Sonntag, 28. März 2021

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über Palmsonntag und die Chrisamöle...
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PALM-...ODER ÖLBAUM...SONNTAG?"

Diejenigen, die die Vor-Pacelli-Texte für Palmsonntag gelesen haben, werden bemerkt haben, daß Ölbaumzweige ebenso oft vorkommen wie Palmzweige. Das ist kaum überraschend. Der Herr reitet vom Ölberg aus ein-im Griechischen to oros ton elaion (der Hl. Augustinus schlug dafür dreist die Übersetzung "Berg der Öle" vor). Wenn man uns also sagt, daß die Menge Zweige von den Bäumen schnitt (ekopton) - können wir ebenso gut schließen, daß hauptsächlich Zweige von Olivenbäumen gemeint sind.

Diese Texte spielen auf den Ölzweig an, den Noah von seiner ausgesandten Taube empfängt; und das erklärt uns, daß "succuli olivarum spiritualem unctionem advenisse quodammodo clamant" die Öl-Zweige schreien, daß eine spirituelle Salbung kommt. 

Sie ist in der Tat gekommen. 

Weil: diese Symbolik der Oliven die Verbindung zur Weihe des Chrisam herstellt, die traditionell mit Gründonnerstag assoziiert wird. Dem Tag, an dem die Öle vom Bischof gesegnet oder geweiht werden. der diese Weihe traditionell mit zwölf  Priestern konzelebrierte.  In den guten, alten wirklich kollegialen Tagen-vor dem Konzil- bliesen alle diese Priester den Geist, den sie kollegial mit dem Pontifex teilen, den Ölen ein. (Ich nehme an, daß die Erneuerer derlei aufbauende Traditionen eliminiert haben, weil sie im Ritus Platz für ihre neue Idee schaffen mußten, daß alle Priester ihr Weihegelöbnis erneuern.) 

Dieses Chrisam wird bei den christlichen Initiation in der Oster-Vigil ,benutzt um das Sakrament der Konfirmation (oder Weihe) zu verleihen. Diese Verwendung ist wohl als apostolisch zu betrachten, weil in der griechisch-römischen Welt die Verwendung von Ölen regelmäßig die Waschungen begleitete. 

In der Lateinischen Kirche wird das Öl auch bei der Weihe benutzt,,,,und bei einigen anderen feierlichen Konsekrierungen. In der Church of England wird der Monarch immer noch gesalbt, auch wenn ich nicht sicher bin, ob das Öl als Chrisam angesehen wird. (Ich glaube, es ist das Vorrecht des Dekans von Westminster, es zu segnen) Jetzt, wo  das Chrisam (glaube ich) in jeder Diözese der Church of England konsekriert wird, frage ich mich, was die hochheimliche Akte mit dem Titel "Neue Krönung" vorschreibt. 

Unser letzter Monarch -sowohl de jure als auch de facto- König James VII und II , wurde gemäß dem Römischen Pontifikale vom Nuntius gekrönt; und dann noch einmal vom Erzbischof von Canterbury!  

In der Church of England - als sie einmal aufhörte, Dinge  zu verbieten- neigen sie zum anderen Extrem und werden ganz fanatisch dabei, die armen erstaunlichen Schätzchen. Als ich in Oxford zum Priester in St. Thomas-Märtyrer ernannt wurde, meiner letzten Dienststelle vor dem Ordinariat, fragte mich der Erzdiakon, ob ich gesalbt werden möchte. "Um Himmelswillen, nein!" schrie ich "halten wir es so einfach wie möglich". 

Traditionell wurde das Chrisam-Öl als so heilig betrachtet, daß der Hl. Cyril von Jerusalem (den Gregory Dix einmal als einen "sehr extremen Kirchenmann" beschrieben hat) seine Konsekrierung als der Transsubstantiation der Eucharistie-Elemente gleichwertig betrachtete, mit dem Ergebnis, daß es seiner Ansicht nach Charisma Christi wurde und Ergebnis Seiner Gottheit (tes autou theotetos energetikon) (Als diese Katechese der postkonziliaren Liturgia Hororum eingegliedert wurde, wurde dieser exotische Paragraph eliminiert!!)

Bei einigen Byzantinern ist die Weihe des Chrisams dem Patriarchen vorbehalten. Man versteht  warum."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke 

 

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