Dienstag, 7. März 2017

Lob der Intoleranz

Rino Camilleri singt bei La Nuova Bussola Quotidiana das Loblied auf die Intoleranz -besonders gegenüber der Poltical Correctness, die zusammen im Inneren der Kirche selbstzerstörerisches Potential entwickelt.
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"ELOGE AUF DIE INTOLERANZ- GEGEN DAS POLITISCH KORREKTE"

"Als ich den Aphorismus las, den die verdienstvolle katholische Agentur Zenit,org. in ihrer Ausgabe vom 2. März 2017 präsentiert hat, ließ der  mich in meinem Sessel einen Luftsprung machen,
Hier ist er: "Toleranz ist die Tugend eines Menschen ohne Überzeugungen"
Er wird einer Feder in der Agentur entflohen sein, die normalerweise gelassen und klerikal korrekt ist, und sich löblicherweise sich nie vom Stil der Italienischen Bischofskonferenz entfernt hat . Boah.

Den fraglichen Aphorismus hat Gilbert K. Chesterton (1874-1936) geschrieben.
Der Prophetische Schriftsteller (der nicht zufällig zur Seligsprechung vorgeschlagen wird), hatte schon vorhergesehen, daß man das Schwert würde ziehen müssen, um zu beweisen, daß das Gras grün und der Himmel blau ist. Und tatsächlich haben spanische Autoritäten einen Autobus mit einer Geldstrafe belegt und beschlagnahmt, der die Aufschrift trug: "Jungen haben einen Penis und Mädchen haben eine Vagina."  Ja, weil man das Offensichtliche nicht mehr sagen darf:  weil es den Tatbestand der "Intoleranz" erfüllt.

So wie der Schlaf der Vernunft Goya-Ungeheuer gebiert, produziert die sog. Toleranz Gefängnis. wenn nicht Lynchen und Verurteilung zum gesellschaftlichen Tode. Gewaltsam soll durchgesetzt werden: "Wenn ich eine Überzeugung habe, habe ich Recht und wer nicht so denkt wie ich, hat Unrecht. Und je stärker meine Überzeugung ist, desto härter wird meine Reaktion gegen die, die nicht meiner Meinung sind. Wer eine starke Überzeugung hat. wird alles tun, um die zum Schweigen zu bringen. die sich erlauben, anderer Meinung zu sein.  Das liegt in der Natur der Dinge.

Die Toleranz ist ein Irrweg, sie hat keinen Sinn. Tatsächlich rebelliert die Natur und setzt die Dinge wieder an die richtige Stelle. Vor einiger Zeit ist der britische Prinz Harry, Sohn von Diana Spencer, bei einer privaten Feier als Nazi verkleidet erschienen, da war scheinbar das Ende der Welt gekommen.  Es war das Maximum an Selbstironie für einen Engländer, aber er wurde gezwungen abzuschwören wie Galilei. Hätte er sich als Khmer Rouge verkleidet, hätte es keinen Widerspruch gegeben, niemand hätte darauf geachtet.

Wir können das reproduzieren, aber es hätte keinen Sinn, weil alle wissen: es gibt eine präzise Auswahl der Dinge, die einen, wenn man sie sagt oder tut, ins Gefängnis bringen und die hört auf den Sammelnamen  "politisch korrekt".  Und ist der Beweis dafür, daß Toleranz nicht existiert, sie war nur der dialektischer Dietrich, der dazu verwendet wurde. den Gegner zu entwaffnen, heute zu nichts mehr nütze.
Und der berühmte Ausspruch von Voltaire?
Ja, der sagte: "Ich bin mit dem, was du mir sagst nicht einverstanden, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß du es sagen kannst."
Schmarren! Nicht nur hat Voltaire das nicht gesagt, sondern die Beleidigungen gegen die. die nicht seiner Meinung waren, zeigen, daß sie sich wohl gehütet hätten, das zu sagen.

Ja, weil derjenige, der eine klare Überzeugung hat, präzise und entschieden, keinen Dissens toleriert.

Bestenfalls vorübergehend. Es genügt, zu sehen, wie die enden. die sich erlauben, anderer Meinung zu sein als der Papst der Barmherzigkeit. Papst Franziskus hat jedenfalls eine sehr präzise Überzeugung und wie alle, die so eine haben, versucht er sie durchzusetzen.
Man beachte die Heuchelei, auch ich würde dasselbe tun.

Chesterton schaute weit voraus und hat uns gewarnt, daß der König nackt sei, aber wir haben es -weh uns-umsonst gehört, und wir "Intoleranten" sind nur dessen schuldig, klare Vorstellungen zu haben.
Und bei der Kirche, die verändert werden soll, ist es so, wie es immer war, sie muß gegen zwei Feinde kämpfen, einen inneren und einen äußeren.
Der äußere ist- zur Abwechslung- der Islam. Der innere Feind ist das "politisch Korrekte", das mit selbstzerstörerischem Ziel "Dialog" und "Toleranz" beschwört, zwei Konzepte, die untereinander "im Faustkampf" aufeinander losgehen." 

Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana, R. Camilleri

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