UNRECHT. ER WUSSTE VON DEN KONTRAZEPTIVA. WARUM ALSO DEN GROSSMEISTER "ENTHAUPTEN"? "

Seit dem vom Staatssekretariat gewollten Schlag -mit der "Enthauptung" des Großenmeisters vom regierenden Pontifex ausgeführt,- umgibt Stille den Malteser Orden, aber vor 2 Tagen erreichte uns aus Hamburg eine Entscheidung, eine Nachricht von erheblicher Wichtgkeit.
Das Gericht in Hamburg hat; wie die österreichische website Kath.net und in englischer Übersetzung OnePeterFive berichten, Albrecht von Boeselager, dem aktuellen Großkanzler Unrecht gegeben.
Der frühere Großmeister, Matthew Festing, hatte ihn bestraft, weil unter seiner Verantwortung Malteser International, ein Zweig des Ordens, Antikonzeptiva und die Pille-danach auf der indonesischen Halbinsel verteilt hatte. Das ist eine Praxis, die offensichtlich im Gegensatz zu den katholischen Moralprinzipien steht, an die der Orden sich halten müßte.

Aus diesem Grund wurde von Boeselager nach einer Untersuchung aufgefordert, zurückzutreten. Er weigerte sich und behauptete, nichts über diese Aktivitäten zu wissen.
Der Großmeister entließ ihn aus dem Amt.
Boeselager bewegte seine Schachfiguren in das Staatssekretariat; der Papst zwang den Großmeister zurückzutreten, nachdem der Hl. Stuhl auf nie gesehene Weise versucht hatte, in die Geschichte des Ordens einzugreifen; Kardinal Burke, Großpatron des Ordens wurde praktisch abgesetzt ( es ist ihm noch nicht gelungen, eine Audienz beim Pontifex zu bekommen) , der Orden wurde kommissioniert und natürlich wurde Boeselager auf seinem Posten wieder eingesetzt.

Eine häßliche Geschichte, Hier können Sie lesen, was wir unter diesem Link geschrieben haben.

Daß er jetzt-vielleicht nach diesem Urteil des Hamburger Gerichts spontan aufgeben sollte und zugeben, daß er nicht die Wahrheit gesagt hat? Boeselager hatte von 1989 bis 2014  die Kontrolle von Malteser International inne und während seiner Zeit entstand das Problem der Verteilung der Kontrazeptiva.
Im November 2016 hat Kardinal Burke mit dem Papst gesprochen, Der war "tief verstört" über die Nachricht von der Verteilung von Kontrazeptiva. Über die Nachrichten von einer Infiltration des Ordens durch Freimaurer hinaus, die immer nach einer adäquaten Säuberungsaktion verlangt hatte.
Dieser Kampf hat sich immer mehr zur einer Schlacht zwischen dem deutschen und dem anglophonen Flügel des Ordens entwickel und um eine mysteriöse Spende, deren Ursprung nicht klar ist und bei der auch keine Klarheit über die Verwicklung einiger vaticanischer Diplomaten herrscht.

Dann hat es- und es ist interessant, das festzustellen-, den Versuch seitens der Síegerseite gegeben, die Presse zum Schweigen zu bringen. Im März dieses Jahres erhielt Kath net die Anordnung, die Berichterstattung über von Boeselager einzustellen,
Wie Kath.net schrieb; "Diese Woche ist Kath.net eine gerichtliche Verfügung zugestellt worden, die Berichterstattung über den Malteser Orden einzustellen, die folgte einer Reportage von Bild. Bild hatte geschrieben, daß der Großkanzler von Boeselager eine Spende von 30 Millionen Schweizer Franken unbekannter Herkunft erhalten habe; Kath.net hatte die Bild-Reportage nur zitiert."

Das passierte zum zweiten mal. Schon 2016 hatte Kath.net eine Verfügung dieser Art erhalten. Sie hatten über die Verteilung von Kontrazeptiva durch einige mit dem Malteser Orden verbundene caritative Organisationen berichtet. Das Hamburger Urteil bezieht sich auf die Verfügung von 2016- bei der es um die Kontrazeptiva ging. wie Kath.net, das die schriftliche Urteilsbegründung bekommen hat, berichtet.

"Der gesamte dritte Absatz des Artikels setzt sich kritisch mit verschiedenen Aspekten der Arbeit des Antragstellers (A.d.Redaktion: Hier ist Albrecht von Boeselager gemeint!) als Hospitalier auseinander, um die zu Beginn aufgestellte These zu belegen, ein kleiner Kreis aus dem deutschsprachigen Raum wolle zwar die Vorteile der Exklusivität und der Souveränität erhalten, aber die ihrer Meinung nach zu engen Bande der katholischen Lehre und Bindung an den Papst etwas lockern. Für den Leser ergibt sich daraus zur Überzeugung der Kammer zwingend, dass der Antragsteller alle erwähnten Vorwürfe selbst verantwortet hat, was notwendigerweise auch seine Kenntnis aller relevanten Umstände betrifft. Dieser Eindruck gilt nach dem Ergebnis der Widerspruchsverhandlung jedoch prozessual als wahr."

Übersetzt heißt das: Boeselager hatte- im Gegensatz zu dem, was er erklärt hat- Kenntnis von dem was passierte.

Mit dem Urteil des Hamburger Gerichts steht jetzt die gesamte Aktion in Frage. War der Papst schlecht informiert? Festing hatte Recht- ist er also zu Unrecht zum Rücktritt gezwungen worden?
Ist Boeselager immer noch in der Lage, die Stellung eines Großkanzler eines katholischen Ordens zu bekleiden? [....]

Boeselager hatte dagegen argumentiert, sowohl öffentlich als auch vor Gericht, keinerlei direkten operativen Einfluss auf die humanitären Aktionen von Malteser International , das unter diesen Umständen nicht unter seine Verantwortung fiel, gehabt zu haben, er habe- nachdem er einmal von den laufenden Mißbräuchen informiert wurde, sofort interveniert und dem ein Ende gesetzt. 
Ein wichtiges Detail: inzwischen sind alle Erklärungen und Links zu diesem Streit von der website des Malteser Ritter verschwunden.

Das Hamburger Urteil eröffnet ein Panorama unvorhergesehener Aussichten. Hier kann man sich fragen, wer und warum um das Eingreifen des Papstes gebeten hat, in einer Aktion, die ein Zivilgericht  als ungerecht beurteilte.
Wenn v. Boeselager das wußte, haben Matthew Festing - und Kardinal Burke seinerseits- korrekt gehandelt. Und wenn sie korrekt gehandelt haben, warum sie dann "enthaupten"  und den Orden kommissionieren?  Und sollte nicht der Pontifex in dieser Situation in Aktion treten und konsequent handeln? 

Quelle: Stilum Curiae. Marco Tosatti 

Father Hunwicke fordert die Glaubenskongregation auf, die Archive zu öffnen.

Father Hunwicke wünscht sich Klarheit über mögliche Korrekturvorschläge der Glaubenskongregation zum Entwurf von Amoris Laetitia und möchte wissen, was Kardinal Müller in Mannheim wirklich gesagt hat.
Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes :  klicken

           GLAUBENSKONGREGATION:  ÖFFNET DIE ARCHIVE! 
In seinem erhellenden Cuddesdon-Text hat Fr. Aidan Nichols uns daran erinnert, daß gemäß Berichten, die Glaubenskongregation (zu der Zeit geleitet vom bewundernswerten Gerhard Müller) umfangreiche Korrekturen am Entwurf von Amoris Laetitia geliefert hat....von denen alle- oder die meisten ignoriert wurden.

Lassen Sie sich von uns daran erinnern, warum das wichtig ist. Wie Father Aidan sagte, würden wir lieber glauben, daß die Irrtümer und die (jedenfalls prima facie) Häresien in AL auf einer nachlässigen Sprache von Papst Bergoglio beruhen-  als daß sie Resultat eines Vorsatzes sind, wissentlich etwas Falsches zu lehren.
Wir können nur entscheiden, welches der beiden Urteile über unseren Hl. Vater gesprochen werden muß- offensichtlich ist das zweite das schlimmere, wenn wir die ihm von der Glaubenskongregation angebotenen Korrekturen am Entwurf von AL mit dem endgültigen Text vergleichen.

Ich weiß, daß wir in diesem Pontifikat einen so offenen und freimütigen Akt wie die Veröffentlichung der Kommentare der Glaubenskongregation nicht erwarten können. Das ist in gewissem Sinne das Problem dieser turbulenten Zeit in der Kirchengeschichte der Ecclesia militans.
Der aktuelle Inhaber des Römischen Sitzes spricht ohne Ende, wenn es ihm gut täte, zu schweigen; und er hält den Mund fest verschlossen, wenn er seine Pflicht ist, ihn zu öffnen und die Fides tradita zu verteidigen und seine Brüder zu bestärken. Wo es Geheimhaltung geben sollte, ist Offenheit, wo wir Offenheit brauchen, da ist Geheimhaltung.

Kann ich vielleicht um Hilfe bitten? Es gibt Berichte, daß Kardinal Müller in Mannheim , wie die deutsche online-Ausgabe der Tageszeitung "Mannheimer Morgen" berichtete, einige ziemlich wichtige Bemerkungen gemacht hat,
Es würde mich interessieren, den Text zu sehen (oder wenn möglich eine englische Eselsbrücke) mit den Worten des Kardinals. Kann jemand mich mit einem Link versorgen?
Der Bericht faßt den Teil, der mich am meisten interessiert, so zusammen: "Sich bei theologischen Fragen nur auf den Hl. Geist verlassen? Eine beängstigende Idee für Müller. Müller bezieht sich hier auf das Beipiel des Hl. Robert Bellarmine (1542-1621); der hatte Clemens VIII (1536-1605) in klaren Worten seinen Mangel an theologischer Kompetenz nachgewiesen.
(Um es klar zu sagen : Ich möchte keinen weiteren Link hzum Bericht der Zeitung sondern zu den Worten seiner Eminenz, die hier nur zusammengefaßt wurden.)

Ich vermute, daß Müller einen wichtigen Beitrag zum Problem beitragen kann, wie wir mit einem doktrinal dysfunktionalen Pontifikat umgehen sollen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Regensburg feiert den Besuch von Papst Benedikt in 2006 ...

... mit einem Denkmal

und wie es sich gehört mit einer Pontifikalvesper.




Da ist es doch ein Grund zum Freuen, dass wir von Erzbischof Gänswein hören, dass es Papst Benedikt gut geht, dass zwar die Beine nicht mehr so richtig mitmachen und dass der Kopf klar ist.

Wie klar, das konnte man dann auch dem Grußwort von Papst Benedikt entnehmen, das Erzbischof Gänswein während der Pontifikalvesper verlesen hat.  Jedes Wort trifft - wie immer - auf den Punkt und ist ein schöner Vergleich, gerade, wenn man die Politiker im Video reden hört....

Auf der Webseite des Bistums Regensburg gibt es einen schönen Bericht mit vielen Fotos zur Einweihung des Denkmals vor der Regensburger Schottenkirche. Weiter unten auch eine Soundcloud-Datei, über die man Erzbischof Gänswein nachhören kann.



Papst Benedikt XVI -ein neuer Nehemia?

Gerade gesehen: bei der Freischaltung dieses Beitrags ist einiges schief gegangen,- dafür entschuldigen wir uns.

rorate caeli hat zum 10. Jahesetag der Promulgierung des motu proprio "Summorum Pontificum"
ein Loblied auf den Papa emeritus verfaßt und vergleicht ihn darin mit dem Propheten Nehemia, der das seit langer Zeit verborgene Feuer aus dem Tempel wiederfand.
Hier geht´s  zum Original:  klicken

"BENEDIKT XVI DER NEUE NEHEMIA, DER DAS VERBORGENE FEUER WIEDER ENTZÜNDET"

Am 10. Jahrestag des In.Kraft.Tretens des Motu Proprio Summorum Pontificum preisen wir das Erbe Papst Benedikts XVI, der die schwerwiegende Ungerechtigkeit des Versuchs der unmöglichen Abschaffung der Apostolischen Messe der Lateinischen Kirche und hat sie von den Fesseln aus Lügen und Täuschung befreit.
Ad multos annos, Papa Ratzinger!

Aus dem Zweiten Buch der Makkabäer, Kapitel 1

           Für all das sei unser Gott gepriesen, der die Gottlosen preisgegeben hat.

 Gelobt sei Gott in allen Dingen, der die Bösen ausgeliefert hat.
"Wir schreiben euch, weil wir die Tempelreinigung feiern wollen- am 25. Tag des Monats Casleu, wir hielten es für nötig, es euch bekannt zu machen, so daß ihr den Tag des Feuers begeht, das gegeben wurde, als Nehemias das Opfer brachte und der Tempel und der Altar gebaut wurden. 
Denn als unsere Väter nach Persien verschleppt wurden, nahmen die Priester, die Anbeter Gottes waren, das Feuer vom Altar und versteckten es in einem Tal, wo es eine tiefe Grube ohne Wasser gab- dort hielten sie es in Sicherheit, so daß der Platz allen Menschen unbekannt war.
Als aber viele Jahre vergangen waren und es Gott gefiel, daß Nehemia vom König von Persien gesandt werden sollte, schickte er einige Nachfahren dieser Priester und sie sagten uns, daß sie kein Feuer gefunden hätten sondern schlammiges Wasser.

          Er befahl ihnen, es zu schöpfen und ihm zu bringen. Als alles zum Opfer gerüstet war, gebot               Nehemia den Priestern, das Holz und was darauf lag, mit dem Wasser zu  begießen.
          Als dies geschehen war und nach einiger Zeit die Sonne hervor kam, die bis dahin von einer               Wolke verdeckt war. loderte ein gewaltiges Feuer auf, sodaß alle staunten. Und alle Priester                 beteten, während das Opfer verbrannte, Jonathan begann und die anderen- auch Nehemia-                   antworteten:

          "Herr, Herr und Gott,
          Du Schöpfer aller Dinge,
          Du furchtbarer und gewaltiger,
          gerechter und barmherziger
          alleiniger Gott und Wohltäter,
          eingiger Spender der Lebensgüter,
          einzig gerechter Allherrscher und Ewiger,
          der Du Israel aus aller Not errettet,
          der Du die Väter auserwählt und geheiligt hast.

          Nimm das Opfer an für Dein ganzes Volk Israel,
          schütze und heilige Dein Erbteil.
          Führe uns wieder aus der Zerstreuung zusammen,
          befreie alle von den Heidenvölkern Geknechteten,
          schau gnädig auf die Verschmähten und Verachteten!
          Dann sollen die Völker erkennen, daß Du unser Gott bist.
          Strafe, die uns Gewalt antun und uns in ihrem Stolz verhöhnen,
          und pflanze Dein Volk wieder an deinem Heiligen Ort ein,
          wie Moses es gesagt hat.

         Dann sangen die Priester die Loblieder und das Opfer wurde verzehrt. 

Quelle : rorate caeli

Sandro Magister zur causa Seifert, Fortsetzung .....


Fortsetzung des Textes von A. Pierantoni bei S. Magister


Was wir hier also erleben, ist der Versuch, den Vorschlag in Kapitel,VIII von AL zu einer lehramtlichen Äußerung zu erklären (zu "magisterialisieren"), was im Widerspruch zu den von AL selbst angebotenen Beweisen steht und dem Handeln des Papstes selbst.
Man sollte festhalten, daß Martinez hier dem Kurs des argentinischen Erzbischofs Victor Manuel Fernández in seinem jüngsten Artikel folgt.
Erzbischof Fernández nimmt an. daß dieser ein Akt des Lehramtes ist und  versucht das dadurch zu bestätigen, daß er eben diesen Brief des Papstes an die Buenos Aires-Bischöfe zitiert und so impliziert, daß auch dieser Brief ein lehramtlicher Akt ist.

Ich antworte: ein Brief, der nur die Rezeption eines Vorschlags bestätigt, der selbst nicht lehramtlich beglaubigt ist, kann aus dem selben Grund kein Lehramt sein. Er ist lediglich die Bestätgung des Denkens des Papstes in dieser Sache. 
Aber was der Papst denkt oder sagt, ist sehr weit davon entfernt, "ipso facto" Lehramt zu sein. 
Dazu muß es die klar ausgedrückte Absicht zu einer autoritativen Lehre geben, nicht nur die Aussage, es gäbe nur eine mögliche Interpretation, wie es ausdrücklich in AL 3 gesagt wird.

Darüber hinaus muß es auch -natürlich- eine klare Harmonie und Übereinstimmung mit dem restlichen Lehramt geben.

In diesem Sinn ist es vollkommen richtig, mit den sogenannten "orthodoxen Interpretationen von AL" zu behaupten, daß sogar- wenn wir unser Urteil, ob ein Papst als Person dem Irrtum verfallen ist, aussetzen,- keine Interpretation, die der vorangegangenen feierlichen und ordentlichen Lehre der Kirche widerspricht, aus dem Dokument abgeleitet werden kann.

Was wir jedoch gern hinzufügen würden, ist daß auch wenn das wahre Lehramt der Kirche nie daduch geändert werden kann, was ein Papst persönlich denkt und sagt, weil es auf dem Versprechen und Schutz Jesu Christi beruht, eine irrige persönliche Meinung des Papstes dennoch verheerende Auswirkungen haben kann, hauptsächlich weil viele Leute-auf allen Ebenen- das Lehramt mit dem, "was der Papst sagt", verwechseln.

Genau das passiert heute mit der Entlassung Prof. Seiferts aus der Internationalen Akademie für Philosophie in Granada. Hier verfolgt der Erzbischof von Granada offiziell einen sehr orthodoxen katholischen Denker- genau wegen der Annahme, daß das, was der Papst in Kapitel VIII von AL sagt ein Akt des Lehramtes ist.  Weil offensichtlich den Papst für etwas zu kritisieren, was er als Privatperson sagt, niemals für die Beschuldigung "die Kommunion der Kirche und den Glauben der Gläubigen zu verwirren und Mißtrauen gegenüber dem Nachfolger Petri zu säen" ausreichen würde.


Donnerstag, 14. September 2017

Sandro Magister noch einmal zur causa Seifert

Sandro Magister beschäftigt sich bei Settimo Cielo noch einmal mit dem Fall Professor Seiferts, der -wie er sagt- wegen zu großer Treue zur Kirche und ihrer immerwährenden Lehre exemplarisch für alle AL-Kritiker abgestraft wurde.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"ALLE ARGUMENTE VON PROFESSOR SEIFERT, GEFEUERT WEGEN ZU GROSSER TREUE ZUR KIRCHE

"Die kürzliche Entlassung des hervorragenden 72 jährigen österreichischen katholischen Philosophen, Professor Josef Seiferts aus der spanischen Sektion der von Seifert selber in Liechtenstein gegründeten Internationalen Akademie für Philosophie ist das vielleicht dramatischste Erbe von "Amoris Laetitia".

Seifert wurde genau deshalb "gebannt", weil er es gewagt hatte, eine Passage aus diesem Dokument des Papstes im Licht der "reinen Logik" zu kritisieren.

Es handelt sich um diesen § 303 der postsynodalen Exhortation entnommenen Abschnitt:

 "Das Gewissen kann mehr tun als erkennen, daß eine gegebene Situation objektiv nicht zu den allgemeinen Forderungen des Evangeliums paßt. Es kann auch mit Sicherheit und ehrlich erkennen, was jetzt die großzügigste Antwort ist, die Gott geben kann und dazu kommen mit einer gewissen moralischen Sicherheit zu sehen, daß was Gott in der konkreten Komplexität der eigenen Grenzen verlangt auch wenn es noch nicht das volle ideale Ziel ist,"

Seiferts These ist, daß nach strenger Logik "Amoris Laetitia" hier dazu kommt, zu behaupten, daß Gott unter bestimmten Umständen -entgegen seinen eigenen Geboten- jede Art schlechter Handlung fordern kann, wie z.B. Ehebruch. 

Mit dem Ergebnis, daß eine solche "theologische Atombombe" droht, das gesamte Gebäude der Katholischen Morallehre zum Einsturz zu bringen.

Seifert hat seine Kritik im deutschen Magazin für Philsophie und Theologie "Aemae" veröffentlicht.

" Droht pure Logik die gesamte Moraldoktrin der katholischen Kirche zu zerstören?"  

Ebenfalls in diesem Magazin hat Professor Claudio Pierantoni, Professor für Philosophie an der Universität von Santiago de Chile, vor kurzem einen bissigen Kommentar zum Rausschmiss Seiferts veröffentlicht, der seiner Meinung nach "der Anfang der offiziellen Verfolgung der Rechtgläubigkeit in der Kirche ist."

Pierantoni ist einer der 6 Laien-Gelehrten aus allen Kontinenten, die sich am vergangenen 22. April zu einem Seminar zu "Amoris Laetitia" mit dem Titel "Klarheit bringen"  versammelt haben, woran Kardinal Caffarra in seinem letzten, unbeantworteten Brief an Papst Franziskus erinnert hat.

Der Gesamttext dieses Essays ist bei "Aemaet" verfügbar:

"Josef Seifert, Pure Logic, and the Beginning of the Official Persecution of Orthodoxy within the Church"

Hier folgen der Hauptteil und das Ende des Textes:

"OFFIZIELLE VERFOLGUNG UND PRAKTISCHES SCHISMA IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE"

von Claudio Pierantoni

[....]  ungeachtet der Kraft und der Überzeugungskraft seiner Argumente zieht Josef Seifert selber nicht apodiktisch die Konsequenzen (was die Aufdeckung einer Häresie bedeuten würde) sondern überläßt es eher dem Papst, über eine so schwerwiegende Sache nachzudenken. Was könnte man sich Demütigeres und Respektvolleres vorstellen?


Jetzt hat aber genau dieser Artikel Erzbischof Martinez von Granada dazu gebracht, zu behaupten, daß "der kürzlich von Professor Josef Seifert veröffentlichte Artikel [...] die Kommunion mit der Kirche beschädigt, den Glauben der Gläubigen verwirrt und Mißtrauen gegenüber dem Nachfolger Petri sät, was -am Ende- nicht der Wahrheit des Glaubens dient, sondern eher den Interessen der Welt."


Mit allem gebotenen Respekt, denke ich, daß Erzbischof Martinez, indem er das behauptet, in seinen Überlegungen zur aktuellen Situation der Kirche eine wirklich überraschende Naivität an den Tag legt.

Wirklich überraschend, weil er nicht nur ein hochrangiger Prälat ist sondern auch ein sehr gebildeter Mensch.


Tweet zum Tage

Der umstrittene Großkanzler der Malteser Ritter, Albrecht von Boeselager, unterliegt vor Gericht gegen kathnet. Das Urteil läßt seine Aussagen in eigener Sache gegenüber dem Papst dem Orden und der Öffentlichkeit in einem ganz anderen Licht erscheinen, von den Folgen ganz zu schweigen.

hier der Link zum zugehörigen kath.net Artikel

Macht statt Glaube?

Maike Hickson bei faßt bei OnePeterFive zusammen, was Tagespost und Mannheimer Morgen über eine Diskussionsveranstaltung in Mannheim berichten, an der Kardinal Müller, Prälat Imkamp und Erzbischof Gänswein teilnahmen.
Hier geht´s zum Original: klicken

"KARDINAL MÜLLER:  MACHT, NICHT DEM CHRISTLICHEN GLAUBEN IST VON DER KIRCHE PRIORITÄT GEGEBEN WORDEN"
"Gloria von Thurn und Taxis, eine prominente katholische deutsche Fürstin, die die Sache des orthodoxen Katholizismus in Deutschland unterstützt, hat am vergangenen Freitag Kardinal Müller, den früheren Präfekten der Glaubenskongregation,  anläßlich der öffenltichen Präsentation seines neuen Buches über das Papsttum (Der Papst- Mission und Mandat) im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim begrüßt.
Erzbischof Georg Gänswein und Prälat Wilhelm Imkamp, Direktor des Pilgerzentrums Maria Vesperbild (Augsburg) haben ebenfalls an dieser Buchpräsentation teilgenommen, die die Form einer öffentlichen Diskussion annahmen, die vom protestantischen Kirchenhistoriker Christoph Markschiess moderiert wurde.

Während dieses Treffens machte Kardinal Müller nach Berichten, die die katholische Zeitung "Die Tagespost" und die digitale Ausgabe des "Mannheimer Morgens" veröffentlichten, einige hilfreiche und ermutigende Bemerkungen im Hinblick auf die aktuelle Situation der Katholischen Kirche.
Zu allererst- machte der deutsche Kardinal klar, daß Basis für die Autorität des Lehramtes eine tiefe und disziplinierte Kompetenz sein muß.
Eine fruchtbare Beziehung zwischen Lehramt und Theologie hängt von einer guten Ausbildung ab. Die Tagespost faßt seine Worte wie folgt zusammen:
 "Sich bei theologischen Fragen allein auf die Inspiration des Hl. Geistes zu verlassen? Eine beängstigende Idee für den Dogmatik-Professor [Müller].
Müller bezieht sich hier auf das Beispiel des Hl. Robert Bellarmine (1542-1621);
Er erklärte Clement VIII (1526-1605) seinen Mangel an theologischer Kompetenz in klaren Worten.

Nach dem Mannheimer Morgen zitiert Müller die eigenen Worte des Hl.Robert Bellarmines "Sie haben keine Ahnung davon!" - die er einmal dem Papst gegenüber geäußert hatte,
Die Zeitung fährt dann fort: "Das war vor langer Zeit. Aber Kardinal Müller nannte ihn ausdrücklich als Vorbild und zitierte diesen Satz mit Freude genau:"
Die Zeitung weist auch darauf hin, daß ihnen klar war, daß die Müllers Wunde durch seine kürzliche Entlassung "noch sehr sehr tief ist".