Freitag, 25. Juni 2021

Fließt der Rubikon jetzt in den USA?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Kommentar von Robert Royal über die Entscheidung der us-amerikanischen Bischöfe zum würdigen Empfang der Eucharistie. 
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Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, ich glaube daß es interessant sein könnte, Ihre Aufmerksamkeit und Überlegung auf diesen Kommentar von Robert Royal über "Die Katholische Sache" zu lenken. Es handelt sich um die mit großer Mehrheit getroffenen Entscheidung der amerikanischen Bischöfe an einem Dokument über den Wert und den Sinn der Eucharistie weiter zu arbeiten.Und auch -indirekt- was es bedeutet Katholik zu sein und gegen das Instrumentalisieren der Religion durch einige politische Persönlichkeiten (Nancy Pelosi und Joe Biden kommen eiem in den Sinn). Gute Lektüre.

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Fast Dreiviertel der us-amerikanischen Bischöfe  (166 -58) haben am Freitag dafür gestimmt, ein Dokument über Katholiken vorzubereiten, die die Hl. Kommunion empfangen. Bei ihrem jährlichen Treffen im November soll darüber diskutiert und abgestimmt werden. Die Bischofskonferenz hat nicht die Autorität, bestimmten Politikern -wie Joe Biden und Nancy Pelosi- zu sagen, sie sollten sich nicht bei der Messe präsentieren (auch wenn einzelne Bischöfe das können). Das ist eine Sünde, weil die Kirche in Amerika eine Art Rubikon erreicht hat. 

Ein Augenblick ohne Präzedenz. Die Bischöfe Liam Cary di Baker, Oregon, hat es so gesagt: "Wir hatten noch nie eine Situation wie diese, in der ein katholischer Präsident regiert, der sich der Lehre der Kirche widersetzt." Verschiedene Bischöfe - Gomez, Naumann, Daly, Hying und andere, haben auch mutig gesprochen. Und der Erzbischof von San Franzcisco, Cordileone (Löwenherz), hat es ohne gemäßigte Worte gesagt "Unsere Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Die Augen des ganzen Landes sind in diesem Moment auf uns gerichtet." 

Es ist keine Überraschung, daß es jetzt, wo wir eine progressiv-katholische Präsidentschaft haben, über den Empfang und das Wesen der Eucharistie zu Konflikten gekommen ist. Wir wissen bereits, daß die Mehrheit der amerikanischen Katholiken denkt – wenn sie überhaupt darüber nachdenken, weil drei Viertel nie an der Messe teilnehmen –, daß die Eucharistie nicht der Leib und das Blut Christi ist. Kirchenfeindliche Kräfte erwähnen diese Tatsache gerne.

Donnerstag, 24. Juni 2021

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Neues von der Reform des Malteser Ordens

Die website FSSPX-Actualités/News berichtet über den aktuellen Stand der Dinge bei der Reform des Malteser Ordens. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE REFORM DES MALTESER ORDENS NIMMT FORM AN" 

Nach den vielen Schwierigkeiten, die die Leitung des Malteser Ordens in den letzten Jahren erlebt hat, beginnt die von Papst Franziskus gewünschte und unter der Aegide seines Spezial-Delegaten Kardinal Silvano Tomasi angefangene Reform fängt an Form anzunehmen. 

Die Umrisse dieser Reform wurden durch Kardinal Tomasi in einem Interview wärhend eines Meetings der Ritter mit Profess am 9. Juni 2021 enthüllt und auf der internationalen website des Ordens veröffentlicht. 

Der Orden hat festgestellt, daß er sich in einem "spirituellen Erneuerungsprozess" befindet und auch an einer Modernisierung der Verfasungs-Charta und dem Kodex arbeitet, Aspekte, die das Leben der Ritter mit Profess und die Gegensätzlichkeit aller Mitglieder in der Verfolgung der Charismen des Ordens betreffen wird: den Kranken und Armen dienen und Beispiel für ein konsequentes chrisltiches Leben zu sein." 

Der Kardinal seinerseits erklärte, daß die "laufende Erneuerung die Ursprünglichkeit und Identität des Malteser Ordens als säkularer religiöser Orden" was die relidiösen Gelübd umfaßt. Die Erneuerung zielt darauf ab, die Mitglieder mit Profess zu einem Engagement zu führen, das mehr in die Arbeit des Ordens integriert ist"- in Vollzeit in die Aktibvitäten des Ordens engagiert zu sein...nicht nur teilweise-wie es heute passiert, wenn sie in säkularen Beschäftigungen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen."

Diese religiöse Leben sollte ihnen erlauben, in Gemeinschaft zu leben und wirtschaftlich durch den Orden unterstützt zu werden, während sie das Armutsgelübde erfüllen. 

Am 8. November hat die Vollversammlung des Staatsrates keinen Großmeister gewählt, sondern einen Leutnant des Großmeisters. Letzterer hat die gleichen Vollmachten -ist aber auf eine Zeit von einem Jahr begrenzt. Eine der Erklärungen dafür, war das Fehlen von Kandidaten. 

Tatsächlich begrenzt die aktuelle Bedingung, die erfordert, daß er Großmeister aus dem Adel gewählt wird, die Zahl der Kandidaten. Die neue Verfassung sorgt für die Abschaffung dieser Adesl-Voraussetzung um die Zahl der bewerbenden Kandidaten zu erhöhen. 

Diese Änderung wird von einigen als ein Verlust gesehen, aber sie erscheint mehr oder weniger notwendig für das Überleben des Ordens.

Schließlich ist, weil der religiöse Aspekt gestärkt werden sollm geplant, für eine fortschrittlichere Ausbildung der zukünftigen Profess-Ritter zu sorgen- sowohl auf spiritueller als auch auf doktrinaler Ebene.

Es scheint so, daß diese Entwicklung mehr oder weniger unvermeidbar war. Wenn der Orden bei der Rekrutierung neuer Mitglieder üppiger werden will und sich auf Kräfte verlassen will, die sich voll seinem Dienst widmen, einer Erneuerung des religiösen Lebens, was eine Rückkehr zu seinen Ursprügen wäre, erscheint das adäquat. "

Quelle: cath.ch/orderofmalta.int – FSSPX.Actualités


 

 

 
  

Fr. Hunwicke spricht...

heute bei liturgicalnotes über die vom Papst angekündigte Katechese über den Hl. Paulus und seine Kritik an denen, die "rigide am Tradierten, Alten" festhalten. 
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 "WIEDER SCHWÖRT PF DEM PETRINISCHEN AMT AB" 

Oh je! Letzte Nacht habe ich an einem Text über Papst Leo II den letzten Schliff gegeben, der nächsten Montag erscheinen soll...und jetzt hat PF schon im voraus geantwortet und erklärt- warum ich seiner Meinung nach falsch liege. 

Lassen Sie mich die Karten auf den Tisch legen.

"Meine" Idee des Petrinischen Amtes ist die, wie sie das I.Vaticanische Konzil 1870 definiert hat. Ich glaube-ex animo- daß der Hl. Geist den Nachfolgern des Hl. Petrus nicht versprochen wurde, damit sie- nach seiner Offenbarung- neue Doktrinen verkünden sollten, sondern- mit seiner Hilfe getreu die Tradition, das depostium fidei weitergeben, das sie durch die Apostel erhalten haben.

Ich verdamme das, was auch das I. Vaticanum verdammte, sowohl weil das I.Vaticanum mir die authentische Lehre der Katholischen Kirche gibt, die meine bedingungslose Gefolgschaft verlangt und weil (gut für mich) es mit meinem eigenen Verständnis des katholischen Glaubens übereinstimmt. 

Pastor Aeternus des I. Vaticanums hat die Dinge richtig gesehen. Wenn ich das selbe lehre, sehe ich die Dunge richtig. Wenn PF das Gegenteil lehrt. sieht er die Dinge falsch. 

PF sagt, daß er zu uns über den Brief des Hl. Paulus an die Galater sprechen wird. Aber Sie müssen nicht darauf warten, daß er das tut. Sogar in diesem Pontifikat darf man die Briefe des Hl. Paulus selber lesen. Und hier ist das programmatische Statement, das diesen wunderbaren Brief anf den Weg bringt: 

"Wenn irgendwer euch ein Evangelium predigt, im Gegensatz zu dem, das ihr empfangen habt, (par´ho paralabete) -verflucht sei er (anathema esto) "

Der Hl.Paulus sagt im Galater-Brief präzise das, was das I. Vaticanum lehrte "das ihr empfangen habt"  -Regeln, o.k . Wenn irgendwer das Gegenteil lehrt, Anathema.

PFs Zugang ist jetzt der selbe wie 2017 in der Predigt bei der Oster-Vigil, die ich in "Verteidigung des Glaubens gegen gegenwärtige Häresien" analysiert habe, PF behauptet, daß diejenigen, die mit seinen neuen Dogmen nicht einverstanden sind, sich in einer Situation befinden, die der derjenigen gleicht, die mit den Herrn nicht einverstanden waren...oder (in seiner letzten Rede) mit dem Hl. Paulus. 

Aber das ist nicht nur arrogant-fast über jede Glaubwürdigkeit hinaus- es ist auch blasphemisch. Es wird kein drittes Zeitalter geben mit einer neuen Lehre. Moses´ Version des Gesetzes ist durch die Version Jesu erfüllt worden, aber PF ist kein "Dritter Gesetzgeber", gesandt um Jesus zu abzulösen. 

PF ist dermaßen entschlossen, so aggressiv und so offensiv, wenn er seine Kritiker angreift, daß ich den Verdacht habe, daß er tief im Inneren weiß, daß er sich irrt. Aber nachdem er sich in einem Loch eingegraben hat. sieht er keine Alternative als weiter zu graben. Es gibt jedoch eine Alternative: die nennt man metanoia- Buße. Der Grund, warum der Stolz eine derartig verheerende Sünde ist, ist daß er metanoia so furchtbar schwierig macht, 

PF hat Teile des Neuen TEstaments gelesen und kam zu der Formel: "Die Bösen sind die. die rigide an am Alten festhalten und das Neue nicht hören wollen." Weil das prima facie zur Lehre Jesu und zur Reaktion derer paßt, die IHM widersprechen, vertraut PF fröhlich darauf, daß er diese hermeneutische Vorlage innerhalb seines eigenen Pontifikates übertragen können wird...mit ihm selbst im Mittelpunkt, dick mit Farbe übertüncht und indem er den Olivier gibt. in der bequemen Rolle Jesu. 

Der Grund, warum er das nicht tun kann (und man ihm nicht erlauben darf, mit diesem geschmacklosen Trick davon zu kommen) ist, daß was er- PF so konstant angreift- das Neue ist; die Frohe Botschaft, die im Evangelium in den Worten Jesu und im ZEugnis des Hl. Paulus lebt."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Mittwoch, 23. Juni 2021

Christliche Kunst

Austreibung der Dämonen in Arezzo,  Giotto di Bondone, 1299

Fr. Hunwicke spricht..

heute bei liturgicalnotes über das bevorstehende, wieder verschobene Stiftungsfest (Encaenia) der Zulassung von Frauen zu akademischen Graden an der Universität Oxford und eine Gelehrte, die seiner Meinung nach, eine spezielle Ehrung verdient hätte..
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                      "FRAUEN BEI ENCAENIA"

Heute sollte in dieser Universität ein im vorigen Jahr verschobenes Stiftungsfest stattfinden. Weil sich in Oxford im verangenen Jahr die Zulassung von Frauen zu Universitätsabschlüssen zum 100. mal jährte, hatte man die Idee eine Liste herauszugeben, die nur aus Frauen bestand. 

Aber Encaenia ist erneut verschoben worden,.in den September. Und ein Gerücht besagt, daß sich auf der Liste der  zu ehrenden Frauen eine Frau namens Rodham-irgendwas befindet. 

Frauen sind als Spezies natürlich wieder sehr modern, besonders wenn sie die ERSTE FRAU sein können, die....Aber es gibt wunderbare Frauen, von denen ich erwarte, daß sie....ignoriert werden. Hier ist so eine: 

Elizabeth Anne Livingstone, geboren am 7. Juli 1929, 1948 in der S. Anne-Society (jetzt S. Anne´s College) immatrikluiert, M.A: 1955. Diejenigen von Ihnen, die The Oxford Dictionnary of the Christian Church im Bücherregal stehen haben, sind im Besitz eines Werkes, das wesentlich das ihre ist. 

Die erste Ausgabe 1957 wurde vom verstorbenen Frank (F-.L.) Cross, 1900- 1968, geplant und ausgeführt, der eine Zeit lang Lady-Margaret-Professor of Divinity und Kanoniker von Christ Church war (er gehörte zu denen, die mir 1968 die Hände auflegten, als ich zum Hl. Priestertum geweiht wurde; zu seinen größten Interessensgebieten gehörte der Canon Romanus). Sobald Betsy ihr Master-Degree erlangt hatte, sicherte er sich ihre Dienste als Mitarbeiterin. Sie hat-denke ich- jedes Wort überprüft und mit jedem Gelehrten kommuniziert, der beim Wörterbuch half, und sie hat nach Cross´ Tod übernommen. Sie leitete auch die Oxforder Patristik- Konferenz und -so glaube ich- die Oxforder Neu-Testament-Konferenzen- und hat für die Veröffentlichung der vorgetragenen Texte gesorgt. 

Ich erinnere sie- vor Jahren.- am Tisch, der im Raum der Patristiker in Bodley ständig für sie reserviert war, sitzen, versunken in Korrekturabzügen. Aber ich kannte sie nicht persönlich  bis ich- viel später im Leben- ...in der Kirche St. Thomas the Martyr iuxta ferriviam Priester wurde. Zu der Zeit hatte der Zeitgeist die Kathedrale übernommen; Betsy, die täglich zur Kommunion ging, brauchte deshalb -als in Christ Church eine Frau zelebrierte, eine Kirche, die sie morgens aufsuchen konnte. Schon älter, bereits mit nachlassendem Sehvermögen, stapfte sie sogar durch Eis und hohen Schnee zur St. Thomas-Kirche. Ich konnte ihr während ihrer letzten produktiven akademischen Jahre ein bißchen helfen; Pam und ich haben ihre Gastfreundschaft in Georgian St. John.Street sehr genossen. 

Vor einem halben Jahrhundertt waren gelehrte jüngferliche Ladies in Oxford eine allgemeine Erscheinung. Sie rasten auf ihren Fahrrädern durch die Straßen und waren Fundgruben bemerkenswerter Gelehrtheit....gar nicht zu reden von personenbezogenen Informationen. Davon sind nicht mehr viele übrig geblieben. 

Es war offensichtlich, daß Betsy vor Jahren hätte geehrt werden sollen; als die Versuche, die Universität dazu zu überreden, das Richtige zu tun, nicht erfolgreich waren, hat ihr der Erzbischof von Canterbury einen Lambeth-Doktortitel in Theologie verliehen.; dabei nutzte er ein Recht, das der Erzbischof nach dem Schisma beibehielt- und führte so eine Jurisdiktion fort, die die mittelalterlichen Erzbischöfe kraft ihres Status als Legati nati des Apostolischen Stuhls besaßen. 

Ich erwarte nicht, daß sie bei Encaenia einen Doktortitel bekommt, den sie durch die Jahrzehnte von Forschung und Dienst an dieser Universität verdient hat. Non sumus quales eramus. 

Ich weiß nicht, wie passend es gewesen wäre, eine so bemerkenswerte Oxonian, Erbin und Symbol einer solch bemerkenswerten Geschichte der Gelehrsamkeit unter die Rodhams einzufügen. 

Falsche Sorte Frau. 

AD MULTOS ANNOS, DOMINA.

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

* Jährliches Stiftungsfest 

Sandro Magister über eine neue Umfrage zum Glauben der Italiener

Sandro Magister berichtet bei Settimo Cielo über zwei neue Umfragen zum Glauben der italienischen Katholiken und ihrer Beurteilung von Papst Franziskus- und die entsprechenden Bücher. 
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"FRANZISKUS, EIN APERITIF-PAPST". EINE GROSSE UMFRAGE ZUM UNSICHEREN GLAUBEN DER ITALIENER" 

Ein Viertel eines Jahrhunderts ist vergangen und drei Päpste sind gekommen und gegangen; seit der letzten großen Umfrage zum religiösen Glauben in Italien von 1995. Und jetzt, wo die neue Umfrage alle Daten liefert, wird bekannt, daß sich der Katholische Glaube trotz der breiten Zustimmung, die den aktuellen Papst und Primas von Italien, Franziskus, umgibt, zu großenTeilen verflüchtigt hat.

"Kleingläubiges Volk" ist der Titel des ersten Buches von Franco Garelli von der Universität Turin, im Presseverlag Il Mulino, das sich auf die neue Umfrage bezieht.

"Unsicherer Glaube" ist der Titel des zweiten, von Roberto Cipriani von der Universität Rom mit dem Vorwort von Enzo Pace, verlegt bei Franco Angeli. 

Das erste Buch basiert auf den Zahlen der großen Umfrage, das zweite auf offenen Befragungen einer repräsentativen Stichprobe der Gesamtbevölkerung. Und es ist dieses zweite Buch, das das religiöse "Gefühl" der Italiener am besten einfängt, lebhafter und unterschiedlicher als es standardisierte Antworten eines Fragebogens können.

Das Kapitel über Jorge Mario Bergoglio ist beispielhaft. Es beginnt mit dem Titel: "Franziskus ein Aperitif-Papst", der wörtlich wiedergibt, was eine der Interviewten sagte "Ich sehe Papst Franziskus als den Happy-hour-Typ", den klassischen Freund, mit dem man einen Kaffee an der Bar trinkt, jedermanns Kumpel..." 

Die Interviews wurden 2017 geführt, vier Jahre nach der Wahl Bergoglios zum Paspt und sie registrieren eine ziemlich breite Zustimmung für ihn. Aber mit vielen Anzeichen, die zeigen, welchen Wert diese Zustimmung hat, die von Professor Cipriani scharf analysiert wird. 

Um zu beginnen- während die trockenen Antworten auf den Fragebogen 82% positive Urteile über den Papst ergaben, 5,4% negative und 12 % "nicht sicher",  fielen bei den Interviews die positiven auf 70%, stiegen die negativen auf 8% und "unsicher" auf 22%, 

Wenn Cipriani aber das Kriterium "Gefühlsanalyse" anwendet, dann ändern sich die Proportionen -und das nicht wenig-. "In Bezug auf Franziskus "schreibt er "erreichen die positiven Gefühle 33,2%, die negativem 20,3% und die neutralen 46,4%."

Und hier einige Hinweise, die der Forscher aus den Interviews ableitet: 

-"Die Urteile über Papst Franziskus betreffen fast immer äußere Aspekte der kirchlichen Welt und berühren nicht die wirkliche Dynamik innerhalb der Kirche." 

Dienstag, 22. Juni 2021

Neues zu den täglichen Messen im Petersdom

Rorate Caeli berichtet über einige Veränderungen  der Regeln zur Begrenzung von Privatmessen und der tradtitionellen lateinischen Messe im Petersdom.
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"(ZIEMLICH) GUTE NACHRICHTEN VOM ERZPRIESTER DES PETERSDOMES - DIE REGELN, DIE SUMMORUM PONTIFICUM UND DIE PRIVATMESSEN BEGRENZEN, WURDEN GEÄNDERT" 

Vor drei Monaten wurden eine bizarre Mitteilung des Staatssekretariates die privaten Messen an allen Altären der Vatican-Basilika verboten und die Traditionelle Messe auf einen Altar in der Krypta begrenzt.  Rorate war die erste website, die darüber berichtete. Die Mitteilung wurde nicht veröffentlicht, sondern in der Sakristei der Basilika bekannt gegeben. 

Heute hat Kardinal Mauro Gambetti, der neue amtierende Kardinal-Erzpriester von Sankt Peter (der-wie uns alle Quellen informieren- von dem Dekret völlig überrascht wurde) eine Klarstellung veröffentlicht, um zu versuchen, die Situation etwas zu klären. Diesesmal wurde die Mitteilung unterschrieben und im Bulletin des Hl. Stuhls veröffentlicht. 

Es ist eine lange Mitteilung, aber die Hauptpunkte sind die folgenden: während die Verbote teilweise aufrecht beibehalten werden- werden sie auf die Zeit von 7:00 bis 9:00 begrenzt- in der es mehr Messen gibt; sogar während dieser Zeit soll darauf geachtet werden, alle Pilgergruppen willkommen zu heißen, angesichts der Tatsache, daß die Basilika der zentrale Punkt der "Einheit" in der Kirche ist; private Messen können in speziellen Fällen genehmigt werden, nachdem sichergestell ist, daß es zu der Zeit keine "Konzelebration" gibt....

Aber am wichtigsten für die Traditionelle Lateinische Messe ist, daß der Kardinal folgendes feststellt: ..."um nach dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, muß alles möglich gemacht werden, die Wünsche der Gläubigen und Priester zu erfüllen, wie es im Motu proprio Summorum Pontificum vorgesehen ist,." 

Wir werden sehen. wie diese Klarstellung sich in der Praxis in den kommenden Wochen auswirken wird; wir werden Sie weiter informieren."

Quelle. Rorate Caeli

Noch ein Fundstück: Peter Hahne....

kommentiert bei kath.net das Bemühen der Kirchen und kirchliochen Gemeinschaften in Deutschland, sich dem Gender-Diktat möglichst gehorsam zu unterwerfen.  Lesen!
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Unter dem Titel: 

"MENSCHENVERACHTUNG IM NAMEN GOTTES" 

beginnt der kath.net Artikel so-  ZITAT

"Man könnte das schweigend übergehen, weil sie ohnehin niemanden mehr groß interessiert. Und weil es nur ein weiterer Baustein im Selbst-Zerstörungswerk der Institution Kirche darstellt. Eine Kirche, die längst keine Volkskirche mehr ist, weil das Volk sich in Massen und mit Grauen abwendet. Doch den Zeitgeistlichen bis hinein in die Bischofs-Riege ist das Volk ohnehin schnuppe. Es dient nur noch als Goldesel für all die Narreteien, die in einem elitären Mini-Biotop mit Millionen gefördert und gefordert werden. Die arbeitende Schicht, die regelmäßig Steuern bezahlt, ist diesem Schwachsinn hilflos ausgesetzt."  

Quelle; P. Hahne, kath.net 

Msgr. Viganó antwortet ....

Marco Tosatti veröffentlicht heute bei Stilum Curiae die Antwort, die Erbischoif C.M. Viganò auf die Fragen formuliert hat, die Prof. R. De Mattei gestern bzgl. seiner Person und Autorenschaft bei Corrispondenza Romana gestellt hat (hier) Leider greift er dabei bedauerlicherweise zum Mittel der Retourkutsche, was wiederum diejenigen seiner Leser (nicht nur Prof. de Mattei) in ihrem Unbehagen über seine teilweise fast obsessiven Wortmelduingen in jüngerer Zeit bestätigt.
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"MSGR VIGANÓ ANTWORTET DE MATTEI. MIT SCHMERZ. QUANTUM MUTATUS AB ILLO..." (es hat sich viel verändert) 

Liebe Stilumcuriale, wir haben diese Nachricht von Erzbischof Carlo Maria Viganò als Antwort auf den Artikel, der gestern bei Corrispondenza Romana erschienen ist, erhalten, den wir veröffentlichen. Gute Lektüre"

§§§ 


                                                                         HINWEIS

                        ZU EINIGEN ERKLÄRUNGEN VON PROF ROBERTO DE MATTEI
                DIE KÜRZLICH BEI “CORRISPONDENZA ROMANA” ERSCHIENEN SIND

Mir ist der Artikel "Der Fall Viganò, der Erzbischof und sein Double" von Prof. Roberto de Mattei bekannt geworden. der gestern bei Corrispondenza Romana - auch in Englisch- erschienen ist. 

Ich kann nur meine Verblüffung über die Behauptungen des berühmten, intellektuellen Katholiken ausdrücken, bekannt als Paladin der Tradition, der nicht mit- ernsthafter wenn auch immer ausgewogener und gerechter- Kritik an der Hierarchie gespart hat, die er hinsichtlich meiner Person zu formulieren, für nötig erachtete- In Wirklichkeit hätte es genügt, mich mündlich oder durch einen Brief  zu fragen, um seinen Verdacht zu zertreuen und sicher zu sein, daß alle meine veröffentlichten Texte, Erklärungen und Interviews, für die ich stolz die Urheberschaft übernehme, Frucht einer gereiften Überzeugung sind.

Die Idee meines "Doubles" muss von irgendeinem Berater stammen. dem Prof. de Mattei seinen Glauben geliehen hat, ohne zu ahnen, dass er sich damit einem öffentlichen Dementi völlig unbegründeter Vorwürfe aussetzt und daß diese, wenn ich mir zu sagen erlauben darf, auch mir gegenüber nicht sehr wohlwollend klingen. Ich nutze daher die Gelegenheit dieses Artikels, um seine gewagten und phantasievollen Thesen zu verneinen und denen zu versichern, die die Güte haben, mich zu lesen und mir zuzuhören, daß es keinen Ghostwriter gibt und daß ich durch die Gnade Gottes immer noch im vollen Besitz meiner Fähigkeiten bin, von niemandem manipuliert werde und ich bin absolut entschlossen bin, meine apostolische Mission zum Heil der Seelen fortzusetzen.

Fundstück

Barbara Stühlmeyer gibt in "Die Tagespost" die Kritik von Kurienkardinal P.J.Cordes an dem neuen vaticanischen Generaldekret zur Begrenzung der Amtszeit der Leitungsgremien der geistlichen Laiengemeinschaften wieder, das den Eindruck erweckt, man "müsse Lästiges einzäunen". 

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Unter dem Titel

"DAS NEUE GENERALDEKRET MÖCHTE MACHTMISSBRAUCH ENTGEGENWIRKEN" 

beginnt der Artikel so-  ZITAT 

Ziel des Generaldekrets ist die Beschränkung der Dauer für die Wahrnehmung von Leitungsaufgaben. Damit soll in Laiengemeinschaften dem Machtmissbrauch entgegengewirkt werden. In zentralen Leitungsgremien ist die Amtszeit der Mitglieder daher nun auf maximal fünf Jahre beschränkt, wobei eine Wiederwahl möglich ist. Strebt die entsprechende Leitungsperson eine weitere Amtszeit an, ist dies nicht ausgeschlossen, sie muss aber für mindestens eine Wahlperiode pausieren. Vorsitzende müssen nach zehnjähriger Amtszeit ebenso lange aussetzen, bevor sie sich erneut zur Wahl stellen. Kürzere Amtszeiten sind für Posten wie Schatzmeister, Sekretär möglich. Aber auch für sie gilt, dass nach zehn Jahren in diesen Ämtern eine Auszeit von in diesem Fall fünf Jahren vorgeschrieben ist."  (...) 

Quelle: B. Stühlmeyer. Die Tagespost

Montag, 21. Juni 2021

Heute vor 12 Jahren

am 21. Juni 2009 besuchte Papst Benedikt XVI die Kirche San Giovanni Rotondo und das Grab des Hl Pater Pio. "Pater Pio  hat die Menschen -dank seines eigenen Zeugnisses auf den Weg der Heiligkeit geführt, indem er den "Weg", der dorthin führt, beispielhaft aufgezeigt hat: Gebet und Nächstenliebe"

Christliche Kunst

"Der Hl. Paulus".  Giotto di Bondone, 1300 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalanotes über seine Vorliebe für vergangene Epochen und wehrt sich gegen den Vorwurf, ein Nostalgiker zu sein. Hier geht´s zum Original: klicken

"NOSTALGIE UND DIE EINVERNEHMLICHE AFFÄRE PASIPHAES MIT DEM STIER" 

Ein Leser hat mir kürzlich, und wie ich finde, ein wenig arrogant, vorgeworfen, ich würde mich zu sehr von Nostalgie beherrschen lassen. Unfug! Ich folge lediglich dem Rat von C. S. Lewis "alte Bücher zu lesen“ - nicht, weil andere Zeitalter immer Recht hätten, sondern, wie er das auch sorgfältig erklärt, es sehr wahrscheinlich ist, daß das eine Recht hat, wo das andere irrt – und umgekehrt.
Eines der Jahrzehnte, zu dem ich häufig zurückschaue, sind die dreißiger Jahre, und das ist jedenfalls ein Jahrzehnt, das mir sehr dabei hilft, die Wurzeln einige der schlimmsten Irrtümer zu erkennen, die uns gegenwärtig zusetzen. Ich finde in diesem Jahrzehnt nicht etwa eine sichere Zuflucht vor der gegenwärtigen und mich ängstigenden Wirklichkeit, sondern Hilfe zum Verständnis der Gegenwart.
Und überhaupt und noch mehr: wie sollte ich mich ganz und gar in die Zukunft versenken? Und nach diesen Vorbemerkungen hier ein wenig klassische Nostalgie.

Im Rezensionsteil der Times vom vorletzten Samstag wurde der Film „Sweet Tooth“ vorgestellt. Die Besprechung war illustriert mit dem Bild eines kindlichen Jungen, eines amerikanischen vermutlich, und wie immer niedlich pummelig. Außerdem hatte er Ohren und Geweih eines Hirschs. "Gus ist ein seltener Hisch-Kind-Mischling mit  Geweih, mit Augen; die im Dunklen leuchten und einem überaus entwickelten Geruchssinn. Und eine schmalzige Stimme teilt uns mit, daß es ‚um die Geschichte eines ganz besonderen Jungen geht.“
Na sowas. Die Epoche, der ich mich ganz besonders gerne nostalgisch zuwende, hatte auch ihr Vergnügen an phantastischen Spielereien, auch mit imaginären Mischwesen.
Das vielleicht berühmteste davon war der Minotaurus. Und hier muß ich über eines der großen tragischen (in beiden Bedeutungen des Wortes) Geschehnisse der Literaturgeschichte sprechen. 
Ein Stück des Euripides mit dem Titel "Die Kreter“ ist verloren gegangen – vermutlich während jener Jahrhunderte, als Bruder Türke seine Nostalgie über den ganzen Balkan ausbreitete. Im dritten Jahrhundert (?) verloren- bis auf eine Seite auf einem Pergament (Sie dachten, ich würde jetzt Papyrus sagen, oder?). Erstmals herausgegeben bei dem großartigen Wilamowitz. Gedruckt bei Loeb Select Papyri III. 

Gibt es einen "Fall" Viganò? Eine schockierende Hypothese...

Roberto de Mattei stellt bei corrispondenzaromana die einigermaßen schockierende Frage nach der Identität des Erzbischofs Viganó, der für die ihm zugeschriebenen Dokumente der Jahre 2020 und 2021 verantwortlich ist.
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"DER FALL VIGANÒ: DER ERZBISCHOF UND SEIN DOUBLE" 

"Das Pontifikat von Papst Franziskus steuert auf den Sonnenuntergang zu -wie jetzt viele zugeben- aber ein Sonnenuntergang kann stürmisch sein und keiner weiß, wie tief die Nacht sein wird, die ihm folgt, bis die Morgendämmerung endlich einsetzt. 

Kardinal Marx´ Rücktritt vom Amt des Erzbischofs von München ist eines der Zeichen für den aufkommenden Sturm, aber es gibt eine andere drohende Wolke, die umso beunruhigender ist, als sie nicht vom Wind des Progressivismus herbeigeweht wird, sondern durch den Wind, der Traditionalismus genannt wird. Die Wolke hat den Umriss, wenn nicht die Identität, eines berühmten Prälaten, des ehrwürdigen Carlo Maria Viganòs, Erzbischof von Ulpania und früherer Apostolischer Nuntius in den USA. Was also passiert? 

Erzbischof Viganò hat sich im Dienst der Kirche verdient gemacht- immer großzügig und mit Hingabe. Nach einer glänzenden diplomatischen Karriere von 2009 bis 2011 war er Sekretär des Vaticanischen Governatorates, wo er sich durch die Entschiedenheit, mit der er handelte, um die Finanzen des Hl. Stuhls in Ordnung zu bringen, viele Feinde gemacht hat. 2011 ernannte ihn Benedikt XVI zum Apostolischen  Nuntius in den USA. Er hat dieses Amt brillant ausgeübt, bis am 12. April 2016 -nach seinem 75. Geburtstag - Papst Franziskus seinen Rücktritt annahm. Wie Erzbischof Viganò am 23. Juni 2013 bekannt gab, wurde er vom neuen Pontifex empfangen und machte ihn in seiner gewohnten Klarheit schnell auf die verheerende Situation bei Teilen der Klerus in den USA- aufmerksam - mit besonderer Betonung auf den Fall von Kardinal McCarrick. 

Der Papst hörte ihm zu, tat aber nichts und ließ im Gegenteil zu, daß sich die Lage verschlimmerte. Das Bergoglio-Pontifikat erreichte den Höhepunkt seiner Krise nach der Promulgierung der Exhortation Amoris Laetitia am 19. März 2016. Erzbischof Viganòs wachsende Sorge brachte ihn den Katholiken näher, die Franziskus gegenüber einen Geist "kindlichen Widerstands" zeigten. Schließlich, am 22. August 2018, veröffentlichte der frühere Nuntius in den USA ein dramatisches Zeugnis, in dem er die  Existenz eines Netzwerks der Korruption in der Kirche ans Licht brachte, die Verantwortlichen nannte und mit den höchsten kirchlichen Autoritäten begann. Erzbischof Viganòs Enthüllungen wurden nie geleugnet, sondern im Gegenteil durch die Maßnahmen bestätigt, die Papst Franziskus gegen Kardinal McCarrick ergriff. Weil er um seine Sicherheit fürchtete, aber auch um der Diskretion willen, zog sich Erzbischof Viganò an einen geheimen Ort zurück, an dem er noch immer wohnt. Andere Statements folgten der mutigen ersten Erklärung - vom Dokument "Scio cui credidi" vom 28. September 2018  bis zum langen Interview mit der Washington Post vom 10. Juni 2019. Was diese Äußerungen chrakterisiert ist, daß sie selten und in ihrem Inhalt umschrieben waren. Erzbischof Viganò drückte sich entschieden aus, aber nur über Themen, von denen er direkte Kenntnis hatte, mit Einfachheit und Noblesse der Sprache. Das war die Grundlage seiner Glaubwürdigkeit.