Donnerstag, 18. Januar 2018

Father Hunwicke spricht....

auf seinem blog "liturgicalnotes" über den ökumenischen Charakter der "Filial Correction"
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                                           "ÖKUMENISMUS"  (1)
"Im Jahr 2017 gab es ein Stück wahre Ökumene, das weitgehend unbemerkt blieb."

"Eine kleine ..in der Tat winzige..Gruppe aus Klerikern und Laine haben gemeinsam eine "Filial Correction"  für Papst Franziskus formuliert, die ihm mit 40 Unterschriften demütig Anfang August überreicht wurde. Wie bei den Dubia gab es nicht einmal eine wegwerfende Bestätigung, daß sie von PF oder seinem Büro entgegen genommen wurde. Daher wurde entschieden, das Dokument zu veröffentlichen. Zu der Zeit hatten ungefähr 20 oder ein paar mehr Leute davon gehört und angeboten, auch zu unterschreiben.

Einer von ihnen war Seine Exzellenz Bischof Fellay.
2 Punkte:
1) Die Correctio bezieht sich auf das Lehramt der Kirche alles Zeiten, einschließlich sowohl dem des II.Vaticanums und dem der postkonziliaren Päpste als auch dem der vorhergehenden Jahrtausende.
Bischof Fellay hat wegen dieser Tatsache nicht die Nase gerümpft.

2) Die Autoren der Correctio Filialis haben sein Angebot angenommen, Sie haben das im vollen Bewußtsein getan, daß die böswilligen Hypersuperüberpapalisten, die PF umgeben, diese Ttsache nutzen würden,um fälschlicherweise zu behaupten, sie seinen "Kryptolefebvristen". Das ist die Sorte Schlamm, die diese Art Leute gern herumwerfen. ( sie haben das auch bei den Mönchen der FFI getan).

Ökumenismus neigt wie die meisten gesunden Dinge im Leben der Kämpfenden Kirche dazu, sich nicht auf die Weise, wie er erwartet oder vorhergesehen wird, zu zeigen.
Da waren alle dies professionellen Ökumeniker, die so gemütlich in Venetien und auf Malta zusammensaßen , um absichtlich zweideutige Erklärungen verbaler Einmütigkeit zu formulieren.
Aber der Gott der Überraschungen...JA! ...handelt anders.
Hier sind dann also Leute zusammen gebracht worden,  die nichts mit einander gemeisam hatten als ihre Liebe zum Heiligen Herzen Jesu und seiner Braut vereint zu einer freudigen Bestätigung des Depositum Fidei, der Tradition, die von den Aposteln weitergegeben wurde."

Quelle:liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke


De Mattei:" Die Krankheit der zeitgenössischen katholischen Kirche ist der Minimalismus."

Roberto De Mattei meldet sich bei rorate caeli zu den unglaublichen Vorgängen in Turin  während der Weihnachtsmesse (das vorsätzliche und erklärte Auslassen des Credo-durch Don Olivero) und fordert Konsequenzen - sowohl von der Hierarchie als auch von den Gläubigen.
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"DER MINIMALISMUS, KRANKHEIT DES ZEITGENÖSSISCHEN KATHOLIZISMUS"
'In diesen Tagen kursieren auf den web-sites Italiens zwei Videos, die nachdenklich machen.
Das este gibt die Worte wieder, die während der weihnachtlichen Mitternachtsmesse von Don Fredo Olivero, Rektor der Kirche San Rocco a Torino gesprochen hat: "Wißt Ihr, warum ich das Credo nicht spreche? Weil ich nicht daran glaube."
Unter dem Gelächter der Gläubigen fährt der Priester fort: "Wenn jemand es versteht....aber ich- nach so vielen Jahren -habe verstanden, daß da eine Sache war, die ich nicht verstanden habe und die ich nicht akzeptieren wollte. Singen wir also etwas anderes, die die wichtigsten Dinge des Glaubens betreffen,"
Dann hat der Priester das Credo durch das Lied "Dolce sentire" aus dem Film "Bruder Sonne, Schwester Mond"

Das  Credo umfaßt die Glaubensartikel des Katholischen Glaubens. Einen dieser Artikel zu leugnen, stellt eine Häresie dar. Das Credo en bloc zu leugnen, stellt einen Akt öffentlicher Apostasie dar.
Und es im heiligen Augenblick der Messe zu leugnen, stellt einen nicht zu tolerierenden Skandal dar.

Der Priester hätte sofort entfernt,  a divinis suspendiert und exkommuniziert werden müssen.
Nichts davon ist passiert. Während die Medien die unglaubliche Nachricht weiter hervorsprudelten, war die einige Stimme der Kirche dazu, die von Don Salvatore Priola, Pfarrer und Rektor des Marienheiligtums von Altavilla Milicia, der in eines Predigt seinen Ärger über die Worte des piemontesischen Priesters ausdrückte- und seine Gläubigen und jeden Getauften aufgefordert, öffentlich auf diesen Skandal zu reagieren.

Ein Video zeigt sein leidenschaftlichen Wort "Brüder und Schwestern" sagte er " wenn ihr einen Priester Dinge sagen hört, die dem katholischen Glauben widersprechen. auch während des Messe- habt den Mut, aufzustehen und sagtr es dem Priester -auch während der Messe: das ist nicht erlaubt!
Es ist Zeit aufzustehen,wenn ihr etwas hört, daß solche Sachen die unserem Credo widersprechen, gesagt werden. Auch wenn ein Bischog sie sagt auch wenn ein Priester sie sagt. 
Steht auf und sagt ihm: Pater, Exzellenz, das ist nicht zuläsig.  Weil es ein Evangelium ist. Weil wir alle das Evangelium sind,  vom Papst abwärts sind wir alle das Evangelium."


Mittwoch, 17. Januar 2018

Tweet zum Tage

Das kann man glaub ich ganz unkommentiert stehen lassen:

Fundstück: vor 10 Jahren in Rom

Gefunden in der "Tagespost" anläßlich des 10. Jahrestages eines Eklats durch die römische Universität "La Sapienza" - deren Rektor sich bemüßigt fühlte, die Rede, die Papst Benedikt XVI zur Eröffnung des akademischen Jahres halten wollte, abzusagen. Josef Bordat hat den sehr lesenswerten Artikel mit dem Titel:   "Vor zehn Jahren: Der Eklat um die Rede des Papstes"  geschrieben.
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Hier ein Ausschnitt:

"Alexander Smoltczyk schrieb damals auf Spiegel Online: „Der Papst als neuer Galilei! 
Als Opfer einer laizistischen Inquisition. Die Antiklerikalen hatten exakt das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollten.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht einer kurzen Darstellung der wichtigsten Botschaften des Papstes. Es geht in der Rede um Vernunft, Wahrheit und Weisheit. Der Heilige Vater sieht seinen Auftrag im Hinblick auf das universitäre Leben darin, „die Sensibilität für die Wahrheit wach zu halten; die Vernunft immer neu einzuladen, sich auf die Suche nach dem Wahren, nach dem Guten, nach Gott zu machen und auf diesem Weg die hilfreichen Lichter wahrzunehmen, die in der Geschichte des christlichen Glaubens aufgegangen sind und dabei dann Jesus Christus wahrzunehmen als Licht, das die Geschichte erhellt und den Weg in die Zukunft zu finden hilft“.

Quelle: J.Bordat, "Tagespost"

Steve Skojec von 1P5 fragt: "Wann bekommen wir einen Vatícan, der von Erwachsenen geleitet wird?"

Steve Skojec kommentiert die Handhabung der Ploumen-Ordens-Affäre durch den Vatican und wundert sich. er läßt uns bei OnePeterFive an seinen Gedanken teilhaben. Und er ist ganz klar erkennbar not amused.
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"DAS PRESSEAMT DES HEILIGEN STUHLS HAT SEINEN UMGANG MIT DER PLOUMEN-AFFÄRE VERPFUSCHT. WANN BEKOMMEN WIR EINEN VATICAN, DER VON ERWACHSENEN GELEITET WIRD?"

"Während der letzten Tage haben wir eine Geschichte verfolgt, der es gelang, -trotz Ärger und Überdruss- quer durch die Katholische Welt immer noch die Gläubigen zu schockieren und beunruhigen.
Die Geschichte ist hier und hier dokumentiert, deshalb keine weiteren Details in diesem post.
Es genügt zu sagen, daß Lilianne Ploumen- eine vehemente holländische Pro-Abtreibungs-Politikerin, die ihrer Sache so ergeben ist, daß sie in sechs Monaten 300 Millionen $ für Familienplanung und Abtreibungsangebote rund um die Welt gesammelt hat, trotzdem den Orden des Hl. Gregors des Großen vom Vatican verliehen bekam.
Dieser Orden wird als "bevorzugte Ehrung zur Anerkennung besonderer und individueller verdienstvoller Dienste für die Kirche" beschrieben.
Außerdem ist es eine päpstliche Ehrung, die zumindest schließen läßt, daß der Papst seiner Verleihung zustimmt (sogar obwohl es aussieht, als würde seine funktionelle Verteilung  durch das Staatssekretariat erfolgen).

Ploumen ging dann herum und prahlte in den Medien, nachdem sie sie empfangen hatte, damit, daß sie sie vom Vatican bekommen habe, obwohl sie ganz sicher war, daß die von ihren Bemühungen zur
Förderung der Abtreibung wußten.  Sie lobte den Papst, wie fortschrittlich er sei, das getan zu haben.
Sie sagte, daß sie das als Bestätigung ihrer Arbeit sehe.

Der Vatican hielt mittlerweile sein eisernes Schweigen über die ganze Affäre durch, bis nach dem kombinierten Druck durch den Bericht des Lepanto-Institutes und von OnePeterFive (und anderen Quellen, die dann die Geschichte aufnahmen) - der den Vatican dazu veranlaßte, ein knappes Statement abzugeben. Gleich mehr zu diesem Statement.

Zuerst möchte ich feststellen, was ich belanglos, unprofessionell und-frei gesagt- kindisch finde. (Traurig aber überhaupt nicht überraschend).


Magister & der doppelte Papst. Welcher ist der richtige?

Eine wichtige und interessante Frage. Man mag sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn der Papa emeritus solche Aussagen über Mißbrauchsfälle gemacht hätte, ein (medialer) Lynchmob wäre das Mindeste gewesen. Aber was sagt das Sprichwort? Gottes Mühlen mahlen langsam....oder "Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen".
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"IN CHILE VERDOPPELT FRANZISKUS SICH SELBER. UND NIEMAND WEISS, WELCHES DER RICHTIGE IST. "

"Einige Tage vor der Ankunft von Papst Franziskus in Chile hat die Veröffentlichung eines Briefes an die chilenischen Bischöfe durch Associated Press seinen Besuch ziemlich komplizierter gemacht.

Dieser Brief stellt de facto eine authentische Denksportaufgabe darüber dar, wie Jorge Mario Bergoglio  über den größten Skandal denkt, der Chile in den vergangenen Jahren erschüttert hat- jenem, in dessen Zentrum ein Priester namens Fernando Karadima steht.

Der jetzt 87-jährige Karadima war jahrelang Pastor in Santiago, aber vor allem war er ein sehr populärer Erzieher und Anführer vieler junger Leute und Priester, von denen schließlich einige Bischöfe wurden.

2010 aber- offenbarten etliche seiner Schüler, daß er viele von ihnen sexuell mißbraucht hatte, als sie jung oder minderjährig waren. Der Hl. Stuhl kam schnell zu dem Schluss, daß diese Beschuldigungen wohl fundiert waren. Und am 21. Juni 2011 befand er Karadima für schuldig und ordnete an, sich in ein privates Leben in Buße und Gebet zurückzuziehen.

Danach wurden aber neue Beschuldigungen gegen drei Bischöfe erhoben, die in der Schule von Karadima erzogen worden waren und beschuldigt wurden, am  sexuellen Mißbrauch, den ihr Lehrer beging, teilgenommen zu haben.
Diese drei Bischofe waren:

Juan de la Cruz Barros Madrid,  wurde 1995 zum Weihbischof von Valparaiso geweiht und später Bischof von Iquique und gleichzeitig Militärbischof von Chile.

Tomislav Koljatic Maroevic, 1998 zum Bischof von Linares geweiht,

Horacio del Carmen Valenzuela Abarca, 1995 zum Bischof von Talca geweiht;

Der Hl. Stuhl eröffnete auch gegen diese drei Bischöfe eine Untersuchung und kam schnell zu dem Entschluss, sie von der Ausübung ihres Amtes zu entbinden.

Das ist das, was man de facto dem vor wenigen Tagen von Associated Press veröffentlichten Brief des Papstes entnehmen konnte.
Nach dem, was der Papst in diesem Brief schreibt, forderte der vaticanische Nuntius in Chile, Scapolo, Barros, den Bischof, der sich am nächsten zum Auge des Hurrikans befand, auf, zurückzutreten und ein Sabbatjahr einzulegen.

Der Nuntius ließ Barros auch vertraulich wissen- wieder nach dem, was der Papst schreibt- daß der selbe Schritt auch von den anderen zwei beschuldigten Bischöfen verlangt würde.

Barros aber schrieb in seinem Rücktrittsbrief, den er Ende 2014 an die Vatican-Autoritäten schickte, auch, was der Nuntius ihm vertraulich bzgl. der anderen beiden Bischöfe gesagt hatte. Und dieser Regelverstoß -schreibt der Papst in dem Brief- "hat alles kompliziert und blockiert".

Dienstag, 16. Januar 2018

Fundstück : der Papa emeritus und Karl Valentin

gefunden haben wir es bei katholisch.de 
Der frühere Münchener Oberbürgermeister, Christian Ude, wie der Emeritus Träger des Karl-Valentin-Ordens berichtet von einer denkwürdigen Begegnung mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation Joseph Ratzinger.
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Hier ein Ausschnitt:

"Als der OB zu Gast gewesen sei beim damaligen Chef der Glaubenskongregation, habe er den Gesprächseinstieg mit dem Hinweis versucht, sie beide seien ja "Ordensbrüder". Ratzinger erhielt die Auszeichnung 1989, Ude 1999.
Der Kardinal habe ihm daraufhin in seinem Amtszimmer auswendig einen Valentin-Sketch vorgespielt, bei dem er selbst mit variierender Stimme alle Rollen gesprochen habe, erzählte Ude: "Was hätte ich dafür gegeben, wenn ich das damals schon mit einem Handy hätte filmen können!" Ratzinger sei sehr stolz auf diesen Orden gewesen."

und
"Es sei das Privileg der Narren, die Wahrheit sagen zu dürfen, betonte Ratzinger damals in seiner Rede. Doch: "Wer die Wahrheit sagt und sich nicht auch ein wenig wie ein Clown dabei vorkommt, würde wohl allzu leicht selbstherrlich werden."

Die Causa Ploumen

Steve Skojec kommentiert bei 1P5 die päpstliche Ehrung Lilianne Ploumens. Auch Michael Hichborn und Maike Hickson haben zu diesem Bericht beigetragen. Besonders aufschlussreich ist der Ausschnitt aus dem Interview des niederländischen Senders BNR mit der Geehrten.
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"DIE INTERNATIONALE ABTREIBUNGSANWÄLTIN BEHAUPTET, DASS DIE PÄPSTLICHE EHRUNG EINE "BESTÄTIGUNG" IHRER ARBEIT IST."

Am 12. Januar haben OnePeterFive und das Lepanto-Institut berichtet, daß Liliane Ploumen, eine holländische Politikerin und internationale Abtreibungsaktivistin den Orden des Hl. Gregors empfangen hat, wegen "verdienstvollem Dienst an der Kirche".
Mehrere diplomatische Quellen um den Vatican haben jetzt 1P gegenüber bestätigt, daß Ploumen die Auszeichnung übergeben wurde, weil sie 2017 an einem offiziellen Staatsbesuch von König Willem-Alexander und Königin Maxima der Niederlande im Vatican teilgenommen hatte.

Ploumen, die früher das Amt einer Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit für die holländische Regierung inne hatte, hat im Jahr 2017 eine progressive globale Initiative gestartet "Sie entscheidet". Als globale Bewegung beschrieben, ist "She Decides" darauf  ausgerichtet,

"Das fundamentale Recht für Mädchen und Frauen, frei und für sich selbst über ihr Sexualleben zu entscheiden, einschließlich ob, wann, mit wem und wie viele Kinder sie haben wollen. Das schließt den Zugang zu moderner Empfängnisverhütung, sexuelle und Beziehungs-Kenntnisse und sichere Abtreibung mit ein."

Die SheDecides-Initiative war eine Antwort auf die Finanzierungslücke bei den "Familien-Planungs"-Einrichtungen rund um die Welt, die entstand, als Präsident Donald Trump die Mexiko-City-Politik, die amerikanische Finanz-Unterstützung von NGOs, die Abtreibungs-Möglichkeiten anbieten, aufhob.
Innerhalb von 6 Monaten hat SheDecides - das von 60 Ländern unterstützt wird- insgesamt Zusagen von 300 Millionen $ bekommen.


A. Gagliarducci über die "neue Anthropologie" und eine "neue Weltordnung" in der Folge der 68-er., ...Fortsezung

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In einem Interview, das er ACI Stampa gewährte, stellte Erzbischof Tomasi fest, daß die "UN beabsichtigen, eine neue Weltordnung zu schaffen und eine neue Anthropologie erfunden haben, um dieses Ziel zu erreichen."

Diese neue Anthropologie -fuhr er fort- schafft "in sich eingeschossene " Personen, die ihr Ziel erreichen, wenn ihre Wünsche erfüllt werden. Die Verbindungs-Dimension wird so verleugnet und heraus kommen "Leere und Nihilismus" , das auch ein Umstürzen der Natur mit sich bringt, so daß "gender und physische Identität" nicht von der Natur gegeben werden, sondern vom Individuum gewählt werden.

Eine der Strategien, um diese neue Anthropologie voranzubringen, ist die Zersetzung der Famlie, wie es bei den UN-Konferenzen in Kairo 1994 und Peking 1995 geschah.
Nicht zufällig hat Papst Franziskus die Familie als einen der Pfeiler der vaticanischen Diplomatie bezeichnet, in einer Reaktion auf die auf höchster diplomatischer Ebene ausgeführte Dekonstruktion der Familie. Seit das sexuelle Geschlecht zur Wahl steht, Familie, Mutterschaft und Kinder nur Hindernisse für das Recht auf grenzenlose Freiheit und Selbstbestimmung sind, muß die Wahrnehmung von Familie, Mutterschaft und Kindern verändert werden.
So müsssen soziale, juristische und spirituelle Normen verändert und erneuert werden- angepaßt an die soziokulturellen Veränderungen des Augenblicks, oder individuelle Entscheidungen oder die Zustimmung einer Mehrheit.

Alle diese Möglichkeiten sind Ergebnis des neuen Wörterbuchs der UN. Es ist am Ende die Diktatur des Relativismus, die Benedikt XVI bereits verurteilte, er hat seine erste Botschaft an den Welttag des Friedens der Wahrheit gewidmet.

Magister: Machtspiele in der Kurie

Sandro Magister analysiert bei Settimo Cielo die derzeitige Machtverteilung in der Kurie.
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"KURIENGESCHICHTEN. DAS COMEBACK DES KARDINALSTAATSSEKRETÄRS."

"Die Rede, die der Papst am 8.Januar wie zu Beginn jedes Jahres an das beim Hl. Stuhl akkreditierte  Diplomatische Corps gehalten hat, trug unmißverkennbar den Stempel  des Staatssekretärs. Kardinal Pietro Parolin.

Das war eine Rede von großer professioneller Diplomatie, ganz ohne jene Drittwelt-Votwürfen, die Jorge Mario Bergoglio so lieb sind. Ein Zeichen dafür, daß das come-back Parolins, der jetzt die volle Kontrolle über die Kurie des Vaticans hat, es sogar bis zu Franziskus geschafft hat.

Das war zu Beginn seines Pontifikates nicht der Fall. Franziskus hatte um sich herum einen Großen Rat von acht Kardinälen gesetzt, und der Staatssekretär gehörte nicht zu ihnen, im Gegenteil, die Kurienreform, die umkreist wurde, zielte besonders auf sein Amt, das seit der Zeit Pauls VI im Zentrum der größten Machtkonzentration stand, im Urteil vieler Kurienmitarbeiter exzessiv.

Und in der Tat, der erste Versuch einer Reform ging genau in diese Richtung. Im März 2014, ein Jahr nach seiner Wahl zum Papst, schuf Bergoglio ein brandneues Sekretariat für die Wirtschaft, die  er mit der künftigen Kontrolle aller Besitztümer der Vaticanämter, einschließlich beträchtlicher Summen die niemals auf den Seiten der offiziellen Bilanz des Hl.Stuhls auftauchten, das von einem allmächtigen Büro geführt wurde, dem sogar die APSA gehorchte, die Verwaltung des Besitzes des Apostolischen Sitzes, der Tresor der Vaticanischen Güter und Besitztümer.

Der australische Kardinal George Pell, den Franziskus an die Spitze der neuen Körperschaft stellte, ist nicht um den heißen Brei herumgeschlichen. Er hat den Betrag des unerklärten Geldes im Besitz des Staatssekretariates  und anderer Vatican-Ämter öffentlich offen gelegt- 1,4 Milliarden Dollar, offensichtlich um es zu kontrollieren und kündigte das bevorstehende Aufgehen des APSA in seinem Sekretariat an.

Aber nichts davon geschah. Ohne irgendein Geräusch zu machen, leisteten die von Pell belagerten Machtzentren Widerstand und schlugen dann zurück. Mit dem Papst, der ihnen zunehmend zuhörte und sich ihnen anpaßte- anstatt dem australischen Kardinal. Und mit Parolin, den Franziskus in der Zwischenzeit den acht Kardinälen des großen Rates zur Seite gestellt hatte und der die Fäden des Gegenangriffs zog.


Montag, 15. Januar 2018

Fundstück - die neue "Orgel" im Petersdom

Gefunden bei katholisch.de : Kommentar des Domorganisten des Kölner Doms Prof. Winfried Bönig zum Einbau einer digitalen "Plastik"-Orgel ausgerechnet im Petersdom. Beschämend aber nicht wirklich überraschend- wenn für eine "arme Kirche" Banausen die Entscheidungen treffen.
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Hier ein Ausschnitt:
(...)
Frage:
 "Sind digitale Orgeln ein Trend? Werden die traditionellen Orgeln mit Orgelpfeifen bald aus den Kirchen verschwinden?"

Bönig:
"Elektronische Orgeln sind keinesfalls ein Trend. Eigentlich ist ihre Zeit schon vorbei. Deswegen verursacht das neue Instrument im Petersdom auch gerade einigen Wirbel, die Fachwelt befindet sich irgendwo zwischen Entsetzen, Bestürzung unUnverständnis.
Das war eine ganz und gar unkünstlerische Entscheidung. Das hat schon etwas von Ironie: In dem Moment, wo die Unesco die Orgeln und das Orgelspiel zum Weltkulturerbe erklärt, baut der Petersdom als DIE Kirche der katholischen Welt so ein Instrument ein.
Italienische Orgelbauer haben gerade eine Beschwerde-Petition auf den Weg gebracht worden, die ich vollkommen unterstütze."
Frage:
"Aber irgendeine Motivation muss der Vatikan doch gehabt haben…."
Bönig:
"Es ist einfach die bequemste und billigste Variante. Vor über 100 Jahren wollte man schon mal an die Rückwand des Petersdoms eine große Orgel bauen. Und vor wenigen Jahren gab es wieder eine ähnliche Initiative, beide sind nicht zustande gekommen. An den Finanzen kann es aber nicht liegen. Man würde immer Spender finden....."

A. Gagliarducci über die "neue Anthropologie" und eine "neue Weltordnung" in der Folge der 68-er.

Vaticanist Andrea Gagliarducci hat sich in seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in The Vatican" mit der diesjährigen Ansprache des Pontifex an das Diplomatische Corps und der Bedeutung der sexuellen Revolution der 68-er für den Paradigmenwechsel bei der Interpretation der Menschenrechte im Sinne des Orwell´schen "newspeak", beschäftigt.
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"WARUM HAT PAPST FRANZISKUS IN SEINER ANSPRACHE AN DIE DIPLOMATEN DIE 1968-BEWEGUNG KRITISIERT?" 

"Seine erste Rede des Jahres hat Papst Franziskus - einer festen Tradition folgend - an das beim Hl. Stuhl akkreditierte Diplomatische Corps gerichtet. Die Rede des Papstes war besonders wichtig. Sie bestand nicht nur aus einer breiten und detaillierten Übersicht über die diplomatische Arbeit des Hl. Stuhls. Die Rede hat auch einige kritische Punkte herausgestellt. Insbesondere  hat er einen besonders kritischen Augenblick identifiziert: 1968.

Es ist nicht das erste Mal, daß die 1968-Revolution und die Veränderung des Vokabulars, die sie mit sich brachte, Teil der diplomatischen Botschaft des Hl. Stuhls ist. Erzbischof Silvano Maria Tomasi, hat - als er noch Permanenter Beobachter des Hl. Stuhls bei den UN in Genf war, viele Male die Verbindung zwischen der Zustimmung zu den neuen Rechten, die mit der sexuellen Revolution 1968 einhergingen und einer Änderung im diplomatischen Bereich betont.

Es ist aber das erste Mal, daß Papst Franziskus in einer diplomatischen Rede ganz klar ein Licht auf das Thema wirft und dabei über eine allgemeine diplomatische Diskussion hinausgeht. Am Ende soll die Diplomatie des Hl. Stuhls nicht nur Teil des Prozesses sein. Eher soll sie aus diesen Prozessen einen Weg zum Allgemeinwohl, der wahren internationalen Agenda des Hl. Stuhls machen.

Papst Franziskus´ Ausgangspunkt war der 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der in diesem Jahr begangen wird. Der Papst beklagte, daß sich "besonders am Vorabend des 1968-er Aufruhrs" die Interpretation einiger Rechte zunehmend veränderte -einschließlich einer Anzahl "neuer Rechte", die nicht selten untereinander im Konflikt stehen."


Fundstück: Besuch des Papa emeritus in Castel Gandolfo im März 2017

Die Schwestern des Clarissinnenkloster Monastero Immacolata Concezione in Albano in den Albaner Bergen in der Nähe von Castel Gandolfo haben auf der web-site des Klosters ihre Erinnerung an den  Besuch veröffentlicht, den der Papa emeritus ihnen am 19. März 2017 gemacht hat. Hier geht´s zum Original (mit Fotos)    klicken
Hier zeigt sich dann auch wieder die Verbundenheit des Papa emeritus mit Castel Gandolfo, die vielleicht ein kleiner Trost für eine Bewohner für die Mißachtung durch den aktuellen Pontifex ist.
Gefunden haben wir das bei Twitter:
Visita di Benedetto XVI alle sorelle clarisse di Albano (19 marzo 2017)https://t.co/vwODXrAV5M
— La Vigna del Signore (@vignadelsignore) 14. Januar 2018

"DEMÜTIG UM DIE SCHÖNHEIT GOTTES ZU REFLEKTIEREN"


Während Papst Benedikt die Schwelle des Klosters überschreitet, warten wir im Chor auf ihn, das Ohr der Tür zugewandt um das leise Echo seiner Schritte wahrzunehmen.
Während er sich leise nähert, kommen aus der Tiefe des Herzensgedächntnisses die Worte herauf, die er wenige hundert Meter entfernt auf der Zentral-Loggia des Apostolischen Palastes in Castel Gandolfo gesprochen hat, die als "Abschied von Papst Benedikt" in die Geschichte eingegangen sein könnten:
"Ich bin einfach ein Pilger, der die letzte Etappe seiner Pilgerschaft auf dieser Erde beginnt."

Mit diesen Gefühlen hat Seine Heiligkeit Benedikt XVI die Schwelle des Schweigens überschritten, hinter der er fortfuhr, " mit meinen Überlegungen und mit meiner ganzen inneren Kraft für das Allgemeinwohl und zum Wohl der Kirche und der Menschheit zu arbeiten."
Und jetzt macht also heute Papst Benedikt als Pilger erneut einen Besuch in unserem Kloster.

Es ist der dritte Sonntag der Fastenzeit, die Göttliche Liturgie gibt uns den Schlüsel zur Lektüre, um das Ereignis zu interpretieren. An diesem Morgen hat das Evangelium, das bei der Eucharistie-Feier verkündet wurde, zu uns über einen anderen "Pilger" gesprochen, und uns den überraschenden Dialog zwischen Jesus und der samaritischen Frau am Brunnen offenbart.
Unseren Augen bietet sich jetzt eine ähnliche Szene:
Benedetto nähert sich langsam und setzt sich in die Mitte unseres Chores. Er hat die Schönheit eines entlassenen Bräutigams , in Licht gekleidet, ins Weiß der Kleidung, die er trägt: die Transparenz des "wertvollen und reinen" Wassers.