Montag, 22. April 2019

Antonio Socci spricht Klartext

Antonio Socci hat in der Osterliturgie des Vaticans Gott vermißt- und zu viel über Migration gehört. Das hat kommentiert er in "LoStraniero" und zwar gewohnt deutlich.
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"(IMMER) VON MIGRANTEN SPRECHEN UM GOTT ABZUSCHAFFEN - AUCH OSTERN"
"Aber wenigstens Ostern könnte er doch zu uns über Jesus Christus sprechen? Oder verlangen wir da zu viel vom Vatican und von Bergoglio´?"
Ich weiß nicht, ob es in Oltretevere noch Katholiken gibt (abgesehen von Benedikt XVI und wenigen anderen), aber schließlich ist nur das ein Grund für die Existenz der Kirche und das einfache Volk, Sehnsucht danach zu haben, den Männern Gottes endlos zuzuhören, die von Jesus sprechen, über den Sinn des Lebens und über die Ewigkeit.
Um über Klima und Umwelt zu diskutieren, ist schon Greta Thunberg bereits mit ihren Anhängern zusammen. Dazu brauchen wir Bergoglio nicht, der, wenn er daran glaubte, eher vor den Flammen der Hölle als vor der globalen Erwärmung warnen würde. 

Ist es möglich, daß in der Kirche die Passion Christi ausgelöscht wurde, der sich aus Liebe zu uns dem Massaker ausgeliefert hat, der"sich für Euch die Adern aufschneiden würde" wie ein altes polyphones Lied lautet und der aufersteht, das Böse und den Tod besiegt - und den Menschen so das ewige Leben ermöglicht. Wie oft hören Sie Bergoglio von Auferstehung, Ewigkeit, der Hölle, dem Fegefeuer und dem Paradies sprechen? 

Seit seine extravagante südamerikanische Epoche begonnen hat
(in seiner Inaugurationsmesse hat er von der Umwelt gesprochen) ist Jesus der große Unbekannte geworden- aber mehr noch gibt es eine absolute Stille über das Ewige Leben und das Mysterium Gottes,
An Jesus wird immer noch gelegentlich erinnert, aber nur als Vorwand, um über Migranten zu sprechen. Zu Weihnachten haben sie uns erzählt, daß Jesus ein Migrant sei (obwohl das überhaupt nicht zutrifft), so daß statt der Geburt des Sohnes Gottes die Schiffe gefeiert wurden.

In der Heiligen Woche dient die Passion Christi von Neuem dazu- um wie üblich- über die Migranten zu sprechen. Kardinal Bassetti, Bergoglios Präsident der CEI, hat auch in der Liturgie am Gründonnerstag den üblichen falschen Unsinn wiederholt ("Die Migranten sind kein Problem, sie sind eine Ressource")
Beim Kreuzweg im Kolosseum - dem in Anwesenheit Bergoglios- informierte uns Repubblica, daß die diversen Meditationen geschlossene Häfen und Lager für Migranten angreifen". 
Es ist klar, daß in der Passion Christi der ganze Schmerz der Menschen inbegriffen ist, aber zumindest am Karfreitag sollte man über ihn sprechen, weil Bergoglio die übrigen 364 Tage des Jahres nutzt, um über Migranten zu sprechen.
Wenn wir besonders über Grausamkeit sprechen wollten, gäbe es das Leiden der verfolgten Christen, über die der Vatican und Bergoglio aber nicht gern nachdenken , weil die Verfolger gerade die Regimes der "Islamischen Brüder, oder der Kommunistischen sind- wie China, dem Bergoglio um jeden Preis gefallen will (er hat ihnen praktisch die chinesische Kirche überantwortet).





Oder man könnte über den Angriff auf das Leben sprechen- beginnend mit dem auf die "Ungeborenen" (viele Millionen in jedem Jahr) aber das ist kein politisch korrektes Thema , weshalb es den Vatican nicht interessiert.
Andererseits kommt die Frage der Migranten völlig verspätet, weil heute- diejenigen, denen ihr Leben am Herzen liegt, sich nur über das Ende der Todesopfer auf dem Meer freuen. Sie tun das aber nicht, um die Verdienste des Innenministers nicht anerkennen zu müssen.

Die afrikanische Kirche betrachtet den Aufbruch so vieler junger Energie nach Europa als Katastrophe. Wie der afrikanische Kardinal Robert Sarah erklärt hat. "Die Kirche kann mit der neuen Form von Sklaverei nicht zusammenarbeiten, zu der die Massenimmigration geworden ist., Wenn der Westen diesen tödlichen Weg fortsetzt, besteht auf Grund  der Geburtenrate die große Gefahr, daß erverschwindet, wenn er von Ausländern besetzt wird, wie Rom, das von Barbaren erobert wurde. Ich spreche aus Afrika. Mein Land ist hauptsächlich muslimisch. Ich glaube, ich weiß, wovon ich rede."

Der Kardinal hat auch hinzugefügt "Wie ein Baum, der seine Erde hat, seine Umgebung in der er perfekt wachsen kann. Es ist besser den Menschen in ihren Kulturen zu helfen als sie zu ermutigen, in ein Europa in voller Dekadenz zu kommen. Es ist eine falsche Exegese, das Wort Gottes zu benutzen,  um die Migration aufzuwerten. Gott hat diese Risse nie gewollt. "

Gerade Kardinal Sarah - ein großer Mann Gottes- hat tausendmal erklärt, daß die größte Nächstenliebe zu den Menschen ist, ihnen Gott und die christliche Verkündigung zu geben, und das ist die Aufgabe der Kirche.
Aber die progressistische Kirche hat Gott auf Eis gelegt und kümmert sich nur um Politik, zerquetscht durch die Themen der Linken, Bergoglio befindet sich in einem dauerndem Wahlkampf. 
In Kirchenzeitungen sind die "nicht verhandelbaren Prinzipien" verschwunden und die "progressistische" Politik breite sich aus.
Gründonnerstag wurde auf der Titelseite von "Avvenire" - der Zeitung der CEI- große Werbung für das letzte Buch des Jesuitenpaters Bartolomeo Sorge gemacht (auch er ist in diesem Revival der 70-er Jahre zurückgekehrt).Sein Titel ist: "Warum der Populismus dem Volk schadet."
Verstanden?
Er erklärt weder, daß der Laizismus oder der Relativismus dem Volk schaden, noch warnt er uns vor dem politisch Korrekten, er wettert nicht gegen den Islamismus oder den Kommunismus (den gibt es noch in China, das gerade die Welt erobert).
Nein, die öffentliche Gefahr wird in einem Phantom-Populismus dargestellt. Auf  dem Cover von "Famiglia Cristiana" halten sie noch an Salvini in den Schuhen des Teufels fest.
Die Abschaffung Gottes aus dem öffentlichen Raum, über das Benedikt XVI dramatisch in seinem letzten Text gesprochen hat, ist besonders ein Werk derer, deren Aufgabe es wäre- sei es wegen ihres Berufes- wenn nicht aus Berufung- zur Welt über Christus und die Ewigkeit zu sprechen.
Das hat - mit Schmerzen. Papa Benedetto gesagt. "Auch wir Christen und Priester ziehen es vor, nicht von Gott zu sprechen...Gott ist eine Privatsache einer Minderheit geworden." 
Und dennoch haben die Menschen ein verzehrendes Bedürfnis, den Sinn des Lebens wiederzufinden, Erlösung zu finden und die Kirche zu schauen, wie in den vergangenen Tagen, bewegt während des Feuers in der großen Kathedrale von Notre Dame.
Es gibt einen Hunger und Durst nach Gott, aber wer sollte die von Politik, Umwelt-und Migrationsfanatismus -wie von einer Tarantel gestochenen Menschheit, die Gott vergessen hat, von Hunger und Durst befreien?
Und dennoch ergreift nichts so das Herz wie das Antlitz Christi. Wie George Bernanos schrieb "Wird ein Tag kommen, an dem die Menschen den Namen Jesu nicht aussprechen können, ohne zu weinen." 
Diesem Tag sind wir sehr nah.

Quelle: LoStraniero, A. Socci

Kommentare:

  1. Mit etwas Abstand und „sine ira et studio“ betrachtet, ergibt sich für den objektiven Betrachter ein stimmiges Bild: In der derzeitigen Phase der postkatholischen Restrukturierung gilt es, die seit den 1960ern zielgerichtet inhaltlich entkernte Kirchenstruktur möglichst geräuschlos als rein auf das Diesseits ausgerichtete „NGO“ in die sich rapide entfaltende „One World“ zu integrieren. Aus Rahners „anonymen Christentum“ wurde von apostatischen Theologen seit Jahrzehnten ein Christentum ohne Bekenntnis entwickelt, welches nun von apostatischen Klerikern als „Evangelium des Zeitgeistes“ verkündet wird, bestehend aus Klimaschutz, Gender und Flüchtlingspolitik.

    In den auf „das Konzil“ folgenden Jahrzehnten wurden die in der Kirche sozialisierten Generationen folgerichtig in der überwiegenden Mehrzahl sozusagen „katholische Agnostiker“: die Möglichkeit der Existenz eines transzendenten Wesens nicht grundsätzlich bestreitend, betont man die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens, Verstehens und Begreifens, welche nicht gestattet, sichere Aussagen über die Existenz Gottes zu machen. Die „moderne“ Theologie fördert dies nach Kräften, wenn sie die biblischen Wunder möglichst rational im Einklang mit den uns aktuell bekannten Naturgesetzen „entzaubert“ und „für aufgeklärte Menschen annehmbar“ macht: der Durchzug durchs Rote Meer fand einfach bei Ebbe statt, es gab keine spektakuläre „Brotvermehrung“, sondern jeder griff in seinen Brotbeutel und gab seinen Nachbarn etwas ab, so dass es für alle reichte. Auch das Gespräch des Herrn am Jakobsbrunnen wird „modern“ interpretiert: man müsse in Afrika Brunnen für sauberes Wasser finanzieren – es ist mittlerweile zwischen manch' zeitgeistigen Predigten sowie politischen Fürbitten und dem Gedankengut von IG Metall , Pro Asyl oder Greenpeace kaum ein Unterschied.

    Absehbar, dass die Gottheit Jesu weiter an den Rand gedrängt und schlußendlich zugunsten eines diffusen „Chrislams“ geleugnet wird, wer als glaubenstreuer Katholik dem zu widersprechen wagt, wird als „religiöser Fundamentalist“ und „rechtsextremer Volksverhetzer“ dem weltlichen Arm übergeben werden.
    Alles klar absehbar, wenn man einen Augenblick zurücktritt, um die Entwicklung der letzten 50 Jahre ohne Scheuklappen in den Blick zu nehmen.

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  2. Die Progressiven haben sich eben durchgesetzt und die selbstzufriedenen Konservativen auf ganzer Linie versagt. Man sollte die Schuld an der Misere schon dort suchen, wo sie zu finden ist.

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