Mittwoch, 11. November 2020

Unser Platz auf dem Schlachtfeld....

Roberto De Mattei  hat sich Gedanken über die aktuelle Situation nach der Wahl in den USA und den Platz der Christen auf dem globalen Schlachtfeld  gemacht- veröffentlicht hat Rorate Caeli seine Gedanken. Hier geht´s zum Original - klicken

"DE MATTEI: UNSER PLATZ AUF DEM SCHLACHTFELD" 

Eine berühmte Zeile von William Shakespeares Stück "Wie es Euch gefällt" geht so: "Die ganze Welt it eine Bühne und alle Männer und Frauen nur Schauspieler" (Akt II, Szene VII) 

Es ist Weisheit in diesem Satz, aber wir könnten genauer sagen: "Die ganze Welt ist ein Schlachtfeld und alle Männer und Frauen sind in diesen Krieg verwickelt". 

Das ist immer wahr, aber besonders heute. Man kann es nicht leugnen. 

Die Wahlen in den USA sind gerade vorbei. Aber sind sie wirklich vorüber? Der amtierende Präsident ist bis zum 20. Januar offiziell Donald Trump, der den Sieg seines Feindes nicht anerkannt hat, der von den Mainstream-Medien bereits inthronisiert wurde. Was wird von jetzt an bis zum 20. Januar passieren?  Zusätzlich zu den juristischen Schlachten ist Amerika in zwei politische Hälften geteilt, die zu zwei Ansichten der Welt geworden sind, für die es schwer sein wird, einen Grund für einen Kompromiss zu finden. Das Wahlergebnis hat wahrscheinlich einen Sieg für Biden ergeben, aber Trump erschien solider und Biden schwächer, als jeder erwartet hat. Das politische System der USA -das seit den Zeiten von Alexis de Tocqueville es in "Demokratie in Amerika"(1831) beschrieben hat, als Vorbild betrachtet wird, hat seine ganze Anfälligkeit gezeigt und ein Bürgerkriegs-Szenario (mehrmals vom britischen Historiker Neil Ferguson angesprochen) erscheint weniger weit hergeholt, als es zuerst scheinen mag. 

Aber die Aussicht auf einen Bürgerkrieg wird Europa nicht verschonen. Von Nizza bis Wien sind die Straßen und Plätze in Europa die Theaterbühne eines religiösen Konfliktes, der - laut des vom Journalisten Laurent Obertone in seiner Novelle "Guerilla: die Zeit der Barbaren" (Ring, paris 2019) beschriebenen dramatischen Bildes- über Nacht die Außenbezirke der großen Städte einbeziehen könnte. Neben einem asymmetrischen Krieg, der durch eine plötzliche Revolte an den urbanen Rändern ausgelöst werden könnte, sehen die Analytiker auch eine Rückkehr des "symmetrischen Konflikts" voraus, mit der Möglichkeit von Kriegen von Staat gegen Staat. 

So hat die Pariser Regierung z.B. eine zunehmend konfliktreiche Beziehung mit Erdogans Türkei, aber auch mit China - besonders nach dem, was in Neu-Kaledonien passierte, als am 4. Oktober in einem Unabhängigkeitsreferendum das Volk dafür stimmte, bei Frankreich zu bleiben und einen Beitritt zur chinesischen Sphäre ablehnte. Aber das kommunisitsche China wird nicht auf seinen Expansionismus im Pazifik verzichten und es könnte die chaotische Situation in den USA ausnutzen, um eine Invasion Taiwans zu versuchen- wenn nicht des ganzen Territoriums der Insel Taiwan- dann zumindest auf einzelnen Inseln, die unabhängig sind. Wie würden Joe Biden oder Donald Trump antworten? 

Aber die Welt ist auch im Krieg gegen einen unsichtbaren Feind, der zu Beginn des Jahres 2020 auftauchte: ein biologischer Krieg folgt dem politischen, kulturellen und psychologischen. Die Pandemie destabilisiert den Westen und könnte seinen sozialen Kollaps herbeiführen. 


Außerdem scheint Papst Franziskus, anstatt den Göttlichen Plan in der Geschichte zu suchen, die Katastrophe zu beschleunigen- mit Appellen an eine utopische Welt ohne religiöse Identität und nationale Wurzeln, die die Vernichtung des Westens und der Christlichen Zivilisation markieren würde. 

Steht ein totaler Krieg vor den Toren? Und wo ist unser Platz auf diesem Schlachtfeld? Die Antwort ist einfach. Unser Kampfplatz ist dort, wo die Göttliche Vorsehung jeden von uns im Auganblick hingestellt hat. Unsere Leben bestehen aus zahllosen aufeinander folgenden Beispielen, aber wir kämpfen an dem Platz und in dem Augenblick, den die Vorhersehung uns  Tag für Tag zuweist. "Sufficit diei malitia sua" (Mt.6, 34) "Jeder Tag hat genug eigene Plage" - weil der Alltag einen schmerzhaften Kampf erfordert, gegen uns selbst, den Teufel und die Welt- mit Gottes Gnade die uns immer hilft. 

In diesem Augenblick zu kämpfen, bedeutet, unsere Pflicht zu erfüllen und mannhaft die Schwierigkeiten des Alltags zu akzeptieren- in der konkreten historischen Situation, in der Gott uns will. Die Versuchung besteht darin, sich einen anderen Platz in der Schlacht als den, an dem wir stehen, zu wünschen und gegen die Ereignisse zu rebellieren-. statt in ihnen die weise Hand Gottes zu sehen, der alles zum guten Ende hin ordnet, sogar das Böse, das uns und unsere ganze Gesellschaft angreift. 

Lassen wir uns nicht vom anschwellenden Fluß der Ereignisse mitreissen, sondern verankern wir uns am Felsen der Göttlichen Weisheit, die über die Dinge dieser Welt im Licht der Ewigkeit urteilt -indem sie zuläßt, daß die wütend, eine nach der anderen hereinbrechenden Wellen verschwinden- während Gott,der der Ewige Frieden ist- sich niemals ändert und immer da ist. 

Dom Francesco Pollien sagt: "Zu wissen, wie man das akzeptieren kann, was Gott tut, die Ereignisse die er anordnet, was einem jeden Tag geschieht- überzeugt, daß alles aus Seiner Hand kommt, ist eine süße Wissenschaft für das großzügige Herz und eine verschlossene WIssenschaft für das selbstsüchtige Herz" (Gelebtes Christentum, Edizioni Fiducia, Rom 2017, S. 115) 

Behaupten wir also unseren Platz auf dem Schlachtfeld und kämpfen großmütig, ohne Wut oder Groll- und tauchen in die unendliche Süße des Göttlichen Versprechens von Fatima ein: "Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren" 

Quelle: Rorate Caeli, R.De Mattei 

 

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