Donnerstag, 31. Dezember 2015

Katholisches zum Jahreswechsel

der Jahreswechsel hat es in sich, dass wir da gerne einen Blick, in das was vor uns liegt, erhaschen möchten, weswegen man sich zu diesem Zwecke, in frühen Zeiten, im Orakeln mittels Bleigießen übte.
Nun so richtig christlich ist es definitiv nicht, in die Zukunft schauen zu wollen, weswegen wir da auch nicht weiter helfen können.
Was aber nicht verkehrt ist, ist sich einmal auf dieser Seite hier umzugucken und sich einen Jahreheiligen zu ziehen.
Die Seite ist gut eingerichtet, man kann das Ergebnis auch ausdrucken, ein bisschen was erklärt wird auch dazu!

Dazu oder extra kann man sich auch, sofern man nicht ganz klassisch, den Staub von der Hausbibel blasen und diese einfach öffnen und lesen will, hier einen Bibelvers zusagen lassen, der einem durch das Jahr begleiten wird .

Und weil wir ja ab und an, über den Tellerrand, zu unseren evangelischen Mitchristen schauen, die haben was ähnliches, die Losungen und da hätten wir, für 2016 die Jahreslosung Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Von daher ein gesegnetes Jahr ein Anno Domini 2016!

TE DEUM LAUDAMUS

                  Zum Ende des Jahres- am Tag des Hl. Sylvester- loben wir den Herrn!* 
      
          

Te Deum laudamus: te Dóminum confitémur.
Te aetérnum Patrem, omnis terra venerátur.
Tibi omnes ángeli, tibi caeli et univérsae potestátes:
tibi cherubim et seraphim  incessábili voce proclámant:
Sanctus, Sanctus, Sanctus Dóminus Deus Sábaoth. (....)

* (und stören uns nicht an der im Zeitalter Charpentiers gebräuchlichen französischen Aussprache des lateinischen Textes)

Wenn sie im Vatican Luther wollen.... Antonio Socci will bei der Mutter Gottes bleiben

A. Socci kommentiert auf seine Weise die Predigt, die der Prediger des Päpstlichen Hauses, Raniero Cantalamessa zum 3. Advent vor der Kurie gehalten hat, (die sogar Mildergestimmte zu diesem Anlass etwas verwundern muß) . Hier geht´s zum Original:  klicken


"WENN SIE IM VATICAN LUTHER WOLLEN, SOLLEN SIE IHN HABEN,  WIR ZIEHEN ES VOR BEI DER MUTTER GOTTES ZU BLEIBEN."

"Bis gestern hat die Kirche gelehrt, daß wir immer mehr zur Jungfrau Maria beten und ihr zuhören sollen, die unsere Mutter und mächtiger Schutz gegen das Böse ist.
Johannes Paul II hat uns die Schönheit der Weihe an sie gezeigt. Und Ratzinger hat uns gelehrt, daß die Madonna die Garantie gegen alle Ketzereien ist.
Aber heute scheint es, als ob alles herunterkommt.

Jetzt kommen sie und sagen das Gegenteil, daß man der Mutter Gottes gegenüber nicht zu devot sein solle, weil man sonst den Dialog mit den Lutheranern störe....
Wer das gesagt hat?

Pater Raniero Cantalamessa, Prediger des Päsptlichen Hauses, der während der Jahre Johannes Pauls II und Benedikts XVI in ganz anderen Tönen sprach und jetzt verändert erscheint.
Er also wünschte in der dritten Adventspredigt vor der Römischen Kurie eine Wiederannäherung zwischen Katholiken und Protestanten, und erklärte, daß unsere "unüberlegte" (!) Devotion für die Jungfrau ein Hindernis dabei sei. Er sagte wörtlich, daß es nötig sei, einen anderen Weg einzuschlagen:

"Auf diesem Wege geht eine ernsthafte Anerkennung der Tatsache verloren, daß wir Katholiken besonders in den letzten Jahrhunderten dazu beigetragen haben, Maria für die protestantischen Brüder unzugänglich zu machen, weil wir sie auf so übertriebene und unüberlegte Weise geehrt und darüber hinaus eine solche Devotion innerhalb des sehr klaren biblischen Rahmens nicht auch dem Wort Gottes, dem Heiligen Geist und Jesus selbst - in einer wie es aussah - untergeordneten Rolle haben zukommen lassen.

Hört man eine solche Dummheit, weiß man nicht was größer ist - der Ärger oder die Trauer...
Ich denke genau das Gegenteil, nämlich daß wir die Madonna nicht genügend verehrt und ihr zugehört haben (ich denke da an die Bitte, die sie in Fatima geäußert hat...)
Auf jeden Fall überlasse ich Cantalamessa gern Luther und jenen Lutheranern, die unsere Verehrung für Maria nicht würdigen. Er kann sie behalten.
Ich stelle mir vor, daß diese ganze Anwandlung des vaticanischen Establishments gegenüber den Protestanten von den (wirklich unglaublichen) Dingen herrührt, die Papst Bergoglio während seines Besuches in der lutherischen Gemeinde von Rom gesagt hat.

Die Schlaumeier der Synode.....

Riccardo Cascioli setzt sich heute bei La Nuova Bussola Quotidiana noch einmal mit den regelmäßig in den Äther geschickten Versuchsballons der Kasper-Anhänger im Allgemeinen und den doch recht kruden Thesen des Doyens der Bologneser Schule, Alberto Melloni und einem Aufsatz des Albaner Bischofs Semerano  im Speziellen auseinander, ob nicht doch die Wiederzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion durch die ein oder andere Hintertür oder die ein oder Finte herbeigeredet werden kann. Bemerkenswert auch, daß "Vatican Insider" in bisher ungekannter Papolatrie gegenüber Papst Franziskus sogar nicht davor zurückschreckt, den Hl. Papst Johannes Paul II zu diffamieren.
Hier geht´s zum Original:   klicken

                              "DIE SCHLAUMEIER DES SYNÖDCHENS"
"In den letzten beiden Jahrhunderten hatte die Kirche des Verdammens auf den Weg der Verkündung verzichtet, um alles zu verdammen: die bürgerliche Moderne, den Liberalismus, den Kapitalismus, die Rechtskultur etc. "
Das ist eine für das Denken von Alberto Melloni exemplarische Passage - die man schwarz auf weiß im Corriere della Sera vom 28. Dezember lesen konnte. Exemplarisch, weil es nur das letzte Interview mit Intellektuellen, Theologen, Bischöfen ist, die versuchen zu zeigen, daß sich die Kirche gerade in einer Revolution befindet, die drastisch mit der Vergangenheit bricht: dem Pontifikat von Franziskus, als "neue Kirche", die sich endlich gegen tausend Widerstände durchsetzt.
Daher auch die Notwendigkeit Verschwörungen und Feinde zu erfinden, um jedweden Sprung vorwärts zu rechtfertigen. Melloni selbst - wahrer Anführer der "Schule von Bologna"- war während der Synode einer der eifrigsten Verschwörer-Jäger.

Besonders die Synode war die Gelegenheit, um diese Lesart von Kirche zu intensivieren, die nichts mit dem zu tun hat, was die Kirche immer geglaubt hat: jeder Papst hat sicher seine Sensibilität, seine Spiritualität, seine pastoralen Prioritäten, aber im Grunde gibt es eine Kontinuität, die nicht unterbrochen werden konnte - von dem Augenblick an, als Christus selbst die Kirche einsetzte bis sie bei der Rückkehr Jesu ihre Aufgabe erfüllt haben wird. Auch kann das Lehramt eines Papstes das überlieferte 2000-jährige Patrimonium Fidei nicht leugnen.

In der Erzählweise von Melloni & Co dagegen ist das eine Vergangenheit, die abgeschafft werden muß und die beiden "verdammten" Jahrhunderte  stimmen mehr oder weniger mit der Periode überein, die mit der französischen Revolution begann.
Eine Periode, von der auch Kardinal Carlo M. Martini in seinem spirituellen Testament nicht zufällig als von "einer Kirche, die 200 Jahre verspätet ist" spricht.
Wenn man ihnen zuhört, hat die Kirche sich bis vor ungefähr 3 Jahren verschanzt, hat Mauern errichtet, verdammt, die Tore geschlosssen, die Barmherzigkeit verweigert. Eigentlich hatte das II. Vaticanische Konzil den Lauf der Kirchengeschichte verändert, aber leider haben die Pontifikate von Johannes Paul II und Benedikt XVI diese Pforten wieder verschlossen. Aber heute öffnet Franziskus sie endlich wieder (man beachte, daß die, die heute von jedem, der es auch nur wagt, eine Frage zu stellen, blinden Gehorsam gegenüber dem Papst verlangen, die selben sind, die bis gestern den Ungehorsam formulierten und organisierten)

Heilige, Jahresheilige

Es ist kein schlechter Brauch das Jahr unter ein frommes Motto zu stellen, also einen Bibelspruch zu ziehen, der Leitstern fürs kommende Jahr sein soll.
Katholischen Spezialität ist es, sich einen ganz persönlichen Fürsprecher und spirituellen Wegweiser auszuwählen, einen Jahresheiligen.
Der soll natürlich, muss man heutzutage ja leider betonen, nicht irgendwohin führen, nein zu CHRISTUS soll er hinführen und CHRISTUS ist das Maß, das Vorbild, das Urbild aller Tugenden.
Wer nun hierfür eine virtuelle Möglichkeit sucht, der klicke hier
Ein bisschen benutzerunfreundlich ist das Ganze schon gestaltet, weil, um den Heiligen zu "ziehen" muss man auf den Reiter "erneut ziehen" klicken, erst dann klappt es.
Also hier nochmal der Link

Romreise in Zeiten des Internets

Auch wenn es die reale Besichtigung nicht ersetzt, so kann man sich via Internet viele der berühmten  römischen Kirchen ansehen.

Die  7  römischen Hauptkirchen, die in früheren  Zeiten von den Rompilgern der Reihe nach besucht wurden, sind: der Petersdom , die Lateranbasilka, St Paul vor den Mauern, Santa Maria Maggiore, Sancta Croce in Jerusaleme, Sankt Lorenzo vor den Mauern und Sankt Sebastian vor den Mauern, die über den Katakomben gebaut wurde.
Die meisten dieser Kirchen und einige andere, haben einen wunderschönen Internetauftritt, und so dachte ich mir, ich stell einfach die Links dazu in unregelmäßiger Folge, hier auf den Blog, so dass man sich an der Schönheit der Kirchen freuen kann, auch und wenn man "nur" am Computer sitzt.

So fangen wir an, mit der Mutter aller Kirchen, nein das ist nicht der Petersdom, das ist die Lateranbasilika
hier 
Leider ist keine deutsche Version des virtuellen Rundgangs verfügbar, aber dennoch sind die Bilder wunderschön.
Also hier klicken Man kann dann unten links die Zoomfunktion betätigen und erhält so einen wunderschönen Einblick in die Lateranbasilika, der Mutterkirche aller Kirchen des Erdkreises.


Mittwoch, 30. Dezember 2015

Mehr über Melchiora und Kaspara und den heidnischen Wahn einer Bürgermeisterin


Auch Miguel Cuartero Samperi  beschäftigt sich bei aleteia mit den Geistesblitzen der Madrider Bürgermeisterin Manuela C. und ihrer Parteifreund*innen. Man kann getrost davon ausgehen, daß das Vorgehen dieser Dame exemplarisch für die europäischen Linskaußenparteien ist.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"IN MADRID ROSA QUOTE BEI DEN HEILIGEN 3 KÖNIGEN. GENDER AUCH IN DER KRIPPE"

Die neueste Erfindung der Progressisten nennt sich Melchiora oder Kaspara.....
Dieses Jahr wird in Madrid ein weiblicher Heiliger König gegen die Diskriminierung aus Geschlechtsgründen marschieren: das ist der letzte geniale Einfall der spanischen Progressisten.
Die Idee der hauptstädtischen Ratgeber von "Ahora Madrid" (die neue horizontale, Podemos nahestehende Partei) war es, festzulegen, daß in Puente de Vallecas und San Blas-Canijellas eine der 3 Personen, die im traditionellen Weihnachtsumzug als Heilige 3 Könige mitgehen, unbedingt eine Frau sein müsse, um auch während der Weihnachtszeit jene rosa Quote zu erfüllen, die den Feministinnen und dem egalitaristischen Laizismus so lieb ist.
Es wird sich also um eine Königin Melchiora  und/oder Kaspara handeln, in Anbetracht dessen, daß Balthasar von einem jungen Afrikaner dargestellt wird.

Die traditionelle "Cabalgata de Los Reyes"
Jedes Jahr am 5. Januar, dem Tag vor Epiphanias, verteilen in den Straßen jeder spanischen Stadt 3 geheimnisvolle Persönlichkeiten, die mit ihren Kamelen und Pferden von Pagen und Helfern begleitet werden, Bonbons und Süßigkeiten an die Kinder und nehmen deren Briefe entgegen,
Der festliche Umzug ist ein von allen- nicht nur den Kleinsten- erwartetes Ereignis und gehört zu den am tiefsten im Lande verwurzelten Weihnachtstraditionen-  zusammen mit der Krippe und den Gesängen der traditionellen Villancicos, religiösen Liedern, die von der Geburt Jesu erzählen, der Ankunft der Hirten und der Verehrung durch die Könige.


       


Der Angriff der Populisten: Gender gegen den gesunden Menschenverstand!
Sie haben die Antwort der Führer der Partida Popular von Premier Rajoy, der diese bizarre Intiative scharf verurteilte, nicht erst abgewartet. Die Präsidentin und Sprecherin der PP von Madrid, hat, ohne sich um gemäßigte Worte zu bemühen, die Idee von der Heiligen Königin als "sinnfreie Dummheit" bezeichnet, obwohl sie sich sonst zugunsten von Gendergerechtigkeit ausspricht.
"Wer die christliche Tradition zerstören will, tut das alles so und es ärgert mich noch mehr, weil die, die es erleiden müssen, die Kinder sind."
Nach Aguirre, würden es die Berater von Ahora Madrid "nicht wagen, den Ramadan zu verfremden", während sie sich erlauben, die Katholischen Traditionen nach Belieben zu verändern, obwohl es sich "um die Religion der Mehrheit der Spanier handelt."
Concepcion Dabcausa, Regierungsdelegierte für Madrid, hat betont, daß das Risiko besteht, "die Kinder zu verwirren, die wahren Hauptpersonen der traditionellen Cabalgata" und daß Epiphanias "nicht der richtige Ort ist, um eine politische Gleichheit zwischen den Geschlechtern zu erzwingen", ein Thema mit dem sich "die Frauen der PP genau so beschäftigen wie die der PSOE und der anderen Parteien."
Ihrerseits hat die kommunale Beraterin Isabel Rosell (PP) bekräftigt, daß "die Genderpolitik dazu benutzt wird, um Sektierertum und fehlenden Gemeinsinn zu tarnen."

Die Proteste in den sozialen Netzwerken: die Bürgermeisterin auf dem Kamel
In wenigen Stunden - noch während des Weihnachtsfestes - hat der Streit um die Heiligen 3 Könige auf Twitter bedeutende Popularitätswerte erreicht - wie die Tageszeitung El PAIS berichtete . Höchstwerte erreichten "Die Hl. Königin" und "Balthasar". (....)
Viele der Tweets waren direkte Angriffe auf Bürgermeisterin Carmena - der jeder Gemeinsinn abgesprochen wurde, sowie Witze und Fotomontagen, die sie als Königin gekleidet auf einem Kamel zeigten.

Fundstück

Benedikt XVI bei der Generalaudienz am 20. Dezember 2006 über die Geburt des Herrn und falsche Propheten...
hier geht´s zum deutschen Katechese-Text:   klicken

                     

..." Der hl. Maximus von Turin : »Während wir uns darauf vorbereiten, die Geburt des Herrn anzunehmen, wollen wir uns mit reinen Gewändern, ohne Flecken bekleiden. Ich spreche vom Kleid der Seele, nicht von jenem des Leibes. Bekleiden wir uns nicht mit Gewändern aus Seide, sondern mit heiligen Werken! Die prunkvollen Kleider können die Glieder des Leibes bedecken, aber sie schmücken nicht das Gewissen«  (....)


"Sicher bieten falsche Propheten weiterhin eine Erlösung zu einem »billigen Preis« an, die am Ende immer bittere Enttäuschungen hervorruft. Gerade die Geschichte der letzten 50 Jahre zeigt diese Suche nach einem Erlöser zu einem »billigen Preis« und macht all die Enttäuschungen deutlich, die daraus entstanden sind. Unsere Aufgabe als Christen ist es, mit dem Zeugnis unseres Lebens die Wahrheit des Weihnachtsfestes zu verbreiten, die Christus jedem Mann und jeder Frau guten Willens bringt. Jesus wird in der Armut der Krippe geboren und kommt, um allen jene Freude und jenen Frieden zu schenken, der allein das Sehnen des menschlichen Herzens stillen kann."
 (...)

Quelle: La Santa Sede, LEV, raffaellablogspot,

Zwischen den Jahren, die stille Zeit

Die Zeit "zwischen den Jahren" meint die Zeit zwischen Weihnachten und Advent.
Und ja diese zeit hat, aller oft beklagten Weihnachtshektik zum Trotz dennoch eine gewisse Stille.
Die Festmähler sind gekocht, verspeist, die Geschenke verteilt, die Gottesdienste und Festkonzerte sind absolviert und das neue Jahr, in dem alles besser werden soll, das ist noch nicht da.
Es ist schon eine stille Zeit, wo vorher doch von der Stille eher so geredet und gesungen wird, dass es einem fast vorkommt wie Realsatire. Und da passt es doch, wenn es im Eröffnungsvers der Messe von heute heißt:


Als tiefes Schweigen das All umfing
und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr,
vom Himmel herab, vom königlichen Thron.
   


stammen tut das aus dem 18. Kapitel des Buches der Weisheit, Vers 14

Dienstag, 29. Dezember 2015

Zwei "Perlen" aus dem Artikel von George Weigel über die Kirche, die Moderne & das Konzil

-für alle, denen der Gesamttext zu lang ist:

"Der Optimismus von Papst Johannes bzgl, des künftigen Verlaufs der Moderne kann fehl am Platze gewesen sein. Die letzten 50 Jahre waren nicht von der Art, die gedacht hatte, daß die Moderne von aufgeschlossenen Menschen mit moralischen Prinzipien wie Albert Camus personifiziert würde.
Was wir statt dessen im Westen bekamen, war der engstirnige, fundamentalistische Szientismus eines Richard Dawkins und das hirnlose Geschnatter eines Jaques Derida. Aber das zu erkennen, scheint mir das Nichtüberzeugende beider Optionen, der traditionalistischen und der progressiven in ihrer typischen Form, für den Katholizismus zu unterstreichen."

und

"Was die progressive Option angeht, muß man nur auf die Katholischen Wüsten schauen, in denen 
diese Option seit Jahrzehnten voll umgesetzt wurde. Deutschland, große Teile Österreichs, Belgien, 
zu viel von Frankreich, das meiste der Niederlande, Quebec und Neu Seeland- um den elementaren 
Punkt zu verstehen: sich dem letzten modernen oder postmodernen Zeitgeist zu unterwerfen, führt nicht zur Umkehr der Welt sondern zur Implosion der Kirche."

Quelle: George Weigel, Catholic Herold Magazine


Die Psalmen Davids

                   

                       

Der Heilige Thomas Becket

Heute feiert die Kirche das Fest des Heiligen Thomas Becket 
Wir haben ihm zu Ehren unseren früheren Beitrag noch einmal hervorgeholt.

                                                    "MORD IM DOM"


                     

Der Hl. Thomas Becket, Märtyrer und Erzbischof von Canterbury wurde am 21. Dezember wohl 1118 geboren und am 20 Dezember 1170 in seiner Kathedrale ermordet.
Seine Eltern waren als Siedler aus der Normandie nach England gekommen, die meisten der eher bösartigen Legenden, die sich um seine angeblich nicht standesgemäße Kindheit ranken, sind nicht glaubwürdig-wie z.B. die Behauptung, seine Mutter sei sarazenischer Herkunft gewesen. Er erhielt eine gute Ausbildung zunächst in Merton Abbey und studierte dann in Paris.
Danach war er zuerst Mitarbeiter von Osbert Huitdeniers, einem Verwandten, der Justiziar von London war. Um das Jahr 1141 herum trat er in den Dienst von Theobald, Erzbischof von Canterbury ein, dessen engster Mitarbeiter er bald wurde. Theobald, der seine Fähigkeiten erkannte, setzte ihn für delikate Verhandlungen ein, nachdem er ihm gestattet hatte, für ein Jahr in Bologna und Auxerre Kirchenrecht zu studieren.
1154 weihte er Thomas zum Diakon und vertraute ihm das Erzdiakonat von Canterbury an.
In dieser Zeit starb König Stephan und der junge Heinrich II folgte ihm auf den Thron Englands.  Er ernannte Thomas von London-wie er damals genannt wurde- zu seinem Kanzler und so wurde Thomas Heinrichs mächtigster Untertan.
Die Chroniken berichten über eine enge Beziehung der beiden, der Kanzler und der 12 Jahre jüngere König seien "ein Herz und eine Seele gewesen". Der König und sein Minister hätte sich oft wie spielende Schuljungen benommen, aber obwohl sie gern ritten und jagten, waren beide harte Arbeiter, denen das Wohl des Landes am Herzen lag. Beide liebten den Luxus und den Pomp und als Thomas zur Aushandlung eines Ehevertrages nach Frankreich reiste, sagten die Leute: "Wenn das nur der Kanzler ist, wie muß dann erst die Glorie des Königs selber sein?"
1159 scheint Thomas der Hauptorganisator der Expedition Henrys nach Toulouse gewesen zu sein, auf der er ihn auch begleitete, manche Quelle berichten über Mißstimmungen. Klar ist wohl nur, daß Thomas auf Tributzahlungen der Kirche an Stelle des Militärdienstes drängte und sie gegen den Widerstand des Klerus erzwang. Dem folgten bittere Klagen über die schwere Bürde, die diese Zahlungen der Kirche auflasteten. Thomas war als Soldat ein guter Kämpfer, die Chronik berichtet von vielen von ihm aus dem Sattel geworfenen französischen Rittern und- obwohl er Diakon war- führte er persönlich waghalsige Angriffe an, und auch er ließ-wie andere Heerführer seiner Zeit- das Feindesland mit Feuer und Schwert verwüsten. Den Forderungen der Kirche leistete er Folge-sowohl  was seinen Lebenswandel anging als auch in der Einhaltung der Prinzipien der Lehre. So stellte er sich der Dispensierung Heinrichs entgegen und versuchte, die Ehe der Äbtissin von Romsey, Mary, mit Matthieu von Boulogne zu verhindern. Aber soweit sein Gewissen es ihm erlaubte, identifizierte sich Thomas mit den Interessen seines Königs.

So läßt Tennyson ihn sagen:
"I served our Theobald well when I was with him:
I served King Henry well als Chancellor:
I am his no more, and I must serve the Church."

und T.S. Eliot läßt ihn in "Mord im Dom" sagen:

"For my Lord I am now ready to die,
That His Church may have peace and liberty."

                             

Weihnachten in der Diaspora

Manchmal ziehen einen halt die Familienfeiern raus aus Bayern und in die Mitte Deutschlands. So durfte ich dieses Jahr mal wieder das Fest zur Geburt unseres Herrn im Lehmann-Land verbringen. Mittelhessen liegt eigentlich viel näher an Limburg, gehört aber zu Mainz, während das viel weiter südlich liegende Frankfurt zu Limburg gehört.
Ich rechne ja irgendwie damit, dass diese beiden Bistümer mit dem Rücktritt von Kardinal Lehmann zusammengelegt werden - und vielleicht versucht man sich deshalb in der langsamen Protestantisierung ... damit das Volk nix merkt.
Mir ist es halt direkt aufgefallen, denn die Feier der Weihnachtsmesse war dann doch etwas sehr simpel. Letztes Jahr zogen Pfarrer und Dienste noch durch den Mittelgang ein - dieses Jahr kamen sie direkt aus der Sakristei - ohne Kreuz und ohne Weihrauch. Entweder muss im Bistum Mainz derart gespart werden, dass man sich das nicht mehr leisten kann oder man verzichtet darauf, weil die Protestanten das nicht riechen können ... So gab's zum Einzug dann das "protestantische" Lutherlied "Vom Himmel hoch" ... und der nächste Schreck folgte mit dem Verzicht auf das Confiteor ... Zum Glück gab's eine Mozartmesse, so dass wenigstens die Musik eine Freude war.

Montag, 28. Dezember 2015

Fest der Hl. Familie. Zwei Päpste - zwei Sichtweisen

Antonio Socci hat den kurzen Kommentarsatz in der gestrigen Predigt von Papst Franziskus zum Verbleiben des 12-jährigen Jesus im Tempel von Jerusalem und seiner Antwort auf die Frage der Eltern, wie er ihnen das habe antun können, als "unglaubliche bergoglianische Exegese" bezeichnet. Man kann nicht umhin, über die Sicht des Papstes auf das Kind Jesus zu staunen. Er spricht ihm keinerlei Göttlichkeit zu, sondern sieht ihn als rein der Erde verhafteten Menschen.
Socci stellt diese Interpretation den Katechesen Benedikts XVI vom 28.12. 2011 und vom 27.12. 2012 gegenüber.
Hier geht´s zum Original, das wir bei "BenoîtXVI-et-moi" gefunden haben (merci!) klicken
und hier zu den deutschen Originaltexten Papst Benedikts 2011 und 2012: klicken und klicken

                        "DER 27. DEZEMBER, DAS FEST DER HEILIGEN FAMILIE"

                   

"Heute hat Bergoglio in seinem Kommentar zum Evagelium vom im Tempel wiedergefundenen Jesus wörtlich gesagt: "Wir wissen, was Jesus dieses mal getan hat. Anstatt mit den Seinen nach Hause zurückzukehren, ist er in Jerusalem geblieben, im Tempel und hat Maria und Joseph einen großen Schmerz zugefügt, die ihn nicht finden konnten. Jesus hätte für seine "kleine Eskapade" wohl seine Eltern um Verzeihung bitten müssen. Das Evangelium sagt das nicht, aber ich glaube, daß wir das annehmen können."


Benedikt XVI:
"Wir haben gehört, daß der zwölfjährige Jesus sich mit den Seinen zum Tempel von Jerusalem begibt. Diese Episode findet im Rahmen der Pilgerreise statt, wie der hl. Lukas hervorhebt: »Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach« (2,41–42). Die Pilgerreise ist ein Ausdruck der Frömmigkeit, die aus dem Gebet Nahrung zieht und es gleichzeitig nährt. Hier geht es um jene zum Paschafest, und der Evangelist gibt uns zu verstehen, daß die Familie Jesu sie jedes Jahr durchführt, um an den Riten in der Heiligen Stadt teilzunehmen. Ebenso wie die christliche Familie betet die jüdische Familie im häuslichen Familienkreis, aber sie betet auch zusammen mit der Gemeinschaft und bekennt sich so als Teil des Volkes Gottes, das unterwegs ist, und die Pilgerreise bringt gerade dieses Unterwegssein des Volkes Gottes zum Ausdruck. Mittel- und Höhepunkt des Ganzen ist das Paschafest, das die familiäre Dimension ebenso einbezieht wie die des liturgischen und öffentlichen Gottesdienstes.

Fundstück: Weihnachtshymnus

 Weihnachts-Troparion der orthodoxen Liturgie: 

                   „Deine Geburt, Christus unser Gott,
                   ließ erstrahlen der Welt das Licht der Erkenntnis;
                   denn durch sie wurden Anbeter der Gestirne
                   von einem Stern belehrt,
                   Dich als die Sonne der Gerechtigkeit anzubeten
                   und Dich zu erkennen als den Ankommenden aus der Höhe.
                   Herr, Ehre sei Dir!“


In arabischer Sprache gesungen

                  

in geschwisterlicher Verbundenheit mit den Christen im Nahen und Mittleren Osten. Möge ihnen in dieser weihnachtlichen Zeit der Friede des Herrn beschieden sein !


                                                    Christus nobiscum state

 

Der Hl. Thomas von Aquin und der Islam

Der Hl. Thomas von Aquin, der mit den Schriften der zeitgenössischen islamischen Philosophen wie Avicenna und Averroes wohl vertraut war, mißtraute dem Islam zutiefst.
Dr. D.Thomas William hat darüber einen Beitrag verfaßt.
Hier geht´s zum Original:   klicken

             "WARUM THOMAS VON AQUIN DEM ISLAM NICHT TRAUTE

"Thomas von Aquin, Gelehrter des 13. Jahrhunderts, der als einer der herausragendsten Philosophen und Theologen des Mittelalters angesehen wird,  äußerte beißende Kritik am Islam, die in weiten Teilen auf dem fragwürdigen Charakter und den fragwürdigen Methoden seines Gründers Mohammed basiert.


Nach der Überzeugung Thomas´ sprach der Islam ignorante, brutale, sinnliche Männer an und verbreitete sich nicht durch die Kraft seiner Argumente oder göttlicher Gnade sondern durch die Macht des Schwertes.

Thomas, ein genauer Beobachter des Menschen, der conditio humana, war mit den Hauptwerken der muslimischen Philosophen seiner Tage vertraut, eingeschließlich Avicenna, Algazel und Averroes ... und setzte sich in seinen Schriften mit ihnen auseinander.

Seit der Islam im 7. Jahrhundert gegründet und verbreitet wurde, lebte Thomas v. Aquin, der von den Katholiken als Heiliger und Kirchenlehrer angesehen wird, in einer Zeit die Mohammed sehr viel näher war, als wir es heute sind.
In einem seiner Hauptwerke, dem umfangreichen "Summa contra gentiles", das er zwischen 1258 und 1264 schrieb, argumentiert Thomas für die Wahrheit des Christentums gegenüber anderen Glaubenssystemen, eingeschlossen den Islam.

Er stellt die Verbeitung des Christentums dem des Islam gegenüber, und führt große Teile des frühen Erfolges des Christentums auf den weitverbreiteten Glauben an die Wunder Jesu zurück, während die Verbreitung des Islams durch das Versprechen sinnlicher Freuden und die Gewalt des Schwertes erreicht wurde.

"Mohammed"- schreibt der Aquinate- "verführte die Menschen durch sinnliche Freuden, zu der die Begierde des Fleisches uns anstachelt. Seine Lehre enthielt auch Gebote, die mit seinen Versprechungen übereinstimmten und er gab der Fleischeslust die Zügel frei."

Sonntag, 27. Dezember 2015

Pierluca Azarro über den Schriftsteller Joseph Ratzinger

Pierluca Azzaro, italienischer Übersetzer Benedikts XVI,  hat gerade die Pentlinger Predigten übersetzt, jetzt spricht er zu uns über Joseph Ratzinger, den großen Schriftsteller, und scheut sich nicht, ihn mit einem Monument der Weltliteratur zu vergleichen, dem Dichter der Divina Comedia.
Hier geht´s zum Original: klicken   

                         

"RATZINGER ZIEHT UNS WIE DANTE IN EINE LIEBESGESCHICHTE HINEIN
Reise mit Prof. Azzaro durch die Pentlinger Predigten, Glocken, Wolkenkratzer und diese alte Frau....

"Supermärkte, Wolkenkratzer und Glocken. Die Städte von heute und die von vor 2000 Jahren, Kosovo und Auschwitz. Ratzinger ist so, er geht von Bildern aus, nicht von einem Konzept. Er liebt die Bilder, was eine tiefe theologische Wurzel hat. Die Hl. Schriften sind ganz Bild, Jesus hat in Bildern gesprochen-den Gleichnissen."

Der da so spricht, ist "sein" Übersetzer, Professor Pierluca Azzaro. Er ist der, der das Gesamtwerk Joseph Ratzingers-Benedikts XVI ins Italienische übersetzt. Und er hat gerade die Übersetzung der Pentlinger Predigten, 10 kurze Texte, die Predigten, die Kardinal Ratzinger in den Jahren 1980-1990 während seiner Ferien in der bayrischen Stadt hielt, veröffentlicht hat.
Diese Buch dient auch dazu, die Allgemeinplätze über Ratzinger zu entmystifizieren, der erste ist, daß er "schwierig" spreche. Nichts ist falscher und sogar verfälschender. So beendet der Professor diese Sache. Und er geht dabei sogar so weit, daß er sagt: "Manchmal sage ich, daß Ratzinger ein bißchen an Dante erinnert. Zu Dante hat die ganze Welt Zugang, Kinder aber auch große Theologen."
"Es ist ein Buch voller Bilder. Das Ziel Ratzingers ist nicht, von sich selbst zu sprechen, von sich und sich zu rühmen. Er hat eine wirklich tiefe Liebe zum Herrn."

Samstag, 26. Dezember 2015

Fundstück

Das Streitgespräch zwischen F.W. Graf und Martin Mosebach. Gefunden via Twitter /A.Schwibach in der FAZ unter dem Titel: "Sind wir Christen noch bei Trost?".
FAZ-Redakteur Bahners stellte die meistens banalen Fragen.  Hier geht´s zum Tex: klicken
Man kann nicht umhin festzustellen, daß die Überzeugungen des Herrn Graf erschütternd sind-in ihrer mit großer Selbstverständlichkeit artikulierten, fast nonchalanten Abkehr von den Grundaussagen des Christentums- die man wohl leider auch für den Protestantismus als Ganzem als gegeben betrachten muß.
Aber worüber streiten wir dann noch- ohne gemeinsames Thema?

Zwei Päpste, zweimal Urbi & Orbi

URBI & ORBI
2005 und 2015

Papst Benedikt XVI am 25.12.2005:

"Ich verkünde euch eine große Freude … Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr." (Lk2, 10-11). 
Heute Nacht haben wir wieder die Worte des Engels an die Hirten gehört, und wir haben von neuem die Atmosphäre jener heiligen Nacht erlebt, der Nacht von Bethlehem, als der Sohn Gottes Mensch geworden ist und mit seiner Geburt in einer armseligen Grotte seine Wohnstatt unter uns aufgeschlagen hat. An diesem feierlichen Tag hallt die Verkündigung des Engels nach und ist auch für uns Menschen des dritten Jahrtausends eine Einladung, den Retter aufzunehmen. Möge die heutige Menschheit nicht zögern, ihn in ihre Häuser, in die Städte, die Nationen und in jeden Winkel der Erde eintreten zu lassen! Sicher, im Laufe des eben zu Ende gegangenen Jahrtausends, vor allem in den letzten Jahrhunderten, sind auf technischem und wissenschaftlichem Gebiet sehr viele Fortschritte gemacht worden, und wir können über umfangreiche  materielle Möglichkeiten verfügen können. Der Mensch des technologischen Zeitalters ist jedoch in Gefahr, Opfer ebendieser Erfolge seiner Intelligenz und der Ergebnisse seiner Handlungsfähigkeit zu sein, wenn er sich auf eine geistliche Atrophie, auf eine Leere des Herzens zubewegt. Darum ist es wichtig, daß er sich mit seinem Geist und seinem Herzen diesem Heilsereignis der Geburt Christi öffnet, das imstande ist, dem Leben eines jeden Menschen neue Hoffnung zu geben. (....)"

Gesamttext hier:   klicken

Papst Franziskus am 25.12. 2015:

Liebe Brüder und Schwestern, gesegnete Weihnachten!
Christus ist für uns geboren, frohlocken wir am Tag unseres Heils!
Öffnen wir unsere Herzen, um die Gnade dieses Tages zu empfangen, die er selber ist: Jesus ist der leuchtende „Tag“, der am Horizont der Menschheit aufgegangen ist. Ein Tag der Barmherzigkeit, an dem Gott Vater der Menschheit seine unermessliche Zärtlichkeit offenbart hat. Ein Tag des Lichtes, das die Finsternis von Angst und Furcht vertreibt. Ein Tag des Friedens, an dem es möglich wird, einander zu begegnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und vor allem sich zu versöhnen. Ein Tag der Freude: einer „großen Freude“ für die Kleinen und die Demütigen und für das ganze Volk (vgl. Lk 2,10).

Herrscher des Himmels erhöre das Lallen


Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen,
Lass dir die matten Gesänge gefallen,
Wenn dich dein Zion mit Psalmen erhöht!
Höre der Herzen frohlockendes Preisen,
Wenn wir dir itzo die Ehrfurcht erweisen,
Weil unsre Wohlfahrt befestiget steht!

           

Zwei Päpste, zwei Predigten zum Fest der Geburt des Herrn

2005  und 2015

Papst Benedikt XVI begann seine Predigt am 24.12. 2005 so:

Der Herr sprach zu mir: ‚Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeugt.” Mit diesen Worten aus dem Psalm 2 eröffnet die Kirche die Mitternachtsmesse zu Weihnachten, mit der wir die Geburt unseres Erlösers Jesus Christus im Stall zu Bethlehem feiern. 
Einst hat dieser Psalm dem Krönungsritual der Könige von Juda zugehört. Das Volk Israel wußte sich durch seine Erwählung in besonderer Weise als Gottes Sohn, als von Gott angenommen. Der König war nun die Verkörperung dieses Volkes, und seine Erhebung auf den Thron war so ein feierlicher Akt der Adoption durch Gott selber, durch den er irgendwie in das Geheimnis Gottes selbst einbezogen wurde. 
In der Nacht von Bethlehem haben diese Worte, die stets mehr Ausdruck einer Hoffnung als gegenwärtiger Wirklichkeit waren, einen neuen und unerwarteten Sinn angenommen. 
Das Kindlein in der Krippe ist wirklich Gottes Sohn. Gott ist nicht ewige Einsamkeit, sondern ein Kreis der Liebe in Hingabe und Zurückschenken: Vater, Sohn und Heiliger Geist.  
Mehr noch: In Jesus Christus ist Gottes Sohn, Gott selbst ein Mensch geworden. Zu ihm sagt der Vater:„Mein Sohn bist du. ”
Das ewige Heute Gottes ist in das vergängliche Heute dieser Welt herabgestiegen und zieht unser vergehendes Heute in Gottes immerwährendes Heute hinein. 
Gott ist so groß, daß er klein werden kann. Gott ist so mächtig, daß er sich wehrlos machen kann und als wehrloses Kindlein auf uns zugeht, damit wir ihn lieben können. 
Gott ist so gut, daß er auf seinen göttlichen Glanz verzichtet und in den Stall herabsteigt, damit wir ihn finden können und so seine Güte auch uns berührt, uns ansteckt, durch uns weiterwirkt. Das ist Weihnachten: „Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeugt.“ 
Gott ist einer von uns geworden, damit wir mit ihm sein, ihm ähnlich werden können. Er hat das Kind in der Krippe zu seinem Zeichen gewählt: So ist er. So lernen wir ihn kennen. Und über jedem Kind steht etwas vom Strahl dieses Heute, von der göttlichen Nähe, die wir lieben und der wir uns beugen sollen – über jedem Kind, auch über dem ungeborenen." (....)

Gesamttext hier:   klicken

Papst Franziskus begann seine Predigt am 24.12. 2015 so:

"In dieser Nacht leuchtet ein »helles Licht« (Jes 9,1); über uns allen strahlt das Licht der Geburt Jesu auf. Wie wahr und aktuell sind die Worte des Propheten Jesaja, die wir gehört haben: »Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude« (9,2)! 
Unser Herz war wegen der Erwartung dieses Momentes schon voller Freude, jetzt aber wird dieses Gefühl noch verstärkt und fließt gleichsam über, denn die Verheißung hat sich erfüllt, endlich ist sie Wirklichkeit geworden. 
Jubel und Freude versichern uns, dass die im Geheimnis dieser Nacht enthaltene Botschaft wirklich von Gott kommt. Es gibt keinen Platz für Zweifel – überlassen wir ihn den Skeptikern, die allein den Verstand befragen und deshalb niemals die Wahrheit finden. Es gibt keinen Raum für die Gleichgültigkeit – sie herrscht im Herzen dessen, dem es nicht gelingt zu lieben, weil er Angst hat, etwas zu verlieren. Alle Traurigkeit wird vertrieben, denn das Jesuskind ist der wahre Tröster des Herzens.
Heute ist der Sohn Gottes geboren: Alles wird anders. Der Retter der Welt kommt, um Anteil zu haben an unserer Menschennatur, wir sind nicht mehr allein und verlassen. Die Jungfrau bietet uns ihren Sohn dar als Anfang eines neuen Lebens. 
Das wahre Licht kommt, um unser oft in den Schatten der Sünde eingeschlossenes Leben zu erhellen. Heute entdecken wir von neuem, wer wir sind! In dieser Nacht wird uns der Weg aufgezeigt, der zurückzulegen ist, um ans Ziel zu gelangen. Jetzt müssen jede Angst und jeder Schrecken enden, denn das Licht weist uns den Weg nach Bethlehem. Wir dürfen nicht in Trägheit verharren. Es ist uns nicht gestattet, unbeweglich zu bleiben. Wir müssen aufbrechen, um unseren Retter zu sehen, der in eine Krippe gelegt ist. Und dies ist der Grund für den Jubel und die Freude: Dieses Kind ist für uns geboren, »ist uns geschenkt«, wie Jesaja ankündigt (vgl. 9,5). Einem Volk, das seit zweitausend Jahren überall in der Welt unterwegs ist, um jedem Menschen Anteil an dieser Freude zu geben, wird die Sendung übertragen, den „Friedensfürsten“ bekannt zu machen und sein wirksames Werkzeug inmitten der Nationen zu werden.

Gesamttext hier:   klicken

Bleibt noch anzumerken, daß unsere gleichgeschalteten Medien nur einen Satz aus der Franziskus-Predigt gehört und verstanden und weitergegeben haben (die Benedikt-Predigten wurden ja so gut wie immer komplett ignoriert): die Aufforderung zum Konsumverzicht. Sie haben auf alle Fälle auf das Hinhören und das Hinsehen verzichtet-um des Propagandaeffektes willen.

Quelle. La Santa Sede, LEV, va news.

Freitag, 25. Dezember 2015

Adeste fideles...



                  

                                               PUER NATUS EST
 
                  ALLEN EIN GESEGNETES UND FROHES WEIHNACHTSFEST!

Die Nächte sind dunkel geworden vor Ehrfurcht

so heißt es in einem Weihnachtsgedicht von Gertrud von LeFort.
Interessanter Gedanke, gerade heute, wo wir doch alle Weihnachtsymbolik subsumieren unter dem Kontext:
Das Licht, dass die, von vorneweg böse gedachte, Finsternis erhellt.
Und vor lauter, lauter, artet dann Weihnachten in pure Hektik aus, wo man froh ist, wenn es vorbei ist, was selbstredend nicht der Sinn der Weihnachtsfeiern ist.
Das ganze Gedicht findet sich hier 
Wunderschön, voller Tiefe und in diesem Sinn:
Daher sei hier auch der zur Weihnachtszeit gehörende Vers aus dem Buch der Weisheit, hergeschrieben, der es mit der Ruhe und der Stille und dem Schweigen hat.
Als tiefes Schweigen das All umfing
und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr,
vom Himmel herab, vom königlichen Thron.
 Mögen wir alle zur Ruhe kommen, etwas ahnen vor der Ehrfurcht, die die Nächte dunkel werden lässt und uns freuen, da uns der Erlöser geboren ist.
Gesegnete Weihnachten!




Denn es ist uns ein Kind geboren,

es ist uns ein Sohn gegeben, und die Herrschaft soll auf seiner Schulter liegen, und sein Name soll heißen Wunderbar, Ratgeber, der starke Gott, der ewige Vater, des Friedens Fürst. (Jesaja)


                         

WIR WÜNSCHEN ALLEN UNSEREN LESERN EIN GESEGNETES, FROHES                       WEIHNACHTSFEST!

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Die im Finstern wandeln

haben ein großes Licht gesehen......    


        

Weihnachtspredigt

Seine erste Weihnachtspredigt als Papst: gehalten am 24.12.2005 von Papst Benedikt XVI im Petersdom. Hier geht´s zum deutschen Gesamttext der Predigt:  klicken

Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, geht ein Licht auf.....


" (.....)  Hören wir ein zweites Wort aus der Liturgie dieser Heiligen Nacht, diesmal dem Buch des Propheten Jesaja entnommen: „Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf“. Das Wort Licht durchzieht die ganze Liturgie dieser heiligen Messe. Es klingt wieder an in der Lesung aus dem Brief des heiligen Paulus an Titus: „Die Gnade ist erschienen“. 
Der Ausdruck „ist erschienen“ gehört dem griechischen Sprachbereich zu und besagt dort dasselbe, was im Hebräischen „ein Licht strahlte auf“ heißt: Die „Erscheinung“ – die „Epiphanie“ – ist das Hereinleuchten von Gottes Licht in eine Welt voller Dunkel und voller ungelöster Fragen. Schließlich erzählt uns das Evangelium davon, daß den Hirten der Glanz Gottes erschien und daß er sie „umstrahlte“. 
Wo Gottes Herrlichkeit erscheint, da wird es hell in der Welt. „Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm“, sagt uns der heilige Johannes. Licht ist Quelle von Leben.  
Licht bedeutet aber vor allem Erkenntnis, bedeutet Wahrheit im Gegensatz zum Dunkel der Lüge und der Unwissenheit. So läßt Licht uns leben, zeigt uns den Weg. Licht bedeutet aber dann, weil es Wärme schenkt, auch Liebe. Wo Liebe ist, geht ein Licht auf in der Welt; wo Haß ist, ist die Welt finster. Ja, im Stall von Bethlehem ist das große Licht erschienen, auf das die Welt wartet. In dem Kind, das da im Stall liegt, zeigt Gott seine Herrlichkeit – die Herrlichkeit der Liebe, die sich selbst verschenkt und die sich aller Größe begibt, um uns auf den Weg der Liebe zu führen. Das Licht von Bethlehem ist nicht mehr erloschen. In allen Jahrhunderten hat es Menschen berührt, hat es sie umstrahlt. Wo der Glaube an dieses Kind aufging, da blühte auch die Caritas auf – die Güte für die anderen, das Zugehen auf die Schwachen, auf die Leidenden; die Gnade des Verzeihens. Von Bethlehem her zieht sich eine Lichtspur, eine Spur der Liebe und der Wahrheit durch die Jahrhunderte." (.....

und sie endet so:

"Wenn wir Eucharistie feiern, sind wir in Bethlehem, im „Haus des Brotes“. Christus gibt sich uns und gibt uns seinen Frieden. Er gibt ihn, damit wir das Licht des Friedens in uns tragen und es weitergeben; damit wir Friedensstifter werden und so zum Frieden in der Welt beitragen. So bitten wir ihn: Herr, mache deine Verheißung wahr. Laß Frieden werden, wo Unfrieden ist. Laß Liebe aufstehen, wo Haß ist. Laß Licht werden, wo Dunkel ist. Mache uns zu Trägern deines Friedens. Amen."

Quelle: La Santa Sede, LEV. Predigten Benedikt XVI

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Roberto de Mattei schreibt einen Weihnachtsbrief

Roberto de Mattei hat bei Corrispondenza Romana einen Weihnachtsbrief veröffentlicht
Hier geht´s zum Original: klicken, gefunden haben wir ihn bei BenoîtXVI-et-moi  (merci!) klicken


                                                     "WEIHNACHTSBRIEF"

                     

"In diesen dunklen Stunden haben die gläubigen Katholiken das selbe Zutrauen, das die Hirten hatten, die sich der Krippe näherten, um Jesus zu betrachten.

"DAS HEILIGE WEIHNACHTEN: DIE STUNDE DES VERTRAUENS,  IN DER NACHT DER WELT"

"Das Heilige Weihnachten ist nicht nur eine kulturelle Tradition des Westens, oder eine einfache, den Christen teure Erinnerung an eine historisches Geschehen vor 2015 Jahren in Palästina. Weihnachten ist der Augenblick, in dem der Erlöser der Menschheit für uns in einer Wiege gegenwärtig ist und uns auffordert, ihn als König und Herrn des Universums zu verehren.
Die Geburt ist aus diesem Blickwinkel eines der zentralen Geheimnisse unserer Glaubens, die Pforte die uns erlaubt, in alle Mysterien Christi einzutreten.
Der Heilige Papst Leo der Große (440-461) schrieb:  Der, der in seiner Natur unsichtbar war, ist in unserer Natur sichtbar geworden. Das Unverstehbare wollte verstanden werden. ER, der vor der Zeit ist, hat begonnen, in der Zeit zu sein, der Herr des Universums, der seine Majestät verschleierte - hat die Gestalt eines Sklaven angenommen."

Die Manifestation des inkarnierten Wortes in der Geschichte war auch die Stunde des größten Triumphes der Engel. Seit dem Augenblick ihrer Erschaffung - in der Morgenröte des Universums -, wußten sie, daß Gott sich zum Menschen machen würde und sie hatten ihn angebetet - hell leuchtend in der Mitte der Hl. Dreifaltigkeit. Diese Offenbarung hatte die treuen Engel unwiderruflich von den Rebellen getrennt, den Himmel von der Erde, die Söhne des Lichts von denen der Finsternis.
In Bethlehem kam endlich der Moment für die Engel, wo sie sich vor dem Göttlichen Kind niederwerfen konnten, Grund und Zweck ihrer Treue - wie es Pater Faber schreibt. Die Harmonien des Gloria in excelsis überfluteten Himmel und Erde, aber in dieser Nacht wurden sie nur von den Seelen gehört, die von der Erde gelöst, in der Liebe Gottes waren.

Der chaldäische Patriarch: wir nehmen keine Weihnachtsgrüße entgegen, von denen, die uns im Stich gelassen haben.

Agenzia Fides meldet aus Bagdad, was der chaldäische Patriarch Louis Raphael I über das diesjährige Weihnachtsfest im Irak sagte. Hier geht´s zum Original: klicken

"DER CHALDÄISCHE PATRIARCH : WIR AKZEPTIEREN KEINE WEIHNACHTSGRÜSSE VON JEMANDEM, DER UNS IM STICH GELASSEN HAT"

"Während der vorweihnachtlichen Exerzitien der Priester und Diakone des chaldäischen Erzpatriarchates von Bagdad, in Anwesenheit des chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I, hat der Primas der chaldäischen Kirche die Anwesenden eingeladen, Weihnachten ernst und auf das Wesentliche des Festes konzentriert, zu feiern, ohne sich von den augenblicklichen, weltlichen Ereignissen ablenken zu lassen.

Dieses Jahr - berichten die öffentlichen Quellen aus dem Patriarchat (von Agenzia Fides konsultiert)- lege die dramatischen Lage der irakischen Christen, auch auf Grund des Desinteresses und der Vertragsbrüchigkeit der öffentlichen Institutionen, den Hirten der Kirche nahe, allen traditionellen öffentlichen Begegnungen, die früher zur Weihnachtszeit gehörten,  mit politischen und religiösen Repräsentanten fernzubleiben.
Ernst und Feierlichkeit-besonders wegen des Leidens und der Unsicherheit bzgl. der Zukunft, die die christliche irakische Gemeinde durchlebt.
Unter den Gründen- alten und neuen- für dieses Leiden und die Entbehrungen hat der Patriarch auch das Verlassensein der christlichen Flüchtlinge, die wg. der Angriffe der Djihadisten des IS (Daesh) auf die Ebene von Ninive geflohen waren, aufgezählt und die versäumte Änderung des Gesetzes, daß Kinder, wenn ein Elternteil zum Islam konvertiert, Muslime werden müssen und auch die in letzter Zeit auf den Wänden Bagdads aufgetauchten Plakate, die die christlichen Frauen auffordern, den Schleier zu tragen.

Weihnachten 2015 solle für alle- schlägt der chaldäische Patriarch vor- ein Fest des Gebetes und der Sammlung sein, um den Trost zu finden,  der nur aus der Erlösungsbotschaft der Geburt Jesu kommen kann, am Beginn des Jahres der Barmherzigkeit.
Für die Weihnachtsmesse wird Patriarch Louis Raphael I die Pforte der Barmherzigkeit in dem Zelt öffnen, das den ungefähr 1000 Flüchtlingen von Bagdad als Kapelle dient. Zwei weitere Türen hat der Patriarch bereits in der der Schmerzensmutter geweihten Kirche und in der chaldäischen St. Josephs-Kathedrale geöffnet."
Quelle Agenzia Fides  

Wir wünschen den irakischen Christen ein gesegnetes, trostreiches Weihnachtsfest! 

                                                     Christus nobiscum state



Fundstücke - den Kirchen ins Gebetbuch geschrieben

Ich liebe ja meine Kirche über alles und hier in München sind wir ja in der glücklichen Lage, diese ganze Politisiererei zu ignorieren und dort hinzugehen, wo Kirche noch Kirche ist.
Dass es immer mehr werden, die das so sehen, sieht man, dass es gerade dort immer voller wird, wo es gute Predigten und eine schöne Liturgie gibt. Das war in der Adventszeit sogar an Wochentagen zu beobachten.

Gestern abend im heutejournal muss dann mal wieder ein Interview mit einem evangelischen Kirchenvertreter stattgefunden haben - der beim AdG-Autor Martin Esser zu der Überlegung geführt hat, dass sich die Kirchen von ihrer Einmischung in die derzeitige Politik einen Bedeutungsgewinn erhoffen.
Dieser Satz kommentiert die Veränderung in unserer Kirche ziemlich deutlich:

"Deus caritas est hat mein alter Papst Benedikt gesagt - nicht res publica caritas est. Unter dem Nachfolger Franziskus, man kann ihn als netten Papa sehen, aber auch als linkspopulistischen Scharfmacher, da bin ich nicht schlüssig, da will man wieder Politik machen. Und die Konkurrenz um Käßmann will mithalten."

So wird das aber wohl eher nix. Da hat Alexander Kissler in Cicero mal wieder einen besseren Vorschlag:
"Weihnachten heißt auch Missionieren
Doch wer das größte Mysterium der Menschheitsgeschichte in der winzigen Münze der aktuell guten Gesinnung ausbezahlt, der hätte besser geschwiegen. Staatsfrommes Politisieren ist noch keiner Glaubensgemeinschaft bekommen.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Vom Sinn der Weihnacht, was Theodor Storm dazu meint

Jedes Mal in der Vorweihnachtszeit, wenn ich mit den Einkäufen beschäftigt bin, und das Gefühl habe, es ist alles viel zu wenig, zuwenig  geputzt, viel zu wenig gebacken, viel zu wenig eingekauft u.s.w. dann fällt mir mit einem ironischen Unterton, die Zeile aus dem Gedicht "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm ein, wo es heißt:
" ...Alt und Jung sollen nun, von der Jagd des Lebens einmal ruhn. Und morgen flieg ich hinab zur Erden, denn es soll wieder Weihnachten werden..."

Ja so ist es wohl, um wirklich ruhn zu können, braucht es  Gott der Mensch geworden ist und zu uns Menschen gekommen, ist.

Daher hier das komplette Gedicht, auch und wenn es weder das fliegende Christkind, noch den stapfenden Knecht Ruprecht gibt. Aber es ist eigentlich mehr, ein kleines Theaterstück, dass hier ebenfalls komplett abgetippt sein soll:
Wobei die Quintessenz immer noch gilt, besser als alle Güter dieser Welt ist das Jesuskind in der Krippe

Vorfreude auf Weihnachten

In vielen Kirchen im Erzbistum München-Freising sind schon die Krippen aufgestellt - und wir erwarten voller Freude den Herrn:


Der Vatican als kommerzieller Veranstaltungsort oder

auf der Suche nach dem G-Punkt.....

Nach der Vermietung der Sixtinischen Kapelle (um Geld für die Armen einzunehmen, das versteht sich von selbst-wie Messa in Latino anmerkt)  an Porsche und nach der pantheistisch-neuheidnischen Lichtshow auf Fassade und Kuppel des Petersdomes läßt die nächste Veranstaltung, die eher weniger mit Glaube und Kirche zu tun hat, nicht lange auf sich warten.
Ob das die Früchte der externen Beratung des Vaticans durch multinationale Unternehmen sind, soll mal dahingestellt bleiben, es sollten ja eigentlich immer noch genügend Prälaten vor Ort sein, die derlei Mißbrauch -sei er nun lukrativ oder nicht- den Riegel vorschieben.
Der Tempel mit den Geldwechslern (immerhin zum Erwerb der Opfertiere) und den Tierhändlern wird da noch überboten- trotz aller pontifikalen Breitseiten gegen Kapitalismus, Finanzwesen & Korruption.
Messa in  Latino macht uns unter der Überschrift "Öffnet, reißt sie weit auf..." (die Tore) mit dem nächsten nichtkirchlichen Event bekannt. Hier geht´s zum Original: klicken
Während des Hl. Jahres findet am 20. & 21, April 2016 im Instituto Patristico Augustinianum der
( bitte hinsetzen, falls jemand noch steht) -Tusch!-
        1. Weltkongress der Europäischen Gesellschaft für ästhetische Gynäkologie statt.

Dessen Teilnehmer werden  sich, wie das vorläufige Programm des Meetings verspricht, dem man, wenn man will, die weiteren Diskussionsthemen (vor allem chirurgische Möglichkeiten das sexuelle Erleben zu intensivieren) entnehmen kann, u.a. der Suche nach dem "G-Punkt" widmen und die Möglichkeiten diesen zu "vergrößern und besser zu stimulieren" sowie die Grenzen der "Sex-Therapie" erörtern.

Fundstück

Reger Besucherzustrom in Mater Ecclesiae und den vaticanischen Gärten
Heute hat der Journalist und Autor des Buches "Benedikt XVI, ein totaler Papst", Marco Mancio, dem Emeritus im Beisein von zwei Kollegen aus der Redaktion von ACI Stampa sein Werk überreicht.



Montag, 21. Dezember 2015

Fundstück: Weihnachtspost für Sandro Magister

Ein Weihnachtsbriefchen- abgestempelt sowohl von der Vatican-Post als auch von der Sala Stampa- ist bei Sandro Magister abgegeben worden, wie er in Settimo Cielo berichtet- hier das Original:  klicken
Und so endet eines der merkwürdigsten Kapitel der neuen Kommunikationspolitik des Hl. Stuhls unspektakulär und friedlich.




Letterina di Natale: "Egregio Dr Sandro Magister…"




Sala Stampa della Santa Sede
Il Direttore
Città del Vaticano, 9 dicembre 2015

Egregio Dr Sandro Magister,
sono lieto di comunicarLe che a partire da oggi il periodo di sospensione del Suo accredito presso la nostra Sala Stampa è da considerarsi concluso, cosicché potrà riprendere a fruire dei nostri servizi.

Insieme con i miei collaboratori, Le auguro di cuore buon lavoro e ogni bene in questo tempo di attesa delle feste natalizie.
Cordialmente Suo,

Federico Lombardi S.I.


"...ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, daß ab heute die Suspendierung Ihrer Akkreditierung bei der Sala Stampa als beendet betrachtet wird, sodaß Sie sich wieder unserer Dienste bedienen können. Zusammen mit meinen Mitarbeitern wünsche ich Ihnen gute Arbeit und alles Gute in dieser Zeit des Wartens auf die Weihnachtsfeierlichkeiten. Herzlich  Ihr...."

Zuviel Barmherzigkeit - zwei Meinungen

Sandro Magister (der übrigens seit dem 8.12. wieder bei der Sala Stampa des Vaticans akkreditiert ist) präsentiert auf seinem blog Settimo Cielo zwei  Antworten auf seinen kurz zuvor veröffentlichten Artikel "Ablässe und Fegefeuer? Franziskus hat sie eingemottet". Hier
Und hier geht´ s zum Original:   klicken

     "ZUVIEL BARMHERZIGKEIT. EINE BITTE GOTTI TEDESCHIS AN DEN PAPST

Ettore Gotti Tedeschi scheibt eine Bitte an den Papst:

"BARMHERZIGKEIT OHNE GOTTESFURCHT"
Santita,
heute - nachdem ich so viele Kommentare zur Eröffnung des Hl. Jahres hörte -habe ich diese Passage im Johannes-Evangelium gelesen:
"Wie Moses in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß auch der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat.
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet, wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht, denn ihre Taten waren böse.
Denn jeder der Böses tut, kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Taten offenbar werden, denn sie sind in Gott."
(Joh. 3, 17-21)
Und ich habe nachgedacht. Es ist wahr, daß die Barmherzigkeit Gottes in sich selbst unendlich ist. Aber wann sind wir sicher, daß das auch für ihre Wirkungen gilt? Gott kann immer vergeben, unendlich oft, aber sind wir sicher, daß er uns unendlich oft vergibt?

Evangelische Kirche in Berlin ruft zum Kreuzzug auf (oder so.....)!!!!

Ja man glaubt es nicht, Deutschland ist nicht nur im Weihnachtsstress - sondern offensichtlich auch auf "Kriegskurs".
Und jetzt überbieten sich alle, da auch noch richtig mit dabei zu sein. Den Anfang macht die evangelische Kirche in Berlin:



Ja, und wie man sieht, hat es mal wieder einen amerikanischen Sender dazu gebraucht, um diese Meldung in die Welt zu bringen.

Ist ja auch kein Wunder. Schließlich entspricht dieses Kriegsgetöse ja nun gar nicht der Vorgabe des Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland, der sich erst kürzlich in einem FAZ-Interview dafür stark gemacht hat, sich doch lieber kampflos zu ergeben. Deshalb ist er ja in München auch in einem Moscheebaukommittee - vielleicht hat man ihm zugesagt, dass er dort mal predigen darf, damit er mal ein volles Haus hat.


Eine Weihnachtsansprache an die Kurie

Don Nicola Bux erinnert bei La Nuova Bussola Quotidiana an die Rede, die Papst Benedikt XVI am 22. Dezember 2005, an die Römische Kurie gehalten hat.  Thema war die Rezeption des II. Vaticanischen Konzils und ihre Irrtümer. Und er fragt, was diese Ansprache bewirkt hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIESE IRRTÜMER ÜBER DAS KONZIL (UND DIE KIRCHE IN DER WELT).    10 JAHRE NACH DER LEKTION VON PAPST BENEDIKT"
von Nicola Bux

"Am 22. Dezember 2005 hat Benedikt XVI eine historische Rede an die Römische Kurie gehalten, in der er den Schlüssel zu Geschichte und Glauben und für die richtige Interpretation des II. ökumenischen Vaticanischen Konzils anbot. Was ist daraus geworden? Ein Teil der Katholischen Kirche hat diese Interpretation geteilt, während der andere fortfuhr, dieses Ereignis als Bruch mit der früheren Kirche wahrzunehmen. Der Graben ist tiefer geworden, quasi zu einem de-facto-Schisma geworden.

Für diesen Teil der Kirche muß man im Prinzip sagen, war dieses Konzil DAS Wort, jetzt ist es "Das Konzil" -großgeschrieben (im Italienischen)  und ist ohne nähere Erklärung zu einer Art Super-Dogma geworden-mit der Öffnung zur Welt hin und im Bruch zur Hl. Tradition.
Der Inhalt der Konzils-Dokumente wurde auf Slogans reduziert:
"Prophezeihung", "Zeichen der Zeit", "Dialog", "Kommunio", ohne Erwähnung der "Hierarchie", Konzilsgeist gegen den Buchstaben.
In seiner Rede fragte Benedikt XVI : "was ist das Ergebnis des Konzils? Ist es von der Welt richtig aufgenommen worden? Und was war gut und was falsch? Was bleibt zu tun?"
Dann zitierte er den Hl. Basilius, um den Eindruck zu bekräftigen, daß es wegen eines zuviel oder zu wenig an der rechten Glaubenslehre verfälscht wurde. Warum ist das passiert? Das Konzil ist nicht einheitlich interpretiert worden - es hat sich gegensätzlich verdoppelt und hat so einerseits zu einer gut sichtbaren Verwirrung geführt und andererseits zu einer vielversprechenden spirituellen Wiedergeburt.
Hier geht´s zum deutschen Gesamttext der Rede : klicken

Sie begann so:

»Expergiscere, homo: quia pro te Deus factus est homo – Erwache, o Mensch; denn für dich ist Gott Mensch geworden« (Augustinus, Reden, 185). Mit dieser Aufforderung des hl. Augustinus, den wahren Sinn des Geburtsfestes Christi zu erfassen, beginne ich jetzt vor dem nahen Weihnachtsfest meine Begegnung mit euch, liebe Mitarbeiter der Römischen Kurie."...

Heiliges Jahr

In meinem Besitz sind einige Kreuze, die auf seltsame Weise zu mir gekommen sind.
Es sind Kreuze die von frommen Omas gekauft, und aufgehängt und wohl auch verehrt wurden, deren Kinder und Enkelkinder, jedoch vom Glauben nichts wissen wollten.
Alle diese erklärten Atheisten haben es jedoch nicht fertig gebracht, die Kreuze wegzuwerfen.
Eines dieser Kreuze wurde sogar aufgehängt, aber ganz unten an der Wand, am Ende der Treppe die vom Wohnzimmer wegführte, so dass kein zufälliger Besuch sehen konnte, dass man ein Kreuz besitzt.
Irgendwann einmal bin ich mit dieser Familie in Kontakt gekommen und man schenkte mir das Kreuz, offensichtlich froh, es los zu sein, ohne es wegwerfen zu müssen.
Wobei man in diesem Fall wohl eher den Zorn der Oma und Mutter fürchtete, denn den Zorn Gottes.
Diese Kreuz ist ein ganz normales, bis auf eine  Medaille vom Heiligen Jahr 1950, die sich auf dem Kreuzstamm befindet, wohl weil die fromme Oma da hin gereist war und als Andenken das Kreuz oder nur die Medaille gekauft hatte.
Vorhin fiel mein Blick auf das Kreuz und da dachte ich mir "Guckst mal wie das damals war!" und wurde hier fündig.
Also ansehen und sich freuen


Sonntag, 20. Dezember 2015

Und immer wieder: Rosenkranz!

Manchmal sind es kleine Wunder, aber das ist ein großes:

Pater Jacques Mourad wurde von ISIS gekidnapped und dort unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Eine fast hoffnungslose Geschichte. Doch er gab nicht auf, und er erzählte nach seiner Freilassung, dass das Rosenkranzgebet ihm beim Durchhalten geholfen hat. Eine bewegende Geschichte:



Wir können daraus lernen. Es ist so, wie uns in Fatima verheißen wurde! Nur das tägliche Rosenkanzgebet wird uns retten und der Welt den Frieden bringen.

Das Weiterbeten ist also wichtiger als alles andere!